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	<title>Progress-M 14M &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Progress-M 14M &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Expedition 31</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-31/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2012 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Dragon]]></category>
		<category><![CDATA[Expedition 31]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 31 Nach der Rückkehr der Kommandokapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 02M zur Erde beschäftigte sich die zu diesem Zeitpunkt dreiköpfige Besatzung der Internationalen Raumstation überwiegend mit Routinearbeiten, Wartungsaufgaben und biomedizinischer Forschung. Am 15. Mai startete die Verstärkung zur ISS und koppelte zwei Tage später an. Auf dem Forschungsprogramm standen insgesamt 200 Untersuchungen, die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 31</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="258" height="265" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-7.png" alt="" class="wp-image-79486"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Rückkehr der Kommandokapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 02M zur Erde beschäftigte sich die zu diesem Zeitpunkt dreiköpfige Besatzung der Internationalen Raumstation überwiegend mit Routinearbeiten, Wartungsaufgaben und biomedizinischer Forschung. Am 15. Mai startete die Verstärkung zur ISS und koppelte zwei Tage später an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Forschungsprogramm standen insgesamt 200 Untersuchungen, die sich in verschiedenen Realisierungsstadien befanden. Ein Teil der Experimente ist außenbords angebracht und läuft vollautomatisch ab bzw. bedarf keinerlei Betreuung. So werden verschiedene Materialproben den Bedingungen des Weltraums ausgesetzt und erst nach Monaten geborgen und zur Erde zurück transportiert. Andere Messkomplexe sammeln automatisch Daten und übermitteln diese zu vorgesehenen Zeiten an Bodenstationen. Im Inneren gibt es ebenfalls eine Reihe automatisch ablaufender Experimente, die nur zu Wartungszwecken oder zu Probenwechsel betreut werden müssen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec_31_crew_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec_31_crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum umfangreichen Programm gehörten Untersuchungen auf den Gebieten Medizin, Biologie, Physik, Materialwissenschaft, Astronomie/Kosmologie, Technik und eine ganze Reihe von Experimenten mit Bildungscharakter. So wurde es mit dem Night Pod Nodding Mechanism (ESA) möglich, eine Kamera durch eine abgestimmte Nickbewegung auch bei lichtarmen Zielen auf der Nachtseite der Erde unkompliziert so nachzuführen, dass scharfe Fotos entstehen. Die Kamera war zeitweilig in Cupola installiert und kann von Schülern und Studenten mit verwendet werden. Ein ähnliches Ziel verfolgt man mit den Projekten EarthKAM und ISS Agricultural Camera in Destiny (NASA). Bei letzterem werden vor allem land- und forstwirtschaftlich genutzte Gebiete ins Visier genommen und die gewonnenen Bilder in den Unterricht einbezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Experiment 2D-NanoTemplate (JAXA) werden zweidimensionale Schablonen im Nanometerbereich hergestellt, die ohne Auftrieb, Konvektion und Sedimentation besonders regelmäßig werden und in der medizinischen Forschung auf der Erde Anwendungn finden könnten. Forschungsgegenstände sind beispielsweise auch Verbindungshalbleiter (Alloy Semiconductor), der Biorhythmus des Menschen, der Nachweis von Genveränderungen durch Strahlung und weitere Bedingungen im Weltraum (Hair) oder die Langzeiterfassung von Röntgenstrahlungsquellen in All (MAXI).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ISERV (NASA) und VISIR (Roskosmos) werden zwei automatische Systeme genutzt bzw. erprobt, die über ein eigenes Orientierungssystem verfügen und damit bei Überflug automatisch Bilder vorher angegebener Ziele machen können. Dabei werden ebenfalls die Beleuchtungsbedingungen sowie unterschiedliche Brennweiten berücksichtigt und die Aufnahmetechnik entsprechend nachgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Nanorack-Projekts werden unterschiedliche Nutzlasten unter Weltraumbedingungen getestet. Hier geht es darum, preiswert und zeitnah Forschungsvorhaben aus der Industrie zu realisieren. So werden Gewebe- oder Materialproben gelagert, Alltagsgeräte auf ihre Tauglichkeit für den Einsatz in Raumfahrzeugen getestet oder Bildungsprojekte realisiert. Die Nanoracks gelangten mit der ersten Dragon-Kapsel zur ISS, die die Station im Mai im Rahmen einer Erprobungsmission erfolgreich ansteuerte. Leider versäumte man es, die Experimente zu aktivieren, so dass sie praktisch unbenutzt auf die Erde zurückkehrten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue russische Forschungen beschäftigten sich beispielsweise mit der besseren Erkennung und Ausfilterung von Luftschadstoffen. Hier kommt versuchsweise VERTEROK zum Einsatz, indem organische Spuren kurzzeitig ionisiert werden, um sie anschließend besser aus dem Luftstrom beseitigen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bereits erwähnte Dragon-Raumschiff&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/spacex-erfolgreich-dragon-auf-dem-weg-zur-iss/" data-wpel-link="internal">startete</a>&nbsp;am 22. Mai zur ISS,&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/dragon-demonstrationsmanoever-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">absolvierte</a>&nbsp;am 24. Mai erfolgreich eine Reihe von Demonstrationsmanövern (Annäherung, Station Halten, Abbruch, Fluchtmanöver) und wurde schließlich am 25. Mai mit dem Stationsmanipulator Canadarm2&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/der-drache-ist-eingefangen-spacex-jubelt/" data-wpel-link="internal">eingefangen</a>&nbsp;und an Harmony-Nadir angekoppelt. Nach dem Entladen von 460 kg Fracht und dem Beladen mit etwa 600 kg Rückfracht und Abfall&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/dragon-im-wasser-spacex-triumphiert-2012/" data-wpel-link="internal">entließ</a>&nbsp;man das Raumschiff am 31. Mai wieder. Die Kapsel wasserte erfolgreich im Pazifik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach weiteren Forschungen endete die 31. ISS-Expedition mit Abkopplung und <a href="https://www.raumfahrer.net/landung-andre-kuipers-beendet-promisse-mission/" data-wpel-link="internal">Landung</a> von Sojus-TMA 3 mit Oleg Kononjenko, Don Pettit und Andre Kuipers am 1. Juli 2012.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/mission-von-progress-m-14m-beendet/" data-wpel-link="internal">Mission von Progress-M 14M beendet</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/iss-symposium-dunkle-materie-und-neue-technologien/" data-wpel-link="internal">ISS-Symposium: Dunkle Materie und neue Technologien</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-04m-startbereit/" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 04M startbereit</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/neue-iss-besatzung-unterwegs/" data-wpel-link="internal">Neue ISS-Besatzung unterwegs</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/neue-iss-besatzung-am-ziel/" data-wpel-link="internal">Neue ISS-Besatzung am Ziel</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/startet-dragon-morgen-zur-raumstation/" data-wpel-link="internal">Startet Dragon morgen zur Raumstation?</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/dragon-start-verschoben/" data-wpel-link="internal">Dragon-Start verschoben</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/spacex-erfolgreich-dragon-auf-dem-weg-zur-iss/" data-wpel-link="internal">SpaceX erfolgreich: Dragon auf dem Weg zur ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/dragon-demonstrationsmanoever-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Dragon-Demonstrationsmanöver erfolgreich</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/der-drache-ist-eingefangen-spacex-jubelt/" data-wpel-link="internal">Der Drache ist eingefangen &#8211; SpaceX jubelt</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/dragon-im-wasser-spacex-triumphiert-2012/" data-wpel-link="internal">Dragon im Wasser &#8211; SpaceX triumphiert</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/landung-andre-kuipers-beendet-promisse-mission/" data-wpel-link="internal">Landung: Andre Kuipers beendet PromISSe Mission</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/presseveranstaltung-zur-promisse-expedition/" data-wpel-link="internal">Presseveranstaltung zur PromISSe-Expedition</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.nasa.gov/mission/expedition-31/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zur Langzeitbesatzung 31</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20230508092222/https://www.nasa.gov/pdf/605284main_Expedition_30_31_Press_Kit.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Press Kit zur Langzeitbesatzung 30/31 (6,3 MB PDF)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mission von Progress-M 14M beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mission-von-progress-m-14m-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2012 08:44:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos teilte am 28. April 2012 mit, dass das Transportschiff für die Internationale Raumstation (ISS) Progress-M 14M wieder in die Erdatmosphäre eingetreten ist und dabei wie vorgesehen zerstört wurde. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Interfax, RIAN, Roskosmos. Die Bremszündung des Haupttriebwerkes von Progress-M 14M erfolgte gegen 15:47 Uhr MESZ am 28. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos teilte am 28. April 2012 mit, dass das Transportschiff für die Internationale Raumstation (ISS) Progress-M 14M wieder in die Erdatmosphäre eingetreten ist und dabei wie vorgesehen zerstört wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: Interfax, RIAN, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052012104420_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052012104420_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 14M nach dem Ablegen von der ISS am 19. April 2012 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bremszündung des Haupttriebwerkes von Progress-M 14M erfolgte gegen 15:47 Uhr MESZ am 28. April 2012 nach einem Kommando des Moskauer Kontrollzentrums. Überreste des unbemannten Transportschiffs fielen rund 3.000 Kilometer östlich von Wellington, der Hauptstadt von Neuseeland, in der vorausberechneten Pazifikgegend, die nach russischen Angaben von der Seefahrt nicht genutzt wird, gegen 16:39 Uhr MESZ ins Meer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Abfällen beladen war Progress-M 14M, von der US-amerikanischen Raumfahrtagentur NASA auch als Progress 46 bezeichnet, am 19. April 2012 kurz nach 13:00 Uhr MESZ vom ISS-Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs abgekoppelt worden. Danach hatte man das Transportschiff noch benutzt, um im Rahmen eines Experimentierprogramms namens &#8222;Radar-Progress&#8220; neun Tage lang Untersuchungen der Beeinflussung der Ionosphäre in der Umgebung des Raumschiffes durch den Einsatz seiner Triebwerke durchzuführen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Großinspektion im Columbus-Modul</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/grossinspektion-im-columbus-modul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 17:32:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[DEXTRE]]></category>
		<category><![CDATA[Kibo]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Woche voller Aufgaben liegt hinter der sechsköpfigen ISS-Stammbesatzung, aber auch die Bodenkontrolleure führten Aktivitäten mit dem Stationsarm und der &#8222;Roboterhand&#8220; Dextre durch. (Newsbild: André Kuipers beim TV-Event in Columbus) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, DLR. Nach dem anstrengenden Außeneinsatz am 16. Februar hatten Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko eine verlängerte Nachtruhe [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Woche voller Aufgaben liegt hinter der sechsköpfigen ISS-Stammbesatzung, aber auch die Bodenkontrolleure führten Aktivitäten mit dem Stationsarm und der &#8222;Roboterhand&#8220; Dextre durch. (Newsbild: André Kuipers beim TV-Event in Columbus)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Oleg Kononenko mit seinem Olan-MK in Pirs 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem anstrengenden Außeneinsatz am 16. Februar hatten Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko eine verlängerte Nachtruhe erhalten, um sich von den Arbeiten erholen zu können. Den restlichen Tag verbrachten sie hauptsächlich mit der Nachbereitung ihrer Exkursion. So wurden die Orlan-MK-Raumanzüge getrocknet, Batterien geladen, die US-Kameras von den Helmen demontiert und eine Bewertung der Arbeiten mit der Bodenmannschaft vorgenommen. Anatoli Iwanischin hat Progress-M 14M wieder in die Stationsstruktur eingebunden. Die Luken des Transporters waren geschlossen worden, um das Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs während der Außenbordarbeit als Luftschleuse nutzen zu können. Jetzt sind die Progress-Systeme deaktiviert, flexible Luftschläuche zur Belüftung und Heizung verlegt, Teile des Dockingmechanismus zur besseren Zugänglichkeit demontiert und eine schnell entfernbare Vorrichtung installiert worden, welche den Kopplungsring versteifen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am gleichen Tag arbeitete André Kuipers mit der zeitweiligen Unterstützung von Dan Burbank am Trainingsgerät MARES (Muscle Atrophy Resistive Exercise System). MARES befindet sich im Columbus-Labormodul und dient der Erforschung des menschlichen Bewegungsapparates, seiner biomechanischen Abläufe und der neuromuskulären Koordination. Hintergrund ist hier ein besseres Verständnis von Effekten der Mikrogravitation auf das Muskelsystem des Menschen. In einer zweiten Sitzung an dem Gerät wurden Funktionstests durchgeführt, die Demontage geprobt und Ergebnisdateien heruntergeladen. Das europäische Trainingssystems zur Eindämmung und Erforschung von Muskelschwund MARES bietet ebenso die Möglichkeit, Gegenmaßnahmen zu den negativen Effekten von Langzeitmissionen, besonders der Muskelatrophie, zu bewerten. So kann der NASA Grundlagenwissen für ihre geplanten Flüge in den tiefen Raum zur Verfügung gestellt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
André Kuipers mit dem Staubsauger in Kibo 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am letzten Wochenende stand wie immer das wöchentliche Programm zur gründlichen Stationsreinigung, einschließlich der Module Columbus und Kibo, mit einer Dauer von drei Stunden für die Besatzung an. Diese schließt die Beseitigung von Nahrungsmittelabfällen, die Säuberung von Modulen mit dem Staubsauger, die feuchte Reinigung des Esstisches im Service-Modul und anderer oft berührter Oberflächen ein. Weiterhin werden die Schlaf-Stationen mit einer Standard-Reinigungslösung behandelt und die Lüftungsschlitze von Bildschirmen und Anlagen gesäubert, um Temperaturanstiege zu vermeiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn dieser Woche wurden Kontrollfotos vom Canadarm2 angefertigt. Dafür bewegte man den Latching End Effector B, also den einen Greifer am Ende des Stationsarms, ins Sonnenlicht vor die Fenster von Cupola. Dan Burbank schoss hochauflösende Aufnahmen mit einer D2Xs-Digitalkamera von den Zug- und Haltekabeln. Dies soll den Technikern am Boden eine Bewertung des Zustandes der Bauteile nach vielen Jahren Betriebszeit ermöglichen. Am 20. Februar gab es anlässlich des 50. Jahrestages des ersten amerikanischen Raumfluges von John Glenn einen besonderen TV-Event. Dan Burbank und Donald Pettit sprachen hier mit NASA-Administrator Charles Bolden und dem ehemaligen Astronauten und amerikanischen Helden John Glenn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im russischem Segment nahm Anton Schkaplerow an seiner dritten Sitzung zum Experiment PNEUMOCARD teil. Hier werden die Auswirkungen der fehlenden Schwerkraft in einer Langzeitstudie untersucht. Daueraufenthalte im All bewirken eine Umverteilung des Blutes in die oberen Körperregionen und eine Beeinflussung des vegetativen Nervensystems (VNS), welches nicht willentlich gesteuert werden kann. Bei der Rückkehr zur Erde kommt es dann vermehrt zu Irritationen der Kreislaufregulierung bei den Raumfahrern. Die Forscher des DLR und des russischen Instituts für Biomedizinische Probleme (IBMP) erhoffen sich nun eine bessere Vorhersage der physischen Reaktionen von Besatzungsmitgliedern bei der Landung aber auch einen realen Nutzen auf der Erde bei Patienten mit orthostatischer Intoleranz. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Dan Burbank mit BCAT-6 in Kibo 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022012183243_small_4.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
André Kuipers arbeitet am CFA in Columbus 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kibo-Labormodul betreute Dan Burbank zur Mitte dieser Woche die Wissenschaftsnutzlast BCAT-6 (Binary Colloidal Alloy Test 6). Bei diesem Experiment werden stündlich sieben Tage lang automatisch Fotos angefertigt, die den Übergang der polymeren und kolloiden Stoffe vom flüssigen in den gasförmigen Zustand dokumentieren. Der ISS-Kommandant ersetzt hier jeden Morgen eine Batterie, ca. 8 Stunden später wird dieser Ersatz erneut durchgeführt. Zwischenzeitlich bereitete André Kuipers die größere Inspektion der Luftumwälzungsanlage im Columbus-Labormodul vor. Hier lud er Batterien des endoskopischen Werkzeugs und räumte den Raum am Ende von Columbus von dort gestauten Taschen CTBs (Cargo Transfer Bags). Damit schaffte er Platz für die Lüftungskanalreinigung und die Säuberung der Auslassgitter. Für weitere Außenaktivitäten der &#8222;Roboterhand&#8220; Dextre am Ende des ISS-Roboterarms wurden die Außenfenster von Cupola, Kibo und Destiny geschlossen. Über Nacht erfolgte mit Dextre eine Untersuchung der Außenseite des russischen Sarja-Moduls. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der zweiten Wochenhälfte fuhr André Kuipers damit fort, in Columbus die Lüftungsventilatoren CFA (Cabin Fan Assembly) und Lüftungskanäle zu inspizieren und zu säubern. Unterstützt wurde er dabei von ISS-Kommandant Dan Burbank. Ein funktionierender Luftaustausch in den Modulen ist zwingend notwendig, da sich sonst an bestimmten Stellen Bereiche mit verbrauchter Luft bilden könnten. Diese wiederum ist gefährlich für die Atmung der Raumfahrer und würde zu Alarmen in der Station führen. Im Swesda-Modul vollendete Anton Schkaplerow die vor einigen Tagen begonnene halbjährliche Überholung IFM (Inflight Maintenance) des Laufbandes TVIS (Treadmill Vibration Isolation System) im russischen Segment. Zum Einsatz kommt nun ein fast neues Laufband, in dem auch einige Teile der alten Apparatur verbaut wurden. Ein unbemannter Geschwindigkeitstestlauf hat anschließend die ordnungsgemäße Funktion der motorgetriebenen Bauteile nachgewiesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin nahmen an dem monatlichen Hörtest (On-Orbit Hearing Assessment) der NASA teil. Dieser 30-Minuten-Test wird mit einer speziellen Software auf dem medizinischen Ausrüstungscomputer (MEC-Laptop) durchgeführt. Jedes Ohr der Besatzungsmitglieder wird in minimalen Hörbarkeitsstufen zwischen einer Frequenz von 0,25-10 kHz und einem definiertem Schalldruckpegel getestet. Dazu werden die individuell-spezifischen Prophonics-Ohrhörer, neue Bose-ANC-Kopfhörer, und ein Lauststärkemessgerät (SLM &#8211; sound level meter) verwendet. Die Untersuchungsintervalle betragen einen Monat, wobei die erste Messung innerhalb von 14 Tagen nach Ankunft auf der ISS durchgeführt werden muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dan Burbank verbrachte 2,5 Stunden seiner Zeit mit der Reinigung von Bakterienfiltern in den drei Knoten-Modulen, in Destiny und der Luftschleuse Quest. Die ISS-Besatzung hat in der letzten Zeit eine vermehrte Staubbildung zur Bodenstation gemeldet, so dass nun, vier Wochen lang jeden Donnerstag, diese Filterreinigung angeordnet wurde. Ebenfalls 2,5 Stunden brauchte Oleg Kononjenko um acht Lampen und die dazugehörigen Sicherungen im Sevice-Modul gegen entsprechende Ersatzelemente auszutauschen. Im Anschluss daran verstaute er die nicht mehr benötigten Lampen als Abfall in Progress-M 14M. Ebenso wurden an diesem Tag unbrauchbare Flüssigkeiten in die Rodnik-Tanks des Transporters umgepumpt. Progress-M 14M soll am 19. April die ISS verlassen. Anatoli Iwanischin widmete sich dem russischen Experiment SEINER, bei dem er die Ozeane der Erde fotografiert und damit den Experten auf der Erde die Möglichkeit gibt, den aktuellen Zustand, aber auch Veränderungen, in den Weltmeeren zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 23.02.2012: 389,9 km bei einem Höhenverlust von rund 130 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>29. Februar, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda<!--</li--> </li><li>19. März, ATV-3 &#8222;Edoardo Amaldi&#8220; erreicht die ISS</li><li>22. März, Bahnanhebung durch ATV-3<!--</li--> </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/arbeitsstress-im-all/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Arbeitsstress im All</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-14m-ist-nun-teil-der-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Progress-M 14M ist nun Teil der ISS</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/eine-prise-extrasalz-fuer-andre-kuipers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Eine Prise Extrasalz für André Kuipers</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/2012-erster-ausseneinsatz-in-vorbereitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">2012 – erster Außeneinsatz in Vorbereitung</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/erster-weltraumausstieg-in-diesem-jahr-beendet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Erster Weltraumausstieg in diesem Jahr beendet</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10209.msg216471#msg216471" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 30 seit dem 17. Februar</a></li></ul>
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		<title>Erster Weltraumausstieg in diesem Jahr beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-weltraumausstieg-in-diesem-jahr-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 21:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 22]]></category>
		<category><![CDATA[Strela]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Außeneinsatz Nummer 30 wurde heute zum Teil erfolgreich abgeschlossen, er diente der weiteren Aus- und Umrüstung des russischen Stationsteils. Mit dem Umsetzen des ersten der beiden STRELA-Teleskoparme wurde ein wichtiger Schritt zur Erweiterung des russischen Segments erreicht. Dies war nötig, da das Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs im nächsten Jahr durch das neue russische [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der russische Außeneinsatz Nummer 30 wurde heute zum Teil erfolgreich abgeschlossen, er diente der weiteren Aus- und Umrüstung des russischen Stationsteils. Mit dem Umsetzen des ersten der beiden STRELA-Teleskoparme wurde ein wichtiger Schritt zur Erweiterung des russischen Segments erreicht. Dies war nötig, da das Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs im nächsten Jahr durch das neue russische Labormodul Naúka (sprich Na-u-ka) ersetzt werden soll. (Newsbild: Die beiden Außenarbeiter)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16022012222709_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/><figcaption>
Die Aufteilung der Raumfahrer in der ISS während des Ausstieges 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbereitend auf den Einsatz führten Anton Schkaplerow und Oleg Kononenko am 14. Februar einen Test der russischen Orlan-MK-Raumanzüge durch. Unterstützt wurden sie dabei von Anatoli Iwanischin. Bei diesem Testlauf im Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs wurden etliche Funktionen, wie die der Kommunikationsanlagen, Dichtigkeit, Beweglichkeit, Überwachung der Biodatenübertragung sowie Funktionen der US-Kameras geprüft. Beide trugen, wie auch beim direkten Ausstieg, Raumanzüge mit blauen Streifen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in der letzten Woche wurden die Luken von Progress-M 14M geschlossen und der Raumfrachter zum Abdocken bereit gemacht. Das ist notwendig, um das Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs während der Außenbordarbeit als Luftschleuse nutzen zu können. Progress-M 14M müsste die ISS zeitiger als geplant verlassen, sollte es nicht gelingen, Pirs nach dem Ausstieg wieder unter Druck zu setzen. Ein Zugang zum Raumfrachter wäre dann nicht mehr möglich und seine Mission somit erfüllt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf den Ausstieg begaben sich Kommandant Dan Burbank und Flugingenieur Anatoli Iwanischin gegen 13:20 Uhr MEZ in das Docking- und Schleusenmodul Poisk (MIM 2) und schlossen dort die Luken zum Transfertunnel von Swesda. Dies war erforderlich, damit sie während des Außenbordeinsatzes Zugang zu ihrem Raumschiff Sojus-TMA 22 haben und der Transfertunnel von Swesda als Notluftschleuse genutzt werden kann. Gesetzt den Fall, dass das Schleusenmodul Pirs (SO 1) aus einem technischen Grund nicht wieder unter Druck gesetzt werden kann, wäre diese Notluftschleuse zum Einsatz gekommen. Diesmal blieb der Transfertunnel (wie bisher immer) jedoch druckbeaufschlagt. Donald Pettit und André Kuipers hingegen konnten im amerikanischen Segment der Station verbleiben, da sie von dort Zugang zu ihrem Rückkehrraumschiff Sojus-TMA 03M hatten, das am MIM 1 Rasswjet angekoppelt ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16022012222709_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16022012222709_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
STRELA-1 wird mit STRELA-2 zum Poisk-Modul bewegt 
<br>
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16022012222709_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16022012222709_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Materialproben-Experiment Winosliwost am Poisk-Modul 
<br>
(Bilder: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas später als geplant, um 15:31 Uhr unserer Zeit, öffnete sich die Ausstiegsluke von Pirs und die beiden Kosmonauten schwebten aus der Station. Kleinere Probleme bei der Arretierung eines Schutzringes sorgten für einen verzögerten Start. Oleg Kononjenko (EV1) und Anton Schkaplerow (EV2) begaben sich sogleich zu ihrer ersten Aufgabe, den ersten der beiden STRELA-Teleskoparme von Pirs nach Poisk zu versetzen. Dazu wurde der handbetriebene STRELA-2 ausgefahren und mit der Spitze an STRELA-1 befestigt. Auch hier kam es bei der Handhabung des STRELA-2 Arms zu Verzögerungen, da seine Ausrichtung den beiden Außenarbeitern Probleme bereitete. Zu dieser Zeit befand man sich bereits 30-40 Minuten hinter dem normalen Zeitplan. Während die ISS sich im Erdschatten bewegte, wurden die Arbeiten fortgesetzt. STRELA-2 transportierte Anton Schkaplerow gemeinsam mit dem STRELA-1 zu dessen neuem Einsatzort an der Oberseite der ISS am Poisk-Modul. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort angekommen entfernte Anton Schkaplerow eine Schutzabdeckung von dem bisher ungenutzten Haltepunkt des Arms. Diese Abdeckung wurde später nach hinten/unten, von der Station weg, ins All entsorgt. Die Installation von STRELA-1 an seiner neuen Position führten beide Raumfahrer gemeinsam durch, da das Handling mit nur einer Person sich als zu schwierig erwies. Zu diesem Zeitpunkt befand man sich bereits 1,5 Stunden hinter dem dem normalen Zeitplan und verschob daher die geplante Installation von fünf Meteoritenschutzschilden am Sevicemodul Swesda auf einen späteren Einsatz. Anschließend erfolgte die Montage des Materialproben-Experiments Winosliwost an der Außenseite von Poisk. Es war die erste von drei geplanten Zusatzaufgaben. Nach Abschluss dieser Aufgabe begaben sich beide erneut zum STRELA-2-Arm und bewegten ihn in seine Stauposition zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Zusatzaufgabe an diesem Abend war die Bergung eines weiteren Materialexperiments. Dieses TEST genannte Experiment hatte seinen Platz an der Außenseite des Swesda-Moduls. Es diente der Erforschung von verschiedenen technischen und biologischen Proben unter Weltraumbedingungen und besteht aus zwei Probenbehältern. Aus Zeitgründen konnte jedoch nur ein Behälter geborgen werden. Die dritte Zusatzaufgabe, die Befestigung von Haltern an der Ausstiegsleiter wurde ebenfalls gestrichen. Nach dem Abschuss der Arbeiten machten sich die beiden Kosmonauten auf den Rückweg zum Schleusenmodul Pirs und beendeten den Weltraumausstieg nach 6 Stunden und 15 Minuten um 21:46 Uhr MEZ. Für Oleg Kononjenko war es die dritte Außenmission, Anton Schkaplerow hingegen befand sich das erste Mal im freien All. Es war der 162. Einsatz an der Station seit der Inbetriebnahme der ISS, alle zusammen hatten eine Gesamtdauer von 1.021 Stunden und 37 Minuten. Der nächste Ausstieg ist für August 2012 geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/russischer-aussenbordeinsatz-an-der-iss-beendet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Russischer Außenbordeinsatz an der ISS beendet</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10209.msg216352#msg216352" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 30 seit dem 16. Februar</a></li></ul>
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		<title>2012 &#8211; erster Außeneinsatz in Vorbereitung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/2012-erster-ausseneinsatz-in-vorbereitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 17:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[ATV-3]]></category>
		<category><![CDATA[EVA]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[SPHERES]]></category>
		<category><![CDATA[Strela]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie immer standen in dieser Woche verschiedenste Arbeiten auf der Internationalen Raumstation an. So wurde das Wasseraufbereitungssystem gewartet, Progress-M 14M entladen und der erste Weltraumausstieg in diesem Jahr vorbereitet. (Newsbild: Dan Burbank beim Entladen von Progress-M 14M) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Der Montag dieser Woche begann für Dan Burbank mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie immer standen in dieser Woche verschiedenste Arbeiten auf der Internationalen Raumstation an.  So wurde das Wasseraufbereitungssystem gewartet, Progress-M 14M entladen und der erste Weltraumausstieg in diesem Jahr vorbereitet. (Newsbild: Dan Burbank beim Entladen von Progress-M 14M)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Dan Burbank arbeitet am WRC 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Montag dieser Woche begann für Dan Burbank mit einer dreieinhalbstündigen Arbeit am Wasserrückgewinnungssystem (WRS) im Knotenmodul Tranquility, womit Frischwasser aus Brauchwasser, Urin und Luftkondensat erzeugt wird. Hier entfernte er Bestandteile der ARFTA (Advanced Recycle Filter Tank Assembly), die an das WRS-2 angeschlossen waren. Somit kann nun die Wasserwiederaufbereitung erneut mit der Urinaufbereitung UPA (Urine Processor Assembly) zusammengeschaltet werden. Vorbereitend auf die ATV-3-Operationen im März, entfernte Anton Schkaplerow das ATV-Kontrollpult aus seiner Stauposition und installierte es an seiner Einsatzposition im Swesda-Modul. Hier steht es nun für weitere Tests der Kommandofunktionen zu Rendezvous, Kopplung und Abkopplung zur Verfügung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf ihren Außenbordeinsatz am 16. Februar führten Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko einen Aktivierungstest der Druckausgleichsventile im Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs durch. Die erste Ansteuerung der Ventile fand von einem Bedienpult im Transfertunnel des Swesda-Moduls statt, später gefolgt von einem zweiten Aktivierungstest in der Luftschleuse selbst. Unterstützt von den Spezialisten am Boden gingen beide Raumfahrer die Außenbereiche und Wege durch, die sie während der Außenarbeiten nutzen werden. Auch ein direkter Blick auf den Arbeitsplatz kann hier hilfreich sein, und so nutzten die Kosmonauten ausgiebig die Fenster der ISS zur Besichtigung der Außenseite der russischen Module. Erstes Ziel dieser 30. russischen Außenmission ist es, einen der beiden STRELA-Teleskoparme von Pirs nach Poisk zu versetzen. Dies wird nötig, da das Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs im nächsten Jahr durch das neue russische Labormodul Naúka (sprich Na-u-ka) ersetzt werden soll. Das zweite Hauptziel ist die Montage von fünf Meteoritenschutzschilden am Swesda-Modul. Optional können, sofern die Zeit ausreichend ist, noch zwei Experimente und zusätzliche Haltestreben am russischen Segment montiert werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Versuchsaufbau zum Experiment SPICE in der MSG 
<br>
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Donald Pettit arbeitet an einem SPHERES-Satelliten 
<br>
(Bilder: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zur gleichen Zeit arbeitete Donald Pettit an dem Versuchsaufbau zum Experiment SPICE (Smoke Point In Coflow Experiment). Hier waren Probleme an einer Videoanzeige aufgetreten, was ein Zurücksetzen dieser erforderte. SPICE, welches sich in der Handschuhbox MSG (Microgravity Science Glovebox) befindet, dient der Bestimmung des Zeitpunktes, ab dem eine Gasflamme in der Schwerelosigkeit Ruß produziert. Die Diagnostik rußender Flammen ist sehr wichtig, um die Ausbreitung von Feuern besser verstehen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anatoli Iwanischin arbeitete einige Zeit an dem Strahlenforschungsexperiment Matrjoschka-R, wo er vier ID-ZMKS-Dosimeter ersetzte. Im Anschluss daran bediente er den Rodnik-Wassertank BV 1 im Sevice-Modul. Er spülte hier eine antiseptische Lösung von dem Tank in einen Behälter und aktivierte die pumpende Ausrüstung mit dem elektrischen Kompressor für eine Blasenkompression &amp; Leckstellenkontrolle. Jeder der kugelförmigen Rodnik-Tanks BV 1 &amp; BV 2 besteht aus einer harten Kugel mit einer weichen innen liegenden Membran aus elastischem Plastik (Blase). Diese Blase wird mit Druckluft gefüllt, um das gelagerte Wasser aus dem Tank zu pressen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem diese Tätigkeiten abgeschlossen waren, startete die Entladung von Progress-M 14M mit dem Wassertransport zur ISS. Ebenso begannen die Treibstofftransfers, es ist Brennstoff (UDMH/Unsymmetrisches Dimethylhydrazin) und Oxydationsmittel (NTO/Stickstofftetraoxid) in die Niederdrucktanks des Sarja-Moduls transferiert worden. Für eine Auffrischung der Stationsluft wurden die Sauerstoffvorräte des Progress-Transporters genutzt. André Kuipers verbrachte mehrere Stunden mit dem Transport von angelieferten US-Gegenständen in die Station. Seit der Ankunft von Sojus-TMA 03M im Dezember besteht ein Schnittstellenproblem am Kopplungsadapter zwischen Raumschiff und dem Modul Rasswjet. Ein Telemetrie-Parameter der Verriegelung zeigte falsche Werte. Oleg Kononjenko unternahm hier Fehlerbeseitigungsschritte, indem er die Verriegelung am Luk manuell betätigte, die Verriegelt/Entriegelt-Anzeige prüfte und dies fotografisch dokumentierte. Damit soll die Software periodisch messen und so die Überwachungsfähigkeit zurückerlangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Mitte dieser Woche arbeitete Donald Pettit an den drei SPHERES-Experimentalsatelliten. Diese werden eingesetzt, um Techniken zu studieren, die zu Verbesserungen bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Diese drei freischwebenden Satelliten können synchronisiert Abstand halten, sich aufeinander zu bewegen und im Raum orientieren. In einer mobilen Handschuhbox im Destiny-Labormodul wurden die Testkörper nun um einen neuen Anschluss erweitert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommandant Dan Burbank sammelte US-Ausrüstung für den russischen Außeneinsatz zusammen. Erneut werden die Kameras der Amerikaner an den Helmen der Orlan-MK-Raumanzüge zur Anwendung kommen. Im Anschluss daran nutzte er gemeinsam mit  Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko das virtuelle 3D-Trainingstool zur Planung von Robotikaktivitäten und Außeneinsätzen mit dem Namen DOUG (Dynamic Onboard Ubiquitous Graphics). Dies läuft auf den US-Stationslaptops der RWS (Robotics Workstation) und simuliert die Außenarbeiten gesehen aus der Vogelperspektive.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Oleg Kononjenko bereitet Teile für seinen Ausstieg vor. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Experimenten SOLO, einer Studie zur Erforschung von Knochenschwund, dem Bildungsprojekt für Schüler LEGO-Bricks und der Testreihe zur Erforschung von binären kolloiden Legierungen Binary Colloidal Alloy Test (BCAT-6), startete Anatoli Iwanischin das russische Erdbeobachtungs-Programm URAGAN (Hurrikan). Es werden damit die Auswirkungen von natürlichen oder von Menschen verursachten Katastrophen beobachtet und bewertet. Um am 16. Februar das Kopplungsmodul Pirs als Ausstiegsschleuse nutzen zu können, wurden die Luken zwischen Progress-M 14M und der Station geschlossen und auf Dichtigkeit geprüft. Weiterhin wurden die Orlan-MK-Raumanzüge auf die Anprobe am 14. Februar vorbereitet, wobei das Hauptaugenmerk auf den erneuerbaren Elementen der Raumanzüge, wie LP-9-LiOH-Kanister, Haupt- und Reserve-BK-3M-Sauerstofftanks, Feuchtigkeitssammler, Trinkwasserfilter, ein Filter der Entgasungspumpe und die 825M3-Batterien der Funkanlage lag. Im Kibo-Labormodul demontierte Dan Burbank einen Datenmultiplexer des Intercom-System-Racks, er soll mit der Dragon-Kapsel von SpaceX zur Erde zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 09.02.2012:391,1 km bei einem Höhenverlust von rund 74 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>16. Februar, 30. russischer Außeneinsatz (Kononjenko, Schkaplerow)</li><li>19. März, ATV-3 &#8222;Edoardo Amaldi&#8220; erreicht die ISS</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/arbeitsstress-im-all/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Arbeitsstress im All</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-14m-ist-nun-teil-der-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Progress-M 14M ist nun Teil der ISS</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/eine-prise-extrasalz-fuer-andre-kuipers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Eine Prise Extrasalz für André Kuipers</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10209.msg214337#msg214337" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 30 seit dem 27. Januar</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/2012-erster-ausseneinsatz-in-vorbereitung/" data-wpel-link="internal">2012 &#8211; erster Außeneinsatz in Vorbereitung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Progress-M 14M ist nun Teil der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-14m-ist-nun-teil-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 15:52:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[KURS]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 15M]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neuer russischer Versorger beendete heute in den frühen Morgenstunden seinen Flug zur Internationalen Raumstation. (Newsbild: Fadenkreuz und Docking-Ziel) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Vorbereitend auf die Ankunft des Versorgers begann die Besatzung der ISS vor einigen Tagen ihren Schlafrhythmus zu verschieben, um den Anflug mit wachem Blick auf das manuelle [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der neuer russischer Versorger beendete heute in den frühen Morgenstunden seinen Flug zur Internationalen Raumstation. (Newsbild: Fadenkreuz und Docking-Ziel)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28012012165229_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28012012165229_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein Progress-Frachter im Anflug (Archivbild) 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbereitend auf die Ankunft des Versorgers begann die Besatzung der ISS vor einigen Tagen ihren Schlafrhythmus zu verschieben, um den Anflug mit wachem Blick auf das manuelle russische Kontrollsystem TORU verfolgen zu können. Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko hatten hierfür in dieser Woche eine Extratrainingseinheit absolviert. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung anzudocken. Der zweitägige Anflug von Progress-M 14M verlief jedoch problemlos und so konnte die Besatzung das Raumschiff bereits um Mitternacht auch optisch verfolgen. Die ISS befand sich für das Dockingmanöver rund 20 Minuten in freier Drift. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einigen Bahnmanövern koppelte das Versorgungsraumschiff pünktlich um 01:09 Uhr MEZ über der Ostküste vom Brasilien im automatischen Modus am Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs an. Nachdem die festen Verbindungen zwischen den Raumfahrzeugen hergestellt waren, folgte die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen. Nach deren positiven Abschluss wurden die Luken geöffnet und die Mannschaft der Expedition 30 hat eine Standard-Luftprobenentnahme in der Progress vorgenommen. Im Anschluss begann man damit, den Frachter in die Stationsstruktur einzubinden. Dabei wurden seine Systeme deaktiviert, flexible Luftschläuche zur Belüftung und Heizung verlegt, Teile des Dockingmechanismus zur besseren Zugänglichkeit demontiert und eine schnell entfernbare Vorrichtung, welche den Dockingring versteifen soll, installiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Progress-M 14M, in der ISS-Versorgung auch 46P genannt, hat rund 2,7 Tonnen Fracht geladen. Neben 250 Kilogramm Treibstoff für die ISS und etlichen festen und flüssigen Versorgungsgütern, sind auch mehrere Elemente für die wissenschaftliche Forschung mit an Bord. Zu nennen sind hier z.B. Tipologija, Biodegradazija, Matrjoschka-R und zwei Sets Kristallisierungsausrüstung mit japanischen und russischen Bioobjekten für das Experiment Kristallisator. Das Versorgungsraumschiff soll bis zum 24. April an der ISS bleiben und wird dann durch Progress-M 15M, welcher am 25. April starten soll, abgelöst. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-neuer-progress-raumfrachter-unterwegs-zur-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Ein neuer Progress-Raumfrachter unterwegs zur ISS</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10679.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfrachter Progress M-14M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein neuer Progress-Raumfrachter unterwegs zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-neuer-progress-raumfrachter-unterwegs-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 19:33:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[Roscosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russischer Versorger Progress-M 14M ist heute in den frühen Morgenstunden gestartet und befindet sich auf dem Flug zur Internationalen Raumstation. Es ist der erste von fünf geplanten Versorgungsflügen zur ISS in diesem Jahr mit diesem Raumschifftyp. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos, SFN. Pünktlich um 00:06 Uhr MEZ hob die Sojus-U-Trägerrakete [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der russischer Versorger Progress-M 14M ist heute in den frühen Morgenstunden gestartet und befindet sich auf dem Flug zur Internationalen Raumstation. Es ist der erste von fünf geplanten Versorgungsflügen zur ISS in diesem Jahr mit diesem Raumschifftyp.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos, SFN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26012012203318_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26012012203318_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 14M startet zur ISS 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Pünktlich um 00:06 Uhr MEZ hob die Sojus-U-Trägerrakete mit Progress-M 14M vom Weltraumbahnhof Baikonur ab. Nach zwei Minuten Flug wurden die vier seitlichen Booster und wenige Sekunden später die Nutzlastverkleidung abgeworfen. In den neun Minuten Brenndauer der drei Stufen erreichte das Versorgungs-Raumschiff seine vorläufige Umlaufbahn von 262 x 191 Kilometern und hatte eine Umlaufzeit von 88,73 Minuten. Kurz darauf erfolgte der Befehl zum Entfalten der Navigations- und Kommunikationsantennen, die beiden Sonnenpaneele wurden ebenfalls ausgeklappt und haben eine Spannweite von 10,5 Metern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe von Zündungen der Manövriertriebwerke, die heute und am morgigen Tag vorgesehen sind, werden den Frachter in seine endgültige Umlaufbahn zum automatisierten Anlegen am Samstag, dem 28. Januar um 01:09 Uhr MEZ bringen. Progress-M 14M, in der ISS-Versorgung auch 46P genannt, bringt 1.409 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 790 Kilogramm Treibstoff, 420 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff zur Station, insgesamt 2.669 Kilogramm. Der Gesamtanteil der US-Fracht beträgt 199 Kilogramm. Das Raumschiff wird für drei Monate mit dem Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs der ISS verbunden bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Manöver bis zum Anlegen an die ISS: </p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Event</th><th>Delta-v/Entfernung</th><th>Tag und Uhrzeit</th></tr><tr><td>DV1-Manöver</td><td>9,82 m/s </td><td>26. Januar um 03:46 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV2-Manöver</td><td>23,34 m/s</td><td>26. Januar um 04:18 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV3-Manöver</td><td>2,00 m/s</td><td>27. Januar um 00:43 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start automatisches Rendezvous</td><td>&#8212;-</td><td>27. Januar um 22:48 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV4 / Impuls 1</td><td>30,015 m/s</td><td>27. Januar um 23:09 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 2</td><td>1,238 m/s</td><td>27. Januar um 23:33 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Progress-Kurs-A-Aktivierung</td><td>&#8212;-</td><td>27. Januar um 23:35 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Swesda-Kurs-P-Aktivierung</td><td>&#8212;-</td><td>27. Januar um 23:37 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV5 / Impuls 3</td><td>31,120 m/s</td><td>27. Januar um 23:55 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Kurs-P-Daten</td><td>Range 80 km</td><td>27. Januar um 23:59 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Kurs-A- und Kurs-P-Kurztest</td><td>Range 15 km</td><td>28. Januar um 00:20 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Progress-TV-Aktivierung</td><td>Abstand 8 km</td><td>28. Januar um 00:27 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 4</td><td>6,386 m/s</td><td>28. Januar um 00:35 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 5</td><td>5,463 m/s</td><td>28. Januar um 00:40 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 6</td><td>1,961 m/s</td><td>28. Januar um 00:43 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start Umfliegungsmodus</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 00:46 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start Station halten</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 00:52 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start finale Annäherung</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 00:58 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Kopplung</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 01:09 Uhr MEZ</td></tr></tbody></table></figure>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine letzte Aufgabe für Progress-M 13M</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eine-letzte-aufgabe-fuer-progress-m-13m/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 18:20:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 13M]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34641</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach 82 Tagen geht die Zeit des russischen Progress-Versorgers an der ISS zu Ende. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos, SFN. Progress-M 13M erreichte am 2. November 2011 die Internationale Raumstation. Dieser Flug wurde weltweit mit Spannung verfolgt, handelte es sich doch um den ersten unbemannten Flug zur ISS nach dem Verlust [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eine-letzte-aufgabe-fuer-progress-m-13m/" data-wpel-link="internal">Eine letzte Aufgabe für Progress-M 13M</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach 82 Tagen geht die Zeit des russischen Progress-Versorgers an der ISS zu Ende.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralf Möllenbeck</a>. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos, SFN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012012192037_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012012192037_small_1.gif" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 13M legt mit geöffneter Luke ab 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Progress-M 13M erreichte am 2. November 2011 die Internationale Raumstation. Dieser Flug wurde weltweit mit Spannung verfolgt, handelte es sich doch um den ersten unbemannten Flug zur ISS nach dem Verlust von Progress-M 12M. An Bord befanden sich 2.648 Kilogramm Fracht in fester und flüssiger Form. Als Sonderfracht war diesmal der Mikrosatellit Tschibis-M (zu deutsch Kiebitz) geladen. Er wiegt ca. 40 kg, ist rund 1.100 x 1.350 x 1.805 mm groß und soll der Erforschung der Erdatmosphäre dienen. Während seiner Kopplungszeit an der ISS wurde der Frachter entladen und nun mit unbrauchbarer Ausrüstung und Müll beladen. Gestern Nacht um 23:07 Uhr MEZ erfolgte 390 Kilometer über der russisch-chinesischen Grenze das Kommando zum Ablegen und drei Minuten später löste sich der Transporter vom Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit geöffneter Luke entfernte sich das Raumschiff langsam von der Station. In dem offenen Durchstieg befindet sich die von der ISS-Besatzung eingebaute Ausstoßvorrichtung mit dem Mikrosatelliten Tschibis-M. In den heutigen Morgenstunden vergrößerten zwei Zündungen der Frachtertriebwerke die mittlere Umlaufbahn um 100 Kilometer Höhe. In dieser Flughöhe, rund 500 Kilometer über der Erde und 11.500 Kilometer hinter der ISS, soll morgen früh um 0:19 Uhr unserer Zeit Tschibis-M ausgestoßen werden und sich selbsttätig entfalten. Der nun beginnende eigenständige Flug wird rund vier Jahre dauern und hat zum Ziel, Plasmawellen in der Ionosphäre und die physischen Prozesse bei Gewitterentladungen in den verschiedensten Wellenbereichen zu erforschen. Entwickelt und hergestellt wurde Tschibis-M vom Institut für Weltraumforschungen der Russischen Akademie der Wissenschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund drei Stunden später, am 25. Januar um 03:25 Uhr MEZ, ist die Aufgabe von Progress-M 13M endgültig erfüllt. Seine Triebwerke werden mit einer 3 Minuten und 56 Sekunden dauernden Zündung die Geschwindigkeit um 450 Kilometer pro Stunde absenken und so den kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre einleiten. Die oberen Luftschichten treffen das Raumschiff gegen 04:04 Uhr, die zerstörerische Auflösung erfolgt gegen 04:11 Uhr und die nicht verglühten Teile gehen 04:17 Uhr unserer Zeit planmäßig über dem südlichen Pazifik nieder. Damit ist der Weg frei für dem nächsten ISS-Versorger, Progress-M 14M, welcher am 26. Januar um 00:06 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Baikonur mit 2,7 Tonnen Fracht in Richtung ISS starten soll. Er wird dort am 28. Januar erwartet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/iss-versorgung-wieder-angelaufen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ISS-Versorgung wieder angelaufen</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-raumschiff-erreicht-die-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Progress-Raumschiff erreicht die ISS</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10215.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfrachter *Progress M-13M* </a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eine-letzte-aufgabe-fuer-progress-m-13m/" data-wpel-link="internal">Eine letzte Aufgabe für Progress-M 13M</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Expedition 30</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-30/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 13M]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[Robonaut]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=75369</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 30 Die dreiköpfige Besatzung der ISS startete ihre erste vollständige Woche mit verschiedensten Tätigkeiten. Ihre ersten Tage im All nach der Abreise von Sojus-TMA 02M am 22. November 2011 verliefen weitestgehend ruhig. Lediglich eine drohende, dann aber abgesagte Notevakuierung der Station sorgte für Aufregung. Grund dafür war ein Trümmerteil des chinesischen Wettersatelliten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/expedition-30/" data-wpel-link="internal">Expedition 30</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 30</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="254" height="257" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-6.png" alt="" class="wp-image-79481" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-6.png 254w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-6-100x100.png 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-6-120x120.png 120w" sizes="(max-width: 254px) 100vw, 254px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die dreiköpfige Besatzung der ISS startete ihre erste vollständige Woche mit verschiedensten Tätigkeiten. Ihre ersten Tage im All nach der Abreise von Sojus-TMA 02M am 22. November 2011 verliefen weitestgehend ruhig. Lediglich eine drohende, dann aber abgesagte Notevakuierung der Station sorgte für Aufregung. Grund dafür war ein Trümmerteil des chinesischen Wettersatelliten Fengyun 1C, welcher 2007 zerstört wurde. Es drohte in den 850 Meter-Schutzbereich der ISS zu gelangen. Weitere Bahnverfolgungsdaten des Weltraumschrotts ergaben allerdings eine Entwarnung, so dass die Besatzung auf das Besteigen ihres Sojus-Raumschiffes verzichten konnte. Sie genoss einen freien Tag, um sich von den anstrengenden Übergabeaktivitäten der letzten Tage zu erholen, beging den US-Feiertag Thanksgiving mit einem traditionellen Truthahn-Gericht und nur leichten Arbeitsaktivitäten. ISS-Kommandant Dan Burbank nutzte diesen Tag, um zu den Feierlichkeiten mit dem Sender CBS News zu sprechen. Zwei Wochen lang haben die drei Besatzungsmitglieder pro Tag eine Stunde persönliche Zeit, um sich an die Station und die Bedingungen im All zu gewöhnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec_30_crew_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec_30_crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/></a><figcaption>v.l.: Anton Schkaplerow, Kommandant Daniel Burbank, Anatoli Iwanischin, André Kuipers, Oleg Kononjenko und Donald Pettit<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Columbus-Modul bereitete Dan Burbank die Ultraschall-Hardware für sein erstes Integrated-Cardiovascular-Experiment vor. Bei ICV werden Veränderungen am Herzmuskel untersucht, eine Schrumpfung des Muskels tritt häufig bei Langzeitmissionen auf. Anatoli Iwanischin arbeitete währenddessen im Rasswjet-Modul. Dort tauschte er eine elektrische Pumpe des Thermalregelsystems. Anton Schkaplerow bereitete die BTKh-43-KONSTANTA-Nutzlast vor und führte hier eine erste Sitzung durch. Dort untersucht man mit dem Recomb-K Hybrid-Bioreaktor potenzielle Effekte der Raumumgebung auf Enzyme hinsichtlich eines spezifischen Substrats. Vorbereitend auf den Demonstrationsflug des neuen US-Versorgers, der Dragon-Kapsel von SpaceX, sammelte Dan Burbank Hardware der CUCU (COTS UHF Communications Unit) im Harmony-Modul. Für die Zusammenlegung der beiden Demo-Flüge 2+3 ist die Software des CUCU aktualisiert worden. Die anschließenden Prüfungen der Updates sollen sicherstellen, dass eine Kontrolle der Dragon-Kapsel mit dem Kontrollpaneel CCP (Crew Command Panel) von der ISS funktioniert, wenn das Raumschiff 2,5 Kilometer unterhalb der Raumstation fliegt. Die neue Software, Version R.2, wurde von einer DVD in die CUCU geladen, welche bereits mit STS 135 zur ISS kam. Ein Firmware-Update der zwei CCP&#8217;s wurde aus Zeitgründen verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Dezember 2011 erfolgte eine weitere Bahnanhebung mit den Antriebssystemen des Swesda-Moduls. Um 00:11 Uhr MEZ feuerten zwei KD-Triebwerke des ODU-Systems (Integrated Propulsion System) für 1 Minute und 3 Sekunden. Die dabei erreichte Änderung der Geschwindigkeit von plus einem Meter pro Sekunde steigerte die Höhe der mittleren ISS-Umlaufbahn um rund 1,75 Kilometer auf insgesamt 392,1 Kilometer. Vor der Triebwerkszündung wurden alle Schutzabdeckungen an den Fenstern des US-Segments geschlossen, um Verunreinigungen an diesen zu vermeiden. Auch der Experimentalschrank für Verbrennungsexperimente (CIR = Combustion Integrated Rack) im Destiny-Modul musste präpariert werden. Hier wurden drei Schutzmechanismen installiert, die das ARIS (Active Rack Isolation System) vor dynamischen Störungen bei der Triebwerkszündung schützen sollen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_PACE_01.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Dan Burbank arbeitet am PACE-Experiment</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am gleichen Tag arbeitete Dan Burbank an der Technologiedemonstration PACE (Preliminary Advanced Colloids Experiment). Mit PACE werden Flüssigkeitsteilchen in der Schwerelosigkeit untersucht. Ebenso bereitete er einen neuen Aufbau in einem Handschuhkasten (Glovebox) vor. Im russischen Stationsteil war Anatoli Iwanischin mit dem Ausladen der 147 Frachstücke aus Sojus-TMA 22 beschäftigt. Dann arbeitete er mit dem Strahlenforschungsexperiment Matrjoschka-R. Hier sind in einem vielschichtigen Torso mehrere Lagen verschiedener Detektoren für Teilchen- und elektromagnetische Strahlung eingearbeitet. Anton Schkaplerow betreute das Experiment TEKh-22 “Identifikazija” (Identifikation) im Rasswjet-Modul. Dabei werden strukturelle Daten der Station durch einen Mikrobeschleunigungssensor bei Kopplungs- und Bahnmanövern erfasst und ausgewertet. Im Anschluss führte er Wartungsarbeiten am Ventilationssystem des Swesda-Moduls durch und entlud weitere Fracht aus dem gekoppelten Progress-Transporter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbereitend auf den Zusammenbau und die Aufstellung des Amin-Swingbed-Systems im Destiny-Laboratorium konfigurierte am 8. Dezember 2011 Dan Burbank Verbindungen des VES/VRS (Vacuum Exhaust System / Vacuum Resource System). Das Amine-Swingbed-System ist ein Prototyp der Kohlendioxid- und Feuchtigkeitskontrolltechnologie, die im Orion MPCV (Multi Purpose Crew Vehicle) zur Anwendung kommen soll. Orion ist das nächste bemannte US-Raumfahrzeug, dass Raumfahrer über die niedrige Erdumlaufbahn hinaus transportieren soll. Beim Aufbau der Komponenten wurden jedoch einige Probleme mit den Anschlüssen festgestellt, so dass die Geräte wieder verstaut wurden, bis die Techniker am Boden eine Lösung der Probleme erarbeitet haben. Eine Vorstufe des Systems kam bereits bei verlängerten Space-Shuttle-Missionen in Form des RCRS (Regenerative Carbon Dioxide Removal System) zum Einsatz. Am Tag darauf um 20:50 Uhr erfolgte die nächste planmäßige Bahnanhebung des Orbitalkomplexes. Die zwei KD-Triebwerke des ODU-Systems (Integriertes Antriebssystem) des Swesda-Moduls arbeiteten 82 Sekunden und erhöhten mit einem Δv = 1,33 m/s die mittlere Umlaufbahn um 2,36 Kilometer auf insgesamt 393,2 Kilometer.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_Coulomb_Kristall_01.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Anton Schkaplerow arbeitet im Poisk-Modul an Coulomb-Kristall<br>(Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Dezember 2011 arbeitete Anton Schkaplerow am KPT-10-Experiment “Kulonovskiy Kristall” (Coulomb-Kristall) im Miniforschungsmodul Poisk, welches Wissenschaftlern helfen soll, neue Materialien und Elektronikgeräte zu entwickeln. Dabei geht es um die Erforschung der Dynamik und der strukturellen Eigenschaften eines Coulomb-Systems, dass mit aufgeladenen Makropartikeln in einem Magnetfeld entsteht. Im Sarja-Modul absolvierte Anatoli Iwanischin wichtige Reinigungsaufgaben. Er säuberte die Räume hinter den Panelen 204, 205 und 303, um mögliche Schimmelpilzbildungen zu vermeiden. Eine Fotodokumentation dieser Bereiche erfolgte im Anschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Dezember 2011 verbrachte Dan Burbank einen Teil seiner Zeit mit dem Trainer ROBoT (Robotics Onboard Trainer). Mit ROBoT werden Trainingseinheiten zur Steuerung des Stationsarms Canadarm2, hier in Vorbereitung auf die Kopplung der Dragon-Kapsel im nächsten Jahr, durchgeführt. Am gleichen Tag erfolgte eine mehrstündige Softwareaktualisierung der russischen Stationscomputer auf die Version 8.05. Dies erforderte die teilweise Abschaltung von Gerätschaften im russischen Segment. So waren das Steuerungssystem MCS (Motion Control System), der Sauerstoffgenerator Elektron und das Wosduch-Kohlendioxyd-Eliminierungssystem außer Funktion. Nach erfolgter Prüfung der Installation wurden alle Systeme in die Ausgangskonfiguration zurückversetzt. Am Tag darauf führte Dan Burbank im US-Teil der Station einige Tests an R2 (Robonaut 2) durch. R2 wurde dafür kurzzeitig aktiviert und nachfolgend wieder im Destiny-Modul verstaut. Weitere größere Aktivitäten mit dem menschenähnlichen Roboter sind nicht vor Januar 2012 geplant.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_SojusM03M_Docking.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Sojus-TMA 03M nähert sich dem Rasswjet Modul</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sojus-TMA 03M startete am 21. Dezember 2011 um 14:16 Uhr MEZ von Baikonur planmäßig zur ISS. An Bord ist die Verstärkung der derzeitigen Stammbesatzung 30, der ESA-Astronaut André Kuipers, der Russe Oleg Kononjenko und der Amerikaner Donald Pettit. Mit mehreren Bahnkorrekturmanövern näherte sich das Raumfahrzeug zwei Tage später der ISS, umkreiste sie kurz und setzte zum Endanflug mit nachfolgender Kopplung an. Diese erfolgte um 16:19 Uhr MEZ über dem südlichen Russland im automatischen Modus. Die feste Verbindung mit dem Orbitalkomplex konnte um 16:31 Uhr MEZ mit dem Schließen der Andockklammern zwischen den Raumfahrzeugen vollzogen werden. Die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen verlief erfolgreich und nach dem Öffnen der Luken schwebten die drei Neuankömmlinge in ihr neues Zuhause und wurden dort von der Stammbesatzung herzlich begrüßt. Sie werden von nun an die Langzeitbesatzung 30 komplettieren und rund drei Monate gemeinsam arbeiten und forschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Kommandant Dan Burbank führte zuerst die vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung mit den drei neu Angereisten durch, bevor alle sechs Raumfahrer gemeinsam mit der Bodenstation sprachen. Nach der Ankunft von Sojus-TMA 03M waren dafür einigen Arbeiten der Nachbereitung nötig. So hat die Besatzung die neu angekommene Sojus in die Systeme der Station eingebunden, es wurden Temperatursensoren eingebaut, Heiz- und Lüftungsschläuche verlegt. Das Ventil zum Druckausgleich zwischen Rasswjet und Sojus wurde in den elektronischen Kontrollmodus zurückgesetzt. Die drei Neuankömmlinge haben in den nächsten zwei Wochen pro Tag jeweils eine Stunde frei, um sich an die Station und die Bedingungen im All zu gewöhnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_23_12_11.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Langzeitbesatzung 30 spricht mit der Bodenstation und Angehörigen<br>(Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An den Weihnachtstagen hat Andrè Kuipers die Proben von ROALD-2 in ihren Experimentcontainern (ECs) aus dem Inkubator KUBIK-3 in Columbus entfernt und in der Gefriereinheit MELFI-1 in Destiny eingefroren. Ziel des ESA-Experiment ROALD-2 ist es, die Funktion der Endocannabinoide in der Schwerelosigkeit zu untersuchen. Endocanabiniode sind körpereigene Stoffe, die das Immunsystem und den Zellzyklus regulieren, ihr Hauptrepräsentant ist die ungesättigte Fettsäure Anandamid. ROALD-2 soll helfen, die Rolle dieses Botenstoffes im Immunsystem und im Zellzyklus unter Einfluss der Schwerelosigkeit näher zu bestimmen. Dazu werden menschliche Lymphozyten zunächst bei Körpertemperatur, also 37°C gehalten. Anschließend werden die Proben bei -80°C tiefgefroren. Am 28.12.2011 tauschte Andrè Kuipers das ESEM-1 (Exchangeable Standard Electronic Module 1) an der Microgravity Science Glovebox (MSG) aus. Das ESEM-1 ist Teil der Einheit, die die elektrische Energie innerhalb der MSG verteilt. Anschließend aktivierte Kuipers das Gerät. Die MSG ist ein Handschuhkasten, in dem verschiedene Experimente mit Flüssigkeiten oder anderen Stoffen, die nicht in die Stationsatmosphäre gelangen sollen, durchgeführt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29.12.2011 nahm Andrè Kuipers an drei medizinischen Experimenten teil. Im Rahmen des russischen Experiments MO-10 nahmen er und Oleg Kononjenko sich gegenseitig etwas Blut ab. Anschließend untersuchten sie es, um den Anteil der roten Blutkörperchen zu bestimmen. Es ist bekannt, dass diese in der Schwerelosigkeit abnimmt und dieser Effekt soll genauer untersucht werden. Auch begann Kuipers seine erste, fünftägige Messperiode für das Experiment Pro K, dass den Einfluss der Ernährung auf Knochenabbau in der Schwerelosigkeit untersucht. Dazu wird er protokollieren, welche Nahrungsmittel er zu sich nimmt und Urin- und Blutproben nehmen, die in den MELFI Gefrierschrank aufbewahrt werden. Später führte der Niederländer, unterstützt von Donald Pettit, noch seine erste Sitzung des ICV (Integrated Cardiovascular Experiment) durch. Dazu wurde seine Herztätigkeit von der Ultraschallanlage der HRF (Human Research Facility) der NASA im Columbus Modul und gleichzeitig per EKG aufgezeichnet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_EPIC_Aufwertung.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Kommandant Dan Burbank bei EPIC Arbeiten<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Neujahreswochenende konnte die Besatzung etwas Freizeit genießen. Sie nahm sich daher Zeit, um Grüße zum Neuen Jahr zur Erde zu senden. An Bord der Station überquerten die sechs Raumfahrer gleich 16 mal die Datumsgrenze, offiziell wurde der erste Tag im Jahr 2012 aber nur dreimal begrüßt. Der Jahreswechsel ist nach den Ortszeiten von Moskau, Houston und der mittleren Greenwich-Zeit (GMT) vollzogen worden, so die Festlegung der Verantwortlichen am Boden. Am 3. Januar 2012 beschäftigte sich Dan Burbank erneut mit den bereits eine Woche andauernden EPIC-Arbeiten zur Aufwertung der Stationsrechner (EPIC=Enhanced Processor and Integrated Communications). Dabei sollen schnellere Prozessoren, mehr Speicherkapazität und ein Ethernet-Anschluss zur verbesserten Datenausgabe zum Einsatz kommen. Hier wurde diesmal eine neue EPIC-Platine im Leit- und Steuerungssystem 2 Multiplexer/De-Multiplexer installiert. Drei Tage später konnte Dan Burbank den ersten Teil der EPIC-Aufrüstung abschließen. Die damit erreichte Verbesserung der Computerperformance ermöglicht eine optimalere Nutzung der Forschungseinrichtungen der ISS. Die Flugleitung gratulierte der Mannschaft zu den erfolgreichen Arbeiten der ersten Stufe, welche die Bordrechner auf das gleiche Niveau wie am Boden heben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im europäischen Columbus-Labormodul führte André Kuipers am 4. Januar 2012 seine erste Sitzung des ESA-Experiments NeuroSpat mit der Unterstützung von Donald Pettit als medizinischem Offizier durch. Bei dieser ungarisch-belgischen Studie wird die dreidimensionale Wahrnehmung von Besatzungsmitgliedern während ihrer Langzeitmissionen in der Schwerelosigkeit untersucht. Die Testperson trägt dabei eine EEG-Kappe zur Messung der Gehirnströme und führt mehrere Aufgaben zur räumlichen Orientierung an einem Bildschirm aus.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_NeuroSpat01.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>André Kuipers wird von Donald Pettit bei NeuroSpat<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">André Kuipers unternahm am 6. Januar 2012 Operationen zum NanoRacks-Smartphone-Module-17-Experiment. Er bereitete Equipment vor, um an zwei Smartphones Bild- und Lebenszyklustests unter der Strahlenbelastung im All durchzuführen. Diese handelsüblichen Telefone enthalten eine spezielle Applikation und wurden auch für den Raumflug zertifiziert. Die Ergebnisse könnten Wissenschaftstätigkeiten verbessern und die Mannschaftsproduktivität erhöhen. NanoRacks ist eine 2009 gegründete kommerzielle Firma, welche Forschungskapazitäten in Form von zwei Experimental-Plattformen im US-Labor Destiny zur Verfügung stellt und vermarktet. Am 7. Januar begingen die russischen Besatzungsmitglieder ihr traditionelles Weihnachtsfest und konnten endlich ihre Geschenke bestaunen. Um diese Feierlichkeit gemeinsam verleben zu können, hatte die Besatzung der ISS etwas mehr Freizeit zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Januar 2012 informierte die Missionskontrolle alle sechs Raumfahrer an Bord der ISS über ein zehn Zentimeter großes Trümmerstück, welches die Bodenkontrolle zwingt, dass für den 18. Januar 2012 geplante Bahnanhebungsmanöver vorzuziehen. Seit einigen Tagen beobachteten die Bodenstationen das Trümmerstück, welches aus der Kollision des russischen Satelliten Kosmos 2.251 mit dem Iridium-33-Satelliten im Februar 2009 hervorgegangen ist und die Station in einer Entfernung von 1 bis 24 Kilometern passieren könnte. Man entschloss sich daher, ein DAM (Debris Avoidance Maneuver) genanntes Manöver durchzuführen. Während der Arbeitsperiode der sechs Crew-Mitglieder wurden die zwei KD-Triebwerke des ODU-Systems (Integriertes Antriebssystem) des Swesda-Moduls um 17:10 Uhr MEZ für 54 Sekunden gezündet. Das Delta-v betrug dabei 0,85 Meter pro Sekunde, wobei sich die mittlere Umlaufbahn des Orbitalkomplexes um 1,5 Kilometer auf 391,4 Kilometer erhöhte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_Cupola_Andre.jpg" alt="NASA"/><figcaption>André Kuipers in Cupola bei der Erdbeobachtung</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn der Woche 9 für die Langzeitbesatzung 30 bereiteten Dan Burbank und Donald Pettit eine weitere Versuchsreihe mit SPHERES im Kibo-Labormodul vor. Dabei geht es um eine Studie mit drei kopfgroßen Experimental-Satelliten, um Techniken zu studieren, die zur Verbesserung bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Diesmal wurden die Satelliten jedoch so konfiguriert, dass sie von Studenten des Massachusetts Institute of Technology im Rahmen eines Wettbewerbes am nächsten Montag ferngesteuert werden können. In Vorbereitung auf die kommenden An- und Abflüge russischer Frachtraumschiffe, testeten Anton Schkaplerow und Oleg Kononenko das TORU-Kontrollsystem, welches eine manuelle Steuerung im Notfall ermöglicht. Etwas später machten sie sich mit den Tätigkeiten vertraut, welche nötig werden, um den Mikrosatellit Tschibis-M durch Progress-M 13M nach der Abkopplung auszusetzen. Dies bedingt ein Ablegen mit geöffneter Luke, welche befestigt werden muss. Zusätzlich muss eine Steckerverbindung zum Auslösen der Ausstoßvorrichtung in einer Flughöhe von rund 500 Kilometern hergestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesen Tagen hatte die ISS-Besatzung erneut die Gelegenheit zur Erdbeobachtung. So wurden zum Beispiel Fotos und Filme von Vientiane der Hauptstadt von Laos, dem Lake Eyre in Südaustralien und Panama City aufgenommen. Zur Mitte der Woche wurde die turnusmäßige Feuerlöschübung in Zusammenarbeit mit allen Bodenstationen durchgeführt. Diese Übung muss jede Besatzung immer wieder trainieren, um im Falle eines Brandes oder einer Rauchentwicklung schnell reagieren zu können. Ein Feuer, entstehender Rauch oder das Freiwerden von schädlichen Gasen gehört in der Raumstation mit zu den gefährlichsten Szenarien, die im schlimmsten Fall eine Evakuierung der Station erfordern würde. Am 19.01.2012 fanden einige vom Boden gesteuerte Robotic-Aktivitäten an der Außenseite der ISS statt. Vorbereitend auf die geplanten Arbeiten mit dem Stationsarms Canadarm2, gemeinsam mit der kanadischen „Roboterhand“ Dextre, wurde der Mobile Transporter auf der Gitterstruktur zur Backbord-Arbeitsseite gefahren. Anschließend wurden einige Experimente mit der Bezeichnung STP-H3 (Space Test Program-Houston 3) am P3-Gitterelement, welche während der Space-Shuttle Mission STS-134 installiert wurden, mit Dextre überprüft. Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten ist Dextre an dem Mobilen Befestigungssystem MBS befestigt worden, der Stationsarm befindet sich wieder an der Halterung des Harmony-Knotens.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_ProgressM13M_Undocking.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Progress-M 13M dem Mikrosatelliten Tschibis-M im Luk<br>(Bild: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 82 Tagen ging die Zeit des russischen Progress-M 13M Versorgers an der ISS zu Ende. Am 23. Januar 2012 um 23:07 Uhr MEZ erfolgte 390 Kilometer über der russisch-chinesischen Grenze das Kommando zum Ablegen und drei Minuten später löste sich der Transporter vom Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs. Mit geöffneter Luke entfernte sich das Raumschiff langsam von der Station. In dem offenen Durchstieg befindet sich die von der ISS-Besatzung eingebaute Ausstoßvorrichtung mit dem Mikrosatelliten Tschibis-M. Etwas später vergrößerten zwei Zündungen der Frachtertriebwerke die mittlere Umlaufbahn um 100 Kilometer Höhe. In dieser Flughöhe, rund 500 Kilometer über der Erde und 11.500 Kilometer hinter der ISS, wurde Tschibis-M ausgestoßen werden und hat sich selbsttätig entfaltet. Der nun beginnende eigenständige Flug wird rund vier Jahre dauern und hat zum Ziel, Plasmawellen in der Ionosphäre und die physischen Prozesse bei Gewitterentladungen in den verschiedensten Wellenbereichen zu erforschen. Rund drei Stunden später, am 25. Januar 2012 um 03:25 Uhr MEZ, war die Aufgabe von Progress-M 13M endgültig erfüllt. Seine Triebwerke haben mit einer 3 Minuten und 56 Sekunden dauernden Zündung die Geschwindigkeit um 450 Kilometer pro Stunde absenkt und so den kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre eingeleitet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_ProgressM14M_Docking.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Progress am Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste russische Versorger startete am 26. Januar 2012 um 00:06 Uhr MEZ zur Internationalen Raumstation. Progress-M 14M, in der ISS-Versorgung auch 46P genannt, brachte 1.409 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 790 Kilogramm Treibstoff, 420 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff zur Station, insgesamt 2.669 Kilogramm. Der Gesamtanteil der US-Fracht betrug 199 Kilogramm. Vorbereitend auf die Ankunft des Versorgers begann die Besatzung der ISS einige Tage zuvor ihren Schlafrhythmus zu verschieben, um den Anflug mit wachem Blick auf das manuelle russische Kontrollsystem TORU verfolgen zu können. Anton Schkaplerow und Oleg Kononenko hatten hierfür in dieser Woche eine Extratrainingseinheit absolviert. Der zweitägige Anflug von Progress-M 14M verlief jedoch problemlos und so konnte die Besatzung das Raumschiff bereits um Mitternacht auch optisch verfolgen. Nach einigen Bahnmanövern koppelte das Versorgungsraumschiff pünktlich am 28. Januar 2012 um 01:09 Uhr MEZ über der Ostküste vom Brasilien im automatischen Modus am Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs an. Neben 250 Kilogramm Treibstoff für die ISS und etlichen festen und flüssigen Versorgungsgütern, sind auch mehrere Elemente für die wissenschaftliche Forschung mit an Bord. Zu nennen sind hier z.B. Tipologija, Biodegradazija, Matrjoschka-R und zwei Sets Kristallisierungsausrüstung mit japanischen und russischen Bioobjekten für das Experiment Kristallisator.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Januar 2012 musste die ISS erneut eine ungeplante Bahnanhebung ausführen. Grund war wieder ein Trümmerteil des chinesischen Wettersatelliten Fengyun 1C, welcher 2007 zerstört wurde. Das DAM (Debris Avoidance Maneuver) wurde um 00:50 Uhr unserer Zeit, 55 Minuten vor der ersten von sieben möglichen Annäherungen des Schrottteils, durchgeführt. Die zwei KD-Triebwerke des ODU-Systems (Integriertes Antriebssystem) des Swesda-Moduls wurden für 64 Sekunden gezündet, bei einem Δv = 1,0 m/s. Die mittlere Umlaufbahn erhöhte sich um 1,7 km auf 391,6 km. Das für den 1. Februar 2012 angesetzte Bahnkorrekturmanöver konnte somit entfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Januar 2012 starteten im Rahmen der europäischen Mission PromISSe der ESA-Astronaut André Kuipers und sein Kollege US-Astronaut Dan Burbank mit der Experimentstudie SOdium LOad in microgravity (SOLO). Raumfahrer leiden bei ihren Langzeitaufenthalten in der Schwerelosigkeit unter einer Verringerung der Knochendichte. Glücklicherweise ist bei ihnen dieser Vorgang umkehrbar, sobald sie wieder zur Erde zurückkehren. Hier setzt nun die vom DLR-Institut für die Raumfahrtmedizin in Köln seit 2008 geführte Studie zur Erforschung des Knochenschwundes in der Schwerelosigkeit SOLO an. In einer Reihe von Studien auf der Erde, und seit einigen Jahren auch auf der ISS, kamen die Wissenschaftler weiter zu dem Schluss, dass Salzspeicherungen in der Haut und Änderungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu Verschlechterungen der Zusammensetzung von Knochen führt, da vermehrt Kalzium über den Urin ausgeschieden wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_SOLO_Andre.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die Raumfahrer essen gerne salzreich</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei SOLO kommt das Cardiolab als Teil des European Physiology Modules (EPM) im Columbus-Labor und SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device), ein Gerät zur Massenermittlung von Menschen im All zu Einsatz. Weiter werden regelmäßig Blut und Urinproben genommen, auf bestimmte Körperstoffwechselprodukte getestet und Teile davon im MELFI-Gefrierschrank für die Untersuchung auf der Erde aufbewahrt. André Kuipers und Dan Burbank absolvierten nun die erste von zwei sechstägigen SOLO-Diäten. Sie mussten von Tag 1 bis 5 die speziell angefertigten Mahlzeiten zu sich nehmen, der sechste Tag ist Diät-frei. Bei der ersten Diätreihe enthalten die Mahlzeiten einen normalen Salzgehalt (11,5 g Salz pro Tag), die zweite Reihe hingegen beinhaltet geringe Salzmengen (2.9 g Salz pro Tag).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumfahrer führen dabei täglich Speiselisten, die Körpermasse wird an den Tagen 4 und 6 mit SLAMMD ermittelt, Blutproben werden am Tag 5 genommen, zentrifugiert, per PCBA (Portable Clinical Blood Analyzer) analysiert und eingefroren. Urinproben werden während des gesamten 5. Tages gesammelt und eingelagert. Diese eingefrorenen Körperflüssigkeiten kehren später mit einem Sojus-Raumschiff zur Erde zurück. Bei der Auswertung der Messergebnisse und Proben untersuchen die Mediziner am Boden das Zusammenspiel von Knochen- und Muskelstoffwechsel mit den Faktoren Ernährung, Salz- und Flüssigkeitshaushalt von Raumfahrern. Ebenso findet bei dieser Studie eine genaue Bewertung des Trainingsprogrammes der Personen in Bezug auf den zu erwartenden Knochenabbau statt. Die gewonnen Erkenntnisse zielen auf zwei Nutzungsgebiete ab. Zum einen sollen sie helfen, den Menschen im All vor Schäden bei zukünftigen Langzeitmissionen zum Mond oder auch zum Mars zu schützen. Zum anderen erhofft sich das internationale Forscherteam einen signifikanten Nutzen auf der Erde bei der Behandlung von Herz-Kreislaufproblemen, Osteoporose und Muskelschwund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf ihren Außenbordeinsatz am 16. Februar 2012 führten Anton Schkaplerow und Oleg Kononenko einen Aktivierungstest der Druckausgleichsventile im Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs durch. Die erste Ansteuerung der Ventile fand von einem Bedienpult im Transfertunnel des Swesda-Moduls statt, später gefolgt von einem zweiten Aktivierungstest in der Luftschleuse selbst. Unterstützt von den Spezialisten am Boden gingen beide Raumfahrer die Außenbereiche und Wege durch, die sie während der Außenarbeiten nutzen werden. Auch ein direkter Blick auf den Arbeitsplatz kann hier hilfreich sein, und so nutzten sie ausgiebig die Fenster der ISS zur Besichtigung der Außenseite der russischen Module. Um am Einsatztag das Kopplungsmodul Pirs als Ausstiegsschleuse nutzen zu können, wurden die Luken zwischen Progress-M 14M und der Station geschlossen und auf Dichtigkeit geprüft. Weiterhin wurden die Orlan-MK-Raumanzüge auf die Anprobe (Dry-Run) am 14. Februar 2012 vorbereitet, wobei das Hauptaugenmerk auf den erneuerbaren Elementen der Raumanzüge, wie LP-9 LiOH-Kanister, Haupt- und Reserve-BK-3M-Sauerstofftanks, Feuchtigkeitssammler, Trinkwasserfilter, ein Filter der Entgasungspumpe und die 825M3-Batterien der Funkanlage lag.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_Ausstieg_Vorbereitung.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Anton Schkaplerow bereitet Teile für seinen Ausstieg vor<br>(Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dan Burbank sammelte US-Ausrüstung für den russischen Außeneinsatz zusammen. Erneut werden wieder die Kameras der Amerikaner an den Helmen der Orlan-MK Raumanzüge zur Anwendung kommen. Im Anschluss daran nutzte er gemeinsam mit Anton Schkaplerow und Oleg Kononenko das virtuelle 3D-Trainingstool zur Planung von Robotikaktivitäten und Außeneinsätzen mit dem Namen DOUG (Dynamic Onboard Ubiquitous Graphics). Dies läuft auf den US-Stationslaptops der RWS (Robotics Workstation) und simuliert die Außenarbeiten gesehen aus der Vogelperspektive. Zur gleichen Zeit arbeitete Donald Pettit an dem Versuchsaufbau zum Experiment SPICE (Smoke Point In Coflow Experiment). Hier waren Probleme an einer Videoanzeige aufgetreten, was ein Zurücksetzen dieser erforderte. SPICE, welches sich in der Handschuhbox MSG (Microgravity Science Glovebox) befindet, dient der Bestimmung des Zeitpunktes, ab dem eine Gasflamme in der Schwerelosigkeit Ruß produziert. Die Diagnostik rußender Flammen ist sehr wichtig, um die Ausbreitung von Feuern besser verstehen zu können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_EVA30.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Oleg Kononenko und Anton Schkaplerow arbeiten mit STRELA-2<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Februar 2012 fand der erste Weltraumausstieg in diesem Jahr statt. Der russische Außeneinsatz Nummer 30 war nur zum Teil erfolgreich, er diente der weiteren Aus- und Umrüstung des russischen Stationsteils. Etwas später als geplant, um 15:31 Uhr unserer Zeit, öffnete sich die Ausstiegsluke von Pirs und die beiden Kosmonauten schwebten aus der Station. Kleinere Probleme bei der Arretierung eines Schutzringes sorgten für einen verzögerten Start. Oleg Kononenko (EV1) und Anton Schkaplerow (EV2) begaben sich sogleich zu ihrer ersten Aufgabe, den ersten der beiden STRELA-Teleskoparme von Pirs nach Poisk zu versetzen. Dazu wurde der handbetriebene STRELA-2 ausgefahren und mit der Spitze an STRELA-1 befestigt. Auch hier kam es bei der Handhabung des STRELA-2 Arms zu Verzögerungen, da seine Ausrichtung den beiden Außenarbeitern Probleme bereitete. STRELA-2 transportierte Anton Schkaplerow, gemeinsam mit dem STRELA-1, zu dessen neuen Einsatzort an der Oberseite der ISS am Poisk-Modul. Dort angekommen entfernte Anton Schkaplerow eine Schutzabdeckung von dem bisher ungenutzten Haltepunkt des Arms. Die Installation von STRELA-1 an seiner neuen Position führten beide Raumfahrer gemeinsam durch, da das Handling mit nur einer Person sich als zu schwierig erwies. Zu diesem Zeitpunkt befand man sich bereits 1,5 Stunden hinter dem dem normalen Zeitplan und verschob daher die geplante Installation von fünf Meteoritenschutzschilden am Sevicemodul Swesda auf einen späteren Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend erfolgte die Montage des Materialproben-Experiments Vinoslivost an der Außenseite von Poisk. Es war die erste von drei geplanten Zusatzaufgaben. Nach Abschluss dieser Aufgabe begaben sich beide erneut zum STRELA-2 Arm und bewegten ihn in seine Stauposition zurück. Die zweite Zusatzaufgabe an diesem Abend war die Bergung eines weiteren Materialexperiments. Dieses TEST genannte Experiment hatte seinen Platz an der Außenseite des Swesda-Moduls. Es diente der Erforschung von verschiedenen technischen und biologischen Proben unter Weltraumbedingungen und besteht aus zwei Probenbehältern. Aus Zeitgründen konnte jedoch nur ein Behälter mit Proben von der Außenhaut der ISS befüllt werden. Die dritte Zusatzaufgabe, die Befestigung von Haltern an der Ausstiegsleiter wurde ebenfalls gestrichen. Nach dem Abschuss der Arbeiten machten sich die beiden Kosmonauten auf den Rückweg zum Schleusenmodul Pirs und beendeten den Weltraumausstieg nach 6 Stunden und 15 Minuten um 21:46 Uhr MEZ.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_EVA30_1.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Oleg Kononenko und Anton Schkaplerowim Schleusenmodul Pirs<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem anstrengenden Außeneinsatz hatten Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko eine verlängerte Nachtruhe erhalten, um sich von den Arbeiten erholen zu können. Den restlichen Tag verbrachten sie hauptsächlich mit der Nachbereitung ihrer Exkursion. So wurden die Orlan-MK-Raumanzüge getrocknet, Batterien geladen, die US-Kameras von den Helmen demontiert und eine Bewertung der Arbeiten mit der Bodenmannschaft vorgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am gleichen Tag arbeitete André Kuipers mit der zeitweiligen Unterstützung von Dan Burbank am Trainingsgerät MARES (Muscle Atrophy Resistive Exercise System). MARES befindet sich im Columbus-Labormodul und dient der Erforschung des menschlichen Bewegungsapparates, seiner biomechanischen Abläufe und der neuromuskulären Koordination. Hintergrund ist hier ein besseres Verständnis von Effekten der Mikrogravitation auf das Muskelsystem des Menschen. In einer zweiten Sitzung an dem Gerät wurden Funktionstests durchgeführt, die Demontage geprobt und Ergebnisdateien heruntergeladen. Das europäische Trainingssystems zur Eindämmung und Erforschung von Muskelschwund MARES bietet ebenso die Möglichkeit, Gegenmaßnahmen zu den negativen Effekten von Langzeitmissionen, besonders der Muskelatrophie, zu bewerten. So kann der NASA Grundlagenwissen für ihre geplanten Flüge in den tiefen Raum zur Verfügung gestellt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP30_Columbus_Reinigung.jpg" alt="NASA"/><figcaption>André Kuipers arbeitet am CFA in Columbus<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 22. Februar 2012 bereitete André Kuipers die größere Inspektion der Luftumwälzungsanlage im Columbus-Labormodul vor. Hier lud er Batterien des endoskopischen Werkzeugs und räumte den Raum am Ende von Columbus von dort gestauten Taschen CTBs (Cargo Transfer Bags). Damit schaffte er Platz für die Lüftungskanalreinigung und die Säuberung der Auslassgitter. In der zweiten Wochenhälfte fuhr André Kuipers damit fort, in Columbus die Lüftungsventilatoren CFA (Cabin Fan Assembly) und Lüftungskanäle zu inspizieren und zu säubern. Unterstützt wurde er dabei von ISS-Kommandant Dan Burbank. Ein funktionierender Luftaustausch in den Modulen ist zwingend notwendig, da sich sonst an bestimmten Stellen Bereiche mit verbrauchter Luft bilden könnten. Diese wiederum ist gefährlich für die Atmung der Raumfahrer und würde zu Alarmen in der Station führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dan Burbank verbrachte 2,5 Stunden seiner Zeit mit der Reinigung von Bakterienfiltern in den drei Knoten-Modulen, in Destiny und der Luftschleuse Quest. Die ISS-Besatzung hat in der letzten Zeit eine vermehrte Staubbildung zur Bodenstation gemeldet, so dass nun, vier Wochen lang jeden Donnerstag, diese Filterreinigung angeordnet wurde. Ebenfalls 2,5 Stunden brauchte Oleg Kononjenko um acht Lampen und die dazugehörigen Sicherungen im Sevice-Modul gegen entsprechende Ersatzelemente auszutauschen. Im Anschluss daran verstaute er die nicht mehr benötigten Lampen als Abfall in Progress-M 14M. Ebenso wurden an diesem Tag unbrauchbare Flüssigkeiten in die Rodnik-Tanks des Transporters umgepumpt. Progress-M 14M soll am 19. April die ISS verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission an Bord der Internationalen Raumstation verlief weiterhin normal. Es wurde eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen zu genau 200 Experimenten auf den Gebieten Medizin, Biologie, Astronomie, Geophysik, Atmosphärenphysik, Erderkundung, Physik, Materialwissenschaft, Bildung und Technik ausgeführt. Zu den interessantesten Forschungsaufgaben gehörte u.a. das Experiment Aurora-Max der kanadischen Weltraumagentur CSA, bei dem Polarlichter während besonders aktiver Perioden zeitgleich von der Station aus und auf der Erde aufgezeichnet wurden. Daraus resultieren auch die in den letzten Tagen veröffentlichten Videos (Walking on Air).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA untersuchte im Rahmen von ALTEA-SHIELD die bei geschlossenen Augen von Raumfahrern wahrgenommenen Lichtblitze, die durch die Wechselwirkung kosmischer Strahlung mit Sinneszellen im Auge zustande kommen sowie weitere Wechselwirkungen mit dem menschlichen Gehirn. Dabei wurde auch ein Material getestet, das diese Strahlung teilweise abschirmen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die japanische Raumfahrtagentur erfasste mit MAXI mehr als 1.000 Röntgenquellen über einen längeren Zeitraum gleichzeitig. Die zugehörige hochempfindliche Spaltkamera ist auf einer Experimentierplattform außenbords angebracht. Erfasst werden können Röntgenstrahlen im Energiebereich von 0,5 bis 30 keV (Kilo-Elektronenvolt).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenstand des NASA-Technologieexperiments Amine Swingbed ist die Erprobung eines Amine-Systems zur Ausfilterung von Kohlenstoffdioxid aus der Stationsluft. CO<sub>2</sub>&nbsp;entsteht bei der Atmung und führt in überhöhter Konzentration zu Sinnestäuschungen beim Menschen. Auf der Erde wird das Kohlendioxid von Pflanzen aufgenommen, der Kohlenstoff für das Wachstum verwendet und der Sauerstoff an die Umgebung abgegeben. Amine sind organische Abkömmlinge des Ammoniak.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das russische Biotechnologieexperiment Membran beschäftigte sich mit der Untersuchung der Verwendbarkeit neuartiger poröser Materialien mit regelmäßiger Molekülstruktur als Membranen und Filter. Diese könnten ökonomisch profitabel zur Stofftrennung sowohl in Flüssigkeiten als auch in Gasen verwendet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprünglich für März vorgesehene Rückkehr der Besatzung von Sojus-TMA 22 wurde um gut einen Monat verschoben, da auf der Erde das Rückkehrmodul des geplanten Nachfolgeraumschiffs bei einem Test beschädigt worden war. Stattdessen wurde nun das nächste Raumschiff für eine Mission vorbereitet, wodurch mehrwöchige Verzögerungen entstanden. So kam aber die Besatzung von Sojus-TMA 22 nun doch noch zu einem fast halbjährigen Raumflug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den letzten Tagen waren die drei Raumfahrer bereits mit Arbeiten für ihre Rückkehr beschäftigt. Dazu gehörte das Vorbereiten und Verladen von Rückkehrfracht, ein verändertes und intensiviertes körperliches Training sowie das Durchgehen bestimmter Prozeduren und Tests am Raumschiff. Gegen 7 Uhr (MESZ) am Landetag fand eine Verabschiedungszeremonie an Bord der Station statt. Danach begaben sich die Raumfahrer in ihr Raumschiff an der Oberseite des Moduls Poisk, legten ihre Innenbord-Raumanzüge an und schlossen die Luken. Gegen 10.18 Uhr MESZ koppelte des Raumschiff von der ISS ab und entfernte sich langsam. Die abschließende Bremszündung der Triebwerke begann gegen 12.49 Uhr. Die drei Raumfahrer Daniel Burbank, Anatoli Iwanischin und Anton Schkaplerow landeten am 27. April 2012, gegen 13.45 Uhr MESZ, mit der Rückkehrkapsel ihres Raumschiffes Sojus-TMA 22 in der kasachischen Steppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Minuten nach der Landung öffneten Bodenmannschaften die Kapsel und hoben die Raumfahrer heraus. Damit fand die 165-tägige Mission ihr erfolgreiches Ende. Die Raumfahrer werden sich auch in den kommenden Wochen verschiedenen Untersuchungen unterziehen. Außerdem erfolgt eine aktive Wiederanpassung an die Schwerkraft. Dabei werden Muskeln gestärkt und Knochen aufgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Start eines Sojus-Raumschiffes zur Internationalen Raumstation mit Joseph Acaba, Gennadi Padalka und Sergej Rewin ist für den 15. Mai geplant. Mit der Rückkehr des Raumschiffes Sojus-TMA 22 endete die ISS-Expedition 30.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.nasa.gov/mission/expedition-30/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zur Langzeitbesatzung 30</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20230508092222/https://www.nasa.gov/pdf/605284main_Expedition_30_31_Press_Kit.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Press Kit zur Langzeitbesatzung 30/31 (6,3 MB PDF)</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20110916173640/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/Integrated_Cardiovascular.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu Integrated-Cardiovascular</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20111106130738/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/PACE-2.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu PACE-2</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20160402131545/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/Matryeshka-R.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu Matrjoschka-R</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20110726002918/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/Identifikatsia.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu Identifikation</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20111231091409/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/Amine_Swingbed.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu Amine-Swingbed</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20221109083655/https://www.nasa.gov/pdf/464887main_Robonaut2FactSheet.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-FactSheet zu Robonaut 2</a></li><li><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/PromISSe" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESA-Seite zu PromISSe</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20211208150126/https://www.nasa.gov/mission_pages/station/expeditions/expedition30/epic.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zur EPIC-Aufwertung</a></li><li><a href="https://nlsp.nasa.gov/search/data/details/57d57f65-bda1-5bb5-98a2-87cd7e187877?dataType=EXPERIMENTS" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu NeuroSpat</a></li><li><a href="https://voyagertechnologies.com/space-solutions/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NanoRacks Hompage</a></li><li><a href="	https://web.archive.org/web/20220809142843/https://www.nasa.gov/mission_pages/station/main/spheres.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Seite zu SPHERES</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20110725234135/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/SOLO.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu SOLO</a></li><li><a href="	https://web.archive.org/web/20101223110022/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/SPICE.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Seite zu SPICE</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20101125111526/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/MARES.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu MARES</a></li></ul>
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