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	<title>ATV 2 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Bemannte Raumfahrt bei der ESA &#8211; Ein Statusbericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:18:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die bemannte Raumfahrt ist im Wandel. Letztes Jahr stellte die USA ihr Space-Shuttle-Programm ein, der Bau der ISS ist weitgehend abgeschlossen und die Chinesen haben ihre erste Raumstation Tiangong 1 in den Orbit gebracht. In den USA sind kommerzielle Firmen in Begriff, die Frachtversorgung zur ISS zu übernehmen, während die USA mit dem SLS an [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die bemannte Raumfahrt ist im Wandel. Letztes Jahr stellte die USA ihr Space-Shuttle-Programm ein, der Bau der ISS ist weitgehend abgeschlossen und die Chinesen haben ihre erste Raumstation Tiangong 1 in den Orbit gebracht. In den USA sind kommerzielle Firmen in Begriff, die Frachtversorgung zur ISS zu übernehmen, während die USA mit dem SLS an einem bemannten Explorationsprogramm arbeitet um wieder bemannte Missionen außerhalb des  Erdorbits zu ermöglichen. Doch welche Position wird die ESA in der bemannten Raumfahrt in der Zukunft einnehmen?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ian Benecken. Quelle: ESA, Astrium, NASA, Raumfahrer.Net.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rückblick auf das europäische Raumfahrtjahr 2011</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012012151807_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012012151807_small_1.jpg" alt="ESA/NASA" width="260"/></a><figcaption>
Angekoppeltes ATV an der ISS 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einer der wichtigsten Missionen der bemannten Raumfahrt für die ESA im vergangenen Jahr war der zweite Flug eines ATVs zur ISS: ATV 2 <i>Johannes Kepler</i>. Nicht nur weil dies eine Mission war, in die mehrere ESA-Mitgliedsländer involviert waren, sondern auch, weil diese Mission eine internationale Mission war, da sie zur ISS ging. Besonders war hier die Kooperation mit Russland, dockte das ATV doch an den russischen Teil der Station, sowie die Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES welche das ATV-Kontrollzentrum in Toulouse leitete. 
<br>
Die ESA hatte im Jahr 2011 insgesamt drei Astronauten im All. Zwar flog Roberto Vitori nicht im Auftrag der ESA, sondern der italienischen Raumfahrtagentur ins All, trotzdem ist Roberto Vitori ein ESA-Astronaut. Er flog als letzter nichtamerikanischer Astronaut überhaupt an Bord eines Space Shuttles zur ISS während der Mission STS 134, dem letzten Flug des Space Shuttles Endeavour. Diese Mission hatte zur Aufgabe, den Teilchendetektor AMS 2 zur ISS zu bringen und dort zu installieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben flog ein weiterer Italiener, Paolo Nespoli, als Teil einer ISS-Langzeitexpedition im Auftrag der ESA zur Station. Seine Mission überschnitt sich mit der von Roberto Vitori. Damit waren zum ersten Mal zwei Italiener zur gleichen Zeit auf der ISS. Während deren gemeinsamer Zeit an Bord der ISS tätigten diese neben einem Gespräch mit dem italienischen Premierminister auch ein Gespräch mit dem Papst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu guter Letzt flog André Kuipers am 21. Dezember zur ISS, und verweilt dort noch als Teil der ISS-Langzeitexpedition 30/31 bis voraussichtlich Mai diesen Jahres. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere wichtige internationale Mission, welche 2011 abgeschlossen wurde, ist die Mars-500-Mission. Diese war eine simulierte Mission zum Mars, bei der sechs Astronauten bzw. Kosmonauten 520 Tage in einer Station im Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme eingeschlossen waren. Dies war eine Kooperationsmission zwischen der ESA, die zwei Astronauten der Crew stellte, Russland, das drei Kosmonauten stellte und China, das einen Taikonauten bei der Mission dabei hatte. Diese Mission wurde am 4. November 2011 erfolgreich beendet. Diese Kooperation zwischen der ESA, Russland und China soll in kommenden Missionen fortgesetzt werden. Hier ist die ESA daran interessiert, mittelfristig bei dem bemannten chinesischen Programm zu kooperieren. Hierfür haben die ESA-Astronauten bereits begonnen chinesisch zu lernen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausblick in die Zukunft</strong> <br>Was das ATV angeht, so wurde bereits die Produktion weiterer ATVs eingestellt. Es wird nur fünf ATVs geben. Zwei sind bereits gestartet, ATV 3 soll am 9. März starten, ATV 4 hoffentlich im März oder April 2013 und ATV 5 soll 2014 starten.  <br> Da das ATV-Programm 2014 ausläuft, sucht man bei der ESA zurzeit nach einer Möglichkeit, das Know How, welches man bei der Entwicklung des ATV gewonnen hat, weiter zu nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da das ATV nur bis 2017 den ESA-Kostenanteil am Betrieb der ISS deckt, diskutiert die ESA derzeit mit der NASA, wie und in welcher Form man den Kostenanteil zum Betrieb der ISS von 2017-2020 entrichten kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mögliche Option könnte der Bau eines Servicemoduls für das MPCV Orion der NASA sein. Dieses würde dann auf Basis des ATV-Service-Moduls entwickelt werden. Der Plan ist es, hier ein Service-Modul für die Nasa für den ersten SLS-Start zu bauen. Dieser noch unbemannte Testflug mit einer Orion-Kapsel soll eine Mondumrundung beinhalten. Dieses erste Service-Modul würde die ESA in Gegenleistung für den ISS-Support der Nasa noch schenken, jedes weitere Service-Modul müsste die Nasa entweder von der ESA kaufen oder ein eigenes Service-Modul neu entwickeln. Eine andere Möglichkeit wäre eine Kooperation der ESA in Nasas Explorationsprogramm, bei dem die ESA als kooperativen Anteil das Orion-Service-Modul beisteuern könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Option, die auf Basis der ATV-Technologie begonnen werden könnte und derzeit in der ESA diskutiert wird, ist die Entwicklung eines sogenannten “Versatile Autonomous Concept” was auf Deutsch so viel wie &#8222;Flexibles Autonomes Konzept&#8220; heißt. Auch hier würde man auf Basis des ATV-Service-Moduls ein flexibles Service-Modul entwickeln, welches für noch festzulegende Aufgaben entwickelt werden soll. Zur Diskussion stehen der ISS-Resupply, eine unbemannte Forschungsplattform oder ein Service-Satellit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA wäre im Fall eines ISS-Resupply nur an einem ATV-ähnlichen VAC interessiert. Bei einer Forschungsplattform käme es wahrscheinlich nur zu einer kleineren, freifliegenden Plattform oder nur zu Kurzmissionen. Mit einem Service-Satelliten könnte ein nicht mehr funktionsfähiger Satellit zum Deorbiten gebracht werden oder ein Satellit mit neuem Treibstoff befüllt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012012151807_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012012151807_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Optionen werden von der ESA im Weiteren ausgearbeitet und sollen im November auf der ESA-Ministerratskonferenz zur Entscheidung gestellt werden. Diese Treffen finden alle vier Jahre statt, bei denen die vielen Programme und Missionen entschieden werden müssen. So ist auch noch die weitere Finanzierung des ISS-Betriebs von 2013-2020 zu besprechen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sollen die Kosten für die ISS-Beteiligung deutlich gesenkt werden, um Mittel für andere Explorationsmissionen frei zu bekommen. Eine weitere Herausforderung hier wird die steigende Anzahl an internationalen Partnern sein, EU-Mitglieder genauso wie andere Raumfahrtagenturen und Industriepartner. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der ESA ist es, bis 2020 möglichst konkrete bemannte Explorationsmissionen durchzuführen und im Weiteren eine Zukunft nach der ISS zu gestalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kommt-das-orion-sm-aus-europa/" data-wpel-link="internal">Kommt das Orion-SM aus Europa? (11. Oktober 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/space-launch-system/" data-wpel-link="internal">Space Launch System</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10725.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA-Ministerratstagung 2012</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9866.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bemannte Wartungsmissionen</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.1290" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion* (ab dem 22. Dezember 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4213.905" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS Versorger ATV (ab dem 11. Oktober 2011)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10715.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Presseveranstaltung &#8211; Ziele der ESA in der bemannten Raumfahrt mit Thomas Reiter</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10009.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wie geht es weiter mit dem ATV?</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Progress-M 11M bringt ISS Nachschub</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-11m-bringt-iss-nachschub/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 20:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein russischer Transporter vom Typ Progress-M-M ist gegen 16:38 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur zur Internationalen Raumstation gestartet. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Skyrocket, Raumcon. An Bord befinden sich 2.673 kg Fracht, das Ankoppeln am Heck der Station soll am Donnerstag gegen 18:39 Uhr nach rund 50 Stunden autonomem Flug erfolgen. Der Frachter [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein russischer Transporter vom Typ Progress-M-M ist gegen 16:38 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur zur Internationalen Raumstation gestartet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Skyrocket, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062011220116_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062011220116_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="346" height="229"/></a><figcaption>
Trägerrakete Sojus-U mit Frachtraumschiff Progress-M 11M beim Start. 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord befinden sich 2.673 kg Fracht, das Ankoppeln am Heck der Station soll am Donnerstag gegen 18:39 Uhr nach rund 50 Stunden autonomem Flug erfolgen. Der Frachter startete auf einer Trägerrakete des Typs Sojus-U und gelangte auf eine Anfangsbahn zwischen 194 und 240 km Höhe bei einer Bahnneigung von 51,64° und einer Umlufzeit von gut 88 Minuten. Auf dieser niedrigen Bahn nähert sich das Raumschiff nun der Internationalen Raumstation, wobei mehrere Manöver zur Anhebung geplant sind. Dabei sinkt die Relativgeschwindigkeit zur Station, so dass man schließlich sanft anlegen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptfracht besteht aus Treibstoff, Lebensmitteln und Verbrauchsmaterialien. Mit dabei sind aber auch Wasser, Sauerstoff sowie Ausrüstung für die wissenschaftlichen Experimente &#8222;Kristallisator&#8220;, &#8222;Relaksazija&#8220;, &#8222;Biodegradazija&#8220; und &#8222;Matrjoschka-R&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Triebwerken des Frachtschiffes soll bereits am 29. Juni eine weitere Bahnkorrektur des Stationskomplexes durchgeführt werden. Damit wird die Bahn für die geplante Ankunft der Raumfähre Atlantis Anfang Juli optimiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derweil hat gestern der ESA-Frachter &#8222;Johannes Kepler&#8220; (ATV 2) mit Abfällen beladen abgelegt und soll innerhalb der nächsten Stunden über dem Pazifik in dichte Schichten der Erdatmosphäre eindringen und weitgehend verglühen. Ein spezieller Messkomplex zeichnet die dabei auftretenden Beschleunigungswerte und Temperaturen auf und soll diese per Funk an eine Bodenstation übermitteln. ATV 2 war auf einer Ariane 5 am 16. Februar mit 7 Tonnen Fracht gestartet und hatte am 24. Februar am Modul Swesda angelegt. Mit den Triebwerken des Transportschiffes war die Bahn der Station in mehreren Schritten um mehr als 40 Kilometer angehoben worden. ATV ist ein Beitrag der ESA zum Betrieb der ISS. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit an Bord von Progress-M 11M ist der 40 kg schwere Mikrosatellit Tschibis-M. Er soll nach dem Ablegen des Raumschiffes zum Ende der Mission ausgestoßen werden und dient der Plasma- und Atmosphärenforschung. Damit sollen u. a. Fluktuationen elektrischer und magnetischer Felder in der Hochatmosphäre sowie mehrere Parameter des umgebenden Plasmas unter verschiedenen helio- und geomagnetischen Bedingungen gemessen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9807.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfrachter Progress M-11M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9538.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ATV 2 &#8222;Johannes Kepler&#8220; (komplettes Thema)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-11m-bringt-iss-nachschub/" data-wpel-link="internal">Progress-M 11M bringt ISS Nachschub</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Expedition 28 nimmt gemeinsame Arbeit auf</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-28-nimmt-gemeinsame-arbeit-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 13:12:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die drei Neuankömmlinge bezogen ihre neuen Quartiere in der ISS und starteten ihre ca. sechs Monate andauernde Mission. Dabei bereitete man sich auf die Abreise von ATV 2 und die Ankunft von Progress-M 11M in der nächsten Woche vor. Aber auch Experimente und eine Notfallübung standen auf dem vollen Terminplan. Zum Ende seiner Mission gab [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die drei Neuankömmlinge bezogen ihre neuen Quartiere in der ISS und starteten ihre ca. sechs Monate andauernde Mission. Dabei bereitete man sich auf die Abreise von ATV 2 und die Ankunft von Progress-M 11M in der nächsten Woche vor. Aber auch Experimente und eine Notfallübung standen auf dem vollen Terminplan. Zum Ende seiner Mission gab es richtig Arbeit für ATV 2, der europäische Raumtransporter schob die Station auf eine rund 35 Kilometer höhere Umlaufbahn. (Newsbild: Ronald Garan im Swesda-Modul)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die jetzige Langzeitbesatzung 28 im Bild 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Ankunft von Sojus-TMA 02M am 10. Juni waren dafür einigen Arbeiten der Nachbereitung nötig. So hat die Besatzung die neu angekommene Sojus in die Systeme der Station eingebunden. Es wurden Temperatursensoren eingebaut, Heiz- und Lüftungsschläuche verlegt und der Docking-Konus, mit anschließender fotografischer Dokumentation, ausgebaut. Das Ventil zum Druckausgleich zwischen Rasswjet und Sojus wurde in den elektronischen Kontrollmodus zurückgesetzt. Die drei Neuankömmlinge, Sergej Wolkow, Michael Fossum und Satoshi Furukawa haben in den nächsten zwei Wochen pro Tag jeweils eine Stunde frei, um sich an die Station und die Bedingungen im All zu gewöhnen. Gleich am nächsten Tag stand eine der größten Bahnanhebungen der ISS auf dem Programm. ATV 2 brachte die ISS an diesem Tag auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 364,8 Kilometer (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/groesste-bahnanhebung-der-iss-durch-atv-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">RN berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juni beging man auf russischer Seite den Feiertag „Tag Russlands“. Die drei Kosmonauten an Bord der ISS hatten deshalb etwas mehr Freizeit zur Verfügung und nahmen an einigen Live-Schaltungen mit der Bodenstation teil. Ansonsten lief das normale Tagesgeschäft, Michael Fossum und Satoshi Furukawa absolvierten ihre erste Sitzung des US-Experimentes Bisphosphonates. Dabei werden spezielle Medikamente eingenommen, um der Verringerung der Knochendichte in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken und diesen Prozess weiter zu erforschen. Beide Raumfahrer erhielten unterschiedliche Medikamentierungen, so erhält man einen direkten Vergleich auf Basis vorheriger Messungen. Einen Gesamtüberblick des Gesundheitsstatus der Besatzung sammelte Ronald Garan auf einem Stations-Laptop und übermittelte die Daten zur Erde. Zusätzlich setzte er die in der letzten Woche unterbrochenen Arbeiten am Stationsnetzwerk und dessen Computern fort, da es bei einem Softwareupdate zu diversen Fehlermeldungen kam.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Hier das manuelle Kontrollsystem TORU in Swesda-Modul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf russischer Seite taten sich Sergej Wolkow und Alexander Samokutjajew zusammen, um das russischen System TORU zu prüfen. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress-Raumschiffen zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung manuell anzudocken. Der nächste Transporter Progress-M 11M wird am 23. Juni erwartet, nachdem ATV 2 am 20. Juni vom Swesda-Modul abgelegt hat. ATV 2 wurde weiter von der ISS-Crew mit Müll und nicht mehr benötigten Gegenständen gemäß einer aktualisierten Cargo- und Stauliste beladen. Alexander Samokutjajew bereitete für das Ablegemanöver entsprechendes COM-Equipment, wie die Antennenzuleitung, die Antennen-Kontrolleinheit und das ATV-Kontrollpult, vor. Alle sechs Besatzungsmitglieder nahmen an einer routinemäßigen Notfallübung teil. Diesmal wurden die Prozeduren bei Feuer, schnellem Druckverlust, toxischen Gefahren und Ammoniak-Lecks besprochen und geprobt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Wochenmitte arbeitete Satoshi Furukawa im japanischen Kibo-Modul. Er fotografierte dabei sein erstes 2D Nano Template 2 Experiment. Hierbei geht es um die Erzeugung von Nano-Schablonen zur Herstellung elektronischer Materialien auf der Erde. Im Rahmen der JAXA-RBO-3-Matrjoschka-R-Strahlenforschungsstudie montierte er siebzehn mit Sojus-TMA 02M gelieferte Flächendosimeter PADLE (Passive Area Dosimeters for Lifescience Experiment). Diese wurden gleichmäßig in den japanischen Modulen Kibo (JPM) und JPL (JEM Pressurized Logistics Segment) platziert und zu Dokumentationszwecken fotografiert. Anschließend musste er sich einer Fehlerbeseitigung widmen. Das JAXA Kibo SLT (Systemlaptop-Terminal) wurde neu gestartet, nachdem es am 10. Juni einen Verbindungsfehler angezeigt hatte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die beiden K
<sub>u</sub>
-Band Antennen der ISS 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alle sechs Besatzungsmitglieder führten am Ende der Woche eine medizinische Notfallübung durch. Sie trainierten dabei den Umgang mit der Notfallausrüstung, wie dem automatisierten Defibrillator, einem Beatmungsgerät und dem „Crew Medical Restraint System“. Dieses CRMS ist eine Vorrichtung, auf der Patienten für Behandlungen, Defibrillationen und andere Notfälle in der Schwerelosigkeit befestigt werden können. Gemeinsam führten alle Sechs ihre Gewichtsbestimmung mit dem IMT (mass measurement device) durch. Dabei wird das Gewicht des Menschen berechnet, indem man seine Masse in der Schwerelosigkeit ermittelt. Das geschieht durch die Messung der Trägheitskräfte, die während der Schwingungsbewegung einer Masse entstehen, vergleicht diese mit einer bekannten Masse und ermittelt damit das Gewicht des Raumfahrers. Ronald Garan, Michael Fossum und Satoshi Furukawa hatten anschließend die Aufgabe, sich mit den kommenden Tätigkeiten während des letzten Logistikfluges des Space Shuttles Atlantis vorzubereiten. Das MPLM Raffaello in der Nutzlastbucht der Atlantis beinhaltet die größte Frachtmenge, welche je in einem MPLM (Multi-Purpose Logistics Module) transportiert wurde. Daher mussten extra Stauräume in den Modulen JLP (JEM Logistics Pressurized Segment), COL (Columbus Orbital Laboratory), PMM (Permanent Multipurpose Module) und im russischen Sarja-Modul (FGB) vorbereitet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sich die Umlaufbahn der ISS zur Zeit lange im Sonnenlicht (High Solar Beta Angle) befindet, müssen Anlagen und Operationen an und in der ISS sorgfältig auf Überhitzung geprüft werden. So wird zum Beispiel der Backbord Radiator als Schattenspender für den Andockadapter 3 (PMA-3) genutzt. Weiter wurde die K<sub>u</sub>-Band Antenne deaktiviert und geparkt. Daher sind in dieser Woche weniger Datentransfers zur Erde möglich und das AMS 2 (Alpha Magnetic Spectrometer 2) kommunizierte per S-Band mit der Bodenstation. Am 15. und am 17. Juni fanden zwei weitere Bahnanhebungen des Orbitalkomplexes statt. Die Triebwerke von ATV 2 arbeiteten dabei rund 60 Minuten und hoben die mittlere Umlaufbahn der ISS um 17 Kilometer auf insgesamt 381,6 Kilometer an. In dieser Höhe wird die Station durch immer noch vorhandene Luftmoleküle der Atmosphäre wesentlich weniger gebremst. Vor der Bahnanhebung waren es rund 100-150 Meter täglicher Höhenverlust. 
<br>
Mittlere Bahnhöhe der ISS am 14.06.2011:</p>



<p class="wp-block-paragraph">364,8 km bei einem Höhenverlust von 13 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>20. Juni, geplante Abreise von ATV-2 &#8222;Johannes Kepler&#8220;</li><li>23. Juni, geplante Ankunft von Progress-M 11M</li><li>29. Juni, Bahnanhebung durch Progress-M 11M</li><li>10. Juli, geplante Ankunft des Space Shuttles Atlantis</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9751.msg188379#msg188379" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 28 seit dem 13. Juni</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sojus-TMA 02M erreicht die ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-02m-erreicht-die-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 11:41:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da die 28. Stammbesatzung einige Zeit nur zu dritt arbeitete, hatte sie, bis die Verstärkung mit Sojus-TMA 02M eintraf, einen vollen Arbeitsplan. Es wurden etliche Experimente betreut, Wartungsarbeiten durchgeführt, Frachtgüter aus Progress-M 10M entladen und Abfall in ATV 2 „Johannes Kepler“ verladen. Gestern Abend erreichte ein neues digital gesteuertes Sojus-Raumschiff die Internationale Raumstation. (Newsbild: Sojus-Raumschiff [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Da die 28. Stammbesatzung einige Zeit nur zu dritt arbeitete, hatte sie, bis die Verstärkung mit Sojus-TMA 02M eintraf, einen vollen Arbeitsplan. Es wurden etliche Experimente betreut, Wartungsarbeiten durchgeführt, Frachtgüter aus Progress-M 10M entladen und Abfall in ATV 2 „Johannes Kepler“ verladen. Gestern Abend erreichte ein neues digital gesteuertes Sojus-Raumschiff die Internationale Raumstation. (Newsbild: Sojus-Raumschiff im Anflug)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-06-13-82055.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062011134129_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062011134129_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Alexander Samokutjajew mit dem Experiment Rastenja 2 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Abreise des Space-Shuttles Endeavour in der letzten Woche begann für die zurückbleibenden Raumfahrer Andrej Borisjenko, Ronald Garan und Alexander Samokutjajew die normale Arbeit als Dreipersonen-Crew. Dabei ging es hauptsächlich um die Kontrolle der Stationssysteme, die Wartung der Anlagen und die Betreuung von wissenschaftlichen Experimenten. Ronald Garan führte eine Reinigung der Belüftungselemente in den Schlafquartieren im Harmony-Modul durch, sicherte und verstaute biologische Proben und arbeitete am Fluids Integrated Rack um eine Steuerung von der Bodenstation aus zu ermöglichen. Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew arbeiteten im russischen Segment. So fotografierten sie die Stationsfenster zu Dokumentationszwecken, entfernten einige Gerätestecker zum Austausch russischer Hardware und betreuten das Pflanzenexperiment Rastenja 2. Hierbei geht es Wissenschaftlern darum, Pflanzenkulturen in der Schwerelosigkeit zu erforschen und sie für künftige Raummissionen zu kultivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die drei auf die Verstärkung durch die Besatzung von Sojus-TMA 02M, Michael Fossum, Satoshi Furukawa und Sergej Wolkow warteten, führten sie erneut eine Notfallübung für das Verhalten bei schnellem Druckverlust in der Station und weitere Experimente durch. Bei der Notfallausbildung wurden die drei von der Bodenstation angeleitet und machten sich mit den Lagerplätzen der Notfallausrüstung, dessen Gebrauch und den nötigen Verhaltensweisen vertraut. Im Zuge dessen wurde mit dem Experiment BAR gearbeitet, welches Lecks im russischen Segment aufspüren soll. Ronald Garan arbeitete mit dem Experiment VIABLE (eValuatIon And monitoring of microBiofiLms insidE the ISS). Hier werden verschiedene Materialien mit antibakteriellen Beschichtungen getestet und an der Verhinderung von mikrobiologischen Belägen geforscht. Am 3. Juni fand eine erneute Bahnanhebung durch das ATV 2 statt. Die Triebwerke wurden dafür knapp 17 Minuten gezündet und erhöhten die mittlere Umlaufbahn der ISS um rund vier Kilometer. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062011134129_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062011134129_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ronald Garan beim täglichen Training auf der Fahrradergometer CEVIS 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am letzten Wochenende hatte Andrej Borisjenko die Aufgabe, das Izgib-Dakon-Experiment zu kontrollieren. Ein Beschleunigungssensor ermittelt hier Stöße und Vibrationen an der Station und zeichnet diese auf. Jetzt wurden die Strukturdynamikdaten ermittelt und ihr Einfluss auf wissenschaftliche Hardware bewertet. Ronald Garan führte seine zweite Sitzung des VO2max-Experiments, einer Messung und Dokumentierung der Sauerstoffaufnahme eines Menschen während und nach seinem Aufenthalt an Bord der Station, durch. Verglichen und bewertet werden die Veränderungen in seiner aeroben Kapazität über einen längeren Zeitraum. Im Anschluss erledigte er eine routinemäßige Prüfung der Probenbehälter des MELFI-Gefrierschrankes. Täglich hatte die Besatzung Gelegenheit, Aufnahmen unseres Planeten anzufertigen. Diesmal wurden Gebiete in Libyen, Barbuda und Mexiko fotografiert und gespeichert. Im Laufe des Wochenendes haben die Besatzungsmitglieder ihre täglichen Trainingseinheiten fortgesetzt, um den Effekten der langen Aussetzung der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken. Sie konnten auch einige dienstfreie Zeit genießen, haben regelmäßige Wartungsaufgaben fortgesetzt und Gelegenheiten, mit Familienangehörigen zu sprechen, wahrgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Beginn dieser Woche arbeiteten Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew Teile der russischen Aufgabenliste ab. Sie verpackten nicht mehr benötigte russische Sachen in 9 große Transporttaschen CTBs (Cargo Transfer Bags) für die Entsorgung im ATV 2 gemäß US-Vereinbarung. Ebenso wurden die Experimente Sprut 2, Rusalka, Tipologija und Matrjoschka-R betreut bzw. daran teilgenommen. Für eine Reinigungsaktion der Treibstoffsysteme des ATV 2 wurden alle Fenster des Swesda-Moduls vorsorglich geschlossen, um Verunreinigungen zu vermeiden. Im US-basierten Teil der ISS verbrachte Ronald Garan einige Zeit mit dem Tausch und der Aktualisierung der Stations-Laptops und damit verbundenen Arbeiten am Bordnetzwerk. Eine schadhafte Datei beim Hochladen der Software unterbrach allerdings seine Tätigkeiten. Mit Hilfe der Techniker am Boden wurden die Arbeiten an den verbleibenden Computern am Tag darauf fortgesetzt. Zusätzlich wechselte Garan einige Proben im Fluids Integrated Rack aus und machte eine Routinewartung der US-Raumanzüge im Schleusenmodul Quest. Weiterhin verstaute er persönliche Kleidung und Ausrüstung der drei erwarteten Besatzungsmitglieder in den zugeteilten Staufächern, diese war im PMM Leonardo gelagert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062011134129_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062011134129_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Die Langzeitbesatzung 28 spricht mit der Bodenstation. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbereitend auf die Ankunft von Sojus-TMA 02M testeten die Raumfahrer das K<sub>u</sub>-Band-System mit einer Videoübertragung. Dabei geht es um die Umwandlung der russischen Videosignale einer SONY-HDV Kamera in das amerikanische NTSC-Format und deren drahtlose Übertragung. Sojus-TMA 02M startete am 7. Juni um 22:12 Uhr MESZ von Baikonur planmäßig zur ISS. An Bord ist die Verstärkung der derzeitigen Stammbesatzung 28, Sergej Wolkow, Michael Fossum und Satoshi Furukawa. Während des Fluges kam in dieser zweiten digital gesteuerten Sojus eine neue Software der Neptun-Konsole zum Einsatz. Beim Typschiff Sojus-TMA 01M traten während des Fluges ungewollte Neustarts der Anlage und damit kleinere Probleme auf, die man hier bei diesem Raumschiff ausschließen möchte. Mit mehreren Bahnkorrekturmanövern näherte sich das Raumfahrzeug gestern Nacht der ISS, umkreiste sie kurz und setzte zum Endanflug mit nachfolgender Kopplung an. 
<br>
Die feste Verbindung mit dem Orbitalkomplex konnte gestern um 23:18 Uhr MESZ mit dem Schließen der Andockklammern zwischen den Raumfahrzeugen vollzogen werden. Die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen verlief erfolgreich und so wurden heute um 02:34 Uhr MESZ die Luken geöffnet. Darauf schwebten die drei Neuankömmlinge in die Raumstation und erhielten im Anschluss an die herzliche Begrüßung sofort die vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung durch Stationskommandant Andrej Borisjenko. Damit ist die Langzeitbesatzung 28 vollständig und wird ihre gemeinsame Arbeit für drei Monate aufnehmen. Geplante Höhepunkte gibt es in dieser Zeit reichlich, das Space Shuttle Atlantis soll auf seiner letzten Mission die Station anfliegen. Weiter wird ATV 2 noch zwei große Bahnanhebungen ausführen und mit Abfällen beladen die Station in einigen Tagen verlassen. Progress-M 10M hingegen muss entladen werden, ein neuer Versorger, Progress-M 11M, wird Ende Juni erwartet und es soll einen russischen Weltraumausstieg geben. Die Langzeitbesatzung 28 wird die Wartung der Station, nötige Transportarbeiten und die Forschungsaufgaben der bisherigen Besatzungen fortführen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 09.06.2011:</p>



<p>346,1 km bei einem Höhenverlust von 135 Metern in den letzten 24 Stunden</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>12. Juni, doppelte Bahnanhebung durch ATV-2</li><li>15. Juni, doppelte Bahnanhebung durch ATV-2</li><li>20. Juni, geplante Abreise von ATV-2 &#8222;Johannes Kepler&#8220;</li><li>23. Juni, geplante Ankunft von Progress-M 11M</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9751.0#top" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 28</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Die letzten gemeinsamen Tage auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-letzten-gemeinsamen-tage-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2011 17:15:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Langzeitbesatzung 27 neigt sich ihrem Ende entgegen. Die Tage vor der Abreise von Sojus-TMA 20 könnten in der Station nochmals sehr ereignisreich werden, wenn die Endeavour am 16. Mai zu ihrer letzten Mission starten kann. (Newsbild: Catherine Coleman arbeitet am Kobairo-Rack in Kibo) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Vertont von Peter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Langzeitbesatzung 27 neigt sich ihrem Ende entgegen. Die Tage vor der Abreise von Sojus-TMA 20 könnten in der Station nochmals sehr ereignisreich werden, wenn die Endeavour am 16. Mai zu ihrer letzten Mission starten kann. (Newsbild: Catherine Coleman arbeitet am Kobairo-Rack in Kibo)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-15-61859.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052011191513_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052011191513_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Alexander Samokutjajew arbeitet am Bioemulsion-Experiment 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem ruhigen Wochenende mit verminderten Arbeitsaufgaben begannen die Bewohner der ISS ihre 8. Woche der Langzeitbesatzung 27. Die russischen Besatzungsmitglieder Alexander Samokutjajew und Andreij Borisjenko betreuten das Bioemulsion-Experiment im Docking- und Schleusenmodul Pirs. Dabei werden in einem Handschuhkasten (Glovebox) die Biomasse von Mikroorganismen und biologisch aktiven Substanzen ermittelt. Wissenschaftler erhoffen sich von den Ergebnissen, auf der Erde schnellere Technologien zu entwickeln, um Mikroorganismen-Biomasse und biologisch aktive Substanzen zu erhalten. Dabei geht es darum, hocheffiziente umweltmäßig reine Bakterien, Enzyme und medizinische/pharmazeutische Vorbereitungen zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld ihrer Rückkehr zur Erde mit Sojus-TMA 20 begannen Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli und Catherine Coleman sich darauf vorzubereiten. Dafür verpackten sie Fracht und Gegenstände, welche in der Rückkehreinheit transportiert werden sollen. Das beinhaltete 13 amerikanische und rund 60 russische Artikel. Die Rückkehr ist für den 24. Mai mit der Landung um 04:26 Uhr MESZ geplant. Kurz vor der Nachtruhe, verbrachte Kommandant Dmitri Kondratjew etwas Zeit mit dem russischen SONOCARD-Experiment, dass physiologische Funktionen eines Besatzungsmitgliedes während des Schlafes ohne direkten Kontakt auf der Haut registriert. Für seine 13. Experiment-Sitzung legte er ein Sporthemd mit entsprechenden Sensoren und eine Gerätetasche zur Erfassung der Daten an. Diese werden auf der Erde ausgewertet und könnten als Basis dienen, die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Körpers bei Langzeitflügen zu bewerten und vorauszusagen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052011191513_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052011191513_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Catherine Coleman bei Arbeiten in Leonardo 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Wochenmitte verbrachte Andreij Borisjenko annähernd fünf Stunden mit Wartungsarbeiten der Rauchmelder im Sarja-Modul. Die zehn zum russischen SPOPT (Feuermelde- und Löschsystem) gehörenden Sensoren IDZ-2 wurden demontiert, gereinigt und wieder eingebaut. Weiterhin prüfte er benachbarte Bereiche der Sensoren und reinigte die Einlassöffnungen mit antibakteriellen Tüchern. Ebenso betreute er das laufende Experiment TEKh-22 Identifikatsija im Rasswjet-Modul. Dabei werden strukturelle Daten der Station durch einen Mikrobeschleunigungssensor gemessen, auf einem Laptop erfasst und zur Bodenstation übermittelt. Das stillgelegte Laufband TVIS im russischen Swesda-Modul bleibt weiterhin außer Funktion. Die Fachleute am Boden analysieren weiter die aufgezeichneten Geräuschdaten, eine größere Inspektion könnte nötig werden. Probleme gab es außerdem mit TOCA (Total Organic Carbon Analyzer), einem Gerät zur Prüfung der Reinheit des Wassers der Wasser-Recycling-Anlage (WPA) im amerikanischen Stationsteil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um sich körperlich auf die Rückkehr in die Erdschwere vorzubereiten, hatte Dmitri Kondratjew in dieser Woche seine zweite Trainingseinheit mit der Tschibis-Anzughose. Hier wirkt ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körpers, um bei den Beinmuskeln die Wirkung der Schwerkraft zu simulieren. Dabei nutzte er, von Alexander Samokutjajew als medizinischer Offizier der ISS überwacht, das amerikanische Laufband T2/Colbert. Ronald Garan, Paolo Nespoli und Catherine Coleman befassten sich etliche Stunden mit Transfer und Verpackungsarbeiten. Es wurde im Leonardo-Modul aufgeräumt und zwei nicht mehr benötigte RFTAs (Recycle Filter Tank Assemblies) im ATV 2 verstaut. Dort angekommen, wurden etliche temporär in JoKe gestaute und nicht mehr benötigte Sachen verpackt und in dem Frachter entsprechend festgezurrt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052011191513_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052011191513_small_3.jpg" alt="NASA" width="279" height="193"/></a><figcaption>
MERLIN-Unit beim Transport im Shuttle zur ISS 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der zweiten Wochenhälfte sammelten Catherine Coleman und Ronald Garan biologische Proben für die Lagerung in einem Gefrierschrank, welcher Teil des Human Research Facility Racks in Columbus ist. Zwei Stunden ihrer Arbeitszeit verwendete Catherine Coleman im Destiny-Modul für den Umbau der MERLIN-2-Gerätschaft (Microgravity Experiment Research Locker/Incubator 2) vom Express-Rack 8 in das Express-Rack 6. Zuvor installierte sie eine Kamera zur Videodokumentation der Tätigkeiten. Sie versetzte dann die Hardware, verband diese mit entsprechenden Verkabelungen, installierte Sensoren plus Antikondensationsbeutel und konfigurierte die Schalter von MERLIN. Später am Tag prüfte sie den Status des Gerätes und fertigte einige Fotos zur Dokumentation an. MERLIN ist einer von mehreren Gefrierschränken auf der ISS. Neben den Gefriereinheiten MELFI (Minus Eighty-degree Laboratory Freezer for ISS) und GLACIER (General Laboratory Active Cryogenic ISS Experiment Refrigerator) können in MERLIN biologische Proben bei verschiedenen Temperaturen aufbewahrt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den Vorbereitungen auf ihre Abreise verbrachte Catherine Coleman etwas Zeit mit dem Bildungsexperiment „Kids in Micro-g“. In dieser Sitzung führte sie eine Auftriebs-Demonstration durch, welche von Schülern der Gate of Heaven School in Dallas entworfen wurde. Paolo Nespoli zeichnete die Ergebnisse per Videodokumentation auf. Ronald Garan begann währenddessen mit der Umsetzung des Major Constituent Analyzer Data and Control Assembly vom Tranquility-Modul in das Destiny-Labor. Dieses Gerät ist ein Massenspektrometer-System, dass die Stationsatmosphäre auf schädliche Verseuchungen analysiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 14.05.2011: 344,7 km bei einem Höhenverlust von 131 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>16. Mai, Test der Triebwerke von Sojus-TMA 20</li><li>18. Mai, geplante Ankunft der Endeavour an der ISS</li><li>24. Mai, geplante Abreise von Sojus-TMA 20</li><li>30. Mai, geplante Abreise der Endeavour von der ISS</li><li>02. Juni, Bahnanhebung durch ATV-2</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9484.msg184619#msg184619" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 27 seit dem 5. Mai</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-15-61859.mp3" length="8224058" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Space Shuttle Discovery erfolgreich gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/space-shuttle-discovery-erfolgreich-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 22:32:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[KSC]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-133]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33886</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Space Shuttle Discovery hob um 22:53 Uhr MEZ von der Startrampe 39A des Kennedy Space Center ab und begann damit seine letzte Mission, um das permanente Mehrzweckmodul Leonardo zur Internationalen Raumstation zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Der Tag begann, nachdem das Mission Management Team grünes Licht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Space Shuttle Discovery hob um 22:53 Uhr MEZ von der Startrampe 39A des Kennedy Space Center ab und begann damit seine letzte Mission, um das permanente Mehrzweckmodul Leonardo zur Internationalen Raumstation zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-02-25-40935.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022011233210_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022011233210_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Discovery vor dem Start 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tag begann, nachdem das Mission Management Team grünes Licht gegeben hat, unter dem strahlend blauen Himmel in Florida mit der Betankung des externen Tankes von Discovery. Während der dreistündigen Prozedur wird der Tank mit fast 1,9 Millionen Litern flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betankt und versorgt damit die drei Triebwerke des Space Shuttle während des Aufstiegs in die Umlaufbahn. Besonders aufmerksam beobachtete dabei das Team rund um Mike Leinbach die sogenannte Ground Umbilical Carrier Plate (GUCP), wo ein Lecks am 5. November zum Startabbruch führte. Die Reparaturen, die an der GUCP durchgeführt wurden, zeigten allerdings die erhoffte Wirkung und so konnte der Countdown ohne Störung fortgesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Brennpunkte für das Startteam waren die Verbindungsflanschen, die sowohl den Tank für den flüssigen Wasserstoff als auch den für den flüssigen Sauerstoff mit dem Zwischentank verbinden. Hier kam es auf der Seite des flüssigen Sauerstoffs am 5. November zu Rissen in dem unterliegenden Aluminium-Material. Um die Effektivität der Reparaturen, die während der letzten Wochen durchgeführt worden waren, zu überprüfen und eventuell neu entstandene Risse frühzeitig erkennen zu können, wurden rund um den externen Tank spezielle Wärmebildkameras aufgebaut. Doch auch hier gab es keinerlei Probleme und der externe Tank zeigte sich von seiner beste Seite. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022011233210_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022011233210_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die Crew der Discovery 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als alle potenziellen Tankproblemen aus dem Weg waren, richteten sich alle Blicke auf den europäischen Weltraumtransporter ATV 2, der nur wenige Stunden vor dem geplanten Start der Discovery an die Internationale Raumstation ankoppeln sollte. Wäre es hier zu Problemen gekommen, so hätte das Mission Management Team eventuell den Start der Discovery verschieben müssen. Doch das ATV 2 erfüllte seine Aufgabe hervorragend und legte ohne Probleme an der ISS an (Raumfahrer.net berichtete:<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/johannes-kepler-erreicht-die-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Johannes Kepler erreicht die ISS</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sah also danach aus, als ob es ein reibungsloser Countdown werden würde. Doch etwa eine halbe Stunde vor dem geplanten Start kam es zu einem Problem mit den Computern der östlichen Bereichssicherung. Das Startteam arbeitete fieberhaft an der Lösung des Problems und konnte mit nur wenigen verbleibenden Sekunden im Startfenster dann endlich grünes Licht geben. Somit stand einem erfolgreichen Start der Discovery nichts mehr im Weg und um 22:53 Uhr MEZ war es dann soweit: das Space Shuttle hob unter dem Beifall von Tausenden Zuschauern ab und begann seine Reise. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der 11-tägigen Mission soll die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Steve Lindsey, dem Piloten Eric Bowen und den Missionsspezialisten Alvin Drew, Steve Bowen, Michael Barratt und Nicole Stott, das permanente Mehrzweckmodul Leonardo zur Raumstation liefern. Es ist das letzte amerikanische Modul für die ISS und wird den Besatzungen der Station zusätzlichen Stauraum bieten. Leonardo wird, mit einer Länge von über 6 Metern und einem Durchmesser von 4½ Metern, diverse Experimente und Ersatzteile zur Station liefern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022011233210_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/24022011233210_big_260.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Liftoff! 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite wichtige Nutzlast, die Discovery zur Internationalen Raumstation bringen wird, ist der sogenannte Express Logistics Carrier 4 (ELC). Dieser Frachtträger, der eine Masse von etwa 3,7 Tonnen hat, ist in der Lage, wissenschaftliche Experimente aufzunehmen und dient außerdem als Lagerplatz für Ersatzteile der Raumstation. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung wird während dieser Mission zwei Außenbordeinsätze durchführen. Steve Bowen, der erst vor wenigen Wochen Mitglied der STS-133-Besatzung geworden ist, wird die Einsätze leiten und durch Alvin Drew unterstützt, der zum ersten Mal in seiner Karriere einen Außenbordeinsatz bestreiten wird. Bowen ersetzte Tim Kopra, der sich bei einem Radunfall verletzte und aufgrund seiner Verletzung nicht rechtzeitig wieder gesund werden konnte. Mit STS 133 stellte Steve Bowen auch einen neuen Meilenstein auf, da er der erste Astronaut ist, der auf zwei aufeinanderfolgenden Missionen der USA ins All geflogen ist. Während der zwei Einsätze werden die Astronauten verschiedene Reparaturen durchführen und die Installation von Leonardo vorbereiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Start von STS 133 befindet sich das Space Shuttle Discovery nun auf seiner letzten Mission. Discovery, der älteste der drei noch verbliebenen Orbiter, wird mit Abschluss der Mission insgesamt 362 Tage im All verbracht haben. Die lange Karriere der Discovery begann im August 1984, als der Orbiter im Rahmen der STS-41D-Mission drei Kommunikationssatelliten ins All brachte. Discovery hatte auch die Ehre sämtliche „Return to Flight“-Flüge nach den Challenger- und Columbia-Unglücken durchzuführen. Nach dem Flug der Discovery wird es nur noch zwei weitere Flüge geben, bevor das Space-Shuttle-Programm beendet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung der Discovery wird ihren ersten Flugtag gegen 04:50 Uhr MEZ beenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8937.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 133 &#8211; Countdown und Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9498.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 133 &#8211; Countdown und Start II</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9580.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 133 &#8211; Mission und Landung</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 133: Einmalige Fotogelegenheit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-133-einmalige-fotogelegenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 21:13:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die amerikanische Weltraumbehörde geht derzeit der Möglichkeit nach, mithilfe einer russischen Sojus-Kapsel, die Internationale Raumstation in voller Pracht mit all ihren Raumfahrzeugen zu fotografieren. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Während der STS-133-Mission, die nach derzeitigem Stand am 24. Februar starten soll, werden sich alle Raumfahrzeuge der Partnernationen an der Internationalen Raumstation befinden. Neben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die amerikanische Weltraumbehörde geht derzeit der Möglichkeit nach, mithilfe einer russischen Sojus-Kapsel, die Internationale Raumstation in voller Pracht mit all ihren Raumfahrzeugen zu fotografieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011221320_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011221320_small_1.jpg" alt="Nasa" width="313" height="206"/></a><figcaption>
Die ISS während des STS-132-Flyaround 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der STS-133-Mission, die nach derzeitigem Stand am 24. Februar starten soll, werden sich alle Raumfahrzeuge der Partnernationen an der Internationalen Raumstation befinden. Neben einer russischen Sojus-Kapsel und einem Progress-Frachttransporter, sowie dem amerikanischen Space Shuttle, werden noch das japanische HTV <i>Kounotori</i> 2 und das europäische ATV <i>Johannes Kepler</i> anwesend sein. Diese einmalige Gelegenheit möchte die NASA gerne nutzen, um ein einzigartiges Gruppenfoto der Internationalen Raumstation zu erhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Plan würde vorsehen, dass die Besatzung des Raumschiffes Sojus TMA-01M, bestehend aus den Kosmonauten Alexander Kaleri und Oleg Skripochka, sowie dem derzeitigen Kommandanten der ISS Scott Kelly, von der Raumstation abkoppelt und einen sogenannten Flyaround durchführt. Nach Abschluss des Manövers würde die Besatzung dann wieder zur Station zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte der Plan genehmigt werden, so hätte man zwei Möglichkeiten diesen in die Arbeitszeit der Astronauten einzugliedern. Die erste Möglichkeit sähe den Flyaround am neunten Flugtag vor. Allerdings hätte die Besatzung der Raumstation dann nur vier Stunden Schlaf. Alternativ könnte man den Zeitplan vom achten Flugtag um fünf Stunden kürzen, um so der Besatzung die volle Erholungszeit zu ermöglichen. Dies hätte allerdings zur Folge, dass Kommandant Scott Kelly die geplanten Arbeiten im neuen permanenten Mehrzweckmodul Leonardo nicht abschließen könnte. Außerdem müssten viele Aufgaben der Sojus Besatzung auf andere Crewmitglieder verteilt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011221320_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011221320_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Atlantis während der STS-71-Mission 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Möglichkeit würde eine Verlängerung der STS-133-Mission um einen zusätzlichen Tag vorsehen. Der Flyaround würde dann am neuen neunten Flugtag stattfinden, während Flugtag 10 und 11 (vorher Flugtag 9 und 10) ohne Veränderung durchgeführt werden könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ähnliches Manöver wurde bereits 1995 durchgeführt, um das Space Shuttle Atlantis während der STS-71-Mission zu fotografieren, als es von der Raumstation Mir abkoppelte. Damals kam es allerdings zu einem Zwischenfall, als die Raumstation für kurze Zeit unbemannt war. Nachdem das Shuttle und die Sojus von der Station getrennt waren, fielen die Bordcomputer der Mir aus. Dies führte dazu, dass die Besatzung der Mir schnellstmöglich wieder an die Station ankoppeln musste, bevor diese außer Kontrolle geraten wäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit ist allerdings noch unklar, ob die russische Raumfahrtbehörde ihre Zustimmung zu diesem Vorschlag erteilt, da einige Vorbereitungen getroffen werden müssen. Insgesamt würde die Besatzung der ISS ungefähr 15 Stunden brauchen, um den Plan umzusetzen. Acht Stunden würden alleine für die Aktivierung und Vorbereitung der Sojus-Kapsel gebraucht. Die Besatzung müsste außerdem einige Trainingseinheiten durchlaufen. Zu diesen Einheiten würde auch eine dreistündige Übung für die Rückkehr zur Erde gehören, falls man aufgrund einer technischen Störung nicht mehr an die Raumstation ankoppeln kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Raumfahrtbehörden einigen. Diese Gelegenheit würde sich allerdings nicht noch einmal bieten, da die Space-Shuttle-Flotte noch in diesem Jahr ausgemustert wird. Ein solches Foto der kompletten Internationalen Raumstation mit all seinen Komponenten und Versorgungstransportern wäre daher für die NASA ein schönes Geschenk, um das Space-Shuttle-Programm zu würdigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8937.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 133 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Kepler kann kommen: Station auf den Azoren ist bereit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kepler-kann-kommen-station-auf-den-azoren-ist-bereit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 09:27:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[Azoren]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnverfolgungsanlage]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESTRAC]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[Santa Maria]]></category>
		<category><![CDATA[V200]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn am 15. Februar 2011 das unbemannte europäische Transportschiff Johannes Kepler (ATV 2) von einer Ariane-5-Rakete ins All transportiert wird, verfolgt eine Station auf der portugiesischen Insel Santa Maria die Flugbahn der Rakete mit ihrer Nutzlast. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Im Jahr 2008 war die Station auf der Azoreninsel Santa Maria in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenn am 15. Februar 2011 das unbemannte europäische Transportschiff Johannes Kepler (ATV 2) von einer Ariane-5-Rakete ins All transportiert wird, verfolgt eine Station auf der portugiesischen Insel Santa Maria die Flugbahn der Rakete mit ihrer Nutzlast.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_small_1.jpg" alt="ESA/D. Ducros" width="316" height="209"/></a><figcaption>
ATV 2 auf Ariane 5 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA/D. Ducros)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2008 war die Station auf der Azoreninsel Santa Maria in der Nähe des rund 3.000 Einwohner zählenden Ortes Vila do Porto in Betrieb genommen worden. Integriert ist sie in das Bahnverfolgungsnetz der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA), genannt ESTRAC. Mit der 5,5 Meter durchmessenden Antenne leistet Santa Maria grundlegende Unterstützung bei der Starts von Ariane-5-Raketen, wie zum Beispiel beim bevorstehenden Ariane-Flug Nr. V200, bei dem das ATV 2 auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht werden soll. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_small_2.jpg" alt="ESA" width="279" height="209"/></a><figcaption>
Blick in die Landschaft von Santa Maria 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Startgewicht von etwas über 20 Tonnen, Treibstoffe, Nahrungsmittel und weitere Fracht für die ISS eingeschlossen, ist das ATV das größte und ausgeklügeltste Raumfahrzeug, das in Westeuropa je gebaut wurde. Johannes Kepler, das zweite aus der Serie dieser Transportschiffe, ist für einen Start am 15. Februar 2011 vorgesehen. Am 23. Februar 2011, also 8 Tage später, soll es an die ISS ankoppeln. Bis Juni 2011 unterstützt es die ISS dann nicht nur durch die mitgebrachten Versorgungsgüter, sondern auch durch mit eigenen Triebwerken ausgeführten Anhebungen der Bahn der Station. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS kreist auf einer Bahn mit einer Neigung von 51,6 Grad gegen den Äquator um die Erde. Auf eine ebensolche Bahn muss ein ATV gebracht werden, wenn es die ISS anfliegen soll. Um ein ATV in einen Orbit zu bringen, aus dem es die ISS erreichen kann, muss die Ariane 5 eine Flugbahn verfolgen, die sie wenige Minuten nach dem Start in Kourou auf Französisch-Guayana fast direkt über Santa Maria führt. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_small_3.jpg" alt="ESA" width="274" height="205"/></a><figcaption>
ESTARC-Stationsgebäude auf Santa Maria 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen dieses Weges, den die Ariane mit ihrer Nutzlast nimmt, war es erforderlich, ein neues Netzwerk von Bahnverfolgungsstationen einzurichten, um in Echtzeitdaten über den Flugverlauf an die Kontrollzentren übermitteln zu können. Bei ATV-Starts geben Bahnverfolgungsstationen der ESA in Übersee Daten an die französische Raumfahrtagentur (CNES) weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der kommenden Woche wird eine Ariane 5 mit Kepler an Bord in 130 Kilometern Höhe über Santa Maria hinweg ziehen und dabei für rund 8 Minuten im Sichtfeld der Antenne der Bahnverfolgungsstation auf der Insel sein. Während des Überflugs wird die Station sekundengenaue Informationen über den Zustand der Systeme der Ariane 5, beispielsweise aus den Bereichen Antrieb, Lenkung und Navigation, empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Passieren der Insel wird V200 Europa und Südostasien überfliegen. Ist erst einmal Australien erreicht, überwachen eine mit einer 15 Meter durch-messenden Antenne ausgestattete Station im australischen Perth und eine mobile Station bei Awaroa, Neuseeland, den Flug. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13022011102721_small_4.jpg" alt="ESA" width="275" height="206"/></a><figcaption>
5,5-Meter-Antenne der Station Santa Maria 
<br>
(Bilder: ESA)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wurde die Erde dann einmal umrundet, befindet sich das ATV bereits im Alleinflug. In 250 Kilometern Höhe zieht es, wieder im Empfangsbereich von Santa Maria, über die Erde, während die abgetrennte Raketenoberstufe auf dem Weg zurück zur Erde ist. Im Verlauf ihres zweiten Erdumlaufs wird sie wieder in die Erdatmosphäre eintreten und dabei zerstört werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August und September 2010 waren in einer Reihe von Tests die technischen Anlagen auf Santa Maria überprüft worden, im Januar 2011 konnte die volle Betriebsbereitschaft in zusätzlichen Tests bestätigt werden. Auf der Azoreninsel ist man also vorbereitet. Laut Gerhard Billig, ESAs leitendem Ingenieur für die Bahnverfolgung bei Raketenstarts, erwartet man am 15. Februar einen intensiven, erfolgreichen Arbeitstag. Kepler kann kommen! </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Keine Langeweile auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/keine-langeweile-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 18:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33841</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit einem Moment der Stille begann diese Woche auf der ISS. Die Besatzung bereitete sich intensiv auf die nächsten Aktivitäten, wie die Ankunft von HTV-2, ATV-2 und den russischen Außeneinsatz, vor. Weiter wurde die Umlaufbahn des Orbitalkomplexes durch Progress-M 07M angehoben und etliche Forschungs-, Wartungs- und Umbauarbeiten durchgeführt. (Newsbild: Scott Kelly beim CFE-Experiment in Destiny) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/keine-langeweile-auf-der-iss/" data-wpel-link="internal">Keine Langeweile auf der ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit einem Moment der Stille begann diese Woche auf der ISS. Die Besatzung bereitete sich intensiv auf die nächsten Aktivitäten, wie die Ankunft von HTV-2, ATV-2 und den russischen Außeneinsatz, vor. Weiter wurde die Umlaufbahn des Orbitalkomplexes durch Progress-M 07M angehoben und etliche Forschungs-, Wartungs- und Umbauarbeiten durchgeführt. (Newsbild: Scott Kelly beim CFE-Experiment in Destiny)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-01-18-47766.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012011194856_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012011194856_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Paolo Nespoli vor dem Kommando-Panel beim Onboard-Training zu den Annäherungs- und Kopplungsprozeduren des HTV-2 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgelöst durch die tragischen Ereignisse am letzten Wochenende in Tucson/Arizona, wurde am Wochenbeginn eine Gedenkminute für die Opfer des Attentates auf der Station und dem Missionskontrollzentrum in Houston  eingelegt. Gabrielle Giffords, die Frau von STS-134-Kommandant Mark Kelly und Schwägerin von ISS-Kommandant Scott Kelly, war eines dieser Opfer und wurde schwer verletzt. Während einer Live-Schaltung von Premier Wladimir Putin zur ISS drückte dieser ebenfalls sein Bedauern über die Vorfälle gegenüber den beiden Kelly-Zwillingen und deren Familienangehörigen aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Beginn dieser Woche hatte Paolo Nespoli die Aufgabe bis dahin verstautes Equipment für die Ankunft und Kopplung des japanischen HTV-2 „KOUNOTORI“ im Kibo-Labormodul aufzubauen und anzuschließen. Nachdem dies erfolgreich war, versammelten sich Scott Kelly, Paolo Nespoli und Catherine Coleman vor dem Kommando-Paneel und führten ein Onboard-Training zu den Annäherungs- und Kopplungsprozeduren des HTV-2 durch. Besprochen wurden weiter die Aktivitäten mit den Stationsarmen und es erfolgte eine Überprüfung der vom HTV-2 benötigten Gerätschaften zur Endannäherung. Um Störungen an der oberen und unteren Docking-Luke im Hamony-Knoten vorzubeugen, entriegelte Paolo Nespoli den Lukenmechanismus dieser beiden  Anlegeports. Zusätzlich wurde ein Strom- und Datenkabel zur oberen  Docking-Luke im Hamony-Knoten verlegt, da HTV-2 während der STS-133 Mission der Discovery dorthin umgesetzt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für die Ankunft des europäischen Transporter ATV-2 „Johannes Kepler“ im Februar ist Ausrüstung im russischen Stationsteil montiert worden. So installierte Alexander Kaleri das ATV-Kommunikationsgerät, die Handkontrolleinheit des Backupsystems zum Andocken, das ATV-PU Bedienpaneel und er verband die elektronischen Bestandteile zum BITS2-12 Telemetrie-Systems an Bord. Anschließend widmete er 3,5 Stunden seiner Zeit Aufräumarbeiten im Sarja-Modul um hinter den Paneels 104-106 gestaute Ausrüstungsgegenstände zu ihrer neuen Stauposition im Rasswjet-Modul zu transportieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012011194856_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012011194856_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Orlan-Raumanzüge werden in Pirs vorbereitet 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf den russischen Weltraumausstieg am 21. Januar wurden die Systeme im Kopplungs- und Ausstiegsmodul Pirs geprüft und weitere Arbeiten dazu durchgeführt. Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew bereiteten ihre Orlan-MK-Raumanzüge auf die Anprobe (Dry-Run) vor, sichteten die Ausrüstung und studierten die Arbeitsbereiche außerhalb der Station. Etwas später widmeten sich die beiden den erneuerbaren Elementen ihrer Raumanzüge, wie LP-9 LiOH-Kanister, Haupt- und Reserve-BK-3M-Sauerstofftanks, Feuchtigkeitssammler, Trinkwasserfilter, einen Filter der Entgasungspumpe und 825M3-Batterien der Funkanlage. Zusätzlich unterstützte Catherine Coleman die beiden bei der Ausstattung mit US-Ausrüstung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag fand erneut eine Bahnanhebung des Orbitalkomplexes statt. Zuvor schloss Scott Kelly die Schutzverschlüsse der Fenster von Destiny, Kibo und Cupola, um Verunreinigungen an diesen durch die Triebwerkszündungen zu vermeiden. Die acht Annäherungs- und Manövriertriebwerke von Progress-M 07M wurden um 10:00 Uhr MEZ für 11 Minuten und 04 Sekunden gezündet. Die Befehle kamen dabei vom Hauptcomputer des russischen Segmentes. Die ISS stieg um 2,4 km auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 353,3 km, um diese für die Ankunft von Progrss-M 09M, HTV-2, ATV-2 und dem Space-Shuttle Discovery und die Rückkehr von Sojus-TMA 01M zu optimieren. Die Geschwindigkeit der ISS erhöhte sich mit dem Manöver um 1,4 Meter pro Sekunde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Bahnanhebung standen etliche kleinere Arbeiten auf dem Programm der Besatzung. Paolo Nespoli arbeitete am Wissenschaftslaboratorium in Columbus, wo er einzelne Verriegelungen löste, welche die wissenschaftlichen Nutzlasten vor den geringen Beschleunigungen während den Bahnanhebung schützen. Anschließend hielt er die wöchentliche Audio-Konferenz mit dem Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen/Deutschland ab. Scott Kelly ersetzte den Separator-Filter des Wasseraufbereitungssystems (WRS) im US-Segment durch ein entsprechendes Ersatzteil, das er dem Stauraum (JEM Logistics Pressurized Element) oberhalb des Kibo-Moduls entnahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Woche fand eine 30-minütige Sitzprobe der Besatzung von Sojus-TMA 01M in ihrem Rückkehrraumschiff statt. Scott Kelly, Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka legten dazu ihre Sokol-Fluganzüge an und nahmen in den Kazbek-UM-Schalensitze platz. Dabei bewerteten sie die Bequemlichkeit und Körperunterstützung der Spezialsitze. Weiter wird der Abstand zwischen der Spitze des Kopfs und dem Rand des Sitzes mit einem Lineal vermessen, um einen ausreichenden Federweg der Sitzschale mit den Dämpfern für die Landung einzustellen. Raumfahrer können bei einem Langzeitaufenthalt im All an Masse verlieren und werden in der Regel durch die fehlende Schwerkraft einige Zentimeter größer. Zwar ist die Landung erst in zwei Monaten geplant, trotzdem könnte die Nutzung des Raumschiffes im Notfall eher nötig werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012011194856_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012011194856_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Paolo Nespoli und Alexander Kaleri beim Notfall-Training im Kibo-Modul 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Langzeitbesatzung führte am Ende der Woche ein medizinisches Notfalltraining durch. Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli und Catherine Coleman trainierten dabei den Umgang mit der Notfallausrüstung, wie dem automatisierten Defibrillator, einem Beatmungsgerät und dem „Crew Medical Restraint System“. Dieses CRMS ist eine Vorrichtung, auf der Patienten für Behandlungen, Defibrillationen und andere Notfälle in der Schwerelosigkeit befestigt werden können. Es kann in zwei Minuten an der ISS-Struktur befestigt werden und dient auch als Transportmittel von Patienten zwischen Station und Shuttle. Dieses Training an Bord gibt den  Besatzungsmitgliedern die Gelegenheit, gemeinsam bei einem vorgetäuschten medizinischen Notfall an Bord der ISS zu agieren. Weiter dient es der Auffrischung von am Boden erlernten Fähigkeiten zum Gebrauch von Ausrüstung und Verfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung kam in dieser Woche ebenfalls nicht zu kurz, so führte Dmitri Kondratjew seinen ersten MBI-24 „SPRUT-2“ Test durch. Dabei geht es um die Erforschung des Verhaltens von Körperflüssigkeiten bei dem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit und der Vergleich mit den Werten vor dem Flug. Die benötigten Gerätschaften dafür sind der RSS-Med A31p Laptop mit neuer Software, das Sprut-MBI-KIT um verschiedene menschliche flüssige Volumina zu bestimmen, ein Körpermassenmeter und eine Hämatokrit-Mikrozentrifuge. Damit können die Volumina von intrazellulärer und zwischenzellularer Flüssigkeit, der Gesamtflüssigkeit des Körpers, das zirkulierende Blut und das Verhältnis zwischen dem zellularen und flüssigen Blutbestandteil festgestellt und anschließend auf dem Laptop verglichen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scott Kelly und Catherine Coleman führten einen weiteren, PanOptic genannten, Augentest unter Aufsicht von Paolo Nespoli als medizinischer Offizier durch. Mit einem Ophthalmoskop werden hier, unter zu Hilfenahme von Augentropfen zur Pupillenerweiterung, hochauflösende Fotos und Videos der Netzhaut angefertigt. Anhand dieser kann die Durchblutung der Netzhaut bestimmt und die Werte auf einem Laptop zwischengespeichert werden. Nach Abschluss dieser Testreihe demontierte Paolo Nespoli die verwendete Ausrüstung und sandte die gewonnen Daten zur Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 15.01.2011:353,2 km bei einem Höhenverlust von 40 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>18. Januar, russischer Raumanzugtest (Dry-Run) von Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew</li><li>21. Januar, russischer Weltraumausstieg 27 von Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew</li><li>24. Januar, Progress-M 08M verlässt die ISS</li><li>27. Januar, Ankunft und Kopplung des HTV-2 „Kounotori“</li><li>30. Januar, Ankunft und Kopplung von Progress-M 09M</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9222.msg171484#msg171484" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 26 seit dem 10. Januar</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Expedition 26</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-26/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[DEXTRE]]></category>
		<category><![CDATA[HTV-2]]></category>
		<category><![CDATA[PMM]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 20]]></category>
		<category><![CDATA[STS-133]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=75361</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 26 Am 26. November 2010 verließ Sojus-TMA 18 die ISS und läutete den Beginn der nächsten Langzeitbesatzung ein. Kommandant Scott Kelly und seine russischen Kollegen Oleg Skripotschka und Alexander Kaleri starteten wenig später in ihre erste gemeinsame Arbeitswoche. Im Augenblick nur zu dritt, führten sie Experimente fort, erledigten Routinearbeiten und kümmerten sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 26</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="253" height="268" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-2.png" alt="" class="wp-image-79451"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. November 2010 verließ Sojus-TMA 18 die ISS und läutete den Beginn der nächsten Langzeitbesatzung ein. Kommandant Scott Kelly und seine russischen Kollegen Oleg Skripotschka und Alexander Kaleri starteten wenig später in ihre erste gemeinsame Arbeitswoche. Im Augenblick nur zu dritt, führten sie Experimente fort, erledigten Routinearbeiten und kümmerten sich um den Betrieb und die Ausrüstung der Station. Einen großen Teil ihrer Zeit verbrachten Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka mit den Arbeiten für die Übertragung von Hochgeschwindigkeitsdaten im russischen Segment. Dafür wurden drei Sensoreinheiten verbaut, eine neue Speichereinheit installiert, Kabel verlegt und angeschlossen. Die Versendung von größeren Datenmengen aus dem russischem Segment zur Erde wird nach der Montage einer entsprechenden Antenne während des Weltraumausstieges von Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka am 21. Januar 2011 möglich sein. In der zweiten Wochenhälfte kam es zum Ausfall des Gefrierschrankes MELFI-2. Grund war eine defekte Elektronikeinheit, welche durch die Mannschaft ersetzt wurde. Der Gefrierschrank arbeitet wieder normal, es gingen keine wissenschaftlichen Proben verloren. Eine Woche später fiel erneut dieser MELFI-2-Gefrierschrank aus und wurde für weitere Untersuchungen deaktiviert. Eine elektronische Einsteckkarte hatte den Ausfall verursacht und die Besatzung lagerte rechtzeitig alle Proben in die baugleichen Gefrierschränke MELFI 1 und MELFI 3 im Kibo-Labormodul um.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-26-crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-26-crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/></a><figcaption>v.l.: Oleg Skripotschka, Alexander Kaleri, Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli, Catherine Coleman und Scott Kelly<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kommandant Scott Kelly arbeitete an Bord der Internationalen Raumstation an mehreren Experimenten, darunter auch SLEPP (Sleep-Wake Actigraphy &amp; Light Exposure during Spaceflight). Bei dieser Forschungsreihe untersucht man die schnellen Wechsel von Tag und Nacht im Orbit und die Reaktionen der Menschen im Schlaf-Wach-Zyklus darauf. Dazu werden von den amerikanischen Raumfahrern sogenannte Actiwatches getragen, welche die Aktivität des Menschen und die bestehende Lichteinstrahlung messen und aufzeichnen. Die Ergebnisse sollen für ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Langzeitflügen auf den Schlaf im All sorgen. Scott Kelly lud hierfür die Daten seiner eigenen und der Actiwatches von Doug Wheelock und Shannon Walker herunter und speicherte diese für die fortlaufende Datenerfassung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord der Internationalen Raumstation fuhren Kommandant Scott Kelly und seine beiden russischen Kollegen Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka mit den Vorbereitungen für die Ankunft der drei neuen Besatzungsmitglieder Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli und Catherine Coleman fort. Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka testeten dafür den passiven Part des automatisierten Rendezvous-System KURS im Swesda-Modul, welches Sojus-TMA 20 am 17. Dezember bei der Annäherung an die Station nutzen soll, um seine Navigationsdaten zu aktualisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf die Ankunft des japanischen Versorgers „Kounotori“ (HTV 2) im Januar 2011 begann Scott Kelly im Kibo-Modul mit einigen Arbeiten. HTV 2 wird während seiner Verweildauer an der ISS am unteren Kopplungspunkt des Harmony-Knotens befestigt sein. Bei der STS-133-Mission der Discovery ist es allerdings nötig, um die Robotik-Arbeiten mit dem Stations- und Shuttlearm zu ermöglichen, das HTV 2 an den oberen Kopplungspunkt des Harmony-Knotens zu versetzen. Dafür verlegte Scott Kelly fünf neue Strom- und Datenkabel und arbeitete am Kontrollpaneel HTV-HCP (Hardware Command Panel). Mit diesem ist es der Besatzung möglich, in den Flugverlauf und die Annäherung des Versorgers korrigierend einzugreifen. Weiter wurde eine Verlegung des Trainers ROBoT (Robotics Onboard Trainer) vom Unity-Knoten in das Destiny-Labor vorbereitet. Mit ROBoT werden Trainingseinheiten zur Steuerung des Stationsarms Canadarm2 und der Komponenten des beweglichen Wartungssystems MSS (Mobile Servicing System) durchgeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/Sojus_TMA_20.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die Sojus-FG-Trägerrakete mit dem Raumschiff Sojus-TMA 20 startet in Baikonur<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 17. Dezember 2010 war es soweit, nach zwei Jahren gemeinsamer missionsspezifischer Ausbildung gelangten die Raumfahrer Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli und Catherine Coleman zu ihrer neuen Lebens- und Arbeitsstätte, der Internationalen Raumstation. Vorangegangen war der Start mit einer Sojus-FG-Trägerrakete und ein zweitägiger Flug mit Sojus-TMA 20 zur ISS. Die Kopplung des Raumschiffes, mit Kommandant Dmitri Kondratjew an den Kontrollen und von Paolo Nespoli unterstützt, erfolgte problemlos um 21:12 Uhr MEZ am Docking- und Forschungsmodul Rasswjet. Nach den vorgeschriebenen Dichtigkeitstests zwischen den Raumfahrzeugen erfolgte die herzliche Begrüßung durch die drei Mitglieder der bisherigen Stammbesatzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war die Langzeitbesatzung 26 komplett und begann umgehend ihre bis Mitte März 2011 andauernde gemeinsame Arbeit mit der obligatorischen Sicherheitseinweisung durch Stationskommandant Scott Kelly. Als Co-Pilot von Sojus-TMA 20 erreiche der ESA-Raumfahrer Paolo Nespoli die Internationale Raumstation. Mit ihm und dem dritten Langzeitaufenthalt eines Europäers startete die sechsmonatige ESA-Mission MagISStra. Während dieser Mission hatte Paolo Nespoli mehr als 30 Experimente auf der ISS durchzuführen, hauptsächlich im europäischen Columbus-Modul. Dabei ging es nicht nur um europäische Forschung, auch für die USA, Japan und Kanada wurden Experimente eingeplant. Einen Teil seiner Forschungszeit haben die beiden Bildungsprogramme für Schüler „Mission X: Trainieren wie ein Astronaut“ und „Treibhäuser im All“ eingenommen. Zudem kam eine neuartige 3D-Kamera zum Einsatz, welche uns spektakuläre Einblicke in die Station gewährt hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_28_12_10_Dextre.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Der Stationsarm greift Dextre<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dextre wurde in der Woche vor Weihnachten einem Testprogramm zur abschließenden Zertifizierung unterzogen. An Canardarm2 befestigt, ist er zum Ersatzteilträger ELC-2 (External Logistic Carrier) an der Steuerbordseite der ISS bewegt worden. Dort hat er eine Staubox CTC-3 (Cargo Transport Carrier) gegriffen und das 442 kg schwere Element wurde zwischenzeitlich auf seinen Arbeitstisch, einer vorläufigen Lagerungsmöglichkeit an Dextre, untergebracht. Einen Tag später übernahmen die Manipulatoren von Dextre erneut CTC-3 und befestigten ihn an seinem neuen Platz auf der gegenüberliegenden Seite des ELC-2. Dadurch soll mehr Platz für das mit STS 134 zu liefernde Alpha Magnetic Spectrometer entstehen. Weiterhin ist dieser Test ein Probelauf für die Ankunft des HTV 2 im Januar und den Entladevorgang bei dieser Frachtmission. Einige Tage später konnten Glückwünsche an die kanadische Raumfahrtbehörde (CSA) übermittelt werden, da alle Erprobungen von Dextre ein voller Erfolg waren. Lediglich die erwarteten Probleme bei Tests der Armgelenksbremsen von Dextre traten auf, diese stellen aber keine Beeinträchtigung für die geplanten Aufgaben dar.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP_26_NeuroSpat.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Paolo Nespoli im europäischen Columbus-Labormodul mit NeuroSpat<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im europäischen Columbus-Labormodul führten Paolo Nespoli und Catherine Coleman ihre erste Sitzung des ESA-Experiments NeuroSpat durch. Dabei wird die dreidimensionale Wahrnehmung von Besatzungsmitgliedern während ihrer Langzeitmissionen in der Schwerelosigkeit untersucht. Die Testperson trägt dabei eine EEG-Kappe zur Messung der Gehirnströme und führt mehrere Aufgaben zur räumlichen Orientierung an einem Bildschirm aus. Im russischen Segment der Station nahm Oleg Skripotschka, welcher am 24. Dezember seinen 41. Geburtstag feiern konnte, am russischen Experiment Pilot-M teil. Hierbei wird die Fähigkeit eines Besatzungsmitgliedes untersucht, unter Stress im All ein Raumfahrzeug zu steuern. Es werden Reaktionszeiten des Piloten während einer Simulation auf einem Laptop gemessen und bewertet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Jahresbeginn durften die sechs Mitglieder der Stammbesatzung dreimal offiziell begrüßen, so wurde es von den Verantwortlichen am Boden festgelegt. Der Jahreswechsel ist nach den Ortszeiten von Moskau, Houston und der mittleren Greenwich-Zeit (GMT) vollzogen worden. Kommandant Scott Kelly, Alexander Kaleri, Oleg Skripotschka, Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli und Catherine Coleman starteten damit in ein besonderes Jahr der bemannten Raumfahrt, es wird der 50. Jahrestag der bemannten Raumfahrt, das Gagarin-Jahr, begangen. Der russische Raumfahrer Juri Gagarin startete am 12. April 1961 mit dem Raumschiff Wostok 1 als erster Mensch in das Weltall und kehrte nach einer Erdumrundung wohlbehalten zur Erde zurück.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP_26_Silvester.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die sechs Mitglieder der Stammbesatzung begrüßen das neue Jahr<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der ersten Woche im neuen Jahr hatte Paolo Nespoli seine erste Wissenschaftssitzung zum ESA-Experiment PASSAGES im europäischen Columbus-Modul. Unterstützt von Catherine Coleman, baute er dazu Video-Equipment und einen EPM-Laptop (EPM = European Physiology Module) auf. PASSAGES erforscht, wie Astronauten Sehinformation in der Schwerelosigkeit interpretieren, so zum Beispiel der Blickwinkel auf Gegenstände oder die Einschätzung von Entfernungen im Vergleich zum Aufenthalt auf der Erde. Im russischen Stationsteil begann Alexander Kaleri mit der Installation und Vorbereitung eines neuen Plasma-Kristall-3-Plus-Experiments, womit elektrisch aufgeladene Staubteilchen in der Raumumgebung erforscht werden. Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew führten eine weitere Sitzung der russischen Verhaltensbewertung mit dem Namen Tipologija durch. Dabei sollen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten von Personen getestet werden, unter Stress zu arbeiten und zu kommunizieren. Ein Elektroenzephalogramm misst und registriert die elektrische Tätigkeit des Gehirns des Besatzungsmitgliedes, ähnlich dem ESA-Experiment NeuroSpat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf den russischen Weltraumausstieg am 21. Januar 2011 wurden die Systeme im Kopplungs- und Ausstiegsmodul Pirs geprüft und weitere Arbeiten dazu durchgeführt. Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew bereiteten ihre Orlan-MK-Raumanzüge auf die Anprobe (Dry-Run) vor, sichteten die Ausrüstung und studierten die Arbeitsbereiche außerhalb der Station. Etwas später widmeten sich die beiden den erneuerbaren Elementen ihrer Raumanzüge, wie LP-9 LiOH-Kanister, Haupt- und Reserve-BK-3M-Sauerstofftanks, Feuchtigkeitssammler, Trinkwasserfilter, einen Filter der Entgasungspumpe und 825M3-Batterien der Funkanlage. Zusätzlich unterstützte Catherine Coleman die beiden bei der Ausstattung mit US-Ausrüstung. Für die Ankunft des europäischen Transporter ATV-2 „Johannes Kepler“ im Februar 2011 ist Ausrüstung im russischen Stationsteil montiert worden. So installierte Alexander Kaleri das ATV-Kommunikationsgerät, die Handkontrolleinheit des Backupsystems zum Andocken, das ATV-PU Bedienpaneel und er verband die elektronischen Bestandteile zum BITS2-12 Telemetrie-Systems an Bord.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_Sprut.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Sprut-MBI-KIT<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Januar 2011 fand erneut eine Bahnanhebung des Orbitalkomplexes statt. Zuvor schloss Scott Kelly die Schutzverschlüsse der Fenster von Destiny, Kibo und Cupola, um Verunreinigungen an diesen durch die Triebwerkszündungen zu vermeiden. Die acht Annäherungs- und Manövriertriebwerke von Progress-M 07M wurden um 10:00 Uhr MEZ für 11 Minuten und 04 Sekunden gezündet. Die ISS stieg um 2,4 km auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 353,3 km, um diese für die Ankunft von Progrss-M 09M, HTV-2, ATV-2 und dem Space-Shuttle Discovery und die Rückkehr von Sojus-TMA 01M zu optimieren. Nach der Bahnanhebung standen etliche kleinere Arbeiten auf dem Programm der Besatzung. Paolo Nespoli arbeitete am Wissenschaftslaboratorium in Columbus, wo er einzelne Verriegelungen löste, welche die wissenschaftlichen Nutzlasten vor den geringen Beschleunigungen während den Bahnanhebung schützen. Anschließend hielt er die wöchentliche Audio-Konferenz mit dem Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen/Deutschland ab. Scott Kelly ersetzte den Separator-Filter des Wasseraufbereitungssystems (WRS) im US-Segment durch ein entsprechendes Ersatzteil, das er dem Stauraum (JEM Logistics Pressurized Element) oberhalb des Kibo-Moduls entnahm.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_EVA27_1.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Dmitri Kondratjew am Swesda-Modul<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung kam ebenfalls nicht zu kurz, so führte Dmitri Kondratjew seinen ersten MBI-24 „SPRUT-2“ Test durch. Dabei geht es um die Erforschung des Verhaltens von Körperflüssigkeiten bei dem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit und der Vergleich mit den Werten vor dem Flug. Die benötigten Gerätschaften dafür sind der RSS-Med A31p Laptop mit neuer Software, das Sprut-MBI-KIT um verschiedene menschliche flüssige Volumina zu bestimmen, ein Körpermassenmeter und eine Hämatokrit-Mikrozentrifuge. Damit können die Volumina von intrazellulärer und zwischenzellularer Flüssigkeit, der Gesamtflüssigkeit des Körpers, das zirkulierende Blut und das Verhältnis zwischen dem zellularen und flüssigen Blutbestandteil festgestellt und anschließend auf dem Laptop verglichen werden. Scott Kelly und Catherine Coleman führten einen weiteren, PanOptic genannten, Augentest unter Aufsicht von Paolo Nespoli als medizinischer Offizier durch. Mit einem Ophthalmoskop werden hier, unter zu Hilfenahme von Augentropfen zur Pupillenerweiterung, hochauflösende Fotos und Videos der Netzhaut angefertigt. Anhand dieser kann die Durchblutung der Netzhaut bestimmt und die Werte auf einem Laptop zwischengespeichert werden. Nach Abschluss dieser Testreihe demontierte Paolo Nespoli die verwendete Ausrüstung und sandte die gewonnen Daten zur Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. Januar 2011 fand der erste Weltraumausstieg in diesem Jahr statt. Der russische Außeneinsatz der ISS-Langzeitbesatzung 26 diente der weiteren Ausrüstung des russischen Stationsteils. Es wurden zwei Experimente geborgen und einige Installationsarbeiten durchgeführt. Um 15:29 Uhr MEZ öffnete sich die Ausstiegsluke des Schleusenmoduls Pirs und beide Außenarbeiter verließen in ihren Raumanzügen die Station zu dem ca. sechsstündigen Weltraumausstieg. Dmitri Kondratjew (EV1) trug den Anzug mit den roten Streifen, Oleg Skripotschka (EV2) benutzte den Raumanzug mit den blauen Streifen plus das US-TV-System am Helm. Die erste Aufgabe bestand darin, eine Antenne für das technische Radiosystem zur Datenübertragung am Swesda-Modul zu montieren. Damit besitzt das russische Segment nun ein System zum Datentransfer mit bis zu 100 Megabytes pro Sekunde, ähnlich dem zur Zeit genutzten US-System.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_EVA27_2.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew am Schleusenmoduls Pirs<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Aufgabe bestand darin, das Experiment Expose-R und den Plasma-Pulsgenerator des IPI-SM-Experiments mit Schutz-Covern zu versehen, zu demontieren und in die Luftschleuse zu transportieren. Expose-R ist ein Materialexperiment bei dem neun Proben den Bedingungen des freien Alls ausgesetzt waren. Es ist ein kommerzielles russisch-europäisches Gemeinschaftsprojekt, welches sich seit November 2008 an der Außenseite der ISS befindet. Der Plasma-Pulsgenerator ist ein Teil eines Experimentes, um Störungen in der Ionosphäre der Erde zu studieren. Da dieser Generator ausgefallen war, entschloss man sich, dieses Bauteil von der Mehrzweck-Arbeitsplattform zu entfernen und in die ISS zu bringen. Die letzte Aktivität beinhaltete die Montage einer TV-Kamera am Docking- und Forschungsmodul Rasswjet. Einmal montiert, konnte die TV-Kamera mit einem vorbereiteten Stecker verbunden werden. Mit ihr können in Zukunft Progress- und Sojus-Raumschiffe während des Anfluges und des Dockings beobachtet werden. Nach erfolgreichem Abschuss aller Aufgaben machten sich die beiden Kosmonauten auf den Rückweg zum Schleusenmodul Pirs und beendeten den Weltraumausstieg nach 5 Stunden und 23 Minuten vorzeitig.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_WORF.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die schneebedeckten Berge der Westküste in British Columbia/Kanada<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 17. Januar 2011 wurde mit WORF im Rahmen des EarthKAM-Projekts ein erstes Foto zur Erdbeobachtung aufgenommen. Diese EarthKAM-Mission (Earth Knowledge Acquired by Middle School Students) ist die 35. Reihe der Erdbeobachtungskampagne. EarthKAM ermöglicht es Schülern auf der Erde, geografische Ziele auszuwählen, mit einer Digitalkamera von Bord der ISS aufnehmen zu lassen und in den Klassenräumen ihrer Mittelschulen auszuwerten. WORF (Windows Orbital Research Facility) gelangte mit STS 131 Discovery im April 2010 zur ISS und wurde von der Langzeitbesatzung 24 im Juni 2010 in das Labormodul Destiny an der Position LAB1D3 eingebaut. WORF befindet sich in einem International Standard Payload Rack (ISPR) in dem die Avionik, die Lüftung und eine kastenartige Vorrichtung mit 0,8 m³ Volumen zur Erdbeobachtung durch das erdzugewandte 20-Zoll-Fenster von Destiny untergebracht sind. Durch die EarthKAM-Bodenkontrolle wurde mit einer Nikon-D2X-Digitalkamera ein Bild von den schneebedeckten Bergen der Westküste in British Columbia/Kanada mit der Bezeichnung „ISS EarthKAM Image Winter 2011 #9362“ aufgenommen. Es zeigt im Detail die Calvert- und Hecate-Inseln an der kanadischen Küste und den südlichen Teil von Hunter Island. Ebenso auf dem Bild ist das Ha-Iltzuk Icefield in der Nähe des 2.658 Meter hohen Berges Somolenko zu sehen. Zusätzlich zur pädagogischen Aufgabe von EarthKAM, trägt die Kombination mit WORF zur Erhöhung der Fähigkeiten, die Erde beobachten zu können, bei. Die Station ist damit Plattform für hochauflösende Kameras, sowie multi- und hyperspektrale Aufnahmegeräte. Alle Operationen bedürfen zwar der Vorbereitung durch die Besatzung der Station, die Steuerung von WORF und die Anfertigung der Aufnahmen werden durch die Bodenmannschaft durchgeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_HTV2.jpg" alt="NASA"/><figcaption>HTV-2 wird angekoppelt<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das japanische Versorgungsraumschiff HTV-2 mit dem Namen „KOUNOTORI2“ startete am 22. Januar 2011 vom japanischen Weltraumbahnhof, dem Tanegashima Space Center, zur Internationalen Raumstation. Nach fünf Tagen Anflug mit mehreren Bahnmanövern erreicht das zehn Meter lange und vier Meter im Durchmesser große Transportraumschiff am 27. Januar 2011 seine Parkposition ca. zehn Meter unterhalb des amerikanischen Teils der ISS. Unterstützt von Paolo Nespoli konnte Catherine Coleman den Kontakt zwischen Canadarm2 und dem HTV-2 herstellen und das knapp 16 Tonnen schwere Transportraumschiff unterhalb des amerikanischen Standard-Verbindungsadapter, dem Common Berthing Mechanism (CBM), bewegen. Gemeinsam führten die beiden Mitglieder der Stammbesatzung 26 den Transporter an die ISS heran, die festen Verbindungen wurden mit dem Einschrauben der sechzehn CBM-Bolzen hergestellt. Einen Tag später konnte die ISS-Mannschaft erstmals die Luken zum HTV-2 öffnen, die Nutzlast inspizieren und die Transferarbeiten der Fracht zur ISS beginnen. Das HTV, welches zum zweiten Mal eingesetzt wurde, brachte knapp 5.300 Kilogramm Nutzlast zur Raumstation. Im Pressurized Logistics Carrier (PLC), also das durch die Besatzung zu entladende druckbeaufschlagte Frachtabteil, befanden sich sechs Fracht-Racks (Resupply Racks = HRRs) für kleinere Versorgungsgüter, das japanische Experiment-Rack KOBAIRO und ein Mehrzweck-Nutzlast-Rack (Multi-purpose Small Payload Rack = MSPR) in dem verschiedene Experimente ausgeführt werden können. Die außenliegende Nutzlast befand sich auf einer der Transportpalette (Unpressurized Logistics Carrier = ULC) im Vakuum. Darauf befestigt waren 930 kg Ersatzteile der NASA für die ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. Januar 2011 erreichte das nächste Versorgungsraumschiff, Progress-M 09M, die Internationale Raumstation. Das Transportraumschiff koppelte automatisch gegen 03:39 Uhr MEZ am Kopplungs- und Ausstiegsmodul Pirs an. Progress-M 09M, in der ISS-Versorgung auch 41P genannt, hatte mehr als 2,6 Tonnen Fracht geladen. Diese setzte sich zusammen aus 1.444 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 752 Kilogramm Treibstoff, 420 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff. Als Sonderfracht waren diesmal Bücher von Konstantin Ziolkowski, dem Begründer der modernen Kosmonautik, mit an Bord. Sie wurden von seinem Urenkel Sergej Samburow zur Verfügung gestellt und bereichern die Bordbibliothek. An wissenschaftlicher Nutzlast kam der Mikrosatellit „Kedr“ zur ISS und soll während eines russischen Weltraumausstieges ausgesetzt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_KOBAIRO.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Catherine Coleman schließt KOBAIRO im Kibo-Modul an.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn der Woche 11 der Langzeitbesatzung 26 standen diverse Entladearbeiten der neu angekommenen Transportraumschiffe HTV 2 und Progress-M 09M auf dem Aufgabenplan. Kommandant Scott Kelly und Catherine Coleman transportierten das japanische Experiment-Rack KOBAIRO vom HTV 2 in das Kibo-Labormodul. Dort wurde es an der Position F3 eingebaut und anschließend über ein Schnittstellen-Element UIP (Utility Interface Panel) mit den Stationssystemen verbunden. KOBAIRO enthält einen Vakuumbrennofen mit drei Heizungsblöcken, deren Positionen und Temperaturen unabhängig voneinander gesteuert werden können. Verschiedene Temperaturprofile sollen zur Herstellung und Erforschung von qualitativ hochwertigen Kristallen genutzt werden. Catherine Coleman entfernte die Startsicherungen an der Frontplatte des Brennofens. Anschließend wurde dieser geöffnet und es konnten die mechanischen Arretierungen an den drei Heizelementen entfernt werden. Das von HTV 2 angelieferte Mehrzweck-Nutzlast-Rack (Multi-purpose Small Payload Rack = MSPR) wurde ebenfalls aus dem sogenannten Pressurized Logistics Carrier (PLC) entladen. In ihm können zukünftig mehrere kleinere Experimente betrieben werden, wobei Strom- und Datenanschlüsse im MSPR bereitgestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Canadarm2 wurde die im drucklosen Frachtbereich von HTV 2 transportierte Nutzlast mit seiner Transportpalette entladen. Diese Transportpalette (Exposed Pallet = EP) schwenkten Paolo Nespoli und Catherine Coleman in die Richtung des japanischen Stationsteils und übergaben sie an den japanischen Roboterarm. Mit diesem von Scott Kelly im Kibo-Modul gesteuerten Roboterarm wurde die EP an der japanischen Außenplattform (JEM Exposed Facility = JEF) für weiter Entladearbeiten temporär befestigt. Unter Zuhilfenahme von Dextre, von der Bodenkontrolle gesteuert, wurden die US-Ersatzteile später von der EP entladen. Die Transportbox mit kleineren Ersatzteilen und ein Flex Hose Rotary Coupler (FHRC), also eine flexible Schlauch-Drehverbindung für Ammoniak-Kühlmittel der Radiatoren an der Gitterstruktur, verbleiben bis zur Befestigung auf der durch STS 133 zu liefernden Stauplattform ELC 4 an Dextre. Dextre wurde erneut am Destiny-Labormodul befestigt und vom Stationsarm gelöst. Hier werden die beide Nutzlasten vom Destiny-Modul über Dextre mit Strom versorgt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_Exposed_Pallet.jpg" alt="Bildquelle"/><figcaption>Canadarm2 greift die Transportpalette von HTV-2<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im russischen Segment der ISS starteten Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew mit den Vorbereitungen zu ihrem zweiten Weltraumausstieg am 16. Februar. Die beiden russischen Raumfahrer besprachen dafür den zeitlichen Ablauf mit den Spezialisten am Boden und bereiteten ihre Ausrüstung im Schleusenmodul Pirs einschließlich ihrer Orlan-MK-Raumanzüge für den Ausstieg vor. Sie arbeiteten an den erneuerbaren Elementen der Anzüge, führten Dichtigkeits- und Kommunikationstests durch und prüften die Schnittstellen im Schleusenmodul Pirs. Alexander Kaleri tätigte einige Vorbereitungen an Progress-M 09M für die Zeit während der Außenmission. Dazu wurden dessen Luke geschlossen, das ist nötig, um Pirs während der Außenbordarbeit als Luftschleuse nutzen zu können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_EVA28.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Oleg Skripotschka im Einsatz<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang Februar begann Paolo Nespoli mit seiner ersten SOLO-Reihe (Sodium Loading in Microgravity). SOLO ist eine vom DLR-Institut für die Raumfahrtmedizin in Köln geführte Studie zur Erforschung des Knochenschwundes in der Schwerelosigkeit. Dabei untersuchen Mediziner das Zusammenspiel von Knochen- und Muskelstoffwechsel mit den Faktoren Ernährung, Salz- und Flüssigkeitshaushalt von Raumfahrern. Genutzt wird dafür das Cardiolab als Teil des European Physiology Modules (EPM) im Columbus-Labor und SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device), ein Gerät zur Masseermittlung von Menschen im All. Paolo Nespoli absolviert nun die erste von zwei sechstägigen SOLO-Diäten. Dabei muss er von Tag 1 bis 5 speziell angefertigte Mahlzeiten zu sich nehmen, der sechste Tag ist Diät-frei. Bei der ersten Diätreihe enthalten die Mahlzeiten einen normalen Salzgehalt, die zweite Reihe hingegen beinhaltet geringe Salzmengen. Dadurch lassen sich Vergleichswerte ermitteln, einem hohen Salzgehalt im Essen werden die negative Eigenschaft nachgesagt, im All die Abnahme der Knochendichte zu beschleunigen. Die neuen Erkenntnisse könnten direkten Einfluss auf weitere und längere Raumflüge haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_EVA28_1.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka am Schleusenmodul Pirs<br>(Bild: NASA-TV)Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka am Schleusenmodul Pirs<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Februar 2011 absolvierten die beiden Russen Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka einen weiteren Außenbordeinsatz. Um 14:30 Uhr MEZ öffnete sich die Ausstiegsluke des Schleusenmoduls Pirs und beide Außenarbeiter verließen in ihren Raumanzügen die Station. Die erste Aufgabe bestand darin, das Molnija-Gamma-Experiment an der Steuerbordseite des Swesda-Moduls zu installieren und anzuschließen. Mit diesem Experiment sollen in Zukunft Gamma- und Lichtstrahlen von Gewitterblitzen auf der Erde untersucht werden. Als diese Arbeit abgeschlossen war, begaben sich die beiden Raumfahrer zur Backbordseite von Swesda, um dort das RK-21-8-SVCh-Radiometria-Experiment zu befestigen. Das Radiometria-Experiment dient zum Erfassen von seismologischen Daten, welche zur Erdbebenvorhersage herangezogen werden sollen. Als nächster Schritt stand die Demontage einer russische Fußhalterung auf dem Plan. Diese konnte erfolgreich vom Swesda-Modul entfernt werden und ist gezielt in Richtung Erde ins All abgeworfen worden. Als vierte und letzte Aufgabe mussten Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka zwei Materialproben-Paneele mit der Bezeichnung Komplast-Experiment-Paneele Nr. 2 und 10 bergen. Diese Bauteile befanden sich am konischen Teil des Sarja-Moduls. Die Abdeckklappen wurden über die Materialproben gelegt, beide Paneele demontiert und zur Luftschleuse transportiert. Diese Materialproben dienten der Erforschung und Entwicklung neuer Stoffe zum Bau von Raumschiffen für Langzeitmissionen. Die Luke des Schleusenmoduls Pirs wurde um 19:21 Uhr MEZ geschlossen und damit endete dieser Außeneinsatz nach 4 Stunden und 51 Minuten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_umsetzen_HTV2.jpg" alt="Bildquelle"/><figcaption>Canadarm2 bewegt das HTV 2 über die ISS<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Tage später, am 18. Februar 2011, wurde das japanische Versorgungsraumschiff HTV 2 in Vorbereitung auf die kommende Mission STS 133 der Discovery umgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war der japanische Transporter zu 70% entladen und bereits zu 40% mit Abfällen und nicht mehr benötigter Ausrüstung beladen. Gegen 13 Uhr MEZ löste sich HTV 2, nachdem die sechzehn Haltebolzen gelöst waren und durch Canadarm2 gehalten, vom erdzugewandten Kopplungsstutzen (Nadir) des Harmony-Moduls. In einer fast fünfstündigen, sehr langsam ausgeführten Drehbewegung mit dem Stationsarm (SSRMS), führten die drei Robotik-Operateure Scott Kelly, Paolo Nespoli und Catherine Coleman das 15 Tonnen schwere Raumfahrzeug zum dem All zugewandten Kopplungsstutzen (Zenit) des Harmony-Moduls. An diesem amerikanischen Standard-Verbindungsadapter, dem Common Berthing Mechanism (CBM), angekommen, wurde HTV 2 erneut mit sechzehn Bolzen fest mit der ISS verbunden. Damit wurde eine Grundvoraussetzung für den Start der Discovery erfüllt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_ATV2.jpg" alt="ESA/NASA"/><figcaption>Das ATV 2 im Anflug auf die ISS<br>(Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 24. Februar 2011 um 16:59 Uhr MEZ koppelte das zweite europäische Automated Transfer Vehicle (ATV 2) mit rund sieben Tonnen Fracht an der Internationalen Raumstation. Das europäische Versorgungsraumschiff, welches den Namen des deutschen Astronomen und Mathematikers Johannes Kepler trägt, startete am 17. Februar vom europäischen Weltraumstartplatz Kourou in Französisch-Guayana zur ISS. Die Ariane-5-Trägerrakete brachte ATV 2, in der Kurzform auch JoKe genannt, in einen vorläufigen Orbit von 260 Kilometern Höhe. Nachdem seine Systeme aktiviert, die vier Solarzellenelemente ausgefahren und eine Antenne ausgeklappt waren, begann JoKe seine einwöchige Annäherung an die Station. Dafür führte das Raumschiff mehrere Orbitalmanöver durch, um seine Umlaufbahn der ISS-Umlaufbahn anzugleichen. Die Kopplung an dem russischen Kopplungsadapter SSWP G4000 des Swesda-Moduls erfolgte mit einer relativen Geschwindigkeit von unter 0,1 m/s. Das ist im Gegensatz zu den russischen Raumschiffen ein geringerer Wert, ist aber der hohen Masse des ATV geschuldet. Rund zehn Minuten nach dem ersten Kontakt wurden die festen Verbindungen zwischen JoKe und der Station bestätigt, die elektrischen Verbindungen und Datenleitungen wurden weitere zehn Minuten später hergestellt. Einen Tag später führte JoKe eine Bahnanhebung des Orbitalkomplexes durch, noch bevor die Luken zum Versorger geöffnet wurden. Diese als Testzündung bezeichnete Aktion dauerte 3 Minuten und 18 Sekunden und hob die durchschnittliche Umlaufbahn der ISS um 900 Meter auf 351,5 Kilometer an. Das Öffnen der Luken zum Versorgungsraumschiff wurde am 25. Februar 2011 um 17:06 Uhr MEZ durchgeführt und die Langzeitbesatzung begann mit dem Frachttransfer zur Station. Mit der erfolgreichen und vollautomatischen Kopplung von ATV 2 ist eine Grundvoraussetzung für den Start der Discovery zur STS-133-Mission erfüllt worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_STS133_FD3.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die Discovery im Anflug zur ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Februar 2011 koppelte das Space Shuttle Discovery um 20:14 Uhr MEZ an der Internationalen Raumstation an. Die Discovery war zwei Tage zuvor zu ihrer letzten Mission STS-133 von der Startrampe 39A des Kennedy Space Center gestartet. An Bord befand sich die sechsköpfige Besatzung in Person Kommandant Steve Lindsey, Pilot Eric Boe und den Missionsspezialisten Alvin Drew, Steve Bowen, Michael Barratt und Nicole Stott. Als Hauptfracht wurde das permanente Mehrzweckmodul Leonardo und der Frachtträger Express Logistics Carrier 4 (ELC-4) zur Station geliefert. Leonardo ist das voraussichtlich letzte amerikanische Modul für die ISS und wird den Besatzungen der Station zusätzlichen Stauraum bieten. Mit einer Länge von über 6 Metern und einem Durchmesser von 4½ Metern, enthielt es bei der Anlieferung diverse Experimente und Ersatzteile. ELC-4 war ebenfalls mit Ersatzteilen für einen Radiator bestückt und wurde noch am gleichen Abend an der Station installiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 01. März 2011 absolvierten Steve Bowen und Alvin Drew den Ersten von zwei Außenbordeinsätzen der STS-133-Mission. Sie verbrachten dabei insgesamt 6 ½ Stunden außerhalb der Station. Zuerst begaben sich die beiden Astronauten zu den Modulen Unity und Tranquility, um dort ein Kabel zu verlegen. Anschließend widmeten sie sich dem defekten Pumpenmodul und transferiertes es vom mobilen Transporter zur externen Lagerplattform 2. Bei den Arbeiten mit dem Roboterarm kam es allerdings kurz zu Problemen, nachdem die Kontrollstation für den Arm in Cupola ausfiel und ISS-Kommandant Scott Kelly und Missionsspezialist Michael Barrett, die den Arm bedienten, ins Destiny Labor umziehen mussten, um von dort die Arbeit fortzusetzen. Nach der erfolgreichen Befestigung des Pumpenmoduls wurden noch einige kleinere Arbeiten und Zusatzaufgaben erfolgreich abgeschlossen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_STS133_EVA1.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Steve Bowen und Alvin Drew arbeiten am ELC-2<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. März 2011 haben die Astronauten des Space Shuttle Discovery und Stammbesatzung der Station das wahrscheinlich letzte amerikanische Modul mit dem Stationsarm erfolgreich an die ISS angekoppelt. Die Verbindungen zwischen ISS und dem Permanenten Mehrzweck Modul (PMM) Leonardo konnten am späten Nachmittag hergestellt werden. Einige Stunden später war es dann ISS-Kommandant Scott Kelly, der als Erster das neue Modul betrat. Leonardo wird der Besatzung mit einem Volumen von etwa 70 m³ dringend benötigten Stauraum zur Verfügung stellen. Mit dem PMM kam auch das neueste Mitglied der ISS-Besatzung Robonaut 2 an Bord. Dieser Roboter ist eine Testplattform für die Techniker am Boden, um Erfahrungen mit humanoiden Robotern im Weltall zu sammeln.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_STS133_Leonardo.jpg" alt="NASA"/><figcaption>PMM Leonardo ist dauerhaft an der ISS befestigt worden<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. März 2011 verließen Steve Bowen und Alvin Drew erneut für 6 Stunden und 14 Minuten die Raumstation und absolvierten den letzten Außenbordeinsatz der STS-133-Mission. Dabei ging es um vielfältige kleinere Aufgaben, für die sich die beiden Astronauten trennten. Steve Bowen begab sich zum Roboterarm der Raumstation und begann dort seine Arbeitsplattform aufzubauen. Mit dem Arm, der von Missionsspezialist Michael Barratt und ISS-Kommandant Scott Kelly gesteuert wurde, entfernte er vom europäischen Weltraumlabor Columbus eine Plattform und brachte diese zur Ladebucht des Space Shuttles, wo er sie verstaute. Weiter arbeitete er an Dextre, wo er eine Schwenkvorrichtung für ein Kameralicht installierte und eine Dämmung entfernte. Anschließend widmete er sich dem Roboterarm der Raumstation, installierte eine Schutzabdeckung für eine der Kameralinsen und verrückte dann eine Fußhalterung sowie einen Adapter für russische Nutzlasten. Alvin Drew begab sich zum defekten Pumpenmodul, um dort mithilfe eines Entlüftungswerkzeugs, dass er während des ersten Außenbordeinsatzes schon vorbereitet hatte, das restliche Ammoniak, welches zur Kühlung der Raumstation genutzt wird, abzupumpen. Anschließend verstaute er das Werkzeug wieder und begab sich dann zum Express Logistics Carrier 4 (ELC-4), wo er seine nächste Aufgabe erledigte und einige Wärmedämmungen abmontierte. Darauf widmete sich Alvin Drew einem der Handkarren der Raumstation, mit dessen Hilfe sich Astronauten besser auf der Trägerstruktur bewegen können, und installierte dort eine Lampe. Außerdem korrigierte er eine verrutschte Sonnenblende an einer der Außenkameras, an der während des ersten Außenbordeinsatzes gearbeitet worden war.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_STS133_EVA2.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Steve Bowen schießt ein Foto<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe des 3. März 2011 teilte die Bodenkontrolle in Houston der Besatzung mit, dass die Mission aufgrund der exzellenten Effizienz des Orbiters um zwei Tage verlängert werden konnte. Dies ermöglicht der Crew, zusätzliche Arbeit im permanenten Mehrzweckmodul durchzuführen und den japanische H-II-Frachttransporter mit Müll aufzufüllen. Außerdem erhielt die Besatzung einen Anruf vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, der der Besatzung mitteilte, wie stolz er und die gesamte Nation auf die Arbeit der Astronauten sind. Obama erkundigte sich auch über den Zustand von Robonaut 2, der mit der Discovery zur Station gebracht wurde und scherzte ein wenig, dass die Besatzung ihn endlich auspacken und freilassen soll.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_STS133_Obama.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Beide Besatzungen sprechen mit Präsident Barack Obama<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden verbleibenden Tage verbrachte die Crew hauptsächlich im neuen permanenten Mehrzweckmodul Leonardo (PMM), um dessen Innenraum auszustatten und die gesamten Vorrichtungen zu entfernen, die für den Start in Discoverys Ladebucht gebraucht wurden. Die nicht mehr benötigten Gegenstände und Ausrüstungen wurden im japanischen Frachttransporter HTV 2 Kounotori verstaut. HTV 2 soll Ende März von der Raumstation abkoppeln und in der Erdatmosphäre verglühen. Zusätzlich arbeiteten Missionsspezialist Michael Barratt und ISS-Flugingenieur Paolo Nespoli im amerikanischen Weltraumlabor Destiny am Luftreinigungssystem und reparierten den CO2-Atemluftfilter, die sogenannte Carbon Dioxid Removal Assembly (CDRA). Barratt hatte eine ähnliche Reparatur schon während seines Langzeitaufenthalts 2009 als Teil der ISS-Expeditionen 19 und 20 durchgeführt. ISS-Kommandant Scott Kelly widmete sich außerdem dem Sauerstoffgenerator im amerikanischen Segment und installierte dort einen temporären Filter, damit die Experten am Boden einige Tests mit der Anlage durchführen konnten. Kelly entnahm des Weiteren einige Wasserproben, die mit der Discovery zur Erde zurückkehren, um dort gründlich analysiert zu werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_STS133_Flyaround.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Die Discovery beim Fly-Around<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. März 2011 verließ das Space Shuttle Discovery und seine Besatzung die Internationale Raumstation. Zuvor verabschiedeten sich die Crews herzlich von einander. Nach dem Ablegen übernahm Pilot Eric Boe die Steuerung des Orbiters und brachte ihn auf eine Entfernung von etwa 121 Metern und initiierte von dort den sogenannten Fly-Around. Bei diesem Manöver umrundet der Orbiter einmal die komplette Raumstation, um der Besatzung des Space Shuttles die Möglichkeit zu geben, detaillierte Foto und Videoaufnahmen vom äußeren Zustand der Station zu machen. Nach Abschluss des Fly-Arounds zündeten die Steuerdüsen ein weiteres Mal und die Discovery entfernte sich endgültig von der Station.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_HTV2_Relocation.jpg" alt="NASA"/><figcaption>HTV 2 wird angekoppelt<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit der Mannschaft der ISS als Sechspersonencrew neigt sich ihrem Ende entgegen. In dieser letzten gemeinsamen Woche bereitete sich die Besatzung von Sojus-TMA 01M, Scott Kelly, Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka, intensiv auf ihre Rückkehr vor. Alle drei Raumfahrer prüften ihre Sokol-Fluganzüge auf Dichtigkeit und Funktion, Oleg Skripotschka verlud Fracht im Rückkehrmodul sowie nicht mehr benötigte Gegenstände und Müll im Orbitalmodul der Sojus. Am Mittag des 10. März 2011 wurden die sechzehn Haltebolzen von HTV 2 gelöst und der japanische Transporter mit dem Stationsarm Canadarm2 zum erdzugewandten Kopplungsstutzen (Nadir) des Harmony-Moduls bewegt. Dort angekommen, wurden die festen Verbindungen mit der ISS hergestellt. Das Öffnen der Luke zum HTV 2 wurde auf Grund des schweren Erdbebens in Japan und dem damit verbundenen Ausfall des Tsukuba-Kontrollzentrums verschoben. Der japanische Stationsteil wurde zu dieser Zeit provisorisch von Houston aus weiter betreut, die meisten Systeme, bis auf einige Kontrollen und den MELFI-Gefrierschrank, wurden heruntergefahren. Scott Kelly und Dmitri Kondratjew bereiteten sich auf die Zeremonie der Kommandoübergabe vor, wobei sie die Aufgaben und Verantwortungen eines Kommandanten besprachen. Die traditionelle Übergabezeremonie, “Change of Command”-Zeremonie genannt, fand am 14. März mit allen Besatzungsmitgliedern statt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP26_TMA01M_Landung.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Bei Schneefall gelandet, Scott Kelly, Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Februar 2011 wurde die Mission der Langzeitbesatzung 26 mit der Abkopplung von Sojus-TMA 01M offiziell beendet. Zuvor verabschiedeten sich Scott Kelly, Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka von den drei zurückbleibenden Raumfahrern der zukünftigen <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/expedition-27/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Stammbesatzung 27</a>. Mit einem Test der Rollsensoren nach dem Abkoppeln der digitalen Sojus konnten Bedenken bezüglich deren Funktionsfähigkeit ausgeräumt werden. Der Rückkehrvorgang zur Erde verlief somit innerhalb geplanter Parameter, lediglich der bei der Landung nicht abgetrennte Hauptfallschirm und das sehr frostige Wetter mit Schneefall machten die Rückkehr etwas ungemütlich. Alle drei Besatzungsmitglieder überstanden Rückkehr und Landung nach 159 Tagen im All in gesundheitlich gutem Zustand. Sie wurden nach der Bergung zuerst nach Qostanai/Kasachstan gebracht, um dann entweder in das russische Kosmonauten-Ausbildungszentrum nahe Moskau oder in die USA weiterzureisen.</p>



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href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-09m-an-die-iss-angedockt/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Progress M-09M an die ISS angedockt</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/entladearbeiten-an-bord-der-iss/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Entladearbeiten an Bord der ISS</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-mit-umfangreichem-arbeitsprogramm/" target="_blank" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung mit umfangreichem Arbeitsprogramm</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/zweiter-iss-ausseneinsatz-in-diesem-jahr-abgeschlossen/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Zweiter ISS-Außeneinsatz in diesem Jahr abgeschlossen</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/kounotori-wechselt-die-seite/" target="_blank" data-wpel-link="internal">„KOUNOTORI“ wechselt die Seite</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/johannes-kepler-erreicht-die-iss/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Johannes Kepler erreicht die ISS</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/discovery-erreicht-internationale-raumstation/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Discovery erreicht Internationale Raumstation</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/transferarbeiten-an-bord-der-iss/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Transferarbeiten an Bord der ISS</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/erster-aussenbordeinsatz-der-sts-133-mission-beendet/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Erster Außenbordeinsatz der STS-133-Mission beendet</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/permanentes-mehrzweckmodul-erfolgreich-installiert/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Permanentes Mehrzweckmodul erfolgreich installiert</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/sts-133-zweiter-aussenbordeinsatz-beendet/" target="_blank" data-wpel-link="internal">STS-133: Zweiter Außenbordeinsatz beendet</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/sts-133-mission-um-einen-weiteren-tag-verlaengert/" target="_blank" data-wpel-link="internal">STS-133-Mission um einen weiteren Tag verlängert</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/wartungsarbeiten-an-bord-der-iss/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Wartungsarbeiten an Bord der ISS</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/discovery-verlaesst-internationale-raumstation-2/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Discovery verlässt Internationale Raumstation</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/die-letzte-gemeinsame-woche-auf-der-iss/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Die letzte gemeinsame Woche auf der ISS</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/erfolgreiche-sojus-landung-beendet-iss-expedition-26/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Erfolgreiche Sojus-Landung beendet ISS-Expedition 26</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.nasa.gov/mission/expedition-26/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zur Langzeitbesatzung 26</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20220622105448/https://www.nasa.gov/pdf/488923main_exp25_26_press_kit.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Press Kit zur Langzeitbesatzung 25/26 (6,7 MB PDF)</a></li><li><a href="https://ntrs.nasa.gov/api/citations/20090014819/downloads/20090014819.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu SLEPP (PDF)</a></li><li><a href="https://nlsp.nasa.gov/view/lsdapub/lsda_experiment/57d57f65-bda1-5bb5-98a2-87cd7e187877" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu NeuroSpat</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20110417090345/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/Passages.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu PASSAGES</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20101223105443/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/Tipologia.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu Tipologia</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20101202161857/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/Sprut-MBI.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu Sprut-MBI</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20110512092325/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/WORF.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu WORF</a></li><li><a href="https://www.jaxa.jp/countdown/h2bf2/index_e.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">JAXA-Seite zum HTV-2</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20110725234135/http://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/experiments/SOLO.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu SOLO</a></li><li><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/ATV" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESA-Seite zum ATV-2</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20221205112251/https://www.nasa.gov/sites/default/files/files/491387main_STS-133.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Press Kit zu STS-133 (11,4 MB PDF)</a></li></ul>



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