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	<title>Friedhofsorbit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Friedhofsorbit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Intelsat und Starfish Space schließen Vertrag über Satellitenservice-Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/intelsat-und-starfish-space-schliessen-vertrag-ueber-satellitenservice-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 21:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das erste kommerzielle Otter-Servicemobil bietet ab 2026 eine jahrelange Verlängerung der Lebensdauer. Eine Pressemitteilung von Intelsat. Quelle: Intelsat via Business Wire 26. Juni 2024. McLean, Virginia –(BUSINESS WIRE)– Intelsat, Betreiber des weltweit größten integrierten Satelliten- und Terrestrienetzes, hat einen Vertrag über den Einsatz eines Starfish Otter-Wartungsfahrzeugs zur Verlängerung der Lebensdauer eines geostationären Intelsat-Satelliten ab 2026 [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Das erste kommerzielle Otter-Servicemobil bietet ab 2026 eine jahrelange Verlängerung der Lebensdauer. Eine Pressemitteilung von Intelsat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Intelsat via Business Wire 26. Juni 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/06/StarfishPRpicStarfish2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wartungsfahrzeug Otter von Starfish Space im All - künstlerische Darstellung. (Bild: Starfish Space)" data-rl_caption="" title="Wartungsfahrzeug Otter von Starfish Space im All - künstlerische Darstellung. (Bild: Starfish Space)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/06/StarfishPRpicStarfish26.jpg" alt="Wartungsfahrzeug Otter von Starfish Space im All - künstlerische Darstellung. (Bild: Starfish Space)" class="wp-image-141946"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wartungsfahrzeug Otter von Starfish Space im All &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: Starfish Space)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">McLean, Virginia –(BUSINESS WIRE)– <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/intelsat/" data-wpel-link="internal">Intelsat</a>, Betreiber des weltweit größten integrierten Satelliten- und Terrestrienetzes, hat einen Vertrag über den Einsatz eines Starfish Otter-Wartungsfahrzeugs zur Verlängerung der Lebensdauer eines geostationären Intelsat-Satelliten ab 2026 unterzeichnet. Diese bahnbrechende Vereinbarung unterstreicht das Engagement von Intelsat, Satellitenservicetechnologien einzusetzen, um den Wert seiner Satelliten für die Kunden zu maximieren, und markiert die erste Mission von Starfish, die mit Otter Dienstleistungen für einen kommerziellen Satellitenbetreiber erbringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Seit sechs Jahrzehnten engagiert sich Intelsat für Innovationen und die Nutzung neuer Technologien aus der gesamten Branche&#8220;, sagte Jean-Luc Froeliger, Senior Vice President of Space Systems bei Intelsat. &#8222;Indem wir uns an aufstrebenden Unternehmen beteiligen, schaffen wir einen einzigartigen Wert für Intelsat und fördern gleichzeitig ein dynamisches und wettbewerbsfähiges Umfeld, das den Fortschritt in der Raumfahrt vorantreibt. Starfish ist das perfekte Beispiel für diese Art von Fortschritt, und wir freuen uns darauf, die von ihrem Otter-Satelliten bereitgestellten Dienste zu nutzen, um den Wert der weltweit größten geostationären Satellitenflotte für unsere Kunden zu maximieren.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Intelsat ist ein Pionier bei der Verlängerung von Satellitenmissionen und hat 2016 seinen ersten Vertrag über die Verlängerung der Lebensdauer von Satelliten unterzeichnet und in den letzten Jahren mehrere zusätzliche Verlängerungsmissionen in Auftrag gegeben. Der Vertrag zwischen Intelsat und Starfish stellt für beide Unternehmen einen bedeutenden Schritt dar, der den Markt für Satellitenservice erweitert und die Branche zu einem neuen Paradigma für den Satellitenbetrieb führt. Mit seinem Otter-Raumfahrzeug nutzt Starfish Space eine kleine Satellitenarchitektur und bahnbrechende Hardware- und Software-Technologien, um schnelle, flexible und kosteneffiziente On-Orbit-Service-Missionen für Satelliten anzubieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Starfish wird seine erste Wartungsmission für Intelsat im Jahr 2026 beginnen. Zunächst wird Otter an einen ausgemusterten Intelsat-Satelliten im geostationären Friedhofsorbit andocken und ihn manövrieren. Im Anschluss an diesen ersten Einsatz wird Otter an einen betriebsbereiten Intelsat-Satelliten andocken und dessen Lebensdauer verlängern, indem er das bordeigene Antriebssystem nutzt, um den Kunden-Satelliten für weitere Lebensjahre in der Betriebsumlaufbahn zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Starfish Space ist hocherfreut, Intelsat mit den Dienstleistungen von Otter zu unterstützen&#8220;, sagte Dr. Trevor Bennett, Mitbegründer von Starfish Space. &#8222;Sie sind ein unglaubliches Team, das an der Spitze der Branche steht, und der Otter wird ihnen helfen, ihren Kunden noch mehr zu bieten. Wir freuen uns auch, dass dies der erste von vielen Ottern sein wird, die die Wartung im Orbit zu einem Standardbestandteil des Satellitenbetriebs machen werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Intelsat</strong><br>Intelsats globales Team von Fachleuten konzentriert sich auf die Bereitstellung nahtloser und sicherer satellitengestützter Kommunikation für Behörden, Nichtregierungsorganisationen und kommerzielle Kunden durch das weltweite Netzwerk der nächsten Generation und verwaltete Dienste des Unternehmens. Als Betreiber einer der weltweit größten und modernsten Satellitenflotten und Konnektivitätsinfrastrukturen überbrückt Intelsat die digitale Kluft und ermöglicht es Menschen und ihren Geräten, über Ozeane hinweg zu sprechen, über Kontinente hinweg zu sehen und über den Himmel zu hören, um zu kommunizieren, zu kooperieren und zusammenzuleben. Seit seiner Gründung vor sechs Jahrzehnten steht das Unternehmen als Synonym für die &#8222;Ersten&#8220; in der Satellitenbranche im Dienste seiner Kunden und des Planeten. Die Mitglieder des Intelsat-Teams stützen sich auf das Erbe der Innovation und konzentrieren sich auf die Bewältigung der Herausforderungen einer neuen Generation. Sie haben nun die &#8222;nächsten Ersten&#8220; im Weltraum im Visier, um die Branche zu revolutionieren und die digitale Transformation voranzutreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Starfish Space</strong><br>Starfish Space entwickelt das Wartungsfahrzeug Otter, um die Lebensdauer von Satelliten in der geostationären Umlaufbahn zu verlängern und Weltraummüll in der erdnahen Umlaufbahn zu entsorgen. Starfish hat Verträge für seine ersten Otter-Missionen mit Intelsat und der U.S. Space Force abgeschlossen, zwei der größten Satellitenbetreiber weltweit. Das Unternehmen startete seine Otter Pilot-Demonstrationsmission im Juni 2023 und führt derzeit mehrere Satelliten-RPOD-Missionen durch, darunter die Otter-Mission für Intelsat. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte <a href="https://www.starfishspace.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">starfishspace.com</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17826.msg563244#msg563244" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Intelsat</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Feng Yun 2D: Deorbiting durch Bahnanhebung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/feng-yun-2d-deorbiting-durch-bahnanhebung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2019 13:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ehemals Geostationäre Wettersatellit Feng Yun 2D aus China wurde zum 25. Januar 2019 endgültig stillgelegt und in einen Friedhofsorbit gesteuert. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CGMS, CMA, NSMC, WMO. Unter Deorbiting versteht man eine gezielte Änderung des Orbits eines Erdsatelliten mit der Absicht, sinnvoll nutzbare und dementsprechend belegte Orbits nicht mit ausgedienten Raumfahrzeugen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der ehemals Geostationäre Wettersatellit Feng Yun 2D aus China wurde zum 25. Januar 2019 endgültig stillgelegt und in einen Friedhofsorbit gesteuert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CGMS, CMA, NSMC, WMO.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Deorbiting versteht man eine gezielte Änderung des Orbits eines Erdsatelliten mit der Absicht, sinnvoll nutzbare und dementsprechend belegte Orbits nicht mit ausgedienten Raumfahrzeugen zu verstopfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Deorbiting ist derzeit nicht notwendiger Weise ein gezielt herbeigeführter zerstörerischer Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbunden. Für ein solches Manöver haben die meisten der derzeit im All befindlichen Satelliten nicht genug Treibstoff an Bord. Für Satelliten im Geostationären Orbit (GEO) &#8211; rund 35.786 Kilometer über der Erde &#8211; wäre die benötigte Treibstoffmenge im Vergleich zu auf niedrigeren Erdumlaufbahnen befindlichen Satelliten außerdem höher.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/fengyun2nsmc400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Satellit vom Typ Feng Yun 2 - künstlerische Darstellung" data-rl_caption="" title="Satellit vom Typ Feng Yun 2 - künstlerische Darstellung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/fengyun2nsmc260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Satellit vom Typ Feng Yun 2 &#8211; künstlerische Darstellung<br>(Bild: NSMC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor seinem Deorbiting bewegte sich Feng Yun 2D zuletzt auf einer rund 5,5 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn in rund 35.780 Kilometern über der Erde. Nach den chinesischerseits betriebenen Arbeiten kann der Erdtrabant nun auf einem Orbit in Höhen zwischen 36.330 und 36.440 Kilometern über der Erde bei einer angestiegenen Bahnneigung gegen den Erdäquator von rund 7 Grad beobachtet werden. In Relation zum GEO wurde durch die Deorbiting-Arbeiten also ein Abstand von mindestens 500 Kilometern nach oben erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Feng Yun 2D befindet sich seit dem 8. Dezember 2006 im Weltraum. Der Satellit war auf einer Rakete des Typs Langer Marsch 3A (S/N Y11) von der Rampe Nr. 2 des chinesischen Satellitenstartzentrum Xichang (XSLC) aus ins All transportiert worden (Start 0:53 Uhr UTC). Er wirkte als 2. Nachfolger der beiden Testsatelliten Feng Yun 2A und Feng Yun 2B als 2. chinesischer geostationärer Wettersatellit mit einem Einsatz im Regelbetrieb. Seine Betriebsposition lag bei 86,5 Grad Ost im GEO. Am 7. Februar 2007 wurde Feng Yun 2D auf einer annähernden, rund 2,4 Grad gegen den Erdäquator geneigten Kreisbahn in Höhen um 35.787 Kilometern beobachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des chinesischen nationalen Wettersatellitenzentrums (National Satellite Meteorological Centre, NSMC) wurde die Nutzung von Feng Yun 2D im aktiven Betriebsnetz chinesischer Wettersatelliten zum 30. Juni 2015 beendetet. Danach wurde er als Reserve vorgehalten. Dazu wurde er bei 123,5 Grad Ost im GEO positioniert, wo er auch vor dem Deorbiting noch zu finden war. In einer Präsentation der internationalen Koordinierungsgruppe für den Einsatz von Wettersatelliten, der Coordination Group for Meteorological Satellites (CGMS), vom 11. Juni 2017 wurde Feng Yun 2D als Backup-Satellit bei 123,5 Grad Ost genannt. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten lag im Bereich von drei bis vier Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit mit einem trommelförmigen Hauptkörper mit 2,1 Metern Durchmesser war spinstabilisiert und drehte sich nominell mit 98 Umdrehungen pro Minute. Der Hauptkörper des Satelliten ist 2,1 Meter lang, mit dem aufgesetzten, entdrallten Antennenmast insgesamt rund 4,5 Meter. Die Startmasse von Feng Yun 2D betrug nach Angaben des NSMC sowie der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) rund 1.380 Kilogramm, als Leermasse des Satelliten werden 680 Kilogramm genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Zylinderwand des Satelliten sind die zur Gewinnung elektrischer Energie verwendeten Solarzellen aufgebracht, welche die Satellitensysteme mit 300 Watt elektrischer Leistung versorgen konnten. Zur Stromspeicherung kam ein gegenüber den Testsatelliten von 17 auf 25 Amperestunden Kapazität erweiterter Akkumulatorensatz zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bestimmungen über die Vermeidung von <a href="https://www.raumfahrer.net/verdraengte-altlast-im-all-weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Weltraumschrott</a> erfordern die vollständige Abschaltung elektrischer Stromversorgungssysteme, wenn Satelliten außer Dienst gestellt werden. So hofft man beispielsweise Explosionsereignisse zu verhindern, bei denen Weltraumschrott entsteht, welcher eine Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt. Angaben über die Trennung der Solarzellen von der Ladeschaltung und zur Entladung des Akkumulatorensatzes an Bord von Feng Yun 2D wurden bisher nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auseinanderbrechen einiger Satelliten in der Vergangenheit wurde mutmaßlich von versagenden Akkumulatoren verursacht. Beteiligt waren daran in der Regel ältere Akku-Konstruktionen ohne Lithium-Ionen-Zellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Befindet sich ein Satellit &#8211; beispielsweise in einem Friedhofsorbit &#8211; in freier Drift, können wegen der Umgebungsbedingungen im Weltraum heftige Temperaturwechsel geschehen, Störungen und Ausfälle des Thermalmanagements auftreten, Bauteile versagen und Strahlungsschäden vorkommen. Dabei ist es wünschenswert, wenn an Bord eines solchen Satelliten befindliche Akkumulatoren trotz allem nicht lecken oder bersten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen der <a href="https://www.raumfahrer.net/wider-den-weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Gefahr für andere Raumfahrzeuge</a> ist es keinesfalls eine sinnvolle Alternative, einen ausgedienten Satelliten &#8222;einfach abzuschießen&#8220;, und dabei in eine &#8222;Schrottwolke&#8220; zu verwandeln, wie es China mit dem polaren Wettersatelliten Feng Yun 1C am <a href="/china-testet-weltraumwaffe-2/" data-wpel-link="internal">11. Januar 2007</a> praktiziert hat. Das allenfalls als Macht- und Technologiedemonstration geeignete Manöver bereitet den Betreibern von unbemannten und bemannten Raumfahrzeugen noch heute, und auch in absehbarer Zukunft, regelmäßig Kopfzerbrechen und Aufwand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Feng Yun 2D (FY-2D) alias Fengyun 2-05 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 29.640 und als COSPAR-Objekt 2006-053A. Der abtrennbare Feststoffmotor vom Typ FG-36, der Feng Yun 2D nach dem Aussetzten auf einer 202&#215;36.525-km-Bahn auf das ungefähre Niveau des Geostationären Orbits gebracht hatte, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 29.642 und als COSPAR-Objekt 2006-053C. Der Motor bewegt sich derzeit auf einer rund 7 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn auf Höhen zwischen 35.600 und 36.510 Kilometern um die Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg444106#msg444106" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hispasats Amazonas 1 im Friedhofsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hispasats-amazonas-1-im-friedhofsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 15:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2004-031A]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas 1]]></category>
		<category><![CDATA[AMZ1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Hisapsat 55W-1]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton Medium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der spanische Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat teilte am 23. Juni 2017 mit, dass sein Kommunikationssatellit Amazonas 1 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort abgeschaltet worden ist. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Astrium, ESA, Hispasat, ILS, Raumfahrer.net. Die Manöver von Amazonas 1, die ihn in einen Friedhofsorbit bringen sollten, hatten am 19. Juni 2017 begonnen. Nach Angaben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der spanische Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat teilte am 23. Juni 2017 mit, dass sein Kommunikationssatellit Amazonas 1 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort abgeschaltet worden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Astrium, ESA, Hispasat, ILS, Raumfahrer.net.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-3a934b8a"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/amazonas1hispasat.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/amazonas1hispasat260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Amazonas 1 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Hispasat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Manöver von Amazonas 1, die ihn in einen Friedhofsorbit bringen sollten, hatten am 19. Juni 2017 begonnen. Nach Angaben von Hispasat wird man mit der erreichten neuen Bahn, die in rund 300 Kilometern Höhen-Abstand zum Niveau des Geostationären Orbits (GEO) liegt, den Bestimmungen der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) und des Weltraumschrott-Koordinierungskomitees der Raumfahrtorganisationen hinsichtlich der abzuwickelnden Schritte beim Erreichen des Einsatzendes eines geostationären Kommunikationssatelliten gerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Juni 2017 erhielt der Amazonas 1 nach Maßnahmen zur Passivierung sein letztes Kommando zur endgültigen Abschaltung vom Hispasat-Kontrollzentrum Arganda del Rey in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid. Im Rahmen der Passivierung werden üblicher Weise in Tanks und Leitungen verbliebener Treibstoff und Druckgase abgelassen, Akkumulatoren von ihrer Stromversorgung getrennt und entladen, sowie vorher nicht benutzte redundante pyrotechnische Komponenten – das können zum Beispiel Ventile sein &#8211; ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amazonas 1 kreist seit dem 4. August 2004 nach Start auf einer vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarkteten Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe um die Erde. Kurz nach Erreichen der vorgesehenen Einsatzposition und Beginn einer IOT für in-orbit testing genannten Test- und Inbetriebnahmephase am 16. August 2004 wurde ein schleichender Druckverlust in einem seiner Oxidatortanks für sein chemisches Antriebssystem festgestellt. Wegen des vermutlich <a href="https://www.raumfahrer.net/ersatz-fuer-amazonas-1-bestellt/" data-wpel-link="internal">auf Grund eines fehlerhaften Ventils</a> verursachten Druckverlusts war eine Verkürzung der möglichen Nutzbarkeit des Satelliten als gegeben zu betrachten und sicher, dass das dreiachstabilisierte Raumfahrzeug seine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren nicht erreichen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst nahm man an, das sich Amazonas 1 trotz des nicht geplanten Verlusts von Stickstofftretoxid sicher zehn Jahre einsetzen lassen würde. Später (2008) vermutete man, nicht mehr als fünf Betriebsjahre realisieren zu können. Schließlich konnte sich der Satellit aber doch über reichlich zwölf Jahre lang kommerziell nutzen lassen. Den Großteil seiner Einsatzzeit verbrachte Amazonas 1 im GEO an einer Position bei 61 Grad West. Ab 2014 stand der Satellit nach einer Vereinbarung mit Intelsat bei 55 Grad West im GEO. Dort wurde er zuletzt auch als Hispasat 55W-1 bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Hispasat war Amazonas 1 ein Meilenstein bei der Entwicklung des Geschäfts in Lateinamerika. Der Satellit wurde zur Verbindung und Versorgung von Empfängern in allen Teilen Amerikas, in Europa und in Nordafrika eingesetzt. Zur Erfüllung seiner Aufgaben war das von Airbus bzw. Astrium auf Basis des Satellitenbus Eurostar-3000S aufgebaute Raumfahrzeug mit 27 C- und 36 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgestattet worden (19 C- und 32 K<sub>u</sub>-Band-Transponder gleichzeitig betreibbar), sowie insbesondere mit einem erstmals im All benutzten <a href="https://www.esa.int/esapub/br/br226/br226.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">AmerHis</a> genannten Kommunikationssystem auf Basis des DVB-Prozessors <a href="https://www.google.at/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjVhb62h-DuAhVGpIsKHVEzAfYQFjABegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.researchgate.net%2Fprofile%2FJosep-Sala-Alvarez%2Fpublication%2F259187412_The_ALCATEL_9343_DVB-OBP_Product_AN_On-Board_Processor_for_Digital_Television_and_Internet_Data%2Flinks%2F0c96052a444c6b0b30000000%2FThe-ALCATEL-9343-DVB-OBP-Product-AN-On-Board-Processor-for-Digital-Television-and-Internet-Data.pdf&amp;usg=AOvVaw19QB64o8JKW2oo-LmqJrMf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Alcatel 9343 DVB</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt des Starts von Amazonas 1 war auch der Einsatz von Lithiumionen-Akkumulatoren zur Stromspeicherung innovativ. Der Satellit war nach dem ebenfalls von Astrium gebauten Eutelsat W3A der zweite Kommunikationssatellit weltweit, der Lithiumionen-Akkumulatoren im Weltraum nutzte. Amazonas 1 besitzt Akkumulatoren des Typs VES 140, die SAFT in seiner Fabrik im französischen Bordeaux produziert und in der Niederlassung Pontiers entworfen, zusammengesetzt und getestet hatte. Zur Ladung der Akkumulatoren und Versorgung der übrigen elektrischen Systeme der Kommunikationsnutzlast und des raumflugtechnischen Teils des Satelliten dienten zwei Solarzellenausleger mit einer elektrischen Leistung von nominal 9,5 Kilowatt bei Betriebsende, von denen die Kommunikationsnutzlast maximal 7,4 Kilowatt benötigte. Die Ausleger geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 35 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Startmasse von Amazonas 1 lag bei 4.545 Kilogramm, seine Leermasse bei 2.121 Kilogramm. Amazonas 1 (AMZ1) alias Hisapsat 55W-1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.393 und als COSPAR-Objekt 2004-031A.</p>
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		<title>Hispasat 1C im Friedhofsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hispasat-1c-im-friedhofsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 08:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat 1C]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französisch-italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space, der Hersteller des Kommunikationssatelliten Hispasat 1C des spanischen Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat, teilte am 2. Juni 2017 mit, dass das unbemannte Raumfahrzeug in einen Friedhofsorbit gesteuert worden ist. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Hispasat, Thales Alenia Space. Der Weg von Hispasat 1C, der gemäß unterschiedlicher Einsatzpositionen in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der französisch-italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space, der Hersteller des Kommunikationssatelliten Hispasat 1C des spanischen Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat, teilte am 2. Juni 2017 mit, dass das unbemannte Raumfahrzeug in einen Friedhofsorbit gesteuert worden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes.   Quelle: Hispasat, Thales Alenia Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/h1carttas1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/h1carttas260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hispasat 1C über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: Thales Alenia Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg von Hispasat 1C, der gemäß unterschiedlicher Einsatzpositionen in der Vergangenheit auch als Hispasat 30W-3 und 84W-1 bezeichnet wurde, in seinen Friedhofsorbit begann am 29. Mai 2017, nachdem er nach über 17 Jahren Betrieb sein letztes Kommando vom Hispasat-Kontrollzentrum Arganda del Rey in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid erhalten hatte. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten betrug 15 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Phase seines kommerziellen Einsatzes war Hispasat 1C, mit einer um rund ein halbes Grad gegen den Erdäquator geneigter Bahn, bei 83,8 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) in durchschnittlich 35.786 Kilometern über der Erde stationiert. Nach der erfolgreichen Bahnanhebung ist der ausgediente Satellit bei weiter 0,5 Grad gegen den Äquator geneigter Bahn jetzt in Höhen zwischen 36.080 und 36.110 Kilometern unterwegs. Nach Angaben von Hispasat und Thales Alenia Space wird man mit der am 2. Juni 2017 erreichten neuen Bahn in (über) 36.000 Kilometern Höhe den Bestimmungen der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) und des Weltraumschrott-Koordinierungskomitees der Raumfahrtorganisationen hinsichtlich der abzuwickelnden Schritte beim Erreichen des Einsatzendes eines geostationären Kommunikationssatelliten gerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hispasat 1C kreist seit dem 3. Februar 2000 um die Erde. Der Kommunikationssatellit war von einer vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarkteten Rakete vom Typ Atlas IIAS mit der Seriennummer AC-158 und Centaur-Oberstufe von der Startrampe 36B auf Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus ins All transportiert worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/1999ConstruccionH1CHispasat600.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/1999ConstruccionH1CHispasat260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hispasat 1C beim Hersteller<br>(Bild: Hispasat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst setzte Hispasat den Satelliten an einer Position bei 30 Grad West im GEO ein. Man verwendete ihn zur Ausstrahlung von zahlreichen Fernsehprogrammen, zur Unterstützung von Netzwerken großer Unternehmen und Organisationen sowie der Bereitstellung von Breitbanddiensten. Darüber hinaus wurde der Satellit zum Beispiel für Fernschulanwendungen im Rahmen der Programme Plan Ceibal aus Uruguay und Subtel aus Chile benutzt. Auch der Telemedizin diente das Raumfahrzeug – Peru verwendete es im Rahmen eines Programms namens MEDNET. Die Anbindung entlegener Gebiete in der Antarktis an Argentinien konnte via Hispasat 1C ebenfalls realisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2014 bezog Hispasat 1C schließlich als Hispasat 84W-1 seine letzte Arbeitsposition bei 84 Grad West im GEO, nachdem Hispasat mit dem brasilianischen Satellitenkommunikationsanbieter Star One eine Vereinbarung über die Nutzung der neuen Position getroffen hatte. Von der Position über Brasilien aus nutzte man den Satelliten zur Bereitstellung von Zugriffsmöglichkeiten auf das Internet und weiterer IP-basierter Dienste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konstruiert worden war Hispasat 1C auf Basis des Satellitenbusses Spacebus 3000B2 von Thales Alenia Space. Seine Kommunikationsnutzlast umfasste 24 gleichzeitig einsetzbare K<sub>u</sub>-Band-Transponder, außerdem einige für X-Band-Übertragungen für Spaniens Regierung und das spanische Militär. Zur Versorgung der elektrischen Systeme des Satelliten gab es zwei Solarzellenausleger, die bei Betriebsbeginn 7,3 Kilowatt, bei Betriebsende noch 6,3 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leermasse von Hispasat 1C war 1.304 Kilogramm, seine Startmasse belief sich auf 3.112,5 Kilogramm. In Transportkonfiguration betrugen die Abmessungen des Satelliten 3,27 x 2,5 x 5,1 Meter. Im All mit ausgefalteten Antennen und Solarzellenauslegern sind die Abmessungen 6,95 x 28,9 x 5,1 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hispasat 1C ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 26.071 und als COSPAR-Objekt 2000-007A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3093.msg395631#msg395631" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thales Alenia Space</a></li></ul>
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		<title>Meteosat 7 nimmt Abschied</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meteosat-7-nimmt-abschied/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Apr 2017 08:32:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 4]]></category>
		<category><![CDATA[EUMETSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Meteosat]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ehemals geostationäre Wettersatellit Meteosat 7 wird außer Dienst gestellt. Einige Zündungen von Triebwerken an Bord sollen ihn in einen höher gelegenen Friedhofsorbit bringen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: EUMETSAT. Meteosat 7 ist der letzte aus der ersten Serie europäischer Wettersatelliten für den Geostationären Orbit (GEO) durchschnittlich 35.786 Kilometer über der Erde. Vor rund [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der ehemals geostationäre Wettersatellit Meteosat 7 wird außer Dienst gestellt. Einige Zündungen von Triebwerken an Bord sollen ihn in einen höher gelegenen Friedhofsorbit bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: EUMETSAT.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Meteosat7arteumetsat300.jpg" alt=""/><figcaption>Meteosat 7 &#8211; Illustration<br>(Bild: EUMETSAT)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Meteosat 7 ist der letzte aus der ersten Serie europäischer Wettersatelliten für den Geostationären Orbit (GEO) durchschnittlich 35.786 Kilometer über der Erde. Vor rund 40 Jahren gelangte Meteosat 1 ins All. Meteosat 7 befindet sich jetzt rund 20 Jahre im Weltraum. Er ist der europäische Wettersatellit, der die bis dato längste aktive Einsatzdauer hinter sich gebracht hat. Im Kontrast dazu lag seine Auslegungsbetriebsdauer bei nur fünf Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. September 1997 war Meteosat 7 – Startmasse 696 Kilogramm – auf der Ariane-4-Rakete mit der Flugnummer V99 ins All transportiert worden. Ihm kam im Rahmen eines Meteosat Transition Programme (MTP) genannten Übergangsprogramms der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und des Betreibers der europäischen Wettersatelliten EUMETSAT die wichtige Rolle zu, die Lücke zwischen den Satelliten des Meteosat Operational Programme (MOP) mit Meteosat 4 (MOP 1) bis Meteosat 6 (MOP 3) und dem ersten Satelliten der zweiten Meteosat-Generation, Meteosat 8, zu überbrücken. Meteosat 8 alias MSG 1 für Meteosat Second Generation 1 wurde schließlich am <a href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-66/" data-wpel-link="internal">29. August 2002</a> gestartet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/METEOSAT7launch.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/METEOSAT7launch260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Meteosat-7-Start auf Ariane 4 V99<br>(Bild: ESA / CNES /Arianespace / CSG)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Positioniert bei 0 Grad im GEO hat Meteosat 7 vom 3. Juni 1998 an regelmäßig Bilder der von seiner Postion aus sichtbaren „Erdscheibe“ geliefert. In dieser Funktion wurde er am 16. Mai 2006 von Meteosat 8 abgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Juli 2006 begannen Bahnmanöver, um Meteosat 7 umzupositionieren. Am 10. Oktober 2006 hatte der Satellit seine neue Einsatzposition über dem Indischen Ozean erreicht. Bei 57,5 Grad Ost im GEO war Meteosat 7 vom 5. Dezember 2006 bis zum 1. Februar 2017 primärer Lieferant von Wetterbildern im Rahmen des Indian Ocean Data Coverage (IODC) genannten Dienstes. Auch an dieser Position übernahm dann Meteosat 8 als Nachfolger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Meteosat 7 nicht als unmittelbare Gefahr für andere Satelliten im GEO als unbeaufsichtigtes unnützes Überbleibsel zurück zu lassen, will man den Satelliten auf eine 500 bis 600 Kilometer über dem GEO liegende Umlaufbahn schicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meteosat 7 auf eine so niedrige Umlaufbahn zu bringen, dass Restatmosphäre und Gravitation für eine baldige Zerstörung bei einem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre sorgen könnten, ist nicht möglich, da dafür die Treibstoffreserven an Bord nicht ausreichen. Satelliten für einen Einsatz im GEO werden bis dato regelmäßig nicht mit entsprechenden Treibstoffreserven ausgestattet – die Raumfahrzeuge müssten viel größer und schwerer sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Anhebung der Bahn des ausgedienten Satelliten wurde eine gewisse Treibstoffreserve vorgesehen. Mit ihrer Hilfe soll sich Meteosat 7 auf eine Bahn bringen lassen, die auf jeden Fall den Anforderungen der Internationalen Organisation für Normung (International Organisation for Standardisation, ISO) entspricht, nach der eine Friedhofs-Bahn mindestens 200 Kilometer über dem GEO erreicht werden muss. Mit drei Brennphasen in räumlich je einer halben Erdumrundung Abstand kann Meteosat 7 den derart geschützten Bereich des GEO verlassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Met7Reorbitinggraphic2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Met7Reorbitinggraphic2300.jpg" alt=""/></a><figcaption>stufenweise Bahnanhebung für Meteosat 7 &#8211; Illustration<br>(Bild: EUMETSAT)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste der geplanten Brennphasen wurde am 3. April 2017 um 21:26 Uhr MESZ gestartet, berichtete EUMETSAT. Weitere Brennphasen der Triebwerke von Meteosat 7 können etwaige Fehler korrigieren oder eine weitere Bahnanhebung bewirken. Maximal neun Brennphasen sind vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Metosat 7 ist ein spinnstabilisiertes Raumfahrzeug. Damit der Satellit mit einem Durchmesser von rund 2,1 Metern bei fortschreitender Alterung wegen der Zentrifugalkräfte nicht irgendwann beginnt, Teile – auch in Richtung des geschützten Bereichs des GEO &#8211; fortzuschleudern, will man die Rotation um seine Hochachse von üblicherweise rund 100 Umdrehungen pro Minute deutlich herabsetzen. Ein entsprechendes Vorgehen konnte schon bei den Außerdienststellungen von Meteosat 5 im Jahr 2007 und <a href="https://www.raumfahrer.net/meteosat-6-im-friedhofsorbit/" data-wpel-link="internal">Meteosat 6</a> im Jahr 2011 demonstriert werden. Dabei war laut EUMETSAT in beiden Fällen kein maßgeblicher zusätzlicher Treibstoffverbrauch aufgetreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Befindet sich Meteosat 7 erst einmal auf seiner Friedhofsbahn, soll er laut Plan in einigen letzten Arbeitsschritten passiviert werden. Dies bedeutet, dass vor allem sämtlicher in Tanks und Leitungen verbliebener Treibstoff (Hydrazin) und Druckgase abgelassen werden, Akkumulatoren von ihrer Stromversorgung getrennt und entladen werden, sowie vorher nicht benutzte redundante pyrotechnische Komponenten – das können zum Beispiel Ventile sein &#8211; ausgelöst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meteosat 7 alias MTP ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 24.932 und als COSPAR-Objekt 1997-049B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5820.msg367440#msg367440" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EUMETSAT</a></li></ul>
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		<title>Feng Yun 2C: Deorbiting durch Bahnanhebung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/feng-yun-2c-deorbiting-durch-bahnanhebung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2014 12:09:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CMA]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Xichang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben des Chinesischen Meteorologischen Amts (CMA) wurde der ehemals Geostationäre Wettersatellit Feng Yun 2C zum 13. Dezember 2014 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort endgültig stillgelegt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CMA, Raumfahrer.net, WMO. Unter Deorbiting versteht man eine gezielte Änderung des Orbits eines Erdsatelliten mit der Absicht, sinnvoll nutzbare und dementsprechend belegte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben des Chinesischen Meteorologischen Amts (CMA) wurde der ehemals Geostationäre Wettersatellit Feng Yun 2C zum 13. Dezember 2014 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort endgültig stillgelegt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CMA, Raumfahrer.net, WMO.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Deorbiting versteht man eine gezielte Änderung des Orbits eines Erdsatelliten mit der Absicht, sinnvoll nutzbare und dementsprechend belegte Orbits nicht mit ausgedienten Raumfahrzeugen zu verstopfen.
<br>
Mit einem Deorbiting ist derzeit nicht notwendiger Weise ein gezielt herbeigeführter zerstörerischer Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbunden. Für ein solches Manöver haben die meisten der derzeit im All befindlichen Satelliten nicht genug Treibstoff an Bord. Für Satelliten im Geostationären Orbit  (GEO) &#8211; rund 35.786 Kilometer über der Erde &#8211; wäre die benötigte Treibstoffmenge im Vergleich zu auf niedrigeren Erdumlaufbahnen befindlichen Satelliten außerdem höher.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30122014130914_small_1.jpg" alt="CMA" width="260"/><figcaption>
Satellit vom Typ Feng Yun 2 
<br>
(Bild: CMA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das CMA meldete mit Datum vom 26. Dezember 2014, am 10. Dezember 2014 sei mit den Arbeiten für das Deorbiting von Feng Yun 2C begonnen worden. Ihren Abschluss fanden diese Arbeiten laut CMA am 13. Dezember 2014 mit der Abschaltung aller an Bord des Satelliten befindlichen Instrumente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Deorbiting bewegte sich Feng Yun 2C zuletzt auf einer rund 5,8 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn in rund 35.790 Kilometern über der Erde. Nach den chinesischerseits beschriebenen Arbeiten kann der Erdtrabant auf einem Orbit in Höhen zwischen 36.400 und 36.440 Kilometern über der Erde bei unveränderter Bahnneigung beobachtet werden. In Relation zum GEO wurde durch die Deorbiting-Arbeiten also ein Abstand von mindestens 600 Kilometern nach oben erzielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Feng Yun 2C befindet sich seit dem 19. Oktober 2004 im Weltraum. Der Satellit war auf einer Rakete des Typs <a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-3/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 3A</a> vom chinesischen Satellitenstartzentrum Xichang (XSLC) aus ins All transportiert worden (Start ~ 1:30 Uhr UTC). Er wirkte als Nachfolger zweier Testsatelliten als erster chinesischer geostationärer Wettersatellit mit einem Einsatz im Regelbetrieb. Nach Angaben der CMA stellte der Satellit am 25. November 2009 seine Arbeit ein und sei danach als Reserve vorgehalten worden. Positioniert war er bei 123,5 Grad Ost im Geostationären Orbit. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten lag im Bereich von drei bis vier Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der trommelförmige Satellit mit 2,1 Metern Durchmesser war spinstabilisiert und drehte sich nominell mit 98 Umdrehungen pro Minute. Der Hauptkörper des Satelliten ist 2,1 Meter lang, mit dem aufgesetzten, entdrallten Antennenmast insgesamt rund 4,5 Meter. Die Startmasse von Feng Yun 2C betrug nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) rund 1.380 Kilogramm, als Leermasse des Satelliten werden 680 Kilogramm genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Zylinderwand des Satelliten sind die zur Gewinnung elektrischer Energie verwendeten Solarzellen aufgebracht, welche die Satellitensysteme mit 300 Watt elektrischer Leistung versorgen konnten. Zur Stromspeicherung kam ein gegenüber den Testsatelliten von 17 auf 25 Amperestunden Kapazität erweiterter Akkumulatorensatz zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bestimmungen über die Vermeidung von <a href="https://www.raumfahrer.net/verdraengte-altlast-im-all-weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Weltraumschrott</a> erfordern die vollständige Abschaltung elektrischer Stromversorgungssysteme, wenn Satelliten außer Dienst gestellt werden. So hofft man beispielsweise Explosionsereignisse zu verhindern, bei denen Weltraumschrott entsteht, welcher eine Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt. Angaben über die Trennung der Solarzellen von der Ladeschaltung und zur Entladung des Akkumulatorensatzes an Bord von Feng Yun 2C machte das CMA nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auseinanderbrechen einiger Satelliten in der Vergangenheit wurde mutmaßlich von versagenden Akkumulatoren verursacht. Beteiligt waren daran in der Regel ältere Akku-Konstruktionen ohne Lithium-Ionen-Zellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Befindet sich ein Satellit &#8211; beispielsweise in einem Friedhofsorbit &#8211; in freier Drift, können wegen der Umgebungsbedingungen im Weltraum heftige Temperaturwechsel geschehen, Störungen und Ausfälle des Thermalmanagements auftreten, Bauteile versagen und Strahlungsschäden vorkommen. Dabei ist es wünschenswert, wenn an Bord eines solchen Satelliten befindliche Akkumulatoren trotz allem nicht lecken oder bersten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen der <a href="https://www.raumfahrer.net/wider-den-weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Gefahr für andere Raumfahrzeuge</a> ist es keinesfalls eine sinnvolle Alternative, einen ausgedienten Satelliten &#8222;einfach abzuschießen&#8220;, und dabei in eine &#8222;Schrottwolke&#8220; zu verwandeln, wie es China mit dem polaren Wettersatelliten Feng Yun 1C am <a class="a" href="/china-testet-weltraumwaffe-2/" data-wpel-link="internal">11. Januar 2007</a> praktiziert hat. Das allenfalls als Macht- und Technologiedemonstration geeignete Manöver bereitet  den Betreibern von unbemannten und bemannten Raumfahrzeugen noch heute, und auch in absehbarer Zukunft, regelmäßig Kopfzerbrechen und Aufwand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Feng Yun 2C (FY-2C) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.451 und als COSPAR-Objekt 2004-042A.</p>
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		<title>Planck im Ruhestand</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/planck-im-ruhestand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2013 13:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[CMB]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrundstrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt L2]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrowellenhintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Planck]]></category>
		<category><![CDATA[Sunyaev-Zel&#039;dovich-Effekt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das weltraumgestützte Radio- und Mikrowellenteleskop Planck der europäischen Weltraumorganisation (ESA) wird noch diese Woche, am 23. Oktober 2013, endgültig abgeschaltet. Zeit für ein vorläufiges Fazit zum Abschluss einer bereits jetzt als Erfolg betrachteten, europäischen Wissenschaftsmission im All. Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: ESA, Planck Collaboration, Raumcon. Dem Missionsende am kommenden Mittwoch gingen sowohl die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="das-weltraumgestutzte-radio-und-mikrowellenteleskop-planck-der-europaischen-weltraumorganisation-esa-wird-noch-diese-woche-am-23-oktober-2013-endgultig-abgeschaltet-zeit-fur-ein-vorlaufiges-fazit-zum-abschluss-einer-bereits-jetzt-als-erfolg-betrachteten-europaischen-wissenschaftsmission-im-all">Das weltraumgestützte Radio- und Mikrowellenteleskop Planck der europäischen Weltraumorganisation (ESA) wird noch diese Woche, am 23. Oktober 2013, endgültig abgeschaltet. Zeit für ein vorläufiges Fazit zum Abschluss einer bereits jetzt als Erfolg betrachteten, europäischen Wissenschaftsmission im All.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: ESA, Planck Collaboration, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_small_1.jpg" alt="ESA/CNES/ARIANESPACE, P. Baudon" width="260" height="183"/></a><figcaption>
Start von Herschel und Planck am 14. Mai 2009 mit einer Ariane-5 ECA vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou, Französisch-Guayana. 
<br>
(Bild: ESA/CNES/ARIANESPACE, P. Baudon)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Missionsende am kommenden Mittwoch gingen sowohl die am Samstag den 19. Oktober erfolgte Abschaltung des letzten wissenschaftlichen Instruments an Bord, als auch der erst gestern durchgeführte Einschuss des Weltraumteleskops in einen finalen Parkorbit voraus. Damit verlässt das Raumfahrzeug seine bisherige Position im Orbit um den Lagrange-Punkt 2 des Erde-Sonne Systems, in den es, wenige Wochen nach seinem Start mit einem Ariane 5 ECA am 14. Mai 2009, eingeschwenkt war. Die mit demselben Ariane-Flug transportierte Schwestermission Herschel ging ebenfalls bereits in diesem Jahr außer Betrieb. Ursache für die planmäßige Stilllegung beider Geräte waren die endgültig aufgebrauchten Vorräte an mitgeführtem Kühlmittel für die Präzisionssensoren. Insgesamt führte Planck zu Beginn seiner Reise mehrere hundert Liter flüssigen Heliums und Wasserstoffs zu diesem Zweck mit. Das empfindlichere von Plancks Instrumenten, das High Frequency Instrument (HFI) mit einer erforderlichen Betriebstemperatur zwischen 0,1 und 1,6 Kelvin, war entsprechend bereits im Januar 2012 deaktiviert worden.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war eine wissenschaftlich produktive Einsatzdauer von nicht einmal zwei Jahren geplant, die von beiden Instrumenten übertroffen werden konnte. Für das Low Frequency Instrument (LFI) endete der eigentliche Betrieb mit dem Sammeln von Beobachtungsdaten am 3. Oktober 2013 nach der fünften Durchmusterung des gesamten Himmels.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Planck, im Jahr 1996 konkret angekündigt, stellte zusammen mit Herschel die Abschlussmission des bereits 1984 angelaufenen Horizon 2000-Programms der ESA zur wissenschaftlichen Erforschung des Kosmos durch Raummissionen dar. Die Fortsetzung der erprobten Missionsreihe wird gegenwärtig mit dem sogenannten Horizon 2000+-Konzept (Gaia, BepiColombo) weitergeführt und zukünftig von Cosmic Vision 2015-2025 (Solar Orbiter, Euclid, JUICE) ersetzt werden.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_small_2.jpg" alt="ESA - S. Corvaja" width="260"/></a><figcaption>
Das Weltraumteleskop Planck in der Vorbereitung am Boden. Gut zu sehen ist die Abschirmblende der Teleskopöffnung. 
<br>
(Bild: ESA, S. Corvaja)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das primäre Missionsziel war, von Anfang an, die bisher genaueste, flächendeckende Kartierung der kosmischen Hintergrundstrahlung im Mikrowellen-Bereich (CMB), zur Überprüfung bisher empirisch unbestätigter Erklärungsansätze zu Natur und Entwicklung des Universums. Plancks Vorgänger COBE und WMAP hatten auf diesem Gebiet schon zuvor Ergebnisse geliefert, jedoch nicht in vergleichbarer Detailqualität, wie die vom Planck-Konsortium am 21. März 2013 veröffentlichen Flächenkarten des CMB zeigten.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kosmische Mikrowellenhintergrund bildet die Materie- und Strahlungsverteilung des frühen Universums nur rund 380.000 Jahre nach dem Urknall ab, als dieses erstmals ausreichend „abgekühlt“ war um für messbare Strahlung durchlässig zu sein. Interessant ist dabei, dass diese ältestmögliche Strahlung, stammend aus einem Moment nur einen kosmischen Bruchteil nach dem Beginn der Zeit, geringe räumliche Unterschiede in ihrer Intensität aufweist, die sich mit den Mustern der Materiedistribution unseres heutigen Universums, mehr als 13,82 Milliarden Jahre später, abgleichen und in Verbindung setzen lassen. Planck ermöglichte die verbesserte Darstellung dieses Zusammenhangs, warf aber mit der gleichzeitigen Entdeckung großflächiger Asymmetrien und „kalter Flecken“ im Sensorbild des Hintergrunds auch neue, bisher nicht vollständig gelöste Fragen auf.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_small_3.jpg" alt="ESA, Planck Collaboration" width="260"/></a><figcaption>
Kosmische Hintergrundstrahlung als zusammengesetztes Bild nach den Daten Plancks. 
<br>
(Bild: ESA, Planck Collaboration)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter anderem zum Abgleich des CMB, wurde von Planck auch umfangreiches Datenmaterial über die Position von Galaxienhaufen, die Gas-Filamenten zwischen ihnen, und weitere makroskopische, massereiche Gebilde im Universum, etwa Ansammlungen sogenannter „Dunkler Materie“, produziert. Dabei konnte der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sunjajew-Seldowitsch-Effekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">„Sunyaev-Zel&#8217;dovich-Effekt“</a> ausgenutzt und einer direkten Überprüfung unterzogen werden. Im Zuge dessen ergab sich auch eine in neuer Qualität fundierte Schätzung über die anteilsmäßige Zusammensetzung des Universums: neben den nur 4,9%, die die klassische, baryonische Materie ausmacht, wurde die Dunkle Materie mit nun immerhin 26,8% und die Dunkle Energie mit 68,3% beziffert. Quasi als Nebenprodukt seiner Beobachtungstätigkeit konnte Planck weiterhin auch kleinere kosmische Phänomene, etwa bisher unverstandene, warme Staubstrukturen in der Raumebene unserer Milchstraße, entdecken. Sogar zum Alter, und damit ebenfalls zur Expansionsrate des Universums, konnten nach Übermittlung von Plancks Aufnahmen neue Aussagen getroffen werden. Mit einem Alter von, wie bereits genannt, 13,82 Milliarden Jahren, erwies sich das Universum als geringfügig älter als bisher angenommen. Entsprechend konnte die „Hubble-Konstante“ H0 im Laufe der Mission auf nur 67,15 +/- 1,2 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec präzisiert werden: Weniger als von bisherigen Messungen angedeutet.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102013151224_small_4.jpg" alt="ESA/Planck Collaboration; T. Dame et al." width="260" height="140"/></a><figcaption>
Zusammengesetztes Bild der von Planck aufgespürten Gaswolken in den beobachteten Ausschnitten den Himmels (blau). Alle bereits vor Planck bekannten Vorkommen sind rot eingefärbt. 
<br>
(Bild: ESA/Planck Collaboration, T. Dame et al.)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erst vor wenigen Tagen konnte, mit Hilfe von Herschel, die Tür in eine bislang unerreichbar frühe Periode des Universums aufgestoßen werden: Wie sich herausstellte, ist es grundsätzlich möglich Informationen über die Beschaffenheit des Universums noch während seines „undurchsichtigen“ Lebensabschnitts durch Teleskope zu erlangen. Plancks Daten werden, so hofft man, schon im kommenden Jahr Herschels Vorarbeit ergänzen können. Es geht darum, bestimmte polarisierte Anteile der kosmischen Hintergrundstrahlung, sogenannte „primordiale B-modes“, nachzuweisen. Sie wurden von Gravitationseffekten beeinflusst, die noch deutlich älter als das unmittelbar sichtbare Universum sind und entsprechend Rückschlüsse auf die frühe Zeitperiode ihres Ursprungs erlauben.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder wurde bei den Veröffentlichungen auf Planck gestützter Resultate während der letzten Monate deutlich, dass die beteiligten wissenschaftlichen Institute und Forschungsgruppen mit den erbrachten Leistungen ihres Teleskops außerordentlich zufrieden sind. Ebenso oft wurde auf das Potential der verbleibenden, noch nicht ausgewerteten Datenvorräte der Mission hingewiesen, die noch für die kommenden Jahre weiterführende Ergebnisse versprächen. Dennoch unterlag auch Planck, so viel lässt sich mit einiger Sicherheit bereits jetzt vermuten, unausweichlich Fluch und Segen der modernen (Astro-)Physik: aus jedem mit großem Aufwand gelüfteten Geheimnis des Kosmos ergaben sich bisher (mindestens) zwei Neue. Die Weiterführung der begonnenen kosmologischen Gralssuche wird das Privileg der nächsten Generation von Weltraumteleskopen bleiben. Planck jedenfalls, kann nach seiner erbrachten Leistung den Staffelstab mit Stolz und einiger Zuversicht übergeben.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4228.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane 5 ECA V-188 mit *Herschel* / *Planck*</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1175.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Neuer Blick aufs Universum mit Herschel/Planck</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Express steht: AM 1 wird stillgelegt.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-steht-am-1-wird-stillgelegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Aug 2013 08:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[28463]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AM 1]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsende]]></category>
		<category><![CDATA[NTSpace]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-K]]></category>
		<category><![CDATA[Reschetnjow]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Russische Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) teilte am 12. August 2013 mit, dass ihr Kommunikationssatellit Express-AM 1 außer Dienst gestellt und in einen Friedhofsorbit gebracht wird. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: comnews.ru, RIAN, RSCC, tdaily.ru. Die Mitteilung erfolgte, ohne zunächst auf die Gründe für das vorzeitige Einsatzende des Satelliten einzugehen. Das am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Russische Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) teilte am 12. August 2013 mit, dass ihr Kommunikationssatellit Express-AM 1 außer Dienst gestellt und in einen Friedhofsorbit gebracht wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: comnews.ru, RIAN, RSCC, tdaily.ru.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082013102308_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082013102308_small_1.jpg" alt="Tsenki" width="260"/></a><figcaption>
Satellit des Typs Express-AM &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Zenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitteilung erfolgte, ohne zunächst auf die Gründe für das vorzeitige Einsatzende des Satelliten einzugehen. Das am 30. Oktober 2004 auf einer Proton-K-Rakete mit Block-DM-2M-Oberstufe gestartete Raumfahrzeug war nach Angaben von RSCC zum 1. Februar 2005 in den Regelbetrieb gegangen. Als Auslegungsbetriebsdauer waren für diesen Satellitentyp ursprünglich 12 Jahre genannt worden. Erreicht wurden letztlich 5 Jahre und 3 Monate Regelbetrieb. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt gestalteten sich die Nutzungsmöglichkeiten des Satelliten unter anderem nach einem Versagen von Komponenten an Bord am 24. April 2010, die für Korrekturen zur Verhinderung einer ansteigenden Bahnneigung benötigt werden, deutlich eingeschränkt. Beispielsweise war russisches Territorium durch den Satelliten nur noch rund 12 Stunden pro Tag erreichbar, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Oktober 2011 versagten Bauteile, die via Rotation der Nachführung der beiden Solarzellenausleger von Express-AM 1 dienten. Danach wurde der Satellit nach Angaben  des Branchendienstes comnews.ru nur noch periodisch und ohne Garantie für die Qualität der ausgestrahlten Dienste eingesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Informationen von comnews.ru zufolge ist die Außerdienststellung nicht durch eine Versicherung abgedeckt. Der tatsächliche Grund für die notwendige Abschreibung von Express-AM 1 werde von einem aktuellen Versicherungsvertrag nicht erfasst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Komponenten von NEC/Toshiba Space Systems (NTSpace) in seiner Kommunikationsnutzlast ausgestattet war es ursprünglich Aufgabe des auf dem Satellitenbus Express-M alias 727M von NPO PM bzw. ISS Reschetnjow aufgebauten Erdtrabanten, von einer Position bei 40 Grad Ost im Geostationären Orbit aus, Gebiete in Europa, dem europäischen Teil Russlands, der GUS, Nordafrika und dem mittleren Osten mit digitalen Fernsehprogrammen sowie Sprach,- Video-, Daten- und Internetdiensten zu versorgen. Dazu kamen 9 C-Band, 18 K<sub>u</sub>-Band- und ein L-Band-Transponder zum Einsatz.  <br>Die Startmasse des Satelliten betrug rund 2.600 Kilogramm, von denen rund 570 auf die Kommunikationsnutzlast entfielen. Die maximale Leistungsaufnahme der Kommunikationsnutzlast lag bei rund 4,2 Kilowatt, die von den Solarzellen des Satelliten maximal zur Verfügung stellbare elektrische Leistung bei 6 Kilowatt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von RSCC habe man am 12. August 2013 mit Arbeiten begonnen, deren Ziel es ist, Express-AM 1 in einen sogenannten Friedhofsorbit zu bringen, nachdem Maßnahmen zur Reduktion der Gefahr von Defragmentierung durch Explosionen und zur Verhinderung unautorisierter Nutzung getroffen wurden. tdaily.ru meldete, der Satellit solle am 21. August 2013 in einen Friedhofsorbit gelangen. Erreichen möchte man laut tdaily.ru eine Bahn rund 300 Kilometer über dem Geostationären Orbit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ersatz will RSCC Express-AM 7 bei 40 Grad Ost im Geostationären Orbit einsetzen. Sein zukünftiger Betreiber hofft auf einen Start des neuen, auf der Plattform Eurostar E3000 von Astrium basierenden Satelliten im Herbst 2014. Das neue Raumfahrzeug wird mit seiner Ausstattung erheblich leistungsfähiger sein. Es erhält 30 C-Band-, 48 K<sub>u</sub>-Band- und 2 L-Band-Transponder.  <br>Express-AM 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.463 bzw. als COSPAR-Objekt 2004-043A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Galileo-Testsatellit GIOVE-B geht in Rente</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-testsatellit-giove-b-geht-in-rente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2012 08:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GPS]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Rubidium]]></category>
		<category><![CDATA[Triebwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) meldete am 24. Juli 2012, dass der Orbit des am 27. April 2008 gestarteten zweiten Galileo-Testsatelliten jetzt schrittweise angehoben wird, um die endgültige Außerdienststellung des Raumfahrzeugs vorzubereiten. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Basierend auf Alcatels Proteus-Satellitenbus von Astrium gebaut war GIOVE-B unterschiedlichen Quellen zufolge auf 27 bzw. 50 Monate [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) meldete am 24. Juli 2012, dass der Orbit des am 27. April 2008 gestarteten zweiten Galileo-Testsatelliten jetzt schrittweise angehoben wird, um die endgültige Außerdienststellung des Raumfahrzeugs vorzubereiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012103227_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012103227_small_1.jpg" alt="ESA / S. Corvaja" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-Start mit GIOVE-B am 27. April 2008 
<br>
(Bild: ESA / S. Corvaja)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Basierend auf Alcatels Proteus-Satellitenbus von Astrium gebaut war GIOVE-B unterschiedlichen Quellen zufolge auf 27 bzw. 50 Monate Betrieb im Weltraum ausgelegt worden. Nach etwas über vier Jahren im All wurde am 23. Juli 2012 die Navigationsnutzlast des Satelliten abgeschaltet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord von GIOVE-B befinden sich entsprechend seiner Bezeichnung (GIOVE steht für Galileo In-Orbit Validation Element, Galileo-Testelement für Überprüfungen in einer Umlaufbahn) zahlreiche Komponenten, die für einen künftigen Einsatz im Weltraumsegment des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo zu testen waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter anderem besitzt GIOVE-B Atomuhren in zwei für Galileo-Satelliten vorgesehenen Varianten. Die beiden Rubidium-Uhren der Navigationsnutzlast ermöglichten exakte Zeitinformationen mit einem Fehler von etwa drei Sekunden in einer Millionen Jahre. Eine neuartige Wasserstoff-Maser-Uhr mit einem passiven Wasserstoff-Maser (engl. Passive Hydrogen Maser, PHM), auf GIOVE-B zum allerersten Mal überhaupt im Weltraumeinsatz, zeichnete sich durch noch wesentlich geringere Gangabweichungen aus. Ihr Fehler liegt bei nur rund einer Sekunde alle drei Millionen Jahre (~1 Nanosekunde pro Tag). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012103227_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012103227_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Ingenieurmodell einer Wasserstoff-Maser-Uhr 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Ausstrahlung von Testsignalen, insbesondere solchen zur Untersuchung eines gemeinsamen Betriebs von Galileo und des US-amerikanischen Satellitennavigationssystems (GPS), besitzt GIOVE-B verschiedene Antennen, zur Erzeugung und Aufbereitung der Signale entsprechende Generatoren und Verstärker. Außerdem an Bord ist ESAs standardisierter Strahlungsmonitor zur Erforschung der Charakteristik der Strahlung in der Umgebung eines Satelliten auf seiner Bahn um die Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die während des Regelbetriebs von GIOVE-B in rund 23.222 Kilometern über der Erde gewonnen Erkenntnisse bestätigten, dass Galileo künftig so funktionieren kann, wie es beim Entwurf des Systems angedacht worden war. Zusätzlich sicherte GIOVE-B im Zusammenspiel mit dem ersten Testsatelliten GIOVE-A die künftige Verwendung bestimmter Frequenzen durch Galileo-Satelliten, indem die Frequenzen im Einklang mit den Regelungen der International Telecommunications Union (ITU) regelmäßig benutzt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit der demnächst vollständig deaktivierte GIOVE-B anderen Satelliten nicht unmittelbar gefährlich werden kann, ist eine Anhebung seiner Bahn um rund 600 Kilometer vorgesehen. Eine erste diesbezüglich abgewickelte Triebwerksbrennphase sorgte am 24. Juli 2012 für eine Bahnanhebung um rund 30 Kilometer. Nach einer Reihe weiterer Brennphasen wird der Testsatellit laut Plan voraussichtlich Mitte August seinen sogenannten Friedhofsorbit erreicht haben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012103227_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012103227_small_3.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
GIOVE-B über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beginnend ab 2013 sollen die Galileo-FOC-Seriensatelliten (FOC für Full Operational Capability, engl. für volle Einsatzkapazität) in den Weltraum gebracht werden. Die ersten beiden Satelliten der Galileo-Testkonstellation (IOV, in orbit verification, engl. für Überprüfung im Orbit) befinden sich seit dem 21. Oktober 2011 im All. Ergänzt wird die IOV-Testkonstellation durch zwei weitere Satelliten voraussichtlich im Oktober 2012. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GIOVE-B alias GSTB V2/B ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 32.781 bzw. als COSPAR-Objekt 2008-020A. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php? topic=4144.msg229176#msg229176" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema Galileo SNS II</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Galileo: ESA beendet Mission von GIOVE-A</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-esa-beendet-mission-von-giove-a/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 10:02:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[OHB]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitennavigationssystem]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35004</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Betrieb des ersten Galileo-Testsatelliten GIOVE-A für die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) wurde mit Ablauf des Monats Juni 2012 offiziell beendet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Am 28. Dezember 2005 war GIOVE-A als erster von zwei Testsatelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo in den Weltraum gelangt. Seine Aufgabe war es entsprechend seiner Bezeichnung (GIOVE [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Betrieb des ersten Galileo-Testsatelliten GIOVE-A für die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) wurde mit Ablauf des Monats Juni 2012 offiziell beendet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072012120212_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072012120212_small_1.jpg" alt="ESA" width="328" height="246"/></a><figcaption>
GIOVE-A vor dem Start auf der Raketenoberstufe 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Dezember 2005 war GIOVE-A als erster von zwei Testsatelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo in den Weltraum gelangt. Seine Aufgabe war es entsprechend seiner Bezeichnung (GIOVE engl. für Galileo In-Orbit Validation Element, Galileo-Testelement für Überprüfungen in einer Umlaufbahn), Tests wichtiger Komponenten für ein künftiges Satellitennavigationssystem zu ermöglichen und die Charakteristik der Strahlung in der Umgebung seiner Bahn um die Erde in mittlerer Höhe (MEO, Medium Earth Orbit) zu erkunden. Außerdem hatte der Satellit die wichtige Funktion, durch die Benutzung bestimmter Frequenzen diese für die künftige Verwendung durch Galileo-Satelliten im Rahmen der Regelungen der International Telecommunications Union (ITU) zu sichern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072012120212_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072012120212_small_2.jpg" alt="ESA" width="312" height="422"/></a><figcaption>
Der Start von GIOVE-A am 28. Dezember 2005 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auslegungsbetriebsdauer von GIOVE-A betrug 27 Monate. Nach einem entsprechend langen erfolgreichen Einsatz konnte die ESA im Jahr 2008 das Erreichen aller Ziele der urspünglichen Mission des Satelliten vermelden. Weil der Satellit weiterhin betriebsfähig war, und das europäische Navigationssatelliten-Programm unter zahlreichen Verzögerungen litt, wurde seine Mission mehrfach verlängert. Anfang 2012 versorgte der Satellit die ESA noch immer mit Daten zur Leistungsfähigkeit seiner Navigationsnutzlast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das auf dem Satelitenbus SSTL-900 basierende, dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 600 kg befindet sich immer noch in einem brauchbaren technischen Zustand. Daher nutzt der Hersteller, die Surrey Satellite Technology Ltd. (SSTL) aus Großbritannien, die Gelegenheit, mit ihm weiter Daten zur Strahlung in der Umgebung des Satelliten und der Leistungsfähigkeit der Navigationsnutzlast zu sammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit August 2009 ist GIOVE-A auf einer auf rund 23.322 km über der Erde angehobenen annähernd kreisförmigen Bahn unterwegs. Dort, so hofft man, wird er den Betrieb der in rund 100 km geringeren Flughöhe eingesetzten Satelliten der Galileo-Testkonstellation (IOV, in orbit verification, engl. für Überprüfung im Orbit) und der Galileo-FOC-Seriensatelliten (FOC für Full Operational Capability, engl. für volle Einsatzkapazität) nicht behindern oder gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beginnend <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/erster-galileo-foc-satellit-zusammengesetzt/" data-wpel-link="internal">ab 2013</a> sollen die beim Start nach Angaben ihres Herstellers OHB jeweils 732,8 kg schweren Satelliten des Galileo-FOC-Programms in den Weltraum gebracht werden. Die ersten beiden Satelliten der IOV-Testkonstellation befinden sich seit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/galileo-eine-rakete-zwei-satelliten-drei-erfolge/" data-wpel-link="internal">21. Oktober 2011</a> im All. Ergänzt wird die IOV-Testkonstellation durch zwei weitere Satelliten voraussichtlich im Oktober 2012.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072012120212_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072012120212_small_3.jpg" alt="ESA/P. Carril" width="301" height="226"/></a><figcaption>
GIOVE-A über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA/P. Carril)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GIOVE-B, der am <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/giove-b-gestartet/" data-wpel-link="internal">27. April 2008</a> gestartete zweite Galileo-Testsatellit überhaupt, war auf 50 Monate Betrieb im Weltraum ausgelegt worden. Das auf einem französischen Satellitenbus names Proteus basierende Raumfahrzeug will man im Sommer 2012 einsetzen, um Feineinstellungen der Naviagtionsnutzlasten der beiden um die Erde kreisenden Satelliten der IOV-Testkonstellation zu unterstützen. Für September 2012 ist derzeit die Beendigung der Mission von GIOVE-B angesetzt. Anschließend will man ihn in einen rund 300 km höher gelegenen Friedhofsorbit steuern, damit er anderen Satelliten nicht unmittelbar gefährlich werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GIOVE-A alias GSTB-V2/A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28922 bzw. als Objekt 2005-051A.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php? topic=4144.msg229176#msg229176" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema Galileo SNS II</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>GOES 7 nach 25 Jahren im Friedhofsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/goes-7-nach-25-jahren-im-friedhofsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 14:46:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsende]]></category>
		<category><![CDATA[NOAA]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34812</guid>

					<description><![CDATA[<p>An Bord verbliebener Resttreibstoff wurde verwendet, um den Wettersatelliten GOES 7 in einen Friedhofsorbit zu steuern, teilte die US-amerikanische Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) am 12. April 2012 mit. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, NOAA. Die Bahn von GOES 7 wurde unter Einsatz von Triebwerken des an Bord des Satelliten befindlichen, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">An Bord verbliebener Resttreibstoff wurde verwendet, um den Wettersatelliten GOES 7 in einen Friedhofsorbit zu steuern, teilte die US-amerikanische Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) am 12. April 2012 mit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: NASA, NOAA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_small_1.jpg" alt="NOAA" width="260"/></a><figcaption>
GOES 7 als GOES-H vor dem Start 
<br>
(Bild: NOAA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bahn von GOES 7 wurde unter Einsatz von Triebwerken des an Bord des Satelliten befindlichen, Spacecraft Propulsion Subsystem (SPS) genannten, Hydrazin zersetzenden Antriebssystems angehoben. Das letzte Manöver zum Verbrauch übrig gebliebenen Treibstoffs und der letzten Justierung der Spinrate des Satelliten erfolgte am 12. April 2012 gegen 08:00 Uhr MESZ. Anschließend wurden die Kommunikationseinrichtungen an Bord des vor dem Start unbetankt rund 400 Kilogramm schweren Satelliten deaktiviert und seine Stromversorgungssysteme heruntergefahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flughöhe von GOES 7 konnte insgesamt um rund 300 Kilometer gesteigert werden, so dass er künftig in ausreichend großem Sicherheitsabstand zu den im Geostationären Orbit aktiven Raumfahrzeugen auf einer derzeit um rund 13,8 Grad gegen den Äquator geneigten Bahn um die Erde ziehen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GOES 7 als letzter Vertreter der von der Hughes Aircraft Corporation gebauten zweiten Generation NOAAs geostationärer Wettersatelliten war am 26. Februar 1987 als GOES-H gestartet worden. Seinen Transport von der Rampe 17A auf Cape Canaveral in Florida in den Weltraum hatte die Delta-Rakete Nr. 179, einer Variante in der Version 3914, erledigt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_small_2.jpg" alt="NOAA" width="260"/></a><figcaption>
GOES 7 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NOAA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Den Einschuss in eine geosynchrone Umlaufbahn mittels Feststoffmotor hatte man wegen einer sich außerhalb des spezifizierten Temperaturbereichs erwärmten Zündeinrichtung &#8211; vermutlich verursacht durch eine fehlerhafte Verkabelung von Heizelementen &#8211; um zwei Erdumläufe vorgezogen. Nach Ausbrennen des beim Start rund 456 Kilogramm schweren Apogäumsmotors Star-27, dessen Abwurf und diversen Korrekturmanövern hatte der Satellit am 5. März 1987 eine Position im Geostationären Orbit bei 81,5 Grad West erreicht, wo ausgiebige Tests der Raumfahrzeugsysteme und Beobachtungsinstrumente vorgenommen wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zügiger erfolgreicher Inbetriebnahme wurde der spinstabilisierte Satellit mit einem Durchmesser von rund 2,15 Metern Ende März 1987 bei 75 Grad West über dem Atlantik positioniert. Den operationellen Einsatz auf der als GOES Ost bezeichneten Position begann der Satellit am 25. März 1987; seitdem wird er GOES 7 genannt. Der in den Tanks des Satelliten befindliche Hydrazinvorrat sollte eine Auslegungsbetriebsdauer von 7 Jahren ermöglichen, welche das Raumfahrzeug auf Grund häufiger Positionswechsel nicht ohne Probleme erreichte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_small_3.jpg" alt="NASA" width="260" height="173"/></a><figcaption>
Ansichten des Hurrikans Andrew am 23., 24. und 25. August 1992 nach Daten von GOES 7
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit wurde als bisher einziger der NOAA im Regelbetrieb auf den Positionen GOES Ost und GOES West verwendet. Von 1989 an, als sein Vorgänger GOES 6 ausfiel, bis hinein ins Jahr 1994 war GOES 7 überhaupt der einzige geostationäre Wettersatellit der NOAA. Auf der westlicheren Position wurde GOES 7 in den Wintermonaten zur Beobachtung von Stürmen, die vom Pazifik Richtung Nordwesten der Vereinigten Staaten und Kalifornien ziehen, benutzt, auf der östlichen im Sommer, um die Verfolgung der Stürme, die die Ostküsten bedrohen, sicherzustellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1992 lieferte GOES 7 überlebenswichtiges Bildmaterial zum Hurrikan Andrew, der im Süden Floridas wütete und Schäden in geschätzter Höhe von 30 Milliarden US-Dollar verursachte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Gründen der Treibstoffersparnis absolvierte GOES 7 ab Juni 1992 keine Korrekturmanöver in Nord-Süd-Richtung mehr, was zur Ausbildung einer gewissen Bahnneigung führen sollte &#8211; pro Jahr rund 0,9 Grad. Im Januar 1994 betrug die Neigung des Orbits des Satelliten gegen den Erdäquator etwa 1,2 Grad, in den Tanks befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch knapp 9,4 Kilogramm Hydrazin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich hatte die Qualität der Daten der für die NOAA wesentlichen Instrumente so weit nachgelassen, dass die Wetterbehörde über eine Außerdienststellung des Satelliten entscheiden musste. Am 11. Januar 1996 beendete die NOAA offiziell die Nutzung von GOES 7. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042012164619_small_4.jpg" alt="NOAA" width="260" height="208"/></a><figcaption>
Das letzte Wetterbild von GOES 7 am 11. Januar 1996 
<br>
(Bild: NOAA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Danach überließ man den Satelliten mit weiterhin funktionsbereiten Kommunikationsanlagen der Universität Manoa auf Hawaii, so wie es früher bereits mit ATS 1, ATS 3, GOES 2 und GOES 3 geschehen war. Die Universität nutzte die noch in gutem Zustand befindlichen S-Band-Kommunikationseinrichtungen von GOES 7 bis vor Kurzem im Rahmen ihres Pan-Pacific Education and Communication Experiments by Satellite (PEACESAT) genannten Programms, das medizinische Konsultationen via Videokonferenz für Nutzer in abgelegenen Gebieten des Inselstaats ermöglicht. Für PEACESAT wurde GOES 7 bei 175 Grad West im Geostationären Ort positioniert, wo er bis zuletzt arbeitete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Instrumenten zur Wetterbeobachtung und seinen Kommunikationseinrichtungen besaß der Satellit außerdem eine Nutzlast für das internationalen Such- und Rettungssystem COSPAS-SARSAT. GOES 7 trug einen experimentellen Transceiver für das GEOSAR für Geostationary Search and Rescue genannte Weltraumsegment von COSPAS-SARSAT auf Satelliten im Geostationären Orbit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GOES 7 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 17.561 bzw. als COSPAR-Objekt 1987-022A, von der Meteorologischen Organisation der Vereinten Nationen (WMO) als Satellit Nr. 251. </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NOAA beendet Einsatz von GOES 11</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/noaa-beendet-einsatz-von-goes-11/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 09:48:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34601</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rund 12 Jahre lieferte der Wettersatellit GOES 11 für die US-amerikanische Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) aus dem Geostationären Orbit Beobachtungsdaten. Am 6. Dezember 2011 begann die NOAA mit den Arbeiten zur Außerdienststellung des Erdtrabanten. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NOAA. Der seit dem 5. März 2010 im All befindliche GOES 15 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/noaa-beendet-einsatz-von-goes-11/" data-wpel-link="internal">NOAA beendet Einsatz von GOES 11</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Rund 12 Jahre lieferte der Wettersatellit GOES 11 für die US-amerikanische Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) aus dem Geostationären Orbit Beobachtungsdaten. Am 6. Dezember 2011 begann die NOAA mit den Arbeiten zur Außerdienststellung des Erdtrabanten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NOAA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11122011104817_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11122011104817_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
GOES 11 im Test am Boden &#8230; 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der seit dem 5. März 2010 im All befindliche GOES 15 hat die GOES West (135 Grad West) genannte Position von GOES 11 über dem Pazifik, die ungefähr in der Mitte einer gedachten Linie zwischen Hawai und der Westküst der USA liegt, übernommen. GOES 15, eine weiterentwickelte Konstruktion von Boeing, liefert Daten von höherer Auflösung und mit besserer Bildstabilität. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GOES Ost (75 Grad West) ist derzeit von GOES 13 besetzt. Den Dienst an einer weitere Position, GOES-South America, erledigt derzeit GOES 12. GOES 14 fungiert aktuell als Reservesatellit im Bedarfsfall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Eindruck der zur Neige gehenden Treibstoffvorräte an Bord von GOES 11 hatte die NOAA sich in den vergangenen Monaten auf die Beendigung des Einsatzes von GOES 11 vorbereitet und die erforderlichen Planungen vorgenommen. Der Transfer der Wetterdatenbereitstellung von GOES 11 auf GOES 15 erfolgte am 6. Dezember 2011. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11122011104817_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11122011104817_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
 &#8230; und sein Start am 3. Mai 2000 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Dezember 2011 will die NOAA die Bahn von GOES 11 unter Einsatz von Triebwerken an Bord des Satelliten anheben. Vorgesehen ist eine Steigerung der Flughöhe von GOES 11 um rund 300 Kilometer, so dass er künftig in ausreichend großem Sicherheitsabstand zu den im Geostationären Orbit aktiven Raumfahrzeugen um die Erde ziehen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der am 3. Mai 2000 gestartete GOES 11 besaß eine Auslegungslebensdauer von 5 Jahren, die er deutlich übertraf. Die Standfestigkeit des Satelliten und seine lange Einsatzdauer sind ein deutliches Zeichen für die gute Arbeit seines Herstellers Space Systems/Loral (SS/L), der Luft- und Raumfahrtagentur NASA und der NOAA mit ihren Partnern, die am Betrieb des Satelliten beteiligt waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Generation geostationärer Wettersatelliten wird folgen. Der erste Satellit des GOES-R genannten Programms soll den derzeitigen Planungen zufolge im Jahr 2015 ins All gelangen. Von ihm erwartet man die Lieferung von Bildern in kürzeren Abständen mit noch einmal gesteigerte Qualität. Außerdem soll er Aufgaben bei der Erdbeobachtung und Ozeanüberwachung erfüllen und regelmäßig Daten zum Zustand der Erdatmosphäre und der Sonne liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GOES 11 alias GOES L ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 26.352 und als COSPAR-Objekt 2000-022A. </p>
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		<item>
		<title>Meteosat 6 im Friedhofsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meteosat-6-im-friedhofsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 15:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 4]]></category>
		<category><![CDATA[EUMETSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[Meteosat]]></category>
		<category><![CDATA[MSG]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 15. April 2011 gab EUMETSAT, Betreiberin der europäischen Wettersatelliten, bekannt, dass Meteosat 6 nach über 17 Jahren Einsatz in einen Friedhofsorbit geschickt und dort deaktiviert wurde. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: EUMETSAT. Meteosat 6 war am 20. November 1993 auf einer Ariane-4-Rakete in der Version 44LP von Kourou in Französisch Guyana aus in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 15. April 2011 gab EUMETSAT, Betreiberin der europäischen Wettersatelliten, bekannt, dass Meteosat 6 nach über 17 Jahren Einsatz in einen Friedhofsorbit geschickt und dort deaktiviert wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: EUMETSAT.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16042011173107_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16042011173107_small_1.jpg" alt="Eumetsat" width="260"/></a><figcaption>
Meteosat 6 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Eumetsat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Meteosat 6 war am 20. November 1993 auf einer Ariane-4-Rakete in der Version 44LP von Kourou in Französisch Guyana aus in den Weltraum gebracht worden. Zur Erfüllung seiner Hauptaufgabe, der Erfassung von Wolken und Wasserdampf aus dem geostationären Orbit, hatte man ihn mit einem MVIRI für <i>M</i>eteosat <i>V</i>isible and <i>I</i>nfra<i>R</i>ed <i>I</i>mager genannten Instrument ausgestattet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Ursprünglich für eine fünfjährige Einsatzperiode entworfen übertraf Meteosat 6 alle Erwartungen und wurde zu dem Raumfahrzeug, das von allen europäischen geostationären Wettersatelliten am längsten meteorologische Daten lieferte. Über 17 Jahre lang übermittelte Meteosat 6 nützliche Informationen zur Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16042011173107_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16042011173107_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption> Grundaufbau von Meteosat 6 &#8211; Illustration  <br> (Bild: ESA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine seiner wichtigsten Einsatzperioden erlebte Meteosat 6 zwischen September 2001 und Januar 2007, als er als erster europäischer geostationärer Wettersatellit einen Dienst zur Schnellabtastung des europäischen Wettergeschehens mit Daten versorgte. Der als RSS für <i>R</i>apid <i>S</i>canning <i>S</i>ervice bezeichnete Dienst wurde von seinen Nutzern gut angenommen, auch weil er es zum ersten Mal ermöglichte, alle 10 Minuten Informationen zum Wettergeschehen der gleichen konkreten in Europa gelegenen Region zu erhalten. Eine mit kurzem Abstand wiederholte Abtastung ist beispielsweise bei der Beurteilung von sich schnell verändernden Wettersituationen wie Gewittern von Bedeutung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16042011173107_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16042011173107_small_3.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
Meteosat 6 1995 auf Nutzlastadapter in Kourou
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine maßgebliche Rolle spielte der von Meteosat 6 unterstützte RSS auch im Hinblick der Vorbereitung der potentiellen Nutzer auf die Dienste der europäischen geostationären Wettersatelliten zweiter Generation (<i>M</i>eteosat <i>S</i>econd <i>G</i>eneration, MSG). Bis zum Start von MSG 2 alias Meteosat 9 im Dezember 2005 fungierte Meteosat 6 außerdem als Reservesatellit für MSG 1 alias Meteosat 8. Letzterer liefert seit Mai 2008 RSS-Daten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 2007 war Meteosat 6 im geostationären Orbit bei 67,5 Grad Ost positioniert, von wo aus er zusammen mit dem bei 57,5 Grad Ost stationierten Meteosat 7 Bilder von Ostafrika, Mittelasien und dem westlichen Indischen Ozean liefern und Meldungen von Bojen des Tsunami-Warnsystems empfangen und weiterleiten konnte. Von Meteosat 7 erwartet man, dass er diese Aufgaben unter dem Titel <i>I</i>ndian <i>O</i>cean <i>D</i>ata <i>C</i>overage, abgekürzt IODC, noch bis 2013 erfüllen kann.  <br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Treibstoff an Bord von Meteosat 6 in Form von ursprünglich rund 39 Kilogramm Hydrazin für seine vier 10-Newton- und die beiden 2-Newton-Triebwerke war fast vollständig aufgebraucht, so dass es schließlich erforderlich wurde, den robusten Satelliten außer Betrieb zu nehmen, bevor nicht mehr genug Treibstoff für einen Transfer auf eine Friedhofsbahn zur Verfügung stehen würde. Mit dem verbliebenen Treibstoff war die Bahn von Meteosat 6 anzuheben, um auf diese Weise der Gefahr einer Kollision mit im geostationären Orbit weiter aktiven Satelliten aus dem Wege zu gehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/mop3trendfuel1295to0710eumetsat.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/mop3trendfuel1295to0710eumetsat26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Treibstoffverbrauch von Meteosat 6 zwischen Dezember 1995 und Juli 2010. (Grafik: EUMETSAT)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt befindet sich Meteosat 6 laut EUMETSAT auf einer Bahn, die rund 380 Kilometer über dem geostationären Orbit liegt. Nach der Bahnanhebung konnte die Deaktivierung des Satelliten getreu der internationalen Vereinbarungen zur Reduzierung von Gefahren durch Weltraumschrott erfolgen: Die Drehungen des spinstabilisierten Raumfahrzeugs um seine Hochachse wurden von rund 100 pro Minute auf einen deutlich geringeren Wert reduziert, übrig gebliebene Treibstoffreste und Gase zum Druckaufbau in den Treibstofftanks abgelassen und die Akkumulatoren entladen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meteosat 6 (alias MOP 3 für <i>M</i>eteosat <i>O</i>perational <i>P</i>rogramme Nr. 3) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 22.912 bzw. als COSPAR-Objekt 1993-073B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>Bild und Grafik (Quelle EUMETSAT):</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/met6wvirfinal11apr111930utceumetsat.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal">Letzter Blick zur Erde durch Meteosat 6 am 11. April 2011 21:30 Uhr MESZ</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/mop3trendfuel1295to0710eumetsat.gif" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal">Treibstoffverbrauch von Meteosat 6 zwischen Dezember 1995 und Juli 2010</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Zenit bringt Wettersatelliten in den Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zenit-bringt-wettersatelliten-in-den-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 19:43:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fregat]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei dem ersten Start im Jahr 2011 brachte eine russische Zenit den Wettersatelliten Elektro-L in den Orbit. Ein Beitrag von Simon Plasger und Stefan Heykes. Quelle: SpaceflightNow. Um 13:29 Uhr MEZ hob die Rakete vom Typ Zenit-2SB mit der Oberstufe Fregat-SB von der russischen Startbasis Baikonur ab. Nach wenigen Sekunden durchflog sie die tiefhängende Wolkendecke, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei dem ersten Start im Jahr 2011 brachte eine russische Zenit den Wettersatelliten Elektro-L in den Orbit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger und Stefan Heykes. Quelle: SpaceflightNow.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_small_1.jpg" alt="TV-Tsenki" width="260"/></a><figcaption>
Die Zenit-Rakete beim Start 
<br>
(Bild: TV-Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 13:29 Uhr MEZ hob die Rakete vom Typ Zenit-2SB mit der Oberstufe Fregat-SB von der russischen Startbasis Baikonur ab. Nach wenigen Sekunden durchflog sie die tiefhängende Wolkendecke, womit sie aus dem Blickfeld der Kameras verschwand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zehn Minuten gab die zweite Stufe der Rakete die Oberstufe Fregat-SB frei. An ihrer Spitze befand sich weiterhin die Nutzlast. Die Kombination setzte den Start dann alleine fort und flog mit insgesamt drei Schubmanövern den Geostationären Orbit an. Das Aussetzen fand um 22:28 Uhr MEZ statt. Danach wird ein viertes Manöver die Fregat-SB in einen niedrigeren Friedhofsorbit bringen, damit keine Position im Geostationären Orbit durch Weltraummüll blockiert wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_small_2.jpg" alt="NPO lavochkin" width="260"/></a><figcaption>
Der Satellit Elektro-L im Orbit (künstlerische Darstellung) 
<br>
(Bild: NPO Lawotschkin)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast, Elektro-L, soll 10 Jahre lang Wetterdaten im sichtbaren und infraroten Bereich messen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sturmsysteme im Bereich Asien, Mittlerer Osten und Indischer Ozean gelegt. Dieses Gebiet kann der Satellit aufgrund seiner Position bei 76° Ost sehr gut beobachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1.700 kg große Masse wird fast zu einem Viertel (450 kg) von wissenschaftlichen Instrumenten und Kommunikationsanlagen ausgelastet.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit wird einen weltweiten Verbund von Wettersatelliten unterstützen. Dieses Projekt beinhaltet bereits Satelliten aus den USA, China, Indien und der ESA. Für den nächsten Zenit-Start ist ein Weltraumteleskop namens Spektr R vorgesehen. Der Flug soll im Mai stattfinden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_small_3.jpg" alt="Lavochkin" width="260"/></a><figcaption>
Die Fregat-SB. Unten der toroidale Abwurftank, oben die ballförmigen Tankerweiterungen der Fregat-SB. Beide besitzt die kleine Fregat nicht 
<br>
(Bild: Lawotschkin)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Start war der Erstflug der neuen Variante Zenit-2SB/Fregat-SB. Die Zenit selbst wurde im Vergleich zum Vorgänger lediglich leicht modifiziert, um die andere Oberstufe aufnehmen zu können. Bislang flog die dreistufige Zenit immer mit der Oberstufe Block-DM, die auf das sowjetische Mondprogramm der 1960er Jahre zurückgeht. Die Fregat entstand hingegen aus dem Marssondenprogramm Fobos 1 &amp; 2 sowie Mars 96 und wurde seit 1993 entwickelt. Die ursprüngliche Fregat ist seit dem Jahr 2000 auf der Sojus im Einsatz. Da es sich bei der Zenit allerdings um eine deutlich stärkere Trägerrakete handelt, war eine Vergrößerung der Fregat nötig. Diese neue Version Fregat-SB verfügt über einen toroidalen Tank, dessen Abwurf nach der ersten Brennphase erfolgt ist, sowie über vergrößerte Tanks in der eigentlichen Stufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Version der Zenit ist auch unter den Bezeichnungen Zenit-3SLBF und Zenit-3F bekannt. Bei dieser Benennung verzichtet man auf die explizite Nennung der Oberstufe und markiert sie nur durch das F, bei der Bezeichnung 3SLBF verweist man darauf, dass die ersten beiden Stufen (Zenit-2SB) nahezu identisch mit der Version Zenit-3SLB sind. In den kommenden Jahren wird diese Version von großer Bedeutung sein, da sie unter anderem im Herbst die nächste Marssonde Fobos-Grunt starten soll. Auch für weitere Planetenmissionen wird diese Version eingesetzt werden. Der erfolgreiche Start heute ist damit die Grundlage für Russland, um die Ambitionen in der Planetenerforschung umsetzen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>UPDATE: </strong>Die Oberstufe Fregat hat den Satelliten erfolgreich in seinem geplanten Orbit ausgesetzt. Dies teilte die russische Raumfahrbehörde Roskosmos soeben mit. Damit hat die Rakete ihre Arbeit getan. Sie wird allerdings in einiger Zeit noch in einen Friedhofsorbit einbremsen, um Weltraumschrott zu vermeiden. 
<br>
<strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9163.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit 2/Fregat SB mit Elektro-L</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>TDRS 1: Abschaltung nach 27 Jahren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tdrs-1-abschaltung-nach-27-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 10:06:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33227</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der US-amerikanische Bahnverfolgungs- und Datenrelaissatellit TDRS 1 soll nach 27 Jahren Betriebszeit im All abgeschaltet werden. Er diente unter anderem der Unterstützung zahlreicher Space-Shuttle-Missionen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Von einem Shuttle wurde TDRS 1 ins All gebracht. Der am 4. April 1983 gestartete Orbiter Challenger setzte während seines [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der US-amerikanische Bahnverfolgungs- und Datenrelaissatellit TDRS 1 soll nach 27 Jahren Betriebszeit im All abgeschaltet werden. Er diente unter anderem der Unterstützung zahlreicher Space-Shuttle-Missionen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-07-01-82717.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26062010120611_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26062010120611_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
TDRS 1 (oben) auf IUS (unten) in geöffnetem Transportcontainer 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von einem Shuttle wurde TDRS 1 ins All gebracht. Der am 4. April 1983 gestartete Orbiter Challenger setzte während seines Jungfernfluges STS 6 den mit einer Raketenoberstufe namens IUS verbundenen Satelliten im Weltraum in rund 295 Kilometern Höhe über der Erde auf einer Bahn mit einer Neigung von 28,5 Grad gegen den Äquator aus. Anschließend war es Aufgabe der Raketenoberstufe, einer Kombination aus Feststofftriebwerken, den Satelliten auf die vorgesehene Bahn zu bringen. Der erste Feststoffmotor funktionierte wie geplant, nach einer 150 Sekunden dauernden Brennphase flog das Vehikel auf einer geosynchronen Transferbahn. Während der Brennphase des zweiten Feststoffmotors kam es jedoch zu Problemen. Die Schwenkvorrichtung der Düse des Motors versagte. Die sich unkontrolliert bewegende Düse verursachte ein Taumeln, und TDRS 1 wurde vorzeitig abgetrennt. Der Satellit erreichte einen 21.700 x 35.550-Kilometer-Orbit, und die Inklination war noch nicht vollständig abgebaut. Die restliche Bahnneigung betrug rund drei Grad. Nach einer eingehenden Analyse der Situation entwickelte man eine Strategie, wie der Satellit doch noch in einem geosynchronen Orbit zu positionieren wäre. Dies gelang schließlich nach intensivem Einsatz der Lageregelungstriebwerke des Satelliten und TDRS 1 konnte Ende 1983 bei 41 Grad West den Betrieb aufnehmen. Später erfüllte er Aufgaben bei 62 und 171 Grad West. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26062010120611_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26062010120611_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Start der Challenger mit TDRS 1 an Bord 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das von TRW gebaute, 100 Millionen US-Dollar teure Raumfahrzeug hatte eine Auslegungsbetriebsdauer von sieben Jahren, die es trotz des außerplanmäßigen Missionsbeginns fast um das Dreifache übertraf. TDRS 1 war der erste einer Serie von Bahnverfolgungs- und Datenrelaissatelliten, die in einem gemeinsamen Netzwerk, TDRSS für Tracking and Data Relay Satellite System genannt, bei der Abwicklung unzähliger anderer Raumfahrtmission halfen. Dieses Netzwerk wurde und wird beispielsweise im Rahmen der Missionen der Space Shuttle, der europäischen ISS-Versorger des Typs ATV, von Erdbeobachtungssatelliten wie Aqua, Aura und Landsat sowie Observatorien wie Compton, Hubble und Swift genutzt. TDRS 1 war nicht nur der erste Satellit des TDRSS, sondern zugleich der erste Kommunikationssatellit überhaupt, auf dem Kommunikationsnutzlasten für das S-Band, das C-Band und das K<sub>u</sub>-Band gleichzeitig zum Einsatz kamen.  <br> Die Neigung der Bahn von TDRS 1 gegen den Äquator wurde über die Jahre größer. Ende der 1990er setzte die NASA ihn deswegen und aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr zur Unterstützung ihrer Raumfahrtmissionen ein. Die Bahnneigung war schließlich soweit angestiegen, dass der Satellit zu bestimmten Tageszeiten für einen Kommunikation mit Stationen an Nord- und Südpol verwendbar wurde. Deshalb ermöglichte man 1998 der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) einen Zugriff auf die Kommunikationsanlagen des Satelliten, damit sie über TDRS 1 mit ihrer Amundsen-Scott-Station am Südpol Kontakt halten kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26062010120611_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26062010120611_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
TDRS 1 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gewöhnlich fünf bis sechs Stunden pro Tag bot sich für das auf der Station eingesetzte Personal so die Möglichkeit, im S-Band-Bereich E-Mails und Daten mit Kolleginnen und Kollegen sowie Angehörigen auszutauschen, was eine gern genutzte Verbesserung darstellte. Im Jahr 2000 lag die Bahnneigung des Satelliten bei rund 10,5 Grad. Als der letzte funktionierende Wanderfeldröhrenverstärker an Bord des Satelliten dann im Oktober 2009 ausfiel, war der Satellit für jedwede Kommunikationsanwendungen unbrauchbar geworden. TDRS 3 sprang für ihn ein und der zuletzt an bei 49 Grad West stationierte TDRS 1 sollte stillgelegt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich hat TDRS 1 den Friedhofsorbit erreicht, seine Bahn konnte um rund 320 Kilometer angehoben werden. Seit dem 13. Juni 2010 kreist er in rund 36.210 Kilometern über der Erde. Die vollständige Deaktivierung des Satelliten ist für den 27. Juni 2010 geplant, meldete die NASA am 25. Juni 2010. Die Abschaltung erfolgt nach der Stabilisierung der neuen Bahn von TDRS 1 und dem Ablassen des an Bord befindlichen Resttreibstoffs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">TDRS 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 13.969 bzw. als COSPAR-Objekt 1983-026B. </p>
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