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	<title>Raumfahrt &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Raumfahrt &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Webb öffnet eine Schatzkiste gefüllt mit Sternen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 19:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Teleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Bild des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA, ESA und CSA entführt uns in ein fantastisches Reich innerhalb unserer Heimatgalaxie, wo durchdringendes Sternenlicht und wirbelnde Winde Staubwolken in fantasievolle Formen formen. Diese Aufnahme stammt aus dem Carina-Nebel, der nur 7.500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina (der Kiel) liegt.Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Dieses <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bild des James-Webb-Weltraumteleskops</a> der NASA, ESA und CSA entführt uns in ein fantastisches Reich innerhalb <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2025/01/The_best_Milky_Way_animation_by_Gaia" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">unserer Heimatgalaxie</a>, wo durchdringendes Sternenlicht und wirbelnde Winde Staubwolken in fantasievolle Formen formen. Diese Aufnahme stammt aus dem Carina-Nebel, der nur 7.500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina (der Kiel) liegt.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration</a>, 6. August 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/Webb_opens_a_Treasure_Chest_filled_with_stars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="547" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/Webb_opens_a_Treasure_Chest_filled_with_stars_pillars-400x547-1.jpg" alt="" class="wp-image-153828" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/Webb_opens_a_Treasure_Chest_filled_with_stars_pillars-400x547-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/Webb_opens_a_Treasure_Chest_filled_with_stars_pillars-400x547-1-219x300.jpg 219w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ein Bereich des Weltraums, der von hellen Sternen und Gaswolken erfüllt ist. Im Zentrum bilden die dichtesten Wolken die Form einer Truhe mit offenem Deckel. Die Truhe scheint von innen zu leuchten. An ihrer Basis zerfällt sie in lange Säulen aus dichtem Gas. Viele der Gaswolken im Hintergrund sind dunkelorangefarbene Klumpen, während andere große, blasse Schleier bilden. Im Vordergrund liegen einige hell leuchtende Sterne, von denen der größte und hellste vor dem Deckel der Truhe steht.<br><mark>Credit: ESA/Webb, NASA &amp; CSA, M. Reiter; Acknowledgement: M. H. Özsaraç; Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nebel erstreckt sich über etwa 260 Lichtjahre und beherbergt eine unglaubliche Vielfalt an Objekten, darunter die „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_reveals_Cosmic_Cliffs_a_glittering_landscape_of_star_birth" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Cosmic Cliffs</a>“, die in <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/First_images_from_Webb_telescope_reveal_unseen_Universe" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">der allerersten Bildveröffentlichung</a> des Webb-Teleskops zu sehen waren. Der Carina-Nebel ist zudem die nächstgelegene Region mit hoher Sternentstehungsrate, die es Astronomen ermöglicht, den gesamten Prozess der Sternentstehung zu untersuchen. Dieser Nebel beherbergt einige der massereichsten Sterne unserer Galaxie sowie Zehntausende von Protosternen und bietet damit eine wertvolle Gelegenheit, zu verstehen, wie Sterne ihre Umgebung prägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das auf dem heutigen Bild gezeigte Objekt, das treffend „Schatzkiste“ genannt wird, fügt sich nahtlos in diesen himmlischen Skulpturengarten ein. Bei der „Schatzkiste“ handelt es sich um eine sogenannte Kometenwolke. Eine Kometenwolke ist eine isolierte Gas- und Staubwolke mit einem dichten, dunklen Kopf und einem ausladenden Schweif. Diese Wolken ähneln oft ein wenig Kometen, doch die „Schatzkiste“ sieht eindeutig wie eine hölzerne Truhe aus, deren Deckel weit geöffnet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings enthält diese Truhe keine Juwelen oder Goldmünzen, sondern einen kompakten Sternhaufen junger Sterne. Diese Sterne sind für das überirdische Leuchten verantwortlich, das aus dem Inneren der „Schatzkiste“ strahlt und von Webbs empfindlicher Nahinfrarotkamera (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_s_instruments" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NIRCam</a>) erfasst wurde. Forscher schätzen, dass der Sternhaufen der „Schatzkiste“ etwa 70 Sterne umfasst, von denen der massereichste ein seltener Stern vom Typ O ist, der etwa 19-mal so massereich ist wie die Sonne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sternhaufen ist wahrscheinlich etwa 1,3 Millionen Jahre alt, obwohl frühere Schätzungen sein Alter auf lediglich 100.000 Jahre bezifferten. Aufgrund seines jungen Alters ist der Sternhaufen noch tief in den staubigen Wolken der „Schatzkiste“ eingebettet. Auch die einzelnen Sterne des Sternhaufens sind von Staub umhüllt; Astronomen haben Hinweise darauf gefunden, dass viele dieser Sterne von zirkumstellaren Scheiben umgeben sind. Im Laufe der Zeit wird das strahlende Licht dieser jungen Sterne die umgebende Wolke auflösen und den gesamten Sternhaufen freilegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schlüssel zur skulpturalen Form der „Schatzkiste“ liegt außerhalb dieses Bildes: Nur 39 Lichtjahre nordwestlich, am Himmel gemessen, befindet sich Eta Carinae, das leuchtstärkste Objekt im gesamten Carina-Nebel. Eta Carinae ist ein Sternsystem, das mindestens zwei Sterne umfasst, von denen einer 100-mal so massereich ist wie die Sonne. Allein dieser Stern strahlt etwa 5 Millionen Mal so hell wie die Sonne. Zu dieser intensiven Strahlung trägt auch der nahegelegene Sternhaufen Trumpler 16 bei, der ebenfalls mehrere extrem heiße, massereiche Sterne enthält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Webb haben Astronomen ein Beobachtungsprogramm (#<a href="https://www.stsci.edu/jwst/science-execution/program-information?id=5408" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">5408</a>; PI: Reiter) durchgeführt, das der Untersuchung gewidmet ist, wie junge Sterne im Carina-Nebel Gas aus ihrer Umgebung aufnehmen und es in Form von Ausflüssen wieder ausstoßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Veröffentlichung auf <a href="https://esawebb.org/images/potm2607a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">esawebb.org</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1176.msg590584#msg590584" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JWST &#8211; James Webb Space Telescope</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>IRIS² wird erweitert und beschleunigt während die Umsetzung Fortschritte macht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iris%c2%b2-wird-verstaerkt-und-beschleunigt-waehrend-die-umsetzung-fortschritte-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 22:15:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 7. August haben die Europäische Kommission und das SpaceRISE-Konsortium die Verhandlungen abgeschlossen und eine Durchführungsvereinbarung zur Einführung von IRIS², der neuen Vorzeige-Satellitenkonstellation der Europäischen Union, unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, das Programm um 66 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn zu erweitern, wodurch die Hauptkonstellation auf 348 Satelliten anwächst und mit Unterstützung der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 7. August haben die Europäische Kommission und das <a href="https://www.spacerise.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SpaceRISE</a>-Konsortium die Verhandlungen abgeschlossen und eine Durchführungsvereinbarung zur Einführung von <a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/eu-space/iris2-secure-connectivity_en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IRIS²</a>, der neuen Vorzeige-Satellitenkonstellation der Europäischen Union, unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, das Programm um 66 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn zu erweitern, wodurch die Hauptkonstellation auf 348 Satelliten anwächst und mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) von der Planungsphase in die Phase des vollständigen Einsatzes übergeht.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Applications/Connectivity_and_Secure_Communications/IRIS2_reinforced_and_accelerated_as_implementation_advances" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Applications / Connectivity and Secure Communications</a>, 7. August 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA spielt eine Schlüsselrolle bei der technischen Umsetzung von IRIS²: Sie überwacht die Entwicklung, Qualifizierung und Validierung der Satellitenkonstellation im Orbit und setzt die Ziele des Programms in konkrete industrielle Leistungen um. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und SpaceRISE wird die ESA die erfolgreiche Bereitstellung eines sicheren und widerstandsfähigen Konnektivitätssystems gewährleisten, um die strategische Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit Europas weiter zu stärken.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/0-IRIS2_for_EU_secure_connectivity_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/0-IRIS2_for_EU_secure_connectivity_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153814" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/0-IRIS2_for_EU_secure_connectivity_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/0-IRIS2_for_EU_secure_connectivity_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Credit: Europäische Kommission</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Verhandlungen, die im Januar begannen, bestätigen die wichtigsten Parameter des Programms und die notwendigen Anpassungen, darunter das Design, die Systemkapazität, den Zeitplan für die Bereitstellung, den Zielpreis und die Investitionen privater Betreiber. Im Rahmen der Vereinbarung haben sich europäische Hersteller verpflichtet, die zusätzlichen Satelliten zu liefern, die auf eine erhöhte Ausfallsicherheit ausgelegt sind. Konkrete nächste Schritte sind nun festgelegt, um die ersten Starts bis 2029 zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald die Konstellation betriebsbereit ist, wird sie souveräne, sichere und äußerst zuverlässige Konnektivität für europäische Regierungen, Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sowie Rettungsdienste in ganz Europa bereitstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Von der Planung bis zur Umsetzung: konkrete nächste Schritte bis 2029</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommission, die ESA und die EU-Agentur für das Raumfahrtprogramm haben gemeinsam mit dem SpaceRISE-Konsortium und europäischen Industriepartnern die nächsten Schritte festgelegt, die zur Realisierung von IRIS² erforderlich sind. Dazu gehören die Fertigstellung des detaillierten Entwurfs der Satellitenkonstellation, die Vorbereitung des Baus der Satelliten und einer sicheren Bodeninfrastruktur, die Sicherung von Startdiensten sowie die schrittweise Einführung operativer Konnektivitätsdienste ab 2029.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die künftige Konstellation wird aus 348 Satelliten bestehen, darunter 330 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn und 18 Satelliten in der mittleren Erdumlaufbahn, ergänzt durch optionale Elemente zur Unterstützung spezifischer Missionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine verstärkte Konstellation für Sicherheit und Widerstandsfähigkeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um auf ein sich wandelndes Sicherheitsumfeld zu reagieren, erweitert die Kommission die Kapazität von IRIS² über die ursprüngliche Konzeption hinaus. Eine eigens dafür vorgesehene Ebene mit weiteren 66 Satelliten in einer hohen bzw. niedrigen Erdumlaufbahn wird die Fähigkeiten in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit und Rettungsdienste stärken und damit die Architektur des Systems weiter verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diese Verstärkung werden die sicheren staatlichen Kapazitäten innerhalb der EU um 60 % und weltweit um 54 % gesteigert, während gleichzeitig die Fähigkeit Europas, kritische Einsätze in Krisenzeiten zu unterstützen, erheblich ausgebaut wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die europäische Industrie verpflichtet sich zur Umsetzung von IRIS²</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">IRIS² wird im Rahmen eines starken „Team Europe“-Ansatzes realisiert, bei dem das Fachwissen der Europäischen Kommission, der EU-Mitgliedstaaten, der ESA, der Agentur der Europäischen Union für das Raumfahrtprogramm und der europäischen Industrie gebündelt wird. Im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft haben sich das SpaceRISE-Konsortium (bestehend aus SES, Eutelsat und Hispasat) sowie europäische Hersteller verpflichtet, die erforderliche Weltraum- und Bodeninfrastruktur bereitzustellen, um den beschleunigten Zeitplan einzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Industriekonsortium gehören große europäische Raumfahrtunternehmen wie Airbus Defence and Space, Thales Alenia Space, OHB und Aerospacelab sowie zahlreiche Unternehmen aus der gesamten europäischen Lieferkette. Das Programm ist so konzipiert, dass es auch Chancen für Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen sowie Mid-Cap-Unternehmen schafft, die innovative Raumfahrttechnologien entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sichere Konnektivität, wenn es darauf ankommt</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">IRIS² wird autorisierten staatlichen Nutzern in den EU-Mitgliedstaaten und den teilnehmenden Ländern – derzeit Norwegen und Island – ermöglichen, während kritischer Einsätze sicher und unterbrechungsfrei zu kommunizieren. Ob bei der Bewältigung von Notfällen, beim Schutz kritischer Infrastrukturen oder bei der Unterstützung von Sicherheitsmissionen: IRIS² wird Europa eine autonome und widerstandsfähige Konnektivitätslösung bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gewährleistung eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für die Verteidigungs- und Sicherheitsanforderungen erforderliche schnellere Bereitstellung und erhöhte Kapazität bedeuten zusätzliche Investitionen in den Programmbudget. Diese Investitionen werden den Ausbau der Satellitentechnologien und die Bereitstellung der erweiterten Konstellation unterstützen und gleichzeitig eine effiziente Nutzung der vorhandenen Programmressourcen gewährleisten. Die Finanzierung erfolgt durch eine Kombination aus Mitteln aus dem EU-Haushalt für den Zeitraum 2028–2034 und zusätzlichen Investitionen der EU-Mitgliedstaaten sowie anderer Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Mitgliedstaaten stärken IRIS² bereits durch nationale Investitionen, um spezifische zusätzliche Anforderungen zu decken. Polen und Ungarn haben bereits 656 Millionen Euro bzw. 500 Millionen Euro zugesagt, während Spanien Investitionen in Höhe von 1,6 bis 2 Milliarden Euro angekündigt hat. Weitere Beiträge von EU-Mitgliedstaaten werden derzeit geprüft, wobei die entsprechenden Vereinbarungen gerade finalisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nächste Schritte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem klaren Fahrplan, der die nächsten Schritte festlegt, hat die Kommission ein offizielles Schreiben an das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten gerichtet, um sie über das Ergebnis der Verhandlungen und die Umsetzungsphase zu informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Leitung der Kommission und mit der fachlichen Expertise der ESA wird das SpaceRISE-Konsortium nun die Programmentwicklung vorantreiben. Dazu gehören der Bau der Satelliten, die Beschaffung von Startdiensten und die Entwicklung einer sicheren Bodeninfrastruktur, um den fristgerechten Aufbau der Konstellation sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das IRIS²-Satellitennetz wird europaweit und darüber hinaus eine souveräne, sichere und zuverlässige Konnektivität gewährleisten. Es trägt dazu bei, die Unabhängigkeit Europas im Bereich der Konnektivität zu schützen, und stellt sicher, dass Regierungen, Rettungsdienste und Bürger auch in abgelegenen Gebieten oder in Krisenzeiten in Verbindung bleiben können.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-IRIS2_full_speed_ahead_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-IRIS2_full_speed_ahead_pillars-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153816" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-IRIS2_full_speed_ahead_pillars-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-IRIS2_full_speed_ahead_pillars-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-IRIS2_full_speed_ahead_pillars-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-IRIS2_full_speed_ahead_pillars-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>IRIS² – volle Kraft voraus<br>Credit: Europeäische Kommission</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Dezember 2024 unterzeichnete die Kommission den auf 12 Jahre angelegten IRIS²-Konzessionsvertrag mit dem SpaceRISE-Konsortium (SES, Eutelsat und Hispasat) und machte damit das geplante sichere Satellitenkommunikationssystem der EU zu einem offiziell finanzierten und rechtsverbindlichen Projekt. Mit dieser Vereinbarung wurde die öffentlich-private Partnerschaft zur Konzeption, zum Bau, zur Inbetriebnahme und zum Betrieb von IRIS² ins Leben gerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Dezember 2024 konzentrieren sich das SpaceRISE-Konsortium und die Kommission darauf, das Systemdesign im Detail auszuarbeiten, industrielle Arbeitspakete zu vergeben und groß angelegte Ausschreibungen für Satelliten, Startdienste und Bodeninfrastruktur vorzubereiten. Gleichzeitig haben sie die Konstellationsarchitektur und die Sicherheitsanforderungen weiter verfeinert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommission und das SpaceRISE-Konsortium nahmen im Januar 2026 Verhandlungen über die Steuerung, die technische Ausgestaltung und die Finanzierung des Programms auf, die unter dem Namen „Rendezvous 1“ bekannt sind. Die Verhandlungen wurden am 6. August 2026 abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andrius Kubilius, EU-Kommissar für Verteidigungsindustrie und Raumfahrt, erklärte: „Heute machen wir einen entscheidenden Schritt vorwärts für die Sicherheit und die digitale Souveränität Europas. Indem wir die Bereitstellung früher Verteidigungs- und Sicherheitsdienste beschleunigen und die IRIS²-Architektur stärken, werden wir nicht nur das Netzwerk vorzeitig in Betrieb nehmen, sondern auch die sicheren staatlichen Kapazitäten innerhalb der Union um mehr als 60 % steigern. Diese verstärkte, schneller einsatzbereite Konstellation wird unseren Mitgliedstaaten, Rettungsdiensten und Bürgern die widerstandsfähige, autonome Konnektivität bieten, die sie jetzt und in den Krisen der Zukunft benötigen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, sagte: „IRIS² ist eine klare Antwort auf Europas Bedarf an souveräner und sicherer Konnektivität. Das Erreichen des entscheidenden Meilensteins ‚Rendezvous 1‘ im Rahmen des Programms zeigt, dass Europa in der Lage ist, eine sichere und widerstandsfähige Fähigkeit bereitzustellen, die unabhängiges Handeln ermöglicht und seine wesentlichen Interessen schützt. Die ESA arbeitet gemeinsam mit der Europäischen Kommission daran, diesen Fortschritt weiter in operative Kapazitäten umzusetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/eu-space/iris2-secure-connectivity_en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IRIS²: die neue sichere Satellitenkonstellation der EU</a></li>



<li><a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/iris2-secure-connectivity-programme-factsheet_en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IRIS²-Informationsblatt</a></li>



<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=cJoxviNWRdM" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IRIS²-Video</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19581.msg590550#msg590550" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IRIS2 &#8211; EU Secure Connectivity</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA testet ultraleichte Radarantenne für die „SkyFall“-Marshubschrauber</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-testet-ultraleichte-radarantenne-fuer-die-skyfall-marshubschrauber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 02:06:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
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		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Skyfall]]></category>
		<category><![CDATA[Space Reactor 1 Freedom]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153783</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn die drei „SkyFall“-Hubschrauber der NASA in den Mars-Himmel aufsteigen, wird eine ihrer Aufgaben darin bestehen, mithilfe von Bodenradar nach gefrorenem Wasser zu suchen – einer lebenswichtigen Ressource für zukünftige Astronauten. Damit dieses Radar funktioniert, wird jedes Hubschraubermodell eine flexible Antenne aus Gewebe mitführen, die unter das Fluggerät hinausragen muss, ohne die Landung zu beeinträchtigen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenn die drei „SkyFall“-Hubschrauber der NASA in den Mars-Himmel aufsteigen, wird eine ihrer Aufgaben darin bestehen, mithilfe von Bodenradar nach gefrorenem Wasser zu suchen – einer lebenswichtigen Ressource für zukünftige Astronauten. Damit dieses Radar funktioniert, wird jedes Hubschraubermodell eine flexible Antenne aus Gewebe mitführen, die unter das Fluggerät hinausragen muss, ohne die Landung zu beeinträchtigen oder beim Aufprall zu zerbrechen. Es handelt sich um eine speziell für diese Mission entwickelte Konstruktion, die kürzlich eine Testreihe im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien erfolgreich bestanden hat.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/mars/2026/08/06/nasa-tests-featherweight-radar-antenna-for-skyfall-mars-helicopters/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Science Editorial Team</a>, 6. August 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=GC084vuSVbY" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-Aufrufbild_Video_Radarantenne_Skyfall-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153778" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-Aufrufbild_Video_Radarantenne_Skyfall-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/1-Aufrufbild_Video_Radarantenne_Skyfall-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ingenieure haben ein einzigartiges, auf Gewebe basierendes Design für ein Bodenradar entwickelt, das ein Schlüsselinstrument der „SkyFall“-Marshubschrauber der NASA sein wird. Die Technologie wurde im Juli 2026 im „In-Situ Instrument Laboratory“ des Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien vorgeführt.<br><strong>Credit: NASA/JPL-Caltech</strong></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar können Raumfahrzeuge in der Umlaufbahn die dicken Mars-Eisvorkommen in einer Tiefe von mehreren Dutzend Yards unter der Oberfläche kartieren, doch sind sie für die obersten paar Yards Regolith – also Gesteinsbruch und Staub – praktisch blind. Gerade diese oberflächennahe Zone wird für zukünftige Astronauten von größter Bedeutung sein, da sie das Eis problemlos erreichen und aufbereiten müssen, um Wasser, Sauerstoff und Treibstoff zu gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die einzige Möglichkeit, oberflächennahes Eis aus der Ferne zu erkennen, besteht darin, dicht über dem Boden zu fliegen“, sagte Adrian Tang, leitender Instrumentenwissenschaftler für Bodenradar bei SkyFall am JPL. „Durch einen niedrigen und langsamen Flug könnte ein SkyFall-Hubschrauber Radarbilder aufnehmen, die die feinen Schichtungen auflösen, in denen trockener Boden in Eis übergeht, dessen Vorhandensein erkennen und dessen Ausdehnung kartieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bestimmt für den Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um einen Blick unter die Marsoberfläche zu werfen, wird das Bodenradar von SkyFall einen extrem breiten Frequenzbereich nutzen – von 500 bis 2.500 Megahertz –, was Wellenlängen von etwa 60 bis 12 Zentimeter entspricht. Die längsten Wellenlängen können mehrere Meter tief in den Boden eindringen. Die kürzeren Wellenlängen liefern detailliertere Informationen über die obersten Schichten und die Oberflächenstruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kommt das einzigartige Antennendesign ins Spiel. Eine herkömmliche Antenne, die in diesem Bereich des elektromagnetischen Spektrums arbeitet, müsste 48,3 Zentimeter lang sein und eine freie Sicht auf den Boden haben, doch der Mindestabstand zwischen der Marsoberfläche und der Unterseite des Hubschrauberrumpfs beträgt nur etwa 15 Zentimeter. Das Team benötigte eine Antenne, die bei der Landung weder gestört noch beschädigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer umfassenden Suche nach der richtigen Antenne entschied sich das SkyFall-Team für die &#8222;Vivaldi&#8220;, da sie Signale über einen großen, durchgehenden Frequenzbereich senden und empfangen kann und sich aufgrund ihres flachen, leichten Profils leicht in flexible, metallisierte Gewebe einschneiden lässt. Die geschwungene Antenne wurde von ihrem Erfinder, Peter Gibson, benannt, der der Meinung war, dass ihre geschwungenen Linien einer Geige ähnelten – einem Instrument, das mit dem Komponisten Antonio Vivaldi in Verbindung gebracht wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/2-PIA26760_-_SkyFall_Operations_FINAL.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/2-PIA26760_-_SkyFall_Operations_FINAL-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153779" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/2-PIA26760_-_SkyFall_Operations_FINAL-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/2-PIA26760_-_SkyFall_Operations_FINAL-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Eine künstlerische Darstellung zeigt die drei „SkyFall“-Marshubschrauber, die beim Überfliegen der Oberfläche des Roten Planeten Daten sammeln.<br><strong>Credit: NASA/JPL-Caltech</strong></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar war die Standardausführung von &#8222;Vivaldi&#8220; effizient und robust, doch war sie für die Bodenfreiheit von SkyFall immer noch zu groß. Glücklicherweise lässt sich das Bodenradar von SkyFall weiter verkleinern, da es speziell für Vermessungen in geringer Tiefe (unter 5 Meter) im trockenen Marsregolith konzipiert ist, der Funkwellen weitaus weniger abschirmt als der Boden der Erde. Das Team entwickelte Techniken, um die Größe der Antenne noch weiter zu reduzieren, ohne dabei an Empfindlichkeit einzubüßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Obwohl es uns gelungen ist, die Antenne deutlich zu verkleinern, ist sie immer noch etwa 1½-mal so lang wie die Beine des Hubschraubers“, sagte Christine Gebara, mechanische Leiterin des Grundradars von SkyFall am JPL. „Das bedeutet, dass sich die Vivaldi-Antenne bei der Landung aus dem Weg biegen muss – und wenn der Hubschrauber auf einem Felsen landet, biegt sie sich sogar noch weiter. Wenn der Hubschrauber jedoch wieder abhebt, muss die Antenne für die Datenerfassung wieder in ihre Ausgangsposition zurückspringen. Da SkyFall voraussichtlich Dutzende von Flügen zur Erkundung des Mars durchführen wird, brauchten wir eine Antenne, die diesen Belastungen wiederholt standhalten kann, ohne während des Fluges ihre Form zu verlieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um sicherzustellen, dass ihre verkleinerte „Vivaldi“ den Flugbetrieb überstehen würde, umhüllte das Team ihn mit Polyester und anschließend mit mehreren Schichten Vectran – demselben flexiblen, extrem widerstandsfähigen Material, das auch für die Landungsairbags der Marsrover „Spirit“ und „Opportunity“ der NASA verwendet wurde. Damit die Antenne während des Fluges ihre Form behält, fügten die Ingenieure flexible Federn aus Glasfaserband sowie eine leichte Befestigungsstruktur aus Magnesium hinzu. Die gesamte Konstruktion wiegt etwa 150 Gramm, etwas mehr als zwei Geigenbögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Testen von „Vivaldi“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Testen von Weltraumhardware-Konzepten anhand von Papierentwürfen und mathematischen Modellen bringt eine Mission nur bis zu einem bestimmten Punkt voran. Das Team musste nachweisen, dass sein Antennenprototyp die intensiven Temperaturschwankungen und die Weltraumstrahlung einer kompletten Mission überstehen konnte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/3-PIA26759_-_SkyFall_antenna_in_chamber-2026-07-29.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/3-PIA26759_-_SkyFall_antenna_in_chamber-2026-07-29-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153781" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/3-PIA26759_-_SkyFall_antenna_in_chamber-2026-07-29-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/3-PIA26759_-_SkyFall_antenna_in_chamber-2026-07-29-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Eine Ingenieurin arbeitet in der HF-Absorberkammer am JPL an einer Testantenne für das Bodenradar der SkyFall-Mission.<br><strong>Credit: NASA/JPL-Caltech</strong></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Umweltprüflabor des JPL bogen die Ingenieure die Antenne, um eine mögliche Ausrichtung nach einem „SkyFall“-Flug auf dem Mars zu simulieren. Anschließend setzten sie sie extremen Temperaturschwankungen aus, um den Tag-Nacht-Zyklus auf dem Mars zu simulieren, bei dem die Temperaturen um bis zu 94 Grad Celsius schwanken können. Anschließend bogen sie die Antenne wiederholt, als hätte sie Dutzende von Landungen hinter sich. Dabei legten sie sechsmal eine Pause ein, um die Antenne in eine elektromagnetische Testkammer zu bringen und zu überprüfen, ob ihre Fähigkeit zum Senden und Empfangen von Radarsignalen nicht beeinträchtigt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Hochfrequenztests drehte das Team die Antenne um, sodass die Unterseite nach oben zeigte – eine Anordnung, die die Struktur stärker belastet, als es die Marsschwerkraft (rund ein Drittel der Erdschwerkraft) jemals tun würde – und testeten die Signalleistung. Am Ende der Testreihe hatte die Antenne 200 Marslandungen überstanden – mehr als doppelt so viele, wie für eine erfolgreiche Hauptmission erforderlich wären –, ohne an Leistung einzubüßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Test hat alle erwarteten Kriterien erfüllt und unsere wichtigsten technischen Fragen beantwortet“, sagte Tang. „Auch wenn noch einiges zu tun ist, bevor die Antenne vollständig flugtauglich ist, war dies ein wichtiger Meilenstein, und die Hardware hat genau wie erwartet funktioniert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die erste große Testreihe der Antenne abgeschlossen ist, baut das Team für das Bodenradar nun ein Entwicklungsmodell, das Vibrationstests, den Einsatz in einer simulierten Marsumgebung, Signaltests und Freilandversuche im &#8222;Mars Yard&#8220; des JPL durchlaufen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei SkyFall-Flugzeuge sind jeweils mit vier Instrumenten ausgestattet und treten in die Fußstapfen des Mars-Hubschraubers „Ingenuity“ der NASA, der in fast drei Jahren 72 Flüge absolvierte und damit bewies, dass ein motorisierter, kontrollierter Flug in der dünnen Marsatmosphäre möglich ist. Außerdem zeigte er, wie wertvolle Daten aus der Vogelperspektive gewonnen werden können, indem er dem Team des Marsrovers „Perseverance“ der NASA dabei half, zeitsparende Routen zu planen und Standorte für wissenschaftliche Messungen auszuwählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SkyFall soll voraussichtlich Ende 2028 an Bord des „Space Reactor-1 Freedom“ der NASA starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zu SkyFall: <a href="https://science.nasa.gov/mission/skyfall" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/skyfall</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19033.msg590528#msg590528" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Science Helicopter (MSH) </a></li>
</ul>
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		<title>„Wet Dress-Rehearsal“ bringt Themis dem Flug einen Schritt näher</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wet-dress-rehearsal-bringt-themis-dem-flug-einen-schritt-naeher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 20:32:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[ArianeGroup]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESRANGE]]></category>
		<category><![CDATA[Prometheus]]></category>
		<category><![CDATA[SSC Space]]></category>
		<category><![CDATA[Themis]]></category>
		<category><![CDATA[Wet Dress Rehearsal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ESAs Demonstrator für wiederverwendbare Raketenstufen hat am 23. Juli auf der Startrampe des Esrange Space Center in Schweden seinen ersten „Wet Dress-Rehearsal“ oder Betankungs- und Starttest bestanden. Im Rahmen des Tests wurde die Raketenstufe mit mehreren Tonnen ultrakaltem flüssigem Stickstoff befüllt, um den gesamten Ablauf zu simulieren, der vor dem Start und nach der Landung [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">ESAs Demonstrator für wiederverwendbare Raketenstufen hat am 23. Juli auf der Startrampe des Esrange Space Center in Schweden seinen ersten „Wet Dress-Rehearsal“ oder Betankungs- und Starttest bestanden. Im Rahmen des Tests wurde die Raketenstufe mit mehreren Tonnen ultrakaltem flüssigem Stickstoff befüllt, um den gesamten Ablauf zu simulieren, der vor dem Start und nach der Landung stattfinden müsste. Inspiriert vom Weg der Ariane 6 zum Erstflug ermöglicht die Generalprobe den Betreibern, die Abläufe unter sicheren Bedingungen zu optimieren. Diese Vorgänge sind Teil einer Reihe von Tests und Proben, die zum ersten Testflug der Themis-Trägerrakete führen.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Future_space_transportation/Major_rehearsal_takes_Themis_one_step_closer_to_flight" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Enabling &amp; Support / Space Transportation / Future space transportation</a>, 30. Juli 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Themis_control_centre_during_wet_dress_rehearsal_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Themis_control_centre_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-153708" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Themis_control_centre_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Themis_control_centre_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Themis_control_centre_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Themis Control Zentrum während des Betankungs- und Starttest<br>Credit: SSC Space–Mattias Forsberg; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Themis ist ein Raketenprototyp der ESA – ein europäisches Demonstrationsprojekt für kostengünstige Technologien zur Wiederverwendung von Raketen. Mit dem ebenfalls wiederverwendbaren, mit flüssigem Sauerstoff und Methan betriebenen Triebwerk „<a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Future_space_transportation/Prometheus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Prometheus</a>“ steht Themis auf der Startrampe im Esrange Space Center in Schweden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalprobe am 23. Juli ermöglichte es der ArianeGroup und SSC Space, die Countdown- und Postflug-Verfahren zu üben und mögliche verbleibende Anomalien zu identifizieren. Der Raketenprototyp wurde mit auf –200 °C abgekühltem flüssigem Stickstoff befüllt, um das gesamte System zu testen und zu prüfen, wie es der extremen Kälte und dem hohen Druck standhält, sowie um sicherzustellen, dass alle Systeme unter diesen Bedingungen ordnungsgemäß funktionieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-153711" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Themis während des Betankungs- und Starttest<br>Credit: SSC Space–Mattias Forsberg; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die bei diesem Test gesammelten Daten werden eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung von Themis auf seinen Erstflug spielen, insbesondere bei komplexen Vorgängen wie der Vorbereitung des Kryotriebwerks auf die Zündung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Themis wird mit flüssigem Methan und Sauerstoff betrieben, doch bei dieser Probe wurde aus Sicherheitsgründen flüssiger Stickstoff verwendet – dieser weist hinsichtlich der kryogenen Temperatur und der Dichte ähnliche Eigenschaften auf, ist jedoch weder brennbar noch explosiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Coole&#8220; Treibstoffe</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-153713" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Themis_during_wet_dress_rehearsal_pillars-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Themis während des Betankungs- und Starttest<br>Credit: SSC Space–Mattias Forsberg; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Prometheus-Triebwerk, der Themis antreibt, denselben Schub wie das Haupttriebwerk der europäischen Schwerlastrakete Ariane 6 hat, verwendet er andere Treibstoffe: flüssigen Sauerstoff und flüssiges Methan. Flüssiger Sauerstoff wird auf bis zu –183 °C abgekühlt, sodass die Aufbereitung und Handhabung solcher kryogenen Flüssigkeiten für die Betankung schon eine Herausforderung für sich ist. Im Vergleich zu anderen Raketentreibstoffen wie Wasserstoff und Kerosin hat Methan Vorteile: Es muss nicht so extrem gekühlt werden wie flüssiger Wasserstoff und ist aufgrund seiner größeren Molekülgröße einfacher zu handhaben und weniger anfällig für Leckagen, während es gleichzeitig eine höhere Leistung als Kerosin liefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Themis, der Demonstrator im Originalmaßstab der ersten europäischen wiederverwendbaren Hauptstufe, wurde im Rahmen des Programms zur Vorbereitung des künftigen Raumtransportwesens der ESA entwickelt, wobei die ArianeGroup als Hauptauftragnehmer fungierte und zahlreiche europäische Industriepartner beteiligt waren. Nach seiner Fertigstellung wurde Themis im Rahmen des von der Europäischen Kommission finanzierten „Horizont Europa“-Projekts <a href="https://salto-project.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SALTO</a> für die Startkampagne weiterentwickelt. Das SALTO-Projekt ist Teil des &#8222;<a href="https://hadea.ec.europa.eu/news/taking-closer-look-salto-performing-europes-first-reusable-launcher-flight-campaign-2025-06-27_en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><a href="https://eur05.safelinks.protection.outlook.com/?url=https%3A%2F%2Fhadea.ec.europa.eu%2Fnews%2Ftaking-closer-look-salto-performing-europes-first-reusable-launcher-flight-campaign-2025-06-27_en&amp;data=05%7C02%7CJulien.Harrod%40ext.esa.int%7C53af0208e2d34cffbc5108deed7edbc5%7C9a5cacd02bef4dd7ac5c7ebe1f54f495%7C0%7C0%7C639209326321257890%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=ZE70%2Fs%2BD2YqVvAI1PkG8sMIXIrGBL0q%2F9ul7KiKlHEU%3D&amp;reserved=0" target="_blank" rel="noopener">Space Research and Innovation Work Programme</a></a>&#8220; der EU und wird von der<a href="https://hadea.ec.europa.eu/index_en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> EU-Exekutivagentur HaDEA</a> verwaltet. Es vereint 25 Konsortialpartner aus 12 Ländern der Europäischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14402.msg590271#msg590271" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Prometheus Callisto Themis DEMESURE</a></li>
</ul>
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		<title>Miniupdate zu Starship Testflug 13</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/miniupdate-zu-starship-testflug-13/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 20:06:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Starship]]></category>
		<category><![CDATA[Landingburn]]></category>
		<category><![CDATA[Starship 40]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug 13]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoffleck]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153684</guid>

					<description><![CDATA[<p>(Updated) Ship 40 treibt viel länger als erwartet auf der Wasseroberfläche. Hatte Booster 20 nicht erst beim Landingburn mit Problemen zu kämpfen? Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James Quelle: SpaceX Livestream, X Ship 40 ist zumindest noch die ganze Nacht nach der Wasserung auf der Wasseroberfläche getrieben. Der Hochseeschlepper &#8222;Go Australis&#8220; folgte Ship 40 in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">(Updated) Ship 40 treibt viel länger als erwartet auf der Wasseroberfläche. Hatte Booster 20 nicht erst beim Landingburn mit Problemen zu kämpfen? Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: SpaceX Livestream, X</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Ship-40-after-Landing.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Ship-40-after-Landing-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153682" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Ship-40-after-Landing-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Ship-40-after-Landing-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ship 40 auf dem Wasser treibend<br>Quelle: SpaceX</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Floating-of-Ship-40.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="336" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Floating-of-Ship-40-400x336-1.jpg" alt="" class="wp-image-153679" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Floating-of-Ship-40-400x336-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Floating-of-Ship-40-400x336-1-300x252.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Driftweg von Ship 40<br>Quelle: <a href="https://x.com/mcrs987/status/2081178315008667846" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">TheSpaceEngineer auf X</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ship 40 ist zumindest noch die ganze Nacht nach der Wasserung auf der Wasseroberfläche getrieben. Der Hochseeschlepper &#8222;Go Australis&#8220; folgte Ship 40 in naher Distanz.<br>Circa 2 Stunden nach der Landung ist man für ungefähr eineinhalb Stunden an Ship 40 für Nahaufnahmen auf Ship 40 herangefahren. 30 Stunden nach der Landung hatte Ship 40 bereits über 100 km Distanz zurückgelegt. </p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-7ce00520"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="400" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Ship-40-still-floating-400x300-1.jpg" alt="" class="wp-image-153698" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Ship-40-still-floating-400x300-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/Ship-40-still-floating-400x300-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ship 40 treibt weiterhin im indischen Ozean<br>Quelle: SpaceX</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Update 27. Juli, 13 Uhr: 45 Stunden nach der Landung sind sind über 140 km zurückgelegt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Update 28. Juli, 23 Uhr: Nach einem Post von SpaceX von heute 19:29 Uhr treibt Ship 40 weiterhin im indischen Ozean.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Update 29. Juli, 21 Uhr: Nach einem Post von Elon Musk wird nun doch ein Bergeschiff zu Ship 40 entsandt.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-f4919c3c"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Mittlerweile nicht mehr warscheinliche Annahme einer Anomalie während der Startphase:</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-a0e2a1a7"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schon unter einer Minute nach dem Start konnten <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20856.msg590126#msg590126" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">an den inneren 3 Triebwerken von Booster 20 von Beobachtern Anomalien</a> ausgemacht werden, die möglicherweise zu einem Leck in den Methan- oder Sauerstoff Zuführungen führten.<br>Beim Boostbackburn wurden die inneren 3 Triebwerke als letzte Triebwerke nach 2 Minuten und 55 Sekunden nach dem Start deaktiviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Treibstoffanzeige ging daraufhin in der Anzeige des Livestreams auf den Wert Null.<br>Der Boostbackburn hätte nach Plan allerdings erst nach 3 Minuten und 3 Sekunden enden sollen, also 8 Sekunden später.<br>Das Starten von nur sehr wenigen Triebwerken beim Landingburn könnte damit nicht ursächlich ein Problem der Triebwerke selber, sondern schlicht durch Treibstoffmangel verursacht worden sein.<br>Dies ist allerdings noch eine Annahme, denn eine Stellungnahme zur nicht nach Plan erfolgten Wasserung des Booster 20 gibt es von SpaceX derzeit noch keine.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5104e43b"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Update 28. Juli, 23 Uhr: <em>Die angeführten Anomalien scheinen sich nicht zu bewahrheiten, keine Analyse Dritter führt diese Möglichkeit an, womit die Annahme der Landingburnanomalie wegen Treibstoffmangel unwarscheinlicher wird. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach wie vor ist damit eine gesicherte Aussage erst nach einer Stellungnahme von SpaceX möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20856.msg590148#msg590148" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Starship Flug 13 (B20/S40)</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Zwei neue Galileo-Satelliten nehmen den Betrieb auf</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwei-neue-galileo-satelliten-nehmen-den-betrieb-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 09:30:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[LEOP]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitennavigation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153667</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwei neue Satelliten sind nun offiziell Teil der europäischen Galileo-Satellitennavigationskonstellation geworden und stärken damit deren Leistungsfähigkeit, Ausfallsicherheit und Autonomie. Vier Galileo-Satelliten der ersten Generation müssen noch gestartet werden; der Start des nächsten Paares ist für Ende des Jahres geplant.Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Applications / Satellite navigation, 24. Juli 2026 Die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwei neue Satelliten sind nun offiziell Teil der europäischen Galileo-Satellitennavigationskonstellation geworden und stärken damit deren Leistungsfähigkeit, Ausfallsicherheit und Autonomie. Vier Galileo-Satelliten der ersten Generation müssen noch gestartet werden; der Start des nächsten Paares ist für Ende des Jahres geplant.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Applications/Satellite_navigation/Two_new_Galileo_satellites_enter_service" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Applications / Satellite navigation</a>, 24. Juli 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Galileo_launch_14_liftoff_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Galileo_launch_14_liftoff_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153668" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Galileo_launch_14_liftoff_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Galileo_launch_14_liftoff_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Galileo 14 Start<br>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufnahme von SAT 33 und SAT 34 in die Galileo-Konstellation stärkt das weltweit fortschrittlichste globale Navigationssatellitensystem und gewährleistet eine verbesserte Systemredundanz sowie eine kontinuierliche Datenversorgung für Milliarden von Nutzern weltweit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Monaten waren die Missionsbetreiber im Galileo-Kontrollzentrum in Deutschland (GCC-D) damit beschäftigt, die beiden neuesten Galileo-Satelliten für den operativen Betrieb vorzubereiten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Galileo_satellite_pillars.gif" alt="" class="wp-image-153666" style="width:399px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption"><em>Galileo Satellit<br>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 17. Dezember gestartete Mission profitierte von der präzisesten Orbitalinjektion, die jemals für Galileo erreicht wurde – ein nahezu perfekter Einschuss, der die hohe Leistungsfähigkeit der Ariane 6 bestätigte. Galileo ist das einzige Programm, bei dem Satelliten gleicher Masse mit vier verschiedenen Trägerraketen – Sojus, Ariane 5, Falcon 9 und nun Ariane 6 – in dieselbe Umlaufbahn gebracht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trennung der Satelliten erfolgte etwa vier Stunden nach dem Start, gefolgt von der Signalerfassung und dem Ausfahren der Solarpaneele, was den Beginn der kritischen Start- und Frühbetriebsphase (LEOP) markierte. Während dieser Phase nahmen die GCC-D-Teams unter der Verantwortung der EU-Agentur für das Raumfahrtprogramm (EUSPA) die wesentlichen Subsysteme der Satelliten in Betrieb, manövrierten sie so, dass sie auf die Erde ausgerichtet waren, und leiteten eine Orbitaldrift in Richtung ihrer Zielpositionen in der Konstellation ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa sieben Tage nach dem Start war die LEOP abgeschlossen, und die Satelliten wurden für den Einsatz im Weltraum für tauglich befunden. Die Inbetriebnahmephase konnte beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endgültige Umlaufbahn und vollständige Inbetriebnahme</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Commissioning_of_Galileo_L14_satellites_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Commissioning_of_Galileo_L14_satellites_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153670" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Commissioning_of_Galileo_L14_satellites_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Commissioning_of_Galileo_L14_satellites_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Kommissionierung der Galileo L14 Satelliten<br>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang dieses Jahres übertrugen die Satelliten ihr erstes „Signal im Weltraum“ – die erste Übertragung der Navigationsnutzlast – an die Galileo-Orbitalteststation, die sich am ESA-ESEC in Redu, Belgien, befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Schritt leitete die Testphase der Nutzlast im Orbit ein, mit der sichergestellt wird, dass die neuen Satelliten einen positiven Beitrag zur globalen Leistungsfähigkeit des Galileo-Dienstes leisten werden. Während das GCC-D den Satellitenbetrieb leitete, entwarf die ESA die Testfälle und Nutzlastkonfigurationen, die im Rahmen der gesamten Testkampagne durchgeführt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Zwischenzeit haben die Teams die Navigationsausrüstung, die Atomuhren, die Transponder und die Sicherheitsfunktionen konfiguriert und validiert. Parallel dazu haben die operativen Mitarbeiter die Satelliten auf ihre genauen Orbitalpositionen in 23.222 km Höhe manövriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2026 genehmigte der Sicherheitsakkreditierungsausschuss des EU-Raumfahrtprogramms die Inbetriebnahme von SAT 33. Am 23. Juli 2026 folgte die Inbetriebnahme von SAT 34, womit die vollständige Stationierung der L14-Satelliten innerhalb der Galileo-Konstellation abgeschlossen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Gallileo</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-Gallileo-launch-timeline.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-Gallileo-launch-timeline-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153672" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-Gallileo-launch-timeline-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-Gallileo-launch-timeline-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Zeitlicher Ablauf des Galileo Starts der Ariane 6<br>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Galileo ist das weltweit präziseste Satellitennavigationssystem und steht seit der Aufnahme des offenen Dienstes im Jahr 2016 über fünf Milliarden Smartphone-Nutzern rund um den Globus zur Verfügung. Alle im europäischen Binnenmarkt verkauften Smartphones sind nun garantiert Galileo-fähig. Darüber hinaus leistet Galileo einen wichtigen Beitrag in den Bereichen Schienenverkehr, Seeverkehr, Landwirtschaft, Finanzzeitdienste und Rettungsaktionen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-Galileo-Start-Historie-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153674" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-Galileo-Start-Historie-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-Galileo-Start-Historie-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Galileo Start Historie<br>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vorzeigeprogramm der EU wird Galileo von der Europäischen Kommission verwaltet und finanziert. Seit seiner Gründung leitet die ESA die Konzeption, Entwicklung und Qualifizierung der Weltraum- und Bodensysteme sowie die Beschaffung der Startkapazitäten. Der ESA sind zudem Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Zukunft von Galileo im Rahmen des EU-Programms „Horizont Europa“ anvertraut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Agentur für das Weltraumprogramm (EUSPA) fungiert als Dienstleister, überwacht die Markt- und Anwendungsbedürfnisse und stellt den Kontakt zu den Nutzern sicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20746.msg590117#msg590117" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galileo-Satelliten auf Ariane-6</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Starship Testflug 13 &#8211; ein weiterer Schritt zum wiederverwendbaren Trägersystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/starship-testflug-13-ein-weiterer-schritt-zum-wiederverwendbaren-traegersystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2026 01:42:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Starship]]></category>
		<category><![CDATA[Raptor]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Starbase]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug 13]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153630</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit erfolgreichem Aussetzen von echten Starlink-Satelliten, Wiederzündung eines Triebwerks im All und zielgenauer Wasserung ist ein Version-3-Schiff erstmals in fast allen entscheidenden Phasen erfolgreich gewesen, so dass reguläre Missionen samt Wiederverwendung in Reichweite kommen. Beim Landing Burn des Boosters starteten jedoch zu wenige Raptoren, die Wasserung erfolgte zu hart.Ein Portalbeitrag der Raumfahrer.net Autorin SpaceSil. Quellen: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit erfolgreichem Aussetzen von echten Starlink-Satelliten, Wiederzündung eines Triebwerks im All und zielgenauer Wasserung ist ein Version-3-Schiff erstmals in fast allen entscheidenden Phasen erfolgreich gewesen, so dass reguläre Missionen samt Wiederverwendung in Reichweite kommen. Beim Landing Burn des Boosters starteten jedoch zu wenige Raptoren, die Wasserung erfolgte zu hart.<br>Ein Portalbeitrag der Raumfahrer.net Autorin SpaceSil.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: SpaceX-Website und Livestream</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-00-00.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-00-00-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153619" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-00-00-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-00-00-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Start bei T-0<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der vergangenen Nacht, um 0:51 h unserer Zeit, startete der 13. integrierte Testflug des Starships planmäßig von Pad 2 in Starbase / Texas.<br>Der erste Startversuch war in der Vorwoche in buchstäblich letzter Sekunde unmittelbar noch während der Triebwerkszündung automatisch abgebrochen worden. Nach Angaben des Unternehmens mussten anschließend zwei Raptor-Triebwerke ausgetauscht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Flug 12 die grundlegenden Änderungen von Starship-Version 2 auf 3 erstmals getestet hatte, wobei der Booster direkt nach der Stufentrennung allerdings versagte, konzentrierte sich diese Mission auf jene Manöver, die unmittelbar für den späteren operationellen Einsatz notwendig sind.<br>Auffällig waren mehrere Änderungen der Flugsequenz gegenüber dem vorherigen Testflug. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-01-03.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-01-03-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153621" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-01-03-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-01-03-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Phase des maximalen dynamischen Druckes auf die gesamte Rakete<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abheben erreichte Starship wie vorgesehen den Punkt maximaler aerodynamischer Belastung (Max Q) erst nach 58 Sekunden und damit 13 Sekunden später als bei Flug 12. Trotz dieses späteren Max-Q-Zeitpunkts erfolgte das Abschalten der Boostertriebwerke (MECO) bereits nach 2:18 Minuten und damit etwa drei Sekunden früher als beim vorherigen Flug. Auch das Hot Staging mit der Zündung der Starship-Raptor-Triebwerke und der Trennung beider Stufen wurde entsprechend früher eingeleitet. SpaceX teilte mit, dass bei diesem Flug das Hitzeschutz-Schild während des Startvorgangs optisch überprüft werden solle bei „höherem dynamischen Druck“, was diese geänderte Flugdynamik erklären könnte.<br>Nachdem die Stufentrennung mit geänderter Zündreihenfolge der Oberstufe erfolgte, um den Super Heavy Booster in die gewünschte Richtung abzulenken, leitete dieser erfolgreich sein Rückflugmanöver ein. Dabei dauerte der Boostback Burn nur 38 Sekunden und fiel somit deutlich kürzer aus als bei vorherigen Flügen. Die geänderte Timeline deutet darauf hin, dass das Rückflugprofil des Boosters angepasst wurde. </p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-3e3cc02c"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-20.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-20-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153623" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-20-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-20-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Stufentrennung<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-42.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-42-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153625" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-42-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-02-42-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Stufentrennung<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-06-33.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-06-33-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153627" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-06-33-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-06-33-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Landing Burn des Boosters mit viel zu geringer Anzahl gestarteter Triebwerke.<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-252bc94d"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Super-Heavy-Booster absolvierte sein Rückflugprogramm bis zum Landing Burn erfolgreich, konnte dann aber nur einige Triebwerke erneut zünden und stürzte fast ungebremst in den Golf von Mexiko. Damit konnte auch beim zweiten Versuch ein V3-Booster keine erfolgreiche sanfte Wasserung demonstrieren. Dies ist um so ärgerlicher, als Booster-Wasserungen bereits vor zwei Jahren als beherrschbar schienen und drei Booster der Versionen 1 und 2 sogar erfolgreich am Startturm gefangen werden konnten.<br>Parallel simulierte die Startanlage einen Booster-Fang mit der erneuten Auslösung des Wasserdämpfungsystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Flug der Oberstufe: Satellitenausstoß, Triebwerksneustart und Untersuchungen des Hitzeschutzsystems</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-17-12.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-17-12-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153629" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-17-12-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-17-12-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Auswurf der Starlink Satelliten<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Stufentrennung setzte die Starship-Oberstufe ihren Flug zunächst mit allen sechs Raptor-Triebwerken fort. Nach 8 Minuten und 5 Sekunden schalteten die Triebwerke planmäßig ab.<br>Erstmals setzte das Starship zwanzig echte Starlink-Satelliten der Version 3 aus der Nutzlastbucht aus, dies begann rund 16 Minuten nach dem Start und dauerte etwa 12 Minuten. SpaceX verzichtete leider diesmal darauf, wie bei Flug 12 Aufnahmen sowohl vom Inneren der Nutzlastbucht wie auch aus der Sicht der Satelliten zu zeigen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-27-16.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-27-16-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153632" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-27-16-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-27-16-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Auswurf der Starlink Satelliten von Außen gesehen<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satelliten verblieben aufgrund der suborbitalen Flugbahn zwar nur 20 Minuten im Orbit, sollten jedoch entsprechend der Ankündigung einen Test unter realen Flugbedingungen ermöglichen: Laser- und Funkverbindungen zu operationalen Starlink-Satelliten und Bodenstationen. Ob dies gelang wurde während der Liveübertragung jedoch nicht mitgeteilt. Die zwanzig Satelliten mit einer geschätzten Gesamtmasse von 34 Tonnen waren die vermutlich bislang größte Nutzlast, die ein SpaceX-Träger jemals befördert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs der Satelliten waren zusätzlich mit Kameras ausgestattet. Sie sollten speziell angebrachte weiße Referenzkacheln auf dem Hitzeschutzschild erfassen, während das Schiff planmäßig rollte, und auch noch während des Wiedereintritts. Dadurch wollte SpaceX einen Verlust einzelner Hitzeschutzkacheln simulieren und erproben, wie künftig ein Verlust einzelner Kacheln erkannt werden kann.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-39-08.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-39-08-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153634" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-39-08-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-39-08-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wiederzündung eines Raptor Triebwerkes im Freiflug<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">39 Minuten nach dem Start führte Starship einen Neustart eines SeaLevel-Raptor-Triebwerks im Weltraum durch. Nachdem SpaceX dieses Verfahren bereits bei früheren Testflügen erfolgreich demonstriert hatte, sollte der Nachweis nun auch mit der Version-3-Konfiguration wiederholt werden. Zuverlässige Neustarts im Orbit gelten als wichtige Voraussetzung für ein sicheres Erreichen des Orbits, Bahnänderungen und der Deorbit-Manöver. Der erfolgreiche Neustart bestätigte die Fähigkeit der Raptor-Triebwerke, auch im Weltraum zuverlässig gezündet zu werden.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-7bd465a4"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wiedereintritt und Landung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-58-08.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-58-08-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153638" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-58-08-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T00-58-08-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Plasmaspuren beim Wiedereintritt<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 47 Minuten und 30 Sekunden nach dem Start begann Starship planmäßig mit dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Das offensichtlich völlig intakte Fahrzeug leitete das abschließende Landemanöver ein; der Landing Burn begann nach 1 Stunde und 5 Minuten, unmittelbar gefolgt vom Umschwenken aus der horizontalen Fluglage in die vertikale Landekonfiguration. Während des Bremsmanövers reduzierte das Schiff die Zahl der aktiven Raptor-Triebwerke zunächst von drei auf zwei und schließlich auf ein Triebwerk, bevor die Oberstufe nach 1 Stunde und 5 Minute planmäßig im Indischen Ozean sanft wasserte, wo sie zur Überraschung aller Kommentatoren noch bis zum Ende des Livestreams, und warscheinlich länger, an der Oberfläche trieb und sogar weiterhin Kamerabilder lieferte.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-7e1504c0"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-14.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-14-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153640" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-14-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-14-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Aufrichtmanöver (Belly Flop) vor der Landung<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-23.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-23-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153645" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-23-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-05-23-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wasserung von Schiff 40<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-06-09.jpg" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-06-09-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153647" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-06-09-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-06-09-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Schiff schwimmt<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-82b7c88c"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit:</strong><br>Mit Flug 13 setzte SpaceX die schrittweise Erprobung des Starship-Systems systematisch fort. Während insbesondere der erneute Start eines Raptor-Triebwerks im Weltraum und die zielgenaue Wasserung des Schiffs den Übergang zu orbitalen Starship-Missionen bei den nächsten Flügen und erstmals den Fang eines Schiffs mit den Fangarmen des Turms erlauben, macht das erneute Versagen des Boosters dessen Fang derzeit unmöglich und verhindert somit noch die vollständige Wiederverwendung.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-07-00.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-07-00-750x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153656" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-07-00-750x225-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/T01-07-00-750x225-1-300x90.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das schwimmende Schiff ermöglicht eine genaue Beobachtung des Hitzeschildes<br>Credit: SpaceX</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20856.msg590064#msg590064" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Starship Flug 13 (B20/S40)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Roboter-Wartungsmission startet mit Unterstützung der NASA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/roboter-wartungsmission-startet-mit-unterstuetzung-der-nasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 19:46:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DARPA]]></category>
		<category><![CDATA[Goddard Space Flight Center]]></category>
		<category><![CDATA[Mission Robotic Vehicle]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Northrop Grumman]]></category>
		<category><![CDATA[RSGS]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumrobotik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153606</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach seinem Start vom Cape Canaveral am 21. Juli an Bord einer SpaceX-Falcon-9-Rakete ist das Mission Robotic Vehicle (MRV), das die von der NASA unterstützte Nutzlast „Robotic Servicing of Geosynchronous Satellites“ (RSGS) trägt, nun auf dem Weg in die geosynchrone Erdumlaufbahn, wo es mithilfe seiner hochmodernen Robotik Raumfahrzeuge warten wird.Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach seinem Start vom Cape Canaveral am 21. Juli an Bord einer SpaceX-Falcon-9-Rakete ist das Mission Robotic Vehicle (MRV), das die von der NASA unterstützte Nutzlast „Robotic Servicing of Geosynchronous Satellites“ (RSGS) trägt, nun auf dem Weg in die geosynchrone Erdumlaufbahn, wo es mithilfe seiner hochmodernen Robotik Raumfahrzeuge warten wird.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/technology/robotic-servicing-mission-launches-with-nasa-support/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Goddard Digital Team</a>, 22. Juli 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">RSGS nutzt das Know-how der NASA im Bereich der Weltraumrobotik und orientiert sich dabei an den übergeordneten Zielen der Behörde, die Fähigkeiten der USA in den Bereichen Wartung, Montage und Fertigung im Weltraum weiterzuentwickeln, die für die kommerzielle Weltraumnutzung und die Weltraumforschung genutzt werden können.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-20260721-cc-mrv-mep-curbh-img-0499.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-20260721-cc-mrv-mep-curbh-img-0499-750x500-1.jpg" alt="" class="wp-image-153604" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-20260721-cc-mrv-mep-curbh-img-0499-750x500-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-20260721-cc-mrv-mep-curbh-img-0499-750x500-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-20260721-cc-mrv-mep-curbh-img-0499-750x500-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das „Mission Robotic Vehicle“ von Northrop Grumman, das die von der NASA unterstützte Nutzlast „Robotic Servicing of Geosynchronous Satellites“ (RSGS) beherbergt, startete am 21. Juli an Bord einer SpaceX-Falcon-9-Rakete. Das RSGS-Programm wird von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) finanziert und nutzt zwei vom U.S. Naval Research Laboratory entwickelte Roboterarme.<br><mark>Credit: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das von der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) finanzierte RSGS-Programm nutzt zwei präzisionsfähige Roboterarme, die vom US-Marineforschungslabor entworfen und entwickelt wurden. Die DARPA stellte die Roboterarm-Baugruppe für den Einbau in den MRV von Northrop Grumman bereit, den ersten robotergestützten Multimissions-Wartungsroboter der USA im Weltraum. Das Raumfahrzeug wird Satelliten im Orbit inspizieren und aufrüsten, indem es kleine Antriebsmodule – sogenannte „Mission Extension Pods“ – installiert, wodurch die Betriebsdauer bestehender Raumfahrzeuge um Jahre verlängert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">RSGS bringt Regierungsbehörden und die Industrie zusammen, um fortschrittliche Robotersysteme im Weltraum zu testen. Das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, begann im Jahr 2024 im Rahmen einer behördenübergreifenden Vereinbarung mit der DARPA, die RSGS-Mission zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beiträge der NASA zu dieser Mission bauen auf ihrer langjährigen Erfahrung mit Wartungsmissionen auf, darunter die Wartungsmissionen für das Hubble-Weltraumteleskop und die robotergestützten Betankungsmissionen an der Internationalen Raumstation. Die Unterstützung der NASA für das RSGS-Programm umfasst die Entwicklung dynamischer Simulations- und Analysewerkzeuge, Softwareanalysen zur Leistungsüberprüfung sowie ein Team von Flugroboter-Operatoren, die hochtechnische Verfahren im Orbit unterstützen werden. Hunderte von Satelliten befinden sich in einer geosynchronen Umlaufbahn. Von diesen werden voll funktionsfähige Satelliten oft vorzeitig außer Betrieb genommen, weil ihnen der Treibstoff ausgeht oder ihre Ausrüstung veraltet ist. RSGS schafft eine entscheidende Fähigkeit der USA, die Lebensdauer von Raumfahrzeugen im Orbit zu verlängern, was innovativere und kosteneffizientere Missionskonzepte ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><mark>Colleen Wouters, NASA’s Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md.</mark></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=21045.msg589967#msg589967" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MRV-1 auf Falcon 9</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die erste Stufe der Langer Marsch-10B wurde erfolgreich auf der Bergungsplattform auf See geborgen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-erste-raketenstufe-der-rakete-langer-marsch-10b-wurde-erfolgreich-auf-der-bergungsplattform-auf-see-geborgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 21:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[chinesische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bergung]]></category>
		<category><![CDATA[Fangmechanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hainan]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 10B]]></category>
		<category><![CDATA[Navigator]]></category>
		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153569</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach dem Start der Rakete Langer Marsch-10B und der Trennung der ersten Stufe wurde diese erneut gezündet und zur schwimmenden Plattform dirigiert. Rund sechs Minuten nach der Trennung der beiden Raketenstufen wurde die erste Stufe erfolgreich auf der Bergungsplattform auf See gefangen und geborgen. Ein Portalbeitrag vom Raumfahrer.net Autor HausD. Quellen: NASA / CNSA, VK.com, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach dem Start der Rakete Langer Marsch-10B und der Trennung der ersten Stufe wurde diese erneut gezündet und zur schwimmenden Plattform dirigiert. Rund sechs Minuten nach der Trennung der beiden Raketenstufen wurde die erste Stufe erfolgreich auf der Bergungsplattform auf See gefangen und geborgen. Ein Portalbeitrag vom Raumfahrer.net Autor HausD.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: NASA / CNSA, VK.com, Patentschrift CN117128817A, weibo.com/tv/, weibo.com, CAST, CCTV 13, GCTN.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/01-006aWhMSgy1ibzsp4o12ij30u00qbthh.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Tragekonstrukt für den Fangmechanismus im Bau Foto: weibo" data-rl_caption="" title="Tragekonstrukt für den Fangmechanismus im Bau Foto: weibo" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/01-006aWhMSgy1ibzsp4o12ij30u00qbthh-400x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153533" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/01-006aWhMSgy1ibzsp4o12ij30u00qbthh-400x351-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/01-006aWhMSgy1ibzsp4o12ij30u00qbthh-400x351-1-300x263.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Tragekonstrukt für den Fangmechanismus im Bau <br>Foto: weibo</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Juli 2026 startete die chinesische Rakete Langer Marsch-10B von der Startrampe 2 des kommerziellen Raumfahrtstartplatzes Hainan zu einer besonderen Mission. Das erste Mal sollte nun die erste Stufe der Rakete auf der schwimmenden Plattform, dem Bergungsschiff &#8222;Navigator&#8220; (cn. 领航泽), in einer Art Käfig an gespannten Seilen aufgefangen werden. Die erste Raketenstufe verfügt damit über keine Landestützen, sondern hat auf der oberen Seite, zwischen den Gittern, die als Steuerruder dienen, noch vier von oben her ausschwenkbare Hakenstangen. Beim Herabsinken der durch die wieder gezündeten Triebwerke gebremsten Raketenstufe fällt diese in eine aus vier hochfesten Seilen bestehende rautenförmige (#) Öffnung. Die Seile können ausserdem relativ dicht an die ausgestreckten Haken heran gefahren werden. Die Haken hängen sich in die Seile ein und die Rakete wird dann hängend langsam herab gelassen bis sie stabil stehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fangturm &#8211; Haken- und Seilmechanismus</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/02-2456929.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Gitter-Ruder und Hakenstangen unter der Abdeckung Bild: Ace of Razgriz Quelle: 15.01.2026 Ace of Razgriz" data-rl_caption="" title="Gitter-Ruder und Hakenstangen unter der Abdeckung Bild: Ace of Razgriz Quelle: 15.01.2026 Ace of Razgriz" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/02-2456929-400x251-1.jpg" alt="" class="wp-image-153535" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/02-2456929-400x251-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/02-2456929-400x251-1-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Gitter-Ruder und Hakenstangen unter der Abdeckung Bild: Ace of Razgriz<br>Quelle: 15.01.2026 <a href="https://x.com/raz_liu/status/2011689426553057442" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Ace of Razgriz</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tragekonstrukt für den Fangmechanismus ist ein oben offenes und an den Seiten verspanntes Fachwerk, das auf der Plattform des Bergungsschiffs aufgesetzt und verankert ist. Die Höhe des Fangmechanismus beträgt 65 m, die Breite unten auf dem Schiff beträgt ca. 55 m. Die lichten Weite vom Innenbereich des Fangturms betragen 44 Meter mal 44 Meter, also insgesamt 1.936 Quadratmeter. Das bietet genügend Spielraum für Abweichungen oder ein Abdriften der Raketenstufe während des Abstiegs auf die Plattform.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gitter-Ruder und Hakenstangen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Transport der verpackten Stufe zeichnen sich die Gitter-Ruder [rot] und die um 45° versetzten Hakenstangen [grün] ab.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-0f83414b"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Elementen gibt es eine Patentschrift, in der die Funktionen dieser Elemente offengelegt wurden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/03-G-r6pjnbYAAaYQg-Oben-dt.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Haken und Gitterruder – von Oben gesehen Quelle: Patentschrift CN117128817A" data-rl_caption="" title="Haken und Gitterruder – von Oben gesehen Quelle: Patentschrift CN117128817A" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="371" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/03-G-r6pjnbYAAaYQg-Oben-dt-400x371-1.jpg" alt="" class="wp-image-153537" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/03-G-r6pjnbYAAaYQg-Oben-dt-400x371-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/03-G-r6pjnbYAAaYQg-Oben-dt-400x371-1-300x278.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Haken und Gitterruder &#8211; von Oben gesehen</em><br>Quelle: <a href="https://patents.google.com/patent/CN117128817A/zh" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Patentschrift CN117128817A</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/04-G-r6pf8WQAA7AV6-Seite.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Haken und Gitterruder – von der Seite, wenig geöffnet Quelle: Patentschrift CN117128817A" data-rl_caption="" title="Haken und Gitterruder – von der Seite, wenig geöffnet Quelle: Patentschrift CN117128817A" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="313" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/04-G-r6pf8WQAA7AV6-Seite-400x313-1.jpg" alt="" class="wp-image-153539" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/04-G-r6pf8WQAA7AV6-Seite-400x313-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/04-G-r6pf8WQAA7AV6-Seite-400x313-1-300x235.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Haken und Gitterruder &#8211; von der Seite, wenig geöffnet<br>Quelle: <a href="https://patents.google.com/patent/CN117128817A/zh" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Patentschrift CN117128817A</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/05-G-r6pkFbQAEDh3i-Seite-auf.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Haken und Gitterruder - von der Seite, weit geöffnet Quelle: Patentschrift CN117128817A" data-rl_caption="" title="Haken und Gitterruder - von der Seite, weit geöffnet Quelle: Patentschrift CN117128817A" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="261" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/05-G-r6pkFbQAEDh3i-Seite-auf-400x261-1.jpg" alt="" class="wp-image-153541" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/05-G-r6pkFbQAEDh3i-Seite-auf-400x261-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/05-G-r6pkFbQAEDh3i-Seite-auf-400x261-1-300x196.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Haken und Gitterruder &#8211; von der Seite, weit geöffnet<br>Quelle: <a href="https://patents.google.com/patent/CN117128817A/zh" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Patentschrift CN117128817A</a></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-544ab32c"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/06-img_1685.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Auslegerplattformen in rot auf dem Bild Foto: weibo/FCS" data-rl_caption="" title="Die Auslegerplattformen in rot auf dem Bild Foto: weibo/FCS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="332" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/06-img_1685-400x332-1.jpg" alt="" class="wp-image-153543" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/06-img_1685-400x332-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/06-img_1685-400x332-1-300x249.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Auslegerplattformen in rot auf dem Bild <br>Foto: weibo/FCS</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Bergungsschiff &#8222;Navigator&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schiff &#8222;Navigator&#8220; ist 144 m lang und 50 m breit, hat eine Verdrängung von 25.000 Tonnen (bei voller Beladung) und ist mit einem dynamischen Positionierungssystem der Klasse 2 (DP2) ausgestattet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schiff besitzt Auslegerplattformen, die an den vier Ecken des Schiffes installiert sind. Sie tauchen ins Wasser ein , wenn das Schiff leicht schwankt und erzeugen so einen stabilisierenden Auftrieb, wodurch das Schiff erheblich ruhiger im Wasser liegt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/07-dps-panel-1024x576-1.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Beispiel eines Dynamic Positioning System Bild: Hydrotechnik Lübeck" data-rl_caption="" title="Beispiel eines Dynamic Positioning System Bild: Hydrotechnik Lübeck" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/07-dps-panel-1024x576-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153545" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/07-dps-panel-1024x576-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/07-dps-panel-1024x576-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Beispiel eines Dynamic Positioning System <br>Bild: <a href="https://www.hydrotechnik-luebeck.de/bbc-dynamic-positioning-system/#iLightbox[gallery13209]/0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Hydrotechnik Lübeck</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Dynamische Positionierungssystem (DP2) ist 2-fach redundant in allen kritischen Komponenten, wie Motoren, Computer, Stromversorgung oder Sensoren, und ermöglicht es dem Schiff, seine genaue Position und Richtung automatisch zu halten. Damit braucht man auf See keine Anker werfen oder im Hafen Festmacheleinen zu benutzen. Das System misst dazu kontinuierlich die äußeren Einflüsse wie Wind, Wellen sowie Strömungsrichtungen und gleicht diese durch die gezielte Ansteuerung von schiffseigenen Antrieben und Strahlrudern aus. Das System zur dynamischen Positionierung ist auch fernsteuerbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Bahnverlauf für die Rückführung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/08-9da82ba5gy1ieyxhgnrxzj20r10c6mz8-12-e.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Bahnverlauf über die Zeit 0 – 500s Foto: weibo" data-rl_caption="" title="Der Bahnverlauf über die Zeit 0 – 500s Foto: weibo" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="180" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/08-9da82ba5gy1ieyxhgnrxzj20r10c6mz8-12-e-400x180-1.jpg" alt="" class="wp-image-153547" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/08-9da82ba5gy1ieyxhgnrxzj20r10c6mz8-12-e-400x180-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/08-9da82ba5gy1ieyxhgnrxzj20r10c6mz8-12-e-400x180-1-300x135.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Bahnverlauf über die Zeit 0 &#8211; 500s <br>Foto: weibo</em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>154,7525 s: Triebwerksabschaltung der Erststufe</li>



<li>159,7992 s: Trennung von Erst- und Zweitstufe</li>



<li>168,9620 s: Sekundärzündung</li>



<li>ca. 172,0 s : Lageanpassung mittels Gitterflossen</li>



<li>212,7199 s: Verkleidungsabwurf</li>



<li>252,8268 s: Abbremsung durch Rückwärtsschub</li>



<li>365,0524 s: Zündung zu Leistungsverzögerungsphase</li>



<li>393,0325 s: Abschaltung zu Leistungsverzögerung</li>



<li>446,9724 s: Zündung von 3 Triebwerken</li>



<li>457,5525 s: Triebwerksabschaltung beendet</li>



<li>477,3347 s: Fang-Mechanismus ausklappen</li>



<li>folgend: Ausrichtung von Schiff und Rakete</li>



<li>folgend: Zentrale Triebwerksabschaltung</li>
</ul>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-25437202"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/09-CZ-10B-St1-00-11-e.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ansicht aus der 2. Stufe auf die erste Stufe Bildquelle: Video SPACE" data-rl_caption="" title="Ansicht aus der 2. Stufe auf die erste Stufe Bildquelle: Video SPACE" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/09-CZ-10B-St1-00-11-e-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153549" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/09-CZ-10B-St1-00-11-e-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/09-CZ-10B-St1-00-11-e-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ansicht aus der 2. Stufe auf die erste Stufe <br>Bildquelle: Video SPACE</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rückführungsprozess der ersten Stufe</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückführungsprozess beginnt schon ca. 153 Sekunden nach dem Start mit der Trennung der Ersten Stufe von der Zweiten Stufe. Dabei muss eine pyrotechnische Trennladung einen Schaden am Oberteil der ersten Stufe erzeugt haben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/10-hm1vaz10.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="Landung mit qualmendem Oberteil Bild: weibo" data-rl_caption="" title="Landung mit qualmendem Oberteil Bild: weibo" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/10-hm1vaz10-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153551" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/10-hm1vaz10-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/10-hm1vaz10-400x225-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Landung mit qualmendem Oberteil <br>Bild: weibo</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Bild, bei der Zeit 161 Sekunden, auf dem Oberteil der ersten Stufe sieht man eine sich ausbreitende &#8222;Wolke&#8220; (im Bild rechts unten). Das legt nahe, dass es dort eine Beschädigung einer Leitung der in dem Teil untergebrachten Bauteile für die Gittersteuerung gegeben hat und nun Flüssigkeit austritt. Es könnte sich um Flüssigkeit aus dem Hydraulik-System (Hydraulik-Öl) handeln, da die Rauchentwicklung bei starker Steuerarbeit der Gitterruder ebenfalls stärker wird. Diese Flüssigkeit, wenn es Hydraulik-Öl sein sollte, ist auch brennbar und möglicherweise von einer der Pyroladungen entzündet worden, sodass es bis zur Landung teilweise heftig oben herausraucht. Dass es Raketentreibstoff ist, der da verbrennt, ist unwahrscheinlich, da dieser nicht mit einem so hohen unverbrannten Kohlenstoffanteil brennen würde, und dann noch mit viel höherer Hitze, dass man an der Aussenwand der Raketenstufe deutliche Spuren erkennen müsste.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/11-00686e57-e.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="Sicht auf die Haken mit den eingehängten Seilen Quelle: Video China Central Radio und Fernsehen; Fotografie: Guo Zenghao/ed. HausD" data-rl_caption="" title="Sicht auf die Haken mit den eingehängten Seilen Quelle: Video China Central Radio und Fernsehen; Fotografie: Guo Zenghao/ed. HausD" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="341" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/11-00686e57-e-400x341-1.jpg" alt="" class="wp-image-153553" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/11-00686e57-e-400x341-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/11-00686e57-e-400x341-1-300x256.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Sicht auf die Haken mit den eingehängten Seilen<br>Quelle: Video China Central Radio und Fernsehen; Fotografie: Guo Zenghao/ed. HausD</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die netzbasierte Bergungstechnologie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Raketenstufe verfügt über keine Landestützen, stattdessen sind am oberen Ende vier Sätze klappbarer Haken angebracht. Damit entfällt das Eigengewicht der Landestützen (ca. 2 Tonnen) und die Nutzlastkapazität für den erdnahen Orbit (LEO) beträgt auch im für die Bergung ausgelegten Zustand mindestens 16 Tonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Toleranzfenster für die Bergung wurde auf ±50 Meter erweitert, die von der Steuerung des Bergungsschiffs vor der Landung ausgeglichen werden kann und die Anforderungen an die Genauigkeit der Triebwerksschubregelung wurden von 1 % auf 5 % gelockert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem Bild erkennt man vorn, mittig den in das Seil eingehängten Haken sowie am unteren Ende der Hakenstange sein Gelenk mit der Befestigung am Tragring der Raketenstufe. Dieser obere Teil ist bestückt mit den Tanks und den Gerätschaften für die Funktion der Fanghaken- und Gitterruder-Mechanismen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-9ffdfc53"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/12-CZ-10B-St1-00-24-e-1.jpg" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kennzeichnung der Fangseile (in grün) Quelle: BS Video/ed.HausD" data-rl_caption="" title="Kennzeichnung der Fangseile (in grün) Quelle: BS Video/ed.HausD" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/12-CZ-10B-St1-00-24-e-1-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153555" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/12-CZ-10B-St1-00-24-e-1-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/12-CZ-10B-St1-00-24-e-1-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Kennzeichnung der Fangseile (in grün) <br>Quelle: BS Video/ed.HausD</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/13-hm5z4h10.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Fixierung der Raketenstufe auf dem Bergungsschiff Quelle: https://x.com/raz_liu/status/2075712892029296736" data-rl_caption="" title="Die Fixierung der Raketenstufe auf dem Bergungsschiff Quelle: https://x.com/raz_liu/status/2075712892029296736" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/13-hm5z4h10-300x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153557" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/13-hm5z4h10-300x400-1.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/13-hm5z4h10-300x400-1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Fixierung der Raketenstufe auf dem Bergungsschiff <br>Quelle: <a href="https://x.com/raz_liu/status/2075712892029296736" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">https://x.com/raz_liu/status/2075712892029296736</a></em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/14-lingha11-1.jpg" data-rel="lightbox-image-13" data-magnific_type="image" data-rl_title="Seile: Zugseil, Pufferseil, Fangseil Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-rl_caption="" title="Seile: Zugseil, Pufferseil, Fangseil Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="214" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/14-lingha11-1-400x214-1.jpg" alt="" class="wp-image-153559" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/14-lingha11-1-400x214-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/14-lingha11-1-400x214-1-300x161.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Seile: Zugseil, Pufferseil, Fangseil<br>Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST</em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5d605bd1"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesamte Innenraum-Höhe beträgt 44 m und in den oberen Fachwerk-Rahmen sind Gänge zu den Vorrats-Trommeln mit den Seilen und die zugehörige Technik dazu untergebracht. Das Fangen der Raketenstufe kann damit im nahezu gesamten Freiraum der Plattform geschehen und es kann mit den Seilbahnrollen die Raketenstufe auch auf einen gewünschten Platz verschoben werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/15-lingha11-2.jpg" data-rel="lightbox-image-14" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Fangseil (46 mm ø ) ist auf einem Wagen befestigt, der vom Zugseil seitlich hin und her bewegt und von einem Blockierseil arretiert werden kann. Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-rl_caption="" title="Das Fangseil (46 mm ø ) ist auf einem Wagen befestigt, der vom Zugseil seitlich hin und her bewegt und von einem Blockierseil arretiert werden kann. Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="212" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/15-lingha11-2-400x212-1.jpg" alt="" class="wp-image-153561" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/15-lingha11-2-400x212-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/15-lingha11-2-400x212-1-300x159.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Fangseil (46 mm ø ) ist auf einem Wagen befestigt, der vom Zugseil seitlich hin und her bewegt und von einem Blockierseil arretiert werden kann.<br>Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-3.jpg" data-rel="lightbox-image-15" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Zugseil hat wie auch das Fangseil derartige Schlösser Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-rl_caption="" title="Das Zugseil hat wie auch das Fangseil derartige Schlösser Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="214" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-3-400x214-1.jpg" alt="" class="wp-image-153563" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-3-400x214-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-3-400x214-1-300x161.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Zugseil hat wie auch das Fangseil derartige Schlösser<br>Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-5.jpg" data-rel="lightbox-image-16" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Fangseil hat einen Durchmesser von 46 mm Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-rl_caption="" title="Das Fangseil hat einen Durchmesser von 46 mm Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="222" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-5-400x222-1.jpg" alt="" class="wp-image-153565" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-5-400x222-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/16-lingha11-5-400x222-1-300x167.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Fangseil hat einen Durchmesser von 46 mm<br>Quelle: CCTV 13 News/Xu Xuelei, CAST</em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-53029f94"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/17-lingha11-4.jpg" data-rel="lightbox-image-17" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Fanghaken an der Rakete CCTV 13 News/Chen Muye, CAST" data-rl_caption="" title="Der Fanghaken an der Rakete CCTV 13 News/Chen Muye, CAST" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="214" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/17-lingha11-4-400x214-1.jpg" alt="" class="wp-image-153567" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/17-lingha11-4-400x214-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/17-lingha11-4-400x214-1-300x161.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Fanghaken an der Rakete<br>CCTV 13 News/Chen Muye, CAST</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt demnach auf jeder oberen Seite des Fangkäfigs zwei solcher Seilbahnen mit Zugseilen und einem Wagen, auf dem je ein Fangseil von 46 mm ø mit einem Schloss hängt. Damit kann die Fangposition der Rückkehrstufe relativ variabel eingegrenzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am unteren Rahmem des Fangkäfigs befinden sich ebenfalls Sicherungsmittel für die gelandete Raketenstufe.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-29cf0f87"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einem Bild ist zu sehen, dass die Triebwerksseite der Rückkehrstufe mit überkreuz gelegten Tauen fixiert worden ist. Das wird wohl &#8222;Seemanns-Arbeit&#8220; gewesen sein nachdem die Situation wieder für sicher erklärt werden konnte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/18-hm5z4h10-2.jpg" data-rel="lightbox-image-18" data-magnific_type="image" data-rl_title="Überkreuz gelegte Taue fixieren die Rückkehrstufe Bild: Ace of Razgriz" data-rl_caption="" title="Überkreuz gelegte Taue fixieren die Rückkehrstufe Bild: Ace of Razgriz" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/18-hm5z4h10-2-300x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153573" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/18-hm5z4h10-2-300x400-1.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/18-hm5z4h10-2-300x400-1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Überkreuz gelegte Taue fixieren die Rückkehrstufe <br>Bild: <a href="https://x.com/raz_liu/status/2075712892029296736" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Ace of Razgriz</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf der Raketenbergung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schiff &#8222;Navigator&#8220; wird in der vorgesehenen Bergungszone auf See positioniert, der genaue Ort des Niedergangs der rückkehrenden Raketenstufe, der von der Flugbahn und dem Startwinkel der Rakete abhängt, wird dem Schiff mitgeteilt und die genaue Position eingenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Mitarbeiter werden aus dem Bereich evakuiert, da das Deck während der Bergungsarbeiten ein gefährlicher Bereich ist, und der Vorgang läuft vollkommen unbemannt ab. Die Triebwerke der Raketenstufe, die dann in Richtung des Turms herabsinkt, feuern ja noch zur Abbremsung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Erfassung der Position und Fluglage in Echtzeit befinden sich dazu an allen vier Ecken des Bergungsschiffs LiDAR-Einheiten. Diese übermitteln die Daten an die Computer des Bergungssystems während die Rakete herunter sinkt, um den Fangsmechanismus an der Oberseite des Fangkäfigs zu aktivieren. Dieser Mechanismus absorbiert die aus ihrem Sinkflug restlich noch vorhandene kinetische und potenzielle Energie der Raketenstufe. Sobald die Energie aufgenommen ist, kommt die Rakete zum Stillstand und hängt sicher im Geviert der Seile des Auffangnetzes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Stabilisierung verortet das LiDAR der Plattform automatisch die Raketenstufe inbezug auf das Bergungsschiff und das positioniert sich definiert darunter. Dadurch können die rückgekehrte Raketenstufe und das Deck des Bergungsschiffs zu einer relativ starren Einheit verbunden werden, womit die primäre Bergungsphase auf See abgeschlossen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20671.msg589680#msg589680" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische CZ-10 Trägerstarts</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>On-Orbit-Überprüfungen für die Swift Bahnanhebungsmission im Gange</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/on-orbit-ueberpruefungen-fuer-die-swift-bahnanhebungsmission-im-gange/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 20:31:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Swift]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153506</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Kommissionierung des autonomen Rettungsraumfahrzeugs LINK von Katalyst, das die Umlaufbahn des Neil-Gehrels-Swift-Observatoriums der NASA anheben soll, ist bereits in vollem Gange.Ein Blogbeitrag der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Alise Fisher, 10. Juli 2026 Nach dem Start am 3. Juli, bei dem LINK wie erwartet in die Umlaufbahn gebracht wurde, befindet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/on-orbit-ueberpruefungen-fuer-die-swift-bahnanhebungsmission-im-gange/" data-wpel-link="internal">On-Orbit-Überprüfungen für die Swift Bahnanhebungsmission im Gange</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Kommissionierung des autonomen Rettungsraumfahrzeugs LINK von Katalyst, das die Umlaufbahn des Neil-Gehrels-Swift-Observatoriums der NASA anheben soll, ist bereits in vollem Gange.<br>Ein Blogbeitrag der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/swift/2026/07/10/on-orbit-checkouts-in-progress-for-mission-to-boost-nasas-swift/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Alise Fisher</a>, 10. Juli 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/swift-view-01-comp-print.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/swift-view-01-comp-print-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153504" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/swift-view-01-comp-print-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/swift-view-01-comp-print-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Neil-Gehrels-Swift-Observatorium der NASA ist ein Satellit, der Gammastrahlenausbrüche – die stärksten Explosionen im Universum – sowie andere kosmische Objekte und Ereignisse untersucht.<br>Credit: NASA</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start am 3. Juli, bei dem LINK wie erwartet in die Umlaufbahn gebracht wurde, befindet sich das Raumfahrzeug weiterhin in einwandfreiem Zustand. Das Katalyst-Team stellte noch am selben Tag Kontakt zu LINK her und begann mit dem sogenannten Kommissionierungsprozess, bei dem die Systeme des Raumfahrzeugs überprüft, gegebenenfalls Anpassungen entsprechend seinem Verhalten in der Umlaufbahn vorgenommen und das Raumfahrzeug auf seine Mission vorbereitet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team führte zügig eine Reihe von Standardverfahren für die erste Phase im Orbit durch, darunter das erfolgreiche Ausfahren der Solarpaneele, Bereitstellung der Stromversorgung für das Raumfahrzeug und die Einrichtung der routinemäßigen Kommunikation. Nach einer anfänglichen Phase mit zu hoher Eigenbewegung stabilisierten sie das Raumfahrzeug und aktivierten das autonome Bewegungsmanagement. Katalyst überprüft derzeit die Teilsysteme von LINK, darunter das elektrische Antriebssystem, wozu auch das Zünden der drei mit Xenon betriebenen Triebwerke des Raumfahrzeugs gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Inbetriebnahmeprozess wird voraussichtlich einige Wochen dauern, wobei genügend Spielraum vorgesehen ist, damit das Team den Prozess eventuell pausieren, Daten auswerten, und bei Bedarf Anpassungen vornehmen kann. Nach Abschluss der Inbetriebnahmephase wird LINK seine Reise antreten, um Swift zu treffen und das Kopplungsmanöver mit ihm zu durchzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie können den Swift-Blog der NASA für weitere Updates verfolgen: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/swift/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/blogs/swift</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4019.msg589415#msg589415" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Swift alias Explorer 84 auf Delta II 7320-10C D309</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Euclid entdeckt den ältesten Quasar im Universum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/euclid-entdeckt-den-aeltesten-quasar-im-universum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 20:59:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Euclid]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[aktiver Galaxienkern]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[EUCLID]]></category>
		<category><![CDATA[Quasar]]></category>
		<category><![CDATA[Rotverschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Löcher]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Leiden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153462</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Weltraumteleskop „Euclid“ der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat 31 der ältesten Quasare entdeckt, die jemals gefunden wurden. Zwei dieser riesigen und strahlenden Galaxienkerne, die von gigantischen Schwarzen Löchern angetrieben werden, sind die frühesten Quasare, die bisher in der Geschichte des Universums beobachtet wurden. Sie strahlten mit der Leuchtkraft einer Billion Sonnen, als das Universum 670 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/euclid-entdeckt-den-aeltesten-quasar-im-universum/" data-wpel-link="internal">Euclid entdeckt den ältesten Quasar im Universum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weltraumteleskop „Euclid“ der Europäischen Weltraumorganisation</a> ESA hat 31 der ältesten Quasare entdeckt, die jemals gefunden wurden. Zwei dieser riesigen und strahlenden Galaxienkerne, die von gigantischen Schwarzen Löchern angetrieben werden, sind die frühesten Quasare, die bisher in der Geschichte des Universums beobachtet wurden. Sie strahlten mit der Leuchtkraft einer Billion Sonnen, als das Universum 670 Millionen Jahre alt war – gerade einmal 5 % seines heutigen Alters.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Euclid_discovers_the_most_ancient_quasar_in_the_Universe" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration / Space Science / Euclid</a>, 6. Juli 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Artist_s_concept_of_an_ancient_quasar_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Artist_s_concept_of_an_ancient_quasar_pillars-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153454" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Artist_s_concept_of_an_ancient_quasar_pillars-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-Artist_s_concept_of_an_ancient_quasar_pillars-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Künstlerische Darstellung eines frühen Quasars<br>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://esahubble.org/wordbank/quasar/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Quasare</a> stellen eine kurze Phase im Leben einer Galaxie dar, in der große Mengen an Materie spiralförmig in das zentrale supermassereiche Schwarze Loch hineinströmen und dabei enorme Energiemengen freisetzen. In dieser Phase leuchtet der Kern der Galaxie heller als alles andere im Universum und überstrahlt den Rest seiner Wirtsgalaxie oft um das Hundert- bis Tausendfache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahrzehnten suchen wir nach den allerersten Quasaren des Universums. Diese Objekte geben Aufschluss darüber, was in den frühesten Tagen des Kosmos geschah, darunter auch darüber, wie die ersten supermassiven Schwarzen Löcher und Galaxien entstanden sind. Allerdings sind Quasare aus dieser Zeit schwer zu finden. Sie sind selten, da noch wenige Galaxien Zeit hatten, groß genug zu werden, und ihr urzeitliches Licht ist sowohl schwach als auch leicht mit dem Licht von Sternen zu verwechseln, die näher bei uns liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euclid, der 2023 gestartet wurde, dringt tiefer in diesen rätselhaften Teil der frühen Kosmosgeschichte vor – mit spannenden Ergebnissen. Das Teleskop hat nun eine beispiellose Anzahl von 31 neuen Quasaren im frühen Universum entdeckt, die bis in eine Zeit zurückreichen, als der Kosmos gerade einmal 5 % seines heutigen Alters hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese frühen Quasare stammen aus den Anfängen des Universums“, sagt Daming Yang von der Universität Leiden in den Niederlanden, Hauptautor der Veröffentlichung über die Euclid-Entdeckung. „Indem wir sie finden und untersuchen, können wir besser verstehen, wie diese riesigen Systeme entstanden sind und so schnell gewachsen sind – eines der größten Rätsel der Astrophysik.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Von-Euclid-entdeckte-Quasare.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="527" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Von-Euclid-entdeckte-Quasare-750x527-1.jpg" alt="" class="wp-image-153456" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Von-Euclid-entdeckte-Quasare-750x527-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-Von-Euclid-entdeckte-Quasare-750x527-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Von Euclid entdeckte Quasare<br>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, image processing by the Euclid Science Ground Segment and Antoine Basset (CNES); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unter der Oberfläche des Eisbergs</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühesten Quasare, die wir bisher kannten, waren nur die Spitze des Eisbergs: die seltenen und hellen Ausreißer, die am einfachsten zu entdecken waren. Wir hatten einfach noch nicht genug Quasare aus den Anfängen des Universums gefunden, um sie als Gruppe angemessen untersuchen zu können. Die neue Entdeckung von Euclid ändert all das, denn sie erfasst nicht nur die hellen Ausreißer, sondern den Großteil der Population alter Quasare.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Euclid ist ein echter Meilenstein“, fügt Daming hinzu. „Früher konnten wir nur eine Handvoll der allerhellsten uralten Quasare finden, aber mit Euclid können wir weitaus effizienter riesige Bereiche des Himmels absuchen, um auch viel schwächeres Licht zu erfassen. Es ist ein einzigartiges Werkzeug für die Quasar-Jagd.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung umfasst 12 neue Quasare mit einer „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/What_is_red_shift" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rotverschiebung</a>“ – einem Maß für Entfernung und Bewegung, das damit zusammenhängt, wie sich Licht durch unseren sich ausdehnenden Kosmos bewegt – von 7 oder mehr, was den ersten 770 Millionen Jahren des Universums entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden ältesten dieser Gruppe, EUCL J172902.75+641018.1 und EUCL J125308.55+705432.3, weisen Rotverschiebungen von 7,77 bzw. 7,69 auf und stellen damit einen neuen Rekord für die ältesten jemals entdeckten Quasare auf. Beide liegen etwas mehr als 13 Milliarden Lichtjahre entfernt und entstanden in den ersten 670 Millionen Jahren des Universums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Entdeckung verdoppelt die Anzahl der uns bekannten Quasare, die so alt sind, mehr als“, sagt Antonio La Marca, ein ESA-Forschungsstipendiat im Euclid-Team. Die Entdeckung der ersten etwa zehn Quasare mit einer Rotverschiebung von 7 oder mehr dauerte mehr als ein Jahrzehnt – doch Euclid hat bereits in einem einzigen Jahr mehr als diese Anzahl entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Euclid-Team hat zum ersten Mal eine echte ‚Bestandsaufnahme‘ der Quasare aus der Frühzeit des Universums vorgenommen“, fügt Antonio hinzu. „Das ist ein großer Schritt hin zu einem grundlegenderen Verständnis dieser faszinierenden Objekte.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Locations_of_the_31_new_Euclid_quasars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="384" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Locations_of_the_31_new_Euclid_quasars_pillars-750x384-1.jpg" alt="" class="wp-image-153458" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Locations_of_the_31_new_Euclid_quasars_pillars-750x384-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-Locations_of_the_31_new_Euclid_quasars_pillars-750x384-1-300x154.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Positionen der 31 neuen Euclid-Quasare<br>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA/Planck Collaboration/A. Mellinger; Acknowledgment: Jean-Charles Cuillandre, João Dinis); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Meilenstein in der Geschichte des Universums</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweitälteste Quasar, den Daming und seine Kollegen entdeckt hatten, wurde kürzlich von Silvia Belladitta und ihren Mitarbeitern genauer untersucht. Diese Beobachtungen zeigten, dass der Quasar in einer staub- und gasreichen Galaxie eingebettet ist, in der gerade in rasendem Tempo neue Sterne entstehen – ein Hinweis darauf, wie die Wirtsgalaxie eines frühen supermassiven Schwarzen Lochs aussehen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Quasare gehen auf eine faszinierende Periode in der Geschichte des Universums zurück, die als „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Cosmic_eras" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Epoche der Reionisation</a>“ bekannt ist: eine Zeit, in der sich alles von einem kalten und dunklen Zustand (dem „dunklen Zeitalter“) zu einem heißen und „ionisierten“ Zustand (durch energiereiches Licht aufgespalten) wandelte. Diese Übergangsphase war eine entscheidende Epoche, die die Grundlage für alles schuf, was wir heute sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Uralte Quasare sind seltene Entdeckungen. Sie sind nicht nur an sich interessant, sondern auch Zeitmaschinen, die es uns ermöglichen, das frühe Universum zu erforschen und zu verstehen, wie die erste Generation von Galaxien entstanden ist“, sagt Valeria Pettorino, Projektwissenschaftlerin bei der ESA für Euclid.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Fähigkeiten von Euclid sind unübertroffen. Das Teleskop vereint eine große Erfassungsfläche, große Tiefenschärfe, scharfe Bildgebung und eine einzigartige weltraumgestützte Infrarotsicht auf eine Weise, die es uns ermöglicht, seltene, extrem weit entfernte Objekte weitaus effizienter als bisher zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es ist nicht nur das Teleskop: Die Datenverarbeitung ist nur dank Tausender Wissenschaftler und Ingenieure des Euclid-Konsortiums möglich, die gemeinsam daran arbeiten, wissenschaftliche Entdeckungen zu liefern, indem sie riesige Datensätze durchforsten, um seltene, weit entfernte Quasare zu identifizieren, die wir mit bodengestützten Teleskopen weiter untersuchen können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 31 hier vorgestellten Quasare wurden in Daten des „<a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2023/02/Euclid_s_wide_and_deep_surveys" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Euclid Wide Survey</a>“ entdeckt, der nach seiner Fertigstellung mehr als ein Drittel des gesamten Himmels abdecken wird. Euclid wird die Geheimnisse des <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/The_dark_Universe" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">dunklen Universums</a> lüften; das Teleskop erforscht dessen Zusammensetzung, Geschichte und Entwicklung und kartiert dabei seine großräumige Struktur, wobei es Milliarden von Galaxien beobachtet – und dabei zahlreiche Quasare aufdeckt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-2606_009_AR_EN.mp4" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="418" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-2606_009_AR_EN-750x418-1.jpg" alt="" class="wp-image-153460" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-2606_009_AR_EN-750x418-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-2606_009_AR_EN-750x418-1-300x167.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclid entdeckt die ältesten Quasare im Universum<br>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, video production by Antoine Basset (CNES) ; Licence: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hinweise für Redakteure</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Artikel „Euclid: Entdeckung von 31 neuen Quasaren im Bereich 6,6 &lt; z &lt; 7,8“ von D. Yang et al. erscheint am 6. Juli 2026 in der Fachzeitschrift „Astronomy &amp; Astrophysics“. <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2026/07/aa58883-26/aa58883-26.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DOI: 10.1051/0004-6361/202658883</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Quasar mit der höchsten Rotverschiebung in dieser Arbeit trägt die Bezeichnung EUCL J172902.75+641018.1 (Rotverschiebung von 7,77), der Quasar mit der zweithöchsten Rotverschiebung die Bezeichnung EUCL J125308.55+705432.3 (Rotverschiebung von 7,69). Der bisherige Rekordhalter, <a href="https://news.arizona.edu/news/most-distant-quasar-discovered-sheds-light-how-black-holes-grow" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">der 2021 entdeckt wurde</a>, weist eine Rotverschiebung von 7,64 auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Euclid</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euclid wurde im Juli 2023 <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/ESA_s_Euclid_lifts_off_on_quest_to_unravel_the_cosmic_mystery_of_dark_matter_and_dark_energy" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gestartet</a> und begann am <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Ready_set_go!_Euclid_begins_its_dark_Universe_survey" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">14. Februar 2024</a> mit seinen routinemäßigen wissenschaftlichen Beobachtungen. Im <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Euclid_s_first_images_the_dazzling_edge_of_darkness" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">November 2023</a> und im <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/ESA_s_Euclid_celebrates_first_science_with_sparkling_cosmic_views" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mai 2024</a> erhielt die Welt erste Einblicke in die Qualität der Euclid-Bilder, und <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Zoom_into_the_first_page_of_ESA_Euclid_s_great_cosmic_atlas" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">im Oktober 2024</a> wurde der erste Ausschnitt seiner großartigen Karte des Universums veröffentlicht. Euclids erste Datenreihe, einschließlich einer Vorschau auf seine Deep Fields, wurde im <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Euclid_opens_data_treasure_trove_offers_glimpse_of_deep_fields" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">März 2025</a> veröffentlicht. Weitere Informationen zu den Entdeckungen und Datenveröffentlichungen der Mission finden Sie unter: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euclid ist eine europäische Mission, die von der ESA gebaut und betrieben wird, mit Beiträgen ihrer <a href="https://www.esa.int/About_Us/Corporate_news/Member_States_Cooperating_States" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mitgliedstaaten</a> und der NASA. Das Euclid-Konsortium – bestehend aus mehr als 2000 Wissenschaftlern aus 300 Instituten in 15 europäischen Ländern, den USA, Kanada und Japan – ist für die Bereitstellung der wissenschaftlichen Instrumente und die wissenschaftliche Datenanalyse verantwortlich. Die ESA wählte Thales Alenia Space als Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten und seines Servicemoduls aus, während Airbus Defence and Space mit der Entwicklung des Nutzlastmoduls, einschließlich des Teleskops, beauftragt wurde. Die NASA stellte die Detektoren des Nahinfrarot-Spektrometers und -Photometers (NISP) zur Verfügung. Euclid ist eine Mission der mittleren Klasse im Rahmen des „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_s_Cosmic_Vision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Cosmic Vision“-Programm</a>s der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10521.msg589189#msg589189" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraumteleskop EUCLID</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>„Jenseits der Grenze“: Eine Million Satelliten und Spiegel im Weltraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Nachthimmel dar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 20:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Megakonstellation]]></category>
		<category><![CDATA[Nachthimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Vera C. Rubin Observatory]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ergeben, dass die aktuellen Pläne, über 1,7 Millionen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen – darunter auch extrem helle –, „verheerende Folgen für die Astronomie“ hätten. Der Studie zufolge sollten nicht mehr als 100 000 schwache Satelliten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, die Erde umkreisen, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eine neue Studie der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ergeben, dass die aktuellen Pläne, über 1,7 Millionen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen – darunter auch extrem helle –, „verheerende Folgen für die Astronomie“ hätten. Der Studie zufolge sollten nicht mehr als 100 000 schwache Satelliten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, die Erde umkreisen, um unsere Fähigkeit zur Beobachtung des Nachthimmels mit modernen Teleskopen zu gewährleisten. Die Studie ist die erste, die berechnet, inwieweit große und helle Satellitenkonstellationen – die auch Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt hervorgerufen haben – astronomische Beobachtungen beeinträchtigen würden, indem sie den Nachthimmel heller machen.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2607/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO Pressrelease eso 2607</a>, 1. Juli 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="266" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1.jpg" alt="" class="wp-image-153420" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild zeigt Satelliten, die innerhalb von nur einer Stunde den Nachthimmel über dem nördlichen Teil der Atacama-Wüste in Chile durchqueren. Es handelt sich um eine Bilderserie aus einem Zeitraffervideo, das am 15. Oktober 2025 etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde. Einige der Streifen stammen von Flugzeugen und lassen sich leicht an ihren blinkenden farbigen Lichtern erkennen, doch die meisten Spuren sind auf Satelliten zurückzuführen.<br>Im Vordergrund sehen wir die Kuppel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, des weltweit größten optischen/Infrarot-Teleskops, das derzeit auf dem Cerro Armazones im Bau ist. Dahinter sind die Laser des Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium zu sehen, das 22 km vom ELT entfernt liegt.<br>Bildnachweis: F. Kamphues, ESO/M. Kornmesser</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2019 ist die Zahl der die Erde umkreisenden Satelliten rasant gestiegen und liegt heute bei über 14 000 [1] – wobei die Starlink-Telekommunikationssatelliten von SpaceX den größten Anteil ausmachen. Auch die Zahl der geplanten Satellitenprojekte hat zugenommen, ebenso wie deren potenzielle Auswirkungen. „Bislang haben wir das noch bewältigt, aber es wird immer schlimmer“, betont Olivier Hainaut, der an der Ausarbeitung von Empfehlungen zur Minderung der Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Astronomie mitgewirkt hat. Zwar hätten Unternehmen wie SpaceX Maßnahmen ergriffen, um die Helligkeit ihrer Satelliten zu verringern, doch gingen die aktuellen Satellitenvorhaben „über die Grenze“ dessen hinaus, was die Astronomie verkraften könne, sagt er. Hainaut, seit über 30 Jahren Astronom bei der ESO, ist Autor der begutachteten Studie über die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen, die zur Veröffentlichung in „Astronomy &amp; Astrophysics“ angenommen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX plant, eine weitere Million Satelliten für weltraumgestützte Rechenzentren in die Umlaufbahn zu bringen, was das Erscheinungsbild des Himmels erheblich verändern würde. Die neue Studie zeigt, dass während eines Großteils jeder Nacht Hunderte von Satelliten sichtbar wären und zu bestimmten Zeiten sogar bis zu mehreren Tausend – ähnlich der Anzahl der Sterne, die unter guten Bedingungen mit bloßem Auge zu sehen sind. Andere geplante Satellitenkonstellationen wie „Cinnamon“ von E-Space und die chinesischen „CTC-1“ und „CTC-2“ würden weitere Hunderttausende Satelliten in die Umlaufbahn bringen und das Problem noch verschärfen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5368b384"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153422" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Diagramm zeigt die Anzahl der Satelliten, die über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO sichtbar wären, sollte SpaceX seine geplante Konstellation aus 1 Million Satelliten starten.<br>Die Berechnungen wurden etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang durchgeführt, also weit in den wirklich dunklen Teil der Nacht hinein. Die grauen Punkte stellen Satelliten dar, die sich im Erdschatten befinden und daher unsichtbar sind, während die farbigen Punkte beleuchtete Satelliten sind. Die orangefarbenen Punkte – fast 2000 an der Zahl – entsprechen Satelliten, die heller sind als die 7. Magnitude – die schwächste Helligkeit, die an extrem dunklen Orten mit bloßem Auge sichtbar ist. Die roten Punkte – mehr als 200 – sind Satelliten, die heller sind als die 5. Magnitude, was den schwächsten Objekten entspricht, die an einem vorstädtischen Standort mit bloßem Auge sichtbar sind.<br>Bildnachweis: ESO/O. Hainaut</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Start-up „Reflect Orbital“ hat sich zum Ziel gesetzt, eine Konstellation sehr großer, spiegelartiger Satelliten ins All zu bringen, um nachts Sonnenlicht bereitzustellen – mit reflektierten Strahlen, die sich über mindestens fünf Kilometer auf der Erdoberfläche erstrecken. Das Unternehmen beabsichtigt, noch in diesem Jahr einen Prototyp-Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen, und plant, die Anzahl der Satelliten bis 2035 auf 50.000 zu erhöhen. Diese Satelliten wären die hellsten, die jemals in der Umlaufbahn waren, was schädliche Folgen für den dunklen Nachthimmel auf der Erde hätte. Hainauts Berechnungen zeigen, dass die gesamte Konstellation den Nachthimmel mit Hunderten von sehr hell sichtbaren Satelliten füllen würde. Von innerhalb eines reflektierten Lichtstrahls aus betrachtet, würde der Satellit, der das Sonnenlicht liefert, viermal heller erscheinen als der Vollmond. Selbst wenn kein Satellit seinen Lichtstrahl direkt auf einen Beobachter richtet, wäre jeder einzelne so hell wie der Planet Venus, der „Morgenstern“. Von einer lichtverschmutzten Stadt wie München aus wären diese Hunderte von Satelliten die einzigen „Sterne“, die am Nachthimmel zu sehen wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorschläge würden in Kombination mit anderen in der Studie berücksichtigten Plänen den Nachthimmel dramatisch aufhellen und die Fähigkeit der Menschheit beeinträchtigen, schwache kosmische Objekte zu beobachten, darunter weit entfernte Galaxien, einige erdähnliche Planeten um andere Sterne und sogar Asteroiden, die potenziell eine Gefahr für die Erde darstellen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-0b54661e"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Helle Spuren und hellere Himmel</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1.jpg" alt="" class="wp-image-153424" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild veranschaulicht, wie das von den Weltraumspiegeln von Reflect Orbital gestreute Sonnenlicht die Gesamthelligkeit des Himmels über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO erhöhen würde.<br>Das linke Bild wurde in einer mondlosen Nacht am 16. Mai 2026 mit einer All-Sky-Kamera aufgenommen. Norden ist oben, Westen ist rechts. Die Kuppeln, in denen sich die vier 8-Meter-Teleskope des VLT befinden, sind oben rechts zu sehen.<br>Das Bild rechts ist eine Simulation, die zeigt, um wie viel heller der Himmel mit der vollständigen Konstellation von 50.000 Spiegeln von Reflect Orbital wäre. Auch wenn die Spiegel nicht direkt auf das Observatorium ausgerichtet sind, streuen sie das Licht dennoch seitlich ab, das dann von der Atmosphäre weiter gestreut wird. Infolgedessen wäre der Himmel bis zu drei- bis viermal heller.<br>Bildnachweis: ESO/O. Hainaut</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut erklärt: „Von der Sonne beleuchtete Satelliten sind viel heller als ferne Galaxien. Wenn ein Satellit unser Beobachtungsfeld durchquert, hinterlässt er einen hellen Streifen auf unserem Bild und überdeckt damit alles, was sich dahinter befindet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Auswirkungen dieses und anderer Effekte von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen zu berechnen, simulierte Hainaut die Positionen, Bewegungen und Helligkeiten aller bestehenden und geplanten Satellitenkonstellationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Mega-Satellitenkonstellation von SpaceX stellte er fest, dass auf jedem Bild, das zwei Stunden nach Einbruch der Nacht mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen wird, Dutzende von Spuren zu sehen wären, was zu Sichtfeldverlusten von bis zu 28 % führen würde [2]. Dies setzt voraus, dass die Satelliten so schwach leuchten, dass sie unter guten Bedingungen mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Sind sie nur geringfügig heller, wären einige Instrumente noch stärker beeinträchtigt: So könnten beispielsweise bei einer Kamera wie der des Vera-C.-Rubin-Observatoriums der US-amerikanischen National Science Foundation die meisten Bilder jede Nacht für mehrere Stunden unbrauchbar werden [3].</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-4bc025c7"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/LJNwAKSL17s" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153426" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Derzeit befinden sich mehr als 14.000 Satelliten in der Umlaufbahn, doch neue Vorhaben von SpaceX, Reflect Orbital und anderen Unternehmen könnten diese Zahl auf über 1,7 Millionen Satelliten ansteigen lassen. In diesem Video berichten zwei ESO-Experten über die verheerenden Folgen, die dies für die Astronomie hätte, und welche technischen und rechtlichen Möglichkeiten es gibt, diesen Schaden zu begrenzen. (in englischer Sprache)<br>Copyright: ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den Simulationen von Hainaut wurde davon ausgegangen, dass kein Satellit von Reflect Orbital seinen Strahl direkt auf ein Observatorium oder in dessen Nähe richten würde. Dennoch könnte die Lichtspur eines einzigen Spiegelsatelliten eine Beobachtung mit einer Kamera wie der des Rubin-Observatoriums beeinträchtigen. Wenn sich die gesamte Flotte der Reflect-Orbital-Satelliten in der Umlaufbahn befindet, wäre jedes Bild einer solchen Kamera verloren, sobald die Satelliten von der Sonne beleuchtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind jedoch nicht nur die sich kreuzenden Bahnen der Satelliten, die unsere Beobachtungsmöglichkeiten einschränken: Ihr Licht kann den gesamten Himmel verschmutzen. Satelliten, die zu schwach sind, um direkt gesehen zu werden, erzeugen einen Schleier aus „diffusem“ Licht, während das Licht hellerer Satelliten beim Durchqueren der Atmosphäre in alle Richtungen „gestreut“ wird. Beide Effekte erhöhen die Gesamthelligkeit des Nachthimmels. Diese Studie ist die erste, die die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Helligkeit des Nachthimmels untersucht und damit das volle Ausmaß der Lichtverschmutzung durch Satelliten aufzeigt.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-c560cb59"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/jpPuDCc3YpU" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153427" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten, die innerhalb von nur einer Stunde den Nachthimmel über dem nördlichen Teil der Atacama-Wüste in Chile durchqueren. Das Video wurde am 15. Oktober 2025, etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang, aufgenommen. Einige der Spuren stammen von Flugzeugen und lassen sich leicht an ihren blinkenden farbigen Lichtern erkennen, doch die meisten Spuren sind auf Satelliten zurückzuführen.<br>Im Vordergrund sehen wir die Kuppel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, des weltweit größten optischen/Infrarot-Teleskops, das derzeit auf dem Cerro Armazones im Bau ist. Dahinter sind die Laser des Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium zu sehen, das 22 km vom ELT entfernt liegt.<br>Copyright: F. Kamphues, ESO/M. Kornmesser</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr helle Konstellationen wie „Reflect Orbital“ hätten einen besonders starken Einfluss auf die Helligkeit des Nachthimmels. Bei einer vollständigen Konstellation von 50.000 „Reflect Orbital“-Satelliten wäre der Himmel insgesamt bis zu drei- bis viermal heller.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Begrenzung der Satellitenzahl zum Schutz des Nachthimmels</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut kommt zu dem Schluss, dass die geplanten 1,7 Millionen neuen Satelliten drastische Folgen für die bodengestützte Astronomie hätten. Diese Auswirkungen lassen sich nur vermeiden, indem die Gesamtzahl der bestehenden und künftigen Satelliten auf 100.000 begrenzt wird – Satelliten, die so schwach leuchten, dass sie von einem dunklen Standort aus mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. „Das ist keine feste Zahl, bei der 99.999 gut und 100.001 schlecht wäre: Natürlich würde ich 50.000 vorziehen“, sagt Hainaut. „Aber 100.000 verursachen Verluste in etwa in der Größenordnung anderer technischer Verluste, wie zum Beispiel Geräteausfälle.“ Er fügt jedoch hinzu, dass die Satelliten schwächer als die visuelle Helligkeitsklasse 7 [4] sein müssen; sollten einige von ihnen zu hell sein – also über dem Mindestschwellenwert für die Sichtbarkeit mit bloßem Auge liegen –, müsste die Gesamtzahl deutlich niedriger sein.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-a9d8ebb8"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/Fa0IWI7kF_o" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153428" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten über dem Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Er wurde am 24. Oktober 2025 aufgenommen und umfasst einen Zeitraum von vier Stunden nach Sonnenuntergang. Die helle Lichtquelle am Himmel ist der Mond, der zum Zeitpunkt der Aufnahme zu 7 % beleuchtet war.<br>Das Video zeigt die Kuppeln der riesigen Hauptteleskope und der kleineren Hilfsteleskope, aus denen sich das Very Large Telescope (VLT) der ESO zusammensetzt. Bei den gelben Strahlen handelt es sich um Laser der adaptiven Optik, mit denen atmosphärische Turbulenzen gemessen und korrigiert werden.<br>Copyright: F. Kamphues/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX und Reflect Orbital, die für die extremsten neuen Vorschläge verantwortlich sind, haben jeweils bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) einen Antrag auf Startgenehmigung gestellt. Diese neue Studie diente der ESO in Zusammenarbeit mit der britischen Royal Astronomical Society und der Internationalen Astronomischen Union als Grundlage für eine Stellungnahme zu diesen Vorschlägen gegenüber der FCC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die FCC hat über 1.800 Stellungnahmen zu Reflect Orbital und fast 1.500 Stellungnahmen zum Antrag von SpaceX erhalten“, erklärt Betty Kioko, Referentin für institutionelle Angelegenheiten bei der ESO, die für die Koordinierung der Stellungnahme der ESO zu den Vorschlägen verantwortlich ist. „Der Ball liegt nun bei der FCC, und wir warten ab, wie sie über beide Anträge entscheiden wird. Für die optische Astronomie stellt dies eine existenzielle Bedrohung dar, und wir hoffen, dass die Regulierungsbehörden diese Ansicht teilen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Astronomie schafft einen enormen Mehrwert für die Menschheit – unter wissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten – und hilft uns, unseren Platz im Universum zu verstehen“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Die große Anzahl geplanter Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn stellt diese Fähigkeit auf die Probe und unterstreicht die Notwendigkeit, künftige Satellitenstarts zu begrenzen und dass Astronomen, Ingenieure, Satellitenbetreiber und andere Interessengruppen zusammenarbeiten müssen, um strenge Maßnahmen zur Schadensminderung zu ergreifen.“</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-2b774b14"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/xACJHF62p6Q" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153429" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten über dem Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Er wurde am 19. Mai 2026 aufgenommen und erstreckt sich über einen Zeitraum von 5 Stunden.<br>Das Video zeigt die Kuppeln der Hauptteleskope sowie eines kleineren Hilfsteleskops, die Teil des Very Large Telescope (VLT) der ESO sind.<br>Copyright: B. Häußler/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Start von Tausenden von Satelliten hat Auswirkungen: wirtschaftliche, ökologische und astronomische“, fügt Hainaut hinzu. Lichtverschmutzung durch sehr helle Satellitenkonstellationen kann die Gesundheit und das Funktionieren des Lebens auf der Erde beeinträchtigen, indem sie die biologischen Uhren und Ökosysteme stört. Große Konstellationen haben zudem direkte Auswirkungen auf die Luftqualität – sowohl durch die zahlreichen Starts, die für den Einsatz und die Wartung Tausender Satelliten erforderlich sind, als auch durch die Luftverschmutzung, die entsteht, wenn die Satelliten am Ende ihrer Lebensdauer beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen. „Mein Fachgebiet ist die Astronomie, daher quantifiziere ich die Auswirkungen auf die Astronomie“, erklärt Hainaut, „ich hoffe, dass andere die übrigen Auswirkungen in ihrem jeweiligen Fachgebiet bewerten werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut fasst zusammen: „Die erdnahe Umlaufbahn ist eine himmlische Küste, die für das moderne Leben von unschätzbarem Wert ist – von der globalen Vernetzung bis hin zu unserem ungehinderten Zugang zum Universum. Wir müssen jedoch die Auswirkungen von Mega-Konstellationen in den Griff bekommen – von der Lichtverschmutzung, die die Astronomie beeinträchtigt, bis hin zu den atmosphärischen Auswirkungen des Wiedereintritts von Satelliten –, um sicherzustellen, dass diese Ressource für künftige Generationen unberührt und zugänglich bleibt.“</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-c2dd427b"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Notes</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/Tm3qWstOjJs" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153430" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Sonne geht über dem ESO-Observatorium Paranal unter, und der Himmel verwandelt sich von blassblau über rot zu schwarz. Die vier 1,8-Meter-Hilfsteleskope des Very Large Telescope der ESO öffnen ihre Kuppeln, um den Nachthimmel zu beobachten, als würden sie seinen neuen Besucher willkommen heißen: den Kometen C/2024 G3. Dieser „gefiederte“ Komet zog Anfang 2025 über den Himmel der chilenischen Atacama-Wüste und hinterließ dabei unglaubliche Bilder. Im Laufe der Nacht bewegt sich der Komet zusammen mit den Sternen zum Horizont, doch nicht alle Objekte am Nachthimmel folgen diesem Weg. Wie Regentropfen erinnern uns die schnellen weißen Streifen, die den Nachthimmel überschwemmen, an eine zunehmende Quelle der Lichtverschmutzung: Satellitenkonstellationen.<br>Copyright: B. Häußler/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">[1] Die Zahl der derzeit im Orbit befindlichen Satelliten steigt auf 32.000, wenn man ausgediente Satelliten und Weltraummüll mit einbezieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Das für die Simulation herangezogene Instrument ist FORS2, das Arbeitspferd des VLT, das repräsentativ für herkömmliche Kameras an großen Teleskopen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[3] Bei Kameras wie der des Rubin-Observatoriums, die über eine hochdichte, komplexe Elektronik verfügen, verursacht eine Satellitenspur, die hell genug ist, um den Detektor zu übersteuern, nicht nur einen breiten Streifen auf einem astronomischen Bild, sondern auch eine Reihe von Geisterspuren, die die Verluste vervielfachen und potenziell ein gesamtes Bild verfälschen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[4] Ein Satellit unterhalb der visuellen Magnitude 7 stellt sicher, dass er den Detektor von Kameras wie der des Rubin-Observatoriums nicht übersteuert. Das bedeutet zufällig auch, dass die Satelliten zu schwach wären, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, selbst unter makellos dunklem Himmel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Forschungsergebnisse wurden in einem Artikel von Olivier Hainaut (Europäische Südsternwarte, Deutschland) vorgestellt, der in der Fachzeitschrift „Astronomy &amp; Astrophysics“ erscheinen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) ermöglicht es Wissenschaftlern weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Wohle aller zu erforschen. Wir planen, bauen und betreiben erstklassige Observatorien auf der Erde – die Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu ergründen und die Faszination der Astronomie zu verbreiten – und fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Finnland, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich) sowie vom Gastland Chile und von Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie ihr Besucherzentrum und Planetarium, die „ESO Supernova“, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während unsere Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste stehen, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Beobachtung des Himmels. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und dessen Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO den südlichen Teil des Cherenkov Telescope Array Observatory beherbergen und betreiben, das weltweit größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium. Gemeinsam mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf dem Chajnantor das ALMA, eine Anlage, die den Himmel im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachtet. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und pflegen den Austausch mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg589080#msg589080" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astronauten schließen EVA mit Reparatur des Roboterarms Canadarm2 ab</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronauten-schliessen-eva-mit-reparatur-des-roboterarms-canadarm2-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2026 07:16:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Canadarm 2]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Jessica Meir]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153403</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die NASA-Astronauten Chris Williams und Jessica Meir beendeten ihren Weltraumspaziergang außerhalb der Internationalen Raumstation gestern 30. Juni 2026 um 21:40 Uhr MESZ. Während des 7 Stunden und 20 Minuten dauernden Weltraumspaziergangs erfüllten Williams und Meir ihr Hauptziel, nämlich das Entfernen und Ersetzen eines Handgelenks am Roboterarm „Canadarm2“.Ein Blogbeitrag der National Aeronautics and Space Administration NASA. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA-Astronauten <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/nasa-astronaut-christopher-l-williams/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Chris Williams</a> und <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/jessica-u-meir/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jessica Meir</a> beendeten ihren Weltraumspaziergang außerhalb der <a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Internationalen Raumstation</a> gestern 30. Juni 2026 um 21:40 Uhr MESZ. Während des 7 Stunden und 20 Minuten dauernden Weltraumspaziergangs erfüllten Williams und Meir ihr Hauptziel, nämlich das Entfernen und Ersetzen eines Handgelenks am <a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/mobile-servicing-system/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Roboterarm „Canadarm2“</a>.<br>Ein Blogbeitrag der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2026/06/30/astronauts-repair-canadarm2-robotic-arm-and-complete-spacewalk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Mark A. Garcia</a>, 30. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153401" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/blog-usa-eva95-063026e-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der NASA-Astronaut Chris Williams arbeitet während eines Weltraumspaziergangs außerhalb der Internationalen Raumstation daran, ein defektes Handgelenk am Roboterarm „Canadarm2“ auszutauschen.<br><mark>Bildnachweis: NASA+</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Reparatur durch die Astronauten schaltete die NASA-Flugkontrolle in Houston den Canadarm2 ein, um eine erste Überprüfung der Stromversorgung und der Datenverbindungen des Systems erfolgreich abzuschließen. Im Laufe der kommenden Woche werden die Bodenkontrollleute im Rahmen der fortlaufenden Systemtests auch damit beginnen, den Arm zu bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA und die CSA (Canadian Space Agency) hatten beschlossen, das Handgelenk zu ersetzen, nachdem es am 27. Mai während des normalen Betriebs von Canadarm2 eine <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2026/06/10/expedition-74-works-scientific-installs-suit-prep-ahead-of-canadarm2-repair-spacewalk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Fehlfunktion</a> gezeigt hatte: Der Arm hatte einen erhöhten Motorstrom aufgenommen und bewegte sich nicht wie erwartet. Reparaturen an Robotersystemen wie Canadarm2 sind nach mehr als 25 Jahren ununterbrochenem Betrieb normal und zu erwarten, dafür wurde das System mit austauschbaren Komponenten und im Hinblick auf geplante Wartungsarbeiten konzipiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das defekte Gelenk wird zur Erde zurückgebracht, um dort überprüft und gegebenenfalls für den künftigen Einsatz am Roboterarm überholt zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Raumspaziergang 95 war Williams zweiter Raumspaziergang in seiner Karriere und der fünfte für Meir. Es war zudem der 280. Raumspaziergang im Rahmen des Aufbaus, der Wartung und der Modernisierung der Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg589000#msg589000" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESAs Euclid erfasst das dichte Zentrum der Milchstraße</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esas-euclid-erfasst-das-dichte-zentrum-der-milchstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 21:59:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Euclid]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[EUCLID]]></category>
		<category><![CDATA[galaktischer Bulge]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxienhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Microlinseneffekt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153381</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das größte und detaillierteste Foto, das jemals im sichtbaren Licht vom Zentrum unserer Milchstraße aufgenommen wurde, wurde am 24. Juni 2026 von der Euclid-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) veröffentlicht. Mit mehr als 60 Millionen Sternen eröffnet dieses Bild Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Existenz von Exoplaneten in dieser Region zu bestätigen und deren Masse anhand winziger [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das größte und detaillierteste Foto, das jemals im sichtbaren Licht vom Zentrum unserer Milchstraße aufgenommen wurde, wurde am 24. Juni 2026 von der Euclid-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) veröffentlicht. Mit mehr als 60 Millionen Sternen eröffnet dieses Bild Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Existenz von Exoplaneten in dieser Region zu bestätigen und deren Masse anhand winziger Veränderungen des Sternenlichts im Laufe der Zeit zu messen.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/ESA_s_Euclid_captures_the_Milky_Way_s_crowded_heart" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration</a>, 24. Juni 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur für einen einzigen Tag richtete <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2023/06/Euclid_ESA_s_mission_into_the_unknown" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Euclid,</a> unser <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2023/06/Euclid_ESA_s_mission_into_the_unknown" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Detektiv des dunklen Universums,</a> seinen Blick auf das Licht: den extrem hellen inneren Bereich unserer Milchstraße, der als <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2016/09/Anatomy_of_the_Milky_Way" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">galaktischer Bulge</a> bekannt ist. Diese besondere Anfrage kam von Astronomen, die genau das wollten, was Euclid am besten kann: riesige Bereiche des Himmels in gestochen scharfen Details erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2025/03/Euclid_is_back_26_million_galaxies_and_counting" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die Beobachtung von Milliarden weit entfernter Galaxien</a> konzipierte Kamera für sichtbares Licht des Weltraumteleskops ist empfindlich genug, um einzelne Sterne in unserem überfüllten galaktischen Bulge voneinander zu unterscheiden, ohne dabei geblendet zu werden. Diese seltene Fähigkeit ist entscheidend für das, wofür Wissenschaftler dieses Bild nutzen wollen: die Untersuchung von Planeten um andere Sterne mithilfe einer speziellen Technik namens <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2019/02/Detecting_exoplanets_with_microlensing" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mikrolinseneffekt</a>. Doch bevor wir uns damit befassen, wollen wir uns zunächst dieses beeindruckende Bild selbst genauer ansehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="527" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie-750x527-1.jpg" alt="" class="wp-image-153363" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie-750x527-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Euclids-Blick-auf-den-Bulge-unserer-Galaxie-750x527-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids Blick auf den Bulge unserer Galaxie<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. März 2025 nahm Euclid dieses riesige Bild in nur etwa 26 Stunden auf. Es handelt sich um ein Mosaik aus neun „Ausrichtungen“ seiner Kamera für sichtbares Licht, <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2023/11/Euclid_s_wide-eyed_look_at_the_cosmos" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">wobei jede Ausrichtung einen Bereich des Himmels abdeckt, der größer ist als der Vollmond</a>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153365" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Location_of_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Position von Euclids Galactic Bulge Survey<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, ESA/Gaia/DPAC,image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Vergleich: Die Schärfe und Empfindlichkeit von Euclid im sichtbaren Licht ist vergleichbar mit der Weitfeldkamera <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Hubble_overview" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">des Hubble-Weltraumteleskops der NASA/ESA</a>. Doch jede Aufnahme, die Euclid in wenigen Stunden macht, erstreckt sich über einen Bereich, der 270-mal größer ist als das Sichtfeld von Hubble. Um dasselbe Euclid-Mosaik zu beobachten, würde das <a href="https://keckobservatory.org/our-story/telescopes/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Keck-Observatorium</a> etwa 2000 Stunden benötigen. Euclid ist schneller und in der Lage, Details von schwächeren Sternen zu erfassen, die bei einer Beobachtung vom Boden aus sonst übersehen würden. Dieses einzelne Mosaik umfasst zudem die gesamte Region, die das künftige <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Roman_factsheet" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Roman-Weltraumteleskop</a> auf der Suche nach Planeten überwachen wird.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153367" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Infographic_explaining_Euclid_s_galactic_bulge_survey_pillars-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Infografik zur Erläuterung von Euclids Galactic Bulge Survey<br><mark>Credit: Euclid images: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Milky Way artist impressions: ESA/Gaia/DPAC, Stefan Payne-Wardenaar); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Euclid hat auf diesem Bild mehr als 60 Millionen Sterne sowie Nebel und Sternhaufen erfasst. Diese dicht besiedelte Region unserer Galaxie ist der perfekte Ort für Astronomen, um mit Hilfe <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2019/02/Detecting_exoplanets_with_microlensing" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">des Mikrolinseneffekts</a> nach Exoplaneten zu suchen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153369" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4a-Der-galaktische-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – unzählige Sterne<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153371" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4b-galaktischer-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – Sternen Cluster<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-e042b407"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153374" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4c-galaktischer-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – Molekulare Wolken<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg" alt="" class="wp-image-153376" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge-500x351-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4d-galaktischer-Bulge-500x351-1-300x211.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids galactischer Bulge Aufnahmen – Nebel<br><mark>Credit: ESA/Euclid/Euclid Consortium/NASA, CFHT, image processing by J.-C. Cuillandre and E. Bertin (CEA Paris-Saclay); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5d374b26"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Suche nach Exoplaneten mittels Gravitationsmikrolinseneffekt</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="350" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1.jpg" alt="" class="wp-image-153378" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Detecting_exoplanets_with_microlensing_pillars-350x350-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Beobachtung von Exoplaneten mittels Mikrolinseneffekt<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mikrolinseneffekt ist eine Form des <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/03/Strong_gravitational_lenses_captured_by_Euclid" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gravitationslinseneffekts</a>. Während Euclid den Linseneffekt hauptsächlich zur Erforschung massereicher, weit entfernter Objekte wie Galaxienhaufen nutzt, hilft dieses neue Bild des galaktischen Zentrums Wissenschaftlern dabei, Linsen auf kleinster Skala zu untersuchen – verursacht durch Sterne und Exoplaneten in unserer eigenen Galaxie.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mikrolinseneffekt beruht auf der zufälligen Ausrichtung zweier Sterne zum Beobachter. Wenn ein Stern vor einem anderen vorbeizieht, wirkt der näher gelegene Stern wie ein kosmisches Vergrößerungsglas, das das Licht des Hintergrundsterns ablenkt und aufhellt. Umkreist ein Planet den näher gelegenen Stern, lenkt auch seine Schwerkraft dieses Licht ab – und zwar auf leicht ungleichmäßige Weise. Anhand dieser winzigen zusätzlichen Helligkeitsänderung lässt sich die Anwesenheit eines Planeten nachweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Um Mikrolinsen zu entdecken, muss man Bereiche des Himmels beobachten, in denen sich viele Sterne befinden, beispielsweise in der Nähe des Zentrums unserer Galaxie“, erklärt Jean-Philippe Beaulieu vom Institut d’Astrophysique de Paris in Frankreich und der University of Tasmania in Australien. Jean-Philippe war der ursprüngliche Initiator der Euclid-Durchmusterung des galaktischen Bulges und leitete gemeinsam mit anderen die Arbeitsgruppe für Exoplaneten des <a href="https://www.euclid-ec.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Euclid-Konsortiums</a>.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In den letzten zwanzig Jahren wurden mit dieser Technik <a href="https://exoplanetarchive.ipac.caltech.edu/docs/counts_detail.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">fast 300 Exoplaneten</a> entdeckt, alle mit bodengestützten Teleskopen und alle in Richtung des Zentrums unserer Galaxie. Dieses Bild von Euclid umfasst 51 bekannte Planetensysteme – und es wird dazu beitragen, viele weitere zu untersuchen, die noch entdeckt werden“, fügt er hinzu.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://dlmultimedia.esa.int/download/public/videos/2026/06/039/2606_039_AR_EN.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="750" height="422" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-ESAs-Euclid-erfasst-das-dichte-Zentrum-der-Milchstrasse-750x422-1.jpg" alt="" class="wp-image-153380" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-ESAs-Euclid-erfasst-das-dichte-Zentrum-der-Milchstrasse-750x422-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-ESAs-Euclid-erfasst-das-dichte-Zentrum-der-Milchstrasse-750x422-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>ESAs Euclid erfasst das dichte Zentrum der Milchstraße<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Messung von Planetenmassen mit Euclid</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um ein Mikrolinsenereignis zu erfassen, müsste ein Teleskop einen Stern über zwanzig Tage lang beobachten. Dies ist notwendig, um die Unregelmäßigkeiten des abgelenkten Lichts zu erkennen, während der Planet seinen Mutterstern umkreist. Daher können während des einen Beobachtungstages von Euclid keine neuen Ereignisse entdeckt werden. Was dieses Bild jedoch so besonders macht, ist, dass es Wissenschaftlern ermöglicht, die Masse bereits bekannter Planeten sowie noch zu entdeckender Planeten zu messen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Innerhalb von 24 Stunden hat Euclid bereits die Sterne erfasst, die an allen zukünftigen Mikrolinsenereignissen beteiligt sind, die das Weltraumteleskop Roman nachweisen wird – allerdings noch bevor sich die beteiligten Sterne und Planeten in einer Linie angeordnet haben“, sagt Natalia Rektsini vom Institut d’Astrophysique de Paris in Frankreich, die die Veröffentlichung der Daten aus Euclids Vermessung des galaktischen Bulges für die wissenschaftliche Gemeinschaft leitete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das bedeutet, dass jeder, der ein Mikrolinsenereignis in derselben Region entdeckt – zum Beispiel mit Roman –, von nun an die Euclid-Daten als zeitliche Referenz in der Vergangenheit nutzen und sehen kann, wie die Sterne aussahen, bevor sie sich überlagerten“, erklärt Natalia. „Da Euclid einzelne Sterne klar voneinander unterscheiden kann, lässt sich messen, wie schnell sie sich im Laufe der Zeit bewegen, und anhand dieser Informationen die Existenz eines Planeten bestätigen sowie dessen Masse bestimmen. Mit Daten, die nur einen bestimmten Zeitpunkt erfassen, wäre dies nicht möglich.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eisplaneten und mehr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Methoden zur Planetenjagd ist es einfacher, große, heiße Planeten zu finden, die massive Sterne umkreisen. Bei der Mikrolinsenmethode ist das nicht der Fall. „Diese Methode ist unvoreingenommen – wir entdecken, was auch immer da draußen ist“, sagt Natalia. „Sie eignet sich in einzigartiger Weise zur Entdeckung kalter Exoplaneten. Und wir gehen davon aus, dass jeder Stern in der Milchstraße mindestens einen solchen Planeten beherbergt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Muttersterne zweier bekannter kalter Exoplaneten tauchen in den Daten von Euclid auf, und beide haben für das Team eine besondere Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe das Team geleitet, das vor 20 Jahren <a href="https://www.eso.org/public/news/eso0603/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OGLE-2005-BLG-390Lb</a> entdeckt hat“, sagt Jean-Philippe. „Es ist ein eisiger Planet, ein bisschen wie Hoth aus Star Wars. Nach all der Zeit freue ich mich sehr, dass Euclid es uns endlich ermöglichen könnte, seine genaue Masse zu bestimmen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<a href="https://www.americaspace.com/2014/07/08/astronomers-discover-first-ever-terrestrial-exoplanet-in-an-earth-type-orbit-around-a-red-dwarf-binary-star-system/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OGLE-2013-BLG-341Lb</a> ist ein seltenes und faszinierendes System“, sagt Natalia. „Es besteht aus zwei Sternen und einem Planeten. Durch die Kombination früherer Beobachtungen von Keck und Hubble mit neuen Euclid-Daten können wir endlich die Sterne voneinander trennen und die Masse des Planeten bestätigen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieses Ergebnis zeigt, was ein relativ kleines, engagiertes Team im Rahmen einer großen internationalen Mission erreichen kann“, sagt Valeria Pettorino, Euclid-Projektwissenschaftlerin bei der ESA. „Das <a href="https://euclid.dataspace.esa.int/science-domains/exoplanets" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Exoplaneten-Team</a> profitierte von wertvollen Beiträgen von Nachwuchsforschern und wurde von der Science Ground Segment-Einheit unterstützt, die am Instrument für den sichtbaren Bereich arbeitet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In nur 24 Stunden hat Euclid einzigartige Daten über das Zentrum der Milchstraße geliefert, mit einer großflächigen und scharfen Ansicht dieser Region. Mit der Zeit nimmt der Abstand zwischen Quellen und Linsen zu. Deshalb werden diese Euclid-Daten als zeitlicher Bezugspunkt für vergangene und zukünftige Missionen dienen und Untersuchungen von Exoplaneten und deren Massen ermöglichen. Diese Daten können auch für andere wissenschaftliche Anwendungen genutzt werden, von Braunen Zwergen und Doppelsternen bis hin zu Sternbewegungen und Staub in unserer Galaxie.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.cosmos.esa.int/web/euclid/q2-data-release" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weitere Informationen zum Herunterladen der neuen Euclid-Daten finden Sie hier.</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Vermessung des galaktischen Bulges wurde ausschließlich die VIS-Kamera (Visible) von Euclid verwendet, um die Beobachtungen so stabil wie möglich zu halten. Aus diesem Grund ist das Originalbild in Schwarz-Weiß gehalten. Um das Foto für diese Veröffentlichung mit Farbe zu versehen, wurden Daten des bodengestützten Canada-France-Hawai‘i-Teleskops (CFHT) hinzugefügt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Euclid</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/ESA_s_Euclid_lifts_off_on_quest_to_unravel_the_cosmic_mystery_of_dark_matter_and_dark_energy" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Euclid wurde im Juli 2023 gestartet</a> und begann <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Ready_set_go!_Euclid_begins_its_dark_Universe_survey" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">am 14. Februar 2024</a> mit seinen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Ready_set_go!_Euclid_begins_its_dark_Universe_survey" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">routinemäßigen wissenschaftlichen Beobachtungen</a>. <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Euclid/Top_five_mysteries_Euclid_will_help_solve" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ziel der Mission</a> ist es, den verborgenen Einfluss von dunkler Materie und dunkler Energie auf das sichtbare Universum aufzudecken. Über einen Zeitraum von sechs Jahren wird Euclid die Formen, Entfernungen und Bewegungen von Milliarden von Galaxien bis zu einer Entfernung von 10 Milliarden Lichtjahren beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euclid ist eine europäische Mission, die von der ESA gebaut und betrieben wird und an der die NASA mitwirkt. Das Euclid-Konsortium – bestehend aus mehr als 2000 Wissenschaftlern aus 300 Instituten in 15 europäischen Ländern, den USA, Kanada und Japan – ist für die Bereitstellung der wissenschaftlichen Instrumente und die wissenschaftliche Datenanalyse verantwortlich. Die ESA wählte Thales Alenia Space als Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten und seines Servicemoduls aus, während Airbus Defence and Space mit der Entwicklung des Nutzlastmoduls einschließlich des Teleskops beauftragt wurde. Die NASA stellte die Detektoren des Nahinfrarot-Spektrometers und -Photometers (NISP) zur Verfügung. Euclid ist eine Mission der mittleren Klasse im Rahmen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_s_Cosmic_Vision" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">des „Cosmic Vision“-Programms der ESA</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10521.msg588954#msg588954" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraumteleskop EUCLID</a></li>
</ul>
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		<title>Europa spürt die Hitze unter den Füßen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/europa-spuert-die-hitze-unter-seinen-fuessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 18:52:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Copernicus]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Erderwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzedom]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzewelle]]></category>
		<category><![CDATA[Oberflächentemperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sentinel-3]]></category>
		<category><![CDATA[SLSTR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine außergewöhnliche Hitzewelle erfasst derzeit Länder in ganz Westeuropa, wobei Städte und Regionen in Frankreich, Spanien und Süditalien für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen verzeichnen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Applications, 25. Juni 2026 Dieses Bild der Landoberflächentemperatur wurde am Mittwoch, dem 23. Juni, von der Copernicus-Sentinel-3-Mission aufgenommen. Die Daten wurden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine außergewöhnliche Hitzewelle erfasst derzeit Länder in ganz Westeuropa, wobei Städte und Regionen in Frankreich, Spanien und Süditalien für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen verzeichnen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Applications</a>, 25. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="563" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars-750x563-1.jpg" alt="" class="wp-image-153321" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars-750x563-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Europe_feels_the_heat_beneath_our_feet_pillars-750x563-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Oberflächentemperaturen in Europa<br><mark>Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2026), processed by ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bild der Landoberflächentemperatur wurde am Mittwoch, dem 23. Juni, von der <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Copernicus-Sentinel-3</a>-Mission aufgenommen. Die Daten wurden am späten Vormittag Ortszeit erfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Video zu diesem Bild können Sie <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2026/06/Europe_faces_the_heat" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> ansehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die auf dem Bild dargestellten Farben reichen von Violett- und Dunkelrottönen (die Oberflächentemperaturen von bis zu 55 °C anzeigen, wie sie in Teilen Zentralspaniens, Westfrankreichs und Nordafrikas zu sehen sind) bis hin zu Hellblau, das auf niedrigere Oberflächentemperaturen in Bergregionen hinweist. Einige Gebiete waren von Wolken bedeckt – diese sind weiß dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit maß Bodentemperaturen von 48 °C in Madrid, 44 °C in Rom sowie jeweils 46 °C in Poitiers (Frankreich) und Zaragoza (Spanien). In Nordafrika sind die Bodentemperaturen deutlich höher; in Tunis erreichten sie 49 °C. Da Oberflächen wie Fels, Sand und Asphalt die Wärme speichern, liegen die Bodentemperaturen deutlich über den Lufttemperaturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sentinel-3 ist mit vier Instrumenten ausgestattet, darunter das Sea and Land Surface Temperature Radiometer (SLSTR) – ein leistungsstarker und hochpräziser Sensor, der Temperaturen sowohl über Land als auch über dem Meer misst. Er erfasst Hitzestress über Land, und seine Daten werden in der Landwirtschaft sowie zur Überwachung von städtischen Wärmeinseln und Waldbränden genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die derzeitige Hitzewelle in Europa wird durch ein atmosphärisches Hochdruckgebiet verursacht – einen sogenannten „Hitzedom“ –, das zwischen zwei Tiefdruckgebieten auf beiden Seiten über Europa festsitzt. Die Sommerhitze in Europa steht normalerweise nicht im Zusammenhang mit El Niño. Obwohl Satellitendaten erste Anzeichen des <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Pacific_warming_signals_El_Nino_has_stirred" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">El-Niño-Phänomens im Pazifik</a> festgestellt haben, ist El Niño daher nicht die Ursache für die derzeitigen Temperaturen in Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16064.msg588823#msg588823" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sentinel-3B auf Rockot von Plessezk</a></li>
</ul>
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