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	<title>Shenzhou &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Shenzhou &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Raumschiff Shenzhou-20 &#8211; Mission &#8222;Notfallreaktion&#8220;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumschiff-shenzhou-20-mission-notfallreaktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 23:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[chinesische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Rückflug der Besatzung des Raumschiff Shenzhou-20 wurde beim Check der Rückkehrkapsel ein Schaden an einem Bullauge festgestellt und an die CNSA gemeldet. Daraufhin wurde an der Lösung des Problems gearbeitet und letzlich auch gefunden. Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Autors HausD. Quelle: CNSA, CMSA, CMSE, FCS, NSF, CSF, CCTV 13; 30. Januar 2026 Aufbau [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vor dem Rückflug der Besatzung des Raumschiff Shenzhou-20 wurde beim Check der Rückkehrkapsel ein Schaden an einem Bullauge festgestellt und an die CNSA gemeldet. Daraufhin wurde an der Lösung des Problems gearbeitet und letzlich auch gefunden. Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Autors HausD.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: CNSA, CMSA, CMSE, FCS, NSF, CSF, CCTV 13; 30. Januar 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau des Bullauges</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grafik CMSA: Dreischeibiges Bullauge Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou unten: Innenseite der Shenzhou Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas rechts: Versiegelung" data-rl_caption="" title="Grafik CMSA: Dreischeibiges Bullauge Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou unten: Innenseite der Shenzhou Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas rechts: Versiegelung" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="215" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1.jpg" alt="" class="wp-image-150347" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1-300x161.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Grafik CMSA</mark>: Dreischeibiges Bullauge</em><br><em>Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou</em><br><em>                   </em> <em>unten: Innenseite der Shenzhou<br>Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas<br>                     oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas<br><em>                     </em>oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas</em><br><em>                    </em> <em>rechts: Versiegelung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der äußeren, anorganischen siliziumbasierten hitzebeständigen Scheibe (oben) ist der Schaden entstanden und diese Scheibe ist noch nicht druckentlastend. Sie ist aber bereits umschlossen von der Hitzeisolierung, die das ganze Rückkehrteil umschließt. Die inneren, metallsilikatbasierten Scheiben sind in eine versiegelnde Schicht eingebettet, ähnlich wie die Dichtungsgummis am Koppelstutzen. Die beiden inneren Glasschichten weisen Temperaturen nahe dem mittleren und normalen Temperaturbereich auf, was die Abdichtung erleichtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückflug der Besatzung der CSS mit dem Raumschiff Shenzhou-20 war geplant. Vor dem Ablegetermin wurden am 04.11.2025 die Funktionen und der Zustand der Rückkehrkapsel von Shenzhou-20 routinemäßig überprüft. Bei der Inspektion des Zustandes der Sichtfenster fielen dem Piloten von Shenzhou-20 Verletzungen am Sichtfenster auf der Seite des 1. Flug-Ingenieurs auf, wovon er von innen einige Fotos machte und diese an die Chinesische Raumfahrtbehörde schickte. Darauf war, etwas undeutlich, eine Scharte und eine dreieckige Absplitterung der äußeren Scheibe am Rand dieses Sichtfensters zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mission &#8222;Notfallreaktion&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin war ein Rückflug der Besatzung von Shenzhou-20 fraglich geworden und es wurde sofort eine Expertenkommision zusammengeholt. Diese organisierte umgehend Simulationsanalysen und experimentelle Überprüfungen, passte den Missionsplan an, aktivierte Notfallmaßnahmen, und entschied auch, dass sofort damit begonnen wird hochauflösende Fotos der Schadensstelle anzufertigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da eine Rückkehrkapsel beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, auch an der Schadstelle, Reibungstemperaturen von über 1.000 °C ausgesetzt sein dürfte, wurde die Shenzhou-20 im Ergebnis als ungeeignet für eine bemannte Rückkehr eingestuft und die Rückkehr der Taikonauten verschoben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/BACC: Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20 Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters." data-rl_caption="" title="Bild CMSA/BACC: Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20 Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150350" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/BACC: </mark>Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20</em><br><em>Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14.11.2025, ist die Besatzung Shenzhou-20 mit dem Raumschiff Shenzhou-21 in der Inneren Mongolei gelandet. Damit war ein Anlegeplatz für ein nächstes Shenzhou Raumschiff freigeworden und Shenzhou-22 wurde dann am 25.11.2025 als &#8222;Notfallreaktion&#8220; ohne eine Besatzung, aber mit 600 kg Material und Versorgungsgütern für die beiden Besatzungen auf der CSS gestartet. Bei der Pressekonferenz der Shenzhou-20 Besatzung betonten die Rückkehrer auch, dass die ihnen gegebenen Aufgaben sie, in der &#8222;Wartezeit&#8220; auf den dann endgültigen Plan, psychisch und physisch stabil gehalten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Untersuchung des Bullauges</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Taikonauten von Shenzhou-20 fotografierten die Anomalie dann gemäß den Anweisungen aus verschiedenen Winkeln, Vergrößerungen und unter verschiedenen Lichtverhältnissen von innen. Das Team von Shenzhou-21 führte am 09.12.2025 einem Aussenbord-Einsatz mit der Unterstützung durch den Roboter-Arm durch und fertigte dabei mit einer hochauflösenden Kamera auch noch Nahaufnahmen des beschädigten Fensters der Rückkehrkapsel an.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/BACC: Feitian-Anzug B (blau) verpackt" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/BACC: Feitian-Anzug B (blau) verpackt" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150353" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/BACC</mark>: Feitian-Anzug B (blau) verpackt</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung der Fracht zur Rückkehr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Li Liang, Ing. des BACC, erläuterte den Teil des Notfallplans der sich mit der Rüchführung der Landekapsel befasst und erklärte, dass die Beladung der Kapsel sehr genau erfolgen muss. Eine unbemannte Konfiguration, kombiniert mit den mehreren großen Nutzlasten, die das Raumschiff transportiert, führt zu einer deutlich anderen Massenverteilung als bei einer Standardmission mit Besatzung. Daher mussten die Taikonauten vor der Rückkehr des Raumschiffs die Nutzlast sorgfältig ausbalancieren und den Schwerpunkt des Raumschiffs beibehalten, um die Stabilität während der Rückkehr zu gewährleisten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CCTV 13: EVA-B Anzug blau" data-rl_caption="" title="Bild CCTV 13: EVA-B Anzug blau" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150355" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CCTV 13</mark>: EVA-B Anzug blau</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Feitian-Anzug B gehörte zur Fracht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text, der Kamera der Rückkehrkapsel aus Shenzhou, auf dem Bild der beladenen Rückkehrkapsel, das vom Flugleitzentrum in Peking empfangen wurde, zeigt auch, dass die Geräte auf der Landekapsel stabil (über die &#8222;Himmels-Brücke&#8220;, dem Sat.-System Chinas) mit dem Peking Raumfahrt Kontroll-Zentrum (BACC) verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Feitian-EVA-Anzug liegt verpackt auf dem mittleren Sitz der SZ-20 Kapsel und ragt etwas über die beiden Nachbarsitze. An den Befestigungspunkten , die für die Kniehalterungen der Taikonauten gedacht sind, ist das Paket mit dem Anzug gegen Umherfliegen bei der Landung gesichert. Links oben ist das intakte Bullauge zu sehen, rechts unten sieht man die Kopfschale des Sitzes von Flug-Ing. 2, dort befindet sich das betroffene Bullauge. Dieser Feitian-EVA-Anzug B wurde von 11 Taikonauten bei 8 bemannten Raumflügen verwendet. Es sind weitere Pakete und Teile am Fußende und Kopfende des mittleren Sitzes und auf der Innenseite des dahinterliegenden Hauptfallschirm-Containers auszumachen, die gut verzurrt mit auf die Rückreise gehen sollen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/FCS: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/FCS: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150357" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/FCS</mark>: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/CNSA: Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/CNSA: Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150360" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/CNSA:</mark> Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landung erfolgte ohne Zwischenfälle, jedoch stand die Kamera etwas zu niedrig, sodass man nur die Staubwolke nach dem Abbremsen der Kapsel, aber nicht die Kapsel selbst sehen konnte. Auch die Bilder vom Hubschrauber aus zeigen nur den relativ ruhigen Zusammenfall des Fallschirms. Die ersten Bilder zeigten dann schon die stehende Kapsel mit dem am Boden liegenden Fallschirm und die Bergemannschaft, die deutlich kleiner war, als wenn eine Besatzung gelandet wäre. Die erste Arbeit der Experten vorort war das Anbringen einer Abdeckung der Schadstelle. Diese dient offenbar dem Schutz der Schadstelle vor Veränderung und Schmutzteilchen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/weipu/NSF: Erste Güter werden entnommen" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/weipu/NSF: Erste Güter werden entnommen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150362" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/weipu/NSF</mark>: Erste Güter werden entnommen</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich erkennt man, dass diese Schutzmatte nicht mit im All war, sondern noch neu ist. Auf dem Bild liegt die zusammengeklappte, an die Kapselkontur angepasste Leiter, mit deren Hilfe das untere Seil mit dem Schloss des Fallschirms zurück in den Container des Hauptfallschirms (große runde Öffnung) gelegt wurden. Das über der Schutzmatte befindliche Funk- und Lichtbakensystem wurde damit ebenfalls deaktiviert. Nachdem alle Sicherungsmaßnahmen an der Kapsel erfolgt waren, wurden die beiden Sichtfenster mit Abdeckscheiben , die von einem blauen Spanngurt gehalten wurden, für den Abtransport mit dem Bergetransporter vorbereitet. Zum Entladen wurde dann die Arbeitsbühne aufgestellt und die zurückgebrachten Güter über die Rutsche zu Boden gelassen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-4778f047"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMS/CNSA: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben" data-rl_caption="" title="Bild CMS/CNSA: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="250" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-150364" style="width:250px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1.jpg 250w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMS/CNSA</mark>: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem mehrere Pakete und Teile aus der Rückkehrkapsel SZ-20 gehoben wurden, wird nun auch vom Kran des Bergetransporters das Paket mit dem Feitian-EVA-Anzug herausgezogen. Er ist der erste Raumanzug für Außenbordeinsätze, der das Ziel &#8222;4 Jahre, 20 Nutzungen&#8220; für die CSS Tiangong erreicht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit hat die Landung der beschädigten Rückkehrkapsel von SZ-20 noch ein gutes Ende genommen, es hätte auch schlimmer kommen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Meldung besagt, dass sie sich in den Händen der Pekinger Fachleute befinden soll…</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-e16fe4e2"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20422.msg583261#msg583261" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou-20 auf CZ-2F Y20</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>China: Keine Daten mehr vom Weltraumlabor Tiangong 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-keine-daten-mehr-vom-weltraumlabor-tiangong-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2016 16:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumlabor]]></category>
		<category><![CDATA[Xinhua]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10625</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua teilte mit Datum vom 21. März 2016 mit, dass das Stationsmodul Tiangong 1 bisher zur Verfügung gestellte Datendienste nicht mehr bereitstellt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: asianscientist.com, CNSA, sinodefence.com, South China Morning Post, Xinhua. Mit Bezug auf ein chinesisches Büro für bemannte Raumfahrtangelegenheiten berichtete Xinhua, dass das erste chinesische [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/china-keine-daten-mehr-vom-weltraumlabor-tiangong-1/" data-wpel-link="internal">China: Keine Daten mehr vom Weltraumlabor Tiangong 1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua teilte mit Datum vom 21. März 2016 mit, dass das Stationsmodul Tiangong 1 bisher zur Verfügung gestellte Datendienste nicht mehr bereitstellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: asianscientist.com, CNSA, sinodefence.com, South China Morning Post, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/TG1ArtCMSA800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/TG1ArtCMSA260.jpg" alt="Tiangong 1 über der Erde - künstlerische Darstellung
(Bild: CMSA)"/></a><figcaption>Tiangong 1 über der Erde &#8211;<br> künstlerische Darstellung<br>(Bild: CMSA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Bezug auf ein chinesisches Büro für bemannte Raumfahrtangelegenheiten berichtete Xinhua, dass das erste chinesische Weltraumlabor Tiangong 1 (&#8222;himmlischer Palast 1&#8220;) nach 1.630 Tagen aktivem Betrieb im All die Bereitstellung von Daten eingestellt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Funktionen des Weltraumlabors seien nach einer Betriebszeit von rund zweieinhalb Jahren abgeschaltet worden, obwohl sich das Labor noch auf dem vorgesehenen Orbit befindet, schrieb Xinhua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die South China Morning Post meldete, vor Kurzem habe das Labor versagt, und die Datenbereitstellung sei offiziell beendet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das seit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/china-startet-erste-eigene-raumstation/" data-wpel-link="internal">29. September 2011</a> um die Erde kreisende Labor hat laut Xinhua eine Auslegungsbetriebsdauer von zwei Jahren und lieferte zuletzt unter anderem im automatischen Betrieb gewonnene Aufnahmen zahlreicher abgelegener als auch bevölkerungsreicher Regionen Chinas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Einsatzes war Tiangong 1 von den chinesischen Raumschiffen <a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8-an-tiangong-1-angedockt/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8</a>, Shenzhou 9 und Shenzhou 10 angeflogen worden, und hatte chinesische Raumfahrer und Raumfahrerinnen, sogenannte Taikonauten, aus <a href="https://www.raumfahrer.net/chinesische-raumstation-tiangong-1-bemannt/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 9</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-10-am-himmelspalast-angekommen/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a> beheimatet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Rückkehr von Shenzhou 10 zur Erde im Juni 2013 war die Primärmission von Tiangong 1 offiziell beendet. Während seiner erweiterten Mission erfüllte das Labor im automatischen Betrieb Aufgaben in den Bereichen Raumfahrttechnologie, Erdbeobachtung und Weltraumwetter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für chinesische Wissenschaftler und Techniker stellte Tiangong 1 eine wertvolle Gelegenheit zum Erlernen der Konstruktion eines Raumstationsmoduls und des Managements des Raumstationsbetriebs dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das rund 10,4 Meter lange Labor mit einem Durchmesser von maximal rund 3,35 Metern und einer Masse von rund 8,5 Tonnen wird in den kommenden Monaten kontinuierlich an Flughöhe verlieren. Dabei wird es nach Angaben aus China sorgfältig überwacht. Letztlich wird Tiangong 1 irgendwann in den nächsten Monaten sein Ende bei einem zerstörerischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob chinesische Raumfahrtkontrollzentren derzeit noch in der Lage sind, das Labor aktiv zu steuern, wurde in aktuellen Meldungen aus China nicht mitgeteilt. Ebenso wurden keine Angaben dazu gemacht, ob es beabsichtigt oder möglich ist, das Labor aktiv und gezielt zu einem definierten Wiedereintrittsfenster in der Hochatmosphäre zu lenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 war nur in der Lage, für rund zwei Wochen im bemannten Betrieb zu arbeiten. Beispielsweise gibt es an Bord keine Anlage zur Erzeugung von Sauerstoff und nur ein einfaches experimentelles System zum Recycling von Wasser. Das Nachfolgelabor Tiangong 2 soll eine Besatzung für einen Zeitraum von bis zu einem Monat aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Tiangong 2 an der Spitze einer Rakete vom Typ Chang Zheng 2F (&#8222;Langer Marsch 2F&#8220; / CZ 2F bzw. LM 2F) vom Satellitenstartzentrum Jiuquan aus ist derzeit für das dritte Quartal 2016 vorgesehen. Das verbesserte und erweiterte Labor soll in der Folge nicht nur vom mit zwei Taikonauten bemannten Raumschiff Shenzhou 11 im vierten Quartal 2016 angeflogen werden, sondern zum ersten Mal in der chinesischen Raumfahrt auch von einem unbemannten Versorger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der unbemannte Versorger wird Tianzhou 1 (&#8222;himmlisches Schiff 1&#8220;) genannt. Er hat die Aufgabe, neben festen Gütern auch Treibstoffe zu liefern und Tests des Umpumpens von Flüssigkeiten aus einem Raumfahrzeug in ein angedocktes zweites zu ermöglichen. Laut aktueller Planung erfolgt der Transport des Versorgers ins All voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2017 vom Startzentrum Wenchang auf der Insel Hainan aus. Als Trägerrakete soll dabei die derzeit in der Entwicklung befindliche Chang Zheng 7 zum Einsatz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2020 etwa will China schließlich den Aufbau einer mehrteiligen, multifunktionalen und dauerhaft zu besetzenden Raumstation beginnen. Rund zwei Jahre später möchte man den Bau dieser Station abschließen. Dann könnte auch ein Stationsmodul mit einem Teleskop realisiert sein, das laut jüngster Informationen die Leistungen des Weltraumteleskops Hubble übertreffen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.820 und als COSPAR-Objekt 2011-053A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.msg61307#msg61307" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 1 &#8211; Chinas erstes Raumlabor</a></li></ul>
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		<title>Shenzhou 10 am Himmelspalast angekommen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-10-am-himmelspalast-angekommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 10:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[APAS 89]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenserhaltungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[Raumlabor]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 10]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute Morgen unserer Zeit kam es zur Kopplung zwischen dem am Dienstag gestartetem chinesischem Raumschiff Shenzhou 10 und dem Raumlabor Tiangong 1. Die Besatzung wird sich nun die nächten zwei Wochen mit verschiedenen Experimenten beschäftigen. Erstellt von Daniel Maurat. Quelle: CCTV, Raumfahrer.net. Die Kopplung erfolgte mit dem ersten physischen Kontakt zwischen den beiden Raumschiffen um [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute Morgen unserer Zeit kam es zur Kopplung zwischen dem am Dienstag gestartetem chinesischem Raumschiff Shenzhou 10 und dem Raumlabor Tiangong 1. Die Besatzung wird sich nun die nächten zwei Wochen mit verschiedenen Experimenten beschäftigen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Daniel Maurat.   Quelle: CCTV, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/shenzhou10_docking.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/shenzhou10_docking400.jpg" alt="Shenzhou 10 nähert sich Tiangong 1 für die Kopplung an.
(Bild: CCTV)"/></a><figcaption>Shenzhou 10 nähert sich Tiangong 1 für die Kopplung an.<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kopplung erfolgte mit dem ersten physischen Kontakt zwischen den beiden Raumschiffen um 13.11 Uhr Pekinger Zeit (9.11 Uhr MESZ). Das automatische Kopplungsmanöver, welches schon bei den beiden letzten Missionen, Shenzhou 8 und 9 erprobt wurde, verlief dabei ohne Probleme. Sieben Minuten danach rasteten die Bolzen der beiden Kopplungsringe der APAS-89-Adapter, welche ursprünglich in Russland beziehungsweise der ehemaligen UdSSR entwickelt wurden, ein und beide Raumschiffe waren fest miteinander verbunden. Danach wurden die Vorbereitungen für das Umsteigen der Besatzung in das Raumlabor getroffen, das für die nächsten zwölf Tage ihr neues Zuhause sein wird. Das Umsteigen erfolgte dann um 16.17 Uhr Pekinger Zeit (10.17 Uhr MESZ).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzen zwei Tagen hat die Besatzung von Shenzhou 10, bestehend aus Kommandant Nie Haisheng, Bordingenieur Zhang Yiaoguang und Bordingenieurin Wang Yaping, verschiedene Bahnanpassungsmanöver durchgeführt, um sich so der Raumstation Tiangong 1 anzunähern. Diese Manöver werden in ähnlicher Weise auch beim zweitätigen Anflug der Sojus-Raumschiffe an die Internationale Raumstation ISS durchgeführt. Zudem feierte man das traditionelle Drachenbootfest, einem der wichtigsten Feste im chinesischen Kalender, an Bord von Shenzhou 10 medienwirksam mit Videoübertragung zum Kontrollzentrum vor den Toren Pekings.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ankopplung beginnt nun die eigentliche Arbeit für die Besatzung. Sie wird die Experimente durchführen, welche von der Vorgängerbesatzung von Shenzhou 9 begonnen wurden. Zudem erprobt man eine Reihe von Systemen, welche für den Betrieb einer großen, modularen Raumstation benötigt werden, etwa das Lebenserhaltungssystem. Nach zwölf Tagen wird die Besatzung die Raumstation wieder verlassen und zur Erde zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Mission wird wohl kein Raumschiff mehr Tiangong 1 besuchen. Es soll aber noch für eine nicht näher bestimmte Zeit im Orbit verbleiben und dort einige Tests durchführen. Im Jahr 2015 soll der Nachfolger Tiangong 2 starten, welcher zwar auf Tiangong 1 basiert, aber doch von den Erfahrung mit Tiangong 1 profitieren soll. So sollen mehrere Systeme wie etwa die Lebenserhaltung verbessert und ein Nachtanken im All ermöglicht werden. Zudem wird Tiangong 2 über einen zweiten Kopplungsadapter am Heck verfügen, mit dem das Koppeln von Versorgungsraumschiffen möglich sein soll, aber auch das Koppeln eines neuen bemannten Raumschiffs für die Crewrotation. Darüber hinaus soll ein Roboterarm mit Tiangong 2 starten, der dann im Weltraum erprobt werden soll. Diese Raumstation wäre mit den sowjetischen Raumstationen Saljut 6 und 7 vergleichbar, die in den 1970ern und 1980ern betrieben wurden. Gestartet werden soll Tiangong 2 bereits mit der derzeit in Entwicklung befindlichen Chang Zheng 7, welche auch die CZ 2F als Startvehikel für die Shenzhou ersetzen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Schritt für Chinas Raumfahrt wäre dann eine modulare Raumstation, deren Aufbau bis oder um 2020 erwartet wird. Diese wäre dann mit der Raumstation Mir vergleichbar und soll Chinas technische Stärke demonstrieren, so wie das gesamte bemannte Weltraumprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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		<title>Chinas bemannte Pläne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinas-bemannte-plaene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Dec 2012 17:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsmodul]]></category>
		<category><![CDATA[Frachtraumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Augenblick werden vielerorts Jahresbilanzen vorgestellt. Da will sich die chinesische Agentur für bemannte Raumfahrt (CMSA) auch nicht ausnehmen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: CMSA. So hielt Yang Liwei, erster chinesischer Raumfahrer, Mitte November auf der chinesischen Luft- und Raumfahrtschau in Zhuhai einen Vortrag über die Ergebnisse der Missionen mit der Raumstation Tiangong 1 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im Augenblick werden vielerorts Jahresbilanzen vorgestellt. Da will sich die chinesische Agentur für bemannte Raumfahrt (CMSA) auch nicht ausnehmen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: CMSA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30122012182019_small_1.jpg" alt="KACSTAeospace.org/CMSA" width="329" height="329"/><figcaption>
Studie der chinesischen Raumstation um 2020 
<br>
(Bild: KACSTAerospace.org/CMSA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So hielt Yang Liwei, erster chinesischer Raumfahrer, Mitte November auf der chinesischen Luft- und Raumfahrtschau in Zhuhai einen Vortrag über die Ergebnisse der Missionen mit der Raumstation Tiangong 1 und Zukunftspläne über 2020 hinaus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst ging er auf die erfolgreichen Missionen von Tiangong 1 (Start 2011) sowie Shenzhou 8 (unbemannt, 2011) und Shenzhou 9 (bemannt, 2012) ein. Die Technik habe sich bewährt, die Flugresultate zeigten, dass das Design-Konzept für Rendezvous und Kopplung richtig, der technische Ansatz vernünftig, die Bodensimulationen und -tests korrekt sowie die Überprüfungen ausreichend seien. In einigen Schlüsseltechnologien zum Betrieb einer Raumstation seien Durchbrüche gelungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Tiangong 2 sollen in den Jahren 2014 bis 2016 weitere Erfahrungen gesammelt werden. Einerseits soll der Aufenthalt von Raumfahrern in der Station kontinuierlich ausgebaut werden, andererseits sei das Auftanken der Raumstation mittels eines Frachtraumschiffes vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach ist der Aufbau einer ständigen Raumstation geplant. Neben dem zentralen Steuerungs- und Kopplungsmodul soll es über zwei Forschungs- und Energiemodule verfügen und regelmäßig von Frachtern sowie bemannten Raumschiffen angeflogen werden. Dazu verfügt es nach dem Andocken der Forschungsmodule am Kopf noch über zwei Kopplungsstellen, am Heck über eine. Im operationellen Betrieb sollten bemannte Missionen etwa 6 Monate dauern und überlappend einander ablösen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">China plant im Zusammenhang mit der Raumstation auch die Ausweitung internationaler Kooperation. Deutschland ist in dieser Beziehung übrigens gar nicht schlecht aufgestellt, flog doch bereits bei der unbemannten Mission Shenzhou 8 ein deutsch-chinesisches Experiment mit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erforderlich für den Start der einzelnen Komponenten der Raumstation ist allerdings die Entwicklung neuer Triebwerke, Trägerraketen und Startanlagen. Dies hat China bereits vor einigen Jahren in die Wege geleitet. Gegenwärtig befinden sich 4 Triebwerke für Kerosin/Sauerstoff und drei für die Treibstoffkombination Wasserstoff/Sauerstoff in Entwicklung. Ebenso verhält es sich mit Trägerraketen der Typen Chang Zheng 5, 6 und 7 sowie mit neuen Startanlagen, beispielsweise auf der Insel Hainan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6408.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas Raumfahrt</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 1</a></li></ul>
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		<title>Chinesische Raumschiffe zur ISS?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinesische-raumschiffe-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 17:43:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CMSEO]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 22. und 23. März 2012 besprach der Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) Jean-Jacques Dordain mit dem Leiter der entsprechenden chinesischen Organisation Wang Zhaoyao künftige Möglichkeiten der Kooperation im Bereich der bemannten Raumfahrt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: AVIATION WEEK, CMSEO. Auf Anregung von Jean-Jacques Dordain traf man sich anlässlich des dritte Starts eines [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 22. und 23. März 2012 besprach der Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) Jean-Jacques Dordain mit dem Leiter der entsprechenden chinesischen Organisation Wang Zhaoyao künftige Möglichkeiten der Kooperation im Bereich der bemannten Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: AVIATION WEEK, CMSEO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032012184303_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032012184303_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die ISS nach dem Besuch des letzten US-Shuttles 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Anregung von Jean-Jacques Dordain traf man sich anlässlich des dritte Starts eines europäischen Versorgungsschiffs für die Internationale Raumstation (ISS) vom Typ ATV in Kourou in Französisch-Guayana, um einen anhaltenden Dialog und die Errichtung von Grundlagen für eine mögliche chinesisch-europäischen Zusammenarbeit bei der bemannten Raumfahrt zu beginnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil man derzeit einen anderen Andockmechanismus verwende, sei es für chinesische Raumschiffe derzeit nicht möglich, an der ISS anzulegen, berichtete Wang Zhaoyao, der seit Kurzem dem chinesischen Büro für Technik des bemannten Raumflugs (CMSEO, China Manned Space Engineering Office) vorsteht. Man erwartet jedoch, dass Experten von ESA und CMSEO in Kürze eine Arbeitsgruppe einrichten, die sich im kommenden Monat in Paris treffen werde, um die Kompatibilität des Kopplungsmechnismus der chinesischen Shenzhou-Raumschiffe mit einem geplanten universellen Mechanismus an der ISS zu diskutieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bilateralen Gespräche begannen jetzt nur wenige Monate vor der von China beabsichtigen bemannten Mission von Shenzhou 9, die zum ersten bemannten Docking chinesischer Raumschiffe führen soll. Dabei soll das mit drei Personen besetzte Raumschiff laut Wang Zhaoyao an dem seit September 2011 um die Erde kreisenden Stationsmodul Tiangong 1 anlegen, wenn zuvor eine Reihe automatischer und manuell gesteuerter Tests gelingen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Jean-Jacques Dordain berede man eine große Bandbreite gemeinsamer Aktivitäten im Bereich der bemannten Raumfahrt. Eine intensive Zusammenarbeit sei zum Beispiel im Bereich des Trainings von Raumfahrern, bei der Konstruktion von Lebenserhaltungssystemen und einer gemeinsamen Nutzung von Einrichtungen beider Seiten denkbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl derzeit keine konkreten Vorschläge auf dem Tisch lägen, sollten die an der ISS beteiligten Nationen sich einer Zusammenarbeit mit anderen Nationen öffnen. Dabei könne China laut Jean-Jacques Dordain nur schwer ignoriert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit bei der ISS hält Jean-Jacques Dordain für ein hohes Gut, und er habe keinesfalls die Absicht, irgendetwas zu tun, was diese Partnerschaft beeinträchtigen könnte. Sie könne langfristig jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn sie für andere Kooperationen oder Partner offen sei. China außen vor zu lassen, und die Frage einer Zusammenarbeit mit China gar nicht erst zu stellen, ist laut Jean-Jacques Dordain keine sinnvolle Option. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032012184303_small_2.jpg" alt="CMSEO" width="260"/><figcaption>
Shenzhou 8 und Tiangong 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CMSEO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Herbst 2011 gelang dem unbemannten chinesischen Raumschiff Shenzhou 8 die Annäherung und das Docking an Tiangong 1, und bestand damit wichtige Tests zur Vorbereitung einer bemannten Kopplungsmission im Sommer 2012. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Zhaoyao freut sich über die Erfolge, die sich nach vielen Jahren harter Arbeit im chinesischen bemannten Raumfahrtprogramm jetzt eingestellt haben, und brachte seine Zuversicht zum Ausdruck, dass es China gelingen werde, Ende des Jahrzehnts eine eigene (größere) Raumstation zu starten. Wenn die Mission von Shenzhou 9 gelingt, sei man im Besitz sämtlicher erforderlicher Kenntnisse, die für das Annähern und Koppeln zweier Raumfahrzeuge beherrscht werden müssen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032012184303_small_3.jpg" alt="CMSEO" width="260"/><figcaption>
Wang Zhaoyao 
<br>
(Bild: CMSEO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Wang Zhaoyao Anfang 2012 die Führung von Wang Wenbao übernahm, arbeitete er als stellvertretender Direktor der CMSEO. Er sieht die Entwicklung von Hardware für bemannte Mondmissionen nicht als aktuelles Thema, obgleich geplant ist, dass eine erste unbemannte chinesische Sonde 2013 auf dem Mond landen soll. Diese repräsentiere laut Wang Zhaoyao das chinesische Monderforschungsprogramm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2011 hatte sich eine chinesische Delegation unter Leitung von Wang Wenbao in Paris mit Jean-Jacques Dordain getroffen, und Pläne über bevorstehende Raumflugmissionen sowie eine eigene Raumstation vorgestellt. Auf der Internetpräsenz der CMSEO hieß es damals im Nachgang, man habe Austausch und Zusammenarbeit im Bereich der bemannten Raumfahrt intensiv erörtert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Gesprächen mit der ESA diskutiere man, so Wang Zhaoyao jetzt in Kourou weiter, seitens China auch mit der französischen Raumfahrtagentur (CNES) Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei bemannten Programmen. Dabei gehe es insbesondere um raumfahrtmedizinische Aspekte wie die Bestimmung der Vitalfunktionen eines Raumfahrers, beispielsweise die Messung des Blutdrucks. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032012184303_small_4.jpg" alt="CMSEO" width="260"/><figcaption>
Chinesische Raumstation &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CMSEO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrtaktivitäten gehen jeden an. Davon zeigte sich Wang Zhaoyao überzeugt und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, es werde in Zukunft mehr Zusammenarbeit mit der ESA und anderen europäischen Partnern geben. Ob innerhalb des begonnenen Jahrzehnts ein Chinese die ISS betreten werde, müsse man abwarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Persönlich hält Wang Zhaoyao die Frage eines chinesischen Auftritts auf der ISS nicht für ein Problem der Technologie, sondern für eines der Diplomatie. Unter Bezug auf ein im Jahr 2011 in Kraft getretenes US-amerikanisches Gesetz, das die US-amerikanische Raumfahrtagentur (NASA) an einer Zusammenarbeit mit der CMSEO hindere, verwies Wang Zhaoyao darauf, dass viel vom Verhalten der Vereinigten Staaten von Amerika abhänge. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10467.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 9 </a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 1 &#8211; Chinas erste Raumstation</a></li></ul>
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		<title>Shenzhou 8 startet mit SIMBOX ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8-startet-mit-simbox-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 22:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CMSEO]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-2F]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan]]></category>
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		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[SIMBOX]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute um 22.58 Uhr MEZ startete von Jiuquan aus eine Langer Marsch 2F-Rakete mit der Shenzhou 8-Raumkapsel in den Weltraum. Ziel ist die erste Kopplung des chinesischen Weltraumprogramms mit der Raumstation Tiangong 1. Erstmals mit an Bord ist die deutsch-chinesische Experimentieranlage SIMBOX. Erstellt von Daniel Maurat &#38; Ian Benecken &#38; Simon Plasger. Quelle: CCTV, DLR, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Heute um 22.58 Uhr MEZ startete von Jiuquan aus eine <em>Langer Marsch 2F</em>-Rakete mit der <em>Shenzhou 8</em>-Raumkapsel in den Weltraum. Ziel ist die erste Kopplung des chinesischen Weltraumprogramms mit der Raumstation <em>Tiangong 1</em>. Erstmals mit an Bord ist die deutsch-chinesische Experimentieranlage SIMBOX.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Daniel Maurat &amp; Ian Benecken &amp; Simon Plasger.   Quelle: CCTV, DLR, raumfahrer.net, Uni Hohenheim, Astrium.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tg1lausnapcctv60.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tg1lausnapcctv26.jpg" alt="Start von Tiangong 1. (Video)"/></a><figcaption>Start von Tiangong 1. (<a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Tiangong1LauchCCTV.mp4" data-wpel-link="internal">Video</a>)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den Tagen vor dem Start erfolgten die letzten Vorbereitungen an der deutsch-chinesischen SIMBOX, einer Sammlung von Experimenten. Dazu sagte Dr. Markus Braun vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegenüber Raumfahrer.net, dass die Arbeiten nach einem genauen Zeitplan abliefen. So schauten sich Mitarbeiter von EADS Astrium alle 40 Experimenteinheiten der Flughardware sehr genau an, bevor diese in die SIMBOX-Anlage eingebaut werden durften. Beispielsweise wurde getestet, ob alle Pumpen und LED-Beleuchtungspaneele funktionstüchtig sowie alle Kammern sauber und wasserdicht geschlossen waren. Der gesamte Zusammenbau der Experimenteinheiten erfolgte gemäß einem „Final-Assembly-Procedure&#8220; genannten Plan. Alle diese Prozeduren wurden präzise gemeinsam vom DLR und ihrem chinesischen Partner, der GESSA (General Establishment of Space Science and Application) abgestimmt und festgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Stunden vor dem Start wurde SIMBOX von Vertretern von DLR und Astrium an die chinesische Bodencrew, die verantwortlich für das &#8222;Launch-Processing&#8220; war, übergeben, welche den geschlossen Inkubator anschließend in das startbereite Shenzhou-8-Raumschiff auf der Startrampe einbaute. Das DLR/Astrium-Team durfte nicht auf die Startrampe, da der gesamte Komplex ein militärisches Sperrgebiet darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald SIMBOX an Bord installiert war (ca. 4,5 Stunden vor Start), wurden die Experimente extern mit Strom versorgt. Erst ca. 45 min vor Start wurde die Experimentierbox über das Versorgungssystem des Shenzhou-Raumschiffes versorgt. Davor bestand während des Transports von der Integrationshalle und den Labors für etwa 2,5 Stunden keine Stromversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 22:58 Uhr MEZ von der Startrampe 1 des Startbereiches 4 des <em>Jiuquan Satellite Launch Center</em> in der nordwestchinesischen autonomen Region Innere Mongolei in der Wüste Gobi. Nach 130 Sekunden waren die vier Booster ausgebrannt und wurden von der Rakete gelöst, wobei bei T+100 Sekunden schon der voll funktionsfähige Startrettungsturm abgetrennt wurde. 130 Sekunden nach dem Start folgte die Erststufe, die restliche Nutzlastverkleidung 208 Sekunden nach dem Start. Die Zweitstufe war nach 462 Sekunden Flug ausgebrannt, wobei die Verniertriebwerke noch bis T+583 Sekunden betrieben wurden. Danach wurde die Nutzlast ausgetrennt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC_0036a-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/shenzou8_launch_braun.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Start von Shenzhou 8 aus etwa<br> 1.000 Metern Entfernung<br>(Bild: Dr. Markus Braun)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die eingesetzte Rakete vom Typ Langer Marsch 2F ist die Hauptstütze des bemannten chinesischen Weltraumprogramms. Seit ihrem Erstflug im Jahr 1999 absolvierte sie neun Starts, wobei der bisher letzte am 29. September 2011 die erste chinesische Raumstation, <em>Tiangong 1</em>, ins All transportierte. Die <em>Langer Marsch 2F</em> basiert dabei auf der wenig erfolgreichen <em>Langer Marsch 2E</em>, wurde aber im Gegensatz zu ihr stark modifiziert, vor allem die Zweitstufe, die für die <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe verstärkt wurde. Auch wurden die startkritischen Systeme, so etwa die Subsysteme der Triebwerke, redundant ausgelegt. Die größte Veränderung war eine neue Nutzlastverkleidung, die stark der der russischen <em>Sojus-FG</em>-Rakete bei bemannten Starts ähnelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gestartete Nutzlast ist das unbemannte Raumschiff <em>Shenzhou 8</em>. Die <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe sind vergrößerte und modernisierte Versionen des russischen <em>Sojus</em>-Raumschiffes, das schon seit 1967 alle russischen Kosmonauten in den Weltraum bringt. Erstmalig ist die Shenzhou 8 mit einem Kopplungsstutzen ausgerüstet, der dem russischen androgynen <em>APAS 89</em>-Kopplungsstutzen ähnelt, der auch im amerikanischen Space Shuttle genutzt wurde. Im Gegensatz zum Original wurde das chinesische Produkt vergrößert, damit größere Elemente die Luke passieren können. Die Mission von <em>Shenzhou 8</em> besteht darin, an die vor einem Monat gestartete chinesische Raumstation <em>Tiangong 1</em> zu koppeln. Es wird der erste Versuch Chinas sein, zwei Raumschiffe miteinander zu koppeln. Dafür nutzt man auch ein eigenes Laserentfernungssystem, das in vom Prinzip her auch im europäischen <em>ATV</em> verwendet wird. Die Kopplung erfolgt ähnlich wie bei den russischen Systemen <em>Sojus</em> und <em>Progress</em>. Dieser Flug ist gleichzeitig auch eine Testmission für die nächsten zwei Flüge zur Raumstation, nämlich <em>Shenzhou 9</em> und <em>Shenzhou 10</em>. Diese beiden Flüge werden bemannt sein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou.jpg" alt="Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem Shenzhou-Raumschiff (rechts).
(Bild: China Manned Space Engineering Office)"/></a><figcaption>Die Raumstation <em>Tiangong 1</em> (links) mit anfliegendem <br><em>Shenzhou</em>-Raumschiff (rechts).<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel der Mission ist die chinesische Raumstation <em>Tiangong 1</em>. Sie ist eine umgebaute Version des <em>Shenzhou</em>-Raumschiffes. Man modifizierte das Service-Modul von Shenzhou für einen längeren Aufenthalt im Orbit und baute ein neues Orbitalmodul darauf. Die Raumstation an sich ist 9 m lang, hat einen Durchmesser von maximal 2,8 m und wiegt voll betankt und beladen 8,4 Tonnen. Am Service-Modul ist ein Paar von Solarzellen befestigt, welche etwas größer ist als das von Shenzhou. Das Orbitalmodul ist im Volumen in etwa vergleichbar mit dem ISS-Modul <em>Rasswjet</em>. Genauso wie <em>Shenzhou</em> besitzt es einen androgynen Kopplungsadapter, der dem <em>APAS 89</em> ähnelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">37 Minuten nach dem Start nahm die SIMBOX ihren Betrieb auf und sendete erste Telemetrie-Daten zum Boden. Von nun an werden am Tag mindestens 5 Übertragungszeiten von jeweils 15 Minuten Dauer für die Übertragung von wichtigen Informationen der Experimentierbox. Diese Daten sind wichtig für die sich am Boden befindende Kontrollbox. Eine detaillierte wissenschaftliche Auswertung der Experimente kann jedoch erst nach erfolgreicher Landung und Bergung erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Tage nach dem Start, am Mittwoch, dem 2. November Mitteleuropäischer Zeit, wird voraussichtlich, nach derzeitigem Kenntnisstand von Raumfahrer.net, die Kopplung von <em>Shenzhou 8</em> mit der chinesischen Raumstation <em>Tiangong 1</em> erfolgen. Davor sind aber fünf verschieden lange Orbitmanöver nötig, um die Umlaufbahnen von Raumstation und Raumschiff aneinander anzugleichen. Der exakte Zeitpunkt der Kopplung wird abhängig von dem Erfolg des Missionsverlaufs der ersten zwei Tage sein. Nach dem erfolgreichen Ankoppeln wird <em>Shenzhou 8</em> 12 Tage mit <em>Tiangong 1</em> verbunden bleiben. Danach wird <em>Shenzhou 8</em> abkoppeln und ein Wiederankopplungsmanöver durchführen und zwei weitere Tage an der Station angekoppelt bleiben. Schließlich wird <em>Shenzhou 8</em> ein letztes Mal von der Station abkoppeln und kurz danach voraussichtlich ca. 300 km entfernt von Peking via Fallschirm landen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/simbox_prelaunch.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/simbox_prelaunch.jpg" alt="SIMBOX bei den Startvorbereitungen
(Bild: DLR/EADS Astrium)"/></a><figcaption>SIMBOX bei den Startvorbereitungen<br>(Bild: DLR/EADS Astrium)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">SIMBOX ist eine Kooperation zwischen dem DLR und der chinesischen Raumfahrtagentur für bemannte Flüge (<em>CMSEO</em>). Die 34,6 kg schwere Box mit 37 Litern Volumen beherbergt 40 Experimentierkistchen, deren Größe jeweils der einer Zigarettenschachtel entspricht. Insgesamt 17 Experimente aus verschiedenen Bereichen der Biologie sollen das Wissen über das Verhalten von Zellen in der Schwerelosigkeit erweitern. Auch werden unter anderem Schnecken und Algen in einem geschlossenen Ökosystem untersucht. Mehr Informationen zu den wissenschaftlichen Zielen von SIMBOX finden Sie in unserem detaillierten <a href="https://www.raumfahrer.net/das-deutsch-chinesische-gemeinschaftsprojekt-simbox/" data-wpel-link="internal">Bericht</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vielen Dank für die ausführlichen Infos an Dr. Markus Braun vom DLR und Florian Kohn von der Universität Hohenheim.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10317.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10410.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kooperation mit China im Raumfahrtbereich?</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Blog der Universität Hohenheim zum Thema SIMBOX und Shenzou 8</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Bilder finden Sie in unserer <strong><a href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/565" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mediengalerie</a></strong></p>
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		<item>
		<title>Shenzhou</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CAST]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Shenzhou-Raumschiffe sind die Basis der bemannten chinesischen Raumfahrt. Mit ihnen flog der erste Taikonaut in den Orbit und es wird als Zubringer die chinesischen Raumstationen versorgen. Ein Beitrag von Felix Korsch und Daniel Maurat (vom 14.08.2003, aktualisiert 30.10.2011, Rechtschreibkorrektur 29.12.2020). Quelle: China Manned Space Engineering Office, Xinhua. Geschichte Die Geschichte eines bemannten chinesischen Raumschiffes [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe sind die Basis der bemannten chinesischen Raumfahrt. Mit ihnen flog der erste Taikonaut in den Orbit und es wird als Zubringer die chinesischen Raumstationen versorgen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch und Daniel Maurat (vom 14.08.2003, aktualisiert 30.10.2011, Rechtschreibkorrektur 29.12.2020). Quelle: China Manned Space Engineering Office, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_05_grossjpg.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Raumkapsel Shenzhou 5 vor ihrem Einbau in die Rakete. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Die Raumkapsel Shenzhou 5 vor ihrem Einbau in die Rakete. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_05_300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Raumkapsel <em>Shenzhou 5</em> vor ihrem Einbau in die Rakete.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte eines bemannten chinesischen Raumschiffes begann im Jahr 1989, als die chinesische Regierung beschloss, ein bemanntes Weltraumprogramm aufzubauen. Als Träger fand man schnell die <em>Langer Marsch 2E</em>, welche nur noch modifiziert werden musste. Daraus entwickelte sich die <em>Langer Marsch 2F</em>. Doch war die Frage um die Raumkapsel noch nicht sicher. Es gab eine Reihe von Vorschlägen, über eine bemannte Version der <em>FSW</em>-Rückführkapseln, die man schon in den 1970er Jahren besprochen hat über sogar einem Mini-Shuttle, ähnlich dem Konzept <em>Hermes</em> der ESA. Schließlich legten 1991 die drei großen chinesischen Weltrauminstitute, <em>CAST</em> (<em>China Academy for Spaceflight Technology</em>), <em>SAST</em> (Shanghai Academy for Spaceflight Technology) und <em>CALT</em> (<em>China Academy for Launch Vehicle Technology</em>) ihre Verschläge vor. Dabei schlugen sowohl <em>CAST</em> als auch <em>SAST</em> ein Konzept, ähnlich dem des russischen <em>Sojus</em>-Raumschiffes, also ein Orbital-, ein Wiedereintritts- und ein Service-Modul, nur größer und mit einem neu konfigurierten Orbitalmodul, vor. Das Konzept von <em>CAST</em> wurde schließlich 1993 angenommen und die Firma zum Hauptauftragnehmer ernannt. <em>SAST</em> sollte dabei das Service Modul und das Antriebssystem entwickeln. Das bemannte Raumfahrtprogramm bekam zunächst den nichts sagenden Namen <em>Projekt 921</em>, das Raumschiff den Namen <em>Projekt 921-1</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou2.jpg" alt=""/><figcaption>Ein <em>Shenzhou</em>-Raumschiff mit zwei Solarzellenpaaren im Weltraum &#8211; Illustration<br>(Bild: Simon Zajc)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der darauffolgenden Zeit bekam China Hilfe bei der Entwicklung für ihr Raumschiff: Russland half dem Reich der Mitte damit, dass sie viel Technologie der <em>Sojus-TM</em>-Raumschiffe nach China transferierten. Unter anderem waren darunter die Wiedereintrittskapsel mit Landesystem, das Lebenserhaltungssystem, das Startabbruchsystem, androgyne Kopplungsstutzen vom Typ <em>APAS 89</em> sowie Durckanzüge vom Typ <em>Sokol</em>, welche von den russischen Kosmonauten beim Start getragen werden. Insgesamt aber vergrößerten die Chinesen das neue Raumschiff, um so mehr Platz für die Crew zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wohl größte Veränderung betraf das Orbitalmodul: Dieses wurde neu konstruiert und sollte nun in der Lage sein, auch nach dem Abtrennen vom restlichen Raumschiff autonom zu arbeiten. Dazu erhielt es ein Paar Solarzellen und ein eigenes Lageregelungssystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem China seine Ambitionen von einem bemannten Weltraumprogramm Ende der 1990er Jahre der Welt verkündete, brauchte das neue Raumschiff einen Namen. Diesen erhielt es vom chinesischen Präsidenten, Jiang Ze-Min. Er nannte das neue Raumschiff <em>Shenzhou</em>, was übersetzt soviel wie &#8222;Götterschiff&#8220; oder &#8222;göttliches Schiff&#8220; bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tabelle 1: Basisdaten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>offizielle Bezeichnung:</strong></td><td>Project 921-1</td></tr><tr><td><strong>inoffizielle Bezeichnung:</strong></td><td>Shenzhou</td></tr><tr><td><strong>Agentur:</strong></td><td>CNSA (China National Space Academy)</td></tr><tr><td><strong>Hersteller:</strong></td><td>CAST (China Academy of Spaceflight Technology)</td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse:</strong></td><td>7,8 t</td></tr><tr><td><strong>Länge:</strong></td><td>8,65 m</td></tr><tr><td><strong>max. Durchmesser:</strong></td><td>2,80 m</td></tr><tr><td><strong>Spannweite:</strong></td><td>19,40 m</td></tr><tr><td><strong>Einzelmodule:</strong></td><td>3</td></tr><tr><td><strong>Crew:</strong></td><td>3</td></tr><tr><td><strong>Solarpaneele (bis Shenzhou 6):</strong></td><td>4,  (24 m²+12 m²) = 1,3 kW</td></tr><tr><td><strong>Solarpaneele (ab Shenzhou 7):</strong></td><td>2,  (24 m²) = 0,87 kW</td></tr></tbody></table></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_om_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Orbitalmodul von Shenzhou 7 bei der Montage. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Das Orbitalmodul von Shenzhou 7 bei der Montage. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_om.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Orbitalmodul von <em>Shenzhou 7</em> bei der Montage.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orbitalsektion</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Orbitalmodul der <em>Shenzhou</em> ähnelt nur noch in Ansätzen dem russischen Vorbild. Die auffälligsten Unterschiede sind die zylindrische Form des Moduls sowie (bei den ersten sechs Flügen) das zusätzliche Paar Solarpaneele. Dieses braucht es, um über eine längere Zeit autonom im Erdorbit arbeiten zu können. Das Modul an sich ist 2,8 m lang, hat einen Durchmesser von 2,8 m und wiegt voll betankt 1,5 t. Mit den Solarpaneelen hat es eine Spannweite von 10,8 m, wobei jedes Solarpaneel eine Länge von 3,5 m und eine Breite von 2 m hat. Diese Solarpaneele haben eine Fläche von 12,24 m<sup>2</sup>, womit sie eine Leistung von 0,5 kW generiert können. Um die Menge an elektrischer Energie, die sie erhalten, zu maximieren, sind sie drehbar angelegt, damit sie sich immer optimal zur Sonne ausrichten können. Im Inneren stehen der Besatzung 8 m<sup>3</sup> Wohnvolumen zur Verfügung. Es verfügt auch über ein eigenes mit Hydrazin betriebenes Lageregelungssystem mit 16 x 5 kN-Triebwerken, welche über das eigene Steuerungssystem gesteuert wurden. Ab <em>Shenzhou 7</em> verzichtete man aber beim Orbitalmodul auf die Fähigkeit des autonomen Betriebes und entfernte Solarpaneele, Steuerungs- und Lageregelungssystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Front des Moduls befanden sich bis Shenzhou 7 eine Reihe von Nutzlasten, mit denen entweder die Erde untersucht werden konnte oder missionsspezifische Aufgaben erledigt werden konnten. Ab Shenzhou 8 befindet sich an dieser Stelle der Kopplungsstutzen, der aus dem russischen APAS 89-Kopplungsstutzen entwickelt wurde. Am gegenüberliegendem Ende des Moduls, dem Heck, befindet sich ein Kopplungsstutzen für die Landekapsel, wodurch die Besatzung zwischen den beiden Teilen des Raumschiffes wechseln kann. Vor der Landung wird die Luke zwischen beiden Modulen verschlossen und das Orbitalmodul abgesprengt. Dies geschieht vor dem Deorbit-Manöver, um so Treibstoff zu sparen, den man sonst dazu benutzten müsste, auch noch das Orbitalmodul abzubremsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Orbitalmodul ist sehr vielseitig. Neben ihrer früheren Aufgabe als Forschungssatellit, wobei sie bis zu 200 Tage im Erdorbit betrieben werden konnte, wurde sie schon im Rahmen der Mission <em>Shenzhou 7</em> als Luftschleuse für Außenbordaktivtäten (EVA) genutzt. Dazu verfügte sie über eine spezielle Luke in der Hülle, wodurch die Taikonauten aussteigen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_rv0_.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Landekapsel eines Shenzhou-Raumschiffes. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Die Landekapsel eines Shenzhou-Raumschiffes. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_rv.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Landekapsel eines <em>Shenzhou</em>-Raumschiffes.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landekapsel</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landekapsel basiert auf ihrem Pendant aus Russland, der <em>Sojus</em>. Sie ist aber im Gegensatz zu ihr größer und bietet mehr Raum in Inneren. Sie ist 2,5 m lang, hat einen Basisdurchmesser von 2,25 m und wiegt beim Start 3,24 t. Der Hitzeschild wiegt 450 kg und durch diesen ist die Landekapsel das einzige Element des <em>Shenzhou</em>-Raumschiffes, das auch zur Erde zurückkehrt. Im Inneren bietet es ein Volumen von 6 m<sup>3</sup> und ist für drei Taikonauten ausgelegt. Es ist also etwa 13% größer als die Landekapsel der <em>Sojus</em>. Es hat im aktiven Zustand eine Lebensdauer von 20 Tagen und verfügt zur Lageregelung während der Zeit des Alleinfluges ohne Servicemodul, des Wiedereintritts in die Atmosphäre und dem Flug noch ohne Fallschirm, über acht 150 N starke Lageregelungstriebwerke, welche Hydrazin als Treibstoff nutzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou7.jpg" alt=""/><figcaption>Die Landekapsel von Shenzhou 1 kurz vor dem Aufsetzen in der mongolischen Steppe.<br>(Bild: Peolple&#8217;s Daily)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren ähnelt die <em>Shenzhou</em>-Landekapsel stark derjenigen, die für die <em>Sojus</em> genutzt wird, ist aber moderner gestaltet. So nutzt man auch, wie im russischen Original, ein Pereskopsystem, mit dem die Taikonauten Objekte für das Docking mit dem Auge suchen oder das Raumschiff für den Wiedereintritt ausrichten können. Auch die Instrumente und die Flugsteuerungselemente ähneln denen der <em>Sojus</em>, sind aber moderner als die im russischen Raumschiff und die Taikonauten verbringen Start und Landung in individuell geformten Schalensitzen. Zuletzt gleichen sich die Landungtechniken beider Raumschiffe: wie auch bei der <em>Sojus</em> besitzt die <em>Shenzhou</em>-Landekapsel einen kleinen Hilfsschirm, der später den großen Hauptfallschirm aus seinem Stauraum zieht. Das Fallschirmsystem ist redundant ausgelegt, das heißt, dass die Kapsel über einen Reserveschirm verfügt. Der Hitzeschild wird kurz vor Landung abgeworfen und Sekunden vor der Bodenberührung feuern vier kleine Feststofftriebwerke im Boden der Kapsel, um sie weiter abzubremsen und die Landung für die Besatzung nicht zu hart werden zu lassen. Die Landekapsel ist für Landungen an Land ausgelegt, kann aber im Notfall auch eine Wasserlandung durchführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_sm_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Servicemodul eines Shenzhou-Rumschiffes (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Das Servicemodul eines Shenzhou-Rumschiffes (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_sm.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Servicemodul eines <em>Shenzhou</em>-Rumschiffes<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Servicemodul</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Servicemodul des Raumschiffes ist größer als sein Vorbild aus Russland und für längere Flüge ausgelegt. In ihm sind die wichtigsten Versorgungssysteme, etwa Luft-, Wasser- und Energiesystem sowie die Triebwerke und die Lageregelung integriert. Es ist 2,94 m lang, hat einen Durchmesser von 2,5 m, wobei es an der Basis sogar einen Durchmesser von 2,8 m hat, und wiegt voll betankt 3 t. In ihm sind die Luft-, Wasser- und Treibstoffvorräte des Raumschiffes. Alleine an Treibstoff kann es 1 Tonne aufnehmen. Das Servicemodul verfügt über ein Paar Solarpaneele, welche aus vier Elementen bestehen. Diese vier Elemente werden vor dem Start zusammengeklappt, um Platz zu sparen, und erst im Weltraum entfaltet. Insgesamt haben sie eine Spannweite von 17 m und haben eine Fläche von 24,48 m<sup>2</sup>, oder auch je eine Länge von 7,5 m bei einer Breite von 2 m. Sie können etwa 1 kW elektrische Leistung generieren und so die Besatzung und die verschiedenen Systeme des Raumschiffes mit Energie versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Servicemodul verfügt über eine Reihe von Triebwerken: acht Triebwerke mit 150 N Schub am Heck dienen für kleine Bahnänderungsmanöver, etwa für ein Rendezvous-Manöver oder eine Kopplung. 16 Triebwerke mit einem Schub von je 5 N gehören zum Lageregelungssystem und dienen zur Lageregelung im Raum. Und zuletzt vier je 2,5 kN starke Haupttriebwerke, mit denen der Deorbit des Raumschiffes durchgeführt wird. Zum Betrieb nutzen alle Triebwerke einen Treibstoffmix aus Monomethylhydrazin (<em>MMH</em>) und Distickstofftetroxid (<em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>) als Oxydator. Es kann aktiv etwa 20 Tage im Orbit verbleiben, im &#8222;Stand-By&#8220;-Modus sogar fast ein Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/las.jpg" alt=""/><figcaption>Die Rettungsrakete vor der Montage mit der restlichen Rakete.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rettungssystem</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rettungssystem (auch <em>LAS</em> für <em>Launch Abort System)</em> der <em>Shenzhou</em> erinnert zwar an das der <em>Sojus</em>, doch besitzt es einige weltweit einzigartige Details. Entwickelt wurde es von der <em>Academy of Aerospace Solid Propulsion Technology</em>, auch <em>4th Academy</em> genannt. Der Rettungsturm an sich ist 15,1 m lang und hat einen Durchmesser von 67 cm. Mit ihm befestigt ist die Nutzlastverkleidung, welche über vier so genannte &#8222;Luftschaufeln&#8220; verfügt. Diese stabilisieren und steuern das zu rettende Raumschiff bei einer Aktivierung des LAS. Bei einer Aktivierung werden das Orbitalmodul und die Landekapsel von der restlichen Rakete gerissen und in einen sicheren Abstand gebracht. Nachdem die Rettungsrakete ausgebrannt ist, eine sichere Entfernung zur Rakete erreicht ist und das LAS richtig ausgerichtet ist, wird die Landekapsel vom Orbitalmodul und von der Nutzlastverkleidung abgetrennt. Danach führt es eine normale Landung durch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou6.jpg" alt=""/><figcaption>Eine Attrappe der Nutzlastverkeidung. Gut sichtbar das Rettungssystem, ähnlich dem russischen SAS-Mechanismus.<br>(Bild: Xinhua)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Problem dieses LAS ist, dass es schon nach 120 Sekunden Flug, noch vor den Boostern der Langer Marsch 2F, abgeworfen wird. Sollte es danach zu einem Unfall kommen, könnte man das Raumschiff nicht rechtzeitig von der Rakete wegbringen. Um dieses Problem zu umgehen, integrierte man auch noch die Nutzlastverkleidung ins Startabbruchsystem. Dazu rüstete man sie mit insgesamt acht Feststoffmotoren aus, die in der Lage sind, bis zur 200. Flugsekunde, also dem planmäßigen Abtrennen der Nutzlastverkleidung, die Kapsel und damit die Besatzung in sichere Entfernung zur Rakete bringen zu können. Wenn es nach dem Abtrennen der Nutzlastverkleidung zu einem Problem kommen sollte, kann sich das Raumschiff mit seinen eigenen Treibwerken von der Rakete trennen und so zu einem Notlandeplatz gelangen. Das gesamte System ist vollautomatisiert, kann aber auch von der Bodenkontrolle aktiviert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Falle einer Aktivierung des <em>LAS</em> fliegt die Kapsel entweder, wenn die Abtrennung vor T+200 Sekunden erfolgte, eine ballistische Kurve und landet dann in einer Schneise von Jiuquan bis zum südchinesischen Meer. Wenn der Abbruch schon so spät erfolgt, dass fast Orbitalgeschwindigkeit erreicht ist, macht die Raumkapsel eine Erdumrundung und landet dann in China.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/sojus-a.jpg" alt=""/><figcaption>Früher Entwurf des Raumschiffes Sojus-A, es weist gewisse Parallelitäten zum chinesischen Modell auf. Eine Kopie?<br>(Bild: unbekannt)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sojus A und Shenzhou</strong> (Felix Kosch, 14.08.2003)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Vergleich des Shenzhou-Raumschiffes mit ähnlichen Konstruktionen auf Seiten der ehemaligen Sowjetunion fällt westlichen Beobachtern auf, dass das chinesische Modell sehr einem frühen Entwurf des <em>Sojus</em>-Raumschiffes, namentlich <em>Sojus A</em>, gleicht. Jenes Raumschiff wurde ab Ende 1962 speziell zur Durchführung einer bemannten Mondumrundung konzipiert. Man merke an: die Chinesen planen ihrerseits eine Mondumrundung mit ihrem <em>Shenzhou</em>-Raumschiff! <em>Sojus A</em> wurde in seiner Auslegung von 1963 mit einer zylindrischen Orbitalsektion ausgestattet, was dazu führt, dass die Silhouetten beider Raumschiffe annähernd identisch sind. Die heute verfügbaren Daten über <em>Sojus A</em> als eines der frühesten Entwürfe eines <em>Sojus</em>-Raumschiffes weisen auch aus technischer Sicht eine gewisse Ähnlichkeit mit <em>Shenzhou</em> auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Seiten westlicher Beobachter führten diese rein optisch erschließbaren Zusammenhänge zu der Vermutung, dass das chinesische <em>Shenzhou</em>-Raumschiff in Wahrheit auf einem der frühen <em>Sojus</em>-Entwürfe basiert, welche man aus den Beständen russischer Konstruktionsbüros günstiger hätte erstehen können als etwa die Blaupausen der aktuellen Version <em>Sojus-TMA</em>. Diese Annahme steht allerdings im Widerspruch mit der Erkenntnis, dass China in Wirklichkeit Mitte der 90&#8217;er die Konstruktionspläne des Raumschiffes <em>Sojus-T</em> im Rahmen eines chinesisch-russischen Kooperationsvertrages erwarb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits wäre der eigenwilligen Auslegung der Orbitalsektion der <em>Sojus A</em> auch bei einer Mission mit dem Ziel der Mondumrundung eine besondere Bedeutung zugekommen: die Beherbergung weiterer technischer Systeme sowie umfangreicherer Forschungsmöglichkeiten. Das letztendliche Design von <em>Sojus</em> sah dies nicht mehr vor und eine technisch einfachere Version der Orbitalsektion mit einer kugelförmigen Auslegung setzte sich durch. Eine mögliche Schlussfolgerung wäre, dass China im Anbetracht des nun selbst gesteckten Zieles eines Mondfluges das damals angedachte System in gewissem Maße adaptierte. Hierfür gibt es freilich keine Belege und auch die technischen Daten können nicht als zuverlässige Indikatoren herangezogen werden, schließlich ist die allgemeine technische Anlehnung an das russische Pendant kein Geheimnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tabelle 2: Vergleich Shenzhou mit Sojus-A und Sojus-TMA</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td></td><td><strong>Sojus (A)</strong></td><td><strong>Sojus (TMA)</strong></td><td><strong>Shenzhou</strong></td></tr><tr><td><strong>Gesamtsystem</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>5880</td><td>7250</td><td>7800</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>7,40</td><td>7,48</td><td>8,65</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,30</td><td>2,72</td><td>2,80</td></tr><tr><td><strong>Spannweite in m:</strong></td><td>&#8212;</td><td>10,06</td><td>19,40</td></tr><tr><td><strong>Orbitalsektion</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>1300</td><td>1300</td><td>1500</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>3,00</td><td>2,98</td><td>2,80</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,20</td><td>2,26</td><td>2,25</td></tr><tr><td><strong>Rückkehrmodul</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>2480</td><td>3000</td><td>3200</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>2,30</td><td>1,90</td><td>2,059</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,20</td><td>2,17</td><td>2,50</td></tr><tr><td><strong>Gerätesektion</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>2400</td><td>2950</td><td>3000</td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse in kg:</strong></td><td>830</td><td>900</td><td>1000</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>2,10</td><td>2,60</td><td>2,94</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,10</td><td>2,17</td><td>2,50</td></tr><tr><td><strong>Basisdurchmesser in m:</strong></td><td>2,30</td><td>2,72</td><td>2,80</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Missionen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den einzelnen Mission der <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe gibt es je einen eigenen Artikel, in dem näher auf die Mission des jeweiligen Fluges eingegangen wird:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-1/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 1</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-2/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 2</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-3/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 3</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-4/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 4</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-5/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 5</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-6-start-fuer-oktober-geplant/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 6</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20070814040434/http://www.raumfahrer.net/multimedia/4images/categories.php?cat_id=49" data-wpel-link="internal">Bildergalerie Shenzhou 1-4</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2f/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 2F</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Websites:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20111124024850/http://www.sinodefence.com/space/human-spaceflight/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SinoDefense.com</a></li><li><a href="http://www.astronautix.com/s/shenzhou.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Encyclopedia Astronautica</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Langer Marsch 2F</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2f/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-2F]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 2F]]></category>
		<category><![CDATA[LM-2F]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=60406</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sie ist die Hauptstütze des chinesischen bemannten Raumfahrtprogramms: Die Langer Marsch 2F startet die bemannten Shenzhou-Kapseln ins All. Ein Beitrag von Daniel Maurat (19.10.2011, aktualisiert Juni 2013, Rechtschreibkorrektur 30.12.2020). Quelle: CGWIC, China Manned Space Engineering Office. Geschichte China begann im Jahr 1992 damit, ein eigenes bemanntes Raumfahrtprogramm aufzubauen, das Programm 921. Dieses beinhaltete den moderaten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie ist die Hauptstütze des chinesischen bemannten Raumfahrtprogramms: Die <em>Langer Marsch 2F</em> startet die bemannten <em>Shenzhou</em>-Kapseln ins All.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat (19.10.2011, aktualisiert Juni 2013, Rechtschreibkorrektur 30.12.2020). Quelle: CGWIC, China Manned Space Engineering Office.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/cz_2f.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Start der Raumkapsel Shenzhou 5 auf einer CZ 2F am 15. Oktober 2003. (Bild: CGWIC)" data-rl_caption="" title="Start der Raumkapsel Shenzhou 5 auf einer CZ 2F am 15. Oktober 2003. (Bild: CGWIC)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/cz_2f_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start der Raumkapsel <em>Shenzhou 5</em> auf einer <em>CZ 2F</em> am 15. Oktober 2003.<br>(Bild: CGWIC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">China begann im Jahr 1992 damit, ein eigenes bemanntes Raumfahrtprogramm aufzubauen, das <em>Programm 921</em>. Dieses beinhaltete den moderaten Ausbau von Kompetenzen wie Kapselbau, Lebenserhaltungssysteme, Startrettungssystemen und vielem mehr. Daraus bildete sich das <em>Shenzhou</em>-Programm, wobei man sich sehr beim russischen Raumfahrzeugsystem <em>Sojus</em> bedient hat. Denn der neuen <em>Shenzhou</em>-Kapsel konnte man die Verwandtschaft mit den russischen Kapseln deutlich ansehen: Sie war etwa 13% größer als die russische <em>Sojus</em>, aber auch moderner ausgestattet, um so den Astronauten mehr Komfort zu geben als es in den russischen Kapseln gab. Zudem war das neue Orbitalmodul nun auch mit Solarzellen ausgestattet und hatte soger ein eigenes Lageregelungssystem, womit diese auch nach dem Abtrennen vom restlichen Raumschiff genutzt werden konnte. Doch brauchte man für diese neue Kapsel einen Träger, der sie starten konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kam schnell dazu, die <em>Langer Marsch 2E</em>, auch <em>CZ 2E</em> genannt, als Basis für diesen neuen Träger zu nutzen. Dazu musste man aber zunächst diesen Träger modifizieren, um das neue <em>Shenzhou</em>-System starten zu können. Zunächst wurde die Redundanz der wichtigsten Systeme erhöht, um so die Sicherheit der Crew zu verbessern. Auch wurden eine Reihe von Sensoren eingebaut, die einen Triebwerksschaden sofort erkennen und augenblicklich das Startrettungssystem aktivieren. Neben diesen Änderungen wurde die Zweitstufe strukturell verstärkt, um das Gewicht der immerhin über 8 Tonnen schweren <em>Shenzhou</em>-Kapsel tragen zu können. Die wohl auffälligste Neuerung ist die neue Nutzlastverkleidung: diese ähnelt startk der Sojus und besitzt nun einen Rettungsturm (<em>Launch Abort System</em>, <em>LAS</em>) und vier Leitschaufeln, die die Kapsel im Falle einer Aktivierung des <em>LAS</em> stabilisiere sollen. Eine Besonderheit der Nutzlastverkleidung ist, dass sie auch Teil des <em>LAS</em> ist, denn schon nach etwa 120 Sekunden Flugdauer wird der Rettungsturm abgesprengt. Erst etwa 200 Sekunden nach dem Start wird auch die Nutzlastverkleidung abgetrennt. In diesem Zeitraum von 80 Sekunden würde im Notfall eine Reihe von kleineren Raketen, die an der Nutzlastverkleidung angebracht sind, das Raumschiff von der Rakete wegbringen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/cz_2g.jpg" alt=""/><figcaption>Die erste <em>CZ 2G</em> mit dem Raumlabor <em>Tiangong 1</em> an Bord,<br>(Bild: CGWIC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihrem dritten Start im Jahr 2002 bekam die Rakete auch einen eigenen Spitznamen: Chinas Präsident Zenan nannte die Rakete <em>Shenjian</em> (chin. für göttlicher Pfeil), da sie bis dahin ohne große Probleme ihre Flüge abwickelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem China 2007 das <em>Tiangong</em>-Programm (auch Projekt 921-2 genannt) verkündete, rätselte man im Westen welcher Träger dieses Raumlabor starten sollte. Einige spekulierten auf die neue <em>CZ 5</em>-Serie, doch ist sie (Stand: Oktober 2011) bis heute noch nicht im Einsatz und wird dies in naher Zukunft auch nicht sein. So fiel das Augenmerk schnell auf Chinas bis dahin stärksten Träger: der <em>CZ 2F</em>. Das <em>Tiangong</em>-Raumlabor ist dabei nur wenig größer als das <em>Shenzhou</em>-Raumschiff und soll nur zur Technologieerwerbung und -Erprobung dienen, weswegen dieser Träger ausreicht, um das Labor zu starten. Doch brauchte man nun keine vor allem durch das <em>LAS</em> schwere Nutzlastverkleidung, sondern konnte einfach eine &#8222;einfache&#8220; Nutzlastverkleidung, ähnlich denen der anderen chinesischen Träger, nutzen. So konnte die neue Rakete, die man <em>CZ 2G</em> (auch <em>CZ 2F/G</em>) nannte, mehr Nutzlast in den Erdorbit starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>CZ 2F</em> ist ein Kind der <em>CZ 2E</em> und hat somit einen ähnlichen Aufbau:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <em>Booster</em> stammen direkt von der <em>CZ 2E</em> und tragen die Bezeichnung <em>LB-40</em>. Sie sind 15,33 m lang, haben einen Durchmesser von 2,55 m und wiegen voll betankt 41 t. Das einzelne <em>YF-20B</em>-Triebwerk, welches auch in der Erststufe genutzt wird, liefert für 291 Sekunden Brenndauer einen Schub von 740,4 kN pro Booster, also insgesamt 2.961,6 kN Schub. Als Treibstoff nutzt man den bewährten Treibstoffmix aus <em>UDMH</em> (Unsymetrisches Dimethylhydrazin) als Treibstoff und N<sub>2</sub>O<sub>4</sub> (Distickstofftetroxid) als Oxydator.</li><li>Die <em>Erststufe</em> stammt auch direkt von der <em>CZ 2E</em> und heißt auch <em>L-140</em>. Sie ist 23,7 m lang, hat einen Durchmesser von 3,35 m und wiegt voll betankt 196,5 t. Das aus vier <em>YF-20B</em> bestehende <em>YF-21B</em>-Triebwerk liefert einen Schub von 2.916,6 kN bei einer Brenndauer von 166 Sekunden. Als Treibstoff nutzt man <em>UDMH</em>, als Oxydator N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>.</li><li>Die <em>Zweitstufe</em> stammt auch, wie die restlichen Stufen der Rakete, von der <em>CZ 2E</em>, wurde aber strukturell verstärkt, um die <em>Shenzhou</em>-Kapsel aufnehmen zu können. Sie trägt die Bezeichnung <em>L-80</em>. Sie ist 15,53 m lang, hat einen Durchmesser von 3,35 m und wiegt voll betankt 93,15 t. Das Triebwerk vom Typ <em>YF-24B</em>, welches wiederum aus einen Haupttriebwerk <em>YF-22B</em> und vier Verniertriebwerken <em>YF-23B</em> besteht, liefern für 295 Sekunden Brenndauer einen Schub von insgesamt 831 kN. Als Treibstoff nutzt man <em>UDMH</em>, als Oxydator N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou6_gross.jpg" alt=""/><figcaption>Die Shenzhou 6-Kapsel während der Startvorbereitungen. Sie bildet die Hauptnutzlast der CZ 2F.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet werden die <em>CZ 2F</em> und <em>CZ 2G</em> alle ausnahmslos vom chinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan in der Provinz Gansu in der inneren Mongolei. Dazu baute China eigens eine neue Startrampe, eine die sehr &#8222;westliche&#8220; Züge hat. Denn auf den ersten Blick erinnert die Startrampe etwas an das <em>Kennedy Space Center</em> in Florida. Das liegt am so genannten <em>Vehicle Assembly Building</em>, in dem bis zu zwei Raketen gleichzeitig zusammengebaut werden können und dann zum eigentlichen Startturm mittels einer Gleisbahn, ähnlich wie das <em>Ariane</em>-System der Europäer, transportiert wird. Das <em>Vehicle Assembly Building</em> hat nicht nur vom Namen her Ähnlichkeiten mit seinem amerikanischen Pendant in Florida, auch sieht es aus wie eine Kopie des Originals. Aber auch die Trennung von Montageplatz und Startplatz ist für China ungewöhnlich, da zumeist (ähnlich der amerikanischen <em>Delta II</em> oder <em>Delta IV</em>) auf der Startplattform montiert, der Montageturm weggefahren und die Rakete gestartet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt gab es seit 1999 (Stand: Juni 2013) elf Starts der <em>CZ 2F</em> und der <em>CZ 2G</em>, zehn Mal die <em>CZ 2F</em> und einmal die <em>CZ 2G</em>. Dabei starteten zehn <em>Shenzhou</em>&#8211; Kapseln, wovon fünf bemannt waren, sowie die erste chinesische &#8222;Raumstation&#8220;, <em>Tiangong 1</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gab es am 15. Oktober 2003 das größte Debut für China, als eine <em>CZ 2F</em> das Raumschiff <em>Shenzhou 5</em> startete. An Bord war der erste Chinese im All, der Luftwaffenpilot Yang Liwei, der China nach Russland und den USA zur dritten Nation machte, die eigenständig Raumfahrer starten können. Nach etwas mehr als einem Tag im Orbit landete er wieder sicher auf der Erde und wurde als Held empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Oktober 2005 folgte Chinas nächster Streich, als <em>Shenzhou 6</em> gestartet wurde. Dabei starteten die beiden Taikonauten Fai Julong und Nie Haisheng, die einen mehrtägigen Aufenthalt im Orbit hatten und eine Reihe von Tests und Experimenten durchführten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte bemannte Flug startete am 25. September 2008, kurz nach dem Ende der Olympischen Spiele in Peking. Die Hauptaufgabe der Besatzung, bestehend aus Zhai Zhigang, Liu Boming und Jing Haipeng, bestand darin, die erste chinesische <em>EVA</em> (engl. <em>Extra Vehicular Activity</em> für Außenbordaktivität) durchzuführen. Dazu wurde das Orbitalmodul zu einer luftschleuse umgebaut, wovon aus Zhai und Liu in den Weltraum ausstiegen. Das große Öffentlichkeitsinteresse, auch in den westlichen Ländern, machte die Mission für China zu einem großen Propagandaerfolg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/tiangong_shenzhou_gross.jpg" alt=""/><figcaption>Die Raumstation <em>Taingong 1</em> im Orbit. Im Anflug eine <em>Shenzhou</em>-Kapsel.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der bisher einzige Start einer <em>CZ 2G</em> fand am 29. September 2011 am. Dabei startete man Chinas erste Raumstation, <em>Tiangong 1</em>. Diese wird vor allem der Technologieerprobung und der Erlernung des Stationsbetriebes dienen. Dabei hat man ein neues Orbitalmodul gebaut und dieses auf ein modifiziertes Servicemodul der <em>Shenzhou</em>-Kapseln gesetzt. In den nächsten Jahren werden noch zwei Nachfolgestationen kommen, die <em>Tiangong 1</em> äußerlich gleichen werden, aber trotzdem deutlich fortgeschrittener sein werden als ihr Vorgänger. Danach will China eine eigene modulare Raumstation starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Oktober 2011 um 22:58 Uhr MEZ (in China schon 1. November 5:58 Uhr Ortszeit) startete wieder eine <em>CZ 2F</em> ins All. Nutzlast war das unbemannte Raumschiff <em>Shenzhou 8</em>, welches die Aufgabe hatte, das erste chinesische Kopplungsmanöver mit der einen Monat zuvor gestarteten Raumstation <em>Tiangong 1</em> durchzuführen. Auch dieser Start verlief erfolgreich. An Bord war auch das deutsch-chinesische Gemeinschaftsprojekt SIMBOX, mit dem biologische Proben im Weltraum untersucht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Knapp ein dreiviertel Jahr später, am 16. Juni 2012, startete mit <em>Shenzhou 9</em> erstmals seit vier Jahren wieder ein bemanntes chinesisches Raumschiff in den Weltraum. An Bord befanden sich die Taikonauten Jing Haiping, Liu Wang und Liu Yang, wobei mit Yang die erste Chinesin und mit Jing der erste Chinese mit mehr als einem Raumflug in den Weltraum flogen. Sie sammelten auf <em>Tiangong 1</em> erste Erfahrungen mit dem Betrieb einer Raumstation und lebten dort für 13 Tage, bevor sie wieder auf der Erde landeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Juni 2013 dann, also etwas weniger als ein Jahr später, startete erneut ein <em>Shenzhou</em>-Raumschiff in den Erdorbit. <em>Shenzhou 10</em> mit den Taikonauten Nie Haisheng, Zhang Xiaoguang und Wang Yaping, der zweiten Chinesin im All, erneut zu <em>Tiangong 1</em>. Dort sollen sie die Arbeit weiterführen, welche von der Besatzung von <em>Shenzhou 9</em> begonnen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukunft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tage für die <em>CZ 2F</em> sind wohl gezählt. Nachdem erst die neue chinesische Trägerfamilie um die Träger <em>CZ 5</em>, <em>CZ 6</em> und <em>CZ 7</em> im Einsatz sein wird, werden die bisherigen Trägersysteme <em>CZ 2</em>, <em>CZ 3</em> und <em>CZ 4</em> ausgemustert. Dies liegt vor allem an der Tatsache, dass die Treibstoffe dieser Träger hoch toxisch sind und so nicht sehr beliebt im Betrieb sind. Dazu gehört auch die <em>CZ 2F</em>, die von der <em>CZ 7</em> in ihrer Aufgabe als Träger für die <em>Shenzhou</em>-Kapseln ersetzt werden soll. Dies kann aber noch einige Jahre dauern, da nicht ganz sicher ist, wann die <em>CZ 7</em> eingeführt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2f-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Technische Daten</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2-startliste/" data-wpel-link="internal">Startliste</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 2</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou/" data-wpel-link="internal">Shenzhou</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/das-deutsch-chinesische-gemeinschaftsprojekt-simbox/" data-wpel-link="internal">SIMBOX</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/china/" data-wpel-link="internal">Index: China</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://www.calt.com/n840/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CALT</a></li><li><a href="https://www.cgwic.com/Launchservice/LM2F.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CGWIC</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20111007153136/http://www.sinodefence.com/space/launcher/cz2f.asp" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><s>SinoDefence.com</s></a></li><li><a href="https://www.globalsecurity.org/space/world/china/cz-2f.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">GlobalSecurity.org</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20240728215642/http://www.b14643.de/Spacerockets_1/China/CZ-2EF/Description/Frame.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2F</em> bei Norbert Brügge</a></li><li><a href="https://space.skyrocket.de/doc_lau_det/cz-2f.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2F</em> auf Gunther&#8217;s Space Page</a></li><li><a href="https://space.skyrocket.de/doc_lau_det/cz-2fg.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2G</em> auf Gunther&#8217;s Space Page</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20220406013729/http://www.spacelaunchreport.com/cz.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SpaceLaunchReport.com</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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		<title>China startet erste eigene Raumstation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-startet-erste-eigene-raumstation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 16:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[JSLC]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. September 2011 um 15:16 Uhr MESZ startete von Jiuquan aus eine Langer-Marsch-2G-Rakete. An deren Spitze befand sich die erste chinesische Raumstation, Tiangong 1. Ein Beitrag von Daniel Maurat &#38; Günther Glatzel. Quelle: CCTV, CNSC, NSF. Vertont von Peter Rittinger. Start von Tiangong 1. (Video: CCTV) Der Start erfolgte um 21:16 Uhr Ortszeit (15:16 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. September 2011 um 15:16 Uhr MESZ startete von Jiuquan aus eine Langer-Marsch-2G-Rakete. An deren Spitze befand sich die erste chinesische Raumstation, Tiangong 1.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat &amp; <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: CCTV, CNSC, NSF. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-01-88308.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="336" style="aspect-ratio: 448 / 336;" width="448" controls poster="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tg1lausnapcctv60.jpg" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Tiangong1LauchCCTV.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">Start von Tiangong 1. (Video: CCTV)</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 21:16 Uhr Ortszeit (15:16 Uhr MESZ) vom <em>Jiuquan Satellite Launch Center</em> (<em>JSLC</em>) in der Inneren Mongolei von Startplattform <em>SLS-1</em> der <em>Launch Area 4</em> des Weltraumbahnhofes. Dabei startete eine Rakete vom Typ Langer Marsch 2F / 2G, auch bekannt als Chang Zheng (CZ) 2F / 2G, mit der schon die bemannten Shenzhou-Kapseln gestartet wurden. 157 Sekunden nach dem Start waren die vier Startunterstützungsbooster ausgebrannt und wurden abgetrennt. Die Erststufe wurde wenig später abgeworfen, worauf nach 201 Sekunden die Nutzlastverkleidung folgte. Die Zweitstufe war schließlich nach 461 Sekunden ausgebrannt und trennte ihre Nutzlast auf einem 200 x 347 km hohen Oribt mit einer Inklination von 42,7° ab. Dies war der 145. Start einer Rakete vom Typ Langer Marsch und der achte Start für das bemannte chinesische Weltraumprogramm.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast der Rakete, das Orbitallabor Tiangong 1 (chin. für Himmlischer Palast) ist die erste in einer Reihe von Raumstationen, mit denen China die Technologien zum Betreiben einer großen Raumstation erarbeiten will. Sie ist 9 m lang, hat einen Durchmesser von maximal 2,8 m und wog beim Start 8,4 Tonnen. Das Modul besitzt zwei Solarpaneele mit einer Gesamtspannweite von 17 m. Es besteht aus zwei großen Sektionen, nämlich dem vorderen Orbitalmodul und dem Servicemodul. Das Orbitalmodul besitzt ein Raumvolumen von 15 m<sup>3</sup> und am vorderen Ende einen Kopplungsstutzen, der dem auf der ISS eingesetzten androgynen APAS-89-Kopplungssystem ähnelt. Hier können dann Raumschiffe vom Typ Shenzhou ankoppeln. Im Orbitalmodul wird Platz für bis zu drei Taikonauten sein, die sich etwa zwei Wochen oder länger auf der Station aufhalten können, je nach Menge an mitgebrachter Fracht (Wasser, Nahrung, Luft etc.). Das Servicemodul wurde, im Gegensatz zum Orbitalmodul, von den Shenzhou-Raumschiffen mit geringen Veränderungen übernommen. In ihm sind Tanks für Treibstoff, Luft und Wasser sowie vier Triebwerke für Kurskorrekturen und 36 Lageregelungstriebwerke. Die Triebwerke besitzen einen Schub von jeweils 419 N, deutlich weniger als bei den bemannten Raumschiffen. Auch beherbergt es zwei Solarpaneele, die die Energiezufuhr der Raumstation gewährleisten. Diese sind im Vergleich zum Shenzhou-Raumschiff um je 1 auf 4 Elemente pro Seite vergrößert. Die Lageregelung soll zumindest versuchsweise über ein Drallrad vorgenommen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou260x200.jpg" alt="Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem Shenzhou-Raumschiff (rechts).
(Bild: China Manned Space Engineering Office)"/></a><figcaption>Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem<br> Shenzhou-Raumschiff (rechts).<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Mission, die Tiangong 1 als Ziel hat, wird Shenzhou 8 sein. Sie ist zunächst noch unbemannt und soll das Dockingmanöver an die Station üben. Gestartet werden soll sie Anfang November. Dabei kommen sowohl radargestützte als auch laseroptische Messgeräte zur Bestimmung von Position und Lage zueinander zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste bemannte Mission zur Station wird dann Shenzhou 9 im Jahr 2012 sein. Die dreiköpfige Besatzung soll auf der Station vor allem den Betrieb der Systeme trainieren und kleinere Experimente durchführen. Shenzhou 10 schließlich wird die vorerst letzte Mission zu Tiangong 1 sein. Auch hier steht das Erlernen des Betriebes einer Raumstation im Vordergrund. Der Start ist ebenfalls für 2012 geplant. Nach zwei Jahren Betrieb soll dann die Station um 2013 gezielt zum Wiedereintritt gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 ist die erste in einer Reihe von Teststationen. Um 2013 plant man, den Nachfolger Tiangong 2 zu starten. Diese Station hat schon weniger experimentellen Charakter und soll die Fähigkeiten Chinas zum Betrieb einer Raumstation ausbauen. Dabei wird Tiangong 2 gegenüber seinem Vorgänger leicht verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 3 schließlich soll erstmals einen zweiten Kopplungspunkt am Heck bekommen, um so einen Mannschaftswechsel sowie den Betrieb von Frachtraumschiffen zu ermöglichen. Außerdem sollen Luft und Wasser aufbereitet werden können. Die Frachtraumschiffe sollen äußerlich große Ähnlichkeit mit den Tiangong-Modulenhaben und eine Gesamtmasse von 13 t besitzen. Als Trägerrakete ist ab 2015 die in Entwicklung befindliche CZ 7 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Tiangong 3 ist zurzeit nicht vor 2014 geplant. Das eigentliche Ziel aber ist eine modulare Raumstation, deren Hauptbestandteile ab 2016 auf einer in Entwicklung befindlichen CZ 5 mit einer Nutzlast um 25 t starten soll. Der Basisblock hat dabei Ähnlichkeiten mit den russischen DOS-Modulen, auf denen die Raumstationen vom Typ Saljut, der Basisblock der Mir und das ISS-Modul Swesda basieren. Die beiden seitlich anzudockenden Forschungsmodule sind hingegen komplette Neuentwicklungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 1 &#8211; Chinas erste Raumstation</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Chinesische Ministation testbereit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinesische-ministation-testbereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 18:37:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Andockport]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine erste chinesische Mini-Raumstation der Typenbezeichnung Tiangong ist fertiggestellt worden und wird nun verschiedenen Tests unterzogen. Der Start könnte im ersten Halbjahr 2011 erfolgen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger. Die Ministation hat eine Masse von etwa 8,5 Tonnen und ist etwa 7 Meter lang. Damit entspricht das Modul [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eine erste chinesische Mini-Raumstation der Typenbezeichnung Tiangong ist fertiggestellt worden und wird nun verschiedenen Tests unterzogen. Der Start könnte im ersten Halbjahr 2011 erfolgen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-08-22-42984.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18082010203712_small_1.jpg" alt="Wikipedia/NASA/Raumfahrer.net" width="338" height="265"/><figcaption>
Shenzhou-Raumschiff im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Wikipedia/NASA/Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ministation hat eine Masse von etwa 8,5 Tonnen und ist etwa 7 Meter lang. Damit entspricht das Modul in einigen Parametern den bereits seit 1999 eingesetzten Shenzhou-Raumschiffen. Modifiziert wurde die Antriebs- und Gerätesektion vor allem durch den Ausbau der Energieversorgung. Anstelle von  Landekapsel und Orbitalmodul verfügt Tiangong über eine Aufenthaltssektion mit vergrößertem Durchmesser und Kopplungsaggregat an der Frontseite. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch wird es zum einen möglich, den aktiven Aufenthalt der Ministation auf bis zu 2 Jahre zu erweitern, zum anderen können unbemannte und bemannte Raumschiffe ankoppeln. Dies ist für Tiangong 1 auch geplant. Im zweiten Halbjahr sind Rendezvousmanöver mit dem unbemannten Raumschiff Shenzhou 8 geplant, 2012 könnten zwei bemannte Raumschiffe die Station ansteuern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit kann ein Aufenthalt einer zwei- bis dreiköpfigen Besatzung im All für mehrere Wochen erreicht werden. Außerdem sollen Erfahrungen mit einer Vielzahl neuer technischer Einrichtungen im Dauer- und Langzeitbetrieb gemacht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong stellt eine Vorstufe zu einer größeren und länger bemannten Raumstation aus dem Land der Mitte dar. Diese soll aus mehreren Modulen bestehen, von denen das zentrale mit einem Mehrfachkopplungsstutzen ausgestattet ist, an dem sowohl kleinere Module als auch unbemannte Frachter und bemannte Raumschiffe anlegen können. Das Zentralmodul soll eine Masse um 20 Tonnen haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür ist der Einsatz einer neuen, stärkeren Trägerrakete auf der Basis existierender Raketentechnik in Entwicklung. Die CZ 5 soll Mitte des Jahrzehnts zur Verfügung stehen und auch größere Nutzlasten in den Geostationären Orbit sowie zum Mond bringen. Die modulare Langzeitstation soll um 2022 einsatzbereit sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Neue chinesische Raumfahrergruppe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-chinesische-raumfahrergruppe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 19:06:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China hat unter Militärpiloten eine neue Gruppe zukünftiger Raumfahrer ausgewählt, die demnächst mit ihrer Ausbildung beginnen werden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Vertont von Peter Rittinger. Dabei handelt es sich um fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 30 bis 35 Jahren. Während die Männer bisher als Kampfpiloten eingesetzt waren, verfügen die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">China hat unter Militärpiloten eine neue Gruppe zukünftiger Raumfahrer ausgewählt, die demnächst mit ihrer Ausbildung beginnen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-16-70524.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um fünf Männer und zwei Frauen im Alter von 30 bis 35 Jahren. Während die Männer bisher als Kampfpiloten eingesetzt waren, verfügen die Frauen über Erfahrungen als Transportpilotinnen. 
<br>
Alle zukünftigen Taikonauten sind verheiratet und haben einen wissenschaftlichen Grad erworben. Zudem verfügten sie über exzellente Fähigkeiten, psychologische Qualitäten und eine gute Gesundheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1998 war in China eine erste Raumfahrergruppe ausgewählt worden. Bisher kamen bei drei Raumflügen mit Shenzhou-Kapseln sechs Männer zum Einsatz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im nächsten Jahr will die Volksrepublik China eine erste Miniraumstation starten, die 2012 erstmals bemannt werden soll. Ihr folgen bis etwa 2016 zwei weitere Module, die jeweils für mehrere Wochen bemannt als Weltraumlabor zur Erprobung neuer Techniken dienen sollen. Um 2020 soll dann eine modulare Raumstation einsatzbereit sein, zu der regelmäßig Expeditionen aufbrechen können. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chinesische Raumfahrtpläne der nächsten 11 Jahre</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinesische-raumfahrtplaene-der-naechsten-11-jahre/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 16:07:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33055</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach Wang Wenbao, dem Leiter des Entwicklungsbüros für bemannte Raumfahrt Chinas, soll in den nächsten Jahren der Einsatz dreier kleinerer Raumstationen mit Erprobungscharakter zur Entwicklung einer größeren und langlebigen Raumstation führen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceNews. Vertont von Peter Rittinger. Die drei Erprobungsmuster tragen die Bezeichnungen Tiangong 1 bis 3 und sollen die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chinesische-raumfahrtplaene-der-naechsten-11-jahre/" data-wpel-link="internal">Chinesische Raumfahrtpläne der nächsten 11 Jahre</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach Wang Wenbao, dem Leiter des Entwicklungsbüros für bemannte Raumfahrt Chinas, soll in den nächsten Jahren der Einsatz dreier kleinerer Raumstationen mit Erprobungscharakter zur Entwicklung einer größeren und langlebigen Raumstation führen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceNews. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-04-20-10548.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042010180730_small_1.jpg" alt="Wikipedia/NASA/Raumfahrer.net" width="260"/><figcaption>
Shenzhou-Raumschiff im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Wikipedia/NASA/Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Erprobungsmuster tragen die Bezeichnungen Tiangong 1 bis 3 und sollen die Erde für jeweils zwei Jahre in Bahnen um 400 Kilometer Höhe bei Bahnneigungen zwischen 42 und 43 Grad umlaufen. Dabei handelt es sich um 8,5 Tonnen schwere, zylindrische Einheiten mit einem maximalen Durchmesser von 3,35 m. Sie verfügen über eine technische Sektion mit Antrieb und Energieversorgung mittels Solarzellen sowie einen bewohnbaren Teil mit Experimentiereinrichtungen und Kopplungsaggregat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 soll 2011 gestartet werden und noch im selben Jahr Kopplungsziel für das unbemannte Raumschiff Shenzhou 8 sein. Gelingt die Kopplung, dann sind für 2012 zwei bemannte Missionen zur Ministation geplant, an denen zwei bis drei Taikonauten, darunter möglicherweise auch die erste Chinesin teilnehmen sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Tiangong 2 und 3 sollen in den Folgejahren Unterkunft und Arbeitsraum für jeweils mindestens zwei bemannte Missionen werden. Außerdem plant man das Nachtanken im Orbit durch einen unbemannten Frachter auf Shenzhou-Basis sowie die Erprobung von Technologien zum Betrieb einer langfristig bemannten Station, wozu speziell die Aufbereitung von Luft und Wasser zählen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem neuen Träger soll ab 2016 eine mehrteilige Raumstation aufgebaut werden, die etwa 30 Tonnen Masse besitzt und für einen zehnjährigen Betrieb geplant wird. Diese sollte 2022 fertiggestellt sein und auf einer ähnlichen Bahn fliegen wie die Tiangong-Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ihre Besatzung wird aus drei Mitgliedern bestehen und die Raumfahrer können längere Zeit in der Station verweilen, um umfangreichere Weltraumexperimente ausführen zu können&#8220;, sagte Wenbao auf dem 26. Nationalen Weltraum-Symposium der USA in Colorado Springs am 14. April 2010. Dabei betonte er auch, dass sich mittlerweile eine gute Arbeitsbeziehung mit Weltraumagenturen in Russland, Frankreich, Deutschland und anderen Staaten etabliert habe und Peking an ähnlichen Beziehungen mit den USA interessiert sei. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Website:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20130319223415/http://www.nationalspacesymposium.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">National Space Symposium der USA</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.msg139404#msg139404" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema Chinesische Raumfahrt seit März 2010</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>China will Wissenschaftler im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-will-wissenschaftler-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 18:08:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China wird zukünftige Raumfahrer unter den Wissenschaftlern des Landes auswählen. Nach 2012 soll der Fokus der bemannten chinesischen Raumfahrt auf der Forschung liegen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Dies sagte ein hochrangiger Mitarbeiter im chinesischen Raumfahrtprogramm, wie Xinhua heute berichtet. &#8222;Chinas bemanntes Weltraumprojekt startet mit der Einrichtung von Weltraumlaboratorien und -stationen nach 2012 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">China wird zukünftige Raumfahrer unter den Wissenschaftlern des Landes auswählen. Nach 2012 soll der Fokus der bemannten chinesischen Raumfahrt auf der Forschung liegen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sagte ein hochrangiger Mitarbeiter im chinesischen Raumfahrtprogramm, wie Xinhua heute berichtet. &#8222;Chinas bemanntes Weltraumprojekt startet mit der Einrichtung von Weltraumlaboratorien und -stationen nach 2012 und von diesem Zeitpunkt an werden Wissenschaftler für eine Vielzahl von Experimenten im Weltall benötigt&#8220;, sagte Zhang Jianqi, stellvertretender Leiter des bemannten chinesischen Weltraumprojekts. Mit den Missionen Shenzhou 8, 9 und 10 werden bis 2012 zunächst grundlegende Probleme, wie Annäherungsmanöver, Kopplungen und weitere Vorbereitungsarbeiten zum Betrieb von Weltraumlaboratorien, zu denen Materiallieferungen und Nachtankvorgänge gehören, zu bewältigen sein.  <br>Dazu können Wissenschaftler bereits jetzt landesweit Platz für Experimente, die während der unbemannten Mission des Raumschiffes Shenzhou 8 ausgeführt werden sollen, anmelden. </p>



<p>Anlass der Veröffentlichung war eine bevorstehende Reise chinesischer Raumfahrtoffizieller nach Hongkong und Macao.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chinas nächster Raumflug für 2008 festgelegt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinas-naechster-raumflug-fuer-2008-festgelegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2006 09:35:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 7]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 8]]></category>
		<category><![CDATA[Xinhua]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Quellen aus Chinas Zentrum für bemannte Raumfahrt berichten, soll Chinas dritter bemannter Raumflug Shenzhou-7 2008 erfolgen und als Höhepunkt einen Weltraumausstieg beinhalten. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: China Daily. Vertont von Karl Urban. Wang Zhougui, Direktor des Zentrums, gab außerdem die weitere Entwicklung der chinesischen Raumfahrt bekannt. Demnach wolle man in drei Schritten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie Quellen aus Chinas Zentrum für bemannte Raumfahrt berichten, soll Chinas dritter bemannter Raumflug <i>Shenzhou-7</i> 2008 erfolgen und als Höhepunkt einen Weltraumausstieg beinhalten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: China Daily. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-01-63263.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01032006103530_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Die Rakete beim Abheben. An der Spitze: ein Taikonaut auf dem Weg ins All.
<br>
(Bild: Xinhua)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wang Zhougui, Direktor des Zentrums, gab außerdem die weitere Entwicklung der chinesischen Raumfahrt bekannt. Demnach wolle man in drei Schritten das Ziel einer eigenen Raumstation erreichen. Als erstes wird während der Mission <i>Shenzhou-7</i> ein Weltraumausstieg durchgeführt. Danach soll <i>Shenzhou-8</i>, im zweiten Schritt, die Machbarkeit eines Andockmanövers zeigen, und im letzten Schritt will man dann eine eigene Raumstation aufbauen. Damit wäre China das dritte Land, nach den USA und der ehemaligen Sowjetunion, das eine eigene Raumstation in Betrieb nehmen würde.
<br>
Wang erklärte laut einer Tageszeitung in Shanghai, dass im Gegensatz zu <i>Shenzhou-6</i> die Astronauten der <i>Shenzhou-7</i>-Mission versuchen würden, ein wenig &#8222;Weltraumluft&#8220; zu schnuppern. Wang sagte, dass ein oder zwei Astronauten in eigenentwickelten Raumanzügen für etwa eine halbe Stunde die Kapsel verlassen, um einige kleine Experimente durchzuführen. Die genaue Dauer des Ausstieges würde aber erst während der Mission festgelegt.
<br>
<i>Shenhzou-8</i> soll dann zwischen 2009 und 2011 folgen, um Chinas Fähigkeiten bei Andockmanövern im All zu demonstrieren. Wang erklärte, dass nach der erfolgreichen Durchführung der <i>Shenzou-8</i>-Mission China eigenständig in der Lage wäre, Versorgungsmissionen und weitere fortgeschrittenere Weltraummissionen durchzuführen. Er bescheinigte außerdem Chinas Raumfahrt eine goldene Zukunft.  
</p>
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		<item>
		<title>Bald zwei Chinesen im Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bald-zwei-chinesen-im-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2005 22:20:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-2F]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der fernöstlichen Kosmos-Premiere vor anderthalb Jahren will das Reich der Mitte im Herbst erneut Menschen ins All entsenden. Auch andere asiatische Staaten greifen nach den Sternen. Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: none. Die zweite bemannte Weltraummission der Volksrepublik China soll im kommenden Herbst aufbrechen. Dem Vorsitzenden der chinesischen Weltraumbehörde CNSA zu Folge werde [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/bald-zwei-chinesen-im-orbit/" data-wpel-link="internal">Bald zwei Chinesen im Orbit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach der fernöstlichen Kosmos-Premiere vor anderthalb Jahren will das Reich der Mitte im Herbst erneut Menschen ins All entsenden. Auch andere asiatische Staaten greifen nach den Sternen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: none.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite bemannte Weltraummission der Volksrepublik China soll im kommenden Herbst aufbrechen. Dem Vorsitzenden der chinesischen Weltraumbehörde <i>CNSA</i> zu Folge werde ein Starttermin im September oder Oktober anvisiert. An Bord befinden sollen sich laut Sun Laijan dabei zwei Raumfahrer, <i>Taikonauten</i> genannt. Der Flug soll fünf oder sechs Tage dauern und von einem umfangreichen Forschungsprogramm begleitet werden. Derzeit werde die Kapsel montiert und die Trägerrakete vom Typ <i>Langer Marsch 2F</i> vorbereitet. Bei einer der darauf folgenden Missionen, womöglich im Jahr 2007, soll erstmals ein Ausstieg in den freien Raum unternommen werden, so Laijan. Experten rechnen außerdem mit simulierten Kopplungsmanövern, schließlich plant China langfristig den Aufbau eines permanent bemannten Außenpostens in einem niedrigen Erdorbit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21012005232033_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Der Start von &#8222;Shenzhou V&#8220;. Yang Liwei, Chinas Gagarin, avancierte über Nacht zum Volksheld.
<br>
(Quelle: Xinhua)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Oktober 2003 unternahm China mit <i>Shenzhou V</i> seinen ersten bemannten Raumflug. An Bord des &#8222;magischen Schiffes&#8220; befand sich der 38-jährige Yang Liwei, der 21 Stunden lang die Erde umkreiste. Damit wurde China schlagartig zur dritten Weltraumnation nach den USA und Russland. Welche <i>Taikonauten</i> sich an Bord von <i>Shenzhou VI</i> befinden werden, wird voraussichtlich bis zum Lift-off geheim gehalten, denn Peking übt sich hinsichtlich seines Weltraumprogramms in Geheimniskrämerei. Bekannt ist, dass alle der vermutlich zwölf Aspiranten auf einen Sitzplatz in der Kapsel Piloten der chinesischen Luftwaffe sind und sich seit 1999 auf ihren Einsatz vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kalter Krieg im All?</strong>
<br>
Nicht nur China unterhält ein ambitioniertes Weltraumprogramm, auch andere asiatische Staaten verfügen über raumfahrttaugliche Technologien. Japan etwa brachte in den letzten Jahren eine große Flotte unbemannter, zumeist privat finanzierter Satelliten ins All und hält einen kleinen, aber konstanten Teil am Markt für Raketenstarts. Überdies beteiligt sich das Land an der <i>Internationalen Raumstation (ISS)</i> mit einem eigenen Modul. Indien besitzt auch eigene Träger und kündigte 2003 eine eigene Mondmission an, fast gleichzeitig mit der chinesischen Verlautbarung, auch eine Sonde zum Erdtrabanten entsenden zu wollen. Bereits im nächsten Jahr soll ein Malaie mit einem russischen <i>Sojus</i>-Raumschiff zur <i>ISS</i> aufbrechen. Ein fünftes Land, Nordkorea, behauptet, 1998 einen Satelliten ins All bugsiert zu haben &#8211; wofür allerdings keinerlei Beweise existieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Westliche Beobachter sehen hierin den Beginn einer innerasiatischen Konkurrenz, doch von Startschwierigkeiten verschont wurde bisher niemand. Japan etwa hatte in den letzten Jahren herbe Rückschläge einzustecken: im Sommer 2003 stürzte der Prototyp eines japanischen Raumgleiters bei einem Testflug ab. Bereits 1998 erreichte die Marssonde <i>Nozomi</i> nicht ihre vorgesehene Bahn und verfehlte 2003 den Mars. Im gleichen Jahr brach der Kontakt zum Erdbeobachtungssatellit <i>Midori-II</i> in Folge eines Sonnensturms ab. Die Serie von Misserfolgen wurde komplettiert, als im November 2003 bei einem Fehlstart einer Rakete des Typs <i>HII-A</i> zwei Spionagesatelliten verloren gingen. Die Aufbruchspläne Indiens sind durch die vor allem finanziellen Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe vorerst passé. Nordkorea unterdessen hat weniger ein Interesse an der friedlichen Erforschung des Weltalls denn dem Besitz von Mittelstreckenraketen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierin eröffnet sich eine konfrontative und damit wenig rühmliche Dimension. Ende vergangenen Jahres gab das japanische Militär bekannt, man fühle sich bedroht durch chinesische und nordkoreanische Raketen und müsse nun selbst eine Langstreckenrakete entwickeln. Beobachter befürchten eine Zuspitzung und prophezeien einen &#8222;Kalten Krieg&#8220; im All, immerhin steht auch die chinesische Raumfahrt gänzlich in der Regie des Militärs. Gestritten werden wird aber weniger um nationales Prestige, denn um Dollars. Schließlich ist Raumfahrt auch ein finanzkräftiges Geschäft.</p>
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