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	<title>Raumfahrt &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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		<title>„Jenseits der Grenze“: Eine Million Satelliten und Spiegel im Weltraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Nachthimmel dar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 20:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ergeben, dass die aktuellen Pläne, über 1,7 Millionen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen – darunter auch extrem helle –, „verheerende Folgen für die Astronomie“ hätten. Der Studie zufolge sollten nicht mehr als 100 000 schwache Satelliten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, die Erde umkreisen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine neue Studie der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ergeben, dass die aktuellen Pläne, über 1,7 Millionen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen – darunter auch extrem helle –, „verheerende Folgen für die Astronomie“ hätten. Der Studie zufolge sollten nicht mehr als 100 000 schwache Satelliten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, die Erde umkreisen, um unsere Fähigkeit zur Beobachtung des Nachthimmels mit modernen Teleskopen zu gewährleisten. Die Studie ist die erste, die berechnet, inwieweit große und helle Satellitenkonstellationen – die auch Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt hervorgerufen haben – astronomische Beobachtungen beeinträchtigen würden, indem sie den Nachthimmel heller machen.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2607/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO Pressrelease eso 2607</a>, 1. Juli 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="266" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1.jpg" alt="" class="wp-image-153420" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild zeigt Satelliten, die innerhalb von nur einer Stunde den Nachthimmel über dem nördlichen Teil der Atacama-Wüste in Chile durchqueren. Es handelt sich um eine Bilderserie aus einem Zeitraffervideo, das am 15. Oktober 2025 etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde. Einige der Streifen stammen von Flugzeugen und lassen sich leicht an ihren blinkenden farbigen Lichtern erkennen, doch die meisten Spuren sind auf Satelliten zurückzuführen.<br>Im Vordergrund sehen wir die Kuppel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, des weltweit größten optischen/Infrarot-Teleskops, das derzeit auf dem Cerro Armazones im Bau ist. Dahinter sind die Laser des Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium zu sehen, das 22 km vom ELT entfernt liegt.<br>Bildnachweis: F. Kamphues, ESO/M. Kornmesser</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2019 ist die Zahl der die Erde umkreisenden Satelliten rasant gestiegen und liegt heute bei über 14 000 [1] – wobei die Starlink-Telekommunikationssatelliten von SpaceX den größten Anteil ausmachen. Auch die Zahl der geplanten Satellitenprojekte hat zugenommen, ebenso wie deren potenzielle Auswirkungen. „Bislang haben wir das noch bewältigt, aber es wird immer schlimmer“, betont Olivier Hainaut, der an der Ausarbeitung von Empfehlungen zur Minderung der Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Astronomie mitgewirkt hat. Zwar hätten Unternehmen wie SpaceX Maßnahmen ergriffen, um die Helligkeit ihrer Satelliten zu verringern, doch gingen die aktuellen Satellitenvorhaben „über die Grenze“ dessen hinaus, was die Astronomie verkraften könne, sagt er. Hainaut, seit über 30 Jahren Astronom bei der ESO, ist Autor der begutachteten Studie über die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen, die zur Veröffentlichung in „Astronomy &amp; Astrophysics“ angenommen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX plant, eine weitere Million Satelliten für weltraumgestützte Rechenzentren in die Umlaufbahn zu bringen, was das Erscheinungsbild des Himmels erheblich verändern würde. Die neue Studie zeigt, dass während eines Großteils jeder Nacht Hunderte von Satelliten sichtbar wären und zu bestimmten Zeiten sogar bis zu mehreren Tausend – ähnlich der Anzahl der Sterne, die unter guten Bedingungen mit bloßem Auge zu sehen sind. Andere geplante Satellitenkonstellationen wie „Cinnamon“ von E-Space und die chinesischen „CTC-1“ und „CTC-2“ würden weitere Hunderttausende Satelliten in die Umlaufbahn bringen und das Problem noch verschärfen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5368b384"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153422" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Diagramm zeigt die Anzahl der Satelliten, die über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO sichtbar wären, sollte SpaceX seine geplante Konstellation aus 1 Million Satelliten starten.<br>Die Berechnungen wurden etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang durchgeführt, also weit in den wirklich dunklen Teil der Nacht hinein. Die grauen Punkte stellen Satelliten dar, die sich im Erdschatten befinden und daher unsichtbar sind, während die farbigen Punkte beleuchtete Satelliten sind. Die orangefarbenen Punkte – fast 2000 an der Zahl – entsprechen Satelliten, die heller sind als die 7. Magnitude – die schwächste Helligkeit, die an extrem dunklen Orten mit bloßem Auge sichtbar ist. Die roten Punkte – mehr als 200 – sind Satelliten, die heller sind als die 5. Magnitude, was den schwächsten Objekten entspricht, die an einem vorstädtischen Standort mit bloßem Auge sichtbar sind.<br>Bildnachweis: ESO/O. Hainaut</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Start-up „Reflect Orbital“ hat sich zum Ziel gesetzt, eine Konstellation sehr großer, spiegelartiger Satelliten ins All zu bringen, um nachts Sonnenlicht bereitzustellen – mit reflektierten Strahlen, die sich über mindestens fünf Kilometer auf der Erdoberfläche erstrecken. Das Unternehmen beabsichtigt, noch in diesem Jahr einen Prototyp-Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen, und plant, die Anzahl der Satelliten bis 2035 auf 50.000 zu erhöhen. Diese Satelliten wären die hellsten, die jemals in der Umlaufbahn waren, was schädliche Folgen für den dunklen Nachthimmel auf der Erde hätte. Hainauts Berechnungen zeigen, dass die gesamte Konstellation den Nachthimmel mit Hunderten von sehr hell sichtbaren Satelliten füllen würde. Von innerhalb eines reflektierten Lichtstrahls aus betrachtet, würde der Satellit, der das Sonnenlicht liefert, viermal heller erscheinen als der Vollmond. Selbst wenn kein Satellit seinen Lichtstrahl direkt auf einen Beobachter richtet, wäre jeder einzelne so hell wie der Planet Venus, der „Morgenstern“. Von einer lichtverschmutzten Stadt wie München aus wären diese Hunderte von Satelliten die einzigen „Sterne“, die am Nachthimmel zu sehen wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorschläge würden in Kombination mit anderen in der Studie berücksichtigten Plänen den Nachthimmel dramatisch aufhellen und die Fähigkeit der Menschheit beeinträchtigen, schwache kosmische Objekte zu beobachten, darunter weit entfernte Galaxien, einige erdähnliche Planeten um andere Sterne und sogar Asteroiden, die potenziell eine Gefahr für die Erde darstellen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-0b54661e"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Helle Spuren und hellere Himmel</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1.jpg" alt="" class="wp-image-153424" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild veranschaulicht, wie das von den Weltraumspiegeln von Reflect Orbital gestreute Sonnenlicht die Gesamthelligkeit des Himmels über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO erhöhen würde.<br>Das linke Bild wurde in einer mondlosen Nacht am 16. Mai 2026 mit einer All-Sky-Kamera aufgenommen. Norden ist oben, Westen ist rechts. Die Kuppeln, in denen sich die vier 8-Meter-Teleskope des VLT befinden, sind oben rechts zu sehen.<br>Das Bild rechts ist eine Simulation, die zeigt, um wie viel heller der Himmel mit der vollständigen Konstellation von 50.000 Spiegeln von Reflect Orbital wäre. Auch wenn die Spiegel nicht direkt auf das Observatorium ausgerichtet sind, streuen sie das Licht dennoch seitlich ab, das dann von der Atmosphäre weiter gestreut wird. Infolgedessen wäre der Himmel bis zu drei- bis viermal heller.<br>Bildnachweis: ESO/O. Hainaut</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut erklärt: „Von der Sonne beleuchtete Satelliten sind viel heller als ferne Galaxien. Wenn ein Satellit unser Beobachtungsfeld durchquert, hinterlässt er einen hellen Streifen auf unserem Bild und überdeckt damit alles, was sich dahinter befindet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Auswirkungen dieses und anderer Effekte von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen zu berechnen, simulierte Hainaut die Positionen, Bewegungen und Helligkeiten aller bestehenden und geplanten Satellitenkonstellationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Mega-Satellitenkonstellation von SpaceX stellte er fest, dass auf jedem Bild, das zwei Stunden nach Einbruch der Nacht mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen wird, Dutzende von Spuren zu sehen wären, was zu Sichtfeldverlusten von bis zu 28 % führen würde [2]. Dies setzt voraus, dass die Satelliten so schwach leuchten, dass sie unter guten Bedingungen mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Sind sie nur geringfügig heller, wären einige Instrumente noch stärker beeinträchtigt: So könnten beispielsweise bei einer Kamera wie der des Vera-C.-Rubin-Observatoriums der US-amerikanischen National Science Foundation die meisten Bilder jede Nacht für mehrere Stunden unbrauchbar werden [3].</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-4bc025c7"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/LJNwAKSL17s" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153426" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Derzeit befinden sich mehr als 14.000 Satelliten in der Umlaufbahn, doch neue Vorhaben von SpaceX, Reflect Orbital und anderen Unternehmen könnten diese Zahl auf über 1,7 Millionen Satelliten ansteigen lassen. In diesem Video berichten zwei ESO-Experten über die verheerenden Folgen, die dies für die Astronomie hätte, und welche technischen und rechtlichen Möglichkeiten es gibt, diesen Schaden zu begrenzen. (in englischer Sprache)<br>Copyright: ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den Simulationen von Hainaut wurde davon ausgegangen, dass kein Satellit von Reflect Orbital seinen Strahl direkt auf ein Observatorium oder in dessen Nähe richten würde. Dennoch könnte die Lichtspur eines einzigen Spiegelsatelliten eine Beobachtung mit einer Kamera wie der des Rubin-Observatoriums beeinträchtigen. Wenn sich die gesamte Flotte der Reflect-Orbital-Satelliten in der Umlaufbahn befindet, wäre jedes Bild einer solchen Kamera verloren, sobald die Satelliten von der Sonne beleuchtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind jedoch nicht nur die sich kreuzenden Bahnen der Satelliten, die unsere Beobachtungsmöglichkeiten einschränken: Ihr Licht kann den gesamten Himmel verschmutzen. Satelliten, die zu schwach sind, um direkt gesehen zu werden, erzeugen einen Schleier aus „diffusem“ Licht, während das Licht hellerer Satelliten beim Durchqueren der Atmosphäre in alle Richtungen „gestreut“ wird. Beide Effekte erhöhen die Gesamthelligkeit des Nachthimmels. Diese Studie ist die erste, die die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Helligkeit des Nachthimmels untersucht und damit das volle Ausmaß der Lichtverschmutzung durch Satelliten aufzeigt.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-c560cb59"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/jpPuDCc3YpU" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153427" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten, die innerhalb von nur einer Stunde den Nachthimmel über dem nördlichen Teil der Atacama-Wüste in Chile durchqueren. Das Video wurde am 15. Oktober 2025, etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang, aufgenommen. Einige der Spuren stammen von Flugzeugen und lassen sich leicht an ihren blinkenden farbigen Lichtern erkennen, doch die meisten Spuren sind auf Satelliten zurückzuführen.<br>Im Vordergrund sehen wir die Kuppel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, des weltweit größten optischen/Infrarot-Teleskops, das derzeit auf dem Cerro Armazones im Bau ist. Dahinter sind die Laser des Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium zu sehen, das 22 km vom ELT entfernt liegt.<br>Copyright: F. Kamphues, ESO/M. Kornmesser</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr helle Konstellationen wie „Reflect Orbital“ hätten einen besonders starken Einfluss auf die Helligkeit des Nachthimmels. Bei einer vollständigen Konstellation von 50.000 „Reflect Orbital“-Satelliten wäre der Himmel insgesamt bis zu drei- bis viermal heller.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Begrenzung der Satellitenzahl zum Schutz des Nachthimmels</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut kommt zu dem Schluss, dass die geplanten 1,7 Millionen neuen Satelliten drastische Folgen für die bodengestützte Astronomie hätten. Diese Auswirkungen lassen sich nur vermeiden, indem die Gesamtzahl der bestehenden und künftigen Satelliten auf 100.000 begrenzt wird – Satelliten, die so schwach leuchten, dass sie von einem dunklen Standort aus mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. „Das ist keine feste Zahl, bei der 99.999 gut und 100.001 schlecht wäre: Natürlich würde ich 50.000 vorziehen“, sagt Hainaut. „Aber 100.000 verursachen Verluste in etwa in der Größenordnung anderer technischer Verluste, wie zum Beispiel Geräteausfälle.“ Er fügt jedoch hinzu, dass die Satelliten schwächer als die visuelle Helligkeitsklasse 7 [4] sein müssen; sollten einige von ihnen zu hell sein – also über dem Mindestschwellenwert für die Sichtbarkeit mit bloßem Auge liegen –, müsste die Gesamtzahl deutlich niedriger sein.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-a9d8ebb8"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/Fa0IWI7kF_o" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153428" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten über dem Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Er wurde am 24. Oktober 2025 aufgenommen und umfasst einen Zeitraum von vier Stunden nach Sonnenuntergang. Die helle Lichtquelle am Himmel ist der Mond, der zum Zeitpunkt der Aufnahme zu 7 % beleuchtet war.<br>Das Video zeigt die Kuppeln der riesigen Hauptteleskope und der kleineren Hilfsteleskope, aus denen sich das Very Large Telescope (VLT) der ESO zusammensetzt. Bei den gelben Strahlen handelt es sich um Laser der adaptiven Optik, mit denen atmosphärische Turbulenzen gemessen und korrigiert werden.<br>Copyright: F. Kamphues/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX und Reflect Orbital, die für die extremsten neuen Vorschläge verantwortlich sind, haben jeweils bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) einen Antrag auf Startgenehmigung gestellt. Diese neue Studie diente der ESO in Zusammenarbeit mit der britischen Royal Astronomical Society und der Internationalen Astronomischen Union als Grundlage für eine Stellungnahme zu diesen Vorschlägen gegenüber der FCC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die FCC hat über 1.800 Stellungnahmen zu Reflect Orbital und fast 1.500 Stellungnahmen zum Antrag von SpaceX erhalten“, erklärt Betty Kioko, Referentin für institutionelle Angelegenheiten bei der ESO, die für die Koordinierung der Stellungnahme der ESO zu den Vorschlägen verantwortlich ist. „Der Ball liegt nun bei der FCC, und wir warten ab, wie sie über beide Anträge entscheiden wird. Für die optische Astronomie stellt dies eine existenzielle Bedrohung dar, und wir hoffen, dass die Regulierungsbehörden diese Ansicht teilen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Astronomie schafft einen enormen Mehrwert für die Menschheit – unter wissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten – und hilft uns, unseren Platz im Universum zu verstehen“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Die große Anzahl geplanter Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn stellt diese Fähigkeit auf die Probe und unterstreicht die Notwendigkeit, künftige Satellitenstarts zu begrenzen und dass Astronomen, Ingenieure, Satellitenbetreiber und andere Interessengruppen zusammenarbeiten müssen, um strenge Maßnahmen zur Schadensminderung zu ergreifen.“</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-2b774b14"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/xACJHF62p6Q" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153429" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten über dem Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Er wurde am 19. Mai 2026 aufgenommen und erstreckt sich über einen Zeitraum von 5 Stunden.<br>Das Video zeigt die Kuppeln der Hauptteleskope sowie eines kleineren Hilfsteleskops, die Teil des Very Large Telescope (VLT) der ESO sind.<br>Copyright: B. Häußler/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Start von Tausenden von Satelliten hat Auswirkungen: wirtschaftliche, ökologische und astronomische“, fügt Hainaut hinzu. Lichtverschmutzung durch sehr helle Satellitenkonstellationen kann die Gesundheit und das Funktionieren des Lebens auf der Erde beeinträchtigen, indem sie die biologischen Uhren und Ökosysteme stört. Große Konstellationen haben zudem direkte Auswirkungen auf die Luftqualität – sowohl durch die zahlreichen Starts, die für den Einsatz und die Wartung Tausender Satelliten erforderlich sind, als auch durch die Luftverschmutzung, die entsteht, wenn die Satelliten am Ende ihrer Lebensdauer beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen. „Mein Fachgebiet ist die Astronomie, daher quantifiziere ich die Auswirkungen auf die Astronomie“, erklärt Hainaut, „ich hoffe, dass andere die übrigen Auswirkungen in ihrem jeweiligen Fachgebiet bewerten werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut fasst zusammen: „Die erdnahe Umlaufbahn ist eine himmlische Küste, die für das moderne Leben von unschätzbarem Wert ist – von der globalen Vernetzung bis hin zu unserem ungehinderten Zugang zum Universum. Wir müssen jedoch die Auswirkungen von Mega-Konstellationen in den Griff bekommen – von der Lichtverschmutzung, die die Astronomie beeinträchtigt, bis hin zu den atmosphärischen Auswirkungen des Wiedereintritts von Satelliten –, um sicherzustellen, dass diese Ressource für künftige Generationen unberührt und zugänglich bleibt.“</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-c2dd427b"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Notes</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/Tm3qWstOjJs" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153430" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Sonne geht über dem ESO-Observatorium Paranal unter, und der Himmel verwandelt sich von blassblau über rot zu schwarz. Die vier 1,8-Meter-Hilfsteleskope des Very Large Telescope der ESO öffnen ihre Kuppeln, um den Nachthimmel zu beobachten, als würden sie seinen neuen Besucher willkommen heißen: den Kometen C/2024 G3. Dieser „gefiederte“ Komet zog Anfang 2025 über den Himmel der chilenischen Atacama-Wüste und hinterließ dabei unglaubliche Bilder. Im Laufe der Nacht bewegt sich der Komet zusammen mit den Sternen zum Horizont, doch nicht alle Objekte am Nachthimmel folgen diesem Weg. Wie Regentropfen erinnern uns die schnellen weißen Streifen, die den Nachthimmel überschwemmen, an eine zunehmende Quelle der Lichtverschmutzung: Satellitenkonstellationen.<br>Copyright: B. Häußler/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">[1] Die Zahl der derzeit im Orbit befindlichen Satelliten steigt auf 32.000, wenn man ausgediente Satelliten und Weltraummüll mit einbezieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Das für die Simulation herangezogene Instrument ist FORS2, das Arbeitspferd des VLT, das repräsentativ für herkömmliche Kameras an großen Teleskopen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[3] Bei Kameras wie der des Rubin-Observatoriums, die über eine hochdichte, komplexe Elektronik verfügen, verursacht eine Satellitenspur, die hell genug ist, um den Detektor zu übersteuern, nicht nur einen breiten Streifen auf einem astronomischen Bild, sondern auch eine Reihe von Geisterspuren, die die Verluste vervielfachen und potenziell ein gesamtes Bild verfälschen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[4] Ein Satellit unterhalb der visuellen Magnitude 7 stellt sicher, dass er den Detektor von Kameras wie der des Rubin-Observatoriums nicht übersteuert. Das bedeutet zufällig auch, dass die Satelliten zu schwach wären, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, selbst unter makellos dunklem Himmel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Forschungsergebnisse wurden in einem Artikel von Olivier Hainaut (Europäische Südsternwarte, Deutschland) vorgestellt, der in der Fachzeitschrift „Astronomy &amp; Astrophysics“ erscheinen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) ermöglicht es Wissenschaftlern weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Wohle aller zu erforschen. Wir planen, bauen und betreiben erstklassige Observatorien auf der Erde – die Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu ergründen und die Faszination der Astronomie zu verbreiten – und fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Finnland, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich) sowie vom Gastland Chile und von Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie ihr Besucherzentrum und Planetarium, die „ESO Supernova“, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während unsere Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste stehen, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Beobachtung des Himmels. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und dessen Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO den südlichen Teil des Cherenkov Telescope Array Observatory beherbergen und betreiben, das weltweit größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium. Gemeinsam mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf dem Chajnantor das ALMA, eine Anlage, die den Himmel im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachtet. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und pflegen den Austausch mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg589080#msg589080" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jenseits-der-grenze-eine-million-satelliten-und-spiegel-im-weltraum-stellen-eine-ernsthafte-bedrohung-fuer-den-nachthimmel-dar/" data-wpel-link="internal">„Jenseits der Grenze“: Eine Million Satelliten und Spiegel im Weltraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Nachthimmel dar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Astronauten schließen EVA mit Reparatur des Roboterarms Canadarm2 ab</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronauten-schliessen-eva-mit-reparatur-des-roboterarms-canadarm2-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 07:16:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Canadarm 2]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Meir]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153403</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die NASA-Astronauten Chris Williams und Jessica Meir beendeten ihren Weltraumspaziergang außerhalb der Internationalen Raumstation gestern 30. Juni 2026 um 21:40 Uhr MESZ. Während des 7 Stunden und 20 Minuten dauernden Weltraumspaziergangs erfüllten Williams und Meir ihr Hauptziel, nämlich das Entfernen und Ersetzen eines Handgelenks am Roboterarm „Canadarm2“.Ein Blogbeitrag der National Aeronautics and Space Administration NASA. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA-Astronauten <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/nasa-astronaut-christopher-l-williams/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Chris Williams</a> und <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/jessica-u-meir/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jessica Meir</a> beendeten ihren Weltraumspaziergang außerhalb der <a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Internationalen Raumstation</a> gestern 30. Juni 2026 um 21:40 Uhr MESZ. Während des 7 Stunden und 20 Minuten dauernden Weltraumspaziergangs erfüllten Williams und Meir ihr Hauptziel, nämlich das Entfernen und Ersetzen eines Handgelenks am <a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/mobile-servicing-system/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Roboterarm „Canadarm2“</a>.<br>Ein Blogbeitrag der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2026/06/30/astronauts-repair-canadarm2-robotic-arm-and-complete-spacewalk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Mark A. Garcia</a>, 30. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153401" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der NASA-Astronaut Chris Williams arbeitet während eines Weltraumspaziergangs außerhalb der Internationalen Raumstation daran, ein defektes Handgelenk am Roboterarm „Canadarm2“ auszutauschen.<br><mark>Bildnachweis: NASA+</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Reparatur durch die Astronauten schaltete die NASA-Flugkontrolle in Houston den Canadarm2 ein, um eine erste Überprüfung der Stromversorgung und der Datenverbindungen des Systems erfolgreich abzuschließen. Im Laufe der kommenden Woche werden die Bodenkontrollleute im Rahmen der fortlaufenden Systemtests auch damit beginnen, den Arm zu bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA und die CSA (Canadian Space Agency) hatten beschlossen, das Handgelenk zu ersetzen, nachdem es am 27. Mai während des normalen Betriebs von Canadarm2 eine <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2026/06/10/expedition-74-works-scientific-installs-suit-prep-ahead-of-canadarm2-repair-spacewalk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Fehlfunktion</a> gezeigt hatte: Der Arm hatte einen erhöhten Motorstrom aufgenommen und bewegte sich nicht wie erwartet. Reparaturen an Robotersystemen wie Canadarm2 sind nach mehr als 25 Jahren ununterbrochenem Betrieb normal und zu erwarten, dafür wurde das System mit austauschbaren Komponenten und im Hinblick auf geplante Wartungsarbeiten konzipiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das defekte Gelenk wird zur Erde zurückgebracht, um dort überprüft und gegebenenfalls für den künftigen Einsatz am Roboterarm überholt zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Raumspaziergang 95 war Williams zweiter Raumspaziergang in seiner Karriere und der fünfte für Meir. Es war zudem der 280. Raumspaziergang im Rahmen des Aufbaus, der Wartung und der Modernisierung der Raumstation.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg589000#msg589000" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li>
</ul>
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		<title>ESAs Euclid erfasst das dichte Zentrum der Milchstraße</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esas-euclid-erfasst-das-dichte-zentrum-der-milchstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 21:59:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Euclid]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[EUCLID]]></category>
		<category><![CDATA[galaktischer Bulge]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxienhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Microlinseneffekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das größte und detaillierteste Foto, das jemals im sichtbaren Licht vom Zentrum unserer Milchstraße aufgenommen wurde, wurde am 24. Juni 2026 von der Euclid-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) veröffentlicht. Mit mehr als 60 Millionen Sternen eröffnet dieses Bild Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Existenz von Exoplaneten in dieser Region zu bestätigen und deren Masse anhand winziger [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esas-euclid-erfasst-das-dichte-zentrum-der-milchstrasse/" data-wpel-link="internal">ESAs Euclid erfasst das dichte Zentrum der Milchstraße</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das größte und detaillierteste Foto, das jemals im sichtbaren Licht vom Zentrum unserer Milchstraße aufgenommen wurde, wurde am 24. Juni 2026 von der Euclid-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) veröffentlicht. Mit mehr als 60 Millionen Sternen eröffnet dieses Bild Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Existenz von Exoplaneten in dieser Region zu bestätigen und deren Masse anhand winziger Veränderungen des Sternenlichts im Laufe der Zeit zu messen.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/ESA_s_Euclid_captures_the_Milky_Way_s_crowded_heart" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration</a>, 24. Juni 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur für einen einzigen Tag richtete <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2023/06/Euclid_ESA_s_mission_into_the_unknown" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Euclid,</a> unser <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2023/06/Euclid_ESA_s_mission_into_the_unknown" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Detektiv des dunklen Universums,</a> seinen Blick auf das Licht: den extrem hellen inneren Bereich unserer Milchstraße, der als <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2016/09/Anatomy_of_the_Milky_Way" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">galaktischer Bulge</a> bekannt ist. Diese besondere Anfrage kam von Astronomen, die genau das wollten, was Euclid am besten kann: riesige Bereiche des Himmels in gestochen scharfen Details erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2025/03/Euclid_is_back_26_million_galaxies_and_counting" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die Beobachtung von Milliarden weit entfernter Galaxien</a> konzipierte Kamera für sichtbares Licht des Weltraumteleskops ist empfindlich genug, um einzelne Sterne in unserem überfüllten galaktischen Bulge voneinander zu unterscheiden, ohne dabei geblendet zu werden. Diese seltene Fähigkeit ist entscheidend für das, wofür Wissenschaftler dieses Bild nutzen wollen: die Untersuchung von Planeten um andere Sterne mithilfe einer speziellen Technik namens <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2019/02/Detecting_exoplanets_with_microlensing" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mikrolinseneffekt</a>. Doch bevor wir uns damit befassen, wollen wir uns zunächst dieses beeindruckende Bild selbst genauer ansehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="527" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie-750x527-1.jpg" alt="" class="wp-image-153363" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie-750x527-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie-750x527-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids Blick auf den Bulge unserer Galaxie<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. März 2025 nahm Euclid dieses riesige Bild in nur etwa 26 Stunden auf. Es handelt sich um ein Mosaik aus neun „Ausrichtungen“ seiner Kamera für sichtbares Licht, <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2023/11/Euclid_s_wide-eyed_look_at_the_cosmos" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">wobei jede Ausrichtung einen Bereich des Himmels abdeckt, der größer ist als der Vollmond</a>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153365" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Position von Euclids Galactic Bulge Survey<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, ESA/Gaia/DPAC,image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Vergleich: Die Schärfe und Empfindlichkeit von Euclid im sichtbaren Licht ist vergleichbar mit der Weitfeldkamera <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Hubble_overview" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">des Hubble-Weltraumteleskops der NASA/ESA</a>. Doch jede Aufnahme, die Euclid in wenigen Stunden macht, erstreckt sich über einen Bereich, der 270-mal größer ist als das Sichtfeld von Hubble. Um dasselbe Euclid-Mosaik zu beobachten, würde das <a href="https://keckobservatory.org/our-story/telescopes/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Keck-Observatorium</a> etwa 2000 Stunden benötigen. Euclid ist schneller und in der Lage, Details von schwächeren Sternen zu erfassen, die bei einer Beobachtung vom Boden aus sonst übersehen würden. Dieses einzelne Mosaik umfasst zudem die gesamte Region, die das künftige <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Roman_factsheet" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Roman-Weltraumteleskop</a> auf der Suche nach Planeten überwachen wird.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153367" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Infografik zur Erläuterung von Euclids Galactic Bulge Survey<br><mark>Credit: Euclid images: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Milky Way artist impressions: ESA/Gaia/DPAC, Stefan Payne-Wardenaar); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Euclid hat auf diesem Bild mehr als 60 Millionen Sterne sowie Nebel und Sternhaufen erfasst. Diese dicht besiedelte Region unserer Galaxie ist der perfekte Ort für Astronomen, um mit Hilfe <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2019/02/Detecting_exoplanets_with_microlensing" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">des Mikrolinseneffekts</a> nach Exoplaneten zu suchen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153369" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – unzählige Sterne<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153371" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – Sternen Cluster<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-e042b407"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153374" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – Molekulare Wolken<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153376" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – Nebel<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5d374b26"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Suche nach Exoplaneten mittels Gravitationsmikrolinseneffekt</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="350" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1.jpg" alt="" class="wp-image-153378" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Beobachtung von Exoplaneten mittels Mikrolinseneffekt<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mikrolinseneffekt ist eine Form des <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/03/Strong_gravitational_lenses_captured_by_Euclid" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gravitationslinseneffekts</a>. Während Euclid den Linseneffekt hauptsächlich zur Erforschung massereicher, weit entfernter Objekte wie Galaxienhaufen nutzt, hilft dieses neue Bild des galaktischen Zentrums Wissenschaftlern dabei, Linsen auf kleinster Skala zu untersuchen – verursacht durch Sterne und Exoplaneten in unserer eigenen Galaxie.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mikrolinseneffekt beruht auf der zufälligen Ausrichtung zweier Sterne zum Beobachter. Wenn ein Stern vor einem anderen vorbeizieht, wirkt der näher gelegene Stern wie ein kosmisches Vergrößerungsglas, das das Licht des Hintergrundsterns ablenkt und aufhellt. Umkreist ein Planet den näher gelegenen Stern, lenkt auch seine Schwerkraft dieses Licht ab – und zwar auf leicht ungleichmäßige Weise. Anhand dieser winzigen zusätzlichen Helligkeitsänderung lässt sich die Anwesenheit eines Planeten nachweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Um Mikrolinsen zu entdecken, muss man Bereiche des Himmels beobachten, in denen sich viele Sterne befinden, beispielsweise in der Nähe des Zentrums unserer Galaxie“, erklärt Jean-Philippe Beaulieu vom Institut d’Astrophysique de Paris in Frankreich und der University of Tasmania in Australien. Jean-Philippe war der ursprüngliche Initiator der Euclid-Durchmusterung des galaktischen Bulges und leitete gemeinsam mit anderen die Arbeitsgruppe für Exoplaneten des <a href="https://www.euclid-ec.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Euclid-Konsortiums</a>.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In den letzten zwanzig Jahren wurden mit dieser Technik <a href="https://exoplanetarchive.ipac.caltech.edu/docs/counts_detail.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">fast 300 Exoplaneten</a> entdeckt, alle mit bodengestützten Teleskopen und alle in Richtung des Zentrums unserer Galaxie. Dieses Bild von Euclid umfasst 51 bekannte Planetensysteme – und es wird dazu beitragen, viele weitere zu untersuchen, die noch entdeckt werden“, fügt er hinzu.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://dlmultimedia.esa.int/download/public/videos/2026/06/039/2606_039_AR_EN.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-ESAs-Euclid-erfasst-das-dichte-Zentrum-der-Milchstrasse-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153380" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-ESAs-Euclid-erfasst-das-dichte-Zentrum-der-Milchstrasse-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-ESAs-Euclid-erfasst-das-dichte-Zentrum-der-Milchstrasse-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>ESAs Euclid erfasst das dichte Zentrum der Milchstraße<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Messung von Planetenmassen mit Euclid</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um ein Mikrolinsenereignis zu erfassen, müsste ein Teleskop einen Stern über zwanzig Tage lang beobachten. Dies ist notwendig, um die Unregelmäßigkeiten des abgelenkten Lichts zu erkennen, während der Planet seinen Mutterstern umkreist. Daher können während des einen Beobachtungstages von Euclid keine neuen Ereignisse entdeckt werden. Was dieses Bild jedoch so besonders macht, ist, dass es Wissenschaftlern ermöglicht, die Masse bereits bekannter Planeten sowie noch zu entdeckender Planeten zu messen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Innerhalb von 24 Stunden hat Euclid bereits die Sterne erfasst, die an allen zukünftigen Mikrolinsenereignissen beteiligt sind, die das Weltraumteleskop Roman nachweisen wird – allerdings noch bevor sich die beteiligten Sterne und Planeten in einer Linie angeordnet haben“, sagt Natalia Rektsini vom Institut d’Astrophysique de Paris in Frankreich, die die Veröffentlichung der Daten aus Euclids Vermessung des galaktischen Bulges für die wissenschaftliche Gemeinschaft leitete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das bedeutet, dass jeder, der ein Mikrolinsenereignis in derselben Region entdeckt – zum Beispiel mit Roman –, von nun an die Euclid-Daten als zeitliche Referenz in der Vergangenheit nutzen und sehen kann, wie die Sterne aussahen, bevor sie sich überlagerten“, erklärt Natalia. „Da Euclid einzelne Sterne klar voneinander unterscheiden kann, lässt sich messen, wie schnell sie sich im Laufe der Zeit bewegen, und anhand dieser Informationen die Existenz eines Planeten bestätigen sowie dessen Masse bestimmen. Mit Daten, die nur einen bestimmten Zeitpunkt erfassen, wäre dies nicht möglich.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eisplaneten und mehr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Methoden zur Planetenjagd ist es einfacher, große, heiße Planeten zu finden, die massive Sterne umkreisen. Bei der Mikrolinsenmethode ist das nicht der Fall. „Diese Methode ist unvoreingenommen – wir entdecken, was auch immer da draußen ist“, sagt Natalia. „Sie eignet sich in einzigartiger Weise zur Entdeckung kalter Exoplaneten. Und wir gehen davon aus, dass jeder Stern in der Milchstraße mindestens einen solchen Planeten beherbergt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Muttersterne zweier bekannter kalter Exoplaneten tauchen in den Daten von Euclid auf, und beide haben für das Team eine besondere Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe das Team geleitet, das vor 20 Jahren <a href="https://www.eso.org/public/news/eso0603/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OGLE-2005-BLG-390Lb</a> entdeckt hat“, sagt Jean-Philippe. „Es ist ein eisiger Planet, ein bisschen wie Hoth aus Star Wars. Nach all der Zeit freue ich mich sehr, dass Euclid es uns endlich ermöglichen könnte, seine genaue Masse zu bestimmen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<a href="https://www.americaspace.com/2014/07/08/astronomers-discover-first-ever-terrestrial-exoplanet-in-an-earth-type-orbit-around-a-red-dwarf-binary-star-system/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OGLE-2013-BLG-341Lb</a> ist ein seltenes und faszinierendes System“, sagt Natalia. „Es besteht aus zwei Sternen und einem Planeten. Durch die Kombination früherer Beobachtungen von Keck und Hubble mit neuen Euclid-Daten können wir endlich die Sterne voneinander trennen und die Masse des Planeten bestätigen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieses Ergebnis zeigt, was ein relativ kleines, engagiertes Team im Rahmen einer großen internationalen Mission erreichen kann“, sagt Valeria Pettorino, Euclid-Projektwissenschaftlerin bei der ESA. „Das <a href="https://euclid.dataspace.esa.int/science-domains/exoplanets" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Exoplaneten-Team</a> profitierte von wertvollen Beiträgen von Nachwuchsforschern und wurde von der Science Ground Segment-Einheit unterstützt, die am Instrument für den sichtbaren Bereich arbeitet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In nur 24 Stunden hat Euclid einzigartige Daten über das Zentrum der Milchstraße geliefert, mit einer großflächigen und scharfen Ansicht dieser Region. Mit der Zeit nimmt der Abstand zwischen Quellen und Linsen zu. Deshalb werden diese Euclid-Daten als zeitlicher Bezugspunkt für vergangene und zukünftige Missionen dienen und Untersuchungen von Exoplaneten und deren Massen ermöglichen. Diese Daten können auch für andere wissenschaftliche Anwendungen genutzt werden, von Braunen Zwergen und Doppelsternen bis hin zu Sternbewegungen und Staub in unserer Galaxie.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.cosmos.esa.int/web/euclid/q2-data-release" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weitere Informationen zum Herunterladen der neuen Euclid-Daten finden Sie hier.</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Vermessung des galaktischen Bulges wurde ausschließlich die VIS-Kamera (Visible) von Euclid verwendet, um die Beobachtungen so stabil wie möglich zu halten. Aus diesem Grund ist das Originalbild in Schwarz-Weiß gehalten. Um das Foto für diese Veröffentlichung mit Farbe zu versehen, wurden Daten des bodengestützten Canada-France-Hawai‘i-Teleskops (CFHT) hinzugefügt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Euclid</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/ESA_s_Euclid_lifts_off_on_quest_to_unravel_the_cosmic_mystery_of_dark_matter_and_dark_energy" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Euclid wurde im Juli 2023 gestartet</a> und begann <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Ready_set_go!_Euclid_begins_its_dark_Universe_survey" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">am 14. Februar 2024</a> mit seinen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Ready_set_go!_Euclid_begins_its_dark_Universe_survey" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">routinemäßigen wissenschaftlichen Beobachtungen</a>. <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Top_five_mysteries_Euclid_will_help_solve" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ziel der Mission</a> ist es, den verborgenen Einfluss von dunkler Materie und dunkler Energie auf das sichtbare Universum aufzudecken. Über einen Zeitraum von sechs Jahren wird Euclid die Formen, Entfernungen und Bewegungen von Milliarden von Galaxien bis zu einer Entfernung von 10 Milliarden Lichtjahren beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euclid ist eine europäische Mission, die von der ESA gebaut und betrieben wird und an der die NASA mitwirkt. Das Euclid-Konsortium – bestehend aus mehr als 2000 Wissenschaftlern aus 300 Instituten in 15 europäischen Ländern, den USA, Kanada und Japan – ist für die Bereitstellung der wissenschaftlichen Instrumente und die wissenschaftliche Datenanalyse verantwortlich. Die ESA wählte Thales Alenia Space als Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten und seines Servicemoduls aus, während Airbus Defence and Space mit der Entwicklung des Nutzlastmoduls einschließlich des Teleskops beauftragt wurde. Die NASA stellte die Detektoren des Nahinfrarot-Spektrometers und -Photometers (NISP) zur Verfügung. Euclid ist eine Mission der mittleren Klasse im Rahmen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_s_Cosmic_Vision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">des „Cosmic Vision“-Programms der ESA</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10521.msg588954#msg588954" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraumteleskop EUCLID</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Europa spürt die Hitze unter den Füßen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/europa-spuert-die-hitze-unter-seinen-fuessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 18:52:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Copernicus]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Erderwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzedom]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzewelle]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächentemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sentinel-3]]></category>
		<category><![CDATA[SLSTR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153323</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine außergewöhnliche Hitzewelle erfasst derzeit Länder in ganz Westeuropa, wobei Städte und Regionen in Frankreich, Spanien und Süditalien für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen verzeichnen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Applications, 25. Juni 2026 Dieses Bild der Landoberflächentemperatur wurde am Mittwoch, dem 23. Juni, von der Copernicus-Sentinel-3-Mission aufgenommen. Die Daten wurden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine außergewöhnliche Hitzewelle erfasst derzeit Länder in ganz Westeuropa, wobei Städte und Regionen in Frankreich, Spanien und Süditalien für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen verzeichnen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Applications</a>, 25. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="563" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars-750x563-1.jpg" alt="" class="wp-image-153321" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars-750x563-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars-750x563-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Oberflächentemperaturen in Europa<br><mark>Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2026), processed by ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bild der Landoberflächentemperatur wurde am Mittwoch, dem 23. Juni, von der <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Copernicus-Sentinel-3</a>-Mission aufgenommen. Die Daten wurden am späten Vormittag Ortszeit erfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Video zu diesem Bild können Sie <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2026/06/Europe_faces_the_heat" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die auf dem Bild dargestellten Farben reichen von Violett- und Dunkelrottönen (die Oberflächentemperaturen von bis zu 55 °C anzeigen, wie sie in Teilen Zentralspaniens, Westfrankreichs und Nordafrikas zu sehen sind) bis hin zu Hellblau, das auf niedrigere Oberflächentemperaturen in Bergregionen hinweist. Einige Gebiete waren von Wolken bedeckt – diese sind weiß dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit maß Bodentemperaturen von 48 °C in Madrid, 44 °C in Rom sowie jeweils 46 °C in Poitiers (Frankreich) und Zaragoza (Spanien). In Nordafrika sind die Bodentemperaturen deutlich höher; in Tunis erreichten sie 49 °C. Da Oberflächen wie Fels, Sand und Asphalt die Wärme speichern, liegen die Bodentemperaturen deutlich über den Lufttemperaturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sentinel-3 ist mit vier Instrumenten ausgestattet, darunter das Sea and Land Surface Temperature Radiometer (SLSTR) – ein leistungsstarker und hochpräziser Sensor, der Temperaturen sowohl über Land als auch über dem Meer misst. Er erfasst Hitzestress über Land, und seine Daten werden in der Landwirtschaft sowie zur Überwachung von städtischen Wärmeinseln und Waldbränden genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die derzeitige Hitzewelle in Europa wird durch ein atmosphärisches Hochdruckgebiet verursacht – einen sogenannten „Hitzedom“ –, das zwischen zwei Tiefdruckgebieten auf beiden Seiten über Europa festsitzt. Die Sommerhitze in Europa steht normalerweise nicht im Zusammenhang mit El Niño. Obwohl Satellitendaten erste Anzeichen des <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Pacific_warming_signals_El_Nino_has_stirred" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">El-Niño-Phänomens im Pazifik</a> festgestellt haben, ist El Niño daher nicht die Ursache für die derzeitigen Temperaturen in Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16064.msg588823#msg588823" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sentinel-3B auf Rockot von Plessezk</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Ende des blauen Leuchtens: BepiColombo schaltet den solarelektrischen Antrieb vor der Ankunft am Merkur ab</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-ende-des-blauen-leuchtens-bepicolombo-schaltet-den-solarelektrischen-antrieb-vor-der-ankunft-am-merkur-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 21:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BepiColombo]]></category>
		<category><![CDATA[Merkur]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[MTM]]></category>
		<category><![CDATA[Neil Wallace]]></category>
		<category><![CDATA[SEP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 15. Juni 2026 um 15:24 Uhr MESZ erlosch ein schwaches blaues Leuchten im Weltraum zum letzten Mal. Nachdem es BepiColombo auf seiner achtjährigen Reise durch das innere Sonnensystem angetrieben hatte, vollendete das solarelektrische Antriebssystem (SEP) der Sonde seinen letzten Schub und markierte damit das Ende der langen Flugphase von BepiColombo und den Beginn seiner [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 15. Juni 2026 um 15:24 Uhr MESZ erlosch ein schwaches blaues Leuchten im Weltraum zum letzten Mal. Nachdem es BepiColombo auf seiner achtjährigen Reise durch das innere Sonnensystem angetrieben hatte, vollendete das solarelektrische Antriebssystem (SEP) der Sonde seinen letzten Schub und markierte damit das Ende der langen Flugphase von BepiColombo und den Beginn seiner Ankunft am Merkur.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Operations/End_of_the_blue_glow_BepiColombo_turns_off_solar_electric_propulsion_for_Mercury_arrival" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Enabling &amp; Support / Operations</a>, 24. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Twin_ion_thrusters_firing_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="251" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Twin_ion_thrusters_firing_pillars-400x251-1.jpg" alt="" class="wp-image-153298" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Twin_ion_thrusters_firing_pillars-400x251-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Twin_ion_thrusters_firing_pillars-400x251-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Feuern der zwei Ionen Triebwerke<br><mark>Credit: QinetiQ; Licemce: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ihrem Start im Oktober 2018 befindet sich die ESA/JAXA-Mission „BepiColombo“ zum innersten Planeten des Sonnensystems in einer achtjährigen Flugphase, die durch solarelektrischen Antrieb (SEP) angetrieben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier QinetiQ T6-Triebwerke für den solarelektrischen Antrieb befinden sich im Merkur-Transfermodul (MTM) von BepiColombo und nutzen den von den Solarpaneelen des Raumfahrzeugs erzeugten Strom, um Xenongas zu ionisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zum herkömmlichen chemischen Antrieb nutzt dieses System Sonnenenergie, um Xenongas in einen elektrisch geladenen Strom (Plasma) umzuwandeln, der anschließend beschleunigt und mit sehr hoher Geschwindigkeit ausgestoßen wird. Da das SEP-System weitaus weniger Treibstoff benötigt und seinen Schub an die verfügbare Sonnenenergie anpassen kann, ist es eines der effizientesten und flexibelsten Antriebssysteme, die bisher im Weltraum zum Einsatz gekommen sind, und ermöglicht es BepiColombo, eine der komplexesten interplanetaren Reisen zu absolvieren, die je unternommen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Ende eines Kapitels</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-1611_048_AR_EN.mp4" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="262" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-1611_048_AR_EN-400x262-1.jpg" alt="" class="wp-image-153300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-1611_048_AR_EN-400x262-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-1611_048_AR_EN-400x262-1-300x197.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Neil Wallace: Elektrifizierung von Raumfahrzeugantrieben<br><mark>Credit: ESA; Licemce: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer langen, anspruchsvollen Flugphase mit neun Planetenvorbeiflügen (einem an der Erde, zwei an der Venus und sechs am Merkur) hat BepiColombo dieses Kapitel am vergangenen Montag endgültig abgeschlossen, indem es seine SEP-Triebwerke dauerhaft abgeschaltet hat. Die Befehle wurden bereits rechtzeitig von der Erde gesendet, um die Triebwerke genau zum richtigen Zeitpunkt während der letzten Schubphase der Sonde abzuschalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Morgen vor der für den Nachmittag geplanten Abschaltung des SEP-Systems traf sich Neil Wallace – der leitende SEP-Triebwerksingenieur – mit dem Missionsteam und den Industriepartnern im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der ESA in Darmstadt. Gemeinsam werteten sie die Erfahrungen aus dem SEP von BepiColombo aus – ein wichtiger Schritt für den Einsatz dieses Systems in zukünftigen Weltraummissionen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-76244d4b"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-BepiColombo_thrusters_switch_off_pillars.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="226" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-BepiColombo_thrusters_switch_off_pillars-400x226-1.jpg" alt="" class="wp-image-153304" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-BepiColombo_thrusters_switch_off_pillars-400x226-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-BepiColombo_thrusters_switch_off_pillars-400x226-1-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Triebwerke der BepiColombo, die sich im Merkur-Transfermodul befinden, werden endgültig abgeschaltet, womit der solarelektrische Antrieb beendet ist.<br><mark>Credit: ESA; Licemce: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Beginn der Ankunft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne weitere Antriebsquelle wird BepiColombo einer „ballistischen“ Flugbahn bzw. einer freien Fallbahn folgen, während es am 3. September 2026 sein erstes wichtiges Ankunftsmanöver – die MTM-Trennung – einleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn der verbleibende Raumfahrzeugverbund (MPO-Mio-MOSIF) Ende November den Punkt für den Eintritt in die Merkurumlaufbahn erreicht, wird das Flugkontrollteam von BepiColombo den chemischen Antrieb des MPO aktivieren. Dieses System wird den dreiteiligen Raumfahrzeugverbund dann bis Anfang Dezember antreiben, bis schließlich die Orbiter MPO und Mio ausgesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleiben Sie hier auf dem Laufenden, um weitere Neuigkeiten zu BepiColombo zu erfahren, während wir eine der ehrgeizigsten Planetenmissionen Europas zu ihrem endgültigen Ziel – dem Merkur – bringen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-3fec8e0e"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Mercury_arrival_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Mercury_arrival_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153307" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Mercury_arrival_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Mercury_arrival_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das aus vier Modulen bestehende Raumfahrzeug BepiColombo nähert sich dem Merkur. Die solarelektrischen Triebwerke wurden abgeschaltet, um das Raumfahrzeug auf den Beginn der komplexen Ankunftssequenz am Planeten vorzubereiten.<br><mark>Credit: ESA; Licemce: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4112.msg588780#msg588780" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">BepiColombo auf Ariane 5 ECA</a></li>
</ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-1611_048_AR_EN.mp4" length="12774496" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Webb findet Hinweise auf den frühen Ursprung des Kometen 3I/ATLAS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/webb-findet-hinweise-auf-den-fruehen-ursprung-des-kometen-3i-atlas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 18:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[3I/ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[CSA]]></category>
		<category><![CDATA[Cyrielle Opitom]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Goddard Space Flight Center]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Space Telescope]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NIRSpec]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Milam]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der dritte interstellare Komet, der in der Geschichte der Menschheit entdeckt wurde, weist eine überraschende chemische Zusammensetzung auf, was Fragen darüber aufwirft, inwieweit die Bedingungen in unserem eigenen Sonnensystem als typisch oder als ungewöhnlich anzusehen sind.Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science &#38; Exploration / Space Science / Webb, 22. Juni 2026 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der dritte interstellare Komet, der in der Geschichte der Menschheit entdeckt wurde, weist eine überraschende chemische Zusammensetzung auf, was Fragen darüber aufwirft, inwieweit die Bedingungen in unserem eigenen Sonnensystem als typisch oder als ungewöhnlich anzusehen sind.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_finds_clues_to_ancient_origin_of_Comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration / Space Science / Webb</a>, 22. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Interstellar_Comet_3I_ATLAS_NIRSpec_IFU_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Interstellar_Comet_3I_ATLAS_NIRSpec_IFU_pillars-750x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-153290" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Interstellar_Comet_3I_ATLAS_NIRSpec_IFU_pillars-750x250-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Interstellar_Comet_3I_ATLAS_NIRSpec_IFU_pillars-750x250-1-300x100.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Interstellarer Komet 3I/ATLAS (NIRSpec IFU)<br><mark>Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, M.Cordiner (Catholic University of America, GSFC); Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als sich der interstellare Komet 3I/ATLAS im Dezember 2025 von der Sonne entfernte, nutzten Astronomen die Gelegenheit, das leistungsstarke <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">James-Webb-Weltraumteleskop</a> der NASA, ESA und CSA auf ihn auszurichten und detaillierte Messungen seiner chemischen Bestandteile durchzuführen. Der Komet war durch seinen jüngsten Vorbeiflug an der Sonne noch warm, und sein uraltes Eis hatte sich in eine helle Gaskoma verwandelt, die sich ideal für Beobachtungen eignete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Webb erfasste detaillierte Daten, darunter chemische Verhältnisse von Kohlenstoff und Deuterium – auch als schwerer Wasserstoff bekannt –, die in Kometen des Sonnensystems nicht vorkommen. Die Ergebnisse überraschten die Forscher. Durch Rückrechnung nutzten die Astronomen die Bestandteile des Kometen 3I/ATLAS, um die Umgebung zu verstehen, in der er entstanden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Artikel, in dem die Ergebnisse detailliert beschrieben werden, wurde <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-026-10771-6" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">am 22. Juni 2026 in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name des Kometen leitet sich davon ab, dass es sich um den dritten bestätigten interstellaren Kometen handelt – das heißt, er stammt von außerhalb des Sonnensystems – sowie von dem Teleskop, das ihn erstmals entdeckt hat: dem von der NASA finanzierten ATLAS (Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System).</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies war eine einzigartige Gelegenheit, ein uraltes Objekt aus einer fernen Galaxie zu untersuchen, das wahrscheinlich älter ist als unsere Sonne und unser Sonnensystem“, sagte der Astrochemiker Martin Cordiner vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, und Hauptautor der Studie. „Einerseits erhalten wir einen direkten Einblick in diese ferne Zeit und diesen fernen Ort, und andererseits lernen wir etwas darüber, wie ungewöhnlich unser eigenes Sonnensystem möglicherweise ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cordiner und das Forschungsteam nutzten gemeinsam mit Astronomen aus vielen Teilgebieten die Gelegenheit, einen Blick auf 3I/ATLAS auf seiner Reise durch das Sonnensystem zu werfen. Sie erhielten die Genehmigung, den geplanten Beobachtungsplan des Webb-Teleskops zu unterbrechen, um das Instrument <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_s_instruments" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NIRSpec</a> (Nahinfrarot-Spektrograf) zur Untersuchung des Kometen einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NIRSpec wies außergewöhnlich hohe Deuteriumkonzentrationen nach, etwa 30-mal so hoch wie bei Kometen im Sonnensystem. Dies deutet darauf hin, dass 3I/ATLAS möglicherweise in einem sehr kalten System entstanden ist, und zwar zu einem viel früheren Zeitpunkt in der Geschichte unserer Galaxie. Während seiner Entstehung war das Material, aus dem 3I/ATLAS entstand, wahrscheinlich reichlich Strahlung ausgesetzt, jedoch keiner langfristigen Wärme, die sein „Schwerwasser“-Eis mit Deuterium in die uns auf der Erde bekannte Form von H₂O-Eis umgewandelt hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wies NIRSpec im Vergleich zum leichteren Kohlenstoff-12 nur Spuren von Kohlenstoff-13 nach. Auch dies deutet auf einen sehr alten Ursprung von 3I/ATLAS hin, da sich Sternsysteme im Laufe der Zeit mit Kohlenstoff-13 anreichern, während in der Galaxie Generationen von Sternen entstehen und vergehen. Aus diesem Grund sind die Kohlenstoff-13-Konzentrationen in unserem Sonnensystem, das sich vor relativ kurzer Zeit – vor 4,5 Milliarden Jahren – gebildet hat, höher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungsteam schätzt, dass sich 3I/ATLAS bereits vor 10 bis 12 Milliarden Jahren gebildet haben könnte, während des „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Cosmic_eras" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kosmischen Mittags</a>“ des Universums, als die Sternentstehung ihren Höhepunkt erreichte. Sein ursprüngliches Entstehungssystem befand sich wahrscheinlich in einer relativ kalten, dichten Wolke. Der hohe Gehalt an schwerem Wasser zeigt, dass 3I/ATLAS seine Entstehungsjahre in einem tiefgefrorenen Zustand verbrachte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-3I_ATLAS_compared_to_Solar_System_comets_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="749" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-3I_ATLAS_compared_to_Solar_System_comets_pillars-750x749-1.jpg" alt="" class="wp-image-153292" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-3I_ATLAS_compared_to_Solar_System_comets_pillars-750x749-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-3I_ATLAS_compared_to_Solar_System_comets_pillars-750x749-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-3I_ATLAS_compared_to_Solar_System_comets_pillars-750x749-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-3I_ATLAS_compared_to_Solar_System_comets_pillars-750x749-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Vergleich von 3I/ATLAS mit Kometen aus dem solaren System<br><mark>Credit: NASA, ESA, CSA, M. Cordiner, L. Hustak (STScI) ; Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://arxiv.org/abs/2603.07187" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">separate Studie</a> unter Verwendung des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte unter der Leitung der Astronomin Cyrielle Opitom von der Universität Edinburgh ergänzt die Ergebnisse von Webb durch eine Analyse der Kohlenstoff- und Stickstoffvarianten von 3I/ATLAS in Form der chemischen Verbindung Cyanid.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für uns als Wissenschaftler ist die Entdeckung dieser seltenen Isotope faszinierend, aber im größeren Zusammenhang geht es hier darum, die Möglichkeiten präbiotischer Chemie an anderen Orten in der Galaxie zu untersuchen“, sagte Stefanie Milam vom NASA Goddard Space Flight Center und Mitautorin der Studie zusammen mit Cordiner. „Bislang kennen wir nur einen Ort im unermesslichen Kosmos, an dem chemische Bausteine zum Entstehen von Leben geführt haben – unser Sonnensystem, unsere Erde. Die Analyse dieser interstellaren Objekte ist ein wichtiger Schritt, um zu erfahren, wie häufig oder selten die Bedingungen für die Entstehung von Leben im Universum sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Webb</a> ist das größte und leistungsstärkste Teleskop, das jemals ins All gebracht wurde. Im Rahmen einer internationalen Kooperationsvereinbarung stellte die ESA den Startdienst für das Teleskop unter Einsatz der Trägerrakete Ariane 5 bereit. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern war die ESA für die Entwicklung und Qualifizierung der Anpassungen der Ariane 5 für die Webb-Mission sowie für die Beschaffung des Startdienstes durch Arianespace verantwortlich. Die ESA stellte außerdem den Hauptspektrografen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_s_instruments" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NIRSpec</a> sowie 50 % des Mittelinfrarot-Instruments <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/MIRI_factsheet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MIRI</a> bereit, das von einem Konsortium staatlich finanzierter europäischer Institute (dem MIRI European Consortium) in Zusammenarbeit mit dem JPL und der University of Arizona entwickelt und gebaut wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Webb ist eine internationale Partnerschaft zwischen der NASA, der ESA und der Canadian Space Agency (CSA).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15819.msg588760#msg588760" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Interstellare Objekte</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dutzende Staubteufel, die nicht leicht zu entdecken sind</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dutzende-staubteufel-die-nicht-leicht-zu-entdecken-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 09:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[HRSC]]></category>
		<category><![CDATA[HRSC-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Mamers Valles]]></category>
		<category><![CDATA[Staubteufel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153261</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Sonde „Mars Express“ der ESA hat einen Teil der Mamers Valles auf dem Mars eingefangen: ein faszinierendes Talsystem, das von kurzen, tornadoähnlichen Wirbelstürmen übersät ist, die als Staubteufel bekannt sind. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science &#38; Exploration / Space Science / Mars Express, 17. Juni 2026 Staubteufel entstehen, wenn [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Sonde <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">„Mars Express“ der ESA</a> hat einen Teil der Mamers Valles auf dem Mars eingefangen: ein faszinierendes Talsystem, das von kurzen, tornadoähnlichen Wirbelstürmen übersät ist, die als Staubteufel bekannt sind. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Dozens_of_dust_devils_hidden_in_plain_sight" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration / Space Science / Mars Express</a>, 17. Juni 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Dark_dust_devil_tracks_on_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Staubteufel</a> entstehen, wenn sich Teile des Mars in der Sonne erwärmen, wodurch die Luft direkt über der Oberfläche nach oben wirbelt und dabei Staub mit sich führt. Die Staubteufel auf dem Mars ähneln denen, die wir in trockenen, staubigen Landschaften auf der Erde beobachten, sind jedoch weitaus größer; sie ragen bis zu acht Kilometer in die Höhe, ziehen kilometerweit umher und erreichen Höchstgeschwindigkeiten von 45 Metern pro Sekunde. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Verteilung von Staub auf dem Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mars Express ist in einzigartiger Weise dafür ausgerüstet, diese Mini-Wirbelstürme zu erkennen. Um mit seiner <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Mars_Express_orbiter_instruments" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hochauflösenden Stereokamera</a> – dem Instrument, das für diese neuen Aufnahmen verantwortlich ist – ein einzelnes Bild zu erstellen, kombiniert das Raumfahrzeug aufeinanderfolgende Aufnahmen von bis zu neun separaten Kamerakanälen (die den Mars in einer anderen Farbe, aus einer anderen Richtung oder einer Kombination aus beidem betrachten). Wenn sich während der Aufnahme nichts auf der Marsoberfläche verändert, stimmen die verschiedenen Perspektiven überein – bewegt sich jedoch etwas, hebt es sich deutlich von seiner Umgebung ab (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Dancing_dust_devils_trace_raging_winds_on_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">lesen Sie mehr über diesen Vorgang</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Bildkomposition hat Mars Express nicht nur einen, sondern Dutzende aktiver Staubteufel eingefangen. Sie können mehr als 30 davon sehen, welche jeweils mit einem Kreis markiert sind und als kleiner gelber Punkt mit einem rosafarbenen „Schatten“ hinter sich sichtbar sind.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-dust-devils.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Staubteufel in Hülle und Fülle: Mars Express untersucht Mamers Valles auf dem Mars Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Staubteufel in Hülle und Fülle: Mars Express untersucht Mamers Valles auf dem Mars Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="289" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-dust-devils-750x289-1.jpg" alt="" class="wp-image-153255" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-dust-devils-750x289-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-dust-devils-750x289-1-300x116.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Staubteufel in Hülle und Fülle: Mars Express untersucht Mamers Valles auf dem Mars<br><mark>Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Ausrichtung und Kombination der verschiedenen Kamerakanäle von Mars Express können wir zudem die <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/10/Mars_Express_sees_a_dust_devil_dancing_across_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Richtung und Geschwindigkeit der Staubteufel</a> auf dem Mars ermitteln. Dies haben Wissenschaftler anhand von Daten sowohl von Mars Express als auch vom <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Exploration/ExoMars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ExoMars</a> Trace Gas Orbiter der ESA getan und dabei aufgedeckt, wie sich mehr als 1000 dieser tornadoähnlichen Stürme bewegen – und nachverfolgt, wie die Winde um den Planeten wehen (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Dancing_dust_devils_trace_raging_winds_on_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">mehr dazu</a>).</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Topographic_map_of_Mamers_Valles_on_Mars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Topografische Karte von Mamers Valles auf dem Mars Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Topografische Karte von Mamers Valles auf dem Mars Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="149" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Topographic_map_of_Mamers_Valles_on_Mars_pillars-400x149-1.jpg" alt="" class="wp-image-153257" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Topographic_map_of_Mamers_Valles_on_Mars_pillars-400x149-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Topographic_map_of_Mamers_Valles_on_Mars_pillars-400x149-1-300x112.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Topografische Karte von Mamers Valles auf dem Mars<br><mark>Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schluchten und Kanäle</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mamers Valles ist ein ausgedehntes, zerklüftetes, labyrinthartiges System aus Schluchten und Tälern, das sich in die Marsoberfläche eingegraben hat. Das Gebiet wurde 1976 in Anlehnung an die antike oskische Sprache des vorrömischen Italiens benannt, wobei „Mamers“ für „Mars“ und „Valles“ für „Tal“ steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Rinnen erstrecken sich über eine Länge von rund 1000 km, <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Crossing_the_boundary_from_high_to_low_on_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">führen vom alten südlichen Hochland des Mars in die nördlichen Tiefebenen</a> des Planeten und sind an einigen Stellen bis zu 25 km breit und 1,2 km tief (wie auf der beigefügten topografischen Karte besonders deutlich zu sehen ist).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Kanäle herum finden sich verschiedene faszinierende Merkmale: steile, flache Hügel, sogenannte Mesas, steile Klippen und mit Geröll bedeckte Gletscher. Diese Gletscher enthalten Wassereis, das unter einer Schicht aus Gestein und Staub verborgen ist, und man kann beobachten, wie sie sich am Fuße der hier abgebildeten steilen Hänge auftürmen. All diese Landformen bilden zusammen ein <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2020/02/Fragmented_terrain_on_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">zerklüftetes oder „ausgefrästes“ Gelände</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Bird_s-eye_view_of_Mamers_Valles_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Überblick über Mamers Valles Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Überblick über Mamers Valles Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Bird_s-eye_view_of_Mamers_Valles_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153260" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Bird_s-eye_view_of_Mamers_Valles_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Bird_s-eye_view_of_Mamers_Valles_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Überblick über Mamers Valles<br><mark>Credit: ESA/DLR/FU Berlin; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">An einigen Tälern sind zudem Flecken aus dunklem Material zu erkennen – wahrscheinlich vulkanischer Sand, der sich entweder vor Ort gebildet hat oder vom Wind herangetragen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele der hier sichtbaren Merkmale sind Zeichen vergangener Aktivitäten im Zusammenhang mit Wasser, Lava oder Eis, die alle einst über dieses Gelände flossen und dabei verräterische Spuren hinterließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So sind die Talsohlen beispielsweise von langen Graten und Strukturen geprägt, die entstanden, als mit Geröll bedeckte Gletscher an beiden Talflanken hinabglitten und schließlich in der Mitte aufeinandertrafen. Dieselben eisigen Spuren ziehen sich auch an den steilen Klippen und Hängen entlang. Obwohl Wassereis auf der Marsoberfläche heute nicht stabil ist, hat es hier überdauern können, da es von Gesteinsmaterial bedeckt war, das verhindert hat, dass es in die Marsatmosphäre entweichen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mamers Valles</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mars Express“ hat diese Region des Mars bereits zuvor besucht und dabei die Gebiete rund um <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express/Crater_in_martian_valley_Mamers_Valles" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mamers Valles</a> (2008) sowie das benachbarte <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2019/11/Plan_view_of_Deuteronilus_Mensae" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deuteronilus Mensae</a> (2019) abgebildet.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Where_on_Mars_is_Mamers_Valles_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wo auf dem Mars liegt Mamers Valles? Credit: NASA/USGS; ESA/DLR/FU Berlin" data-rl_caption="" title="Wo auf dem Mars liegt Mamers Valles? Credit: NASA/USGS; ESA/DLR/FU Berlin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Where_on_Mars_is_Mamers_Valles_pillars-750x442-1.jpg" alt="" class="wp-image-153263" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Where_on_Mars_is_Mamers_Valles_pillars-750x442-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-Where_on_Mars_is_Mamers_Valles_pillars-750x442-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wo auf dem Mars liegt Mamers Valles?<br><mark>Credit: NASA/USGS; ESA/DLR/FU Berlin</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region geht auf eine Zeit vor etwa 3,8 Milliarden Jahren zurück, auf einen Abschnitt der Marsgeschichte, der als späte Noachium-Periode bekannt ist. Diese Epoche ist von großer Bedeutung, da sie den Zeitpunkt markiert, zu dem der Mars begann, sich von einer wärmeren, feuchteren und geologisch aktiveren Welt zu dem kalten, trockenen Planeten zu wandeln, den wir heute sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jahrzehntelange Marsforschung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bild stammt von der HRSC-Kamera, einem von acht Instrumenten an Bord von Mars Express. Seit seinem Start im Jahr 2003 hat Mars Express die vielfältigen Landschaften des Mars erfasst und erforscht. Der Orbiter kartiert die Oberfläche des Planeten seit nunmehr über zwei Jahrzehnten mit beispielloser Auflösung, in Farbe und dreidimensional und liefert Erkenntnisse, die unser Verständnis unseres planetarischen Nachbarn grundlegend verändert haben (lesen Sie <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> mehr über Mars Express und seine Ergebnisse).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4079.msg588691#msg588691" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Express (MEX) auf Sojus-Fregat ST11 von Baikonur</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsmission: Härtetest für die Suche nach Leben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsmission-haertetest-fuer-die-suche-nach-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 19:57:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Rosalind Franklin Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Chiralität]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoriten]]></category>
		<category><![CDATA[MOMA]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Rosalind Franklin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153238</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bodenproben vom Mars können verraten, ob es dort vor Milliarden von Jahren Leben gab. Forschende bereiten sich mit Laboruntersuchungen von Meteoriten vor.Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS. Quelle: MPS/Aktuelles/Nachrichten/Marsmission: Härtetest für die Suche nach Leben, 18. Juni 2026 In Kürze: Vor Milliarden von Jahren herrschten auf dem Mars deutlich angenehmere Umweltbedingungen als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bodenproben vom Mars können verraten, ob es dort vor Milliarden von Jahren Leben gab. Forschende bereiten sich mit Laboruntersuchungen von Meteoriten vor.<br>Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/marsmission-haertetest-fuer-die-suche-nach-leben?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/Marsmission: Härtetest für die Suche nach Leben</a>, 18. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Mars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Mars-750x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153232" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Mars-750x400-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Mars-750x400-1-300x160.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Heute ist der Mars ein kalter und trockener Wüstenplanet. Vor Milliarden von Jahren dürfte er deutlich lebensfreundlichere Bedingungen geboten haben.<br><mark>Copyright: ESA &amp; MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Kürze:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Marsmission: Ab 2030 soll der ESA-Rover Rosalind Franklin auf dem Mars nach Überresten von Leben suchen. Das MPS schickt ein Messinstrument mit auf die Reise.</li>



<li>Lebensspuren: Das Instrument bestimmt unter anderem eine entscheidende Eigenschaft organischer Moleküle: ihre Chiralität. Sie verrät, ob die Moleküle je Teil eines lebenden Organismus waren.</li>



<li>„Machbarkeitsstudie“: Als Vorbereitung haben Forschende nun erstmals nach diesem Prinzip Meteoritenproben erfolgreich auf zwei besonders aussagekräftige chemische Verbindungen untersucht.</li>



<li>Irdische Verunreinigungen: Die Messungen finden zudem Hinweise darauf, dass Meteorite beim Sturzflug durch die Erdatmosphäre Reste fossiler Brennstoffe „einsammeln“.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Rosalind-Franklin-Rover.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="240" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Rosalind-Franklin-Rover-400x240-1.jpg" alt="" class="wp-image-153234" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Rosalind-Franklin-Rover-400x240-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Rosalind-Franklin-Rover-400x240-1-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ab 2030 soll der ESA-Rover Rosalind Franklin auf dem Mars nach Überresten von Leben suchen.<br><mark>Copyright: ESA/ATG medialab</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Milliarden von Jahren herrschten auf dem Mars deutlich angenehmere Umweltbedingungen als heute. Wahrscheinlich war unser Nachbarplanet damals warm, feucht und von einer dichten Atmosphäre umgeben. Ob sich zu jener Zeit einfache Mikroorganismen entwickelt haben könnten, bleibt eine offene Frage. Zwar haben NASA-Rover in Marsgestein organische Moleküle gefunden, doch keines davon lässt sich eindeutig mit Leben in Verbindung bringen. Rosalind Franklin soll ab 2030 die „Suchmannschaft“ auf dem Mars verstärken. Der europäische Rover ist unter anderem darauf spezialisiert, organische Moleküle aufzuspüren. Forschende vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), der Universität Göttingen und der Universität Côte d’Azur in Nizza (Frankreich) haben das dabei verwendete Messprinzip jetzt einem neuen Härtetest unterzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Beweis für vergangenes Leben auf dem Mars zu erbringen, ist eine schwierige Aufgabe, auch für den ESA-Rover. Wie lassen sich organische Moleküle, die vor Milliarden von Jahren Teil eines Organismus waren, von solchen unterscheiden, die durch nicht-biologische Prozesse entstanden sind? Und welche Moleküle sind besonders geeignet, ihre Vergangenheit preiszugeben? Die Forschenden setzen ihre Hoffnungen auf Pristan (C<sub>19</sub>H<sub>40</sub>) und Phytan (C<sub>20</sub>H<sub>42</sub>), zwei Kohlenwasserstoffe, die auf lebendige Organismen zurückzuführen sind. Auf der Erde kommen sie als Bestandteile von Erdöl vor und sind besonders stabil. „Sollte es einst Leben auf dem Mars gegeben haben, dann stellen Moleküle wie Pristan und Phytan wichtige molekulare Biosignaturen dar, die bis heute überdauert haben könnten“, so MPS-Wissenschaftler Guillaume Leseigneur, Erstautor der neuen Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gespiegelte Moleküle</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Eigenschaft macht die Stoffe Pristan und Phytan zu aussichtsreichen Lebensindikatoren. Wie viele andere organische Verbindungen sind sie chiral. Das bedeutet, dass sie in verschiedenen Konfigurationen, sogenannten Enantiomeren, auftreten können. Diese unterschieden sich lediglich in der räumlichen, nämlich spiegelbildlichen Anordnung ihrer Atome innerhalb des Moleküls &#8211; ein wenig wie die Finger der linken und rechten Hand. „Die Chiralität ist ein wertvolles Werkzeug für die Suche nach vergangenem, extraterrestrischem Leben“, so Koautor Uwe Meierhenrich von der Universität Côte d’Azur. In Organismen treten chirale organische Moleküle fast ausschließlich in einer von zwei spiegelbildlichen Bauweisen auf. Das gilt auf der Erde – und muss aufgrund der selbstreproduzierenden Eigenschaften des Lebens auch für jedes potenzielle außerirdische Leben gelten. Sind dieselben Moleküle nicht-lebendigen Ursprungs, dürften beide Bauweisen zu gleichen Teilen vorliegen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Meteorit-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153236" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Meteorit-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Meteorit-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Meteorit Murchison ging 1969 über Australien nieder und zerbrach dabei in zahlreiche Bruchstücke. Er gehört zur Gruppe der kohligen Chondrite. Diese Meteorite gelten als besonders ursprünglich.<br><mark>Copyright: MPS / T. Klawunn</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Meteorit und Mars-Ersatz</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mars-Rover Rosalind Franklin kann zwischen organischen Molekülen verschiedener Chiralität unterscheiden. Diese Aufgabe übernimmt der Mars Organic Molecule Analyser (MOMA), ein Instrument, das einen Gaschromatographen, ein Massenspektrometer sowie kleine Öfen und einen Anregungslaser vereint. Es wurde unter der Leitung des MPS entwickelt und gebaut. Mit dem Gaschromatographen und Massenspektrometer untersucht das Instrument die flüchtigen Bestandteile von Gesteinsproben, die zuvor in den Öfen erhitzt wurden. Das so erzeugte Gasgemisch durchläuft verschiedene, dünne, auf ihrer Innenseite beschichtete Röhren. Da chirale Varianten derselben Molekülsorte verschieden schnell mit den Beschichtungen reagieren, lassen sie sich so zeitlich trennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den aktuellen Messungen, für die das Team baugleiche Zwillinge der MOMA-Röhren nutzte, ist dies nun erstmals für Pristan und Phytan gelungen. Beide Stoffe sind ausgesprochen reaktionsträge. „Pristan und Phytan chiral voneinander zu trennen, stellt hohe Anforderungen an Empfindlichkeit und Messgenauigkeit des Instrumentes. Beides kann MOMA leisten“, erklärt Koautorin und MOMA-Teammitglied Fatma Yesil Sahan vom MPS. Als Ersatz für Marsgestein griffen die Forschenden zu Proben des Meteoriten Murchison, der 1969 über Australien niederging. Wie andere kosmische Brocken enthält er eine Vielzahl organischer Moleküle: einige, die zu seiner Grundausstattung gehören, und andere, die durch biologische Verunreinigungen etwa an der Fundstelle hinzugekommen sind. Pristan und Phytan dürften, so die Annahme der Forschenden, zu letzteren gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rätselhafte Verunreinigungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das Ergebnis der Messungen überraschte: Der Meteorit Murchison enthält alle chiralen Bauweisen von Pristan und Phytan zu gleichen Teilen &#8211; ganz anderes als jede Biomasse, mit der er an seiner Fundstelle in Berührung gekommen sein kann. Er muss die Verunreinigungen bereits beim Sturzflug durch die Atmosphäre durch Kontakt mit Aerosolen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe aufgenommen haben, so der Schluss der Forschenden. Darauf deuten Vergleichsmessungen von Pristan und Phytan hin, die in Ölschiefern, Sedimentgesteinen, die einen Vorläufer von Erdöl enthalten, erhalten geblieben sind. „Erdöl bildet sich in diesen Gesteinen über Millionen von Jahren in großen Tiefen unter dem Einfluss von Hitze und Druck“, sagt Koautor Manuel Reinhardt von der Universität Göttingen. Unter solchen Bedingungen geht das chirale Ungleichgewicht verloren. Dies ist eine plausible Erklärung für die gleichen Anteile aller chiralen Varianten von Pristan und Phytan im Murchison-Meteoriten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungsteam betrachtet die neuen Messungen nicht nur als erfolgreichen Probelauf für die Aktivitäten von MOMA auf dem Mars. Vielmehr werfen die Ergebnisse auch weitere Fragen zum Ursprung organischer Moleküle in Meteoriten sowie zu den steigenden Konzentrationen von Erdölverunreinigungen in unserer Atmosphäre auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Instrument MOMA ist Teil der ExoMars-Mission der ESA zum Mars. Es wurde im Rahmen eines Programms der Europäischen Weltraumorganisation entwickelt und gebaut und von dieser finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4183.msg588675#msg588675" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ExoMars-Rover Rosalind Franklin</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Ariane 6 startete mit leistungsstärkeren Boostern &#8211; ein neuer Rekord für Europa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ariane-6-startet-mit-leistungsstaerkeren-boostern-ein-neuer-rekord-fuer-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 19:52:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ArianeGroup]]></category>
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		<category><![CDATA[Josef Aschbacher]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[P160C]]></category>
		<category><![CDATA[VA269]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153217</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die europäische Schwerlastrakete Ariane 6 hat heute 36 Amazon-Leo-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Die Trägerrakete war mit vier verbesserten Booster-Stufen ausgestattet, die jeweils 14 Tonnen mehr Treibstoff mitführten. Dieser Start stellt einen neuen Gewichtsrekord für Europa auf und erfolgt nur sechs Monate nach dem Debüt der Vier-Booster-Version der Ariane 6. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die europäische Schwerlastrakete Ariane 6 hat heute 36 Amazon-Leo-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Die Trägerrakete war mit vier verbesserten Booster-Stufen ausgestattet, die jeweils 14 Tonnen mehr Treibstoff mitführten. Dieser Start stellt einen neuen Gewichtsrekord für Europa auf und erfolgt nur sechs Monate nach dem Debüt der Vier-Booster-Version der Ariane 6. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Ariane/Ariane_6_launches_with_more_powerful_boosters_a_new_record_for_Europe" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Enabling &amp; Support / Space Transportation / Ariane</a>, 17. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-First_Ariane_6_with_P160C-based_boosters_soars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Erste Ariane 6 mit P160C Booster hebt ab Credit: ESA-S. Corvaja; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Erste Ariane 6 mit P160C Booster hebt ab Credit: ESA-S. Corvaja; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="266" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-First_Ariane_6_with_P160C-based_boosters_soars_pillars-266x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153208" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-First_Ariane_6_with_P160C-based_boosters_soars_pillars-266x400-1.jpg 266w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-First_Ariane_6_with_P160C-based_boosters_soars_pillars-266x400-1-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 266px) 100vw, 266px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Erste Ariane 6 mit P160C Booster hebt ab<br><mark>Credit: ESA-S. Corvaja; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 17. Juni um 09:21 Uhr Ortszeit, 14:21 Uhr MESZ, startete die Ariane-6-Rakete mit der Flugnummer VA269 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana in den Orbit. 36 Satelliten für die Leo-Konstellation von Amazon wurden etwas mehr als eine Stunde nach dem Start in ihre Umlaufbahn gebracht – die achte erfolgreiche Mission in Folge für Europas neueste Rakete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Flug kamen erstmals vier neue Booster zum Einsatz, die auf dem Feststoffraketenmotor P160C basieren. Mit jeweils 14 Tonnen mehr Treibstoff ermöglichten die größeren, leistungsstärkeren Raketenmotoren die Platzierung von 36 Leo-Satelliten in die Umlaufbahn bei einem einzigen Start – vier mehr als bei den beiden bisherigen Leo-Starts der Ariane 6. Die auf dem P160C basierenden Booster können die Leistung der Ariane 6 je nach Umlaufbahn um 10 % bis 15 % steigern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da es sich um die bislang leistungsstärkste Version der Ariane 6 handelte, stellte der Start zudem einen neuen Rekord für die größte Frachtmenge auf, die jemals auf einen Schlag von einer europäischen Trägerrakete ins All befördert wurde. Der bisherige Rekord wurde 2013 von der Ariane 5 bei der 20-Tonnen-Versorgungsmission „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/ATV/Europe_s_heaviest_cargo_ship_launched_to_Space_Station" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ATV Albert Einstein</a>“ der ESA zur Internationalen Raumstation aufgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Ariane_6_with_P160C-based_boosters_ready_for_liftoff_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ariane 6 mit P160C Booster ist startbereit Credit: ESA-S. Corvaja; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Ariane 6 mit P160C Booster ist startbereit Credit: ESA-S. Corvaja; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Ariane_6_with_P160C-based_boosters_ready_for_liftoff_pillars-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-153211" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Ariane_6_with_P160C-based_boosters_ready_for_liftoff_pillars-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Ariane_6_with_P160C-based_boosters_ready_for_liftoff_pillars-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Ariane_6_with_P160C-based_boosters_ready_for_liftoff_pillars-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ariane 6 mit P160C Booster ist startbereit<br><mark>Credit: ESA-S. Corvaja; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Ariane 6 hat sich erneut bewährt und ihre Vielseitigkeit als Trägerrakete unter Beweis gestellt, die alle Arten von Missionen in alle Umlaufbahnen befördern kann. Das gibt uns mehr Zuversicht und eröffnet neue Möglichkeiten für den autonomen Zugang Europas zum Weltraum“, sagte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. „Ariane 6 wurde von Anfang an als modulare Trägerrakete konzipiert – wir haben nun gesehen, dass sie in nur zwei Jahren in drei Versionen gestartet ist – und wir sind noch nicht am Ziel, weitere Weiterentwicklungen stehen noch bevor.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was für ein unglaubliches Erlebnis – und was für ein großer Stolz –, den leistungsstärksten Start in der Geschichte Europas mitzuerleben“, sagte Géraldine Naja, Direktorin für Raumtransport bei der ESA. „Dies ist ein bemerkenswerter Beweis für die technische Exzellenz Europas und für die Teams, die unermüdlich daran arbeiten, Ergebnisse zu liefern und sich weiter zu verbessern. Ich zolle allen Beteiligten meinen Respekt und gratuliere ihnen zu der hervorragenden Startbilanz der Ariane 6 und den ständigen Verbesserungen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars-1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="P120C und P160C an der Ariane 6 Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="P120C und P160C an der Ariane 6 Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="206" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars-206x400-2.jpg" alt="" class="wp-image-153213" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars-206x400-2.jpg 206w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars-206x400-2-155x300.jpg 155w" sizes="(max-width: 206px) 100vw, 206px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>P120C und P160C an der Ariane 6<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die P160C fasst 156 Tonnen Treibstoff und ist 14,5 m hoch. Obwohl sie einen Meter höher ist als die P120C, hat die zusätzliche Höhe weder Auswirkungen auf die Verbindung zum zentralen Kern der Ariane 6 noch auf die Höhe des Boosters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Triebwerke, die das Herzstück der Booster der Ariane 6 bilden, kommen auch bei der kleineren ESA-Rakete Vega-C zum Einsatz. Die gemeinsame Nutzung von Technologie und Hardware bei beiden Raketen senkt die Kosten und verbessert die Lieferkette, was mehr und häufigere Starts ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europäische Leistungsfähigkeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der P160C wurde von Europropulsion im Auftrag der ArianeGroup und von Avio entwickelt, die für die ESA die Trägersysteme Ariane 6 und Vega entwickeln. Seine Struktur wird in Italien gefertigt, die Düse des Raketentriebwerks in Frankreich und der Zünder in Norwegen. Die Booster werden im europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana mit Treibstoff betankt und für den Einsatz bei der Ariane 6 fertiggestellt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-P160C_boosters_for_Ariane_6_infographic_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Infografik: P160C Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Infografik: P160C Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-P160C_boosters_for_Ariane_6_infographic_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153215" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-P160C_boosters_for_Ariane_6_infographic_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-P160C_boosters_for_Ariane_6_infographic_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Infografik: P160C<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung der Ariane 6 ist ein weiteres herausragendes Beispiel für europäische Zusammenarbeit. Die Europäische Weltraumorganisation arbeitet mit einem Industrienetzwerk in 13 europäischen Ländern zusammen, das vom Hauptauftragnehmer und Konstruktionsverantwortlichen ArianeGroup geleitet wird. Die französische Weltraumagentur CNES leitet den Startbetrieb am europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana. Arianespace war der Startdienstleister für diesen Flug im Auftrag von Amazon.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-6b5035ca"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20760.msg588626#msg588626" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kuiper/AmazonLeo-Starts auf Ariane-6</a></li>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Webb und Hubble enthüllen ein Relikt aus der Entstehungszeit unserer Galaxie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/webb-und-hubble-enthuellen-ein-relikt-aus-der-entstehungszeit-unserer-galaxie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 10:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Space Telescope]]></category>
		<category><![CDATA[Kugelsternhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Sternhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Terzan 5]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forscher haben eine neue Klasse von Objekten innerhalb unserer Milchstraße bestätigt: Überbleibsel, die als „Fossilfragmente des Galaxienkerns“ bezeichnet werden. Terzan 5 ist der Prototyp dieser Überreste aus der frühen Entstehungsphase unserer Galaxie. Mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA/ESA/CSA und des Hubble-Weltraumteleskops der NASA/ESA haben Forscher gezeigt, dass Terzan 5 kein Kugelsternhaufen ist, wie er einst klassifiziert [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Forscher haben eine neue Klasse von Objekten innerhalb unserer Milchstraße bestätigt: Überbleibsel, die als „Fossilfragmente des Galaxienkerns“ bezeichnet werden. Terzan 5 ist der Prototyp dieser Überreste aus der frühen Entstehungsphase unserer Galaxie. Mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA/ESA/CSA und des Hubble-Weltraumteleskops der NASA/ESA haben Forscher gezeigt, dass Terzan 5 kein <a href="https://esahubble.org/wordbank/globular-cluster/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kugelsternhaufen</a> ist, wie er einst klassifiziert wurde. Stattdessen handelt es sich um etwas viel Seltsameres und Selteneres.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_Hubble_reveal_relic_of_our_galaxy_s_formation" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration</a>, 17. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Bulge_fossil_fragment_Terzan_5_Webb_and_Hubble_image_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="548" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Bulge_fossil_fragment_Terzan_5_Webb_and_Hubble_image_pillars-750x548-1.jpg" alt="" class="wp-image-153194" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Bulge_fossil_fragment_Terzan_5_Webb_and_Hubble_image_pillars-750x548-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Bulge_fossil_fragment_Terzan_5_Webb_and_Hubble_image_pillars-750x548-1-300x219.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Fossiles Fragment aus dem Bulge, Terzan 5 (Aufnahme von Webb und Hubble)<br><mark>Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, G. Zullo (University of Bologna), F. R. Ferraro (University of Bologna). Image Processing: A. Pagan (STScI); Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sternhaufen enthält vier verschiedene Sterngenerationen, was ihn als Prototyp eines „fossilen Fragments des Galaxienkerns“ bestätigt. Vor Milliarden von Jahren breiteten sich ähnliche ursprüngliche Klumpen aus und verschmolzen zum Galaxienkern der Milchstraße, doch Terzan 5 blieb bis heute intakt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Studie, in der aktuelle Beobachtungen des Webb-Teleskops mit Daten kombiniert wurden, die über einen Zeitraum von 12 Jahren vom Hubble-Teleskop erfasst wurden, hat gezeigt, dass Terzan 5 bis zu vier unterschiedliche Phasen der Sternentstehung durchlaufen hat, was bestätigt, dass es sich nicht um einen echten Kugelsternhaufen handelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kugelsternhaufen weist in der Regel nur eine einzige Population alter Sterne auf. Neue Daten bestätigen nicht nur die Existenz zweier unterschiedlicher Sternpopulationen in Terzan 5, sondern liefern auch Hinweise auf zwei jüngere Sternentstehungsphasen. Obwohl sich Terzan 5 im dicht besiedelten Bulge der Milchstraße befindet – dem zentralen, kugelförmigen Bereich älterer Sterne unserer Galaxie –, war er massereich genug, um seine eigenständige Identität zu bewahren, während sich leichtere Systeme vor Milliarden von Jahren ausbreiteten und vermischten, um den Bulge zu bilden. Es ist wie ein Klumpen in einem ansonsten gut vermischten Kuchenteig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die neuen Nahinfrarot-Beobachtungen des Webb-Teleskops, abgeglichen mit den Archivdaten des Hubble-Teleskops, haben uns ein viel klareres Bild von der Geschichte von Terzan 5 vermittelt“, sagte Giorgia Zullo, die die Forschung leitete und Doktorandin an der Universität Bologna in Italien ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Ergebnisse wurden am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 248. Tagung der American Astronomical Society vorgestellt und in der Fachzeitschrift „<a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2026/05/aa59349-26/aa59349-26.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Astronomy &amp; Astrophysics</a>“ veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vier Sterngenerationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Terzan 5 wurde 1968 vom Astronomen Azop Terzan entdeckt und ähnelt in vielerlei Hinsicht einem Kugelsternhaufen. Im Jahr 2009 stellte sich jedoch heraus, dass dieses System zwei unterschiedliche Sternpopulationen beherbergt. Im Jahr 2016 lieferte das Hubble-Teleskop eine erste Schätzung ihres Alters und zeigte, dass sich die eine vor etwa 12 Milliarden Jahren (als sich die Milchstraße selbst gerade bildete) und die andere vor etwa 5 Milliarden Jahren, kurz bevor sich die Erde zu bilden begann, gebildet hatte. Dies deutete auf eine komplexere Geschichte hin als bei einem typischen Kugelsternhaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung von Terzan 5 wird durch seine Lage in einem Bereich unserer Galaxie erschwert, der dicht mit Sternen besetzt und stark durch Staub verdeckt ist. Hier kam das Webb-Teleskop ins Spiel. Seine Infrarotaufnahmen ermöglichten es dem Forschungsteam, durch den Staub hindurchzublicken und weitaus mehr Sterne – darunter auch schwächere – zu katalogisieren als bei früheren Untersuchungen. Durch die Messung der Farben und Helligkeiten der Sterne können Astronomen diese in Populationen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung einordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Webb konnte diese Schlüsselmerkmale für jeden Stern im Sichtfeld am Himmel messen – sowohl für Sterne innerhalb von Terzan 5 als auch für unabhängige Vordergrundsterne. Um die Sterne von Terzan 5 zu isolieren, stützte sich das Team auf die Leistungsfähigkeit und die lange Betriebsdauer des Hubble-Teleskops. Der zeitliche Abstand von 12 Jahren zwischen den Hubble-Belichtungen ermöglichte es dem Team, sehr kleine Bewegungen einzelner Sterne – sogenannte Eigenbewegungen – zu messen, um festzustellen, welche Sterne zu Terzan 5 gehören und welche Teil des Galaxienkerns der Milchstraße sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Kombination der Daten von Webb und Hubble fanden die Forscher starke Hinweise auf zwei weitere Sternpopulationen, von denen sich die eine vor 3,8 Milliarden Jahren und die andere erst vor 2,5 Milliarden Jahren gebildet hat. Außerdem konnten sie das Alter der bereits bekannten Sternpopulationen mit beispielloser Präzision bestimmen und stellten fest, dass diese sich vor 12,5 Milliarden bzw. 4,7 Milliarden Jahren gebildet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der bisher bekannten zwei Sterngenerationen konnten Astronomen die Möglichkeit nicht ausschließen, dass Terzan 5 mit einem anderen Objekt – etwa einem Kugelsternhaufen oder einer riesigen Molekülwolke – in Wechselwirkung trat und dadurch mit neuem Gas und Staub angereichert wurde, was eine zweite Runde der Sternentstehung auslöste. Mit vier Sterngenerationen sind diese Erklärungen nun ausgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Messungen der Sternzusammensetzung der Terzan-5-Populationen, die am W. M. Keck-Observatorium und am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte durchgeführt wurden, deuten ebenfalls auf sehr unterschiedliche Populationen hin. „Neben dem Alter dieser Populationen bewahrt der Sternhaufen ein fossiles Zeugnis der fortschreitenden Anreicherung schwerer Elemente durch Supernovae“, sagte Co-Autor R. Michael Rich, Forschungsastronom an der University of California in Los Angeles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Terzan 5 brachte mehrere Sterngenerationen hervor, da es in der Lage war, die notwendigen Ausgangsstoffe zu binden. Es gibt Hinweise auf gewaltige <a href="https://science.nasa.gov/universe/glossary/#supernova" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Supernova</a>-Explosionen in Terzan 5, bei denen schwerere Elemente entstanden, die von nachfolgenden Sterngenerationen aufgenommen wurden. In Systemen mit geringerer Masse hätte die Wucht der Explosionen selbst die dabei entstandenen Elemente hinausgeschleudert und gleichzeitig übrig gebliebenes Gas und Staub weggefegt. Der Vorläufer von Terzan 5 verfügte über genügend Masse, um diese Auswürfe der Sterne zurückzuhalten, sodass sich über Milliarden von Jahren hinweg neue Sterngenerationen bilden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Fossiles Fragment des Galaxienkerns“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse zeigen, dass Terzan 5 höchstwahrscheinlich der Überrest eines weitaus massereicheren Sternensystems ist, das sich ursprünglich vor 12,5 Milliarden Jahren gebildet hatte. Terzan 5 ist außergewöhnlich, weil es überlebt hat – und sich nie mit dem Galaxienkern der Milchstraße vereinigt oder vollständig darin „vermischt“ hat. „Aus irgendeinem Grund bildete sich dieser eigentümliche Sternhaufen getrennt vom Bulge und wurde bei dessen Entstehung nicht zerstört“, sagte Francesco R. Ferraro, Professor an der Universität Bologna und Leiter der Webb-Beobachtungen. „Terzan 5 ist das, was wir heute als ‚Fossilfragment des Bulge‘ bezeichnen, da es den ursprünglichen Sternhaufen ähnelt, die zur Entstehung des Bulge beigetragen haben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang ist ein weiteres kosmisches Objekt bekannt, das Terzan 5 ähnelt. <a href="https://esahubble.org/images/potw2221a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Liller 1</a> war das zweite Objekt, das von einem Kugelsternhaufen zu einem Fossilfragment des Galaxienkerns umklassifiziert wurde. Auch es enthält mehrere Sterngenerationen. Möglicherweise gibt es noch weitere Objekte dieser Art. Ferraros Team wird weitere 40 bis 50 Kugelsternhaufen untersuchen, die innerhalb des Bulges umlaufen, um festzustellen, ob ihre Sternpopulationen alle gleich sind, wie bei Kugelsternhaufen, oder ob sie mehrere Generationen umfassen, wie bei fossilen Fragmenten des Bulges.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Parallelen bei der Galaxienentstehung in nah und fern</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich könnte diese Forschung unser Verständnis darüber verbessern, wie sich die zentralen Bulges von Galaxien über Hunderte von Millionen von Jahren hinweg bilden. „Aufgrund von Beobachtungen und detaillierten Simulationen gehen wir davon aus, dass Galaxien im frühen Universum riesige Gasscheiben besaßen, die in Klumpen zerfielen und Sterne bildeten. Diese Klumpen wanderten zum Zentrum der Galaxien und viele verschmolzen zu deren Bulges“, sagte Barbara Lanzoni, Mitautorin und außerordentliche Professorin an der Universität Bologna. So hat Webb beispielsweise mehrere Beispiele für „klumpige“ Galaxien entdeckt, die sich aktiv bildeten, als das Universum erst wenige hundert Millionen Jahre alt war, wie die Klumpen in der Galaxie „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_finds_primeval_star-forming_galaxy_that_is_lightweight" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Firefly Sparkle</a>“. „Terzan 5 könnte direkte Beweise liefern, die helfen können zu erklären, wie sich Galaxienkerne im gesamten Universum gebildet haben“, sagte Barbara.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Webb</a> ist das größte und leistungsstärkste Teleskop, das jemals ins All gebracht wurde. Im Rahmen einer internationalen Kooperationsvereinbarung stellte die ESA den Startdienst für das Teleskop unter Einsatz der Trägerrakete Ariane 5 bereit. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern war die ESA für die Entwicklung und Qualifizierung der Anpassungen der Ariane 5 für die Webb-Mission sowie für die Beschaffung des Startdienstes durch Arianespace verantwortlich. Die ESA stellte außerdem den Hauptspektrografen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_s_instruments" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NIRSpec</a> sowie 50 % des Mittelinfrarot-Instruments <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/MIRI_factsheet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MIRI</a> bereit, das von einem Konsortium staatlich finanzierter europäischer Institute (dem MIRI European Consortium) in Zusammenarbeit mit dem JPL und der University of Arizona entwickelt und gebaut wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Webb ist eine internationale Partnerschaft zwischen der NASA, der ESA und der Canadian Space Agency (CSA).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=633.msg588601#msg588601" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die Milchstraße</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>„Ein (bisschen) Weltraum für Alle“ meint Rabea Rogge&#8230; und hat dazu ihre Gedanken aufgeschrieben.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein_bisschen_weltraum_fuer_alle_rabearogge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 07:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtentwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Fram 2]]></category>
		<category><![CDATA[Rabea Rogge]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herausgekommen ist ein spannendes, interessantes, originelles Büchlein. Quelle: Buchrezension Vorab: Noch ‘n Buch (?)! Viele, die jemals in den Weltraum gereist sind, haben ein Buch geschrieben. Aber auch viele, die den Wunsch dazu hegen, aber noch nicht die Chance dazu hatten, griffen im übertragenen Sinne zu Feder und Papier. Manche mit und manche ohne Ghostwriter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein_bisschen_weltraum_fuer_alle_rabearogge/" data-wpel-link="internal">„Ein (bisschen) Weltraum für Alle“ meint Rabea Rogge&#8230; und hat dazu ihre Gedanken aufgeschrieben.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herausgekommen ist ein spannendes, interessantes, originelles Büchlein.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Buchrezension</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorab: Noch ‘n Buch (?)!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele, die jemals in den Weltraum gereist sind, haben ein Buch geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch viele, die den Wunsch dazu hegen, aber noch nicht die Chance dazu hatten, griffen im übertragenen Sinne zu Feder und Papier. Manche mit und manche ohne Ghostwriter bzw. Co-Autor. Erstwerk in dieser Reihe war zweifellos das Buch von Juri Gagarin „Mein Flug in den Kosmos“ von 1961. Offenbar besteht ein unbändiger Drang derjenigen, die einmal im Weltall waren, ihre Eindrücke in Papierform mit anderen zu teilen. Nun hat auch Rabea Rogge ein (ihr) Buch vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rabea wer?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Fragt man auf der Straße ganz spontan nach den deutschen Astronauten/Kosmonauten, bekommt man, wenn überhaupt, die Antwort: „Klar: Astro-Alex!“ „Und dann ist noch dieser andere, der Matthias Maurer&#8230;“ In den 5 neuen Bundesländern wird Sigmund Jähn wie selbstverständlich genannt. Dann hört es aber meist schon auf. Dabei sollte man sich den Namen Rabea Rogge genau einprägen. Sie ist die erste deutsche Frau im Weltall. Und diesen Titel kann ihr keiner nehmen, weil, er wird eben nur einmal vergeben.</p>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-7387b849 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den Anstrengungen zur Inthronisierung der ersten Deutschen Frau im All hatten wir uns schon vor Jahren Gedanken gemacht. </p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe unsern Artikel: <strong><a href="https://www.raumfahrer.net/deutschland-sucht-die-astro-frau/" data-wpel-link="internal">„Deutschland sucht die Astro-Frau …“</a></strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Rabea-Rogge-N8-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rabea Rogge auf der N8 in der Berliner Charite, 2025 Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Rabea Rogge auf der N8 in der Berliner Charite, 2025 Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="278" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Rabea-Rogge-N8-2025-h300.jpg" alt="" class="wp-image-153079"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Rabea Rogge auf der N8 in der Berliner Charite, 2025 <br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Allen Bemühungen war eins gemeinsam: Es fehlte in Deutschland der Wille in Politik und Gesellschaft, dieses Ziel umzusetzen. Und auch heute scheinen die deutschen ESA-Reserveastronautinnen Amelie Schoenenwald und Nicola Winter nicht unbedingt in der ersten Reihe für ein Flugticket zu stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da muss es doch für alle Beteiligten wie ein Schlag ins Genick vorgekommen sein, als plötzlich eine fast aus dem Nichts kommende, unbekannte junge sympathische Frau diesen Ehrentitel erlangt. Und das ohne PR-Getöse vor und nachher! Ein rein privat finanzierter Flug machte es möglich. Dazu kommt das Zusammentreffen mit den entscheidenden Leuten zur rechten Zeit. Wie das Leben ebenso spielt! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist Rabea Rogge eine mehr als passende Besetzung: Elektroingenieurin und Doktorandin, nebenbei noch Abenteurerin, weltgereist, lebensfroh und neugierig. Wenn man ihren bisherigen Lebensweg betrachtet, so stellt man fest, dass ihr Weltraumflug auch nicht ganz zufällig ist, sondern das Ergebnis einer Entwicklung. Wichtig ist auch: Bei Ihrem Flug handelte es sich nicht um einen touristisches Abenteuer, sondern um knallharte wissenschaftliche Arbeit in einem Team.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere kleine Nebensache ist festzuhalten: Nach Baden-Württemberg und Saarland kommt nach sehr langer Zeit ein(e) deutsche Astronaut*in wieder aus dem östlichen Teil unseres Landes, aus Berlin! Auch ist es interessant, die Gedankenwelt von jemanden kennen zu lernen, der die Erfahrung eines Weltraumfluges machen durfte, aber jenseits des üblichen Korsetts staatlicher Raumfahrtbehörden steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nun zum Werk selber …</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen ist das Büchlein im renommierten Fachbuchverlag Springer, Heidelberg, ist 266 Seiten stark und kostet stolze 22,89 Euro. Dafür hätte man auch ein etwas stabileres Cover und nicht ein sogenanntes Softcover erwartet, aber man will ja nicht gleich meckern. Also zum Inhalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Erstes fällt die Strukturierung auf. Statt der üblichen fließenden, prosaischen Schreibweise mit einzelnen Kapiteln ist hier eine klare Strukturierung mit 3 Hauptpunkten und vielen Unterpunkten gegeben. Hier erkennt man sofort: Das hat ein Wissenschaftler geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Teil, ein knappes Viertel des Buches, geht es gleich zur Sache. Rogge schlägt einen geschichtlichen Bogen von den frühen Pol-Forschern über die Tiefseeforschung Piccards bis zur Mondlandung, um dann in einem harten Bruch zur Robotik zu schwenken. Beim Weiterlesen erscheint das logisch. Die Frage, was für eine zukünftige Exploration geeigneter wäre, Mensch oder Maschine, wird klar beantwortet: Beides gemeinsam! Dabei werden Schlussfolgerungen gezogen, die zum Teil (mich) verblüffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mittlere und gleichzeitige Hauptteil beschäftigt sich mit dem eigentlichen Raumflug, der Fram-2-Mission. Vergessen wird dabei aber nicht die Vorgeschichte, die erahnen lässt, warum Rogge später ausgewählt wurde. Im Weiteren wird der Zeitraum von Dezember 2023 bis zum Abschluss des Fluges im April 2025 beleuchtet. Hier wird nicht nur auf die Abläufe und Ereignisse in Vorbereitung und Flug, Experimente und Missionstagebuch eingegangen. Rogge scheut sich auch nicht hier ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Zum Ende des Hauptkapitels erfolgt noch einmal eine Reflexion über verschiedenste Fragen und Themen. Der interessierte Leser nimmt bestimmt einige Anregungen für sein eigenes Denken und Handeln mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend behandelt der dritte Abschnitt die Zukunft, also den Weg nach vorn. Dabei werden noch einmal grundlegende Themen wie zum Beispiel „Wozu ist Wissenschaft gut?“, „Was macht Raumfahrt mit Menschen?&#8220;, „Utopien und Zukunft“ angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgerichtig endet der Abschnitt mit einem „Workbook – Entwirf dein Leben“. Der Leser wird aufgefordert, aus dem zuvor gelesenem für sich selber Schlussfolgerungen zu ziehen. Das hat etwas Lehrbuchartiges, ist aber an dieser Stelle sehr gut platziert.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Ein-bisschen-Weltraum-Buch.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild: Springer-Verlag" data-rl_caption="" title="Bild: Springer-Verlag" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="198" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Ein-bisschen-Weltraum-Buch-h300.jpg" alt="" class="wp-image-153077"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Springer-Verlag</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das war von Anfang an klar: Es ist nicht ein einfaches Prosa-Buch, auch wenn es sehr unterhaltend geschrieben ist. Der Leser wird nicht nur in die Erlebnis- und Gefühlswelt der Autorin mitgenommen. Er wird aufgefordert, für sich selber nachzudenken, ohne dass hier ein erhobener Zeigefinger zu sehen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt anzumerken, dass das Buch nicht nur ein umfangreiches Quellenverzeichnis hat, sondern auch auf weiterführende Literatur hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Raumfahrtbuch und eigentlich doch keins. Es ist für alle (!) naturwissenschaftlich interessierten Leser gedacht. Egal ob sie fachlich versiert oder nur interessierter Laie sind. Es vermittelt Spaß und Freude am Leben, an Abenteuern, an Wissenschaft und Selbstreflexion und motiviert. Man merkt, dass die Autorin hier viel Herzblut hineingeschrieben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es zeigt, dass heute Raumfahrt nicht nur für einen speziell ausgewählten kleinen Kreis möglich ist. Eben ein (bisschen) Weltraum für Alle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der heutigen Zeit bräuchten wir mehr solche Bücher&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rabea Rogge: Ein (bisschen) Weltraum für Alle</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Springer-Verlag, 2026<br>ISBN 978-3-662-72821-5<br>Auch als eBook verfügbar</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir danken Springer-Nature für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=21012.msg588256#msg588256" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Buch: Rabea Rogge: &#8222;Ein (bisschen) Weltraum für Alle&#8220;</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20269.msg564741#msg564741" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fram-2 (C207.4/Resilience) auf Falcon-9 (B1085.6)</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14161.msg564742#msg564742" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die erste deutsche Astronautin?</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>NASA gibt die Besatzungsmitglieder für Artemis-III, vorgesehen für 2027, bekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-gibt-die-besatzungsmitglieder-fuer-artemis-iii-vorgesehen-fuer-2027-bekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 18:18:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andre Douglas]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis 3]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis III]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Rubio]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Randy Bresnik]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als weiteren Schritt im Artemis Programm hat die NASA am Dienstag neue Details zu Artemis III bekannt gegeben und die vier Hauptbesatzungsmitglieder sowie einen Ersatzmann für den Testflug vorgestellt. Die Mission wird 2027 eine Reihe anspruchsvoller Tests in der Erdumlaufbahn durchführen, die für Artemis IV, die erste geplante bemannte Mission zum Südpol des Mondes im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Als weiteren Schritt im Artemis Programm hat die NASA am Dienstag neue Details zu Artemis III bekannt gegeben und die vier Hauptbesatzungsmitglieder sowie einen Ersatzmann für den Testflug vorgestellt. Die Mission wird 2027 eine Reihe anspruchsvoller Tests in der Erdumlaufbahn durchführen, die für Artemis IV, die erste geplante bemannte Mission zum Südpol des Mondes im Jahr 2028, von entscheidender Bedeutung sind. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/news-release/nasa-marches-toward-artemis-iii-mission-in-2027-names-crew-members/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA/Elizabeth Shaw</a>, 9. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/artemis-iii-crew.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Offizielles Porträt der Besatzung von Artemis III, von links nach rechts: Andre Douglas, Luca Parmitano, Randy Bresnik, Frank Rubio. Bildnachweis: NASA/Bill Stafford" data-rl_caption="" title="Offizielles Porträt der Besatzung von Artemis III, von links nach rechts: Andre Douglas, Luca Parmitano, Randy Bresnik, Frank Rubio. Bildnachweis: NASA/Bill Stafford" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/artemis-iii-crew-750x500-1.jpg" alt="" class="wp-image-153067" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/artemis-iii-crew-750x500-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/artemis-iii-crew-750x500-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/artemis-iii-crew-750x500-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Offizielles Porträt der Besatzung von Artemis III, von links nach rechts: Andre Douglas, Luca Parmitano, Randy Bresnik, Frank Rubio.<br><mark>Bildnachweis: NASA/Bill Stafford</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen von Artemis III wird die SLS-Rakete der NASA das Raumschiff Orion und seine Besatzung vom KSC in Florida in die erdnahe Umlaufbahn befördern. Nach der Überprüfung der Orion-Systeme wird das Raumschiff erstmals seine Rendezvous- und Andockfähigkeiten mit Testversionen von einem oder mit beiden bemannten kommerziellen Landesysteme demonstrieren, die derzeit von Blue Origin und SpaceX entwickelt werden. Diese bis ins Detail durchdachte Mission umfasst eine spektakuläre Serie von Starts der weltweit leistungsstärksten Raketen, bei denen die gesamte Hardware zwischen Orion und den Landemodulen getestet wird, darunter Systemschnittstellen, Software, Antriebssysteme und Kommunikationssysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Namen der Besatzung lauten wie folgt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>NASA-Astronaut <a href="https://www.nasa.gov/people/randolph-komrade-bresnik/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Randy Bresnik</a>, Kommandant</li>



<li>ESA-Astronaut <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Astronauts/Luca_Parmitano" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Luca Parmitano</a>, Pilot</li>



<li>NASA-Astronaut <a href="https://www.nasa.gov/people/nasa-astronaut-andre-douglas/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Andre Douglas</a>, Missionsspezialist</li>



<li>NASA-Astronaut <a href="https://www.nasa.gov/people/frank-rubio/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Frank Rubio</a>, Missionsspezialist</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Veranstaltung am Dienstag wurde der NASA-Astronaut <a href="https://www.nasa.gov/people/bob-hines/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bob Hines</a> zum Ersatzbesatzungsmitglied ernannt. Die Besatzung wird umgehend mit dem Training an den Systemen des Raumschiffs Orion beginnen und zudem bei der Entwicklung und dem Betrieb der Testversionen der <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/human-landing-system/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Landefahrzeuge</a> von Blue Origin und SpaceX mitwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Heute machen wir einen weiteren großen Schritt bei der Rückkehr der Menschheit zum Mond und bauen dabei auf dem außergewöhnlichen Fundament auf, das die <a href="https://www.nasa.gov/mission/artemis-ii/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Artemis-II</a>-Astronauten gelegt haben“, sagte NASA-Administrator Jared Isaacman. „Ihre Leistungen haben weltweit die Begeisterung für die Erforschung des Weltraums neu angefacht, und nun geben sie die Fackel an das Artemis-III-Team weiter: Randy, Luca, Frank und Andre. Artemis III wird Innovation und internationale Partnerschaft unter Beweis stellen, während wir komplexe Rendezvous- und Andockmanöver testen und die Technologien weiterentwickeln, die uns eines Tages tiefer in das Sonnensystem führen werden. Diese Mission erfordert eine anspruchsvolle Koordination von Schwerlastraketenstarts und stützt sich auf die Fähigkeiten von Teams aus Regierung und Raumfahrtgemeinschaft. Die Astronauten von Artemis III läuten gemeinsam mit der ESA und unseren internationalen Partnern sowie Zehntausenden der besten und klügsten Köpfe aus der Agentur und der Industrie eine neue Ära ein und tragen die Hoffnungen und Träume der nächsten Generation weiter, so wie es die Apollo-Astronauten für so viele von uns getan haben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist zudem das erste Mal, dass ein ESA-Astronaut für eine Artemis-Mission ausgewählt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Artemis III wird die Grenzen des Einsatzes von Raumfahrzeugen im Orbit erweitern. Lucas Ernennung zum Piloten spiegelt die umfassende europäische Expertise in der bemannten Raumfahrt wider und stützt sich auf seine umfangreiche operative Erfahrung in Extremsituationen“, sagte Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA. „Gleichzeitig wird das Europäische Servicemodul der ESA erneut die entscheidenden Funktionen bereitstellen, die Orion antreiben, und damit die beständige Rolle Europas im Zentrum des Artemis-Programms unter Beweis stellen. Die heutige Nachricht aus Houston ist eine eindrucksvolle Anerkennung der Rolle der ESA bei der Vorbereitung der Rückkehr der Menschheit zum Mond – und ein wichtiger Fortschritt in unserer Partnerschaft mit der NASA. Die Europäer können stolz darauf sein, Teil dieser spannenden Reise zu sein.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stand der Mission</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA und ihre Partner machen Fortschritte bei den Vorbereitungen für den Testflug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ingenieure werden in diesem Sommer das Orion-Besatzungsmodul und das Servicemodul miteinander verbinden und das Andocksystem des Raumfahrzeugs integrieren, das zum ersten Mal zum Einsatz kommen wird. Die Tests des Hitzeschilds werden fortgesetzt; einzelne Blöcke wurden bereits einer Ultraschallprüfung unterzogen und an der Hitzeschildstruktur montiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Raketenvorbereitung schreitet gut voran. Techniker des SLS integrieren derzeit den Triebwerksbereich in den Rest der Kernstufe, bevor in diesem Sommer die vier RS-25-Triebwerke eingebaut werden. Da sich nun alle Segmente der Feststoffraketenbooster im NASA Kennedy Space Center befinden und die Überholung der mobilen Startrampe planmäßig verläuft, soll auch der Zusammenbau der Rakete in diesem Sommer beginnen. Die NASA setzt die Konstruktion und Fertigung einer Zwischenstufe fort, welche die Oberstufe bei Artemis III ersetzen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Blue Origin entwickelt eine bemannte Mondversion seines Landers „Blue Moon“, während SpaceX eine bemannte Mondlanderversion seines Raumschiffs „Starship“ entwickelt; beide Unternehmen bauen Testmodelle für Artemis III. Die NASA unterstützt beide Lander-Anbieter aktiv während des gesamten Prozesses von Entwurf, Entwicklung, Erprobung und Bewertung, unter anderem durch die Weitergabe von Fachwissen und Erfahrungen aus früheren Missionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Statusberichten der NASA und der beiden kommerziellen Partner erörterte die Behörde während der Veranstaltung Details zu den geplanten Operationen für Artemis III, die eine erhöhte Missionsfrequenz ermöglichen, die Produktion ankurbeln und Verbesserungen in der Lieferkette für das Artemis-Programm vorantreiben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lander-Pathfinder von Blue Origin, der mehrere Wochen in der Umlaufbahn verbleiben kann, wird als Erster starten und auf die Besatzung warten. Die NASA wird die Astronauten an Bord von Orion mit dem SLS in die Erdumlaufbahn schicken, bevor sie sich im Weltraum mit dem Lander-Testmodell des Unternehmens treffen und etwa zwei Tage lang aneinander angedockt bleiben, um Tests und Technologiedemonstrationen durchzuführen, darunter das Betreten des Landers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss der Andockmanöver mit Blue Origin wird sich Orion abkoppeln und auf Starship warten. Der Starship-Pathfinder von SpaceX wird starten und sich mit Orion treffen, um etwa einen Tag lang für Überprüfungen und Tests miteinander verbunden zu bleiben. Danach werden sich Orion und seine Besatzung abkoppeln und zur Erde zurückkehren, wo sie sicher im Pazifischen Ozean wassern werden, wo ein Team der US-Marine und der NASA die Astronauten bergen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wird die Besatzung voraussichtlich etwa zwei Wochen im Weltraum verbleiben, wobei die genaue Missionsdauer in Echtzeit auf der Grundlage des Starts, des Rendezvous und der Andockmanöver festgelegt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Informationen über die Besatzungsmitglieder von Artemis III</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><mark>Bresnik:</mark></em><br>Für ihn ist dies bereits die dritte Weltraummission; 2009 startete er an Bord des Space Shuttles Atlantis im Rahmen der Mission STS-129 zur Internationalen Raumstation. Später flog er mit dem Raumschiff Sojus MS-05 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan zur Raumstation, wo er als Flugingenieur für die Expedition 52 und als Kommandant der Expedition 53 tätig war. Der gebürtige Kalifornier schloss sein Mathematikstudium an der Citadel ab und wurde 2004 von der NASA in die Astronautenanwärterklasse aufgenommen. Als pensionierter Oberst der US-Marine hat er mehr als 7.000 Flugstunden in 95 Flugzeugtypen absolviert und ist Mitglied der Society of Experimental Test Pilots. Seit 2018 ist er als Assistent des Leiters des Astronautenbüros für Exploration tätig und beaufsichtigt die Entwicklung und Erprobung der Raumfahrzeuge und Systeme, die bei den Artemis-Missionen zum Einsatz kommen werden.<br><em><mark>Parmitano:</mark></em><br>Artemis III wird zudem der dritte Weltraumflug für Parmitano sein. Er wurde 2009 von der ESA als Astronaut ausgewählt und war zunächst als Flugingenieur bei der ersten Langzeitmission der italienischen Weltraumagentur (ASI) zur Raumstation im Einsatz, die 2013 mit einer Sojus-Rakete von Baikonur aus startete. Er kehrte 2019 an Bord von Sojus MS-13 für seine zweite Mission zum Orbitallabor zurück, während der er als Kommandant der Expedition 61 fungierte und damit der dritte Europäer und der erste Italiener war, der das Kommando über die Station übernahm. Parmitano erwarb einen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften an der Federico II Universität von Neapel und einen Master-Abschluss in experimenteller Flugtesttechnik am Institut Supérieur de l’Aéronautique et de l’Espace in Toulouse,. Als Absolvent der italienischen Luftwaffenakademie wurde er 2007 Testpilot und 2019 zum Oberst befördert. Er hat mehr als 2.000 Flugstunden auf 40 verschiedenen Flugzeugtypen absolviert.<br><em><mark>Rubio:</mark></em><br>Er unternimmt seine zweite Reise ins All. Er startete am 21. September 2022 an Bord des Raumschiffs „Sojus MS-22“ von Baikonur aus zur Raumstation und kehrte am 27. September 2023 zurück. Damit brach er mit 371 Tagen im Orbit den Rekord für den längsten Einzelraumflug eines amerikanischen Astronauten. Rubio wurde 2017 von der NASA in die Astronautenanwärterklasse aufgenommen. Er stammt aus Florida, schloss 1998 sein Studium an der U.S. Military Academy ab, erwarb 2010 einen Doktor der Medizin an der Uniformed Services University of the Health Sciences und dient seit mehr als 28 Jahren in der US-Armee als Pilot, Arzt und Astronaut.<br><em><mark>Douglas:</mark></em><br>Diese Mission ist der erste Weltraumflug von Douglas. Er wurde 2021 von der NASA in die Astronautenanwärterklasse aufgenommen und war zuvor als Ersatz- und Abschlussbesatzungsmitglied für die Artemis-II-Mission der Behörde tätig. Er stammt aus Virginia, erwarb einen Bachelor-Abschluss in Maschinenbau an der U.S. Coast Guard Academy sowie vier weiterführende Abschlüsse an verschiedenen Einrichtungen, darunter einen Doktortitel in Systemtechnik an der George Washington University. Während seiner Zeit bei der Küstenwache führte er Such- und Rettungs-, Bergungs- und Drogenbekämpfungsoperationen durch. Darüber hinaus war er am Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University an der Entwicklung und Erprobung von autonomen Fahrzeugen, Weltraumerkundungssystemen und zahlreichen Plattformen für die Seekriegsführung beteiligt.<br><em><mark>Hines:</mark></em><br>Als Ersatzbesatzungsmitglied wird er gemeinsam mit Bresnik, Parmitano, Rubio und Douglas trainieren. Sollte ein Hauptbesatzungsmitglied nicht an der Mission teilnehmen können, würde er der Artemis-III-Besatzung beitreten. Hines war zuvor als Pilot der SpaceX-Crew-4-Mission der NASA zur Internationalen Raumstation im Einsatz. Er wurde 2017 von der NASA in die Astronautenanwärterklasse aufgenommen und war vor seiner Auswahl als Forschungspilot am Johnson Space Center der Behörde tätig. Er ist Oberst der US-Luftwaffe und blickt auf mehr als 27 Jahre Dienst als Fluglehrer, Kampfpilot und Testpilot zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahren Sie mehr über das Artemis-Programm der NASA: <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/artemis/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/artemis</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18681.msg588233#msg588233" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis III &#8211; Orion MPCV auf SLS</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-gibt-die-besatzungsmitglieder-fuer-artemis-iii-vorgesehen-fuer-2027-bekannt/" data-wpel-link="internal">NASA gibt die Besatzungsmitglieder für Artemis-III, vorgesehen für 2027, bekannt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Starttermin für die Ariane 6 mit den größeren, leistungsstärkeren P160C Boostern steht fest</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-starttermin-fuer-die-ariane-6-mit-den-groesseren-leistungsstaerkeren-p160c-boostern-steht-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 07:30:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Amazon Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 64]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch-Guayana]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[P160C]]></category>
		<category><![CDATA[VA269]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der nächste Start der Ariane 6, Flug VA269, ist für den 17. Juni geplant. Bei diesem Flug kommen die leistungsstärkeren Booster P160C zum Einsatz. Der Flug wird 36 Satelliten für die Amazon-Leo-Konstellation ins All befördern. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Enabling &#38; Support / Space Transportation / Ariane, 5. Juni 2026 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der nächste Start der Ariane 6, Flug VA269, ist für den 17. Juni geplant. Bei diesem Flug kommen die leistungsstärkeren Booster P160C zum Einsatz. Der Flug wird 36 Satelliten für die Amazon-Leo-Konstellation ins All befördern. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Ariane/Watch_live_bigger_booster_more_powerful_Ariane_6_launch" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Enabling &amp; Support / Space Transportation / Ariane</a>, 5. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-View_of_Ariane_6_for_flight_VA269_with_P160C_based_boosters_on_the_launch_pad_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Blick auf die Ariane 6 für den Flug VA269 mit P160C-Boostern auf der Startrampe Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Blick auf die Ariane 6 für den Flug VA269 mit P160C-Boostern auf der Startrampe Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-View_of_Ariane_6_for_flight_VA269_with_P160C_based_boosters_on_the_launch_pad_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153005" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-View_of_Ariane_6_for_flight_VA269_with_P160C_based_boosters_on_the_launch_pad_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-View_of_Ariane_6_for_flight_VA269_with_P160C_based_boosters_on_the_launch_pad_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Blick auf die Ariane 6 für den Flug VA269 mit P160C-Boostern auf der Startrampe<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Start der Ariane-6-Rakete ist für den 17. Juni 2026 vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana aus geplant, mit einem Startfenster von 13:53 – 14:22 Uhr MESZ. Da die Rakete mit den verbesserten P160C Boostern ausgestattet ist, wird sie noch leistungsstärker sein als zuvor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ariane 6 ist die neueste Generation von Europas größter und leistungsstärkster Rakete. Ihr nächster Flug, VA269, wird mit vier Boostern auf Basis des P160C-Motors stattfinden, die im Vergleich zu den bisher verwendeten P120C-Motoren 14 Tonnen mehr Festtreibstoff pro Booster bieten. Die Ariane 6 wird 36 Satelliten für Amazon Leo ins All befördern – der dritte Flug für die Kommunikationskonstellation.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-c8659241"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Europe_s_largest_solid-propellant_rocket_motors_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Europas größte aktive Feststoffraketenmotoren Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Europas größte aktive Feststoffraketenmotoren Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Europe_s_largest_solid-propellant_rocket_motors_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153008" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Europe_s_largest_solid-propellant_rocket_motors_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Europe_s_largest_solid-propellant_rocket_motors_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Europas größte aktive Feststoffraketenmotoren<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Wachstum der Leistungsfähigkeit</strong><br>Die Ariane 6 ist eine vielseitige Rakete, die sich an die Anforderungen jeder einzelnen Mission anpassen lässt und von Anfang an für kontinuierliche Weiterentwicklungen konzipiert wurde. Die Schwerlastrakete feierte 2024 ihr Debüt mit zwei Booster-Triebwerken auf Basis des P120C-Motors. Bei ihrem sechsten Start im Februar 2026 flog die Ariane 6 erstmals mit vier Booster-Triebwerken. Beim Start in diesem Monat werden nun vier neue Booster auf Basis des P160C-Raketenmotors mit mehr Treibstoff zum Einsatz kommen. Obwohl dies die bislang leistungsstärkste Ariane 6 sein wird, sind weitere Upgrades in Vorbereitung, sodass noch mehr zu erwarten ist.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-9c2fb683"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="P120C und P160C an der Ariane 6 Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="P120C und P160C an der Ariane 6 Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="206" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars-206x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153010" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars-206x400-1.jpg 206w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-P120C_and_P160C_on_Ariane_6_pillars-206x400-1-155x300.jpg 155w" sizes="(max-width: 206px) 100vw, 206px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>P120C und P160C an der Ariane 6<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Starken werden immer stärker</strong><br>Der P120C ist bereits der leistungsstärkste Feststoffraketenmotor, der aus einem Stück gefertigt wird, und der P160C verfügt über mehr als 9 % mehr Treibstoff. Obwohl er einen Meter höher ist, hat die zusätzliche Höhe keinen Einfluss auf die Verbindung zum zentralen Kern der Ariane 6. Der P160C wurde von Europropulsion im Auftrag der ArianeGroup und Avio entwickelt. Sein Gehäuse wird in Italien hergestellt, die Raketentriebwerksdüse in Frankreich und der Zünder in Norwegen. Die Booster werden in Französisch-Guayana betankt und fertiggestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Made in Europe</strong><br>Die Entwicklung der Ariane 6 ist ein weiteres hervorragendes Beispiel für die europäische Zusammenarbeit. Die Europäische Weltraumorganisation arbeitet mit einem Industrienetzwerk in 13 europäischen Ländern zusammen, das vom Hauptauftragnehmer und Konstruktionsverantwortlichen ArianeGroup geleitet wird. Die französische Weltraumagentur CNES leitet den Startbetrieb am europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana. Arianespace ist der Startdienstleister für diesen Flug im Auftrag von Amazon.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20760.msg588088#msg588088" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kuiper/AmazonLeo-Starts auf Ariane-6</a></li>
</ul>
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		<title>Die NASA nimmt Abschied von der Marsmission MAVEN</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-nasa-nimmt-abschied-von-der-marsmission-maven/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 21:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[MAVEN]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Marsatmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Polarlichter]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenwind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Mission zur Beobachtung der Marsatmosphäre und ihrer Entwicklung, die NASA-Mission MAVEN (Mars Atmosphere and Volatile Evolution), ist nach mehr als elf Jahren in der Marsumlaufbahn und einem Jahrzehnt über ihre ursprünglich auf ein Jahr angelegte Hauptmission hinaus zu Ende gegangen. Der letzte Kontakt mit dem Raumschiff erfolgte am 6. Dezember 2025, als ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die erste Mission zur Beobachtung der Marsatmosphäre und ihrer Entwicklung, die NASA-Mission MAVEN (Mars Atmosphere and Volatile Evolution), ist nach mehr als elf Jahren in der Marsumlaufbahn und einem Jahrzehnt über ihre ursprünglich auf ein Jahr angelegte Hauptmission hinaus zu Ende gegangen. Der letzte Kontakt mit dem Raumschiff erfolgte am 6. Dezember 2025, als ein unerwarteter Signalverlust auftrat, nachdem es hinter den Roten Planeten vorbeigeflogen war. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/news-release/nasa-says-farewell-to-maven-mars-mission-hosts-media-call-today/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a>, 3. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/maven.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung der NASA-Raumsonde MAVEN am Mars. Die Sonde trat 2014 in die Umlaufbahn des Planeten ein und hat über elf Jahre lang die obere Marsatmosphäre, die Ionosphäre sowie die Wechselwirkungen mit der Sonne und dem Sonnenwind beobachtet, um den Verlust der Atmosphäre des Roten Planeten ins All zu erforschen. Bildquelle: NASA/Goddard/University of Colorado/Laboratory for Atmospheric and Space Physics" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung der NASA-Raumsonde MAVEN am Mars. Die Sonde trat 2014 in die Umlaufbahn des Planeten ein und hat über elf Jahre lang die obere Marsatmosphäre, die Ionosphäre sowie die Wechselwirkungen mit der Sonne und dem Sonnenwind beobachtet, um den Verlust der Atmosphäre des Roten Planeten ins All zu erforschen. Bildquelle: NASA/Goddard/University of Colorado/Laboratory for Atmospheric and Space Physics" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/maven-750x456-1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Künstlerische Darstellung der NASA-Raumsonde MAVEN am Mars. Die Sonde trat 2014 in die Umlaufbahn des Planeten ein und hat über elf Jahre lang die obere Marsatmosphäre, die Ionosphäre sowie die Wechselwirkungen mit der Sonne und dem Sonnenwind beobachtet, um den Verlust der Atmosphäre des Roten Planeten ins All zu erforschen.<br>Bildquelle: NASA/Goddard/University of Colorado/Laboratory for Atmospheric and Space Physics</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">3. Juni 2026, Washington / Greenbelt Md. &#8211; Die Behörde berief im Februar einen Untersuchungsausschuss ein, um die Bergungsbemühungen zu bewerten und den wahrscheinlichen aktuellen Zustand des Raumfahrzeugs einzuschätzen. Der Untersuchungsausschuss kam zu dem Schluss, dass das MAVEN-Raumfahrzeug nicht mehr rettbar ist und seine wissenschaftliche Mission sowie die Datenübertragung nicht mehr erfüllen kann, was mit den Erkenntnissen des Missionsteams übereinstimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Telemetriedaten von MAVEN vor dem Passieren des Raumfahrzeugs hinter dem Mars im Dezember zeigten, dass alle Teilsysteme normal funktionierten. Nachdem das Raumfahrzeug wieder hinter dem Mars hervorkam, konnte das Deep Space Network (DSN) der NASA kein Signal mehr empfangen. Ein kurzer Ausschnitt aus den Telemetriedaten, der aus der Analyse der vom Open-Loop-Empfänger des DSN aufgezeichneten Funksignale gewonnen wurde, deutete darauf hin, dass sich das Raumfahrzeug im Sicherheitsmodus befand und sich mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit drehte, als es hinter dem Mars wieder auftauchte, was auf eine Störung in der Umlaufbahn von MAVEN hindeutete. Der Untersuchungsausschuss kam zu dem Schluss, dass aufgrund dieser Drehung die Batterien des Raumfahrzeugs leerliefen, wodurch das Kommunikationssystem die Stromversorgung verlor und MAVEN in einen nicht mehr wiederherstellbaren Zustand geriet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese vorläufigen Ergebnisse gehen nicht auf eine mögliche Ursache für die Anomalie ein, die noch untersucht wird. Der Untersuchungsausschuss wird voraussichtlich noch in diesem Jahr seinen Abschlussbericht vorlegen. Die NASA hat den offiziellen Prozess zur Stilllegung der MAVEN-Mission eingeleitet und folgt dabei den Standardverfahren zur Archivierung des gesamten Missionsdatensatzes für die Wissenschafts- und Forschungsgemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die uns MAVEN geliefert hat, sind entscheidend dafür, welche Strahlenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen wir ergreifen müssen, bevor wir Menschen zum Mars schicken“, sagte Louise Prockter, Direktorin der Abteilung für Planetenwissenschaften im NASA-Hauptquartier in Washington. „Die von MAVEN gesammelten Daten werden auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin wertvolle Einblicke in den Mars liefern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im November 2013 gestartete MAVEN-Mission erforschte die obere Atmosphäre des Roten Planeten, die Ionosphäre und die Wechselwirkungen mit der Sonne, um den Verlust der Marsatmosphäre ins All zu untersuchen. Das Verständnis des atmosphärischen Verlusts gibt Wissenschaftlern Einblicke in die Geschichte der Atmosphäre und des Klimas des Planeten, in flüssiges Wasser und in die Bewohnbarkeit des Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die MAVEN-Mission hat unser Verständnis der Marsatmosphäre und ihrer Entwicklung wirklich vorangebracht. Dieser Datensatz hat enorme Auswirkungen auf das Fachgebiet gehabt“, sagte Shannon Curry, MAVEN-Projektleiterin und Forscherin am Labor für Atmosphären- und Weltraumphysik der University of Colorado Boulder.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Unser Wissenschaftsteam ist außerordentlich stolz auf all diese erstaunlichen Entdeckungen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Einfluss der Sonne auf den Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der ersten wichtigen Ergebnisse von MAVEN war, dass die Erosion der Marsatmosphäre während Sonnenstürmen deutlich zunimmt. Das Team untersuchte, wie der Sonnenwind – ein Strom geladener Teilchen, der kontinuierlich von der Sonne ausströmt – und Sonnenstürme die Marsatmosphäre kontinuierlich abtragen, sowie wie dieser Prozess eine entscheidende Rolle dabei spielte, das Marsklima von einer potenziell bewohnbaren Welt in den heutigen kalten, trockenen Planeten zu verwandeln. Die MAVEN-Mission hat unser Verständnis davon, wie die Sonne und das Weltraumwetter den Mars beeinflussen, in beispielloser Weise vorangebracht, da sie das einzige Raumfahrzeug war, das gleichzeitig Messungen sowohl der Sonne als auch der Reaktion der Marsatmosphäre vornehmen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lichterspektakel auf dem Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MAVEN-Mission entdeckte mehrere Arten von Polarlichtern, die aufleuchten, wenn energiereiche Teilchen in die Atmosphäre eintauchen, Gase bombardieren und diese zum Leuchten bringen. Das MAVEN-Team zeigte, dass Protonen auf dem Mars neue Arten von Polarlichtern erzeugen. Auf der Erde treten Protonen-Auroren nur in sehr kleinen Regionen nahe den Polen auf, während sie auf dem Mars überall auftreten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Marsatmosphäre &#8222;sputtert&#8220; ins All</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um besser zu verstehen, wie der Mars den Großteil seiner Atmosphäre verloren hat, hat MAVEN zum ersten Mal bei einem Planeten die atmosphärische Verflüchtigung gemessen. Das Team tat dies durch die Beobachtung von Argon, einem Edelgas, das nur selten mit anderen Bestandteilen der Marsatmosphäre reagiert. Der einzige nennenswerte Weg, auf dem es entfernt werden kann, ist das atmosphärische Sputtering – ein Prozess, bei dem Ionen mit ausreichend hoher Geschwindigkeit in die Marsatmosphäre einschlagen, sodass sie Gasmoleküle aus der Atmosphäre herausspritzen, ähnlich wie bei einem Kopfsprung in einen Pool. Das Team nutzte Daten aus elf Jahren, um das Vorhandensein von gesputtertem Argon in großen Höhen genau an den Stellen nachzuweisen, an denen die energiereichen Teilchen in die Atmosphäre einschlugen, und zeigte so das Sputtering in Echtzeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die staubigen Geheimnisse des Mars entschlüsseln</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2018 entstand durch eine Reihe von Staubstürmen eine Staubwolke, die so groß war, dass sie den Roten Planeten vollständig umhüllte. Das MAVEN-Team untersuchte, wie sich dieser „globale“ Staubsturm auf die obere Marsatmosphäre auswirkte, um zu verstehen, wie solche Ereignisse den Wasserverlust ins All beeinflussen. Es bestätigte, dass die Erwärmung durch Staubstürme Wassermoleküle weit höher in die Atmosphäre befördern kann als gewöhnlich, was zu einem plötzlichen Anstieg des Wasserverlusts ins All führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf der Jagd nach Kometen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Marsforschung trug MAVEN zu den Bemühungen der NASA bei, den Kometen 3I/ATLAS am Mars zu beobachten. Im Laufe von 10 Tagen im letzten Jahr entwarf das MAVEN-Team eine neue Beobachtungskampagne, um 3I/ATLAS zu erfassen, indem es mehrere Bilder des Kometen in verschiedenen Wellenlängen aufnahm, ähnlich wie bei der Verwendung verschiedener Filter an einer Kamera. Anschließend nahm es hochauflösende UV-Bilder auf, um den vom Kometen stammenden Wasserstoff zu identifizieren. Durch die Auswertung dieser Bilder können Wissenschaftler eine Vielzahl von Molekülen identifizieren und die Zusammensetzung sowie die Geschichte des Kometen besser verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der gesamten Missionsdauer veröffentlichte das Wissenschaftsteam von MAVEN mehr als 800 Publikationen, und weitere Veröffentlichungen sind geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der wissenschaftlichen Arbeit spielte die MAVEN-Sonde eine entscheidende Rolle im Mars-Relay-Netzwerk der NASA, indem sie Daten von den Marsrovern zur Erde übertrug. Sie hält zudem den Rekord im Sonnensystem für die meisten Daten, die an einem einzigen Tag von einem anderen Planeten übertragen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MAVEN-Mission ist Teil des Mars-Erkundungsprogramms der NASA. Der leitende Wissenschaftler der Mission ist am Labor für Atmosphären- und Weltraumphysik der University of Colorado in Boulder tätig, das auch für die Leitung der wissenschaftlichen Operationen sowie für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zuständig ist. Das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, leitet die MAVEN-Mission. Lockheed Martin Space hat das Raumfahrzeug gebaut und ist für den Missionsbetrieb verantwortlich. Das Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien stellt die Navigation und die Unterstützung durch das Deep Space Network bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zum Mars-Erkundungsprogramm der NASA finden Sie unter:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://science.nasa.gov/planetary-science/programs/mars-exploration/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/planetary-science/programs/mars-exploration</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4087.msg588006#msg588006" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MAVEN &#8211; Mars Atmosphere and Volatile EvolutioN</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Exoplaneten: Ungewöhnliche Winde liefern bislang deutlichste Hinweise auf planetare Magnetfelder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/exoplaneten-ungewoehnliche-winde-liefern-bislang-deutlichste-hinweise-auf-magnetische-aktivitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 08:54:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[ESPRESSO]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
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		<category><![CDATA[Magnetismus]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Team von Astronomen hat den bislang eindeutigsten Beweis dafür gefunden, dass einige Planeten außerhalb unseres Sonnensystems magnetisch sein könnten. Mithilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) und des Gemini-North-Teleskops haben die Forscher die Windgeschwindigkeiten auf sieben sehr heißen, Jupiter-ähnlichen Exoplaneten gemessen. Die Beobachtungen ergaben, dass die Winde auf diesen Planeten höchstwahrscheinlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Team von Astronomen hat den bislang eindeutigsten Beweis dafür gefunden, dass einige Planeten außerhalb unseres Sonnensystems magnetisch sein könnten. Mithilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) und des Gemini-North-Teleskops haben die Forscher die Windgeschwindigkeiten auf sieben sehr heißen, Jupiter-ähnlichen Exoplaneten gemessen. Die Beobachtungen ergaben, dass die Winde auf diesen Planeten höchstwahrscheinlich von Magnetfeldern gesteuert werden, was den ersten zuverlässigen Nachweis von Magnetismus auf Planeten außerhalb des Sonnensystems darstellt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2606/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO press release 2606</a>, 2. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-eso2606a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten mit Magnetfeld Bildquelle: ESO/M. Kornmesser, L. Calçada" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten mit Magnetfeld Bildquelle: ESO/M. Kornmesser, L. Calçada" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-eso2606a-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152953" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-eso2606a-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-eso2606a-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten mit Magnetfeld<br><mark>Bildquelle: ESO/M. Kornmesser, L. Calçada</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Durchbruch eröffnet völlig neue Perspektiven für die Exoplanetenforschung. Zum ersten Mal können wir die magnetischen Umgebungen anderer Welten vergleichen – ein entscheidender Schritt, um letztendlich zu verstehen, welche Planeten lebensfähig bleiben, ihr Wasser behalten und vielleicht sogar eines Tages Leben, wie wir es kennen, beherbergen können“, sagt Julia Seidel, Astronomin am Laboratoire Lagrange, Observatoire de la Côte d’Azur, Frankreich, und Hauptautorin der heute in Nature Astronomy veröffentlichten Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Magnetfeld der Erde beeinflusst unsere Atmosphäre auf komplexe Weise und ist daher ein entscheidender Faktor für das Verständnis dessen, was den Planeten für Leben bewohnbar macht. Magnetfelder sind auch auf anderen Planeten des Sonnensystems vorhanden, wie zum Beispiel auf Jupiter und Saturn. In den letzten 15 Jahren gelang es jedoch niemandem, die Stärke der Magnetfelder von Exoplaneten direkt zu messen – bis jetzt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-eso2606b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Diagramm veranschaulicht, wie Astronomen die Stärke der Magnetfelder von Exoplaneten anhand ihrer Auswirkungen auf die Winde auf diesen Planeten ableiten können. Bildquelle: ESO/M. Kornmesser, L. Calçada" data-rl_caption="" title="Dieses Diagramm veranschaulicht, wie Astronomen die Stärke der Magnetfelder von Exoplaneten anhand ihrer Auswirkungen auf die Winde auf diesen Planeten ableiten können. Bildquelle: ESO/M. Kornmesser, L. Calçada" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-eso2606b-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-152954" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-eso2606b-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-eso2606b-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-eso2606b-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-eso2606b-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Diagramm veranschaulicht, wie Astronomen die Stärke der Magnetfelder von Exoplaneten anhand ihrer Auswirkungen auf die Winde auf diesen Planeten ableiten können.<br><mark>Bildquelle: ESO/M. Kornmesser, L. Calçada</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team hatte jedoch nicht vor, Magnetfelder zu messen, sondern vielmehr Winde. Es ermittelte die Windgeschwindigkeiten auf sieben Exoplaneten, die verschiedene Sterne umkreisen: Gasriesen wie Jupiter, die jedoch alle mit ihrem Mutterstern in Gezeitenbindung stehen und sich sehr nahe an ihm befinden. So wie wir immer nur eine Seite des Mondes sehen, richten diese Planeten stets eine Seite zum Stern aus, was zu einer glühend heißen Tagseite und einer eiskalten Nachtseite führt. Dieser Temperaturunterschied schafft ein Klima, das sich völlig von dem auf unserem Planeten unterscheidet und durch extrem starke Winde gekennzeichnet ist. Die Windgeschwindigkeiten in ihrer Stichprobe reichten von etwa 7200 km/h bis zu über 25 000 km/h; zum Vergleich: Die schnellsten auf dem Jupiter gemessenen Winde erreichen Geschwindigkeiten von etwa 1500 km/h.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Anfangs wollten wir überprüfen, ob sich die atmosphärischen Winde bei allen heißen Planeten gleich verhalten“, erklärt Seidel, der zuvor als Astronom bei der ESO in Chile tätig war. Für ihre Messungen nutzte das Team Daten des <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/espresso/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESPRESSO-Instruments</a> am <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLT der ESO</a> in der chilenischen Atacama-Wüste sowie eines ähnlichen Instruments am Gemini-North-Teleskop auf Hawaii, USA. (Das VLT ist ein Teleskop der ESO, während Gemini North eine Hälfte des Internationalen Gemini-Observatoriums ist, das teilweise von der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) finanziert und vom NSF NOIRLab betrieben wird.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sie jedoch untersuchten, wie sich die Windgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Temperatur der Planeten veränderten, erkannten sie ein äußerst faszinierendes Muster: Je heißer der Planet, desto langsamer der Wind. „Das widerspricht völlig der Intuition, denn unter sonst gleichen Bedingungen verfügen heiße Planeten über mehr Energie, um die Winde zu beschleunigen! Es muss also etwas geschehen, das die Windgeschwindigkeiten bei heißeren Objekten verlangsamt“, sagt die Mitautorin der Studie, Vivien Parmentier, Professorin am Laboratoire Lagrange.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team kam zu dem Schluss, dass die plausibelste Erklärung für dieses Rätsel das Vorhandensein planetarischer Magnetfelder ist, da diese Felder wie eine Bremse wirken und die Bewegung geladener Teilchen in der Atmosphäre verlangsamen können. Anhand der Daten konnten die Forscher daher Rückschlüsse auf die Stärke des Magnetfelds auf jedem der untersuchten Planeten ziehen. Sie stellten fest, dass diese in ihrer Stärke mit denen in unserem Sonnensystem vergleichbar sind: etwa viermal so stark wie das von Saturn oder etwa halb so stark wie das von Jupiter.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=4dut4vMdVe8" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="690" height="388" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Vdeo-magnetic-exoplanets.jpg" alt="" class="wp-image-152955" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Vdeo-magnetic-exoplanets.jpg 690w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Vdeo-magnetic-exoplanets-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 690px) 100vw, 690px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ungewöhnliche Winde enthüllen magnetische Exoplaneten<br><mark>Video: ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Solch starke Magnetfelder könnten auf diesen fernen Planeten mehr als nur den Wind beeinflussen. „Hier auf der Erde kennen wir die Schönheit der Nord- und Südlichter, bei denen Teilchen von der Sonne auf unser Magnetfeld treffen und zu den Polen geleitet werden, wo sie mit Gasen in der Atmosphäre kollidieren und farbenprächtige Schauspiele in Grün, Rosa und Violett erzeugen“, erklärt die Mitautorin der Studie, Bibiana Prinoth, eine ehemalige Doktorandin an der Universität Lund in Schweden und heute Astronomin bei der ESO in Garching, Deutschland. Auf den untersuchten Exoplaneten könnten die magnetisch angetriebenen Polarlichter noch spektakulärer sein. Das Team sieht der Inbetriebnahme des <a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Extremely Large Telescope (ELT) der ESO</a> mit Spannung entgegen, das dazu beitragen wird, nicht nur große, Jupiter-ähnliche Exoplaneten, sondern auch kleinere wie die Erde zu charakterisieren und möglicherweise sogar Gase nachzuweisen, die auf diesen fernen Welten Polarlichter erzeugen könnten. Prinoth sagt: „Ich stelle mir gerne vor, dass der Himmel einiger dieser Welten nicht nur mit Sternen, sondern auch mit riesigen Vorhängen aus buntem Licht gefüllt ist, die über einen Planeten tanzen, der zur Hälfte in ewigem Tag und zur Hälfte in endloser Nacht liegt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Forschungsergebnisse wurden in einem Artikel vorgestellt, der in „Nature Astronomy“ erscheinen wird (<a href="https://www.nature.com/articles/s41550-026-02870-1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">doi:10.1038/s41550-026-02870-1</a>).</p>



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