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	<title>EADS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>EADS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ILA: Arianespace CEO Stephane Israel im Gespräch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ila-arianespace-ceo-stephane-israel-im-gespraech/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 May 2014 11:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach etwa einem Jahr im Amt berichtet Mr. Israel im Gespräch mit Raumfahrer.net &#38; Flugrevue auf der ILA 2014 über Weltraumtourismus, Wiederverwendbarkeit und die Rolle, die Arianespace bei der Entwicklung der Ariane 6 spielen kann. Auch der Wunsch nach mehr Onboardkameras kommt zur Sprache. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Raumfahrer.net. Flugrevue: Sie sind sehr [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach etwa einem Jahr im Amt berichtet Mr. Israel im Gespräch mit Raumfahrer.net &amp; Flugrevue auf der ILA 2014 über Weltraumtourismus, Wiederverwendbarkeit und die Rolle, die Arianespace bei der Entwicklung der Ariane 6 spielen kann. Auch der Wunsch nach mehr Onboardkameras kommt zur Sprache.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052014134957_small_1.jpg" alt="Bildquelle" width="333" height="250"/><figcaption>
Der neue Mann an der Spitze von Arianespace, Stéphane Israël, im Interview auf der ILA 2014 mit Raumfahrer.net &amp; Flugrevue. 
<br>
</figcaption></figure>



<p><strong>Flugrevue: </strong>Sie sind sehr jung und neu in der Position als Chef von Arianespace. Wenn Sie nun auf die letzten Monate zurückblicken, ist es dass, was Sie erwartet haben? 
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Ich würde sagen ja. Ich hatte vorher schon viel Erfahrung im Raumfahrtbereich. Im Jahr 2007 bin ich diesen Weg erstmals eingeschlagen, zunächst als Berater von Louis Gallois, CEO von EADS. Gefolgt von mehreren Management-Positionen im operativen Geschäft von Astrium. Ich wusste also gut, wie der Raumfahrtsektor in Europa funktioniert. Wir müssen unsere Auftragsbücher abarbeiten und dabei erfolgreich sein. Sowohl für private Kunden, als auch für staatliche. Was mich dagegen etwas überrascht hat, war die große Anzahl der beteiligten Stakeholder. Da ist der Kunde, die ESA, das politische Umfeld usw. Es ist nun mal Tatsache, dass Arianespace ganz Europa gehört und das hatte ich mir weniger zeitraubend vorgestellt. Man muss gleichzeitig Diplomat sein, aber wenn man das Glück hat ein Unternehmen zu führen, zugleich auch einen klaren Weg vorgeben. Diese beiden Eigenschaften sind oft nicht kompatibel. Dies zu meistern, ist eine meiner Aufgaben.  
<br>
<strong>Flugrevue: </strong>Mr. Le Gall (anm. der Redaktion: ehemaliger CEO von Arianespace) antwortete auf Fragen zur Zukunft des Unternehmens immer, dass Airanespace ein Serviceunternehmen sei. Sie führen Aufträge aus, ganz egal welche Rakete da nun auf dem Startplatz steht. Denken Sie in die gleiche Richtung in Hinblick auf die unklare Situation mit der Ariane 6? Die Franzosen wollen Feststoff, die deutschen etwas anderes und jeder wartet auf eine Entscheidung bei der Ministerratskonferenz.  
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Nun ich denke, dass Arianespace eine einzigartige Expertise im Betreiben von Raketen mitbringt. Wir operieren seit mehr als 30 Jahren in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Kunden. Auf Basis dieser Erfahrungen ist Arianespace absolut in der Lage, Vorschläge und Konzepte in die Diskussion bei der Ministerratskonferenz einzubringen. Deswegen haben wir umfangreiche Marktanalysen durchgeführt um zu sehen, wohin er sich entwickeln könnte. Durch den kommenden Durchbruch all-elektrischer Satelliten werden wir uns wohl in einer Situation mit mehr kleineren Satelliten im geostationären Orbit befinden. Daher benötigen wir die Ariane 6, dessen Design wir übrigens unterstützen, für große, aber eben auch kleinere Satelliten. Dies gesagt ist es also klar, dass wir zwei kleinere Satelliten zusammen starten wollen, einfach, um konkurrenzfähig zu bleiben. 
<br>
Zudem unterstütze ich das Konzept der Ariane 5 ME für die mittlere Zukunft. Grade durch Mitbewerber wie SpaceX und Poroton, die im Bereich von 6 Tonnen starten, wird es mehr Satelliten dieser Größenordnung geben. Dort sind wir zurzeit nicht gut aufgestellt, da wir nicht zwei dieser Satelliten gleichzeitig starten können. Die Ariane 5 ME wird uns diese Möglichkeit geben, die frühestens 2018 einsatzbereit sein wird. Daher, wir können unseren Beitrag leisten, sind aber nicht die ESA und auch nicht die Industrie, die für die Produktion und Entwicklung der Rakete verantwortlich ist.  </p>



<p><strong>Flugrevue: </strong>Sie haben in Ihren Reihen ja durchaus Ingenieure, wie Sie sagten auch mit viel Erfahrung. Diese könnten doch schon sagen, mit welchem Raketentyp es sich besser arbeiten ließe. 
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Das stimmt zwar, aber bezüglich des Designs denke ich ehrlicherweise, dass dies mehr in der Verantwortung der Industrie liegt. Ob nun Feststoff oder Flüssigtriebwerke, ich möchte Arianespace da nicht in der Debatte sehen. Ich sehe uns da eher von der operativen Seite. So wichtig diese Diskussion auch ist, sie liegt nicht in unserer Verantwortung.  
<br>
<strong>Raumfahrer.net: </strong>Als Startanbieter haben Sie ein Interesse an einer preislich konkurrenzfähigen und zuverlässigen Rakete. Wie passt da eine der teuersten &amp; kompliziertesten Oberstufen zum sonst eher konservativen Konzept der Ariane 6 mit Ihren Feststoff-Basisstufen? 
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Die Oberstufe soll sowohl für die Ariane 5 ME, als auch die Ariane 6 zur Verfügung stehen. Ich sehe das also eher positiv. Wir nutzen das gleiche Triebwerk für beide Raketen, was natürlich zu Preiseinsparungen führt. Ich sehe das Vinci Triebwerk aus technologischer Sicht für einen großen Fortschritt. Sie wird Arianespace eine wiederzündbare Oberstufe geben was sich für elektrische Nutzlasten besonders eignet. Wenn es um günstige Raketen geht, was natürliche eine Priorität für Arianespace ist um auf dem Markt bestehen zu können, kann man durch das Design der Rakete günstiger werden aber auch durch die Betriebsführung. Ich habe diese Oberstufe jedenfalls immer als einen großen Vorteil angesehen. 
<br>
<strong>Raumfahrer.net: </strong>Sie haben vorher bereits SpaceX angesprochen. Diese versuchen grade wiederverwendbare Raketen zu etablieren. Wäre das für Europa auch ein gangbarer Weg?  
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Ich denke wir sollten aufmerksam sein bei allen Innovationen. Und in der Raumfahrt geht es natürlich grade um Innovationen. In diesem Punkt müssen Sie aber unterscheiden zwischen der technischen Betrachtungsweise und dem Business-case. Von der technischen Seite her denke ich, es ist möglich die Wiederverwendbarkeit umzusetzen. Ob danach aber ein Business-Case daraus wird ist eine andere Frage. Hier gibt es viele Bedenken, so ist es nicht leicht die Rakete wieder zu bergen. Außerdem vernichtet man die Preisvorteile durch höhere Produktionsraten, da weniger gefertigt wird. 
<br>
Zudem muss man wissen, wofür man Wiederverwendung benötigt. Ist die Ambition Satelliten in den geostationären Orbit zu bringen oder zum Mars zu fliegen? So wie ich das verstanden habe, ist die Wiederverwendbarkeit ein Schritt Richtung Mars. Um dorthin zu fliegen und wieder zurück, braucht man eine wiederverwendbare Rakete. Die Ambitionen von SpaceX, das haben Sie mehrfach geäußert, liegen nicht im GEO, sondern beim Mars. Wir werden uns die Entwicklung sehr sorgfältig anschauen und dies ist etwas, was wir im Hinterkopf behalten müssen. In dem Fall, das die Ariane 6 nicht den Weg für diese Technologie frei macht, müssen wir das natürlich erklären, damit, dass dies nicht der Weg für Europa ist. Jetzt ist die Wiederverwendbarkeit auf jeden Fall mit in der Debatte und ich bin mir sicher, dass es eine Rolle spielt bei der Designentscheidung. Auch wenn Sie nicht kommt.  </p>



<p><strong>Flugrevue:</strong> Am Anfang sprachen Sie von der Proton als Konkurrenz. Ist sie das wirklich, grade im Hinblick auf den misslungenen Start vor wenigen Wochen.  </p>



<p><strong>Stéphane Israël: </strong>Ja, das denke ich schon. Obwohl die Tatsache von einem Fehlstart pro Jahr in jüngerer Vergangenheit natürlich den Druck von uns nimmt. Aber die Proton ist weiter da, wenn auch mit einem größeren Fragezeichen bezüglich der Zuverlässigkeit. Auch letztes Jahr ist Sie nach dem Fehlstart schnell wieder am Markt gewesen. Auch uns erinnert es daran, dass wir in einem komplizierten Markt vertreten sind und selbst nach 59 erfolgreichen Starts in Reihe müssen wir fokussiert bleiben.   
<br>
<strong>Raumfahrer.net: </strong>Zudem waren die kommerziellen Proton Flüge, operiert von ILS, in den letzten Jahren immer erfolgreich. Sehen Sie ein Problem darin mit möglicherweise 5 Raketenkonfigurationen parallel zu arbeiten, sobald die Ariane 6 da ist? 
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Nein, dies wird alles nacheinander geschehen. Ariane 5 auf Ariane 5 ME wird ein sanfter Übergang und die Ariane 6 bekommt Ihren eigenen Startplatz. Schon heute können wir 3 Raketen erfolgreich betreiben mit lediglich 2 Wochen Mindestabstand zwischen zwei Starts, was sehr bemerkenswert ist. 
<br>
<strong>Raumfahrer.net: </strong>Glauben Sie, dass es möglich ist, mit Weltraumtouristen Geld zu verdienen? 
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Wir sind nicht in diesem Geschäft, daher bin ich da auch kein Experte. Es gibt da einige Projekte, Airbus Defense &amp; Space hat eins sowie einige amerikanische Firmen. Es ist Fakt, dass es in dieser Welt einige Menschen gibt, die bereit und in der Lage sind für einige Minuten im All sehr viel Geld zu bezahlen. Ich sehe die Raumfahrt eher als etwas an, dass der gesamten Menschheit dienen soll und nicht einigen wenigen. Ich wünsche mir lieber, dass Arianespace Satelliten startet, welche für Navigation, Wetter &amp; Erdbeobachtung Vorteile für jeden schafft. 
<br>
<strong>Raumfahrer.net: </strong>Eine kurze Frage hätte ich noch. In Ihren Liveübertragungen zeigen Sie oft Konservenbilder von Onboardkameras. Wäre es nicht toll, diese live immer dabei zu haben? 
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Wir hatten Kameras beim Start von Kopernikus mit der Sojus. Mit fantastischen Aufnahmen der Stufentrennung und ich bin der Überzeugung, dass die Raumfahrt zu allen sprechen muss, nicht nur einigen wenigen Experten. Als ich die Bilder zum ersten Mal sah, war ich ebenfalls mehr als beeindruckt und wollte, dass diese Bilder an die Öffentlichkeit gehen.  
<br>
<strong>Raumfahrer.net: </strong>Also können wir diese Onboardkameras bei zukünftigen Starts ebenfalls erwarten?  
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Nun, wir haben jetzt dieses Video und auch eines vom ATV Start letztes Jahr.  
<br>
<strong>Flugrevue:</strong> Vielleicht könnte man diese kleinen Kameras bei mehr Starts dabei haben, sie sollten klein und günstig zu haben sein.  </p>



<p><strong>Stéphane Israël: </strong>Es ist leider nicht so einfach. Wenn man unseren Ingenieuren sagt, sie sollen an einer Stelle der Rakete etwas ändern, muss man durch eine Vielzahl von Studien gehen. Wir sind nicht hier nur um eine Show zu machen.  
<br>
<strong>Flugrevue:</strong> Aber ich denke, Sie müssen eine Show machen, grade für die jungen Leute um Sie zu inspirieren, um den Steuerzahlern etwas zurückzugeben. Es sollte nicht nur ein Business sein, sondern es sollte auch um die Schönheit des Weltraums gehen und dies den Menschen zu zeigen.  </p>



<p><strong>Raumfahrer.net: </strong>Auf Ihrem eigenen youtube Kanal ist es das einzige Video mit einer wirklich beeindruckenden Zahl an Aufrufen.  
<br>
<strong>Stéphane Israël: </strong>Deswegen habe ich einen neuen Direktor für Kommunikation ernannt und einer seiner Aufgaben wird es sein, die Dinge die wir hier tun nach außen zu bringen für jeden Start. Ich teile auf jeden Fall Ihre Ansicht hier, vieles ist vom Steuerzahler finanziert und er sollte hier auch etwas zurückbekommen. 
<br>
<strong>Raumfahrer.net &amp; Flugrevue:</strong> Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg! </p>



<p>Das Gespräch führten Klaus Donath für Raumfahrer.net und Matthias Gründer für Flugrevue, dem hier auch noch einmal gedankt sei für das zur Verfügung stellen seiner Audioaufzeichnung. Ebenso gilt der Dank Arianespace für das Ermöglichen des Interviews. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Swarm &#8211; Start verschoben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/swarm-start-verschoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2013 21:45:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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		<category><![CDATA[SWARM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Start der europäischen Wissenschaftsmission Swarm zur Vermessung des Magnetfelds unseres Heimatplaneten wird auf Ende November 2013 verschoben. Grund sind wohl technische Probleme an der Oberstufe des verwendeten Rockot-Trägers. Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: ESA, spaceflightnow.com. Die drei von EADS Astrium gebauten, identischen Einzelsatelliten des Swarm-Projekts trafen bereits im September wohlbehalten auf dem Startgelände [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Start der europäischen Wissenschaftsmission Swarm zur Vermessung des Magnetfelds unseres Heimatplaneten wird auf Ende November 2013 verschoben. Grund sind wohl technische Probleme an der Oberstufe des verwendeten Rockot-Trägers.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Clormann</a>. Quelle: ESA, spaceflightnow.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31102013224536_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31102013224536_small_1.jpg" alt="ESA - B. Bergaglio" width="260"/></a><figcaption>
Die russische Bris-KM Oberstufe, welche unter anderem für den Rockot-Träger der Eurockot Launch Services verwendet wird. 
<br>
(Bild: ESA &#8211; B. Bergaglio)
</figcaption></figure></div>



<p>Die drei von EADS Astrium gebauten, identischen Einzelsatelliten des Swarm-Projekts trafen bereits im September wohlbehalten auf dem Startgelände in der russischen Oblast Archangelsk ein. Seither laufen die unmittelbaren Startvorbereitungen, die neben ausgiebigen Abschlusstests der Wissenschaftssatelliten auch deren Betankung mit Treibstoff – bereits Mitte Oktober abgeschlossen &#8211; und die abschließende Integration auf dem Launcher beinhalten. Letztere begann am vergangenen Montag mit einer optischen Abnahme der Raumfahrzeuge. Bis zum Ende dieser Woche sollen alle drei Satelliten auf einem gemeinsamen Adapter installiert sein, der ihren gleichzeitigen Transport in den Orbit mit Hilfe der Bris-KM Oberstufe ermöglicht. Den ersten Verlautbarungen des Projektteams bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) nach zu vermuten, hängt die nun angekündigte Verzögerung mit einer defekten Komponente der Oberstufe selbst zusammen. Sobald diese ausgewechselt ist, sollte die Integration des Nutzlastadapters samt Swarm in den Träger innerhalb der nächsten Woche(n) fortgesetzt werden können. Insgesamt erlebte die Mission, unter anderem durch Komplikationen mit dem gewählten Träger, bereits mehrfache Terminverschiebungen. Ursprünglich war sogar mit einem Start für das Jahr 2009 gerechnet worden.     <br>Aufgabe der drei Swarm-Satelliten nach ihrem Start wird es sein, das Erdmagnetfeld in bisher unerreichter Präzision zu vermessen. Dabei interessieren insbesondere auch die Schwankungen und längerfristigen Veränderungen des Feldes im Hinblick nicht nur auf ihre Aussagekraft über das Innere unseres Planeten, sondern auch auf ihre Klimawirkung an seiner Oberfläche und in der Atmosphäre. Über die Prozesse im Erdinneren und ihre Auswirkungen auf Magnet- und Schwerefeld der Erde hatten zuvor bereits andere Forschungsmissionen vom All aus Daten gesammelt: etwa CHAMP (Deutschland) in den Jahren 2000 bis 2010, der Cluster-Verbund (Europa/USA) seit 2000, die Doppelmission GRACE (Deutschland/USA) seit 2002 und nach dem Start im Jahr 2009 auch der GOCE-Satellit (Europa).    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31102013224536_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31102013224536_small_2.jpg" alt="ESA/AOES Medialab" width="260"/></a><figcaption>
Studie der drei Swarm-Satelliten im Orbit. Die Auslegerarme für den wissenschaftlichen Betrieb verlängern die Raumfahrzeuge letztlich um gut neun Meter. 
<br>
(Bild: ESA/AOES Medialab)
</figcaption></figure></div>



<p>Zwei der Swarm-Trabanten sollen in eine polare Umlaufbahn auf etwa 450 Kilometer Höhe gebracht werden, während der dritte Satellit noch etwa 80 Kilometer weiter entfernt den Blauen Planeten umkreisen wird. Durch diesen räumlich verteilten „Formationsflug“ der Mission kann eine genauere und umfangreichere Erfassung des Magnetfelds erfolgen, die, so hoffen die Projektbeteiligten, dessen verschiedenen Quellen unterscheidbar und damit ihre Wechselwirkung besser als bisher nachvollziehbar macht. Relevanz erlangt die Frage nach den Eigenschaften und den Einflüssen auf das Erdmagnetfeld vor dem Hintergrund seiner merklich abnehmenden Intensität während der letzten Dekaden. Grundsätzlich schirmt es, wie auch die Atmosphäre, einen Großteils des sowohl für Lebewesen als auch für niedrig fliegende, künstliche Erdsatelliten schädlichen Sonnenwinds ab. Bis zu seiner vollständigen, zyklischen Umpolung in voraussichtlich einigen tausend Jahren, wird das Feld wohl, nach jetzigem Wissensstand, ständig weiter an Stärke verlieren.    </p>



<p>Swarms Satelliten weisen eine keilförmige, längliche Formgebung auf, die von Anfang an speziell im Hinblick auf die gemeinsame Integrierbarkeit im Nutzlastbereich nur einer Trägerrakete hin ausgerichtet wurde. Jedes der Raumfahrzeuge ist im Startzustand etwa fünf Meter hoch, misst jedoch in der Breite nur gut eineinhalb Meter. Samt mitgeführtem Treibstoff beträgt ihre Masse jeweils rund 470 Kilogramm.    </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3988.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Swarm</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11912.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rockot-KM mit 3x Gonets-M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4207.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GOCE mit Rockot</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Venus Express: Orbitmanöver und Uhrensynchronisation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/venus-express-orbitmanoever-und-uhrensynchronisation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 20:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus Express]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Wochen führte die europäische Raumsonde Venus Express mehrere Manöver durch, um den Orbit um über 100 Kilometer anzuheben. Auch fanden weitere Operationen und Experimente an Bord statt. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ESA. Da die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten relativ weit nach außen reicht, wird die um diesen kreisende Sonde Venus Express [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den letzten Wochen führte die europäische Raumsonde Venus Express mehrere Manöver durch, um den Orbit um über 100 Kilometer anzuheben. Auch fanden weitere Operationen und Experimente an Bord statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17052012223713_big_1.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17052012223713_small_1.png" alt="ESA" width="276" height="154"/></a><figcaption>
Der Orbit von Venus Express im Laufe der Zeit 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>Da die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten relativ weit nach außen reicht, wird die um diesen kreisende Sonde Venus Express ständig gebremst und sinkt dadurch ab. Um dies auszugleichen, fanden am 26. und am 28. Februar zwei Orbitkorrekturen statt, bei denen die Periapsis (der tiefste Punkt der Umlaufbahn) um mehr als 120 Kilometer angehoben wurde. Solche Operationen sind regelmäßig notwendig, um ein Verglühen der Sonde in der Atmosphäre zu verhindern. </p>



<p>An Bord von Venus Express gibt es eine sehr simple Uhr, welche einfach die Zeit seit Missionsbeginn hochzählt. Sie hat den Vorteil, dass sie Gewicht und Kosten spart, jedoch ist sie relativ ungenau, so dass regelmäßig nachkorrigiert werden muss. Ein solches Kommando wurde am 28. Februar gesendet. </p>



<p>Die Instrumente des Planetenerkunders arbeiteten weitgehend normal, allerdings gab es einen Datenverlust, als Daten des Magnetometers zur Erde gesendet werden sollten. Aufgrund eines Servofehlers an der Antenne der Bodenstation in Spanien gingen einige Datenpakete auf dem Weg verloren. Da sie nicht an Bord zwischengespeichert wurden, sind die Daten verloren und können nicht wiederhergestellt werden. </p>



<p>Aufgrund einer besonderen Orbitphase mussten bei der Kommunikation mit der Erde einige besondere Maßnahmen getroffen werden, um ein Beschädigen der Sonde zu verhindern, denn nur zwei Seiten („X+“ und „Z+“) der Oberfläche der Sonde dürfen durchgehend zur Sonne zeigen, ohne dass das Raumschiff überhitzt. Eine weitere Seite („X-“), hätte in der aktuellen Flugphase während der Kommunikation mit der Bodenstation zur Sonne gezeigt, was verhindert werden musste.</p>



<p>Dazu wurde Venus Express während des Kommunikationsvorgangs gedreht. Jedoch wurde dabei die Hauptantenne (HGA, High Gain Antenna) so geschwenkt, dass sie nicht mehr zur Erde „schauen“ konnte. Dies wurde beim Design der Sonde berücksichtigt und es wurde Redundanz in Form einer zweiten Antenne (HGA2) geschaffen. Diese Antenne wurde dann für die Datenübertragung genutzt.</p>



<p>Venus Express wurde von der europäischen Weltraumagentur ESA finanziert und von EADS Astrium und anderen Unternehmen gebaut. Der Start erfolgte am 9. November 2005 an Bord einer Sojus-Fregat von Baikonur aus. Seit dem 11. April 2006 befindet sich die Sonde in einem Orbit um den inneren Nachbarplaneten der Erde. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4138" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Venus Express</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=743" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Venus</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-orbitmanoever-und-uhrensynchronisation/" data-wpel-link="internal">Venus Express: Orbitmanöver und Uhrensynchronisation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>YahSat 1B im Übergangsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/yahsat-1b-im-uebergangsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 16:17:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Yahsat]]></category>
		<category><![CDATA[YahSat 1B]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kommunikationssatellit YahSat 1B ist nach seinem Start heute Nacht mittlerweile im Geotransferorbit angekommen und von der Oberstufe abgetrennt. Den Zielorbit, die Geostationäre Bahn, ca. 35.780 km über dem Erdäquator, soll er mit eigenem Triebwerk erreichen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Skyrocket, Raumcon. Der Start mit einer Proton-M-Trägerrakete erfolgte vom Kosmodrom Baikonur heute Nacht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Kommunikationssatellit YahSat 1B ist nach seinem Start heute Nacht mittlerweile im Geotransferorbit angekommen und von der Oberstufe abgetrennt. Den Zielorbit, die Geostationäre Bahn, ca. 35.780 km über dem Erdäquator, soll er mit eigenem Triebwerk erreichen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatze</a>l. Quelle: Skyrocket, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24042012181737_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24042012181737_small_1.jpg" alt="EADS Astrium" width="260"/></a><figcaption>
YahSat 2 im Orbit &#8211; Impression 
<br>
(Bild: EADS Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Start mit einer Proton-M-Trägerrakete erfolgte vom Kosmodrom Baikonur heute Nacht gegen 0.18 Uhr MESZ. Nach etwa 9 Minuten hatten die 3 Stufen der Proton ihre Arbeit erfolgreich absolviert. Im Verlaufe von 5 Antriebsphasen der Bris-M-Oberstufe innerhalb von reichlich 9 Stunden wurde der zunächst niedrige Erdorbit in einen Transferorbit angehoben. Die Bahn verläuft nun zwischen etwa 3.890 und 35.755 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 23,7 Grad gegen den Äquator. </p>



<p>YahSat 1B gehört der Al Yah Satellitenkommunikationsgesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese hatte 2007 bei einem internationalen Konsortium zwei Satelliten sowie das zugehörige Bodensegment bestellt. YahSat 1A wurde im April 2011 gestartet, sein &#8222;Zwilling&#8220; rund 1 Jahr später. Die Konstruktion beruht auf dem Eurostar-3000-Bus von EADS Astrium. Der Satellit hat eine Anfangsmasse von ca. 6.100 kg und soll 15 Jahre in Funktion bleiben. Zur Steuerung verfügt YahSat über elektrische Triebwerke. Rund 15 kW Leistung liefern zwei Solarzellenpaneele. </p>



<p>YahSat 1B ist mit mehreren Transpondern ausgestattet. Damit soll er neben Fernsehprogrammen auch Datendienste bereitstellen. Diese sollen sowohl von staatlichen als auch privaten Organisationen genutzt werden können. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10701.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">YahSat-1B auf Proton-M/Bris-M</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Shenzhou 8 startet mit SIMBOX ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8-startet-mit-simbox-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 22:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CMSEO]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-2F]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan]]></category>
		<category><![CDATA[JSLC]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[SIMBOX]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute um 22.58 Uhr MEZ startete von Jiuquan aus eine Langer Marsch 2F-Rakete mit der Shenzhou 8-Raumkapsel in den Weltraum. Ziel ist die erste Kopplung des chinesischen Weltraumprogramms mit der Raumstation Tiangong 1. Erstmals mit an Bord ist die deutsch-chinesische Experimentieranlage SIMBOX. Erstellt von Daniel Maurat &#38; Ian Benecken &#38; Simon Plasger. Quelle: CCTV, DLR, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute um 22.58 Uhr MEZ startete von Jiuquan aus eine <em>Langer Marsch 2F</em>-Rakete mit der <em>Shenzhou 8</em>-Raumkapsel in den Weltraum. Ziel ist die erste Kopplung des chinesischen Weltraumprogramms mit der Raumstation <em>Tiangong 1</em>. Erstmals mit an Bord ist die deutsch-chinesische Experimentieranlage SIMBOX.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Daniel Maurat &amp; Ian Benecken &amp; Simon Plasger.   Quelle: CCTV, DLR, raumfahrer.net, Uni Hohenheim, Astrium.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tg1lausnapcctv60.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tg1lausnapcctv26.jpg" alt="Start von Tiangong 1. (Video)"/></a><figcaption>Start von Tiangong 1. (<a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Tiangong1LauchCCTV.mp4" data-wpel-link="internal">Video</a>)</figcaption></figure></div>



<p>In den Tagen vor dem Start erfolgten die letzten Vorbereitungen an der deutsch-chinesischen SIMBOX, einer Sammlung von Experimenten. Dazu sagte Dr. Markus Braun vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegenüber Raumfahrer.net, dass die Arbeiten nach einem genauen Zeitplan abliefen. So schauten sich Mitarbeiter von EADS Astrium alle 40 Experimenteinheiten der Flughardware sehr genau an, bevor diese in die SIMBOX-Anlage eingebaut werden durften. Beispielsweise wurde getestet, ob alle Pumpen und LED-Beleuchtungspaneele funktionstüchtig sowie alle Kammern sauber und wasserdicht geschlossen waren. Der gesamte Zusammenbau der Experimenteinheiten erfolgte gemäß einem „Final-Assembly-Procedure&#8220; genannten Plan. Alle diese Prozeduren wurden präzise gemeinsam vom DLR und ihrem chinesischen Partner, der GESSA (General Establishment of Space Science and Application) abgestimmt und festgelegt.</p>



<p>Fünf Stunden vor dem Start wurde SIMBOX von Vertretern von DLR und Astrium an die chinesische Bodencrew, die verantwortlich für das &#8222;Launch-Processing&#8220; war, übergeben, welche den geschlossen Inkubator anschließend in das startbereite Shenzhou-8-Raumschiff auf der Startrampe einbaute. Das DLR/Astrium-Team durfte nicht auf die Startrampe, da der gesamte Komplex ein militärisches Sperrgebiet darstellt.</p>



<p>Sobald SIMBOX an Bord installiert war (ca. 4,5 Stunden vor Start), wurden die Experimente extern mit Strom versorgt. Erst ca. 45 min vor Start wurde die Experimentierbox über das Versorgungssystem des Shenzhou-Raumschiffes versorgt. Davor bestand während des Transports von der Integrationshalle und den Labors für etwa 2,5 Stunden keine Stromversorgung.</p>



<p>Der Start erfolgte um 22:58 Uhr MEZ von der Startrampe 1 des Startbereiches 4 des <em>Jiuquan Satellite Launch Center</em> in der nordwestchinesischen autonomen Region Innere Mongolei in der Wüste Gobi. Nach 130 Sekunden waren die vier Booster ausgebrannt und wurden von der Rakete gelöst, wobei bei T+100 Sekunden schon der voll funktionsfähige Startrettungsturm abgetrennt wurde. 130 Sekunden nach dem Start folgte die Erststufe, die restliche Nutzlastverkleidung 208 Sekunden nach dem Start. Die Zweitstufe war nach 462 Sekunden Flug ausgebrannt, wobei die Verniertriebwerke noch bis T+583 Sekunden betrieben wurden. Danach wurde die Nutzlast ausgetrennt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC_0036a-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/shenzou8_launch_braun.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Start von Shenzhou 8 aus etwa<br> 1.000 Metern Entfernung<br>(Bild: Dr. Markus Braun)</figcaption></figure></div>



<p>Die eingesetzte Rakete vom Typ Langer Marsch 2F ist die Hauptstütze des bemannten chinesischen Weltraumprogramms. Seit ihrem Erstflug im Jahr 1999 absolvierte sie neun Starts, wobei der bisher letzte am 29. September 2011 die erste chinesische Raumstation, <em>Tiangong 1</em>, ins All transportierte. Die <em>Langer Marsch 2F</em> basiert dabei auf der wenig erfolgreichen <em>Langer Marsch 2E</em>, wurde aber im Gegensatz zu ihr stark modifiziert, vor allem die Zweitstufe, die für die <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe verstärkt wurde. Auch wurden die startkritischen Systeme, so etwa die Subsysteme der Triebwerke, redundant ausgelegt. Die größte Veränderung war eine neue Nutzlastverkleidung, die stark der der russischen <em>Sojus-FG</em>-Rakete bei bemannten Starts ähnelt.</p>



<p>Die gestartete Nutzlast ist das unbemannte Raumschiff <em>Shenzhou 8</em>. Die <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe sind vergrößerte und modernisierte Versionen des russischen <em>Sojus</em>-Raumschiffes, das schon seit 1967 alle russischen Kosmonauten in den Weltraum bringt. Erstmalig ist die Shenzhou 8 mit einem Kopplungsstutzen ausgerüstet, der dem russischen androgynen <em>APAS 89</em>-Kopplungsstutzen ähnelt, der auch im amerikanischen Space Shuttle genutzt wurde. Im Gegensatz zum Original wurde das chinesische Produkt vergrößert, damit größere Elemente die Luke passieren können. Die Mission von <em>Shenzhou 8</em> besteht darin, an die vor einem Monat gestartete chinesische Raumstation <em>Tiangong 1</em> zu koppeln. Es wird der erste Versuch Chinas sein, zwei Raumschiffe miteinander zu koppeln. Dafür nutzt man auch ein eigenes Laserentfernungssystem, das in vom Prinzip her auch im europäischen <em>ATV</em> verwendet wird. Die Kopplung erfolgt ähnlich wie bei den russischen Systemen <em>Sojus</em> und <em>Progress</em>. Dieser Flug ist gleichzeitig auch eine Testmission für die nächsten zwei Flüge zur Raumstation, nämlich <em>Shenzhou 9</em> und <em>Shenzhou 10</em>. Diese beiden Flüge werden bemannt sein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou.jpg" alt="Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem Shenzhou-Raumschiff (rechts).
(Bild: China Manned Space Engineering Office)"/></a><figcaption>Die Raumstation <em>Tiangong 1</em> (links) mit anfliegendem <br><em>Shenzhou</em>-Raumschiff (rechts).<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p>Das Ziel der Mission ist die chinesische Raumstation <em>Tiangong 1</em>. Sie ist eine umgebaute Version des <em>Shenzhou</em>-Raumschiffes. Man modifizierte das Service-Modul von Shenzhou für einen längeren Aufenthalt im Orbit und baute ein neues Orbitalmodul darauf. Die Raumstation an sich ist 9 m lang, hat einen Durchmesser von maximal 2,8 m und wiegt voll betankt und beladen 8,4 Tonnen. Am Service-Modul ist ein Paar von Solarzellen befestigt, welche etwas größer ist als das von Shenzhou. Das Orbitalmodul ist im Volumen in etwa vergleichbar mit dem ISS-Modul <em>Rasswjet</em>. Genauso wie <em>Shenzhou</em> besitzt es einen androgynen Kopplungsadapter, der dem <em>APAS 89</em> ähnelt.</p>



<p>37 Minuten nach dem Start nahm die SIMBOX ihren Betrieb auf und sendete erste Telemetrie-Daten zum Boden. Von nun an werden am Tag mindestens 5 Übertragungszeiten von jeweils 15 Minuten Dauer für die Übertragung von wichtigen Informationen der Experimentierbox. Diese Daten sind wichtig für die sich am Boden befindende Kontrollbox. Eine detaillierte wissenschaftliche Auswertung der Experimente kann jedoch erst nach erfolgreicher Landung und Bergung erfolgen.</p>



<p>Zwei Tage nach dem Start, am Mittwoch, dem 2. November Mitteleuropäischer Zeit, wird voraussichtlich, nach derzeitigem Kenntnisstand von Raumfahrer.net, die Kopplung von <em>Shenzhou 8</em> mit der chinesischen Raumstation <em>Tiangong 1</em> erfolgen. Davor sind aber fünf verschieden lange Orbitmanöver nötig, um die Umlaufbahnen von Raumstation und Raumschiff aneinander anzugleichen. Der exakte Zeitpunkt der Kopplung wird abhängig von dem Erfolg des Missionsverlaufs der ersten zwei Tage sein. Nach dem erfolgreichen Ankoppeln wird <em>Shenzhou 8</em> 12 Tage mit <em>Tiangong 1</em> verbunden bleiben. Danach wird <em>Shenzhou 8</em> abkoppeln und ein Wiederankopplungsmanöver durchführen und zwei weitere Tage an der Station angekoppelt bleiben. Schließlich wird <em>Shenzhou 8</em> ein letztes Mal von der Station abkoppeln und kurz danach voraussichtlich ca. 300 km entfernt von Peking via Fallschirm landen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/simbox_prelaunch.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/simbox_prelaunch.jpg" alt="SIMBOX bei den Startvorbereitungen
(Bild: DLR/EADS Astrium)"/></a><figcaption>SIMBOX bei den Startvorbereitungen<br>(Bild: DLR/EADS Astrium)</figcaption></figure></div>



<p>SIMBOX ist eine Kooperation zwischen dem DLR und der chinesischen Raumfahrtagentur für bemannte Flüge (<em>CMSEO</em>). Die 34,6 kg schwere Box mit 37 Litern Volumen beherbergt 40 Experimentierkistchen, deren Größe jeweils der einer Zigarettenschachtel entspricht. Insgesamt 17 Experimente aus verschiedenen Bereichen der Biologie sollen das Wissen über das Verhalten von Zellen in der Schwerelosigkeit erweitern. Auch werden unter anderem Schnecken und Algen in einem geschlossenen Ökosystem untersucht. Mehr Informationen zu den wissenschaftlichen Zielen von SIMBOX finden Sie in unserem detaillierten <a href="https://www.raumfahrer.net/das-deutsch-chinesische-gemeinschaftsprojekt-simbox/" data-wpel-link="internal">Bericht</a></p>



<p><em>Vielen Dank für die ausführlichen Infos an Dr. Markus Braun vom DLR und Florian Kohn von der Universität Hohenheim.</em></p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10317.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10410.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kooperation mit China im Raumfahrtbereich?</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Webseiten</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Blog der Universität Hohenheim zum Thema SIMBOX und Shenzou 8</li></ul>



<p>Weitere Bilder finden Sie in unserer <strong><a href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/565" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mediengalerie</a></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das deutsch-chinesische Gemeinschaftsprojekt SIMBOX</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-deutsch-chinesische-gemeinschaftsprojekt-simbox/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 8]]></category>
		<category><![CDATA[SIMBOX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=59772</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit 17 Experimenten bestückt wird SIMBOX an Bord von Shenzhou 8 in den Orbit fliegen. Während das Raumschiff an der chinesischen Raumstation Tiangong 1 angedockt ist, werden in ihr verschiedene biologische Phänomene untersucht. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: DLR, EADS Astrium. Sie ist nur 25 kg schwer und hat nur ein Volumen von 34 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit 17 Experimenten bestückt wird SIMBOX an Bord von Shenzhou 8 in den Orbit fliegen. Während das Raumschiff an der chinesischen Raumstation Tiangong 1 angedockt ist, werden in ihr verschiedene biologische Phänomene untersucht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: DLR, EADS Astrium.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/simboxprelaunch2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/simboxprelaunch26.jpg" alt=""/></a><figcaption>SIMBOX bei den Startvorbereitungen<br>(Bild: DLR/EADS Astrium)</figcaption></figure></div>



<p>Sie ist nur 25 kg schwer und hat nur ein Volumen von 34 Litern – trotzdem wird mit dem deutsch-chinesischen Inkubator SIMBOX große wissenschaftliche Arbeit geleistet werden. Zehn chinesische und sechs deutsche Experimente sowie ein weiteres in Kooperation werden dazu beitragen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. In insgesamt 40 Kistchen, die jeweils ungefähr die Größe einer Zigarettenschachtel haben, werden verschiedene Zellen untersucht. Erforscht werden soll unter anderem die Auswirkung der Schwerelosigkeit auf das Immunsystem des Menschen und das „Oben/Unten-Empfinden“ von Pflanzen. Einige Kisten sind dabei der Schwerelosigkeit ausgesetzt, andere befinden sich in einer Zentrifuge, welche die Erdschwerkraft simuliert.</p>



<p><strong>Bildung von Natriumkanälen in menschlichen Zellmembranen unter Schwerelosigkeit</strong></p>



<p>Die Informationsverarbeitung im zentralen Nervensystem des Menschen beruht auf sogenannten Spannungspotentialen, welche entstehen, wenn ein Reiz auf eine Zelle trifft. Dabei werden diese Reize durch die Zellmembran transportiert. Dies geschieht durch Natriumkanäle, Kanäle mit einer erhöhten Leitfähigkeit für Natrium-Ionen. Mithilfe des Experiments der Universität Hohenheim soll nun untersucht werden, wie sich die Bildung von Natriumkanälen in der Schwerelosigkeit von denen auf der Erde unterscheidet. Dazu wurden Zellen von menschlichen Hirntumoren durch chemische Eingriffe in Zellen umgewandelt, die denen des Nervensystems ähneln.</p>



<p>Zu Beginn des Experiments sind in den Zellen keine Natriumkanäle enthalten. Der Vorgang der Entstehung dieser Kanäle wird von Wissenschaftlern an Zellen, die der Schwerelosigkeit ausgesetzt sind, untersucht. Nach der Landung und erfolgter Bergung werden diese Proben mit solchen aus der Zentrifuge und Referenzobjekten, die am Boden geblieben sind, verglichen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simboxinkubatorbiga800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der SIMBOX-Inkubator (Bild: DLR/EADS Astrium)" data-rl_caption="" title="Der SIMBOX-Inkubator (Bild: DLR/EADS Astrium)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simboxinkubatorbiga240.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der SIMBOX-Inkubator<br>(Bild: DLR/EADS Astrium)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Wie beeinflusst die fehlende Schwerkraft menschliche Krebszellen?</strong></p>



<p>Diese Frage haben sich Forscher der Universität Magdeburg gestellt. Um sie zu beantworten, fliegen an Bord von Shenzhou 8 menschliche Schilddrüsenkrebszellen mit, welche bereits bei Parabelflügen in sehr kurzer Zeit fehlender Schwerkraft Reaktionen gezeigt haben. So wurde unter anderem eine erhöhte Sterblichkeitsrate der Zellen festgestellt, aber auch die Zellstruktur veränderte sich. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass unter simulierter Schwerelosigkeit drei-dimensionale Gebilde (<em>Sphäroiden</em>) entstehen. Diese wird durch sogenannte Klinostaten erzeugt, welche durch unregelmäßige Drehung der Proben bewirkt, dass die Erdschwerkraft für sehr kurze Zeiten aus den verschiedensten Richtungen auf die Zellen wirkt.</p>



<p>Mit den Proben im SIMBOX-Experiment sollen die verschiedenen Phänomene genauer untersucht werden. So können beispielsweise Erkenntnisse über die Entstehung von Sphäroiden dazu genutzt werden, diese gezielt zu erzeugen. An ihnen könnten dann Anti-Tumor-Medikamente getestet werden, ohne dass Tierversuche durchgeführt werden müssten.</p>



<p><strong>Die Schwächung des Immunsystems in der Schwerelosigkeit</strong></p>



<p>Auf vielen bemannten Raumfahrtmissionen wurde bereits beobachtet, dass das menschliche Immunsystem bereits nach kurzer Zeit nicht mehr die Leistung erbringen konnte, die von ihm auf der Erde erwartet wurde. Auch auf Parabelflügen und Höhenforschungsraketen konnte festgestellt werden, dass viele wichtige Angriffsfunktion der sogenannten Fresszellen (<em>Makrophagen</em>) ausfielen und diese Zellen Moleküle verloren, die für die Kommunikation mit anderen Zellen unabdingbar waren. Außerdem kamen die inneren Steuerungsmechanismen schnell durcheinander.</p>



<p>Im SIMBOX-Experiment der Universität Magdeburg soll nun untersucht werden, wie stark sich diese Fresszellen nach längerer Zeit in der Schwerelosigkeit verändern. Welche Funktionen sind auch nach mehreren Tagen noch erfüllt? Können sich die Fresszellen auf die fehlende Schwerkraft anpassen und ihre Funktion wiederherstellen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen kann die bemannte Raumfahrt in vielen Schritten weiterbringen und auch Grundsteine für längere Raumfahrtmissionen zu entfernteren Zielen wie Mars und verschiedenen Asteroiden legen.</p>



<p><strong>Wie reagieren Pflanzen auf sich verändernde Schwerkraftfelder?</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simbox_vorbereitungen_big-1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Einzelne Experimentboxen bei den Vorbereitungen (Bild: DLR/EADS Astriumn)" data-rl_caption="" title="Einzelne Experimentboxen bei den Vorbereitungen (Bild: DLR/EADS Astriumn)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simbox_vorbereitungen-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Einzelne Experimentboxen bei den Vorbereitungen<br>(Bild: DLR/EADS Astriumn)</figcaption></figure></div>



<p>Pflanzen benötigen eine ausgeprägte Wahrnehmung von „oben“ und „unten“, um die korrekte Ausrichtung von ihren Bestandteilen sicherzustellen. Beispielsweise müssen Blüten in Richtung Sonne zeigen, um genug Energie aufnehmen zu können. Dafür besitzen Pflanzen bestimmte Mechanismen, welche eine solche Orientierung mithilfe der Schwerkraft vornehmen können. Diese wirken jedoch nicht nur bei kompletten Pflanzen, sondern auch auf Zellebene.</p>



<p>Am Beispiel von Zellkulturen der Ackerschmalwand (<em>Arabidopsis thaliana</em>) wird im Rahmen von SIMBOX nun untersucht, wie Pflanzen auf sich verändernde Schwerkraftfelder reagieren. Aus vorhergehenden Untersuchungen ist bekannt, dass sich die Zellen bereits nach wenigen Sekunden verändern. An Bord von Shenzou 8 sollen nun die Auswirkungen von längerer Schwerelosigkeit untersucht werden. Um die Auswirkungen zu untersuchen, werden die Genexpressionen (Ausprägung des Erbbildes) der Zellen mit identischen Objekten verglichen, die auf der Erde zurückgeblieben sind. Das Experiment wurde von der Fakultät für Biologie an der Universität Tübingen entwickelt.</p>



<p><strong>Pflanzenwachstum unter Schwerelosigkeit</strong></p>



<p>Viele Pflanzen richten ihr Wachstum nach der Schwerkraft aus, so dass ein Wegfall dieser eine Änderung im Wachstumsvorgang bedeutet. Dieser Vorgang wurde bereits auf der Internationalen Raumstation ISS am Beispiel der Ackerschmalwand untersucht, wobei herausgefunden wurde, dass das Pflanzenhormon Auxin eine erhebliche Rolle in diesem Prozess spielt.</p>



<p>An Bord von SIMBOX werden nun fünf Tage alte Keimlinge der Pflanze sowie solche einer Mutante, deren Schwerkraftwahrnehmung wahrscheinlich im Auxin-Signalweg gestört ist, gestartet. Nach der Landung wird das Erbbild der Pflanzen untersucht. Man erhofft sich von diesem Experiment der Universität Freiburg eine genauere Aufklärung der Signalverarbeitung beim schwerkraftorientierten Wachstum von Pflanzen.</p>



<p><strong>Ein Ökosystem in einer Zigarettenschachtel</strong></p>



<p>In einem Ökosystem benötigen Tiere Sauerstoff und produzieren als Abfallprodukt Kohlenstoffdioxid. Pflanzen hingegen benötigen dieses Gas für ihre Wachstumsvorgänge und geben als Abfallstoff Sauerstoff ab. Dieser Prozess kann auch für zukünftige Missionen nützlich sein, so können beispielsweise größere Gärten an Bord des Raumschiffes betrieben werden, um die Besatzung mit Sauerstoff zu versorgen und das Kohlenstoffdioxid aus der Bordatmosphäre zu filtern.</p>



<p>An Bord von SIMBOX soll ein Experiment, welches in Kooperation zwischen Deutschland und China betrieben wird, ein geschlossenes Miniökosystem aus Algen und Schnecken untersuchen. Während des Flugs und nach der Landung werden die Algenpopulationen aus dem Orbit mit solchen in einem Kontrollexperiment auf der Erde verglichen. Ziel ist es, weitere Erkenntnisse über den Einfluss der Schwerkraft und Weltraumstrahlung auf die Zellen zu gewinnen.</p>



<p><strong>Wie orientieren sich Augentierchen in der Schwerelosigkeit</strong></p>



<p>Augentierchen orientieren sich auf der Erde mithilfe der Schwerkraft und des Lichtes. Diese beiden Umgebungsmerkmale nutzt die <em>Euglana gracilis</em> genannte Süßwasseralge, um in Wasserschichten mit optimalen Lichtverhältnissen für die Photosynthese zu gelangen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simbox_augentierchen_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die zu untersuchenden Augentierchen (Bild: Dr. Michael Lebert)" data-rl_caption="" title="Die zu untersuchenden Augentierchen (Bild: Dr. Michael Lebert)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simbox_augentierchen.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die zu untersuchenden Augentierchen<br>(Bild: Dr. Michael Lebert)</figcaption></figure></div>



<p>Bereits vor längerer Zeit wurden verschiedene Moleküle identifiziert, die für die Wahrnehmung dieser beiden Parameter wichtig sind. Auch konnte nachgewiesen werden, dass sich die Augentierchen nach längeren Raumflügen nicht mehr optimal an der Schwerkraft orientieren konnten. Mit dem SIMBOX-Experiment sollen die Orientierungsmechanismen des Einzellers besser erforscht werden als dies bisher möglich war.</p>



<p>Zu den letzten beiden genannten Experimenten und möglichen Folgeprojekten führte Raumfahrer.net ein Interview mit dem leitenden Wissenschaftler Dr. Michael Lebert von der Universität Erlangen-Nürnberg.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net:</strong> Wie sind die Ideen für die Experimente, die Sie in der Präsentation erwähnt haben, entstanden? Und warum wurden gerade diese beiden für SIMBOX ausgesucht?</p>



<p><strong>Dr. Lebert:</strong> Der Auswahlprozess läuft natürlich beim DLR, wir reichen nur Projektvorschläge ein. Beide Projekte, die ich eingereicht habe, waren auf der Basis von aktueller Forschung dort, wir hatten zu dem Zeitpunkt gerade angefangen zu verstehen, wie die Zelle Euglena gracilis in der Lage ist, Schwerkraft wahrzunehmen und wir waren unglaublich daran interessiert, was denn eigentlich passiert, wenn die Schwerkraft nicht da ist, also was passiert da auf molekularem Niveau. Wir arbeiten seit 1995 an diesen Minilebenssystemen und das hat sich einfach angeboten, die Gelegenheit war zunehmen und zu schauen, wie klein man das eigentlich bauen kann. Und eine Zigarettenschachtel ist schon sehr klein.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net:</strong> Es gibt nun ja schon Planungen für Nachfolgemissionen von SIMBOX. Soll es da auch wieder Experimente von der Universität Erlangen-Nürnberg geben.</p>



<p><strong>Dr. Lebert:</strong> Das müssen Sie das DLR fragen. Wir werden auf jeden Fall einen Projektvorschlag einreichen, inwiefern wir unser Experiment weiterführen können. Das nächste große Projekt ist allerdings auf dem Bion-Satelliten, welcher über vier Wochen fliegt. Das ist dann allerdings ein wesentlich größeres System mit einem Volumen von insgesamt fünf Litern reine biologische Masse, womit man ganz anders arbeiten kann. Das soll aber nicht heißen, dass die kleinen Systeme keinen Sinn haben. Ich muss gestehen, dass wir über dieses kleine System über unser großes System viel mehr gelernt haben, als wir je erwartet haben.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net:</strong> Was ist bei dem Bion-Satelliten genau für ein Experiment geplant?</p>



<p><strong>Dr. Lebert:</strong> Es ist eine Art Lebensraum geplant, wo es eine Interaktion zwischen Fischen, kleinen Wasserflöhen, Algen und höheren Pflanzen gibt. Dort werden dann sämtliche Parameter, von denen wir wissen, dass sie eine Rolle spielen, aufgenommen und gespeichert und können später ausgewertet werden. Gleichzeitig können wir auch die Organismen aufnehmen und wir können die Fotosynthese, also die Lichtenergiespeicherung der Pflanzen und Algen untersuchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simbox_pad_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Trägerrakete auf der Startrampe (Bild: DLR/EADS Astrium)" data-rl_caption="" title="Die Trägerrakete auf der Startrampe (Bild: DLR/EADS Astrium)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/simbox_pad.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Trägerrakete auf der Startrampe<br>(Bild: DLR/EADS Astrium)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Raumfahrer.net:</strong> Vielen Dank!</p>



<p>Neben den genannten deutschen Experimenten fliegen auch 10 weitere von chinesischen Universitäten mit. Über die genaueren wissenschaftlichen Ziele dieser Untersuchung werden wir wenn möglich im Verlauf des Fluges berichten.</p>



<p>SIMBOX soll am 31. Oktober 2011 um 23:00 Uhr MEZ (1. November 6:00 Uhr Ortszeit) an Bord der Kapsel Shenzhou 8 auf einer Trägerrakete von Typ Langer Marsch 2F zur Raumstation Tiangong 1 starten. Über den weiteren Verlauf dieser spannenden Mission werden wir Sie natürlich auf dem Laufendem halten.</p>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=6AHgt3BACzA" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Video auf Youtube zu den Vorbereitungen von SIMBOX</a></li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10317.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-deutsch-chinesische-gemeinschaftsprojekt-simbox/" data-wpel-link="internal">Das deutsch-chinesische Gemeinschaftsprojekt SIMBOX</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Galileo: Eine Rakete, zwei Satelliten, drei Erfolge</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-eine-rakete-zwei-satelliten-drei-erfolge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 16:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das erste Paar Satelliten für das Betriebsnetz des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo kreist um die Erde. Es erreichte nach dem Start auf einer russischen Sojus-Rakete in Kourou in Französisch-Guayana den Weltraum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger. Die Mission VS01 war die erste einer in Russland gebauten Sojus-Rakete, die in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das erste Paar Satelliten für das Betriebsnetz des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo kreist um die Erde. Es erreichte nach dem Start auf einer russischen Sojus-Rakete in Kourou in Französisch-Guayana den Weltraum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: ESA, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-24-36823.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21102011184052_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21102011184052_small_1.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/S. Corvaja" width="260"/></a><figcaption>
Galileo-IOV-1-Start am 21. Oktober 2011 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/S. Corvaja)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Mission VS01 war die erste einer in Russland gebauten Sojus-Rakete, die in Kourou von einer neu errichteten Startanlage abhob. Um 12:30 Uhr MESZ startete die Rakete mit zwei von einem Konsortium unter Führung von EADS Astrium und TAS (Thales Alenia Space) gebauten Navigationssatelliten an Bord. Alle ihre Stufen arbeiteten wie vorgesehen, und die Fregat-Oberstufe funktionierte ebenfalls wie geplant. Drei Stunden und 49 Minuten nach dem Start setzte die Oberstufe die beiden Satelliten in rund 23.222 Kilometern Höhe über der Erde aus. </p>



<p>Für Europa bedeutet der gelungene Start eine Menge: Zum ersten Mal wurden zwei Navigationssatelliten auf Erdumlaufbahnen gebracht, die in einem System zum Einsatz kommen sollen, das Europa im Bereich der Satellitennavigation eine Position in der Weltspitze sichern soll, sagte Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA). </p>



<p>Der zum Transport der Satelliten verwendete Raketengrundtyp ist längst legendär. Beim Start des ersten Erdsatelliten Sputnik, des ersten bemannten erdumkreisenden Raumschiffes Wostok mit Juri Gagarin und bei zahllosen weiteren Gelegenheiten kam er zum Einsatz. Künftige Flüge des Typs werden nun öfter auch in Kourou starten, ist sich Jean-Jacques Dordain sicher. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21102011184052_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21102011184052_small_2.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
Montage der IOV-Satelliten am Dispenser der Oberstufe 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure></div>



<p>Dordain hält das historische Ereignis für ein Symbol von Zusammenarbeit, der Zusammenarbeit der ESA und ihren Partnern in Russland unter einer bedeutenden Beteiligung Frankreichs, sowie der Zusammenarbeit von ESA und der Europäischen Union, welche gemeinsam in Sachen Galileo aktiv sind. </p>



<p>Laut Dordain festigt der gelungene Start die zentrale Rolle Europas bei der weltweiten Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Er wurde dank der Visionen und der Verständigung der Mitgliedsstaaten der ESA ermöglicht, so Dordain weiter. </p>



<p>Zum ersten Mal starte eine Sojus-Rakete nicht im kasachischen Baikonur oder im russischen Plesetsk. Mit der neuen Startanlage für die Sojus in Kourou erweitert der Betreiber Arianespace die Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit seiner Raketenflotte. Die Sojus, eine Rakete durchschnittlicher Größe für Nutzlasten im mittleren Massebereich, komplettiert das Trägerraketenangebot der ESA. Schwere Nutzlasten können wie bisher von Ariane-5-Raketen gestartet werden, leichte will man ab 2012 mit der Vega, einer neu entwickelten kleinen Trägerrakete, in den Weltraum bringen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21102011184052_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21102011184052_small_3.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Galileo-IOV-Stalliten über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>Beim Start einer Sojus von Kourou aus führt die Äquatornähe zu einer größeren Nutzlastkapazität. Statt rund 1,7 Tonnen bei einem Start in Baikonur kann eine in Kourou startende Sojus rund 3 Tonnen Nutzlast in einen Geotransferorbit bringen, wo gewöhnlich kommerzielle Telekommunikationssatelliten ausgesetzt werden. </p>



<p>Die zwei jetzt gestarteten Galileo-Navigationssatelliten sind der erste Teil der IOV für In-Orbit Validation genannten Galileo-Testkonstellation, die später im aktiven Betriebsnetz von Galileo aufgehen soll. </p>



<p>Die Satelliten, die zunächst für intensive Tests von Weltraum- und Bodensegment von Galileo und der passenden Endgeräte gedacht sind, werden von der ESA zusammen mit der Französischen Weltraumagentur (CNES) von einem Kontrollzentrum im französischen Toulouse überwacht und gesteuert. Geplant ist, dass nach ersten grundlegenden Inbetriebnahmearbeiten Spaceopal, ein Gemeinschaftsunternehmen von Telespazio und der Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) mbH, einer Tochter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit Sitz in Weßling die Kontrolle übernimmt. Anschließend ist eine 90 Tage dauernde Testphase vorgesehen, bevor die Satelliten endgültig in Betrieb gehen. </p>



<p>Vervollständigen werden die Galileo-Testkonstellation zwei weitere IOV-Satelliten, deren Start derzeit für den Sommer 2012 geplant ist. Danach soll die erste Tranche von Seriensatelliten, die derzeit unter der Leitung von OHB aus Bremen entsteht, bei einer Reihe von Starts ins All gebracht werden. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9974.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-ST-B VS-001 mit 2 Galileo-Satelliten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4144.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galileo SNS II</a></li></ul>



<p><strong>Startaufzeichnung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20120204120709/http://spacelivecast.de/2011/10/replay-vom-sojus-start-mit-galileo/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutsch kommentierte Startaufzeichnung mit vielen Erklärungen</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/galileo-eine-rakete-zwei-satelliten-drei-erfolge/" data-wpel-link="internal">Galileo: Eine Rakete, zwei Satelliten, drei Erfolge</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-24-36823.mp3" length="6627976" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Proton-Start fehlgeschlagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-start-fehlgeschlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 16:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Express-AM 4]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontaktverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Start einer Proton-M am Mittwoch, dem 17. August 2011, ist der Kontakt mit der Oberstufe vorzeitig abgebrochen. Das Schicksal der Nutzlast ist noch unsicher. Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: Roskosmos, NSF SFN. Der Start erfolgte am 17. August 2011 um 3:25 Uhr Lokalzeit beziehungsweise um 23:25 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Westkasachstan. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-start-fehlgeschlagen/" data-wpel-link="internal">Proton-Start fehlgeschlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim Start einer Proton-M am Mittwoch, dem 17. August 2011, ist der Kontakt mit der Oberstufe vorzeitig abgebrochen. Das Schicksal der Nutzlast ist noch unsicher.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: Roskosmos, NSF SFN.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b6582c1f"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082011183543_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082011183543_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Start von Express AM4 auf einer Proton-M. 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Der Start erfolgte am 17. August 2011 um 3:25 Uhr Lokalzeit beziehungsweise um 23:25 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Westkasachstan. Der Start verlief zunächst gut und die Rakete setze planmäßig die Oberstufe Bris-M zusammen mit der Nutzlast, dem russischen Kommunikationssatelliten Ekspress-AM 4 aus. Doch zwischen dem vierten und dem fünften und damit letzten geplanten Brennmanöver der Bris-M brach der Funkkontakt ab. Man weiß nicht genau, was mit der Nutzlast passiert ist, ob sie von der Bris abgetrennt wurde, nicht einmal, auf welcher Bahn genau das Gespann ist. Aber so gut wie sicher scheint, dass dieser Start ein Fehlstart war. </p>



<p>Die Nutzlast der Rakete, der Kommunikationssatellit Express-AM 4, gehört zu einer neuen Generation russischer Kommunikationssatelliten, mit denen die alten Satelliten vom Typ Gorizont abgelöst werden sollten. Der inzwischen achte Express-AM-Satellit beruht auf einem von EADS Astrium entwickelten Eurostar E3000 und wog beim Start 5.400 kg. Er besitzt insgesamt 63 Transponder, wovon 30 im IEEE C-Band, 28 im K<sub>u</sub>-Band, zwei im K<sub>a</sub>-Band und drei im L-Band arbeiten sollten. Die zwei Solarpaneele erbringen zusammen 16 kW Leistung, wobei der Satellit auf eine Lebensdauer von 15 Jahren ausgelegt war. 
<br>
Dieser Fehlstart war der dritte russische Fehlstarts innerhalb von neun Monaten. Am 5. Dezember 2010 stürzten drei GloNaSS mitsamt ihrer Block-DM-Oberstufe vor Hawaii in den Pazifik, weil die Block-DM nicht zündete. Und am 1. Februar 2011 brachte eine Rockot den Forschungssatelliten Geo-IK auf eine falsche Umlaufbahn, wobei der Satellit unbrauchbar wurde. Zurzeit wird noch über mögliche Konsequenzen auf personeller Ebene spekuliert, wobei nichts sicher ist. Die Untersuchungen werden die Ursache des Kontaktverlustes wohl ans Licht bringen müssen. </p>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://spaceflightnow.com/news/n1108/17proton/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldung bei SpaceFlightNow.com</a></li>



<li><a class="a" href="https://www.nasaspaceflight.com/2011/08/proton-m-launches-russias-ekspress-am4-communications-satellite/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldung bei NASASpaceFlight.com</a></li>
</ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10028.msg196883#msg196883" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Express-AM4 auf Proton-M/Briz-M ab dem 17. August</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-start-fehlgeschlagen/" data-wpel-link="internal">Proton-Start fehlgeschlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SPOT 6 fliegt auf PSLV</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spot-6-fliegt-auf-pslv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2011 09:16:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Fernerkundung]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[PSLV]]></category>
		<category><![CDATA[SPOT]]></category>
		<category><![CDATA[SPOT 6]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Erdbeobachtungssatellit SPOT 6 soll im Jahr 2012 von einer indischen Trägerrakete aus der PSLV-Serie in den Weltraum transportiert werden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: EADS Astrium, ISRO. SPOT 6 ist als verbesserter Nachfolger für den zur Zeit im All aktiven Erdbeobachtungssatelliten SPOT 5 gedacht. Französische Raumfahrzeuge aus der Serie SPOT (SPOT steht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-914b744a">Der französische Erdbeobachtungssatellit SPOT 6 soll im Jahr 2012 von einer indischen Trägerrakete aus der PSLV-Serie in den Weltraum transportiert werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: EADS Astrium, ISRO.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-3db8f19f"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011111605_small_1.jpg" alt="CNES/David Ducros" width="335" height="206"/><figcaption class="wp-element-caption">
SPOT 5 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CNES/David Ducros)
</figcaption></figure>



<p>SPOT 6 ist als verbesserter Nachfolger für den zur Zeit im All aktiven Erdbeobachtungssatelliten SPOT 5 gedacht. Französische Raumfahrzeuge aus der Serie SPOT (SPOT steht für Satellite Pour l&#8217;Observation de la Terre, also für Satellit zur Beobachtung der Erde) liefern seit 1986 hochaufgelöste Bilder von der Erdoberfläche. In 25 Einsatzjahren entstanden über 25 Millionen Aufnahmen. </p>



<p>Der am 4. Mai 2002 gestartete SPOT 5 (Startmasse 3.030 kg) wird sich voraussichtlich noch bis 2013 betreiben lassen. Endet sein Einsatz, muss der deutlich kleinere SPOT 6 (Startmasse rund 800 kg) bereits im All verfügbar sein. Eine PSLV-Rakete (PSLV steht für Polar Satellite Launch Vehicle) der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) soll dies im kommenden Jahr sicherstellen. EADS Astrium sprach im Februar 2011 von einem Start des auf dem Satellitenbus AstroSat 500L basierenden Raumfahrzeugs im September 2012. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-28455f1a"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011111605_small_2.jpg" alt="EADS Astrium" width="307" height="210"/><figcaption class="wp-element-caption">
SPOT 6 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: EADS Astrium)
</figcaption></figure>



<p>Im Rahmen des Programms AstroTerra wird SPOT 6 einer der Satelliten einer neu aufzubauenden Konstellation von durch EADS Astrium hergestellten Erdbeobachtungssatelliten sein, die Astrium Services einsetzen möchte, um seine Rolle im Geschäftsfeld der kommerziellen Erdbeobachtung auszubauen. </p>



<p>Ab 2014 könnte SPOT 6 in enger Zusammenarbeit mit SPOT 7 und den auf dem Satellitenbus Astrosat 1000 aufgebauten Erdbeobachtungssatelliten Pléiades-HR 1 und Pléiades-HR 2 zweimal täglich Daten von einem beliebigen konkreten Bereich am Erdboden in unterschiedlichsten Auflösungen liefern, wenn alle Starts gelingen und sich die Satelliten den Anforderungen im All gewachsen erweisen. Alle vier Satelliten sollten dann in rund 694 Kilometern Höhe auf gegen den Äquator um etwa 98,2 Grad geneigten Bahnen um die Erde kreisen. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spot-6-fliegt-auf-pslv/" data-wpel-link="internal">SPOT 6 fliegt auf PSLV</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Startsimulation für Galileo-Satelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/startsimulation-fuer-galileo-satelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:28:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Dispenser]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Teststand]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der erste der vier Satelliten für die Galileo-Testkonstellation (IOV) wird in einem Technikzentrum der europäischen Raumfahrtagentur (ESA) auf Herz und Nieren getestet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Das Technikzentrum im niederländischen Noordwijk namens ESTEC untersucht derzeit, ob der von einem Konsortium unter Führung von EADS Astrium und Thales Alenia Space (TAS) zuerst gebaute [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der erste der vier Satelliten für die Galileo-Testkonstellation (IOV) wird in einem Technikzentrum der europäischen Raumfahrtagentur (ESA) auf Herz und Nieren getestet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012011192843_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012011192843_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Ingenieursmodelle SM und STM an einem Testdispenser im Vibrationstest 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Technikzentrum im niederländischen Noordwijk namens ESTEC untersucht derzeit, ob der von einem Konsortium unter Führung von EADS Astrium und Thales Alenia Space (TAS) zuerst gebaute IOV-Satellit, der auch als Protoflight Model (PFM) bezeichnet wird, den beim Start auftretenden Belastungen wie Vibrationen und Erschütterungen standhalten kann, und bereit für den Transport ins All ist.</p>



<p>Vor dem Start muss ein Satellit qualifiziert werden. Das bedeutete, er muss eine Reihe von rigorosen Tests betriebsbereit überstehen. In ihrer mechanischen Auslegung gleichen sich die vier Satelliten für die IOV-Konstellation, weshalb man einen der Satelliten den Qualifizierungstests aussetzt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012011192843_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012011192843_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-Start in Kourou &#8211; Illustration
<br>
</figcaption></figure></div>



<p>Das von TAS in Italien bei Rom zusammengebaute Raumfahrzeug mit einer Kommunikationsnutzlast von Astrium in Portsmouth, Großbritannien muss simulierte Belastungen wie die beim Start auftretenden Vibrationen und abrupte pyrotechnische Schocks, die bei der Trennung des Satelliten von der Rakete entstehen, auf einem Rütteltisch aushalten.</p>



<p>Anschließend wird der Satellit in der Large European Acoustic Facility mit verschiedenen Lautstärken und in Frequenzbereichen beschallt, wie sie auch beim Start des Satelliten vorkommen werden.</p>



<p>Überraschungen erwartet man bei den Tests nicht. Sie wurden vorher bereits an zwei Modellen des Satelliten vorgenommen, die gebaut worden waren, um Struktur (SM) und Thermalhaushalt (STM) der Raumfahrzeuge für die Galileo-Testkonstellation zu verifizieren.</p>



<p>Die Modelle kamen außerdem zusammen mit einem Versuchsexemplar der Dispenser genannten Struktur zum Tragen und Aussetzen der Satelliten, wie sie auf den zum Start der Satelliten vorgesehenen Sojus-Raketen benutzt werden sollen, bei einem erfolgreichen Pyrotechniktest im Dezember 2010 zum Einsatz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012011192843_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012011192843_small_3.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Galileo-IOV-Satelliten im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bilder: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der PFM-Satellit und der erste für einen Start vorgesehen Dispenser sollen Ende Januar 2011 einen Test des Trennvorgangs absolvieren.</p>



<p>Im Februar 2011 will man die Arbeiten mit dem Satelliten in Noordwijk dann abgeschlossen haben. Zurück in Italien wird er anschließend wie die übrigen drei Satelliten, die als Flight Models FM2, FM3 und FM4 bezeichnet werden, auf seine Weltraumtauglichkeit untersucht. In einer entsprechenden Testkammer müssen die Satelliten beweisen, dass sie die extremen Bedingungen im Vakuum des Weltraums mit ihren besonders hohen und besonders geringen Temperaturen vertragen, ohne auszufallen.</p>



<p>Erweisen sich die Satelliten als startbereit, werden sie nach Kourou in Französisch-Guayana gebracht. Das Duo aus dem PFM und dem FM2 ist als Nutzlast für den ersten Flug einer Sojus-Rakete von Kourou aus vorgesehen. Eine doppelte Premiere für die ESA.</p>
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		<title>Ariane 5</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ariane-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ATV]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie ist eine der erfolgreichsten Raketen der Welt: Einst für den bemannten Einstieg Europas entwickelt worden, ist die Ariane 5 ein wichtiger Träger für kommerzielle Satelliten und zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS. Autor: Daniel Maurat. Die Ariane 5 ist die bisher erfolgreichste westeuropäische Rakete. Mit ihr behaupten die ESA und Arianespace ihre Vormachtstellung im [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Sie ist eine der erfolgreichsten Raketen der Welt: Einst für den bemannten Einstieg Europas entwickelt worden, ist die Ariane 5 ein wichtiger Träger für kommerzielle Satelliten und zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Daniel Maurat.</p>



<p>Die Ariane 5 ist die bisher erfolgreichste westeuropäische Rakete. Mit ihr behaupten die ESA und Arianespace ihre Vormachtstellung im kommerziellen Geschäft. Aber es ist auch das Startvehikel des <em>ATV</em>, einem Versorgungsraumschiff der Internationalen Raumstation ISS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ariane5.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ariane5.jpg" alt="" width="395" height="557"/></a><figcaption>Start der dritten Ariane 5 am 21. Oktober 1998 mit MaqSat 3 und dem <em>Atmospheric Reentry Demonstrator</em> (ARD)<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Entwicklung</strong></p>



<p>Die Entwicklung der Ariane 5 begann in den 1980ern, als die ESA beschloss, einen bemannten Zugang in den Weltraum aufzubauen. Mithilfe des 20 t schweren Raumgleiters <em>Hermes</em> wollte man unter anderem auch die mit den USA, Kanada und Japan geplante Raumstation <em>Freedom</em> versorgen. Das dazugehörige Modul <em>Columbus</em> wurde zu einem Programm mit eigener kleinen Raumstation, die mit <em>Hermes</em> hätte versorgt werden können.</p>



<p>Am 31. Januar 1985 beschloss die ESA, die Ariane 5 zu entwickeln. Bis Ende 1987 führte man Technologiestudien durch, die dann ab November 1987 in der Entwicklung gipfelten. Das Ziel war, <em>Hermes</em> in eine knapp suborbitale Bahn zu bringen. Den Rest hätte der Raumgleiter mit seinem eigenen Antrieb fertiggebracht. Als Startplatz wählte man das <em>Centre Spatial Guyanais</em>, wo schon die Vorgängermodelle Ariane 1-4 gestartet sind. Für die Rakete wurde eine eigene Startanlage,<em>ELA-3</em> (Ensemble de Lancement Ariane 3, Startanlage Ariane 3) gebaut, da es wegen seiner Konfiguration nicht von den Rampen der vorherigen Träger starten konnte.</p>



<p>Dann änderte sich die Situation: Die ESA strich <em>Hermes</em> wegen zu hoher Entwicklungskosten. Zu diesem Zeitpunkt war die Rakete bereits in einem fortgeschrittenen Entwicklungsgrad, sodass man das Programm nicht aufgeben wollte. Und so machte man die Ariane 5 zu einem Satellitenträger, der vorrangig Kommunikationssatelliten in einen Geotransferorbit (GTO) bringen sollte, wofür die Rakete ursprünglich gar nicht ausgelegt war. Sie war nach dem Prinzip des amerikanischen <em>Space Shuttles</em> aufgebaut: Zwei große Feststoffbooster, den <em>EAP</em> (franz. Ètage aux Acceration á Poudre, Beschleunigungsstufe aus Festtreibstoff/Pulver), die den Großteil des Startschubs erbringen, eine Zentralstufe, der <em>EPC</em> (franz. Étage Principal Cryogénique, kyrogene Hauptstufe), die mit den hochenergetischen Triebstoffen LH<sub>2</sub> (flüssiger Wasserstoff) und LOX (flüssiger Sauerstoff) betrieben wird, und eine kleine Kickstufe, der <em>EPS</em> (franz. Ètage aux Propulsives Storables, Stufe aus lagerfähigen Treibstoffen), um <em>Hermes</em> in einen knapp suborbitalen Orbit zu bringen. Dieser Aufbau, vor allem die <em>ESP</em>-Oberstufe, setzen der Nutzlast Grenzen. Man wollte mit einem Start zwei schwere Kommunikationssatelliten ins All transportieren, um den Preis für den Kunden geringer zu halten als bei anderen Anbietern, beispielsweise ILS mit der Atlas. Trotzdem nutzte man diese Version sehr oft und verbesserte die Rakete immer wieder, um deren Leistung weiter zu steigern. Aus der Basisversion <em>Ariane 5G</em> entwickelten sich die Versionen <em>Ariane 5G+</em> und <em>Ariane 5GS</em>. Alle Versionen der Rakete werden, wie auch schon bei den Vorgängern, von der Firma Arianespace, einem Joint Venture verschiedener Firmen, hergestellt.</p>



<p>Schließlich beschloss die ESA, eine der Aufgabenstellung gerechte Oberstufe zu bauen. Diese mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebene <em>ESC</em> (Ètage Secondaire Cryogenique, kyrogene Zweitstufe), sollte zunächst als <em>ESC-A</em> das Oberstufentriebwerk der Ariane 4 übernehmen, später aber als <em>ESC-B</em> ein stärkeres Triebwerk bekommen. Die <em>ESC-A</em> ist schon im Einsatz, die <em>ESC-B</em> noch in Entwicklung. Mit diesen Oberstufen wurde die Nutzlst enorm gesteigert und die Doppelstartfähigkeit beibehalten. Gleichzeitig wurden sowohl die Booster als auch die Zentralstufe verbessert. Diese Versionen der Ariane werden als <em>Ariane 5 ECA</em> und <em>Ariane 5 ECB</em> bezeichnet.</p>



<p>Als die ESA das <em>ATV</em> entwickelte, um die ISS zu versorgen, übernahm man die Verbesserungen der <em>Ariane 5 ECA</em> und nahm die Oberstufe <em>ESP</em> der <em>Ariane 5GS</em>, um damit das <em>ATV</em>, wie bei <em>Hermes</em> geplant, in einen knapp suborbitalen Orbit zu bringen. Den Rest kann das <em>ATV</em> mit seinen eigenen Triebwerken erledigen. Diese Rakete wird <em>Ariane 5 ES ATV</em>genannt.</p>



<p><strong>Technik</strong></p>



<p>Die Ariane 5 ist eine &#8222;eineinhalbstufige&#8220; Rakete, d.h. eine große Erststufe mit kleiner Oberstufe. Sie besteht aus folgenden Teilen: Den Boostern (<em>EAP</em>), der Zentralstufe (<em>EPC</em>) und der Oberstufe (entweder <em>EPS</em> oder <em>ESC</em>)</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>Booster</strong> (<em>EAP</em>) sind 31,6 m lang haben einen Durchmesser von 3,05 m und wiegen mit Treibstoff 278,3 t (Daten: <em>Ariane 5 ECA</em>). Sie benutzen als Treibstoff HTPB, einen der gebräuchlisten Festtreibstoffe der Raumfahrt. Die Booster bestehen aus Aluminium, haben je einen Schub von 5.366 kN auf Meereshöhe und brennen 129 Sekunden lang. Nach dem Ausbrennen werden sie pyrotechnisch von der Rakete getrennt, fallen in den Atlantischen Ozean und können nicht wiederverwendet werden. Zusammen erbringen sie 90% des Startschubs. Darüber hinaus bestehen sie aus insgesamt drei Segmenten, von denen das kürzeste (obere) beim Hersteller Europropulsion bei Colleferro in Italien befüllt wird, während die beiden anderen in Kourou in einer eigenen Fabrik befüllt werden. Sie wurden schon mehrere Mal modifiziert: bei der <em>Ariane 5G+</em> wurden die Düsen verlängert, bei der <em>Ariane 5 ECA</em> wurde die Abbrandgeometrie geändert und die Stufe erhielt 2,5 t mehr Treibstoff. Dies führt zu einem höheren Schub in den ersten 20 Sekunden des Flugs.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eca.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eca.jpg" alt="" width="395" height="453"/></a><figcaption>Die Integration einer <em>ESC-A</em> in Kourou.<br>(Bild: ESA, CNES)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>Zentralstufe</strong> (<em>EPC</em>) ist 30,5 m lang, hat einen Durchmesser von 5,46 m und wiegt voll betankt 188,3 t (Daten: <em>Ariane 5 ECA</em>). Die Stufe nutzt als Triebstoff LH<sub>2</sub> und LOX (flüssigen Wasserstoff und flüssigen Sauerstoff), der bisher energiereichste Treibstoff in der Raumfahrt. Alle Versionen der Stufe haben auf ihrer Spitze eine ringförmige Struktur, die <em>VEB</em> (Vehicle Equipment Bay). Hier befindet sich der Bordcomputer der Rakete. Das Triebwerk der Rakete, das Vulcain (Vulkan) hat einen Schub von 815 kN (Daten: <em>Ariane 5G</em>). Die Stufe hat eine Brenndauer von 605 Sekunden und ihre Hülle besteht aus Aluminium. Hergestellt wird sie von EADS Astrium Space Transportation in Les Mureaux, Frankreich. Die Stufe und das Triebwerk wurden mehrmals überarbeitet. Zum Beispiel wurde das Vulcain-Triebwerk modifiziert. Zunächst kam es zum Vulcain 1B, das einen etwas höheren Brennkammerdruck hat als das ältere Vulcain 1. Das Vulcain 1B wurde in der <em>Ariane 5GS</em> eingesetzt. Die nächste Weiterentwicklung war das Vulcain 2, das eine längere Düse hat, die für den Vakuumbetrieb optimiert ist. Auch wurden Schub, Brennkammerdruck und alle wichtigen Parameter verbessert. Zudem arbeitet es unter sauerstoffreicheren Bedingungen, weswegen der Sauerstofftank auf Kosten des Wasserstofftanks vergrößert wurde und eine neue Turbopumpe entwickelt werden musste. Damit stieg der Schub der Stufe auf 1.068 kN (Meereshöhe). Diese Version wird auf der <em>Ariane 5 ECA</em> und der <em>Ariane 5 ES ATV</em> eingesetzt.</li><li>Die <strong>erste Oberstufe</strong> (<em>EPS</em>) stammt noch aus dem <em>Hermes</em>-Programm und sollte als Kickstufe dienen. Nachdem aber der Raumgleiter gestrichen wurde, musste sie nun Satelliten in einen GTO bringen, wofür sie nicht ausgelegt war. Die Stufe selber ist 3,36 m lang, hat einen Durchmesser von 3,96 m und wiegt voll betankt 11,2 t. Ihr mit Monomethylhydrazin (MMH) und Distickstofftetroxid betriebenes Triebwerk, Aestus, hat einen Schub von 29 kN und eine Brenndauer von 1.100 Sekunden. Die Treibstoffförderung erfolgt mittels Druckgas. Die dazugehörigen Heliumtanks befinden sich bei denen für die Treibstoffe. Die Stufe wird von <em>EADS Astrium Space Transportation</em> (ehemals <em>Daimler Crysler Aerospace AG (DASA)</em>) in Bremen gebaut. Eingesetzt wurde und wird die <em>EPS</em> in den Versionen <em>Ariane 5G</em>, <em>Ariane 5G+</em>, <em>Ariane 5GS</em> und <em>Ariane 5ES ATV</em>. Mit ihr wird eine maximale Nutzlast zwischen 6,6 t (<em>Ariane 5G</em>) und 8 t (<em>Ariane 5ES ATV)</em> für den GTO erreicht. Die <em>Ariane 5ES ATV</em> wird nur für den erdnahen Orbit (LEO) eingesetzt und kann bis zu 21 t dorthin bringen.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/preview_IMG_0179.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/preview_IMG_0179.jpg" alt=""/></a><figcaption>Eine <em>EPS</em> ausgestellt im Technik Museum Speyer.<br>(Bild: raumfahrer.net)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>zweite Oberstufe</strong> (<em>ESC</em>) ist dem Satellitenstart angepasst. Sie ist 4,71 m lang, hat einen Durchmesser von 5,43 m und wiegt voll betakt 17,96 t. Als Triebstoff benutzt es die gleichen Komponenten wie die Hauptstufe, nämlich LOX und LH<sub>2</sub>. Als Triebwerk benutzt die <em>ESC-A</em> das HM-7B der Vorgängerversion Ariane 4. Dieses hat einen Schub von 64,7 kN und eine Brenndauer von 970 Sekunden. Die maximale Nutzlast beträgt mit dieser Oberstufe 9,7 t für den GTO. Die <em>ESC-A</em> ist eigentlich nur eine Zwischenlösung. Die eigentliche Oberstufe ist die <em>ESC-B</em>. Sie unterscheidet sich vom Vorgänger nur durch ein neues Triebwerk, welches Vinci getauft wurde. Es ist (Stand Anfang 2011) noch in der Testphase und wird nicht vor 2015 eingesetzt. Mit dem Vinci-Triebwerk soll der Schub auf 180 kN erhöht, die Nutzlast auf 11,6 t gesteigert werden.</li></ul>



<p>Eine Besonderheit der Ariane-Trägerfamilie ist die Doppelstartfähigkeit. Dafür stehen bei der Ariane 5 zwei Systeme zur Verfügung: das erste ist <em>Speltra</em>, ein unten offener Zylinder mit einem Durchmesser von 5,4 m, wie die Rakete. Auf ihr kann man einen Nutzlastadapter montieren und darüber eine Nutzlastverkleidung anbringen. Davon gibt zwei Versionen: eine 5,7 m lange Version mit 75 m³ nutzbarem Volumen und eine mit 7 m Länge und 100 m³. Ein Vorteil der <em>Speltra</em> ist, dass beide Satelliten die gleiche Größe haben können.</p>



<p>Die zweite Version ist <em>Sylda-5</em>, ein im Durchmesser 4,6 m großer, aus kohlefaserverstärktem Kunststoff bestehender, nach untern hin offener Zylinder. Davon gibt es sechs unterschiedlich langen Versionen, mit 4,9 bis 6,4 m Länge und 50 bis 65 m³ nutzbarem Volumen. <em>Sylda-5</em> kann unter der Nutzlastverkleidung verstaut werden und ist etwas leichter als <em>Speltra</em>. Damit steht etwas mehr Nutzlast zur Verfügung. Sie wird öfter genutzt, da die meisten Satelliten auch unter <em>Sylda-5</em> passen.</p>



<p><strong>Technischen Daten</strong></p>



<table class="wp-block-advgb-table advgb-table-frontend"><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2 (plus Booster)</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>59 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>5,40 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>11.800 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>777 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>681,18 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>16.000 kg (LEO); 9.700 kg (GTO); 7.000 kg (Fluchtbahn</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>4. Juni 1996</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>&#8211;</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>HTBP (EAP); LH2/LOX (1.Stufe + ESC-A); MMH/N2O4 (EPS)</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Booster: 2x Europropulsion P240<br>1. Stufe: 1x Snecma Vulcain 2<br>2. Stufe: (EPS) 1x EADS Astrium Aestus<br>2. Stufe: (ESC-A) 1x EADS Astrium Hm-7B</em></td></tr></tbody></table>



<p><strong>Starts</strong></p>



<p>Bisher startete die Ariane 5 (Stand: August 2011) insgesamt 59 Mal, davon waren zwei Starts Fehlschäge und ein weiterer partiell. Gleich der erste Start, V-88, am 4. Juni 1996 mit einer <em>Ariane 5G</em> war ein Fehlschlag, als sich die Rakete nach 36 Sekunden selbst sprengte, weil sie vom Kurs abkam. Die Ursache war, dass im Bordcomputer die Steuerungssoftware der Ariane 4 installiert war und diese mit der stärkeren Rakete nicht zurechtkam. Sie begann mit einem extremen Kurswechsel, der dazu führte, dass sich die Rakete sprengte. Dabei wurden vier <em>Cluster</em>-Forschungssatelliten im Wert von 370 Millionen Euro zerstört. Der erste erfolgreiche Start fand am 30. Oktober 1997 statt.</p>



<p>Ein Teilfehlschlag fand am 12. Juli 2001 bei Flug V-142 statt, als die <em>EPS</em>-Oberstufe einer weiteren Ariane 5G eine zu geringe Leistung erbrachte und die Nutzlast in einem zu niedrigen Orbit aussetzte.</p>



<p>Der bisher letzte Fehlschlag war am 11. Dezember 2002 bei Flug V-157, dem ersten Start der <em>Ariane 5 ECA</em>, als in der 178. Flugsekunde die Rakete gesprengt werden musste. Grund dafür war ein Riss in der Verlängerung des neuen Vulcain-2-Triebwerks, worauf die Rakete vom Kurs abkam und von der Bodenstation zerstört wurde. Seither gab es in den letzten 44 Flügen keine Probleme mit der Rakete. Die wohl wichtigsten Einsätze waren am 2. März 2004 der Start der Kometensonde <em>Rosetta</em> beim Flug V-158, der Start des ersten ATV <em>Jules Verne</em> am 9. März 2008 bei Flug V-181 und der Start der beiden Weltraumteleskope <em>Herschel</em> und <em>Planck</em> am 14. Mai 2009 bei Flug V-188.</p>



<p><strong>Zukunft</strong></p>



<p>Die Zukunft der Ariane 5 ist rosig, da die ESA noch lange auf sie setzen wird. Sie ist die zur Zeit kommerziell erfolgreichste Rakete und die ESA denkt nach, sie noch weiterzuentwickeln. So will man das Vulcain-Triebwerk verbessern, um die Nutzlast weiter zu erhöhen. Auch könnte man die Ariane 5 dazu benutzen, das ARV (Advanced Reentry Vehicle), das auch zu einer bemannten Kapsel umgerüstet werden kann, zu starten. Somit könnte die Rakete ihrer ursprünglichen Bestimmung nachkommen und Westeuropa die bemannte Raumfahrt eröffnen.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-startliste/" data-wpel-link="internal">Startliste der Araine 5</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/automated-transfer-vehicle-atv/" data-wpel-link="internal">Versorger <em>ATV</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/entwicklung-der-ariane-5/" data-wpel-link="internal">Entwicklung der Ariane 5</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/der-ariane-5-fehlschlag/" data-wpel-link="internal">Fehlstarts</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-1/" data-wpel-link="internal">Ariane 1</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-2-3/" data-wpel-link="internal">Ariane 2/3</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-4/" data-wpel-link="internal">Ariane 4</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5/" data-wpel-link="internal">Ariane 5</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Columbus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/columbus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 22:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[ACES]]></category>
		<category><![CDATA[Biolab]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[EPM]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsmodul]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplungsmechanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Raumlabor]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17549</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist der europäische Beitrag zur ISS: Das Raumlabor Columbus ist eines der bestausgerüstesten Labore der ISS. Zudem ist es das Zentrum der europäischen Forschungsbemühungen auf der ISS. Erstellt von Daniel Maurat Maße Länge: 6,8 Meter Breite: 4,5 Meter Masse: 12,8 Tonnen Start: 7.2.2008 Das europäische Forschungsmodul Columbus bzw. COF (Columbus Orbital Facillity für Orbitalmodul [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/columbus/" data-wpel-link="internal">Columbus</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Es ist der europäische Beitrag zur ISS: Das Raumlabor <em>Columbus</em> ist eines der bestausgerüstesten Labore der ISS. Zudem ist es das Zentrum der europäischen Forschungsbemühungen auf der ISS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Daniel Maurat</p>



<figure class="wp-block-table alignleft"><table><tbody><tr><td><em><strong>Maße</strong></em></td></tr><tr><td>Länge:</td><td>6,8 Meter</td></tr><tr><td>Breite:</td><td>4,5 Meter</td></tr><tr><td>Masse:</td><td>12,8 Tonnen</td></tr><tr><td>Start:</td><td>7.2.2008</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Das europäische Forschungsmodul <em>Columbus</em> bzw. <em>COF</em> (Columbus Orbital Facillity für Orbitalmodul Columbus) wurde benannt nach dem Entdecker Christoph Columbus und ist der Hauptbeitrag der europäischen Weltraumorganisation ESA zur Internationalen Raumstation. Hier gibt es Platz für zahlreiche Laborkomplexe. Zudem können auch außerhalb des Moduls Experimente angebracht werden.</p>



<p><strong>Entwicklung und Bau</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/columbus.jpg" alt="Columbus nach der Montage, aufgenommen vom Space Shuttle Atlantis.
(Bild: NASA)"/><figcaption><em>Columbus</em> nach der Montage, aufgenommen vom Space Shuttle <em>Atlantis</em>.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Entwicklung von <em>Columbus</em> begann 1985, als die USA andere Staaten zum Bau ihrer geplanten Raumstation <em>Freedom</em> in den 1980er Jahren einlud. Die ESA plante aber nicht nur, ein Modul für die Station zu bauen (APM oder Attached Pressurized Module für Angekoppeltes, unter Druck stehendes Modul) sondern auch eine freifliegende Plattform auf einer polaren Umlaufbahn (PPF oder Polar Platform für Polare Plattform) und ein frei fliegendes bemannbares Modul (MTFF oder Men-tended Free Flyer für bewohnbares, freifliegendes Modul). Dabei hätte das MTFF, eher eine Mini-Raumstation als ein Modul, zu Versorgungszwecken entweder an <em>Columbus</em> andocken können oder wäre von einem geplanten <em>Hermes</em>-Gleiter der ESA versorgt worden. Nachdem aber die Kosten explodierten und Russland in das Programm einstieg, wurde das <em>Columbus</em>-Projekt massiv abgespeckt: das MTFF wurde ganz gestrichen (z.T. auch, weil <em>Hermes</em> nicht realisiert wurde). Das PPF wurde als separates Projekt abgewickelt und als Envisat im Jahre 2002 auch gestartet. Auch beim APM wurde gekürzt, sodass das Modul nur noch halb so lang wurde wie geplant, nämlich von zwölf Metern auf sechs. Der Auftrag zum Bau wurde schließlich 1996 erteilt, neun Jahre nach Beginn der Planungen. Er umfasste ein Finanzvolumen von 880 Mio Euro, wovon Deutschland, welches schon das <em>Spacelab</em>-Forschungsmodul für Shuttlemissionen baute, 480 Mio Euro übernahm.</p>



<p>Gebaut wurde <em>Columbus</em> von einer Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns <em>EADS</em>, <em>EADS Astrium Space Transportation</em> mit Sitz in Bremen und 41 Unterauftragnehmern. Das Grundgerüst wurde von der italienischen Firma <em>Thales Alenia Space</em>, welche auch die <em>MPLM</em>-Versorgungsmodule, die beiden Knotenmodule <em>Harmony</em> und <em>Tranquillity</em>, sowie die Aussichtskuppel <em>Cupola</em> für die NASA baute, in Turin montiert. Dort wurden auch die meisten mechanischen Elemente wie Lebenserhaltung, Kopplungsmechanismus etc. eingebaut. Im September 2001 wurde das halbfertige Modul von Turin nach Bremen gebracht, wo der Endausbau vorgenommen wurde. Am 2. Mai 2006 wurde das Modul der ESA übergeben und schon am 27. Mai wurde <em>Columbus</em> auf eine dreitätigen Reise mit einer Airbus Beluga nach Cape Caneveral, Florida, geschickt, wo es in der Space Station Processing Facility auf seinen Start wartete.</p>



<p><strong>Aufbau</strong></p>



<p><em>Columbus</em> ist, wie alle anderen Module des US-basierten Teils der ISS auch, eine Röhre aus Aluminium. Basierend auf dem <em>MPLM</em>, hat es dieselben Maße wie dieses. Das Modul besitzt einen passiven <em>CBM</em>, mit dem <em>Columbus</em> an <em>Harmony</em>-Steuerbord angekoppelt wurde. Im Inneren ist Platz für zehn Standard-Racks. Mit <em>Columbus</em> wurden das <em>Fluid Science Laboratory</em> (FSL für Flüssigkeitsforschungslabor), welches das Verhalten von Flüssigkeiten im All untersucht, die <em>European Physiology Modules</em> (EPM für Europäisches Physiologiemodule), die verschiedene medizinische Aspekte in Teilbereichen wie Neurologie und Kardiologie untersucht, <em>Biolab</em>, in welchem biologische Proben wie Bakterien, Zellen oder sogar kleinen Wirbellose wie Insekten untersucht werden, das <em>European Drawer Rack</em> (EDR für Europäisches Fach-Rack), in welchem viele verschiedene Experimente wie Proteinzüchtung betrieben werden können, sowie das <em>European Storage Rack</em> (für Europäisches Lager-Rack) das zur Lagerung von Ersatzteilen dient, gestartet. Schon zuvor wurden die Microgravity Science Glovebox (Wissendschaftliche Mikrogravitations-Handschuhbox), in dem Experimente unter totaler Isolation von der Umgebung durchgeführt werden können, der European Transport Carrier (ETC für Europäischer Transportträger), in dem Nutzlast transportiert werden kann sowie das Material Science Laboratory &#8211; Electromagnetic Levitator (MSL-EML für Materialwissendschaftliches Labor &#8211; Elektromagnetischer Schmelzer), in dem im Vakuum Metallproben geschmolzen und untersucht werden können, zur Station gebracht.</p>



<p>An der Außenhaut gegenüber des Kopplungsstutzens können ebenfalls Experimente angebracht werden. Zur Zeit ist dort das <em>Solar Monitoring Observatory</em> (Solar bzw. SMO für Sonnenbeobachtendes Observatorium), mit dem die Sonne beobachtet wird. Zuvor war auch die <em>European Technology Exposure Facility</em> (EuTEF für europäische Techologieforschungseinrichtung) angebracht, um Material auf seine Weltraumbeständigkeit zu untersuchen, die Erde zu beobachten und die noch vorhandene Restatmosphäre zu untersuchen. Es wurde während der Shuttlemission STS 128 im September 2009 zur Erde zurück gebracht, um dort die dem Weltraum ausgesetzten Proben zu untersuchen. Geplant ist auch, zwei Atomuhren mit der Bezeichnung <em>Atomic Clock Ensemble in Space</em> (ACES für Atomuhren im Weltall) um 2013 entweder mit einem japanischen <em>HTV</em> oder einer amerikanischen <em>Dragon</em>-Kapsel zu starten. Dabei sollen Relativitätseffekte untersucht werden und das Atomuhrsystem fü das geplante europäische Navigationssystem <em>Galileo</em> getestet werden.</p>



<p><strong>Im Orbit</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/columbus1.jpg" alt="Der deutsche Raumfahrer Hans Schlegel bei einem Außenbordeinsatz zur Installation von Columbus am Modul.
(Bild: NASA)"/><figcaption>Der deutsche Raumfahrer Hans Schlegel bei einem Außenbordeinsatz zur<br>Installation von <em>Columbus</em> am Modul.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Gestartet wurde <em>Columbus</em> während der Shuttlemission STS 122 des Space Shuttles <em>Atlantis</em> am 7. Februar 2008 vom <em>Kennedy Space Center</em> in Cape Caneveral, Florida. Nach zwei Tagen dockte die <em>Atlantis</em> an die ISS an. Am 11. Februar wurde <em>Columbus</em> mithilfe des Stationsroboterarms <em>SSRMS/Canadarm 2</em> aus der Ladebucht der <em>Atlantis</em> gehievt und an den Steuerbordkopplungsstutzen von <em>Harmony</em> angedockt. Dafür waren die beiden Astronauten Stan Love und Rex Walheim ausgestiegen und schafften Daten- und Kühlmittelverbindungen. Einen Tag später, am 12. Februar, wurden die Schleusen zu Columbus erstmals geöffnet und das Modul in Betrieb genommen. Am 13. Februar führten Walheim und der Deutsche Hans Schlegel eine EVA (Extravehicular Activitie für Außenbordeinsatz) durch, um Teile der Station zu warten und weiter an Columbus zu arbeiten. Beim zwei Tage später am 15. Februar stattfindenden dritten Außenbordeinsatz montierten Walheim und Love schließlich die beiden Experimente <em>EuTEF</em> und <em>Solar/SMO</em> an <em>Columbus</em>. Danach koppelte die <em>Atlantis</em> von der Station ab und landete am 20. Februar im <em>Kennedy Space Center</em>.</p>



<p>Nach STS 122 nahm die Bodenstation von Columbus, Col-CC (Columbus Control Center für Columbus Kontrollzentrum), im Raumfahrt-Kontrollzentrums des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München seinen Betrieb auf. Von dort aus werden alle Abläufe, die mit Columbus zu tun haben, geplant und gesteuert. Zudem hat das Col-CC eine ständige Verbingung zu den Kontrollzentren der in Housten (USA) und Koroljow bei Moskau, um mit ihnen verschiedene Experimente und Einsätze zu koordinieren.</p>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/columbus-laboratory-module/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Informationen zu <em>Columbus</em> auf der NASA-Homepage</a> (engl.)</li><li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Columbus_(ISS-Modul)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Artikel in Wikipedia</a></li><li><a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/columbus-laboratory-module/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Datenblatt der NASA</a> (engl.)</li><li><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Columbus/European_Columbus_laboratory" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Informationen zu <em>Columbus</em> auf der ESA-Homepage</a> (engl.)</li><li><a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/weltraumforschung/internationale-raumstion/columbus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Informationen zu <em>Columbus</em> auf der DLR-Homepage</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MTG: Politpoker um Wettersatelliten beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mtg-politpoker-um-wettersatelliten-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 10:15:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[EUMETSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Meteosat Third Generation]]></category>
		<category><![CDATA[MTG]]></category>
		<category><![CDATA[OHB System AG]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Disput über die Vergabe von Aufträgen zum Bau der dritten Generation europäischer Wettersatelliten wurde beigelegt. Für einen einstimmigen Beschluss der EUMETSAT-Mitgliedsstaaten auf einer Tagung des Leitungsgremiums der EUMETSAT in Rom ist der Weg frei. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: BBC, Der Aktionär, ESA, Eumetsat, Space News. Vertont von Peter Rittinger. Bei Entwicklung,, Bau [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der  Disput über die Vergabe von Aufträgen zum Bau der dritten Generation europäischer Wettersatelliten wurde beigelegt. Für einen einstimmigen Beschluss der EUMETSAT-Mitgliedsstaaten auf einer Tagung des Leitungsgremiums der EUMETSAT in Rom ist der Weg frei.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: BBC, Der Aktionär, ESA, Eumetsat, Space News. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-06-28-69464.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062010121516_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062010121516_small_1.jpg" alt="ESA/P. Carril" width="260"/></a><figcaption>
Ein MTG-I und ein MTG-S im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA/P. Carril)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei Entwicklung,, Bau und Betrieb der Wettersatelliten des Typs Meteosat Third Generation (MTG) handelt es sich vermutlich um eines der bisher komplexesten europäischen Raumfahrtprojekte. Das MTG-Programm ist ein Joint Venture zwischen der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA), die sich um die Beschaffung der Satelliten kümmert, und EUMETSAT, dem Betreiber der europäischen Wettersatelliten. Die Mitgliedsstaaten beider Organisationen haben anhaltend darum gerungen, dass die jeweils eigene Raumfahrtindustrie möglichst umfassend bei der Auftragsvergabe berücksichtigt wird. </p>



<p>Die Finanzierung des MTG-Programms erfolgt durch EUMETSAT mit 26 Mitgliedsstaaten und einem Anteil von rund 75 Prozent sowie die ESA mit ihren 18 Mitgliedsstaaten. Der deutsche Betrag wird dabei der höchste sein. Mit der Entscheidung der ESA, Thales Alenia Space (TAS) aus Cannes in Frankreich zum Hauptauftragsnehmer zu machen, zeigte sich die deutsche Seite, unterstützt von Portugal, nicht einverstanden, obwohl es vorgesehen war, dass TAS einen Teil der Arbeiten durch OHB System aus Bremen und Kayser-Threde aus München erledigen lässt. Auf einer Sondersitzung des EUMETSAT-Rates in Darmstadt im März 2010 waren die Bedenken vorgetragen worden. </p>



<p>Weil man sich auf eine stärkere Beteiligung von EADS Astrium als Subunternehmer in Einzelbereichen verständigte, wurde die jetzt erfolgte Einigung möglich. EADS Astrium wird bei der Herstellung eines der Hauptinstrumente der neuen Satelliten eine stärkere Rolle spielen, auch wenn OHB mit Kayser-Threde Hauptauftragsnehmer für den Bau des Instruments bleibt. Zusätzlich wurde ein Technologietransfer von TAS zu den deutschen Partnern vereinbart. Die Weitergabe von Erfahrungen im Avionikbereich ist dazu gedacht, sicherzustellen, dass auch für zukünftige Bieterverfahren Programme betreffend, die ein präzises Ausrichten von Instrumenten erfordern, geeignete Bewerber bereitstehen. </p>



<p>Im Zeitplan des MTG-Programms wurden sechs zusätzliche Monate ergänzt, um die geänderte Auftragsnehmerstruktur zu berücksichtigen. Die so entstandene Programmverzögerung hält man für unkritisch, da die aktuell von EUMETSAT eingesetzten Wettersatelliten der zweiten Generation (MSG) zuverlässig arbeiten. Der Start eines am Boden bereitgehalten Reservesatelliten war zwischenzeitlich um ein Jahr verschoben worden, weil er im All noch nicht benötigt wird. EUMETSAT geht von einer Nutzbarkeit des MSG-Systems bis 2018 aus. </p>



<p>Eine deutliche Kostensteigerung soll es nicht geben und den von der ESA vorgesehenen Finanzrahmen des Beschaffungsprojekts von 1,3 Milliarden Euro für das Weltraumsegment nicht sprengen. TAS hat den Bau der Satelliten, die in zwei Varianten mit unterschiedlicher Instrumentenausstattung entstehen sollen, als Hauptauftragsnehmer für 1,25 Milliarden Euro angeboten, rund 160 Million Euro günstiger, als es Astrium tat. </p>



<p>2016 oder 2017 könnte der Einsatz von Satelliten der dritten Generation beginnen. Ein erster Start war zuletzt für 2015 geplant. Vorgesehen ist, dass der erste MTG-Satellit (MTG I1) 2016 nach einer neunmonatigen intensiven Testphase in den Regelbetrieb geht. 2017 würde dann der zweite MTG-Satellit (MTG S1) gestartet. Insgesamt sechs Raumfahrzeuge sollen zusammen rund zwanzig Jahre Betrieb ermöglichen, jedes einzelne wird auf einen Lebensdauer von 8,5 Jahren ausgelegt. Kontrolle und Steuerung der im Gegensatz zur Vorgängergeneration dreiachsstabilisierten Satelliten sowie die Distribution der von den Satelliten gelieferten Rohdaten will EUMETSAT wieder in Darmstadt erledigen, so wie es schon hinsichtlich der Vorgängergeneration geschieht. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5820.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EUMETSAT</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-06-28-69464.mp3" length="6214719" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Helios 2B im Orbit erfolgreich in Betrieb genommen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/helios-2b-im-orbit-erfolgreich-in-betrieb-genommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 May 2010 12:24:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[CNES]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Helios 2B]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Regelbetrieb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der militärische Aufklärungssatellit Helios 2B hat die letzten Abnahmetests auf seiner Umlaufbahn um die Erde überstanden. Der Satellit ist voll einsatzfähig und wird in den Regelbetrieb übernommen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: EADS. Vertont von Peter Rittinger. Am 27. April 2010 teilte EADS mit, dass die ersten von Helios 2B aufgenommenen Bilder Offiziellen vom [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Der militärische Aufklärungssatellit Helios 2B hat die letzten Abnahmetests auf seiner Umlaufbahn um die Erde überstanden. Der Satellit ist voll einsatzfähig und wird in den Regelbetrieb übernommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: EADS. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-10-83310.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052010142427_small_1.jpg" alt="EADS" width="260"/><figcaption>
Helios 2B über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: EADS)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 27. April 2010 teilte EADS mit, dass die ersten von Helios 2B aufgenommenen Bilder Offiziellen vom Militär bereits fünf Tage nach dem am 18. Dezember 2009 erfolgten Start präsentiert werden konnten. Mit seinen elektrooptischen Sensoren soll der Satellit mit einer Startmasse von rund 4,2 Tonnen jetzt regelmäßig Tag und Nacht militärische Aufklärungsdaten in rund 700 Kilometern Höhe über der Erde erfassen. </p>



<p>Drei Monate dauerte die Test- und Inbetriebnahmephase von Helios 2B, während der die Auftraggeberin für Bau, Test und Abnahme des Satelliten, die Beschaffungsbehörde des französischen Verteidigungsministeriums (DGA, Délégation Générale pour l’Armement), die französische Weltraumagentur CNES, die den Flug des Satelliten kontrolliert und steuert, sowie der Hersteller des Satelliten, EADS Astrium, eng zusammen gearbeitet haben. </p>



<p>Das Helios-Bodensegment wurde durch das Einspielen neuer Software für den Betrieb von jetzt drei auf Erdumlaufbahnen befindlicher Helios-Satelliten angepasst. In Gelsdorf wurde eine zusätzliche Bodenstation (CPHD) eingerichtet, um Nutzern aus Deutschland die gleichen direkten Zugriffsmöglichkeiten auf die Daten der Satelliten zu bieten wie den ursprünglich an dem Programm beteiligten Staaten Frankreich, Belgien, Italien und Spanien. Eine sechste Bodenstation befindet sich in Tanagra bei Athen (CPHH) in Vorbereitung, die Griechenland, beginnend ab einem Zeitpunkt innerhalb der nächsten Monate, direkten Zugriff erlauben soll. </p>



<p>Die drei derzeit aktiven Helios-Satelliten sind: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>HELIOS 1A (NORAD 23605, Objekt 1995-033A)</li><li>HELIOS 2A (NORAD 28492, Objekt 2004-049A)</li><li>HELIOS 2B (NORAD 36124, Objekt 2009-073A)</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6846.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane 5 GS V-193 mit *Helios IIB*</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-10-83310.mp3" length="7355747" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Galileo-IOV-Satelliten mit europäischer SAR-Technik</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-iov-satelliten-mit-europaeischer-sar-technik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 08:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[GNSS]]></category>
		<category><![CDATA[IOV]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[SAR]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32977</guid>

					<description><![CDATA[<p>Möglicherweise werden die im Bau befindlichen vier Galileo-Satelliten für ein erstes Testnetz nicht mit SAR-Nutzlasten aus China ausgestattet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Spacenews. SAR steht für Search and Rescue. Für diesen Such- und Rettungsdienst sollen in den Satelliten des europäischen Navigationssatellitennetzes Galileo Geräte integriert werden. Die Geräte sind vorgesehen, einen unverzögerten Empfang von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Möglicherweise werden die im Bau befindlichen vier Galileo-Satelliten für ein erstes Testnetz nicht mit SAR-Nutzlasten aus China ausgestattet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Spacenews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032010093028_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
Galileo-Konstellation &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>SAR steht für Search and Rescue. Für diesen Such- und Rettungsdienst sollen in den Satelliten des europäischen Navigationssatellitennetzes Galileo Geräte integriert werden. Die Geräte sind vorgesehen, einen unverzögerten Empfang von Notrufen von beliebigen Standorten auf der gesamten Erde, eine entsprechende Positionsbestimmung und die Weiterleitung der Daten an ein Netz aus Bodensationen möglich zu machen. </p>



<p>In den vier Satelliten für die Galileo-Testkonstellation namens IOV (engl. in orbit verification, Überprüfung im Orbit), die derzeit von einem Konsortium unter Führung von EADS Astrium und TAS (Thales Alenia Space) gebaut werden, sollten für das SAR-System Komponenten aus China eingesetzt werden. Nach Informationen der Spacenews aus Springfield in Virginia vom 12. März 2010 überlegt die Europäische Kommission nun, die Hersteller der IOV-Satelliten anzuweisen, die chinesischen SAR-Nutzlasten aus die europäische Unabhängigkeit und Sicherheit betreffenden Erwägungen nicht zu verwenden. </p>



<p>Die Satelliten des IOV-Programms sollen bei zwei Starts durch Sojus-Raketen von Kourou in Französisch-Guayana aus ins All gebracht und in 23.000 Kilometern Höhe über der Erde eingesetzt werden. Zuletzt erwartete man einen ersten Start mit IOV-Satelliten Mitte 2011. Mit der Entwicklung von Hardware als Ersatz für die chinesischen SAR-Komponenten ist laut Spacenews bereits begonnen worden. Die europäischen Geräte sollen keine größere Masse als die chinesischen aufweisen und so rechtzeitig zur Verfügung stehen, dass die angepeilten Starttermine nicht verschoben werden müssen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4144.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galileo SNS II</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4211.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-ST in Kourou</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/galileo-iov-satelliten-mit-europaeischer-sar-technik/" data-wpel-link="internal">Galileo-IOV-Satelliten mit europäischer SAR-Technik</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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