Progress-M 08M im manuellen Modus angekoppelt

Der russische Frachter bringt rund zweieinhalb Tonnen Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.

Er war am Donnerstag vom Kosmodrom Baikonur aus gestartet und hatte die notwendigen Korrekturmanöver zur Angleichung seiner Bahn an die der ISS planmäßig vorgenommen. Erst in der Endphase des Rendezvous kam es zu mehreren deutlichen Abweichungen, die nun analysiert werden müssen. Mehrfach wich die Flugachse des noch 200 Meter entfernten Raumschiffs um einige Grad von der Ideallinie ab.
Der Flugdirektor Wladimir Solowjow, selbst ehemaliger Kosmonaut, gab daraufhin Anweisung, die Steuerung per Hand vorzunehmen. Alexander Kaleri absolvierte das Andockmanöver ab etwa 196 Metern Distanz erfolgreich und sicher per TORU-Fernsteuerung. Progress-M 08M koppelte gegen 18:36 Uhr MESZ am Schleusenmodul Pirs an. Offenbar wollte man hier nichts riskieren. Eine richtige Entscheidung: Bei der Kopplung zeigten die Progress-Systeme einen falschen Abstand von 274 Metern an.

Zur Fracht gehören 1.020 kg Treibstoff, wovon 870 kg in die Tanks der ISS umgepumpt werden sollen und 250 kg für Bahnanhebungsmanöver verwendet werden können. 1,13 Tonnen sind Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsgegenstände, Experimentiermaterial und persönliche Päckchen für die Besatzung. Hinzu kommen 272 kg Wasser sowie 50 kg Sauerstoff.

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