Marsorbiter MRO weiterhin im Safe Mode

Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) meldete am 4. September 2009, dass man bei der Analyse der unerwarteten Neustarts von MROs Bordrechner Fortschritte gemacht habe.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA.

NASA
MRO über dem Mars – künstlerische Darstellung
(Bild: NASA)

Ingenieure der NASA seien dabei, eine Strategie zu entwickeln, wie der Mars Reconnaissance Orbiter in Zukunft vor ähnlichen Ereignissen geschützt werden kann. Bei der Analyse des Ablaufs der vorangegangenen Ereignisse habe eine Schwachstelle identifiziert werden können, die nun beseitigt werden soll.

Am 26. August 2009 kam es zum vierten und bisher letzten Mal im Jahr 2009 an Bord von MRO zu einem unerwarteteten Rechnerneustart. Nach Angaben des JPL befinde sich MRO nach diesem weiter in einem Zustand eingeschränkter Aktivität, dem sogenannten Sicherheitsmodus (engl. Safe Mode). Energieversorgung, Thermalmanagement und Kommunikationsanlagen funktionierten wie vorgesehen, und die Diagnosearbeiten schritten voran, wurde mitgeteilt.

Zwei im Abstand weniger Minuten aufeinanderfolgende Rechnerneustarts könnten das Raumfahrzeug ernsthaft gefährden. Solch ein Szenario halte man zwar für unwahrscheinlich, nicht aber für unmöglich. Daher wolle man sich vorrangig um die Absicherung der Betriebsfähigkeit von MRO kümmern.

Der Marssatellit werde seine Beobachtungsaufgaben wahrscheinlich erst nach einer Anzahl von Wochen wieder wahrnehmen können. Nachdem im Rahmen der Mission von MRO seit 2006 die primären wissenschaftlichen Ziele erreicht und mehr Daten als bei allen vorausgegangenen Marsmissonen zusammen gewonnen worden seien, solle MRO weiter eine wichtige Rolle bei der Gewinnung von wissenschaftlichen Daten und als Ralaisstation für künftige Marsmissionen spielen.

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