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	<title>WISE &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>MPIA: Ein massereiches Schwarzes Loch erwacht &#8211; &#8222;live&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 20:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen sehen das Erwachen eines massereichen Schwarzen Lochs in Echtzeit. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA). Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 19. Juni 2024. 19. Juni 2024 &#8211; Ende 2019 begann die zuvor unauffällige Galaxie SDSS1335+0728 plötzlich heller zu leuchten als je zuvor. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, haben Astronomen Daten von [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Astronomen sehen das Erwachen eines massereichen Schwarzen Lochs in Echtzeit. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 19. Juni 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GalaxieSDSS13350728leuchtetaufESOMKornmesser2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GalaxieSDSS13350728leuchtetaufESOMKornmesser26.jpg" alt="Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" class="wp-image-141296"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">19. Juni 2024 &#8211; Ende 2019 begann die zuvor unauffällige Galaxie SDSS1335+0728 plötzlich heller zu leuchten als je zuvor. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, haben Astronomen Daten von mehreren Weltraum- und Bodenobservatorien, darunter das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO), verwendet, um die Helligkeitsschwankungen der Galaxie nachzuverfolgen. In einer heute veröffentlichten Studie kommen sie zu dem Schluss, dass sie bisher noch nie beobachtete Veränderungen in einer Galaxie sehen – wahrscheinlich das Ergebnis des plötzlichen Erwachens des massereichen Schwarzen Lochs in ihrem Zentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Stellen Sie sich vor, Sie beobachten eine weit entfernte Galaxie seit Jahren, und sie schien immer ruhig und inaktiv zu sein“, sagt Paula Sánchez Sáez, eine Astronomin der ESO in Deutschland und Hauptautorin der Studie, die zur Veröffentlichung in Astronomy &amp; Astrophysics angenommen wurde. „Plötzlich zeigt ihr [Kern] dramatische Veränderungen in der Helligkeit, die sich von allen typischen Ereignissen, die wir bisher gesehen haben, unterscheiden.“ Genau das ist mit SDSS1335+0728 passiert, das nun als „aktiver galaktischer Kern“ (AGN) eingestuft wird – eine helle, kompakte Region, die von einem massereichen Schwarzen Loch angetrieben wird – nachdem es sich im Dezember 2019 dramatisch aufgehellt hatte [1].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Phänomene, wie Supernova-Explosionen oder das durch Gezeitenkräfte verursachte Auseinanderbrechen von Sternen, bei denen ein Stern einem Schwarzen Loch zu nahe kommt und auseinandergerissen wird, können dazu führen, dass Galaxien plötzlich heller leuchten. Diese Helligkeitsschwankungen dauern jedoch in der Regel nur einige Dutzend oder höchstens einige Hundert Tage an. SDSS1335+0728 wird auch heute noch heller, mehr als vier Jahre, nachdem zum ersten Mal beobachtet wurde, dass sie „aufleuchtet“. Weiterhin sind die in der Galaxie, die sich 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Jungfrau befindet, festgestellten Schwankungen anders als alle bisher beobachteten und weisen die Astronomen auf eine andere Erklärung hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team versuchte, diese Helligkeitsschwankungen mithilfe einer Kombination aus Archivdaten und neuen Beobachtungen von mehreren Standorten, darunter dem X-Shooter-Instrument am VLT der ESO in der chilenischen Atacama-Wüste, zu verstehen [2]. Beim Vergleich der vor und nach Dezember 2019 aufgenommenen Daten stellten sie fest, dass SDSS1335+0728 jetzt viel mehr Licht im ultravioletten, optischen und infraroten Wellenlängenbereich abstrahlt. Die Galaxie begann im Februar 2024 auch mit der Aussendung von Röntgenstrahlen. „Dieses Verhalten ist beispiellos“, sagt Sánchez Sáez, die auch mit dem Millennium Institute of Astrophysics (MAS) in Chile verbunden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die naheliegendste Erklärung für dieses Phänomen ist, dass wir beobachten, wie der [Kern] der Galaxie anfängt, (…) Aktivität zu zeigen“, sagt die Co-Autorin Lorena Hernández García vom MAS und der Universität Valparaíso in Chile. „Wenn das stimmt, wäre dies das erste Mal, dass wir die Aktivierung eines massereichen Schwarzen Lochs in Echtzeit beobachten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Massereiche Schwarze Löcher – mit Massen, die über hunderttausend Mal größer sind als die unserer Sonne – existieren im Zentrum der meisten Galaxien, einschließlich der Milchstraße. „Diese Giganten schlafen normalerweise und sind nicht direkt sichtbar“, erklärt der Co-Autor Claudio Ricci von der Diego-Portales-Universität, ebenfalls in Chile. „Im Fall von SDSS1335+0728 konnten wir das Erwachen des massereichen Schwarzen Lochs beobachten, das sich plötzlich das in seiner Umgebung vorhandene Gas einverleibte und sehr hell wurde.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Prozess (…) wurde noch nie zuvor beobachtet“, sagt Hernández García. In früheren Studien wurde zwar berichtet, dass inaktive Galaxien nach mehreren Jahren aktiv werden, doch dies ist das erste Mal, dass der Prozess selbst – das Erwachen des Schwarzen Lochs – in Echtzeit beobachtet wurde. Ricci, der auch mit dem Kavli-Institut für Astronomie und Astrophysik an der Peking-Universität in China verbunden ist, fügt hinzu: „Das könnte auch bei unserem eigenen Sgr A*, dem massereichen Schwarzen Loch (…) im Zentrum unserer Galaxie, passieren“, aber es ist unklar, wie wahrscheinlich dies ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind noch weitere Beobachtungen erforderlich, um alternative Erklärungen auszuschließen. Eine andere Möglichkeit ist, dass wir ein ungewöhnlich langsames Ereignis der Gezeitenstörung oder sogar ein neues Phänomen beobachten. Wenn es sich tatsächlich um ein Ereignis der Gezeitenstörung handelt, wäre dies das längste und schwächste Ereignis dieser Art, das jemals beobachtet wurde. „Unabhängig von der Art der Schwankungen liefert [diese Galaxie] wertvolle Informationen darüber, wie Schwarze Löcher wachsen und sich entwickeln“, sagt Sánchez Sáez. „Wir gehen davon aus, dass Instrumente wie [MUSE am VLT oder die Instrumente am zukünftigen Extremely Large Telescope (ELT)] entscheidend zum Verständnis beitragen werden [warum die Galaxie heller wird].“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] Die ungewöhnlichen Helligkeitsschwankungen der Galaxie SDSS1335+0728 wurden vom Zwicky-Transient-Facility-Teleskop (ZTF) in den USA entdeckt. Anschließend stufte der von Chile aus geleitete Algorithmus Automatic Learning for the Rapid Classification of Events (ALeRCE) SDSS1335+0728 als aktiven Galaxienkern ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Das Team sammelte Archivdaten von den NASA-Satelliten Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) und Galaxy Evolution Explorer (GALEX), dem Two Micron All Sky Survey (2MASS), dem Sloan Digital Sky Survey (SDSS) und dem eROSITA-Instrument auf dem Spektr-RG-Weltraumobservatorium von IKI und DLR. Neben dem VLT der ESO wurden die Nachbeobachtungen mit dem Southern Astrophysical Research Telescope (SOAR), dem W. M. Keck Observatory und dem Neil Gehrels Swift Observatory und dem Chandra X-ray Observatory der NASA durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Studie wurde in einem Artikel mit dem Titel „SDSS1335+0728: The awakening of a ∼ 106M⊙ black hole” veröffentlicht, der in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics (https://aanda.org/10.1051/0004-6361/202347957) erschienen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team besteht aus P. Sánchez-Sáez (Europäische Südsternwarte, Garching, Deutschland [ESO] und Millenium Institute of Astrophysics, Chile [MAS]), L. Hernández-García (MAS und Instituto de Física y Astronomía, Universidad de Valparaíso, Chile [IFA-UV]), S. Bernal (IFA-UV und Millennium Nucleus on Transversal Research and Technology to Explore Supermass , Chile [TITANS]), A. Bayo (ESO), G. Calistro Rivera (ESO und Deutsche Luft- und Raumfahrtgesellschaft [DLR]), F. E. Bauer (Instituto de Astrofísica, Pontificia Universidad Católica de Chile, Chile; Centro de Astroingeniería, Pontificia Universidad Católica de Chile, Chile; MAS; und Space Science Institute, USA), C. Ricci (Instituto de Estudios Ast rofísicos, Universidad Diego Portales, Chile [UDP] und Kavli Institute for Astronomy and Astrophysics, China), A. Merloni (Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik, Deutschland [MPE]), M. J. Graham (California Institute of Technology, USA), R. Cartier (Gemini Observatory, NSF National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory, Chile, und UDP), P. Arévalo (IFA-UV und TITANS), R.J. Assel (UDP), A. Concas (ESO und INAF &#8211; Osservatorio Astrofisico di Arcetri, Italien), D. Homan (Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, Deutschland [AIP]), M. Krumpe (AIP), P. Lira (Departamento de Astronomía, Universidad de Chile, Chile [UChile], und TITANS), A. Malyali (MPE), M. L. Martínez-Aldama (Astronomy Department, Universidad de Concepción, Chile), A. M. Muñoz Arancibia (MAS und Center for Mathematical Modeling, University of Chile, Chile [CMM-UChile]), A. Rau (MPE), G. Bruni ( INAF – Institut für Weltraumastrophysik und Planetologie, Italien), F. Förster (Data and Artificial Intelligence Initiative, Universität Chile, Chile; MAS; CMM-UChile; und UChile), M. Pavez-Herrera (MAS), D. Tubín-Arenas (AIP) und M. Brightman (Cahill Center for Astrophysics, California Institute of Technology, USA).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das Haus der Astronomie in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>P. Sánchez-Sáez et al., &#8222;SDSS1335+0728: The awakening of a ∼ 10^6 M⊙ black hole&#8220;, Astronomy &amp; Astrophysics (202)<br>DOI: 10.1051/0004-6361/202347957<br><a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/08/aa47957-23/aa47957-23.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/08/aa47957-23/aa47957-23.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg562948#msg562948" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>AIP: Entdeckung eines Weißen-Zwerg-Pulsars wirft Licht auf Sternentwicklung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aip-entdeckung-eines-weissen-zwerg-pulsars-wirft-licht-auf-sternentwicklung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2023 04:15:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Entdeckung einer seltenen Art von Sternensystem in zwei unabhängigen Studien der Universität Warwick und des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) liefert neue Erkenntnisse über die Vorhersagen des Dynamomodells für die Sternentwicklung. Eine Pressemitteilung des AIP. Quelle: AIP 15. Juni 2023. 15. Juni 2023 &#8211; Der neue Weiße-Zwerg-Pulsar, ein extrem enges Doppelsternsystem aus einem Weißen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Entdeckung einer seltenen Art von Sternensystem in zwei unabhängigen Studien der Universität Warwick und des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) liefert neue Erkenntnisse über die Vorhersagen des Dynamomodells für die Sternentwicklung. Eine Pressemitteilung des AIP.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: AIP 15. Juni 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO60.jpg" alt="Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)" class="wp-image-127925" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO60-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">15. Juni 2023 &#8211; Der neue Weiße-Zwerg-Pulsar, ein extrem enges Doppelsternsystem aus einem Weißen und einem Roten Zwergstern, die gemeinsam in die Sonne passen würden, ist erst das zweite bekannte seiner Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiße Zwerge sind extrem verdichtete Sternreste mit der Masse unserer Sonne aber der geringen Größe unseres Planeten Erde. Sie entstehen, wenn ein Stern mit geringer Masse seinen gesamten Brennstoff verbrannt hat, seine äußeren Schichten verliert und sein Inneres stark kontrahiert. Sie werden auch als „stellare Fossilien“ bezeichnet und bieten Einblicke in verschiedene Aspekte der Sternentwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pulsare hingegen sind seit den 1960er Jahren bekannt und man kennt mehr als 3000 davon. Dabei handelt es sich um schnell rotierende, stark magnetische Neutronensterne, in denen geladene Teilchen durch ultrastarke elektrische Felder aus der Oberfläche gerissen und auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. In Folge dessen senden sie Strahlung, also Licht, aus, und das vom Radio- bis in den Röntgen- oder sogar Gammabereich. Wegen der schnellen Rotation der Sterne treffen jeweils kurze Pulse der Strahlung an der Erde ein, womit sich die Namensgebung – Pulsar – begründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur großen Überraschung der wissenschaftlichen Gemeinschaft wurde im Jahr 2016 erstmals das Pulsarphänomen auf einem Weißen Zwerg beobachtet. Die Überraschung lag darin, dass in diesem Stern, AR Scorpii, weder die extrem schnelle Rotation noch die starken elektrischen Felder der eigentlichen Pulsare vorhanden waren. Der Weiße Zwergstern jedoch war in einem sehr engen Doppelsternsystem anzutreffen und wurde von seinem unmittelbaren Nachbarn, einem sonnenähnlichen Roten Zwergstern, durch Injektion in sein Magnetfeld mit Teilchen versorgt. Dadurch wird das Pulsarphänomen von außen entfacht und der rote Begleitstern wie mit einem Stroboskop bestrahlt, so dass das gesamte System in regelmäßigen Abständen dramatisch heller und schwächer wird. Die beiden Sterne, der Weiße und der Rote Zwerg, sind so eng benachbart, dass sie in unsere Sonne hineinpassen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend ist das Vorhandensein eines starken Magnetfeldes, dessen Ursache Astrophysikerinnen und Astrophysiker jedoch nicht kennen. Eine Schlüsseltheorie, die die starken Magnetfelder erklärt, ist das „Dynamomodell“ – es besagt, dass Weiße Zwerge Dynamos, elektrische Generatoren, in ihrem Kern haben, so wie die Erde, nur viel stärker. Um diese Theorie zu überprüfen, mussten Forschende jedoch nach anderen Weißen-Zwerg-Pulsaren suchen, um zu sehen, ob ihre Vorhersagen zutreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In zwei neuen Studien, die parallel in Nature Astronomy und Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht wurden, beschreibt ein internationales Team unter Beteiligung des AIP den neu entdeckten Weißen-Zwerg-Pulsar J1912-4410 (eRASSU J191213.9-441044). Er ist 773 Lichtjahre von der Erde entfernt und dreht sich in fünf Minuten einmal um die eigene Achse, also 300-mal schneller als unser Planet. Der Weiße-Zwerg-Pulsar hat eine ähnliche Größe wie die Erde, aber eine Masse, die mindestens so groß ist wie die der Sonne. Das bedeutet, dass ein Teelöffel Weißer Zwerg etwa 15 Tonnen wiegen würde. Weiße Zwerge beginnen ihr Leben bei extrem hohen Temperaturen, bevor sie über Milliarden von Jahren abkühlen. Die niedrige Temperatur von J1912-4410 deutet auf ein hohes Alter hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie bestätigt, dass es weitere Weiße-Zwerg-Pulsare gibt, wie von früheren Modellen vorhergesagt. Es gab noch weitere Vorhersagen des Dynamomodells, die durch die Entdeckung von J1912-4410 bestätigt wurden. Aufgrund ihres hohen Alters sollten die Weißen Zwerge in dem Pulsarsystem kühl sein. Ihre Begleiter sollten nahe genug sein, dass die Anziehungskraft des Weißen Zwerges in der Vergangenheit stark genug war, um dem Begleiter Masse zu entziehen, was dazu führt, dass sie sich schnell drehen. Alle diese Annahmen treffen auf den neu entdeckten Pulsar zu: Der Weiße Zwerg ist kühler als 13.000 Kelvin, hat eine hohe Rotationsfrequenz von etwa fünf Minuten, und die Anziehungskraft des Weißen Zwerges hat eine starke Wirkung auf den Begleiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Team nutzte Daten von Gaia und WISE, um Kandidaten zu finden, und konzentrierte sich auf solche, die ähnliche Eigenschaften wie AR Scorpii aufweisen. Nachdem sie ein paar Dutzend Kandidaten beobachtet hatten, fanden sie einen mit sehr ähnlichen Lichtvariationen wie AR Scorpii. Eine Folgebeobachtung mit anderen Teleskopen ergab, dass dieses System etwa alle fünf Minuten ein Radio- und Röntgensignal in Richtung Erde sendet. Ein anderes Team nutzte Daten des Röntgenteleskops eROSITA auf dem Satelliten Spektrum-Röntgen-Gamma, um enge Weißer-Zwerg/Roter-Zwerg-Paare zu finden. Beide Teams schlossen sich zusammen, um ihre neue Entdeckung weiter zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir freuen uns sehr, dass wir das Objekt in der mit SRG/eROSITA durchgeführten Röntgendurchmusterung gefunden haben“, bemerkt Dr. Axel Schwope, Leiter der Gruppe Röntgenastronomie am AIP und Erstautor der in Astronomy &amp; Astrophysics erschienen Studie. „Die Folgeuntersuchung mit dem ESA-Satelliten XMM-Newton zeigte die Pulsationen im hochenergetischen Röntgenbereich, der letzte fehlende Beweis, um das Objekt als Weißen-Zwerg-Pulsar zu identifizieren. Damit bestätigten wir die ungewöhnliche Natur des neuen Objekts und etablierten die Weißen-Zwerg-Pulsare als eine neue Klasse, wenn auch derzeit nur mit zwei Vertretern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Ingrid Pelisoli vom Institut für Physik der Universität Warwick und Erstautorin der Nature-Studie, fügt hinzu: „Der Ursprung von Magnetfeldern ist eine große offene Frage in vielen Bereichen der Astronomie, und dies gilt insbesondere für Weiße Zwerge. Die Magnetfelder in Weißen Zwergen können mehr als eine Million Mal stärker sein als das Magnetfeld der Sonne, und das Dynamomodell hilft zu erklären, warum. Die Entdeckung von J1912-4410 ist ein entscheidender Schritt nach vorn in diesem Bereich.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das AIP</strong><br>Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichungen</strong><br>X-ray properties of the white dwarf pulsar eRASSU J191213.9−441044. A. Schwope, T. R. Marsh, A. Standke, I. Pelisoli, S. Potter, D. Buckley, J. Munday, V. Dhillon. A&amp;A 674 L9 (2023), doi.org/10.1051/0004-6361/202346589, <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/abs/2023/06/aa46589-23/aa46589-23.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/abs/2023/06/aa46589-23/aa46589-23.html</a>;<br>Pelisoli, I., Marsh, T.R., Buckley, D.A.H. et al. A 5.3-min-period pulsing white dwarf in a binary detected from radio to X-rays. Nat Astron (2023), doi.org/10.1038/s41550-023-01995-x, <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-023-01995-x" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-023-01995-x</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=632.msg550413#msg550413" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weisse Zwerge</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=648.msg550414#msg550414" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Neutronensterne, Pulsare, Magnetare</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>DESY: „Lichtecho“ verrät kosmische Katastrophe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/desy-lichtecho-verraet-kosmische-katastrophe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2022 09:29:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Akkretionsscheibe]]></category>
		<category><![CDATA[AT2019fdr]]></category>
		<category><![CDATA[DESY]]></category>
		<category><![CDATA[Gezeitenkatastrophe]]></category>
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		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[Neutrino]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schwarzes Loch zerreißt Riesenstern &#8211; Pressemeldung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft. Quelle: DESY 3. Juni 2022. 3. Juni 2022 &#8211; In einer fernen Galaxie im Sternbild Herkules hat ein gigantisches Schwarzes Loch einen Riesenstern zerrissen. Das zeigen umfangreiche Beobachtungen mit mehreren Observatorien, über die ein internationales Forschungsteam unter DESY-Führung im Fachblatt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="schwarzes-loch-zerreisst-riesenstern-pressemeldung-des-deutschen-elektronensynchrotrons-desy-ein-forschungszentrum-der-helmholtzgemeinschaft--c6f376d5-1d3f-4156-bab3-c7d7afcffb2b">Schwarzes Loch zerreißt Riesenstern &#8211; Pressemeldung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DESY 3. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/03062022Still01SciComLabDESY2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/03062022Still01SciComLabDESY60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die intensive Strahlung von der Trümmerscheibe um das Schwarze Loch (Zentrum) heizt den Staub extrem auf, bis er hell im Infrarot zu strahlen beginnt. Durch die zeitliche Verzögerung entsteht ein „Lichtecho“. (Bild: Science Communication Lab für DESY)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">3. Juni 2022 &#8211; In einer fernen Galaxie im Sternbild Herkules hat ein gigantisches Schwarzes Loch einen Riesenstern zerrissen. Das zeigen umfangreiche Beobachtungen mit mehreren Observatorien, über die ein internationales Forschungsteam unter DESY-Führung im Fachblatt „Physical Review Letters“ berichtet. Die kosmische Katastrophe produzierte nach einigen Monaten ein gleißendes „Lichtecho“ im Infrarotbereich. Zudem hat das Neutrinoteleskop IceCube in der Antarktis möglicherweise ein Teilchen des zerrissenen Sterns aufgefangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sogenannte Gezeitenkatastrophe ereignete sich in einer 4,4 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie, in deren Zentrum ein Schwarzes Loch mit der 35-millionenfachen Masse unserer Sonne haust. Diesem Massemonster ist eine Riesensonne zu nahe gekommen und durch die Gezeitenkräfte des Schwarzen Lochs in Stücke gerissen worden. „Die Gezeitenkräfte entstehen, indem das Schwarze Loch an der Vorderseite des Sterns stärker zieht als an der Rückseite“, erläutert der Hauptautor der Veröffentlichung, Simeon Reusch von DESY. „Durch diese Differenz wird die Riesensonne zunächst in die Länge gezogen, bis sie schließlich zerreißt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sternentrümmer formen um das Schwarze Loch eine sogenannte Akkretionsscheibe – ähnlich wie Wasser in einer Badewanne einen Strudel bildet, wenn man den Stöpsel zieht. Bevor die Sternmaterie schließlich auf Nimmerwiedersehen im Schwarzen Loch verschwindet, kreist sie wie das Wasser über dem Badewannenabfluss immer schneller, heizt sich dabei enorm auf und fängt an, hell zu leuchten. „Diese Gezeitenkatastrophe war möglicherweise sogar das leuchtstärkste vorübergehende kosmische Phänomen, das jemals beobachtet worden ist“, betont Ko-Autor Marek Kowalski von DESY. Aufgrund der enormen Helligkeit des Ereignisses gehen die Forscherinnen und Forscher davon aus, dass der zerrissene Stern eine Riesensonne gewesen sein muss, damit sich genug leuchtende Materie auf der Akkretionsscheibe sammeln konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die intensive Strahlung hat einen Hohlraum in die riesige Staubwolke gebrannt, von der das Schwarze Loch in der fernen Galaxie umgeben ist. Im Umkreis von rund einem halben Lichtjahr verdampfte der Staub dabei sofort. Dahinter heizte ihn die Strahlung extrem auf, sodass er schließlich hell im Infrarotbereich zu leuchten begann. Durch geometrische Effekte erreichte dieses Lichtecho erst ein Jahr nach dem Ende des Riesensterns sein Maximum. „Das Lichtecho im Infrarotbereich ist eine Schlüsselsignatur der Gezeitenkatastrophe“, berichtet Reusch. „Damit hat sich die Natur dieses aufleuchtenden Objekts verraten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Phänomen war zuerst mit dem Observatorium Zwicky Transient Facility (ZTF) beobachtet worden, das speziell nach solchen vorübergehenden Ereignissen („Transients“) Ausschau hält. Astronominnen und Astronomen hatten dann die Himmelsposition mit zahlreichen anderen Instrumenten bei verschiedenen Wellenlängen ins Visier genommen, von den Radiowellen bis zur Gammastrahlung. Beobachtungen mit dem Infrarotsatelliten „WISE“ der US-Raumfahrtbehörde NASA enthüllten rund ein Jahr nach dem ursprünglichen Ausbruch das Lichtecho.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Südpol ging dem Observatorium IceCube zudem ein energiereiches Neutrino ins Netz, das von dem Ereignis stammen könnte. Damit hätte IceCube möglicherweise zum zweiten Mal ein Teilchen von einem zerrissenen Stern aufgefangen – ein Erfolg der noch jungen Disziplin der Neutrino-Astronomie. „Neutrinos liefern uns Einblicke in kosmische Objekte, die mit Licht und anderer elektromagnetischer Strahlung nicht möglich sind“, erläutert Kowalski, der die Neutrino-Astronomie bei DESY leitet. „Mit elektromagnetischer Strahlung schauen wir nur auf die Oberfläche eines Objekts. Neutrinos erreichen uns jedoch ungehindert aus dem Inneren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere die Kombination aus Beobachtungen im Bereich der elektromagnetischen Strahlung mit Neutrinos ermöglichen neue Erkenntnisse. Die Forscherinnen und Forscher bezeichnen das als Multi-Messenger-Astronomie, weil die Boten („Messenger“) in beiden Bereichen ganz unterschiedlicher Natur sind. So zeigen die Messungen im Bereich der Radiowellen, dass es sich bei dem Phänomen um einen kosmischen Teilchenbeschleuniger handelt. Die davon unabhängige Messung des Neutrinos untermauert diese Beobachtung und deutet auf einen Beschleuniger von Atomkernen, nicht der sehr viel leichteren Elektronen. Genaueren Aufschluss sollen weitere Analysen der Messdaten von IceCube bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Arbeit waren 49 Forscherinnen und Forscher von 30 Institutionen beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Candidate Tidal Disruption Event AT2019fdr Coincident with a High-Energy Neutrino; Simeon Reusch et al.; „Physical Review Letters“, 2022; Preprint: <a href="https://arxiv.org/abs/2111.09390" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2111.09390</a></p>



<figure class="wp-block-video aligncenter"><video controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GlowLoopSciComLabDESY.mp4"></video><figcaption>Die Strahlung vom zentralen Schwarzen Loch verdampft den Staub in der näheren Umgebung des Schwarzen Lochs und heizt weiter entfernten Staub so stark auf, dass er hell im Infrarotlicht leuchtet. Durch die zusätzliche Lichtlaufzeit entsteht ein Lichtecho, das erst mehrere Monate nach dem ursprünglichen Ereignis aufflammt. (Animation: Science Communication Lab für DESY)</figcaption></figure>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg533068#msg533068" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Wärmestrahlung von metallischen Asteroiden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-waermestrahlung-von-metallischen-asteroiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2014 14:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEOShield]]></category>
		<category><![CDATA[Nördlinger Ries]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Auswertung von Datensätzen des Weltraumteleskops WISE zeigte sich, dass Asteroiden mit einem hohen Metallgehalt weniger Wärmestrahlung in ihre Umgebung abgeben als hauptsächlich aus Gestein bestehende Asteroiden. Zukünftige Analysen der Infrarot-Strahlung sollen jetzt bei der Identifikation dieser seltenen Asteroiden, von denen bei einer Kollision mit der Erde eine besonders hohe Gefahr ausgehen würde, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Auswertung von Datensätzen des Weltraumteleskops WISE zeigte sich, dass Asteroiden mit einem hohen Metallgehalt weniger Wärmestrahlung in ihre Umgebung abgeben als hauptsächlich aus Gestein bestehende Asteroiden. Zukünftige Analysen der Infrarot-Strahlung sollen jetzt bei der Identifikation dieser seltenen Asteroiden, von denen bei einer Kollision mit der Erde eine besonders hohe Gefahr ausgehen würde, helfen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042014164612_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042014164612_small_1.jpg" alt="Wikipedia" width="1001" height="288"/></a><figcaption>
Der 1.200 Meter durchmessende und 180 Meter tiefe Barringer-Krater in Arizona entstand vor etwa 50.000 Jahren durch den Einschlag eines lediglich rund 50 Meter durchmessenden, hauptsächlich aus Eisen bestehenden Asteroiden. 
<br>
(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist unklar, wann genau der letzte wirklich große Einschlag eines Asteroiden oder Kometen auf der Erde erfolgte. Die Zeugnisse solcher Einschläge existieren jedoch überall auf der Welt. Prominente Beispiele hierfür sind das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%B6rdlinger_Ries" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Nördlinger Ries</a> in Bayern oder der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barringer-Krater" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Barringer-Krater</a> im US-Bundesstaat Arizona. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Risiko von Asteroideneinschlägen auf der Erde</strong>
<br>
Ein weiteres Beispiel, diesmal aus der jüngeren Geschichte, findet sich in der Tunguska-Region in Sibirien, wo am 30. Juni 1908 durch die Explosion eines Asteroiden in der Erdatmosphäre Millionen von Bäumen entwurzelt wurden. Und erst am 15. Februar 2013 ging über der russischen Stadt Tscheljabinsk ein lediglich etwa 17 bis 20 Meter durchmessender Asteroid nieder (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/meteoritenereignis-in-russland/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), der nicht nur enorme finanzielle Schäden verursachte. Durch die Auswirkungen der bei diesem Ereignis erzeugten Druckwelle wurden laut russischen Medienberichten weit über 1.000 Menschen verletzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042014164612_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042014164612_small_2.jpg" alt="DLR" width="260"/></a><figcaption>
Bisher sind nur etwa 40 metallreiche Asteroiden bekannt. Mit der neuen Infrarot-Methode wird diese Zahl in Zukunft noch um einiges steigen. Der hier gezeigte Eisenmeteorit, ein Fragment eines metallreichen Asteroiden, wurde in Südamerika gefunden. 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Arizona, Sibirien und dem Ural verursachten Schäden wurden durch relativ kleine Objekte mit lediglich wenigen Dutzend Metern Durchmesser hervorgerufen. Allerdings existieren in unserem Sonnensystem eine Vielzahl solcher der Erde potentiell gefährlich nahe kommende Objekte, welche teilweise über Durchmesser von mehreren hundert Metern, in einigen Fällen sogar von mehreren Kilometern verfügen. Sie werden als &#8222;Near Earth Objects&#8220; (kurz &#8222;NEO&#8220;) bezeichnet. Bisher wurden von Amateur- und Berufsastronomen mehr als 10.700 solcher NEOs entdeckt und jeden Monat kommen mehrere Dutzend weitere Objekte hinzu. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Gefahr durch metallreiche Asteroiden</strong>
<br>
Eine besondere Gefahr für die Erde stellen dabei Asteroiden dar, welche hauptsächlich aus Metallen zusammengesetzt sind, da diese über eine höhere Dichte und Masse verfügen als vergleichbar große, hauptsächlich aus Gesteinen bestehende Asteroiden. Der Asteroid, der im Februar 2013 in 20 bis 30 Kilometern Höhe nahe der Stadt Tscheljabinsk mit der Wucht von 500 Kilotonnen TNT zerbarst, war zum Beispiel ein steinartiges Objekt. Ein metallischer Asteroid derselben Größenklasse wäre bei seinem Flug durch die Erdatmosphäre deutlich widerstandsfähiger gewesen und hätte tiefer in die Atmosphäre eindringen oder gar die Erdoberfläche erreichen können. Die Schäden wären dadurch noch erheblich größer ausgefallen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es ist wichtig, die Zusammensetzung potenziell gefährlicher Asteroiden möglichst früh festzustellen&#8220;, so Prof. Dr. Alan W. Harris, Asteroidenforscher am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof, der das internationale Asteroiden-Suchprojekt NEOShield, in dem unter anderem die Eigenschaften von Asteroiden, aber auch die Verhinderung von Asteroideneinschlägen auf der Erde untersucht werden, leitet (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/asteroidenabwehr-projekt-neoshield-nimmt-arbeit-auf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Nur wenn der Aufbau und die Zusammensetzung eines auf Kollisionskurs mit der Erde befindlichen Asteroiden bekannt ist kann dieser effektiv von seiner Flugbahn in Richtung Erde abgelenkt werden, so Prof. Alan Harris weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Weltraumteleskop WISE</strong>
<br>
Jetzt haben die Planetologen des DLR Tausende von Datensätzen des NASA-Weltraumteleskops <i>WISE</i> (kurz für <i>Wide-field Infrared Survey Explorer</i>) ausgewertet &#8211; und kamen dabei auch den metallischen Asteroiden auf die Spur. Für ihre Analysen machten sich die beteiligten Wissenschaftler das Prinzip der unterschiedlichen thermischen Leitfähigkeit der Asteroiden &#8211; Metall leitet Wärme besser als Gestein &#8211; zunutze. Die Sonnenenergie dringt somit tiefer in die Oberfläche eines metallreichen Asteroiden ein und wird dort absorbiert. Im Rahmen von Infrarotbeobachtungen erscheinen die Oberflächen dieser Asteroiden deshalb &#8222;kühler&#8220; als die Oberflächen von Gesteinsasteroiden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042014164612_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042014164612_small_3.jpg" alt="DLR" width="260"/></a><figcaption>
Die Asteroidenforscher Prof. Dr. Alan W. Harris und Line Drube vom DLR bei ihrer Arbeit. 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Belegt werden konnte dies durch den Vergleich von Reflexionsmessungen bei Radarabtastungen und Messungen der infraroten Wärmestrahlung von bekannten metallischen Asteroiden. Bisher sind den Wissenschaftlern lediglich etwa 40 Asteroiden bekannt, welche als metallreich identifiziert werden konnten. Mit der neuen Infrarot-Methode der DLR-Wissenschaftler wird diese Zahl jetzt allerdings wohl um einiges steigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Im Katalog der WISE-Beobachtungen weisen noch viele Asteroiden Anzeichen für einen hohen Metallgehalt auf&#8220;, betont Prof. Alan Harris. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Potentielle Rohstoffquellen für die Hi-Tech-Industrie</strong>
<br>
Neben einer rechtzeitigen Gefahrenerkennung und der Einschätzung des Impaktrisikos könnte eine möglichst umfassende Katalogisierung von metallreichen Asteroiden in Zukunft noch einen weiteren Nutzen mit sich bringen. Metallische Asteroiden könnten nämlich einmal eine wichtige Quelle für den Abbau von wertvollen Rohstoffen wie Osmium, Iridium, Platin oder Palladium werden. Das ist derzeit allerdings noch Zukunftsmusik, welche laut der Einschätzung von Prof. Alan Harris frühestens die nächste oder übernächste Generation betreffen wird. Allerdings, so Alan Harris weiter, ist dieses Szenario mittlerweile nicht mehr komplett unrealistisch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit untersuchen bereits mehrere US-amerikanische Privatfirmen die Möglichkeiten, Asteroiden zukünftig als Rohstoffquellen zu erschließen. Und auch die NASA plant, einen etwa sechs Meter durchmessenden Asteroiden einzufangen, diesen in eine Umlaufbahn um den Mond zu befördern und dort zu erforschen. Eines der vielen Probleme, welche derzeit noch bei diesen hochambitionierten Projekten auftreten, besteht in der Auswahl von dafür geeigneten Asteroiden. Die Infrarot-Beobachtung bietet eine neue Möglichkeit, metallreiche Kandidaten unter den erdnahen Objekten herauszufiltern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich erlaubt die Untersuchung von Asteroiden jedoch auch einen Blick in die Vergangenheit. Die meisten Asteroiden des heutigen Sonnensystems sind die Überbleibsel von gewaltigen Kollisionen, welche sich seit der Entstehungsphase unseres Sonnensystems ereignet haben. Über die detaillierten Eigenschaften dieser Körper ist im Allgemeinen bisher allerdings nur sehr wenig bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Deshalb forschen wir im NEOShield-Projekt zurzeit gemeinsam mit zwölf Partnern aus Forschung und Industrie und bündeln unser Wissen&#8220;, so Prof. Alan Harris. Neben der nun entdeckten Methode, mit der metallreiche Asteroiden identifiziert werden können, liegen NEOShield auch bereits erste Messdaten und Ergebnisse für Computer-Modellierungen von Einschlagsszenarien vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Infrarot-Methode zur Identifizierung von metallreichen Asteroiden wurde kürzlich in der Fachzeitschrift &#8222;Astrophysical Journal Letters&#8220; unter dem Titel &#8222;How to find metal-rich asteroids&#8220; publiziert. </p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.390" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=880.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid 2004 MN4 &#8211; Apophis</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8599.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Nördlinger Ries und Steinheimer Becken</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.555" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5006.45" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel von Alan W. Harris und Line Drube:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://arxiv.org/pdf/1403.6346" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">How to find metal-rich asteroids</a> (engl.)</li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>WISE: Kein Planet X im äußeren Sonnensystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wise-kein-planet-x-im-aeusseren-sonnensystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2014 19:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Zwerg]]></category>
		<category><![CDATA[CIT]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Oorthsche Wolke]]></category>
		<category><![CDATA[Planet x]]></category>
		<category><![CDATA[supermassives schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Auswertung der mit dem Infrarotteleskop WISE gewonnenen Daten stießen die Wissenschaftler auf mehrere Tausend zuvor unbekannte Sterne und eine Vielzahl neu entdeckter Asteroiden. Die Existenz eines größeren Planeten, welcher bisher unentdeckt in unserem äußeren Sonnensystem die Sonne umkreist, kann dagegen ausgeschlossen werden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Bereits am 14. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Auswertung der mit dem Infrarotteleskop WISE gewonnenen Daten stießen die Wissenschaftler auf mehrere Tausend zuvor unbekannte Sterne und eine Vielzahl neu entdeckter Asteroiden. Die Existenz eines größeren Planeten, welcher bisher unentdeckt in unserem äußeren Sonnensystem die Sonne umkreist, kann dagegen ausgeschlossen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032014203026_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032014203026_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Gemini Observatory, AURA, NSF" width="260"/></a><figcaption>
Das Doppelsystem WISE J104915.57-531906. In der WISE-Aufnahme konnten die beiden Braunen Zwerge, welche in einer Entfernung von etwa 6,5 Lichtjahren zur Sonne ein Sternpaar bilden, nicht getrennt abgebildet werden. Dies gelang jedoch im Rahmen von nachfolgenden Beobachtungen mit dem GEMINI-South-Teleskop in Chile, dessen Hauptspiegel über einen Durchmesser von 8,1 Metern verfügt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Gemini Observatory, AURA, NSF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 14. Dezember 2009 startete die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA das Weltraumteleskop <i>WISE</i> (kurz für <i>Wide-field Infrared Survey Explorer</i>). Das wissenschaftliche Ziel dieser Mission bestand in einer vollständigen Kartierung des Himmels in vier verschiedenen infraroten Wellenlängenbereichen. Bei der Auswertung des umfangreichen Datenmaterials, welches das <i>WISE</i>-Teleskop in den folgenden Monaten seiner Primärmission von fast 750 Millionen kosmischen Objekten gesammelt hat, stießen die Astronomen unter anderem auf eine große Anzahl von bisher unentdeckten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Supermassives_Schwarzes_Loch#Supermassereiche_Schwarze_L.C3.B6cher" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Supermassereichen Schwarzen Löchern</a> und eine zuvor unbekannte Galaxienklasse (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wise-mit-massenhaft-neuentdeckungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Umkreis von 500 Lichtjahren um unser Sonnensystem entdeckten die Astronomen zudem 3.525 zuvor unbekannte Sterne und <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brauner_Zwerg" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Braune Zwerge</a>. Zwei dieser Braunen Zwerge bilden dabei ein Doppelsystem, welches sich lediglich etwa 6,5 Lichtjahre von der Sonne entfernt befindet (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neue-nachbarn-ein-sternenpaar-in-nur-65-lichtjahren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Und auch in unserem Sonnensystem konnten mittels der <i>WISE</i>-Daten mehrere Zehntausend Asteroiden und etwa zwei Dutzend Kometen entdeckt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben Objekte entdeckt, die zuvor komplett übersehen wurden&#8220;, so Davy Kirkpatrick von dem für die Datenauswertung zuständigen Infrared and Processing Analysis Center der NASA am California Institute of Technology (CIT) in Pasadena/Kalifornien. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kein &#8222;Planet X&#8220; jenseits von Neptun</strong>
<br>
Bei diesen neu entdeckten Asteroiden handelt es sich jedoch durchweg um relativ kleine Objekte mit Durchmessern von maximal wenigen Kilometern, welche sich zudem größtenteils innerhalb der Umlaufbahn des Jupiters um die Sonne bewegen. Anzeichen für einen massereichen Gasplaneten, welcher laut verschiedenen Theorien weit jenseits des Planeten Neptun im Bereich der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oortsche_Wolke" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Oortschen Wolke</a> um die Sonne kreisen soll, wurden dagegen nicht gefunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser hypothetische Planet, auch als &#8222;Planet X&#8220; oder <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tyche_(Planet)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Tyche&#8220;</a> bezeichnet, wurde in der Vergangenheit mehrfach von diversen Verschwörungstheoretikern und &#8222;Weltuntergangspropheten&#8220; ins Spiel gebracht, um einen angeblich bevorstehenden, durch eine Kollision mit der Erde hervorgerufenen Weltuntergang heraufzubeschwören. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings verfügt die Theorie eines bisher unentdeckten Planeten innerhalb unseres Sonnensystems auch über einen wissenschaftlichen Hintergrund, denn die derzeitigen Modelle zur Entstehung unseres Sonnensystems und der anschließend erfolgenden Veränderungen der Planetenumlaufbahnen lässt die Existenz eines weiteren Planeten durchaus denkbar erscheinen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1999 analysierten zudem mehrere Astronomen die Bahnen von verschiedenen langperiodischen Kometen. Dabei gelangten sie zu dem Ergebnis, dass ein bisher unbekannter Planet bei den Kometen der Oortschen Wolke regelmäßige Bahnstörungen verursachen könnte. Diese Objekte würden dabei auf hoch elliptischen Kometenbahnen in das innere Sonnensystem gelenkt. Allerdings müsste die Masse dieses hypothetischen Planeten zu deutlich erkennbaren Störungen in den Umlaufbahnen der Planeten, Zwergplaneten und Asteroiden des äußeren Sonnensystems führen. Da derartige Störungen bisher noch nicht nachgewiesen werden konnten, müsste sich der &#8222;Planet X&#8220; &#8211; sollte er denn überhaupt existieren &#8211; sehr weit jenseits der Umlaufbahn des Neptun befinden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032014203026_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032014203026_small_2.jpg" alt="Penn State University" width="260"/></a><figcaption>
Die Daten von WISE zeigen keine Hinweise auf die Existenz eines bisher unentdeckten größeren Gasplaneten in den Bereichen des äußeren Sonnensystems. Diese Grafik gibt die Entfernung und die minimale Masse wieder, über die ein Planet verfügen muss, um von WISE aufgespürt zu werden. 
<br>
(Bild: Penn State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der <i>WISE</i>-Aufnahmen konnten die mit der Auswertung beschäftigten Astronomen jetzt die Theorie eines weiteren, bisher unentdeckten Planeten überprüfen, denn die von <i>WISE</i> im infraroten Bereich des Lichts gewonnenen Daten sind sehr gut dazu geeignet, um auch nach extrem lichtschwachen Objekten innerhalb unseres Sonnensystems zu suchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb einer Entfernung von 10.000 Astronomischen Einheiten zur Sonne, so die Astronomen, kann die Existenz eines  saturngroßen Planeten ausgeschlossen werden. Bis zu einer Entfernung von 26.000 Astronomischen Einheiten &#8211; dies entspricht in etwa einem Viertel des vermutlichen Durchmessers der Oortschen Wolke &#8211; ist zudem auch das Vorhandensein eines von seiner Masse her mit dem Jupiter vergleichbaren Planeten ausgeschlossen. Zum Vergleich: Mit einer Astronomischen Einheit (kurz &#8222;AE&#8220;) beschreiben Astronomen die mittlere Distanz zwischen der Erde und der Sonne. Eine AE entspricht etwa 150 Millionen Kilometern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und auch kein &#8222;Begleitstern&#8220; der Sonne</strong>
<br>
&#8222;Wir gehen davon aus, dass es in den <i>WISE</i>-Daten noch mehr Sterne gibt, die wir bisher noch nicht entdeckt haben&#8220;, so Ned Wright von der University of California in Los Angeles/USA, der für die <i>WISE</i>-Mission verantwortliche Wissenschaftler. &#8222;Wir kennen die Umgebung unseres Sonnensystems nicht so gut, wie man vielleicht denken mag.&#8220; Diese bisher unentdeckten Sterne würden sich dabei allerdings in mehreren Lichtjahren Entfernung zu unserem Sonnensystem bewegen. 
<br>
&#8222;Sterne oder Braune Zwerge, die uns vergleichsweise nahe sind, verraten sich bei zeitversetzten Beobachtungen in Relation zu entfernteren Objekten durch eine stärkere Positionsveränderung am Himmel&#8220;, so Davy Kirkpatrick weiter. Relativ nahe bei der Sonne befindliche Sterne würden sich dabei aufgrund ihrer hohen Eigenbewegung bemerkbar machen, so Ned Wright. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Im äußeren Sonnensystem existiert sehr wahrscheinlich kein größeren Gasplaneten und auch kein kleinerer stellarer Begleiter der Sonne&#8220;, so Kevin Luhman vom Center for Exoplanets and Habitable Worlds an der Penn State University/USA. Auch die Existenz von <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nemesis_(Stern)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Nemesis</a> &#8211; so der Name für einen eventuell existierenden Begleitstern der Sonne &#8211; kann demzufolge ausgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neowise-entdeckt-komet-mit-retrograder-umlaufbahn/" data-wpel-link="internal">NEOWISE entdeckt Komet mit retrograder Umlaufbahn</a> (4. März 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neowise-arbeitet-wieder/" data-wpel-link="internal">NEOWISE arbeitet wieder</a> (21. Dezember 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neue-nachbarn-ein-sternenpaar-in-nur-65-lichtjahren/" data-wpel-link="internal">Neue Nachbarn: Ein Sternenpaar in nur 6,5 Lichtjahren</a> (11. März 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wise-mit-massenhaft-neuentdeckungen/" data-wpel-link="internal">WISE mit massenhaft Neuentdeckungen</a> (1. September 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/infrarot-teleskop-wise-abgeschaltet/" data-wpel-link="internal">Infrarot-Teleskop WISE abgeschaltet</a> (26. Februar 2011)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neowise-beendet-die-asteroiden-suche/" data-wpel-link="internal">NEOWISE beendet die Asteroiden-Suche</a> (2. Februar 2011)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/riesenstern-erzeugt-schockwelle/" data-wpel-link="internal">Riesenstern erzeugt Schockwellen</a> (25. Januar 2011)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wise-erste-ergebnisse-und-viele-bilder/" data-wpel-link="internal">WISE: Erste Ergebnisse und viele Bilder</a> (18. Februar 2010)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5006.45" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=819.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelles im Sonnensystem</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NEOWISE entdeckt Komet mit retrograder Umlaufbahn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neowise-entdeckt-komet-mit-retrograder-umlaufbahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2014 17:57:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kometenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEOWISE]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38422</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bereits im Dezember 2013 hat das erst wenige Monate zuvor reaktivierte Weltraumteleskop NEOWISE seinen ersten Asteroiden entdeckt. Am 14. Februar gelang auch die Entdeckung eines zuvor unbekannten Kometen, welcher sich zudem auf einer retrograden Umlaufbahn um die Sonne bewegt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Bereits im Dezember 2009 startete die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits im Dezember 2013 hat das erst wenige Monate zuvor reaktivierte Weltraumteleskop NEOWISE seinen ersten Asteroiden entdeckt. Am 14. Februar gelang auch die Entdeckung eines zuvor unbekannten Kometen, welcher sich zudem auf einer retrograden Umlaufbahn um die Sonne bewegt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032014185754_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032014185754_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme zeigt den Kometen C/2014 C3 (NEOWISE), welcher am 14. Februar 2014 von dem NEOWISE-Weltraumteleskop entdeckt wurde. Mittlerweile konnte der Komet durch nachfolgende Beobachtungen mit erdgestützten Teleskopen des 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spacewatch" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Spacewatch-Projektes</a>
 der University of Arizona bestätigt werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Dezember 2009 startete die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA das Weltraumteleskop <i>WISE</i> (kurz für <i>Wide-field Infrared Survey Explorer</i>). Das Ziel dieser Mission bestand in einer vollständigen Durchmusterung des Himmels im Infrarotbereich. Nachdem im Oktober 2010 das für die Kühlung der Detektoren benötigte Kühlmittel aufgebraucht war, wurde das Teleskop zunächst noch bis zum Januar 2011 unter der neuen Bezeichnung <i>NEOWISE</i> genutzt, um speziell nach erdnahen Asteroiden und Kometen zu suchen. Insgesamt konnten die an der <i>NEOWISE</i>-Mission beteiligten Wissenschaftler in diesem Zeitraum mehr als 34.000 zuvor unbekannte Asteroiden entdeckt und zudem von etwa 158.000 Asteroiden die Position und die ungefähre Größe bestimmen. Am 17. Februar 2011 wurde das Weltraumteleskop schließlich deaktiviert und in seiner Erdumlaufbahn in einen vorläufigen Ruhezustand versetzt. 
<br>
Im September 2013 wurde das Weltraumteleskop dann nach einer 31 Monate andauernden Hibernationsphase wieder in Betrieb genommen und ab dem Dezember 2013 erneut zur Suche nach <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdnahes_Objekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">erdnahen Objekten</a> eingesetzt (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neowise-arbeitet-wieder/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). In den ersten 25 Tagen nach seiner Reaktivierung konnte <i>NEOWISE</i> insgesamt 857 kleinere Objekte in unserem Sonnensystem beobachten. Darunter befanden sich auch 22 erdnahe Asteroiden und vier Kometen. Bei drei der im Rahmen dieser Arbeiten abgebildeten erdnahen Asteroiden handelte es sich um &#8222;Erstentdeckungen&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. Februar 2014 entdeckte das Weltraumteleskop zudem auch einen bislang unbekannten Kometen, welcher die offizielle Bezeichnung C/2014 C3 (NEOWISE) erhielt. Zum Zeitpunkt dieser Entdeckung war der Komet rund 230 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, weshalb er auf den entsprechenden Aufnahmen auch nur  als verwaschener, leicht länglicher Fleck zu erkennen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der exakte Bahnverlauf von C/2014 C3 (NEOWISE) konnte bisher noch nicht bestimmt werden. Erste Auswertungen sprechen jedoch dafür, dass es sich hierbei um einen Kometen handelt, dessen am weitesten von der Sonne entfernt gelegener Punkt seiner Umlaufbahn sich im Bereich des Planeten Neptun befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungewöhnlich an diesem Kometen ist, dass er über eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtl%C3%A4ufig_und_r%C3%BCckl%C3%A4ufig#Retrograder_Orbit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">retrograde Umlaufbahn</a> verfügt und sich somit gegenläufig der Bewegungsrichtung der Planeten unseres Sonnensystems um die Sonne bewegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir sind sehr erfreut darüber, diesen gefrorenen Besucher aus den äußersten Regionen unseres Sonnensystems entdeckt zu haben&#8220;, so Amy Mainzer vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, die für die <i>NEOWISE</i>-Mission verantwortliche Wissenschaftlerin. 
<br>
Die <i>NEOWISE</i>-Mission soll voraussichtlich noch bis zum Ende des Jahres 2016 fortgesetzt werden und den Astronomen bis dahin weitere Daten über Asteroiden und Kometen liefern. Ein spezielles Augenmerk soll dabei auf Objekte gerichtet werden, welche augrund des Verlaufes ihrer Umlaufbahnen ein zukünftiges potentielles Risiko für die Erde darstellen könnten. 
<br>
<strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neowise-arbeitet-wieder/" data-wpel-link="internal">NEOWISE arbeitet wieder</a> (21. Dezember 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wise-mit-massenhaft-neuentdeckungen/" data-wpel-link="internal">WISE mit massenhaft Neuentdeckungen</a> (1. September 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/infrarot-teleskop-wise-abgeschaltet/" data-wpel-link="internal">Infrarot-Teleskop WISE abgeschaltet</a> (26. Februar 2011)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neowise-beendet-die-asteroiden-suche/" data-wpel-link="internal">NEOWISE beendet die Asteroiden-Suche</a> (2. Februar 2011)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/riesenstern-erzeugt-schockwelle/" data-wpel-link="internal">Riesenstern erzeugt Schockwellen</a> (25. Januar 2011)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wise-erste-ergebnisse-und-viele-bilder/" data-wpel-link="internal">WISE: Erste Ergebnisse und viele Bilder</a> (18. Februar 2010)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5006.45" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Mars: Vorbereitung auf den Komet Siding Spring</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-vorbereitung-auf-den-komet-siding-spring/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jan 2014 20:58:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kometenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[MAVEN]]></category>
		<category><![CDATA[MOM]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Siding Spring]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38133</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 19. Oktober 2014 wird der Komet C/2013 A1 (Siding Spring) den Mars in einem Abstand von lediglich rund 138.000 Kilometern passieren. Den derzeit aktiven Marsorbitern und -rovern wird sich bei dieser Gelegenheit eine äußerst gute Beobachtungsmöglichkeit bieten. Speziell die Orbiter sind dabei allerdings auch einer gewissen Gefahr ausgesetzt. Aus diesem Grund beginnt die NASA [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 19. Oktober 2014 wird der Komet C/2013 A1 (Siding Spring) den Mars in einem Abstand von lediglich rund 138.000 Kilometern passieren. Den derzeit aktiven Marsorbitern und -rovern wird sich bei dieser Gelegenheit eine äußerst gute Beobachtungsmöglichkeit bieten. Speziell die Orbiter sind dabei allerdings auch einer gewissen Gefahr ausgesetzt. Aus diesem Grund beginnt die NASA bereits jetzt damit, sich auf den Kometen vorzubereiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2014-02-02-70944.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29012014215837_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29012014215837_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Der Verlauf der Umlaufbahn des Kometen C/2013 A1 (Siding Spring). Der Komet wird sich am 29. Oktober 2014 dem Mars bis auf eine Distanz von etwa 138.000 Kilometern nähern. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 3. Januar 2013 entdeckte der australische Astronom Robert H. McNaught auf den Aufnahmen eines Teleskops des Siding-Spring-Observatoriums einen neuen Kometen. Erste Berechnungen der Umlaufbahn ergaben, dass sich dieser mit dem Namen &#8222;C/2013 A1 (Siding Spring)&#8220; versehene Komet am 19. Oktober 2014 unserem äußerem Nachbarplaneten &#8211; dem Mars &#8211; bis auf eine Entfernung von lediglich rund 110.000 Kilometern nähern wird. Zeitweise wurde es sogar für möglich gehalten, dass der Komet mit dem Mars kollidiert (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/komet-c-2013-a1-im-naechsten-jahr-in-marsnaehe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Möglichkeit einer Kollision kann aufgrund aktueller Beobachtungsdaten mittlerweile ausgeschlossen werden. C/2013 A1 (Siding Spring) wird den Mars an diesem Tag vielmehr in einer Entfernung von etwa 138.000 Kilometern passieren. Die dichteste Annäherung wird dabei mit einem derzeit aktuellen Unsicherheitsfaktor von etwa zwei Minuten um 19:28 Uhr MEZ erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem handelt es sich hierbei um ein in der menschlichen Geschichte sozusagen bisher einmaliges Ereignis, denn der Vorbeiflug wird in einer Entfernung erfolgen, welche in etwa lediglich einem Drittel des Abstandes zwischen Erde und Mond entspricht. Dieser Komet wird sich dem Mars somit etwa zehn Mal dichter annähern, als dies bei allen bekannten Kometen in der Vergangenheit im Fall einer Passage an der Erde der Fall war. Es ist sogar gut möglich, dass der Mars dabei von der ausgedehnten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Komet#Koma" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Koma</a> des Kometen erreicht wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbstverständlich wird C/2013 A1 (Siding Spring) auf seinem Weg durch das innere Sonnensystem unter der ständigen Beobachtung von irdischen Astronomen stehen. Das Weltraumteleskop <i>WISE</i> konnten den Kometen in den letzten Wochen bereits erfolgreich abbilden. Die entsprechenden Aufnahmen zeigen, dass C/2013 A1 (Siding Spring) eine zunehmende Aktivität aufweist und damit begonnen hat, eine schwache Koma auszubilden. Über einen &#8222;Logenplatz&#8220; werden im Oktober 2014 jedoch speziell die derzeit in der Marsumlaufbahn beziehungsweise auf dessen Oberfläche aktiven Orbiter und Rover verfügen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29012014215837_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29012014215837_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme des Kometen C/2013 A1 (Siding Spring) fertigte das Weltraumteleskop WISE am 16. Januar 2014 an. Trotz einer Distanz von 571 Millionen Kilometern zur Sonne präsentierte sich der Komet auf dieser Aufnahme als &#8222;aktiv&#8220; und zeigte eine staubige Umgebung. Weitere Beobachtungen und Analysen der zukünftigen Staubfreisetzungsrate werden über die zukünftige Vorgehensweise der derzeitigen Marsorbiter entscheiden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kometenbeobachtung vom Mars</strong>
<br>
Die besten Aufnahmen sind dabei von der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hirise-marsforschung-auf-deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">HiRISE-Kamera</a>, einem der sechs wissenschaftlichen Instrumente an Bord des Marsorbiters <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) zu erwarten. Dieser von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsorbiter konnte zuletzt im Herbst 2013 dem Kometen C/2012 S1 (ISON) abbilden, welcher sich zu diesem Zeitpunkt in einer Entfernung von etwa 11 Millionen Kilometern zum Mars befand (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsorbiter-mro-fotografiert-den-kometen-ison/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Zwei weitere Orbiter, der ebenfalls von der NASA betriebene <i>Mars Odyssey</i> und der ESA-Marsorbiter <i>Mars Express</i>, sollen ebenfalls für die Beobachtung von &#8222;Siding Spring&#8220; eingesetzt werden. 
<br>
Nicht für diese Beobachtungen genutzt werden können dagegen die beiden zukünftigen Marsorbiter <i>MAVEN</i> &#8211; eine weitere NASA-Mission &#8211; und <i>Mars Orbiter Mission</i> (kurz &#8222;MOM&#8220;, auch als &#8222;Mangalyaan&#8220; bekannt) &#8211; eine Mission der indischen Raumfahrtbehörde ISRO &#8211; welche sich derzeit beide noch auf dem Weg zum Mars befinden und diesen erst unmittelbar vor dessen Zusammentreffen mit &#8222;Siding Spring&#8220; erreichen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch die beiden derzeit auf der Planetenoberfläche aktiven Marsrover <i>Opportunity</i> und <i>Curiosity</i> werden ihre Kamerasysteme im Oktober auf den Kometen ausrichten und dabei versuchen, diesen abzulichten. Zudem sollen beide Rover bei passenden Gelegenheiten den Nachthimmel abbilden und nach Meteoren Ausschau halten, deren Häufigkeit ein Indikator für die Anzahl von Staubpartikeln sein wird, welche sich im Schweif des Kometen befinden und bei der Annäherung an den Mars in die Planetenatmosphäre eintreten werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Beobachtungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln sollen den Wissenschaftlern dabei helfen, mehr über den Kern des Kometen &#8211; speziell über dessen Form und Größe, über dessen Rotationsgeschwindigkeit, die Zusammensetzung und über die Entwicklung seiner Aktivität &#8211; in Erfahrung zu bringen. Des weiteren kann so eventuell erforscht werden, welche Einflüsse die Kometenpartikel auf die obere Atmosphärenschicht des Mars ausüben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Partikel könnten die Atmosphäre erwärmen und zu einer [minimalen] Ausdehnung führen&#8220;, so Rich Zurek, der leitende Wissenschaftler des Mars-Programms der NASA. Verschiedene Infrarot-Spektrometer, mit denen die Orbiter <i>MRO</i> und <i>Mars Odyssey</i> ausgestattet sind, sollen entsprechende Daten liefern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29012014215837_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29012014215837_small_3.jpg" alt="NASA, JPL, University of Arizona" width="1016" height="289"/></a><figcaption>
Vier am 29. September 2013 durch die HiRISE-Kamera des Orbiters MRO erstellte Aufnahmen des Kometen ISON. ISON befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer Entfernung von etwa 11 Millionen Kilometern zum Mars. Bei einer Entfernung von lediglich rund 138.000 Kilometern wird der Komet C/2013 A1 (Siding Spring) im Oktober 2014 ein deutlich besser erkennbares Beobachtungsobjekt darstellen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gefahr für die Orbiter</strong>
<br>
Allerdings birgt diese dichte Begegnung zwischen dem Mars und dem Kometen C/2013 A1 (Siding Spring) auch ein gewisses Gefahrenpotential für die Marsorbiter. Hierfür verantwortlich sind die Staubpartikel, welche von der Oberfläche des Kometenkerns in das umgebende Weltall entweichen und dabei mit hohen Geschwindigkeiten auf die Orbiter treffen könnten. Selbst diese normalerweise nur mikroskopisch kleinen Partikel könnten dabei aufgrund der hohen Aufprallgeschwindigkeiten zu ernsthaften Beschädigungen führen. Aus diesem Grund hat die NASA jetzt damit begonnen, sich auf das Eintreffen des Kometen vorzubereiten und gegebenenfalls Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend für eine genaue Gefahrenabschätzung und die Planung der weiteren Vorgehensweise ist letztendlich die Entwicklung der Aktivität des Kometen bei dessen weiteren Annäherung an die Sonne. &#8222;Unsere Pläne, die Raumsonden für die Beobachtung des Kometen Siding Spring einzusetzen, gehen Hand in Hand mit den Vorbereitungen, um die Sonden eventuell auch schützen zu können&#8220;, so Rich Zurek. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es ist gegenwärtig noch zu früh, um abschätzen zu können, wie gefährlich Siding Spring für die Raumsonden sein wird&#8220;, so Soren Madsen vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena/Kalifornien, der technische Leiter des NASA-Marsprogramms. &#8222;Er könnte sich zu einer großen Gefahr entwickeln oder gar kein Risiko darstellen &#8211; oder irgendetwas dazwischen.&#8220; Im April, spätestens im Mai 2014 wird sich der Komet der Sonne soweit genähert haben, dass das bisher auf der Oberfläche des Kometenkerns abgelagerte Wassereis verdampft und bei der Freisetzung in den umgebenden Weltraum Staubpartikel mit sich reißt. Spätestens ab dann werden belastbare Aussagen über die zu erwartende Freisetzungsrate von Staub möglich sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Würden wir erst im Mai eine potentielle Gefahr erkennen, dann wäre es allerdings zu spät, um unsere entsprechende Reaktion zu planen&#8220;, so Soren Madsen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mögliche Vorsichtsmaßnahmen wären eine Veränderung der Umlaufbahnen der Orbiter um den Mars. Diese würden sich dann zum Zeitpunkt der dichtesten Annäherung des Kometen auf der anderen Seite des Planeten befinden und durch diesen vor den Staubpartikeln abgeschirmt sein. Je früher eine solche Orbitänderung erfolgt, desto treibstoffsparender würde diese Bahnkorrektur ausfallen. Eine weitere denkbare Schutzmaßnahme besteht darin, dass die Sonden so ausgerichtet werden, dass deren empfindlichsten Bauteile in der kritischen Phase von dem Kometen wegweisen und deshalb nicht von Staubpartikeln getroffen werden können. Hierbei sind allerdings weitere Kriterien wie zum Beispiel die Energieversorgung &#8211; die Solarzellen müssen auf die Sonne gerichtet sein &#8211; oder die Kommunikation mit der Erde &#8211; die Antennen müssen hierzu in Richtung Erde zeigen &#8211; berücksichtigt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Je früher entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, desto effizienter werden diese dann auch ausfallen. Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten beginnen die Wissenschaftler bereits jetzt damit, die Größe der Staubpartikel und deren Freisetzungsrate eingehend zu analysieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Keine Gefahr für die Rover</strong>
<br>
Die beiden Marsrover <i>Opportunity</i> und <i>Curiosity</i> sind dagegen vor dem Kometen Siding Spring und dessen Staubschweif gut geschützt. Trotz ihrer geringen Dichte bietet die dünne Marsatmosphäre einen ausreichenden Schutz und wird verhindern, dass die von C/2013 A1 (Siding Spring) ausgehenden Staubpartikel die Marsoberfläche erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11624.105" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">C/2013 A1 (Siding Spring)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seite bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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		<title>NEOWISE arbeitet wieder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neowise-arbeitet-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2013 11:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotteleskop]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Reaktivierung der Systeme des Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE) im Herbst dieses Jahres wurden nun die ersten Bilder übermittelt. Sie haben die gleiche Qualität wie vor der Abschaltung im Februar 2011. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, JPL_Caltech. WISE war im Dezember 2009 gestartet und hatte im Januar 2010 den Messbetrieb der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach der Reaktivierung der Systeme des Wide-Field Infrared Survey Explorer (WISE) im Herbst dieses Jahres wurden nun die ersten Bilder übermittelt. Sie haben die gleiche Qualität wie vor der Abschaltung im Februar 2011.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: NASA, JPL_Caltech.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21122013124724_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21122013124724_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/UCLA" width="260"/></a><figcaption>
Helixnebel, aufgenommen im Infrarotspektrum von WISE.  Blaue Farbtöne stellen besonders heiße Regionen dar, rote Farbtöne eher kühlere. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">WISE war im Dezember 2009 gestartet und hatte im Januar 2010 den Messbetrieb der primären Mission aufgenommen. WISE hat danach zweimal den kompletten Himmel im Infrarotbereich durchgescannt, um nach leuchtstarken Galaxien, Infrarotgalaxien, Supermassiven Schwarzen Löchern, jungen Sternen in der Milchstraße, Braunen Zwergen und Asteroiden zu suchen und ihre Positionen zu erfassen. An Bord befindet sich ein vergleichsweise kleines Teleskop mit einem 40-cm-Spiegel. Als das Kühlmittel verbraucht war (Verdampfungskühlung), hat man mit den noch verwendbaren beiden Spektralbereichen weiter nach Asteroiden &#8222;in der Nähe&#8220; gesucht, wobei die Mission NEOWISE (Near Earth Orbit WISE) genannt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt hatte man mehr als 34.000 neue Asteroiden entdeckt und von etwa 158.000 Position, Größe und Rückstrahlungsvermögen erfasst. Nun soll WISE erneut dabei helfen, für die Erde potentiell gefährliche Asteroiden zu finden. Über mehr als 2,7 Millionen Bilder wurden 747 Millionen Himmelsobjekte katalogisiert. Darunter befinden sich Asteroiden und Kometen in unserem Planetensystem, Sterne unserer Galaxie sowie weit entfernte Galaxien und Galaxiencluster. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21122013124724_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21122013124724_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Die Galaxie NGC 4111 enthält ein aktives Supermassives Schwarzezs Loch. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer mehrmonatigen Abkühlungsphase haben die Sensoren nun eine Temperatur von etwa -200°C unterschritten und mittlerweile erste Daten erfasst. Die Bilder wurden zur Erde übermittelt und einige davon veröffentlicht. Dabei wurde festgestellt, dass die Sensoren auch nach der 31-monatigen Ruhephase gut funktionieren. Nun soll die zweite NEOWISE-Mission bis zu 3 Jahre lang Daten liefern. Danach könnte die Bahn des kleinen Weltraumteleskops zu niedrig liegen, um noch aussagekräftige Bilder zu liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5006.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neowise-arbeitet-wieder/" data-wpel-link="internal">NEOWISE arbeitet wieder</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Nachbarn: Ein Sternenpaar in nur 6,5 Lichtjahren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-nachbarn-ein-sternenpaar-in-nur-65-lichtjahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 19:29:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Zwerg]]></category>
		<category><![CDATA[Gemini-South-Observatorium]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Auswertung der Daten des Infrarot-Satelliten WISE hat Professor Kevin Luhman (Penn State University) ein Paar Brauner Zwerge entdeckt. Es ist nach dem Alpha-Centauri-System und &#8222;Barnards Stern&#8220; das drittnächste uns bekannte Sternensystem. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Penn State University. Beide Teile des neu entdeckten Binärsystems sind sogenannte Braune Zwerge. Solche Objekte sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei der Auswertung der Daten des Infrarot-Satelliten WISE hat Professor Kevin Luhman (Penn State University) ein Paar Brauner Zwerge entdeckt. Es ist nach dem Alpha-Centauri-System und &#8222;Barnards Stern&#8220; das drittnächste uns bekannte Sternensystem.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes.</a> Quelle: Penn State University.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032013202957_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/Gemini Observatory/AURA/NSF" width="260"/><figcaption>
Aufnahme von WISE, Zoom von Gemini 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Gemini Observatory/AURA/NSF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Teile des neu entdeckten Binärsystems sind sogenannte Braune Zwerge. Solche Objekte sind zu leicht, um Wasserstoff fusionieren zu können, so wie es jeder große Stern die meiste Zeit seiner Existenz über macht. Lediglich Fusionsprozesse die bei geringerer Temperatur funktionieren, laufen in diesen Objekten ab. Daher sind Braune Zwerge sehr dunkel und lichtschwach. Sie bewegen sich damit im Grenzbereich zwischen Gasplaneten wie Jupiter und richtigen Sternen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies erklärt warum das System mit der Katalogbezeichnung &#8222;WISE J104915.57-531906&#8220; jetzt erst entdeckt wurde, obwohl es nur 6,5 Lichtjahre von uns entfernt ist. Noch näher an der Erde befinden sich nur die drei Komponenten des Systems Alpha Centauri (Alpha Centauri A, Alpha Centauri B sowie Proxima Centauri) in 4,2-4,4 Lichtjahren Entfernung sowie der 6 Lichtjahre entfernte &#8222;Barnards Stern&#8220;. Seit der Entdeckung von Proxima Centauri 1917 wurde kein Stern mehr in so großer Nähe zum Sonnensystem gefunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">WISE hat während eines 13 Monate langen Beobachtungszeitraums jeden Punkt des Himmels zwei bis drei Mal aufgenommen. Bei der Auswertung dieser Aufnahmen fiel die relativ schnelle Bewegung von &#8222;WISE J104915.57-531906&#8220; auf. Schnelle sichtbare Bewegungen sind nur in geringer Distanz möglich und boten daher einen ersten Anhaltspunkt dafür, dass es sich um ein sehr nahes Objekt handeln muss. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032013202957_small_2.jpg" alt="Penn State University" width="400" height="400"/><figcaption>
Die nächsten bekannten Sterne (mit Entdeckungsjahr) 
<br>
(Bild: Penn State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Wissen über die Bewegung war es möglich, auf älteren Aufnahmen nach &#8222;WISE J104915.57-531906&#8220; zu suchen. Die ältesten Aufnahmen, auf denen das neue Objekt gefunden wurde, wurden schon 1978 angefertigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf allen bis dahin existierenden Aufnahmen war &#8222;WISE J104915.57-531906&#8220; nur als einzelner Punkt zu erkennen. Zur genaueren Untersuchung nahm auch das Gemini-South-Observatorium in Chile dieses System auf. Auf diesen deutlich schärferen Bildern ist zu erkennen, dass &#8222;WISE J104915.57-531906&#8220; sogar ein System aus zwei Braunen Zwergen ist und kein einzelnes Objekt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=463.msg242579#msg242579" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Braune Zwerge</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neue-nachbarn-ein-sternenpaar-in-nur-65-lichtjahren/" data-wpel-link="internal">Neue Nachbarn: Ein Sternenpaar in nur 6,5 Lichtjahren</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erster Erd-Trojaner entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-erd-trojaner-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 20:52:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[Planet Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Trojaner]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mithilfe des NASA-Weltraumteleskops WISE (Wide-field Infrared Survey Explorer) konnten Astronomen erstmals einen sogenannten Trojaner der Erde entdecken. Der circa 300 Meter große Asteroid mit der Bezeichnung 2010 TK7 eilt der Erde auf ihrer Umlaufbahn etwa 60° voraus. Ein Beitrag von Johannes Amann. Quelle: NASA. Als Trojaner bezeichnet man Objekte, die einem Planeten auf dessen Bahn [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mithilfe des NASA-Weltraumteleskops WISE (Wide-field Infrared Survey Explorer) konnten Astronomen erstmals einen sogenannten Trojaner der Erde entdecken. Der circa 300 Meter große Asteroid mit der Bezeichnung 2010 TK7 eilt der Erde auf ihrer Umlaufbahn etwa 60° voraus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Johannes Amann.</a> Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Trojaner bezeichnet man Objekte, die einem Planeten auf dessen Bahn vorrauslaufen oder nachfolgen. Trojaner halten sich ungefähr 60° vor oder hinter dem Planeten auf, an den sogenannten Lagrange-Punkten L4 und L5, wo sich die Anziehung von Planet und Sonne aufheben und somit ein ziemlich stabiler Orbit um diese Punkte möglich ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28072011225236_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28072011225236_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/UCLA" width="260"/></a><figcaption>
Auf dieser Infrarotaufnahme mit einer Wellenlänge von 4,6µm wurde der erste Erd-Trojaner entdeckt (grün eingekreist). Bei den anderen Punkten handelt es sich um Sterne oder entfernte Galaxien. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Jupiter wurden schon über 4.000 Trojaner entdeckt, ebenso konnte man bei Neptun und Mars einige Begleiter finden. Zwar ging man lange Zeit davon aus, dass die Erde auch Trojaner-Asteroiden besitzen müsse, nachweisen konnte man bis jetzt allerdings keine. Das ist mitunter der Tatsache geschuldet, dass die L4- und L5-Punkte der Erde schlecht beobachtbar sind, da diese aus unserem Blickwinkel immer verhältnismäßig nahe an der Sonne stehen und man so kaum eine Möglichkeit hat, die lichtschwachen Objekte aufzuspüren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da der entdeckte Trojaner aber eine um fast 21° gegenüber der Ekliptik geneigte Bahn hat, entfernt er sich etwas weiter von der Sonne und gab dem Infrarotteleskop WISE so die Gelegenheit ihn zu entdecken. Entdeckt wurde das Objekt zwar schon im Oktober 2010, da es aber so schwer zu beobachten ist, konnte erst im April mithilfe des Canada-France-Hawaii-Teleskops bestätigt werden, dass es sich um einen Trojaner handelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn sich 2010 TK7 am L4-Punkt aufhält, ist der Asteroid kein potentielles Ziel für zukünftige bemannte Missionen. Durch seine gegenüber der Erdbahn gekippte Umlaufbahn pendelt der Asteroid ober- und unterhalb der Erdbahn und ist somit nur mit hohem Treibstoffeinsatz erreichbar.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10137.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Trojanischer Asteroid in Erdbahn entdeckt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Infrarot-Teleskop WISE abgeschaltet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/infrarot-teleskop-wise-abgeschaltet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 14:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEOWISE]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 17. Februar 2011 empfing NASAs Infrarot-Teleskop WISE ein letztes Kommando, mit dem die Abschaltung des Teleskops abgeschlossen wurde. In über 500 Kilometern Höhe wird es bis auf Weiteres inaktiv um die Erde kreisen. Quelle: NASA/JPL Auf einer Delta-II-7320-Rakete war WISE, der Wide-field Infrared Survey Explorer am 14. Dezember 2009 in den Weltraum transportiert worden. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 17. Februar 2011 empfing NASAs Infrarot-Teleskop WISE ein letztes Kommando, mit dem die Abschaltung des Teleskops abgeschlossen wurde. In über 500 Kilometern Höhe wird es bis auf Weiteres inaktiv um die Erde kreisen. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Quelle: NASA/JPL </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/wiseSlide2lgnasajpl.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/wiseSlide2lgnasajplBB.jpg" alt="WISE - graphische Darstellung. (Bild: NASA/JPL)"/></a><figcaption>WISE &#8211; graphische Darstellung. (Bild: NASA/JPL)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Delta-II-7320-Rakete war WISE, der Wide-field Infrared Survey Explorer am 14. Dezember 2009 in den Weltraum transportiert worden. Nach einer Test- und Inbetriebnahmephase begann das Teleskop mit der Abwicklung des vorgesehenen Beobachtungsprogramms. Während der Durchmusterung des Himmels schoss WISE nicht ganz zwei Millionen Infrarotaufnahmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem rund 320 Millionen US-Dollar teuren, mit Detektoren für infrarotes Licht in Wellenlängen von 3,4, 4,6, 12 und 22 Mikrometern ausgestatteten Teleskop gelang es, das schwache Glimmen sehr weit entfernter Objekte wie den Braunen Zwergen zu erfassen. Zusätzlich entdeckte es 19 zuvor nicht beobachtete Kometen, und bildete  rund 33.500 Asteroiden ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Primärmission von WISE war es, den Himmel einmal vollständig nach im Infraroten beobachtbaren Objekten zu durchsuchen. Am 17. Juli 2010 hatte das Teleskop diese Aufgabe erfüllt. Doch seine Arbeit ging weiter. Insgesamt über ein Jahr lang suchte WISE nach Asteroiden, Kometen und anderen kosmischen Objekten. Weil die Beobachtungen im Infraroten erfolgten, war es möglich, durch  dichte Staubansammlungen hindurch zu schauen und bemerkenswerte Aufnahmen in bisher nicht erreichtem Detailreichtum zu gewinnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem das Teleskop es geschafft hatte, den Himmel etwa 1,5 Mal zu durchsuchen, und eine Missionserweiterung zum Abschluss der zweiten Durchmusterung mit erwarteten Kosten von 6,5 Millionen US-Dollar im Mai  2010 als zu teuer abgelehnt worden war, ging ihm im Oktober 2010 der zur Kühlung der Infrarotdetektoren benutzte Wasserstoff endgültig aus. Da sich das Weltraumteleskop abgesehen vom Kühlmittelvorrat in einem ausgezeichneten Zustand befand, konnte überlegt werden, ob es nicht für eine neue Aufgabe, die es im Rahmen seiner verbleibenden Möglichkeiten erledigen könnte, zu verwenden wäre. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/pia13458nasajplcaltechucla.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/pia13458nasajplcaltechucla260.jpg" alt="Das letzte Bild von WISE, 1. Februar 2011: Ein Abschnitt der Milchstraße mit dem Sternbild Perseus oben links
(Bild: NASA/JPL Caltech/UCLA)"/></a><figcaption> Das letzte Bild von WISE, 1. Februar 2011: Ein Abschnitt der Milchstraße mit dem Sternbild Perseus oben links<br>(Bild: NASA/JPL Caltech/UCLA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">NEOWISE war dann die Missionserweiterung, in deren Rahmen WISE nach erdnahen Asteroiden suchte. Im nach NASA-Angaben nur etwa 400.000 US-Dollar kostenden Zusatzprogramm kamen zwei der insgesamt vier Detektorsysteme von WISE zum Einsatz. Die Detektoren für Wellen im Bereich von 3,4 und 4,6 Mikrometern waren auch bei den ohne einsatzbereiten Kryostaten höheren Temperaturen benutzbar und erlaubten die Erfassung von Daten zu einer Katalogisierung von Asteroiden und Kometen innerhalb unseres Sonnensystems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswertung der Daten des Weltraumteleskops läuft auf Hochtouren und wird noch einige Zeit andauern. Im April 2011 sollen erste Daten anderen Wissenschaftlern und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Schon vorher wird eine Vorlesung im Von-Kármán-Auditorium am JPL von Dr. Amy Mainzer, Astronomin und leitender Wissenschaftlerin des NEOWISE-Projekts zu den Ergebnissen der WISE-Mission am 17. März 2011 ab  4:00 Uhr MEZ (19:00 Uhr Ortszeit) im Internet übertragen.</p>
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		<item>
		<title>NEOWISE beendet die Asteroiden-Suche</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neowise-beendet-die-asteroiden-suche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 15:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEOWISE]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. Februar 2011 gab das JPL bekannt, dass die Mission NEOWISE, eine Erweiterung der von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen WISE-Mission, beendet wurde. Das Ziel der NEOWISE-Mission bestand in der Katalogisierung von Asteroiden und Kometen innerhalb unseres Sonnensystems. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Bei dem Projekt NEOWISE handelt es sich um eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 1. Februar 2011 gab das JPL bekannt, dass die Mission NEOWISE, eine Erweiterung der von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen WISE-Mission, beendet wurde. Das Ziel der NEOWISE-Mission bestand in der Katalogisierung von Asteroiden und Kometen innerhalb unseres Sonnensystems. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/kometenportraet_wise_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/kometenportraet_wise_260.jpg" alt="Eine Collage der 20 durch die NEOWISE-Mission entdeckten Kometen. Vier der Objekte waren den Astronomen bereits vorher bekannt, wurden aber fälschlicherweise als Asteroiden angesehen. Erst die Infrarotaufnahmen von WISE zeigten ihre wahre Natur.
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, WISE-Team)"/></a><figcaption>Eine Collage der 20 durch die NEOWISE-Mission entdeckten Kometen. Vier der Objekte waren den Astronomen bereits vorher bekannt, wurden aber fälschlicherweise als Asteroiden angesehen. Erst die Infrarotaufnahmen von WISE zeigten ihre wahre Natur.<br> (Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, WISE-Team)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Projekt <em>NEOWISE</em> handelt es sich um eine Erweiterung der <em>Wide-field Infrared Survey Explorer</em>-Mission der NASA. <em>WISE</em>, so die Abkürzung, ist ein Weltraumteleskop, welches im Dezember 2009  mit dem Ziel einer kompletten Durchmusterung des Himmels im  Infrarotbereich gestartet wurde. Seitdem fertigte das Infrarotteleskop eine Karte des gesamten Himmels im Wellenlängenbereich zwischen 3 und 25 Mikrometern an. Auf den dazu aufgenommenen mehr als 2,7 Millionen Bildern werden sowohl Millionen von Lichtjahren entfernte Galaxien als auch nur wenige Lichtminuten entfernte Objekte innerhalb unseres Sonnensystems wiedergeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Primärmission des  Weltraumteleskops wurde bereits Anfang Oktober 2010 für beendet erklärt. Zu diesem Zeitpunkt war der für die Kühlung der Instrumente verwendete Wasserstoff aufgebraucht, so dass sich die Temperatur des 40 Zentimeter durchmessenden Infrarot-Teleskops auf minus 203 Grad Celsius erhöhte. Allerdings blieben trotz der gestiegenen Temperatur zwei der vier  verwendeten Infrarotsensoren betriebsbereit. Diese erwiesen sich in der Folgezeit auch weiterhin als hilfreich bei der Suche nach Asteroiden, so dass die NASA den als <em>NEOWISE</em> betitelten Teil der <em>WISE</em>-Mission über einen Zeitraum von vier weiteren Monaten fortsetzte. Das Ziel dieser Teilmission bestand in der Suche nach bisher unentdeckten erdnahen Asteroiden und Kometen sowie in der Abtastung des Hauptasteroidengürtels unseres Sonnensystems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der erfolgten Suche konnten nach dem bisherigen Stand der Datenauswertung mehr als 33.000 Asteroiden innerhalb des Asteroidenhauptgürtels zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter entdeckt werden. Des Weiteren gelang die Entdeckung von 20 zuvor unbekannten Kometen und die Identifikation von 134 sogenannten Near-Earth Objects (NEOs). Dabei handelt es sich um Objekte, welche auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne der Erdumlaufbahn in regelmäßigen zeitlichen Abständen relativ nahe kommen oder diese sogar kreuzen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/asteroiden_virgocluster_wise_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/asteroiden_virgocluster_wise_BB.jpg" alt="Auf dieser Aufnahme von WISE sind vier Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens erkennbar (Messier 59, Messier 60, NGC 4647, and NGC 4638). Des Weiteren sind drei Asteroiden abgebildet, deren Spuren sich als grüne Punkte darstellen. Ein Klick auf die Lupe vergrößert diese Aufnahme, welche einen Himmelsbereich von 0,71 x 0,53 Grad wiedergibt.
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, WISE-Team)"/></a><figcaption>Auf dieser Aufnahme von WISE sind vier Galaxien des Virgo-Galaxienhaufens erkennbar (Messier 59, Messier 60, NGC 4647, and NGC 4638). Des Weiteren sind drei Asteroiden abgebildet, deren Spuren sich als grüne Punkte darstellen. Ein Klick auf die Lupe vergrößert diese Aufnahme, welche einen Himmelsbereich von 0,71 x 0,53 Grad wiedergibt.<br> (Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, WISE-Team)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bereits das erste Beobachtungsjahr des <em>NEOWISE</em>-Projektes hat  unsere Kenntnisse über die NEOs und die anderen kleinen Körper innerhalb unseres Sonnensystems deutlich erhöht&#8220;, so Lindley Johnson vom NEO-Beobachtungs-programm der NASA. Jetzt, da das <em>NEOWISE</em>-Projekt nach einem vollständigen Scan des Asteroidengürtels erfolgreich beendet wurde, wird das Weltraumteleskop in einen Schlafmodus versetzt und die Erde bis auf weiteres in einem polaren Orbit umrunden. Bei Bedarf könnte es allerdings jederzeit erneut aktiviert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den Entdeckungen von bisher unbekannten Objekten innerhalb unseres Sonnensystems konnte <em>NEOWISE</em> auch die Existenz von bereits zuvor beobachteten Kleinkörpern bestätigen. Im Verlauf von lediglich einem Jahr konnte das Weltraumteleskop etwa 153.000 der bisher bekannten rund 500.000 Asteroiden im Hauptgürtel erneut abbilden. Des Weiteren konnten etwa 2.000 <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trojaner_(Astronomie)" target="_blank" data-wpel-link="external">Jupiter-Trojaner</a>, hunderte von erdnahen Asteroiden und etwa 100 Kometen beobachtet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesammelten Daten dienen unter anderem der Bestimmung der Größe und Zusammensetzung der beobachteten Objekte. Im sichtbaren Licht angefertigte Aufnahmen liefern Informationen über das Reflektionsverhalten der Körper. Infrarotaufnahmen geben dagegen einen Einblick in deren Abmessungen. Eine Kombination dieser Daten ermöglicht den an der Auswertung beteiligten Astronomen Aussagen über die Struktur der beobachteten Objekte. Dies wird zu einem wesentlich besseren Verständnis über die Zusammensetzung und den Aufbau der verschiedenen Asteroidenpopulationen beitragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im Rahmen der <em>NEOWISE</em>-Mission gesammelten Daten über die Umlaufbahnen der Asteroiden und Kometen werden jetzt von Mitarbeitern des Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union (IAU) am Smithsonian Astrophysical  Observatory in Cambridge/Massachusetts ausgewertet und katalogisiert. Auch die gesammelten Infrarotdaten der Himmelsdurchmusterung werden momentan von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern analysiert. Die ersten Datensätze sollen im April 2011 freigegeben und Berufsastronomen sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. </p>
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		<item>
		<title>Primärmission von WISE ist zu Ende</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/primaermission-von-wise-ist-zu-ende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 14:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEOWISE]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=5387</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da das Kühlmittel des Infrarotteleskops WISE verbraucht ist, ist seine Primärmission nun zu Ende. Die NASA hat jedoch entschieden, dass trotzdem weitergeforscht werden soll, auch wenn das nur noch in begrenztem Umfang möglich ist. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Nachdem während der Hauptmission der gesamte Himmel durchsucht wurde, will [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Da das Kühlmittel des Infrarotteleskops WISE verbraucht ist, ist seine Primärmission nun zu Ende. Die NASA hat jedoch entschieden, dass trotzdem weitergeforscht werden soll, auch wenn das nur noch in begrenztem Umfang möglich ist. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-10-08-51937.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/WISE_launch_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/WISE_launch_260.jpg" alt="Der Start von WISE.
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Der Start von WISE.<br> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem während der Hauptmission der gesamte Himmel durchsucht wurde, will man sich nun auf Objekte in unserem Sonnensystem wie Kometen und Asteroiden konzentrieren. Diese Missionsverlängerung steht unter dem Namen NEOWISE, einer Wortverbindung aus NEO (Near Earth Objects; Erdnahe Objekte) und WISE. &#8222;Zwei der vier Infrarot-Detektoren arbeiten auch noch bei wärmeren Temperaturen, also können wir diese auf unserer Jagd nach Asteroiden und Kometen nutzen&#8220;, sagte Amy Mainzer vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, Kalifornien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem WISE am 14. Dezember an Bord einer Delta II von der Vandenberg Air Force Base aus ins All gelangt war, konzentrierte man sich zuerst  auf eine komplette Durchmusterung des Himmels und begann auch noch mit  einer zweiten. Dabei wurden bis heute 19 Kometen und über 33.500 Asteroiden gefunden, darunter auch etwa 250 NEOs. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/Südliches_Feuerrad_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/Südliches_Feuerrad_260.jpg" alt="Die Südliche Feuerradgalaxie.
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Die Südliche Feuerradgalaxie.<br> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der bisherigen Mission wurden über 1,8 Millionen Bilder zur Erde gesandt. &#8222;Die wissenschaftlichen Daten, die WISE bis jetzt gesammelt hat, wird von der Wissenschafts-gemeinde über Jahrzehnte genutzt werden&#8220;, sagte Jaya Bajpayee, die Programmdirektorin von WISE in der  astrophysikalischen Abteilung der Direktion Wissenschaftsmissionen der NASA. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suche kann nun nicht mit allen Detektoren durchgeführt, da nun ohne Kühlmittel nur noch eine Temperatur von minus  203 °C erreicht werden kann. Die beiden nun nicht mehr einsetzbaren Instrumente benötigen aber minus 261 °C. Trotzdem wird man weiter versuchen, das beste aus WISE herauszuholen. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Omega Centauri im Infrarot</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/omega-centauri-im-infrarot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 10:25:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxie]]></category>
		<category><![CDATA[Kugelsternhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33416</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wärmestrahlung verschiedener Wellenlängen, die vom NASA-Satelliten WISE (Wide-Field Infrared Survey Explorer) gemessen wurde, hat man zu einer kontrastreichen Falschfarbenkomposition zusammengesetzt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Space Sciences Laboratory, University of California, Berkeley. Vertont von Peter Rittinger. Der 16.000 Lichtjahre entfernte und etwa 150 Lichtjahre durchmessende Kugelsternhaufen Omega Centauri im Sternbild Zentaur umfasst etwa 10 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/omega-centauri-im-infrarot/" data-wpel-link="internal">Omega Centauri im Infrarot</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wärmestrahlung verschiedener Wellenlängen, die vom NASA-Satelliten WISE (Wide-Field Infrared Survey Explorer) gemessen wurde, hat man zu einer kontrastreichen Falschfarbenkomposition zusammengesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Space Sciences Laboratory, University of California, Berkeley. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-08-26-38606.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21082010122506_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21082010122506_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/WISE Team" width="260"/></a><figcaption>
Kugelsternhaufen NGC 5139 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/WISE Team)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der 16.000 Lichtjahre entfernte und etwa 150 Lichtjahre durchmessende Kugelsternhaufen Omega Centauri im Sternbild Zentaur umfasst etwa 10 Millionen Sterne und ist außergewöhnlich. Er ist etwa 10-mal massereicher als andere Kugelsternhaufen, die unsere Galaxie umgeben, besteht aus Sternen unterschiedlicher Generationen und enthält wahrscheinlich ein Schwarzes Loch. Damit ist Omega Centauri wohl eher der Überrest einer Zwerggalaxie, die ihre Randsterne bereits verloren hat. Aus Aufnahmen des Wide-Field Infrared Survey Explorer der NASA wurde nun ein Komposit zusammengesetzt, welches besondere Details des Kugelsternhaufens, der auch die Bezeichnung NGC 5139 trägt, zutage treten lässt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Blau und zyan wurde die Wärmestrahlung von Sternen bei 3,4 µm bzw. 4,6 µm dargestellt, grün signalisiert warmen Staub zwischen den Sternen, der vor allem bei 12 µm leuchtet und seltenes Rot zeigt Objekte mit Emissionen bei 22 µm Wellenlänge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Claudius Ptolemäus war Omega Centauri im 2. Jahrhundert bekannt, er hielt das Objekt allerdings für einen Stern. Edmond Halley identifizierte es 1677 als Nebel. Erst in den 1830er Jahren erkannte John Herschel in Omega Centauri einen Kugelsternhaufen, der unsere Galaxie umläuft. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=528.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kugelsternhaufen</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5006.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE)</a></li></ul>
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		<title>WISE wirds warm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wise-wirds-warm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 14:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[WISE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der äußere Kühlmitteltank des Wide-field Infrared Survey Explorer der NASA, kurz WISE, ist wenige Wochen nach Abschluss der Primärmission leer. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA. Die wärme-empfindlichen Sensoren des Satelliten arbeiten normalerweise bei einer Temperatur von 12 K, also nur wenig über dem absolutem Nullpunkt. Nur bei dieser Temperatur kann Infrarotstrahlung auch von [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der äußere Kühlmitteltank des Wide-field Infrared Survey Explorer der NASA, kurz WISE, ist wenige Wochen nach Abschluss der Primärmission  leer. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/wiseHerzSeelea260.jpg" alt="WISE-Aufnahme des Herz- und Seelennebels. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA)"/><figcaption>WISE-Aufnahme des Herz- und Seelennebels. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die wärme-empfindlichen Sensoren des Satelliten arbeiten normalerweise bei einer Temperatur von 12 K, also nur wenig über dem absolutem Nullpunkt. Nur bei dieser Temperatur kann Infrarotstrahlung auch von kalten Objekten, wie sonnenfernen Asteroiden und Kometen in unserem  Sonnensystem sowie Sternenleichen oder kalten Gas- und Staubwolken in den Weiten des Alls erfasst werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile hat sich einer der Detektoren auf mehr als 31 K (-242 °C) erwärmt und liefert keine brauchbaren Daten mehr. Weitere Infrarot-Messgeräte werden nun vom primären, inneren Tank weiter gekühlt und sollen ein zweites Mal den gesamten Sternenhimmel erfassen. Allerdings könnte ihnen zuvor auch das Kühlmittel (flüssiger Wasserstoff) ausgehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/wise-komet-siding-spring-260.jpg" alt="Der Komet C/2007 Q3 &quot;Siding Spring&quot;, WISE-Aufnahme vom Februar 2010. (Bild: NASA)"/><figcaption>Der Komet C/2007 Q3 &#8222;Siding Spring&#8220;, WISE-Aufnahme vom Februar 2010. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">WISE wurde am 14. Dezember 2009 auf einer Delta-II-Trägerrakete in einen polaren Orbit gestartet. Von hier aus blickte er ständig nach außen in die Tiefen des Alls. Die primäre Mission, eine komplette Durchmusterung des Himmels mit allen infrarot-empfindlichen Detektoren, dauerte bis zum 17. Juli 2010 an. Dabei wurden etwa 1,5 Millionen Einzelbilder  aufgenommen und viele Millionen neuer, kalter Objekte im All entdeckt. Dazu gehören beispielsweise über 29.000 Asteroiden, mehr als 100 bisher unbekannte erdnahe Objekte (NEO) sowie 15 neue Kometen. Die Datenauswertung ist aber noch in vollem Gange. Ergebnisse der primären Mission werden offiziell eigentlich erst im April 2011 vorgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Phase, bei der das für besonders langwellige  Wärmestrahlung empfindliche Gerät allerdings keine Daten mehr liefert, soll bis zum Frühjahr 2011 abgeschlossen werden. Dieser zweite Scan einer Hälfte der Himmelskugel liefert Vergleichsdaten, die dabei helfen, insbesondere besonders nahe kalte und dunkle Objekte aufzuspüren. </p>
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