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	<title>Taikonauten &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Taikonauten &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Raumschiff Shenzhou-20 &#8211; Mission &#8222;Notfallreaktion&#8220;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumschiff-shenzhou-20-mission-notfallreaktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 23:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[chinesische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
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		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Rückflug der Besatzung des Raumschiff Shenzhou-20 wurde beim Check der Rückkehrkapsel ein Schaden an einem Bullauge festgestellt und an die CNSA gemeldet. Daraufhin wurde an der Lösung des Problems gearbeitet und letzlich auch gefunden. Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Autors HausD. Quelle: CNSA, CMSA, CMSE, FCS, NSF, CSF, CCTV 13; 30. Januar 2026 Aufbau [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vor dem Rückflug der Besatzung des Raumschiff Shenzhou-20 wurde beim Check der Rückkehrkapsel ein Schaden an einem Bullauge festgestellt und an die CNSA gemeldet. Daraufhin wurde an der Lösung des Problems gearbeitet und letzlich auch gefunden. Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Autors HausD.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: CNSA, CMSA, CMSE, FCS, NSF, CSF, CCTV 13; 30. Januar 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau des Bullauges</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grafik CMSA: Dreischeibiges Bullauge Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou unten: Innenseite der Shenzhou Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas rechts: Versiegelung" data-rl_caption="" title="Grafik CMSA: Dreischeibiges Bullauge Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou unten: Innenseite der Shenzhou Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas rechts: Versiegelung" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="215" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1.jpg" alt="" class="wp-image-150347" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1-300x161.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Grafik CMSA</mark>: Dreischeibiges Bullauge</em><br><em>Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou</em><br><em>                   </em> <em>unten: Innenseite der Shenzhou<br>Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas<br>                     oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas<br><em>                     </em>oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas</em><br><em>                    </em> <em>rechts: Versiegelung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der äußeren, anorganischen siliziumbasierten hitzebeständigen Scheibe (oben) ist der Schaden entstanden und diese Scheibe ist noch nicht druckentlastend. Sie ist aber bereits umschlossen von der Hitzeisolierung, die das ganze Rückkehrteil umschließt. Die inneren, metallsilikatbasierten Scheiben sind in eine versiegelnde Schicht eingebettet, ähnlich wie die Dichtungsgummis am Koppelstutzen. Die beiden inneren Glasschichten weisen Temperaturen nahe dem mittleren und normalen Temperaturbereich auf, was die Abdichtung erleichtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückflug der Besatzung der CSS mit dem Raumschiff Shenzhou-20 war geplant. Vor dem Ablegetermin wurden am 04.11.2025 die Funktionen und der Zustand der Rückkehrkapsel von Shenzhou-20 routinemäßig überprüft. Bei der Inspektion des Zustandes der Sichtfenster fielen dem Piloten von Shenzhou-20 Verletzungen am Sichtfenster auf der Seite des 1. Flug-Ingenieurs auf, wovon er von innen einige Fotos machte und diese an die Chinesische Raumfahrtbehörde schickte. Darauf war, etwas undeutlich, eine Scharte und eine dreieckige Absplitterung der äußeren Scheibe am Rand dieses Sichtfensters zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mission &#8222;Notfallreaktion&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin war ein Rückflug der Besatzung von Shenzhou-20 fraglich geworden und es wurde sofort eine Expertenkommision zusammengeholt. Diese organisierte umgehend Simulationsanalysen und experimentelle Überprüfungen, passte den Missionsplan an, aktivierte Notfallmaßnahmen, und entschied auch, dass sofort damit begonnen wird hochauflösende Fotos der Schadensstelle anzufertigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da eine Rückkehrkapsel beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, auch an der Schadstelle, Reibungstemperaturen von über 1.000 °C ausgesetzt sein dürfte, wurde die Shenzhou-20 im Ergebnis als ungeeignet für eine bemannte Rückkehr eingestuft und die Rückkehr der Taikonauten verschoben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/BACC: Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20 Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters." data-rl_caption="" title="Bild CMSA/BACC: Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20 Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150350" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/BACC: </mark>Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20</em><br><em>Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14.11.2025, ist die Besatzung Shenzhou-20 mit dem Raumschiff Shenzhou-21 in der Inneren Mongolei gelandet. Damit war ein Anlegeplatz für ein nächstes Shenzhou Raumschiff freigeworden und Shenzhou-22 wurde dann am 25.11.2025 als &#8222;Notfallreaktion&#8220; ohne eine Besatzung, aber mit 600 kg Material und Versorgungsgütern für die beiden Besatzungen auf der CSS gestartet. Bei der Pressekonferenz der Shenzhou-20 Besatzung betonten die Rückkehrer auch, dass die ihnen gegebenen Aufgaben sie, in der &#8222;Wartezeit&#8220; auf den dann endgültigen Plan, psychisch und physisch stabil gehalten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Untersuchung des Bullauges</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Taikonauten von Shenzhou-20 fotografierten die Anomalie dann gemäß den Anweisungen aus verschiedenen Winkeln, Vergrößerungen und unter verschiedenen Lichtverhältnissen von innen. Das Team von Shenzhou-21 führte am 09.12.2025 einem Aussenbord-Einsatz mit der Unterstützung durch den Roboter-Arm durch und fertigte dabei mit einer hochauflösenden Kamera auch noch Nahaufnahmen des beschädigten Fensters der Rückkehrkapsel an.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/BACC: Feitian-Anzug B (blau) verpackt" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/BACC: Feitian-Anzug B (blau) verpackt" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150353" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/BACC</mark>: Feitian-Anzug B (blau) verpackt</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung der Fracht zur Rückkehr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Li Liang, Ing. des BACC, erläuterte den Teil des Notfallplans der sich mit der Rüchführung der Landekapsel befasst und erklärte, dass die Beladung der Kapsel sehr genau erfolgen muss. Eine unbemannte Konfiguration, kombiniert mit den mehreren großen Nutzlasten, die das Raumschiff transportiert, führt zu einer deutlich anderen Massenverteilung als bei einer Standardmission mit Besatzung. Daher mussten die Taikonauten vor der Rückkehr des Raumschiffs die Nutzlast sorgfältig ausbalancieren und den Schwerpunkt des Raumschiffs beibehalten, um die Stabilität während der Rückkehr zu gewährleisten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CCTV 13: EVA-B Anzug blau" data-rl_caption="" title="Bild CCTV 13: EVA-B Anzug blau" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150355" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CCTV 13</mark>: EVA-B Anzug blau</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Feitian-Anzug B gehörte zur Fracht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text, der Kamera der Rückkehrkapsel aus Shenzhou, auf dem Bild der beladenen Rückkehrkapsel, das vom Flugleitzentrum in Peking empfangen wurde, zeigt auch, dass die Geräte auf der Landekapsel stabil (über die &#8222;Himmels-Brücke&#8220;, dem Sat.-System Chinas) mit dem Peking Raumfahrt Kontroll-Zentrum (BACC) verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Feitian-EVA-Anzug liegt verpackt auf dem mittleren Sitz der SZ-20 Kapsel und ragt etwas über die beiden Nachbarsitze. An den Befestigungspunkten , die für die Kniehalterungen der Taikonauten gedacht sind, ist das Paket mit dem Anzug gegen Umherfliegen bei der Landung gesichert. Links oben ist das intakte Bullauge zu sehen, rechts unten sieht man die Kopfschale des Sitzes von Flug-Ing. 2, dort befindet sich das betroffene Bullauge. Dieser Feitian-EVA-Anzug B wurde von 11 Taikonauten bei 8 bemannten Raumflügen verwendet. Es sind weitere Pakete und Teile am Fußende und Kopfende des mittleren Sitzes und auf der Innenseite des dahinterliegenden Hauptfallschirm-Containers auszumachen, die gut verzurrt mit auf die Rückreise gehen sollen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/FCS: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/FCS: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150357" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/FCS</mark>: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/CNSA: Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/CNSA: Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150360" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/CNSA:</mark> Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landung erfolgte ohne Zwischenfälle, jedoch stand die Kamera etwas zu niedrig, sodass man nur die Staubwolke nach dem Abbremsen der Kapsel, aber nicht die Kapsel selbst sehen konnte. Auch die Bilder vom Hubschrauber aus zeigen nur den relativ ruhigen Zusammenfall des Fallschirms. Die ersten Bilder zeigten dann schon die stehende Kapsel mit dem am Boden liegenden Fallschirm und die Bergemannschaft, die deutlich kleiner war, als wenn eine Besatzung gelandet wäre. Die erste Arbeit der Experten vorort war das Anbringen einer Abdeckung der Schadstelle. Diese dient offenbar dem Schutz der Schadstelle vor Veränderung und Schmutzteilchen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/weipu/NSF: Erste Güter werden entnommen" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/weipu/NSF: Erste Güter werden entnommen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150362" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/weipu/NSF</mark>: Erste Güter werden entnommen</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich erkennt man, dass diese Schutzmatte nicht mit im All war, sondern noch neu ist. Auf dem Bild liegt die zusammengeklappte, an die Kapselkontur angepasste Leiter, mit deren Hilfe das untere Seil mit dem Schloss des Fallschirms zurück in den Container des Hauptfallschirms (große runde Öffnung) gelegt wurden. Das über der Schutzmatte befindliche Funk- und Lichtbakensystem wurde damit ebenfalls deaktiviert. Nachdem alle Sicherungsmaßnahmen an der Kapsel erfolgt waren, wurden die beiden Sichtfenster mit Abdeckscheiben , die von einem blauen Spanngurt gehalten wurden, für den Abtransport mit dem Bergetransporter vorbereitet. Zum Entladen wurde dann die Arbeitsbühne aufgestellt und die zurückgebrachten Güter über die Rutsche zu Boden gelassen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-4778f047"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMS/CNSA: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben" data-rl_caption="" title="Bild CMS/CNSA: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="250" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-150364" style="width:250px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1.jpg 250w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMS/CNSA</mark>: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem mehrere Pakete und Teile aus der Rückkehrkapsel SZ-20 gehoben wurden, wird nun auch vom Kran des Bergetransporters das Paket mit dem Feitian-EVA-Anzug herausgezogen. Er ist der erste Raumanzug für Außenbordeinsätze, der das Ziel &#8222;4 Jahre, 20 Nutzungen&#8220; für die CSS Tiangong erreicht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit hat die Landung der beschädigten Rückkehrkapsel von SZ-20 noch ein gutes Ende genommen, es hätte auch schlimmer kommen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Meldung besagt, dass sie sich in den Händen der Pekinger Fachleute befinden soll…</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-e16fe4e2"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20422.msg583261#msg583261" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou-20 auf CZ-2F Y20</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein neuer Palast am Himmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2016 20:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 2]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumlabor]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=6112</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 15. September 2016 startete China sein zweites Weltraumlabor genannt „Tiangong 2“ (Himmelspalast 2) vom „Jiuquan Satellite Launch Centre“ im chinesischen Teil der Wüste Gobi. Wie das Labor Tiangong 1, das im September 2011 startete, dient die Station zur Entwicklung und Erprobung der notwendigen Technologien für eine dauerhaft bemannte chinesische Raumstation. Autor: Star-Light, Quelle: CCTV. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 15. September 2016 startete China sein zweites Weltraumlabor genannt „Tiangong 2“ (Himmelspalast 2) vom „Jiuquan Satellite Launch Centre“ im chinesischen Teil der Wüste Gobi. Wie das Labor Tiangong 1, das im September 2011 startete, dient die Station zur Entwicklung und Erprobung der notwendigen Technologien für eine dauerhaft bemannte chinesische Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Star-Light, Quelle: CCTV.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/CCTV3g.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/CCTV3k.jpg" alt="" /></a><figcaption>Tiangong 2 auf dem Weg zum Startplatz<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">China betreibt seit Jahren ein ehrgeiziges bemanntes Weltraumprogramm und baut dabei schrittweise auf dem bisher erreichten auf. Tiangong 1 bildete den Grundstein für die geplante permanente Raumstation. Im Jahre 2011 gestartet, erhielt sie in den beiden darauf folgenden Jahren zweimal Besuch von der Erde. Nun folgt der nächste Schritt. Tiangong 2 soll drei wichtige Ziele erreichen: Den Aufenthalt einer zweiköpfigen Besatzung über einen Zeitraum von 30 Tagen ermöglichen, die Versorgung und Betankung des Labors im All und die Durchführung einer Vielzahl unterschiedlicher wissenschaftlicher Experimente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch dieses Jahr soll die erste Crew ihre Arbeit in der Raumstation aufnehmen. Sie soll im Oktober mit dem Raumschiff Shenzhou-11 an der Raumstation andocken und die bisher größte Anzahl an Experimenten während einer bemannten chinesischen Mission im All durchführen. An Bord befindet sich unter anderem eine in China entwickelte Atomuhr, die noch genauer sein soll als die bisher präziseste Atomuhr aus den USA (am US-Institute of Standards and Technology in Boulder, Colorado entwickelt). Die neue Atomuhr soll unter anderem später auch im chinesischen Satellitennavigationsprogramm Beidou zum Einsatz kommen. Weiterhin befindet sich an Bord ein Detektor der Gammablitze, oder auch Gamma-ray Bursts beobachten soll. Weitere Experimente im Bereich der Kommunikation, der Materialforschung und der Biologie gehören ebenso zum Aufgabenspektrum der Taikonauten (so ist der Name der chinesischen Raumfahrer).</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/CCTVg.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/CCTVk.jpg" alt="" /></a><figcaption>Tiangong 2 Start<br>(Bild: CCTV China)</figcaption></figure></div>
</div></div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 2 ist keine Neuentwicklung, sondern die weiterentwickelte „Schwester“ von Tiangong 1. Zunächst wurden 2 identische Module gebaut, von der eines 2011 als Tiangong 1 ins All startete. Das zweite Modul blieb als „Backup“ am Boden und wurde nun mit den Erkenntnissen aus der Tiangong 1 Mission weiterentwickelt. Neu bei Tiangong 2 ist unter anderem ein Robotergreifarm und ein Minisatellit namens Banxing 2. Er kann sein „Mutterschiff“ umkreisen, um Fotos zu machen. Der 10 Meter lange Robotergreifarm soll unter anderem die Taikonauten bei Außenbordeinsätzen unterstützen, ähnlich wie auf der ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Premiere wird der erste autonome Raumtransporter „Tianzhou-1“ sein, der Anfang des kommenden Jahres an der Station andocken soll, um die Möglichkeit der Versorgung und Betankung der Station im All zu demonstrieren. Anschließend wird Tiangong 2 seinen unbemannten Flug fortsetzen und noch einige Zeit um die Erde kreisen, um dem Team im Kontrollzentrum die Möglichkeit zu geben weitere Erfahrungen für den Betrieb einer Raumstation im Orbit zu sammeln. Dies alles sind Schritte hin zu einer großen, modular aufgebauten, permanenten Station, die ca. 2022 fertiggestellt sein soll. Sie wird mit einer Masse von ca. 60 t allerdings wesentlich kleiner sein, als die ISS mit ihren 420 t Gesamtmasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit März diesen Jahres besteht kein Kontakt mehr zu Tiangong 1. Mit einem unkontrollierten Wiedereintritt ist in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 zu rechnen. Die Verantwortlichen betonten jedoch, dass das Weltraumlabor alle Missionsziele erreicht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Technische Daten von Tiangong 1 &amp; 2:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durchmesser:                                                                                     3,35 m<br>Länge:                                                                                                 10,40 m<br>Spannweite der Solarpaneele:                                                    18,40 m<br>Masse:                                                                                                8.600 kg<br>geplante Missionsdauer:                                                               2 Jahre</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong><br><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11133.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 2 &#8211; zweites chinesisches Weltraumlabor</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>China: Keine Daten mehr vom Weltraumlabor Tiangong 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-keine-daten-mehr-vom-weltraumlabor-tiangong-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2016 16:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumlabor]]></category>
		<category><![CDATA[Xinhua]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua teilte mit Datum vom 21. März 2016 mit, dass das Stationsmodul Tiangong 1 bisher zur Verfügung gestellte Datendienste nicht mehr bereitstellt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: asianscientist.com, CNSA, sinodefence.com, South China Morning Post, Xinhua. Mit Bezug auf ein chinesisches Büro für bemannte Raumfahrtangelegenheiten berichtete Xinhua, dass das erste chinesische [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua teilte mit Datum vom 21. März 2016 mit, dass das Stationsmodul Tiangong 1 bisher zur Verfügung gestellte Datendienste nicht mehr bereitstellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: asianscientist.com, CNSA, sinodefence.com, South China Morning Post, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/TG1ArtCMSA800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/TG1ArtCMSA260.jpg" alt="Tiangong 1 über der Erde - künstlerische Darstellung
(Bild: CMSA)"/></a><figcaption>Tiangong 1 über der Erde &#8211;<br> künstlerische Darstellung<br>(Bild: CMSA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Bezug auf ein chinesisches Büro für bemannte Raumfahrtangelegenheiten berichtete Xinhua, dass das erste chinesische Weltraumlabor Tiangong 1 (&#8222;himmlischer Palast 1&#8220;) nach 1.630 Tagen aktivem Betrieb im All die Bereitstellung von Daten eingestellt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Funktionen des Weltraumlabors seien nach einer Betriebszeit von rund zweieinhalb Jahren abgeschaltet worden, obwohl sich das Labor noch auf dem vorgesehenen Orbit befindet, schrieb Xinhua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die South China Morning Post meldete, vor Kurzem habe das Labor versagt, und die Datenbereitstellung sei offiziell beendet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das seit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/china-startet-erste-eigene-raumstation/" data-wpel-link="internal">29. September 2011</a> um die Erde kreisende Labor hat laut Xinhua eine Auslegungsbetriebsdauer von zwei Jahren und lieferte zuletzt unter anderem im automatischen Betrieb gewonnene Aufnahmen zahlreicher abgelegener als auch bevölkerungsreicher Regionen Chinas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Einsatzes war Tiangong 1 von den chinesischen Raumschiffen <a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8-an-tiangong-1-angedockt/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8</a>, Shenzhou 9 und Shenzhou 10 angeflogen worden, und hatte chinesische Raumfahrer und Raumfahrerinnen, sogenannte Taikonauten, aus <a href="https://www.raumfahrer.net/chinesische-raumstation-tiangong-1-bemannt/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 9</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-10-am-himmelspalast-angekommen/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a> beheimatet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Rückkehr von Shenzhou 10 zur Erde im Juni 2013 war die Primärmission von Tiangong 1 offiziell beendet. Während seiner erweiterten Mission erfüllte das Labor im automatischen Betrieb Aufgaben in den Bereichen Raumfahrttechnologie, Erdbeobachtung und Weltraumwetter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für chinesische Wissenschaftler und Techniker stellte Tiangong 1 eine wertvolle Gelegenheit zum Erlernen der Konstruktion eines Raumstationsmoduls und des Managements des Raumstationsbetriebs dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das rund 10,4 Meter lange Labor mit einem Durchmesser von maximal rund 3,35 Metern und einer Masse von rund 8,5 Tonnen wird in den kommenden Monaten kontinuierlich an Flughöhe verlieren. Dabei wird es nach Angaben aus China sorgfältig überwacht. Letztlich wird Tiangong 1 irgendwann in den nächsten Monaten sein Ende bei einem zerstörerischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob chinesische Raumfahrtkontrollzentren derzeit noch in der Lage sind, das Labor aktiv zu steuern, wurde in aktuellen Meldungen aus China nicht mitgeteilt. Ebenso wurden keine Angaben dazu gemacht, ob es beabsichtigt oder möglich ist, das Labor aktiv und gezielt zu einem definierten Wiedereintrittsfenster in der Hochatmosphäre zu lenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 war nur in der Lage, für rund zwei Wochen im bemannten Betrieb zu arbeiten. Beispielsweise gibt es an Bord keine Anlage zur Erzeugung von Sauerstoff und nur ein einfaches experimentelles System zum Recycling von Wasser. Das Nachfolgelabor Tiangong 2 soll eine Besatzung für einen Zeitraum von bis zu einem Monat aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Tiangong 2 an der Spitze einer Rakete vom Typ Chang Zheng 2F (&#8222;Langer Marsch 2F&#8220; / CZ 2F bzw. LM 2F) vom Satellitenstartzentrum Jiuquan aus ist derzeit für das dritte Quartal 2016 vorgesehen. Das verbesserte und erweiterte Labor soll in der Folge nicht nur vom mit zwei Taikonauten bemannten Raumschiff Shenzhou 11 im vierten Quartal 2016 angeflogen werden, sondern zum ersten Mal in der chinesischen Raumfahrt auch von einem unbemannten Versorger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der unbemannte Versorger wird Tianzhou 1 (&#8222;himmlisches Schiff 1&#8220;) genannt. Er hat die Aufgabe, neben festen Gütern auch Treibstoffe zu liefern und Tests des Umpumpens von Flüssigkeiten aus einem Raumfahrzeug in ein angedocktes zweites zu ermöglichen. Laut aktueller Planung erfolgt der Transport des Versorgers ins All voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2017 vom Startzentrum Wenchang auf der Insel Hainan aus. Als Trägerrakete soll dabei die derzeit in der Entwicklung befindliche Chang Zheng 7 zum Einsatz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2020 etwa will China schließlich den Aufbau einer mehrteiligen, multifunktionalen und dauerhaft zu besetzenden Raumstation beginnen. Rund zwei Jahre später möchte man den Bau dieser Station abschließen. Dann könnte auch ein Stationsmodul mit einem Teleskop realisiert sein, das laut jüngster Informationen die Leistungen des Weltraumteleskops Hubble übertreffen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.820 und als COSPAR-Objekt 2011-053A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.msg61307#msg61307" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 1 &#8211; Chinas erstes Raumlabor</a></li></ul>
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		<item>
		<title>26. ASE Kongress in Köln &#8211; Fünfter Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-in-koeln-fuenfter-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2013 20:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand vom 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen. Am letzten Tag ging es vor [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand vom 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen. Am letzten Tag ging es vor allem um die Eröffnung des :envihab.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: RN.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>5. Juli 2013 – Eröffnung :envihab Köln Porz </strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Eröffnung des :envihab 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz fertig ist es noch nicht, zum Toilettengang musste man sich draußen auf die provisorische Toilette begeben, aber im Rahmen des ASE-Kongresses wurde am 5. Juli in Köln-Porz auf dem DLR-Gelände das Forschungszentrum :envihab eröffnet. Hier soll in Zukunft die Rehabilitation der ESA-Astronauten nach ihren Langzeitmissionen stattfinden. Momentan passiert dies noch in Houston / USA. Auch soll bei :envihab normale medizinische Forschung betrieben werden, die für das irdische Leben und für die Alltagswissenschaften wichtig ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierzu hat :envihab verschiedene Forschungseinrichtungen. Mit einer vierarmigen Kurzarmzentrifuge kann Forschung über Knochenabbau betrieben werden. Die Zentrifuge hat unter anderem einen Arm mit Fahrradergometer. Man kann mit der Zentrifuge beispielsweise Forschung über Knochen- und Muskelschwund sowie über Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreiben. Es haben schon einige Reha-Kliniken geäußert, diese Zentrifuge auch für ihre Patienten einsetzen zu wollen. Dieses wolle aber :envihab noch nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hat :envihab eine PET-MRT-Anlage. MRT-Anlagen sind allgemein aus Krankenhäusern bekannt. Die Anlage bei :envihab hat zusätzlich einen Apparat für Positronen-Emissions-Tomographie, mit dem man in 3D sehen kann, welche Gehirngegend in wiefern aktiv ist. Im Gegensatz zu Krankenhäusern, wo die Apparatur sich weiter entfernt befindet von den Patienten, steht die Anlage bei :envihab direkt neben den Probanden. Auch kann man mit dem PET-MRT den Salzgehalt im menschlichen Körper bestimmen. Reinhold Ewald hatte nach seiner Mir-Mission in seinem Körper auffällig viel Salz gespeichert. Auch speichern ältere Leute sowie Menschen mit hohem Blutdruck mehr Salz oder weniger Wasser. Herkömmlicherweise wurde dies durch osmotische Effekte erklärt, es wird aber nun davon ausgegangen, dass die Salzspeicherfähigkeit des menschlichen Körpers durch das Immunsystem reguliert wird. Hier tut sich ein neues Forschungsgebiet auf. In Zukunft werden die MRT-Untersuchungen bei den europäischen Astronauten nach ihren Langzeitmissionen direkt in Köln durchgeführt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Kurzarmzentrifuge des :envihab 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schlaflabor im :envihab hat zwölf Betten, in denen die Probanden mit den Füßen in einem Winkel von 6° nach oben liegen. Man kann hier die Probanden völlig von der Außenwelt abschotten, das Lichtspektrum beeinflussen sowie das Tageslicht völlig ausschließen. Das ist wichtig, um die Wirkung von beispielsweise Schichtarbeit auf den menschlichen Körper zu erforschen. Auch lässt sich der Gehalt von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff vergleichbar mit der ISS einstellen. Im Schlaflabor sollen zwei- bis dreimonatige Bettruhestudien durchgeführt werden, bei denen die Probanden weder sitzen noch aufstehen sollen. Auch Duschen und „Toilettengänge“ sollen im Liegen passieren. Das Schlaflabor soll als irdisches Referenzlabor benutzt werden, weil nicht alles an Astronauten getestet werden kann und darf, und dies auch zu teuer wäre. Da die NASA auf der Erde noch kein Referenzlabor hat, möchte die DLR hierfür mit der NASA zusammenarbeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch lässt sich mit dem Schlaflabor die Psyche der Probanden testen. Zum Beispiel kann man den Effekt von blauem Licht, wie es von Fernsehern und Computern ausgestrahlt wird, auf den Menschen untersuchen. Blaues Licht unterdrückt die Melatoninbildung im Körper, deshalb kann man oftmals nicht direkt einschlafen, nachdem man am Computer gesessen hat. Von außen Blut von schlafenden Probanden abnehmen lässt sich im Schlaflabor auch. Ebenfalls kann man dort das Geräuschniveau der ISS simulieren. Auf der Raumstation ist man 24 Stunden am Tag einem gewissen Geräuschpegel ausgesetzt, und es hat Raumfahrer gegeben, die mit Lärmschäden von der Raumstation Mir zurückgekehrt sind. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_3.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Kopplungstraining 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Experiment ist das Kopplungstraining. Hierbei testen Psychologen, ob während der Langzeitstudien die Fähigkeit der Probanden zu normalen Raumfahrtaktivitäten &#8211; wie Andocken und das Bedienen des Roboterarms – gleich bleibt oder abnimmt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Disziplin, die eigentlich nicht zum :envihab gehört, hat sich auch vorgestellt: die Luftfahrtmedizin, die in einem anderen Gebäude in Köln-Porz arbeitet. Diese hat Module für PilotInnen und FlugbegleiterInnen, um sie auf Flugtauglichkeit zu untersuchen. Die ESA-Astronauten des EAC unterziehen sich ebenfalls einmal im Jahr diesen Tauglichkeitsuntersuchungen. Auch ist es die Rolle der Luftfahrtmediziner, beratend bei Experimenten mitzuhelfen, die medizinisches Wissen erforden, sowie die Astronauten bei Tauchbecken-Simulationen zu unterstützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astrobiologie stellte sich ebenfalls vor. Sie erforscht den Einfluss kosmischer Strahlung auf biologische Systeme. Man erhofft sich Antworten auf Fragen zum Leben im All und zum Strahlungsklima auf eventuell astrobiologisch relevanten Planeten. Ebenso wird die Psychologie des Aufenthaltes in isolierten Gegenden, wie der Antarktis, untersucht, und die mikrobiologische Kontamination auf der ISS und in der antarktischen Forschungsstation Concordia. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wird Herz-Kreislaufforschung betrieben. Das geschieht durch Experimente zur Sauerstoffreduzierung und zum Muskel- und Knochenabbau. Für letzteres drehte man den Probanden Schrauben in die Knochen und ließ sie anschließend Übungen machen. Auch arbeitet man mit einem Unterdruckgerät, mit dem das Blut in die Beine gesaugt und anschließend geschaut wird, wie es sich wieder über den Körper verteilt. Ebenfalls wird über Höhenphysiologie geforscht und über Flug- und Bahnlärm sowie Ermüdungseffekte bei Piloten. Im Baro-Komplex wird der Luftdruck abgesenkt und die Leistungsfähigkeit des Menschen unter diesen Bedingungen untersucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Raumfahrtforschung für die Umwelt wird ebenfalls eingegangen, so lassen sich Energieversorgungs- und Müllentsorgungssysteme für die bemannte Raumfahrt längerfristig auch für irdische Zwecke einsetzen. Bei :envihab lassen sich zum Beispiel länger dauernde Flüssigkeitsexperimente zu diesen Themen durchführen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_4.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Alle deutschen Raumfahrer 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Presseführung folgte die offizielle Eröffnungszeremonie, bei der nicht nur ein großer Teil der ASE-Kongressteilnehmer anwesend war, sondern vor allem alle zehn lebenden deutschen Raumfahrer: von Sigmund Jähn, der 1978 als damaliger DDR-Bürger die Erde umkreiste, bis zum ESA-Astronauten Alexander Gerst, dessen ISS-Langzeitaufenthalt für 2014 geplant ist. So wurde das :envihab dann mit einem Druck auf den Knopf, der die Zentrifuge zum ersten Mal betätigt, offiziell eröffnet. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-in-koeln-fuenfter-tag/" data-wpel-link="internal">26. ASE Kongress in Köln &#8211; Fünfter Tag</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>26. ASE Kongress in Köln &#8211; Vierter Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-in-koeln-vierter-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jul 2013 09:19:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36851</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 4. Juli war der Vormittag des ASE-Kongresses der Erdbeobachtung gewidmet. Am Nachmittag gab es dann ein Vortragsprogramm zur kommerziellen Raumfahrt. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN. Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 4. Juli war der Vormittag des ASE-Kongresses der Erdbeobachtung gewidmet. Am Nachmittag gab es dann ein Vortragsprogramm zur kommerziellen Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Mülle</a>r. Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Ulrich Walter 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen. Prominenteste Anwesende waren der Russe Alexej Leonow, der 1965 mit Wosschod 2 den ersten Ausstieg aus einem Raumschiff unternommen hatte, sowie Apollo-9-Astronaut Rusty Schweickart, außerdem viele russische Kosmonauten aus den Saljut und Mir-Programmen, amerikanische Veteranen aus dem Space-Shuttle-Zeitalter, internationale europäische und asiatische ehemalige Raumfahrer, aktive amerikanische und russische ISS-Astro- und Kosmonauten sowie die beiden chinesischen Raumfahrer (Taikonauten) Yang Liwei und Liu Boming. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Organisiert hatte den Kongress dieses Jahr der deutsche Mir-Raumfahrer Reinhold Ewald. Die ASE ist eine 1985 gegründete Non-profit-Vereinigung all jener, die jemals im Weltraum waren, und hat jetzt 375 Mitglieder aus 35 Ländern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltungen des Kongresses fanden an verschiedenen Orten statt: Köln, Aachen, Bonn, Porz-Wahnheide. Teils waren sie öffentlich, teilweise waren es technische halböffentliche Sitzungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Juli 2013 – Bonner Wasserwerk </strong>
<br>
Am Donnerstag, dem 4. Juli, fanden in Zusammenarbeit mit der UN die technischen Sitzungen im Bonner Wasserwerk statt, einem ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Themen am Vormittag waren dann auch Weltraum, Nachhaltigkeit und Umwelt. Mark Doherty von der ESA beschrieb die verschiedenen europäischen Projekte der Erdbeobachtung aus dem Weltraum für den Umweltschutz, wie zum Beispiel ERS-1 zur Messung der globalen Temperatur der Erdoberfläche, Envisat zur Beobachtung der Luftqualität durch NO<sub>2</sub>-Messungen, SMOS zur Erfassung der globalen Bodenfeuchtigkeit und Proba-V zur Überwachung der globalen Vegetation. Dr. Juan Carlos Villagrán de León, Chef von UNOOSA / UN Spider in Bonn, stellte daraufhin die Arbeit des UN Office for Outer Space Affairs (UNOOSA) vor, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, internationale Zusammenarbeit in der friedlichen Nutzung und Erforschung des Weltraums zu fördern, um Entwicklungen zum Guten für die Menschheit zu ermöglichen. 
<br>
Kosmonaut Viktor Sawinych kommentierte die Präsentationen mit der Bemerkung, dass die ersten verwertbaren Informationen zur Klimaänderung eigentlich erst durch die bemannte Raumfahrt gekommen sei. Mit Satelliten lasse sich wohl das eine oder andere im Auge behalten, aber Astronauten und Kosmonauten, die heute in den Weltraum gehen, bekämen genaue Anweisungen, wie sie Umweltdaten zu messen haben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilnehmer am Pressegespräch in der Mittagspause waren Dr. Juan Carlos Villagrán de León, Dr. Jakob Rhyner (UN Bonn), Dr. Gerd Gruppe (DLR), Astronaut Gerhard Thiele (STS-99; jetzt ESTEC, Noordwijk, Niederlande), Dr. Robert Backhaus (DLR) und Prof. Ulrich Walter (STS-55; jetzt TU München, Garching). Hauptthema war ebenfalls das UN-Spider-Programm, und dessen Bezug zur bemannten Raumfahrt. Hauptanliegen des Programms ist es, die verschiedenen möglichen Anwendungen, die aus der Raumfahrt für den Katastrophenschutz zu verwenden sind, zu koordinieren. Größtenteils findet Katastrophenschutz aus dem All mit Satelliten statt. Die bemannte Raumfahrt könne dadurch helfen, dass Astronauten neue Systeme erst mal erproben könnten. Dies sei preiswerter, als unbemannte Probeflüge. Wo Menschen besser geeignet seien, solle man Menschen einsetzen, und wo Roboter besser hin passen, solle man Roboter einsetzen. Das erste digitale Höhenmodell ist auf einer bemannten Mission erstellt worden: STS-99, an der Gerhard Thiele teilgenommen hatte. Für nachhaltige Entwicklung brauche man ein Systemverständnis der Erde und um dieses an die Öffentlichkeit zu bringen, seien Astronauten die geeigneten Botschafter, so Dr. Backhaus. Allerdings, so betonte Prof. Ulrich Walter, seien die Raumfahrer Botschafter für die Öffentlichkeit und ließen sich nicht vor den Karren der Industrie spannen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="240" height="360"/></a><figcaption>
Pamela Melroy 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gefragt, ob es möglich sei, die Daten der verschiedenen Satelliten irgendwo zu zentralisieren, gab man an, das sei eine Wunschvorstellung. Es gibt verschiedene Satellitenbetreiber – staatliche, öffentlich-private sowie kommerzielle – die auch jeweils ihren eigenen Datenempfang und ihre eigene Datenarchivierung für ihre Satellitenmissionen haben. UN Spider könne zwar informieren, was wann wo verfügbar und zugänglich ist, jedoch wollen alle verschiedenen Parteien und Institute mit ihren Daten Geld machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Sammelstelle für Satellitendaten fungiere das DFD (Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum) in Oberpfaffenhofen, so Gerd Gruppe, allerdings sammeln die privaten Unternehmen ihre Daten selbst aus kommerziellen Interessen. Auch gäbe es das Programm Kopernikus (früher GMES) der Europäischen Union, das Umweltdaten von Satelliten und Messstationen an Land, auf See und in der Luft zusammenträgt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachmittag war der kommerziellen Raumfahrt in Europa und in den USA gewidmet. Die Sicht der europäischen Industrie zur bemannten Raumfahrt nach der ISS beschrieb dann Bart Reijnen, Direktor der Astrium-Niederlassung Bremen, der in seinem Vortrag neue Konzepte der kommerziellen bemannten Raumfahrt – auch in Kombination mit Robotern und unbemannten Fahrzeugen – vorstellte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Astronautin Pamela Melroy berichtete über kommerzielle US-Projekte, bei denen NASA-Astronauten mitarbeiten, wie zum Beispiel Dragon und Falcon der Firma SpaceX mit Garrett Reisman, Boeing CST-100 mit Chris Ferguson, Sierra Nevada Dream Chaser mit Jim Voss, Steve Lindsey und Lee Archambault sowie suborbitale Projekte wie Spaceship 2 und XCOR mit Rick Searfoss. Searfoss selbst berichtete daraufhin über das suborbitale Flugzeug Lynx. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_small_3.jpg" alt="Kirsten Müller" width="240" height="360"/></a><figcaption>
Jim Voss 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jim Voss hielt einen Vortrag über das Projekt Dream Chaser, bei dem viel übernommen wurde von anderen Systemen wie dem Space Shuttle, SpaceShip One, Orion und der ISS. Es wird erwartet, dass der Dream Chaser 2017 mit einer Besatzung von vier Personen in den Orbit fliegen wird. Insgesamt soll das Raumschiff 7 Leute aufnehmen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA-finanzierte Organisation CASIS wurde von Bonnie Dunbar vorgestellt. Zuerst  erzählte sie dem Publikum aber, sie sei am Tag vorher in Konstanz bei einer Schulklasse gewesen, die noch nie etwas von der ISS gehört habe. CASIS hat sich zum Ziel gesetzt, die industriellen Parteien von den Vorzügen der ISS für die Nation zu überzeugen sowie die wissenschaftliche und die Öffentlichkeitsarbeit dazu zu unterstützen. Als Beispiele wurden einige Forschungsbereiche genannt, wie Mikrogravitationsforschung, Biologie, Physik, Materialwissenschaften und Erdbeobachtung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beendet wurde die Sitzung mit einem kurzen Schülerkonzert, und die Raumfahrer ließen den Tag mit einer Rheinfahrt ausklingen. </p>
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		<item>
		<title>26. ASE-Kongress &#8211; Zweiter (und dritter) Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-zweiter-und-dritter-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jul 2013 16:37:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Alexej Leonow]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Luca Parmitano]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen]]></category>
		<category><![CDATA[Ulf Merbold]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 2. Juli fanden die ASE-Veranstaltungen in Aachen statt. Am 3. Juli nahmen Raumfahrer an verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Bundesgebiet verteilt, teil. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN. Die geschlossene Veranstaltung am Vormittag bei der RWTH Aachen fing mit einer Präsentation von Soichi Noguchi (Japan) und Sergej Wolkow (RUS) über die Geschichte der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 2. Juli fanden die ASE-Veranstaltungen in Aachen statt. Am 3. Juli nahmen Raumfahrer an verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Bundesgebiet verteilt, teil.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Anton Schkaplerow spricht zu seinem letzten Raumflug. 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschlossene Veranstaltung am Vormittag bei der RWTH Aachen fing mit einer Präsentation von Soichi Noguchi (Japan) und Sergej Wolkow (RUS) über die Geschichte der Raumfahrt und des ASE an. Danach hielt der japanische Astronaut Akihiko Hoshide einen Vortrag über seine ISS-Mission 32/33. Der Höhepunkt selbiger war für ihn das Aussetzen des kleinen japanischen Satelliten Kibo. Anton Schkaplerow berichtete vom Training für seine Mission und von der Missionsplanung, untermalt mit russischsprachigen Powerpoint-sheets. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Höhepunkt der Veranstaltung war eine Präsentation der gesamten ISS-33/34-Crew: Oleg Nowizki, Jewgeni Tarelkin und Kevin Ford. Jewgeni Tarelkin benannte dabei, dass in den Jahren 2014 und 2015 auch geplant ist, ein SpaceX-Raumschiff an der ISS andocken zu lassen. Im Anschluss daran präsentierte Jean Francois Clervoy (ESA / Frankreich) über die Beiträge der ESA zur ISS und über die Zukunftsvisionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An einer anschließenden Pressekonferenz nahmen unter anderem Hans Schlegel, ehemaliger Physikstudent an der RWTH Aachen, und Reinhold Ewald, ehemaliger RWTH-Aachen–Dozent, teil. Schlegel erzählte von seiner Mitarbeit bei der Entwicklung des AMS (Alpha-Magnet-Spektrometer), bei der die RWTH Aachen auch einen Anteil gehabt hatte und das in Aachen gebaut worden war. Das wissenschaftliche Denken, das er im Weltraum angewandt habe, habe er bei der RWTH gelernt. Ewald erzählt mittlerweile bei Präsentationen nicht mehr so viele Fakten, weil die seinem Publikum durch soziale Medien mittlerweile sowieso bekannt sind. Viel lieber berichtet er von seinen Erfahrungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachmittags fand auf dem Katschhof in Aachen eine halböffentliche Veranstaltung statt. Dem Publikum als besonders prominente Raumfahrer wurden vorgestellt: Rusty Schweickart (Apollo 9), Alexei Leonow (1. Ausstieg in den freien Weltraum), Reinhold Ewald (MIR 1997) und Sheikh Muszaphar Shukor, der neben seiner Tätigkeit als Arzt und als Astronaut auch als Model gearbeitet hatte. Jetzt sei er aber mehr ein „role model“, Vorbild, für die Jugend. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Shukor, Ewald, Leonow und Schweickardt auf der Bühne 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Dr. Stefan Schael von der RWTH Aachen erzählte dann vom AMS (Alpha Magnetic Spectrometer), das in Aachen gebaut worden war und mit STS 134, der letzten Endeavour-Mission, zur ISS gebracht worden war. Dieser Teilchendetektor ist das größte Experiment auf der ISS. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Attila Wohlbrandt (DLR) demonstrierte das Konzept Science Slam, mit dem man einem allgemeinen Publikum erklären kann, was die Wissenschaft eigentlich macht; dies anhand einer einfachen Demonstration der Schwerkraft und einiger Erklärungen zur Bildung von Dendriten. Diesem Vortrag folgte eine Präsentation über Weltraumschrott und über das Rexus-Programm für Studenten. Dieses beinhaltet, dass kleine Satelliten ein Segel dabei haben, das sie am Ende ihrer Mission entfalten, damit ihr Eintritt und das Verglühen in der Erdatmosphäre schneller gehen. Anschließend wurde nochmals eine Botschaft von Luca Parmitano aus der ISS übertragen, und alle anwesenden 85 Raumfahrer betraten die Bühne. Einige Fragen wurden gestellt, unter anderem, was denn die Familien der Raumfahrer von deren Beruf halten. Ulf Merbold antwortete über seine Weltraummissionen: „Das war das einzige Mal, dass meine Frau genau wusste, wo ich bin!“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch, dem 3. Juli, war „Ausschwärmtag“. Die Raumfahrer nahmen über ganz Deutschland verstreut an über 30 verschiedenen, teilweise internen und teilweise öffentlichen Veranstaltungen teil. </p>
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		<item>
		<title>26. ASE-Kongress Köln &#8211; Erster Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-koeln-erster-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2013 06:54:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexej Leonow]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-koeln-erster-tag/" data-wpel-link="internal">26. ASE-Kongress Köln &#8211; Erster Tag</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: RN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prominenteste Anwesende waren der Russe Alexej Leonow, der 1965 mit Wosschod 2 den ersten Ausstieg aus einem Raumschiff unternommen hatte, sowie Apollo-9-Astronaut Rusty Schweickart, außerdem viele russische Kosmonauten aus den Saljut- und MIR-Programmen, US-amerikanische Veteranen aus dem Space-Shuttle-Zeitalter, internationale europäische und asiatische ehemalige Raumfahrer, aktive US-amerikanische und russische ISS-Astro- und Kosmonauten sowie die beiden chinesischen Raumfahrer (Taikonauten) Yang Liwei und Liu Boming. Organisiert hatte den Kongress dieses Jahr der deutsche MIR-Astronaut Reinhold Ewald. Die ASE ist eine 1985 gegründete Non-profit-Vereinigung all jener, die jemals im Weltraum waren, und hat jetzt 375 Mitglieder aus 35 Ländern.  <br>Die Veranstaltungen des Kongresses fanden an verschiedenen Orten statt: Köln, Aachen, Bonn, Porz-Wahnheide. Teils waren sie öffentlich, teilweise waren es technische halböffentliche Sitzungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Juli – Universität Köln</strong> <br>Bei der Eröffnungsveranstaltung am 1. Juli in der Universität Köln bekam Dr. Heinz Riesenhuber, Bundesforschungsminister während der Regierungszeit von Bundeskanzler Helmut Kohl, den Crystal Helmet Award dafür überreicht, dass er durch seine Arbeit die Raumfahrt nach Europa geholt hat. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Das Präsidium am ersten Kongresstag 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In einer anschließenden Pressekonferenz wurde von verschiedenen Aktivitäten der ASE erzählt; so werden unter anderem Stipendien für junge Leute vergeben und Community-Tage veranstaltet. Auch sind einige Astronauten aktiv in den social media; so gibt es welche, die auf Twitter und Flickr über ihr Training berichten und man kann dem DLR-Tweetup folgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hat sich nach dem Kalten Krieg das Verhältnis der Astro- und Kosmonauten zueinander geändert. Im Prinzip gibt es zwar verschiedene Namen: Astronauten, Kosmonauten und Taikonauten, aber alle trainieren sie für den gleichen Job. Eigentlich gibt es jetzt 3 Gruppen von Raumfahrern: eine, die nur Englisch spricht, eine die nur Russisch spricht und eine, die nach dem Kalten Krieg das Astronautentraining gemacht hat und beide Sprachen spricht. Damit verstehen sie sich jetzt besser und besser. Aktiven NASA-Astronauten ist es seit 1998 erlaubt, an den ASE-Kongressen teilzunehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bemannte Raumfahrt in der Zukunft, 2030, wird von den Anwesenden verschieden gesehen: Dumitru Prunariu, ASE-Gründungsmitglied aus Rumänien, sieht vor sich, dass es dann jede Menge kommerzielle Raumfahrt und vielleicht sogar ein Hotel im Weltraum geben wird, während Kosmonaut Viktor Sawinych das eher skeptisch sieht. Er glaubt nicht, dass ein Mensch jetzt zum Mars fliegen kann, weil die Medizin trotz der technischen Fortschritte die Auswirkungen der kosmischen Strahlung noch nicht im Griff hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Karol Bobko sieht in 10 Jahren wohl das Orion-Programm vor sich, wo Europa das Service-Modul beisteuern möchte. Auch wird dann das US-amerikanische Space Launch System zur Verfügung stehen, eine neue Großrakete. Vor allem denkt er, dass die Raumfahrt &#8211; auch auf der ISS – mehr und mehr kommerziell werden wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachmittags fand die ISS-Themensitzung statt. Nach einer kurzen Vorstellung einiger signifikanter Kongressteilnehmer durch den ehemaligen ESA-Wissenschaftler und IAF-Präsidenten Dr. Berndt Feuerbacher hielt Dr. Rupert Gerzer vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin einen Vortrag über die Fähigkeit des menschlichen Körpers, Salz zu speichern, die Effekte der Schwerelosigkeit auf diese Fähigkeit und die Signifikanz hiervon für das Leben auf der Erde. Auch wurde auf die anstehende Eröffnung des Envihab-Institutes am darauffolgenden Freitag hingewiesen. Dort soll eine Verbindung gelegt werden zwischen Weltraum- und irdischer Medizin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Stephan Hobe erzählte über die Relevanz von Weltraumrecht für Astronauten, und Prof. Dr. Stephan Schlemmer vom 1. Physikalischen Institut der Universität Köln stellte einige Hypothesen in den Raum, ob das Leben auf der Erde eigentlich aus dem Weltraum komme. Dies tat er anhand der Tatsache, dass das Herschel-Observatorium im All komplexe Moleküle gefunden habe, wie zum Beispiel Methanol, polyaromatische Kohlenwasserstoffe, Kohlenmon- und -dioxid, Silikate und Quinon. Auch sind im All Wasser und schweres Wasser angetroffen worden. Anschließend referierte Prof. Dr. Jürgen Stutzki (ESA), Principle Investigator des FT-IR-Instrumentes im Herschel-Observatorium, über Astronomie in der Luft- und Raumfahrt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kevin Ford, Kommandant der vor kurzem aus dem Weltraum zurückgekehrten ISS-34-Besatzung, hielt danach einen Vortrag über seine Mission und ging hierbei vor allem auf die an Bord geflogenen Experimente aus den Bereichen Humanmedizin, Materialwissenschaften, Biologie, Geowissenschaften und Technologie ein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Hans Schlegel referierte über seine beiden Raumflüge. 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die anschließende Frage-Antwort-Sitzung war es möglich, im Vorfeld Fragen per Twitter einzuschicken. Unter anderem wurde gefragt, ob man später auch, wenn man durch privaten Weltraumtourismus ins All gekommen sei, zum ASE zugelassen würde. Antwort auf diese Frage war eigentlich die Anwesenheit des ASE-Mitglieds Anousheh Ansari auf dem Kongress. Ein weiterer Fragesteller schlug vor, mehr Politiker in den Weltraum zu schicken, weil ein Weltraumaufenthalt vielleicht deren Weltbild verändern könne. Hierauf wurde der ehemalige US-Senator Jake Garn vorgestellt, der zur Zeit seines Raumfluges tatsächlich Politiker war. Dieser betonte aber, er sei 25 Jahre lang Pilot gewesen, bevor er in die Politik ging und habe mehr Stunden Flugerfahrung gehabt als so mancher aktive US-Astronaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Zukunft der ISS wünschte man sich, dass diese bis 2025 erhalten bleibt. Kevin Ford gab an, sie sei in guter Verfassung und die Wissenschaftler sollten für die Zukunft mit weiteren neuen Vorschlägen kommen, sie zu nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss kam ein Vortrag des deutschen Raumfahrers Hans Schlegel (STS 55 und STS 122), jetzt Chef der ESA-Astronautenausbildung in Houston. Mit Flugerfahrung sowohl auf einem Spacelab-Flug als auch bei der Mission, die den europäischen ISS-Beitrag Columbus in den Weltraum brachte, konnte er beide Systeme gut miteinander vergleichen. Columbus und Spacelab sind sich ziemlich ähnlich, mit dem Unterschied aber, dass Spacelab in das Space Shuttle integriert werden musste und Columbus an die ISS. Größtenteils zeigte Schlegel während seines Vortrages Impressionen der Columbus-Mission STS 122, und schloss ab mit der Erkenntnis, es gebe auf der Welt 7 Milliarden Raumfahrer und eigentlich sei jeder Mensch ein Astronaut. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-koeln-erster-tag/" data-wpel-link="internal">26. ASE-Kongress Köln &#8211; Erster Tag</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Namen von chinesischen Astronauten entlarvt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/namen-von-chinesischen-astronauten-entlarvt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 21:27:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 9]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonautin]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Namen der zwei Frauen, die in der engeren Auswahl für den Flug mit Shenzhou 9 im Jahr 2012 sind, sind nun an die Raumfahrtcommunity gekommen. Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: NASASpaceFlight.com. Ihre Namen lauten Major Liu Yang und Hauptmann Wang Yaping. Beide sind erfahrene Pilotinnen der Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee und fliegen vor allem [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Namen der zwei Frauen, die in der engeren Auswahl für den Flug mit <i>Shenzhou 9</i> im Jahr 2012 sind, sind nun an die Raumfahrtcommunity gekommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: NASASpaceFlight.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Namen lauten Major Liu Yang und Hauptmann Wang Yaping. Beide sind erfahrene Pilotinnen der Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee und fliegen vor allem Frachtflugzeuge. Ihre Namen waren seit 18 Monaten streng geheim, da China die Namen seiner Raumfahrer erst kurz vor dem Start bekanntgibt. Doch dieses Mal standen ihre Namen auf einem Briefumschlag, der von einer Website für Weltraumbriefmarkensammler angeboten wurde. Dieser stammt offensichtlich aus einem Büro des bemannten chinesischen Weltraumprogramms. Auf diesem haben fünf Männer und zwei Frauen unterschrieben, welche nun als die Gruppe gelten, die zurzeit für die Flüge <i>Shenzhou 9</i> und <i>Shenzhou 10</i> trainiert werden. Dass zwei Frauen auch zum chinesischen Astronautenkader gehören, ist schon länger bekannt und bekräftigte China Anfang November nochmals (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-9-2-taikonautinnen-in-der-engeren-auswahl/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Namen der fünf Männer lauten Zhang Lu, Chen Dong, Cai Xuzhe, Tang Hongbo und Yi Guangfu. Sie gehören höchstwahrscheinlich zur neusten Astronautengruppe Chinas und werden wohl auch neben den Flügen <i>Shenzhou 9</i> und <i>Shenzhou 10</i>, welche beide die Raumstation <i>Tiangong 1</i> zum Ziel haben werden, auch die beiden Nachfolgestationen, <i>Tiangong 2</i> und <i>Tiangong 3</i>, besuchen. Diese werden gegenüber <i>Tiangong 1</i> modifiziert sein und dienen als Übergang von den ersten, einfachen Raumstationen zur geplanten modularen Raumstation, die China um das Jahr 2020 starten will. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.nasaspaceflight.com/2011/12/philatelic-cover-reveals-the-secret-names-of-second-taikonaut-team/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldung bei NASASpaceFlight.com und Fotos von den Raumfahrerinnen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Shenzhou 7</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CMSEO]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 7]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=59884</guid>

					<description><![CDATA[<p>Chinas dritter bemannter Raumflug war ein weiteres Novum für das Reich der Mitte: neben der ersten Drei-Mann-Besatzung führe man auch den ersten chinesischen Weltraumausstieg durch. Ein Beitrag von Daniel Maurat und Günther Glatzel. Quelle: China Manned Space Engineering Office. Vorgeschichte Schon kurz nach der Landung von Shenzhou 6 im Jahr 2005 war schnell klar, dass [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Chinas dritter bemannter Raumflug war ein weiteres Novum für das Reich der Mitte: neben der ersten Drei-Mann-Besatzung führe man auch den ersten chinesischen Weltraumausstieg durch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat und Günther Glatzel. Quelle: China Manned Space Engineering Office.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorgeschichte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon kurz nach der Landung von <em>Shenzhou 6</em> im Jahr 2005 war schnell klar, dass die nächste Mission einen Weltraumausstieg durchgeführt werden sollte. Auch war das Startdatum schnell festgelegt: da Peking im August 2008 die Olympischen Sommerspiele ausrichten sollte und so die Augen der ganzen Welt auf China gerichtet wären. Man begann also schnell damit, die Raumkapsel zu bauen. Eine Besonderheit der Kapsel war, dass sie, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, kein autonom betreibbares Orbitalmodul verfügte. Ab dieser Mission sollte das Lageregelungssystem und die Solarpaneele weggelassen werden. Hinzugefügt wurde aber eine Luke, durch die das Orbitalmodul zu einer Schleuse wurde, durch die man in den Weltraum aussteigen konnte. Im September 2007 war die Kapsel fertiggestellt und wurde im Laufe der nächsten Monate ausgiebig getestet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7trainingChinaMannedSpaceEngOffice.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7trainingChinaMannedSpaceEngOffice26.jpg" alt="" class="wp-image-65687"/></a><figcaption>Training für den Außenbordeinsatz im Tauchbecken des Pekinger Ausbildungszentrums.
(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Zeit wurden eine Reihe von Taikonauten für den Raumflug vorbereitet, Dazu wurde sogar im Trainingszentrum in Peking ein Tauchbecken, ähnlich denen in anderen Ausbildungszentren, etwa Houston, Moskau oder Köln, angelegt. In dieses wurde eine Attrappe des Orbitalmodules versenkt, an dem die Taikonauten üben konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <em>Shenzhou 7</em> sollte eine weitere Nutzlast gestartet werden: der Satellit <em>BanXing 1</em> (chin. für Begleitsatellit) wurde zunächst an der Front des Orbitalmoduls befestigt und sollte im Weltraum ausgesetzt werden. Danach sollten Raumschiff und Satellit einen Formationsflug durchführen, welcher als Test für ein Rendezvous-Manöver zwischen einem <em>Shenzhou</em>-Raumschiff und einer Raumstation zu sehen ist. Zudem sollte er Bilder vom Raumschiff im Erdorbit machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Novum für China bei dieser Mission sollte die Benutzung eines Datenübertragungssatelliten sein. Dazu startete man im August den Relaissatelliten <em>Tianlian 1</em> in einen geostationären Orbit. Dieser soll, gemeinsam mit anderen Satelliten, später auch zur Datenübertragung mit der chinesischen Raumstation <em>Tiangong</em> genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Startvorbereitungen</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7crewChinaMannedSpaceEngOffice.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="238" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7crewChinaMannedSpaceEngOffice26.jpg" alt="" class="wp-image-65681"/></a><figcaption>Die Besatzung von Shenzhou 7. Von links nach rechts: Jing Haipeng, Zhai Zhigang und Liu Boming.
(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumschiff wurde am 10 Juli 2008 nach Jiuquan gebracht und dort einer Reihe von Tests unterzogen. Am 6. August folger der Nutzlast die Trägerrakete, die <em>Langer Marsch 2F</em>. Ihre Einzelteile wurden zum <em>VAB</em> des Startgelände <em>SLS 1</em> der <em>Launch Area 4</em> des Weltraumbahnhofes Jiuquan gebracht. Am 6. September war die Betankung des Raumschiffes abgeschlossen, kam in ihre Nutzlastverkleidung und wurde zwölf Tage später, am 18 September, auf die Rakete montiert. Zwei Tage zuvor, am 16. September wurde die Crew des Fluges verkündet. Diese war:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Zhai Zhigang</strong>, Kommandant (sollte den Weltraumausstieg durchführen)</li><li><strong>Liu Boming</strong>, Flugingenieur (assistierte Zhai beim Ausstieg und steig auch kurz aus)</li><li><strong>Jing Haipeng</strong>, Pilot (blieb während des Weltraumausstiegs in der Landekapsel)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab auch eine Backup-Besatzung, falls ein Mitglied der Stammbesatzung ausfallen sollte. Diese bestand aus den beiden Mitgliedern von <em>Shenzhou 6</em>, Nie Haisheng und Fei Julong, sowie aus Chen Quan als Kommandant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. September 2008 wurde die fertig montierte Rakete aus dem <em>VAB</em> zu ihrem Startturm transportiert. Dort wurde die Rakete betankt und für den Start getestet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7lauChinaMannedSpaceEngOffice.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7lauChinaMannedSpaceEngOffice26.jpg" alt="" class="wp-image-65683"/></a><figcaption>Start von Shenzhou 7 am 25. September 2008 von Jiuquan.
(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Start (25. September)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa drei Stunden vor dem Start am 25. September 2008 stieg die Besatzung in ihr Raumschiff ein. Während der Wartezeit bis zum Start überprüften sie immer wieder die verschiedenen Systeme des Raumschiffes. Etwa eine halbe Stunde vor dem Start wurde eine Reihe von Arbeitsplattformen zurückgefahren und an der Rakete waren nur noch Treibstoff-, Strom- und Datenleitungen. Diese wurden eine Minute vor dem Start zurückgefahren. Der Start erfolgte schließlich um 21:10.04 Uhr Ortszeit (15:10.04 MESZ). Der Start wurde dabei im Fernsehen übertragen. Nach 583 Sekunden Flug wurde das Raumschiff auf seine Umlaufbahn ausgesetzt und konnte mit seiner Mission beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltraumaktivitäten</strong> (Günther Glatzel, September 2008)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tag 2 (26. September)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während im chinesischen Fernsehen häufige Sondersendungen zu Themen der Raumfahrt ausgestrahlt und die Zuschauer über alltäglich erscheinende Fragen wie das Einnehmen von Mahlzeiten in der Schwerelosigkeit informiert werden, bereiten die Raumfahrer Zhai Zhigang, Liu Boming und Jing Haipeng den geplanten Ausstieg vor. Noch am Freitag wurde mit einer zweiminütigen Zündung der Orbitaltriebwerke des Raumschiffes aus dem leicht elliptischen Orbit ein weitgehend kreisförmiger gemacht. Gegenwärtig fliegt Shenzhou 7 in etwa 343 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 42 Grad. Durch diese Inklination ist es (fast) unmöglich, das Raumschiff von Deutschland aus zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den gesamten heutigen Tag über ist die Besatzung damit beschäftigt, die beiden Raumanzüge auszupacken, zu montieren und probeweise anzulegen. Was man auf der Erde wegen der Schwerelosigkeit nicht trainieren konnte, wird jetzt nachgeholt. Dabei sollen die Taikonauten auch ein Gefühl dafür bekommen, wie sich der Anzug in der Schwerelosigkeit anlegen lässt und wie er sich anfühlt. Für morgen früh, ab 10:30 Uhr MESZ, ist der mittlerweile nur noch mit 20 Minuten Dauer angegebene Ausstieg geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der gesamten Mission werden Bahnverfolgung per Radar sowie Sprach-, Bild- und Datenkommunikation über Bodenstationen und sechs spezielle Schiffe vom Typ Yuanwang (dt. weiter Blick) sichergestellt. Außerdem befindet sich seit April der Relaissatellit Tianlian im Orbit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zahlen und Fakten zur laufenden Shenzhou-Mission</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das an sich für maximal 5 Tage lange Flüge entworfene Raumschiff besteht aus 3 zentralen Komponenten, dem Orbitalmodul, das als Schleuse für den geplanten Ausstieg dient, dem Wiedereintrittsmodul, in dem sich die Besatzung bei Start und Landung aufhält, und dem Antriebsmodul, das die raumflugtechnischen Anlagen enthält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler, Ingenieure und das an der Mission beteiligte Bodenpersonal sind 8 Systembereichen zugeordnet. Diese Bereiche sind zuständig für</p>



<ul class="wp-block-list"><li>die Taikonauten,</li><li>die Weltraumanwendungen,</li><li>das bemannte Raumfahrzeug,</li><li>die Startrakete,</li><li>die Startplattform,</li><li>die Fernsteuer- und Kommunikationsanlagen,</li><li>das Landesystem und</li><li>die Weltraumlabortechnik.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der geplante Ausstieg soll 30 Minuten dauern, aber es wird fast 15 Stunden brauchen, den Raumanzug vorzubereiten und anzuziehen. Zum Programm der geplanten EVA gehört auch, eine auf der Erde 3 Kilo schwere Schmiermittelexperimentapparatur, die außen am Raumschiff montiert ist, ins Innere zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">30 verschiedene Pläne wurden für den Fall entwickelt, dass es bei der EVA zu einem Notfall kommen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 80 verschiedenen Speisevarianten können sich die Raumfahrer während der Mission stärken. Beim vorausgegangenen Flug im Jahr 2005 gab es nur 50 Varianten zur Auswahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tag 3 (27. September)</strong> (<em>Ausstieg</em>) Nachdem gestern die Raumanzüge montiert und getestet wurden, schlossen die Taikonauten Zhai Zhigang und Liu Boming heute gegen 7:30 Uhr MESZ im Schleusenmodul die Luke zum Rückkehrmodul, in dem Jing Haipeng allein verblieb. Nach Überprüfung der Dichtheit stiegen Zhai und Liu in ihre Raumanzüge. Der chinesische Anzug besitzt 10 verschiedene Lagen, um den Raumfahrer zu schützen und hat eine Masse von etwa 120 kg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 9:30 Uhr MESZ begann das Ablassen der Luft aus dem Schleusenmodul. Es wurden Livebilder sowohl aus dem Schleusenmodul als auch aus der Rückkehrkapsel gezeigt. Die 85 cm große Luke soll gegen 10:30 Uhr MESZ geöffnet werden. Zhai soll danach etwa eine halbe Stunde außenbords arbeiten. Dabei soll er ein an der Außenseite befestigtes Experiment demontieren und in das Raumschiff mitnehmen. Liu verbleibt derweil im entkomprimierten Schleusenmodul, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Er trägt im Unterschied zu Zhai einen bewährten Raumanzug russischer Bauart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den direkten Vorbereitungen des Ausstiegs wurde allen drei Taikonauten via Telemedizin eine gesunde physische Verfassung bescheinigt. Außerdem sicherte bzw. verstaute man alle losen Gegenstände im Schleusenmodul. Dieses wird komplett enthermetisiert. Flüssigkeiten, beispielsweise in offenen Speisebehältern, würden im luftleeren Raum sofort zu sieden beginnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZhaiZhigangEVAsh7cctv.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZhaiZhigangEVAsh7cctv26.jpg" alt="" class="wp-image-65689"/></a><figcaption>Zhai Zhigang bei seiner EVA, aufgenommen von einer Kamera am Shenzhou-Raumschiff. In seiner Hand eine Flagge der Volksrepublik China.
(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ablauf:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:24 Uhr</em> Gerade wurde im CCTV gesagt, dass der Druck im Anzug 40 kPa beträgt. Das sind etwa 40% des normalen Luftdrucks auf der Erde von 101,3 kPa. Der Raumfahrer atmet demnach ein Sauerstoff-Stickstoff-Gemisch mit jeweils etwa 50% Anteil. Der geringere Druck verbessert die Beweglichkeit des Anzuges. Zur Vorbereitung musste Zhai aber längere Zeit bereits dieses Gemisch atmen, um den zu viel im Blut gelösten Stickstoff aus dem Organismus zu bekommen. Andernfalls würde der Stickstoff Bläschen im Blut bilden, die Kapillaren verstopfen können, was eine lebensgefährliche Situation bedeutete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:32 Uhr</em> Zhai Zhigang meldet, dass er in guter Verfassung ist. Wichtige Lebensfunktionen der Taikonauten werden am Boden überwacht. Dazu trägt der Raumfahrer eine Reihe spezieller Sensoren. Vor drei Minuten waren kurz die Herztöne eines Taikonauten zu hören.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:34 Uhr</em> Das Kommando erfolgt: &#8222;Luke öffnen!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:39 Uhr</em> Die Luke ist offen. Mehrere kleine Gegenstände fliegen mit der entweichenden Restluft davon.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:42 Uhr</em> Die Luke ist arretiert. Zhai verlässt ganz langsam das Raumschiff. Der Raumanzug ist an seiner breitesten Stelle nur 2 cm schmaler als die Luke. Der 298. Ausstieg von Menschen ins All beginnt. Willkommen China!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:46 Uhr</em> Nach ein paar bedeutsamen Worten hat Zhai das Raumschiff verlassen, zwei Sicherungsleinen befestigt und hangelt sich an der Außenseite entlang. Danach geht die Bildverbindung kurzzeitig verloren. Anschließend schaut auch Liu aus der Luke und überreicht Zhai eine chinesische Flagge, die dieser mehrmals schwenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:56 Uhr</em> Nach der Bergung eines kleinen Experimentes steigt Zhai zurück in das Raumschiff. Liu sorgt dabei dafür, dass die Versorgungsleitung nirgendwo eingeklemmt oder geknickt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:58 Uhr</em> Zhai Zhigang ist zurück im Schiff.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>10:59 Uhr</em> Die Luke ist geschlossen. Der Ausstieg verlief erfolgreich. Er dauerte etwa 20 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Zhai in der geöffneten Luke &#8222;stand&#8220; sagte er sinngemäß, er fühle sich gut, er grüße alle Menschen in seinem Land und in der Welt, sein Land setze Vertrauen in ihn und er und sein Team würden die Mission erfolgreich abschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig war noch, dass Zhai beim Öffnen der Luke mehrmals ansetzen musste. Offenbar war der Innendruck noch so hoch, dass man sich ordentlich abstützen musste, um die Luke richtig öffnen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liu Boming schaute mindestens bis zur Hüfte aus der Luke heraus, so dass sicherlich auch sein Einsatz als EVA gerechnet werden wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7lviaBanxing1ChinaMannedSpaceEngOffice.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7lviaBanxing1ChinaMannedSpaceEngOffice26.jpg" alt="" class="wp-image-65685"/></a><figcaption>Shenzhou 7, aufgenommen vom Subsatelliten Banxing 1
(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Experiment, das Zhai demontierte und Liu übergab, ist ein Materialexperiment. Die untersuchten Stoffe (Graphitschmiere) wurden etwa 40 Stunden den Temperatur- und Strahlungsbedingungen des offenen Raumes unmittelbar ausgesetzt. Die Demontage gestaltete sich einfach, da die Platine offenbar mittels Schnellverschluss gesichert war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Live-Übertragung von Bildern vom Ausstieg waren zwei Kameras an der Außenseite des Raumschiffes in Betrieb. Die Funkverbindung zur Erde wurde über verschiedene Stationen sichergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wiederbefüllen des Schleusenmoduls aus speziellen Druckgasflaschen geschah in mehreren Schritten: 40 kPa, 80 kPa, 101 kPa. Vor und nach jedem Schritt wurden Dichtheitsmessungen vorgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das modifizierte Orbitalmodul besitzt im Unterschied zu dem Varianten bei Shenzhou 5 und 6 keine Solarpaneele, keine Lageregelungstriebwerke und keine Subsysteme für einen unabhängigen Flug. Stattdessen sind außen fünf Gasflaschen, zwei Kameras, Handläufe und ein Subsatellit angebracht. Und natürlich gibt es eine Luke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Subsatellit Tianniann 1 hat eine Masse von 40 kg und soll nach der EVA freigesetzt werden. Mit seiner Kamera sollen Aufnahmen des im Raum befindlichen Shenzhou-Raumschiffes angefertigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach dem Wiedereinstieg zeigte eine Außenkamera einen wunderschönen Sonnenuntergang.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7endChinaMannedSpaceEngOffice.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="321" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7endChinaMannedSpaceEngOffice26.jpg" alt="" class="wp-image-65694" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7endChinaMannedSpaceEngOffice26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sh7endChinaMannedSpaceEngOffice26-243x300.jpg 243w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Die Kapsel von Shenzhou 7 wieder auf der Erde. Zhai Zhigang wird gerade geholfen aus dem Raumschiff auszusteigen.
(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landung (28. September)</strong> (Günther Glatzel, September 2008)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abtrennen der Ausstiegsschleuse, dem erfolgreichen Bremsmanöver und der Abtrennung der Techniksektion tauchte die Kapsel in die dichten Schichten der Erdatmosphäre ein und wurde durch sie gebremst. Die umgebende Luft wurde dabei zu einem etwa 2000 °C heißes Plasma. Kühlung wird erreicht, indem eine an der Unterseite der Kapsel angebrachten Schutzschicht schmilzt und verdampft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei erheblich niedrigerer Geschwindigkeit und Höhe, etwa 10 Kilometer über dem Boden, öffneten sich dann nacheinander 3 immer größere Fallschirme, welche die weitere Abbremsung aus dem freien Fall übernahmen. Kurz vor dem Aufsetzen wurden schließlich automatisch mehrere Feststofftriebwerke gezündet, welche die Aufsetzgeschwindigkeit auf wenige Meter pro Sekunde verringerten. Zusätzlich wurde der Stoß durch Schockabsorber gemindert. Nach dem Aufsetzen, um 11:37 Uhr MESZ wurde die Verbindung zum großen Landefallschirm gelöst. Die drei Raumfahrer sind in guter Verfassung und verließen kurz vor 12:30 Uhr MESZ die auf der Seite liegende Landekapsel. Das Landegebiet wurde so gewählt, dass man in einer trockenen, menschenleeren Gegend niedergeht und auch die Gefahr der Kollision mit Strommasten oder Bäumen nicht besteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ging nach 2 Tagen, 20 Stunden und 27 Minuten der dritte chinesische Raumflug erfolgreich zu Ende. Die weiteren Pläne sehen den Start eines Zielsatelliten, der als kurzzeitig bemannbare Mini-Raumstation dienen soll vor. Nach einer unbemannten Kopplung soll dann mit Shenzhou 10 die erste Besatzung einziehen. Diesem Unternehmen sollen bis 2015 mehrere weitere folgen. Allerdings kann man bei der Entwicklung neuer Technologien nicht genau sagen, ob und wann sich die Konzepte so umsetzen lassen.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou/" data-wpel-link="internal">Shenzhou</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2f/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 2F</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-ausstieg-mit-chinesischen-raumanzuegen/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7 &#8211; Ausstieg mit chinesischen Raumanzügen</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/chinesische-umweltsatelliten-und-shenzhou-7/" data-wpel-link="internal">Chinesische Umweltsatelliten und Shenzhou 7</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sandsturm-keine-gefahr-fuer-shenzhou-start/" data-wpel-link="internal">Shenzhou-7-Start wird vorverlegt</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sandsturm-keine-gefahr-fuer-shenzhou-start/" data-wpel-link="internal">Sandsturm keine Gefahr für Shenzhou-Start</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/taikonauten-fuer-shenzhou-7-benannt/" data-wpel-link="internal">Taikonauten für Shenzhou 7 benannt</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/weitere-informationshaeppchen-zu-shenzhou-7/" data-wpel-link="internal">Weitere Informationshäppchen zu Shenzhou 7</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-steht-mit-traegerrakete-auf-dem-startplatz/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7 steht mit Trägerrakete auf dem Startplatz</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/dritter-chinesischer-raumflug-gestartet/" data-wpel-link="internal">Dritter chinesischer Raumflug gestartet</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-zweiter-tag/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7 &#8211; zweiter Tag</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-ausstieg-erfolgreich-abgeschlossen/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7: Ausstieg erfolgreich abgeschlossen</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-kapsel-gelandet/" data-wpel-link="internal">Shenzhou-7-Kapsel gelandet</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhous-kleiner-begleiter/" data-wpel-link="internal">Shenzhous kleiner Begleiter</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-schmierstoffproben-zur-untersuchung/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7: Schmierstoffproben zur Untersuchung</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-subsat-mission-beendet/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7 &#8211; Subsat-Mission beendet</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Websites:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20111116204033/http://www.sinodefence.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SinoDefence.com</a></li><li><a href="http://www.astronautix.com/s/shenzhou7.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Encyclopedia Astronautica</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3736.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7 im Forum</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>China startet erste eigene Raumstation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-startet-erste-eigene-raumstation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 16:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[JSLC]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. September 2011 um 15:16 Uhr MESZ startete von Jiuquan aus eine Langer-Marsch-2G-Rakete. An deren Spitze befand sich die erste chinesische Raumstation, Tiangong 1. Ein Beitrag von Daniel Maurat &#38; Günther Glatzel. Quelle: CCTV, CNSC, NSF. Vertont von Peter Rittinger. Start von Tiangong 1. (Video: CCTV) Der Start erfolgte um 21:16 Uhr Ortszeit (15:16 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. September 2011 um 15:16 Uhr MESZ startete von Jiuquan aus eine Langer-Marsch-2G-Rakete. An deren Spitze befand sich die erste chinesische Raumstation, Tiangong 1.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat &amp; <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: CCTV, CNSC, NSF. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-01-88308.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="336" style="aspect-ratio: 448 / 336;" width="448" controls poster="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tg1lausnapcctv60.jpg" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Tiangong1LauchCCTV.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">Start von Tiangong 1. (Video: CCTV)</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 21:16 Uhr Ortszeit (15:16 Uhr MESZ) vom <em>Jiuquan Satellite Launch Center</em> (<em>JSLC</em>) in der Inneren Mongolei von Startplattform <em>SLS-1</em> der <em>Launch Area 4</em> des Weltraumbahnhofes. Dabei startete eine Rakete vom Typ Langer Marsch 2F / 2G, auch bekannt als Chang Zheng (CZ) 2F / 2G, mit der schon die bemannten Shenzhou-Kapseln gestartet wurden. 157 Sekunden nach dem Start waren die vier Startunterstützungsbooster ausgebrannt und wurden abgetrennt. Die Erststufe wurde wenig später abgeworfen, worauf nach 201 Sekunden die Nutzlastverkleidung folgte. Die Zweitstufe war schließlich nach 461 Sekunden ausgebrannt und trennte ihre Nutzlast auf einem 200 x 347 km hohen Oribt mit einer Inklination von 42,7° ab. Dies war der 145. Start einer Rakete vom Typ Langer Marsch und der achte Start für das bemannte chinesische Weltraumprogramm.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast der Rakete, das Orbitallabor Tiangong 1 (chin. für Himmlischer Palast) ist die erste in einer Reihe von Raumstationen, mit denen China die Technologien zum Betreiben einer großen Raumstation erarbeiten will. Sie ist 9 m lang, hat einen Durchmesser von maximal 2,8 m und wog beim Start 8,4 Tonnen. Das Modul besitzt zwei Solarpaneele mit einer Gesamtspannweite von 17 m. Es besteht aus zwei großen Sektionen, nämlich dem vorderen Orbitalmodul und dem Servicemodul. Das Orbitalmodul besitzt ein Raumvolumen von 15 m<sup>3</sup> und am vorderen Ende einen Kopplungsstutzen, der dem auf der ISS eingesetzten androgynen APAS-89-Kopplungssystem ähnelt. Hier können dann Raumschiffe vom Typ Shenzhou ankoppeln. Im Orbitalmodul wird Platz für bis zu drei Taikonauten sein, die sich etwa zwei Wochen oder länger auf der Station aufhalten können, je nach Menge an mitgebrachter Fracht (Wasser, Nahrung, Luft etc.). Das Servicemodul wurde, im Gegensatz zum Orbitalmodul, von den Shenzhou-Raumschiffen mit geringen Veränderungen übernommen. In ihm sind Tanks für Treibstoff, Luft und Wasser sowie vier Triebwerke für Kurskorrekturen und 36 Lageregelungstriebwerke. Die Triebwerke besitzen einen Schub von jeweils 419 N, deutlich weniger als bei den bemannten Raumschiffen. Auch beherbergt es zwei Solarpaneele, die die Energiezufuhr der Raumstation gewährleisten. Diese sind im Vergleich zum Shenzhou-Raumschiff um je 1 auf 4 Elemente pro Seite vergrößert. Die Lageregelung soll zumindest versuchsweise über ein Drallrad vorgenommen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou260x200.jpg" alt="Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem Shenzhou-Raumschiff (rechts).
(Bild: China Manned Space Engineering Office)"/></a><figcaption>Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem<br> Shenzhou-Raumschiff (rechts).<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Mission, die Tiangong 1 als Ziel hat, wird Shenzhou 8 sein. Sie ist zunächst noch unbemannt und soll das Dockingmanöver an die Station üben. Gestartet werden soll sie Anfang November. Dabei kommen sowohl radargestützte als auch laseroptische Messgeräte zur Bestimmung von Position und Lage zueinander zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste bemannte Mission zur Station wird dann Shenzhou 9 im Jahr 2012 sein. Die dreiköpfige Besatzung soll auf der Station vor allem den Betrieb der Systeme trainieren und kleinere Experimente durchführen. Shenzhou 10 schließlich wird die vorerst letzte Mission zu Tiangong 1 sein. Auch hier steht das Erlernen des Betriebes einer Raumstation im Vordergrund. Der Start ist ebenfalls für 2012 geplant. Nach zwei Jahren Betrieb soll dann die Station um 2013 gezielt zum Wiedereintritt gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 ist die erste in einer Reihe von Teststationen. Um 2013 plant man, den Nachfolger Tiangong 2 zu starten. Diese Station hat schon weniger experimentellen Charakter und soll die Fähigkeiten Chinas zum Betrieb einer Raumstation ausbauen. Dabei wird Tiangong 2 gegenüber seinem Vorgänger leicht verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 3 schließlich soll erstmals einen zweiten Kopplungspunkt am Heck bekommen, um so einen Mannschaftswechsel sowie den Betrieb von Frachtraumschiffen zu ermöglichen. Außerdem sollen Luft und Wasser aufbereitet werden können. Die Frachtraumschiffe sollen äußerlich große Ähnlichkeit mit den Tiangong-Modulenhaben und eine Gesamtmasse von 13 t besitzen. Als Trägerrakete ist ab 2015 die in Entwicklung befindliche CZ 7 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Tiangong 3 ist zurzeit nicht vor 2014 geplant. Das eigentliche Ziel aber ist eine modulare Raumstation, deren Hauptbestandteile ab 2016 auf einer in Entwicklung befindlichen CZ 5 mit einer Nutzlast um 25 t starten soll. Der Basisblock hat dabei Ähnlichkeiten mit den russischen DOS-Modulen, auf denen die Raumstationen vom Typ Saljut, der Basisblock der Mir und das ISS-Modul Swesda basieren. Die beiden seitlich anzudockenden Forschungsmodule sind hingegen komplette Neuentwicklungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 1 &#8211; Chinas erste Raumstation</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Shenzhou 5</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 2F]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 5]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 15. Oktober 2003 startete China sein erstes bemanntes Raumschiff. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: Xinhua. Der Start der Kapsel an Bord einer Rakete vom Typ „Langer Marsch 2F“ erfolgte um 2:00 Uhr MEZ (9:00 Uhr Ortszeit). Nach etwa 10 Minuten war der geplante Orbit erreicht und Shenzhou 5 begann zusammen mit seinem Taikonauten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 15. Oktober 2003 startete China sein erstes bemanntes Raumschiff.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/sz5liftoff.jpg" alt=""/><figcaption>Shenzhou 5 beim Start<br>(Bild: Xinhua)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Kapsel an Bord einer Rakete vom Typ „Langer Marsch 2F“ erfolgte um 2:00 Uhr MEZ (9:00 Uhr Ortszeit). Nach etwa 10 Minuten war der geplante Orbit erreicht und Shenzhou 5 begann zusammen mit seinem Taikonauten Yang Liwei eine eigenständige Mission. Das war ein großer Erfolg, denn damit war China in die Liga der Nationen aufgestiegen, die einen Menschen ins All befördern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächstes wurden die Systeme des Raumschiffs in Betrieb genommen. So wurden unter anderem die Solarausleger entfaltet. Im Verlauf von 14 Erdumläufen wurden die Bordsystem gründlichen Tests unterzogen. Außerdem wurden einige Experimente durchgeführt. Im weiteren Verlauf gab es insgesamt zwei Ruhepausen von jeweils drei Stunden Dauer. In dieser Zeit wurde das Raumschiff von Bodenkontrolle und Bordcomputer gesteuert.<br><br>Schließlich wurde, etwa 21 Stunden nach dem Start die Rückkehr eingeleitet. Dazu wurde zunächst das Orbitalmodul abgetrennt. Dieses hatte eine eigene Lageregelung und eigene Solarzellen, mit denen es eine eigenständige Mission fortsetzte. In seinem Innenraum befanden sich verschiedenste Experimente für die Schwerelosigkeit. Bis zum 30. Mai 2004 blieb es im Erdorbit. Danach verglühte es aufgrund der Reibungsbremsung der Atmosphäre.<br><br>Das restliche Raumschiff bestand nun noch aus Rückkehr- und Servicemodul. Letzteres führte nun mit seinen Triebwerken ein Bremsmanöver durch. Nach Abschluss von diesem wurde es abgetrennt. Da es über kein Hitzeschild verfügte, verglühte es. Das Rückkehrmodul trat in die Erdatmosphäre ein. Als die Zone der größten Hitze durchflogen war, öffneten sich die Fallschirme. Wenig später setzte die Kapsel in der Inneren Mongolei auf.<br><br>Die Mission war ein voller Erfolg und wurde in der ganzen Welt gelobt. Sie brachte China bei der Erforschung des Alls weiter und ebnete den Weg für weitere Missionen.<br><br><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou/" data-wpel-link="internal">Das Shenzhou-Raumschiff</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue chinesische Raumfahrergruppe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-chinesische-raumfahrergruppe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 19:06:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33186</guid>

					<description><![CDATA[<p>China hat unter Militärpiloten eine neue Gruppe zukünftiger Raumfahrer ausgewählt, die demnächst mit ihrer Ausbildung beginnen werden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Vertont von Peter Rittinger. Dabei handelt es sich um fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 30 bis 35 Jahren. Während die Männer bisher als Kampfpiloten eingesetzt waren, verfügen die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">China hat unter Militärpiloten eine neue Gruppe zukünftiger Raumfahrer ausgewählt, die demnächst mit ihrer Ausbildung beginnen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-16-70524.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 30 bis 35 Jahren. Während die Männer bisher als Kampfpiloten eingesetzt waren, verfügen die Frauen über Erfahrungen als Transportpilotinnen. 
<br>
Alle zukünftigen Taikonauten sind verheiratet und haben einen wissenschaftlichen Grad erworben. Zudem verfügten sie über exzellente Fähigkeiten, psychologische Qualitäten und eine gute Gesundheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1998 war in China eine erste Raumfahrergruppe ausgewählt worden. Bisher kamen bei drei Raumflügen mit Shenzhou-Kapseln sechs Männer zum Einsatz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im nächsten Jahr will die Volksrepublik China eine erste Miniraumstation starten, die 2012 erstmals bemannt werden soll. Ihr folgen bis etwa 2016 zwei weitere Module, die jeweils für mehrere Wochen bemannt als Weltraumlabor zur Erprobung neuer Techniken dienen sollen. Um 2020 soll dann eine modulare Raumstation einsatzbereit sein, zu der regelmäßig Expeditionen aufbrechen können. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>3 Shenzhou-Flüge zur Ministation Tiangong ab 2011</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/3-shenzhou-fluege-zur-ministation-tiangong-ab-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 19:44:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplungsmechanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einige wenige neue Details zu den chinesischen Plänen in der bemannten Raumfahrt der nächsten Jahre. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceDaily. Mit Verzögerung soll das erste Exemplar einer in Entwicklung befindliche Ministation Tiangong im nächsten Jahr starten. Sie wird etwa 7 Meter lang sein und außer einer Antriebs- und Serviceeinheit ein knapp 4 Meter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Einige wenige neue Details zu den chinesischen Plänen in der bemannten Raumfahrt der nächsten Jahre.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceDaily.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05032010204423_small_1.jpg" alt="Wikipedia/NASA/Raumfahrer.net" width="260"/><figcaption>
Shenzhou-Raumschiff im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Wikipedia/NASA/Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Verzögerung soll das erste Exemplar einer in Entwicklung befindliche Ministation Tiangong im nächsten Jahr starten. Sie wird etwa 7 Meter lang sein und außer einer Antriebs- und Serviceeinheit ein knapp 4 Meter langes und etwa 3 Meter durchmessendes zylindrisches Wohn- und Arbeitsmodul umfassen. Dieses ist an der Frontseite mit einem Kopplungsmechanismus und Rendezvouseinrichtungen versehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 soll von 3 Shenzhou-Raumschiffen angeflogen werden. Mit Shenzhou 8 soll zunächst eine unbemannt durchgeführte Kopplung Funktion und Sicherheit der entsprechenden Systeme nachweisen. Danach sind zwei bemannte Flüge mit den Raumschiffen Shenzhou 9 und 10 vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der begrenzten Ressourcen in Tiangong 1, des für längere Aufenthalte relativ geringen Raumangebotes von zusammen etwa 30 Kubikmetern und der Tatsache, dass der größte Teil der Versorgungsgüter für die Taikonauten mit dem eigenen Raumschiff transportiert werden muss, ist es durchaus wahrscheinlich, dass zumindest bei einem Flug nur zwei Besatzungsmitglieder an Bord sein könnten. Damit könnte man einen mehrwöchigen Aufenthalt im All mit einem gewissen Komfort und einer Sicherheitsreserve erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber, in welchem zeitlichen Abstand die Missionen ablaufen werden, ist hingegen wenig bekannt. Zum einen gibt es Vermutungen, dass die Flüge in dichter Folge durchgeführt werden, da man die Funktionsdauer von Tiangong nicht genau einschätzen kann. Die New York Times spricht sogar davon, alle 4 Starts sollten 2011 über die Bühne gehen. Zum anderen glaubt man aber, dass man maximal zwei der aufwändigen Missionen in einem Jahr durchführen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Ministationen vom Typ Tiangong sind geplant. Bei jeweils zweijähriger Einsatzdauer mit je einer Besatzung pro Jahr kann ein Testzeitraum von 2011 bis 2016 angestrebt werden, in dem man eine Vielzahl von Erfahrungen sammelt, die für den Aufbau einer größeren, modularen Station von Nutzen sein werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.msg139404#msg139404" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt (seit gestern)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/3-shenzhou-fluege-zur-ministation-tiangong-ab-2011/" data-wpel-link="internal">3 Shenzhou-Flüge zur Ministation Tiangong ab 2011</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Engere Zusammenarbeit USA &#8211; China?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/engere-zusammenarbeit-usa-china/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 20:06:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Verlaufe der letzten Monate kam es mehrfach zu Kontakten zwischen Vertretern der NASA und chinesischen Raumfahrtverantwortlichen. Ebenso lassen verschiedentlich getroffene Aussagen von US-Verantwortlichen den Schluss zu, dass China in Zukunft auch für die USA ein Partner in der Raumfahrt werden könnte. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Aviation Week &#38; Space Technology. So besuchten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im Verlaufe der letzten Monate kam es mehrfach zu Kontakten zwischen Vertretern der NASA und chinesischen Raumfahrtverantwortlichen. Ebenso lassen verschiedentlich getroffene Aussagen von US-Verantwortlichen den Schluss zu, dass China in Zukunft auch für die USA ein Partner in der Raumfahrt werden könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Aviation Week &amp; Space Technology.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12102009220646_small_1.jpg" alt="Wikipedia/RN" width="392" height="310"/><figcaption>
Chinesisches Shenzhou-Raumschiff im All 
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(Illustration: Wikipedia/RN)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So besuchten die NASA-Astronauten Frederick Gregory und Tom Henricks chinesische Raumfahrtzentren, äußerte sich John Holden, Präsidentenberater in Wissenschaftsfragen im April dahingehend, dass US-Astronauten auch mit chinesischen Raumschiffen ins All gelangen könnten und befinden sich Gerüchte im Umlauf, der NASA-Administrator Charles Bolden könnte im nächsten Jahr offiziell nach China reisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aviation Week and Space Technology hat ebenfalls dieses Thema aufgegriffen und einen kleinen Überblick über das Drumherum veröffentlicht. Anlass war die Bekanntgabe von sieben neuen chinesischen Raumfahrtanwärtern, die in diesen Tagen mit ihrer Ausbildung beginnen. Darunter befinden sich erstmals auch zwei Frauen. Damit erhöht sich die Anzahl der Taikonauten auf 21. Sechs von ihnen waren bei drei bemannten Raumflügen dabei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Starts bemannter Raumschiffe finden vom in der Wüste gelegenen Raumfahrtzentrum Jiuquan in Chinas Norden aus statt. Raketenteile, Nutzlasten und sonstiges Zubehör wird per Bahn angeliefert. Die Raketen werden danach vormontiert und in eine 93,50 m hohe Montagehalle gefahren. Hier werden sie aufgerichtet und mit ihrer Nutzlast versehen. Zwei Starts können parallel vorbereitet werden. Die fertige Rakete wird auf einer von zwei 750 Tonnen schweren mobilen Startplattformen von acht Motoren getrieben auf einem breiten Schienenstrang 1,5 km zum eigentlichen Startplatz gefahren. Hier wird sie von einem 105 Meter hohen Zugangs- und Serviceturm mit Blitzschutz überragt. An dessen Struktur befindet sich auch eine Metallröhre, die im Notfall als Rutsche für die Taikonauten dient, um sich &#8211; gehüllt in einen feuerhemmenden Schutz &#8211; in einen explosionssicheren Bunker zu retten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast wird durch eine Schleuse, in der per Hochdruckluftdusche der Wüstenstaub vom Transportcontainer geblasen wird, in einen Reinraum gefahren. Hier existieren mehrere bis zu 12 Meter hohe Gerüste, in denen unterschiedliche Nutzlasten auf ihren Einsatz vorbereitet werden. Danach nehmen auch die den Weg in die große Montagehalle, wo sie auf die Rakete aufgesetzt werden. Die Halle findet man bei 40° 58&#8242; 03&#8220; nördlicher Breite und 100° 10&#8242; 44&#8220; östlicher Länge. Der Startplatz befindet sich etwa 1.500 Meter südöstlich davon. &#8222;Aus der Luft&#8220; sind deutlich die beiden aus verstärktem Beton gefertigten Abgasablenkschächte zu sehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gesamte Komplex wurde seit etwa 1992 errichtet. Das Kontrollzentrum befindet sich 7 Kilometer vom Startplatz entfernt und umfasst auch einen 400 Quadratmeter großen Raum mit vier Arbeitsreihen mit modernen Computern und Kontrollgeräten, die mittels Glasfaser mit Einrichtungen auf dem Startplatz vernetzt sind. Über vier große Bildschirme hat man das komplette Geschehen ebenfalls im Blick. Bei einem Shenzhou-Start werden sowohl die Haupttriebwerke der ersten Stufe als auch seitlich angebrachte Booster gezündet. Nach 120 Sekunden wird das an der Spitze montierte Rettungssystem abgeworfen, 20 Sekunden später die Booster. Nach 200 Sekunden gibt die Nutzlastverkleidung das Raumschiff frei. Dieses ist nach Brennschluss der Oberstufe in einem 200 x 350-Kilometer-Orbit und wird nach 580 Sekunden Flugzeit von dieser abgetrennt. Kurz darauf übernimmt das Kontrollzentrum in Peking. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den als privat deklarierten Besuchen von NASA-Vertretern wurde auch über die chinesischen Pläne gesprochen, bis 2020 eine eigene Raumstation zu errichten. Im nächsten Jahr wird zunächst Tiangong 1 gestartet, ein 8,5 Tonnen schweres Raumschiff, an welches das unbemannte Shenzhou 8 ankoppeln soll. Später sollen die Ministation und mögliche Nachfolger als Kopplungsziele für bemannte Flüge dienen. Nachdem etwa 2020 eine eigene Raumstation der Chinesen in Betrieb geht, sollen Schiffe der Tiangong-Klasse als unbemannte Frachter weiter Verwendung finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings könnten die Pläne auch an eine veränderte Situation angepasst werden. Wang Wenbao, Generaldirektor des chinesischen Büros für bemannte Raumfahrtentwicklung, schloss beim Treffen mit Frederick Gregory am 22. September jedenfalls ausdrücklich eine Beteiligung an der Internationalen Raumstation nicht aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Rubrik:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tag/china/" data-wpel-link="internal">Chinesische Raumfahrt</a></li></ul>



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		<title>Neue chinesische Raumfahrergruppe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-chinesische-raumfahrergruppe-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 17:13:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die chinesische Weltraumbehörde wird in naher Zukunft mehrere neue Raumfahrer ausbilden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Am Ende des Auswahlverfahrens sollen 5 bis 7 Kandidaten feststehen, die anschließend zu Taikonauten ausgebildet werden. Sie sollen in Phase 2 des chinesischen Raumfahrtprogrammes eingesetzt werden, die Ende 2010 beginnt. Dann soll nämlich der Prototyp einer kleinen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die chinesische Weltraumbehörde wird in naher Zukunft mehrere neue Raumfahrer ausbilden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende des Auswahlverfahrens sollen 5 bis 7 Kandidaten feststehen, die anschließend zu Taikonauten ausgebildet werden. Sie sollen in Phase 2 des chinesischen Raumfahrtprogrammes eingesetzt werden, die Ende 2010 beginnt. 
<br>
Dann soll nämlich der Prototyp einer kleinen chinesischen Raumstation gestartet werden. Anfang 2011 soll mit Shenzhou 8 zunächst ein unbemanntes Raumschiff ankoppeln. Anschließend kommen dann die neuen Raumfahrer zum Einsatz. Diese werden erneut unter ausgebildeten Militärpiloten ausgewählt. Es wäre aber auch der Einsatz von Taikonauten der ersten Garde möglich, falls dies notwendig würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Volksrepublik China gehört seit 2003 zum exklusiven Club der Nationen, die in der Lage sind, mit eigenen Raumschiffen Menschen in Erdumlaufbahnen zu bringen. 2005 und 2008 folgten zwei weitere bemannte Missionen mit zwei- bzw. dreiköpfiger Besatzung und dem ersten Ausstieg. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.msg61307#msg61307" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread zu Chinas bemannter Raumfahrt ab Ende Januar 2009 (Raumstation Tiangong)</a></li></ul>
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