<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>TORU &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/toru/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Mon, 18 Oct 2021 18:09:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>TORU &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Progress-M 14M ist nun Teil der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-14m-ist-nun-teil-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 15:52:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[KURS]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 15M]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34638</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der neuer russischer Versorger beendete heute in den frühen Morgenstunden seinen Flug zur Internationalen Raumstation. (Newsbild: Fadenkreuz und Docking-Ziel) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Vorbereitend auf die Ankunft des Versorgers begann die Besatzung der ISS vor einigen Tagen ihren Schlafrhythmus zu verschieben, um den Anflug mit wachem Blick auf das manuelle [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-14m-ist-nun-teil-der-iss/" data-wpel-link="internal">Progress-M 14M ist nun Teil der ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der neuer russischer Versorger beendete heute in den frühen Morgenstunden seinen Flug zur Internationalen Raumstation. (Newsbild: Fadenkreuz und Docking-Ziel)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28012012165229_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28012012165229_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein Progress-Frachter im Anflug (Archivbild) 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Vorbereitend auf die Ankunft des Versorgers begann die Besatzung der ISS vor einigen Tagen ihren Schlafrhythmus zu verschieben, um den Anflug mit wachem Blick auf das manuelle russische Kontrollsystem TORU verfolgen zu können. Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko hatten hierfür in dieser Woche eine Extratrainingseinheit absolviert. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung anzudocken. Der zweitägige Anflug von Progress-M 14M verlief jedoch problemlos und so konnte die Besatzung das Raumschiff bereits um Mitternacht auch optisch verfolgen. Die ISS befand sich für das Dockingmanöver rund 20 Minuten in freier Drift. </p>



<p>Nach einigen Bahnmanövern koppelte das Versorgungsraumschiff pünktlich um 01:09 Uhr MEZ über der Ostküste vom Brasilien im automatischen Modus am Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs an. Nachdem die festen Verbindungen zwischen den Raumfahrzeugen hergestellt waren, folgte die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen. Nach deren positiven Abschluss wurden die Luken geöffnet und die Mannschaft der Expedition 30 hat eine Standard-Luftprobenentnahme in der Progress vorgenommen. Im Anschluss begann man damit, den Frachter in die Stationsstruktur einzubinden. Dabei wurden seine Systeme deaktiviert, flexible Luftschläuche zur Belüftung und Heizung verlegt, Teile des Dockingmechanismus zur besseren Zugänglichkeit demontiert und eine schnell entfernbare Vorrichtung, welche den Dockingring versteifen soll, installiert. </p>



<p>Progress-M 14M, in der ISS-Versorgung auch 46P genannt, hat rund 2,7 Tonnen Fracht geladen. Neben 250 Kilogramm Treibstoff für die ISS und etlichen festen und flüssigen Versorgungsgütern, sind auch mehrere Elemente für die wissenschaftliche Forschung mit an Bord. Zu nennen sind hier z.B. Tipologija, Biodegradazija, Matrjoschka-R und zwei Sets Kristallisierungsausrüstung mit japanischen und russischen Bioobjekten für das Experiment Kristallisator. Das Versorgungsraumschiff soll bis zum 24. April an der ISS bleiben und wird dann durch Progress-M 15M, welcher am 25. April starten soll, abgelöst. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-neuer-progress-raumfrachter-unterwegs-zur-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Ein neuer Progress-Raumfrachter unterwegs zur ISS</a></li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10679.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfrachter Progress M-14M</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-14m-ist-nun-teil-der-iss/" data-wpel-link="internal">Progress-M 14M ist nun Teil der ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arbeitsstress im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arbeitsstress-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 17:38:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[ARED]]></category>
		<category><![CDATA[Canadarm-2]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 13M]]></category>
		<category><![CDATA[STS-134]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34643</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Tagesplan der Langzeitbesatzung 30 findet man in jeder Woche, für jedes Besatzungsmitglied eine detailliert geplante Arbeitsanweisung, welche von der ISS-Crew absolviert werden muss. Lediglich in den Abendstunden, an Feiertagen und am Wochenende gibt es etwas Freizeit, um sich zu erholen. In den letzten beiden Wochen stand ein besonders anspruchsvolles Programm auf dem Plan. (Newsbild: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/arbeitsstress-im-all/" data-wpel-link="internal">Arbeitsstress im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Tagesplan der Langzeitbesatzung 30 findet man in jeder Woche, für jedes Besatzungsmitglied eine detailliert geplante Arbeitsanweisung, welche von der ISS-Crew absolviert werden muss. Lediglich in den Abendstunden, an Feiertagen und am Wochenende gibt es etwas Freizeit, um sich zu erholen. In den letzten beiden Wochen stand ein besonders anspruchsvolles Programm auf dem Plan. (Newsbild: Oleg Kononjenko mit einem Blitzlicht im Swesda-Modul.)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-01-23-82156.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012012183858_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012012183858_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Anatoli Iwanischin beim Training am Fahrradergometer CEVIS in Destiny 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die vorangegangene Woche startete mit einem freien Tag, die Besatzung hatte anlässlich des russischen Weihnachtsfestes am 7. Januar ein verlängertes Wochenende. Trotzdem musste sie auch in dieser Zeit ihr tägliches zweistündiges Trainingsprogramm mit den fünf in der Station vorhandenen Übungsgeräten absolvieren. Dieses ist nötig, um dem Muskelabbau durch die fehlende Gravitation während einer Langzeitmission entgegenzuwirken. Die Übungseinheiten auf dem Universal-Trainingsgerät ARED (Advanced Resistive Exercise Device) wurden diesmal aufgezeichnet und zur Bewertung an die Fachleute am Boden gesendet. Die russischen Besatzungsmitglieder arbeiteten an einer weiteren TV-Aufzeichnung für das Fernsehprojekt Nauka 2.0 (Wissenschaft 2.0, sprich: na-ú-ka) und sendeten sie zur Bodenstation. Diesmal lag der Schwerpunkt im Bereich Raummedizin, speziell auf die russische Ausrüstung ausgerichtet. André Kuipers hatte einen besonderen TV-Event, er sprach per Video-Verbindung mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und einigen Studenten von der Technischen Universität in Delft. </p>



<p>Im weiteren Wochenverlauf erhielt Donald Pettit von der Bodenstation die Aufgabe, einen im letzten Jahr montierten SPDA-Schalter (Secondary Power Distribution Assembly) zu entfernen. Dieser wäre nötig gewesen, wenn es in Bezug auf ein Startverbot für die Sojus-Raketen im letzten Jahr zu einem unbemannten Betrieb der ISS gekommen wäre. Ebenso führte er die jährliche Wartung der Sanitär- und Hygieneeinheit WHC (Waste &amp; Hygiene Compartment) im Tranquility-Knoten aus. Die Arbeiten umfassten das Tauschen von Rohrleitungen und hydraulischen Komponenten. Oleg Kononjenko entfernte zu dieser Zeit eine Speichereinheit des BITS2-12-Telemetriesystems von Sojus-TMA 03M und ersetzte sie durch ein neues Bauteil. Später reinigte und spülte er die Lufttankeinheit 2 von Progress-M 13M mit Stickstoff, vorbereitend auf dessen Abkopplung am 23. Januar. André Kuipers arbeitet im Columbus-Labormodul an dem Experiment FOAM (Schaum-Stabilität), welches durch Studenten am Boden begleitet wird. Das Projekt zielt auf die Erforschung von wässrigem und nicht-wässrigem Schaum in der Schwerelosigkeit. Das Verhalten von Schaum im All und auf der Erde ist sehr verschieden, weil der Prozess der Drainage im Raum fehlt. Es wurden hierzu Fotos und Videos angefertigt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012012183858_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012012183858_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Dan Burbank bereitet die MSG für SODI-Colloid vor  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Kommandant Dan Burbank unterstütze die Bodenmannschaft bei der automatisierten Durchführung des SODI-Colloid-Experiments im Columbus-Labormodul. Hier half er bei der Einrichtung einer neuen Forschungsreihe in der MSG (Microgravity Science Glovebox). SODI-Colloid ist Teil der dreifachen ESA-Experiment-Reihe, die die Bewegung von kolloiden Partikeln in Flüssigkeiten, Diffusionsmessungen in Erdölreservoiren und der Studie von Wachstum und Eigenschaften von fortgeschrittenen photonischen Materialien innerhalb gallertartigen Lösungen erforscht. Weiterhin führte die ISS Besatzung zum Ende der vorangegangen Woche verschiedenste Arbeiten durch. So reinigten sie die Kühlleitungen der US-Raumanzüge, arbeiteten weiter am WHC, führten Ultraschallmessungen am eigenen Körper durch, sprachen über NASA-TV mit Stephanie Abrams vom Weather Channel in Atlanta und luden die Satelliten-Telefone in den Sojus-Raumschiffen auf. Am Freitag den 13. Januar musste die ISS eine ungeplante Bahnanhebung zur Kollisionsvermeidung mit Weltraumschrott ausführen (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/13-ausweichmanoever-erfolgt-am-13-januar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>).</p>



<p>Zu Beginn dieser Woche, der Woche 9 für die Langzeitbesatzung 30, bereiteten Dan Burbank und Donald Pettit eine weitere Versuchsreihe mit SPHERES im Kibo-Labormodul vor. Dabei geht es um eine Studie mit drei kopfgroßen Experimental-Satelliten, um Techniken zu erproben, die zur Verbesserung bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Diesmal wurden die Satelliten jedoch so konfiguriert, dass sie von Studenten des Massachusetts Institute of Technology im Rahmen eines Wettbewerbes am nächsten Montag ferngesteuert werden können. In Vorbereitung auf die kommenden An- und Abflüge russischer Frachtraumschiffe, testeten Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko das TORU-Kontrollsystem, welches eine manuelle Steuerung im Notfall ermöglicht. Etwas später machten sie sich mit den Tätigkeiten vertraut, welche nötig werden, um den Mikrosatellit Tschibis-M durch Progress-M 13M nach der Abkopplung auszusetzen. Dies bedingt ein Ablegen mit geöffneter Luke, welche befestigt werden muss. Zusätzlich muss eine Steckerverbindung zum Auslösen der Ausstoßvorrichtung in einer Flughöhe von rund 500 Kilometern hergestellt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012012183858_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012012183858_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
André Kuipers in Cupola bei der Erdbeobachtung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>In dieser Woche hatte die ISS-Besatzung erneut die Gelegenheit zur Erdbeobachtung. So wurden zum Beispiel Fotos und Filme von Vientiane der Hauptstadt von Laos, dem Lake Eyre in Südaustralien und Panama City aufgenommen. Zur Mitte der Woche wurde die turnusmäßige Feuerlöschübung in Zusammenarbeit mit allen Bodenstationen durchgeführt. Diese Übung muss jede Besatzung immer wieder trainieren, um im Falle eines Brandes oder einer Rauchentwicklung schnell reagieren zu können. Ein Feuer, entstehender Rauch oder das Freiwerden von schädlichen Gasen gehört in der Raumstation mit zu den gefährlichsten Szenarien, die im schlimmsten Fall eine Evakuierung der Station erfordern würden. Donald Pettit hatte später die Aufgabe, den Merlin-1-Gefrierschrank wieder in Betrieb zunehmen. Dafür installierte er zwei Antikondensationsbeutel in dem Schrank und lagerte dann Nahrungsmittel und Getränke von Merlin 2 nach Merlin 1 um. Der nun leere Gefrierschrank Merlin 2 wurde einem 24stündigem Trocknungsprozess unterzogen. </p>



<p>Am gestrigen Tag fanden einige vom Boden gesteuerte Robotik-Aktivitäten an der Außenseite der ISS statt. Vorbereitend auf die geplanten Arbeiten mit dem Stationsmanipulator Canadarm2, gemeinsam mit der kanadischen „Roboterhand“ Dextre, wurde der Mobile Transporter auf der Gitterstruktur zur Backbord-Arbeitsseite gefahren. Anschließend wurden einige Experimente mit der Bezeichnung STP-H3 (Space Test Program-Houston 3) am P3-Gitterelement, welche während der Space-Shuttle-Mission STS 134 installiert wurden, mit Dextre überprüft. Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten ist Dextre an dem Mobilen Befestigungssystem MBS installiert worden, der Stationsarm befindet sich wieder an der Halterung des Harmony-Knotens. Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko installierten den 40 Kilogramm schweren Mikrosatelliten Tschibis-M in seiner Ausstoßvorrichtung im offenen Luk von Progress-M 13M. Im Anschluss daran wurde die innere Luke des Kopplungs- und Schleusenmoduls Pirs geschlossen und den entsprechenden Dichtigkeitsprüfungen unterzogen. Der Raumfrachter ist nun bereit zum Abkoppeln. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 18.01.2012: 391,2 km bei einem Höhenverlust von rund 57 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>23. Januar, Progress-M 13M verlässt die ISS</li><li>28. Januar, Progress-M 14M erreicht die ISS</li><li>14. Februar, 30. russischer Außeneinsatz (Kononenko, Schkaplerow)</li></ul>



<p><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-iss-im-neuen-jahr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Die ISS im neuen Jahr</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/13-ausweichmanoever-erfolgt-am-13-januar/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">13. Ausweichmanöver erfolgt am 13. Januar</a></li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10209.msg212531#msg212531" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 30 seit dem 10. Januar</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/arbeitsstress-im-all/" data-wpel-link="internal">Arbeitsstress im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-01-23-82156.mp3" length="10004041" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>ISS-Besatzung wartet auf Ablösung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-wartet-auf-abloesung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 20:33:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kibo]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 13M]]></category>
		<category><![CDATA[Roboter]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehrkapsel]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34532</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den letzten beiden Wochen absolvierte die Crew ein großes Pensum an Arbeit. Ein russischer Transporter koppelte an, der Robonaut-2-Test musste abgebrochen werden und die Vorbereitungen auf die Rückkehr zur Erde wurden intensiviert. (Newsbild: Satoshi Furukawa genießt frisch eingetroffenes Obst) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Zum Beginn der vorangegangenen Woche beschäftigte sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-wartet-auf-abloesung/" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung wartet auf Ablösung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den letzten beiden Wochen absolvierte die Crew ein großes Pensum an Arbeit. Ein russischer Transporter koppelte an, der Robonaut-2-Test musste abgebrochen werden und die Vorbereitungen auf die Rückkehr zur Erde wurden intensiviert. (Newsbild: Satoshi Furukawa genießt frisch eingetroffenes Obst)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112011213334_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112011213334_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die TOCA-Hardware im Destiny-Labormodul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zum Beginn der vorangegangenen Woche beschäftigte sich Mike Fossum mit dem Experiment SpaceDRUMS (Space Dynamically Responding Ultrasonic Matrix System) im Kibo-Labormodul. Die im Express-Rack 5 befindliche Apparatur dient der Materialerforschung, tennisballgroße feste oder flüssige Proben werden von 20 Schallemittern bei der Verbrennung und der hitzebasierten Synthese bearbeitet. Die hier untersuchten keramischen, polymeren und kolloiden Proben sollen der Entwicklung von zukunftsweisenden Werkstoffen auf der Erde dienen. Am gleichen Tag entnahm Satoshi Furukawa einige Proben aus dem Trinkwassersystem der ISS und analysierte diese mit dem TOCA-Hardware-Kit. Mit TOCA (Total Organic Carbon Analyzer), einem Gerät zur Prüfung der Reinheit des Wassers der Wasser-Recycling-Anlage (WPA) im amerikanischen Stationsteil, wird regelmäßig die Nutzbarkeit des erzeugten Trinkwassers bestätigt. </p>



<p>Sergej Wolkow kontrollierte in diesem Zeitraum den Abschluss der automatischen Aktualisierung des Antivirusprogramms der russischen Stationslaptops. Seit der SSCV4-Softwareaktualisierung im August muss diese nicht mehr manuell durchgeführt werden. Am Anschluss daran begann er, mit Satoshi Furukawa, die Prozeduren zur Kontrolle des Anfluges von Progress-M 13M zu trainieren. Zum Einsatz kommt hier das russischen System TORU, dass es der Besatzung ermöglicht, den Anflug von Progress-Raumschiffen zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung anzudocken. Im Laufe des Tages installierten beide noch eine Videokamera, die den Anflug und die Kopplung am Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs aufzeichnen soll. Am 2. November erreichte das unbemannte Raumschiff die ISS und koppelte erfolgreich (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-raumschiff-erreicht-die-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">RN berichtete</a>). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112011213334_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112011213334_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Mike Fossum und R2 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Ankoppeln begann die Besatzung den Raumtransporter in die ISS-Struktur einzubinden. Es wurden Temperatursensoren eingebaut, Heiz- und Lüftungsschläuche verlegt und der Docking-Konus zwecks besserer Zugänglichkeit ausgebaut. Sergej Wolkow startete am nächsten Tag bereits mit dem Entladevorgang von 1.166 gelisteten Frachtartikeln, darunter 404 Positionen US-Equipment. Zum Ende der letzten Woche stand ein weiterer Test von Robonaut, einem menschenähnlichen Roboter, in Kurzform auch R2 genannt, auf dem Plan. Nach erfolgtem Aufbau des Testobjektes wurden verschiedenste Bewegungen zur Feinabstimmung der Sensoren von Hals und Handgelenken durchgeführt. Bei einem geplanten Handshake mit Mike Fossum kam es zu einer ungewollten Abschaltung der Operationen. Der Betrieb auf der Erde unter Schwerkraftbedingungen unterscheidet sich erheblich von dem im All. Nicht nur das Thermal-Management ist anders, auch die Bewegungen müssen anders programmiert und abgebremst werden, erläuterte ein Roboter-Operator von der NASA. </p>



<p>Um ihre Rückkehr zur Erde am 22. November vorzubereiten, verstauten Anfang dieser Woche Sergej Wolkow und Satoshi Furukawa Frachtgegenstände für den Rücktransport zur Erde in Sojus-TMA 02M. Im Anschluss daran führten beide ein zweistündiges Rückkehrtraining im Landemodul der Sojus durch. Unterstützt von der Bodenkontrolle wurden je Besatzungsmitglied drei Läufe durchgeführt. Gemeinsam mit Mike Fossum fand eine Sitzprobe in den Kazbek-UM-Schalensitzen des Landemoduls statt. Diese ist nötig, um die Spezialsitze, welche den Stoß bei der Landung abfedern, richtig einzustellen. Raumfahrer können bei einem Langzeitaufenthalt im All an Masse verlieren und werden in der Regel durch die fehlende Schwerkraft einige Zentimeter größer. Parallel zu diesen Aktivitäten begannen die Treibstofftransfers von dem Progress-Transporter zur ISS. Nacheinander wurden Treibstoff (UDMH/Unsymmetrical Dimethylhydrazine) zum BG-1 Tank und Oxidator (NTO/Dinitrogen Tetroxide) in den BO-1-Tank des Sarja-Moduls geleitet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112011213334_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112011213334_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Satoshi Furukawa in Cupola bei der Erdbeobachtung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Auch in dieser Woche hatte die Langzeitbesatzung 29 wieder Gelegenheit zur Erdbeobachtung. Ziele der Fotografie am Dienstag waren das Wolga- und Ural-Delta am Kaspischen Meer, die moldawische Hauptstadt Chișinău, die Entstehung eines subtropischen Sturmes im westlichen Nordatlantik und der Middlesboro Krater im US-Bundesstaat Kentucky. Sergej Wolkow führte seinen fünften MBI-24-Test „SPRUT-2“ durch. Dabei geht es um die Erforschung des Verhaltens von Körperflüssigkeiten bei dem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit und der Vergleich mit den Werten vor dem Flug. Des Weiteren führte er eine Telefonkonferenz mit den russischen Mitgliedern der Langzeitbesatzung 30, Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin, durch. Hier besprach er die Übergabeaktivitäten zum russischen Stationssegment, da diesmal die gemeinsame Übergabezeit an Bord der ISS nur fünf Tage beträgt. Zusammen mit US-Astronaut Daniel Burbank sollen beide Kosmonauten den Orbitalkomplex am 16. November mit Sojus-TMA 22 erreichen. </p>



<p>Zum Ende dieser Woche fanden weitere Rückkehrvorbereitungen statt. So wurden einige kleinere Elemente eines US-Raumanzuges und Wasserproben des Wasserwiederaufbereitungssystems in der Sojus verstaut. Sergej Wolkow führte seine zweite Sitzung mit der Tschibis-Anzughose vorbereitend auf die Rückkehr zur Erde durch. Hier wirkt ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körpers, um bei den Beinmuskeln die Wirkung der Schwerkraft zu simulieren. Die Prozedur besteht daraus, zuerst 150-200 Milliliter Wasser oder Saft zu trinken, die Erzeugung eines Unterdrucks am Bein durch die Hose in fünfminütigen Steps (-20,-25,-30, und -35 mm Hg) und der Benutzung des TVIS Laufbandes mit 10-12 Schritten pro Minute. In seiner Funktion als medizinischer Offizier überwachte Satoshi Furukawa den einstündigen Vorgang. Am morgigen Tag finden auf US-Seite nur eingeschränkte Aktivitäten statt, da der Gedenktag <i>Veterans Day</i> zu Ehren der Kriegsveteranen aus allen Kriegen begangen wird. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 10.11.2011: 387,8 km bei einem Höhenverlust von rund 203 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>16. November, Sojus-TMA 22 erreicht die ISS</li><li>18. November, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>21. November, Sojus-TMA 02M verlässt die ISS</li><li>01. Dezember, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10070.msg204624#msg204624" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 29 seit dem 01. November</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-wartet-auf-abloesung/" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung wartet auf Ablösung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Progress-Raumschiff erreicht die ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-raumschiff-erreicht-die-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 16:07:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Frachtraumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[KURS]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34548</guid>

					<description><![CDATA[<p>Passend zum elften Jahrestag der ständigen ISS-Besetzung legte Progress-M 13M am Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs an. Mit den Raumfahren Sergej Krikaljow, William Shepherd und Juri Gidsenko erreiche am 2. November 2000 in Sojus-TM 31 erstmals eine Besatzung die Internationale Raumstation. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. In Vorbereitung auf die heutige Ankunft des [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-raumschiff-erreicht-die-iss/" data-wpel-link="internal">Progress-Raumschiff erreicht die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Passend zum elften Jahrestag der ständigen ISS-Besetzung legte Progress-M 13M am Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs an. Mit den Raumfahren Sergej Krikaljow, William Shepherd und Juri Gidsenko erreiche am 2. November 2000 in Sojus-TM 31 erstmals eine Besatzung die Internationale Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02112011170749_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02112011170749_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 13M im Anflug 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>In Vorbereitung auf die heutige Ankunft des unbemannten Transportschiffes Progress-M 13M machten sich Sergej Wolkow und Satoshi Furukawa von der Langzeitbesatzung 29 mit dem russischen System TORU vertraut. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung anzudocken. Dies war heute allerdings nicht nötig und so erreichte der Raumfrachter pünktlich und problemlos die ISS. Rund 400 Kilometer über dem Nordteil Chinas koppelte Progress-M 13M um 12:41 Uhr MEZ automatisch an. Er war vor drei Tagen vom Weltraumbahnhof Baikonur gestartet und hat rund 2,6 Tonnen Treibstoff und Versorgungsgüter an Bord. </p>



<p>Nach dem Kontakt des Frachtraumschiffes mit dem Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs wurden einige Minuten später die festen Verbindungen am Kopplungsadapter geschlossen. Die ISS befand sich während des Dockingmanövers für ca. 30 Minuten in freier Drift, wenig später wurde die Kontrolle der Station an die US-Gyroskope zurück übergeben. Im weiteren Verlaufe dieses Tages werden die Dichtigkeitstest zwischen den beiden Raumfahrzeugen durchgeführt, ein Öffnen der Luken ist noch für den heutigen Abend geplant. Progress-M 13M soll bis Ende Januar 2012 an der ISS verbleiben. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10215.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfrachter *Progress M-13M* </a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-raumschiff-erreicht-die-iss/" data-wpel-link="internal">Progress-Raumschiff erreicht die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Expedition 28 nimmt gemeinsame Arbeit auf</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-28-nimmt-gemeinsame-arbeit-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 13:12:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 2]]></category>
		<category><![CDATA[Kibo]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34158</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die drei Neuankömmlinge bezogen ihre neuen Quartiere in der ISS und starteten ihre ca. sechs Monate andauernde Mission. Dabei bereitete man sich auf die Abreise von ATV 2 und die Ankunft von Progress-M 11M in der nächsten Woche vor. Aber auch Experimente und eine Notfallübung standen auf dem vollen Terminplan. Zum Ende seiner Mission gab [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/expedition-28-nimmt-gemeinsame-arbeit-auf/" data-wpel-link="internal">Expedition 28 nimmt gemeinsame Arbeit auf</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die drei Neuankömmlinge bezogen ihre neuen Quartiere in der ISS und starteten ihre ca. sechs Monate andauernde Mission. Dabei bereitete man sich auf die Abreise von ATV 2 und die Ankunft von Progress-M 11M in der nächsten Woche vor. Aber auch Experimente und eine Notfallübung standen auf dem vollen Terminplan. Zum Ende seiner Mission gab es richtig Arbeit für ATV 2, der europäische Raumtransporter schob die Station auf eine rund 35 Kilometer höhere Umlaufbahn. (Newsbild: Ronald Garan im Swesda-Modul)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die jetzige Langzeitbesatzung 28 im Bild 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Ankunft von Sojus-TMA 02M am 10. Juni waren dafür einigen Arbeiten der Nachbereitung nötig. So hat die Besatzung die neu angekommene Sojus in die Systeme der Station eingebunden. Es wurden Temperatursensoren eingebaut, Heiz- und Lüftungsschläuche verlegt und der Docking-Konus, mit anschließender fotografischer Dokumentation, ausgebaut. Das Ventil zum Druckausgleich zwischen Rasswjet und Sojus wurde in den elektronischen Kontrollmodus zurückgesetzt. Die drei Neuankömmlinge, Sergej Wolkow, Michael Fossum und Satoshi Furukawa haben in den nächsten zwei Wochen pro Tag jeweils eine Stunde frei, um sich an die Station und die Bedingungen im All zu gewöhnen. Gleich am nächsten Tag stand eine der größten Bahnanhebungen der ISS auf dem Programm. ATV 2 brachte die ISS an diesem Tag auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 364,8 Kilometer (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/groesste-bahnanhebung-der-iss-durch-atv-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">RN berichtete</a>). </p>



<p>Am 13. Juni beging man auf russischer Seite den Feiertag „Tag Russlands“. Die drei Kosmonauten an Bord der ISS hatten deshalb etwas mehr Freizeit zur Verfügung und nahmen an einigen Live-Schaltungen mit der Bodenstation teil. Ansonsten lief das normale Tagesgeschäft, Michael Fossum und Satoshi Furukawa absolvierten ihre erste Sitzung des US-Experimentes Bisphosphonates. Dabei werden spezielle Medikamente eingenommen, um der Verringerung der Knochendichte in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken und diesen Prozess weiter zu erforschen. Beide Raumfahrer erhielten unterschiedliche Medikamentierungen, so erhält man einen direkten Vergleich auf Basis vorheriger Messungen. Einen Gesamtüberblick des Gesundheitsstatus der Besatzung sammelte Ronald Garan auf einem Stations-Laptop und übermittelte die Daten zur Erde. Zusätzlich setzte er die in der letzten Woche unterbrochenen Arbeiten am Stationsnetzwerk und dessen Computern fort, da es bei einem Softwareupdate zu diversen Fehlermeldungen kam.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Hier das manuelle Kontrollsystem TORU in Swesda-Modul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Auf russischer Seite taten sich Sergej Wolkow und Alexander Samokutjajew zusammen, um das russischen System TORU zu prüfen. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress-Raumschiffen zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung manuell anzudocken. Der nächste Transporter Progress-M 11M wird am 23. Juni erwartet, nachdem ATV 2 am 20. Juni vom Swesda-Modul abgelegt hat. ATV 2 wurde weiter von der ISS-Crew mit Müll und nicht mehr benötigten Gegenständen gemäß einer aktualisierten Cargo- und Stauliste beladen. Alexander Samokutjajew bereitete für das Ablegemanöver entsprechendes COM-Equipment, wie die Antennenzuleitung, die Antennen-Kontrolleinheit und das ATV-Kontrollpult, vor. Alle sechs Besatzungsmitglieder nahmen an einer routinemäßigen Notfallübung teil. Diesmal wurden die Prozeduren bei Feuer, schnellem Druckverlust, toxischen Gefahren und Ammoniak-Lecks besprochen und geprobt. </p>



<p>In der Wochenmitte arbeitete Satoshi Furukawa im japanischen Kibo-Modul. Er fotografierte dabei sein erstes 2D Nano Template 2 Experiment. Hierbei geht es um die Erzeugung von Nano-Schablonen zur Herstellung elektronischer Materialien auf der Erde. Im Rahmen der JAXA-RBO-3-Matrjoschka-R-Strahlenforschungsstudie montierte er siebzehn mit Sojus-TMA 02M gelieferte Flächendosimeter PADLE (Passive Area Dosimeters for Lifescience Experiment). Diese wurden gleichmäßig in den japanischen Modulen Kibo (JPM) und JPL (JEM Pressurized Logistics Segment) platziert und zu Dokumentationszwecken fotografiert. Anschließend musste er sich einer Fehlerbeseitigung widmen. Das JAXA Kibo SLT (Systemlaptop-Terminal) wurde neu gestartet, nachdem es am 10. Juni einen Verbindungsfehler angezeigt hatte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062011151256_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die beiden K
<sub>u</sub>
-Band Antennen der ISS 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Alle sechs Besatzungsmitglieder führten am Ende der Woche eine medizinische Notfallübung durch. Sie trainierten dabei den Umgang mit der Notfallausrüstung, wie dem automatisierten Defibrillator, einem Beatmungsgerät und dem „Crew Medical Restraint System“. Dieses CRMS ist eine Vorrichtung, auf der Patienten für Behandlungen, Defibrillationen und andere Notfälle in der Schwerelosigkeit befestigt werden können. Gemeinsam führten alle Sechs ihre Gewichtsbestimmung mit dem IMT (mass measurement device) durch. Dabei wird das Gewicht des Menschen berechnet, indem man seine Masse in der Schwerelosigkeit ermittelt. Das geschieht durch die Messung der Trägheitskräfte, die während der Schwingungsbewegung einer Masse entstehen, vergleicht diese mit einer bekannten Masse und ermittelt damit das Gewicht des Raumfahrers. Ronald Garan, Michael Fossum und Satoshi Furukawa hatten anschließend die Aufgabe, sich mit den kommenden Tätigkeiten während des letzten Logistikfluges des Space Shuttles Atlantis vorzubereiten. Das MPLM Raffaello in der Nutzlastbucht der Atlantis beinhaltet die größte Frachtmenge, welche je in einem MPLM (Multi-Purpose Logistics Module) transportiert wurde. Daher mussten extra Stauräume in den Modulen JLP (JEM Logistics Pressurized Segment), COL (Columbus Orbital Laboratory), PMM (Permanent Multipurpose Module) und im russischen Sarja-Modul (FGB) vorbereitet werden. </p>



<p>Da sich die Umlaufbahn der ISS zur Zeit lange im Sonnenlicht (High Solar Beta Angle) befindet, müssen Anlagen und Operationen an und in der ISS sorgfältig auf Überhitzung geprüft werden. So wird zum Beispiel der Backbord Radiator als Schattenspender für den Andockadapter 3 (PMA-3) genutzt. Weiter wurde die K<sub>u</sub>-Band Antenne deaktiviert und geparkt. Daher sind in dieser Woche weniger Datentransfers zur Erde möglich und das AMS 2 (Alpha Magnetic Spectrometer 2) kommunizierte per S-Band mit der Bodenstation. Am 15. und am 17. Juni fanden zwei weitere Bahnanhebungen des Orbitalkomplexes statt. Die Triebwerke von ATV 2 arbeiteten dabei rund 60 Minuten und hoben die mittlere Umlaufbahn der ISS um 17 Kilometer auf insgesamt 381,6 Kilometer an. In dieser Höhe wird die Station durch immer noch vorhandene Luftmoleküle der Atmosphäre wesentlich weniger gebremst. Vor der Bahnanhebung waren es rund 100-150 Meter täglicher Höhenverlust. 
<br>
Mittlere Bahnhöhe der ISS am 14.06.2011:</p>



<p>364,8 km bei einem Höhenverlust von 13 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>20. Juni, geplante Abreise von ATV-2 &#8222;Johannes Kepler&#8220;</li><li>23. Juni, geplante Ankunft von Progress-M 11M</li><li>29. Juni, Bahnanhebung durch Progress-M 11M</li><li>10. Juli, geplante Ankunft des Space Shuttles Atlantis</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9751.msg188379#msg188379" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 28 seit dem 13. Juni</a></li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/expedition-28-nimmt-gemeinsame-arbeit-auf/" data-wpel-link="internal">Expedition 28 nimmt gemeinsame Arbeit auf</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Langzeitbesatzung 27 bekommt Verstärkung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/langzeitbesatzung-27-bekommt-verstaerkung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 12:47:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34047</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute in den frühen Morgenstunden unserer Zeit erreichte Sojus-TMA 21 mit dem Namen “Gagarin“ die Internationale Raumstation. An Bord befanden sich Sojus-Kommandant Alexander Samokutjajew, Andrei Borissenko und Ronald Garan, die durch das oben an der Station befestigte Poisk-Modul in die ISS schwebten. (Newsbild: Im Anflug auf das Poisk-Modul) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/langzeitbesatzung-27-bekommt-verstaerkung/" data-wpel-link="internal">Langzeitbesatzung 27 bekommt Verstärkung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute in den frühen Morgenstunden unserer Zeit erreichte Sojus-TMA 21 mit dem Namen “Gagarin“ die Internationale Raumstation. An Bord befanden sich Sojus-Kommandant Alexander Samokutjajew, Andrei Borissenko und Ronald Garan, die durch das oben an der Station befestigte Poisk-Modul in die ISS schwebten. (Newsbild: Im Anflug auf das Poisk-Modul)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-04-09-56841.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07042011144752_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07042011144752_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-TMA 21 beim Anflug auf die ISS
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Vorbereitend auf die Ankunft von Sojus-TMA 21 fanden einige Tätigkeiten an Bord der ISS statt. Dmitri Kondratjew führte einen Kommunikationstest des Ku-Band-Videosystems durch. Damit soll das russische Videosignal in das US-Format gewandelt werden, um eine Übertragung zur Erde durchzuführen. Weiter testeten die Raumfahrer das TORU-Andockkontrollsystem im Swesda-Modul, schlossen die Schutzverschlüsse der Fenster von Destiny, Kibo und Cupola, um Verunreinigungen an diesen durch die Triebwerkszündungen zu vermeiden und passten ihren Schlafrhythmus entsprechend der Ankunftszeit von Sojus-TMA 21 an.</p>



<p>Nach rund zwei Tagen Anflug und mehreren Bahnkorrekturmanövern kam Sojus-TMA 21, im ISS-Flugplan auch 26S genannt, in Sichtweite der Station. Mit weiteren Flugmanövern umkreiste das bemannte Raumschiff den Orbitalkomplex bis es die Ausrichtung zum Kopplungsmanöver am russischen Kopplungs- und Schleusenmodul Poisk eingenommen hatte. Sojus-Kommandant Alexander Samokutjajew, unterstützt von seinen beiden Kollegen, kontrollierte fortlaufend die Endannäherung. Der von oben in Richtung Station ausgeführte Anflug mit anschließendem Kopplungsvorgang endete um 01:09 Uhr MESZ als die ISS gerade die chilenischen Anden überflog. Die feste Verbindung zwischen den Raumfahrzeugen konnte rund 20 Minuten später mit dem Schließen der Andockklammern am russischen Kopplungsadapter SSWP G4000 hergestellt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07042011144752_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07042011144752_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Die vollständige Besatzung der ISS spricht aus Kibo mit der Bodenstation
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Die nun folgenden Prozeduren dienten der Dichtigkeitsprüfung zwischen Sojus und der ISS. Sie dauerten fast drei Stunden. Somit öffneten sich, nach einem positiven Ergebnis der Dichtigkeitsprüfung, die Luken zwischen den Raumfahrzeugen gegen 04:13 Uhr MESZ. Kurz darauf schwebten die drei Neuankömmlinge in ihr neues Zuhause und wurden dort von der Stammbesatzung herzlich begrüßt. Sie werden von nun an diese Langzeitbesatzung 27 komplettieren und rund 40 Tage gemeinsam arbeiten und forschen. ISS-Kommandant Dmitri Kondratjew führte zuerst die vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung mit ihnen durch, bevor alle sechs Raumfahrer gemeinsam mit der Bodenstation sprachen. Dies ist der 132. Raumflug im Sojus-Programm und die insgesamt 26. Ankunft einer Sojus an der Internationalen Raumstation. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9342.msg181703#msg181703" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Sojus TMA-21 ab dem 05. April </a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/langzeitbesatzung-27-bekommt-verstaerkung/" data-wpel-link="internal">Langzeitbesatzung 27 bekommt Verstärkung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-04-09-56841.mp3" length="4512580" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Progress-M 08M im manuellen Modus angekoppelt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-08m-im-manuellen-modus-angekoppelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 18:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Raumtransporter]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33564</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der russische Frachter bringt rund zweieinhalb Tonnen Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger. Er war am Donnerstag vom Kosmodrom Baikonur aus gestartet und hatte die notwendigen Korrekturmanöver zur Angleichung seiner Bahn an die der ISS planmäßig vorgenommen. Erst in der Endphase des Rendezvous kam es zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-08m-im-manuellen-modus-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">Progress-M 08M im manuellen Modus angekoppelt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der russische Frachter bringt rund zweieinhalb Tonnen Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-11-02-10365.mp3"></audio></figure>



<p>Er war am Donnerstag vom Kosmodrom Baikonur aus gestartet und hatte die notwendigen Korrekturmanöver zur Angleichung seiner Bahn an die der ISS planmäßig vorgenommen. Erst in der Endphase des Rendezvous kam es zu mehreren deutlichen Abweichungen, die nun analysiert werden müssen. Mehrfach wich die Flugachse des noch 200 Meter entfernten Raumschiffs um einige Grad von der Ideallinie ab. 
<br>
Der Flugdirektor Wladimir Solowjow, selbst ehemaliger Kosmonaut, gab daraufhin Anweisung, die Steuerung per Hand vorzunehmen. Alexander Kaleri absolvierte das Andockmanöver ab etwa 196 Metern Distanz erfolgreich und sicher per TORU-Fernsteuerung. Progress-M 08M koppelte gegen 18:36 Uhr MESZ am Schleusenmodul Pirs an. Offenbar wollte man hier nichts riskieren. Eine richtige Entscheidung: Bei der Kopplung zeigten die Progress-Systeme einen falschen Abstand von 274 Metern an. </p>



<p>Zur Fracht gehören 1.020 kg Treibstoff, wovon 870 kg in die Tanks der ISS umgepumpt werden sollen und 250 kg für Bahnanhebungsmanöver verwendet werden können. 1,13 Tonnen sind Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsgegenstände, Experimentiermaterial und persönliche Päckchen für die Besatzung. Hinzu kommen 272 kg Wasser sowie 50 kg Sauerstoff. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8694.msg162647#msg162647" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfrachter Progress-M 08M ab heute</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-08m-im-manuellen-modus-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">Progress-M 08M im manuellen Modus angekoppelt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-11-02-10365.mp3" length="8621119" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Expedition 25</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-25/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 22:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=75359</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 25 Autor: Ralf Möllenbeck. Mit der Abreise von Sojus-TMA 18 am 25. September 2010 begann für die drei verbliebenen Raumfahrer Kommandant Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker die erste von zwei Wochen als Drei-Personen-Mannschaft. Zu dritt führten sie die täglichen Routine- und Wartungsarbeiten aus, um die Station in einem guten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/expedition-25/" data-wpel-link="internal">Expedition 25</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission der ISS-Expedition 25</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralf Möllenbeck</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-25.png" alt="" width="238" height="238"/><figcaption>Beginn:  25. September 2010<br>Ende:  26. November 2010 (geplant)<br>Dauer:  61 Tage, 23 Stunden, 21 Sekunden<br><br>Besatzungsmitglieder</figcaption></figure></div>



<p>Mit der Abreise von Sojus-TMA 18 am 25. September 2010 begann für die drei verbliebenen Raumfahrer Kommandant Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker die erste von zwei Wochen als Drei-Personen-Mannschaft. Zu dritt führten sie die täglichen Routine- und Wartungsarbeiten aus, um die Station in einem guten Zustand zu halten. Hauptaugenmerk wurde auf den Umbau des Wasseraufbereitungssystems (WRS) und die Wartung des Laufbandes T2/COLBERT im Tranquility-Knotenmodul gelegt. Es wurden etliche Experimente durch- und weitergeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Sojus_TMA-01M.jpg" alt="" width="276" height="230"/><figcaption>Sojus-TMA 01M beim Anflug auf die ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem am 8. Oktober 2010 erfolgtem Sojus-Start und dem zwei Tage und 50 Minuten dauerndem Flug, konnte der feste Kontakt mit der ISS am 10. Oktober 2010 um 2:06 Uhr MESZ mit dem Schließen der Andockklammern zwischen den Raumfahrzeugen vollzogen werden. Die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen verlief erfolgreich und so wurden gegen 05:09 Uhr MESZ die Luken geöffnet. Herzlich begrüßt schwebten die drei Neuankömmlinge in die Raumstation und erhielten im Anschluss sofort die vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung durch Stationskommandant Doug Wheelock. Damit ist die Langzeitbesatzung 25 vollständig und nahm ihre gemeinsame Arbeit auf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-25-crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-25-crew.jpg" alt=""/></a><figcaption>v.l.: Oleg Skripotschka, Alexander Kaleri, Scott Kelly, Douglas Wheelock, Shannon Walker, Fjodor Jurtschichin<br><br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p>Die Raumstation ist der Unabhängigkeit von der Ressource Wasser ein Stück näher gekommen. Es wurde eine Wassererzeugungsstation im Tranquility-Modul eingebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Dieses Sabatier-Device genannte Gerät, nach dem Nobelpreisträger von 1912 Paul Sabatier, ist ein neues System und wurde noch nie im All getestet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_EXP_25_Sabatier_Device.jpg" alt="" width="270" height="225"/><figcaption>Kommandant Doug Wheelock arbeitet am neuen Sabatier-Device<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Es nutzt das Kohlendioxid der Kohlendioxidfilteranlage und den Wasserstoff der Sauerstofferzeugungsanlage um daraus Wasser und Methan zu erzeugen. Während das Wasser im Wasserwiederaufbereitungssystem (WRS) der Weiterverwendung zugeführt wird, kann das Methan kontrolliert ins All abgelassen werden. Alle vier Systeme, Sauerstofferzeugung, Wasserwiederaufbereitung, Kohlendioxidfilter und der neue Sabatier-Reaktor, befinden sich im Tranquility-Modul und machen es damit zum zentralen Element der amerikanischen Selbstversorgung. Ziel ist es zukünftig 2000 Liter Wasser pro Jahr zu erzeugen.</p>



<p>Der für Laborzwecke geeignete Gefrierschrank MELFI2 (Minus Eighty Laboratory Freezer) im Labormodul Destiny wurde umgesetzt. Er wurde von seiner jetzigen Position S2 nach S1 verschoben und erneut an den Kühlkreislauf angeschlossen. Nötig wurde dies, da im Wochenverlauf die Handschuhbox MSG (Microgravity Science Glovebox) aus dem Labormodul Columbus nach Destiny gebracht und an der Position S2 eingebaut wurde. Dieser Umbau schaffte in Columbus den nötigen Platz, um dort das europäische Trainingssystem zur Eindämmung von Muskelschwund MARES zu installieren. MARES wurde bei STS-131, mit dem Space-Shuttle Discovery, im April 2010 zur ISS transportiert.</p>



<p>Am 25. Oktober 2010 verließ das russische Transportraumschiff Progress-M 05M nach fast sechsmonatiger Kopplungsdauer die internationale Raumstation. Die Besatzung der ISS hatte die Woche zuvor Müll, etliche nicht mehr benötigte Gegenstände und Flüssigkeiten in dem Frachter verstaut. Nach drei Wochen Flugdauer und einigen geophysikalischen Experimenten in sicherer Entfernung von der Station, ist Progress-M 05M am 15. November in der Erdatmosphäre verglüht.</p>



<p>Die mittlere Umlaufbahn der ISS wurde am 26. Oktober 2010 außerplanmäßig angehoben. Grund dafür war ein Trümmerteil des Satelliten UARS mit der Bezeichnung #81621. Dabei wurden die acht Manövriertriebwerke von Progress M-07M eingesetzt, um die ISS um 0,7 km auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 353,6 km anzuheben. Die Geschwindigkeit erhöhte sich durch das dreiminütige DAM (Debris Avoidance Maneuver) genannte Manöver um 0,4 m/s und brachte die ISS aus dem Bereich einer, wenn auch unwahrscheinlichen, Kollision. Nach diesem Ausweichmanöver, passierte das Trümmerteil die Bahn der ISS in 1,5 Kilometern Entfernung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Progress_M_08M.jpg" alt="" width="264" height="224"/><figcaption>Progress-M Versorgungsraumschiff bei der Kopplung an Pirs<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am 30. Oktober 2010 erreichte das nächste Versorgungsraumschiff, Progress-M 08M, die Internationale Raumstation. Da es bei der automatischen Annäherung 200 Meter vor der Station zu Abweichungen in der Ausrichtung des Schiffes kam, entschied sich die russische Bodenstation zu einer manuellen Ankopplung. Der russische Flugingenieur Alexander Kaleri, unterstützt von Oleg Skripotschka, nutzten dafür das TORU-Andockkontrollsystem im Swesda-Modul und der Frachter legte am Kopplungs- und Ausstiegsmodul Pirs an. Progress-M 08M, in der ISS-Versorgung auch 40P genannt, hatte mehr als 2,5 Tonnen Fracht geladen. Diese setzte sich zusammen aus 1.130 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 870 Kilogramm Treibstoff für die ISS, 250 Kilogramm eigener Treibstoff für Bahnanhebungen der ISS, 272 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff. Mit an Bord waren ebenfalls Komponenten für das Molnija-Gamma-Experiment, ein Coulomb-Crystal-Experiment und Bauteile einer Sendeanlage zur Übermittlung von Hochgeschwindigkeitsdaten. Neben den normalen Essensrationen sind frisches Obst und Gemüse wie Zitronen, Äpfel, Zwiebeln, Tomaten und ein Kilogramm Knoblauch an Bord des Frachters. Die Kopplungsdauer an der Station beträgt fast drei Monate.</p>



<p>Am 2. November 2010 war das zehnjährige Jubiläum der ständigen Besetzung des menschlichen Außenposten im All. Genau vor zehn Jahren ging die erste Langzeitbesatzung mit den Raumfahrern Sergei Krikaljow, William Shepherd und Juri Gidsenko an Bord der damals noch recht kleinen Raumstation. Seitdem wuchs die Station auf eine beachtliche Größe von mehr als 400 Tonnen bei einer Länge von fast 110 Metern und einer Breite von knapp 75 Metern an. An die 200 Raumfahrer vielfältiger Nationalitäten, darunter auch etliche Frauen, lebten, forschten und arbeiteten in dieser Zeit auf der ISS. Der von der Raumstation MIR aufgestellte Rekord mit 3644 Tagen ständiger menschlichen Präsenz im All wurde im Oktober 2010 durch die dauerhafte Besetzung der ISS gebrochen. An diesem Jahrestag gab es eine Live-Schaltung zur ISS und NASA-Administrator Charles Bolden sprach mit der sechsköpfigen Besatzung. Auch die russische Weltraumagentur Roskosmos würdigte den feierlichen Tag, neben den anderen internationalen Partnern, mit einigen Sonderbeiträgen in Text und Film.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_EXP_25_02_11_10.jpg#" alt="" width="273" height="222"/><figcaption>Die Besatzung der ISS spricht mit NASA Administrator Charles Bolden<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>In der ersten Novemberwoche verfolgte die Besatzung der ISS mit Spannung die Startkampagne der Discovery für STS 133. Leider wurde diese am 05. November 2010 durch ein Leck an einer Leitung zur Entlüftung von Wasserstoff und einem Riss in der Schaumstoffisolierung des externen Tanks unterbrochen und für mindestens drei Wochen gestoppt. Einen Teil ihrer Zeit widmeten die amerikanischen Besatzungsmitglieder den Arbeiten für die bis dahin noch geplante Ankunft der Discovery. Kommandant Doug Wheelock und Scott Kelly arbeiteten an den Raumanzügen, welche die Discovery-Astronauten Tim Kopra und Alvin Drew bei ihren Außeneinsätzen tragen sollten. Es wurden Batterien geladen und die Isolierung an einem Anzug repariert. Bei den vorhergegangenen amerikanischen Ausstiegen 15, 16 und 17 gab es in den ISS-Raumanzügen unerwünschte Luftgeräusche, wenn Sauerstoff strömte. Shannon Walker nahm sich dieses Problems an. In Cupola wurde das Equipment für die Robotic-Aktivitäten des Stationsarms vorbereitet und Oleg Skripotschka transportierte Gegenstände nach Progress-M 07M, welche im vorderen Andockstutzen (PMA-2) von Harmony gelagert wurden.</p>



<p>Bei dem Anflug von Sojus-TMA 01M im Oktober 2010 hatte es ein Problem mit einem Analog-Digitalwandler gegeben, so dass damals einige Werte auf der Neptun-Konsole der Rückkehrkapsel nicht angezeigt werden konnten. Um diesen Fehler zu analysieren, wurden mit Progress-M 08M ein Datenkabel und eine Diagnose-CD angeliefert. Alexander Kaleri prüfte damit die Datenprotokolldateien des Bedienfeldes, um die Ergebnisse den Fachleuten am Boden zu übersenden. Erste Erkenntnisse sprechen von einem Hardwareproblem, welches verhindert, dass der Wandler angesprochen wird. Alexander Kaleri führte einige Tage später dazu weitere Untersuchungen in Sojus-TMA 01M durch. Zunächst kontrollierte er Sicherungen in ihrem Sicherungskasten und überprüfte mit einem Multimeter-Messgerät die Spannungen zwischen den Anschlüssen im Stromverteiler. Die Ergebnisse wurden im Anschluss zur Erde übertragen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_SPHINX_07_11_10.jpg" alt="" width="286" height="243"/><figcaption>Scott J. Kelly und Oleg Skripotschka mit SPHINX im Unity-Knoten<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die russischen Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation führen ein neues Experiment durch, das Wissenschaftlern helfen soll, neue Materialien und Elektronikgeräte zu entwickeln. Das Experiment, Coulomb Crystal genannt, ist eine Studie von geladenen Partikeln und deren Dynamik in einem Magnetfeld. Da es auf der Erde problematisch durchzuführen ist, wurde es mit Progress-M 08M zur ISS gebracht, um in der Mikrogravitation zu experimentieren. Die Ergebnisse sollen eine weitere praktische Anwendung in der Mikroelektronik, den Nanotechnologien und der Produktion von neuen Lichtquellen haben. Ebenfalls mit Progress-M 08M gelangte ein europäischen Experiment mit dem Namen SPHINX zur ISS. Es wurde von Oleg Skripotschka zum Columbus-Labormodul transportiert und dort von Scott Kelly in den vorgewärmten KUBIK-6-Brutkasten eingebaut. Kameraüberwacht wurde es gestartet und soll erforschen, wie sich Innenwandzellen von Venen der menschlichen Nabelschnur in der Mikrogravitation verhalten. Damit sollen bessere Kenntnisse über Endothel-Zellen für klinische Anwendungen gewonnen werden.</p>



<p>Fjodor Jurtschichin, Kommandant von Sojus-TMA 19, begann damit, sich auf die Rückkehr zur Erde am 26. November 2010 vorzubereiten. Er benutzte dafür die russische Tschibis-Anzughose, bei der ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körpers einwirkt. Dadurch werden die Muskeln in den Beinen für die Rückkehr in die Schwerkraft trainiert und der Kreislauf gestärkt. Doug Wheelock und Shannon Walker, ebenfalls zur Besatzung von Sojus-TMA 19 gehörend, begannen einige Tage darauf ebenfalls sich körperlich auf die Rückkehr zur Erde vorzubereiten. Ab Mitte November 2010 müssen alle drei Rückkehrer verstärkt Vitamine und Salz zu sich nehmen und ihr Trainingsprogramm intensivieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_Scott_Kelly_SPHERES.jpg" alt="" width="281" height="239"/><figcaption>SPHERES-Experimentalsatelliten in Aktion<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Scott Kelly und Shannon Walker führten eine weitere Versuchsreihe mit SPHERES durch. Dabei geht es um eine Studie mit drei bowlingkugelgroßen Experimentalsatelliten, um Techniken zu studieren, die zu Verbesserungen bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Diese drei freischwebenden Satelliten können synchronisiert Abstand halten, sich aufeinander zubewegen und im Raum orientieren.</p>



<p>Zu dieser Zeit traten einige kleinere Probleme auf der ISS auf. Doug Wheelock beschäftigte sich mit der Ventilation auf der Steuerbordseite des Harmony-Knotens. Da die Schlafkabine 5 nur noch vermindert belüftet wurde, musste der Luftkanal vom Restsystem isoliert und gereinigt werden. Am Universal-Trainingsgerät ARED (Advanced Resistive Exercise Device) wurden Beschädigungen festgestellt. Nur durch den Austausch eines Übungsseiles, von Scott Kelly durchgeführt, konnte das Trainingsgerät wieder genutzt werden. Ein weiterer Problemfall trat am Laufband TVIS im russischen Swesda-Modul auf, als die Besatzung beim Training ungewöhnliche Geräusche bemerkte. Doug Wheelock und Alexander Kaleri führten eine Geräuschmessung im unbemannten Zustand durch, indem sie ein Mikrofon an dem Gerät befestigten, es laufen ließen und Aufnahmen für die Analyse am Boden anfertigten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_VeteransDay_Kelly_Wheelock.jpg" alt="" width="324" height="231"/><figcaption>Kommandant Doug Wheelock und Scott Kelly sprechen zu allen Angehörigen der US-Streitkräfte<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Zum Veterans Day in den USA, welcher am 11. November 2010 begangen wurde, sendeten Doug Wheelock und Scott Kelly, beide Angehörige der US-Streitkräfte, ihre Anerkennungsgrüße für alle amerikanischen Frauen und Männer des Militärs zur Erde. Wheelock und Kelly zeigten, während sie sprachen, eine Tapferkeitsmedaille, die dem Armeesergeanten Lester R. Stone verliehen wurde. Dieser verlor bei der Erfüllung seiner Pflicht in Vietnam am 3. März 1969 sein Leben.</p>



<p>In Vorbereitung auf den russische Weltraumausstieg 26 von Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka wurden die Luken von Progress-M 08M geschlossen und der Raumfrachter zum Abdocken bereit gemacht. Das ist nötig um das Docking- und Schleusenmodul Pirs während der Außenbordarbeit (russ. Wuichod v otkruitui Kosmos = Ausstieg in den offenen Weltraum) als Luftschleuse nutzen zu können. Progress-M 08M müsste die ISS zeitiger als geplant verlassen, sollte es nicht gelingen, Pirs nach dem Ausstieg wieder unter Druck zu setzen. Ein Zugang zum Raumfrachter wäre dann nicht mehr möglich und seine Mission somit erfüllt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_EVA_15_11_10.jpg" alt="" width="322" height="255"/><figcaption>Oleg Skripotschka arbeitet am russischen Segment<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Der russische Weltraumausstieg erfolgt an 15. November 2010. Er startete um 15:54 Uhr MEZ mit dem Öffnen der Luke des Docking- und Schleusenmodul Pirs, eine halbe Stunde später als geplant. Fjodor Jurtschichin trug den Raumanzug Orlan-MK mit der Nummer 5 und den roten Streifen, Oleg Skripotschka benutzte den Orlan-MK mit der Nummer 4 und den blauen Streifen. Erneut kam ein amerikanisches Videosystem an dem Helm von Oleg Skripotschka zum Einsatz. Für das U.S. EHIP (EMU Helmet Interchangeable Portable) genannte Videosystem wurden von russischer Seite extra verschiedene Distanzstücke entwickelt, um die US-Kameras und Lampen montieren zu können.</p>



<p>Ziele der Außenmission waren, eine Arbeitsstation an der Steuerbord-Seite des Swesda-Moduls anzubringen, die Thermalisolierung der Öffnungen des russischen Sauerstoffgenerators Elektron zu reinigen und an Rasswjet eine Fernsehkamera von einem Ende zum anderen umzusetzen. Diese Kamera konnte leider nicht wieder montiert werden und ist für weitere Untersuchungen in die ISS eingeschleust worden. Weiter wurde das Kontur-Experiment (Rokviss) gereinigt und geborgen, die Experimental-Hardware von EXPOSE-R und Plasma-Pulse-Injector demontiert und ein neues Materialexperiment an Rasswjet montiert. Außerdem nahm man Oberflächenproben von Swesda und Pirs. Nach 6 Stunden und 28 Minuten endete um 22:23 Uhr MEZ dieser recht anspruchsvolle Außeneinsatz mit dem Einschleusen. Es war der fünfte Weltraumaustieg für Fjodor Jurtschichin, Oleg Skripotschka hingegen befand sich das erste Mal im freien Raum.</p>



<p>Eine weitere Besonderheit bei russischen Ausstiegen ist, dass alle Luken des Transfertunnels vom Swesda-Modul geschlossen werden müssen. In dem Fall, dass das Schleusenmodul Pirs aus einem technischen Grund nicht wieder unter Druck gesetzt werden kann, würde dieser Transfertunnel als Notluftschleuse dienen. Daher begaben sich Scott Kelly und Alexander Kaleri während des Ausstiegs am 15. November 2010 in ihr Rückkehrraumschiff Sojus-TMA 01M bzw. das angrenzende Modul Poisk um dort weiterzuarbeiten, so wurde zum Beispiel das russische Experiment TEKh-15/Dakon-M Izgib eingesetzt, um Strukturdynamik-Daten während des Ausstieges zu ermitteln. Kommandant Doug Wheelock und Shannon Walker hingegen konnten im amerikanischen Segment der Station verbleiben, da sie von dort Zugang zu ihrem Rückkehrraumschiff Sojus-TMA 19 hatten.</p>



<p>Nach dem russischen Außeneinsatz gab es einige Arbeiten, die noch weiterführend zu erledigen waren. Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka öffneten die Luken des Transfertunnels vom Swesda-Modul, stellten die Systemkonfigurationen im Swesda-Modul wie vor dem Ausstieg her, installierten eine Luftleitung an der Pirs-Luke, präparierten ihre Orlan-MK-Raumanzüge zum Trocknen und absolvierten ihren zweiten biochemischen Urintest MO-9 &#8222;Urolux&#8220; an diesem Tag. Auch am Tag darauf fanden dazu etliche Aktivitäten statt. Zum einen wurde Progress-M 08M wieder in die Stationsstruktur eingebunden und zum anderen nahmen Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka die Nachbereitung ihres Außeneinsatzes vor. Bei Progress-M 08M wurden die Luken geöffnet, Lüftungsschläuche gelegt und die Systeme deaktiviert. Die beiden Kosmonauten verstauten ihre Orlan-MK-Raumanzüge, bauten deren Akku-Packs zum Laden aus, sichteten Werkzeuge und führten Nachbesprechungen mit dem Bodenpersonal durch. Medi-Packs, welche zeitweilig im Schleusenmodul Pirs befestigt waren, wurden ins Swesda-Modul transportiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_SLAMMD_2005.jpg" alt="" width="311" height="259"/><figcaption>Space Linear Acceleration Mass Measurement Device (SLAMMD) im Destiny-Labor<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Shannon Walker bereitete eine weitere Messreihe mit einem Gerät zur Masseermittlung von Menschen im All vor. Dieses SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device) genannte Gerät arbeitet nach dem zweiten Newtonschen Gesetz, wobei hier mit dieser Apparatur die Masse durch lineare Beschleunigung ermittelt wird. Zwei Federn wirken dabei mit einer definierten Kraft per Hebel auf einen Menschen, die daraus resultierende Beschleunigung wird ermittelt und damit die Masse der Person bestimmt. Dadurch können Rückschlüsse auf das Gewicht von Personen während eines Langzeitaufenthaltes im All gezogen werden.</p>



<p>Die gemeinsame Arbeit der Langzeitbesatzung 25 neigte sich ihrem Ende entgegen. Die Vorbereitungen auf die Rückkehr von Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker beinhalteten eine Übung der Rückkehrprozeduren in Sojus-TMA 19, das Verladen der Rückkehrfracht in die Landekapsel, das Verstauen von nicht mehr benötigten Gegenständen im Orbitalmodul und die Einlagerung von Themalschutzkleidung im Rückkehrmodul. Diese wird für eine Notfalllandung unter winterlichen Bedingungen mitgeführt. Weiter stand eine Sitzprobe in Sojus-TMA 19 auf dem Aufgabenzettel. Diese ist nötig, um die Spezialsitze, welche den Stoß bei der Landung abfedern, richtig einzustellen. Raumfahrer können bei einem Langzeitaufenthalt im All an Masse verlieren und werden in der Regel durch die fehlende Schwerkraft einige Zentimeter größer. Die Kazbek-UM-Schalensitze haben zwei Einstellmöglichkeiten, aufgerichtet und liegend. Sie werden individuell für jeden Raumfahrer eingestellt, damit die Stoß-Absorber im aufgerichteten Schalensitz bei der Landung ordnungsgemäß funktionieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_Komandouebergabe_EXP25.jpg" alt="" width="315" height="240"/><figcaption>Doug Wheelock übergibt die ISS an den neuen Kommandanten Scott Kelly<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Es wurden etliche Übergabeprozeduren an die drei auf der ISS verbleibenden Besatzungsmitglieder durchgeführt. So hat man die verschobenen Robotik-Operationen mit Canadarm2 für die Discovery-Mission gemeinsam besprochen und simuliert, Fototrainings für die Kontrolle des Hitzeschutzschildes der Discovery durchgeführt und die neuen Rollen für Notfälle und alle Verantwortlichkeiten erörtert. Die Betreuung und Durchführung von Forschungsreihen und etlichen laufenden Experimenten gehörten ebenso zu den Übergabeaktivitäten. Für den russischen Teil der ISS erfolgte eine gesonderte Formalität, Fjodor Jurtschichin und Alexander Kaleri signierten zwei Übergabeprotokolle für die russischen Module und den Inhalt der Progress-Transporter. Ein Exemplar des Protokolls verbleibt auf der Station, das zweite fliegt morgen mit der Sojus-Rückkehreinheit zur Erde zurück. Am 24. November 2010 gegen 22:25 Uhr MEZ erfolgte die Übertragung des Kommandos und der Verantwortung vom alten Kommandanten der ISS Doug Wheelock an seinen Nachfolger Scott Kelly. Dieser „Change of Command Ceremony“ genannten Feierlichkeit gingen einige Arbeitsübergaben der letzten Tage voraus, um Scott Kelly seinen Start als Kommandant der ISS und als Leiter der morgen beginnenden Langzeitbesatzung 26 zu erleichtern.</p>



<p>Am Morgen des 25. November um 06:03 Uhr MEZ erfolgte erneut eine Bahnanhebung durch den am Heck des Swesda-Moduls koppelnden Progress-Transporter. Wie das russische Flugleitzentrum (ZUP) berichtete, wurden die acht Lageregelungs- und Annäherungstriebwerke von Progress-M 07M für 7 Minuten und 38 Sekunden gezündet und hoben die mittlere Umlaufbahn der ISS um 1,7 Kilometer auf insgesamt 351,6 Kilometer an. Diese Optimierung der Flughöhe für die Ankunft von Sojus-TMA 20 und das Space-Shuttle Discovery im Dezember lief weitestgehend ohne die Hilfe der sechs Mitglieder der Langzeitbesatzung 25 ab. Die entsprechenden Befehle kamen von der Erde und wurden automatisch ausgeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TMA_19_Landung.jpg" alt=""/><figcaption>Erschöpft aber wohlauf, Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am Abend des 25. November 2010 verabschiedeten sich die drei Rückkehrer von ihren auf der ISS verbleibenden Kollegen und schlossen gegen 22:50 Uhr MEZ die Luken des Raumfahrzeuges. Die Abkopplung erfolgte am nächsten Tag um 2:23 Uhr MEZ und Sojus-TMA 19 mit Kommandant Fjodor Jurtschichin an den Kontrollen entfernte sich vom Kopplungs- und Forschungsmodul Rasswjet. Damit endete offiziell die ISS-Expedition 25. Nach knapp zweieinhalb Stunden Flug und einigen Bahnmanövern wurden die Bremstriebwerke für einige Minuten aktiviert, um die endgültige Rückkehr zur Erde einzuleiten. Die Landekapsel von Sojus-TMA 19 ging planmäßig, nur 1,5 Kilometer von der berechneten Landestelle entfernt, in der kasachischen Steppe nieder. Nach der erfolgreichen Landung von Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker um 5:46 Uhr MEZ im vorhergesehenen Landegebiet, 80 Kilometer nördlich der Stadt Arqalyq in Kasachstan, wurden erste medizinische Werte geprüft. Alle drei Besatzungsmitglieder überstanden Rückkehr und Landung in gesundheitlich gutem Zustand. Sie wurden nach der Bergung zuerst nach Qostanai/Kasachstan gebracht, um dann entweder in das russische Kosmonauten-Ausbildungszentrum nahe Moskau oder in die USA weiterzureisen.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/die-langzeitbesatzung-25-uebernimmt-die-iss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Die Langzeitbesatzung 25 übernimmt die ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/digitalisierte-sojus-erreicht-die-iss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Digitalisierte Sojus erreicht die ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sechskoepfige-iss-stammbesatzung-beginnt-arbeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Sechsköpfige ISS-Stammbesatzung beginnt Arbeit</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/vielfaeltige-arbeiten-auf-der-iss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Vielfältige Arbeiten auf der ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-05m-verlaesst-die-iss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Progress-M 05M verlässt die ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/iss-erneut-auf-sicherheitsabstand-zu-weltraumschrott/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ISS erneut auf Sicherheitsabstand zu Weltraumschrott</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-08m-im-manuellen-modus-angekoppelt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Progress-M 08M im manuellen Modus angekoppelt</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/10-jahre-bemannte-raumstation-iss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">10 Jahre bemannte Raumstation ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/vorbereitungen-und-neue-experimente-auf-der-iss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Vorbereitungen und neue Experimente auf der ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-bereit-fuer-aussenmission/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung bereit für Außenmission</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/zwei-expedition-25-mitglieder-absolvieren-ausstieg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Zwei Expedition-25-Mitglieder absolvieren Ausstieg</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/rueckkehrvorbereitungen-der-besatzung-von-sojus-tma-19/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Rückkehrvorbereitungen der Besatzung von Sojus-TMA 19</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/kommandouebergabe-und-eine-bahnanhebung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Kommandoübergabe und eine Bahnanhebung</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/besatzung-von-sojus-tma-19-sicher-gelandet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Besatzung von Sojus-TMA 19 sicher gelandet</a></li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/expedition-25/" data-wpel-link="internal">Expedition 25</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitalisierte Sojus erreicht die ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/digitalisierte-sojus-erreicht-die-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 10:28:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockport]]></category>
		<category><![CDATA[Poisk]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33611</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute um 2:01 Uhr MESZ erreichte das bemannte Raumschiff Sojus-TMA 01M die internationale Raumstation und legte automatisch am russischen Kopplungs- und Schleusenmodul Poisk an. An Bord befanden sich Sojus-Kommandant Alexander Kaleri, Oleg Skripotschka und Scott Kelly, die durch das oben an der Station befestigte Poisk-Modul in die ISS gelangten. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/digitalisierte-sojus-erreicht-die-iss/" data-wpel-link="internal">Digitalisierte Sojus erreicht die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute um 2:01 Uhr MESZ erreichte das bemannte Raumschiff Sojus-TMA 01M die internationale Raumstation und legte automatisch am russischen Kopplungs- und Schleusenmodul Poisk an. An Bord befanden sich Sojus-Kommandant Alexander Kaleri, Oleg Skripotschka und Scott Kelly, die durch das oben an der Station befestigte Poisk-Modul in die ISS gelangten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-10-14-41265.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102010122850_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102010122850_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-TMA 01M beim Anflug auf die ISS 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Vorbereitend auf die Ankunft von Sojus-TMA 01M fanden einige Tätigkeiten an Bord der ISS statt. Die Besatzungsmitglieder testeten das TORU-Andockkontrollsystem im <i>Swesda</i>-Modul, schlossen die Schutzverschlüsse der Fenster von <i>Destiny</i>, <i>Kibo</i> und <i>Cupola</i>, um Verunreinigungen an diesen durch die Triebwerkszündungen zu vermeiden und verlegten ein Zusatzkabel an der Steuerkonsole des Stationsarms. Durch dieses Kabel können die Kamerasysteme des Stationsarms den Annäherungs- und Kopplungsvorgang aufzeichnen, damit dieser in der <i>ISS</i> und am Boden verfolgt werden kann. </p>



<p>Nach dem am 8. Oktober erfolgtem <i>Sojus</i>-Start und der Trennung von der dreistufigen Trägerrakete, begann der zwei Tage und 50 Minuten dauernde Flug zur <i>ISS</i>. Während des Fluges überwachte das Moskauer Flugkontrollzentrum laufend die Parameter des Flugapparates, der 85. Flug in der Geschichte dieses Leitzentrums. Alle Systeme der neuen <i>Sojus</i> funktionierten problemlos. Es wurden die Solarzellenausleger ausgefahren, Kommunikations- und Navigationsantennen in Aktion versetzt, und die drei Raumfahrer entledigten sich ihrer Sokol-Fluganzüge. Mit mehreren Bahnkorrekturmanövern näherte sich das Raumfahrzeug der <i>ISS</i>, umkreiste sie kurz und setzte zum Endanflug mit nachfolgender Kopplung an. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102010122850_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102010122850_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Die vollständige Besatzung der ISS spricht mit der Bodenstation 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Der feste Kontakt mit der ISS konnte um 2:06 Uhr MESZ mit dem Schließen der Andockklammern zwischen den Raumfahrzeugen vollzogen werden. Die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen verlief erfolgreich und so wurden gegen 05:09 Uhr MESZ die Luken geöffnet. Herzlich begrüßt schwebten die drei Neuankömmlinge in die Raumstation und erhielten im Anschluss sofort die vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung durch Stationskommandant Doug Wheelock. Damit ist die Langzeitbesatzung 25 vollständig und wird ihre gemeinsame Arbeit bis Ende November aufnehmen. </p>



<p>Höhepunkte gibt es in dieser Zeit reichlich, das Space-Shuttle Discovery soll die Station anfliegen. Weiter wird Progress-M 05M mit Abfällen beladen und die Station verlassen, Progress-M 07M hingegen muss entladen werden und wird eine Bahnanhebung durchführen. Ein neuer Versorger, Progress-M 08M, wird Ende Oktober erwartet und es soll zwei russische Weltraumausstiege geben. Die Langzeitbesatzung 25 wird die Wartung der Station, nötige Transportarbeiten und die Forschungsaufgaben der bisherigen Besatzungen fortführen. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 09.10.2010:</p>



<p>353,7 km bei einem Höhenverlust von 113 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>20. Oktober, Bahnanhebung durch Progress-M 07M</li><li>25. Oktober, Ablegen von Progress-M 05M</li><li>30. Oktober, Ankunft von Progress-M 08M </li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8799.msg160512#msg160512" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus ТМА-01М</a></li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/digitalisierte-sojus-erreicht-die-iss/" data-wpel-link="internal">Digitalisierte Sojus erreicht die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-10-14-41265.mp3" length="7795127" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Swesda</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/swesda/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Andockport]]></category>
		<category><![CDATA[Luftschleuse]]></category>
		<category><![CDATA[MIR]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=71900</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einst als Kernmodul des Mir-Nachfolgers geplant, ist das dritte Modul der ISS, Swesda, in der Station das Zuhause der Kosmonauten und in den ersten Jahren auch der Astronauten. Außerdem ist es ihr Cockpit. Autor: Daniel Maurat Das dritte Modul der ISS, DOS 8 Swesda (russ. Звезда für Stern), ist das Hirn und ein Schlafzimmer der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/swesda/" data-wpel-link="internal">Swesda</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Einst als Kernmodul des Mir-Nachfolgers geplant, ist das dritte Modul der ISS, Swesda, in der Station das Zuhause der Kosmonauten und in den ersten Jahren auch der Astronauten. Außerdem ist es ihr Cockpit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="mailto:">Daniel Maurat</a></p>



<p>Das dritte Modul der ISS, DOS 8 <em>Swesda</em> (russ. Звезда für Stern), ist das Hirn und ein Schlafzimmer der ISS. Hier essen, schlafen (nur zwei Besatzungsmitglieder), trainieren und leben die verschiedenen Besatzungsmitglieder der ISS, aber von hier aus werden auch Station und unbemannte <em>Progress</em>-Frachter gesteuert. <em>Swesda</em> kann die ISS auf eine höhere Bahn beschleunigen und hat am Heck einen Kopplungsstutzen für <em>Sojus</em>&#8211; und <em>Progress</em>-Raumschiffe sowie für das europäische <em>ATV</em>.</p>



<p><strong>Entwicklung und Bau</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/swesda.jpg" alt="" width="438" height="296"/><figcaption><em>Swesda</em> mit <em>Progress-M1 3</em>, aufgenommen von der <em>Atlantis</em> (STS 106)<br>(Bild: NASA)<br><em><strong>Wichtige Daten</strong></em><br>Länge: 13,1 m<br>max. Durchmesser: 4,1 m<br>Masse: 19,1 t<br>Spannweite: 29,7 m<br>Start: 12.07.2000</figcaption></figure></div>



<p>Die Geschichte von <em>Swesda</em> beginnt mit DOS 1 (russ Долговременная oрбитальная станция, Dolgowremenaja Orbitalnaja Stanzija für Langzeit-Orbitalstation) beziehungsweise <em>Saljut 1</em>, der ersten Sation überhaupt. Genauso wie <em>Saljut 4, 6, 7</em> und das Kernmodul der <em>Mir</em> ist <em>Swesda</em> eine Weiterentwicklung von <em>Sajlut 1</em>. Geplant war eingentlich, DOS 8 <em>Swesda</em> als Kern der als <em>Mir</em>-Nachfolger geplanten <em>Mir 2</em> zu benutzen, die fehlenden Ressourcen nach dem Ende der UdSSR und die Teilnahme am ISS-Programm machten <em>Swesda</em> aber zu einem wichtigen Teil der ISS. Gebaut wurde das Modul von RKK Energija, früher das Konstruktionsbüro OKB 1 von Sergej Koroljow, dem großen russischen Raketenkonstrukteur. Durch die desaströse Geld- und Versorgungslage in Russland der 1990er Jahre verschob sich der ursprünglich für 1999 geplante Start auf das Jahr 2000. Zudem gab es (im Gegensatz zu <a href="https://www.raumfahrer.net/sarja/" data-wpel-link="internal">Sarja</a>) kein Backup-Modul für den Fall eines Fehlstarts.</p>



<p><strong>Aufbau</strong></p>



<p><em>Swesda</em> besteht aus drei Teilen: Dem kugelförmigen Kopfteil (mit Kopplungsstutzen), dem zylindrischen Hauptbereich (Wohn- und Navigationsteil) und dem ebenso zylindrischen Heckabteil. Letzteres ist hermetisch verschließbar, kann als Luftschleuse für Außenbordarbeiten oder als Kopplungspunkt für <em>Sojus</em>, <em>Progress</em> und <em>ATV</em> verwendet werden und bietet darüber hinaus auch etwas Stauraum. Mit Strom versorgt wird <em>Swesda</em> über zwei wie bei <em>Sarja</em> 3,3 Metern breiten aber mit 29,7 Metern längeren Solarzellenflächen, unter anderem für den Betrieb des in Deutschland gebaute Datenmanagementsystem DMS-R, des Sauerstoffgenerators &#8222;Elektron&#8220; oder des Kohlenstoffdioxid-Absorbers &#8222;Wosduch&#8220; (russ. für Atem), um nur ein paar Beispiele zu nennen. Befestigt sind sie am mittleren Teil von <em>Swesda</em>.</p>



<p>Für Andockmanöver hat das Modul vier Kopplungsstutzen: drei passive &#8222;SSWP-M 8000&#8220; für neue Module an Nadir (zur Erde gerichtet, z.Z. belegt von <em>Pirs</em>), Zenit (von der Erde weggerichtet, z.Z. besetzt von <em>Poisk</em>) und am Bug (in Flugrichtung, z.Z. besetzt von <em>Sarja</em>), sowie einen passiven &#8222;SSWP-G 4000&#8220; am Heck, an dem <em>Sojus</em>, <em>Progress</em> und das europäische <em>ATV</em> andocken können. Über alle Kopplungsstutzen lassen sich Luft, Sauerstoff, Wasser und Treibstoff in die Station und Abwasser aus der Station pumpen. Die Frachtraumschiffe dienen außerdem der Abfallentsorgung.</p>



<p>Am Heck von <em>Swesda</em> befinden sich zwei Triebwerke für Bahnanhebungen der ISS. Über das Modul verteilt sind 36 Lageregelungstriebwerke, welche die Orientierung der Station im Raum ändern und stabilisieren können. Im Modul gibt es außerdem zwei Schlafkojen, ein Laufband, eine Fahrradergometer, einen Tisch, einen Wasserspender für warmes und heißes Wasser, das der vakuumgetrockneten und -verpackten Nahrung zugegeben wird, einen &#8222;Herd&#8220; zum Aufwärmen von Dosennahrung, einen Kühlschrank, eine Bordtoilette sowie die Bedienkonsolen für die Steuerung der ISS und das System &#8222;TORU&#8220;, mit den man von der Station aus <em>Progress</em>-Versorgungsraumschiffe steuern kann. Außerdem verfügt Swesda über 9 Fenster, die den Blick in fast alle Richtungen erlauben.</p>



<p><strong>Im Orbit</strong></p>



<p>Vom Kosmodrom Baikonur aus startete <em>Swesda</em> an der Spitze einer <em>Proton-K</em> am 12. Juli 2000 ins All zur damals aus <em>PMA 2</em>, <em>Unity</em>, <em>PMA 1</em> und <em>Sarja</em> bestehenden <em>ISS</em>. Nach einigen Bahnkorrekturen dockte sie am 26. Juli 2000 an <em>Sarja</em> an. (Eigentlich dockte <em>Sarja</em> an <em>Swesda</em> an, da sie aktiv flog und den aktiven Kopplungsstutzen besaß.)</p>



<p>In den nächsten Tagen übernahmen die Bordrechner von <em>Swesda</em> langsam die Aufgaben, die zuvor die Bordcomputer in <em>Sarja</em> ausgeführt haben, also Steuerung, Raumlage, Energiehaushalt usw. Nacheinander dockten 2001 an <em>Swesda</em> Nadir das Docking- und Schleusenmodul <em>Pirs</em> an, sowie 2009 am Zenit-Kopplungsknoten das mit <em>Pirs</em> baugleiche Modul <em>Poisk</em> (MIM 2) an. Später soll <em>Pirs</em> abgekoppelt werden und in der Atmosphäre verglühen, um für das MLM <em>Nauka</em>, dem Backupmodul von <em>Sarja</em>, Platz zu machen.</p>



<p>Geplant war eigentlich, an <em>Swesda</em>-Nadir das <em>UDM</em> (Universelles Dockingmodul), ein Modul mit bis zu sechs Andockvorrichtungen und an Zenit die <em>NEP</em> (Wissenschaftliche Energieplattform) anzukoppeln. Beide aber wurden aus verschiedenen Gründen gestrichen. Das Druckmodul der <em>NEP</em> wurde 2010 als <em>Rasswjet</em> an <em>Sarja</em> installiert. Die Stelle des UDM nimmt nun das Mehrzweckmodul Naúka (MLM) ein.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-1r/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-1R (Start der <em>Proton</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sarja/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Sarj</em></a><a href="https://www.raumfahrer.net/sarja/" data-wpel-link="internal"><em>a</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/mlm-nauka/" data-wpel-link="internal">Modul <em>MLM</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/pirs/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Pirs</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/poisk/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Poisk</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/era/" data-wpel-link="internal">European Robotic Arm (<em>ERA</em>)</a></li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/swesda/" data-wpel-link="internal">Swesda</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Progress-M 07M koppelt an die ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-07m-koppelt-an-die-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 14:40:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33513</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute um 13:58 Uhr MESZ erreichte der vierte russische Versorger in diesem Jahr die Internationale Raumstation. Die Kopplung an die Station fand 348 Kilometer über dem Gebiet der Mongolei statt. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos. In Vorbereitung auf die heutige Ankunft des unbemannten Transportschiffes Progress-M 07M machten sich Kommandant Alexander Skworzow [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-07m-koppelt-an-die-iss/" data-wpel-link="internal">Progress-M 07M koppelt an die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute um 13:58 Uhr MESZ erreichte der vierte russische Versorger in diesem Jahr die Internationale Raumstation. Die Kopplung an die Station fand 348 Kilometer über dem Gebiet der Mongolei statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010164050_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010164050_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 07M im Anflug auf die ISS 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>In Vorbereitung auf die heutige Ankunft des unbemannten Transportschiffes Progress-M 07M machten sich Kommandant Alexander Skworzow und Flugingenieur Michail Kornijenko in den letzten Tagen mit dem russischen System TORU vertraut. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung anzudocken. Dies war heute allerdings nicht nötig und so erreichte der Raumfrachter pünktlich und problemlos die ISS. </p>



<p>Vor zwei Tagen, am 10. September, war Progress-M 07M vom Startkomplex 31 in Baikonur aufgebrochen (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-07m-in-richtung-iss-gestartet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">RN berichtete</a>). An Bord befinden sich 2.515 kg feste und flüssige Fracht. Diese teilt sich in 880 kg Treibstoff, 49 kg Sauerstoff, 210 kg Wasser sowie 1.376 kg feste Anteile auf. Unter diesen festen Frachtanteilen befinden sich 389 kg Ausrüstung für das amerikanische Segment, 59 kg an Päckchen für die russischen Besatzungsmitglieder und, ebenfalls für die Kosmonauten, Formulare zur aktuell laufenden Volkszählung in Russland. Die Ergebnisse dieser Volkszählung auf der ISS gelangen via E-Mail wieder zur Erde. </p>



<p>Nach dem Kontakt des Frachtraumschiffes mit dem hinteren Port des Swesda-Moduls wurden einige Minuten später die festen Verbindungen am Kopplungsadapter geschlossen. Die ISS befand sich während des Dockingmanövers für ca. 20 Minuten in freier Drift, wenig später wurde die Kontrolle der Station an die US-Gyroskope zurück übergeben. Im weiteren Verlaufe dieses Tages werden die Dichtigkeitstest zwischen den beiden Raumfahrzeugen durchgeführt, ein Öffnen der Luken ist noch für den heutigen Abend geplant. Progress-M 07M soll bis zum 20. Dezember an der ISS verbleiben und während dieser Zeit zwei Bahnanhebungsmanöver der Station, am 15. September und am 14. Oktober, durchführen.   </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 12.09.2010:354,0 km bei einem Höhenverlust von 96 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>15. September, Bahnanhebung durch Progress-M 07M</li><li>24. September, Ablegen von Sojus-TMA 18 mit A. Skworzow, M. Kornijenko, T. Caldwell-Dyson</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8456.msg157920#msg157920" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfrachter *Progress M-07M ab dem 12. September</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-07m-koppelt-an-die-iss/" data-wpel-link="internal">Progress-M 07M koppelt an die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fehlersuche auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fehlersuche-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 14:57:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenstation]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplungsport]]></category>
		<category><![CDATA[Labormodul]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33367</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem es am letzten Sonntag zu einer erfolgreichen Kopplung von Progress-M 06M gekommen war, hatte die Langzeitbesatzung 24 am Montag einen fast arbeitsfreien Tag. Am Dienstag begannen die sechs Raumfahrer mit ihren anstehenden Aufgaben. Es ging um die Fehlersuche bei einigen Systemen, Forschungsaufgaben, eine Notfallübung und Wartungstätigkeiten. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, RN, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehlersuche-auf-der-iss/" data-wpel-link="internal">Fehlersuche auf der ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem es am letzten Sonntag zu einer erfolgreichen Kopplung von Progress-M 06M gekommen war, hatte die Langzeitbesatzung 24 am Montag einen fast arbeitsfreien Tag. Am Dienstag begannen die sechs Raumfahrer mit ihren anstehenden Aufgaben. Es ging um die Fehlersuche bei einigen Systemen, Forschungsaufgaben, eine Notfallübung und Wartungstätigkeiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, RN, Roscosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-07-16-43778.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072010165719_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072010165719_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Alexander Skworzow an dem TORU-Andockkontrollsystem in Swesda 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Mehrere Problemfälle werden zur Zeit auf der ISS und mit den Bodenstationen bearbeitet. Das TORU-Andockkontrollsystem wurde mit Hilfe der Bodenstation nochmals getestet, um die Fehlfunktion vom ersten Andockversuch der Progress letzten Freitag zu reproduzieren. Dies gelang allerdings nicht und die russischen Spezialisten analysieren das Problem weiter. Am Montag ist das amerikanische Sauerstoff-Erzeugungssystem OGA (Oxygen Generator Assembly) im Labormodul Destiny ausgefallen. Auch an diesem Problem wird gearbeitet, eine Gefährdung der Besatzung besteht nicht. Zur Verbesserung der Stationsatmosphäre wurden am 08. Juli die Sauerstoffvorräte des gekoppelten Raumfrachters Progress-M 06M angezapft. </p>



<p>Auch das amerikanische Sanitär- und Hygieneabteil (Waste and Hygiene Compartment) macht wieder Probleme. Ersatzteile zur Reparatur der Toilette sind auf der ISS vorhanden und somit begannen Doug Wheelock und Shannon Walker damit, die entsprechenden Teile zu reinigen oder auszutauschen. Nach dem Zusammenbau gelang es allerdings nicht gleich, die Funktion wiederherzustellen. Die Fehlerursache war am Donnerstag weiterhin unbekannt und die Besatzung nutzte die Toilette im russischen Teil der Station. Am gestrigen Tag tauschten Doug Wheelock und Shannon Walker die Seperator-Pumpe gegen ein Ersatzteil aus dem russischen Stationsteil. Nach diesem Umbau war die Toilette wieder funktionsfähig. An einer endgültigen Zusammenschaltung von dem Sanitär- und Hygieneabteil (WHC) und der Urin-Verarbeitungsanlage (Urine Processor Assembly) wird noch gearbeitet. </p>



<p>Eine weitere Fehlfunktion trat bei der Übertragung von Urin aus der Station zum BV1-Rodnik-Tank von Progress-M 06M auf. Eine Vorab-Dichtigkeitsprüfung mit Luft zeigte ein Leck im Bereich des leeren Progress-Tanks. Die Moskauer Bodenstation wird die Urinübertragung zu BV1 bis zum Abdocken des Raumfrachters verschieben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072010165719_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072010165719_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Alexander Skworzow installiert Teile des Plasma-Kristall-3-Plus-Experiments in Poisk 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Viele Experimente laufen in den Labor-Modulen fast ohne das Zutun der Raumfahrer. Einige Forschungsaufgaben erfordern aber die aktive Betreuung durch sie. Alexander Skworzow und Michail Kornijenko widmeten etwas Zeit dem Experiment Plasma-Kristall 3 Plus, womit elektrisch aufgeladene Staubteilchen in der Raumumgebung erforscht werden. Shannon Walker kümmerte sich um die akustischen Dosimeter, welche von Kommandant Alexander Skworzow und den Flugingenieuren Michail Kornijenko und Tracy Caldwell-Dyson getragen werden sollen. Diese Dosimeter zeichnen einen ganzen Tag lang den Geräuschpegel auf, dem die drei Besatzungsmitglieder während dieses Zeitraumes ausgesetzt sind. Diese Aufzeichnung dient der Kontrolle und Sicherung des Geräuschpegels innerhalb vorgegebener Parameter an Bord der ISS. </p>



<p>Fjodor Jurtschichin betreute inzwischen das russische Experiment RELAXATION, womit Strahlenmuster der Erdionosphäre beobachtet werden. Unter den vielen Wissenschaftstätigkeiten an Bord der Station arbeitete Shannon Walker mit dem VO2max-Experiment, einer Messung und Dokumentierung der Sauerstoffaufnahme eines Menschen vor, während und nach seinem Aufenthalt an Bord der Station. Verglichen und bewertet werden die Veränderungen in seiner aeroben Kapazität über einen längeren Zeitraum. </p>



<p>Für den Betrieb der Station hatte die sechsköpfige Besatzung etliche Wartungs- und Transportaufgaben zu erledigen. Kommandant Alexander Skworzow und Flugingenieur Michail Kornijenko entluden den Raumfrachter Progress-M 06M. Dabei werden alle transportierten Teile per BarCode-Scanner eingelesen und ihr Stauplatz in das stationseigene Inventar Management System (IMS) eingetragen. Die Inventar-Datei wird regelmäßig mit den drei Bodenstationen (Houston, Moskau, Baikonur) ausgetauscht und abgeglichen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072010165719_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072010165719_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Doug Wheelock bei Reinigungsarbeiten im Destiny-Modul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson führten die Wartung der Kohlendioxid-Filteranlage (CDRA) durch, einer Komponente des Lufterneuerungssystems, mit der der Stationsluft das Kohlendioxid entzogen wird. Reinigungsarbeiten wie zum Beispiel die Säuberung von Modulen mit dem Staubsauger, die feuchte Reinigung von Oberflächen und die Entstaubung von Lüftungsgittern gehören zum Alltag der Besatzung. In Vorbereitung auf die im August stattfindenden Außeneinsätze von Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson fanden einige Arbeiten an der Ausrüstung und den Raumanzügen im Schleusen-Modul Quest statt. Es wurde einiges an Ausrüstung verstaut, Schalter zurückgesetzt und die Kühlmittelleitungen der Raumanzüge, welche in einigen Wochen zum Einsatz kommen sollen, routinemäßig gespült. Zur Zeit wird auf amerikanischer Seite eine Streichung eines der beiden US-Raumausstiege diskutiert. Eine genaue Festlegung soll in den nächsten Tagen stattfinden. </p>



<p>Am gestrigen Tage begaben sich die Bordingenieure Shannon Walker und Tracy Caldwell-Dyson zur Arbeitsstation RWS (Robotic Workstation) in Cupola. Sie bewegten den Stationsarm Canadarm2 von der Halterung am Destiny-Modul zum mobilen Transportsystem (Mobile Base System) und befestigten ihn am Haltepunkt 3. Der mobile Transporter wurde anschließend zu einem neuen Arbeitsplatz bewegt, in Vorbereitung für Arbeiten mit der &#8222;Roboterhand&#8220; Dextre. </p>



<p>Weiter stand gestern die regelmäßig stattfindende Notfallübung für alle sechs Besatzungsmitglieder auf dem Plan. Diese Übung muss die Besatzung gemeinsam immer wieder absolvieren, um im Falle einer außergewöhnlichen Notlage schnell reagieren zu können. Der Besatzung stehen zwei Raumschiffe zur Verfügung, um im Ausnahmefällen schnell zur Erde zurückkehren zu können. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 10.07.2010: 352,3 km bei einem Höhenverlust von 47 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>16. Juli, ISS Bahnanhebung durch Progress-M 06M</li><li>27. Juli, russischer Weltraumausstieg Nr. 25 von Fjodor Jurtschichin und Michail Kornijenko </li><li>05. August, amerikanischer Weltraumausstieg Nr. 15 von Doug Wheelock und Tracy Caldwell-Dyson</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg152739#msg152739" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema ab dem 08. Juli</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehlersuche-auf-der-iss/" data-wpel-link="internal">Fehlersuche auf der ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-07-16-43778.mp3" length="8451845" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Der Raumfrachter Progress-M 06M erreicht die ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-raumfrachter-progress-m-06m-erreicht-die-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 20:43:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33379</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der neue russischer Versorger beendete heute um 18:17 Uhr MESZ, nach einem ersten Fehlversuch am Freitag Abend, schließlich erfolgreich seinen Flug zur Internationalen Raumstation. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, RN. Vertont von Peter Rittinger. Im zweiten Anlauf, nach vier Tagen Flugzeit, erreichte Progress-M 06M sein Ziel, die ISS. Vorangegangen war vor zwei Tagen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-raumfrachter-progress-m-06m-erreicht-die-iss/" data-wpel-link="internal">Der Raumfrachter Progress-M 06M erreicht die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der neue russischer Versorger beendete heute um 18:17 Uhr MESZ, nach einem ersten Fehlversuch am Freitag Abend, schließlich erfolgreich seinen Flug zur Internationalen Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, RN. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-07-05-91148.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072010224312_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072010224312_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 06M im Anflug auf die ISS 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Im zweiten Anlauf, nach vier Tagen Flugzeit, erreichte Progress-M 06M sein Ziel, die ISS. Vorangegangen war vor zwei Tagen der erste Kopplungsversuch, welcher allerdings abgebrochen werden musste. Verursacht wurde der Abbruch durch eine Interferenz zwischen dem Progress-TV-Übertragungssystem und dem manuellen Kontrollsystem TORU. Nach eingehender Prüfung aller Systeme entschloss man sich, heute einen neuen Versuch zu starten. Im Vorfeld wurden alle relevanten Systeme geprüft und dabei keine Fehlfunktionen festgestellt. Trotzdem wurde auf die Aktivierung des TORU-Kontrollsystem verzichtet, und das Manöver wurde vom automatisierten Rendezvous-System KURS durchgeführt. </p>



<p>Die ISS befand sich für das Dockingmanöver ab 18:17 Uhr MESZ für 20 Minuten in freier Drift. Progress-M 06M legte, nach einigen Bahnmanövern, pünktlich am hinteren Port des Swesda-Moduls an. Es transportierte rund 2,3 Tonnen Fracht und stellt den 40. unbemannten Versorgungsflug zur ISS dar. Nachdem die festen Verbindungen zwischen Station und Frachter hergestellt waren, wurde die Lagekontrolle der Station gegen 18:37 Uhr MESZ wieder an die US-Gyroskope übergeben. </p>



<p>Der Dichtigkeitstest zwischen den beiden Raumfahrzeugen wurde zwischen 20:10 Uhr und 21:35 Uhr MESZ durchgeführt. Danach erfolgte die Öffnung der Luken und die Mannschaft der Expedition 24 wird eine Standard-Luftprobenentnahme in der Progress vornehmen. Gegen 22:05 Uhr MESZ werden Lüftung &amp; Heizung in dem Raumfahrzeug installiert und der Docking-Mechanismus wird ausgebaut. Zur gleichen Zeit erfolgt die Abschaltung der Systeme von Progress-M 06M. Die Mannschaft wird morgen einen dienstfreien Tag zum heutigen amerikanischen Unabhängigkeitstag genießen. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 04.07.2010: 352,4 km bei einem Höhenverlust von 135 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>26. Juli, 25. russischer ISS-Ausstieg durch Fjodor Jurtschichin und Michail Kornijenko </li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8533.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfrachter Progress-M 06M </a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-raumfrachter-progress-m-06m-erreicht-die-iss/" data-wpel-link="internal">Der Raumfrachter Progress-M 06M erreicht die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-07-05-91148.mp3" length="3891388" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Fehler im Andocksystem verhindert Progress-Docking</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fehler-im-andocksystem-verhindert-progress-docking/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 22:27:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[KURS]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Telemetriedaten]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33381</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das am 2.07.2010 um 18:56 Uhr MESZ geplante Docking des russischen Fracht-Transporters Progress-M 06M konnte aufgrund einer Fehlfunktion im Kopplungssystem nicht wie geplant stattfinden, da Telemetrie-Daten zwischen Raumstation und Frachter nicht länger ausgetauscht werden konnten. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA, Raumcon, spaceflightnow. Das Raumschiff flog schließlich in sicherer Entfernung an der ISS vorbei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehler-im-andocksystem-verhindert-progress-docking/" data-wpel-link="internal">Fehler im Andocksystem verhindert Progress-Docking</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das am 2.07.2010 um 18:56 Uhr MESZ geplante Docking des russischen Fracht-Transporters Progress-M 06M konnte aufgrund einer Fehlfunktion im Kopplungssystem nicht wie geplant stattfinden, da Telemetrie-Daten zwischen Raumstation und Frachter nicht länger ausgetauscht werden konnten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA, Raumcon, spaceflightnow.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03072010002719_small_1.jpg" alt="NASA TV" width="337" height="253"/><figcaption>
Raumfrachter Progress-M 06M von der ISS aus gesehen 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Raumschiff flog schließlich in sicherer Entfernung an der ISS vorbei und weder die Crew noch die Station selbst waren laut der russischen Flugleitung in Gefahr. Allerdings war sie nicht in der Lage, den Ausfall des KURS-Andocksystems zeitnah zu kompensieren. Das mit 1.210 kg Trockenfracht, 100 kg Wasser, 870 kg Treibstoff und 50 kg Sauerstoff beladene Schiff war am Mittwoch vom russischen Kosmodrom in Kasachstan gestartet. </p>



<p>Etwa 25 Minuten vor dem geplanten Docking verdichteten sich die ersten Hinweise auf eine Anomalie, als die Station keine Telemetrie vom automatischen Dockingsystem KURS mehr empfangen konnte. Daraufhin entfernte sich das Schiff vom geplanten Kurs. Zwar verfügt man über ein manuelles, alternatives System namens TORU, doch aus bisher unbekannten Grund konnte dieses nicht rechtzeitig in Betrieb genommen werden. Von diesem Zeitpunkt an begann die Progress, langsam unkontrolliert zu rotieren. Allerdings führte die Flugbahn zu diesem Zeitpunkt an der ISS vorbei, so dass keine Kollisionsgefahr bestand. </p>



<p>Kurze Zeit später wurden erste Kommandos zum Frachter gesandt damit dieser sich wieder zur Sonne ausrichtet und selbst genug Energie über seine Solarzellen liefern kann. Ein unmittelbarer zweiter Dockingversuch wurde kurzerhand verworfen, da sich auch die ISS in einer zwar für das Docking, nicht aber für eine optimale Stromversorgung passenden Position befand, welche nicht länger aufrecht erhalten werden konnte. </p>



<p>Ein neuer Versuch kann nach neuesten Informationen frühestens nach 2 Tagen erfolgen, unter anderem aus Gründen der Bahnmechanik. Sollte kein Docking mehr möglich sein würde dies nach NASA-Informationen zu keinem kritischen Versorgungsengpass für die Station führen. </p>



<p><strong>UPDATE 1:</strong> Am 3. Juli ist eine Besprechung zwischen russischen und amerikanischen ISS-Teams angesetzt, um die weitere Vorgehensweise bezüglich der nächster Docking-Möglichkeit abzustimmen. Der Zeitpunkt der Kopplung wurde laut NASA-Informationen vorläufig auf Sonntag 18:17 Uhr MESZ angesetzt. Zudem sind für die Nacht von Freitag auf Samstag in Vorbereitung dessen 2 Triebwerkszündungen der Progress geplant.  </p>



<p><strong>UPDATE 2:</strong> Neuen NASA Informationen zu Folge kam zwischen 2 Triebwerkszündungen unvermittelt ein Stopp Kommando für alle Regelungstriebwerke. Damit wurde auch die Abbruchzündung nicht durchgeführt und die Progress flog den alten Kurs einfach weiter. Warum der TORU Link für die manuelle Kontrolle nicht hergestellt werden konnte ist weiter unklar. Der Dockingversuch am Sonntag soll nach bisherigen Infos nur stattfinden, wenn der Fehler im System gefunden wird. </p>



<p><strong>UPDATE 3:</strong> Mittlerweile ist bekannt, dass das KURS System deaktiviert wurde in Folge einer Interferenz zwischen dem TV Übertragungssystem und dem manuellen TORU System. Das daraufhin gegebene Abbruchkommando deaktivierte also nicht nur alle Triebwerkszündungen sondern auch das automatische Andock-System. Damit waren beide System nicht mehr zu benutzen. Es bleibt beim weiteren Docking-Versuch heute Abend und wegen der Interferenz wird man vorsichtshalber das TORU System deaktiviert lassen und nur mit dem automatischen Andock-System KURS arbeiten.  </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8533.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">       Raumfrachter *Progress M-06M* </a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehler-im-andocksystem-verhindert-progress-docking/" data-wpel-link="internal">Fehler im Andocksystem verhindert Progress-Docking</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Viel Arbeit für die Langzeitbesatzung 23</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/viel-arbeit-fuer-die-langzeitbesatzung-23/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 20:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[TORU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33023</guid>

					<description><![CDATA[<p>Routinearbeiten, einige Umbauten und die bevorstehende Ankunft von Progress-M 05M bestimmten diese Woche den Tagesablauf der Langzeitbesatzung 23. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumcon. Für die Langzeitbesatzung 23 standen diese Woche viele Routinearbeiten aber auch einige Umbauten von Geräten auf ihrem gut gefüllten Zeitplan. Es wurden Experimente betreut, die wöchentliche Grundreinigung der Station [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/viel-arbeit-fuer-die-langzeitbesatzung-23/" data-wpel-link="internal">Viel Arbeit für die Langzeitbesatzung 23</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Routinearbeiten, einige Umbauten und die bevorstehende Ankunft von Progress-M 05M bestimmten diese Woche den Tagesablauf der Langzeitbesatzung 23.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042010220931_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042010220931_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
COLBERT in Harmony, Tracy Caldwell-Dyson beim Training 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Für die Langzeitbesatzung 23 standen diese Woche viele Routinearbeiten aber auch einige Umbauten von Geräten auf ihrem gut gefüllten Zeitplan. Es wurden Experimente betreut, die wöchentliche Grundreinigung der Station erledigt, Meetings mit der Bodenstation abgehalten und die turnusmäßige Feuerlöschübung durchgeführt. Diese Übung muss die Besatzung gemeinsam immer wieder trainieren, um im Falle eines Brandes oder einer Rauchentwicklung schnell reagieren zu können. Ein Feuer, entstehender Rauch oder das Freiwerden von schädlichen Gasen gehört in der Raumstation mit zu den gefährlichsten Szenarien, das im schlimmsten Fall eine Evakuierung der Station erfordern würde. </p>



<p>In Vorbereitung auf die Ankunft des unbemannten Transportschiffes Progress-M 05M machten sich Kommandant Oleg Kotow und Flugingenieur Alexander Skworzow vor einigen Tagen mit dem russischen System TORU vertraut. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung manuell anzudocken. Auch für die nächste amerikanische Mission (STS 132) wurden vorbereitende Tätigkeiten durchgeführt. T. J. Creamer begann damit, die amerikanischen Weltraumanzüge (EMU) in der Luftschleuse Quest zu warten und deren Batterien zu laden. Weiterhin wurde eine der beiden Bedienstationen (Robotic-Workstation) des Stationsarmes (SSRMS) im Destiny-Modul ausgebaut, nach Cupola transferiert und dort wieder eingebaut. Die erste Nutzung dieser Robotic-Workstation soll im Mai während STS 132 erfolgen, um das neue russische Modul Rasswjet (MRM 1) an der ISS anzusetzen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042010220931_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042010220931_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
T.J. Creamer vor einer Schlafkabine in Harmony 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Laufband COLBERT wurde Anfang der Woche aus dem Knotenmodul Harmony zum Knotenmodul Tranquility verlegt. Der Ein- und Ausbau dauerte mehrere Tage und wurde hauptsächlich von Alexander Skworzow, Tracy Caldwell-Dyson und Sōichi Noguchi ausgeführt. Leider konnte das Laufband bis jetzt nicht wieder in Betrieb genommen werden, da die abschließende Fotodokumentation zu kleine Abstände zu den benachbarten Modulteilen zeigte. Die Mindestabstände von einem ¾ Zoll wurden an der Spitze und dem Boden des Gestells unterschritten. Problemlos konnte dagegen die dritte neue Schlafkabine (Crew Quarter) im Knotenmodul Harmony in Betrieb genommen werden. Diese wurde während der letzten Mission STS 131 von der Discovery geliefert und ist nun von der Start-Konfiguration in die On-Orbit-Konfiguration gebracht worden. Als &#8222;Erstbewohner&#8220; bezog Michail Kornijenko diese permanente Schlafstation. </p>



<p>Gegen Ende dieser Woche konnte die Crew der ISS etwas Freizeit genießen, ging weiteren Fitnessübungen nach und nutzte die Gelegenheit, um einige Erdbeobachtungs- und Fotodokumentationen zu erstellen. Erfasst wurde diesmal Johannesburg in Südafrika, welches der Besatzung als Ziel für Fotos vorgeschlagen worden war. Währenddessen wurde vermeldet, dass das verklemmte Ventil am Stickstofftank (NTA) des Kühlsystems der Station wieder funktioniert. Dies wurde durch das „Cold Soaking“, ein Verfahren aus Abkühlung und Druckerhöhung im Ventil, unter Nutzung des Winkels der derzeitigen Bahn der ISS erreicht. Der Stickstoff wird für den Druckaufbau im Ammoniakkreislauf verwendet, der für die Kühlung der Station sorgt. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 30.04.2010:349,0 km bei einem Höhenverlust von 70 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p>Zukünftige Ereignisse:</p>



<p>01. Mai, Andocken von Progress-M 05M um 20:34 Uhr MESZ 10. Mai, Abdocken Progress-M 04M von Swesda</p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.1830" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS Hauptthema </a></li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/viel-arbeit-fuer-die-langzeitbesatzung-23/" data-wpel-link="internal">Viel Arbeit für die Langzeitbesatzung 23</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
