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	<title>Kanada &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kanada &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>EUMETSAT: Förderung internationaler Zusammenarbeit und der Nutzung wichtiger Erdbeobachtungsdaten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eumetsat-foerderung-internationaler-zusammenarbeit-und-der-nutzung-wichtiger-erdbeobachtungsdaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jun 2024 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der EUMETSAT-Rat hat auf seiner Sitzung in Darmstadt heute einer Reihe von Kooperationsvereinbarungen zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit und der Nutzung wichtiger Erdbeobachtungsdaten zugestimmt. Eine Pressemitteilung von EUMETSAT. Quelle: EUMETSAT 27. Juni 2024. 27. Juni 2024 &#8211; EUMETSAT hat bereits bilaterale Abkommen mit vielen der wichtigsten Wetter- und Klimadienste in der ganzen Welt geschlossen. Heute [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der EUMETSAT-Rat hat auf seiner Sitzung in Darmstadt heute einer Reihe von Kooperationsvereinbarungen zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit und der Nutzung wichtiger Erdbeobachtungsdaten zugestimmt. Eine Pressemitteilung von EUMETSAT.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: EUMETSAT 27. Juni 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">27. Juni 2024 &#8211; EUMETSAT hat bereits bilaterale Abkommen mit vielen der wichtigsten Wetter- und Klimadienste in der ganzen Welt geschlossen. Heute erneuerte und festigte die Organisation ihre Beziehungen zu zwei historischen Partnern: den USA und Kanada.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufbauend auf einer bestehenden Vereinbarung aus dem Jahr 2008 mit der US-amerikanischen Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) hat der EUMETSAT-Rat ein neues Abkommen genehmigt, das die neue Datenpolitik der EUMETSAT widerspiegelt und einen freien und uneingeschränkten Zugang zu den Daten und Produkten der dritten Generation von Meteosat ermöglicht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/06/EumetsatHGEUMETSAT.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="EUMETSAT HQ in Darmstadt. (Bild: EUMETSAT)" data-rl_caption="" title="EUMETSAT HQ in Darmstadt. (Bild: EUMETSAT)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/06/EumetsatHGEUMETSAT26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">EUMETSAT HQ in Darmstadt. (Bild: EUMETSAT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Abkommen über die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Nationalen Forschungsrat Kanadas (NRCC) wurde ebenfalls genehmigt. Damit soll ein formeller Rahmen geschaffen werden, um wissenschaftliche Kooperationen zu ermöglichen, die für die EUMETSAT und den NRCC von gegenseitigem Interesse sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb Europas verstärkt die EUMETSAT ihre Zusammenarbeit mit Partnern, die auch an der operativen Seite des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der Europäischen Union beteiligt sind, um Nutzern und Nutzerinnen einen zeitnahen und effizienten Datenzugang zu gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck haben sich EUMETSAT und Mercator Ocean International (MOi) auf eine Aufteilung der Zuständigkeit für die Bereitstellung hochwertiger Altimetrieprodukte aus mehreren Altimetriemissionen, einschließlich Copernicus, geeinigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem verlängerten EUMETSAT und das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) ihre Vereinbarung über die Bereitstellung von neu aufbereiteten Satellitendatensätzen zur Unterstützung des Copernicus-Klimawandeldienstes (C3S).</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wetter und Klima haben einen enormen Einfluss auf die Gesellschaft. Es handelt sich um globale Probleme, die auch globales Handeln erfordern. Die heute genehmigten Vereinbarungen unterstreichen die Bedeutung, die EUMETSAT der Förderung der Zusammenarbeit mit europäischen Partnern und anderen Agenturen in der ganzen Welt für den Austausch von Daten, wissenschaftlichem Fachwissen und mehr beimisst“, sagte Phil Evans, Generaldirektor von EUMETSAT, und fuhr fort:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sie werden dazu beitragen, dass die Bevölkerung weltweit den größtmöglichen Nutzen aus dem Zugang zu Satellitendaten und wichtigem wissenschaftlichen Fachwissen ziehen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5820.msg563347#msg563347" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EUMETSAT</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Impulso.Space und Maritime Launch Services schließen Vereinbarung über Startdienste</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/impulso-space-und-maritime-launch-services-schliessen-vereinbarung-ueber-startdienste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 09:02:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Impulso.Space USA Corp. und Maritime Launch Services unterzeichnen eine Vereinbarung über die Bereitstellung integrierter Startdienste für den Spaceport Nova Scotia von Florida aus. Eine Pressemitteilung von Impulso.Space und Maritime Launch Services. Quelle: Impulso.Space / Maritime Launch Services / via Business Wire 20. März 2024. Cape Canaceral, Florida &#8211;(BUSINESS WIRE)&#8211; Maritime Launch Services Inc. (Cboe CA:MAXQ, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Impulso.Space USA Corp. und Maritime Launch Services unterzeichnen eine Vereinbarung über die Bereitstellung integrierter Startdienste für den Spaceport Nova Scotia von Florida aus. Eine Pressemitteilung von Impulso.Space und Maritime Launch Services.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Impulso.Space / Maritime Launch Services / via Business Wire 20. März 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cape Canaceral, Florida &#8211;(BUSINESS WIRE)&#8211; Maritime Launch Services Inc. (Cboe CA:MAXQ, OTCQB: MAXQF) und Impulso.Space USA Corporation haben ihre Partnerschaft ausgeweitet und eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der Maritime Launch für bis zu fünf Jahre Starts vom Spaceport Nova Scotia Nutzlastkapazitäten für mehrere Rideshare- und Dedicated Launch Operator-Missionen bereitstellen wird, wobei die Nutzlastintegration von der brandneuen Logistik- und Bodenbetriebsanlage von Impulso.Space in Florida aus erfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Maritime Launch entwickelt Kanadas ersten kommerziellen Startplatz, Spaceport Nova Scotia, in der Nähe der Gemeinden Canso, Hazel Hill und Little Dover in Nova Scotia. Der erste Orbitalstart ist für 2025 geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese wichtige Vereinbarung mit Impulso.Space, einem branchenführenden US-Raumfahrtunternehmen, beweist die Wettbewerbsfähigkeit von Spaceport Nova Scotia als Startanlage für den globalen Raumfahrtmarkt von heute“, sagt Stephen Matier, President und CEO von Maritime Launch Services. „Diese Vereinbarung erweitert unsere frühere Absichtserklärung, Satelliten für kleine und mittelgroße Trägerraketen über unsere Anlage zu entsenden. Gemeinsam können Maritime Launch und Impulso das hohe Durchsatztempo bieten, das auf dem heutigen Markt erforderlich ist, und die Kapazität der Trägerindustrie erhöhen sowie die anderen überlasteten Standorte in Nordamerika durch unsere voll lizenzierte Anlage ergänzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Impulso.Space wurde 2019 gegründet und hat seinen Sitz in der Nähe des Kennedy Space Center in Florida. Das Unternehmen bietet schlüsselfertige Dienstleistungen wie den Transport von Satelliten, Versicherung, Zollabfertigung, Management von Startmissionen, Aktivitäten vor dem Start, Lagerung und Vermittlung von Startkapazitäten. Es war an zahlreichen Satellitenmissionen sowohl für internationale als auch für US-amerikanische Trägerraketenbetreiber beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Lage des Spaceport Nova Scotia an der Ostküste Kanadas bietet hochattraktive Startkapazitäten, um das Angebot für Startbetreiber als Reaktion auf das schnelle Wachstum der Raumfahrtindustrie in diesem Jahrzehnt zu erweitern. Die begehrten LEO-Startneigungen dieses Weltraumbahnhofs von 45 Grad bis 98 Grad von einem einzigen Standort aus sind einzigartig in Nordamerika“, sagte Pietro Guerrieri, CEO von Impulso.Space. „Wir freuen uns darauf, unsere Beziehung zu Maritime Launch auszubauen, um auch von diesem kommerziellen Startplatz aus einen einfacheren und schnelleren Zugang zum Weltraum zu bieten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Impulso.Space</strong><br>Impulso.Space ist ein führender Anbieter von integrierten End-to-End Launch Services und bietet schlüsselfertige Lösungen für globale und nahtlos integrierte Launch Services. Mit hochmodernen Einrichtungen und einer Verpflichtung zu Spitzenleistungen widmet sich Impulso.Space der Förderung von Innovation und der Erweiterung der Grenzen globaler Raumfahrtdienste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Maritime Launch Services</strong><br>Maritime Launch ist ein in kanadischem Besitz befindliches kommerzielles Raumfahrtunternehmen mit Sitz in Nova Scotia. Maritime Launch entwickelt Spaceport Nova Scotia, einen Startplatz, der Kunden zur Unterstützung der wachsenden kommerziellen Raumfahrtindustrie Satellitenlieferungen über die größtmögliche Bandbreite an Startneigungen in Nordamerika von einem einzigen Standort aus anbieten wird. Die Entwicklung dieser Anlage wird den Kunden des Konstellationsmarktes dienen, die globale Breitbanddienste, erdnahe Bildgebung und andere wissenschaftliche Aktivitäten anbieten. Dies wird der erste kommerzielle Orbitalstartkomplex in Kanada sein.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11509.msg560550#msg560550" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">CSA &#8211; Kanadas Raumfahrt</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>NASA: ISS-Zusammenarbeit bestätigt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-iss-zusammenarbeit-bestaetigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Apr 2023 07:32:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für rund fünf Jahre wollen alle Beteiligten für die und an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) weiter zusammenarbeiten, darüber hinaus auch die westlichen Staaten und Japan. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA 27. April 2023. Bereits über 22 Jahre dauere herausragende Forschung unter Mikrogravitation an Bord der ISS an, meldete die US-amerikanische Luft- und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Für rund fünf Jahre wollen alle Beteiligten für die und an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) weiter zusammenarbeiten, darüber hinaus auch die westlichen Staaten und Japan. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: NASA 27. April 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS4Okt2018nasarosc2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Internationale Raumstation (ISS) am 4. Oktober 2018. (Bild: NASA / Roskosmos)" data-rl_caption="" title="Die Internationale Raumstation (ISS) am 4. Oktober 2018. (Bild: NASA / Roskosmos)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS4Okt2018nasarosc26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Internationale Raumstation (ISS) am 4. Oktober 2018. (Bild: NASA / Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits über 22 Jahre dauere herausragende Forschung unter Mikrogravitation an Bord der ISS an, meldete die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA. Die Menschen, die sich auf der Station aufhielten, seien zum Wohle der Menschheit tätig, heißt es in einem Blogeintrag vom 27. April 2023 auf einer Internetseite der NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die USA, Japan, Kanada und beteiligte ESA-Mitgliedsstaaten haben nach Angaben der NASA vereinbart, Betrieb und Nutzung der ISS bis 2030 zu unterstützen. Russland habe eine Mitarbeit bis inklusive <a href="https://www.raumfahrer.net/russland-bestaetigt-verlaengerung-des-iss-engagements-bis-2028/" data-wpel-link="internal">2028</a> zugesagt, berichtet der Blogeintrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Blogeintrag heißt es weiter, die NASA werde die Zusammenarbeit mit ihren Partnerorganisationen zur Sicherstellung einer ununterbrochenen Präsenz von Menschen im niedrigen Erdorbit also fortsetzten, und außerdem für einen gesicherten und geordneten Übergang zur Nutzung einer kommerziellen Raumstation sorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt in der dritten Dekade der ISS-Nutzung sei laut Blogeintrag eine Periode maximal möglicher Nützlichkeit für die Wissenschaft erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dato seien über 3.300 wissenschaftliche Experimente unter Mikrogravitation an Bord der Station abgewickelt worden. Seit den Anfängen der ISS im Jahr 1998 hätten 266 Menschen aus 20 Ländern an Bord gearbeitet, summiert der Blogeintrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg548397#msg548397" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>TanDEM-X beobachtet kanadische Ice Road Trucks</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tandem-x-beobachtet-kanadische-ice-road-trucks/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 06:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wellen auf dem Eis &#8211; &#8222;Radarauge&#8220; TanDEM-X beobachtet kanadische Ice Road Trucks. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Ice Road Trucker in Kanada, sinnbildlich &#8222;am Ende der Welt&#8220;, sind mit ihren tonnenschweren LKW auf den zugefrorenen Seen im kanadischen Nordwesten dank zahlreicher TV-Auftritte auch in Deutschland bekannt. Die Eisstraßen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wellen auf dem Eis &#8211; &#8222;Radarauge&#8220; TanDEM-X beobachtet kanadische Ice Road Trucks. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14032019074136_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14032019074136_small_1.jpg" alt="DLR" width="260"/></a><figcaption>
Aus TanDEM-X-Daten hergeleitete Hebungs- und Senkungskarte 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ice Road Trucker in Kanada, sinnbildlich &#8222;am Ende der Welt&#8220;, sind mit ihren tonnenschweren LKW auf den zugefrorenen Seen im kanadischen Nordwesten dank zahlreicher TV-Auftritte auch in Deutschland bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eisstraßen stehen nur wenige Wochen im Jahr zur Verfügung. In dieser Zeit werden tausende Tonnen Material über die &#8222;Eisautobahn&#8220; bewegt, denn die vereisten Seen bieten im Winter als saisonale Straßen die Möglichkeit, abgelegene Gemeinden und Industrien in den kalten Regionen effektiv und wirtschaftlich effizient zu erreichen. Das Geschäft bleibt dennoch risikoreich – und der Klimawandel verstärkt die Schwierigkeiten der Eisstraßenbetreiber. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Studie vom Canada Centre for Mapping and Earth Observation untersuchte den Nutzen von <a href="https://www.dlr.de/de/forschung-und-transfer/projekte-und-missionen/tandem-x" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TanDEM-X</a> für die Unterstützung des Eisstraßenmanagements. Das aktuelle TanDEM-X-Highlightbild veranschaulicht ein Ergebnis der Arbeit: Schnell fahrende Fahrzeuge führen zu wellenförmigen Hebungen und Senkungen der Eisdecke. Vor allem in flachen Gewässern können diese zu Eisdurchbrüchen führen und damit den sicheren Verkehr gefährden. Die Studie konzentrierte sich auf die Winterstraße Tibbitt-to-Contwoyto in den nordwestlichen Territorien Kanadas. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abbildung wurde – unter Verwendung der Methode der differentiellen SAR-Interferometrie – aus zwei TanDEM-X-Datensätzen erzeugt, die im Abstand von zehn Sekunden aufgenommen wurden. Durch den Zeitabstand ist es möglich, vertikale Verschiebungen der Eisbedeckung, die durch den Verkehr verursacht werden, im Zentimetermaßstab mit einer hohen Detaildichte und -genauigkeit zu erkennen, wie sie von keiner anderen Technologie erreicht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Radarsatelliten wie TanDEM-X sind nützliche Werkzeuge zur Sammlung von Informationen und unterstützen das Eisstraßenmanagement durch ihre Fähigkeit, die Eisstraßen in der Dunkelheit des Winters und unter widrigen Wetterbedingungen bildlich hochgenau zu erfassen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14032019074136_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14032019074136_small_2.jpg" alt="DLR" width="260"/></a><figcaption>
TanDEM-X-Radar-Intensitätskarte 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Radartechnik erlaubt es, wetterunabhängig Daten zu erheben, da sie nicht von der optischen Erkennbarkeit abhängig ist: Schneefall, Regen, Dunkelheit spielen für Radaraufnahmen keine Rolle. Und dank ihrer relativ langen Wellenlänge ermöglichen Radarsatelliten, in das Eis hineinzuschauen und Aussagen über die Qualität und Beschaffenheit der Eisbedeckung zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie zeigte, dass TanDEM-X-Daten die Erforschung und das Management von Eisstraßen unterstützen können – im Speziellen, um das Einbrechen der Lastwägen zu verhindern, im englischen Sprachgebrauch auch Moving Vehicle Problem genannt. Die    <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2018/3/20180914_tauende-arktis-im-radar-blick_29824" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Winterkampagne PermASAR</a>, die im März 2019 im Norden Kanadas stattfindet, soll einen hochmodernen Radar-Datensatz im X-, C- und L-Band liefern und damit unter anderem das Eisstraßenmanagement durch Radar-Erdbeobachtung unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TanDEM-X – und dann?</strong> <br>Eine mögliche Nachfolgemission zu TanDEM-X hat das DLR bereits entworfen: Das <a class="a" href="https://www.dlr.de/de/hr/forschung-transfer/projekte/tandem-l/missionskonzept" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tandem-L-Missionskonzept</a> sieht zwei Radarsatelliten vor, die im L-Band (23,6 Zentimeter Wellenlänge) arbeiten und dynamische Prozesse auf der Erdoberfläche erfassen sollen – global und systematisch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel von Tandem-L ist es, die Landmasse der Erde im Wochenrhythmus vollständig abzubilden. Bislang benötigt TanDEM-X ein ganzes Jahr dafür. Die Mission wird neue Maßstäbe in der Erdbeobachtung setzen, den globalen Wandel mit einer neuen Qualität beobachten und wichtige Handlungsempfehlungen ermöglichen. Mit der neuen Technologie könnten die dreidimensionalen Strukturen von Vegetations- und Eisgebieten erfasst sowie Deformationen großflächig mit Millimetergenauigkeit vermessen werden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tandem-x-beobachtet-kanadische-ice-road-trucks/" data-wpel-link="internal">TanDEM-X beobachtet kanadische Ice Road Trucks</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SpaceX bringt Telstar 18 VANTAGE ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-bringt-telstar-18-vantage-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Sep 2018 07:20:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[APStar]]></category>
		<category><![CDATA[B1049]]></category>
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		<category><![CDATA[Telstar 18 VANTAGE]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Telstar 18 VANTAGE ist im All. Noch während der Kommunikationssatellit auf der zweiten Stufe der verwendeten Falcon-9-Rakete unterwegs war, gelang die Landung der ersten Stufe auf einer Seeplattform. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: APT Satellite, Maxar, SpaceX, Telesat, U.S. Securities and Exchange Commission (SEC). Um 4:45 Uhr Weltzeit (UTC) am 10. September 2018 erfolgte [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Telstar 18 VANTAGE ist im All. Noch während der Kommunikationssatellit auf der zweiten Stufe der verwendeten Falcon-9-Rakete unterwegs war, gelang die Landung der ersten Stufe auf einer Seeplattform.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: APT Satellite, Maxar, SpaceX, Telesat, U.S. Securities and Exchange Commission (SEC).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Falcon-9-Start mit Telstar 18 VANTAGE 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 4:45 Uhr Weltzeit (UTC) am 10. September 2018 erfolgte das Abheben der zweistufigen Falcon-9-Rakete von SpaceX mit dem Kommunikationssatelliten Telstar 18 VANTAGE alias APStar 5C für den Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat mit Sitz im kanadischen Ottawa an Bord. Der Flug der mit den für eine erfolgreiche weiche Landung notwendigen Komponenten wie Landebeine und Steuerflächen aus Titan ausgestatteten Rakete begann von der Startrampe 40 auf Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida in der ersten Hälfte eines rund vier Stunden langen, ab 3:28 Uhr Weltzeit offenen Startfensters. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den transportierten Satelliten endete er mit dem Aussetzen auf der vorgesehenen Transferbahn, für die erste Stufe, den Core B1049, mit der Landung auf der Seeplattform &#8222;Of Course I Still Love You&#8220; (OCISLY) im Atlantik. Eine Bergung der beiden Hälften der Nutzlastverkleidung war nach Angaben von SpaceX nicht vorgesehen. Die erste Stufe der Falcon 9 in der Version Block 5 absolvierte mit Telstar 18 VANTAGE ihren ersten Flug, </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete mit Telstar 18 VANTAGE an Bord hatte bei Brennschluss der ersten Stufe zwei Minuten und 33 Sekunden nach dem Abheben eine Geschwindigkeit von rund 8.180 km/h und eine Flughöhe von rund 66 Kilometern erreicht. Die Stufentrennung erfolgte vier Sekunden nach dem Brennschluss der ersten Stufe. Sieben Sekunden nach der Stufentrennung begann die zweite Stufe ihre erste Brennphase. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abwurf der Nutzlastverkleidung fand rund 44 Sekunden nach dem Beginn der ersten Brennphase der zweite Stufe statt. Diese Brennphase war dann acht Minuten und 14 Sekunden nach dem Abheben beendet. Es folgte eine Freiflugphase, an deren Ende rund 26 Minuten nach dem Abheben die zweite, 43 Sekunden kurze Brennphase der zweiten Stufe anschloss. Dann wurde der von SS/L gebaute Telstar 18 VANTAGE rund 32 Minuten nach dem Abheben von der zweiten Stufe abgetrennt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_small_2.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
Telstar 18 VANTAGE alias APStar 5C in Bau 
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abbau der nach dem Start verbliebenen Bahnneigung gegen den Erdäquator und dem Erreichen einer annähernden Kreisbahn auf dem Niveau des Geostationären Orbits (GEO) ist der Satellit mit einem sogenannten Apogäumsmotor ausgestattet. Maxar, die Konzernmutter von SS/L, teilte am 10. September 2018 mit, dass Telstar 18 VANTAGE die ersten nach seinem Start geplanten Manöver bereits wie vorgesehen ausgeführt hat. Der Satellit habe seine Solarzellenausleger entfaltet und werde noch am 10. September 2018 mit dem Einsatz seines Hauptantriebs beginnen, um sich in den geplanten Arbeitsorbit zu bringen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der für eine Position bei 138 Grad Ost im GEO vorgesehene neue Satellit mit einer Startmasse von rund 7.060 Kilogramm basiert auf SS/Ls Satellitenbus 1300. Seine Auslegungsbetriebsdauer beträgt 15 Jahre, innerhalb derer sein Betreiber Nutzer in Asien, China und im pazifischen Raum mit zahlreichen Kommunikationsdiensten versorgen will. </p>



<p class="wp-block-paragraph">C-Band-Transponder der an Bord von Telstar 18 VANTAGE befindlichen Kommunikationsnutzlast sind Nutzern in einem Bereich von Asien mit Indien und Pakistan im Westen bis Hawaii im Osten gewidmet, und sollen ausserdem direkte Verbindungen zwischen beliebigen Standorten in Asien und solchen auf den amerikanischen Kontinenten ermöglichen. K<sub>u</sub>-Band-Transponder auf dem neuen Satelliten will Telesat verwenden, um wachsende Märkte in China, in der Mongolei, in Südostasien und in der Pazifik-Region zu bedienen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_small_3.jpg" alt="Maxar" width="260"/></a><figcaption>
Telstar 18 VANTAGE beim Hersteller 
<br>
(Bild: Maxar)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter anderem sieht Telesat Telstar 18 VANTAGE als Nachfolger für Telstar 18 vor. Telstar 18,  ebenfalls eine auf dem Satellitenbus 1300 basierende Konstruktion von SS/L, kreist seit dem 29. Juni 2004 um die Erde und hat seine wegen eines seinerzeit zu tief liegenden Absetzorbits reduzierte Auslegungsbetriebsdauer von 13 Jahren bereits überschritten. Neben anderen redundanten Ausrüstungsbestandteilen ist einer von zwei Telemetriesendern von Telstar 18 ausgefallen. Ein 2011 an Bord von Telstar 18 installierter Softwarepatch soll gewährleisten, dass der Satellit auch dann noch Statusinformationen übermitteln kann, wenn es Probleme mit dem zweiten Telemetriesender gibt. Telesat hofft trotzdem, den alternden Satelliten mit neuen Aufgaben bis 2028 auf einer leicht inklinierten, das heißt gegen den Erdäquator geneigten Bahn weiterbetreiben zu können.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 18 VANTAGE hat wie sein Vorgänger Telstar 18 wieder eine Aufgabe im Netz der APT Satellite Company Ltd. (APT Satellite alias APSTAR) aus Hong Kong zu erfüllen. Dementsprechend bekommt der neue Satellit die Zusatzbezeichnung APStar 5C. Telstar 18 wird auch als APStar 5 geführt. Von den 38 C-Band-Transpondern von Telstar 18 verwendete APT Satellite nach eigenen Angaben 20, von den 16 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern neun. APT Satellite wird nach Informationen von Telesat 57,5 % der Kapazitäten von Telstar 18 VANTAGE (rund 36 Transponder) nutzen und hat 57,5% des für das Raumfahrzeug nötigen Kapitals gestellt. APT Satellite erwartet, mehr als 18 Jahre lang auf Telstar 18 VANTAGE zurückgreifen zu können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092018092007_small_4.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="260"/></a><figcaption>
Telstar 18 VANTAGE im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Kommunikationssatellit wurde zwischenzeitlich auf einer knapp 27 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem erdnächsten Bahnpunkt von ~ 259 und einem erdfernsten Bahnpunkt von ~ 18.098 Kilometern über der Erde beobachtet. Von der erreichten Bahn muss der Satellit nun noch eine Geschwindigkeitsdifferenz von etwa 2.270 Metern pro Sekunde überwinden, wenn er auf einen GEO gesteuert werden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Bahnerhalt und gegenbenfalls zur Lageregelung gibt es an Bord von Telstar 18 VANTAGE vier elektrische Triebwerke, die je paarweise auf Auslegern montiert sind. Die Triebwerke sind vom Typ SPT-100 (СПД-100) von Fakel aus Russland und verwenden das Edelgas Xenon als Stützmasse. Außerdem besitzt der Satellit eine Anzahl von kleine chemischen Triebwerken, sowie ein größeres chemisches Triebwerk, das für die großen Bahnanhebungen Richtung GEO verwendet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 18 VANTAGE alias APStar 5C (auch Asia-Pacific 5C, 亚太5C) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.611 und als COSPAR-Objekt 2018-069A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16297.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Telstar 18V auf Falcon 9</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Telstar 19 VANTAGE im Regelbetrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/telstar-19-vantage-im-regelbetrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Aug 2018 18:24:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fakel]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
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		<category><![CDATA[Regelbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42450</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat aus Ottawa in Kanada hat am 27. August 2018 mitgeteilt, dass sein jüngster Kommunikationssatellit den Regelbetrieb aufgenommen hat. Überwacht und gesteuert wird der Telstar 19 VANTAGE genannte neue Satellit von der Telesat-Tochter Telesat Brazil. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AMERGINT, Hughes, SpaceX, SS/L, Telesat. Telstar 19 VANTAGE kreist seit seinem Start [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat aus Ottawa in Kanada hat am 27. August 2018 mitgeteilt, dass sein jüngster Kommunikationssatellit den Regelbetrieb aufgenommen hat. Überwacht und gesteuert wird der Telstar 19 VANTAGE genannte neue Satellit von der Telesat-Tochter Telesat Brazil.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AMERGINT, Hughes, SpaceX, SS/L, Telesat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28082018202438_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28082018202438_small_1.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="260"/></a><figcaption> Telstar 19 VANTAGE im All &#8211; Illustration.  <br> (Bild: Space Systems / Loral (SS/L)) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 19 VANTAGE kreist seit seinem Start von der Startrampe 40 (Space Launch Complex 40, SLC-40) der Luftwaffenbasis Cape Canaveral (Cape Canaveral Air Force Station, CCAFS) am 22. Juli 2018 um die Erde. In den Weltraum transportiert hatte ihn eine Falcon-9-Rakete von SpaceX in der Version Block 5. Der Start der Rakete mit dem Booster B1047 war um 5:50 Uhr Weltzeit (UTC) am Anfang eines eine Stunde langen Startfensters erfolgt.  <br>Die Bahn, auf der Telstar 19 VANTAGE ausgesetzt wurde, ein sogenannter subsynchroner Transferorbit, war rund 27 Grad gegen den Erdäquator geneigt und besaß einen der Erde nächstliegenden Bahnpunkt in rund 243 Kilometern Höhe sowie einen von der Erde am weitesten entfernten Bahnpunkt in rund 17.863 Höhe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumfahrzeug dient jetzt der Versorgung von Empfängern auf beiden amerikanischen Kontinenten und im Bereich des Nordatlantik sowie der Karibik. Dazu ist es bei 63 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) in durchschnittlich 35.786 Kilometern über dem Erdäquator positioniert worden, wo auch Telstar 14R alias Estrela do Sul 2 steht. Beide Satelliten sollen in der gleichen „orbitalen Box“ bei 63 Grad West ± 0,05 eingesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Primäre Bahnverfolgungs- und Kontrollstation ist diejenige von Telesat Brasilien in Belo Horizonte. Die Station in Brasilien nutzt für Telstar 19 VANTAGE unter anderem Kommunikationshardware der Marke satTRAC von AMERGINT Technologies Inc. aus Colorado Springs aus den USA. Als Backup und Ergänzung sind die Stationen Mt. Jackson im US-Bundesstaat Virginia und Allan Park in Kanada gedacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 14R ist eine Konstruktion von Space Systems / Loral (SS/L), ein Unternehmen, das mittlerweile zum Technologiekonzern Maxar, der ehemaligen MacDonald, Dettwiler and Associates Ltd., gehört. Der Satellit konnte nach seinem Start nur einen Solarzellenausleger fehlerfrei entfalten. Daher arbeitet Telstar 14R gegenüber seiner ursprünglichen Auslegung mit auf rund 60% reduzierter Kapazität und wird sich vielleicht nur 12 statt geplanter 15 Jahre lang betreiben lassen. Wegen des nicht nutzbaren Solarzellenauslegers hat Telesat Kanada im Dezember 2011 132,7 Millionen US-Dollar von einer Versicherung erhalten, hatte Loral Space and Communications seinerzeit mitgeteilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SS/L ist auch der Hersteller von Telstar 19 VANTAGE. Das neue Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 7.075 Kilogramm basiert auf dem Satellitenbus 1300 und wurde in Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien gebaut. Die im November 2015 bestellte Konstruktion mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren ist mit Transpondern für das K<sub>a</sub>&#8211; und das K<sub>u</sub>-Band ausgerüstet. 
<br>
Der Telesat-Kunde Hughes Network Systems LLC (Hughes) bezeichnet Telstar 19 VANTAGE im Rahmen einer auf 15 Jahre angelegten Vereinbarung über die Nutzung von K<sub>a</sub>-Band-Kapazität für Südamerika an Bord als Hughes 63 West. 
<br>
Die vollständigen K<sub>a</sub>-Band-Kapazitäten von  Telstar 19 VANTAGE für den Norden Kanadas sind in langfristigen Verträgen gebunden. Bell Canda beispielsweise versorgt über eine dedizierte Ausleuchtzone (spot beam) 25 Gemeinden in Nunavut im nördlichsten Bereich Kanadas. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Bahnerhalt und gegebenenfalls zur Lageregelung gibt es an Bord von Telstar 19 VANTAGE vier elektrische Triebwerke. Sie sind vom Typ SPT-100 (СПД-100) von Fakel aus Russland und verwenden das Edelgas Xenon als Stützmasse. Außerdem besitzt der Satellit eine Anzahl von kleinen chemischen Triebwerken, sowie ein größeres chemisches Triebwerk, das für die großen Bahnanhebungen Richtung GEO verwendet worden war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hat Telstar 19 VANTAGE in einigen Jahren seine Arbeit getan, will man ihn in einen über dem GEO liegenden Friedhofsorbit steuern. Für das Erreichen einer Bahn mindestens 275 Kilometer über dem GEO wird bei einer Gesamtmasse des Satelliten beim Ende seines kommerziellen Einsatz von 3.031 Kilogramm eine Treibstoffmenge von zwölf Kilogramm veranschlagt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus vorhandene Treibstoffreste sollen anschließend für weitere Bahnanhebungen verwendet werden, bis sie so weit erschöpft sind, dass keine Verbrennung mehr erfolgt. Für dann noch vorhandene Reste von Monomethylhydrazin (MMH) und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>0<sub>4</sub>) ist einfaches Ablassen vorgesehen.  <br>Telstar 19 VANTAGE ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.562 und als COSPAR-Objekt 2018-059A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16228.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Telstar 19V auf Falcon 9 (B1047.1)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/telstar-19-vantage-im-regelbetrieb/" data-wpel-link="internal">Telstar 19 VANTAGE im Regelbetrieb</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verbesserte H-IIA startet mit Telstar 12 VANTAGE</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verbesserte-h-iia-startet-mit-telstar-12-vantage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2015 09:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
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		<category><![CDATA[Tanegashima Space Center]]></category>
		<category><![CDATA[Telesat]]></category>
		<category><![CDATA[Telstar 12 VANTAGE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=12614</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf einer verbesserten Variante der japanischen H-IIA-Rakete wurde am 24. November 2015 der kanadische Kommunikationssatellit Telstar 12 VANTAGE in den Weltraum transportiert. Autor:&#160;Thomas Weyrauch. Quelle: Airbus Defence and Space, MHI, Telesat. Um 7:50 Uhr MEZ am 24. November 2015 (um 15:50 Uhr japanischer Zeit) startete eine H-IIA-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um den Kommunikationssatelliten Telstar [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/verbesserte-h-iia-startet-mit-telstar-12-vantage/" data-wpel-link="internal">Verbesserte H-IIA startet mit Telstar 12 VANTAGE</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf einer verbesserten Variante der japanischen H-IIA-Rakete wurde am 24. November 2015 der kanadische Kommunikationssatellit Telstar 12 VANTAGE in den Weltraum transportiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor:&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: Airbus Defence and Space, MHI, Telesat. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau3jaxamhi.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="146" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau3jaxamhi260.jpg" alt="" class="wp-image-12611" style="width:260px;height:146px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Heck der H-IIA F29 mit drei der vier Feststoffbooster im Bild
(Bild: JAXA / MHI)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um 7:50 Uhr MEZ am 24. November 2015 (um 15:50 Uhr japanischer Zeit) startete eine H-IIA-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um den Kommunikationssatelliten Telstar 12 VANTAGE in den Weltraum zu befördern. Das Raumfahrzeug für den kanadischen Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat wurde nach einer Flugzeit von rund vier Stunden und 27 Minuten erfolgreich im All ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der 29. Mission einer H-IIA-Rakete kam die Version 204 zu Einsatz. Diese Version zeichnet sich durch vier seitlich montierte Feststoffbooster vom Typ SRB-A3 aus. Verbesserungen der Rakete erfolgten insbesondere im Bereich der zweiten Stufe, die jetzt für drei Brennphasen vor dem Nutzlast-Absetzen geeignet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flug der Rakete begann von der Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima im ersten Viertel des eine Stunde und 44 Minuten langen Startfensters (7:23 &#8211; 9:07 Uhr MEZ). Vor Ort herrschte zum Zeitpunkt des Starts eine Temperatur von 22 Grad Celsius, Wind kam mit einer Geschwindigkeit von rund 31 km/h aus Richtung Nordosten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau2jaxamhi.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="146" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau2jaxamhi260.jpg" alt="" class="wp-image-12609" style="width:260px;height:146px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">H-IIA F29 auf der Startrampe an der Küste
(Bild: JAXA / MHI</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst lief das LE-7A genannte, flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der ersten Stufe an. Nachdem dieses die vorgesehenen Betriebsparameter erreicht hatte, zündeten die vier jeweils mit rund 66 Tonnen HTPB (Hydroxyl-terminiertes Polybutadien) gefüllten Feststoffbooster und die von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gebaute Rakete verließ die Rampe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flugverlauf gestaltete sich laut MHI wie geplant. Rund 116 Sekunden nach dem Abheben waren die Feststoffbooster ausgebrannt und wurden jeweils in Paaren rund 11 und 14 Sekunden später abgeworfen. Der Abwurf der Nutzlastverkleidung an der Spitze der Rakete folgte rund drei Minuten und 25 Sekunden nach dem Abheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach rund sechs Minuten und 40 Sekunden Flug hatte die erste Stufe ihre Arbeit erledigt und wurde rund acht Sekunden später abgetrennt. Sechs weitere Sekunden später zündete das 137 kN starke LE-5B genannte, ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der zweiten, verbesserten Stufe der Rakete.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau1jaxamhi.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="146" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau1jaxamhi260.jpg" alt="" class="wp-image-12607" style="width:260px;height:146px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">H-IIA F29 hebt ab
(Bild: JAXA / MHI)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Minuten und 11 Sekunden arbeitete des Haupttriebwerk der zweiten Stufe, bis sein erster Brennschluss erreicht war. Es folgte eine Freiflugphase mit einer Dauer von 11 Minuten und 39 Sekunden, während derer die erstmals weiß gestrichene Stufe langsam rollte &#8211; Farbgebung und Rotation dienten der Temperaturkontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der neuerlichen Zündung der zweiten Stufe wurde im Gegensatz zu früheren Missionen, bei denen ausschließlich separate Hydrazin nutzende Lageregelungstriebwerke eingesetzt wurden, Oxidator verdampft und abgegeben, um mit einem leichten Vorwärts-Schub die Betriebsstoffe an den jeweiligen Tankböden zu konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Brennphase der zweiten Stufe begann dann 22 Minuten und 46 Sekunden nach dem Abheben und endete nicht ganz vier Minuten später. Eine fast vier Stunden dauernde Freiflugphase schloss sich an, während der die Versorgung der Stufe mit elektrischer Energie weiter durch einen neu entwickelten Lithiumionen-Akkumulatorensatz erfolgte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ENCONTAINERTELSTAR12Vairbus1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ENCONTAINERTELSTAR12Vairbus260.jpg" alt="" class="wp-image-12604" style="width:260px;height:173px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Telstar 12 VANTAGE und Transportcontainer
(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zur dritten und letzten Brennphase vor dem Aussetzen der Nutzlast zündete die zweite Stufe vier Stunden, 22 Minuten und 45 Sekunden nach dem Abheben. Das Triebwerk der Stufe war dabei erstmals auf einem separat einstellbaren niedrigerem Schubniveau von circa 60 Prozent betreibbar &#8211; also drosselbar (auf 82 kN), was einer erhöhten Genauigkeit beim Orbiteinschuss dienlich sein sollte. 46 Sekunden später war die dritte Brennphase beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Stunden, 26 Minuten und 56 Sekunden nach dem Abheben erfolgte dann das Aussetzen von Telstar 12 VANTAGE, den Airbus Defence and Space für Telesat nach einem Auftrag aus dem Jahr 2013 gebaut hatte, im Empfangsbereich der Bodenstation Santiago. Erreicht wurde ein geosynchroner Transferorbit (GTO), von dem aus der Satellit den Weg in den Geostationären Orbit (GEO) eigenständig bewerkstelligen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Perigäum, also der der Erde nächstliegende Bahnpunkt, des Orbits des Satelliten nach dem Aussetzen, lag bei rund 3.140 Kilometern über der Erde. Das Apogäum, der am weitesten von der Erde entfernte Bahnpunkt, lag bei 35.637 Kilometern über der Erde. Die verbliebene Bahnneigung gegen den Erdäquator betrug 19,2 Grad.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vtelesat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="174" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vtelesat260.jpg" alt="" class="wp-image-12612" style="width:260px;height:174px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Telstar 12 VANTAGE &#8211; Illustration
(Bild: Telesat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 12 VANTAGE basiert auf der Satellitenplattform Eurostar E3000 und besaß eine Startmasse im Bereich von 4.900 Kilogramm. Der Satellit wird von seinem Betreiber mit Sitz im kanadischen Ottawa insbesondere zur Bereitstellung von Breitbanddatendiensten eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telesats neuer Satellit soll im GEO eine Position bei 15 Grad West beziehen, um von dort Empfänger in Nord- und Südamerika, in Europa, dem Mittleren Osten und in Afrika zu versorgen. Dafür ist er mit einer Kommunikationsnutzlast im Äquivalent zu 52 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 36 MHz ausgerüstet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorgesehene Standzeit des dreiachsstabilisierten, mit Lithium-Ionen-Akkumulatorensätzen ausgestatteten Satelliten im Orbit beträgt mindestens 15 Jahre. Mit elektrischer Energie versorgt werden Kommunikationsnutzlast und raumflugtechnische Systeme von zwei Solarzellenauslegern. Von den Auslegern mit Gallium-Arsenid-Zellen erwartet man am Ende der Auslegungsbetriebsdauer die Bereitstellung von immer noch 11 Kilowatt elektrischer Leistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 12 VANTAGE besitzt einen mit Monomethylhydrazin (MMH) und einer Mischung von Stickstoffoxiden (MON-3, Stickstofftetroxid mit 3% Stickstoffmonooxid) betriebenen Apogäumsmotor. Für die Lageregelung sowie das Halten oder Verändern der Position des Satelliten besitzt er außerdem 14 10-Newton-starke, MMH und MON-3 verwendende, Zweistofftriebwerke des Typs S10-21 von Airbus Defence and Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Satellit ist als Nachfolger und Erweiterung von Telstar 12 gedacht. Letzterer wurde mit 38 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgestattet und kreist nach Start auf einer Ariane 4 (Flug V122, verwendete Raketenversion 44LP) seit dem 19. Oktober 1999 um die Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Telstar 12 VANTAGE besorgten z.B. Arianespace, International Launch Services (ILS) und Landlaunch den Transport von Satelliten für Telesat in den Weltraum. Der jetzt erfolgte Start war die erste jemals geflogene kommerzielle Mission einer Rakete des japanischen Typs H-IIA mit einem kommerziellen Kommunikationssatelliten an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 12 VANTAGE alias Telstar 12V ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.036 und als COSPAR-Objekt 2015-068A. Die zweite Stufe der H-IIA ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.037 und als COSPAR-Objekt 2015-068B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13854.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Telstar 12 Vantage auf H2A (204) F29</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Internationale Raumstation wird 15</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-internationale-raumstation-wird-15/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2013 10:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=37563</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute vor genau 15 Jahren wurde das erste Modul der ISS gestartet. Damit begann ein beispielloses internationales Kooperationsprojekt im erdnahen Weltraum, welches nicht nur Wissenschaft und Technik beflügelt. Mittlerweile lebten und arbeiteten 211 Menschen an Bord der Station, 105 von ihnen flogen mehrfach im höchstgelegenen Forschungslabor der Erde. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute vor genau 15 Jahren wurde das erste Modul der ISS gestartet. Damit begann ein beispielloses internationales Kooperationsprojekt im erdnahen Weltraum, welches nicht nur Wissenschaft und Technik beflügelt. Mittlerweile lebten und arbeiteten 211 Menschen an Bord der Station, 105 von ihnen flogen mehrfach im höchstgelegenen Forschungslabor der Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: Raumfahrer.net, CSA, ESA, JAXA, NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Die ersten Elemente der ISS, fotografiert von Bord des Space Shuttles Endeavour. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeit für die gemeinsame Errichtung einer über lange Zeit nutzbaren, internationalen Raumstation ergab sich mit dem gesellschaftlichen Umbruch in der Sowjetunion, Anfang der 1990er Jahre. Gleichzeitig bedeutete dies jedoch eine wirtschaftlich schwierige Periode in Russland, in der es schwer wurde, die Raumstationstraditionen fortzuführen. In den USA hingegen kamen die Raumstationspläne, die man gemeinsam mit den Kooperationspartnern ESA, Japan und Kanada schmiedete, nicht so recht voran. Einander ergänzend nutzte man nun die Gelegenheit und setzte damit auch symbolisch ein weltweites Zeichen neuer Kooperation statt Konfrontation im Weltall und auf der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde das erste Modul Sarja (russ. für Morgenröte) zwar in Russland entwickelt und gebaut, dies geschah jedoch mit finanzieller Unterstützung durch die US-Weltraumbehörde NASA. Seitdem hat sich eine neue Kultur der Zusammenarbeit entwickelt, in der gemeinsam Pläne geschmiedet, Experimente erdacht und umgesetzt sowie Raumfahrt betrieben wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute besteht die ISS aus 15 begehbaren Modulen, einer gewaltigen Gitterstruktur mit Außenlasten, Solarzellenpaneelen, Wärmeabstrahlern und halbautomatischen oder handgesteuerten Manipulatoren bzw. Kränen. Im Inneren gibt es bewährte Technik zur Lebenserhaltung, Steuerung, Lageregelung und Kommunikation aber auch neuartige Testeinrichtungen und aktuelle Experimente zu Hunderten. Diese Anlagen werden durch Dutzende weitere Experimente ergänzt, die an der Außenseite der ISS angebracht sind und Daten liefern oder Materialproben für künftige Raumstationen umfassen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Längsachse der ISS wächst schnell. Von oben nach unten: PMA 2, Destiny, Unity, PMA 1, Sarja, Swesda und Sojus-TM 31. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ca. 450 Tonnen träge Station fliegt mit gut 28.000 km/h etwa 400 Kilometer über der Erdoberfläche, umrundet unseren Planeten in 93 Minuten ein Mal und überfliegt dabei alle Gebiete der Erde zwischen 51,6 Grad nördlicher und südlicher Breite. Bei wolkenlosem Himmel kann man sie mitunter nach der Abend- oder vor der Morgendämmerung als helles Lichtpünktchen, das schnell über den Himmel zieht, sehen. Vorhersagen lassen sich im Internet abrufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Spektrum der wissenschaftlichen Grundlagen- oder Anwendungsforschung reicht von Astronomie über Atmosphärenforschung, Entwicklungs-, Pflanzen- und Zellbiologie, Erderkundung, Genetik, Kosmologie, Kristallisationsforschung, Materialwissenschaft, Medizin, Plasma-, Flüssigkeits- und Teilchenphysik bis hin zur Zoologie. Zudem werden an Bord auch neue Technologien erprobt, insbesondere in der Robotik, der Laserkommunikation, der Wasseraufbereitung sowie demnächst bei entfaltbaren Zusatzmodulen, der Herstellung von Ersatzteilen oder Speisen mit Hilfe von 3D-Druckern, dem Einsatz elektrischer Antriebe oder einer frei fliegenden Wissenschaftsplattform. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die beiden Ausstiegsschleusen ergänzen die begehbaren Module. Darüber hinaus wächst die Gitterstruktur. S0 und S1 sind schon da. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hat sich in den vergangenen 20 Jahren eine Routine in der Planung und Durchführung der Module und Experimente aber auch bei der Abstimmung von Ankünften und Abflügen von Besatzungen und Fracht, Bahnanhebungs- oder Ausweichmanövern, Energiemanagement, Kommunikation über verschiedene Bodenstationen und Raumfahrtzentren sowie Ausstiegsmanöver eingestellt, in der Kooperation über technische Anpassungen und Landesgrenzen hinweg selbstverständlich geworden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Experimente der Europäischen Weltraumorganisation ESA, von deren Mitgliedsländern 11 an der Internationalen Raumstation beteiligt sind, werden sowohl im eigenen Labormodul Columbus als auch in japanischen, russischen und US-amerikanischen Modulen ausgeführt. Dabei bekommt man Energie und Kommunikationsmöglichkeiten von dem einen Partner, ein anderer sorgt dafür, dass das entsprechende Equipment und das &#8222;Personal&#8220; zur Station gelangt, die Station auf ihrer Bahn bleibt und auch beim Essen kann man aus einer Vielzahl international beliebter Speisen wählen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht die Entwicklung fleißig weiter. In den nächsten Jahren sollen weitere Module zur Station starten, neue Technologien erprobt werden, neu entwickelte Raumschiffe zum Einsatz kommen und damit die Erweiterung der Stationsbesatzung auf zumindest 7 Personen ermöglichen. Zwei Raumfahrer sollen ein ganzes Jahr in der Schwerelosigkeit verbringen und die Station soll sich völlig neue Forschungs- und Anwendungsfelder erschließen. So sollen im nächsten Monat beispielsweise zwei HD-Kameras an der Außenseite der Station installiert werden, mit denen man der Öffentlichkeit aktuelle Bilder der Erdoberfläche zur Verfügung stellen möchte. Für die nächsten Jahre plant man außerdem die Montage eines Empfängers, der Signale von kleinen Sendern, die auf den Rücken von Zugvögeln angebracht sind, rund um den Globus erfassen kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
So sieht die Internationale Raumstation heute in etwa aus. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mancher fragt derweil nach dem Sinn der bemannten Raumfahrt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Kann man nicht vieles davon auch mit preiswerteren, unbemannten Missionen erreichen. Dies ist sicherlich richtig. Der Mensch hat aber auch heute noch viele Vorteile gegenüber automatischen Systemen. So ist er flexibel für jede Aufgabe einsetzbar, kann sich sehr schnell umstellen, intelligent reagieren und Reparaturen ausführen. Die Forschungsergebnisse der knapp 10 Jahre des Marsrovers Opportunity auf dem Roten Planeten hätte ein Geologe sicherlich innerhalb eines Monats erbracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem fördert dieses internationale Großprojekt auch Zusammenarbeit und Verständnis  unterschiedlicher Kulturkreise auf der Erde. Mit dem know how der bemannten Raumfahrt werden wir eines Tages aber auch unseren Lebensraum auf den Weltraum ausdehnen. Vielleicht müssen wir dies sogar eines Tages tun, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Um es mit Ziolkowski zu sagen: &#8222;Es stimmt, die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier werden erste Schritte bereits geplant. Und wo erprobt man dafür vorgesehene Technologien wie neue Raumschiffe, entfaltbare Arbeitsräume, 3D-Druck oder elektrische Antriebe? Auf der Internationalen Raumstation! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Versuch einer Chronik</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>20.11.1998: Das erste Modul der ISS (Sarja) wird gestartet.</li><li>04.12.1998: Im Laderaum der Endeavour gelangt das zweite Modul (Unity) in den Orbit. Dazu gehören auch zwei Adapter (PMA), die zwischen russischer und US-amerikanischer Technik vermitteln. Am 6. Dezember wird Sarja mit einem Manipulatorarm erfasst und mit PMA 1 verkoppelt. Nach Außenbordarbeiten zur Etablierung elektrischer Verbindungen &#8222;betreten&#8220; am 10. Dezember erstmals Menschen die ersten Elemente der Raumstation. </li><li>31.05.1999: Mit Julie Payette gelangt die erste Kanadierin an Bord der Station. Im Oktober folgt mit Koichi Wakata der erste Japaner und im April 2001 mit Umberto Guidoni (Italien) der erste Mitarbeiter der ESA. Ihm folgen ESA-Raumfahrer aus Frankreich, Belgien, Spanien, den Niederlanden, Deutschland und Schweden. Im Rahmen weiterer Kooperationsabkommen leben und arbeiten auch Raumfahrer aus Kasachstan (2001), Kirgisien (2004), Brasilien (2006) und Malaysia sowie Touristen aus den USA (dabei auch ungarischer bzw. iranischer Abstammung), aus Südafrika (2002), Südkorea (2008) und Kanada (2009) an Bord.</li><li>12.07.2000: Das Antriebs-, Navigations- und Wohnmodul Swesda gelangt an der Spitze einer Proton-Trägerrakete ins All. Die Kopplung mit Sarja erfolgt am 26. Juli 2000. </li><li>08.08.2000: Der erste Frachter (Progress-M1 3) kommt, hauptsächlich zum Auftanken der Stationsreservoirs. </li><li>14.10.2000: Aus der Ladebucht der Discovery wird das erste Gitterelement Z1 (Zenit) auf der &#8222;Oberseite&#8220; der ISS installiert. Damit werden Lageregelung über Drallräder und Kommunikation über geostationäre Relaissatelliten gewährleistet. Am 15. Oktober wird der dritte Kopplungsadapter (PMA) angedockt. </li><li>02.11.2000: Mit Sojus-TM 31 trifft die erste Stammbesatzung der Internatiolanen Raumstation ein. Man bezeichnet sie auch als ISS-Expedition 1. Sie besteht aus William Shepherd als Kommandant und den Bordingenieuren Juri Gidsenko und Sergej Krikaljow.</li><li>02.12.2000: Das erste Gitterelement mit Solarzellen und Batterien wird auf Z1 montiert. Damit wird die Energie, die der Station zur Verfügung steht etwa vervierfacht. </li><li>11.02.2001: Destiny, das US-Forschungsmodul, wird in die Struktur der Raumstation integriert. </li><li>10.03.2001: Die erste Ablösung kommt mit dem Shuttle Discovery. Das Kommando über die Station wechselt daraufhin erstmals (von der NASA zu Roskosmos). Fracht kommt zudem in einem Großcontainer (MPLM Leonardo). </li><li>22.04.2001: Der kanadische Manipulator Canadarm² wechselt von der Raumfähre Endeavour zum ISS-Modul Destiny und steht ab sofort für Entlade- und Transportarbeiten zur Verfügung. 2002 gesellen sich ein mobiler Transporter, der auf einer Schiene entlang der Gitterstuktur operieren kann, eine ergänzende Lager- und Arbeitsplattform sowie zwei Transportkarren dazu. </li><li>15.07.2001: Das Schleusenmodul Quest wird an das ISS-Modul Unity angedockt. Von hier aus wird ein Großteil der Ausstiege zur Erweiterung, Wartung oder Reparatur der Station ausgeführt. </li><li>16.09.2001: Eine weitere Schleuse (Pirs) trifft mit einem modifizierten Progress-Antriebsteil ein und wird an der Unterseite von Swesda festgemacht. Auch von hier aus werden zahlreiche Ausstiege unternommen, die der Erweiterung und Wartung der Station dienen. </li><li>11.04.2002: Das erste Modul der über 100 Meter breiten Gitterstruktur wird auf Destiny verankert. Mit ihm gelangt auch der oben erwähnte mobile Transporter für den kanadischen Manipulator zur Station. </li><li>10.10.2002: Ein Gitterstrukturelement ohne Solarzellen aber mit Wärmeabstrahlern, Energietechnik und Befestigungspunkten für Experimentier- oder Lagerplattformen (S1 für Steuerbord 1) wird auf der Steuerbordseite an S0 montiert. Am 27. November folgt das weitgehend identische Backbordelement P1. </li><li>07.12.2003: Nach dem Columbia-Unglück sinkt die Besatzungsstärke der ISS während der Expeditionen 7 bis 13 auf zwei Personen. Im Juli 2006 kommt mit Thomas Reiter wieder ein dritter Mann dazu. Auch der Ausbau der Station ruht bis dahin weitgehend. Im Juli 2005 trifft erstmals wieder ein Shuttle ein, im Juli 2006 hat man einen Frachtcontainer dabei. Zwischenzeitlich halten 13 Progress-Fachter und 7 bemannte Sojus-Raumschiffe die Station am Leben. </li><li>12.09.2006: Die Gitterstrukturelemente P3 und P4, die praktisch eine Einheit bilden und mit großen Solarzellenpaneelen die Energiekapazität der Station erweitern, wird auf der Backbordseite an P1 montiert. Bei der nächsten Shuttle-Mission im Dezember folgt das Verbindungsstück P5. </li><li>11.06.2007: Auch auf der Steuerbordseite wird ein entsprechendes Element der Gitterstruktur (S3/S4) installiert. Im August 2007 folgt das Verbindungsteil S5. </li><li>26.10.2007: Das zweite Knotenmodul (Harmony) des US-basierten ISS-Segments wird seitlich an Unity angekoppelt. Es wird zuvor aus der Ladebucht der Discovery gehoben. Bei derselben Shuttle-Mission STS 120 wird auch das Gitterelement P6, welches bis dahin auf Z1 platziert war, nach P5 verlegt und dessen zuvor eingefahrene Solarzellenpaneele wieder entfaltet. Dabei wird am 3. November 2007 ein erster umfassender Reparatureinsatz außerhalb der Station notwendig, um einen Riss in einem der Solarpaneele zu sichern. Nach der Rückkehr der Raumfähre zur Erde wird PMA 2 vom Bug der Station an die Spitze von Harmony umgekoppelt und anschließend Harmony (zusammen mit PMA 2) an den Bug der Station. Damit ist am 14. November 2007 die Längsachse der Internationalen Raumstation (ca. 50 m) fertig gestellt. </li><li>11.02.2008: Der Hauptbeitrag der ESA zur ISS, das Forschungsmodul Columbus, wird an der Steuerbordseite von Harmony angekoppelt. </li><li>14.03.2008: Ein japanisches Logistikmodul (JEM LM) wird auf Harmony aufgesetzt. Es wird am 6. Juni 2008 auf das zwischenzeitlich angekommene Labormodul JEM PM umgekoppelt und bildet mit einer Experimentieraußenplattform und einem mehrteiligen Manipulatorsystem den japanischen Laborkomplex Kibo. </li><li>03.04.2008: Der erste ESA-Frachttransporter vom Typ Automated Transfer Vehicle (ATV) koppelt am Heck der ISS an. Er bringt Treibstoff, Wasser, Luft, Sauerstoff und Stückgut. Zudem sorgt er dafür, dass die Bahn der Station von Zeit zu Zeit angehoben wird. An dem vielseitigen Raumschiff wurde Jahrzehnte entwickelt, insgesamt werden aber nur 5 Exemplare gebaut und gestartet, das letzte 2014. Die Abkopplung von ATV 1 erfolgt am 4. September 2008. </li><li>03.06.2008: Das japanische Labormodul JEM PM wird an der Backbordseite von Harmony angedockt. Es verfügt über eine Materialschleuse und das größte Fenster auf der Station. Anschließend wird das kleine Logistikmodul von Harmony (Zenit) nach JEM PM verlegt. </li><li>19.03.2009: Das vierte und damit letzte Gitterstrukturelement mit Solarzellen (S6) wird auf der Steuerbordseite angebracht. Die Spannweite der Struktur beträgt nun mehr als 100 Meter, die zur Verfügung gestellte elektrische Leistung liegt bei etwa 100 kW. </li><li>15.07.2009: Die japanische Experimentierplattform JEM EF trifft ein und komplettiert den Forschungskomplex aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dieser Komplex wird anschließend praktisch von allen Partnern der ISS genutzt, wie dies auch für die übrigen Elemente der Raumstation gilt. </li><li>17.09.2009: Der erste japanische Frachter HTV wird mittels Manipulatorarm an das ISS-Modul Harmony angedockt. Dieses Verfahren wird zum ersten Mal in dieser Form an der Internationalen Raumstation verwendet. Das HII Transfer Vehicle kann sowohl Innen- als auch Außenfracht zur Station transportieren. Mit einem Großteil der Außenfracht werden die Experimentierboxen an der Außenplattform bestückt. </li><li>12.11.2009: Das kleine Forschungsmodul Poisk wird von einem modifizierten Progress-Antriebsmodul am oberen Stutzen von Swesda angekoppelt. Dieser war zuvor bei mehreren Ausstiegen frei gelegt und darauf vorbereitet worden. </li><li>12.02.2010: Das dritte Knotenmodul (Tranquility) wird an der Backbordseite von Unity angedockt. Cupola wird 3 Tage später von der Spitze zum unteren Kopplungsstutzen von Tranquility verlegt. Die Kuppel verfügt über 6 trapezförmige Fenster, die in einem Ring um ein großes Rundfenster angeordnet sind und bietet einen wunderbaren Blick auf unseren Blauen Planeten. </li><li>18.05.2010: Das kleine Forschungsmodul Rasswjet wird, nachdem es aus der Ladebucht der Atlantis gehoben war, am unteren Kopplungsstutzen des ältesten Moduls Sarja angekoppelt. Es dient auch als Kopplungsstelle, zumeist für bemannte Raumschiffe. Huckepack wurden ein Wärmeabstrahler, eine Experimentierschleuse und Ersatzteile für den computergesteuerten Manipulatorarm ERA der europäischen Weltraumorganisation für das Modul MLM Naúka geliefert, welches nach derzeitigem Stand 2015 zur ISS starten soll. </li><li> 29.05.2010: Die Besatzung der Internationalen Raumstation wird auf 6 Personen (Michael Barratt, Gennadi Padalka, Roman Romanjenko, Robert Thirsk, Koichi Wakata, Frank de Winne) aufgestockt. Zudem stammen die 6 der ISS-Expedition 20 von allen beteiligten Partnern (NASA, Roskosmos, CSA, JAXA, ESA). Von da an befinden sich lediglich während einer kurzen Austauschperiode zwischen Landung eines Raumschiffes und Start des nächsten nur 3 Raumfahrer an Bord der ISS. </li><li>01.03.2011: Das permanente Mehrzweckmodul PMM (Leonardo), welches aus einem Frachtmodul umgebaut wurde, wird an der Unterseite des Moduls Unity angedockt. Damit steht ein großer Lagerraum zur Verfügung. </li><li>19.05.2011: Der Teilchendetektor AMS 2 (Alpha Magnet Spectrometer) wird an der Gitterstruktur der Station befestigt und an die Energieversorgung angeschlossen. Er soll Beweise für die Existenz Dunkler Materie im Universum liefern. </li><li>25.05.2012: Der erste Frachter vom Typ Dragon einer US-Firma wird bereits beim Testflug erfolgreich eingefangen und angekoppelt. Dragon ist auch in der Lage, Außenfracht zur Station zu bringen sowie größere Mengen Fracht in seiner Landekapsel zur Erde zurück zu befördern. </li><li>29.09.2013: Auch beim ersten Testflug eines Cygnus-Frachters einer US-Firma gelingen Einfangen, Ankoppeln, Entladen und Absetzen. </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg270807#msg270807" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema ab 20.11.2013 (180 Seiten davor und hoffentlich noch viele danach)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Verbesserte Falcon 9 erfolgreich gestartet (Updates)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verbesserte-falcon-9-erfolgreich-gestartet-updates/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 16:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Upgrade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Falcon 9 der gestreckten und mit neuen Triebwerken ausgestatteten Version 1.1 hob gegen 18.00 Uhr MESZ vom Startplatz Vandenberg ab und beförderte den kanadischen Satelliten CASSIOPE als Hauptnutzlast in eine erdnahe Umlaufbahn. Vier Updates: 18.52 Uhr, 19.38 Uhr, 21.35 Uhr und 21.50 Uhr. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceX, CSA, NSF, Jeff [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die erste Falcon 9 der gestreckten und mit neuen Triebwerken ausgestatteten Version 1.1 hob gegen 18.00 Uhr MESZ vom Startplatz Vandenberg ab und beförderte den kanadischen Satelliten CASSIOPE als Hauptnutzlast in eine erdnahe Umlaufbahn. <b>Vier Updates: 18.52 Uhr, 19.38 Uhr, 21.35 Uhr und 21.50 Uhr.</b></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatze</a>l. Quelle: SpaceX, CSA, NSF, Jeff Foust, Raumcon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Rakete ist eine Weiterentwicklung der zuvor fünfmal erfolgreich eingesetzten Falcon 9. Sie verfügt über stärkere Triebwerke vom Typ Merlin 1D, die Anordnung der 9 Triebwerke der ersten Stufe wurde verändert und beide Stufen wurden gestreckt, so dass sie größere Tanks mit größerer Treibstoffmenge aufnehmen können. Ebenfalls unerprobt ist die gut 13 Meter lange und 5,20 m durchmessende Carbon-Nutzlastverkleidung, unter der nun auch relativ große Raumfahrzeuge Platz finden.  <br>In den letzten Wochen waren umfangreiche Tests vorgenommen worden. Diese betrafen den neuen Startplatz, die Abläufe zur Startvorbereitung und -durchführung sowie die Qualifikation der Triebwerke und der gesamten Erststufe. Zuletzt hatte man zwei Testzündungen auf dem Startplatz vorgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Triebwerke der alten Version waren im 3-mal-3-Quadrat angeordnet. Die neue Konfiguration besteht aus einem regelmäßigen Achteck, wobei alle äußeren Triebwerke auf die gleiche Weise mit der Struktur der Stufe verbunden sind. Dadurch wird nicht nur die Fertigung vereinheitlicht und vereinfacht sondern auch die Kraftübertragung gleichmäßiger. In der Mitte befindet sich das zentrale Triebwerk. Zwischen den Triebwerken existieren Fangvorrichtungen, welche die jeweils benachbarten Triebwerke beim Defekt eines Triebwerkes schützen sollen. Damit erhält man auch bei der neuen Rakete die Möglichkeit, bei einem Triebwerksausfall noch immer den geplanten Orbit erreichen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der ebenfalls verlängerten zweiten Stufe verreichtet ein einzelnes Merlin 1D in einer für den Betrieb im Vakuum angepasster Bauweise seinen Dienst. Durch die Erweiterungen bzw. Modifikationen erreicht man bei der neuen Falcon 9 v1.1 eine höhere Nutzlastkapazität. Sie liegt bei etwa 13,15 t in einen erdnahen Orbit mit geringer Bahnneigung bzw. 4,85 t für einen geostationären Transferorbit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Falcon 9 v1.1 ist zudem für eine Wiederverwendung vorbereitet. Beim heutigen Jungfernflug soll getestet werden, ob man nach Trennung von der zweiten Stufe drei Triebwerke für ein Bremsmanöver erneut zünden kann. Dazu muss sich die Erststufe im Flug drehen. Gelingt das Manöver und übersteht die Stufe den anschließenden Fall, will man kurz vor Erreichen der Meeresoberfläche ein weiteres Bremsmanöver mit dem zentralen Triebwerk absolvieren, bei dem die Stufe im Idealfall unmittelbar vor dem Eintauchen in das Wasser die Geschwindigkeit Null erreicht. Zur Beobachtung sind mehrere Schiffe und ein Flugzeug in der Nähe des geplanten Eintauchpunktes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptnutzlast, CASSIOPE (CAscade, SmallSat and IOnospheric Polar Explorer), stammt aus Kanada und ist ein Satellit zur Erforschung der irdischen Ionosphäre. Er verfügt über verschiedene Messgeräte, so ein Massenspektrometer, einen Elektronenteilchenmesser, eine Kamera zur Beobachtung der Aurora, einen Empfänger für Radiowellen, ein Instrument zur Messung kohärenter Strahlung, einen Magnetfeldmesser sowie ein GPS-Versuchsinstrument. Weitere Nutzlasten sind die Kleinsatelliten CUSat 1 und 2 (Nanosat 4A/4B), DANDE (Nanosat 5/Drag and Atmospheric Neutral Density Explorer), drei Kalibrierungskugeln für Radarsignale POPACS 1, 2 und 3 (Polar Orbiting Passive Atmospheric Calibration Spheres) sowie SNAPS. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Starts wurde kurz bestätigt, dass die Triebwerke der Erststufe erneut gezündet hatten. Alles Weitere können Sie bei Raumfahrer.net lesen, wenn es Informationen zum Aussetzen der Satelliten bzw. zum Landeversuch der Erststufe gibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Aktualisierung (18.52 Uhr):</strong> <br>Bereits 18.21 Uhr wurde von der kanadischen Weltraumagentur CSA die erfolgreiche Abtrennung von CASSIOPE per Twitter bestätigt. Vor wenigen Minuten hatte man auch erstmals Kontakt mit dem Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Aktualisierung (19.38 Uhr):</strong> <br>Mittlerweile wurden Informationen weiter gegeben, die erste Stufe habe nach der Abtrennung von der zweiten Stufe die korrekte Fluglage eingenommen, drei Triebwerke erneut gezündet und damit den Flug verlangsamt und GPS-Daten über ihre Position zur Bodenstation gefunkt. Eines der beiden Schiffe, die zur Begutachtung und eventuellen Bergung vorgesehen sind, befindet sich inzwischen auf dem Weg zur vermeinlichen Eintauchposition der Erststufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Aktualisierung (21.35 Uhr):</strong> <br>Wie Elon Musk, CEO von SpaceX vor wenigen Minuten mitteilte, haben beide Zündungen funktioniert. So klappte das Wenden und das Bremsmanöver wohl wie gewünscht. Erst nach der Zündung des mittleren Triebwerks in der Endphase trat ein Problem auf. Die Stufe rotierte um die Längsachse. Dies überstieg das Steuerungsvermögen der Lageregelung. Der Treibstoff wurde an den Rand der Tankwand &#8222;zentrifugiert&#8220; und das Triebwerk wurde nicht ausreichend versorgt. Letzten Endes ist die Stufe abgestürzt, aber da man weiß woran es lag, kann man es beim nächsten Mal in den Griff bekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Aktualisierung (21.50 Uhr):</strong> <br>Die Wiederzündung der zweiten Stufe verlief anormal. Diese verblieb in einem niedrigeren Orbit als geplant. Ansonsten arbeiteten beide Stufen etwas besser als angenommen. Für den nächsten Flug einer Falcon 9, bei dem ein Satellit in einen Transferorbit für die Geostationäre Bahn transportiert werden soll, ist eine zweite Zündung aber notwendig. Das Problem wurde aber offenbar erkannt. Dennoch sind Verzögerungen um ein paar Wochen möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den nächsten beiden Missionen werden keine Versuche zur Wiederverwendung unternommen, da man die volle Performance für das Erreichen der Zielbahnen der Nutzlasten verwenden möchte. Zudem benötigen die Techniker nun natürlich etwas Zeit, die notwendigen Veränderungen an der ersten Stufe zu entwickeln und vorzunehmen. Der nächste Versuch könnte beim CRS-3-Flug Anfang nächsten Jahres unternommen werden, dann auch mit Landebeinen. Wenn man es bis dahin aber nicht schafft, wird man die Frachtmission zur ISS nicht verschieben. Diese Informationen von einer kurzfristig angesetzten Telefon-Pressekonferenz mit SpaceX erreichten die interessierte Öffentlichkeit via Twitter. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11267.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Falcon 9 v1.1 Jungfernflug mit CASSIOPE</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10338.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wiederverwendbarkeit und Landefähigkeit der Falcon-Familie</a></li></ul>
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		<title>Telstar 12 VANTAGE fliegt auf H-IIA von MHI</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/telstar-12-vantage-fliegt-auf-h-iia-von-mhi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 11:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Astrium]]></category>
		<category><![CDATA[H-IIA]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Mitsubishi]]></category>
		<category><![CDATA[Startauftrag]]></category>
		<category><![CDATA[Telesat]]></category>
		<category><![CDATA[Telstar 12 VANTAGE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. September 2013 gab der japanische Mischkonzern Mitsubishi Heavy Industries, Ltd. (MHI) bekannt, dass er vom kanadischen Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat mit Sitz in Ottawa beauftragt worden ist, den Telstar 12 VANTAGE genannten Ersatz für Telstar 12 Ende 2015 in den Weltraum zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, MHI. Der Startauftrag von Telesat [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. September 2013 gab der japanische Mischkonzern Mitsubishi Heavy Industries, Ltd. (MHI) bekannt, dass er vom kanadischen Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat mit Sitz in Ottawa beauftragt worden ist, den Telstar 12 VANTAGE genannten Ersatz für Telstar 12 Ende 2015 in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Astrium, MHI.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29092013133431_small_1.jpg" alt="Astrium" width="260"/><figcaption>
Telstar 12 VANTAGE im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Startauftrag von Telesat an MHI ist der erste für einen kommerziellen Satelliten. Das Raumfahrzeug hatte Telesat Anfang September 2013 bei Astrium bestellt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29092013133431_small_2.jpg" alt="JAXA via MHI" width="260"/><figcaption>
H-IIA im Flug 
<br>
(Bild: JAXA via MHI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 12 VANTAGE soll Telstar 12 an einer Position von 15 Grad West im Geostationären Orbit ersetzen und die Fähigkeiten Telesats, Gebiete in Afrika, der Karibik, im Mittelmeerraum, der Nordsee, in Südamerika und dem Südatlantik mit Ausstrahlungen im K<sub>u</sub>-Band-Bereich zu versorgen, erheblich erweitern.  <br>Telstar 12, gebaut von Space Systems/Loral und gestartet als Orion 2 am 19. Oktober 1999 auf der Ariane 4 mit der Flugnummer V122, befindet sich seit Dezember 1999 im kommerziellen Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachfolgesatellit mit einer Startmasse unter 5 Tonnen und einer Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren erhält zur Bewältigung seiner Aufgaben eine Kommunikationsnutzlast mit einer Transponderausstattung äquivalent zu 52 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 36 MHz. Er basiert auf Astriums Bus Eurostar E3000 und soll es auf eine elektrische Leistung von rund 11 kW bringen. <br>Für den Start von Telstar 12 VANTAGE alias Telstar 12V will MHI eine verbesserte Variante der H-IIA-Rakete einsetzen. Die Verbesserungen erfolgten an der Raketenoberstufe und wurden in enger Kooperation mit der japanischen Weltraumforschungsagentur (JAXA) erarbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von MHI waren bisher 21 von 22 Starts von H-IIA-Raketen erfolgreich.</p>
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		<title>34. Internationale ISS-Besatzung zurück auf der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/34-internationale-iss-besatzung-zurueck-auf-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 10:28:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Crew Transfer]]></category>
		<category><![CDATA[Expedition 34]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 07M]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute früh, gegen 4.31 Uhr MESZ, setzte die Landekapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 07M im vorgesehenen Landegebiet in der kasachischen Steppe auf dem Boden auf. Sie brachte den Kanadier Chris Hadfield, den US-Amerikaner Tom Marshburn und den Russen Roman Romanjenko zurück auf die Erde. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumfahrer.net, Raumcon. Vertont von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute früh, gegen 4.31 Uhr MESZ, setzte die Landekapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 07M im vorgesehenen Landegebiet in der kasachischen Steppe auf dem Boden auf. Sie brachte den Kanadier Chris Hadfield, den US-Amerikaner Tom Marshburn und den Russen Roman Romanjenko zurück auf die Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: Roskosmos, NASA, Raumfahrer.net, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-14-80552.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Begonnen hatte der Flug am 19. Dezember 2012 mit dem Start vom Kosmodrom Baikonur aus. Zwei Tage später erfolgte die Kopplung am ISS-Modul Rasswjet. Anschließend waren Romanjenko, Marshburn und Hadfield bis Mitte März Mitglieder der ISS-Expedition 34. Hauptaufgabe war neben der Instandhaltung der Raumstation die Durchführung verschiedener wissenschaftlicher und technischer Experimente in den Bereichen Astronomie, Biologie, Erderkundung, Medizin, Physik und Technik. 
<br>
Neue Experimente betrafen Veränderungen der Oberflächenspannung in der Schwerelosigkeit durch Beimischung verschiedener Surfactants zu Wasser (ESA-Experiment <i>FASTER</i>) und die Erprobung eines <i>Microflow </i>genannten Durchfluss-Zytometers der kanadischen Weltraumagentur CSA, mit dem Zellen und komplexe Moleküle im Blutfluss durch mehrfarbiges Laserlicht identifiziert, gezählt und kategorisiert werden können. Damit soll auch die Eignung des Gerätes als medizinisches Instrument im Weltraum überprüft werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052013122825_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="381" height="317"/><figcaption>
Simuliertes Betankungsmanöver im Rahmen der Robotic Refueling Mission 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte Januar 2013 fand außenbords ein weitgehend autonomes und von der Erde aus initiiertes <a href="https://www.raumfahrer.net/betankungsexperiment-ausserhalb-der-iss/" data-wpel-link="internal">automatisches Betankungsmanöver</a> statt. Das dazu erforderliche Equipment der Robotic Refueling Mission war bereits im Sommer 2011 zur ISS gelangt. Während des mehrtägigen und mehrstufigen Versuchs wurden Sicherungsdrähte und Abdeckkappen entfernt, ein Einfüllstutzen ausgefahren und eine symbolische Menge Flüssigkeit übertragen. Dazu wurde die Erweiterung des kanadischen Manipulatorarms DEXTRE verwendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Januar wurde erstmals eine direkte Kommunikation zwischen Raumstation und einer Empfangs- und Sendeeinheit am Boden <a href="https://www.raumfahrer.net/zweiwege-laserkommunikation-mit-raumstation/" data-wpel-link="internal">mittels Laser</a> durchgeführt. Dabei wurde Hardware verwendet, die 2011 im Verlaufe eines Außenbordeinsatzes an der Außenhaut des Moduls Swesda installiert wurde. Insgesamt wurden etwa 400 MByte mit Datenraten bis zu 125 MBit/s übertragen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052013122825_small_2.jpg" alt="Bildquelle" width="279" height="415"/><figcaption>
LASER-Kommunikationseinheit im kaukasischen Archuis 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Februar wurde der Frachter Progress-M 16M abgekoppelt und verglühte anschließend in der Atmosphäre. Am <a href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-18m-gestartet-und-gleich-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">11. Februar startete Progress-M 18M</a> und koppelte nach nur etwa 4 Stunden Flugzeit automatisch am Ausstiegsmodul Pirs an. Dies war die letzte unbemannte Erprobung des neuen Annäherungsverfahrens vor dem Einsatz bei bemannten Sojus-Raumschiffen. Ein kleines Spektakel gab es am 14. Februar am Nachthimmel über Deutschland, als die dritte Stufe der Trägerrakete beim <a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-drittstufe-verglueht-ueber-deutschland/" data-wpel-link="internal">Verglühen eine deutliche Leuchtspur</a> hinterließ. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. Februar kam es im Verlaufe einer Sofwareaktualisierung und einer Umschaltung auf ein Reservesystem zu einer etwa dreistündigen <a href="https://www.raumfahrer.net/iss-nach-funkstille-nun-kommunikation-fuer-alle/" data-wpel-link="internal">Unterbrechung aller Kommunikationsmöglichkeiten</a> zwischen Bodenstationen und dem US-basierten Segment der ISS. Einige Tage zuvor hatte ein Kabeltechniker in Russland unbedacht eine wichtige Leitung auf der Erde gekappt, über die vielfältige Informationen von russischen Satelliten zu Bodenstationen liefen. Am 22. Februar hingegen konnte theoretisch Jedermann im Rahmen eines Google-Hangout unter dem Motto <a href="https://www.raumfahrer.net/was-sie-schon-immer-ueber-das-iss-leben-wissen-wollten/" data-wpel-link="internal">&#8222;Was Sie schon immer über das ISS-Leben wissen wollten&#8220;</a> mit den Besatzungsmitgliedern der Internationalen Raumstation kommunizieren, praktisch war dies jedoch nur wenigen vergönnt. Ganz allgemein haben insbesondere NASA und CSA ihre Öffentlichkeitsarbeit mit diesem und ähnlichen Kontakten speziell zu Bildungseinrichtungen intensiviert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052013122825_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="575" height="481"/><figcaption>
Dragon am Haken 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. März startete der zweite reguläre <a href="https://www.raumfahrer.net/falcon-9-gestartet-dragon-im-orbit-problem-gefunden/" data-wpel-link="internal">Dragon-Frachter</a> auf einer Falcon-9-Trägerrakete zur ISS. Trotz eines Problems mit der Aktivierung der Steuertriebwerksgruppen verlief die <a href="https://www.raumfahrer.net/dragon-hat-sein-ziel-erreicht/" data-wpel-link="internal">Mission erfolgreich</a>. Mehr als 1 Tonne Material konnte am 26. März <a href="https://www.raumfahrer.net/dragon-crs-2-kapsel-gewassert/" data-wpel-link="internal">auf die Erde zurück</a> transportiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich <a href="https://www.raumfahrer.net/besatzung-von-sojus-tma-06m-gelandet/" data-wpel-link="internal">landete</a> am 16. März die Besatzung des Raumschiffes Sojus-TMA 06M, die aus Oleg Nowizki, Kevin Ford und Jewgeni Tarelkin bestand. Am Tag zuvor hatte Ford das Kommando über die Station erstmals an einen Kanadier übergeben. Chris Hadfield machte seine Sache gut und brillierte obendrein als Entertainer aus dem All. Vor ein paar Tagen wurde ein Video zum David-Bowie-Klassiker &#8222;Space Oddity&#8220; veröffentlicht. Mit der Kommandoübernahme begann gleichzeitig die ISS-Expedition 35. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. März <a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-08m-puenktlich-gestartet/" data-wpel-link="internal">startete</a> Sojus-TMA 08M, erstmals im &#8222;Expressmodus&#8220;. Die Raumfahrer Pawel Winogradow, Christopher Cassidy und Alexander Misurkin verstärkten die Besatzung der ISS erneut auf 6 Personen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. April wurden auf der Erde die Ergebnisse der ersten Auswertung der bis dahin 18-monatigen <a href="https://www.raumfahrer.net/ams-ergebnisse-vorgestellt/" data-wpel-link="internal">Messungen des Alpha Magnet Spektrometers AMS vorgestellt</a>. Mit diesem komplexen Forschungsapparat sucht man nach Anti- und Dunkler Materie im All, hatte aber bis dato keine Erfolgsmeldung vorzuweisen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052013122825_small_4.jpg" alt="NASA-TV" width="400" height="333"/><figcaption>
Plasmamesssonden werden außenbords installiert. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. April absolvierten Pawel Winogradow und Roman Romanjenko den <a href="https://www.raumfahrer.net/erster-aussenbordeinsatz-2013-absolviert/" data-wpel-link="internal">ersten Außenbordeinsatz des Jahres 2013</a>. Dabei installierten sie zwei Messsonden, die der Plasmaforschung dienen. Außerdem wurden Experimentalproben geborgen und ein Laserreflektor gewechselt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. April <a href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-17m-in-der-atmosphaere-verglueht/" data-wpel-link="internal">verglühte</a> der bereits 6 Tage zuvor von der Station abgekoppelte Frachter Progress-M 17M. Dessen Nachfolger <a href="https://www.raumfahrer.net/naechster-frachter-zur-iss-gestartet/" data-wpel-link="internal">startete</a> am 24. April, hatte jedoch ein Problem. Eine der Radarantennen, die bei der Annäherung an die Raumstation zur Ermittlung von Position und Geschwindigkeit verwendet werden, war nicht ausgeklappt. So übernahmen die Kosmonauten aus dem Inneren der Station den fernbedienten und besonders langsamen Anflug. Der Reflektor der Antenne weist im eingefalteten Zustand nur einen Abstand von wenigen Millimetern bis zum Kopplungsaggregat auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Mai wurde ein <a href="https://www.raumfahrer.net/ammoniakleck-fuehrt-zu-ungeplantem-aussenbordeinsatz/" data-wpel-link="internal">Leck in einem Kühlsystem</a> an der Außenseite der Raumstation entdeckt. Bei einem daraufhin durchgeführten <a href="https://www.raumfahrer.net/ausstieg-zum-austausch-einer-kuehlmittelsteuerung/" data-wpel-link="internal">Außenbordeinsatz</a> von Chris Cassidy und Tom Marshburn am 11. Mai wurde eine Pump-und-Fluss-Steuerungseinheit ausgetauscht, was offenbar das Problem behob. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Mai übergab Chris Hadfield das Kommando über die Station an seinen russischen Kollegen Pawel Winogradow. Gestern abend bestiegen Chris Hadfield, Tom Marshburn und Roman Romanjenko ihr Raumschiff und koppelten heute Nacht vom Modul Rasswjet ab. Mit der erfolgreichen Landung geht ihre Mission im All zu Ende. Allerdings steht nun noch eine Reihe von Tests an, mit denen vor allem die Wiederanpassung an die Schwerkraft begleitet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen</strong> wurden bereits im Text verlinkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11254.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 07M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11651.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 35</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11393.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 34</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton startet Anik G1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-startet-anik-g1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 12:15:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anik G1]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
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		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
		<category><![CDATA[SSL 1300]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern abend startete eine russische Proton-M mit dem kanadischen Kommunikationssatelliten Anik G1 vom kasachischen Kosmodrom Baikonur. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Zenki, Raumcon, Skyrocket. Der Start erfolgte gegen 20.36 Uhr MESZ vom Startplatz 200/39. Knapp 10 Minuten später hatte die Trägerrakete ihre Arbeit erfolgreich beendet und setzte Oberstufe und Nutzlast ab. Die Bris-M-Oberstufe transportierte [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Gestern abend startete eine russische Proton-M mit dem kanadischen Kommunikationssatelliten Anik G1 vom kasachischen Kosmodrom Baikonur.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Zenki, Raumcon, Skyrocket.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16042013141510_small_1.jpg" alt="Zenki" width="450" height="254"/><figcaption>
Proton-M beim Start mit Anik G1 
<br>
(Bild: Zenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte gegen 20.36 Uhr MESZ vom Startplatz 200/39. Knapp 10 Minuten später hatte die Trägerrakete ihre Arbeit erfolgreich beendet und setzte Oberstufe und Nutzlast ab. Die Bris-M-Oberstufe transportierte den Satelliten Anik G1 im Verlaufe von 5 Brennphasen innerhalb von 9 Stunden und 13 Minuten in den geplanten Übergangsorbit. Dieser liegt in einer Höhe zwischen 9.127 und 35.782 Kilometern bei einer Bahnneigung von etwa 13,4 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zielorbit ist die Geostationäre Bahn, die der Satellit mit einem eigenen Triebwerk erreichen soll. Dort wird er bei 107,3 Grad westlicher Länge stationiert und soll beide amerikanische Kontinente sowie den Pazifikraum mit Kommunikationsdienstleistungen versorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu ist der von Space Systems/Loral auf Basis des SL1300 entwickelte Satellit mit 12 Transpondern für das K<sub>u</sub>-Band, 16 für das erweiterte K<sub>u</sub>-Band,  24 für das C-Band sowie 3 X-Band-Transpondern ausgestattet. Damit sollen Kommunikationsdienste für die Luftfahrt über Südamerika, Kommunikationsanwendungen für Regierungen von Staaten auf den beiden amerikanischen Kontinenten und im Pazifik, Fernsehausstrahlungen für Kanada sowie X-Band-Kommunikation zur militärischen Anwendung realisiert werden. 
<br>
Anik G1 gehört der Telesat Kanada, hat beim Start eine Masse von etwa 4,9 t, eine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren und bezieht seine elektrische Energie über zwei Solarzellenausleger. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11481.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Anik G1 auf Proton-M mit Bris-M</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>SSRMS/Canadarm 2</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ssrms-canadarm-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[DEXTRE]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[MBS]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Space Station Remote Manipulator System ist der stärkste und beinahe stationsweit einsetzbare Arm der ISS. SSRMS/Canadarm 2 ist eines der wichtigsten Module der ISS. Mit ihm wurde und wird ein großer Teil der ISS zusammengebaut und gewartet. Außerdem dient er zur Unterstützung von Außenbordarbeiten. Autor: Daniel Maurat Der Manipulatorarm SSRMS/Canadarm 2 (engl. Space Station [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Space Station Remote Manipulator System ist der stärkste und beinahe stationsweit einsetzbare Arm der ISS. <em>SSRMS/Canadarm 2</em> ist eines der wichtigsten Module der ISS. Mit ihm wurde und wird ein großer Teil der ISS zusammengebaut und gewartet. Außerdem dient er zur Unterstützung von Außenbordarbeiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Manipulatorarm <em>SSRMS/Canadarm 2</em> (engl. <em><strong>S</strong>pace <strong>S</strong>tation <strong>R</strong>emote <strong>M</strong>anipulator <strong>S</strong>ystem</em> für Ferngesteuertes Raumstations-Manipulatorsystem, Canadarm für Canada Arm [Kanada-Arm]) ist der Multifunktionsmanipulatorarm der Internationalen Raumstation. Gebaut von der kanadischen Raumfahrtagentur <em>CSA</em> ist das System deren großer Beitrag zur Station. Ergänzt wird der Manipulatorarm darüber hinaus durch dessen Verlängerung <em>SPDM/Dextre</em> (<em><strong>S</strong>pecial <strong>P</strong>urpose <strong>D</strong>exterous <strong>M</strong>anipulator</em> für geschickte Arbeitsvorrichtung für Sonderzwecke, <em>Dextre</em> für Geschicklichkeit), der auch feinere Arbeiten durchführen kann sowie den <em>Mobile Transporter</em> (engl. für Mobiler Transporter), der den Roboterarm auch für Arbeiten an der Gitterstrukur <em>ITS</em> (für Integriertes Verbindungssystem) nutzbar macht. Als Verlängern ist das <em>OBSS</em> (<em>O</em>rbiter <em>B</em>oom <em>S</em>ensor <em>S</em>ystem für Orbiter-Auslegersensorsystem), welches zunächst im Shuttle genutzt wurde und nun den Roboterarm verlängern wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung und Bau</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ssrms.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ssrms.jpg" alt="" width="355" height="561"/></a><figcaption><em>SSRMS/Canadarm 2</em> mit dem <em>MBS</em> (Mobile Base System) während der Mission STS 118<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Canadarm 2</em> basiert eigendlich auf dem <em>RMS</em> (<em>Remote Manipulator System</em>), dem Roboterarm des Space Shuttles. Dieser wurde ebenfalls in Kanada entwickelt und gebaut. Als in den USA die Planungen für die Raumstation <em>Freedom</em> begannen, nahm man auch eine Weiterentwicklung des <em>RMS</em> in das Konzept auf, da die Station zu groß gewesen wäre, als dass sie nur durch das <em>RMS</em> hätte aufgebaut werden können. Auch nachdem Russland in das Programm einstieg, blieb <em>SSRMS/Canadarm 2</em> eines der wichtigsten Module der ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebaut wurde der Roboterarm von der kanadischen Firma <em>MDA Space Missions</em> in Brampton, Ontario. Von dort aus wurde es 2000 nach <em>Cape Canaveral</em> in die <em>SSPF</em> (Space Station Processing Facility für Raumstations-Vorbereitungseinrichtung) transportiert, wo es auf seinen Start vorbereitet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem man beschloss, das Shuttle-Programm 2010/2011 auslaufen zu lassen und nachdem man eine Reperatur des P6 Trusses mit dem <em>OBSS</em> des Space Shuttles als Verlängerungsstück erfolgreich verlief, beschloss man bei der NASA, bei der vorletzten (ehemals letzten) Shuttlemission STS-134 das <em>OBSS</em> an der Station zu lassen, um damit eben auch Reperaturen an den schwer zugänglichen Solarkollektoren durchzuführen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Roboterarmsystem, das <em>MSS</em> (<em><strong>M</strong>obile <strong>S</strong>ervicing <strong>S</strong>ystem</em> für Mobiles Servicesystem), besteht aus drei Teilen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Der eingentliche Roboterarm, <strong><em>SSRMS/Canadarm 2</em></strong> ist einer der leistungsfähigsten Systeme dieser Art auf der Welt: bei einer Eigenmasse von knapp zwei Tonnen kann es eine Nutzlast von 116 Tonnen bewegen. Dafür benötigt es gerade mal eine Leistung von 2 Kilowatt. Es verfügt über sieben Gelenke: jeweils drei identisch angeordnete an den beiden Enden sowie eines in der Mitte des Roboterarms. An jedem Ende befindet sich ein passiver Anschluss für Strom und Daten. Die aktiven Punkte, die sogenannten <em>PDGF</em>s (<em>Power and Data Grapple Fixtures</em> für Energie- und Datengriffbefestigung), von denen mindestens eines an jedem Modul des US-basierten Teils sowie jeweils eines an den russischen Modulen <em>Sarja</em> und <em>Rasswjet</em>, die aber nicht über die Daten- und Stromverbindungen verfügen, verteilt. Canadarm 2 kann mit beiden Enden an einem <em>PDGF</em> andocken und sich so von Haltepunkt zu Haltepunkt bewegen. Am Arm sind darüber hinaus auch verschiedene Kamerasysteme für die Steuerung sowie Befestigungen für Werkzeuge angebracht. <em>SSRMS/Canadarm 2</em> wird über eine <em>Robotic Work Station</em> (Roboterarbeitsstation) gesteuert. Diese verfügt über Bildschirme zum Beobachten des Arms und dessen Kamerabildern sowie Steuerungen für den Roboterarm sowie anderer Teile des <em>MBS</em>, wie z.B. <em>Dextre</em>. Je eine Arbeitsstation ist im Labormodul <em>Destiny</em> sowie in der Kuppel <em>Cupola</em> angebracht. Gestartet wurde Canadarm 2 während der Mission STS 100 der Raumfähre <em>Endeavour</em> am 19. April 2001.</li><li>Für Arbeiten an der Gitterstruktur <em>ITS</em> gibt es das <strong><em>Mobile Base System</em></strong> (<em>MBS</em> für Mobiles Basissystem), dass über Schienen am <em>ITS</em> bewegt werden kann. Mithilfe des <em>Mobile Transporters</em> kann das Manipulatorsystem zwischen S4 (Steuerbordelement 4) bis P4 (Backbordelement 4) operieren. Der Arm reicht 18 Meter darüber hinaus und damit auch S6 bzw. P6. Der Mobile Transporter verfügt über vier <em>PDGF</em>s, jeweils eines an jeder Ecke des 5,7 m x 4,5 m x 2,9 m großen, 1,45 t schweren, quaderförmigen, weitgehend aus Aluminiumröhren bestehenden Körpers. Am <em>MBS</em> ist das <em>POA</em> (<em>Payload/Orbital Replacement Unit Accommodations</em> für Nutzlast/Orbitale Austauscheinheit Halterung) angebracht. Mit diesem können Ersatzteile für die ISS am <em>MBS</em> gelagert werden. Gestartet wurde die Mobile Basis am 5. Juni 2002 während einer Mission des Space Shuttles <em>Endeavour</em>.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spdm.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spdm.jpg" alt="" width="353" height="241"/></a><figcaption><em>Dextre</em> kurz nach seinem Aufbau während der Mission STS 123 im März 2008.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Das Verlängerungselement <strong><em>SPDM/Dextre</em></strong>, auch Canada Hand genannt, ist im wahrsten Sinne des Wortes die &#8222;Hand&#8220; des Roboterarms. Es ist 3,5 Meter lang, hat einen Durchmesser von 88 Zentimetern und wiegt 1,7 Tonnen. Mithilfe von <em>Dextre</em> ist es möglich, Arbeiten durchzuführen, für die man sonst einen riskanten Außenbordeinsatz benötigt hätte. Es verfügt über jeweils zwei zusätzliche, kleinere Roboterarme, die, wie ihr großer Bruder <em>Canadarm 2</em>, über sieben Gelenke verfügen. An den Enden der Arme befinden sich Haltegriffe für verschiedene Werkzeuge, die <em>OTCM</em>s (<em>Orbit Replacement Unit/Tool Changeout Mechanism</em> für Orbit-Austauscheinheit/Werkzeug-Wechselmechanismus). Dextre verfügt über einen aktiven <em>PDGF</em> (zu <em>Canadarm 2</em>) sowie eine passive Schnittstelle. Diese ist sehr wichtig, da <em>Dextre</em>, wenn er nicht am <em>Canadarm 2</em> angekoppelt ist, u.a. zu Heizzwecken mit Strom versorgt werden muss. Gestartet wurde Dextre während Mission STS 123 mit dem Space Shuttle <em>Endeavour</em> am 11. März 2008.</li><li>Das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (<em>OBSS</em>) ist zunächst mal ein Ausleger mit verschiedenen Kamera- und Laser-Systemen an der Spitze, um die Hitzeschutzkacheln des Space Shuttles, die vom Cockpit aaus nicht einsehbar sind, nach dem Start und vor der Landung zu kontrollieren. Dieses wurde zum ersten Mal 2005 bei der Mission STS-114, die erste Mission nach dem <em>Columbia</em>-Unglück 2003, eingesetzt.</li><li>Das <em>OBSS</em> ist 15,33 m lang, hat einen Durchmesser von 38 cm und wiegt . Es ist eigentlich eine einfache Aluminiumröhre, in der zum einem mehrere visuelle Kamerasysteme, einen <em>Laser Dynamic Range Imager</em>, der mittels <em>LIDAR</em>, das in etwa so funktioniert wie Radar, nur auf kleinerer Fläche, den Hitzeschutz scannt, sowie das <em>Laser Camera System</em>, das auch den Hitzeschild auf etweiige Schäden untersucht. Es besitzt zwei <em>PDGF</em>-Schnittstellen für den Roboterarm, einen am einem Ende und einen Zweiten in der Mitte des <em>OBSS</em>&#8218;. Zudem hat es verschiedene Anschlüsse, um Strom, Wärme und weiteres zu erhalten. Seinen ersten Start hatte es am 26. Juli 2005 mit dem Ersdtflug eines Shuttels nach dem Columbia-Unglück, STS-114, und wurde am 16. Mai 2011 mit STS-134 zur ISS gestartet, um dann dort für immer zu bleiben.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-6a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-6A (Mission STS-100 der <em>Endeavour</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssuf-2/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-UF2 (Mission STS-111 der <em>Endeavour</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-1j-a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-1J/A (Mission STS-98 der <em>Endeavour</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-truss-structure/" data-wpel-link="internal">Modul <em>ITS</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/destiny/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Destiny</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/cupola/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Cupola</em></a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Dunkle Materie wird kartografiert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dunkle-materie-wird-kartografiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2007 17:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kartierung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Planeten, Sterne und Galaxien machen nur ca. ein Sechstel der Gesamtmasse des Universums aus. Der Rest besteht aus etwas Anderem, Mysteriösem. Es reflektiert kein Licht, strahlt auch keines aus und wird Dunkle Materie genannt. Einem internationalem Team aus Wissenschaftlern ist es nun gelungen, ein genaues 3-D-Abbild der Verteilung der Dunklen Materie zu erstellen, das in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Planeten, Sterne und Galaxien machen nur ca. ein Sechstel der Gesamtmasse des Universums aus. Der Rest besteht aus etwas Anderem, Mysteriösem. Es reflektiert kein Licht, strahlt auch keines aus und wird Dunkle Materie genannt. Einem internationalem Team aus Wissenschaftlern ist es nun gelungen, ein genaues 3-D-Abbild der Verteilung der Dunklen Materie zu erstellen, das in Genauigkeit und Größe des abgebildeten Gebietes einmalig ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Alexander Höhn. Quelle: ESA, Diewelt.de.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012007184504_small_1.jpg" alt="ESA" width="400" height="304"/><figcaption>
3-D-Verteilung der Dunklen Materie 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Historischer Durchbruch</strong> <br>Die erstellte Karte stellt ein sehr wichtiges Ereignis in der Weltraumforschung dar. Sie bestätigt die bisher gültigen Theorien der Verteilung von Materie im Weltall. Diese besagen, dass sich die Materie, die nach dem Urknall gleichmäßig verteilt war, unter der Einwirkung der Gravitation im Laufe der Zeit ungleichmäßig im Universum ausgebreitet hat. Es entstanden Gebiete mit höherer und geringerer Materiekonzentration. Das ganze Gebilde gleicht einem Schwamm. Bisher konnte man allerdings nur die Verteilung der sichtbaren Materie feststellen. Die erstellte dreidimensionale Karte zeigt, dass es sich mit der Dunklen Materie genauso verhält.             </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dunkle Materie &#8211; Rückgrat des Universums</strong> <br>Man geht davon aus, dass die Dunkle Materie eine Art Gerüst bildet und die sichtbare Materie sich aufgrund der Anziehungskraft an den Stellen konzentriert, an denen es auch eine hohe Konzentration Dunkler Materie gibt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit würde die Dunkle Materie eine wichtige, wenn nicht sogar unbedingt notwendige Rolle bei der Entstehung von Sternen, Galaxien und Galaxienhaufen im Universum spielen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012007184504_small_2.jpg" alt="ESA" width="400" height="192"/><figcaption>
Verteilung sichtbarer und Dunkler Materie 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Umfangreichste Untersuchung aller Zeiten</strong> <br>Die Karte wurde mit Hilfe des Weltraumteleskops <i>Hubble</i> im Rahmen des <i>Cosmic Evolution Survey COSMOS</i> erstellt. Hierbei wurde eine Fläche des Himmels untersucht, die etwa acht Vollmonden entspricht. Innerhalb dieser Fläche konnten die Astronomen ca. 500.000 Galaxien beobachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verteilung der Dunklen Materie wurde mit Hilfe des Gravitations-Linsen-Effekts berechnet. Das Licht der Galaxien wird auf dem Weg zur Erde durch die Anziehungskraft der Dunklen Materie beeinflusst und abgelenkt. Diese Ablenkung kann berechnet werden. Zur dreidimensionalen Berechnung wurden zusätzlich zu den Bildern von <i>Hubble</i> Informationen des <i>Very Large Telescope</i> (VLT) der Europäischen Südsternwarte sowie japanischer und kanadisch-französischer Teleskope genutzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012007184504_small_3.gif" alt="ESA" width="400" height="253"/><figcaption>
Untersuchter Himmelsabschnitt 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein nächster Schritt zur Erforschung der Dunklen Materie ist getan. &#8211; Man weiß nun, wo im Universum sie sich befindet. Die nächste Herausforderung ist, zu erforschen, was genau sie ist und vor allem wie sie sich zu normaler Materie verhält.    
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Private bemannte Raumfahrt in den Startlöchern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/private-bemannte-raumfahrt-in-den-startloechern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2004 17:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ansari X-Prize]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Scaled Composites]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceShipOne]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29237</guid>

					<description><![CDATA[<p>Scaled Composites hat auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass es am 29. September dieses Jahres versuchen wird, den mit 10 Millionen US Dollar dotierten Ansari X-Preis zu gewinnen. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: universetoday.com, space.com. Um den Preis zu gewinnen muss das Raumfahrzeug einen Piloten und zwei Passagiere (oder deren entsprechendes Gewicht) auf eine Höhe [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><i>Scaled Composites</i> hat auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass es am 29. September dieses Jahres versuchen wird, den mit 10 Millionen US Dollar dotierten Ansari X-Preis zu gewinnen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: universetoday.com, space.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Preis zu gewinnen muss das Raumfahrzeug einen Piloten und zwei Passagiere (oder deren entsprechendes Gewicht) auf eine Höhe von 100 Kilometern bringen. Diese Leistung muss dann mit dem gleichen Fluggerät innerhalb von zwei Wochen wiederholt werden.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072004194623_small_1.jpg" alt="None" width="455" height="270"/><figcaption>
White Knight und SpaceShipOne auf dem Weg zum ersten privaten Raumflug (Quelle: Space.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Burt Rutan, der Chef Designer von&nbsp;<em>Scaled Composites</em>&nbsp;will den zweiten Flug gerade mal fünf Tage später durchführen. Beim letzten Versuch vor sechs Wochen am 21. Juni gab es noch einige Probleme, aber die seien nun gelöst und werden den nächsten Start nicht behindern. Mit der in den X-Preis Regeln festgelegten Vorankündigungsfrist von 60 Tagen vor dem eigentlichen Versuch, hat nun die heiße Phase dieses Weltraumrennens begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn <em>Scaled Composites</em> ist nicht das einzige Team, das noch in diesem Jahr den Versuch starten wird den Preis zu gewinnen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Ausschreibung des Preises endet am 1. Januar 2005, bis dahin müssen die Bedingungen erfüllt worden sein oder der Preis verfällt. Das zweite Team das sich auf der Pressekonferenz vorstellte ist das kanadische Da Vinci Team. Ihr Entwurf kombiniert ein Raketenflugzeug mit einem unbemannten Heißluftballon, der das Fluggerät zunächst auf 24 Kilometer Höhe bringen wird, bevor der Raketenantrieb gezündet wird. Das Team aus Toronto wird sein Werk am 5. August mit einem Fototermin der Öffentlichkeit vorstellen. Ein genauer Starttermin ist noch nicht bekannt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/wildfire.jpg" alt="" class="wp-image-61362" width="325" height="244" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/wildfire.jpg 325w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/wildfire-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 325px) 100vw, 325px" /><figcaption>Das kanadische Raumschiff Wild Fire des Da Vinci Teams (Quelle: Space.com)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Persönlichkeiten wurden auf der Pressekonferenz , die auf dem Santa Monica Flughafen in Kalifornien stattfand, vorgestellt. Einer der Namensgeber des Preises, der Iraner Amir Ansari, dessen Familie einen Großteil des Preisgeldes stiftet war anwesend. Ebenso der oberste Preisrichter des Wettbewerbs, der Astronaut und dreimalige <em>Space Shuttle</em> Kommandant Rick Searfoss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Vor acht Jahren wurde der X-Preis Wettbewerb ins Leben gerufen. Heute ist das erste Team bereit einen ersten Versuch anzukündigen das Preisgeld von 10 Millionen US Dollar zu gewinnen , und andere Teams stehen kurz davor,“ sagte Dr. Peter Diamandis, der Gründer und Vorsitzende der X-Preis Stiftung. „<em>Scaled Composites</em>&nbsp;und&nbsp;<em>Da Vinci</em>&nbsp;sind nur zwei der 26 gemeldeten Teams die es eines Tages möglich machen werden, dass Raumflüge von Flughäfen auf der ganzen Welt gestartet werden können. Wenn der Ansari X-Preis gewonnen worden ist, wird das in eine neue Ära der Raumfahrt münden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberst Rick Searfoss ist als ehemaliger Pilot und&nbsp;<em>Space Shuttle</em>&nbsp;Kommandant für den regelgerechten Ablauf der Flüge zuständig. „Wir haben uns mit dem Team von&nbsp;<em>Scaled Composites</em>&nbsp;getroffen und wir sind jetzt in der Lage zu überprüfen ob alle Bedingungen des Wettbewerbs genau befolgt werden. Als erfahrener Astronaut kann ich Ihnen versichern, dass ich selbst sehr darauf hoffe, den Beginn einer neuen Generation von Raumfahrzeugen mitzuerleben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt zu hoffen dass die Flüge erfolgreich verlaufen und dass es keine größeren Probleme gibt.</p>
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