Dragon-Start verschoben

Durch eine Abweichung von einem der eingestellten Triebwerksparameter wurde der bereits in die Wege geleitete Start kurz nach Zündung der Triebwerke abgebrochen.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceX, NASA, Raumcon.

NASA TV
Falcon 9 Flug 3 beim Startabbruch am 19. Mai 2012
(Bild: NASA TV)

Nach Angeben von SpaceX hat ein Sensor einen zu hohen Druck im Triebwerk Nummer 5 der ersten Stufe gemessen. Die Überwachungscomputer haben daraufhin den Startvorgang automatisch unterbrochen und den Status der Rakete gesichert. Ein neuer Startversuch kann am Dienstag gegen 9.44 Uhr MESZ unternommen werden. Bis dahin wird man das Problem analysieren und Korrekturen vornehmen.

Beim zuvor absolvierten zweisekündigen Triebwerkstest am 30. April war dieses Problem offenbar nicht aufgetreten. Ob man Eingriffe an der Rakete vornehmen muss oder nur Parameter in der Überwachungssoftware geändert werden, wird noch bekannt gegeben. Eine erste Äußerung von Elon Musk klang zunächst nach letzterem. Auf einer aktuellen Pressekonferenz war hingegen davon die Rede, dass der erhöhte Brennkammerdruck eine echte Anomalie war. Bis zum Startabbruch verlief der Countdown hingegen offenbar planmäßig und auch das Wetter war für einen Start passend.

Die Rakete Falcon 9 verfügt in der ersten Startstufe über 9 Triebwerke des Typs Merlin 1C, die im Quadrat angeordnet sind, Nummer 5 ist das mittlere. Bisher hat die Falcon 9 zwei weitgehend erfolgreiche Teststarts mit kleineren Problemen absolviert. Der genaue Einschuss in die ISS-Bahn stellt aber höhere Anforderungen an die Genauigkeit der Bahn. Zudem sollen verschiedene Manöver durchgeführt werden, die mit einem erhöhten Treibstoffverbrauch im Dragon-Raumschiff verbunden sind. Neue Triebwerke könnten der Falcon 9 in Zukunft bessere Reserven ermöglichen.

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