Riesenstern erzeugt Schockwelle

Ein schwerer Stern, der von seinem ehemaligen Begleiter weg geschleudert wurde, zieht seine Bahn durch den Sternenstaub. Ergebnis ist eine brillante bogenförmige Dichtewelle im interstellaren Medium.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittimger.

IPAC/Caltech
Falschfarbenbild von Zeta Ophiuchi und Dichtewelle
(Bild: IPAC/Caltech)

Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) aus Pasadena in Kalifornien berichtete am 24. Januar 2011 über Zeta Ophiuchi und die Bilder von ihm, die NASAs weltraumgestütztes Infrarotteleskop WISE aufnahm.

Vor rund 4 Millionen Jahren entstanden hat der Stern die Hälfte seiner Lebensdauer ungefähr erreicht. Auf seinem Weg durch den Weltraum durchdringt Zeta Ophiuchi das interstellare Medium mit dem dort befindlichen Staub und Gas und verdichtet es im Bereich vor sich. Die Verdichtung ist so heftig, dass das verdichtete Material im Infraroten leuchtet. Im Bereich des sichtbaren Lichts ist die Dichtewelle völlig unsichtbar.

Im vom JPL präsentierten Falschfarbenbild ist die Dichtewelle gelblich dargestellt, Zeta Ophiuchi ist der bläuliche Stern im Bereich der Bildmitte unterhalb der Welle. Blau und türkisblau im Bild sind Quellen von Wellen mit Längen zwischen 3,4 und 4,6 Mikrometern, zwischen grün und rot dargestellt sind Quellen von Wellen mit Längen zwischen 12 und 22 Mikrometern.

Der Stern mit einer Masse von rund dem Zwanzigfachen der Sonne und deren 65.000-facher Leuchtkraft umkreiste einmal einen noch erheblich schwereren Stern. Als letzterer in einer Supernova explodierte, wurde Zeta Ophiuchi fortgeschleudert. Zeta Ophiuchis Geschwindigkeit kalkuliert man auf rund 24 Kilometer pro Sekunde. Bezogen auf das Bild bewegt sich Zeta Ophiuchi von rechts unten nach links oben.

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