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	<title>modulare Raumstation &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>modulare Raumstation &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Chinas Stationspläne am Rande der aktuellen Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinas-stationsplaene-am-rande-der-aktuellen-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2013 15:17:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Publikationen rund um den gegenwärtigen Flug dreier chinesischer Raumfahrer mit dem Raumschiff Shenzhou 10 und der Raumstation Tiangong 1 wurden verschiedene neue Fakten zur Zukunft der chinesischen Raumfahrt bekannt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, KCAST, Sina, Dragon in Space, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. So soll offenbar Tiangong 1 (sprich kurz: Tjen-gung) [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In Publikationen rund um den gegenwärtigen Flug dreier chinesischer Raumfahrer mit dem Raumschiff Shenzhou 10 und der Raumstation Tiangong 1 wurden verschiedene neue Fakten zur Zukunft der chinesischen Raumfahrt bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Xinhua, KCAST, Sina, Dragon in Space, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-06-18-81477.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15062013171730_small_1.jpg" alt="KACSTAerospace.org/CMSA" width="260"/><figcaption>
Studie der chinesischen Raumstation um 2022? 
<br>
(Bild: KACSTAerospace.org/CMSA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So soll offenbar Tiangong 1 (sprich kurz: Tjen-gung) nach der aktuellen Mission noch etwa 1 Jahr autonom im All operieren und Messwerte vielfältiger Sensoren an Bord zur Erde übertragen. Die Technik arbeitet offenbar sehr zuverlässig, so dass man noch ausgiebiger testen kann. Zu den überprüften Systemen gehören Steuerung, Antrieb, Lageregelung, Lebenserhaltung, Kühlung, Navigation und Kommunikationssystem sowie die Energieversorgungseinrichtungen. Gegenwärtig verwendet Shenzhou 10 (sprich kurz: Schin-dschu) Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 26%, welcher der höchste in der aktuellen bemannten Raumfahrt weltweit ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des Nachfolgers Tiangong 2 wurde aufgrund der guten Resultate mit Tiangong 1 auf 2015 verschoben, wodurch man in einen Bereich kommt, in dem die neue Trägerrakete CZ 7 einsatzbereit wird. Diese hat eine höhere Nutzlast um 13,5 Tonnen, wodurch man die zweite Teststation größer bauen kann. Zudem entfällt damit die dritte Teststation, so dass man nach ausführlichen Tests mit Tiangong 2 in den Jahren 2015 bis 2019 anschließend gleich den Aufbau der modularen Raumstation in Angriff nehmen möchte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deren Grundaufbau soll 2022 zur Verfügung stehen und wohl aus drei großen Modulen bestehen. Das Kernmodul stellt Antrieb, Steuerung und mehrere Kopplungsstellen sowie Lebensraum für die Besatzungen bereit. Zwei Forschungsmodule sollen am Kopfteil seitlich angekoppelt werden und sowohl unter Druck stehenden Arbeitsraum als auch Platz für Außenlasten bieten. Geplant sind hier unter anderem eine Ausstiegsschleuse und ein Infrarot-Teleskop. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere drei Kopplungsstellen stehen dann am Kopfteil und eine am Heck des Kernmoduls zur Verfügung. Hier sollen sowohl bemannte Shenzhou-Raumschiffe als auch unbemannte Transporter ankoppeln können. Letztere werden aus dem Design von Tiangong 1 abgeleitet und können bei einer Startmasse von 13,5 t maximal 6,5 t Nutzlast transportieren. Dabei teilt sich der Stauraum bei Bedarf in einen Part, der unter Druck steht, einen mit Flüssigkeiten oder Gasen unter definiertem Druck sowie einen weiteren für Außenlasten. In der zweiten Ausbaustufe nach 2022 könnten ein weiteres Kernmodul und seitlich zusätzliche Forschungsmodule angedockt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Entladen soll die modulare Station über einen Manipulatorarm verfügen. Ein weiterer dient möglicherweise zum Umsetzen der Module, die beim Eintreffen an der Längsachse ankoppeln. Das Nachtanken und die Verwendung eines Manipulatorarms ist bereits für Tiangong 2 vorgesehen. Die Station wird daher mit einem zweiten Kopplungsaggregat ausgerüstet sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gegenwärtige Besatzung der Station Tiangong 1, Nie Haisheng, Zhang Yiaoguang und Wang Yaping, verlebt mittlerweile ihren zweiten Tag an Bord der Station und ist vollauf beschäftigt. Insgesamt stehen 30 Experimente auf dem Programm, wovon die meisten den Gesundheitszustand der Besatzung bzw. Veränderungen im Organismus, welche durch die Schwerelosigkeit hervorgerufen werden, oder technische Erprobungen zum Gegenstand haben. Zweimal wird zudem eine Unterrichtsstunde aus dem All übertragen. Dabei soll u.a. gezeigt werden, wie sich Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit verhalten und wie man im All auf einem Ergometer trainiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst hatte man einige kleinere Umbauten in der Station vorgenommen. So wurde ein neuer Schlafsack mitgebracht und die bisher stoffartige, flexible Flurbespannung durch festere Auflagen aus einem speziellen Papiergeflecht ersetzt. Außerdem wurden erste medizinische Untersuchungen durchgeführt. Dazu verfügt die Station über Blutdruckmessgerät, EKG- und weitere Technik, darunter auch einen elektrischen neuromuskularen Stimulator, der die Muskeln mit Stromimpulsen zum Zucken bringt. Zur körperlichen Ertüchtigung gibt es auf der Station zudem ein Fahrrad-Ergometer und Expander. Wasser, Verpflegung und Bekleidung hatte man im Umfang von etwa 300 kg an Bord des Raumschiffes mitgebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anflug an die Station sollte ein neuer Pfad versucht werden, wie er für die Kopplung eines kleinen Raumfahrzeugs mit einer größeren Station angewendet werden würde. Dabei sollte das Raumschiff bei der Annäherung nicht in gleicher Höhe sondern von unten anfliegen. Ob dieses Manöver auch so durchgeführt wurde, ist allerdings noch nicht bekannt gegeben worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll insgesamt 12 Tage an Bord der Station leben und arbeiten, dabei wird es erstmals ausgewiesene Freizeit zur Erholung geben. Nach insgesamt 15 Tagen im All soll die Landekapsel von Shenzhou 10 zur Erde zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Pläne für (ein) russisches Labormodul NEM</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/plaene-fuer-ein-russisches-labormodul-nem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 16:24:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eines der beiden für 2015 geplanten russischen Energie- und Wissenschaftsmodule der Internationalen Raumstation soll vorwiegend für biomedizinische Probleme ausgerüstet werden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Nowosti Kosmonawtiki. Dies sagte Igor Uschakow, Direktor des Instituts für Biomedizinische Probleme (IBMP). Damit sollten Verfahren und Technologien entwickelt werden, die dem Menschen das sichere Überleben auf einer Mondbasis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eines der beiden für 2015 geplanten russischen Energie- und Wissenschaftsmodule der Internationalen Raumstation soll vorwiegend für biomedizinische Probleme ausgerüstet werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Nowosti Kosmonawtiki.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sagte Igor Uschakow, Direktor des Instituts für Biomedizinische Probleme (IBMP). Damit sollten Verfahren und Technologien entwickelt werden, die dem Menschen das sichere Überleben auf einer Mondbasis oder im tiefen Weltraum ermöglichen können. 
<br>
Dazu gehörten die Auswirkungen von Schwerelosigkeit und harter Strahlung ebenso, wie die Reaktion in Notfallsituationen oder bei Infektionen während längerer Raumflüge ohne direkte Rückkehrmöglichkeit auf die Erde. Ebenso sollen die psychologischen Auswirkungen längerer Raumflüge untersucht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Module haben ebenso Prototypcharakter für künftige Module, die auf dem Mond installiert werden könnten oder solche, die als Lebensraum bei Flügen weit über die Erdumlaufbahn hinaus zum Einsatz kämen. Erneut in die Diskussion kam auch die Verlängerung der Nutzungsdauer der ISS über 2020 hinaus sowie erstmals die Nutzung von Höhlen auf dem Mond als natürlicher Schutz von Mondstationen vor Strahlung und Kälte. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>China startet erste eigene Raumstation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-startet-erste-eigene-raumstation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 16:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[JSLC]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. September 2011 um 15:16 Uhr MESZ startete von Jiuquan aus eine Langer-Marsch-2G-Rakete. An deren Spitze befand sich die erste chinesische Raumstation, Tiangong 1. Ein Beitrag von Daniel Maurat &#38; Günther Glatzel. Quelle: CCTV, CNSC, NSF. Vertont von Peter Rittinger. Start von Tiangong 1. (Video: CCTV) Der Start erfolgte um 21:16 Uhr Ortszeit (15:16 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. September 2011 um 15:16 Uhr MESZ startete von Jiuquan aus eine Langer-Marsch-2G-Rakete. An deren Spitze befand sich die erste chinesische Raumstation, Tiangong 1.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat &amp; <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: CCTV, CNSC, NSF. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-01-88308.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="336" style="aspect-ratio: 448 / 336;" width="448" controls poster="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tg1lausnapcctv60.jpg" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Tiangong1LauchCCTV.mp4"></video></figure>



<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">Start von Tiangong 1. (Video: CCTV)</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 21:16 Uhr Ortszeit (15:16 Uhr MESZ) vom <em>Jiuquan Satellite Launch Center</em> (<em>JSLC</em>) in der Inneren Mongolei von Startplattform <em>SLS-1</em> der <em>Launch Area 4</em> des Weltraumbahnhofes. Dabei startete eine Rakete vom Typ Langer Marsch 2F / 2G, auch bekannt als Chang Zheng (CZ) 2F / 2G, mit der schon die bemannten Shenzhou-Kapseln gestartet wurden. 157 Sekunden nach dem Start waren die vier Startunterstützungsbooster ausgebrannt und wurden abgetrennt. Die Erststufe wurde wenig später abgeworfen, worauf nach 201 Sekunden die Nutzlastverkleidung folgte. Die Zweitstufe war schließlich nach 461 Sekunden ausgebrannt und trennte ihre Nutzlast auf einem 200 x 347 km hohen Oribt mit einer Inklination von 42,7° ab. Dies war der 145. Start einer Rakete vom Typ Langer Marsch und der achte Start für das bemannte chinesische Weltraumprogramm.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast der Rakete, das Orbitallabor Tiangong 1 (chin. für Himmlischer Palast) ist die erste in einer Reihe von Raumstationen, mit denen China die Technologien zum Betreiben einer großen Raumstation erarbeiten will. Sie ist 9 m lang, hat einen Durchmesser von maximal 2,8 m und wog beim Start 8,4 Tonnen. Das Modul besitzt zwei Solarpaneele mit einer Gesamtspannweite von 17 m. Es besteht aus zwei großen Sektionen, nämlich dem vorderen Orbitalmodul und dem Servicemodul. Das Orbitalmodul besitzt ein Raumvolumen von 15 m<sup>3</sup> und am vorderen Ende einen Kopplungsstutzen, der dem auf der ISS eingesetzten androgynen APAS-89-Kopplungssystem ähnelt. Hier können dann Raumschiffe vom Typ Shenzhou ankoppeln. Im Orbitalmodul wird Platz für bis zu drei Taikonauten sein, die sich etwa zwei Wochen oder länger auf der Station aufhalten können, je nach Menge an mitgebrachter Fracht (Wasser, Nahrung, Luft etc.). Das Servicemodul wurde, im Gegensatz zum Orbitalmodul, von den Shenzhou-Raumschiffen mit geringen Veränderungen übernommen. In ihm sind Tanks für Treibstoff, Luft und Wasser sowie vier Triebwerke für Kurskorrekturen und 36 Lageregelungstriebwerke. Die Triebwerke besitzen einen Schub von jeweils 419 N, deutlich weniger als bei den bemannten Raumschiffen. Auch beherbergt es zwei Solarpaneele, die die Energiezufuhr der Raumstation gewährleisten. Diese sind im Vergleich zum Shenzhou-Raumschiff um je 1 auf 4 Elemente pro Seite vergrößert. Die Lageregelung soll zumindest versuchsweise über ein Drallrad vorgenommen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tiangong_shenzhou260x200.jpg" alt="Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem Shenzhou-Raumschiff (rechts).
(Bild: China Manned Space Engineering Office)"/></a><figcaption>Die Raumstation Tiangong 1 (links) mit anfliegendem<br> Shenzhou-Raumschiff (rechts).<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Mission, die Tiangong 1 als Ziel hat, wird Shenzhou 8 sein. Sie ist zunächst noch unbemannt und soll das Dockingmanöver an die Station üben. Gestartet werden soll sie Anfang November. Dabei kommen sowohl radargestützte als auch laseroptische Messgeräte zur Bestimmung von Position und Lage zueinander zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste bemannte Mission zur Station wird dann Shenzhou 9 im Jahr 2012 sein. Die dreiköpfige Besatzung soll auf der Station vor allem den Betrieb der Systeme trainieren und kleinere Experimente durchführen. Shenzhou 10 schließlich wird die vorerst letzte Mission zu Tiangong 1 sein. Auch hier steht das Erlernen des Betriebes einer Raumstation im Vordergrund. Der Start ist ebenfalls für 2012 geplant. Nach zwei Jahren Betrieb soll dann die Station um 2013 gezielt zum Wiedereintritt gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 1 ist die erste in einer Reihe von Teststationen. Um 2013 plant man, den Nachfolger Tiangong 2 zu starten. Diese Station hat schon weniger experimentellen Charakter und soll die Fähigkeiten Chinas zum Betrieb einer Raumstation ausbauen. Dabei wird Tiangong 2 gegenüber seinem Vorgänger leicht verbessert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tiangong 3 schließlich soll erstmals einen zweiten Kopplungspunkt am Heck bekommen, um so einen Mannschaftswechsel sowie den Betrieb von Frachtraumschiffen zu ermöglichen. Außerdem sollen Luft und Wasser aufbereitet werden können. Die Frachtraumschiffe sollen äußerlich große Ähnlichkeit mit den Tiangong-Modulenhaben und eine Gesamtmasse von 13 t besitzen. Als Trägerrakete ist ab 2015 die in Entwicklung befindliche CZ 7 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Tiangong 3 ist zurzeit nicht vor 2014 geplant. Das eigentliche Ziel aber ist eine modulare Raumstation, deren Hauptbestandteile ab 2016 auf einer in Entwicklung befindlichen CZ 5 mit einer Nutzlast um 25 t starten soll. Der Basisblock hat dabei Ähnlichkeiten mit den russischen DOS-Modulen, auf denen die Raumstationen vom Typ Saljut, der Basisblock der Mir und das ISS-Modul Swesda basieren. Die beiden seitlich anzudockenden Forschungsmodule sind hingegen komplette Neuentwicklungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9243.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tiangong 1 &#8211; Chinas erste Raumstation</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Bilanz der Shuttle-Ära</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bilanz-der-shuttle-aera/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 10:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[MIR]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlast]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34226</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute endete die letzte Raumfahrtmission eines US-amerikanischen Space Shuttles mit der Landung der Atlantis am Kennedy Space Center in Florida (USA). Damit geht das erfolgreichste, vielseitigste, umstrittenste, internationalste, teuerste und verlustreichste Kapitel der Raumfahrt zu Ende. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net, NASA, Wikipedia. Vertont von Peter Rittinger. Im Verlaufe von gut 30 Einsatzjahren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute endete die letzte Raumfahrtmission eines US-amerikanischen Space Shuttles mit der Landung der Atlantis am Kennedy Space Center in Florida (USA). Damit geht das erfolgreichste, vielseitigste, umstrittenste, internationalste, teuerste und verlustreichste Kapitel der Raumfahrt zu Ende.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net, NASA, Wikipedia. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-22-80080.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bild vom ersten Start eines Space Shuttle am 12. April 1981 (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlaufe von gut 30 Einsatzjahren gelangten dabei 350 Menschen aus 18 Nationen, davon 61 nicht aus den USA, ins All und meist sicher zurück. Bei 810 Einsätzen, wurden etwa 12.800 Manntage im Kosmos verbracht, wobei ein Großteil durch Langzeitmissionen in Raumstationen beigetragen wurde. Zwei Astronauten flogen 7 Mal mit einer US-Raumfähre ins All, drei 6 Mal, 19 insgesamt 5 Mal und 50 Raumfahrer 4 Mal, darunter auch ein Schweizer. Die fünf Raumfähren bringen es auf 134 Raumflüge und bei mehr als 21.000 Erdumläufen mit einer Gesamtflugstrecke von etwa 875 Millionen Kilometern auf fast 1.232 Tage im All, wobei der älteste noch existierende Shuttle, die Discovery, 39 Mal in den Weltraum flog. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war das System Space Shuttle (oder Space Transportation System) sehr vielseitig. So wurden nicht nur Menschen ins All gebracht, sondern auch Nutzlasten, darunter schwere und sperrige. Einzigartig bis heute auch die Möglichkeit, Satelliten anzufliegen, mittels eines Manipulatorarms zu greifen und in die 18 Meter lange Ladebucht zu ziehen. Hier konnten sie entweder repariert, gewartet bzw. modernisiert oder verankert werden, um zur Erde zurückzukehren. Ebenso in der Ladebucht verankert flogen mehrfach Weltraumlabore, die modular aufgebaut waren und in denen in relativ kurzer Zeit auf der Erde die wissenschaftliche und technische Ausrüstung ausgetauscht werden konnte, um eine neue Mission vorzubereiten. Bei Intensivmissionen mit SpaceLab oder SpaceHab konnte eine Vielzahl von Kurzzeitexperimenten ausgeführt und viele Erkenntnisse gewonnen werden. Längerfristige Untersuchungen wurden im unbemannten Bereich durch wiederverwendbare Plattformen wie SPAS oder SPARTAN angestellt oder später an Bord der Raumstationen Mir und ISS. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Die Atlantis hat zum letzten Mal von der Internationalen Raumstation abgekoppelt. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">64 Nutzlasten wurden in Erdumlaufbahnen ausgesetzt, wovon sich einige auf den Weg zu fernen Zielen machten. 13 weitere Satelliten wurden für eine gewisse Zeit im All belassen, später wieder eingefangen und zur Erde zurück transportiert. Im Freiflug können störende Einflüsse durch Bewegungen von Menschen ausgeschlossen werden, was die Qualität der sogenannten Mikrogravitation erheblich verbessert. Zur Raumstation Mir wurde ein Bauteil transportiert, zur Internationalen Raumstation unzählige. Dazu gehören 10 Druckmodule, 10 Gitterelemente, 7 dauerhaft verbleibende, größere Außenlasten, 7 Komponenten für Transportsysteme und Manipulatoren, außerdem Logistikmodule und –plattformen zum Transport größerer Ausrüstungen und Ersatzteile sowie eine Vielzahl von Versorgungsgütern, Innenausrüstungen und Experimenten im Mitteldeck der Raumfähren oder in einem SpaceHab-Modul in der Ladebucht. Außerdem wurden Ergebnisse von Experimenten, zu reparierende oder zu untersuchende Ausrüstung sowie Abfälle zur Erde transportiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt eine sehr positive Bilanz, obwohl es zu allen Zeiten auch umfangreiche und berechtigte Kritik am System Space Shuttle gab. Die Vielseitigkeit und enorme Größe erkaufte man sich durch hohe Kosten. Insgesamt bringt es das Shuttle-Programm auf etwa 200 Milliarden US-Dollar. Allerdings wurden dem System auch Betriebskosten des Kennedy Space Centers angerechnet, die es auch ohne das Shuttle gegeben hätte. Die zunächst angegebenen Kosten von 10,5 Millionen US-Dollar pro Flug stellten sich aber sehr bald als illusorisch heraus. Vor allem mit dem empfindlichen Hitzeschutz aus Zehntausenden individuell geformten und in Handarbeit gefertigten Kacheln trug zur Kostenexplosion bei. Aber auch andere Systeme mussten aus Sicherheitsgründen häufig überprüft, gewartet, repariert oder ausgetauscht werden. Oft waren dies Spezialanfertigungen, die natürlich ihren Preis haben. Eine florierende Raumfahrtindustrie stellte diese aber gern bereit. Auch im Umfeld dieser Industrie wurden Arbeitsplätze geschaffen, von denen nun viele entfallen. Die komplizierteste Maschine, die Menschen bis dato jemals entwickelt, gebaut und erfolgreich betrieben haben, forderte bei zwei Unfällen, die auch auf menschliche Fehleinschätzungen zurückzuführen waren, insgesamt 14 Menschenleben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_big_3.png" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_small_3.png" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
NASA-Patch zu Ehren des gesammten Shuttle-Programms (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allen Raumfahrtbegeisterten werden aber vor allem die Erfolge des Shuttle-Programms in Erinnerung bleiben. Neben dem Aussetzen verschiedenster Satelliten und Raumsonden sowie dem Aufbau der Internationalen Raumstation gehören die 5 Reparatur- und Wartungsmissionen für das Hubble Space Telescope, die ebenso spektakuläre Instandsetzung des Satelliten Solar Maximum Mission, die 162 Außenbordeinsätze, von denen einige im Freiflug, ohne jegliche Verbindung zum Raumfahrzeug, durchgeführt wurden sowie die Flüge zur russischen Raumstation Mir dazu. Mit diesen Missionen wurde eine neue Ära der internationalen Kooperation im All mitgestaltet, die für uns heute als ganz normal erscheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man könnte noch wesentlich mehr über die Space Shuttles schreiben und in diesen Tagen wird dies auch an vielen Stellen getan. In Zukunft kann man die technischen Meisterleistungen in verschiedenen Museen in den USA bewundern. Nennen möchte ich auch kurz die russischen Raumfähren, die vom Space Shuttle entscheidend „inspiriert“ waren, letztlich aber vor allem aus Kostengründen niemals wirklich zum Einsatz kamen. Zumindest haben wir dadurch die Möglichkeit, eine Raumfähre in voller Größe und mit weitgehender technischer Originalausstattung auch in Deutschland ansehen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bei Entwicklung und Betrieb erkannten Mängel des Space Transportation Systems, darunter die Tücken der Parallelinstallation von Rakete und Nutzlast, die Empfindlichkeit des Hitzeschildes der Raumfähren sowie die hohen Wartungskosten, haben leider bisher nicht dazu geführt, dass ein Nachfolger bereitsteht. Dies gilt zum Teil für das Transportieren großer Lasten ins All, vor allem aber für bemannte Raumflüge. Die Zukunft der bemannten US-Raumfahrt ist in diesen Tagen auch politisch noch unentschieden, eine Kommerzialisierung dieses Bereichs setzt voraus, dass es Märkte dafür gibt. Auch für die weitere Erforschung des Weltraums durch den Menschen gibt es in den USA derzeit nur unklare Konturen. Bleibt für uns die Hoffnung, dass Phantasie, Forscherdrang, Innovationskraft und Neugier in Bälde ein klares und langfristiges Programm hervorbringen, das den Zeichen und Anforderungen der Zeit gerecht wird und an die Erfolge sowie die Bedeutung des Space-Shuttle-Programms anschließt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10030.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Persönliche Raumfahrterinnerungen</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3463.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle &#8211; Informationen &amp; Geschichte</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ATLANTIS &#8211; STS-135 / Mission und Landung</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandter Rubrik:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/spaceshuttle/" data-wpel-link="internal">Space Shuttle im Portal von Raumfahrer.net</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Space-Shuttle-Missionen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Liste der Shuttle-Missionen bei Wikipedia</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Russisches Knotenmodul für ISS genehmigt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russisches-knotenmodul-fuer-iss-genehmigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 18:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockport]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei künftigen russischen Raumstationen soll die Austauschbarkeit beinahe aller Komponenten gewährleistet sein. Dafür wurde ein universelles Knotenmodul entwickelt, das zunächst an der ISS eingesetzt werden könnte. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RussianSpaceWeb. Vertont von Peter Rittinger. Das Knotenmodul ist geometrisch eine Kugel, vergleichbar mit dem Kopfteil an der Raumstation Mir (1986-2001). Es ist aber [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bei künftigen russischen Raumstationen soll die Austauschbarkeit beinahe aller Komponenten gewährleistet sein. Dafür wurde ein universelles Knotenmodul entwickelt, das zunächst an der ISS eingesetzt werden könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RussianSpaceWeb. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-01-21-39283.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19012011195529_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19012011195529_small_1.jpg" alt="Energija" width="335" height="236"/></a><figcaption>
Gelb die Teile des russischen Segments, deren Start ab 2009 geplant waren. Poisk (2009) und Rasswjet (2010) sind mittlerweile oben. Der größere Teil (MLM, UM, NEM 1 &amp; 2) steht noch aus. 
<br>
(Bild: Energija)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Knotenmodul ist geometrisch eine Kugel, vergleichbar mit dem Kopfteil an der Raumstation Mir (1986-2001). Es ist aber nicht fest mit einem Modul verbunden sondern stellt selbst eine eigenständige Einheit dar. Es wird ringsum mit 6 Kopplungsstutzen versehen sein, an denen Module, unbemannte Frachter oder bemannte Raumschiffe ankoppeln können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Januar wurde nun die einleitende Designphase abgeschlossen und der Entwurf genehmigt. Eingeschlossen in die Genehmigung sind auch eine Spezialversion eines Progress-Frachters, ähnlich denen, die Pirs und Poisk zur ISS gebracht haben, sowie die Trägerrakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Uslowoi Modul (UM) soll eine Masse von 4 Tonnen haben, 14 Kubikmeter Innenraum bieten und bei seinem Start etwa 1 Tonne zusätzlicher Nutzlast Platz bieten. Der entsprechende Frachter Progress-M UM soll am der Erde zugewandten Kopplungsstutzen des Mehrzweckmoduls Naúka (MLM) andocken. Nach Abtrennung der Antriebs- und Servicesektion stehen dann 5 Kopplungsstutzen reihum und Nadir zur Verfügung. Hier sollen dann auch zwei in der Planungsphase befindliche große Forschungs- und Energiemodule ankoppeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mehrzweckmodul MLM Naúka soll in der ersten Hälfte des Jahres 2012 starten, das UM könnte 2013 folgen und die Forschungsmodule 2014 bzw. 2015. Damit würde das russische Segment bedeutend erweitert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3711.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS &#8211; Russisches Segment</a></li></ul>
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		<title>Integrated Truss Structure</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/integrated-truss-structure/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Antennen]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Lageregelungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist das Rückgrat und eines der Erkennungsmerkmale der ISS: Die Integrated Truss Structure (ITS) ist zuständig für die Energiegewinnung, Kühlung der Station, Kommunikation mit der Erde und zur Lagerung von Ersatzteilen. Autor: Daniel Maurat Das ITS (Integrated Truss Structure für integrierte Trassenstruktur) ist die Gitterstruktur der ISS, die vor allem für Stromerzeugung und Kühlung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Es ist das Rückgrat und eines der Erkennungsmerkmale der ISS: Die <em>Integrated Truss Structure</em> (<em>ITS</em>) ist zuständig für die Energiegewinnung, Kühlung der Station, Kommunikation mit der Erde und zur Lagerung von Ersatzteilen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat</p>



<table class="wp-block-advgb-table advgb-table-frontend"><tbody><tr><td><em><strong>Maße</strong></em></td></tr><tr><td>Länge:</td><td>101,94 Meter</td></tr><tr><td>Breite:</td><td>(mit Solarzellen) 75,9 Meter Meter</td></tr><tr><td>Masse:</td><td>115,27 Tonnen</td></tr><tr><td>Start:</td><td>erster 11.10.2000, letzter 15.3.2009</td></tr></tbody></table>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>ITS</em> (<em>Integrated Truss Structure</em> für integrierte Trassenstruktur) ist die Gitterstruktur der ISS, die vor allem für Stromerzeugung und Kühlung zuständig ist. Zudem verfügt es über Kommunikationsausrüstund und beitet Ersatzteilen für die Station Platz. Es wurde in einem Kraftakt von zehn Shuttle-Start zwischen 2000 und 2009 gestartet. Es ist die größte Struktur, die im All zusammengebaut wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung und Bau</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/its.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/its.jpg" alt="" width="401" height="266"/></a><figcaption>Die ISS im Mai 2010. Gut erkennbat ist das fertig gestellte <em>ITS</em><br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>ITS</em> ist eines der Hauptelemente der geplanten US-Station <em>Freedom</em>. Auch hier war es zur Energieerzeugung und Kühlung der Station sowie zur Kommikation ausgelegt, hätte aber auch die Station mittels eigenen Triebwerke im Orbit gehalten. Am Anfeng der Entwicklung gab ein eine Reihe von Entwürfen, wie den <em>Power Tower</em> (Energieturm), wo am einen Ende die Module angebracht wären und am anderen die Solarkollektoren. Ein anderer Entwurf war der <em>Dual-keel</em> (Doppelkiel), das im Großen und Ganzen der heutigen ISS entspricht, aber zusätzlich noch zwei vertikale Gitterelementen. Beide aber wurden wegen zu hoher Kosten auf aufgegeben und ein Konzept aus einer Gitterstruktur, an denen Sonnenkollektoren und Radiatoren befestigt sind, weiterverfolgt. Nachdem Russland in das Programm einstieg und es so zur ISS wurde, wurde das <em>ITS</em> nochmals verändert: Die Antriebsmodule mitsamt Tanks wurden entfernt, da die Aufgaben, die sie hätten übernehmen sollen, vom russischen Stationsteil übernommen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einzelmodule wurden vom amerikanischen Luft- und Raumfahrtunternehmen <em>Boeing</em> im <em>Marshall Space Flight Center</em> (MSFC) in Huntsville, Alabama, gebaut, während amdere Firmen wie z.B. <em>Lockheed Martin</em> die Sonnenkollektoren, Kommunikationsanlagen, Gyroskope und Akkumulatoren. Sie wurden nach ihrem Bau zwischen 1998 und 2007 nacheinander in das SSPF im <em>Kenneda Space Center</em> gebracht, wo man sie auf ihren Start vorbereitete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/z1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/z1.jpg" alt="" width="402" height="313"/></a><figcaption><em>Z1</em> nach seiner Motage an der ISS im Jahr 2000. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>ITS</em> besteht aus zwölf Hauptbestandteilen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Das <em>Z1</em>-Modul (Z für Zenit) ist das erste Element des <em>ITS</em> und wurde am 11.Oktober 2000 gestartet. Es ist 4,9 Meter lang, 4,2 Meter breit, wiegt 8,8 Tonnen und ist mittels passiven CBM (Common Berthing Mechanism) am Zenit-Ankopplungspunkt von <em>Unity</em> angekoppelt. Es ist das einzige Modul des <em>ITS</em>, das z.T. unter Druck steht, denn es bietet einen kleinen Stauraum für Ersatzteile und Nachschub.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Außen sind vier jeweils 315 kg schwere Gyroskope, die die Station ohne den Einsatz von Lageregelungstriebwerken stabilisieren, am hinteren Teil des <em>Z1</em> installiert. Zudem verfügt es über zwei Kommunikationsantennen, um Daten aus der ISS zu einem <em>TDRS</em>-Satelliten (Tracking and Data Relay Satellite für Kursverfolgungs- und Datenrelaissatellit), die sich auf einem Geostationären Orbit befinden, um so rund um die Uhr mit dem Kontrollzentrum verbunden zu sein. Es verfügt aber auch über Stromkonvektoren, da zwischen 2001 und 2007 das Solarelement <em>P6</em> auf <em>Z1</em> montiert war.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/s0.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/s0.jpg" alt="" width="404" height="314"/></a><figcaption><em>S0</em> nach seiner Montage an der ISS im Jahr 2002. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Das Gitterelement <em>S0</em> (Starboard 0 für Steuerbord 0) ist mit einer Länge von 13,5 Metern, einer Breite von 4,6 Meter und einem Gewicht von 12,1 Tonnen das zentrale Element und der &#8222;Verteiler&#8220; des <em>ITS</em>. Es ist über ausfahrbare Teleskopstützen mit dem US-Modul <em>Destiny</em> verbunden. Über <em>S0</em> laufen die Versorgungsleitungen für Strom, Daten und Kühlung des unter Druck stehenden Teils der Station und dem restlichen <em>ITS</em>. An der Außenseite befindet sich ein Schienensystem, über das sich das <em>Mobile Transporter</em> (<em>MT</em>) des Roboterarms <em>SSRMS/Canadarm 2</em> über das gesamte <em>ITS</em> bewegen kann. Da es den Strom aus den Solarkollektoren zu den restlichen Modulen leitet, verfügt es auch über vier Energieumschlageinheiten un zwei Stromkreisunterbrecher.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es verfügt auch über vier GPS-Antennen zur Orientierung der Station und zwei davon unabhängige Systeme aus jeweils drei Ringlaserkreiseln. Die Werte über alle drei Achsen aus diesen Systemen werden über Computer verarbeitet und so die Lage der Station im Raum ermittelt. Zudem verfügt es über drei Halogenscheinwerfer, damit Astronauten, die grade einen Außenbordeinsatz durchführen und die Station sich im Schatten der Erde befindet, sehen können, was sie machen, über einen Detektor für geladene Partikel sowie zwei Steuersysteme für die externe Bedienung dieser Systeme.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/s1_p1.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/s1_p1.jpg" alt="" width="403" height="272"/></a><figcaption>Die ISS im Jahr 2005. Gut erkennbar sind die beiden Gitterteilen <em>S1</em> (rechts) und <em>P1</em> (links) / (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die beiden Gitterelemente <em>S1</em> (Starboard 1 für Steuerbord 1) und <em>P1</em> (Portside 1 für Backbord 1) sind Zwillinge, nur, dass sie &#8222;gespiegelt&#8220; sind. Beide sind 14 Meter lang, 4,6 Meter breit, wiegen auf der Erde 12,5 Tonnen und wurden am 7. Oktober 2002 (<em>ITS</em>) bzw. 24. November 2002 (<em>ITS</em>) gestartet. Wie <em>S0</em> verfügen <em>S1</em> und <em>P1</em> über Leitungen für Strom, Daten und Kühlungsmittel. Das charakteristische Merkmal beider Module sind die 22 Meter langen und 4,5 Meter breiten Radiatoren mit Steuerelektronik und Drehmechanik. Sie stahlen mit Ammoniak als Kühlmittel überschüssige Wärme aus der Station, vor allem aus den Energiesystemen, ab und halten damit die Temperatur im Inneren der Station auf einen erträglichen Wert. Zum Radiatorsystem gehören ebenso ein Kühlmitteltank mit Pumpe und ein Stickstofftank.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">An der Außenhaut befindet sich, wie bei <em>S0</em> auch, ein Schienensystem für den <em>MT</em>. Zudem verfügen beide Module über Stromkonverter und -verteiler für den Strom aus den Solarkollektoren sowie zwei Videoanschluss-Stationen für Kameras. Wie bei <em>S0</em> auch, verfügen <em>S1</em> und <em>P1</em> über ein Schienensystem, dass vom <em>MT</em> und von <em>CETA</em>-Transportkarren (Crew and Equipment Translation Aid für Mannschafts- und Ausrüstungsbeförderungshilfe) benutzt wird. Die <em>CETA</em>-Karren sind 2,50 m lang, 2,36 m breit, 0,89 m hoch und haben haben eine Masse von 283 kg und sind zum Transport von Astronauten und kleinen Nutzlasten ausgelegt. Es gibt zwei Karren, jeweils einen für jede Seite des <em>ITS</em>.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die beiden Elemente <em>S2</em> und <em>P2</em> waren als Antriebseinheiten für die ISS geplant. Sie hätten aus Treibstofftanks sowie Triebwerken zur Lageregelung und zur Orbitalstabilisierung enthelten. Nachdem aber Russland in das ISS-Programm einstieg, strich die NASA diese Module.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sp3_4.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sp3_4.jpg" alt="" width="405" height="291"/></a><figcaption>Das <em>ITS</em> nach STS-117. Gur erkennbar <em>P3/4</em> und <em>S3/4</em> mit ausgebreiteten Solarzellenflächen als äußerste Teile des <em>ITS</em>.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Elemente <em>S3/S4</em> und <em>P3/P4</em> bestehen jeweils aus zwei Teilen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>S3/P3</em> sind zwei Verbindungsmodule zwischen Solarmodulen und restlichem Truss.</li><li><em>S4/P4</em> sind zwei der vier Solarmodule der ISS. Sie besitzen jeweils zwei Solarzellenmodule, die die Station mit Energie versorgen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Teilmodule sind insgesamt 13,8 Meter lang, haben eine Breite von 4,9 Meter und und eine Höhe von 4,6 Metern. <em>S3/S4</em>, gestartet am 8. Juni 2007, und <em>P3/P4</em>, schon am 9. September 2006 gestartet, unterscheiden sich geringfügig in ihrem Gewicht: <em>S3/S4</em> wiegt 16,2 Tonnen, <em>P3/P4</em> nur 15,8 Tonnen. Die beiden Teilmodule sind durch ein spezielles Drehgelenk, dem <em>SARJ</em> (<em>Solar Alpha Rotary Joint</em> für Alphaonnenrotationsverbindung) miteinander verbunden. Das <em>SARJ</em> dient dazu, die Solarmodule ideal zu Sonne auszurichten, um die Energiegewinnung zu maximieren. Zudem besitzen die radförmigen Gelenke zwischen einander Schleifverbindungen, damit die Sonnenmodule nicht zurückgedreht werden müssen. Jedes von ihnen ist 1,02 Meter im Durchmesser groß und wiegt 1,1 Tonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herzstücke von <em>S3/4</em> und <em>P3/4</em> sind die jeweils zwei an <em>S4</em> und <em>P4</em> befestigten Solarzellenflächen, auch <em>Solar Array Wings</em> genannt. Insgesamt haben beide module also 4 Solarzellenmodule. Sie sind jeweils 35,1 Meter lang und 11,6 Meter breit. Bei dieser Größe wiegen sie aber gerade mal 1,1 Tonnen. auf jeder Solarzellenfläche sind etwa 16.400 einzelnen Solarzellen angebracht, die zu Streifen von je 400 Stück zusammengefasst sind. Jede Solarzelle ist hat eine Abmessung von 8&#215;8 cm und besitzt etwa 4.100 Dioden, die die Energie erzeugen. Eine Solarzellenflächel ist aus 82 Streifen gefertigt, die wiederum aus 200 Zellen besteht, und kann 32,8 kW Gleichstrom erzeugen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sp5.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sp5.jpg" alt="" width="406" height="270"/></a><figcaption>Das Modul <em>P5</em> kurz vor dem Start bei seinen Startvorbieretungen.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den Solarzellenflächen besitzen <em>S4</em> und <em>P4</em> jeweils einen Radiator, der die Systeme der Module kühlt, damit sie nicht überhitzen und so unbrauchbar werden. Zudem besitzen beide Module Nickel-Wasserstoff-Akkumulatoren, die Strom für Flugabschnitte hinter der Erde, wenn die Solarflächen nicht von der Sonne beschienen werden, speichern und so die Station weiter mit Strom versorgen. An den Außenseiten von <em>S3</em> und <em>P3</em> befinden sich darüber hinaus noch Schienen für das <em>MBS</em>. Auch können an <em>S3</em> und <em>P3</em> externe Plattformen wie die <em>ELC</em>&#8211; und <em>ESP</em>-Plattformen sowie der <em>Alpha Magnetic Spectrometer (AMS)</em>, ein Teilchedetektor angebracht werden.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die beiden Module <em>P5</em> und <em>S5</em> sind im Grunde genommen nichts anders als Verbindungselemente zwischen den Modulen <em>P4</em> und <em>P6</em> sowie <em>S4</em> und <em>S6</em>. Sie sind jeweils nur 3,4 Meter lang, 4,6 Meter breit, 4,2 Meter hoch und wiegen 1,8 Tonnen. Gestartet wurden sie am 10. Dezember 2006 (<em>P5</em>) bzw. am 8. August 2007 (<em>S5</em>). Sie wurden konzipiert, da die Konstruktion von <em>S4/P4</em>&lt; mit den Solarzellenflächen am Ende nicht zuließ, an denen gleich weitere Module anzubauen. Also entwickelte man Verlängerungen, um folgende Module gefahrenfrei ankoppeln zu können.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Elemente <em>P6</em> und <em>S6</em> sind die äußersten zwei Elemente des <em>ITS</em>. Genauso wie <em>P4/S4</em> sind sie für die Energieversorgung der Station zuständig. Sie sind beide etwa 10,7 Meter lang, jeweils 4,9 Meter lang und breit und wiegen jeweils 15,8 Tonnen. Gestartet wurden sie am 1. Dezember 2000 (<em>P6</em>) bzw. am 15. März 2009 (<em>S6</em>). Wie <em>P4</em> und <em>S4</em> verfügen auch <em>P6</em> und <em>S6</em> über jeweils zwei Solarzellenflächen, die identisch zu denen von <em>P4</em> und <em>S4</em> sind, sowie über einen Radiator zur Kühlung.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sp6.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sp6.jpg" alt="" width="407" height="270"/></a><figcaption>Das <em>ITS</em> nach seiner Fertigstellung 2009. Gut erkennbar die äußeren Module, <em>P6</em> (links) und <em>S6</em> (rechts).<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Der größte Unterschied zwischen <em>P6</em> und <em>S6</em> besteht in ihren Startdaten: während <em>P6</em> schon kurz nach dem Eintreffen der Expedition 1 im Jahr 2001 montiert wurde, startete <em>S6</em> erst als letztes Elenment im Jahr 2009. Darüber hinaus würde <em>P6</em> zunächst am Sockelmodul <em>Z1</em> installiert und dann bei der Shuttlemission STS-120 schlielich an seinen Bestimmungsort an <em>P5</em> befestigt, nachdem man bei den vorhergehenden Missionen, bei denen die Module <em>S3/4/5</em> und <em>P3/4/5</em> montiert wurden, die Solarzellenflächen von <em>P6</em> wieder eingefahren hat, da sie sonst den anderen Modulen im Weg gewesen wären. Im Gegensatz dazu wurde <em>S6</em> eben als letztes Element gleich an <em>S5</em> montiert.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>ESP</em></strong><br>Das <em>ITS</em> verfügt über eine Reihe von Paletten, zum einem die <em>EXPRESS</em>-Lagerpaletten sowie die drei <em>External Stowage Platforms</em> (ESP). Die <em>ESP</em> sind eigentlich nichts anderes als <em>Intergrated Cargo Carrier</em> (ICC), also den Trägerpanele für kleinere Nutzlasten für die ISS in der Ladebucht des Space Shuttles. Gebaut von <em>Astrotech Spacehab</em>, eine Firma, die auch die <em>Spacehab</em>-Wohn-und Farschungsmodule der Space Shuttles gebaut haben.</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em>ESP-1</em> wurde am 8. März 2001 gestartet und einige Tage später am <em>Destiny</em>-Labormodul befestigt.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/esp.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/esp.jpg" alt="" width="406" height="268"/></a><figcaption><em>ESP-3</em> wird vom Roboterarm <em>SSRMS/Canadarm2</em> an seinen Bestimmungsort gebracht.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li><em>ESP-2</em> wurde am 26. Juli 2005 gestartet und einige Tage später am Schleusenmodul <em>Quest</em> montiert. Es ist wesentlich größer als sein Bruder <em>ESP-1</em>.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><em>ESP-3</em> schließlich wurde am 8. August 2007 zusammen mit dem Gitterelement <em>S5</em> zur ISS gestartet und am Gittermodul <em>P3</em> befestigt.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-3a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-3A (Mission STS-92 der <em>Discovery</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-4a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-4A (Mission STS-97 der <em>Endeavour</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-8a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-8A (Mission STS-110 der <em>Atlantis</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-9a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-9A (Mission STS-112 der <em>Endeavour</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-11a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-11A (Mission STS-113 der <em>Atlantis</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-12a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-12A (Mission STS-115 der <em>Atlantis</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-12a-1/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-12A.1 (Mission STS-116 der <em>Discovery</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-13a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-13A (Mission STS-117 der <em>Atlanits</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-13a-1/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-13A.1 (Mission STS-118 der <em>Endeavour</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-10a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-10A (Mission STS-120 der <em>Discovery</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-15a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-15A (Mission STS-119 der <em>Discovery</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/elc-1-4/" data-wpel-link="internal">Versorger <em>ELC</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/unity/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Unity</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/destiny/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Destiny</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/alpha-magnetic-spectrometer/" data-wpel-link="internal">Modul <em>AMS</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssrms-canadarm-2/" data-wpel-link="internal">Modul <em>SSRMS/Canadarm 2</em></a></li></ul>
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		<title>Progress-M MRM 2 mit POISK an ISS gedockt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-mrm-2-mit-poisk-an-iss-gedockt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 18:26:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. November 2009 dockte das russische Transportschiff Progress-M MRM 2 mit dem neuen Stationsmodul POISK erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS an. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ROSCOSMOS. Das Andocken an der ISS erfolgte nach Angaben der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos gegen 16:42 Uhr MEZ. Endanflug und Ankoppeln am Zenit-Port des Stationsmoduls Swesda geschahen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 12. November 2009 dockte das russische Transportschiff Progress-M MRM 2 mit dem neuen Stationsmodul POISK erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ROSCOSMOS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112009192623_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112009192623_small_1.jpg" alt="NASA" width="401" height="225"/></a><figcaption>
Progress-M MRM 2 im Anflug auf die ISS 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Andocken an der ISS erfolgte nach Angaben der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos gegen 16:42 Uhr MEZ. Endanflug und Ankoppeln am Zenit-Port des Stationsmoduls Swesda geschahen automatisch. Ein Umschalten auf ein manuelles Steuern aus der Station heraus war nicht erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">POISK an der Spitze von Progress-M MRM 2 wird an der Station verbleiben. Nach dem Abtrennen des Service- und Antriebsmoduls von Progress-M MRM 2 wird ein Kopplungsstutzen an POISK frei, an dem künftig Sojus-Raumschiffe zum Besatzungstransport und Progress-Versorger mit Fracht anlegen können. Das Abtrennen des Service- und Antriebsmoduls von Progress-M MRM 2 wird nach derzeitiger Planung am 8. Dezember erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2010 sollen Besatzungsmitglieder der ISS während einer EVA Kabelverbindungen zwischen POISK und der ISS etablieren. Am 20. Januar könnte dann das erste Mal ein Sojus-Raumschiff an POISK anlegen. Geplant ist, Sojus-TMA 16 von Swesda abzukoppeln und nach kurzem Flug an POISK anzudocken.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mrm2docked4260.jpg" alt="" width="403" height="310"/><figcaption>Progress-M MRM 2 an der ISS, Service- und Antriebsmodul am unteren Ende<br>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Progress-M MRM 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 36.086 bzw. als Objekt 2009-060A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3711.msg124310#msg124310" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS &#8211; russisches Segment ab 10. November</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Module</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/module/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2009 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenserhaltungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die verschiedenen Module der Internationalen Raumstation Autor: Paul Blasl &#38; Daniel Maurat &#38; Günther Glatzel Eine Raumstation mit den Ausmaßen der ISS kann mit heutigen Mitteln nicht als ganzes in den Erdorbit befördert werden. Deshalb besteht die Internationale Raumstation aus vielen einzelnen Modulen, die von den verschiedenen Staaten, die an diesen Projekt beteiligt sind, finanziert [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die verschiedenen Module der Internationalen Raumstation</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Paul Blasl</a> &amp; Daniel Maurat &amp; <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Raumstation mit den Ausmaßen der ISS kann mit heutigen Mitteln nicht als ganzes in den Erdorbit befördert werden. Deshalb besteht die Internationale Raumstation aus vielen einzelnen Modulen, die von den verschiedenen Staaten, die an diesen Projekt beteiligt sind, finanziert beziehungsweise gebaut wurden und im Normalfall einzeln in den Orbit befördert werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich unterscheidet man dabei unter Druck stehende und nicht unter Druck stehende Module. Sämtliche Module, die von den Astronauten zum Wohnen, Schlafen und zur Arbeit benutzt werden, stehen unter Druck, da Menschen im Vakuum nicht überleben können. Das Lebenserhaltungssystem an Bord sorgt für eine Atmosphäre, die der irdischen entspricht (21 Prozent Sauerstoff, 78 Prozent Stickstoff, 1.014 Hektopascal Druck). Die Solarzellen oder Gitterstrukturen der Station stehen nicht unter Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Folgenden finden Sie eine Auflistung aller Module und ihrer Konfiguration im geplanten Ausbauzustand Ende 2013. Für weitere Informationen zu den einzelnen Modulen klicken Sie in der Tabelle auf den passenden Eintrag. Die Module, die mit einem Stern gekennzeichnet sind, warten noch auf ihren Start.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahre 2012 beschloss die russische Raumfahrtagentur aufgrund der verlängerten Einsatzdauer der Station eine Erweiterung ihres Segments. Hinzugefügt werden sollen 2014 ein Knotenmodul (UM) und nach 2015 (mindestens) ein Experimentier- und Energiemodul (NEM).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/config2012.jpg" alt="" width="1026" height="627"/><figcaption>Alle bis 2012 geplanten Module der verschiedenen Weltraumbehörden für die Internationale Raumstation (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<table class="wp-block-advgb-table advgb-table-frontend"><tbody><tr><td><strong>Weltraumbehörde, Nation(en)</strong></td><td><strong>Wohn- und Arbeitsmodule</strong></td></tr><tr><td><em>National Aeronautics and Space Administration</em> (NASA, USA)</td><td><a href="https://www.raumfahrer.net/unity/" data-wpel-link="internal"><em>Unity</em></a> (<em>Node 1</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/destiny/" data-wpel-link="internal"><em>Destiny</em></a> <a href="https://www.raumfahrer.net/quest/" data-wpel-link="internal"><em>Quest</em></a> <a href="https://www.raumfahrer.net/harmony/" data-wpel-link="internal"><em>Harmony</em></a> (<em>Node 2</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/tranquility/" data-wpel-link="internal"><em>Tranquility</em></a> (<em>Node 3</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/cupola/" data-wpel-link="internal"><em>Cupola</em></a> <a href="https://www.raumfahrer.net/pmm-leonardo/" data-wpel-link="internal"><em>Leonardo</em></a><a> (<em>PMM</em>)</a><a href="https://www.raumfahrer.net/pressurized-mating-adapters/" data-wpel-link="internal"><em>Pressurized Mating Adapters</em></a> (<em>PMA</em>)</td></tr><tr><td><strong>Nicht unter Druck stehende Module</strong></td></tr><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-truss-structure/" data-wpel-link="internal"><em>Integrated Truss Structure</em></a> <a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-truss-structure/" data-wpel-link="internal"><em>External Stowage Platforms</em></a> (ESP) <a href="https://www.raumfahrer.net/alpha-magnetic-spectrometer/" data-wpel-link="internal"><em>AMS</em></a> <a href="https://www.raumfahrer.net/elc-1-4/" data-wpel-link="internal"><em>EXPRESS Logistics Carriers</em> (ELC)</a></td></tr><tr><td><strong>Wohn- und Arbeitsmodule</strong></td></tr><tr><td><em>Federalnoje Kosmitscheskoje Agenstwo</em> (Roskosmos, Russland)</td><td><a href="https://www.raumfahrer.net/sarja/" data-wpel-link="internal"><em>Sarja</em></a> (<em>FGB</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/swesda/" data-wpel-link="internal"><em>Swesda</em></a> (<em>SM</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/pirs/" data-wpel-link="internal"><em>Pirs</em></a> (<em>SO 1</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/mim-1-rasswjet/" data-wpel-link="internal"><em>Rasswjet</em></a> (<em>MIM 1</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/poisk/" data-wpel-link="internal"><em>Poisk</em></a> (<em>MIM 2</em>) *<a href="https://www.raumfahrer.net/mlm-nauka/" data-wpel-link="internal"><em>Naúka</em></a> (<em>MLM</em>) *<em>UM</em> *<em>NEM 1</em></td></tr><tr><td></td><td><strong>Wohn- und Arbeitsmodule</strong></td></tr><tr><td><em>Japan Aerospace Exploration Agency</em> (JAXA, Japan)</td><td><a href="https://www.raumfahrer.net/kibo/" data-wpel-link="internal"><em>Kibō</em></a> (<em>Japanese Experiment Module</em>)JEM <em>Pressurized Module</em> JEM <em>Experiment Logistics Module &#8211; Pressurized Section</em></td></tr><tr><td><strong>Nicht unter Druck stehende Module</strong></td></tr><tr><td>JEM <em>Remote Manipulator System</em> JEM <em>Exposed Facility</em> JEM-ELM <em>Exposed Section</em></td></tr><tr><td><strong>Wohn- und Arbeitsmodule</strong></td></tr><tr><td><em>European Space Agency</em> (ESA)<br>(Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz, Spanien)</td><td><a href="https://www.raumfahrer.net/columbus/" data-wpel-link="internal"><em>Columbus</em></a></td></tr><tr><td><strong>Nicht unter Druck stehende Module</strong></td></tr><tr><td>*<a href="https://www.raumfahrer.net/era/" data-wpel-link="internal"><em>European Robotic Arm</em></a></td></tr><tr><td><strong>Nicht unter Druck stehende Module</strong></td></tr><tr><td><em>Canadian Space Agency</em> (CSA, Kanada)</td><td><a href="https://www.raumfahrer.net/ssrms-canadarm-2/" data-wpel-link="internal"><em>Canadarm 2</em></a> (<em>Space Station Remote Manipulator System</em>) <a href="https://www.raumfahrer.net/ssrms-canadarm-2/" data-wpel-link="internal"><em>Mobile Remote Servicer Base System</em></a> <a href="https://www.raumfahrer.net/ssrms-canadarm-2/" data-wpel-link="internal"><em>Dextre</em></a> (<em>Special Purpose Dexterous Manipulator</em>)</td></tr></tbody></table>
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		<title>ISS feiert Geburtstag: Sarja 10 Jahre im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-feiert-geburtstag-sarja-10-jahre-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 20:43:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockport]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31683</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 20. November 1998 startete eine russische Proton-Rakete von Baikonur mit dem ersten Modul der ISS namens Sarja (Заря / Sonnenaufgang). Dieses etwa 20 Tonnen schwere und ca. 13 Meter lange Fracht- und Kontrollmodul mit einem maximalen Durchmesser von 4,15 Meter war der Grundstein für ein neues Zeitalter in der Raumfahrt. Ein Beitrag von Hans [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 20. November 1998 startete eine russische Proton-Rakete von Baikonur mit dem ersten Modul der ISS namens Sarja (Заря / Sonnenaufgang). Dieses etwa 20 Tonnen schwere und ca. 13 Meter lange Fracht- und Kontrollmodul mit einem maximalen Durchmesser von 4,15 Meter war der Grundstein für ein neues Zeitalter in der Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Quelle: Raumcon, NASA, DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112008214314_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112008214314_small_1.jpg" alt="commons.wikimedia" width="335" height="190"/></a><figcaption>
Sarja während der Montage 
<br>
(Bild: commons.wikimedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Sarja</i> ist zylinderförmig mit einem kugelförmigen Kopfteil und konischem Heck. Die beiden Solarzellenflächen (jeweils rund 10,70 x 3,30 Meter) produzieren eine Durchschnittsleistung von 3 Kilowatt Die Energie kann in 6 Nickel-Cadmium-Batterien gespeichert werden. <i>Sarja</i> verfügt über 24 mittlere und 12 kleine Lagekontrolltriebwerke sowie zwei große Triebwerkseinheiten für Bahnmanöver. In den 16 außen angebrachten Tanks können bis zu sechs Tonnen Treibstoff gelagert werden. Zum weiteren Ausbau der Station verfügt <i>Sarja</i> über insgesamt drei Kopplungsstutzen: am Heck befindet sich ein aktiver Kopplungsstutzen vom Typ SSWP-M 8000 (derzeit belegt von <i>Swesda</i>), im kugelförmigen Kopplungsknoten am Bug befindet sich ein androgyner Kopplungsstutzen vom Typ APAS-89 (derzeit belegt von <i>PMA-1/Unity</i>) sowie ein passiver Adapter vom Typ SSWP G4000 (nadir / freier Andockport) zur Ankopplung von Versorgungsschiffen. Bei Bau und Entwicklung von <i>Sarja</i> wurde auf Pläne der TKS-Raumfähre zurückgegriffen, die bereits Grundlage für einige Module der russischen Raumstation <i>Mir</i> war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Schritt zum Umsetzen der Idee einer internationalen Raumstation (ISS), sie sollte den Namen Freedom oder Alpha tragen, war ein internationales Regierungsabkommen zwischen den USA, Japan, Kanada sowie zehn europäischen Staaten (vertreten durch die Europäische Weltraumorganisation ESA). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112008214314_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112008214314_small_2.jpg" alt="NASA" width="323" height="298"/></a><figcaption>
Das erste ISS-Modul Sarja, aufgenommen 1998 von STS-88 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser so genannte &#8222;Vertrag ohne Vorbild&#8220; ging 1988 als eines der umfangreichsten Dokumente internationaler Zusammenarbeit in die Geschichte der Raumfahrt ein. Nach der Überwindung des Kalten Krieges ersetzte die internationale Kooperation die bis dato vorherrschende Konkurrenz der beiden Supermächte USA und Russland um die Vorherrschaft im Weltall. 1993 wurde Russland von den USA eingeladen, sich am Programm der ISS zu beteiligen. Russland konnte nicht nur mit einem enormen Erfahrungsschatz aus dem Betrieb der eigenen Raumstation Mir aufwarten, sondern auch Trägerraketen vom Typ Proton und Sojus zur Versorgung der ISS und zum Transport der Crews bereitstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden zehn Jahren wurden zahlreiche weitere Module mit russischen Trägerraketen oder dem amerikanischen Space Shuttle in die Umlaufbahn gebracht &#8211; und die ISS entwickelte sich zum größten Außenposten der Menscheit im All.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. November 2000 konnte Sojus-TM 31 die erste Langzeitbesatzung, ISS-Expedition 1, bestehend aus zwei russischen Kosmonauten und einem amerikanischen Astronauten, zur Station bringen. Diese erste Langzeitbesatzung blieb bis zum 6. Mai 2001 im Erdorbit. Gegenwärtig ist die 18. Stammbesatzung an Bord der Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS**  Hauptthema</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>raumfahrer.net zu Sojus-TM 31:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-2r/" data-wpel-link="internal">Alle Informationen zum SSAF-2R Aufbauflug</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Weitere Verspätungen beim russischen ISS-Teil</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/weitere-verspaetungen-beim-russischen-iss-teil/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 13:28:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31318</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der weitere Ausbau des russischen Teils der Internationalen Raumstation (ISS) wird sich erneut verzögern. Ein Beitrag von christianbewermeyer. Quelle: RIA Novosti. Laut dem Präsidenten des Raumfahrt-Konzerns Energia werden die letzten Segmente nun erst im Jahr 2015 angebracht werden können &#8211; fünf Jahre später als geplant. Der Grund für die Verzögerungen seien die nicht ausreichenden finanziellen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der weitere Ausbau des russischen Teils der Internationalen Raumstation (ISS) wird sich erneut verzögern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von christianbewermeyer. Quelle: RIA Novosti.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Präsidenten des Raumfahrt-Konzerns Energia werden die letzten Segmente nun erst im Jahr 2015 angebracht werden können &#8211; fünf Jahre später als geplant. Der Grund für die Verzögerungen seien die nicht ausreichenden finanziellen Mittel.  
  
</p>
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		<item>
		<title>NASA verlängert Boeing Vertrag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-verlaengert-boeing-vertrag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2004 14:56:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Grund-Vertrag zwischen NASA und Boeing für Service-Arbeiten an und Inbetriebnahme neuer Module für die Internationale Raumstation wurde in der letzten Woche des alten Jahres verlängert. Ein Beitrag von michaelaye. Quelle: NASA.gov. Unter diesem Vertrag sollen Hard- und Software für das U.S. Segment der Internationalen Raumstation (ISS) und allgemeinere Hard- und Software für Internationale Partner [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Grund-Vertrag zwischen NASA und Boeing für Service-Arbeiten  an und Inbetriebnahme neuer Module für die Internationale Raumstation wurde in der letzten Woche des alten Jahres verlängert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von michaelaye. Quelle: NASA.gov.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter diesem Vertrag sollen Hard- und Software für das U.S. Segment der Internationalen Raumstation (ISS) und allgemeinere Hard- und Software für Internationale Partner und Teilnehmer am ISS-Projekt produziert werden. Diese Produkte werden nach der Lieferung dann im Orbit bis zur vollen Inbetriebnahme getestet, eine Phase die <i>on-orbit acceptance</i> genannt wird.  Weitere Bestandteile des Vertrages sind:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Instandhaltungsarbeiten für die Hard- und Software</li><li>Unterstützung bei der Inbetriebnahme durch die Nutzer</li><li>Management der meisten Subsysteme der Raumstation</li><li>spezielle Arbeiten zu ingenieur-technischen Problemen der Raumstation wie Materialforschung, elektrische Teile, Umgebungs- und elektromagnetische Effekte.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Basiszeitraum des Vertrages umfasst zwei Jahre und 9 Monate mit einem geschätzten Wert von einer Milliarde Dollar. Es bestehen vier Optionen zur Verlängerung um jeweils sechs Monate, diese würden bei voller Ausnützung den Wert des Vertrages auf 1,62 Mrd. Dollar anheben. Die Arbeiten sollen in den NASA Zentren <em>Johnson Space Center</em> in Houston, Texas, <em>Kennedy Space Center</em> in Cape Canaveral, Florida und <em>Marshall Space Flight Center</em> in Huntsville, Alabama, durchgeführt werden, sowie an anderen Orten inner- und außerhalb der Vereinigten Staaten.<br>Diese Vertragsverlängerung wurde als Teil der Restrukturierung von Raumstations-Verträgen vergeben. Das Ziel der Restrukturierung ist eine Konsolidierung von Arbeiten für die Raumstation und damit eine Erhöhung der Effizienz, Erhöhung der Abrechnungsfähigkeit und der Beginn eines Übergangs der Vertrags-Strategie für die Raumstation von einer Entwicklungs- und Konstruktionsphase von Hardware zu einer Phase der Inbetriebhaltung und Operation der Raumstation.<br><br><strong>Verwandter Artikel (englisch)</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.latimes.com/archives/la-xpm-2004-jan-01-fi-rup1.4-story.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Extends Boeing Space Station Contract</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Vorgeschichte</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vorgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[MIR]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte vor der Internationalen Raumstation. Autor: Michael Schumacher Dieser Artikel ist in folgende Abschnitte aufgeteilt: Veränderte Situation nach dem kalten Krieg Als das Tauwetter im Kalten Krieg anhielt, unterzeichneten die Präsidenten George Bush und Michail Gorbatschow am 31. Juli 1991 ein Abkommen, um eine Annäherung zwischen den beiden Supermächten mit einem Flug eines Kosmonauten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/vorgeschichte/" data-wpel-link="internal">Vorgeschichte</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="f6d79833b201"><strong>Die Geschichte vor der Internationalen Raumstation.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Schumacher</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Artikel ist in folgende Abschnitte aufgeteilt:</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#f6d79833b201">Die Geschichte vor der Internationalen Raumstation.</a></li><li><a href="#e7af37aa0fea">Veränderte Situation nach dem kalten Krieg</a></li><li><a href="#cc3e34c85823">Neuer Präsident:</a></li><li><a href="#d27b85b4c5a2">Die Optionen:</a></li><li><a href="#bab3c9daf16b">&#8222;Alpha&#8220;:</a></li><li><a href="#af6feef90ef9">Ein neuer Partner:</a></li><li><a href="#4a8aa935f1f3">Schwierigkeiten für die ESA:</a></li><li><a href="#591871998f28">Drei Phasen:</a></li><li><a href="#706665b48a13">Die Mir:</a></li><li><a href="#606974d65bb2">Jedes Mal dieselbe Leier:</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="e7af37aa0fea"><strong>Veränderte Situation nach dem kalten Krieg</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Tauwetter im Kalten Krieg anhielt, unterzeichneten die Präsidenten George Bush und Michail Gorbatschow am 31. Juli 1991 ein Abkommen, um eine Annäherung zwischen den beiden Supermächten mit einem Flug eines Kosmonauten an Bord des <em>Space Shuttle</em> und einem Besuch eines Astronauten auf der Raumstation <em>Mir</em> zu symbolisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf ihrem ersten Gipfel stimmten Bush und Boris Jelzin am 17. Juni 1992 in Washington überein, eine gemeinsame Mission in Betracht zu ziehen. In Wirklichkeit war dies Bushs Art, das demokratische Russland in der sogenannten Neuen Weltordnung zu begrüßen und es baute auf dem Abkommen auf, das er im vorangegangenen Jahr mit Gorbatschow unterzeichnet hatte. Am nächsten Tag ratifizierten Daniel Goldin und Juri Koptew einen eine Millionen Dollar Einjahresvertrag, gemäß dem die Raketen- und Raumfahrtkooperation <em>Energija</em>, ein quasi unabhängiges industrielles Konglomerat unter Führung von Juri Semjonow, das die Raumstation <em>Mir</em> betreibt, in Betracht ziehen soll, wie russische Weltraumtechnologie in Verbindung mit dem Raumstationsprogramm verwendet werden kann. Eine Möglichkeit bestand darin, das <em>Sojus</em> Raumschiff als ein Interimsrettungsboot anzupassen. Die NASA war beeindruckt von der Zuverlässigkeit des Raumfahrzeuges, seiner Fähigkeit automatisch anzukoppeln sowie nach Ablauf der Mission entweder auf dem Land oder auf dem Wasser niederzugehen. Mitverwalter Arnold Aldrich besuchte Russland im März, um über die Vorbeschreibungen hinsichtlich des Fluges eines Astronauten an Bord eines <em>Sojus</em>-Raumschiffes als Mitglied einer Stammbesatzung zur Raumstation <em>Mir</em> genaue Anweisungen zu erhalten. Als Goldin am 07. Juli 1992 mit Koptew zusammentraf, unterzeichnete er einen Vertrag über eine dreijährige Machbarkeitsstudie für die Rettungsbootmöglichkeit. Die Hauptsorge galt der Lebensdauer des Raumschiffes in der Erdumlaufbahn. Während es an die Raumstation <em>Mir</em> angekoppelt war, blieben Teile deaktiviert und die Stammbesatzungsdauer der Kosmonauten wurde so angesetzt, dass gewährleistet wird, dass kein <em>Sojus</em>-Raumschiff mehr als 180 Tage im Weltraum verbringt. Sollte es als Rettungsboot dienen, müssten die Russen nachweisen, dass es mehrere Jahre im Weltraum überleben und im Notfall eingesetzt werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Möglichkeit bestand darin, ein russisches Kopplungssystem an einem <em>Space Shuttle</em> zu montieren, das nicht nur eine Astronautenfolge, die an Bord der Raumstation <em>Mir</em> fliegen sollen, ermöglichen würde sondern es der NASA auch ermöglichen würde, mit einigen der Wissenschaftsprojekte, die für die Raumstation <em>Freedom</em> geplant waren, anzufangen. Sobald die Raumstation in Betrieb war, bestand eine weitere Möglichkeit darin, die <em>Progress</em>-Raumschiffe für die logistische Unterstützung zu verwenden, so dass offensichtlich beträchtliche Entfaltungsmöglichkeiten für eine Zusammenarbeit vorhanden waren. Am 20. Juli 1992 stimmten Goldin und Koptew der Machbarkeitsstudie über den Besuch des <em>Space Shuttle</em> bei der Raumstation <em>Mir</em> zu. Am 05. Oktober 1992 unterzeichneten Bush und Jelzin das <em>Human Spaceflight Cooperation</em>-Protokoll, um eine Reihe gemeinsamer <em>Space Shuttle-Mir</em>-Missionen zu formalisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende des Jahres kündigte die NASA Planungen an, um das Management ihres Programms zu stärken und eine auftragnehmergeführte Integrationsmannschaft zu schaffen, um die erfolgreiche Herstellung der Raumstation und ihre Montage in der Erdumlaufbahn sicherzustellen. Das <em>Joint Vehicle Integration Team</em> sollte seinen Sitz in Houston (USA) haben und seine Mitglieder von <em>The Boeing Company</em>, <em>The McDonnell Douglas Company</em> und <em>The Rocketdyne Company</em>, den drei Hauptauftragnehmern sowie <em>Grumman Aerospace Corporation</em>, dem Technik- und Integrationsauftragnehmer beziehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="cc3e34c85823"><strong>Neuer Präsident:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als William Clinton im Januar 1993 ins Weiße Haus einzog, hatte die Beseitigung des Etatdefizits Vorrang, das sich in den Jahren von Ronald Reagan und Bush aufgebaut hatte. Trotz der Tatsache, dass die endgültige <em>Critical Design Review</em> gerade den Weg zur Herstellung der Hardware frei machen sollte, gab Clinton Goldin am 18. Februar 1993 den Auftrag, einen kostenwirksameren Raumstationsplan zu entwickeln. Da die Station einem Übersteigen der Entwicklungskosten gegenüberstand und die Wahrscheinlichkeit gestiegener Betriebskosten gegeben war, bat er um eine Reihe von Möglichkeiten, von denen jede auf einen konkreten Etat zugeschnitten war, der sich zwischen fünf und neun Milliarden Dollar über fünf Jahre reichend, bewegte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kosteneinschätzungen hängen davon ab, wer sie macht, wann sie gemacht werden, was sie als damit verbundenen Aufwand betrachten und vom Zeitraum. Die NASA argumentierte, dass die Entwicklungskosten der Raumstation bei einer Betriebsdauer von 30 Jahren getilgt werden, aber aufgrund der niedrigen Flugraten und den hohen Betriebskosten des <em>Space Shuttle</em>, begannen die Betriebskosten der Raumstation die Gleichung zu beherrschen, so dass Clinton anordnete, dass die Kosten nur zehn Jahre Betrieb beinhalteten. Er gab der NASA drei Monate Zeit für eine Antwort. Am 9. März 1993, während die NASA ihre vierte Raumstationsrevision in genauso vielen Jahren startete, bildete Goldin das <em>Redesign Team</em> unter dem Vorsitz von Bryan O&#8217;Connor, einem ehemaligen Astronauten, der stellvertretender Mitverwalter ist. Die Mannschaft hatte bestimmte Ziele: Erstens eine kostenwirksame Fähigkeit für wichtige lang andauernde Forschung in Material- und Lebenswissenschaften zu entwickeln, zweitens die kurz- und langfristigen, jährlichen finanziellen Anforderungen innerhalb des Etatzwanges zu bringen, drittens die Anpassung und die Förderung der internationalen Beteiligung fortzuführen, viertens das technische und das dem Programm entsprechende Risiko zu minimieren sowie fünftens zu empfehlen, wie die russische Hardware eingebunden werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">O&#8217;Connor machte sich umgehend auf, diese Ziele zu definieren und die diese unterstützende Hardware zu rekonfigurieren. Zusätzlich zur Hardwarekonfiguration und -montage der Raumstation schloss O&#8217;Connor Kostenverringerung das Programmmanagement ein, so dass alles für ein nochmaliges Überdenken offen war. Da die Überprüfung die Möglichkeit des Betriebs anderer Raumfahrzeuge in Zusammenhang mit der Raumstation abschätzte, lud Goldin die Russen zur Teilnahme ein. Am 4. Juni 1993 reichte das <em>Redesign Team</em> seinen Bericht ein. Die Mannschaft hatte drei technisch realisierbare Raumstationen entwickelt. Jede war für die internationale Zusammenarbeit vorgesehen, nahm ein voll funktionstüchtiges Weltraumforschungszentrum in der Erdumlaufbahn auf, das vorrangige Wissenschafts-, Technologie- und Technikforschung ermöglichen würde, sowie in jedem Fall deutlich weniger Geld als die momentane <em>Space Station Freedom Baseline Configuration</em> kostete. Offensichtlich waren die Kosten der treibende Faktor, aber es war nicht die Zeit für unrealistische Versprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keiner der Vorschläge kam selbst in die Nähe der von Clinton bestimmten Budgets. Tatsächlich überschritten sie alle die höchste angegebene Zahl. Goldin war dennoch reuelos. Die Kostenschätzungen waren genau und stellten eine feste Grundlage für die Entscheidungsfindung zur Verfügung. Von der NASA wurde nicht verlangt, eine Möglichkeit aus den anderen zu empfehlen, sondern vielmehr die Stärken und Schwächen eines jeden Vorschlages in einer unvoreingenommenen Art und Weise zu charakterisieren. Im Interesse der Unvoreingenommenheit, bezeichnete die NASA die Optionen neutral mit <em>&#8222;A&#8220;</em>, <em>&#8222;B&#8220;</em> und <em>&#8222;C&#8220;</em>. Am 7. Juni 1993 wurde der Bericht an ein <em>Advisory Comitee</em> unter dem Vorsitz von Charles Vest vom <em>Massachusetts Institute of Technology</em> (MIT) weitergereicht, der die Optionen betrachten und eine Empfehlung ans Weiße Haus geben sollte. Bezeichnend war für Vest die Tatsache, dass die Kosteneinschätzungen alle höher waren, als Clinton vorgegeben hatte.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="d27b85b4c5a2"><strong>Die Optionen:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA betrachtete die Option <em>&#8222;A&#8220;</em> als einen Fall der Modulbauweise, was die Montagekosten der <em>Space Station Freedom</em> reduziert, während sie die internationalen Vereinbarungen und die Anforderungen der Nutzer erhält. Obwohl sie auf der Grundlage bereits konstruierter Technologien aufgebaut würde, würden diese vereinfacht oder neu verpackt werden, wodurch sie kostenwirksamer sein würden und besonders die Zahl oder Komplexität der Ausstiege verringert werden würde. Jedoch würden die wichtigsten Einsparungen durch die Verminderung der Startanzahl, die zur Montage der Raumstation benötigt würden, gemacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich gab es eine Unteroption, eine Antriebsstufe, die von der <em>Lockheed Corporation</em> zum Start von Militärsatelliten konstruiert wurde, zu nutzen. Dieser <em>Titan Launch Dispenser</em> könnte in einer modifizierten Form laufend die Orientierung, Navigation, Kontrolle und regelmäßig das Anheben der Erdumlaufbahn der Raumstation gewährleisten. Außerdem hatte er den Vorteil, dass er für einen Flug mit dem <em>Space Shuttle</em> freigegeben war. Es wurde argumentiert, dass die Anpassung des <em>Titan Launch Dispenser</em> die Entwicklungskosten für eine speziell für die Raumstation konstruierte Antriebseinheit beseitigen würde. In beiden Fällen würde die Montage 16 <em>Space Shuttle</em> Flüge umfassen, einer weniger als im nominellen Plan bei einer Startrate von fünf Missionen pro Jahr mit vier Meilensteinen. Die Unterschiede zwischen dieser und der <em>Space Station Freedom Baseline Configuration</em> waren, dass die Gitterstruktur um mindestens drei Teile verkürzt wurde, die <em>Nodes</em> trotz früherer Sicherheitsbedenken, die ihre Einbeziehung veranlassten, beseitigt wurden und ihre Systeme in das Laboratoriumsmodul der NASA eingebaut wurden, die Wärmeradiatoren und die Energiemodule wurden vereinfacht und die rotierenden Gelenke wurden gestrichen, das heißt, dass die Stromerzeugung geringer als optimal ausfallen würde, der <em>Mobile Transporter</em> (MT) wurde gestrichen, das heißt, dass das <em>Space Station Remote Manipulator System</em> (SSRMS) statisch sein würde, die sich erneuernden Umweltsysteme würden weggelassen obwohl die Betriebskosten vergrößert würden, die Luftschleuse würde einfacher und bestimmte Modifikationen würden die Wartungskosten der Raumstation deutlich verringern, besonders was die Ausstiege angeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beginnend im Oktober 1997 würden drei <em>Space Shuttle</em>-Missionen, eine pro Monat, ein fotovoltaisches Sonnenenergiemodul, dessen <em>Transducer</em> kürzlich aufgerüstet wurden um 23 Kilowatt zu liefern sowie drei Stationen für anzubringende Nutzlasten, um eine Energieanlage zu schaffen, an die ein <em>Space Shuttle</em> mit einem <em>Spacelab</em> für <em>Utilisation Flights</em> (UFs) für eine Dauer von bis zu 20 Tagen ankoppeln könnte. Die nächste Aufbaumission im April 1998 würde ein zugleich Kern- und Laboratoriumsmodul mit Unterstützungssystemen und fünf Schränken für wissenschaftliche Geräte. Es würde Ankopplungsmechanismen für Versorgungsmodule und die internationalen Laboratorien sowie einen Befestigungsmechanismus, an dem das SSRMS montiert wird, umfassen. Dies würde der erwartete Meilenstein sein. Die Versorgung würde mit einer Startrate von vier Missionen pro Jahr weitergehen. Bis im Dezember 1999 nach acht Flügen würden die internationalen Laboratorien, die <em>Cupola</em> sowie das zweite fotovoltaische Sonnenenergiemodul in der Erdumlaufbahn sein. Das Hinzufügen der Luftschleuse, das Wohnmodul, das dritte und letzte fotovoltaische Sonnenenergiemodul und zwei <em>Sojus</em> Rettungsraumschiffe würde die Raumstation im September 2000 vervollständigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Option <em>&#8222;B&#8220;</em> ähnelte der geplanten <em>Space Station Freedom Baseline Configuration</em> und bewahrte die Zuwachsstrategie für den sich allmählich entwickelnden Anbau. Da die Konstruktion ausgereift war, würde es außerdem die Neukonstruktionskosten ausschließen, die durch beträchtliche Veränderungen verursacht würden. Die Einsparungen würden von einer niedrigeren Flugrate stammen. Obwohl die Montage genau wie bei der Option <em>&#8222;A&#8220;</em> im Oktober 1997 starten würde, würde der Vorgang nicht bis Dezember 2001 abgeschlossen werden. Wie auch immer, ein dutzend <em>Utilisation and Logistics Flights</em> (ULFs) würden zwischen 20 Montageflügen eingestreut werden. Der Meilenstein der Energieanlage mit dem fotovoltaischen Sonnenenergiemodul, der Steuerbordgitterstruktur, einer Station für eine anzubringende Nutzlast und alle Hauptuntersysteme, darunter die <em>Control Moment Gyroscopes</em> (CMGs), die Antriebsmodule zum Anheben der Erdumlaufbahn, das <em>S-Band Communications System</em> sowie die Wärmeregulierung würden mit der zweiten Mission erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten sechs Flüge würden einen <em>Node</em>, die Luftschleuse, das zweite Sonnenenergiemodul, zwei weitere Stationen für anzubringende Nutzlasten sowie das Laboratorium der NASA mit 16 Schränken hinzufügen und dabei den erwarteten Meilenstein bis Dezember 1998 erreichen. Es würde weitere neun Flüge dauern, die Backbordgitterstruktur mit zwei weiteren Sonnenenergiemodulen abzuschließen sowie die <em>Cupola</em>, das SSRMS sowie die japanischen und europäischen Laboratorien hinzuzufügen, um die internationalen Meilenstein bis März 2001 zu erreichen. Die letzten drei Flüge würden den zweiten <em>Node</em>, weitere drei Stationen für anzubringende Nutzlasten, das Wohnmodul und die beiden <em>Sojus</em> Rettungsraumschiffe hinzufügen, um die Montage die Raumstation abzuschließen. Obwohl die Gitterstruktur um ein Teil kürzer als bei der <em>Space Station Freedom Baseline Configuration</em> sein würde, waren die Hardwareveränderungen die Vereinfachung des Datenmanagements, der Kommunikation und Bahnverfolgung, der Umwelt-, Wärmeregulierungs- und Lebenserhaltungssysteme. Es war klar, dass dies die Option war, die die NASA bevorzugen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Option <em>&#8222;C&#8220;</em> bot eine radikale Lösung an, bei der die meisten Raumstationssysteme in ein einzelnes großes Modul eingebaut würden, das als eine Einwegkonfiguration eines <em>Space Shuttle</em> in die Erdumlaufbahn gestartet würde, indem man den <em>Space Shuttle &#8222;Columbia&#8220;</em>, das älteste Raumfahrzeug in der Flotte, aus dem Flugbetrieb nimmt und seinen hinteren Rumpf ausschlachtet. Obwohl die NASA darauf hinwies, dass diese Option nur einen einzigen Start benötigen würde, wäre eine Reihe von <em>Space Shuttle</em> Flügen erforderlich, um die internationalen Module hinzuzufügen. Trotzdem wurde veranschlagt, dass die Raumstation mit nur zehn <em>Space Shuttle</em> Starts aufgebaut werden könnte, wodurch die größten Einsparungen erreicht werden würden. Die Neukonstruktion würde eine deutliche kostspielige Verschiebung aufzwingen und die Montage könnte erst im September 1999 beginnen. Da auf der anderen Seite die Aufbaugeschwindigkeit hoch sein würde, könnte die Raumstation am Anfang des Jahres 2001 fertig gestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kernmodul dieser Konfiguration sollte einen Durchmesser von 6,6 Metern besitzen und somit denselben Durchmesser wie <em>Skylab</em> haben sowie 20,0 Meter lang sein und damit viel länger als die unter Druck gesetzte Hauptabteilung von <em>Skylab</em> sein. Es würde in der Lage sein, nicht unter Druck gesetzte Geräte in drei Meter langen Buchten an jedem Ende aufzunehmen. Die unter Druck gesetzte Abteilung, die sieben Decks bilden würde und darin 40 Schränke für wissenschaftliche Ausrüstung aufnehmen würde, würde ein Volumen von 725 Kubikmeter besitzen. Beim Start würde dieses Modul durch eine aerodynamische Verkleidung mit einer Länge von 28,0 Metern, die am hinteren Rumpf des aus dem Flugbetrieb genommenen <em>Space Shuttle</em> befestigt ist, geschützt werden. Diese Kombination würde mit dem <em>External Tank</em> (ET) auf die gewöhnliche Art und Weise verbunden werden, das heißt über den hinteren Rumpf mit einer kleinen Stütze in der Nähe des oberen Endes. Der Aufstieg in die Erdumlaufbahn würde durch einen speziell neu programmierten <em>General Purpose Computer</em> (GPC) eines <em>Space Shuttle</em> kontrolliert werden. Das Modul würde Solarzellenflügel entfalten. Da diese aber an starren Befestigungspunkten montiert werden sollen, wäre die zur Sonne ausgerichtete Trägheitslage wie bei <em>Skylab</em> für die maximale Stromerzeugung erforderlich. Die Wärmeregulierung würde über sowohl angepasste als auch entfaltete Radiatoren erfolgen. Zusätzlich zu dem Kopplungsstutzen für den <em>Space Shuttle</em> würden weitere sieben Kopplungsmechanismen vorhanden sein, von denen zwei für die Rettungsraumschiffe bestimmt sind. Da keine Luftschleuse vorhanden wäre, wären Ausstiege nur durch die in den Kopplungsmechanismus in der Nutzlastbucht des <em>Space Shuttle</em> eingebaute Luftschleuse durchführbar, wenn ein <em>Space Shuttle</em> anwesend wäre. Dieser Zwang könnte sich in einem Notfall als ernstzunehmend erweisen. Da es im Wesentlichen abgeschlossen war, wäre die Besatzung in der Lage gewesen diese Raumstation im November 1999 zu besetzen, sobald die <em>Sojus</em> Rettungsraumschiffe angekommen waren. In ihrer abgeschlossenen Konfiguration würde die Raumstation 72 Schränke für wissenschaftliche Ausrüstung enthalten und obwohl dies eine überzeugende Anlage zur Mikrogravitationsforschung darstellen würde, wäre es sehr schwierig die Astronautenmannschaften in Schicht arbeiten zu lassen, um so viel Ausrüstung erfolgreich zu nutzen. Im Wesentlichen wurde diese Idee von einer durch Andreas Petro im Juni 1986 in der Folge des Verlustes des <em>Space Shuttle &#8222;Challenger&#8220;</em> durchgeführten Untersuchung hergeleitet, aber in der ursprünglich betrachteten Form würde sie über eine Gitterstruktur verfügen, die die großen Solarzellenflügel trägt, um alle Apparaturen in den Schränken mit Strom zu versorgen. Obwohl die Option <em>&#8222;C&#8220;</em> am einfachsten herzustellen, zu integrieren und zu starten gewesen wäre, würde der Aufstieg in die Erdumlaufbahn nicht ohne Risiko sein. Bezeichnend ist auch, dass diese Konfiguration kein entwicklungsfähiges Wachstum anbietet. Ferner würde sie der NASA ein betriebsfähiges Raumfahrzeug kosten, sofern später keine Gelder zur Wiedereinstellung des ausgeschlachteten <em>Space Shuttle &#8222;Columbia&#8220;</em> zugeteilt werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="bab3c9daf16b"><strong><em>&#8222;Alpha&#8220;</em>:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am 17. Juni 1993 entschied sich Clinton für eine geringfügig modifizierte Form der Option <em>&#8222;A&#8220;</em>, die zur weiteren Kostenreduzierung überarbeitet wurde, indem der Meilenstein der ständigen Besetzung zwei Jahre weiter nach hinten als bei der <em>Space Station Freedom</em> gesetzt wird. Davon unbeeindruckt trat der Abgeordnete Tim Roemer, seit langem ein Kritiker, im Repräsentantenhaus für eine Streichung ein, aber dieser Antrag wurde am 23. Juni 1993 durch den kleinsten Abstand einer einzelnen Stimme abgelehnt. Offensichtlich hing die Raumstation am seidenen Faden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clinton gab der NASA drei Monate um eine Spezifikation der von ihm ausgewählten Option zu entwickeln. Ein <em>Transition Team</em> wurde von O&#8217;Connor gebildet, aber die tägliche Arbeit wurde von dem Astronauten William Shepherd geführt. Eine Schlüsselempfehlung des <em>Redesign Team</em> war die Vereinfachung der Managementstruktur des Programms. Die vielen Arbeitsabschnitte stellten sich als allzu kompliziert heraus, so dass <em>The Boeing Company</em> am 17. August 1993 als Hauptauftragnehmer bekannt gegeben wurde und alle Durchführungsverantwortlichkeiten des Programms wurden Houston zugewiesen. In Anerkennung der neuen Wirklichkeit wurde die an Reagan erinnernde Bezeichnung <em>&#8222;Freedom&#8220;</em> ausrangiert. Während sie zu Beginn des Jahres <em>&#8222;Freedom&#8220;</em> in ihre letzte <em>Critical Design Review</em> gelenkt hatte, fand sich die NASA nun bei der Entwicklung einer Spezifikation für ein neues Unternehmen mit dem Namen <em>&#8222;Alpha&#8220;</em>.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="af6feef90ef9"><strong>Ein neuer Partner:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am 07. September 1993 reichte die NASA ihren <em>&#8222;Alpha&#8220; Programme Implementation Plan</em> beim Weißen Haus ein, aber ihre technischen Anstrengungen wurden von internationalen Ereignissen überholt. Nach zweitägigen Gesprächen in Washington, die zur Vergrößerung der Möglichkeiten des bestehenden Abkommens über die Zusammenarbeit bei bemannten Raumflügen bestimmt waren, unterzeichneten Vizepräsident Albert Gore und der russische Premierminister Wiktor Tschernomyrdin am 02. September 1993 eine Übereinstimmung, die darauf abzielt, dass ihre jeweiligen Raumstationspläne in einer einzige Raumstation verschmelzen, bei der vier russische Druckmodule zu denen der NASA, Europa und Japan stoßen. Die NASA entschied unverzüglich, den <em>Titan Launch Dispenser</em> aus der Option <em>&#8222;A&#8220;</em> durch eine russische Manövereinheit zu ersetzen. Dieses Raumfahrzeug der TKS Klasse bot der NASA den bedeutenden Vorteil, dass es in der Lage sein würde, neben Strom auch Antrieb, Orientierung und Navigation während der frühen Aufbauphase zur Verfügung zu stellen. Die Anpassung bewährter russischer Systeme bot noch andere Vorteile. Insbesondere würden <em>Progress</em> Versorgungsraumschiffe in der Lage sein, die Manövereinheit aufzutanken, was die Betriebskosten der Raumstation senken würde, da der <em>Titan Launch Dispenser</em> nicht für ein Auftanken konstruiert war. Ferner war die russische Strategie, den Basisblock zuerst zu starten, während der Kongress die NASA dazu gezwungen hatte, das Wohnmodul so weit nach hinten im Manifest zu schieben, dass die ständige Besetzung erst erreicht würde, wenn die Raumstation in Betrieb ist. Die Ankopplung eines <em>Mir</em> ähnlichen Raumfahrzeuges an das entgegengesetzte Ende der Manövriereinheit würde es der Stammbesatzung ermöglichen, sich früh in der Aufbaufolge niederzulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Aufbau genau so lange dauern würde, wäre die Raumstation rentabler, was eine beeindruckende Vereinigung von Politik und Technologie ist. Als die Einzelheiten ausgearbeitet wurden, wurde aus der Manövereinheit das <em>Control Module</em> und aus dem <em>Mir</em> ähnlichen Basisblock das <em>Service Module</em>. In Anerkennung der entscheidenden Rolle der russischen Module verwies die NASA auf diese als Kernmodule. Die NASA nutzte aus dieser Überarbeitung den Vorteil, einige der Systeme, die kürzlich noch gestrichen wurden, wieder einzubringen. Bei dieser Neuhinzufügung wurden die <em>Nodes</em> und die rotierenden Gelenke wieder eingestellt, dadurch wurde der Mittelpunkt des Laboratoriums wiederhergestellt und es den Solarzellenflügeln ermöglicht, der Sonne zu folgen. Nach Abschluss dieser Überprüfung hatte die vereinigte Konstruktion 75 Prozent der Hardware der <em>Space Station Freedom Baseline Configuration</em> aus dem Jahr 1992 genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die NASA den Plan für <em>&#8222;Alpha&#8220;</em> beim Weißen Haus einreichte, hatte sie die Kosten und den Flugplan weggelassen. Am 20. September 1993 erstattete Goldin Bericht, dass falls das jährliche Budget von 2,1 Milliarden Dollar sichergestellt war, es möglich sei, das erste Element 1998 zu starten und die Raumstation bis 2003 bei einem Kostenpunkt von 19,4 Milliarden Dollar zu vollenden. Im Vergleich zu <em>&#8222;Freedom&#8220;</em> schätzte die NASA ein, dass dies 18 Milliarden Dollar über den zehnjährigen Betrieb des Programms einsparen würde und vier Milliarden Dollar zwischen den Haushaltsjahren 1994 bis 1998 sparen würde, was für Clintons Wort von entscheidender Wichtigkeit war, das Defizit zu verringern. Goldin betonte jedoch nachdrücklich, dass die Kosten vorläufig seien. Angesprochen auf die Aussicht, die Russen mit einzubeziehen, wagte sich Gore zu äußern, dass <em>&#8222;Alpha&#8220;</em> vergleichbar mit oder besser als die <em>Space Station Freedom</em> sei, aber bedeutend weniger koste. Am 06. Oktober 1993 verglich das Repräsentantenhaus den <em>&#8222;Alpha&#8220; Programme Implementation Plan</em> mit dem, was wahrscheinlich aus der Zusammenarbeit mit den Russen hervorgeht und verkündete den <em>&#8222;Vereinigte Staaten-Internationale Partner-Russland&#8220;</em> Plan als den klaren Sieger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für einmal waren die reinen Kosten nicht der Hauptstreitpunkt. Während der Konkurrenzkampf im Weltraum den Kalten Krieg symbolisierte, drückte die Vereinigung im Weltraum die neue Einstellung perfekt aus. Im größeren Zusammenhang wollte Clinton Jeltsin unbedingt Unterstützung anbieten, der die politischen und wirtschaftlichen Systeme seines jüngst unabhängigen Staates eifrig westlich orientierte. Eine andere politische Überlegung war, dass durch die Einbeziehung russischer Raketenfachleute in ein friedliches Projekt, Amerika in der Lage war, diese davon zu abzuhalten, ihre beträchtliche Sachkenntnis Ländern der Dritten Welt anzubieten, die eifrig ihre eigenen Ballistikraketenprogramme entwickelten oder aufwerteten. In Wirklichkeit wurde die Raumstation daher ein zentraler Schwerpunkt in der Außenpolitik von Clintons Verwaltung und ein wichtiges Druckmitteln für die <em>United States Arms Control and Disarmament Agency</em>. Natürlich waren die Kosten immer noch wichtig, da die Verringerung des Defizits immer noch eine nationale Priorität war, aber das Programm würde noch einem größeren Zweck dienen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="4a8aa935f1f3"><strong>Schwierigkeiten für die ESA:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte Oktober 1993 gab die ESA bekannt, dass sie als Teil einer Verringerung ihres Programms um 3,4 Milliarden Dollar, das bis zum Ende des Jahrzehnts läuft, die Entwicklung des Raumgleiters <em>&#8222;Hermes&#8220;</em> einstellen wird. Stattdessen würde sie ihre Bemühungen hinsichtlich bemannter Raumflüge neu ordnen, um das <em>Crew Transfer Vehicle</em> wieder zu beleben, über das seit einem Jahrzehnt regelmäßig eine Studie durchgeführt wird. Das viersitzige Raumfahrzeug würde von einer <em>Ariane V</em> Rakete gestartet werden und würde Raumfahrer zur Raumstation transportieren. Die ESA entschied sich außerdem, das Laboratorium <em>&#8222;Columbus&#8220;</em> zu verkleinern, um es dadurch mit einer <em>Ariane V</em> starten zu können. Ein <em>Automated Transfer Vehicle</em> würde als die Oberstufe des Startfahrzeuges dienen und <em>&#8222;Columbus&#8220;</em> zur Raumstation liefern. Diese Veränderungen stellen eine Neuorientierung der langfristigen Strategie der ESA dar, die vorher auf das Erreichen von Unabhängigkeit ausgerichtet war. In Wirklichkeit würde das verkleinerte zehn Tonnen schwere Laboratorium nur wenig mehr als ein dauerhaft an die Raumstation angekoppeltes <em>Spacelab</em> sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="591871998f28"><strong>Drei Phasen:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem das politische Engagement für die Raumstation endlich an der richtigen Stelle war, handelte die NASA schnell. Im Oktober 1993 brachte sie die Raumfähren- und Raumstationsprogramme zurück unter einen einzelnen Mitverwalter, Jeremiah Pearson, O&#8217;Connor wurde zum stellvertretenden Direktor der Raumstation in Washington berufen und Shepherd wurde zum Manager des Raumstationsprogramms in Houston. Am 01. November 1993 wurde der vereinigte <em>Implementation Plan</em> vorgelegt. Er bestand aus drei Phasen. Die Phase Eins würde auf dem Abkommen aufbauen, die jeweils anderen Staatsbürger durch das Einfügen einer Reihe gemeinsamer Missionen von 1995 bis 1997 teilnehmen zu lassen, während denen der <em>Space Shuttle</em> die russische Raumstation <em>Mir</em> besuchen würde. In Wirklichkeit würde die NASA als einer der Geld zahlenden Kunden auftreten. Eine Reihe von Astronauten wäre nacheinander in der Lage, als Mitglied der Stammbesatzung an Bord der russischen Raumstation Mir für die Gegenleistung von 400 Millionen Dollar zu dienen, was später auf 482 Millionen Dollar erhöht wurde. Dies würde es der NASA ermöglichen, früh mit ihrem Mikrogravitationsforschungsprogramm zu beginnen. Ferner würden der realitätsnahe Betrieb und die Kopplungen, wie es die NASA herausstellte, Erfahrungen in der Handhabung des <em>Space Shuttle</em> in Verbindung mit einer Raumstation zur Verfügung zu stellen. Dieses Abkommen war historisch bedeutsam, da es das erste Mal war, dass es der NASA gestattet wurde, sich auf einen Austausch der Gelder mit einem internationalen Partner einzulassen. Vorher musste sie Fluggelegenheiten als Gegenleistung für geschenkte Hardware tauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Phase Zwei würden genügend Elemente der Raumstation gestartet werden, um es der Besatzung zu ermöglichen, mit der ständigen Besetzung zu beginnen. Dieser Meilenstein war in Wirklichkeit die Inbetriebnahme des Laboratoriums der NASA. Der Aufbau sollte im Mai 1997 mit dem Start des <em>Control Module</em> mit einer <em>Proton</em> Rakete beginnen, die NASA würde im Juli 1997 einen <em>Node</em> hinzufügen, das Laboratorium würde vom dritten <em>Space Shuttle</em> geliefert sowie bis zum Jahresende ausgestattet werden und das <em>Service Module</em> würde die Raumstation bewohnbar machen. Phase Drei würde den Aufbau bis zum Abschluss im Oktober 2001 mit der Ankunft des japanischen Laboratoriums im Oktober 1999 und das Laboratorium <em>&#8222;Columbus&#8220;</em> der ESA durch eine <em>Ariane V</em> Rakete im April 2000 durchführen. In Wirklichkeit war dieses Dokument nur die Grundlage für eine neue Verhandlungsrunde zwischen den internationalen Partnern und es würde Monate dauern, die technischen und politischen Streitpunkte zu lösen. Während er Washington Anfang November 1993 besuchte, betonte Koptew nachdrücklich, dass Russland einen ausgezeichneten Handel anzubieten hätte, da russische Raumstationen die Erde seit 22 Jahren umrundeten. Der Abgeordnete von Kalifornien, George Brown, der demokratische Vorsitzende des Wissenschafts-, Weltraum- und Technologieausschusses des Repräsentantenhauses stimmte zu und äußerte sich pessimistisch hinsichtlich der Unterstützung durch den Kongress.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. November 1993 warnte Goldin davor, dass sich die NASA im Chaos befinde. Aufgrund unaufhörlicher Besprechungen und Budgetkürzungen war es unmöglich, einen strategischen Plan aufzusetzen. Die NASA musste ihr Fünf-Jahres-Budget mehrere Male pro Jahr überarbeiten. Bei einer Tagung im Weißen Haus am 29. November 1993 versicherte die Kongressführung Clinton ihrer Unterstützung, da klar geworden ist, dass die Raumstation zur Stütze der Verwaltungspolitik nach dem Kalten Krieg in Richtung der ehemaligen Sowjetrepubliken und als solche würde sie als ein Mittel zur Steigerung der Geschäftsbeziehungen mit Russland dienen. Die Offerten des Weißen Hausen gegenüber den Russen und die Akzeptierung der NASA hatte die anderen internationalen Partner überrascht. Am 7. November 1993 trafen sie sich in Montreal, Kanada, um die vollendeten Tatsachen zu diskutieren. Am 29. November 1993 billigten sie, was aus der <em>International Space Station Alpha</em> geworden war. Am 7. Dezember 1993 wurde Russland formell eingeladen ein vollwertiger Programmpartner zu werden und Gore und Tschernomyrdin unterzeichneten am 16. Dezember 1993 den Vertrag in Moskau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Ende des Jahres hatte die NASA ermittelt, dass die russische Hardware 25 Prozent mehr bewohnbares Volumen, 42 Kilowatt mehr Energie und eine Vergrößerung der Besatzung von vier auf sechs zur Verfügung stellt, was von den internationalen Partnern sehr begrüßt wurde. Sollte die Raumstation jedoch für die Russen zugänglich sein, deren Starts vom <em>Baikonur Kosmodrom</em> in Kasachstan von der Gegenwart Chinas eingeschränkt werden, müsste sie sich in einer Erdumlaufbahn mit einer Neigung von 51,6 Grad zum Äquator befinden. Die NASA plante mit 28,5 Grad, da dies genau die geografische Breite von Cape Canaveral ist und der effizienteste Azimut war. Die höhere Bahnneigung würde die Transportkapazität des <em>Space Shuttle</em> deutlich verringern, so dass es kurzfristig notwendig würde, die Aufbaufolge zu ändern. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte die Entwicklung eines leichtgewichtigen Externen Tanks einen Teil der durch die Streichung des <em>Advanced Solid Rocket Motor</em> verlorenen Kapazität wiedergewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der spektakulären und erfolgreichen Reparatur des <em>Hubble Space Telescope</em> (HST) durch die Mission <em>Space Transportation System</em> (STS) 61 im Dezember 1993, stellte die NASA dem Kongress und dem amerikanischen Volk unter Beweis, dass Astronauten bei Ausstiegen in der Tat in der Lage sind, komplizierte Arbeiten durchzuführen, eine Tatsache, die ziemlich offensichtlich war, da Kosmonauten bereits Aufbauarbeiten außerhalb der russischen Raumstation <em>Mir</em> durchgeführt haben. Der Plan, Elemente der Raumstation durch Raumfahrer bei Ausstiegen zu verbinden, wurde folglich als realistisch durchführbar akzeptiert.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="706665b48a13"><strong>Die Mir:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Jahr 1994 begann, stimmten die NASA und ihr russisches Gegenstück den Details für das <em>Space Shuttle-Mir</em> Programm zu, das die Phase Eins bilden würde. Eine Ankopplung würde nicht das Ziel der ersten gemeinsamen Mission sein, die nur ein Rendezvous in geringer Entfernung demonstrieren würde. Diese Aufgabe wurde der Mission <em>STS-63</em> zugewiesen, eine Mission mit einer Freiflugplattform und einem <em>Spacehab</em>, das unter einer längeren Verschiebung litt, während die Gesellschaft genügend Kunden warb, um den Flug ihres Moduls zu rechtfertigen. In der Zwischenzeit flog Sergej Krikaljow, der Kosmonautenveteran, der befürchtete als eine Wartungsperson der <em>Mir</em> an die NASA verkauft zu werden, als Missionsspezialist auf der Mission <em>STS-60</em> im Februar 1994 gemäß des Abkommens, das von Bush und Gorbatschow im Jahr 1991 unterzeichnet wurde. Wladimir Titow, der Ersatzmann von Krikaljow, wurde der Mission <em>STS-63</em> hinzugefügt, um den Flug in der Nähe der <em>Mir</em> im Februar 1995 zu beaufsichtigen. Im März 1995 sollte ein Astronaut an Bord eines <em>Sojus</em> Raumschiffes zur <em>Mir</em> zu fliegen. Wenn alles gut verläuft, würde er durch die Mission <em>STS-71</em> zur Erde zurückgebracht, die die erste Ankopplung durchführen sollte. Um die Forschung der NASA an Bord der <em>Mir</em> zu erleichtern, stimmte Russland zu, seine lange verschobenen Module fertig zu stellen, in diesem Fall jedoch mit einer beträchtlichen Menge amerikanischer Geräte ausgestattet. Nach Abschluss des <em>Space Shuttle-Mir</em> Programms im Jahr 1997, sollte die <em>Mir</em> eingemottet werden, um es Russland zu ermöglichen, seine Anstrengungen in Richtung der neuen Raumstation zu widmen. Aber nicht jeder begrüßte die Einleitung des <em>Space Shuttle-Mir</em> Programms. Die Weltraumuntersuchungsbehörde der nationalen Wissenschaftsakademie beklagte, dass drei Mikrogravitations- und vier Lebenswissenschaften-Spacelab-Missionen einem einzigen Zweck, Missionen zum Besatzungsaustausch auf der <em>Mir</em>, dienen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 1994 schlug <em>Spacehab Incorporated</em> vor, sein das Mitteldeck des <em>Space Shuttle</em> vergrößerndes Modul als einen Transportbehälter für das <em>Space-Shuttle-Mir</em>-Programm zu nutzen. Ein solcher Vertrag würde ihre eher geringen und pauschalen Einnahmen von kommerziellen Mikrogravitationsexperimenten erhöhen, die sich, entgegen früheren Erwartungen, als dünn herausstellten. Da es ferner unwahrscheinlich sein würde, dass Freiflugplattformen auf diesen Missionen transportiert werden, würde es möglich sein, das Modul über den Massenschwerpunkt anstatt vorne in der Nutzlastbucht des Raumfahrzeuges zu platzieren, wodurch eine größere Nutzlast ermöglicht werden würde. Die Aufsicht auf einen Vertrag über bis zu zehn Flügen bot der Gesellschaft einen Rettungsanker an, da dies ein richtiges Einkommen bedeuten würde. Der Großteil der Kapazität wurde bisher von der NASA genutzt, wenn auch indirekt durch ihre kommerziellen Weltraumentwicklungszentren, und die Gesellschaft betrieb einen null auf null Handel, bei dem die Bezahlung der NASA für die Nutzung des Moduls genau die Transportkosten durch die NASA ausglichen. Der Vorschlag hinsichtlich eines Vertrages über ein Modul für den Gütertransport zeigte, dass die Gesellschaft bereit war, sich der kommerziellen Wirklichkeit anzupassen und ihr Angebot, ein Druckmodul mit einem anpassungsfähigen Innenraumes, für andere Verwendungen zu nutzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="606974d65bb2"><strong>Jedes Mal dieselbe Leier:</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In seinem Bemühen, das Bundesdefizit zu reduzieren, beabsichtigte Clinton den ersten Budgeteinschnitt im Etat der NASA seit zwei Jahrzehnten. Wenn man die Inflation berücksichtigt, war das Budget in Höhe von 14,3 Milliarden Dollar für das Haushaltsjahr 1995 eine Reduzierung um 650 Millionen Dollar. Ferner sollte dieser Stand bis zum Ende des Jahrzehntes gehalten werden. Von nun an sollten der <em>Space Shuttle</em>, die Raumstation und die Kosten für die Zusammenarbeit mit den Russen an Bord der <em>Mir</em> sollten unter bemannte Raumflüge zusammengefasst verrechnet werden, die in dem jährlichen Etat aufgegliedert werden würden. Der Abgeordnete Brown, ein Unterstützer der Raumstation machte sich Sorgen, dass falls die Raumstation ihre jährlichen 2,1 Milliarden Dollar überschreitet, was wahrscheinlich war, es räuberisch werden würde. Der Abgeordnete Tim Roemer tat die Raumstation als ein Unkraut im Garten der NASA ab, das gute Wissenschaftsprojekte erstickt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 1994 wurde der vorläufige Zeitplan inklusive des <em>Implemantation Plan</em>, der im November 1993 vorgelegt worden war, überarbeitet. Der erste Start eines <em>Space Shuttle</em> sollte im Dezember 1997 anstatt im Juli 1997 stattfinden und das Datum der Fertigstellung rutschte von Oktober 2001 auf Juni 2002. Kritiker im Kongress hoben bald die Aushöhlung der frühen Schätzung der NASA hervor, dass die russische Hardware zwei Milliarden Dollar einsparen würde und die Fertigstellung um zwei Jahre vorverlegte. Zur Verteidigung machte der Raumstationsdirektor Wilbur Trafton darauf aufmerksam, dass die revidierte Zeitersparnis von 15 Monaten nicht auf die Probleme zurückzuführen war, die russischen Systeme zu integrieren, sondern auf die dringende Notwendigkeit, den Jahresetat der Raumstation in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar zu erfüllen, was den größten Einfluss in den frühen Jahren hatte. Die wahren Bedrohungen waren sowohl in der nationalen wie auch in der internationale Politik zu suchen, warnte Programmmanager Randy Brinkley. Der Abgeordnete Brown drängte die NASA, einen Notplan zu entwickeln, um die Abhängigkeit der Raumstation von der russischen Hardware zu verringern, sollten es die Russen versäumen zu liefern. James Sensenbrenner, der dienstälteste Republikaner im Raumfahrtkomitee des Repräsentantenhauses, warnte davor, dass er sich widersetzen würde, solange russische Hardware im kritischen Aufbauteil der Raumstation vorkommt. Die NASA antwortete, dass falls die Geldmittel bewilligt werden, sie das <em>Control Module</em> direkt vom Hersteller kaufen würde. Sollte dies nicht möglich sein oder die russische Regierung ihre Verpflichtung nicht einhalten können, könnte das Antriebsmodul der <em>Space Station Freedom</em> oder der <em>Titan Launch Dispenser</em> der <em>Lockheed Corporation</em> als Ersatz entwickelt werden. Die wichtigste Komponente in dem kritischen Aufbauteil was das <em>Service Module</em>, das die Russen als ihren wichtigsten Beitrag zur Raumstation entwickelten sollten. Die NASA besitzt keine Alternative. Langfristig war die Menge an Hardware, die die Russen beitragen, tatsächlich unerheblich, da die Konfiguration des Restes der Raumstation feststand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen definierte die NASA weiterhin den Vertrag, der die Rolle Russlands im Programm genau angibt. Es war wichtig, dass die <em>Russian Space Agency</em> (RSA) nicht als Unterauftragnehmer gesehen werden sollte und dass die Kosmonauten nicht als ausländische Gäste gesehen werden sollten. Obwohl sich die NASA selbst als Seniorpartner betrachtete, war sie verpflichtet, anzuerkennen, dass ihr neuer Partner zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Montage und dem Betrieb von Raumstationen besaß. Russische Skeptiker behaupteten, dass sobald die Russen ihre einmalige Erfahrung als ein unentgeltliches Geschenk übergeben hätten, die Kosmonauten Passagiere sein würden, die auf Flügen amerikanischer <em>Space Shuttles</em> mitgenommen werden. Wenige Monate später löste die RSA als Reaktion auf ihre eigene Geldmittelkrise die Hälfte des Kosmonautenkorps auf. Tatsächlich ist der Raumfahrtetat Russlands seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stark gesunken. Sein Budget des Jahres 1994 betrug kaum zehn Prozent des Niveaus von 1989. Es war klar, dass Russland nicht in der Lage war, das Monument des großen sowjetischen Raumfahrtprogramms aufrechtzuerhalten. Seine Raumfahrtindustrie ging zurück und die Aussicht für die Raketenhersteller schien düster. Der neue Programmdirektor der russischen Raumstation <em>Mir</em> der Raketen- und Raumfahrtkooperation <em>Energija</em>, der ehemalige Kosmonaut Waleri Rjumin warnte davor, dass ohne Rücksicht auf die Verpflichtung Russlands für die bevorstehenden <em>Space Shuttle-Mir</em> Missionen, die <em>Mir</em> geräumt werden müsste. Da wundert es wenig, dass einige im Kongress Zweifel bezüglich der Fähigkeit Russlands hatten, ihre Verpflichtungen für die <em>International Space Station</em>, wie sie nun genannt wurde, zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Anbetracht der Wahrscheinlichkeit des Überschreitens des Gesamtbudgets in Höhe von 17,4 Milliarden Dollar war Sensenbrenner ironisch. Als die <em>Space Station Freedom</em> gestrichen wurde, standen etwa 20 Milliarden Dollar zur Weiterführung zur Verfügung, so dass nichts hinzugekommen ist. Anfang März 1994 sagte Brown, der eine Schlüsselrolle beim Schutz der Raumstation im Jahr 1993 gespielt hatte, dass es in diesem Jahr gegen die Bewilligung der Gelder abstimmen würde. Es war Clintons Absicht, das Budget der NASA wesentlich tief auf ungefähr 14,3 Milliarden Dollar zu halten. Zieht man die Inflation in Betracht, war dies Jahr für Jahr ein wirklicher Einschnitt. Falls das Budget tatsächlich Jahr für Jahr sinken sollte, müsste die NASA eine Einstellung der bemannten Raumflüge in Betracht ziehen. Das <em>General Accounting Office</em> stand dem jüngsten Fünf-Jahres-Plan der NASA kritisch gegenüber, der einen unrealistisch hohen Geldmittelstand annahm. Der demokratische Senator von West Virginia John Rockerfeller war Vorsitzender der Wissenschafts-, Technologie- und Raumfahrtdiskussionsrunde des Handelsausschusses und machte darauf aufmerksam, dass falls ein bestimmter Geldmittelstand unterschritten wird, nichts mehr getan werden kann. Tatsächlich unterschied sich die NASA von anderen Bundesbehörden und war in der Seele dieser Nation verankert. Es war undenkbar, dass die Nation sich von der Raumfahrtbehörde abwenden würde, die so viel getan hatte, um die technologische Führung Amerikas zu etablieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 24. März 1994 kritisierte das <em>Congressional Buget Office</em> die Raumfahrtbehörde dafür, dass sie versuchte ein Weltraumforschungsprogramm angesichts jährlicher Budgeteinschnitte aufrechtzuerhalten und stellte drei Alternativen auf. Erstens sich auf die bemannte Raumfahrt zu konzentrieren, die Raumstation zu bauen und für zukünftige Forschung durch Menschen zu planen jedoch auf Kosten starker Einschnitte bei der Forschung durch Roboter. Zweitens die gemeinsamen Missionen zur <em>Mir</em> und zur Raumstation zu streichen, alle Hoffnungen auf eine Rückkehr zum Mond aufzugeben, um eine Expedition zum Mars einzuleiten, nicht mehr als vier <em>Space Shuttles</em> pro Jahr für geeignete Missionen zu starten und den Schwerpunkt auf Raumflüge mit Robotern zu verlagern. Drittens die bemannte Raumfahrt zugunsten der Nutzung von Roboterfahrzeugen einzustellen. Goldin konterte, dass die Annahme einer dieser Möglichkeiten den Traum zerstören würde, den Präsident John Kennedy vor mehr als 30 Jahren ins Leben rief.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Systems Design Review</em> im März 1994 war laut Brinkley der wichtigste technologische Meilenstein von den Konzepten zur Ausführung der Hardware für das Programm bisher. Falls ein größeres technisches Problem aufgetreten wäre, wäre dies eine ernsthafte Verlegenheit gewesen, aber die NASA war überzeugt, dass das Programm keinen Unterbrechungen der Vorstellung ausgesetzt war. Der Bericht wurde zuerst ans Weiße Hause gesandt und dann zur Bewertung an Vest weitergeleitet. Die Anhörungen vor dem Kongress sollten Mitte April 1994 stattfinden und obwohl die NASA und <em>The Boeing Company</em> noch den Kosten zuzustimmen hatten, war Brinkley zuversichtlich, dass die 20prozentige Reserve, die außer den Startkosten in dem Budget in Höhe von 17,4 Milliarden Dollar enthalten ist, angemessen sein würde. Jedoch rutschte bis April 1994 der Meilenstein der ständigen Besetzung ein Jahr über das geschätzte Datum im November 1997 hinaus und es schien, dass die Hälfte der Einsparungen durch Kostenüberstiege aufgebraucht würde. Phillip Culbertson stimmte zu, dass Russland als einen Partner einzuladen ein guter politischer Zug war, warnte aber, dass jeder, der denkt, dass dies der NASA eine Menge Geld, Zeit und Komplexität spare, nicht recht versteht. Tatsächlich deutete das <em>General Accounting Office</em> an, dass dadurch, dass die Hardware mit den in Russland gebauten Kernmodulen über Schnittstellen verbunden werden und diese unterstützen müsste, die Einbeziehung der Russen die Kosten der Amerikaner um 1,4 Milliarden Dollar erhöhen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Unterstützung durch das Weiße Haus stand Goldin einem mühseligen Kampf gegenüber, um die notwendigen Geldmittel zu erreichen. Am 13. April 1994 teilte er dem Repräsentantenhaus mit, dass die NASA mit der Bestrafung, die sie gerade durchmacht, nicht umgehen kann. Die Raumstation stand Jahr für Jahr unter Beschuss. Es war ein langjähriges Programm, aber egal, was in einem Jahr beschlossen wurde, das wurde im nächsten Jahr untergraben. Ein Antrag im Repräsentantenhaus, der von den Abgeordneten Roemer und Richard Zimmer am 29. Juni 1994 eingebracht wurde, um die Raumstation zu streichen und ihre Geldmittel verdienstvolleren Programmen der NASA zuzuweisen wurde vernichtend abgewiesen. Intensive Beeinflussungen der Abgeordneten durch das Weiße Haus haben die Kritiken aufgehoben. Nach mehreren Monaten zum Ausdruck bringen von Unruhe, dass die Raumstation auf Kosten anderer Programm verfolgt werden würde, die ihrerseits genauso lohnenswert waren, hatte Brown schließlich seine Unterstützung zugesichert. Sensenbrenner hat außerdem angekündigt, dass er mit dem Notplan zufrieden war, um sicherzustellen, dass das Programm nicht verzögert würde, falls es die Russen versäumten, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Trafton versicherte, dass falls die Russen zurücktreten, es nur minimalen Einfluss haben würde. Die NASA betrachtete trotzdem Möglichkeiten für den Fall, dass sich das von den Russen finanzierte <em>Service Module</em> verzögert und am 12. Juli 1994 wurde die Aufbaureihenfolge überarbeitet, um das erste Sonnenenergiemodul der NASA vorzuziehen, um die acht Kilowatt des <em>Control Module</em> zu unterstützen. Auf der anderen Seite rutschte der Start des Laboratoriums um weitere fünf Monate auf November 1998.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 03. August 1994 lehnte der Senat einen Antrag von Dale Bumpers ab, der Geldmittel für die Raumstation verweigerte, nachdem er darauf hindeutete, dass die wahren Kosten schließlich die 100 Milliarden Dollar weit überschreiten könnten. Senator Barbara Mikulski, die Demokratin aus Maryland, die dem Bewilligungsunterausschuss vorsaß, der die Geldmittel für die NASA zur Verfügung stellt, entgegnete dass 40 Milliarden Dollar die größte vorstellbare reelle Zahl ist und diese zog alle Kosten seit der Einführung des Programms im Jahre 1984 inklusive ziviler Dienstleistungsgehälter, die Entwicklung und Montage der <em>Space Station Freedom Baseline Configuration</em> und dann ein zehnjähriger Betrieb in Betracht. Senator Paul Simon, ein Demokrat aus Illinois war der Meinung, dass die Raumstation ein ernsthaftes Werk ist, aber die Kosten nicht wert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumstation war laut Goldin nicht länger ein Entwurf oder ein Traum sondern die Hardware wurde gebaut und bis Anfang September 1994 war er in der Lage zu berichten, dass dem Arbeitsrahmen und dem Zeitplan des Hauptauftragnehmers <em>The Boeing Company</em> zugestimmt wurde sowie der Vertrag bis zum Ende des Jahres abgeschlossen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl das Programm schließlich den notwendigen Impuls entwickelte, war die wissenschaftliche Mission der Raumstation nicht besser bestimmt als in den Jahren zuvor. Am 27. Dezember 1994 vertrat das <em>General Accounting Office</em>, dass das Budget der NASA durch die Entwicklungskosten der Raumstation so besteuert wurde, dass sie nur in der Lage war, nur ein Drittel des Forschungspersonal zu bezahlen, das für die Verfolgung des Wissenschaftsprogramms erforderlich sein würden. Natürlich war es ironisch, dass es der Kongress war, der diese finanziellen Zwänge der NASA auferlegte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Jahr 1995 begann, freute sich die NASA auf eine Wiederverfügung des historischen Händedrucks in der Erdumlaufbahn, der ihre erste gemeinsame Mission mit den Russen zwei Jahrzehnte zuvor kennzeichnete.</p>
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		<title>Der Ausbau der ISS in Wort und Bild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2002 18:58:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie hat sich die ISS seit Beginn des Baus 1998 geändert? Wann und wie wurden neue Teile hinzugefügt? Wie sieht der Beitrag der ESA aus? Welche Astronauten waren schon auf der ISS? Was wird als nächstes geschehen? Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA. Auf all diese Fragen und mehr finden Sie die passenden Antworten auf [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie hat sich die ISS seit Beginn des Baus 1998 geändert? Wann und wie wurden neue Teile hinzugefügt? Wie sieht der Beitrag der ESA aus? Welche Astronauten waren schon auf der ISS? Was wird als nächstes geschehen?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122002195808_small_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122002195808_small_1.jpg" alt="None" width="333" height="250"/></a><figcaption>
    Die neue ISS Website der ESA    
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf all diese Fragen und mehr finden Sie die passenden Antworten auf der neuen ESA-Site.   <br>Wenn die ISS vollständig ausgebaut ist, bedeckt sie einen Bereich der Größe eines Fußballfeldes und wiegt dann 455 Tonnen. Es wäre unmöglich gewesen, die ISS auf der Erde zu bauen, um sie dann in den Weltraum zu befördern, denn dafür gibt es keine Raketen, die stark genug dazu wären, die Internationale Raumstation vollständig in den Weltraum zu befördern. Deshalb wird die ISS Stück für Stück im Weltraum in einer Höhe von 400 Kilometern zusammengesetzt.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122002195808_small_2.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Ein Astronaut bei einem Außeneinsatz auf der ISS
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Regelmäßig finden Flüge zur ISS statt, um neue Teile für den weiteren Ausbau zu liefern, die Mannschaft muss regelmäßig mit Sauerstoff, Nahrung und Wasser versorgt werden. Alle sechs Monate wird die Mannschaft ausgetauscht.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der neuen Website der ESA gibt es eine &#8222;Gallery&#8220; mit einer Reihe von Photos. Die einzelnen Ausbauphasen zum Beispiel sind mit einigen Photos festgehalten.   <br>Die &#8222;Timeline&#8220; zeigt alle bisherigen und zukünftigen Flüge zur ISS seit der Einführung 1998. Zu jedem Flug gibt es eine detallierte Beschreibung.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Die_Internationale_Raumstation_im_Ueberblick" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Zur neuen ESA-Website</a></p>
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