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	<title>Analyse &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Analyse &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Marsrover Curiosity: Bohrung verlief erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-bohrung-verlief-erfolgreich-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2013 16:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat am vergangenen Sonntag eine zweite Gesteinsformation auf dem Mars angebohrt und dabei erneut eine pulverförmige Materialprobe entnommen. Diese Probe soll in den kommenden Tagen eingehend mit den verschiedenen Analyseinstrumenten des Rovers untersucht werden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS. Wie geplant hat der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat am vergangenen Sonntag eine zweite Gesteinsformation auf dem Mars angebohrt und dabei erneut eine pulverförmige Materialprobe entnommen. Diese Probe soll in den kommenden Tagen eingehend mit den verschiedenen Analyseinstrumenten des Rovers untersucht werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052013184106_big_1.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052013184106_small_1.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Die am 19. Mai 2013 angebohrte Formation &#8222;Cumberland&#8220; vor und nach dieser Bohrung. Beide Aufnahmen wurden mit der 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a>
 erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie geplant hat der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> zu Beginn der vergangenen Woche eine kurze Fahrt auf der Marsoberfläche durchgeführt und sich dabei einem neuen Untersuchungsziel zugewandt. Die lediglich 2,75 Meter von dem vorherigen Standort entfernt befindliche Oberflächenformation &#8222;Cumberland&#8220; wurde in den folgenden Tagen unter anderem mit dem am Instrumentenarm des Rovers befestigten APX-Spektrometer analysiert sowie mit den diversen Kamerasystemen mehrfach abgebildet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Sonntag wurde dann ein ebenfalls am Instrumentenarm montierter Gesteinsbohrer eingesetzt, um die Felsformation anzubohren. Das dabei erzeugte Loch verfügt über einen Durchmesser von 1,6 Zentimetern und ist 6,6 Zentimeter tief. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am heutigen Tag, dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 281 der <i>Curiosity</i>-Mission, soll ein Teil des dabei entnommenen, durch den Bohrvorgang pulverisierten Materials gesiebt und in den späten Nachmittagsstunden dem im Inneren des Rovers befindlichen Analyseinstrument SAM zugeführt und dort anschließend untersucht werden. Hierbei soll die chemische Zusammensetzung der Probe ermittelt werden. Weitere Teile der gewonnenen Probe sollen dann in den kommenden Tagen einem weiteren Instrument, dem auf mineralogische Untersuchungen spezialisierten CheMin-Spektrometer, zugeführt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Untersuchung dieser zweiten Bohrprobe, welche nur wenige Meter von der Stelle entfernt genommen wurde, wo bereits vor drei Monaten eine erste Bohrung erfolgte, sollen die Ergebnisse dieser ersten Bohrung bestätigt werden. Die Analysen der Ende Februar 2013 bei dem Stein &#8222;John Klein&#8220; entnommenen Bodenprobe führten zu dem Ergebnis, dass der Mars in diesem Bereich seiner Oberfläche in der Vergangenheit Bedingungen aufwies, welche die Existenz von primitiven organischen Lebensformen prinzipiell begünstigt haben könnten (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-der-mars-war-frueher-lebensfreundlicher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052013184106_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052013184106_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Die MAHLI-Kamera fertigte diese Aufnahme von Cumberland unmittelbar nach dem Abschluss der Bohrung am vergangenen Sonntag an. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von etwa 740 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. In diesem Zeitraum haben die Kamerasysteme des Rovers bisher 54.055 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.2235" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Curiosity: Der Mars war früher lebensfreundlicher</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-der-mars-war-frueher-lebensfreundlicher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 21:15:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenproben]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende Februar hat der Marsrover Curiosity Bodenmaterial analysiert, welches zuvor im Rahmen einer sechs Zentimeter tiefen Bohrung aus der Marsoberfläche entnommen wurde. Die Untersuchung dieser Probe führte jetzt zu dem Schluss, dass der Mars in seiner Vergangenheit Bedingungen aufwies, welche die Existenz von primitiven organischen Lebensformen prinzipiell begünstigt haben könnten. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ende Februar hat der Marsrover Curiosity Bodenmaterial analysiert, welches zuvor im Rahmen einer sechs Zentimeter tiefen Bohrung aus der Marsoberfläche entnommen wurde. Die Untersuchung dieser Probe führte jetzt zu dem Schluss, dass der Mars in seiner Vergangenheit Bedingungen aufwies, welche die Existenz von primitiven organischen Lebensformen prinzipiell begünstigt haben könnten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="300" height="219"/></a><figcaption>
Auf dieser Aufnahme sind die beiden zum Aufnahmezeitpunkt geschlossenen Einlassöffnungen erkennbar, durch welche Probenmaterial von der Marsoberfläche in das Innere des SAM-Instrumentes befördert werden kann. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluss einer Serie von vorbereitenden Tests setzte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> am 9. Februar 2013 einen am Kopfstück seines Instrumentenarms montierten Gesteinsbohrer ein, um ein 64 Millimeter tiefes und 16 Millimeter durchmessendes Loch in eine Felsformation auf der Marsoberfläche zu bohren. Das bei dieser Bohrung freigelegte und dabei pulverisierte Gesteinsmaterial wurde am 22. und 23. Februar den beiden im Inneren des Rovers befindlichen Analyseinstrumenten CheMin und SAM zugeführt (<a href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-analysiert-seine-erste-bohrprobe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während das CheMin die mineralogische Zusammensetzung einer entnommenen Probe identifizieren soll ist der aus drei Einzelinstrumenten bestehende Instrumentenkomplex des SAM dazu ausgelegt, deren chemische Zusammensetzung im Detail zu entschlüsseln. Die Hauptaufgabe des SAM besteht dabei in der Suche nach chemischen Verbindungen, welche das Element Kohlenstoff enthalten und die allgemein als die &#8222;Grundbausteine des Lebens&#8220; bezeichnet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das allgemeine Ziel der <i>Curiosity</i>-Mission besteht dabei erklärterweise darin, zu erforschen, ob auf dem Mars einstmals &#8222;lebensfreundliche&#8220; Bedingungen herrschten, welche theoretisch die Entstehung von mikrobiologischen Lebensformen ermöglichten und ob es eventuell sogar denkbar ist, dass die derzeit auf dem Mars vorherrschenden Umweltbedingungen auch noch in der Gegenwart die Existenz solcher Lebensformen ermöglichen könnten.  <br> In den auf die Probenentnahme folgenden Tagen konnten die beiden Instrumente die ihnen zugeführten Proben näher analysieren und die dabei gewonnenen Daten noch vor dem am 28. Februar erfolgten zwischenzeitlichen Übertritt des Rovers in einen Sicherheitsmodus (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-befindet-sich-im-sicherheitsmodus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermitteln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am heutigen Tag wurde von der NASA eine Pressekonferenz abgehalten, in deren Verlauf der Öffentlichkeit erste Einzelheiten dieser Untersuchungsergebnisse präsentiert wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einstmals lebensfreundliche Bedingungen</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, GSFC" width="300" height="233"/></a><figcaption>
Das SAM-Instrument konnte Ende Februar mehrere Elemente identifizieren, welche als die &#8222;Grundbausteine des Lebens&#8220; angesehen werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, GSFC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Analysen zeigte sich, dass der Mars in seiner Frühzeit Umweltbedingungen aufgewiesen haben muss, welche die Entstehung und Weiterentwicklung von primitiven Lebensformen zumindestens begünstigt haben. In den untersuchten Proben konnten durch die beiden Instrumente Schwefel, Stickstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Kohlenstoff nachgewiesen werden, welche als die weiter oben erwähnten &#8222;Grundbausteine des Lebens&#8220; gelten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ein fundamentales Ziel dieser Mission besteht in der Beantwortung der Frage, ob der Mars einstmals Bedingungen aufwies, unter denen sich Leben entwickeln konnte&#8220;, so Michael Meyer, der leitende Wissenschaftler des Mars-Erforschungsprogramms der NASA. &#8222;Nach allem, was wir [aufgrund der aktuellen Datenauswertung] bis heute wissen, lautet die Antwort auf diese Frage &#8222;Ja&#8220;!&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im Rahmen dieser ersten Bohrung untersuchte Gesteinsformation setzt sich aus einem Tongestein zusammen und zeigt Anzeichen dafür, dass es sich über einen in geologischen Zeiträumen betrachtet längeren Zeitraum hinweg gebildet hat, wobei eindeutig &#8222;feuchte&#8220; Umweltbedingungen vorgeherrscht haben müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesteine, welche sich unter solchen Bedingungen, also unter der direkten Einwirkung von Wasser, bildeten, wurden bereits zuvor auf dem Mars entdeckt. Im Gegensatz zu den früheren Entdeckungen muss sich das jetzt untersuchte Gestein jedoch unter dem Einfluss von nahezu <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">pH-neutralem</a> Wasser gebildet haben, welches einen lediglich geringen Salzgehalt aufwies. Nur so ist die Entstehung der darin enthaltenen Tonminerale erklärbar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Ames Research Center" width="299" height="154"/></a><figcaption>
Die Untersuchungen des CheMin zeigten, dass in der untersuchten Bodenprobe Tonminerale, sogenannte Phyllosilikate, enthalten sind. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Ames Research Center)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Anteil der Tonminerale liegt bei mehr als 20 Prozent&#8220;, so David Blake, der leitende Wissenschaftler des CheMin-Instruments. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proben wurden in einem Bereich des Gale-Kraters entnommen, wo ein vom Kraterrand ausgehendes System aus Flussläufen endet, und wo sich in der Vergangenheit eventuell ein über längere Zeiträume hinweg stabiles stehendes Gewässer gebildet haben könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Spektrum, welches die in der Probe untersuchten chemischen Zutaten umfasst, ist beeindruckend&#8220;, so Paul Mahaffy vom Goddard Spaceflight Center (GSFC) der NASA in Greenbelt/USA. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die darin enthaltenen Sulfate und Sulfide könnten zudem aufgrund ihrer komplexen Chemie zumindestens in der frühen Phase der Geschichte des Mars eine mögliche Lebensgrundlage für primitive Mikroorganismen gebildet haben, welche sich sozusagen direkt von dem Marsgestein ernährt haben könnten. Vergleichbare <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Endolithe" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">endolithische Mikroorganismen</a> sind den Wissenschaftlern bereits von der Erde her bekannt, wo diese bisher in Tiefen von <a class="a" href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.1155495" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">bis zu fast drei Kilometern</a> unter der Erdoberfläche nachgewiesen werden konnten. Somit ist es zumindestens nicht ausgeschlossen, dass der Mars in seiner Frühzeit von extremophilen Mikroorganismen bevölkert wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die weitere Vorgehensweise</strong>
<br>
Momentan sind die für die <i>Curiosity</i>-Mission verantwortlichen Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory immer noch damit beschäftigt, den Rover wieder in den normalen Betriebsmodus zu versetzen, in dem dann auch die Fortsetzung der wissenschaftlichen Untersuchungen möglich sein wird. Diese Prozedur wird voraussichtlich erst zu Beginn der kommenden Woche abgeschlossen sein. In den folgenden Tagen sollen dann weitere Untersuchungen des zuvor angebohrten Bereiches der Marsoberfläche und der entnommenen Proben erfolgen, welche sich voraussichtlich bis in die erste Aprilwoche hinziehen werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12032013221522_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="256"/></a><figcaption>
Im Rahmen der Analysen konnte das SAM auch 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chlormethan" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Chlormethan</a>
 und Dichlormethan nachweisen. Es wird vermutet, dass diese beiden relativ einfachen kohlenstoffhaltigen Verbindungen bei der Erhitzung der Materialproben im Inneren des SAM durch die Reaktion von Kohlenstoff und Chlor erzeugt wurden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem April 2013 befindet sich der Mars dann in einer Position am Himmel, welche von Astronomen als &#8222;Sonnenkonjunktion&#8220; bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine Konstellation, bei der sich der Mars von der Erde aus gesehen in einem Abstand von weniger als fünf Grad von der Sonne befindet. Aufgrund dessen wird die Datenübertragung zwischen der Erde und dem Mars für einen Zeitraum von etwa drei Wochen stark eingeschränkt beziehungsweise für die Dauer von mehren Tagen sogar gänzlich unmöglich sein, da die von der Sonne ausgehende Strahlung die Funksignale, welche zwischen den beiden Planeten hin und her gesandt werden, zu sehr stört. Im Zeitraum zwischen dem 9. und dem 28. April 2013 wird deshalb keine Transmission von Kommandos von der Erde aus in Richtung Mars erfolgen, um den Empfang von unvollständigen und damit eventuell fehlerhaften Kommandosequenzen durch <i>Curiosity</i> zu vermeiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst nach dem Ende dieser Sonnenkonjunktion wird <i>Curiosity</i> seine Arbeit wieder aufnehmen. Hierfür ist die Durchführung einer weiteren Bohrung geplant, welche frühestens Anfang Mai erfolgen wird. Erst nach dem Abschluss der Untersuchungen dieser zweiten Probe wird <i>Curiosity</i> seine Fahrt durch den Gale-Krater fortsetzen und sich dabei in die Richtung des in der Mitte dieses 154 Kilometer durchmessenden Kraters gelegenen Zentralberges begeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 213 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von etwa 746 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. In diesem Zeitraum haben die Kamerasysteme des Rovers bisher 48.274 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.2100" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity analysiert seine erste Bohrprobe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-analysiert-seine-erste-bohrprobe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2013 20:38:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat am vergangenen Wochenende mit der Analyse der bei seiner ersten Bohrung freigelegten Gesteinsprobe begonnen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS. Nach dem Abschluss einer Serie von vorbereitenden Tests setzte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover Curiosity am 9. Februar 2013 einen am Kopfstück seines Instrumentenarms montierten Gesteinsbohrer [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat am vergangenen Wochenende mit der Analyse der bei seiner ersten Bohrung freigelegten Gesteinsprobe begonnen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: JPL, USGS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022013213814_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022013213814_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Steven Lee" width="300" height="400"/></a><figcaption>
Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Mitarbeiter der Curiosity-Mission in einem Tagungsraum am JPL mit der Planung der Aktivitäten für den in etwa fünf Stunden beginnenden Missionstag &#8222;Sol 200&#8220; beschäftigt. Der Schwerpunkt wird dabei in der Fortsetzung der gegenwärtig stattfindenden Analysen der ersten Bohrprobe durch die Instrumente CheMin und SAM liegen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Steven Lee)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluss einer Serie von vorbereitenden Tests setzte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> am 9. Februar 2013 einen am Kopfstück seines Instrumentenarms montierten Gesteinsbohrer ein, um ein 64 Millimeter tiefes und 16 Millimeter durchmessendes Loch in eine Felsformation auf Marsoberfläche zu bohren. Das bei der Bohrung freigelegte und dabei pulverisierte Gesteinsmaterial wurde am 20. Februar mit einer kleinen Baggerschaufel aufgenommen (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-entnimmt-bodenprobe-von-seinem-bohrloch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an diese Aktion erfolgte eine Aufbereitung der Materialprobe, welche dabei durch das CHIMRA-Probenentnahmesystem gesiebt und portioniert wurde. Mittlerweile wurden Teile der Probe an die beiden im Inneren des Rovers befindlichen Analyseinstrumente CheMin und SAM weitergeleitet. Die Befüllung des CheMin-Instrumentes erfolgte bereits am 22. Februar. Am folgenden Tag wurde auch das SAM-Instrument beliefert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Daten der Instrumente haben die erfolgreiche Lieferung der Proben bestätigt&#8220;, so Jennifer Trosper, Missionsmanagerin der <i>Curiosity</i>-Mission am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena/Kalifornien, in einer Pressemitteilung. Beide Instrumente haben demzufolge unmittelbar nach der Lieferung der Proben mit ihren jeweiligen Analysen begonnen. 
<br>
In den kommenden Tagen sollen die beiden Instrumente damit fortfahren, die chemische und mineralogische Zusammensetzung des bei der Bohrung freigelegten Materials zu ermitteln. Eventuell werden im Rahmen dieser Untersuchungen auch mehrere Analysen der gleichen Ausgangsprobe erfolgen, um eventuelle Verunreinigungen der Probe und dadurch verfälschte Messwerte ausschließen zu können. Diese Prozedur könnte sich in diesem Fall unter ungünstigen Umständen über mehrere Wochen hinziehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu soll der Rover auch seine anderen wissenschaftlichen Instrumente einsetzen, um die nähere Umgebung seines aktuellen Standortes eingehender zu untersuchen. Neben weiteren Kameraaufnahmen sind dabei unter anderem auch weitere Messungen mit dem  DAN-Instrument angedacht, mit denen der Anteil von wasserstoffhaltigen Verbindungen in der obersten Schicht der Marsoberfläche ermittelt werden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 199 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von etwa 746 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. In diesem Zeitraum haben die Kamerasysteme des Rovers mittlerweile über 48.100 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.2025" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Opportunity setzt seine Untersuchungen fort</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-setzt-seine-untersuchungen-fort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 19:04:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Cape York]]></category>
		<category><![CDATA[Einschlagskrater]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35302</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Opportunity ist auch weiterhin damit beschäftigt, die mineralogische Zusammensetzung der Böden und Gesteine im Bereich der Region Matijevic Hill zu analysieren. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, The Planetary Society, UMSF-Forum, Malin Space Science Systems. Seit dem letzten ausführlicheren Statusupdate vom 13. Oktober 2012 hat der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Opportunity ist auch weiterhin damit beschäftigt, die mineralogische Zusammensetzung der Böden und Gesteine im Bereich der Region Matijevic Hill zu analysieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, The Planetary Society, UMSF-Forum, Malin Space Science Systems.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Eduardo Tesheiner (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Opportunitys Weg seit dem Erreichen des Cape York. Während der letzten Wochen hat der Rover dabei einen Rundkurs um die Region Matijevic Hill absolviert. Die bisher letzte, auf dieser Karte allerdings noch mit verzeichnete Fahrt erfolgte am 8. Dezember 2012, dem Sol 3155 der Mission. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Eduardo Tesheiner (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem letzten <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-untersuchungen-am-matijevic-hill/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ausführlicheren Statusupdate</a> vom 13. Oktober 2012 hat der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Opportunity</i> seine Untersuchungen der auf dem Cape York gelegenen Region &#8222;Matijevic Hill&#8220; fortgesetzt. In diesem Bereich des westlichen Randes des Endeavour-Kraters konnten bereits vor einigen Jahren mit dem an Bord des Marsorbiters <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) befindlichen CRISM-Spektrometers die Signaturen von <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phyllosilikate" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Phyllosilikaten</a> und <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tonminerale" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Tonmineralen</a>, nachgewiesen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachweis dieser Minerale wird von den Marsforschern als ein Hinweis darauf interpretiert, dass diese Region der Marsoberfläche in der Vergangenheit über einen längeren Zeitraum hinweg dem Einfluss vom flüssigem Wasser ausgesetzt war. Das Ziel des Rovers besteht derzeit darin, die Quellen der Signaturen aufzuspüren und diese anschließend eingehend zu analysieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ein [menschlicher] Geologe, der einen solchen Bereich untersuchen will, würde sich als erstes einen groben Überblick über die gesamte Region verschaffen, indem er sie zu Fuß abschreitet&#8220;, so Dr. Steve Squyres von der Cornell University/USA, der wissenschaftliche Leiter der <i>Opportunity</i>-Mission. &#8222;Und genau dies haben wir während der letzten Wochen mit <i>Opportunity</i> getan.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck hat der Rover seit Anfang Oktober 2012 den gesamten Bereich der Region abgefahren und im Rahmen des dabei absolvierten Rundkurses eine Distanz von rund 350 Metern überbrückt. Hierdurch erhielten die an der <i>Mars Exploration Rover</i>-Mission beteiligten Wissenschaftler die Gelegenheit, das Ausmaß der in dieser Region des Mars befindlichen Gesteinsaufschlüsse zu überblicken und die erfolgversprechendsten Orte für zukünftige Untersuchungen zu identifizieren. 
<br>
Am Ende einer jeden Etappe dieser &#8222;Rundreise&#8220; wurden die verschiedenen Kamerasysteme des Rovers dazu eingesetzt, um ein 360-Grad-Panorama der Umgebung anzufertigen. Zusätzlich wurde das am Instrumentenarm des Rovers befindliche APX-Spektrometer dazu verwendet, um die chemische Zusammensetzung von ausgewählten Gesteinsformationen zu bestimmen. Unterstützt wurden diese Untersuchungen durch ergänzende Aufnahmen der Marsoberfläche, welche mit einer Mikroskopkamera angefertigt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Im Rahmen unserer bisherigen Untersuchungen dieser Region stellten sich uns eine Reihe von Fragen. Wir absolvierten diese Rundreise, um die uns zur Verfügung stehende Zeit in Zukunft möglichst effizient für die Beantwortung dieser Fragen einsetzen zu können&#8220;, so Steve Squyres. &#8222;Jetzt haben wir eine gute Vorstellung davon, was wir wo zu tun haben und wir sind bereit, um mit der detaillierten Arbeit zu beginnen.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University, USGS, Modesto Junior College" width="260"/></a><figcaption>
Dieses aus vier Einzelaufnahmen bestehende Bildmosaik zeigt seltsame kugelförmige Objekte, welche in einer feinkörnigen Matrix in die Marsoberfläche eingebettet sind. Die Einzelbilder wurden bereits am 6. September 2012 mit der Mikroskop-Kamera des Rovers erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University, USGS, Modesto Junior College)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem rund einen Kilometer langen, etwa 200 Meter breiten und lediglich wenige Meter hohem Cape York, auf dem sich die Region Matijevic Hill befindet, handelt es sich um einen Teilbereich des westlichen Kraterwalls, welcher den etwa 22 Kilometer durchmessenden Endeavour-Krater umgibt. Dieser Krater entstand vor mehr als drei Milliarden Jahren durch den Einschlag eines Asteroiden auf der Marsoberfläche. Durch die bei diesem Impakt freigesetzten gewaltigen Energien wurde Marsgestein aus größeren Tiefen an die Oberfläche befördert und dort unter anderem am Kraterrand abgelagert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Entstehung des Kraters wurden die Gesteinsmassen durch die auf dem Mars herrschenden Umweltbedingungen verändert. Die Altersbestimmung der einzelnen lokalen Gesteinsaufschlüsse ist für die an den Forschungen beteiligten Geologen ein Schlüssel zum besseren Verständnis der einstmals in dieser Region vorherrschenden Umweltgeschichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Gesteinsaufschlüsse haben bisher das besondere Interesse der an der Mission beteiligten Wissenschaftler erweckt. In der Region &#8222;Kirkwood&#8220; stießen die Forscher auf eine Vielzahl von kleinen Kügelchen, welche an die bereits kurz nach der Landung des Rovers auf dem Mars entdeckten &#8222;Blueberries&#8220; erinnern. Eine vorläufige Analyse hat jedoch ergeben, dass die bei Kirkwood abgelagerten Kügelchen sich sowohl in ihrer chemischen Zusammensetzung als auch in ihrer Struktur und Verteilung deutlich von den zuvor beobachteten Blueberries unterscheiden und deshalb aller Wahrscheinlichkeit eine andere Entstehungsgeschichte aufweisen. Diese neu entdeckten Kügelchen werden mittlerweile inoffiziell als &#8222;Newberries&#8220; bezeichnet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme von Whitewater Lake fertigte die Panoramakamera des Rovers am 13. September (Sol 3071) um 14:05 lokaler Marszeit an.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite als besonders interessant angesehene Region erhielt den formellen Namen &#8222;Whitewater Lake&#8220;. Hierbei handelt es sich um eine flache, annähernd kreisförmige Gesteinsplatte, welche im Gegensatz zu der Umgebung über eine auffallend helle Färbung verfügt. Laut Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis/USA, dem stellvertretenden wissenschaftlichen Leiter der Mission, könnte sich hier eine der Quellen der Signaturen von Tonmineralen und Phyllosilikaten befinden, welche zuvor durch den <i>MRO</i> in dieser Region entdeckt wurden. Hochaufgelöste Aufnahmen der Panoramakamera des Rovers führten zu dem vorläufigen Schluss, dass sich diese Gesteinsformation einstmals unter dem Einfluss von mineralhaltigem Wasser gebildet haben könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir wissen bisher noch nicht, ob sich Whitewater Lake und Kirkwood vor oder nach der Entstehung des Endeavour-Kraters gebildet haben&#8220;, so Steve Squyres. &#8222;Eine unserer wichtigsten Aufgaben besteht derzeit darin, die Abfolge und die Position der einzelnen dort befindlichen Gesteinsschichtungen und somit auch deren relatives Alter zu bestimmen. Wir müssen auch mehr Zeit investieren und die Zusammensetzung von Whitewater Lake und des dortigen Marsbodens zu ermitteln und den Zusammenhang mit den aus dem Marsorbit ermittelten Spuren von Tonsignaturen zu verstehen. Auch die Zusammensetzung der &#8222;Newberries&#8220; muss weiter untersucht werden, um zu verstehen, wie sie sich einstmals geformt haben.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University, Bildbearbeitung: Stuart Atkinson (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Eine Falschfarbenaufnahme einer südwestlich von Whitewater Lake befindlichen Gesteinsformation, welche über eine auffallende Ähnlichkeit zu Whitewater Lake verfügt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University, Bildbearbeitung: Stuart Atkinson (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit befindet sich <i>Opportunity</i> etwa 15 Meter in südwestlicher Richtung von Whitewater Lake entfernt. Auch in diesem Bereich konnten verschiedene, mit Whitewater Lake vergleichbare Gesteinsaufschlüsse entdeckt werden, von denen einige im Verlauf der letzten Tage eingehend abgebildet, mit dem APX-Spektrometer untersucht und mit einem Gesteinsbohrer bearbeitet wurden. Die beteiligten Wissenschaftler vermuten, dass diese Gesteinsaufschlüsse zusammen mit Whitewater Lake eine ausgedehnte Schicht auf der Marsoberfläche bilden, von denen lediglich einige Teilbereiche direkt an der Oberfläche liegen. Durch die aktuell stattfindenden Untersuchungen soll die Ausdehnung dieser Gesteinsschicht näher eingegrenzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die jetzt anstehenden Analysen werden die an der Mission beteiligten Wissenschaftler noch einen geraumen Zeitraum benötigen. Erst nach weiteren Wochen, vielleicht sogar Monaten wird <i>Opportunity</i> die aus wissenschaftlicher Sicht äußerst interessante Region des Matijevic Hill verlassen und seine Fahrt in die südliche Richtung fortsetzen. Das dabei angepeilte Fern-Ziel ist ein weiterer Teilbereich des westlichen Kraterrandes des Endeavour-Kraters &#8211; das noch mehrere Kilometer entfernt liegende &#8222;Cape Tribulation&#8220;. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Bildbearbeitung: Stuart Atkinson (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
In der letzten Novemberwoche wurde der Gesteinsbohrer dazu genutzt, um ein etwa ein Millimeter tiefes Loch in eine Gesteinsformation zu bohren, welche eine optische Ähnlichkeit mit der &#8222;Whitewater Lake&#8220;-Formation aufweist. Auch diese Stelle wurde anschließend mit dem APX-Spektrometer analysiert. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Bildbearbeitung: Stuart Atkinson (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem technischen Zustand muss dabei jedoch immer auch ein Auge auf die aktuelle Energiesituation des ausschließlich mittels Sonnenergie betriebenen Rovers geworfen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der letzten Wochen haben sich auf dem Mars verschiedene Staubstürme entwickelt, welche <i>Opportunity</i> jedoch nicht direkt getroffen haben. Trotzdem führte der dabei in Marsatmosphäre beförderte Staub zu einer deutlich erkennbaren Eintrübung der Luft und einer daraus resultierenden leichten Abnahme der zur Verfügung stehenden Energiemenge. Dies hat sich jedoch nicht negativ auf den operativen Betrieb des Rovers ausgewirkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Durch den [im November 2012 aufgetretenen] Sturm [<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-die-diesjaehrige-staubsturmsaison-hat-begonnen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>] hat sich die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Opazit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">atmosphärische Trübung</a> erhöht und die Umgebung sieht jetzt ein wenig staubiger aus&#8220;, so John Callas, der Projekt-Manager der Rover-Mission. &#8222;Wir sehen jetzt etwas mehr Staub, welcher sich auf den Solarpaneelen abgelagert hat. Das gefällt mir zwar nicht, aber dies ist nun einmal die Realität, wenn man einen Rover auf dem Mars betreibt.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ein Überblick über die Entwicklung der Energiewerte von <i>Opportunity</i> während der letzten Wochen. Der Tau-Wert steht dabei für die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub und Wassereiskristallen. Je mehr Staub sich in der Atmosphäre des Planeten befindet, desto höher fällt dieser Wert aus. Der Wert für die Lichtdurchlässigkeit der Solarzellen gibt dagegen an, wie viel Sonnenlicht die Solarpaneele des Rovers trotz einer bedeckenden Staubschicht erreicht und letztendlich zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Je niedriger der Tau-Wert und je höher der Faktor für die Lichtdurchlässigkeit ausfällt, desto besser ist dies für den Energiehaushalt des ausschließlich mittels Sonnenenergie betriebenen Rovers. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>04.12.2012:  0,536 kWh/Tag , Tau-Wert 0,866 , Lichtdurchlässigkeit 59,90 Prozent</li><li>28.11.2012:  0,559 kWh/Tag , Tau-Wert 0,793 , Lichtdurchlässigkeit 60,80 Prozent</li><li>19.11.2012:  0,539 kWh/Tag , Tau-Wert 0,897 , Lichtdurchlässigkeit 61,20 Prozent</li><li>13.11.2012:  0,596 kWh/Tag , Tau-Wert 0,589 , Lichtdurchlässigkeit 60,60 Prozent</li><li>06.11.2012:  0,586 kWh/Tag , Tau-Wert 0,605 , Lichtdurchlässigkeit 60,40 Prozent</li><li>29.10.2012:  0,549 kWh/Tag , Tau-Wert 0,649 , Lichtdurchlässigkeit 60,10 Prozent</li><li>23.10.2012:  0,575 kWh/Tag , Tau-Wert 0,654 , Lichtdurchlässigkeit 61,90 Prozent</li><li>17.10.2012:  0,579 kWh/Tag , Tau-Wert 0,604 , Lichtdurchlässigkeit 62,40 Prozent</li><li>09.10.2012:  0,531 kWh/Tag , Tau-Wert 0,722 , Lichtdurchlässigkeit 62,90 Prozent</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012200451_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme zeigt eine Gesteinsformation, welche der Rover im Rahmen seiner bisher letzten Fahrt am gestrigen 8. Dezember 2012 (Sol 3155) ansteuerte. Anschließend wurde das APX-Spektrometer auf dem Felsen platziert, um diesen näher zu untersuchen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das bereits zuvor erwähnte lokale Staubsturmgebiet, welches die Energiesituation des Rovers ab Mitte November 2012 leicht beeinträchtigte, hat sich in den vergangenen Wochen wieder fast vollständig aufgelöst. Trotzdem ist die Atmosphäre des Mars auch weiterhin noch über weiten Bereichen der Äquatorregion und der mittleren Breiten mit einer dünnen Staubschicht durchsetzt. Während des vergangenen Wochenendes konnten zudem mehrere kleine und regional begrenzte Sturmgebiete über der in der nördlichen Tiefebene des Mars gelegenen Region Acidalia Planitia beobachtet werden, welche sich teilweise überlagerten. 
<br>
Laut dem für den Betrieb des Rovers verantwortlichen Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien befindet sich <i>Opportunity</i> nach wie vor in einem für sein Alter erstaunlich guten technischen Zustand. Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 3156 der Mission, hat <i>Opportunity</i> insgesamt rund 35.435 Meter auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt und dabei <a class="a" href="https://science.nasa.gov/mars/resources/?search=spirit+opportunity&amp;types=images&amp;content_list=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">über 174.800 Bilder</a> von der Oberfläche und der Atmosphäre des Roten Planeten aufgenommen und an sein Kontrollzentrum in Pasadena/Kalifornien übermittelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.4650" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/spirit/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/opportunity/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover Newsarchiv</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Astrium liefert Bilder zur Überwachung von Fukushima</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrium-liefert-bilder-zur-ueberwachung-von-fukushima/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Nov 2012 11:45:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Astrium]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
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		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Kernkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Pléiades 1A]]></category>
		<category><![CDATA[Radarsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Spot 5]]></category>
		<category><![CDATA[TerraSAR-X]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35247</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrium Services versorgt die Internationale Gemeinschaft seit dem 1. August 2012 über einen GO Monitor genannten Dienst mit Bildmaterial von den Aufräum- und Reparaturarbeiten am japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium GEO. Die aufgenommen Bilder stammen vor allem vom französisch-italienischen Erdbeobachtungssatelliten Pléiades 1A, der seit dem 17. Dezember 2011 um [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-adfbb0fa">Astrium Services versorgt die Internationale Gemeinschaft seit dem 1. August 2012 über einen GO Monitor genannten Dienst mit Bildmaterial von den Aufräum- und Reparaturarbeiten am japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium GEO.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-09d0cb6e"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04112012124506_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04112012124506_small_1.jpg" alt="CNES/Astrium" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Aufgenommen von Pléiades 1A: Fukushima Daiichi im Januar 2012 
<br>
(Bild: CNES/Astrium)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die aufgenommen Bilder stammen vor allem vom französisch-italienischen Erdbeobachtungssatelliten Pléiades 1A, der seit dem 17. Dezember 2011 um die Erde kreist und unter der Ägide von EADS Astrium als Hauptauftragsnehmer entstand. Zur Verfügung gestellt werden die Bilder den adressierten Stellen über einen &#8222;GO Monitor&#8220; genannten Monitoring- und Analyseservice, der über das Internet erreichbar ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten von der &#8222;GO Monitor&#8220;-Webseite ermöglichen es, Verfahren zur Behandlung kontaminierter Materialien, wie beispielsweise den Einschluss in Zement oder Glas und die Lagerung des Materials zu überwachen und zu analysieren. Ebenso erlauben es die Daten, den Fortgang von Abriss- und Bauarbeiten vor Ort zu verfolgen, sowie den Einsatz von Großgerät, wie Kränen und Baumaschinen und von Lagereinrichtungen, Anlagen und Maschinen zu beurteilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beobachtende Stellen können sich dank &#8222;GO Monitor&#8220; einen Überblick über die Aktivität der verschiedenen am Kraftwerksstandort tätigen Repräsentanten des Kraftwerksbetreibers, seiner Auftragnehmer und öffentlicher Institutionen verschaffen. Verwendet werden dabei auch Methoden wie die Abschätzung der Menge vor Ort anwesenden Personals, Auszählung im Kraftwerksbereich vorhandener Fahrzeuge und die Ermittlung des Fahrzeugtyps. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-ed543c9d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04112012124506_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04112012124506_small_2.jpg" alt="CNES" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Pléiades 1A über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CNES)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die auf Bildern von Pléiades 1A basierende Untersuchung der Aktivitäten auf dem Kraftwerksgelände Fukushima Daiichi, das am 11. März 2011 durch das sogenannte Tōhoku-Erdbeben katastrophale Zerstörungen erlitt, ist Fortsetzung der Analysen, die mit Daten vom mit einem Satellitenbus von Astrium ausgestatteten FORMOSAT 2 der Nationalen Taiwanesischen Raumfahrtbehörde (Taiwanese National Space Program Office, NSPO) am 11. März 2011 begonnen wurden. Diese Daten können über die gleiche Webseite wie die von Pléiades 1A bezogen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Erdbeben lieferten unter Beteiligung von Astrium gebaute Satelliten den vor Ort tätigen Einsatzkräften wertvolle Informationen. SPOT 5 steuerte schon einen Tag nach dem Beben Aufnahmen von der betroffenen Küste und den dort liegenden Kraftwerksstandorten bei. Daten von FORMOSAT 2 wurden zur Untersuchung des späteren Sperrgebiets verwendet. Informationen vom Radarsatelliten TerraSAR-X erlaubten den Vergleich der Situation in der Region Sendai vor und nach dem Beben, die Visualisierung der erzeugten Trümmerlandschaft und eine Beurteilung der Zerstörungskraft. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Curiosity ist bereit für die ersten Probenentnahmen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-ist-bereit-fuer-die-ersten-probenentnahmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2012 18:12:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenproben]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity bereitet sich gegenwärtig darauf vor, erstmals mittels einer kleinen Baggerschaufel Bodenproben von der Marsoberfläche zu entnehmen und diese Proben anschließend zwei im Inneren des Rovers befindlichen Analysegeräten für eingehendere Untersuchungen zuzuführen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. &#8222;Wir haben jetzt eine wichtige Missionsphase erreicht, während der wir innerhalb von etwa zwei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity bereitet sich gegenwärtig darauf vor, erstmals mittels einer kleinen Baggerschaufel Bodenproben von der Marsoberfläche zu entnehmen und diese Proben anschließend zwei im Inneren des Rovers befindlichen Analysegeräten für eingehendere Untersuchungen zuzuführen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt den Weg, den der Rover Curiosity seit seiner Landung im Gale-Krater auf dem Mars zurückgelegt hat. Die bisher letzte Fahrt erfolgte am 2. Oktober 2012, dem Sol 56 der Mission. Die zukünftig vorgesehene Route zum Zentrum von Gelenelg ist in grüner Farbe eingezeichnet.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben jetzt eine wichtige Missionsphase erreicht, während der wir innerhalb von etwa zwei Wochen den Analysegeräten die ersten Bodenproben zuführen werden&#8220;, so Michael Watkins, der Missionsmanager der <i>Curiosity</i>-Mission vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien. &#8222;<i>Curiosity</i> hat bisher ohne jegliche Probleme operiert, so dass wir in den ersten zwei Monaten der Mission bereits beachtliche Fortschritte erzielen konnten.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> ist am 6. August 2012 auf dem Mars gelandet und hat sich in den folgenden Wochen im Rahmen mehrerer Etappen zu einer auf den Namen &#8222;Glenelg&#8220; getauften Region begeben. Dieser erste Abschnitt der Mission wurde hauptsächlich dazu genutzt, um die verschiedenen Instrumente des Rovers zu kalibrieren und auf den eigentlichen wissenschaftlichen Einsatz vorzubereiten. Die bisher letzte Fahrt des Rovers erfolgte dabei am 2. Oktober, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 56 der Mission. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Fahrt, welche über eine Entfernung von lediglich sechs Metern führte, erreichte <i>Curiosity</i> ein kleines, etwa 2,5 x 5 Meter durchmessendes Feld aus lockerem Sand und Staubablagerungen. Im Bereich dieser Sanddüne, so die Entscheidung der an der Mission beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure, wird ein weiterer, für den Gesamterfolg der Mission überaus wichtiger Schritt erfolgen. Der Rover soll hier in den kommenden Tagen erstmals Bodenproben von der Marsoberfläche entnehmen und diese anschließend seinen Analysegeräten zuführen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeit, Bodenproben zu entnehmen und diese anschließend durch die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">verschiedenen Instrumente</a> des Rovers direkt zu untersuchen, ist eine der Grundvoraussetzungen für die Erfüllung der ambitionierten <a href="https://www.raumfahrer.net/die-ziele-der-curiosity-mission/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Ziele</a> der Mission. Unter anderem soll <i>Curiosity</i> dabei ergründen, ob auf dem Mars einstmals Bedingungen geherrscht haben, welche theoretisch die Entstehung primitiver mikrobiologischer Lebensformen ermöglichten, und ob solche Bedingungen eventuell auch noch in der Gegenwart vorherrschen. Die Analyse der mineralogischen Zusammensetzung der Marsböden und -gesteine gibt dabei Aufschluss über die ehemaligen Umweltbedingungen. Chemische Analysen können zudem den Nachweis von in der Gegenwart vorhandenen organischen Verbindungen erbringen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Dieses Bild zeigt den von einem der Räder des Rovers erzeugten Graben innerhalb der Sandformation &#8222;Rocknest&#8220;. Die Aufnahme wurde am 3. Oktober 2012 mit der rechten Navigationskamera des Rovers angefertigt. Der &#8222;Graben&#8220; verfügt über eine Breite von rund 40 Zentimetern. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Tag nach dem Erreichen der mit dem formellen Namen &#8222;Rocknest&#8220; versehenen Sandformation wurde das rechte Vorderrad des Rovers dazu genutzt, um sich leicht in den Sand einzugraben und den Boden so etwas aufzupflügen. Hierdurch ergab sich für die Marsforscher eine bessere Gelegenheit, um die dortige Größe und Dichte der Sandkörner sowie deren Verteilung innerhalb von &#8222;Rocknest&#8220; näher zu studieren. Zu diesem Zweck wurde dieses Gebiet nach der erfolgten &#8222;Grabung&#8220; mit einer Mikroskopkamera, der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a>, und einem <a href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Alphapartikel-Röntgenspektrometer</a> (APXS) untersucht. Ein weiterer Effekt dieser Grabung bestand darin, dass auf diese Weise frisches, nicht durch die auf der unmittelbaren Marsoberfläche vorherrschenden Umweltbedingungen erodiertes Material an die Oberfläche befördert wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den kommenden Tagen soll der Rover erstmals seit seiner Landung auf dem Mars eine kleine, am Ende des an der Frontseite des Rovers befindlichen Roboterarms montierte Baggerschaufel einsetzen. Mit dieser lediglich 4,5 x 7 Zentimeter großen Schaufel, welche eines der Bestandteile des <a href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Probenentnahmesystems</a> ist, können Bodenproben entnommen und anschließend an die Analyseinstrumente im Inneren des Rovers weitergeleitet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweimal, so die geplante Vorgehensweise bei diesem ersten Einsatz der Analyseinstrumente, werden dabei mit der Schaufel Proben entnommen, mit einem &#8222;Rüttelmechanismus&#8220; aufgelockert, danach gesiebt und anschließend wieder ausgeworfen. Durch diese Prozedur soll sichergestellt werden, dass zukünftig zu entnehmende Proben auch wirklich ausschließlich vom Mars stammen und nicht etwa durch von der Erde mitgeführte Partikel kontaminiert sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir wollen absolut sicher sein, dass die ersten Proben, welche wir untersuchen, eindeutig vom Mars stammen und sich nicht etwa noch Material von der Erde an den Wänden des Systems befindet&#8220;, so Joel Hurowitz, einer der für die Probenentnahmen verantwortlichen Mitarbeiter des JPL. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="299" height="169"/></a><figcaption>
Eine von der MastCam-100 des Rovers erstellte Mosaik-Farbaufnahme der Region rund um die kleine Sanddüne &#8222;Rocknest&#8220;. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die dritte zu entnehmende Bodenprobe wird dann nach einer Auflockerung auf einem Untersuchungstablett platziert und anschließend durch die am Rovermast montierten <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Kameras</a> abgebildet. Nach der Anfertigung dieser die Bodenprobe dokumentierenden Bilder soll das Material einem der im Inneren des Rovers platzierten Analyseinstrumente, dem <a href="https://www.raumfahrer.net/das-chemin-spektrometer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">CheMin-Spektrometer</a> zugeführt werden. Eine vierte Bodenprobe soll anschließend neben dem CheMin-Spektrometer zu einem weiteren Instrument, dem <a href="https://www.raumfahrer.net/das-sam-instrument/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Sample Analysis at Mars</a> (SAM), geleitet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir werden einen sehr genauen Blick auf die Zusammensetzung der Proben werfen. Nur so können wir sicher zu sein, dass es sich hierbei auch wirklich um die Bodenproben handelt, welche wir untersuchen wollen&#8220;, so Daniel Limonadi, ein weiterer der für das Probenentnahmesystem verantwortlichen JPL-Ingenieure. &#8222;Wir werden bei dieser erstmaligen Verwendung der Schaufel auf dem Mars sehr vorsichtig vorgehen.&#8220; Die Arbeiten sollen dabei intensiv von den verschiedenen Kamerasystemen des Rovers dokumentiert werden. Aus den zu erstellenden Aufnahmen sollen dabei auch hochaufgelöste Videos erstellt werden, mit denen sich der Fortschritt der geplanten Arbeiten besser nachvollziehen lässt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in Allem werden diese erste Einsätze der Schaufel und die dabei vorgesehenen Befüllungen der Analysegeräte voraussichtlich bis zu drei Wochen andauern. Dieser relativ lange Zeitraum ist erforderlich, da die für die Bedienung des Roboterarmes und der Schaufel verantwortlichen Mitarbeiter des JPL erst das richtige &#8222;Gefühl&#8220; für diese komplexen Arbeiten entwickeln müssen. Mehrere in der unmittelbaren Umgebung gelegene Gesteinsformationen sollen in diesem Zeitraum von den Kameras des Rovers und von dessen &#8222;Distanzanalyseinstrument&#8220;, der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ChemCam</a>, eingehender untersucht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluss der Untersuchungen wird <i>Curiosity</i> seine Fahrt fortsetzen und dabei das noch etwa 100 Meter in östlicher Richtung entfernt liegende Zentrum von Glenelg ansteuern. Irgendwo dort soll dann auch erstmals ein ebenfalls am Roboterarm befestigte Gesteinsbohrer eingesetzt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102012201204_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="550" height="105"/></a><figcaption>
Ein Rundum-Panorama des gegenwärtigen Operationsgebietes, erstellt am 1. Oktober (Sol 55) mit der Navigationskamera des Rovers. Rechts im Bild ist die Region &#8222;Rocknest&#8220; erkennbar, welche am darauffolgenden Tag direkt angesteuert wurde. Im oberen linken Bereich des Bildes ist dagegen die Basis eines den Gale-Krater dominierenden Zentralberges erkennbar. Aeolis Mons, inoffiziell auch immer wieder als &#8222;Mount Sharp&#8220; bezeichnet, stellt auf lange Sicht das zukünftige Ziel des Rovers Curiosity dar. Es werden allerdings noch Monate vergehen, bis Curiosity die fast zehn Kilometer bis zum Fuß des Berges überbrücken wird. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem Sol 59 der Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von 484 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Dabei haben die Kamerasysteme des Rovers mittlerweile fast 16.000 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des JPL in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Bilder sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.1170" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Opportunity: Der Sol 3.000 beginnt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-der-sol-3-000-beginnt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jul 2012 21:25:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Bohrer]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35005</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Erfolgsgeschichte des Marsrovers Opportunity setzt sich auch weiterhin fort. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, UMSF, PLanetary Society. Am morgigen 2. Juli 2012 wird der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover Opportunity &#8211; ursprünglich ausgelegt für eine Missionsdauer von lediglich 90 Sols, um 03:52 MESZ seinen Missionstag Sol 3.000 beginnen. Alleine die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Erfolgsgeschichte des Marsrovers Opportunity setzt sich auch weiterhin fort.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, UMSF, PLanetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01072012232522_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01072012232522_small_1.jpg" alt="NASA, JPl-Caltech" width="340" height="340"/></a><figcaption>
Opportunity untersucht den Gesteinsaufschluss &#8222;Grasberg 1&#8220;. Diese Aufnahme der vorderen Gefahrenerkennungskamera wurde am Sol 2995 um 12:28 lokaler Marszeit (27. Juni 2012, 12:26 MESZ) erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am morgigen 2. Juli 2012 wird der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Opportunity</i> &#8211; ursprünglich ausgelegt für eine Missionsdauer von lediglich 90 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sols</a>, um 03:52 MESZ seinen Missionstag Sol 3.000 beginnen. Alleine die damit verbundenen technischen Leistungen und die Arbeiten aller direkt und indirekt in diese Mission involvierten Personen spotten jeder Beschreibung und überschreiten sämtliche Erwartungen, welche selbst die größten Optimisten in diese Mission gesetzt haben! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz einer Vielzahl von zuvor nicht vorhersehbaren komplizierten Situationen und den daraus resultierenden Problemen, welche im Laufe der Jahre wieder und wieder die Fortsetzung der <i>Opportunity</i>-Mission in Frage stellten, war es den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern, Ingenieuren und Rover-Drivern immer wieder möglich, die Funktionalität des Rovers seit seiner am 25. Januar 2004 erfolgten Landung auf dem Mars aufrecht zu erhalten. Dabei gelang es den an der Mission beteilten Wissenschaftlern immer wieder, neue Daten zu sammeln, welche den Kenntnisstand der Menschheit über die Entwicklungsgeschichte unseres äußeren Nachbarplaneten ungemein erweiterten. Eine ausführliche Berichterstattung über die bisherigen Aktivitäten <i>Opportunitys</i> und des mittlerweile leider nicht mehr aktiven Partner-Rovers <i>Spirit</i> finden Sie auf einer entsprechenden Sonderseite von <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/opportunity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Wochenende war der Marsrover <i>Opportunity</i> primär damit beschäftigt, mittels seines Gesteinsbohrers, dem Rock Abrasion Tool (RAT), ein Loch in die Oberfläche einer mit dem formellen Namen &#8222;Grasberg 1&#8220; versehenen Gesteinsformation zu bohren. Dieser Gesteinsaufschluss wurde vor und nach der erfolgten Bohrung intensiv mit zwei weiteren Instrumenten, den ebenfalls am Instrumentenarm des Rovers befestigten APXS-Spektrometer und einem Mikroskop, ausführlich untersucht. Die entsprechenden Analysen werden noch bis mindesten Anfang der kommenden Woche fortgesetzt. Nach dem Abschluss der Untersuchungen wird <i>Opportunity</i> seine Fahrt fortsetzen. Die Wiederaufnahme der Fahrt soll dabei &#8211; abhängig von der Qualität der während des Wochenendes angefertigten APXS-Messungen und Mikroskopaufnahmen &#8211; frühestens am kommenden Mittwoch, spätestens jedoch am kommenden Wochenende erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.4215" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/spirit/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/opportunity/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover Newsarchiv</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-der-sol-3-000-beginnt/" data-wpel-link="internal">Marsrover Opportunity: Der Sol 3.000 beginnt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GSLV-F06 scheiterte wegen Strukturversagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-scheiterte-wegen-strukturversagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 20:10:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV-F06]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlast]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33806</guid>

					<description><![CDATA[<p>Informationen der indischen Nachrichtenagentur IANS vom 28. Januar 2011 zufolge geht die indische Raumfahrtorganisation (ISRO) mittlerweile davon aus, dass das Versagen eines Teils der Struktur der Rakete zum Auseinanderbrechen der GSLV-F06 am 25. Dezember 2010 führte. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS. Eine Verkleidung am unteren Ende der dritten Stufe der Rakete erlitt im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-scheiterte-wegen-strukturversagen/" data-wpel-link="internal">GSLV-F06 scheiterte wegen Strukturversagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Informationen der indischen Nachrichtenagentur IANS vom 28. Januar 2011 zufolge geht die  indische Raumfahrtorganisation (ISRO) mittlerweile davon aus, dass das Versagen eines Teils der Struktur der Rakete zum Auseinanderbrechen der GSLV-F06 am 25. Dezember 2010 führte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verkleidung am unteren Ende der dritten Stufe der Rakete erlitt im Flug Verformungen, die schließlich zur Folge hatten, dass eine an der Verkleidung angebrachte Halterung für Steckverbinder in Steuerleitungen derart bewegt wurde, dass die Leitungen unterbrochen wurden. Ohne die Befehle der über der dritten Stufe sitzenden Bordrechenanlage war die Rakete nicht mehr lenkbar. Ohne kontrollierten Einsatz der Stellglieder der vier seitlichen, flüssigkeitsbetriebenen Motore der ersten Stufe musste die Rakete von ihrer Bahn abkommen. Die Rakete zerbrach innerhalb der ersten Flugminute, ihre Überreste und die Nutzlast, der für den Einsatz im Geostationären Orbit gedachte Kommunikationssatellit GSAT 5P, fielen in den indischen Ozean.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012011211049_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012011211049_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSLV-F06 auf der Startrampe 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die fragliche Verkleidung, ein Zylinder aus einem Kompositwerkstoff, saß über der zweiten Stufe und war nach Angaben aus Indien ein Bestandteil der dritten Raketenstufe, die man aus Russland bezogen hatte. Mittlerweile erarbeitete Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, dass der Zylinder sich unter den im Flug durch die Atmosphäre auftretenden Lasten verformte. Die Luftströmungen entlang der Rakete waren zum Zeitpunkt des Versagens ausgesprochen turbulent, und die Raketenhülle an ihrer Oberfläche sehr unterschiedlichen Drücken ausgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Struktur, die versagte, Materialfehler hatte, hinsichtlich der aerodynamischen Bedingungen im Flug zu schwach ausgelegt oder wegen einer besonders schweren Nutzlast überfordert war, wurde bisher nicht mitgeteilt. Die ISRO weist Spekulationen, eine zu große Masse der zu transportierenden Nutzlast oder eine zu große Gesamtmasse von Trägerrakete und Satellit könnten den Fehlstart verursacht haben, als unbegründet zurück. Eine im Vergleich zu GSAT 4 90 Kilogramm schwerere Nutzlast und eine mit 418 Tonnen um zwei Tonnen höhere Startmasse des Trägers könnten nicht zu einer Instabilität im Flug führen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Daten vom Hersteller der dritten Raketenstufe aus Russland sollen bei der weiteren Aufklärung helfen. Man hofft, am 7. Februar 2011 in Thiruvananthapuram bei einem weiteren Treffen des Komitees zur Fehleranalyse (failure analysis committee, FAC) zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8677.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT 5 auf GSLV-F06</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Spirits defektes Vorderrad bewegt sich wieder!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirits-defektes-vorderrad-bewegt-sich-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 21:35:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Gusev-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Räder]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 13. März 2006 galt das rechte Vorderrad des Marsrovers Spirit als bewegungsunfähig. Bei einem Test am 13. Dezember 2009 zeigte dieses Rad jedoch überraschenderweise keine Auffälligkeiten und lässt sich seitdem anscheinend auch nach mehren Fahrversuchen noch wie vorgesehen bewegen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society, Raumcon. Im Frühjahr dieses Jahres [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit dem 13. März 2006 galt das rechte Vorderrad des Marsrovers Spirit als bewegungsunfähig. Bei einem Test am 13. Dezember 2009 zeigte dieses Rad jedoch überraschenderweise keine Auffälligkeiten und lässt sich seitdem anscheinend auch nach mehren Fahrversuchen noch wie vorgesehen bewegen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009223545_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009223545_small_1.jpg" alt="NASA, JPL" width="352" height="332"/></a><figcaption>
Seit dem Frühjahr 2009 sind fünf der sechs Räder von Spirit tief in den Untergrund eingegraben. 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Frühjahr dieses Jahres bewegte sich der Marsrover Spirit auf seiner Forschungsreise im Gusev-Krater des Mars durch das sogenannte West Valley. Hierbei handelt es sich um eine flache Senke, welche sich am Westrand der Home Plate, einem Vulkan-Plateau, befindet. Am 23. April 2009 geriet der Rover dabei unverhofft auf einen aus extrem feinem Sand bestehenden Untergrund, welcher von einer dünnen Sulfat-Kruste überzogen war. Der Rover brach durch diese Kruste und grub sich mit fünf seiner sechs Räder teilweise bis über die jeweiligen Achsen in den Untergrund ein. In den folgenden Tagen durchgeführte Versuche, den Rover aus dieser &#8222;Sandfalle&#8220; zu befreien, verschlechterten die Situation noch weiter. Die für die Steuerung des Rovers verantwortlichen Mitarbeiter des Jet Propulsion Laboratory (JPL) beschlossen daraufhin, die Befreiungsversuche vorerst zu unterbrechen, die Situation ausführlich zu analysieren und in einer speziellen Testanlage eine Strategie zur Befreiung von Spirit zu entwickeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte des letzten Monats war man schließlich dazu bereit, mit der Befreiung des Rovers auf dem Mars zu beginnen. Dazu wurden diesem am 17. November 2009 die ersten Fahrbefehle seit sechs Monaten übermittelt. Im Laufe der folgenden Wochen gelang es tatsächlich, den Rover um einige wenige Millimeter zu bewegen. Diese minimalen Geländegewinne entsprachen allerdings vollkommen den Vorhersagen der für die Steuerung von Spirit verantwortlichen &#8222;Roverdriver&#8220;, welche besonders in der Anfangsphase des Befreiungsversuches mit nur geringen Fortschritten gerechnet hatten. Im Verlauf einer Fahrt am 28. November kam es jedoch zu einem Ausfall des rechten Hinterrades des Rovers, welches seitdem nicht mehr zum Antrieb Spirits genutzt werden konnte (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-vom-rover-zum-lander/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Dezember 2009 (Sol 2.113 der Spirit-Mission) wurde aufgrund dieser Entwicklung eine weitere Analyse des rechten Hinterrades durchgeführt. Durch die Zuführung einer erhöhten Stromspannung sollte versucht werden, dieses Rad wieder in eine Drehbewegung zu versetzen. Noch am selben Tag wurde zusätzlich eine Zustandsüberprüfung des rechten Vorderrades durchgeführt. Dieses Rad hatte bereits mehrmals Anlass zur Sorge gegeben, bevor es im Laufe einer Fahrt am 13. März 2006 vollständig blockierte und seitdem nicht mehr für den Antrieb Spirits genutzt werden konnte. Das Verhalten dieses rechten Vorderrades kurz vor dessen endgütigem Ausfall zeigte Parallelen zum jetzigen Verhalten des rechten Hinterrades. Durch die beabsichtigten Messungen wollte man in erster Linie Vergleichswerte für die beiden Räder erhalten und daraus ableitend die aktuelle Situation des Hinterrades besser beurteilen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe dieses Tests zeigten die Messungen für das rechte Hinterrad einen sehr stark erhöhten Widerstand in der Motorwicklung des Antriebsmotors an. Es war nicht möglich, das Rad in eine Drehbewegung zu versetzen. Umso überraschender verlief dagegen die Diagnose des rechten Vorderrades. Ein Test des elektrischen Widerstandes in dessen Antriebsaktuator zeigte einen Widerstand an, welcher sich innerhalb der normalen Parameter befand. Außerdem kam es im Verlauf dieser Untersuchung zu einer minimalen Vorwärtsbewegung des betreffenden Rades um 0,25 Grad. Dass sich ein operables Rad im Rahmen eines Widerstandstests bewegt, ist normal. Diese stattgefundene  Bewegung war jedoch für die Ingeniere und Techniker des JPL deshalb überraschend, weil man im Vorfeld davon ausgegangen war, dass das rechte Vorderrad &#8222;nicht operabel&#8220; sei und sich aufgrund eines vermutlich unterbrochenen Stromkreises nicht würde bewegen lassen können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009223545_small_2.gif" alt="NASA, JPL-Caltech" width="586" height="267"/><figcaption>
Die Bewegung des rechten Vorderrades am 13. Dezember 2009 wurde durch zwei Aufnahmen der sogenannten &#8222;vorderen Gefahrenerkennungskamera&#8220; von Spirit dokumentiert. Die erste Aufnahme wurde vor, die zweite Aufnahme nach dem Widerstandstest angefertigt. Aufnahmen dieser Kamera dienen normalerweise dazu, Geländehindernisse in der Fahrbahn von Spirit zu erkennen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allein aus diesem unerwarteten Ereignis ließen sich jedoch noch keine Aussagen darüber treffen, ob das Vorderrad tatsächlich wieder voll funktionsfähig ist und eventuell für den weiteren Verlauf der Befreiungsfahrt eingesetzt werden könnte. Um dies zu überprüfen, wurde nach einer eingehenden Analyse der vorliegenden Daten für den 17. Dezember eine weitere Fahretappe angesetzt. Die entsprechenden Kommandos sahen vor, dass alle sechs Räder mit einer sehr geringen Rotationsgeschwindigkeit 12 volle Umdrehungen absolvieren sollten. Auf einem &#8222;normalen&#8220; Untergrund hätte dies dazu geführt, dass Spirit eine Distanz von etwa 10 Metern absolviert. Aufgrund des gegenwärtig gegebenen Untergrunds und des daraus resultierenden &#8222;Schlupfes&#8220; der Räder würde sich die reale Vorwärtsbewegung allerdings lediglich im Millimeterbereich abspielen. Wie befürchtet reagierte das rechte Hinterrad nicht auf die entsprechenden Kommandos. Das rechte Vorderrad dagegen verhielt sich zur Überraschung der Ingenieure während der ersten zehn Rad-Rotationen normal. Allerdings wurden die letzten zwei Umdrehungen nicht mehr ausgeführt. Die restlichen vier Räder zeigten dagegen im gesamten Fahrverlauf keine Auffälligkeiten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009223545_small_3.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, Animation: Raumfahrer.net" width="397" height="397"/><figcaption>
Spirits Fahrt am 17. Dezember 2009, dem Sol 2.117 der Mission auf dem Mars. Die der Animation zugrunde liegenden fünf Einzelbilder wurden zwischen 12:36 Uhr und 13:42 Uhr lokaler Marszeit aufgenommen. Das erste Bild der Sequenz zeigt den Schatten des Instrumentenarms dabei auf der linken Seite. Infolge des veränderten Sonnenstandes wandert der Schatten dann in die Bildmitte. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Animation: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fahrt wurde in vier Etappen über jeweils 2,5 Meter unterteilt. Am Ende jeder Etappe stoppte der Rover für einen kurzen Zeitraum und fertigte zur Dokumentation der aktuellen Situation und eventuell erzielter Fortschritte mit seinen verschiedenen Kamerasystemen eine Reihe von Bildern an. Im Verlauf der gesamten Fahrt bewegte sich Spirit insgesamt um zwei Millimeter nach vorne und sank um vier Millimeter in den Untergrund ein. Das Absinken des Rovers war zum größten Teil dadurch bedingt, dass sich das rechte Vorderrad besonders in Laufe der ersten Fahrsequenz etwas in den Boden eingrub. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am folgenden Tag unternahm Spirit dann einen erneuten Anlauf. So erfreut die Ingenieure über die erfolgreiche &#8222;Reaktivierung&#8220; des rechten Vorderrades auch waren, so sehr waren sie auch über dessen Aussetzen im Verlauf der vierten Fahrsequenz besorgt. Durch einen weiteren Fahrversuch sollte festgestellt werden, ob es nochmals gelingen würde, dieses Rad wieder in eine Drehbewegung zu versetzen. Dazu wurden dem Rover erneut die Fahrbefehle für eine in vier Etappen aufgeteilte Fahrt über insgesamt zehn Meter übermittelt. Diesmal wurden allerdings nur die vier momentan problemlos arbeitenden Räder, die drei Räder auf der linken Roverseite und das rechte Mittelrad, zeitgleich angetrieben. Das rechte Vorderrad dagegen wurde erst nach der Beendigung einer absolvierten Sequenz der vier restlichen Räder separat gedreht. Im Verlauf dieser Fahrt bewegte sich Spirit erneut um insgesamt etwa 1,5 Millimeter in die vorausliegende nördliche Richtung. Des weiteren erfolgte zugleich ein erneutes Einsinken um drei Millimeter in den Untergrund. Aus den von dieser Fahrt übermittelten Bildern geht eindeutig hervor, dass sich das rechte Vorderrad erneut gedreht hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der letzten Fahrten wurden zudem ausführliche Messungen der elektrischen Spannungen und Widerstände der einzelnen elektronischen Komponenten des Rovers durchgeführt, da sich in den letzten Tagen innerhalb der Elektronik Auffälligkeiten gezeigt hatten, welche sich unter Umständen negativ auf die Gesamt-Funktionalität von Spirit auswirken könnten. Zwischen dem Fahrgestell des Rovers und dessen Erdung darf im Normalfall keine elektrische Spannung auftreten. Bei der Analyse der übermittelten Daten von der Fahrt am 13. Dezember 2009 stellte man jedoch fest, dass dort nun eine dauerhaft anhaltende Spannung vorhanden ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009223545_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="394" height="300"/><figcaption>
Dieses Bild, erstellt aus einer dem Roverdriver-Team zur Verfügung stehenden Software,  zeigt die aktuelle Position der Räder und die Neigung des Rovers. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Fahrt am 17. Dezember 2009 wurden aus diesem Grund vor und während der Absolvierung der einzelnen Fahrsequenzen weitergehende Spannungsmessungen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass zwischen dem Rovergehäuse und dem Fahrgestell eine konstante Spannung von minus 5 Volt anlag. Bei der Aktivierung von einem beliebigen der zehn Rad-Motoren (die sechs Räder verfügen über insgesamt sechs Antriebsmotoren und vier Steuerungsmotoren) erhöhte sich diese Spannung auf minus 25 Volt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus bisher nicht bekannten Gründen ist also das ursprünglich vorhandene Nullpotential zwischen dem Fahrgestell und der Bord-Elektronik nicht mehr gegeben. Dadurch tritt ein Potentialgefälle zwischen dem Gestell und verschiedenen elektronischen Bauteilen auf. Da die Erhöhung dieses Gefälles am 17. Dezember 2009 unabhängig davon eintrat, welcher der zehn Motoren aktiviert wurde, vermuten die Ingenieure des JPL, dass das gegenwärtige ungewöhnliche elektrische Verhalten auf einen Defekt im &#8222;Motor Controller Board&#8220; zurückzuführen ist, welches für die Steuerung all dieser Motoren Spirits zuständig ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwischen einem bestimmten Punkt eines elektrischen Feldes oder Leitersystems und einem willkürlich wählbaren Bezugspunkt bestehende elektrische Spannung wird als das Potential dieses Punktes definiert. Verfügen zwei unterschiedliche Punkte eines Leitersystems über unterschiedliche Potentiale, so besteht zwischen ihnen eine elektrische Spannung, welche als Potentialdifferenz bezeichnet wird. Elektrische Ströme fließen stets von Stellen höheren Potentials zu Stellen niedrigeren Potentials. Aus der aktuell bei Spirits elektrischem System auftretenden Potentialdifferenz ergibt sich somit aktuell die Gefahr, dass es zu Kurzschlüssen in einzelnen Bauteilen der Bordelektronik kommen könnte. Was die Ursache für das Auftreten dieser Spannung ist und ob diese letztendlich zu dem aktuellen Aussetzen des rechten Hinterrades geführt haben könnte, steht bisher noch nicht fest. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Fahrt am heutigen 20. Dezember 2009 zeigte zumindest, dass sich das rechte Vorderrad erneut gedreht hat. Im Rahmen dieser Fahrt konnte sich Spirit erneut minimal in die nördliche Richtung bewegen. Allerdings ist es nach wie vor fraglich, ob es Spirit gelingen wird, sich mit diesen minimalen Bewegungen rechtzeitig aus seinem derzeitigen Gefängnis zu befreien. Aufgrund der Entwicklungsraten der Energiesituation haben die für die Mission Verantwortlichen keine Hoffnung, dass Spirit den anstehenden Marswinter an seiner momentanen Position überstehen kann. Zur Aufrechterhaltung der überlebensnotwendigen Systeme, wie zum Beispiel der Heizungen für den Bordcomputer, der Batterie und der Kommunikationsanlagen, benötigt der Rover pro Tag etwa 140 Wattstunden an Energie. Sollte dieser Wert über einen Zeitraum von mehreren Tagen unterschritten werden, so würden auch die in der Batterie gespeicherten Energiereserven nicht ausreichen, um den Rover weiterhin aktionsfähig zu halten. Selbst eine Reduzierung der für die Beheizung der einzelnen Roverkomponenten aufgewandten Energiemenge könnte dann einen &#8222;Kältetod&#8220; nicht mehr abwenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Dezember 2009 generierte Spirit noch 298 Wattstunden Energie (0,298 kWh). An diesem Tag betrug der Tau-Faktor, welcher die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub angibt, 0,517. Je niedriger dieser Wert ausfällt, desto klarer ist die Planetenatmosphäre und umso mehr Licht erreicht letztendlich die Oberfläche des Mars. Sowohl Spirit als auch sein baugleicher &#8222;Kollege&#8220;, der auf der anderen Seite des Mars aktive Rover Opportunity, werden ausschließlich durch Solarenergie betrieben. Der Bedeckungsgrad der dafür verwendeten Solarpaneele betrug für Spirit an diesem Tag 0,563. Dies bedeutet, dass damals rund 56 Prozent der für die Energieversorgung des Rovers entscheidenden Sonneneinstrahlung die Oberfläche der Solarpaneele erreichten. Eine Woche später, am 16. Dezember 2009, konnte Spirit bereits nur noch 277 Wattstunden pro Tag generieren. In diesem Zeitraum hat sich der Tau-Faktor auf einen Wert von 0,503 verbessert. Im selben Zeitraum verschlechterte sich der Bedeckungsgrad der Solarflächen lediglich um weniger als ein Prozent auf jetzt 0,557. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese momentane negative Entwicklung der Energiesituation basiert auf dem Fortschreiten der Jahreszeiten auf dem Mars. Mit der dort erfolgten Sonnenwende am 26. Oktober 2009 setzte auf dessen Südhalbkugel, Spirit operiert bei 14,6 Grad südlicher Breite, der Herbst ein. Dies hat zur Folge, dass dort die Tage zunehmend kürzer werden und täglich immer weniger Sonnenlicht die Oberfläche der Solarpaneele erreichen kann. Sollte sich der gegenwärtige Trend, nämlich eine Reduzierung der täglich generierten Energiemenge um jeweils etwa 20 Wattstunden pro Woche, fortsetzten, dann ist damit zu rechnen, dass Spirit in etwa zwei Monaten verloren gehen wird. Aus diesem Grund wird das für die Steuerung des Rovers verantwortliche &#8222;Marsrover-Driver&#8220;-Team auch in den kommenden Tagen weitere Anstrengungen unternehmen, um Spirit in eine für dessen Energiehaushalt optimalere Position zu manövrieren. Zeitgleich finden am JPL, von wo aus die derzeit aktiven Marsrover gesteuert werden, weiterführende Tests statt. Im Verlauf dieser Tests will man Einblick in den aktuellen Zustand des Energieflusses innerhalb des Rovers erhalten. Unabhängig davon sucht man auch weiterhin nach Möglichkeiten, Spirit mit alternativ vier, fünf oder sogar sechs operablen Rädern aus der als &#8222;Troy&#8220; benannten Sandfalle zu befreien. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.1260 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Internetseite des JPL</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://science.nasa.gov/mission/mars-exploration-rovers-spirit-and-opportunity/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Free Spirit (engl.)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mars Odyssey befindet sich im Sicherheitsmodus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-befindet-sich-im-sicherheitsmodus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 19:13:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Odyssey 2001]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Relaisstation]]></category>
		<category><![CDATA[Telemetriedaten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie das Jet Propulsion Laboratory (JPL) Anfang der Woche in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat sich nun auch der zweite Marsorbiter der NASA, die Sonde Mars Odyssey, in einen Sicherheitsmodus geschaltet. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Wikipedia, New Scientist. Vertont von Peter Rittinger. Der Marsorbiter &#8222;Mars Odyssey&#8220; hat sich am 28. November 2009 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie das Jet Propulsion Laboratory (JPL) Anfang der Woche in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat sich nun auch der zweite Marsorbiter der NASA, die Sonde Mars Odyssey, in einen Sicherheitsmodus geschaltet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Wikipedia, New Scientist. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-12-08-80115.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02122009201352_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02122009201352_small_1.jpg" alt="NASA, JPL, Arizona State University" width="291" height="532"/></a><figcaption>
Falschfarbenaufnahme eines Teilbereiches der Kasei Valles auf dem Mars. Mars Odyssey nahm dieses Bild am 17. Juli 2002 mit seiner THEMIS-Kamera auf. Durch deren Aufnahmen im Infrarot-Bereich kann die Verteilung von Mineralien auf der Marsoberfläche bestimmt werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Arizona State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Marsorbiter &#8222;Mars Odyssey&#8220; hat sich am 28. November 2009 selbstständig in den so genannten Sicherheitsmodus, einen Zustand eingeschränkter Aktivität, versetzt. Hierbei wurden die wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Sonde automatisch deaktiviert, sodass lediglich die wichtigsten Systeme weiterhin in Betrieb sind. Nach ersten Analysen war ein unverhofft auftretender Fehler im Speicher des Bordcomputers für dieses Ereignis verantwortlich. Über den Auslöser des Fehlers ist bisher nichts bekannt. Allerdings, so das JPL, weist das Ereignis gewisse Parallelen zu einem vergleichbaren Ereignis auf, welches sich bereits am 4. Juni 2008 ereignete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über das Wochenende konnte die Kommunikation mit Mars Odyssey aufrecht erhalten werden und die übermittelten Telemetriedaten zeigten für den Energiehaushalt und die Temperatur im Inneren des Orbiters normale Werte an. Das für den Betrieb von Mars Odyssey verantwortliche Team arbeitet derzeit daran, die Sonde wieder in den normalen wissenschaftlichen Betrieb zu versetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die aktuelle Funktionsstörung verursachte eine Art &#8218;Einfrieren&#8216; des Bordcomputers&#8220;, so der beteiligte Projektwissenschaftler Jeffrey Plaut. Im Laufe der Mission haben sich vergleichbare Fehlfunktionen bereits öfter ereignet und sie stellten bisher keine ernsthafte Bedrohung für Mars Odyssey dar. &#8222;Diese Art von Ereignissen ist uns geläufig. Wir haben eine bekannte und bereits getestete Vorgehensweise um zum normalen Operationsablauf zurückzukehren&#8220;, so Projekt-Manager Philip Varghese vom JPL. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als erster Schritt in diese Richtung wurde am Montag ein Neustart des Bordcomputers durchgeführt. Die anschließend von der Sonde empfangenen Daten zeigten an, dass dieser Neustart erfolgreich verlaufen ist. Die Lageregelung von Mars Odyssey funktioniert planmäßig und die Instrumente der Sonde sind wie vorgesehen auf den Mars ausgerichtet. Allerdings werden noch mehrere Tage vergehen, bevor der reguläre wissenschaftliche Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Laut Jeffrey Plaut erwartet man, dass dies bis zum Ende der Woche geschehen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 7. April 2001 gestartete Sonde befindet sich seit dem 24. Oktober 2001 in einer Umlaufbahn um den Mars. Im Rahmen der im Februar 2002 begonnenen Hauptphase der Mission wurde unter anderem eine globale Karte der Verteilung der chemischen Elemente auf der Marsoberfläche erstellt. Weitere Missionsschwerpunkte sind die Messung der kosmischen Strahlung im niedrigen Marsorbit und die Erfassung der Verteilung von Wassereisvorkommen in der oberen Bodenschicht des Mars. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Des weiteren stellt Mars Odyssey eine wichtige Relaisstation für den Transfer von Daten und Kommandosequenzen von und zu den beiden auf der Marsoberfläche aktiven NASA-Rovern Spirit und Opportunity dar. Da sich momentan auch der zweite aktive Mars-Orbiter der NASA, der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) in einem Sicherheitsmodus befindet <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mro-bekommt-neue-software/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">(Raumfahrer.net berichtete)</a>, sind die beiden Marsrover bis auf weiteres darauf angewiesen, die tägliche Kommunikation mit ihrem Kontrollzentrum ohne die Unterstützung einer orbitalen Funkrelaisstation durchzuführen. Allerdings wird die zu übertragende Datenmenge bei einer ausschließlichen Direktkommunikation um mehr als das Zehnfache reduziert. Dies wiederum hat laut John Callas, dem Projekt-Manager der beiden Marsrover, zur Folge, dass die täglichen Aktivitäten der Rover vorerst eingeschränkt werden müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des immer noch sehr guten technischen Zustandes der Sonde wurde die Mission von Mars Odyssey von der NASA bisher drei Mal verlängert, zuletzt bis zum September 2010. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4101.0 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Diskussion zu Mars Odyssey (ab 2006)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-odyssey-2001/" data-wpel-link="internal">Sonderseite Mars Odyssey</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-befindet-sich-im-sicherheitsmodus/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey befindet sich im Sicherheitsmodus</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-12-08-80115.mp3" length="29534229" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Transfertag an Bord der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/transfertag-an-bord-der-iss-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 23:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer turbulenten Nacht widmeten sich die Astronauten dem Transfer von Versorgungsgütern und der Vorbereitung des Express Logistic Carrier 2 für die Installation am sechsten Flugtag. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Nachdem die Besatzung sich nach dem anstrengenden ersten Außenbordeinsatz in ihre Schlafquartiere zurückgezogen hatte, wurde sie um 2:30 Uhr MEZ unsanft von [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach einer turbulenten Nacht widmeten sich die Astronauten dem Transfer von Versorgungsgütern und der Vorbereitung des Express Logistic Carrier 2 für die Installation am sechsten Flugtag.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Besatzung sich nach dem anstrengenden ersten Außenbordeinsatz in ihre Schlafquartiere zurückgezogen hatte, wurde sie um 2:30 Uhr MEZ unsanft von einem Alarm an Bord der Raumstation geweckt. Der Alarm, der sich sehr schnell als Fehlalarm herausstellte, signalisierte einen rapiden Druckabfall im neuem russischen Modul. Aufgrund des Alarms schalteten sich alle Lüfter und Gebläse in der Raumstation ab, was dazu führte, dass sich im europäischen Laboratorium Columbus Staub ansammelte und so die sehr empfindlichen Brandmelder im Modul auslöste. Die beiden Besatzungen brauchten etwa 45 Minuten, um die Raumstation soweit in den Normalzustand zu versetzen, dass die Shuttle-Besatzung wieder zu Bett gehen konnte. Eine detaillierte Analyse, was zu dem falschen Druckabfall-Alarm geführt haben könnte, gingen den ganzen Tag über weiter.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112009001833_small_1.jpg" alt="Nasa" width="339" height="239"/><figcaption>
Kommandant und Pilot beim Interview 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des Fehlalarms verlängerte die Bodenkontrolle die Ruhezeit und ließ die Astronauten eine halbe Stunde länger schlafen. Der Weckruf kam dann um 10:28 Uhr MEZ und wurde begleitet vom Lied „We are Family“ von Sisters Sledge. Das Lied wurde für Missionsspezialist Leland Melvin gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Besatzungen verbrachten den Großteil ihres Tages mit dem Transfer von Versorgungsgütern und Werkzeugen zur Internationalen Raumstation und rüsteten den Unity-Knoten für die Ankunft des Tranquility-Moduls aus. Ursprünglich waren für die Ausrüstung von Unity vier Tage geplant, allerdings schafften die Astronauten diese Arbeit in zwei und schlossen sie sehr zur Freude der Bodenkontrolle bereits um 21:00 Uhr MEZ ab. Nebenher nahmen sich mehrere Astronauten Zeit, um mit Reporten am Boden über ihre bisherige Mission zu sprechen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21112009001833_small_2.jpg" alt="Nasa" width="372" height="268"/><figcaption>
Der Roboterarm des Space Shuttle 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Tagesaufgabe war die Vorbereitung des Express Logistics Carrier 2 (ELC-2) für die Installation an der Außenseite der Internationalen Raumstation. Zu diesem Zweck aktivierten die Astronauten den Roboterarm der Raumfähre und griffen damit den Frachtträger in der Ladebucht der Atlantis. In dieser Konfiguration wird der Roboterarm die Nacht über verbleiben, um so die Installation der ELC-2 zu beschleunigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende ihres Arbeitstages bereiteten sich die beiden Besatzungen auf den zweiten der drei geplanten Außenbordeinsätze vor. Die Astronauten gingen noch einmal mit der Bodenkontrolle den Plan für den Ausstieg durch und machten die Raumanzüge für den Einsatz fertig. Randy Bresnik und Mike Foreman begaben sich anschließend in das Quest-Airlock und werden dort die Nacht bei vermindertem Druck verbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten sollen morgen um 09:28 Uhr MEZ geweckt werden und damit Flugtag sechs beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7172.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 129 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6830.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 129 &#8211; Countdown &amp; Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5720.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 129 &#8211; Vorbereitungen</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Spirits Befreiungsfahrt steht unmittelbar bevor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirits-befreiungsfahrt-steht-unmittelbar-bevor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 19:40:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Räder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem sich der Mars-Rover Spirit vor mittlerweile über sechs Monaten im Sand festgefahren hat, steht der Beginn seiner sogenannten Befreiungsfahrt jetzt unmittelbar bevor. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, NASA, Planetary Society. Vertont von Peter Rittinger. Bereits am 13. März 2006, Sol 779 der Spirit-Mission, blockierte das rechte Vorderrad des Rovers und konnte nicht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem sich der Mars-Rover Spirit vor mittlerweile über sechs Monaten im Sand festgefahren hat, steht der Beginn seiner sogenannten Befreiungsfahrt jetzt unmittelbar bevor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, NASA, Planetary Society. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-11-17-13204.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_1.jpg" alt="NASA, JPL" width="333" height="313"/></a><figcaption>
Fünf der sechs Räder von Spirit sind tief in den Sand eingegraben. 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 13. März 2006, Sol 779 der Spirit-Mission, blockierte das rechte Vorderrad des Rovers und konnte nicht mehr zum Antrieb genutzt werden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurde Spirit seitdem fast nur noch im &#8222;Rückwärtsgang&#8220; gefahren. Im Frühjahr dieses Jahres bewegte sich Spirit dabei in südliche Richtung durch das sogenannte West Valley. Hierbei handelt es sich um eine kleine Senke, welche sich am Westrand der &#8222;Home Plate&#8220;, einem flachen Vulkan-Plateau, befindet. Das blockierte rechte Vorderrad, welches praktisch die ganze Zeit &#8222;hinterhergezogen&#8220; werden musste, wühlte hierbei das überbrückte Gelände auf und auf Fotoaufnahmen war zu erkennen, dass sich unter einer dünnen, aber relativ festen Kruste ein sehr feines Material befindet. Analysen mit mehreren Spektrometern ergaben, dass es sich hierbei anscheinend um Siliziumdioxid und Konzentrationen verschiedener Sulfate in unterschiedlichen Zusammensetzungen handelt. Auch dank eines leicht abschüssigen Geländes kam der Rover in diesem Gebiet gut voran. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Situation änderte sich jedoch am 23. April 2009 schlagartig. Bei der Fahrt an diesem Tag geriet der Rover unverhofft auf einem aus extrem feinem Sand bestehenden Untergrund. Anstatt sich weiter in südliche Richtung zu bewegen, grub sich der Rover an seiner Position in den Sand ein. Die in den nächsten Tagen erfolgenden Versuche, sich mittels einer Fahrt zurück aus dieser Falle zu befreien, verschlimmerten die Situation noch weiter. Der Rover war mit fünf seiner sechs Räder bis teilweise über die Achsen im Untergrund eingesunken. Um die Lage nicht noch weiter zu verschlimmern, beschlossen die für die Mission verantwortlichen Mitarbeiter des JPL daraufhin, die Weiterfahrt vorerst zu unterbrechen und die Gegebenheiten ausführlich zu analysieren. In einer speziellen Testanlage des JPL wurde das Gelände nachgebildet und man verwendete zwei Rover-Modelle dazu, eine Strategie für die Befreiung von Spirit zu entwickeln. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Ohio State University" width="357" height="272"/></a><figcaption>
Diese topografische Höhenkarte des Scamander-Kraters zeigt die Position Spirits an dessen unmittelbarem Kraterrand. Norden ist oben im Bild. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Ohio State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Analysen des Untergrundes ergaben, dass Spirit sich mit der linken Roverseite genau über dem Rand eines kleinen Kraters befindet. Bei dieser Scamander-Krater genannten Formation handelt es sich um einen uralten, rund acht Meter durchmessenden und schätzungsweise lediglich etwa 30 Zentimeter tiefen Impaktkrater. Dieser wurde vollkommen mit einem Material aufgefüllt, welches sich als die höchste bisher auf dem Mars gemessene Sulfat-Konzentration herausstellte. Durch Witterungseinflüsse und sehr wahrscheinlich auch durch die Interaktion mit flüssigem Wasser oder Wasserdampf, bildete sich an deren Oberfläche eine dünne Kruste. Dies führte dazu, dass dieser Krater auf den Kameraaufnahmen nicht erkennbar war. Als Spirit auf diesen Untergrund geriet, brachen die Räder der linken Roverseite durch diese Kruste, was zum Festfahren führte. Alle drei links platzierten Räder sind bis über die Achsen in diesem Material eingesunken, wobei die beiden lenkbaren Räder vorne und hinten tiefer im Sand stecken als das starre Mittelrad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas besser gestaltet sich die Situation auf der rechten Seite des Rovers. Die hier befindlichen Räder sind außerhalb des Kraters positioniert. Trotzdem sind das mittlere und hintere rechte Rad nahezu bis zu den Achsen eingesunken, während das rechte Vorderrad komplett frei liegt. Leider handelt es sich hierbei um genau das Rad, welches nicht mehr zum Antrieb von Spirit genutzt werden kann. Allerdings zeigten die Analysen des Untergrundes, dass das Material unter der rechten Roverseite über eine höhere Konsistenz verfügt und dem Rover dort somit eine bessere Traktion zur Verfügung steht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="336" height="256"/><figcaption>
Dieses Bild, erstellt aus einer dem Roverdriver-Team zur Verfügung stehenden Software, zeigt die aktuelle Position der Räder und die Neigung des Rovers. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach über fünf Monaten glaubt das Team der Rover-Driver jetzt, mit der Befreiung des Rovers aus seiner derzeitigen misslichen Lage beginnen zu können. Allerdings gibt es hierbei auch weiterhin viele Unklarheiten, da die exakte Vorgehensweise von sehr vielen bisher unbekannten Faktoren abhängig ist. John Callas, der Projektmanager der Rover-Mission am JPL, sagt diesbezüglich: &#8222;Von den Tests auf der Erde her glauben wir zwar zu wissen, welches das schlimmste denkbare Szenario ist. Einen klaren Ausweg haben wir allerdings nicht gefunden.&#8220; Trotz aller Bemühungen war es nicht möglich, die Bedingungen, welchen Spirit ausgesetzt ist, exakt in der Testanlage nachzustellen. Neben den unterschiedlichen Gravitationsbedingungen von Erde und Mars war hierfür unter anderem auch die nicht genau nachzuvollziehende Zusammensetzung des Marsbodens verantwortlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte Oktober fand trotzdem ein abschließender Operational Readiness Test statt, eine Art &#8222;Generalprobe&#8220;, bei der die Befreiungsstrategie in der Testanlage durchgespielt wurde. Nach einer positiven Bewertung der erzielten Ergebnisse dieses Tests durch eine externe Expertenkommission steht dem Beginn der Befreiungsfahrt von Spirit jetzt nichts mehr im Weg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Laufe des letzten Wochenendes wurden die vier steuerbaren Räder des Rovers dazu in Positionen verbracht, welche eine Fahrt zurück in nördliche Richtung ermöglichen sollen. Da der Rover um etwa 12 Grad zum westlich liegenden Scamander-Krater hin geneigt ist, wurden das linke Vorderrad und die beiden Hinterräder um etwa 30 Grad nach rechts, also nach Osten hin, eingeschlagen. Dadurch soll verhindert werden, dass der Rover im Laufe der Fahrt noch weiter in Richtung des Kraters abdriftet. Eine Fahrt, welche in der Anfangsphase auf exakt der Spur erfolgt, in welcher sich Spirit in seine jetzige Position begab, wird als eine Schlüsselszene für die Befreiung des Rovers angesehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="357" height="337"/></a><figcaption>
Diese Ansammlung loser Gesteinsbrocken namens &#8222;Rock Garden&#8220; hat sich unerwartet zu einem Problem für Spirit entwickelt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptgrund hierfür ist ein Problem unterhalb von Spirit. Auf seiner ursprüngliche Fahrt nach Süden überquerte der Rover zuletzt eine Ansammlung kleinerer Gesteinsbrocken, den sogenannten &#8222;Rock Garden&#8220;. Diese nur wenige Zentimeter durchmessenden Steine schienen zuerst kein Problem für den Rover dazustellen, welcher in der Lage ist, unter normalen Umständen Bodenunebenheiten bis zu einer Höhe von 25 Zentimetern problemlos zu überqueren. Durch das Einsinken in den Untergrund ergab sich allerdings die Situation, dass einer dieser Felsbrocken sich jetzt unmittelbar unter Spirits Unterboden befindet und diesen eventuell bereits berührt. Spätestens bei einem durch die Fahrbewegungen des Rovers erfolgenden weiteren Einsinken in den Untergrund oder einer Veränderung der Neigung würde ein solcher Kontakt jedoch hergestellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da der Unterboden des Rovers nicht vollkommen eben ist, besteht die Gefahr, dass der Felsen sich dort verhakt und somit die Chancen für eine Befreiung Spirits noch weiter sinken. Überhaupt wird dieser Felsen bei den zukünftigen Ereignissen eine Schlüsselrolle einnehmen. Sollte es sich lediglich um einen kleinen Brocken handeln, so besteht die Möglichkeit, dass der Rover ihn im Falle eines Kontaktes relativ problemlos zur Seite schieben oder in den losen Untergrund drücken kann. Handelt es sich jedoch um ein größeres und kompakteres Objekt, so besteht die Gefahr, dass bei einem Aufsetzen der Masseschwerpunkt von Spirit verändert wird und einzelne Räder die für eine Fahrt benötigte Bodenhaftung verlieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_big_5.gif" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_5.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, Animation: Raumfahrer.net" width="342" height="322"/></a><figcaption>
Die Verränderung der Positionen der beiden Vorderräder am 1., 7. und 8. November 2009. Die Bilder wurden jeweils gegen 11:50 Uhr lokaler Marszeit aufgenommen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Animation: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 16. auf den 17. November 2009 sollen Spirit die Kommandosequenzen für die erste Fahretappe aus der Sandfalle übermittelt werden, welche dann am 17. November gegen 9:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit starten wird. Dieser Befehl sieht vor, dass Spirit sich an diesem Tag um fünf Meter in nördliche Richtung bewegen soll. Allerdings gehen die Ingenieure am JPL davon aus, dass der real zurückgelegte Weg aufgrund eines nahezu 100-prozentigen Schlupfes der Räder lediglich ein oder zwei Millimeter betragen wird. Die Telemetriedaten dieser Fahrt werden noch am Dienstag das JPL erreichen und anschließend ausgewertet. Von diesen Ergebnissen hängen dann die weiteren exakten und erst noch zu erstellenden Fahrmanöver ab. Diese Vorgehensweise, eine extrem kurze Fahrt über bestenfalls einige Millimeter und anschließende Analysen des Fahrverhaltens mit einer darauf basierenden Neubewertung der Situation, wird aller Voraussicht nach die kommenden Monate bestimmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ashley Stroupe, die für die Entwicklung der Befreiungsstrategie verantwortliche Mitarbeiterin des JPL, sagt dazu: &#8222;Wir haben bereits vorher Situationen erlebt, in denen die Rover sich festgefahren haben. Aber dies ist die komplizierteste und zugleich auch komplexeste Situation von allen. Wir müssen deshalb sehr vorsichtig bei der Steuerung des Rovers vorgehen.&#8220; John Callas vergleicht die jetzt anstehende Situation damit, als würde man versuchen, &#8222;dem Gras beim Wachsen zuzusehen&#8220;.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="361" height="256"/></a><figcaption>
Mitglieder des Rover-Teams (v.l. A. Herrera, M. van Kirk, M. Seibert, B. Franklin) simulieren die aktuelle Situation Spirits auf dem Mars in einer speziellen Testanlage am JPL. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Tests kann das Team der Roverdriver nicht abschätzen, wie Spirit sich bei der jetzt anstehenden Fahrt verhalten wird. Ashley Stroupe: &#8222;Zu diesem Zeitpunkt besteht unser bester Plan darin, loszufahren und zu schauen, was passiert &#8230;&#8220; Das nicht zum Antrieb zur Verfügung stehende rechte Vorderrad und die nur minimale Bodenfreiheit würden die Herausforderung hierbei noch weiter erhöhen. John Callas gibt diesbezüglich auch zu bedenken, dass es letztendlich keine Garantie dafür gibt, Spirit wieder zu befreien. Ähnlich äußert sich Scott Maxwell, der Leiter des Marsrover-Driver-Teams, welches für die Navigation des Rovers verantwortlich ist: &#8222;Spirit befindet sich in einer wirklich prekären Lage und wir können zum jetzigen Zeitpunkt beim besten Willen nicht sagen, ob es möglich ist, den Rover daraus zu befreien.&#8220; Vorläufig steht dem Team des JPL dazu ein Zeitraum von knapp drei Monaten zur Verfügung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Direktor des Marsforschungsprogramms der NASA, Doug McCuistion, sollen im Februar 2010 die bis dahin erzielten Fortschritte ein weiteres mal von einer externen Expertenkommission bewertet werden. Diese Kommission wird dann über das weitere Schicksal von Spirit entscheiden. Sollte Spirit bis dahin keine erkennbaren Fortschritte erzielt haben, so müsse man der Realität ins Auge schauen und würde weiter Befreiungsversuche einstellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_7.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="343" height="233"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der vorderen Gefahrenerkennungskamera des Rovers bildet einige der bisher durch die Instrumente  des Roboterarms näher untersuchten Ziele ab. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings würde dies dann keinesfalls die Beendigung der Spirit-Mission bedeuten. Vielmehr könnte man mit den Instrumenten des Rovers auch weiterhin die Umgebung untersuchen. Glücklicherweise erfolgte das Festfahren von Spirit an einem Ort, welcher sich bereits nach den ersten Analysen als eine &#8222;geologische Schatztruhe&#8220;, so die Worte von Ray Arvidson vom wissenschaftlichen Team der Mission, entpuppte. Der Boden besteht aus mehreren Schichten unterschiedlicher Zusammensetzungen und Färbungen, welcher sich zudem aller Wahrscheinlichkeit nach unter dem Einfluss von Wasser gebildet hat. Ein notgedrungener Verbleib an der jetzigen Position wäre zumindestens für die Geologen und Geochemiker kein wirklicher Verlust. Mittels der Navigations- und Panoramakameras könnten zudem über einen längeren Zeitraum hinweg wichtige Erkenntnisse über saisonal bedingte Wolkenbildung und Staubgehalt in der Marsatmosphäre erhalten werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte es Spirit jedoch trotz des schwierigen Umstände gelingen, sich aus dieser Sandfalle zu befreien, so ist geplant, die Fahrt über kurz oder lang wie ursprünglich vorgesehen in südliche Richtung fortzusetzen. Die angepeilten Fahrziele wären dann auch weiterhin der etwa 170 Meter entfernte Vulkan-Krater &#8222;Goddard&#8220; und die benachbarte Spitzkuppe &#8222;von Braun&#8220;, welche sehr wahrscheinlich ebenfalls vulkanischen Ursprungs ist. Eine Untersuchung dieser beiden Formationen und die Einfügung der dabei gewonnenen Ergebnisse in den größeren Kontext würde das Wissen um die geologische Entstehungsgeschichte dieser Region des Mars ungemein erweitern, so Ray Arvidson. Aus den Erkenntnissen der letzten Jahre weiß man, dass diese Region vor mehreren Milliarden Jahren über ein warmes und feuchtes Klima verfügte und dass es in dieser Zeit auch zu hydrothermalen Aktivitäten gekommen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der zumindest vorübergehenden Bereinigung verschiedener Probleme mit der Hardware des Rovers, ein Problem bei der Ausrichtung der HG-Antenne konnte Anfang Oktober beseitigt werden und erst am 11. November erfolgte eine erfolgreiche Neuformatierung des Flash-Speichers im Bordcomputer, könnte zum jetzigen Zeitpunkt nur noch die Energiesituation Anlass zur Sorge geben. Der ausschließlich solarbetriebene Rover ist zur Aufrechterhaltung seiner Energieversorgung auf eine ausreichende Sonneneinstrahlung auf seine Solarpaneele angewiesen. Nach der am 26. Oktober 2009 erfolgten Sonnenwende auf dem Mars hat jetzt auf dessen Südhalbkugel der Herbst begonnen. Für den Rover, welcher bei 14,6 Grad südlicher Breite operiert, bedeutet dies, dass die Tage zunehmend kürzer werden und immer weniger Sonnenlicht die Solarzellenflächen erreicht. In den vorausgehenden Marswintern umging man das Problem, indem der Rover jeweils an einem nach Norden ausgerichteten Hang ein Winterquartier bezog. Auf diese Weise waren die Solarpaneele auf die Sonne ausgerichtet und die Sonnenlichteinstrahlung konnte optimal genutzt werden. Aufgrund der momentanen Bewegungsunfähigkeit ist dies im jetzt anstehenden Winter allerdings nicht möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier eine Auflistung der Energiewerte für die letzten Wochen. Der Tau-Wert steht dabei für die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub. Je mehr Staub sich dort befindet, desto höher fällt dieser Wert aus. Die Lichtdurchlässigkeit wiederum gibt an, wie viel Sonnenlicht die Solarpaneele erreicht und zur Energiegewinnung genutzt werden kann. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>13.10.2009: 0,427 kWh/ Tag , Tau-Wert 0,605 , Lichtdurchlässigkeit 60,75 Prozent</li><li>21.10.2009: 0,410 kWh/ Tag , Tau-Wert 0,570 , Lichtdurchlässigkeit 59,40 Prozent</li><li>28.10.2009: 0,411 kWh/ Tag , Tau-Wert 0,599 , keine Daten über die Lichtdurchlässigkeit</li><li>04.11.2009: 0,359 kWh/ Tag , Tau-Wert 0,599 , Lichtdurchlässigkeit 63,30 Prozent</li><li>10.11.2009: 0,368 kWh/ Tag , Tau-Wert 0,569 , Lichtdurchlässigkeit 59,95 Prozent</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14112009204035_small_8.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Ohio State University, University of Arizona" width="345" height="437"/></a><figcaption>
Die momentane Position von Spirit im West Valley und dessen nächste Forschungsziele. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Ohio State University, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise wurde Spirit jedoch in den zurückliegenden Monaten mehrmals von Windstößen getroffen, welche die Solarpaneele vom darauf abgelagerten Staub gereinigt haben. Trotz eines zwischenzeitlichen Staubsturmes und dadurch bedingte erneute Staubablagerungen erreichen momentan etwa 60 Prozent des einfallenden Lichtes die Oberfläche der Zellen. Die momentane täglich generierte Energiemenge von 368 Wattstunden (0,368 kWh) sollte laut Einschätzung der Missionsverantwortlichen ausreichen, um den anstehenden Winter zu überbrücken. Durch eine immer kürzere tägliche Sonneneinstrahlung und einen um dann bis zu 20 Grad niedrigeren Sonnenstand über dem Horizont wird dieser Wert zwar im Laufe der folgenden Monate absinken, sollte jedoch auch weiterhin oberhalb der benötigten etwa 180 Wattstunden pro Tag liegen. 
<br>
Dies setzt allerdings voraus, dass Spirit auch weiterhin über so viel Glück verfügt wie dies bisher trotz aller widrigen Umstände der Fall war. Ein zusätzlicher Staubsturm und damit verbundene hohe Staubkonzentrationen in der Atmosphäre oder weitere signifikante Ablagerungen auf den Solarpaneelen könnten für Spirit katastrophale Auswirkungen nach sich ziehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend ist zu sagen, dass das Missions-Team die Lage als &#8222;verhalten zuversichtlich&#8220; einschätzt. Man ist sich dessen bewusst, dass sich Spirit in einer sehr komplizierten Situation befindet. Die am kommenden Dienstag beginnende Fahrt stellt die schwierigste Etappe dar, welche der Rover bisher auf dem Mars zurücklegen musste und es ist keinesfalls gesichert, dass es gelingen wird, den Rover trotz aller Bemühungen aus der momentanen Lage zu befreien. John Callas bringt die damit verbundenen Gedanken auf einen Punkt: &#8222;Sollte es tatsächlich einen Weg geben, um Spirit zu befreien, dann werden wir ihn auch finden!&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag überbrückte der Mars-Rover Spirit auf seiner Forschungsreise über die Oberfläche unseres äußeren Nachbarplaneten eine Strecke von insgesamt 7.729,97 Metern. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse haben das Wissen der Menschheit um die Entwicklungsgeschichte des &#8222;Roten Planeten&#8220; auf nahezu unschätzbare Weise erweitert. Viel Glück, Spirit, auf Deinem weiteren Weg und alles Gute! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4229.1170 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Internetseite des JPL:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.jpl.nasa.gov/videos/free-spirit-exploring-options/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Free Spirit (engl.)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Opportunitys Meteoritentour</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/opportunitys-meteoritentour/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 18:52:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit der Entdeckung eines Meteoriten am 11. Juli 2009 konnte der Marsrover Opportunity auf seiner Route zum Endeavour-Krater zwei weitere Meteoriten identifizieren und näher untersuchen. Nach der Beendigung der Analysen befindet sich der Rover jetzt auf einen Kurs in vorerst südliche Richtung. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society, Unmanned Spaceflight. Vertont von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit der Entdeckung eines Meteoriten am 11. Juli 2009 konnte der Marsrover Opportunity auf seiner Route zum Endeavour-Krater zwei weitere Meteoriten identifizieren und näher untersuchen. Nach der Beendigung der Analysen befindet sich der Rover jetzt auf einen Kurs in vorerst südliche Richtung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society, Unmanned Spaceflight. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2008-02-03-60399.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University" width="414" height="278"/></a><figcaption>
Eine Falschfarbenaufnahme des Meteoriten Block Island. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der insgesamt sechs Wochen lang andauernden Untersuchungen des Eisen-Nickel-Meteoriten <i>Block Island</i><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-entdeckt-weiteren-eisenmeteorit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">(Raumfahrer.net berichtete)</a> wurde die Oberfläche des Meteoriten an mehreren Stellen intensiv mit den am Roboterarm angebrachten Spektrometern untersucht. Des Weiteren wurde eine Vielzahl von Mikroskopbildern erstellt. Den Abschluss der Untersuchungen bildete schließlich eine Umrundung von <i>Block Island</i>. Hierbei wurde der Meteorit zwischen dem 5. und 10. September 2009 aus sechs verschiedenen Blickrichtungen in hoher Auflösung von der Panoramakamera des Rovers abgebildet. Aus diesen Aufnahmen soll jetzt unter anderem ein dreidimensionales Modell des Meteoriten erstellt werden. 
<br>
In den folgenden 20 Tagen legte der Rover in 11 Etappen insgesamt 720 Meter zurück, wobei diese Fahrten alle in westliche Richtung führten. Auf Aufnahmen der Navigationskamera vom 26. September 2009 entdeckte man dabei ein weiteres Objekt, welches dem gerade untersuchten Meteoriten zumindest optisch verblüffend ähnelte. Da sich dieser neue Felsen außerdem in der Fahrtrichtung des Rovers befand, nutzte das wissenschaftliche Team des JPL die Gelegenheit, auch dieses Objekt genauer zu untersuchen. Sehr schnell stellte sich heraus, dass es sich bei <i>Shelter Island</i>, so die Bezeichnung für den neuen Fund, ebenfalls um einen Eisen-Nickel-Meteoriten handelt. Dieser fällt mit einem mittleren Durchmesser von rund 47 Zentimetern allerdings etwas kleiner aus als <i>Block Island</i>, welcher etwas mehr als 30 mal 60 Zentimeter misst. Im Rahmen einer zehntägigen Kampagne wurde auch <i>Shelter Island</i> mittels Mikroskop und APXS-Spektrometer eingehend analysiert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="410" height="390"/></a><figcaption>
Aufnahme des Meteoriten &#8222;Shelter Island&#8220;. Dieses Bild wurde von Opportunitys Navigationskamera am 1. Oktober 2009 aus einer Entfernung von rund drei Metern aufgenommen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Opportunity beendete die Untersuchung am 11. Oktober 2009 mit einer Umrundung von <i>Shelter Island</i>. Im Rahmen dieser Fahrt wurde auch <i>Shelter Island</i> aus mehreren Richtungen mit der hochauflösenden Panoramakamera fotografiert. Noch während der laufenden Untersuchungen gelang in nur 64 Metern Entfernung die Entdeckung eines weiteren Objektes, bei dem es sich ebenfalls um einen Meteoriten zu handeln schien. Am 14. Oktober führte man die Fahrt schließlich in west-nordwestliche Richtung fort und begab sich zu diesem nächsten potentiellen Meteoriten. Bei <i>Mackinac Island</i>, so dessen neuer Name, hielt man sich dann allerdings nicht mehr allzu lange auf. Der 42 Zentimeter durchmessende Meteorit, als solcher konnte er aufgrund der Bilder letztendlich tatsächlich klassifiziert werden, wurde lediglich fotografisch abgebildet, aber nicht eingehender mittels der Messinstrumente analysiert. 
<br>
Die Auswertung der bei diesen drei Meteoriten gewonnenen Daten ist noch lange nicht abgeschlossen. Allerdings kann man bereits jetzt sagen, dass es sich bei allen drei Objekten um Eisen-Nickel-Meteoriten handelt. Alle drei erscheinen stark verwittert und verfügen über eine sehr poröse Oberfläche. Auf dieser konnte in allen drei Fällen auch das Vorhandensein sogenannter &#8222;Widmanstätten-Strukturen&#8220; nachgewiesen werden. Hierbei handelt es sich um Muster, welche ausschließlich bei Objekten meteoritischen Ursprungs mit einem Nickelanteil zwischen fünf und 12 Prozent auftreten. Ihre Ursache haben die Strukturen in der unterschiedlichen Beständigkeit der in den Meteoriten enthaltenen Minerale Taenit und Kamacit. Das Taenit stellt hierbei das ursprüngliche Mineral dar, welches einen Oktaeder bildet. Das Kamacit wiederum lagert sich auf der Oberfläche der Taenit-Oktaeder ab. Durch die detaillierteren Untersuchungen von <i>Block Island</i> und <i>Shelter Island</i> konnte auch deren Zusammensetzung bestimmt werden. Neben einem Hauptanteil von Eisen verfügen sie über einen Anteil von etwa sieben Prozent Nickel. Außerdem konnten in beiden Fällen weitere Spuren von Germanium, Iridium und Gallium nachgewiesen werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="410" height="389"/></a><figcaption>
<i>Mackinac Island</i>
 auf einer Aufnahme der Panoramakamera vom 11. Oktober 2009. Auf dem Boden neben dem Meteoriten erkennt man eine Vielzahl sogenannter Blueberries, kleiner Kügelchen aus Hämatit. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Da man somit in einem relativ eng begrenzten Gebiet gleich drei Meteoriten des selben Typs entdeckt hat, stellt sich auch die Frage nach deren Herkunft. Steve Squyres, der wissenschaftliche Leiter der Rover-Mission sagt dazu: &#8222;Wir sind hier auf gleich drei Meteoriten mit derselben Zusammensetzung gestoßen. Es erscheint plausibel, dass sie alle Teile eines gemeinsamen Ursprungskörpers sind, welcher den Mars traf und dabei in einzelne Stücke zerbrochen ist.&#8220; Donald Yeomans, Asteroiden-Experte des JPL und Manager des <a class="a" href="https://cneos.jpl.nasa.gov/about/basics.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Near-Earth-Object-Programms der NASA</a>, erklärt dies folgendermaßen: &#8222;Man kann durchaus erwarten, dass sich die Fragmente ein und desselben Impaktereignisses in der gleichen Gegend konzentrieren.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliches ist auch durch die Meteoritenforschung auf der Erde belegt. Zum Beispiel wurden im Rahmen der Untersuchungen des Barringer-Kraters nahe der Stadt Winslow/Arizona in der Umgebung dieses Kraters seit seiner Entdeckung etwa 30 Tonnen meteoritischen Eisens zusammengetragen. Matthew Golombek, Mitarbeiter des wissenschaftlichen Teams der MER-Mission, gibt allerdings zu bedenken, dass diese Häufung von Eisen-Nickel-Meteoriten durchaus auch zufälliger Natur sein könnte: &#8222;In ihrer Zusammensetzung gleichen sie sich zwar. Aber leider gibt es hierbei bisher mehr unbekannte Faktoren als bekannte. Wir können nicht abschließend sagen, ob sie vom selben Einschlagsereignis stammen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da diese abschließende Aussage bisher nicht möglich ist, ist es auch noch zu früh, um wissenschaftlich haltbare Aussagen über das Datum des Impaktereignisses zu machen oder daraus gar Rückschlüsse über die damalige Dichte der Marsatmosphäre zu ziehen. Die Größe der entdeckten Meteoriten, so die Meinung einiger Wissenschaftler, deute darauf hin, dass diese zu einem Zeitpunkt auf dem Mars eingeschlagen sein müssen, als dieser noch über eine deutlich dichtere Atmosphäre verfügte, als dies heute der Fall ist. Eine dünne Marsatmosphäre wie in der heutigen Zeit hätte sie bei ihrem Fall zu wenig abgebremst und die Meteoriten wären mit einer zu hohen Geschwindigkeit auf der Marsoberfläche aufgeschlagen. Die dabei freigesetzte thermische Energie hätte dann zu einem vollständigen Schmelzen der Meteoriten führen müssen. Diese Theorie, so Steve Squyres, ist allerdings höchst spekulativ und es erscheint durchaus plausibel, dass die Meteoriten auch den Flug durch eine dünne Atmosphäre und einen Aufprall mit einer hohen Geschwindigkeit unbeschadet überstanden haben könnten. Für eine endgültige Bewertung der Funde, so Ralf Gellert von der University of Guelph in Ontario/Kanada, muss zuerst die Auswertung der gewonnenen Analysedaten fortgesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Verlassen von <i>Mackinac Island</i> am 17. Oktober 2009 hat sich Opportunity zunächst in südwestliche Richtung bewegt. Seit dem 21. Oktober 2009 (Sol 2042 der Mission) hat der Rover dann einen Kurs in südliche Richtung eingeschlagen. Der Sinn dieses vermeintlichen Umweges (Opportunitys eigentliches Ziel, der 22 Kilometer durchmessende Endeavour-Krater, befindet sich in ost-südöstlicher Richtung) besteht darin, ein auf dem direkten Weg zum Endeavour-Krater befindliches Sanddünen-Feld zu umfahren. Würde Opportunity den direkten Kurs einschlagen, so bestünde die Gefahr, dass der Rover sich in einer der Dünen festfährt. Da er die Dünen außerdem frontal überfahren müsste, wären die Aktuatoren der Räder einer unnötig hohen Belastung ausgesetzt. Auf dem jetzigen Kurs hat Opportunity dagegen die Möglichkeit, ein relativ einfaches und ungefährliches Gelände zu passieren. Diese Strecke führt zu einem Großteil über offen zutage liegendes Grundgestein. Die sich dazwischen erhebenden Dünen erreichen lediglich eine Höhe von wenigen Zentimetern und verlaufen zudem in Nord-Südrichtung, so dass der Rover sich im Bedarfsfall zwischen ihnen &#8222;hindurchschlängeln&#8220; kann. Diesen Kurs wird Opportunity wahrscheinlich noch für weitere etwa 1.000 Meter beibehalten, bevor ein Schwenk nach Osten direkt in Richtung auf den Endeavour-Krater erfolgen wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112009195257_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="411" height="388"/></a><figcaption>
Der neu entdeckte potentielle Meteorit, hier knapp unter dem Horizont in der Bildmitte erkennbar, befindet sich direkt in Fahrtrichtung voraus. Das Aufnahmedatum war der gestrige 31. Oktober 2009. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Schwenk in die südliche Richtung hat Opportunity in sieben Etappen bereits weitere 430 Meter zurückgelegt und dieses für einen Marsrover &#8222;hohe Tempo&#8220; will man zumindestens vorerst auch weiterhin beibehalten. Laut Steve Squyres besteht der grobe Plan für die ersten Tage des Novembers vereinfacht gesagt nur aus einem Punkt: &#8222;Immer weiter geradeaus fahren!&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings könnte eine neue Entdeckung der letzten Tage dem Team dabei einen Strich durch die Rechnung machen. Auf zur Planung der zukünftigen Fahrtroute angefertigten Aufnahmen der Panoramakamera kann man einen weiteren potentiellen Meteoriten ausmachen. Der auf dem nebenstehenden Foto erkennbare Felsen befindet sich noch etwa 145 Meter von Opportunitys derzeitigem Standpunkt entfernt. Die links davon direkt am Horizont erkennbare schwarze Linie stellt den Rand eines vermutlich noch sehr jungen Einschlagkraters dar, welcher noch rund 430 Meter entfernt ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Oktober 2009 (Sol 2.049 der Mission) generierte Opportunity 419 Wattstunden Energie (0,419 kWh). Aufgrund von Staubablagerungen erreichen derzeit noch etwa 57 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes die Solarzellen und können zur Energiegewinnung genutzt werden. Der Taufaktor, welcher den Staubanteil in der Atmosphäre beschreibt, beträgt 0,58. Die Atmosphäre ist somit relativ staubfrei. Bis zum 29. Oktober 2009 hat der Rover insgesamt 18.622,44 Meter auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. Durch die Fahrten am 30. und 31. Oktober konnte dieser Wert mittlerweile um weitere 120 Meter gesteigert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4229.msg123161#msg123161 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Marsorbiter MRO weiterhin im Safe Mode</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsorbiter-mro-weiterhin-im-safe-mode/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 07:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitsmodus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) meldete am 4. September 2009, dass man bei der Analyse der unerwarteten Neustarts von MROs Bordrechner Fortschritte gemacht habe. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Ingenieure der NASA seien dabei, eine Strategie zu entwickeln, wie der Mars Reconnaissance Orbiter in Zukunft vor ähnlichen Ereignissen geschützt werden kann. Bei der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) meldete am 4. September 2009, dass man bei der Analyse der unerwarteten Neustarts von MROs Bordrechner Fortschritte gemacht habe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05092009092851_small_1.jpg" alt="NASA" width="348" height="300"/><figcaption>
MRO über dem Mars &#8211; künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ingenieure der NASA seien dabei, eine Strategie zu entwickeln, wie der Mars Reconnaissance Orbiter in Zukunft vor ähnlichen Ereignissen geschützt werden kann. Bei der Analyse des Ablaufs der vorangegangenen Ereignisse habe eine Schwachstelle identifiziert werden können, die nun beseitigt werden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. August 2009 kam es zum vierten und bisher letzten Mal im Jahr 2009 an Bord von MRO zu einem unerwarteteten Rechnerneustart. Nach Angaben des JPL befinde sich MRO nach diesem weiter in einem Zustand eingeschränkter Aktivität, dem sogenannten Sicherheitsmodus (engl. Safe Mode). Energieversorgung, Thermalmanagement und Kommunikationsanlagen funktionierten wie vorgesehen, und die Diagnosearbeiten schritten voran, wurde mitgeteilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei im Abstand weniger Minuten aufeinanderfolgende Rechnerneustarts könnten das Raumfahrzeug ernsthaft gefährden. Solch ein Szenario halte man zwar für unwahrscheinlich, nicht aber für unmöglich. Daher wolle man sich vorrangig um die Absicherung der Betriebsfähigkeit von MRO kümmern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Marssatellit werde seine Beobachtungsaufgaben wahrscheinlich erst nach einer Anzahl von Wochen wieder wahrnehmen können. Nachdem im Rahmen der Mission von MRO seit 2006 die primären wissenschaftlichen Ziele erreicht und mehr Daten als bei allen vorausgegangenen Marsmissonen zusammen gewonnen worden seien, solle MRO weiter eine wichtige Rolle bei der Gewinnung von wissenschaftlichen Daten und als Ralaisstation für künftige Marsmissionen spielen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4220.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Reconnaissance Orbiter ( MRO )</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dritte Bodenprobe in TEGA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dritte-bodenprobe-in-tega/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 12:30:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenproben]]></category>
		<category><![CDATA[Mikroskop]]></category>
		<category><![CDATA[UV-Licht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die dritte Bodenprobe wird gegenwärtig im physikalischen Labor TEGA (Thermal and Evolved-Gas Analyzer) an Bord der US-Marssonde Phoenix untersucht. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA. Damit will man die Hinweise auf Perchlorate bestätigen, die man durch Untersuchungen mit dem chemischen Messkomplex MECA (Microscopy, Electrochemistry and Conductivity Analyzer) gefunden hat. Die neue Bodenprobe stammt von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dritte-bodenprobe-in-tega/" data-wpel-link="internal">Dritte Bodenprobe in TEGA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die dritte Bodenprobe wird gegenwärtig im physikalischen Labor TEGA (Thermal and Evolved-Gas Analyzer) an Bord der US-Marssonde Phoenix untersucht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082008143040_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082008143040_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/University of Arizona" width="353" height="278"/></a><figcaption>
Dritte TEGA-Probe auf dem halb geöffneten Ofen Nr. 5 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit will man die Hinweise auf Perchlorate bestätigen, die man durch Untersuchungen mit dem chemischen Messkomplex MECA (Microscopy, Electrochemistry and Conductivity Analyzer) gefunden hat. Die neue Bodenprobe stammt von einer &#8222;Rosy Red&#8220; genannten Stelle des Marsbodens und wurde mit kleineren Problemen in den seit dem 20. Juni nur halb geöffneten Ofen Nummer 5 transportiert. Die Öfen, bei denen der Öffnungsmechanismus möglicherweise komplett funktioniert, möchte man sich für spätere Untersuchungen aufheben. Der Verdacht auf Perchlorate hatte sich mit Proben von &#8222;Snow White&#8220; und &#8222;Rosy Red&#8220; ergeben. Die tiefste Grabung auf dem Marsboden hat mittlerweile 9 cm erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Thermal and Evolved-Gas Analyzer werden Proben erwärmt und die dabei entstehenden Gase analysiert. Wasser und bestimmte Kohlenstoffverbindungen lassen sich damit nachweisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im zweiten oben genannten Gerät, dem Microscopy, Electrochemistry and Conductivity Analyzer (MECA), werden die Proben ebenfalls erwärmt. Danach werden zwei chemische Substanzen hinzugefügt. Die erste ist eine Säure, die kohlenstoffhaltige Bestandteile der Probe auswäscht. Die zweite Substanz besteht aus Reagenzien, mit denen die Probe auf das Vorhandensein von Sulfaten und Bodenoxidantien untersucht werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082008143040_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082008143040_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/University of Arizona" width="346" height="272"/></a><figcaption>
Die Grabungsstelle &#8222;Schneeweißchen&#8220; 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich enthält MECA ein optisches und ein Rasterkraft-Mikroskop. Die Auflösung des optischen Mikroskopes liegt bei 4 Mikrometern (Tausendstel Millimetern) pro Pixel, die des Rasterkraftmikroskops bei 10 Nanometern (Millionstel Millimetern). Für die optische Mikroskopie wird die Probe mit roten, grünen und blauen LED beleuchtet, wodurch Farbbilder möglich werden. Zusätzlich ermöglicht die Verwendung ultravioletten Lichtes auch das Feststellen von Luminiszenzeffekten. Das Rasterkraftmikroskop tastet besonders interessante Teile der Probe mit einer sehr feinen Nadel ab. Damit kann eine überaus genaue Karte der Oberflächenbeschaffenheit erstellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dieser genauesten Untersuchung, die je auf einem anderen Himmelskörper durchgeführt wurde, passiert die Probe ein Buquet von 69 verschiedenen Substraten. Damit untersucht man die Wirkung unterschiedlicher Adhäsionsmechanismen und gewinnt dabei Informationen über Korngröße, magnetische Eigenschaften sowie Haftkräfte.   
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dritte-bodenprobe-in-tega/" data-wpel-link="internal">Dritte Bodenprobe in TEGA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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