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	<title>Radioisotopengenerator &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Radioisotopengenerator &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>New Horizons: Die Suche nach dem nächsten Ziel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/new-horizons-die-suche-nach-dem-naechsten-ziel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2014 13:53:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Kuiper-Gürtel]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die an der Mission New Horizons beteiligten Wissenschaftler suchen derzeit nach einem im Kuipergürtel des Sonnensystems gelegenen Zielobjekt, welches von der Raumsonde nach dem Passieren des Pluto angesteuert und ebenfalls untersucht werden soll. Hierfür wurde in den letzten Tagen auch das Weltraumteleskop Hubble eingesetzt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: NASA, JHU/APL, The Planetary Society, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die an der Mission New Horizons beteiligten Wissenschaftler suchen derzeit nach einem im Kuipergürtel des Sonnensystems gelegenen Zielobjekt, welches von der Raumsonde nach dem Passieren des Pluto angesteuert und ebenfalls untersucht werden soll. Hierfür wurde in den letzten Tagen auch das Weltraumteleskop Hubble eingesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: NASA, JHU/APL, The Planetary Society, HST.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
New Horizons befindet sich auf dem Weg zum Pluto. Die Grafik zeigt die dabei zur Zeit (22. Juni 2014, 15:00 MESZ) gegebenen Entfernungen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p>Zeitgleich zu dem gegenwärtig stattfindenden &#8222;Annual Checkout&#8220; (<a href="https://www.raumfahrer.net/plutomission-new-horizons-der-letzte-checkout/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) sind die in die Mission der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> involvierten Mitarbeiter derzeit noch mit einer weiteren Aufgabe beschäftigt. </p>



<p>Seit ihrem Start am 19. Januar 2006 hat die Raumsonde <i>New Horizons</i> auf ihrem Weg zu dem Zwergplaneten Pluto mittlerweile eine Distanz von mehr als 4,76 Milliarden Kilometern zurückgelegt. Nach weiteren 3,08 Astronomischen Einheiten &#8211; dies entspricht in etwa einer Entfernung von 460 Millionen Kilometern &#8211; wird die Raumsonde am 14. Juli 2015 den Pluto erreichen und dessen Oberfläche in einer Entfernung von etwa 12.500 Kilometern passieren. Neben dem Zwergplaneten sollen in den Wochen und Monaten vor und nach dem Vorbeiflug auch dessen fünf derzeit bekannte Monde ausführlich mit den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Horizons#Instrumente" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">sieben Instrumenten</a> der Raumsonde untersucht werden. </p>



<p>Allerdings ist es aufgrund der hohen Geschwindigkeit, mit der sich <i>New Horizons</i> durch das Weltall bewegt nicht möglich, die Raumsonde in eine Umlaufbahn um den Pluto zu dirigieren. Hierfür müsste die Geschwindigkeit der Raumsonde um etwa 90 Prozent reduziert werden. Für ein derartiges Bremsmanöver wäre allerdings deutlich mehr Treibstoff notwendig als <i>New Horizons</i> mitführt. Aus diesem Grund wird die Raumsonde nach dem Vorbeiflug am Pluto weiter in die äußeren Bereiche des Sonnensystems vordringen. </p>



<p>Um <i>New Horizons</i> trotzdem auch weiterhin für wissenschaftliche Forschungen einsetzen zu können wurde bereits bei der Erstellung des Missionsprofils vorgeschlagen, die Raumsonde nach der Plutopassage mit dem dann noch zur Verfügung stehenden Treibstoff zu eine weiteren, eventuell auch zu zwei Objekten im Bereich des inneren <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kuiperg%C3%BCrtel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kuiper-Gürtels</a> zu dirigieren. Sehr wahrscheinlich, so die damalige Prognose, würden diese neuen Ziele über Durchmesser von weniger als 100 Kilometern verfügen und aufgrund der größeren Distanz zur Sonne fotografisch weniger gut zu beobachten sein als der Pluto. Um trotzdem aussagekräftige Daten gewinnen zu können müsste <i>New Horizons</i> diese Objekte in einem möglichst dichten Abstand &#8211; als wünschenswert wird hierbei eine Entfernung von wenigen Tausend Kilometern genannt &#8211; passieren. </p>



<p>Diese Vorbeiflüge sind für den Zeitraum von frühestens Mitte 2016 bis in etwa 2020 vorgesehen. Allerdings rechnet das <i>New Horizons</i>-Team damit, dass der mit einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Radioisotopengenerator" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Radioisotopengenerator</a> ausgestatteten Raumsonde noch bis etwa zum Jahr 2025 genügend Energie zur Verfügung stehen wird, um eine sinnvolle Beobachtung dieser Objekte durchzuführen. Je mehr Zeit jedoch vergeht, umso größer wird allerdings die Wahrscheinlichkeit, aus Energiemangel eines oder mehrere Instrumente deaktivieren zu müssen und auch die Datentransferrate würde aufgrund der sich ständig vergrößernden Entfernung zur Erde immer weiter sinken. Zum Vergleich: Für die vollständige Übermittlung aller bei Pluto zu sammelnden Daten ist ein Zeitraum von etwa sechs Monaten veranschlagt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_small_2.jpg" alt="Hubble Space Telescope proposal " width="260"/></a><figcaption>
Trotz intensiver Suche konnte bisher kein KBO entdeckt werden, den New Horizons mit den zur Verfügung stehenden Treibstoffvorräten erreichen könnte. 
<br>
(Bild: Hubble Space Telescope proposal &#8222;A Kuiper Belt Object for the New Horizons Mission&#8220; von John Spencer et al.)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Die Suche nach einem KBO</strong>
<br>
Bereits seit mehreren Jahren befinden sich die Astronomen auf der Suche nach einem geeigneten &#8222;Kuiper Belt Object&#8220; (kurz &#8222;KBO&#8220;), waren dabei bisher aber leider nicht erfolgreich. Keiner der bisher im Rahmen der entsprechenden Beobachtungskampagnen entdeckten 52 KBOs kann mit den nach dem Pluto-Flyby noch zur Verfügung stehenden Treibstoffvorräten erreicht werden. Zum Ansteuern des am ehesten zu erreichenden Objektes, dem KBO 2011 HZ102, wäre eine Geschwindigkeitsveränderung von 210 Metern pro Sekunde erforderlich. Der Treibstoff von <i>New Horizons</i> reicht jedoch lediglich aus, um nach dem Pluto-FlyBy eine Veränderung von etwa 130 Metern pro Sekunde zu erzeugen. </p>



<p>Der Grund für die geringe Anzahl der im Rahmen der bisherige Suchkampagne neu entdeckten KBOs ist, dass diese Himmelskörper aufgrund ihrer großen Entfernung zur Sonne und des geringen Durchmessers nur sehr wenig Sonnenlicht reflektieren. Zudem fällt ihre Eigenbewegung am Himmel nur minimal aus. Zusätzlich erschwert wurde die Suche dadurch, dass sich Pluto &#8211; und damit auch das Gebiet, welches <i>New Horizons</i> nach dem Passieren des Zwergplaneten erreichen kann &#8211; in den vergangenen Jahren vor einem sehr sternreichen Hintergrund im Sternbild Schütze bewegt hat. Mit diesen unzähligen Lichtpunkten im Sichtfeld der Teleskope ist es überaus schwierig, ein lichtschwaches Objekt auszumachen, welches sich in mehreren Milliarden Kilometern Entfernung zur Erde gegenüber dem Sternenhintergrund nur äußerst langsam bewegt. Einen Eindruck über das damit verbundene &#8218;optische Chaos&#8216; vermitteln eventuell die Aufnahmen in <a href="https://www.raumfahrer.net/weiterer-neptun-trojaner-entdeckt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">diesem Bericht</a> auf unserer Portalseite, der allerdings nicht auf die Mission <i>New Horizons</i> bezogen ist. </p>



<p>Potentielle Zielobjekte fallen deshalb in dem dicht mit Hintergrundsternen vollgepackten Himmelsabschnitt kaum auf und können bestenfalls durch den Einsatz von Großteleskopen entdeckt werden. Allerdings wurden einige der bisherigen Beobachtungskampagnen von schlechten Witterungsbedingungen oder technischen Problemen mit den vorgesehenen Beobachtungsinstrumenten beeinträchtigt, so dass die an der Suchkampagne beteiligten Astronomen weniger Beobachtungsdaten erhielten als geplant. Mittlerweile hat sich diese Situation jedoch etwas verbessert. Der &#8218;Hintergrund&#8216; enthält inzwischen weniger Sterne als noch vor wenigen Monaten. Aus diesem Grund wurde die Suche nach einem geeigneten KBO jetzt noch einmal intensiviert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_small_3.jpg" alt="JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Leider befinden sich im Kuipergürtel des Sonnensystems offensichtlich deutlich weniger Objekte als in dieser künstlerischen Darstellung. 
<br>
(Bild: JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Die Zeit wird knapp</strong>
<br>
Dies ist auch dringend notwendig, denn langsam läuft den an der <i>New Horizons</i>-Mission beteiligten Wissenschaftlern die Zeit davon. Um nach dem Pluto-FlyBy ein weiteres Objekt ansteuern zu können muss dessen Umlaufbahn um die Sonne zunächst mit extrem hoher Genauigkeit bekannt sein. Ein entsprechendes Kurskorrekturmanöver von <i>New Horizons</i> müsste zudem baldmöglichst nach der Plutopassage erfolgen. Um dieses Manöver im Sommer 2015 auch mit der erforderlichen Präzision durchzuführen muss ein potentielles Ziel deshalb innerhalb der nächsten zwei Monate entdeckt werden. Nur dann bleibt genügend Zeit, um den Orbit des potentiellen Ziels mit der erforderlichen Genauigkeit zu ermitteln. </p>



<p><strong>Das <i>Hubble Space Telescope</i> soll helfen</strong>
<br>
Neben den bereits zuvor eingesetzten erdgebundenen Observatorien kommt hierbei mittlerweile auch das Weltraumteleskop <i>Hubble</i> zum Einsatz. Im Gegensatz zu Teleskopen auf der Erdoberfläche verfügt das <i>Hubble Space Telescope</i> (kurz &#8222;HST&#8220;) über den Vorteil, dass die durchzuführenden Beobachtungen nicht durch die Erdatmosphäre beeinträchtigt werden. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass die Beobachtungszeit mit dem <i>HST</i> unter professionellen Astronomen extrem begehrt ist. Jede Anfrage auf Beobachtungszeit ist mit einem Antrag verbunden, in dem die Wissenschaftler ihre wissenschaftlichen Zielsetzungen beschreiben und zudem erläutern müssen, warum nur das <i>HST</i> und nicht etwa andere Teleskope diese Ziele erreichen kann. </p>



<p>Dementsprechend groß war die Freude unter den Mitarbeitern der <i>New Horizons</i>-Mission, als der für die Vergabe der Beobachtungszeiten verantwortliche Experten-Ausschuss am 13. Juni 2014 einen Antrag bewilligte, mit dem die Suche nach einem weiteren Ziel für <i>New Horizons</i> im Kuipergürtel fortgesetzt werden kann. Mit dem <i>HST</i>, so die Erwartungen der beteiligten Astronomen, sollten sich KBOs abbilden lassen, die bis zu 1,8 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> dunkler sind als die lichtschwächsten, durch erdbasierte Teleskope nachzuweisenden Kuipergürtel-Objekte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22062014155348_small_4.jpg" alt="NASA, ESA, Alex Parker" width="260"/></a><figcaption>
Seit wenigen Tagen wird mit dem Weltraumteleskop Hubble im Bereich des Sternbildes Schütze nach KBOs gesucht, die von der Raumsonde New Horizons erreicht werden könnten. Diese unbearbeitete Aufnahme des HST wurde am 16. Juni 2014 angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, Alex Parker (via Twitter))
</figcaption></figure></div>



<p>Für eine erste Beobachtungskampagne mit dem <i>HST</i> wurde dabei zunächst eine Beobachtungszeit von 40 Stunden bewilligt, in der das Weltraumteleskop den kleinen, in Frage kommenden Himmelsabschnitt im Sternbild Schütze mehrfach abbilden soll. Während der entsprechenden Beobachtungen wird das <i>HST</i> mit exakt der Geschwindigkeit nachgeführt, mit der sich ein KBO erwartungsgemäß über den Himmel bewegen dürfte. Potentielle Kuipergürtel-Objekte sollten auf diesen Aufnahmen aufgrund der langen Beobachtungszeit punktförmig erscheinen, während weiter entfernt gelegenen Objekte wie Hintergrundsterne oder näher gelegene Himmelskörper wie die im inneren Sonnensystem beheimatete Asteroiden als leicht in die Länge gezogene &#8218;Strichspuren&#8216; dargestellt werden. </p>



<p>Die entsprechenden Aufnahmen müssen anschließend zunächst ausgewertet werden. Sollte dabei die Entdeckung von mindestens zwei KBOs gelingen, so wäre dies ein Indiz dafür, dass das <i>HST</i> theoretisch dazu in der Lage ist, ein geeignetes Ziel für <i>New Horizons</i> aufzuspüren. In diesem Fall würde dem <i>New Horizons</i>-Team eine weitere Beobachtungszeit von dann nochmals 156 Stunden bewilligt, bei der ein Himmelsabschnitt abgesucht werden soll, welcher in etwa dem Durchmesser des Vollmondes am Himmel entspricht. 
<br>
Es bleibt zu hoffen, dass diese Suche erfolgreich verläuft, denn auf absehbare Zeit wird <i>New Horizons</i> wohl die letzte Raumsonde sein, die in die äußeren Regionen unseres Sonnesystems vordringen wird und damit die Gelegenheit erhält, die dort beheimateten Kuipergürtel-Objekte näher zu untersuchen. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.450" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plutonium 238 für die NASA: Ein Neuanfang</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/plutonium-238-fuer-die-nasa-ein-neuanfang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 21:16:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Plutonium]]></category>
		<category><![CDATA[Produktion]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufnahme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer Pause von 25 Jahren wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika wieder Plutonium 238 erzeugt. Derartiges Material möchte man zur Stromerzeugung in Raumfahrzeugen einsetzen, die weit entfernt von der Sonne ohne Möglichkeit, Solarstrom zu nutzen, operieren. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, DOE, SRS. Seit den 1970er Jahren verwendet die US-amerikanische Luft- [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach einer Pause von 25 Jahren wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika wieder Plutonium 238 erzeugt. Derartiges Material möchte man zur Stromerzeugung in Raumfahrzeugen einsetzen, die weit entfernt von der Sonne ohne Möglichkeit, Solarstrom zu nutzen, operieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: NASA, DOE, SRS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032013221605_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032013221605_small_1.jpg" alt="US Government" width="300" height="200"/></a><figcaption>
glühendes Plutonium-238-Pellet 
<br>
(Bild: US Government)
</figcaption></figure></div>



<p>Seit den 1970er Jahren verwendet die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtorganisation (NASA) das Plutonium-Isotop Pu 238 mit einer Halbwertszeit von rund 87,7 Jahren in Radioisotopengeneratoren (Radioisotope Thermoelectric Generator, RTG) an Bord von Raumsonden und Landern zur Erzeugung von Wärme. Die von Pu 238 abgestrahlte Wärme aus dem spontanen Zerfall von Plutoniumkernen sorgt für den nötigen hohen Temperaturunterschied, mit dem Thermoelemente schließlich Strom erzeugen können. </p>



<p>Die beiden ersten US-amerikanischen Marslander beispielsweise, Viking 1 und Viking 2, nutzten je zwei RTGs zur Stromversorgung. Jeweils vier RTGs vom Typ SNAP-19 ermöglichten Pioneer 10 und Pioneer 11 die ersten Forschungsflüge in das äußere Sonnensystem. Die beiden Voyager-Sonden, die unser Sonnensystem gerade verlassen, können dank je drei MHW-RTGs an Bord noch heute Daten aus größter Entfernung zur Erde senden (MHW steht für Multihundred-Watt &#8211; mit vielen hundert Watt). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032013221605_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032013221605_small_2.jpg" alt="NASA" width="300" height="378"/></a><figcaption>
SNAP-19-RTG: A &#8211; Thermoelemente, B &#8211; Brennstoffscheiben, C &#8211; Hitzeschild für den Fall eines Wiedereintritts, D &#8211; Brennstoffkapsel, E &#8211; Kühlrippen; 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Galileo flog mit zwei GPHS-RTGs zum Jupiter und Cassini meldet sich noch heute regelmäßig aus einer Umlaufbahn um Saturn dank Strom aus drei GPHS-RTGs (GPHS steht für General Purpose Heat Source &#8211; Wärmequelle für universelle Nutzung). NASAs jüngstes außerhalb der Erde im Einsatz befindliches RTG-System ist die auch als MMRTG für Multi-Mission Radioisotope Thermoelectric Generator bezeichnete Anlage, die dem kleinwagengroßen Marsrover Curiosity gerade den Beginn ausgedehnter Exkursionsfahrten ermöglichte. </p>



<p>Bis Ende der 1980er betrieben die USA eine eigene Herstellung von Pu 238. Die zur Bestrahlung von Ausgangsmaterial, Targets aus Neptunium 237, erforderlichen Reaktoren, deren Hauptzweck die Bereitstellung von sogenanntem waffenfähigen Plutonium (Pu 239) waren, wurden aus Gründen der Sicherheit und des Umweltschutzes Ende der 1980er abgeschaltet. Der K-Reaktor der sogenannten Savannah River Site (SRS) im Bundesstaat South Carolina, in dem der größte Teil des von der NASA verbrauchten Pu 238 entstand, wurde Anfang der 1990er heruntergefahren. </p>



<p>Schon 1984 war der Betrieb der Plutonium Fuel Form Facility (PuFF), einer Anlage zur Formung von Plutonium-Pellets, sie arbeitete seit 1979 im in den 1950ern errichteten Gebäude 235-F der SRS, eingestellt worden. Bis 2010 konnte die USA das benötigte Material für die umgangssprachlich gelegentlich Atombatterien genannten Stromerzeuger aus Russland beziehen, doch dann versiegte auch diese Bezugsquelle. </p>



<p>Das Energieministerium der Vereinigten Staaten (United States Department of Energy, DOE) und die NASA bemühen sich angesichts der zur Neige gegangenen Vorräte von Pu 238 für Raumfahrtanwendungen um die Wiedereinrichtung einer US-amerikanischen Herstellung des Materials. Jetzt vorliegende Ergebnisse von Tests mit kleinsten Mengen Ausgangsmaterial sollen vielversprechend sein. </p>



<p>Nach Angaben von Jim Green, dem Leiter der Sparte Planetenwissenschaft der NASA, habe das DOE durch die rund einen Monat dauernden Bestrahlung des Ausgangsmaterials Neptunium in einem Reaktor des Oak Ridge National Laboratory (ORNL) in Tennessee erfolgreich Plutonium erzeugen können, was einen entscheidenden Schritt darstelle. Die Bestrahlung erfolgte in einem Reaktor namens High Flux Isotope Reactor (HFIR), der einen hohen Neutronenfluss bereitstellt. </p>



<p>Laut Green erwarte man bei der NASA im Verlauf des Jahres 2013 Berichte des DOE hinsichtlich einer konkreten Produktionsplanung, die die künftige Bereitstellung von jeweils rund 1,5 Kilogramm neu generierten Plutoniums pro Jahr vorsehe. </p>



<p>Eine Nutzung lange gelagerten alten Materials soll die Mischung mit neu erzeugtem Pu 238 ermöglichen. Bei einer Mischung aus einem Teil neuen Materials mit zwei Teilen alten Materials ergebe sich, so Green, eine für die vorgesehenen Anwendungen ausreichende Energiedichte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032013221605_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032013221605_small_3.jpg" alt="DOE/NASA" width="300" height="213"/></a><figcaption>
ASRG-Ingenieursmodell 
<br>
(Bild: DOE/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Unter den Raumfahrtmissionen der NASA, bei welchen künftig Plutonium zum Einsatz kommen könnte, ist auch der nächste große Marsrover, der Nachfolger von Curiosity. Aktuell ist der Start dieses Gefährts für das Jahr 2020 vorgesehen. </p>



<p>Auch wenn man an einem Stromerzeuger mit einem deutlich höheren Wirkungsrad, dem sogenannten Advanced Stirling Radioisotope Generator (ASRG) arbeitet, bei dem die Zerfallswärme zum Betrieb eines Stirlingmotors genutzt wird, und der vielleicht verfügbar ist, wenn Curiositys Nachfolger entsteht, wird man möglicherweise auf die ältere, bereits erprobte Technik zurückgreifen. Dafür spreche laut Green, dass ein arbeitender ASRG weniger nützliche, der Heizung des Inneren des Rovers dienliche Abwärme verursache als ein herkömmlicher RTG. </p>



<p>Pro Kilogramm Pu 238 wird ein ASRG rund die vierfache Menge elektrische Energie erzeugen können, wie ein herkömmlicher Radioisotopengenerator ohne bewegliche Teile, schätzt man heute. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/plutonium-238-fuer-die-nasa-ein-neuanfang/" data-wpel-link="internal">Plutonium 238 für die NASA: Ein Neuanfang</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Marsrover Curiosity fährt wieder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-marsrover-curiosity-faehrt-wieder-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2012 21:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
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		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35223</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach einer Fahrtunterbrechung von mehreren Wochen hat der Marsrover Curiosity am vergangenen Wochenende seine Erkundungsfahrt über die Oberfläche unseres Nachbarplaneten fortgesetzt. Die kommenden Tage sollen genutzt werden, um ein lohnendes Ziel für einen Gesteinsbohrer zu finden, mit dem Proben aus der Marsoberfläche entnommen werden sollen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, Malin Space [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-marsrover-curiosity-faehrt-wieder-2/" data-wpel-link="internal">Der Marsrover Curiosity fährt wieder</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach einer Fahrtunterbrechung von mehreren Wochen hat der Marsrover Curiosity am vergangenen Wochenende seine Erkundungsfahrt über die Oberfläche unseres Nachbarplaneten fortgesetzt. Die kommenden Tage sollen genutzt werden, um ein lohnendes Ziel für einen Gesteinsbohrer zu finden, mit dem Proben aus der Marsoberfläche entnommen werden sollen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, Malin Space Science Systems. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-11-24-69724.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt den Weg, den der Rover Curiosity seit seiner Landung auf dem Mars bis zum 2. Oktober 2012, dem Sol 56 der Mission, zurückgelegt hat. Im Rahmen der jetzt erfolgten Weiterfahrt folgte Curiosity der hier in grüner Farbe eingezeichneten ursprünglich geplanten Route.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits am 2. Oktober 2012, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 56 der Mission, erreichte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> durch eine Fahrt über eine Entfernung von rund sechs Metern ein kleines, etwa 2,5 x 5 Meter durchmessendes Feld aus lockerem Sand und Staubablagerungen. Im Bereich dieser mit dem Namen &#8222;Rocknest&#8220; belegten Sanddüne, so die Entscheidung der an der Mission beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure, wurde in den folgenden Wochen ein weiterer, für den Gesamterfolg der Mission überaus wichtiger Schritt vollzogen. Neben weiteren Instrumententests und den damit verbundenen Kalibrierungsarbeiten wurde in diesem Bereich des Gale-Kraters erstmals der an der Frontseite des Rovers befindliche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/#der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Instrumentenarm</a> eingesetzt. </p>



<p>Das am Ende dieses Armes befindliche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Probenentnahmesystem</a> entnahm während der letzten Wochen insgesamt fünf Bodenproben, von denen die letzten beiden nach entsprechenden Aufbereitungsarbeiten den beiden im Innereren des Rovers befindlichen Analyseinstrumenten <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-chemin-spektrometer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">CheMin</a> und <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-sam-instrument/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">SAM</a> zugeführt und durch diese Instrumente untersucht wurden. Diese zeitaufwändigen Aktivitäten, welche ein Bestanteil der auch gegenwärtig immer noch andauernden Phase der Inbetriebnahme des Rovers sind, wurden Ende der letzten Woche beendet. </p>



<p><strong>Die Fahrt wird fortgesetzt</strong></p>



<p>Am 16. November, dem Sol 100 der Mission, wurden die Räder von <i>Curiosity</i> nach einer Zeitdauer von 44 Sols erstmals wieder bewegt. Im Rahmen dieser Fahrt überbrückte der Rover eine Distanz von 1,9 Metern. Durch diese relativ geringfügige Positionsveränderung gelang ein auf der Marsoberfläche befindlicher Gesteinsbrocken in die Reichweite des Instrumentenarms. &#8222;Rocknest 3&#8220;, so die Bezeichnung dieses Felsens, wurde zwei Tage später mit dem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a> untersucht. Durch die zwei dabei erfolgenden Messungen, welche jeweils 10 Minuten andauerten, konnten die an der Mission beteiligten Wissenschaftler Daten über die chemische Zusammensetzung dieses Felsblocks gewinnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="980" height="293"/></a><figcaption>
Diese 3D-Version einer Panoramaaufnahme wurde aus Einzelbildern erstellt, welche die beiden Navigationskameras des Rovers am Sol 100 nach der an diesem Tag erfolgten Fahrt anfertigten. Durch die Betrachtung mit einer Rot-Cyan- oder Rot-Grün-Brille wird mit dieser Ansicht ein räumlicher Eindruck der Landschaft vermittelt.  
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Noch am selben Tag setzte <i>Curiosity</i> seinen Weg mit einer Fahrt über eine Distanz von 25,3 Metern in die östliche Richtung fort und erreichte dabei eine mit dem Namen &#8222;Point Lake&#8220; versehene Region, welche in den kommenden Tagen eingehender untersucht werden soll. Auch diese Vorgehensweise einer erfolgten Bodenuntersuchung und einer noch am selben Tag erfolgenden Fortsetzung der Fahrt stellt eine Premiere für die <i>Curiosity</i>-Mission dar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Die Region Point Lake wurde am Sol 102 erreicht. Die hier gezeigte Aufnahme der linken Navigationskamera des Rovers &#8222;zielt&#8220; auf die Region Yellowknife Bay. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Wir haben schon öfter direkte Untersuchungen [der Marsoberfläche] durchgeführt und wir sind auch schon häufiger über längere Strecken gefahren, aber dies war das erste Mal, dass wir beide Aktionen am selben Tag durchgeführt haben&#8220;, so Michael Watkins, der Missionsmanager der <i>Curiosity</i>-Mission vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena/Kalifornien. &#8222;Es ist ein gutes Zeichen, dass das Rover-Team mittlerweile auch komplexe Operationsabläufe planen und anschließend erfolgreich umsetzen kann.&#8220; 
<br>
Der morgige Donnerstag ist in den USA ein mit einem verlängerten Wochenende verbundener Feiertag. Dieses jetzt anstehende Thanksgiving-Wochenende wollen die Wissenschaftler nicht für weitere Fahrten, sondern vielmehr für die Gewinnung weiterer Daten nutzen. Neben den standardmäßig erfolgenden Messungen der Instrumente <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-wetterstation-rems/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">REMS</a>, <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-strahlungsdetektor-rad/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">RAD</a> und <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-dynamic-albedo-of-neutrons/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">DAN</a> sind dabei in erster Linie diverse Bildaufnahmen vorgesehen. Speziell die Hauptkamera des Rovers, die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a>, soll dabei das östlich des jetzigen Standortes befindliche Gebiet abbilden. </p>



<p>Diese geplanten Aufnahmen dienen der Festlegung der zukünftigen Fahrtroute und der Suche nach weiteren potentiellen Untersuchungsobjekten für die verschiedenen Instrumente des Rovers. Oberste Priorität hat dabei die Suche nach einem Gesteinsbrocken, bei dem dann erstmals der ebenfalls zum <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Probenentnahmesystem</a> gehörige Gesteinsbohrer eingesetzt werden soll. Erst nach dem erfolgreiche Einsatz dieses Bohrers und der damit verbundenen Zuführung der dabei gewonnenen Proben zu den Analyseinstrumenten wird die Phase der Inbetriebnahme des Rovers abgeschlossen sein. </p>



<p><strong>SAM-Analysen der Region Glenelg</strong></p>



<p>Obwohl <i>Curiosity</i> die Region Glenelg inzwischen hinter sich gelassen hat, können die Analysen der dort entnommenen Bodenproben im Bedarfsfall auch in den kommenden Tagen fortgesetzt werden, denn in der kleinen, lediglich 4,5 x 7 Zentimeter abmessenden Schaufel des Probenentnahmesystems befinden sich immer noch Reste der am 9. November (Sol 93 ) entnommenen fünften Bodenprobe. </p>



<p>Paul Mahaffy vom Goddard Space Flight Center, der für das SAM-Instrument hauptverantwortliche Wissenschaftler, äußerte sich bereits am 13. November 2012 im Rahmen einer Pressemitteilung des JPL folgendermaßen zu den vorläufigen Untersuchungsergebnissen: &#8222;Wir haben im Rahmen unserer Untersuchungen dieser ersten Bodenprobe [durch das SAM-Instrument] aussagekräftige Daten erhalten, welche jetzt allerdings erst einmal analysiert werden müssen.&#8220; </p>



<p>Bis zu der Beendigung der Analysen dieser ersten Daten werden voraussichtlich noch mehrere Wochen vergehen. Erst nach dem Abschluss dieser Untersuchungen werden die beteiligten Wissenschaftler definitive Aussagen über die chemische Zusammensetzung der zuvor untersuchten Probe und damit eventuell verbundene Entdeckungen tätigen können. Und erst dann wir sich zeigen, ob <i>Curiosity</i> wirklich &#8211; wie während der letzten zwei Tage mehrfach im Internet und in Printmedien berichtet &#8211; eine Entdeckung gelang, welche einen &#8222;Einzug in die Geschichtsbücher&#8220; finden wird. Diese Meldungen basieren allerdings nicht auf einer offiziellen Meldung der NASA, sondern ausschließlich auf einem <a class="a" href="https://www.npr.org/2012/11/20/165513016/big-news-from-mars-rover-scientists-mum-for-now" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Interview mit John Grotzinger</a>, einem der für die Mission hauptverantwortlichen Wissenschaftler. </p>



<p><strong>Getrübter Horizont</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112012221226_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="988" height="265"/></a><figcaption>
Diese Panoramaaufnahme der Navigationskamera zeigt das umliegende Gelände und einen Teilbereich des Himmels über dem Gale-Krater. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Neben dem umliegenden Gelände ist in dieser am 16. November erstellten Panoramaaufnahme der Navigationskameras auch ein Ausschnitt des Himmels erkennbar. Dieser hat sich in den letzten Tagen im Vergleich zu vorherigen Aufnahmen deutlich eingetrübt. Der Grund hierfür ist nicht etwa ein Problem mit der Kamera, sondern vielmehr das gegenwärtige Wettergeschehen auf dem Mars. In den letzten zwei Wochen wurde das globale Wetter auf dem Mars durch das Einsetzen der diesjährigen Staubsturmsaison über der nördlichen Planetenhemisphäre geprägt. Mehrere größere Staubstürme bildeten sich in der nördlichen Tiefebene und zogen von dort aus in die weiter südlich gelegenen Regionen Chryse Planitia, Isidis Planitia und Elysium Planitia. Letztere befindet sich unmittelbar nördlich des Gale-Kraters &#8211; des Operationsgebietes von <i>Curiosity</i>. 
<br>
Diese Entwicklung hat allerdings keine negativen Auswirkungen auf <i>Curiosity</i>, welcher ausschließlich durch einen <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-energieversorgung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Radioisotopengenerator</a> mit Energie versorgt wird und somit im Gegensatz zu seinen Vorgängern <i>Sojourner</i>, <i>Spirit</i> und <i>Opportunity</i> nicht vom Sonnenlicht abhängig ist. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem Sol 105 der Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von rund 510 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Dabei haben die Kamerasysteme des Rovers mittlerweile über 24.900 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des JPL übermittelt. Diese Bilder sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.1455" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-11-24-69724.mp3" length="10847796" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Curiosity: Premieren-Fahrt auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-premieren-fahrt-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2012 21:09:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrstrecke]]></category>
		<category><![CDATA[Gale-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[REMS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der amerikanische Mars-Rover Curiosity hat in dieser Woche mit dem ersten Ausfahren seines Instrumentenarms sowie einer ersten Testfahrt zwei eminent wichtige Meilensteine erfolgreich absolviert. Einer alten NASA-Tradition folgend hat die Landestelle des Mars-Rovers jetzt auch einen Namen bekommen. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger. Die Landestelle von Curiosity heißt nun [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der amerikanische Mars-Rover <i>Curiosity</i> hat in dieser Woche mit dem ersten Ausfahren seines Instrumentenarms sowie einer ersten Testfahrt zwei eminent wichtige Meilensteine erfolgreich absolviert. Einer alten NASA-Tradition folgend hat die Landestelle des Mars-Rovers jetzt auch einen Namen bekommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-08-26-63011.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082012230932_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082012230932_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Die ersten Reifenspuren von 
<i>Curiosity</i>
 im Marsboden, vom Kameramast herunter fotografiertes und aus 23 einzelnen NavCam-Fotos zusammengesetztes Panorama. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Landestelle von <i>Curiosity</i> heißt nun nach einem in diesem Jahr verstorbenen amerikanischen Science-Fiction- und Drehbuch-Autor &#8222;Bradbury Landing&#8220;: Unter den Werken <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ray_Bradbury" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ray Bradburys</a> (1920-2012) dürfte &#8222;Fahrenheit&nbsp;451&#8220; am populärsten sein. Sehr lange wird der Mars-Rover jedoch nicht mehr an seiner Landestelle verweilen, eine erste, kurze Tour führte ihn am gestrigen Mittwoch gegen 17.00 Uhr (MESZ) etwa sechs Meter vom Aufsetzpunkt weg. Wie vorab geplant fuhr <i>Curiosity</i> zunächst etwa 4,5&nbsp;Meter geradeaus, drehte sich dann um 120&nbsp;Grad und setzte schließlich rund 2,5&nbsp;Meter zurück. Diese erste Testfahrt auf dem Roten Planeten hat die volle Funktionsfähigkeit des Rover-Antriebssystems bestätigt. Bevor nun jedoch die erste rund 400&nbsp;Meter weite Fahrt zum &#8222;Glenelg&#8220; genannten Zielgebiet beginnt, stehen noch einige Tage voller System- und Instrumententests auf dem Programm des Missionsteams. </p>



<p>Mittlerweile hat auch die am Kameramast von <i>Curiosity</i> angebrachte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-wetterstation-rems/" data-wpel-link="internal">Wetterstation REMS</a> eine Reihe der regelmäßig erhobenen Wetterdaten vom Mars zur Erde übertragen. Im einzelnen sind dies stündlich gemessene Daten über die Luft- und Bodentemperatur, den Luftdruck, den Wind und andere Parameter an der Landestelle im Gale-Krater. Ein typischer Mars-Tag, wie er sich seit der Landung des Rovers vor zweieinhalb Wochen darstellt, zeichnet sich durch Lufttemperaturen zwischen -2 und -75° Celsius aus, die Temperatur des Marsbodens schwankt vergleichsweise stärker und liegt zwischen 3 und -91° Celsius &#8211; wahrhaft winterliche Temperaturen, da ist die Abwärme des primär zur <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-energieversorgung/" data-wpel-link="internal">Energieerzeugung</a> genutzten Radioisotopengenerators ein sehr erwünschtes Abfallprodukt, um kritische Komponenten von <i>Curiosity</i> vor dem Kältetod zu bewahren. Ein täglicher Wetterbericht vom Mars kann <a href="http://cab.inta-csic.es/rems//" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">auf dieser Internetseite</a> des spanischen Centro de Astrobiología in Madrid abgerufen werden; die Wetterstation REMS ist ein spanischer Beitrag zur Instrumentierung von <i>Curiosity</i>.  <br>Einen kleinen Wermutstropfen gibt es für die mit der Auswertung der REMS-Wetterdaten beschäftigten Wissenschaftler jedoch: eines der beiden Windmessgeräte der Wetterstation liefert keine Daten. Möglicherweise hat ein durch die Landetriebwerke des Rovers hochgeschleuderter Gesteinsbrocken einen der beiden im rechten Winkel zueinander am Kameramast angebrachten Ausleger der Wetterstation unglücklich getroffen. &#8222;Wir werden jetzt den verbliebenen Windsensor noch cleverer nutzen müssen, um die Windrichtung und -geschwindigkeit zu ermitteln&#8220;, so kommentierte der stellvertretende Projektwissenschaftler Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA diesen Verlust.</p>



<p><strong>Auch der Instrumentenarm hat sich zum ersten Mal gestreckt</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082012230932_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082012230932_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
<i>Curiositys</i>
 Roboterarm in ausgefahrener Position.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Abgesehen von der erfolgreichen Testfahrt war die erstmalige Aktivierung des Instrumentenarms von <i>Curiosity</i> sicherlich der zweite Höhepunkt in dieser Woche, der für einige Erleichterung im Missionsteam des JPL gesorgt haben dürfte. Immerhin wäre das am Ende des 2,1&nbsp;Meter langen und mit fünf Gelenken ausgestatteten Instrumentenarms angebrachte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" data-wpel-link="internal">Probenentnahmesystem</a>, das sich aus einem ganzen Set an Geräten und Instrumenten zusammensetzt, ohne einen funktionsfähigen Instrumentenarm einigermaßen wertlos. &#8222;Zwei Wochen mussten wir seit der Landung still abwarten, während andere Teile des Rovers überprüft wurden, daher ist der Anblick des ausgefahrenen Instrumentenarms in diesen Aufnahmen ein großer Moment für uns&#8220;, kommentierte der leitende Ingenieur Matt Robinson vom JPL die ersten Bilder vom Mars, die den Arm von <i>Curiosity</i> in Aktion zeigen. &#8222;Mit dem Arm bekommen wir die Bodenproben in das Labor [des Rovers], und mit ihm können wir die anderen Instrumente [am Instrumentenarm] zu den Bodenzielen bewegen.&#8220;</p>



<p>Beim bereits am Montag durchgeführten erfolgreichen Test des Instrumentenarms wurde er zum ersten Mal seit der Landung aus seiner Ruheposition heraus entfaltet, wobei alle Antriebsmotoren und die fünf Gelenke des Arms zum Einsatz kamen. Anschließend wurde er in Vorbereitung der ersten Fahrt von <i>Curiosity</i> wieder in seine Ruheposition zurück manövriert. Das am Ende des Arms angebrachte Probenentnahmesystem hat eine Masse von etwa 30&nbsp;Kilogramm, was jedoch auf dem Roten Planeten aufgrund seiner geringeren Schwerkraft nur einem Gewicht von gut elf Kilogramm entspricht. Der neben anderen Instrumenten am Instrumentenarm angebrachte Bohrer wird spätestens nach Erreichen des ersten Zielgebiets &#8222;Glenelg&#8220; in einigen Wochen zum Einsatz kommen.</p>



<p>Mit dem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-dynamic-albedo-of-neutrons/" data-wpel-link="internal">Neutronendetektor DAN</a> hat nun auch das von Russland für die <i>Curiosity</i>-Mission zur Verfügung gestellte Forschungsinstrument seinen Betrieb erfolgreich aufgenommen. Das aus zwei Teilen bestehende, an den Seiten des Rovers angebrachte Instrument schießt Neutronen in den Marsboden. Durch die dann folgende Beobachtung der Streuung der Neutronen im Boden lassen sich bis zu einer Tiefe von etwa einem Meter Wasserstoffvorkommen aufspüren. Wasserstoff wiederum ist ein Indikator für Wasser, das in Form von Wassermolekülen in Mineralien vorkommt. Durch die Analyse der so ermittelten Vorkommen von wasserhaltigen Mineralien können Geologen Rückschlüsse auf eine eventuell feuchtere Vergangenheit im Gale-Krater ziehen.  <br><strong>Neues hochauflösendes Abstiegsvideo</strong> <br>Heute hat die NASA auch ein hochauflösendes Video des Landevorgangs von <i>Curiosity</i> veröffentlicht (eine erste Version in sehr geringer Auflösung war keine 48&nbsp;Stunden nach der Landung im Internet zu finden). Hinterlegt mit den Original-Kommentaren aus dem Missionskontrollzentrum ist die von der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mardi-kamera/" data-wpel-link="internal">MARDI-Kamera</a> des Rovers aufgenommene Filmsequenz ein beeindruckendes Zeugnis dieser fantastischen Leistung. Dieses und andere Videos können Sie im <a href="https://science.nasa.gov/mars/resources/?pageno=1&amp;order=DESC&amp;orderby=date&amp;search=Curiosity&amp;types=videos&amp;content_list=true" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Video-Archiv des JPL zur <i>Curiosity</i>-Landung</a> in verschiedenen Auflösungen ansehen und herunterladen. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL-Rover Curiosity</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-premieren-fahrt-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Premieren-Fahrt auf dem Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-08-26-63011.mp3" length="8503568" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Curiosity: Status Reports der 30. Kalenderwoche</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-status-reports-der-30-kalenderwoche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jul 2012 14:29:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Status Report]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Kurskorrekturmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Lithium-Ionen-Akkus]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[RTG]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34963</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Vorbereitungen für die Lande- und Oberflächenoperationen von Curiosity sind in dieser Woche fortgesetzt worden. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der neuesten Status-Reports der NASA. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Am Montag wurden die beiden Inertialsensoren (IMUs) in der Abstiegsstufe des Mars Science Laboratory konfiguriert, gemeinsam mit anderen Kontrollparametern für Atmosphäreneintritt, Abstieg und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-status-reports-der-30-kalenderwoche/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Status Reports der 30. Kalenderwoche</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Vorbereitungen für die Lande- und Oberflächenoperationen von <i>Curiosity</i> sind in dieser Woche fortgesetzt worden. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der neuesten Status-Reports der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL.</p>



<p>Am <strong>Montag</strong> wurden die beiden Inertialsensoren (IMUs) in der Abstiegsstufe des <i>Mars Science Laboratory</i> konfiguriert, gemeinsam mit anderen Kontrollparametern für Atmosphäreneintritt, Abstieg und Landung. Bei den IMUs handelt es sich um elektronische Geräte, die die Abstiegsstufe des Raumfahrzeugs steuern und dabei ihre Geschwindigkeit, Ausrichtung und Gravitationskräfte messen. Die Abstiegsstufe leistet ihre Hauptarbeit während der letzten Minuten vor der Landung auf dem Mars, wobei sie die Sinkgeschwindigkeit nach Abtrennung des Landefallschirms mit Raketentriebwerken reduziert und die Telekommunikation in zwei verschiedenen Frequenzbändern während der finalen Phase der Ankunft auf dem Mars sicherstellt.  Weiterhin wurden verschiedene Updates der Kommunikationsparameter für die Oberflächenoperation von <i>Curiosity</i> in den Hauptcomputer des Rovers geladen. </p>



<p>Am <strong>Dienstag</strong> wurden die beiden Lithium Ionen-Akkus des Rovers in Vorbereitung der Landung auf 100&nbsp;Prozent ihrer Kapazität geladen. Die hierfür notwendige Energie lieferten die Solarzellen des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-flug-zum-mars/" data-wpel-link="internal">Flugmoduls (engl. &#8222;Cruise Stage&#8220;)</a>. Während des bisherigen Flugs lag der Ladezustand der Akkus konstant bei 70&nbsp;Prozent. Die beiden Akkus mit einer Kapazität von jeweils 42&nbsp;Amperestunden werden während der <i>Curiosity</i>-Mission auf dem Mars dazu dienen, kurzzeitige Verbrauchsspitzen abzudecken, die die Leistung des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-energieversorgung/" data-wpel-link="internal">Radioisotopengenerators</a> (engl. Abk. &#8222;MMRTG&#8220;) in Höhe von 115 Watt übersteigen. Den Planungen der NASA zufolge wird dies relativ häufig eintreten, so dass die Leistung der beiden Akkus mehrmals pro Marstag in Anspruch genommen werden wird. </p>



<p>Ein anderer wichtiger Meilenstein an diesem Tag war die erfolgreiche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kurskorrektur-fuer-mars-odyssey/" data-wpel-link="internal">Anpassung der Umlaufbahn des Orbiters <i>Mars Odyssey</i></a>, der bereits seit über zehn Jahren um den Roten Planeten kreist. Dadurch wird <i>Mars Odyssey</i> als einziger der drei aktiven Mars-Orbiter während der Landung von <i>Curiosity</i> in der Lage sein, Funksignale in Echtzeit zur Erde zu übermitteln. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072012162957_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072012162957_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="388" height="218"/></a><figcaption>
Das MSL-Landeradar spielt während der letzten Minuten der Landung eine entscheidende Rolle. 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Der <strong>Mittwoch</strong> stand ganz im Zeichen einer Überprüfung des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/landeradar-des-marsrovers-curiosity-getestet/" data-wpel-link="internal">Landeradars</a> von <i>Curiosity</i>. Während <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-landung-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal"><i>Curiositys</i> Landung</a> wird dieses in der Abstiegsstufe montierte Radar ab einer Höhe von etwa acht Kilometern über Grund kontinuierlich wichtige Daten zur Höhe und Abstiegsgeschwindigkeit liefern. </p>



<p>Nachdem am Donnerstag und Freitag außer der routinemäßigen Bahnverfolgung von <i>Curiosity</i> durch das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-kommunikation-mit-der-erde/" data-wpel-link="internal"><i>Deep Space Network</i></a> der NASA keine weiteren Aktivitäten auf dem Programm standen &#8211; und damit dem Flight-Team vor den anstrengenden Tagen der &#8222;heißen Landephase&#8220; eine wohlverdiente Pause ermöglicht wurde &#8211; stand am <strong>Samstag</strong> erneut eine minimale Kurskorrektur an. Mit zwei zusammen nur sieben Sekunden andauernden Zündungen der Manövriertriebwerke des Flugmoduls von <i>Curiosity</i> wurde die Fluggeschwindigkeit dabei um gerade einmal einen Zentimeter pro Sekunde verändert &#8211; genug, um den Eintrittspunkt des <i>Mars Science Laboratory</i> in die Marsatmosphäre am 6.&nbsp;August um rund 21&nbsp;Kilometer in die gewünschte Richtung zu verschieben. </p>



<p>In den letzten 48&nbsp;Stunden vor der Landung existieren noch zwei weitere Möglichkeiten zur Kurskorrektur, falls sich dies als notwendig erweisen sollte. Nicht zuletzt können geringfügige Abweichungen des Eintrittspunkts in die Marsatmosphäre dann auch noch während des Flugs durch die Lufthülle des Roten Planeten korrigiert werden. </p>



<p>Die am Samstag erfolgreich durchgeführte Kurskorrektur markiert gleichzeitig den Beginn der finalen Anflugphase.</p>



<p>In den kommenden Tagen bis zur Landung werden wir Sie auf unserer <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal"><i>Curiosity</i>-Sonderseite</a> weiterhin mit den neuesten Statusmeldungen des <i>Jet Propulsion Laboratory</i> der NASA  auf dem Laufenden halten. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.msg230572#msg230572" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL-Rover Curiosity (Einstieg 23.08.2012)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Der Aufbau des Rovers</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 22:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[CHIMRA]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer Länge von 3,1 Metern, einer Breite von 2,7 Metern, einer Höhe von 2,1 Metern und einer Masse von 899 Kilogramm gleicht der Marsrover Curiosity in Bezug auf seine Abmessungen und sein Gewicht einem kompakt ausfallenden Personenkraftwagen. Er ist etwa doppelt so groß und fast fünfmal schwerer als seine beiden Vorgänger Spirit und Opportunity. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p id="mit-einer-lange-von-31-metern-einer-breite-von-27-metern-einer-hohe-von-21-metern-und-einer-masse-von-899-kilogramm-gleicht-der-marsrover-curiosity-in-bezug-auf-seine-abmessungen-und-sein-gewicht-einem-kompakt-ausfallenden-personenkraftwagen-er-ist-etwa-doppelt-so-gross-und-fast-funfmal-schwerer-als-seine-beiden-vorganger-spirit-und-opportunity--245107c1-c893-40cb-a32b-783684cfe5d0">Mit einer Länge von 3,1 Metern, einer Breite von 2,7 Metern, einer Höhe von 2,1 Metern und einer Masse von 899 Kilogramm gleicht der Marsrover Curiosity in Bezug auf seine Abmessungen und sein Gewicht einem kompakt ausfallenden Personenkraftwagen. Er ist etwa doppelt so groß und fast fünfmal schwerer als seine beiden Vorgänger Spirit und Opportunity.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a></p>



<p><strong>Inhalt</strong></p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#das-web-18b4aedb-3926-437e-a39b-bc88523fb22c">Das WEB</a></li><li><a href="#die-energiequelle-5271cd87-a49c-4e5b-a052-41078166b4a5">Die Energiequelle</a></li><li><a href="#die-rader-4cf2658d-df1b-4fcf-850d-94e4b97d8fb5">Die Räder</a></li><li><a href="#das-rover-equipment-deck-78ba6116-e60c-4cc4-b1a4-a22f42abfb0f">Das Rover Equipment Deck</a></li><li><a href="#der-kameramast-dd9c617d-c1d7-4f59-b783-d2f38ed3afeb">Der Kameramast</a></li><li><a href="#der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c">Der Instrumentenarm</a></li><li><a href="#die-hazcams-3933d17c-bb13-4899-98ce-758798a1532b">Die HazCams</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="das-web-18b4aedb-3926-437e-a39b-bc88523fb22c"><strong>Das WEB</strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/aufbau_curiosity_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/aufbau_curiosity_a.jpg" alt="" width="300" height="212"/></a><figcaption>Der zentrale Bestandteil des Rovers Curiosity wird durch die Warm Electronic Box gebildet. In deren Innerem und um diese herum sind alle entscheidenden elektronischen und mechanischen Komponenten angeordnet.<br>(Bild: NASA, JPL)</figcaption></figure></div>



<p>Der zentrale Bestandteil der Roverstruktur wird durch die sogenannte &#8222;Warm Electronics Box&#8220; (kurz &#8222;WEB&#8220;) gebildet. Dieses aus einer Titanlegierung bestehende und zugleich wärmeisolierte Grundgehäuse garantiert die strukturelle Integrität <em>Curiositys</em> und schützt die verschiedenen in seinem Inneren befindlichen elektronischen Komponenten, zu denen unter anderem das Computersystem, die Elektronik der Funkanlage und verschiedene Analyseinstrumente gehören, vor den auf der Marsoberfläche herrschenden unwirtlichen Umweltbedingungen.</p>



<p><strong>Das Temperaturmanagement</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/praesentation_hrs_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/praesentation_hrs_a.jpg" alt="" width="300" height="180"/></a><figcaption>Bereits im Jahr 2008 konnten Techniker und Ingenieure des JPL einen Teil des für Curiosity verwendeten Wärmeausgleichsystems präsentieren.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>Zum einen erfolgt dabei eine gewisse Abschirmung der Roverelektronik gegenüber der auf der Planetenoberfläche auftretenden Strahlenbelastung. Zum anderen dient die WEB aber auch dazu, die in ihrem Inneren angeordneten Bauteile gegen die während des Missionsverlaufes zu erwartenden tiefen Außentemperaturen und speziell gegen die dabei innerhalb eines Marstages auftretenden Temperaturschwankungen von über 100 Grad Celsius zu schützen. Abhängig von der jeweiligen Tages- und Jahreszeit werden die in der unmittelbaren Umgebung von <em>Curiosity</em> auftretenden Temperaturen in einem Bereich zwischen plus 30 Grad Celsius bis hin zu minus 127 Grad Celsius schwanken. Ohne weitere Schutzmaßnahmen würden sich diese Temperaturunterschiede wohl bereits innerhalb kürzester Zeit nicht nur für die Batterien des Rovers als absolut &#8222;tödlich&#8220; herauskristallisieren.</p>



<p>Um diese innerhalb weniger Stunden auftretenden Temperaturunterschiede auszugleichen und die verschiedenen elektronischen Komponenten zu jedem Zeitpunkt der Mission auf einen möglichst optimalen Temperaturwert zu halten &#8211; angestrebt wird hierbei ein dauerhafter Wert von über minus 40 Grad Celsius -, befindet sich im Inneren der WEB ein ausgeklügeltes Leitungssystem, welches eine Gesamtlänge von fast 61 Metern aufweist. Durch die Leitungen dieses als &#8222;Heat Rejection and Recovery System&#8220; (kurz &#8222;HRS&#8220;) bezeichneten Systems wird eine Flüssigkeit gepumpt, welche &#8211; vergleichbar mit dem Kühlsystem eines Personenkraftwagens &#8211; das Innere der WEB auf einer konstanten &#8222;Betriebstemperatur&#8220; halten soll. Bei der hierfür eingesetzten Flüssigkeit handelt es sich um das Kältemittel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trichlorfluormethan" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">CFC-11</a>, auch bekannt unter der Bezeichnung Freon-11. Im Bedarfsfall wird das Freon dabei durch ein spezielles elektrisches Heizsystem erwärmt. Allerdings gestaltet sich diese Vorgehensweise einer aktiven Beheizung als relativ &#8222;energieintensiv&#8220;. Daher soll in erster Linie die aufgrund des natürlichen Zerfalls der im Inneren des Radioisotopengenerators befindlichen Plutoniumisotope freigesetzte Wärme dazu genutzt werden, um das Kühlmittel mit der nötigen Wärmeenergie zu versorgen.</p>



<p>Durch dieses Wärmekontrollsystem soll jedoch nicht nur eine Unterkühlung des Inneren der WEB verhindert werden. Zugleich ist das System auch dazu ausgelegt, um das Innere der Warm Electronics Box vor einer zeitweiligen, eventuell durch die Wärmeabgabe des MMRTG ausgelösten, auftretenden Überhitzung zu schützen und dabei überschüssige Wärmeenergie aus dem Inneren der WEB abzuleiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-energiequelle-5271cd87-a49c-4e5b-a052-41078166b4a5"><strong>Die Energiequelle</strong></h4>



<p>Als Energiequelle dient <em>Curiosity</em> ein Radioisotopengenerator, ein sogenannter MMRTG. Dieser <a href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-energieversorgung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Generator</a>, welcher über eine Abmessung von 67 x 64 Zentimetern verfügt, ist an der Rückseite des Rovers platziert.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-rader-4cf2658d-df1b-4fcf-850d-94e4b97d8fb5"><strong>Die Räder</strong></h4>



<p>An den beiden Längsseiten der WEB befinden sich zwei Rohrgestänge, welche mittels einer durch den Schwerpunkt des Rovers verlaufende Achse miteinander verbunden sind. Diese Konstruktion bildet das Fahrgestell, das sogenannte &#8222;Rocker Bogie Suspension System&#8220;, an dem die Räder des Rovers befestigt sind. Aufgrund der Konstruktion des Fahrgestells und des Durchmessers der Räder &#8211; jedes der insgesamt sechs Räder weist einen Durchmesser von 51 Zentimetern auf &#8211; verfügt <em>Curiosity</em> auf einem ebenen Untergrund über eine Bodenfreiheit von 66 Zentimetern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="das-rover-equipment-deck-78ba6116-e60c-4cc4-b1a4-a22f42abfb0f"><strong>Das Rover Equipment Deck</strong></h4>



<p>Die Oberseite der WEB wird durch das &#8222;Rover Equipment Deck&#8220; (kurz &#8222;RED&#8220;) gebildet, welches sich 1,1 Meter über der Planetenoberfläche befindet. Auf der Oberseite des RED sind verschiedene Instrumente &#8211; zum Beispiel der Strahlendetektor RAD &#8211; platziert. Des Weiteren befinden sich hier im hinteren Bereich die drei Antennen (HGA, LGA und UHF-Antenne), mittels derer <em>Curiosity</em> mit seinem Kontrollzentrum in Pasadena/Kalifornien kommuniziert. Außerdem sind auf dem RED verschiedene Kalibrierungsscheiben platziert, welche der Feinjustierung der verschiedenen Kamerasysteme und der Kalibrierung dienen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="der-kameramast-dd9c617d-c1d7-4f59-b783-d2f38ed3afeb"><strong>Der Kameramast</strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/kopfteil_kameramast_curiosity_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/kopfteil_kameramast_curiosity_a.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der obere Teil des Curiosity-Kameramastes.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>Im vorderen rechten Bereich des RED befindet sich der Kameramast (Fachbezeichnung &#8222;Remote Sensing Mast&#8220;) des Rovers, welcher erst nach der erfolgreichen Landung auf dem Mars entfaltet werden wird. Im Kopfteil dieses etwa einen Meter hohen Mastes sich zwei der wesentlichen wissenschaftlichen Instrumente des Rovers platziert.</p>



<p>An der Spitze des Mastes ist in der nebenstehenden Aufnahme die Öffnung der ChemCam erkennbar. Durch die kreisrunde Optik dieses Instruments wird ein Laserstrahl ausgesandt, mit dessen Hilfe die Zusammensetzung von Gesteinen ermittelt werden kann, welche sich dabei bis zu sieben Meter von dem Rover entfernt befinden. Auf diese Weise ist eine &#8222;Fernuntersuchung&#8220; potentieller Forschungsziele möglich. Auch aufgrund der Resultate dieser Untersuchungen wird anschließend von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern entschieden, ob ein potentiell interessantes Ziel einer näheren Untersuchung unterzogen werden soll.</p>



<p>Unterhalb der ChemCam sind zwei viereckige Öffnungen sichtbar, bei denen es sich um die beiden Objektive der MastCamera handelt. Diese aus zwei Einzelinstrumenten bestehenden &#8222;MastCam&#8220; bildet die Hauptkamera des Rovers. Mittels verschiedener Farbfilter kann dieses Kamerasystem die Umgebung nicht nur in einer hohen bildlichen Auflösung, sondern zudem auch in Echtfarben darstellen. Durch die Verwendung verschiedener Farbfilter kann die Kamera dabei auch sogenannte &#8222;Falschfarbenaufnahmen&#8220; erzeugen, durch denen Auswertung sich Rückschlüsse auf die chemische und mineralogische Zusammensetzung der abgebildeten Objekte ziehen lassen.</p>



<p>Bei den vier runden Öffnungen rechts und links der MastCam-Objektive handelt es sich um die Optiken der sogenannten Navigationskameras. Mit Hilfe dieser vier identischen &#8222;NavCams&#8220; kann die Umgebung des Rovers mit einer Auflösung von jeweils 1024 x 1024 Pixeln aufgezeichnet werden. Die Optiken dieser Kameras weisen eine Brennweite von 15 Millimetern auf und können die Umgebung mit einem Sichtfeld von 45 Grad aus einer Distanz von mindestens 50 Zentimetern erfolgreich abbilden. Die so erstellten Aufnahmen werden von der für die Fortbewegung des Rover zuständigen, zum Großteil autonom arbeitenden &#8222;Drive-Software&#8220; für die Erstellung der weiteren Fahrtroute verwendet. Zu diesem Zweck können die zeitgleich von jeweils einer rechts und einer links platzierten NavCam angefertigten Aufnahmen zu Stereoaufnahmen kombiniert werden, um das vorausliegende Gelände in 3D darzustellen.</p>



<p>Weiter unten am Mast sind die Sensoren der &#8222;Rover Environmental Monitoring Station&#8220; (REMS) platziert. Hierbei handelt es sich um eine Wetterstation, welche verschiedene Parameter des aktuellen Wettergeschehens (Windgeschwindigkeiten und -richtungen, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit) aufzeichnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c"><strong>Der Instrumentenarm</strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/roboterarm_curiosity_test2010_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/roboterarm_curiosity_test2010_a.jpg" alt="" width="300" height="397"/></a><figcaption>Curiositys Roboterarm bei einem am 3. Juni 2011 erfolgten Systemtest im Reinraum des JPL, wo die Endmontage des Rovers erfolgte.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>An der Vorderseite des Rovers befindet sich ein Roboterarm, an dessen Spitze zwei weitere Instrumente und verschiedene der Probenuntersuchung und -aufbereitung dienende Hilfsinstrumente befestigt sind. Dieser als &#8222;Sample Acquisition, Processing, and Handling&#8220; (kurz &#8222;SA/SPaH&#8220;) bezeichnete Arm verfügt über eine ähnliche Bewegungsfreiheit wie ein aus Schulter-, Ellbogen- und Handgelenk bestehender menschlicher Arm. <em>Curiositys</em> aus einer Titanlegierung angefertigte Roboterarm verfügt dabei über zwei Gelenke in der &#8222;Schulter&#8220;, ein Gelenk im &#8222;Ellbogen&#8220; und nochmals zwei Gelenke im &#8222;Handgelenk&#8220;. Jedes dieser fünf Gelenke wird durch einen eigenständigen, kältetoleranten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aktuator" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Aktuator</a> gesteuert. Im voll ausgestreckten Zustand erreicht der eigentliche Roboterarm eine Länge von 1,9 Metern.</p>



<p>Am Ende des Roboterarms ist ein fast 60 Zentimeter durchmessender und rund 33 Kilogramm schwerer, drehbarer Aufbau befestigt. Die beiden darin untergebrachten Instrumente, das APXS-Spektrometer und das Mikroskop des Rovers, können somit Oberflächenziele analysieren, welche bis zu maximal 2,2 Meter von der Vorderseite <em>Curiositys</em> entfernt sind. Zusätzlich sind in diesem Kopfstück drei weitere Hilfsgeräte platziert, welche ebenfalls der Untersuchung der Marsoberfläche dienen. Es handelt sich hierbei um einen Gesteinsbohrer, eine Bürste und um das so genannte &#8222;Collection and Handling for Interior Martian Rock Analysis&#8220;-System (kurz &#8222;CHIMRA&#8220;). Das CHIMRA setzt sich aus einer kleinen Baggerschaufel, mehreren Sieben und verschiedenen Auffangbehältern zusammen. Die durch das CHIMRA gesammelten Proben der Marsoberfläche werden im Bedarfsfall von dort zu zwei in der Warm Electronics Box angeordnete Instrumenten, es handelt sich um SAM und CheMin, geleitet und von diesen näher analysiert.</p>



<p>Um eine erfolgreiche Platzierung der verschiedenen Instrumente auf der Marsoberfläche zu gewährleisten, muss der Roboterarm trotz seiner Länge und des an seinem Ende lastenden Gewichtes in der Lage sein, millimetergenaue Bewegungen auszuführen. Brett Kennedy, einer der an der <em>Curiosity</em>-Mission beteiligten Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien, erläutert diese Herausforderung folgendermaßen: &#8222;Dieser Arm muss präzise genug arbeiten können, um eine Aspirin-Tablette in einem Fingerhut zu platzieren.&#8220;</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-hazcams-3933d17c-bb13-4899-98ce-758798a1532b"><strong>Die HazCams</strong></h4>



<p>An den vier Ecken der WEB ist jeweils eine so genannte &#8222;Hazard Avoidance Camera&#8220; (kurz &#8222;HazCam&#8220;) platziert. Diese &#8222;Gefahrenerkennungskameras&#8220; versorgen den Rover mit Informationen über die Gestalt und Formation des unmittelbar vor und hinter dem Rover liegenden Geländes. Jede dieser vier Kameras ist mit einem Fisheye-Objektiv ausgestattet und bildet die Umgebung bei einer fest eingestellten Brennweite von 5,58 Millimetern mit einem Sichtfeld von 120 x 120 Grad in Form von Schwarz-Weiß-Aufnahmen ab. Aus den durch die rechte und linke vordere beziehungsweise hintere HazCam angefertigte Aufnahmen generiert eine spezielle Software 3D-Aufnahmen des unmittelbar vorausliegenden Geländes. Diese 3D-Bilder werden von der Navigationssoftware des Rovers – parallel zu den auf vergleichbare Weise erstellten Aufnahmen der Navigationskameras &#8211; dazu genutzt, um eventuell auftretenden Geländehindernissen bei der weiteren Fahrt selbstständig auszuweichen. Die Auflösung der HazCams ist ausreichend, um das umliegende Gelände zu diesem Zweck bis zu einer Entfernung von bis zu drei Metern ausreichend aufzulösen.</p>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10155.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL Rover Curiosity auf Atlas V (541)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.630" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atomstrom für Marsrover Curiosity</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atomstrom-fuer-marsrover-curiosity/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 22:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Sky Crane]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34513</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der für einen Start am 26. November 2011 vorgesehene Marsrover Curiosity wurde auf der Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) in Florida mit dem Flugmodell eines Radioisotopengenerators ausgerüstet. Der Generator wird die beim Zerfall von Plutonium entstehende Wärme in Verbindung mit Thermoelementen nutzen, um den Rover mit elektrischer Energie zu versorgen. Ein Beitrag von Thomas [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der für einen Start am 26. November 2011 vorgesehene Marsrover Curiosity wurde auf der Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) in Florida mit dem Flugmodell eines  Radioisotopengenerators ausgerüstet. Der Generator wird die beim Zerfall von Plutonium entstehende Wärme in Verbindung mit Thermoelementen nutzen, um den Rover mit elektrischer Energie zu versorgen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: INL, JPL, NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-11-21-75998.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_small_1.jpg" alt="NASA/Frankie Martin" width="260"/></a><figcaption>
geöffneter Transportbehälter und MMRTG für Curosity
<br>
(Bild: NASA/Frankie Martin)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 17. November 2011 wurde die auch als MMRTG für Multi-Mission Radioisotope Thermoelectric Generator bezeichnete Anlage mit einem Durchmesser von circa 64 Zentimetern und einer Länge von rund 67 Zentimetern vom RTGF für RTG Facility genannten Vorbereitungsgebäude zum Integrationsgebäude auf der Startanlage 41 mit der Atlas-V-Trägerrakete und dem Rover an ihrer Spitze gebracht. </p>



<p>Durch spezielle Zugangsluken in der großen Nutzlastverkleidung an der Raketenspitze und in der aerodynamischen Verkleidung der Marslandestufe konnte die Stromerzeugungsanlage unter Zuhilfenahme einer speziellen Lademaschine anschließend in eine Halterung am hinteren Ende des Rovers eingeführt werden. Vier Bolzen halten den etwa 45 Kilogramm schweren Generator jetzt an seiner Einbauposition. Wegen seiner möglichen Gefährlichkeit bei Missgeschicken wurde er als letzte Komponente am Rover angebracht. </p>



<p>Am 18. November 2011 begann eine Reihe von abschließenden Tests des ab da mit Strom vom Radioisotopengenerator versorgten Rovers. Von diesem Zeitpunkt an hat die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) keine Abschaltung ihres Rovers mehr vorgesehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_small_2.jpg" alt="NASA/Jim Grossmann" width="260"/></a><figcaption>
Aerodynamische Verkleidung des Landers mit Ladeluke 
<br>
(Bild: NASA/Jim Grossmann)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem aktuell für den 26. November 2011 vorgesehenen Start dauert es nicht ganz ein Jahr, bis der Rover mit einer Masse von rund 890 Kilogramm den Mars erreicht. Mit Hilfe eines neuartigen Himmelskrans (&#8222;Sky Crane&#8220;) soll Curiosity den derzeitigen Planungen zufolge im August 2012 im Krater Gale die Marsoberfläche erreichen. </p>



<p>Auf dem Mars ist es vorrangige Aufgabe von Curiosity, festzustellen, ob der Mars in der Vergangenheit einmal geeignet war für Formen des Lebens, wie wir sie kennen. Die Auslegung des Rovers erfolgte so, dass er eine Fahrstrecke von mindestens 20 Kilometern zurücklegen kann. Für die Primärmission des Rovers auf der Marsoberfläche ist ein Marsjahr, das entspricht etwa zwei Erdjahren, angesetzt. Möglicherweise reicht die vom Radioisotopengenerator bereitgestellte elektrische Energie mit einer Spannung zwischen 28 und 32 Volt für eine anschließende Missionsverlängerung. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bestückung des Rovers mit dem MMRTG &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_small_4.jpg" alt="DOE/NASA" width="260"/></a><figcaption>
MMRTG-Details &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: DOE/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Beladen ist Curiositys von Boeing und Teledyne Technologies Incorporated (TESI) gebaute Stromquelle mit rund 4,8 Kilogramm vom US-Energieministerium (Department of Energy, DOE) bereitgestellten Plutoniumdioxid, dass das Isotop Plutonium 238 enthält. Das keramische Plutioniumdioxid steckt in acht sogenannten universellen Hitzequellen (General Purpose Heat Source, GPHS). Erfährt es Schlageinwirkung, beispielsweise beim Aufprall auf der Erde nach einem Fehlstart, soll es in größere Bruchstücke zerplatzen und dabei keine lungengängigen Stäube erzeugen. </p>



<p>Nach Angaben von Steve Brisbin von NASAs Kennedy Space Center (KSC) in Florida liegt die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Fehlstart Plutonium frei wird, bei 1:400. Um Plutoniumfreisetzungen bei einem katastrophalen Versagen der Trägerrakete zu verhindern, ist das Radionukleid in kleinen Kapseln, die aus korrosionsbeständigem Iridium bestehen, untergebracht, welche in Graphitzylindern stecken. Je zwei dieser Graphitzylinder wiederum sind zusammen von einem Graphitblock umgeben, der einen unbeabsichtigten Wiedereintritt überstehen können soll. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Aufbau der einzelnen GPHS &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der jetzt mit Curiosity verbundene Generator sollte mit seinen tellurhaltigen Thermoelementen ursprünglich in der Lage sein, insgesamt rund 14 Jahre lang Strom zu erzeugen. Da der Generator aber einen vorher nicht erwarteten Leistungsabfall aufweist, und der Start des Rovers wegen Entwicklungsschwierigkeiten um rund 2 Jahre verschoben wurde, wird die tatsächliche Nutzbarkeit des Generators vermutlich kürzer ausfallen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19112011231010_small_6.jpg" alt="JPL" width="260"/></a><figcaption>
Curiosity auf dem Mars, MMRTG rechts am Heck des Rovers &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Für den Zeitpunkt seiner Fertigstellung (beginning of life, BOL) wurden dem Generator 125 Watt elektrische Leistung zugeschrieben. Im Jahr 2011 wurden für die elektrische Leitung bei Missionsbeginn (beginning of mission, BOM) noch 115 Watt genannt. Der schnellere Abfall der Wärmeproduktion durch den Plutoniumzerfall könnte auch zu längeren Ladezeiten der beiden Lithiumionenakkumulatorensätze des Rovers mit einer Kapazität von jeweils 20 Amperestunden und einer Nennspannung von 28 Volt führen.</p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL Rover Curiosity</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10155.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Startkampagne: Atlas V mit MSL Rover Curiosity</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Curiosity soll im Marskrater Gale landen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-soll-im-marskrater-gale-landen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 18:41:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[MSL]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Sky Crane]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dies gaben heute die Verantwortlichen der NASA bekannt. Das Ziel zeichnet sich durch besonders interessante Strukturen aus. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger. &#8222;Wir haben den Mars fest im Blick&#8220;, so NASA-Administrator Charles Bolden. &#8222;Curiosity wird nicht nur eine Fülle wissenschaftlich bedeutsamer Daten liefern, sondern dient als Vorläufermission für die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Dies gaben heute die Verantwortlichen der NASA bekannt. Das Ziel zeichnet sich durch besonders interessante Strukturen aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-23-65348.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072011204153_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072011204153_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="376" height="211"/></a><figcaption>
Der Galekrater auf dem Mars wird Ziel der Mission des neuen NASA-Marsrovers. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Wir haben den Mars fest im Blick&#8220;, so NASA-Administrator Charles Bolden. &#8222;Curiosity wird nicht nur eine Fülle wissenschaftlich bedeutsamer Daten liefern, sondern dient als Vorläufermission für die bemannte Erkundung des Roten Planeten.&#8220; </p>



<p>Der neue Marsrover der NASA, das Mars Science Laboratory (MSL) mit Namen Curiosity, soll Ende November oder Anfang Dezember auf den Weg zum Roten Planeten gebracht werden und dort im August 2012 landen. Dazu wird das Fahrzeug in der Endphase durch mehrere Seile von einer Skycrane genannten, raketengetriebenen Plattform heruntergelassen und abgesetzt. Dieses Verfahren soll ein genaueres Absetzen ermöglichen, ist aber vollkommen neu. </p>



<p>Der nach dem australischen Astronomen Walter Gale benannte Krater hat einen Durchmesser von etwa 154 Kilometern und verfügt in der Mitte über einen Berg mit mehreren Schichten und Schluchten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072011204153_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072011204153_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="362" height="237"/></a><figcaption>
Lage des Gale-Kraters auf dem Roten Planeten 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Bereich um den Zentralberg bildet einen Schwemmkegel, wie er durch fließende Flüssigkeiten verursacht wird. Dies bietet gute Chancen, hier genau die Untersuchungen anstellen zu können, die man für die Mission vorgesehen hat. Das Landegebiet verfügt nicht nur über interessante geologische Strukturen sondern in der Vergangenheit wohl auch über günstige Bedingungen für mikrobielles Leben. </p>



<p>&#8222;Wissenschaftler sehen Gale als erste Wahl, ihre ambitionierten Ziele der neuen Rover-Mission zu verfolgen&#8220;, sagte Jim Green, Leiter der Abteilung für planetare Wissenschaften im NASA-Hauptquartier. &#8222;Das Gelände bietet eine augenscheinlich dramatische Landschaft, aber ebenso großes Potential für wichtige wissenschaftliche Entdeckungen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072011204153_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072011204153_small_3.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Marsrover Curiosity 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Im Jahre 2006 begannen etwa 100 Wissenschaftler damit, eine geeignete Landezone für das MSL auszuwählen. Aus zunächst 30 Möglichkeiten wurden 2008 vier ausgewählt. Curiosity ist bedeutend größer und schwerer als die bisher eingesetzten Marsfahrzeuge. Zudem ist er mit einem Radioisotopengenerator zur Energieversorgung ausgerüstet. Dies macht ihn unabhängiger von Sonneneinstrahlung und Wetter. Curiosity verfügt über 10 komplexe wissenschaftliche Instrumente und soll mindestens ein ganzes Marsjahr lang den Roten Planeten aktiv erforschen. </p>



<p>Ebenfalls Ende November soll mit Fobos-Grunt auch eine russische Raumsonde in Richtung Mars bzw. dessen Mond Phobos starten und huckepack einen kleinen chinesischen Marsorbiter mitnehmen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.msg193124#msg193124" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema MSL-Rover Curiosity ab 18. Juli</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der NASA geht das Plutonium aus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-nasa-geht-das-plutonium-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 21:49:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon längere Zeit ist bekannt, dass der NASA das Plutonium-238 zur Energieerzeugung bei interplanetaren Sonden ausgeht. Das Isotop wird von Radioisotopengeneratoren (RTG) genutzt und versorgt zum Beispiel auch die Voyager-Raumsonden oder die Plutosonde &#8222;New Horizons&#8220;. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: universetoday. Vertont von Peter Rittinger. Das bis heute verwendete Plutonium war ein Nebenprodukt der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Schon längere Zeit ist bekannt, dass der NASA das Plutonium-238 zur Energieerzeugung bei interplanetaren Sonden ausgeht. Das Isotop wird von Radioisotopengeneratoren (RTG) genutzt und versorgt zum Beispiel auch die Voyager-Raumsonden oder die Plutosonde &#8222;New Horizons&#8220;.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: universetoday. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-06-11-91022.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062010234927_small_1.jpg" alt="NASA" width="379" height="226"/><figcaption>
Der Marsrover Curiosity wird als nächste NASA-Mission mit einem RTG ausgestattet sein 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das bis heute verwendete Plutonium war ein Nebenprodukt der Aktivitäten während des Kalten Krieges. Seit 1980 stellte die USA kein eigenes Plutonium mehr her und alle seit 1993 verwendeten Radionuklidgeneratoren wurden mit Plutonium aus Russland ausgestattet. Aber auch deren Vorräte werden knapp und so wird es für künftige interplanetare Missionen mangels marktreifer Alternativen notwendig sein, nun selbst neues zu produzieren. </p>



<p>Letztes Jahr hat der amerikanische Kongress eine Budgetanfrage im Umfang von 30 Millionen Dollar zur Neuproduktion abgelehnt. Im neuen, noch im Kongress diskutierten NASA-Budget für 2011 ist nun ein Posten von 15 Millionen Dollar für die Produktion des wertvollen Plutoniums inbegriffen. Dennoch ist der Erfolg der Produktionsanfrage nicht garantiert und es gibt einen Appell der Division for Planetary Sciences (DPS) an Kollegen, mit Briefen den Senat auf die Dringlichkeit aufmerksam zu machen. </p>



<p>Der erste im All betriebene Radioisotopgenerator der USA, ein Modell vom Typ SNAP 3, gelangte 1961 an Bord des Marinenavigationssatelliten Transit 4A in den Weltraum. Das letzte NASA-Projekt, für das noch ein RTG vorrätig ist, ist das Mars Science Laboratory, der neue Marsrover der noch 2011 auf den Weg geschickt werden soll. </p>



<p>Plutonium-238 hat eine Halbwertszeit von 87,7 Jahren. Dies bedeutet, dass nach diesem Zeitraum ein 450-Watt-Generator noch 225 Watt Leistung liefern kann. 300 Gramm liefern beispielsweise schon etwa 11 Watt elektrische Leistung. Damit eignet sich Plutonium-238 außerordentlich gut für Langzeitmissionen, auf denen der Abstand zur Sonne so groß ist, dass Solarzellenflächen zu groß und schwer werden würden, um ein eine ähnliche Leistung zu erzielen.  </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4498.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutonium für RTG</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Voyager 2 sendete kryptische Daten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/voyager-2-sendete-kryptische-daten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2010 09:10:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Telemetriedaten]]></category>
		<category><![CDATA[Voyager]]></category>
		<category><![CDATA[Voyager 2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die seit mehr als 32 Jahren durch das All reisende NASA-Sonde Voyager 2 schickte wissenschaftliche Daten zu Erde, die auf Grund eines Fehlers in der Sonde auf der Erde nicht mehr dekodiert werden können. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittinger. Weil die wissenschaftlichen Daten an Bord von Voyager 2 nicht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die seit mehr als 32 Jahren durch das All reisende NASA-Sonde Voyager 2 schickte wissenschaftliche Daten zu Erde, die auf Grund eines Fehlers in der Sonde auf der Erde nicht mehr dekodiert werden können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-16-70524.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052010111035_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052010111035_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Voyager-Sonde 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Weil die wissenschaftlichen Daten an Bord von Voyager 2 nicht mehr so formatiert werden, dass sie nach dem Empfang auf der Erde sinnvoll verwendet werden können, wurde die Sonde in einen Modus versetzt, in dem sie nur noch Statusdaten über Flug und Zustand des Raumfahrzeugs sendet. Am 1. Mai 2010 empfangene Telemetrie zeigt, dass sich das Raumfahrzeug an sich in gutem Zustand befindet, und die Ursache für die unlesbaren Wissenschaftsdaten vermutlich im System zur Aufbereitung der Flugdaten (flight data system) zu suchen ist. </p>



<p>Am 22. April 2010 trat zum ersten Mal eine auffällige Veränderung in den von Voyager 2 zur Erde geschickten Daten auf. Nachdem man noch ein vorher geplantes Rollmanöver der Sonde abgewartet hatte, wurden zur Analyse der Anomalie vorgesehene Kommandos am 30. April 2010 Richtung Sonde ins All ausgestrahlt. 13 Stunden dauerte ihr Weg zur am 20. August 1977 gestarteten Sonde, teile NASAs Jet Propulsion Lab (JPL) aus dem kalifornischen Pasadena am 6. Mai 2010 mit. </p>



<p>Nach Vorbeiflügen an den Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun ist die von drei Radioisotopengeneratoren mit Strom versorgte Voyager 2 mittlerweile rund 13,8 Milliarden Kilometer entfernt von der Erde. Mit einem Verstummen der Sonde wird derzeit im Jahre 2020 gerechnet, wenn die Radioisotopengeneratoren nicht mehr genug Strom zur Versorgung der Systeme der Sonde liefern können, und nicht vorher technische Probleme zur Beendigung der Aktivität der Sonde führen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4090.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Voyager / Pioneer 10 + 11</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/voyager-2-sendete-kryptische-daten/" data-wpel-link="internal">Voyager 2 sendete kryptische Daten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Arbeitswege auf dem Mond zu sehen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arbeitswege-auf-dem-mond-zu-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 09:57:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[LRO]]></category>
		<category><![CDATA[Mondsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die 1971 bei der Mission Apollo 14 von Alan Shepard und Edgar Mitchell auf dem Mond hinterlassenen Fußspuren markieren einen Weg, der von der NASA-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) fotografiert wurde. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA. Die Bilder, die aus dem Mondorbit vom Fra-Mauro-Hochland geschossen wurden, veröffentlichte die NASA am Mittwoch. Man erkennt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die 1971 bei der Mission Apollo 14 von Alan Shepard und Edgar Mitchell auf dem Mond hinterlassenen Fußspuren markieren einen Weg, der von der NASA-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) fotografiert wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.</p>



<p>Die Bilder, die aus dem Mondorbit vom Fra-Mauro-Hochland geschossen wurden, veröffentlichte die NASA am Mittwoch. Man erkennt darauf drei Pfade aus den Fußspuren der Astronauten sowie den Reifenabdrücken des Handkarrens MET (Modular Equipment Transporter). Der Weg zur Position des <a class="a" href="https://www.lpi.usra.edu/resources/apollo/frame/?AS14-67-9366" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ALSEP</a>-Instumentenkomplexes (Apollo Lunar Surface Experiments Package) wurde mehrfach genommen, was auch deutlich zu sehen ist. Desweiteren erfolgte eine kurze Expedition zu einem Punkt südlich des Weird Crater und eine längere über eine Strecke von etwa 3 Kilometern zum Saddle Rock südlich des Cone Crater und zurück.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082009115747_big_1.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082009115747_small_1.jpg" alt="Bildquelle" width="382" height="318"/></a><figcaption>
Aufnahme eines Teils des Fra-Mauro-Hochlandes mit Landestelle der Mondfähre Antares, ALSEP sowie Spuren der drei Mondausflüge.  
<br>
(Bild: NASA/GSFC/Arizona State University)
</figcaption></figure></div>



<p>Alan Shepard und Edgar Mitchell verbrachten am 5. und 6. Februar 1971 insgesamt 9 Stunden und 21 Minuten außerhalb ihrer Mondlandefähre Antares. Bei ihrem Ausflug zum Krater Cone stellten sie fest, dass man mit dem Handkarren deutlich schwerer vorwärts kam, weshalb sie es nicht ganz bis zum Ziel schafften. Es gibt aber ein Bild des südlich davon liegenden Saddle Rock. </p>



<p>Bei den letzten drei Expeditionen zum Mond konnte man auf ein elektrisch betriebenes Mondauto, das Lunar Roving Vehicle zurückgreifen, was die Arbeit deutlich erleichterte und den Aktionsradius der Astronauten vergrößerte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082009115747_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082009115747_small_2.jpg" alt="NASA" width="346" height="272"/></a><figcaption>
Ein Saddle Rock getaufter Felsen südlich des Kraters Cone auf dem Mondhochland Fra Mauro, fotografiert von den Astronauten der Mission Apollo 14. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zur wissenschaftlichen Ausrüstung von Apollo 14 auf dem Mond gehörten Seismometer, ein Experiment, welches Sprengladungen zur Simulation von Mondbeben in die Mondoberfläche schoss, ein Gasdetektor, mehrere Strahlen- und Partikeldetektoren, ein Wärmeflussmessgerät, ein Laserreflektor zur präzisen Abstandsmessung zwischen Erde und Mond, ein Magnetometer, Instrumente zur Untersuchung der Mondgeologie und des Mondgesteins sowie ein Radioisotopengenerator (RTG) zur Energieversorgung. </p>



<p>Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) war am 18. Juni 2009 mit einer Atlas-5-Trägerrakete von Cape Canaveral aus gestartet, am 23. Juni in eine Mondumlaufbahn eingetreten und hatte am 17. Juli erstmals Bilder von Mondlandestellen aufgenommen. Mit seiner hochauflösenden Kamera soll er Bilddetails mit einer Größe von etwa 50 Zentimetern registrieren können. </p>



<p><strong>Ausführlicher Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/lro-und-lcross-die-nasa-kehrt-zum-mond-zurueck/" data-wpel-link="internal">LRO und LCROSS: Die NASA kehrt zum Mond zurück (18. Juni)</a></li></ul>



<p></p>
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		<item>
		<title>Ulysses ist noch immer nicht tot</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ulysses-ist-noch-immer-nicht-tot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 14:54:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Telemetriedaten]]></category>
		<category><![CDATA[Ulysses]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die mittlerweile 18 Jahre alte Sonnensonde konnte trotz aller Widrigkeiten bis jetzt in Funktion gehalten werden. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society/ESA. Anfang 2008 hatte es noch so ausgesehen, dass Ulysses maximal bis Mitte des Jahres in Betrieb zu halten sei: Die Energieabgabe des Radioisotopengenerators an Bord war nach 17 Jahren Betrieb so [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die mittlerweile 18 Jahre alte Sonnensonde konnte trotz aller Widrigkeiten bis jetzt in Funktion gehalten werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society/ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/article-1196719-058437FA000005DC-938_468x342.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/article-1196719-058437FA000005DC-938_468x342.jpg" alt="ESA" width="378" height="276"/></a><figcaption>
Ulysses und die Sonne (künstlerische Darstellung).
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>Anfang 2008 hatte es noch so ausgesehen, dass <i>Ulysses</i> maximal bis Mitte des Jahres in Betrieb zu halten sei: Die Energieabgabe des Radioisotopengenerators an Bord war nach 17 Jahren Betrieb so weit gefallen, dass einige Verbraucher abgeschaltet werden mussten. Darunter befanden sich auch Heizelemente für Treibstoffleitungen. Einige besonders kalte Stellen der Leitungen sind seitdem ständig vom Einfrieren bedroht. Geschieht dies, wird die Sonde manövrierunfähig und kann ihre Funkantenne nicht mehr auf die Erde ausrichten.</p>



<p>Das <i>Ulysses</i>-Team begegnet dieser Gefahr seither mit einer &#8222;Ausbluten&#8220; genannten Strategie: Alle zwei Stunden werden sehr kleine Mengen Treibstoff so ausgestoßen, dass sich die Lage der Sonde nicht ändert. Dadurch rückt wärmerer Treibstoff an den kalten Stellen vorbei und verhindert so das Einfrieren. 
<br>
Klar ist aber auch, dass diese Strategie ihr Ende findet, wenn der Tank leer ist. Ursprünglichen Schätzungen zu Folge hätte es schon Mitte 2008 so weit sein sollen. Dass das &#8222;Ausbluten&#8220; die Sonde nun schon ein Dreivierteljahr länger als vorausgesagt über die Zeit gerettet hat, liegt daran, dass das Team schlichtweg nicht genau weiß, wie viel Treibstoff genau im Tank ist: Das Lageregelungssystem der Sonde arbeitet teilweise automatisch und es gibt keine Telemetriedaten darüber, wie viel Treibstoff dabei verbraucht wurde. Daher wird man erst sagen können, dass es mit <i>Ulysses</i> vorbei ist, wenn es vorbei ist. </p>



<p>Da 2008 bei einem Versuch, Energie zu sparen, auch der Haupttransmitter der Sonde ausgefallen war, stand seitdem nur noch der Hilfstransmitter mit Bandbreiten von nur 128 Bit/s zur Verfügung. Diese Datenrate ist so gering, dass es sich nicht lohnte, dafür den Datenrekorder in Betrieb zu nehmen &#8211; auf der Erde wurden einfach die Livedaten der Instrumente während der Dauer der Übertragung aufgezeichnet. Im Moment ist die Sonde der Erde wieder so nahe, dass selbst mit dem Hilfstransmitter Datenraten von 1.024 Bit/s möglich sind, somit wird der Rekorder derzeit wieder benutzt. </p>



<p><strong>Frühere Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ulysses-missionsende-steht-bevor/" data-wpel-link="internal">Ulysses: Missionsende steht bevor (Februar 2008)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ulysses-ausbluten-lassen-oder-einfrieren/" data-wpel-link="internal">Ulysses: Ausbluten lassen oder einfrieren? (April 2008)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>MSL-Verschiebung und neue Energiequellen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/msl-verschiebung-und-neue-energiequellen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 20:26:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Relaisstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verschiebung der Mission des Mars Science Laboratory und die Entwicklung neuer Radioisotopengeneratoren haben Auswirkungen auf die Planetenforschung der NASA. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: FuturePlanets, NASA. Aufgrund nicht ausreichender Tests einiger Hardwarekomponenten des MSL-Rovers entschloss sich die NASA, diese Mission von 2009 auf 2011 zu verschieben. Dadurch entstehen Zusatzkosten in Höhe von etwa [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Verschiebung der Mission des Mars Science Laboratory und die Entwicklung neuer Radioisotopengeneratoren haben Auswirkungen auf die Planetenforschung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: FuturePlanets, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012009212623_small_1.jpg" alt="NASA" width="344" height="270"/><figcaption>
Mars Science Laboratory Rover der NASA 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Aufgrund nicht ausreichender Tests einiger Hardwarekomponenten des MSL-Rovers entschloss sich die NASA, diese Mission von 2009 auf 2011 zu verschieben. Dadurch entstehen Zusatzkosten in Höhe von etwa 400 Millionen US-Dollar, die aus den Budgets von 2010 und 2011 gedeckt werden müssen. Außerdem kommt der neue Starttermin des MSL mit dem Start der Jupitersonde Juno in Konflikt. Beide Missionen sollen vom selben Startplatz aus auf den Weg gebracht werden. Möglicherweise muss MSL nun eine längere Route fliegen.</p>



<p>Auf einer Beratung des Planetary Science Subcommittee der NASA wurden verschiedene Optionen diskutiert, wie diese Deckung erfolgen kann. Zunächst will man die Missionen der nächsten Jahre unangetastet lassen. Die Missionen Juno (Start 2011), GRAIL (ebenfalls 2011) und MAVEN (2013) werden wie geplant fortgeführt. Zum einen würden deren Verschiebungen aufgrund der weitgehenden Fertigstellung der Sonden eher weitere Kosten verursachen als Einsparungen zu ermöglichen. Zum zweiten könnte MAVEN aufgrund des fortgeschrittenen Alters der gegenwärtig noch aktiven Marsorbiter als Relaisstation notwendig werden, obwohl die Treibstoffreserven beim Mars Reconnaissance Orbiter eine Funktionsdauer bis in die 2020er erwarten lassen können. </p>



<p>Auch an den Budgets für Planetenforschung und Analyse auf der Erde soll nicht geschraubt werden, um nicht die Abwanderung von Fachkräften zu begünstigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012009212623_small_2.jpg" alt="NASA" width="337" height="240"/><figcaption>
Prinzipskizze eines ASRG 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zur Diskussion stehen die Kürzung der Reservemittel für die Juno-Mission, die Verschiebung des Auswahlverfahrens für weitere Missionen im Rahmen des Discovery-Programms und eine Verschiebung des Umstiegs von bisheriger Energietechnik für solarzellenungeeignete Umgebungen auf Radioisotopengeneratoren, deren Energieumwandlung über einen Stirling-Prozess erfolgt. Diese sogenannten Advanced Stirling Radioisotope Generators (ASRG) nutzen die Abwärme von Plutonium-238 zum Betrieb eines Stirling-Motors und sind dabei viermal effektiver (geschätzter Wirkungsgrad 28%) als bisherige Radioisotopengeneratoren (Wirkungsgrad 6,6 &#8211; 6,8%). Ein ASGR soll eine Energieausbeute von 6,7 kWh pro Tag erbringen. Allerdings ist bisher noch nicht ausreichend bekannt, welche Auswirkungen die durch den Motor erzeugten Vibrationen auf die Messtechnik einer derart versorgten Sonde hätten. Auf jeden Fall sind Änderungen im Sondendesign erforderlich. Die ASRG böten aber auch ein großes Einsparungspotenzial, da die knappen Plutoniumvorräte weltweit deutlich länger reichen würden. </p>



<p>Die Liste der möglichen Missionen jedenfalls liest sich überaus spannend. Hier einige Beispiele:   
   
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Mobiler Mondlander <i>ExoMoon</i></li><li>Polarer Mondrover <i>JEDI</i></li><li>Schwimmender Titanseeroboter <i>Titan Mare Explorer</i> (TiME)</li><li>Io-Vulkansonde <i>Io Volcano Observer</i> (IVO)</li><li>Jupiter-Lagrangepunkt-Trojaner-Lander <i>Trojan Asteroid Mission</i></li><li>Kometenlander <i>Comet Hopper</i> (CHopper)</li><li>Kometen-Probensonde <i>Comet Coma Sample Return Mission</i></li><li>Mars-Bohrer <i>Kuklos</i></li><li>Venus-Atmosphärenballons <i>Polar VALOR</i></li></ul>



<p>Eine weitere Einsparungschance böte die Zusammenlegung der für 2016 geplanten Marssonden von NASA und ESA zu einem Raumfahrzeug. 
<br>
Abzuwarten bleiben aber in jedem Falle mögliche Änderungen auf politischer Ebene. Am 20. Januar wird die NASA auf der Parade zur Amtseinführung von Barack Obama mit der STS-126-Crew und einem neu entwickelten Mondfahrzeug auftrumpfen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL-Rover</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3414.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fragen des Obama Transition Teams an die NASA</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mondstaubdetektor-Datenbänder für NASA wiederentdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mondstaubdetektor-datenbaender-fuer-nasa-wiederentdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 20:39:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Mondstaub]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31695</guid>

					<description><![CDATA[<p>173 Datenbänder, die Daten enthalten, welche die NASA auf Grund eines Fehlers nicht mehr in ihren eigenen Archiven gesichert hatte, wurden in einem klimatisierten Raum in Perth im Westen Australiens lange unbeachtet gelagert. Die Bänder enthalten Daten von bei einem Teil der Apollo-Mondmissionen verwendeten Mondstaubdetektoren. Der Detektor ist eine Erfindung des Physikers Dr. Brian O`Brien [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">173 Datenbänder, die Daten enthalten, welche die NASA auf Grund eines Fehlers nicht mehr in ihren eigenen Archiven gesichert hatte, wurden in einem klimatisierten Raum in Perth im Westen Australiens lange unbeachtet gelagert. Die Bänder enthalten Daten von bei einem Teil der Apollo-Mondmissionen verwendeten Mondstaubdetektoren. Der Detektor ist eine Erfindung des Physikers Dr. Brian O`Brien aus Perth.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, computerweekly.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption> im roten Kreis: Staub-Detektor an der Central Station   (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p>Im Hinblick auf die neuerlich geplanten bemannten amerikanischen Mondlandungen ist der Mondstaub wieder in den Fokus geraten, nachdem sich in den 1970ern niemand besonders für die damaligen Messergebnisse interessiert hatte. Der Mondstaub könnte das am schwierigsten zu beherrschende Umweltproblem auf dem Mond sein.</p>



<p>Bevor die Mondlandungen stattgefunden hatten, glaubte man, dass der Aufstieg des Lunar Modules LM nach einem Mondaufenthalt eine erhebliche Staubschicht auf zurückgelassenen Anlagen mit Experimentierausrüstung hinterlassen würde. Dass derartiges passieren könnte, schrieb man seinerzeit außerdem unbekannten Langzeiteinflüssen zu. Nachdem man auf dem Mond kurze Zündungen der Triebwerke unbemannter Surveyor-Lander vorgenommen hatte, um das Verhalten des Mondstaubes besser einschätzen zu können, zeichnete sich ab, dass sich Staubansammlungen nicht so rasch aufbauen würden wie zunächst angenommen.</p>



<p>Daraufhin wurde der Mondstaubdetektor entwickelt, der bei den Apollomissionen 11, 12, 14 und 15 zum Einsatz kam. Bei Apollo 11 war der Detektor am passiven seismischen Experimentierpaket (EASEP, Early Apollo Scientific Experiments Package) montiert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Apollo 14 ALSEP Central Station mit RTG 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Gemessen wurde die Leistungsabgabe eines Satzes von Solarzellen. Die Leistungsabgabe nahm langsamer als erwartet ab, die Staubansammlung auf dem Detektor war geringer als vorausgesehen. So konnte der Detektor auch verwendet werden, um die durch Strahlung und Temperatureffekte verursachte Degradation der verwendeten Solarzellen über längere Zeit zu beobachten, was insbesondere bei den Missionen 14 und 15 möglich war. Bei Apollo 12 wurde die zuerst entwickelte Originalversion des Detektors benutzt.</p>



<p>Entsprechend seiner Nutzung wurde das Experiment auch DTERM, Dust, Thermal and Radiation Engineering Measurements package genannt. Ab Apollo 12 war das Experiment Teil des Apollo Lunar Surface Experiments Package, abgekürzt ALSEP, einer komplexen Kombination von auf der Mondoberfläche aufzubauenden Mess-, Registrier- und Kommunikationsausrüstung, die von einem RTG, einem Radioisotopengenerator vom Typ Snap 27 mit etwa 70 Watt Leistung mit Strom versorgt wurde. DTERM bestand aus zwei zentralen Komponeten, einem Sensorpaket, das in einem eigenen Gehäuse oben auf der Central Station von ALSEP montiert war, und einer Elektronik in der Central Station, welche die Verbindung mit einem Messdatenvorverstärker und der Energieversorgung besorgte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Aufbau des Staub-Detektors DTERM 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Im Sensorpaket waren drei Siliziumsolarzellen mit je zwei Quadratzentimetern Fläche eingebaut, die Spannungen zwischen Null und 150 Millivolt abgeben konnten. Zwei der Zellen waren mit einem blauen Filterglas versehen, das die Zellen vor Partikel und ultravioletter Strahlung schützte. Eine der beiden geschützen Zellen war zuvor mit einer definierten Menge von Elektronen ganz bestimmter Energie bestrahlt worden. Die dritte der Zellen war weder von einem Filterglas geschützt, noch zuvor bestrahlt. Zusätzlich waren drei Temperatursensoren vorhanden, von denen einer direkt bei den Solarzellen montiert war, ein weiterer innen an der Sensorgehäusewand, und einer außen an der Sensorgehäusewand.</p>



<p>Die Ausgangspannungen der einzelnen Solarzellen und die Messwerte der Temperatursensoren wurden als eine Funktion der Zeit während des Mondtages aufgezeichnet, zur Erde übermittelt, und bei der NASA in den Vereinigten Staaten sowie in Australien an der Universität von Sydney auf den bereits erwähnten Magnetbändern aufgezeichnet. Im Falle der seit 5. Februar 1971 betriebenen Central Station von Apollo 14 wurden die letzten Daten 1976 empfangen, bevor das ALSEP von Apollo 14 im Januar 1976 seine Arbeit einstellte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112008213957_small_4.jpg" alt="Wikipedia: TheSentinel64" width="260"/></a><figcaption>
IBM729-Bandlaufwerk im Deutschen Museum in München 
<br>
(Bild: Wikipedia &#8211; TheSentinel64)
</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem jetzt die Aufzeichnungen der Messdaten für die NASA erneut verfügbar sind, will man versuchen, die Bänder mit einem heute sehr selten gewordenen IBM729-Mark-V-Bandlaufwerk aus den 1960ern, das man von einem Australischen Computermuseum zur Verfügung gestellt bekommt, auszulesen, damit die Daten einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. SpectrumData, ein Unternehmen, das sich unter anderem mit Datenwiederherstellung beschäftigt, will das IBM729-Mark-V-Bandlaufwerk im Januar 2009 so weit gereinigt und gewartet haben, dass ein Auslesen der 173 Bänder versucht werden kann. Sofern das ohne besondere Vorkommnisse möglich ist, wird es etwa eine Woche dauern, bis alle Daten transferiert sind.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mondstaubdetektor-datenbaender-fuer-nasa-wiederentdeckt/" data-wpel-link="internal">Mondstaubdetektor-Datenbänder für NASA wiederentdeckt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ULYSSES &#8211; Missionsende steht bevor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ulysses-missionsende-steht-bevor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 17:27:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Ulysses]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach den Kommunikationsproblemen vom Januar 2008 steht jetzt das Ende der Mission nach 17 Jahren unmittelbar bevor. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: ESA. Die Energieversorgung durch Ulysses´ thermischen Radioisotopengenerator ist nach 17 Jahren Missionszeit so weit gefallen, dass die Sonde ihren Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten kann. Der gleichzeitige Betrieb von Instrumenten, X-Band-Sender und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach den Kommunikationsproblemen vom Januar 2008 steht jetzt das Ende der Mission nach 17 Jahren unmittelbar bevor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022008182756_small_1.jpg" alt="ESA" width="379" height="284"/><figcaption>
Darstellung der Raumsonde Ulysses. Der graue Zylinder links unten ist der Radioisotopengenerator zur Stromerzeugung. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Energieversorgung durch <i>Ulysses´</i> thermischen Radioisotopengenerator ist nach 17 Jahren Missionszeit so weit gefallen, dass die Sonde ihren Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten kann. Der gleichzeitige Betrieb von Instrumenten, X-Band-Sender und thermischen Heizelementen ist nicht mehr möglich. Um das Energiemanagement zu verbessern, wurde im Januar 2008 der Sender im X-Band abgeschaltet. Die frei werdende elektrische Leistung sollte für den Betrieb wissenschaftlicher Instrumente und der Heizelemente der Sonde genutzt werden. Gesammelte und zwischengespeicherte Daten sollten während kurzer Betriebsphasen des Senders zur Erde übertragen werden. </p>



<p>Alle Versuche den Sender wieder in Betrieb zu nehmen sind allerdings fehlgeschlagen. Alle Daten deuten auf ein grundlegendes Problem mit der Energieversorgung hin, so dass auch keine zusätzliche Leistung für die Heizelemente gewonnen werden konnte. Ohne ausreichende Heizleistung wird das Hydrazin des Lageregelungssystems bei Unterschreiten von 2°C einfrieren und das System blockieren.</p>
<p>Damit geht die Kontrolle über Lage und Ausrichtung der Sonde verloren, was das Missionsende bedeuten wird. Innerhalb der nächsten Wochen wird das Erreichen dieses Punkts erwartet. Das Bodenteam wird die verbleibende Zeit und die eingeschränkte Kommunikationsverbindung im S-Band nutzen, um so lange wie möglich noch wissenschaftliche Daten zu gewinnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ulysses_orbit.jpg" alt="" width="379" height="243"/><figcaption>Darstellung des besonderen Orbits von Ulysses außerhalb der Ekliptik über die Pole der Sonne.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p><i>Ulysses</i> hatte erst im Januar 2008 den Nordpol der Sonne erneut überflogen. In Verbindung mit einem gerade beginnenden neuen Sonnenzyklus hatten sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse erhofft, u.a. auch durch <i>Ulysses</i>, da nur sie uns auf ihrem polaren Sonnenorbit Einblicke in die Polregionen der Sonne ermöglicht.
<br>
Mit 17 Jahren hat <i>Ulysses</i> ihre ursprüngliche Lebenszeit um das Vierfache überschritten. Das Ende kommt für die Wissenschaftler am Boden jetzt trotzdem früher und schneller als erhofft. 
</p>
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