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	<title>Curiosity &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Curiosity &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Nicht-biologischer Ursprung organischer Substanz auf dem Mars</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2022 18:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sich organische Moleküle auf dem Mars und anderen Planeten gebildet haben, wird seit langem kontrovers diskutiert. Sowohl biologische als auch abiotische Prozesse kommen in Betracht. Nun zeigen Messungen an dem vier Milliarden Jahre alten Gestein des Mars-Meteoriten Allan Hills ALH 84001, dass bereits zu dieser frühen Phase auf dem Mars die abiotische Reaktion zwischen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie sich organische Moleküle auf dem Mars und anderen Planeten gebildet haben, wird seit langem kontrovers diskutiert. Sowohl biologische als auch abiotische Prozesse kommen in Betracht. Nun zeigen Messungen an dem vier Milliarden Jahre alten Gestein des Mars-Meteoriten Allan Hills ALH 84001, dass bereits zu dieser frühen Phase auf dem Mars die abiotische Reaktion zwischen Gestein und Wasser zur Entstehung organischer Kohlenstoff-Moleküle geführt hat. Eine Information des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: GFZ.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PerseveranceMastcamZ1sthrpanoNASAJPLCaltechASUMSSS.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PerseveranceMastcamZ1sthrpanoNASAJPLCaltechASUMSSS26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mars Perseverance Mastcam-Z: Das erste hochaufgelöste Panorama (Quelle: NASAJPL_CaltechASUMSSS)</figcaption></figure></div>



<p>17. Januar 2022 &#8211; Die Forschenden identifizierten zwei mögliche, gekoppelte Reaktionswege. Das lässt auch Rückschlüsse auf die Entwicklung des Lebens auf der Erde zu. Die Studie entstand unter Leitung von Andrew Steele von der Carnegie Institution for Science in Washington D.C., USA, unter Mitwirkung von Liane G. Benning vom Deutschen Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ), der Diamond Light Source in Großbritannien, sowie der NASA und anderen. Sie ist jetzt im Fachmagazin Science erscheinen.</p>



<p><strong>Organische Substanzen auf dem Mars und ihre Bedeutung für Mars- und Erdgeschichte</strong><br>Schon bevor Sonden und Roboter zum Mars geflogen sind, lieferten Meteoriten des Nachbarplaneten Material für wissenschaftliche Untersuchungen. Der 1984 in der Antarktis gefundene Gesteinsbrocken Allan Hills (ALH) 84001 gilt als eines der ältesten bekannten Objekte auf der Erde, die ihren Ursprung auf dem Mars haben. In ihm wurden organische Substanzen gefunden, über deren Entstehung seither kontrovers diskutiert wird.</p>



<p>„Die Analyse des Ursprungs der Mineralien aus dem Meteoriten kann als Zugang dienen, um sowohl die geochemischen Prozesse, die früh in der Erdgeschichte stattfanden, als auch das Potenzial des Mars für die Bewohnbarkeit aufzudecken“, erklärt Andrew Steele, Erstautor der Studie, der bereits umfangreiche Forschungen über organisches Material in Marsmeteoriten durchgeführt hat und Mitglied der Wissenschaftsteams für die Mars-Rover Perseverance und Curiosity ist.</p>



<p>Organische Moleküle bestehen aus Kohlenstoff und Wasserstoff und können darüber hinaus Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel und andere Elemente enthalten. Sie werden gemeinhin mit Leben in Verbindung gebracht, obwohl sie auch durch nicht-biologische Prozesse entstehen können, die als abiotische organische Chemie bezeichnet werden.</p>



<p>Als Ursprung der Organik im hier untersuchten Meteoriten kommen verschiedene abiotische Prozesse im Zusammenhang mit vulkanischer Aktivität, Einschlägen auf dem Mars oder der Wechselwirkung mit Wasser ebenso in Frage wie die Überreste alter Lebensformen auf dem Mars oder eine Kontamination durch die Bruchlandung auf der Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AllanHillsMeteoriteNASAJSCStanfordUniv.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AllanHillsMeteoriteNASAJSCStanfordUniv26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Mars Meteorit Allan Hills (ALH) 84001 (Foto: NASA/JSC/Stanford University)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Neue Untersuchungen eines großen internationalen Teams</strong><br>Nun hat ein großes internationales Team um Andrew Steele von der Carnegie Institution for Science in Washington D.C., unter Mitwirkung von Liane G. Benning und anderen vom GFZ, die Identität, den Ursprung und die Bildungsmechanismen der organischen Stoffe von AHL 84001 erneut analysiert. Beteiligt waren auch das NASA Johnson Space Center, das NASA Ames Research Center und das Rensselaer Polytechnic Institute (alle USA), ebenso wie die Diamond Light Source (GB).</p>



<p>Die Forschenden untersuchten hauchdünn geschliffene Proben des Meteoriten und nutzten eine Reihe von hochentwickelten Probenvorbereitungs- und Analysetechniken, darunter Bildgebung und Spektroskopie im Nanomaßstab mittels Transmissionselektronenmikroskopie und Röntgenverfahren am Elektronensynchrotron inklusive Isotopenanalyse und Spektroskopie.</p>



<p>Die analysierten Substanzen lagen zum Teil in nur sehr geringen Konzentrationen vor. Das machte die Analytik sehr aufwändig. „Außerdem war es wichtig sicherzustellen, dass wir tatsächlich Substanzen vermessen, die auf dem Mars entstanden sind, und nicht während des Flugs zur Erde, bei oder nach der Landung oder gar bei unseren Experimenten“, betont Liane G. Benning, Leiterin der Sektion Grenzflächen-Geochemie des GFZ und Professorin an der FU Berlin. Sie forscht – unter anderem – seit über zehn Jahren mit Andrew Steele zu Meteoriten. „Durch co-lokalisierte, also genau am selben Probenort durchgeführte mikrospektroskopische Analysen im Nanomaßstab haben wir dokumentiert, wie die Mineralien in diesem Meteoriten mit einer CO<sub>2</sub>-gesättigten Salzlösung reagierten und die Bildung von abiotischem Kohlenstoff auf dem Mars katalysierten.“</p>



<p><strong>Abiotische Wechselwirkung zwischen Wasser und Gestein als Ursprung der organischen Moleküle</strong><br>In der Tat fand das Team in den Proben des Mars-Meteoriten Hinweise auf Wechselwirkungen zwischen Wasser und Gestein, bei denen organische Moleküle entstanden sind. Diese Wechselwirkungen ähneln denen auf der Erde. Insbesondere deuten die Untersuchungen darauf hin, dass sich im Marsgestein zwei wichtige geochemische Prozesse abgespielt haben: Der eine, die sogenannte Serpentinisierung, tritt auf, wenn eisen- oder magnesiumreiche Eruptivgesteine chemisch mit zirkulierendem Wasser interagieren, ihre Mineralogie verändern und dabei Wasserstoff produzieren. Bei dem anderen, der sogenannten Karbonisierung, kommt es zu einer Wechselwirkung zwischen Gestein und leicht saurem Wasser, das gelöstes Kohlendioxid enthält, und zur Bildung von Karbonatmineralien.</p>



<p>Noch ist unklar, ob diese Prozesse durch die wässrigen Umgebungsbedingungen gleichzeitig oder nacheinander ausgelöst wurden. Die gefundenen Indizien deuten aber darauf hin, dass die Wechselwirkungen zwischen Wasser und Gestein nicht über einen längeren Zeitraum hinweg stattfanden. Offensichtlich ist jedoch, dass bei diesen Reaktionen organisches Material aus der Reduktion von Kohlendioxid entstand.</p>



<p>Diese mineralogischen Merkmale sind in Marsmeteoriten selten. Und während Karbonatisierung und Serpentinisierung bereits in orbitalen Untersuchungen des Mars nachgewiesen wurden und Karbonatisierung in anderen, weniger alten Marsmeteoriten gefunden wurde, ist dies der erste Fall, in dem beide Prozesse in Proben des alten Mars vorkommen.</p>



<p><strong>Bedeutung für die Geschichte von Mars und Erde</strong><br>Organische Moleküle wurden von Steele bereits in anderen Marsmeteoriten und bei seiner Arbeit mit dem SAM-Team (Sample Analysis at Mars) auf dem Curiosity-Rover nachgewiesen. Das deutet darauf hin, dass die abiotische Synthese organischer Moleküle während eines Großteils der Geschichte des Planeten Teil der Geochemie des Mars war.</p>



<p>„Diese Art von nicht-biologischen, geologischen Reaktionen sind für einen Pool von organischen Kohlenstoffverbindungen verantwortlich, aus denen sich Leben entwickelt haben könnte, und sie stellen ein Hintergrundsignal dar, das bei der Suche nach Beweisen für vergangenes Leben auf dem Mars berücksichtigt werden muss“, schließt Steele. „Wenn diese Reaktionen auf dem alten Mars stattgefunden haben, müssen sie auch auf der alten Erde stattgefunden haben und könnten möglicherweise auch die Ergebnisse erklären, die wir vom Saturnmond Enceladus haben. Für diese Art der organischen Synthese ist es ausreichend, wenn eine Sole, die gelöstes Kohlendioxid enthält, durch Eruptivgestein sickert. Die Suche nach Leben auf dem Mars ist nicht nur ein Versuch, die Frage &#8222;Sind wir allein?&#8220; zu beantworten. Sie steht auch im Zusammenhang mit der frühen Erdumwelt und geht der Frage nach: ‚Woher kommen wir?‘.“</p>



<p><strong>Originalstudie:</strong><br>A. Steele, L.G. Benning, et al. Organic synthesis associated with serpentinization and carbonation on early Mars. Science. Vol. 375, 2022.<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.abg7905" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/science.abg7905</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=794.msg526285#msg526285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ALH 84001 / Marsmeteorit</a></li></ul>
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		<title>Die 2020er &#8211; Jahre des Mars?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-2020er-jahre-des-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2021 13:52:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie noch nie zuvor steht der Rote Planet im Fokus mehrerer Missionen. Wenn alles läuft wie geplant, bietet das Jahr 2021 bereits im Februar Höhepunkte der Weltraumforschung wie noch nie zuvor in dieser zeitlichen Dichte. Drei unterschiedliche Raumfahrtorganisationen hoffen ihre Flugkörper im Orbit oder auf der Oberfläche des Mars zu platzieren: Die NASA ihren Rover [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie noch nie zuvor steht der Rote Planet im Fokus mehrerer Missionen. Wenn alles läuft wie geplant, bietet das Jahr 2021 bereits im Februar Höhepunkte der Weltraumforschung wie noch nie zuvor in dieser zeitlichen Dichte. Drei unterschiedliche Raumfahrtorganisationen hoffen ihre Flugkörper im Orbit oder auf der Oberfläche des Mars zu platzieren: Die NASA ihren Rover Perserverance, die China National Space Administration (CNSA) ihren Orbiter Tianwen 1 mit einem Rover an Bord sowie die United Arab Emirates Space Agency den Orbiter Al-Amal.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Mirko Buggel. Quelle: CNSA, DLR, ISRO, JAXA, NASA, NICT, Roskosmos, UAESA. Vertont von Siegfried Krug.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/hydraoteschaosESADLRFUBerlinCCBYSA30IGO.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die markante Landschaft von Hydraotes Chaos im Blick von Mars Ex­press. (Bild: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO)" data-rl_caption="" title="Die markante Landschaft von Hydraotes Chaos im Blick von Mars Ex­press. (Bild: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/hydraoteschaosESADLRFUBerlinCCBYSA30IGO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die markante Landschaft von Hydraotes Chaos im Blick von Mars Ex­press.<br>(Bild: ESA/DLR/FU Berlin, CC BY-SA 3.0 IGO)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Warum gerade der Mars?</strong><br>Mit den gegenwärtigen technischen Möglichkeiten ist der Mars im Sonnensystem wohl der am besten zu erforschende Planet und schon in der Vergangenheit gab er für optische Instrumente den Blick auf seine Oberfläche preis. Die neuen Erkenntnisse, dass dieser Planet sich bis vor 3,5 Milliarden Jahren in die gleiche Richtung entwickelte wie die Erde, mit dichter Atmosphäre, flüssigem Wasser, befeuerten vergleichende wissenschaftliche Betrachtungen. Sie kulminieren in der Frage: Gab oder gibt es extraterrestrisches Leben auf dem Mars? Für die Beantwortung ist der Mars das nächste erreichbare Ziel; wenn es auch möglicherweise in dieser Hinsicht interessantere Objekte im Sonnensystem gibt, insbesondere einige Monde des Jupiter und Saturn.</p>



<p>Lange galt die Venus als eine &#8222;Schwester&#8220; der Erde. Spätestens 1970 mit der Landung der sowjetischen Sonde Venera 7 und den ersten Bildern und Daten von der Oberfläche, wurden jegliche Vorstellungen von einem erdähnlichen Planeten zunichte gemacht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PIA02979nasajpl.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Krater auf dem Mars im Blick von Mariner 4. (Bild: NASA/JPL)" data-rl_caption="" title="Krater auf dem Mars im Blick von Mariner 4. (Bild: NASA/JPL)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PIA02979nasajpl26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Krater auf dem Mars im Blick von Mariner 4.<br>(Bild: NASA/JPL)</figcaption></figure></div>



<p>Bereits 1877 regte die Entdeckung der &#8222;<a href="https://www.raumfahrer.net/exomars-landedemonstrator-heisst-jetzt-schiaparelli/" data-wpel-link="internal">Marskanäle</a>&#8220; durch den italienischen Astronomen Giovanni Schiaparelli (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1835" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">1835</a>&#8211;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/1910" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">1910</a>) zu vielfältigen Spekulationen an. Während Schiaparelli selbst diese linienförmigen Strukturen für natürliche Landschaftsbestandteile hielt, ließ eine fehlerhafte Übersetzung ins Englische (canals statt channels) die Phantasie sprießen. Spätestens 1965 &#8222;entlarvten&#8220; Fotos der US-Raumsonde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mariner" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mariner 4</a> diese Mythen als optische Täuschung. Auch die neuere Zeit lieferte Bilder dieser Art, so als der Mars-Orbiter Viking 1 im Jahr 1976 eine Geländeformation in der Cydonia-Region fotografierte &#8211; mit dem &#8222;Marsgesicht&#8220;. Nicht zuletzt auch die hochauflösenden Bilder des Mars Express (siehe Bild am Beginn des Beitrags) trugen in diesem Zusammenhang zu naturwissenschaftlich basiertem Realismus bei.</p>



<p><strong>Alte und neue Akteure</strong><br>Neben den „alten“ Raumfahrtakteuren Sowjetunion/Russland und USA und auch der ESA möchten mittlerweile auch Mars-Newcomer wie China, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre technologischen und wissenschaftlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Befeuert werden die Anstrengungen von der Möglichkeit, dort Spuren von gewesenem oder noch existierendem außerirdischen Leben zu finden und, als Fernziel, die Landung des Menschen.</p>



<p>Dank eines günstigen Startfensters brachen im Sommer 2020 einige Missionen auf. Weitere wurden von den Raumfahrtagenturen bis 2024 bestätigt. Andere Pläne reichen bis Mitte der 2040er Jahre.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HopeUAEmedioaoffice.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Mars-Sonde Hope. (Bild: Regierung Dubai)" data-rl_caption="" title="Die Mars-Sonde Hope. (Bild: Regierung Dubai)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HopeUAEmedioaoffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Mars-Sonde Hope.<br>(Bild: Regierung Dubai)</figcaption></figure></div>



<p>Bereits Anfang Februar soll <a href="https://space.gov.ae/en/initiatives-and-projects/emirates-mars-mission" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Al-Amal</a> (zu deutsch Hoffnung, auch als Hope-Marsmission bezeichnet) als erster Raumflugkörper eines arabischen Landes die Umlaufbahn des Planeten erreichen. Dieser Orbiter der Vereinigten Arabischen Emirate soll erforschen, warum der Mars seine Atmosphäre verlor. Gestartet war Al-Amal im Juli 2020 vom japanischen Tanegashima Space Center.</p>



<p>Kurz danach, am 18. Februar 2021, möchte die NASA ihren <a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-2020-perseverance/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rover Perseverance</a> (zu deutsch Ausdauer) im Jezero-Krater landen. Es ist das bislang ambitionierteste Mars-Vorhaben der NASA. Ziel ist die Erforschung der Umweltbedingungen in der Vergangenheit und die Suche nach biologischen Spuren. Der Landeort wurde mit Bedacht gewählt. Nicht nur dass Jezero, nomen est omen, in vielen slawischen Sprachen See bedeutet. Die Wissenschaft geht nach Auswertung von Satellitenbildern davon aus, dass der Krater auf der nördlichen Halbkugel in der Syrtis-Major-Hochebene vor ca. 4 Milliarden Jahren ein See mit einem großen Wasser-Einzugsgebiet war. Perseverance ist auch für die Aufnahme von Bodenproben ausgerüstet, welche mit einer späteren Mission zur Erde zurück gebracht werden sollen.</p>



<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=6mbS8-qoHY0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tianwen 1</a>, die kompakte Mission von Chinas National Space Science Center umfasst einen Orbiter, ein Landgerät und einen Rover. Vorgesehen sind ebenfalls Bodenproben, deren Rückholung allerdings erst in den 2030er Jahren geplant ist. Tianwen 1 wurde im Juli 2020 mit einer Langer-Marsch 5-Trägerrakte vom Kosmodrom Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan gestartet und eröffnete damit das nationale Planetenforschungsprogramm. Im Februar soll die Sonde das Gravitationsfeld des Mars erreichen und im Mai 2021 den Landeapparat mit dem Rover in der nördlichen Hemisphäre in der Tiefebene Utopia Planitia absetzen. Der Missionsname entstammt übrigens der antiken chinesischen Literatur und bedeutet zu deutsch Himmelsfrage. Antworten könnten vielleicht Tianwen-1 selbst oder deren Nachfolger geben.</p>



<p>2022 soll im Rahmen der gemeinsamen ESA/Roskosmos-Mission ExoMars der Rover Rosalind Franklin landen. Benannt nach der englischen Chemikerin und DNA-Pionierin wird er während der mit 7 Monaten veranschlagten Dauer nach Spuren vergangenen oder aktuellen Lebens suchen. Die ESA stellt den Rover und Roskosmos das Landegerät Kazatchok. Der ursprüngliche Termin wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben.</p>



<p>Der Tera-hertz Explorer (<a href="https://www.nict.go.jp/en/ttrc/thzc_remoto_sensing/lde9n200000093qy.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TEREX</a>) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Japan’s National Institute of Information and Communications Technology (NICT) und der University of Tokyo Intelligent Space Systems Laboratory (ISSL) und besteht aus einem Orbiter und einem Lander. Dieser, ausgerüstet mit einem Terahertz-Sensor, soll die Oberfläche erreichen und die Sauerstoff-Isotopanteile in der Atmosphäre messen. Davon erhofft man sich ein besseres Verständnis der Reaktionen, welche die Marsatmosphäre mit Kohlendioxid versorgen. Der Lander TEREX-1 sollte ursprünglich im Juli oder August 2020 als Huckepack-Ladung mit einer anderen Marsmission mitgeführt werden. Das wurde aber auf 2022 verschoben. Der Orbiter TEREX-2 soll 2024 starten.</p>



<p>Der Start des indischen Mangalyaan 2 wird 2024 erwartet. Hauptkomponente, ein Orbiter, soll möglicherweise durch einen Lander und Rover ergänzt werden. Für die Indian Space Research Organization (ISRO) ist es die Folgemission der Mars Orbiter Mission (<a href="https://web.archive.org/web/20220531101544/https://www.isro.gov.in/pslv-c25-mars-orbiter-mission" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MOM</a>) Mangalyaan von 2013. Der Orbiter kreist seit 2014 um den Mars und lieferte Bilder und Daten der Atmosphäre. Der Name Mangalyaan stammt aus dem Sanskrit und bedeutet auf deutsch Marssonde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mmxinmarsorbitbjaxa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="MMX und Marsmonde - künstlerische Darstellung. (Bild: JAXA)" data-rl_caption="" title="MMX und Marsmonde - künstlerische Darstellung. (Bild: JAXA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mmxinmarsorbitbjaxa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>MMX und Marsmonde &#8211; künstlerische Darstellung.<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>Die japanische Martian Moons Exploration (<a href="https://www.isas.jaxa.jp/en/missions/spacecraft/developing/mmx.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MMX</a>) soll 2025 zum größten Marsmond Phobos führen, dort landen, Bodenproben sammeln, den kleineren Mond Deimos sowie das Marsklima beobachten. Die Ankunft der Bodenproben auf der Erde wird im Juli 2029 erwartet.</p>



<p><strong>Raumfahrtaktivitäten auf und um den Mars</strong><br>Die &#8222;Neuankömmlinge&#8220; treffen auf teilweise schon langjährige Missionen. Auf der Oberfläche studiert seit 2012 der NASA-<a href="https://www.raumfahrer.net/category/curiosity/" data-wpel-link="internal">Rover Curiosity</a> im Gale-Krater südlich der Tiefebenen von Elysium Planitia Landschaft und Klima mit dem Mars Science Laboratory (MSL).</p>



<p>Seit 2018 operiert der InSight-Lander von NASA und DLR. Er soll den Kern des Mars erforschen und seismische Aktivitäten auf dem Planeten beobachten. Die Maulwurf (Mole) genannte Bohreinheit des DLR sollte bis in eine Tiefe von 5 Metern in den Marsboden eindringen. Aber der <a href="https://www.raumfahrer.net/dlr-mars-maulwurf-ist-am-ende-seiner-reise/" data-wpel-link="internal">Mars und Maulwurf passen offensichtlich nicht zusammen</a>, so dass die Bohrung eingestellt werden musste. Allerdings werden die Messungen weitergeführt.</p>



<p>Den Rekord im Orbit des am längsten operierenden Raumflugkörpers hält Mars Odyssey. Er kreist seit 2001 ungefähr 3900 km über der Oberfläche. Ihm gelang der Nachweis von Wasser. Außerdem dient der Orbiter als Relaisstation für den Rover Curiosity. Mars Express der ESA wurde mit dem Beagle 2-Landegerät 2003 gestartet.</p>



<p>Während Beagle 2 wegen eines Fehlers scheiterte, kreist <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Express</a> bisher erfolgreich um den Planeten. Ausgerüstet mit der High-Resolution-Kamera, mit Radar und Spektrometer entdeckte Mars Express u.a. Wassereis und Kohlendioxideis in der südlichen Polkappe sowie eine Gebiet mit unterirdischen Wasservorkommen.</p>



<p>Seit 2005 beobachtet der Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) der NASA den Planeten und fungiert auch als Relais-Station für die Kommunikation zwischen aktiven Rovern und der Erde.</p>



<p>Die Mars Atmosphere and Volatile Evolution Mission (<a href="https://science.nasa.gov/mission/maven/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MAVEN</a>) der NASA sucht seit dem Einschwenken in den Orbit 2014 Erklärungen dafür, wie und warum Wasser und Atmosphäre allmählich verschwanden.</p>



<p>Die erste der <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/ExoMars_Auf_der_Suche_nach_Leben_auf_dem_Roten_Planeten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ExoMars-Missionen</a> startete bereits in 2016 in Partnerschaft zwischen ESA und Roskosmos. Aktuell beinhaltet die Mission nur den <a href="https://www.raumfahrer.net/exomars-neue-gassignaturen-in-der-marsatmosphaere/" data-wpel-link="internal">Trace Gas Orbiter (TGO)</a>, da der Schiaparelli-Lander beim Anflug auf die Marsoberfläche zerstört wurde. Die Forscher hoffen auf ein besseres Verständnis von Methan und anderen Spurengasen in der Marsatmosphäre, welche auf biologische Prozesse hinweisen könnten.</p>



<p>Die Mars-Pläne privater Unternehmen beinhalten ambitioniertere Projekte wie z.B. Transport-Raumschiffe zum Mars. Innerhalb der nächsten 100 Jahre sieht SpaceX-Gründer ElonMusk sogar die reale Möglichkeit, dass eine Million Menschen auf dem Mars leben könnten&#8230;</p>



<p><strong>Weitere Quellen</strong><br><a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR Institut für Planetenforschung</a><br><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Exploration/ExoMars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA</a><br><a href="https://www.nasa.gov/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a><br><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_der_Marsmissionen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_der_Marsmissionen</a><br><br><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.msg501359#msg501359" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12760.msg492821#msg492821" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EMM (Emirate Mars Mission) &#8222;Hope&#8220; auf H-IIA</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4183.msg481148#msg481148" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ExoMars-Rover Rosalind Franklin</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8764.msg486551#msg486551" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ExoMars Trace Gas Orbiter + Lander Schiaparelli auf Proton-M/Briz-M</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4220.msg471853#msg471853" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) auf Atlas V 401 AV-007</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10692.msg499851#msg499851" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">InSight auf Atlas V 401</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4079.msg490842#msg490842" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Express (MEX) auf Sojus-Fregat ST11 von Baikonur</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4087.msg444821#msg444821" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MAVEN &#8211; Mars Atmosphere and Volatile EvolutioN</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14363.msg490885#msg490885" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MMX Phobos Sample Return (JAXA)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.msg500149#msg500149" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL Rover Curiosity &#8211; Mission auf dem Mars</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11429.msg501046#msg501046" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rover Perseverance (vorher Mars 2020) auf Atlas V</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13897.msg496936#msg496936" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tianwen-1 auf Langer Marsch 5 (CZ-5)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Marsrover Curiosity setzt die Untersuchungen fort</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-marsrover-curiosity-setzt-die-untersuchungen-fort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2015 14:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat die kürzlich erfolgte Sonnenkonjunktion gut überstanden und konnte seine Untersuchungen mittlerweile fortsetzen. Wie schon bereits unmittelbar vor der Konjunktion, stehen dabei derzeit die Analysen von unterschiedlichen Gesteinstypen auf dem Arbeitsprogramm der an dieser Mission beteiligten Marsforscher. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, University of Leicester. Vertont von Peter Rittinger [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat die kürzlich erfolgte Sonnenkonjunktion gut überstanden und konnte seine Untersuchungen mittlerweile fortsetzen. Wie schon bereits unmittelbar vor der Konjunktion, stehen dabei derzeit die Analysen von unterschiedlichen Gesteinstypen auf dem Arbeitsprogramm der an dieser Mission beteiligten Marsforscher.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS, University of Leicester. Vertont von Peter Rittinger</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-07-10-44244.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="549" height="182"/></a><figcaption>
Am 27. Mai 2015, dem Sol 997 der Mission, fertigte der Marsrover Curiosity mit seinen Navigationskameras dieses 360-Grad-Panorama von seinem damaligen Standort an. Bei der Verwendung einer Rot-Blau- oder Rot-Grün-Brille ergibt sich hier ein realistischer, dreidimensionaler Blick auf die Landschaft. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> landete am 6. August 2012 im Inneren des unmittelbar südlich des Marsäquators gelegenen und 154 Kilometer durchmessenden Gale-Kraters und untersucht seitdem &#8211; entsprechend seinen wissenschaftlichen Zielsetzungen &#8211; unter anderem, ob der äußere Nachbarplanet der Erde einstmals Bedingungen aufwies, welche prinzipiell die Entstehung von primitiven Lebensformen begünstigt haben könnten. In dem Zeitraum zwischen dem 30. Mai und dem 25. Juni 2015 waren die Aktivitäten des Rovers jedoch durch die diesjährige Konjunktionsstellung des Mars &#8211; unser Nachbarplanet befand sich in dieser Zeit fast direkt hinter der Sonne, was eine Kommunikation nahezu unmöglich machte &#8211; stark eingeschränkt (<a href="https://www.raumfahrer.net/sonnenkonjunktion-zwangspause-fuer-die-marsforscher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="300" height="187"/></a><figcaption>
Diese Mosaikaufnahme kombiniert mehrere Einzelaufnahmen, welche mit der MastCam des Marsrovers Curiosity bereits am 25. Mai 2015 angefertigt wurden. Dabei ist die Kontaktzone zwischen den Oberflächenbereichen &#8222;Pahrump Hills&#8220; und &#8222;Stimons&#8220;, welche sich durch unterschiedliche Färbungen bemerkbar machen, deutlich erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Die an der <i>Curiosity</i>-Mission beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure nahmen die Planungen für den weiteren Betrieb des Rovers schließlich am 26. Juni wieder auf, wobei zunächst eine Auswertung der zwischenzeitlich von dem Rover gesammelten Telemetriewerte erfolgte. Diese Daten zeigten keine Auffälligkeiten &#8211; <i>Curiosity</i> hat somit auch seine mittlerweile zweite Sonnenkonjunktion auf dem Mars gut überstanden. </p>



<p>Entsprechend der bereits vor der Konjunktion erfolgten Planungen der &#8222;MSL tactical operations group&#8220; verbrachte <i>Curiosity</i> die ersten Tage nach der Wiederaufnahme des regulären wissenschaftlichen Betriebes damit, mit seinen verschiedenen Kamerasystemen diverse Aufnahmen der Umgebung anzufertigen. Diese Aufnahmen sollen jetzt mit Fotos der gleichen Oberflächenbereiche abgeglichen werden, welche unmittelbar vor dem Beginn der Konjunktion aufgenommen wurden. Hierdurch erhoffen sich die Wissenschaftler Hinweise auf eventuelle zwischenzeitlich erfolgte und zum Beispiel durch eine <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Winderosion#Winderosion_.28.C3.A4olische_Erosion.29" target="_blank" data-wpel-link="external">Winderosion</a> bedingte Veränderungen der Oberfläche. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="300" height="224"/></a><figcaption>
Diese am 29. Mai 2015 durch die MAHLI-Kamera angefertigte Aufnahme zeigt einen lediglich 33 Millimeter abmessenden Bereich der Oberfläche einer Formation namens &#8222;Big Arm&#8220;. Deutlich sind hier die verschiedenen Abmessungen, Formen und Farben der darin enthaltenen Sandkörner erkennbar. Speziell die rundlich erscheinenden Sandkörner wurden sehr wahrscheinlich über längere Distanzen von fließendem Wasser transportiert, bevor sie sich letztendlich hier ablagerten. Die unterschiedlichen Färbungen der hier sichtbaren Materialien werden dagegen durch unterschiedliche mineralogische Zusammensetzungen hervorgerufen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits am 28. Juni, dem Missionstag <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" data-wpel-link="external">Sol</a> 1028, wurde dann auch wieder der Instrumentenarm des Rovers entfaltet. Die an diesem Arm montierte MAHLI-Kamera fertigte in den folgenden Stunden diverse Aufnahmen der unmittelbar vor dem Rover befindlichen Marsoberfläche an, wobei zum wiederholten Mal auch Nachtaufnahmen angefertigt wurden. Ebenfalls während dieser Nacht kam zudem das ebenfalls am Instrumentenarm befindliche APX-Spektrometer zum Einsatz. </p>



<p>Im Verlauf der jetzt zu Ende gehenden Woche setzte der Rover dann die bereits vor der Konjunktion begonnenen Untersuchungen im Bereich seines derzeitigen Standortes in der Region &#8222;Marias Pass&#8220; fort. Dort hatten zwei unterschiedliche Gesteinsschichten, welche in Kontakt zueinander treten &#8211; helles Material trifft dort auf eher dunkle Gesteinsablagerungen &#8211; das Interesse der an der Mission beteiligten Geologen erweckt. </p>



<p>Das hellere Material, so die Marsforscher, konnte bereits im bisherigen Verlauf der Mission an anderen Stellen der Region &#8222;Pahrump Hills&#8220; eingehender analysiert werden. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um tonhaltiges Gestein. Das dunklere Material, welches einer Region namens &#8222;Stimons&#8220; zugeordnet wird und das die Gesteine der &#8218;Pahrump-Unit&#8216; teilweise überlagert, ist dagegen neu. Hierbei scheint es sich um Sandstein zu handeln. Einige der im Bereich dieser Kontaktzone zu beobachtenden Gesteine sind zudem von verschiedenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mineralgang" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Mineralvenen</a> durchzogen. </p>



<p>Die Identifikation dieser Minerale könnte den Geologen Aufschluss über die Prozesse geben, welche vermutlich bereits vor Jahrmilliarden zu der Bildung der beiden unterschiedlichen Gesteinsschichten geführt haben. Zu diesem Zweck wurden zwei dieser Venen &#8211; die unmittelbar oberhalb beziehungsweise unterhalb der Kontaktzone gelegenen Oberflächenziele &#8222;Lemhi&#8220; und &#8222;Lowary&#8220; &#8211; am 29. Juni zunächst mit der ChemCam analysiert und anschließend nochmals mit der MastCam abgebildet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="300" height="266"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt die von dem Rover Curiosity während der letzten Wochen zurückgelegte Route. Die bisher letzte Fahrt erfolgte dabei am Sol 1030 (dem 30. Juni 2015) und führte zu der Oberflächenformation &#8222;Missoula&#8220;. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Am darauf folgenden Tag, dem Sol 1030, erfolgte dann eine kurze Fahrt über eine Distanz von etwa vier Metern, durch welche der benachbarte Oberflächenbereich &#8222;Missoula&#8220; in die Reichweite der Instrumente gelangte. Nach diesem Manöver wurden &#8211; wie bei dem Betrieb von <i>Curiosity</i> üblich &#8211; mit den Kamerasystemen zunächst diverse Aufnahmen der unmittelbaren Umgebung angefertigt. Diese Aufnahmen sind nötig, damit die an der Mission beteiligten Wissenschaftler und die für die Steuerung des Rovers zuständigen &#8218;Roverdriver&#8216; die weitere Vorgehensweise planen können. </p>



<p>Die Auswertung dieser Aufnahmen zeigte, dass sich <i>Curiosity</i> nach dieser Fahrt in einer optimalen Position für weitere &#8218;Contact Science&#8216;-Analysen befand. Die MAHLI-Kamera wurde im Rahmen dieser Untersuchungen genutzt, um einen größeren Bereich der Oberfläche mit mehreren Einzelfotos abzubilden. Aus diesen Einzelaufnahmen kann ein Mosaik der Pahrump-Stimons-Kontaktzone erstellt werden. Zusammen mit den Daten der in den letzten Tagen ebenfalls auf die gleiche Weise eingesetzten Instrumente ChemCam und MastCam erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Aufschlüsse über die Entstehungsgeschichte dieser Region der Marsoberfläche. Dieser vertikal verlaufende <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Transekt</a> wurde bewusst so gewählt, dass sich in den dabei zu gewinnenden Daten chemische und mineralogische Veränderungen im Bereich dieser Kontaktzone zeigen sollten. </p>



<p>Zudem wurden in den vergangenen Tagen verschiedene weitere Oberflächenziele in der unmittelbaren Umgebung &#8211; darunter auch ein unter dem Gewicht von einem der sechs Räder des Rovers zerbrochener Stein &#8211; mit mehreren der Instrumente abgebildet und untersucht. Diese Analysen von &#8222;Seeley&#8220;, so lautet der Name dieses kleinen Felsbrockens, welcher dem Rover im Weg lag, erlaubte Einblicke in ein Marsgestein, welches in der Vergangenheit nicht den direkten erosiven Auswirkungen der harschen Umgebung ausgesetzt war. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04072015164654_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="300" height="221"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der MAHLI-Kamera wurde am 2. Juli 2015 angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Für den morgigen 5. Juli 2015, den Missionstag Sol 1035, ist für <i>Curiosity</i> eine weitere Fahrt vorgesehen. Hierbei soll sich der Rover allerdings nicht in bisher unbekanntes Gelände begeben, sondern vielmehr eine etwa 30 Meter entfernt gelegene Region nordöstlich des jetzigen Standorts ansteuern, welche erstmals bereits im Mai 2015 &#8211; am Missionstag Sol 991 &#8211; erreicht wurde. Damals blieb allerdings keine Zeit für eine eingehendere Untersuchungen der dort befindlichen Oberflächengesteine. </p>



<p>Auf dem Weg zu diesem neuen &#8218;alten&#8216; Standort soll in erster Linie das DAN-Instrument eingesetzt werden, um in dem von dem Rover passierten Bereich den Mengenanteil und die Verteilung von wasserstoffhaltigen Molekülen im Marsboden zu ermitteln. Nach dem Erreichen seines neuen Standortes wird <i>Curiosity</i> am Sol 1036 zunächst einen &#8218;Ruhetag&#8216; einlegen, an dem lediglich weitere Routinemessungen mit der Wetterstation REMS vorgesehen sind. </p>



<p>Aufgrund der in der gesamten Region zu erwartenden hohen wissenschaftlichen Ausbeute werden vermutlich noch mehrere Wochen oder gar Monate vergehen, bevor <i>Curiosity</i> seine Fahrt zu dem Zentralberg &#8222;Aeolis Mons&#8220; fortsetzt. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem Sol 1034 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> 10.603 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Dabei hat der Rover mit seinen Kamerasystemen inzwischen 249.959 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.4215" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zum Marsrover Curiosity</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.855" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-07-10-44244.mp3" length="10565151" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity &#8211; Der Sol 1.000 hat begonnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-der-sol-1-000-hat-begonnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2015 16:22:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[MAHLI]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=41485</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity untersucht seit mittlerweile 1.000 Marstagen das Innere des Gale-Kraters. Ein unerwartet lockerer Untergrund hat die beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure jetzt allerdings zu einer Abänderung der ursprünglich vorgesehenen Route gezwungen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, University of Leicester, UMSF-Forum. Vertont von Peter Rittinger. Der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity untersucht seit mittlerweile 1.000 Marstagen das Innere des Gale-Kraters. Ein unerwartet lockerer Untergrund hat die beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure jetzt allerdings zu einer Abänderung der ursprünglich vorgesehenen Route gezwungen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS, University of Leicester, UMSF-Forum. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-06-03-58195.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="1007" height="301"/></a><figcaption>
Dieses Panorama setzt sich aus mehreren Aufnahmen zusammen, welche am 10. Mai 2015 mit der 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a>
 des Marsrovers Curiosity angefertigt wurden. Hinter einem im Bildvordergrund erkennbaren Dünenfeld befindet sich eine Übergangszone aus zwei unterschiedlichen Gesteinsschichten, welche das Interesse der an der Mission beteiligten Planetologen erweckt hat. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Leicester" width="260"/></a><figcaption>
Der heutige 30. Mai 2015 markiert zugleich den Missionstag 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a>
 1.000 für den Marsrover Curiosity, welcher seit dem 6. August 2012 unseren äußeren Nachbarplaneten erforscht. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Leicester)
</figcaption></figure></div>



<p>Der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> landete am 6. August 2012 im Inneren des unmittelbar südlich des Marsäquators gelegenen und 154 Kilometer durchmessenden <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-gale-krater/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gale-Kraters</a> und untersucht seitdem &#8211; entsprechend seinen <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-ziele-der-curiosity-mission/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Zielsetzungen</a> &#8211; unter anderem, ob der äußere Nachbarplanet der Erde einstmals Bedingungen aufwies, welche prinzipiell die Entstehung von primitiven Lebensformen begünstigt haben könnten. </p>



<p>Neben dem im Jahr 2014 erfolgten definitiven Nachweis von geringen Mengen an Methan und organischem Material (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-geringe-mengen-methan-und-organisches-material/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) konnte dabei bereits im <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-der-mars-war-frueher-lebensfreundlicher/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Frühjahr 2013</a> festgestellt werden, dass der Mars in der Frühzeit seiner Entwicklung tatsächlich über die für die Entstehung von Leben notwendigen Umweltbedingungen verfügte. Die weiteren Untersuchungen zeigten zudem, dass der Gale-Krater einstmals durch die langfristig erfolgte Einwirkung von flüssigen Wasser geformt wurde (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-wasser-formte-den-gale-krater-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Nicht nur durch die Untersuchungen des Rovers <i>Curiosity</i> gilt es inzwischen als gesichert, dass sich auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten einstmals große Mengen an flüssigen Wasser befanden, welches dort zudem lange genug vorhanden war, um mit den Gesteinen der Marsoberfläche zu interagieren und diese dabei auch chemisch zu verändern. Aktuelle Studien gehen dabei von einer einstmals vorhandenen Wassermenge von mindestens 20 Millionen Kubikkilometern aus (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-der-einstmals-blaue-planet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Weitere Informationen über die &#8218;Geschichte des Mars&#8216; erhoffen sich die an der <i>Curiosity</i>-Mission beteiligten Wissenschaftler durch die systematische Untersuchung des im Inneren des Gale-Krater gelegenen Zentralberges &#8222;Aeolis Mons&#8220;. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme, angefertigt am 21. Mai 2015 mit einer der Navigationskameras des Rovers, zeigt die Einfahrt in den Marias Pass. Dort soll Curiosity verschiedene Ablagerungen und Gesteinsschichten analysieren, bevor die Fahrt voraussichtlich Ende Juni 2015 fortgesetzt wird. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Diverse Aufnahmen von verschiedenen Marsorbitern zeigten bereits im Vorfeld der Mission, dass dieser etwa 5.500 Meter über den Boden des Kraters hinausragende Berg an seinen Flanken über einen ausgeprägten Schichtaufbau verfügt. In den einzelnen Schichten ist &#8211; vergleichbar mit den Steilwänden des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geologie_des_Grand_Canyon" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Grand Canyon</a> im US-Bundesstaat Arizona &#8211; die langfristige klimatologische und geologische Geschichte dieser Region der Marsoberfläche enthalten. Anders als in den auf der Erde gewonnenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eisbohrkern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bohrkernen</a> liegen diese Informationen dabei jedoch mehr oder weniger offen zutage und sind für den Rover <i>Curiosity</i> somit relativ leicht einsehbar. </p>



<p>Durch eine langsame &#8218;Besteigung&#8216; dieses Zentralberges, welche mit weiteren ausführlichen Analysen von aus geologischer Sicht interessant erscheinenden Ablagerungen verbunden sein wird, soll dessen Entwicklungsgeschichte im weiteren Verlauf der Mission Schritt für Schritt erforscht und entschlüsselt werden. Auf diese Weise erhoffen sich die auf die Erforschung des Mars spezialisierten Wissenschaftler weitere Erkenntnisse darüber, wann, wie, warum und in welchen Zeiträumen sich das Klima und die Umweltbedingungen auf dem Mars einstmals so dramatisch verändert haben. </p>



<p>Während der ersten Monate des Jahres 2015 war der Rover jedoch zunächst damit beschäftigt, mit seinen insgesamt <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> die Regionen &#8222;Pahrump Hills&#8220; und &#8222;Garden City&#8220; zu untersuchen, welche zu der Basis dieses Berges gerechnet werden. Nach dem Abschluss dieser Analysen setze der Rover seine Fahrt in die Richtung des Zentralberges fort. Das dabei angepeilte nächste Zwischenziel war ein Oberflächenbereich nahe des &#8222;Logan Pass&#8220;, in dem zwei unterschiedliche Arten von Gesteinsschichten aufeinandertreffen. </p>



<p><strong>Schwieriges Gelände erforderte eine Planänderung</strong>
<br>
Bei drei von vier Fahrten, welche <i>Curiosity</i> dabei zwischen dem 7. und dem 13. Mai auf dem Weg zu der zu untersuchenden Oberflächenformation absolvierte, wurde jedoch ein so starkes &#8218;Durchdrehen&#8216; der Räder registriert, dass die Fahrt von der Sicherheitssoftware des Rovers vorzeitig abgebrochen wurde, um ein Festfahren des Rovers in einer &#8218;Sandfalle&#8216; zu verhindern. Der Grund hierfür war, dass die während dieser drei Fahrten von dem Rover gesammelten und autonom ausgewerteten Daten zeigten, dass die sechs Räder des Rovers aufgrund des sandigen und somit sehr lockeren Untergrundes und dem damit verbundenen hohen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlupf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schlupf</a> einen deutlich geringeren Geländegewinn erzielten als beabsichtigt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Zwischen dem 7. und dem 13. Mai 2015 behinderten verschiedene Sanddünen und ein extrem lockerer Untergrund die Fahrten des Rovers Curiosity. Um ein &#8218;Festfahren&#8216; in diesem mit Sandfallen durchsetzten Boden zu verhindern wurde letztendlich am 16. Mai eine neue Route zu einem alternativen Forschungsziel eingeschlagen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Der Mars kann sehr trügerisch sein&#8220;, so Chris Roumeliotis, der derzeitige Leiter des für die Steuerung des Marsrovers <i>Curiosity</i> verantwortlichen &#8222;Roverdriver-Teams&#8220; am Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien. &#8222;Wir wussten, dass <i>Curiosity</i> in diesen kleinen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sandrippel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sandrippeln</a> sehr schnell ins Rutschen geraten kann. Allerdings sah es zunächst so aus, als befände sich direkt daneben ein Gelände mit einem etwas festeren Untergrund. Wir fuhren also um die Rippelmarken herum und dachten, dass wir nun auf einem griffigeren Untergrund fahren, auf dem es für die Räder eine bessere Haftung gibt. Dummerweise stellte sich heraus, dass auch dieser Bereich der Oberfläche aus sehr lockerem Material besteht. Das hat uns dann doch sehr überrascht.&#8220; </p>



<p>Da sich der Rover jetzt zudem am Hang eines kleinen Hügels befand und eine hohe Neigung von immerhin 21 Grad aufwies entschieden sich die Roverdriver dazu, die Fahrt nicht auf dem vorgesehenen Kurs fortzusetzen, sondern stattdessen ein alternatives Ziel anzusteuern. Hierfür wurden zunächst von den beteiligten Roverdrivern und Wissenschaftlern einige Tage lang diverse Fotos ausgewertet, welche sowohl von den Kamerasystemen des Rovers stammten und die die unmittelbare Umgebung zeigten als auch Aufnahmen von dem in einer Marsumlaufbahn kreisenden NASA-Orbiter <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (abgekürzt <i>MRO</i>) und die das umliegende Gelände in einem größeren Kontext wiedergeben. 
<br>
&#8222;Ein Faktor, den das Team zu berücksichtigen hat, ist die Zeit, die benötigt wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wenn noch eine ganze Reihe von weiteren Zielen vor uns liegen&#8220;, so Dr. Ashwin Vasavada, der leitende Projektwissenschaftler der <i>Curiosity</i>-Mission vom JPL. &#8222;Wir haben die Aufnahmen des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> dazu verwendet, um einen alternativen Bereich in der Region des Logan Pass aufzuspüren, an der sich dieser geologische Kontakt trotzdem untersuchen lässt, ohne dass wir hierfür einen zu großen Umweg machen müssen.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt die von dem Rover Curiosity während der letzten Wochen zurückgelegte Route. Die bisher letzte Fahrt erfolgte dabei am Sol 997 (27. Mai 2015) und führte noch weiter in das Innere des Tals Marias Pass. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Am 16. Mai machte <i>Curiosity</i> schließlich &#8218;kehrt&#8216; und steuerte zunächst wieder nach Norden und anschließend nach Westen und Süden. Im Rahmen von insgesamt fünf Fahrten wurde so bis zum 22. Mai ein Gebiet namens &#8222;Marias Pass&#8220; erreicht, wo ebenfalls zwei unterschiedliche Gesteinsschichten &#8211; helles Material trifft dort auf eher dunkle Gesteinsablagerungen &#8211; in Kontakt zueinander treten. Das hellere Material, so die beteiligten Wissenschaftler, konnte bereits im bisherigen Verlauf der Mission an anderen Stellen der Region Pahrump Hills eingehender analysiert werden. Das dunklere Material, welches einer Region namens &#8222;Stimons&#8220; zugeordnet wird und das die Gesteine der Pahrump-Unit teilweise überlagert, ist dagegen neu. </p>



<p>Während der folgenden Tage wurden verschiedene geschichtete Gesteinsablagerungen und frei auf der Oberfläche liegende Felsblöcke eingehender mit mehreren Instrumenten des Rovers analysiert, wobei die beteiligten Wissenschaftler auch Wert auf die Charakterisierung der lokalen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stratigraphie_(Geologie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Stratigraphie</a> der Pahrump-Stimons-Kontaktzone legten. Zudem erfolgten zwei weitere Fahrten, in deren Verlauf sich der Rover noch weiter in den Marias Pass hinein begab. Durch die erste dieser beiden Fahrten &#8211; hierbei wurde am 25. Mai eine Distanz von 33 Metern überbrückt &#8211; erreichte <i>Curiosity</i> eine nahezu perfekte Position für die weitere Erforschung dieser Übergangszone. Eine weitere, diesmal lediglich über 2,5 Meter führende Fahrt brachte den Rover schließlich am 27. Mai in eine Position, welche die direkte Untersuchung dieser Gesteine durch die an dem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/#der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Instrumentenarm</a> montierten Analysegeräte ermöglichte. </p>



<p>Neben dem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Alphapartikel-Röntgenspektrometer</a> kam hier dann während der letzten Tage auch mehrfach die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a> zum Einsatz, um eine mit dem Namen &#8222;Big Arm&#8220; belegte Oberflächenstruktur abzubilden, welche als ein potentielles Ziel für eine eingehendere Analyse angesehen wird. Sollte sich Big Arm dabei tatsächlich als ein für &#8218;Contact Science&#8216; geeignetes Objekt herausstellen, so wird es allerdings noch mehrere Wochen dauern, bis die entsprechenden Untersuchungen tatsächlich durchgeführt werden können. </p>



<p><strong>Solarkonjunktion</strong>
<br>
Der Grund hierfür ist eine demnächst anstehende &#8222;Sonnenkonjunktion&#8220;. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Himmelskonstellation, bei der sich der Mars von der Erde aus gesehen in einem Abstand von nur wenigen Grad zu der Sonne befindet. Aufgrund dieser Planetenkonstellation ist die Datenübertragung zwischen der Erde und den in einer Umlaufbahn um den Mars operierenden Raumsonden oder einem direkt auf der Oberfläche aktiven Rover stark beeinträchtigt, da die von der Sonne ausgehende Strahlung die Funksignale, welche zwischen der Erde und den &#8218;Marskundschaftern&#8216; hin und her gesandt werden, zu sehr stört. Diese etwa alle 26 Monate eintretende Planetenkonstellation hat zur Folge, dass alle auf oder um den Mars herum aktiven Sonden und Rover für einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen weitestgehend inaktiv sind (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/endlich-wieder-mehr-neuigkeiten-vom-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30052015182244_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese am 25. Mai 2015 mit einer der Navigationskameras des Rovers angefertigte Aufnahme zeigt den Übergang von der im Bildvordergrund befindlichen Pahrump-Unit zu der höher gelegenen Stimons-Unit. Diese Übergangszone wird derzeit von den an der Curiosity-Mission beteiligten Wissenschaftlern eingehend untersucht. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Genau dieser Fall tritt jetzt gerade wieder ein. Die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <i>Mars Express</i> hat so zum Beispiel ihren normalen wissenschaftlichen Betrieb für die kommenden Wochen bereits &#8218;eingestellt&#8216; und auch die restlichen Rover und Orbiter verringern ihre Aktivitäten derzeit auf ein Minimum. Nach dem Ablauf des heutigen Arbeitstages wird auch der Rover <i>Curiosity</i> seinen Instrumentenarm in einer &#8218;Ruheposition&#8216; verstauen und diesen erst in mehreren Wochen &#8211; zeitgleich mit der Wiederaufnahme des nominalen Betriebes &#8211; &#8218;entfalten&#8216;. Während der kommenden Wochen wird <i>Curiosity</i> seine Aktivitäten dann auf ein Minimum beschränken, wobei deutlich weniger als die Hälfte der sonst üblichen Datenmenge die Erde erreichen wird. </p>



<p>Die an der Mission beteiligten Wissenschaftler werden diese Zeit jedoch dazu nutzen, um sich in den kommenden Tagen im Rahmen eines &#8218;Team-Meetings&#8216; in Paris/Frankreich zu treffen. Dort sollen dann sowohl die bisherigen Erkenntnisse dieser ambitionierten Mission als auch die weitere Vorgehensweise bei der Erforschung des Aeolis Mons und des Gale-Kraters diskutiert werden. </p>



<p><strong>Der Missionstag Sol 1.000</strong>
<br>
Zugleich markiert der heutige 30. Mai 2015 jedoch auch ein symbolträchtiges Datum für die <i>Curiosity</i>-Mission, denn am heutigen Tag begann für diesen ursprünglich auf eine Missionsdauer von zwei Erdjahren ausgelegten und bisher größten, schwersten und zudem teuersten der bisher vier auf der Marsoberflächen aktiv gewesenen Rover auch zugleich der Missionstag <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 1.000, welcher am heutigen Tag um 03:56 MESZ begonnen hat. Verständlicherweise wurde dieses Ereignis am JPL auch mit einer <a class="a" href="https://x.com/MarsCuriosity/status/604382730105675776" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">kleinen Feier</a> gewürdigt. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem bereits erwähnten Sol 1.000 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> 10.599 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Dabei hat der Rover mit seinen Kamerasystemen inzwischen 245.332 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-untersucht-ein-altes-tal/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity untersucht ein altes Tal</a> (11. Mai 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-zeitweise-wasser-auf-der-marsoberflaeche/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Zeitweise Wasser auf der Marsoberfläche?</a> (15. April 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-verlaesst-die-region-garden-city/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity verlässt die Region Garden City</a> (30. März 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-marsrover-curiosity-faehrt-wieder/" data-wpel-link="internal">Der Marsrover Curiosity fährt wieder</a> (15. März 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-ein-kurzschluss-verzoegert-die-weiterfahrt/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Ein Kurzschluss verzögert die Weiterfahrt</a> (8. März 2015)</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.4185" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zum Marsrover Curiosity</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.855" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-der-sol-1-000-hat-begonnen/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity &#8211; Der Sol 1.000 hat begonnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-06-03-58195.mp3" length="15496547" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity: Intensive Gesteinsanalysen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-intensive-gesteinsanalysen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:07:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Gale-Krater]]></category>
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		<category><![CDATA[Instrumente]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity ist nach wie vor damit beschäftigt, in seinem gegenwärtigen Operationsgebiet diverse Oberflächenformationen zu analysieren. Aus den dabei zu gewinnenden Daten erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse über die klimatologische und geologische Geschichte unseres Nachbarplaneten. Dabei trat in den letzten Tagen allerdings ein Problem mit einem der Instrumente des Rovers auf. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-intensive-gesteinsanalysen/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity: Intensive Gesteinsanalysen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity ist nach wie vor damit beschäftigt, in seinem gegenwärtigen Operationsgebiet diverse Oberflächenformationen zu analysieren. Aus den dabei zu gewinnenden Daten erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse über die klimatologische und geologische Geschichte unseres Nachbarplaneten. Dabei trat in den letzten Tagen allerdings ein Problem mit einem der Instrumente des Rovers auf.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: USGS, JPL, University of Leicester, UMSF-Forum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="305" height="163"/></a><figcaption>
Bereits seit dem September 2014 operiert der Marsrover Curiosity im Bereich einer Oberflächenformation namens Pahrump Hills. Hierbei wurden auch diverse Zwischenstopps für wissenschaftliche Untersuchungen eingelegt. Im Hintergrund dieser Mosaikaufnahme sind die Ausläufer des Zentralberges Aeolis Mons erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits seit dem August 2012 erforscht der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> das Innere des 154 Kilometer durchmessenden <a href="https://www.raumfahrer.net/der-gale-krater/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Gale-Kraters</a>. Neben den anderen <a href="https://www.raumfahrer.net/die-ziele-der-curiosity-mission/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Zielen</a>, welche die NASA mit dieser ambitionierten Mission verbindet, richtet sich das Interesse der Marsforscher dabei besonders auf die Untersuchung der klimatologischen und geologischen Bedingungen, welche einstmals in dieser Region des Mars vorgeherrscht haben. Ein speziellen Interesse gilt dabei dem im Inneren des Gale-Krater gelegenen Zentralberg &#8222;Aeolis Mons&#8220;. </p>



<p>Diverse Aufnahmen von verschiedenen Marsorbitern zeigten bereits im Vorfeld der <i>Curiosity</i>-Mission, dass dieser etwa 5.500 Meter über den Boden des Kraters hinausragende Berg an seinen Flanken über einen ausgeprägten Schichtaufbau verfügt. In den einzelnen Schichten ist &#8211; vergleichbar mit den Steilwänden des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geologie_des_Grand_Canyon" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Grand Canyon</a> im US-Bundesstaat Arizona &#8211; die langfristige klimatologische und geologische Geschichte dieser Region der Marsoberfläche enthalten. Anders als in den auf der Erde gewonnenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eisbohrkern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bohrkernen</a> liegen diese Informationen dabei mehr oder weniger offen zutage und sind für den Rover <i>Curiosity</i> somit relativ leicht einsehbar. </p>



<p>Durch eine langsame &#8218;Besteigung&#8216; des Berges, welche mit ausführlichen Analysen von aus geologischer Sicht interessant erscheinenden Ablagerungen verbunden ist, soll diese Entwicklungsgeschichte im weiteren Verlauf der Mission Schritt für Schritt erforscht und entschlüsselt werden. Auf diese Weise erhoffen sich die auf die Erforschung des Mars spezialisierten Wissenschaftler weitere Erkenntnisse darüber, wann, wie, warum und in welchen Zeiträumen sich das Klima und die Umweltbedingungen auf dem Mars einstmals so dramatisch verändert haben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="359" height="130"/></a><figcaption>
Neben den auf dem Weg gelegenen Gesteinsformationen richtet sich das Interesse der Wissenschaftler auch immer wieder auf den Sand, welcher die Marsoberfläche entlang der Route des Rovers Curiosity bedeckt. Dieses Mosaik, welches sich aus mehreren am 7. November 2014 erstellten Einzelaufnahmen der MastCam zusammensetzt, zeigt im unteren Bildbereich die Spur, welche die Räder des Rovers hinterlassen haben. Fünf in einer Linie verlaufende kleine schwarze Punkte markieren im linken Drittel des Mosaiks die Orte, wo der Laser der ChemCam zur Untersuchung des Untergrundes zum Einsatz kam. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Auf seinem Weg zu der Basis dieses Berges erreichte <i>Curiosity</i> bereits am 18. September 2014, dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" data-wpel-link="external">Sol</a> 753 seiner Mission, die Region &#8222;Pahrump Hills&#8220;, wo er sich seitdem intensiv als &#8218;Feldgeologe&#8216; betätigt hat. Dieses Gebiet ist nach der Meinung der an der <i>Curiosity</i>-Mission beteiligten Geologen ein Bestandteil der untersten Gesteinsschicht auf der sich der Zentralberg Aeolis Mons aufbaut. Zwecks der Untersuchung der hier befindlichen Gesteine wurde am 24. September ein an dem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Instrumentenarm</a> befindlicher <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Bohrer</a> eingesetzt um Material zu gewinnen, welches anschließend über mehrere Wochen hinweg ausführlich mit den verschiedenen <a href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Instrumenten des Rovers</a> analysiert wurde (<a href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-bohrt-bei-den-pahrump-hills/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p><strong>Erhöhte Hämatit-Vorkommen</strong> <br> Bei den Untersuchungen mit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/das-chemin-spektrometer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">CheMin-Spektrometer</a> zeigte sich, dass die untersuchte Bodenprobe über einen signifikanten Anteil des Eisenoxidminerals <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4matit" target="_blank" data-wpel-link="external">Hämatit</a> verfügt. Diese Entdeckung ist für die beteiligten Wissenschaftler besonders deshalb von Bedeutung, weil bereits im Jahr 2010 eines der Instrumente des NASA-Orbiters <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (kurz <i>MRO</i>) in genau dieser Region des Gale-Kraters Hinweise auf erhöhte Hämatit-Vorkommen geliefert hatte.  <br> &#8222;Dieser Fund stellt eine direkte Verbindung zu den Messdaten her, welche wir aus dem Orbit heraus gewonnen haben&#8220;, so der <i>Curiosity</i>-Projektwissenschaftler John Grotzinger vom California Institute of Technology in Pasadena/Kalifornien. Die Wissenschaftler können sich jetzt sicher sein, dass sie die bisherigen Messungen des <i>MRO</i> zur Identifikation von Mineralen auf der Marsoberfläche richtig interpretiert haben und werden dies in Zukunft bei der Planung der wissenschaftlichen Aktivitäten berücksichtigen. </p>



<p>&#8222;Wir haben mittlerweile den Bereich des Kraters erreicht, aus dem die mineralogischen Informationen stammen, die bei der Auswahl des Gale-Kraters als Landeplatz eine wichtige Rolle gespielt haben&#8220;, erläutert Ralph Milliken von der Brown University. &#8222;Wir sollten nun in der Lage sein, auf der Grundlage der Daten der Orbiter vorherzusagen, welche Mineralien wir wo vorfinden werden. Auf diese Weise können wir in Zukunft die Orte, wo weitere Bohrungen durchgeführt werden sollen, ganz gezielt auswählen.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="351" height="145"/></a><figcaption>
Die von Curiosity während der letzten zwei Monate zurückgelegte Route. Die letzte auf dieser Karte vermerkte Fahrt des Rovers erfolgte am Missionstag Sol 799 (4. November 2014), wobei der Rover die am oberen Kartenrand eingezeichnete Formation Kelso erreichte. Seitdem hat sich Curiosity im Rahmen von drei weiteren Fahrten wieder zu der weiter südlich befindlichen Formation Book Cliffs bewegt, welche am 18. November erreicht und seitdem intensiv untersucht wurde. Die nächste Fahrt ist für den morgigen Tag geplant und wird über eine Distanz von etwa 20 Metern führen. Die dabei anzusteuernden Ziele tragen die Namen &#8222;Alexander Hills&#8220; und &#8222;Carnivore Canyon&#8220; und befinden sich südöstlich des gegenwärtigen Standortes. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Intensive Erforschung der Pahrump Hills</strong>
<br>
Auch in den auf die Analyse der Bohrprobe folgenden Wochen hat sich <i>Curiosity</i> auf die Untersuchung der in der unmittelbaren Umgebung der Pahrump Hills befindlichen und dort frei zutage tretenden Grundgesteine konzentriert. Der Rover absolvierte hierzu in Abständen von jeweils einigen Tagen mehrere kurze Fahrten über jeweils nur wenige Meter. Am Ende einer jeden Etappe erfolgten weitere Analysen und Messungen, welche von ausführlichen Beobachtungskampagnen der verschiedenen bildgebenden Instrumente begleitet wurden. Im Rahmen einer ersten &#8218;Besichtigungstour&#8216; durch die Pahrump Hills legte der Rover dabei eine Strecke von insgesamt rund 110 Metern zurück und untersuchte dabei Bereiche, welche sich von ihrem Höhenniveau her um etwa neun Meter unterschieden. </p>



<p>&#8222;Wir konnten [hierbei] eine vielfältige Geologie beobachten&#8220;, so Dr. Ashwin Vasavada, der stellvertretende Projektwissenschaftler der <i>Curiosity</i>-Mission am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien. &#8222;Einige Bereiche weisen eine feine Schichtung auf und sind von ihrer Zusammensetzung her sehr feinkörnig. Andere Bereiche sind eher blockartig gestaltet und haben sich gegenüber den erosiven Kräften als sehr widerstandsfähig herausgestellt.&#8220; 
<br>
Einige diese Formationen sind von Ablagerungen bedeckt, welche Unterschiede in ihrer jeweiligen chemischen Zusammensetzung aufweisen. Andere Strukturen sind von feinen Mineraladern durchzogen oder weisen unterschiedliche Grade einer <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zementation_(Geologie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Zementation</a> auf. &#8222;Es gibt hier viel zu erforschen&#8220;, so Dr. Ashwin Vasavada weiter. </p>



<p>Nach dem Abschluss seiner ersten &#8218;Runde&#8216; durch die Pahrump Hills begann <i>Curiosity</i> einen zweiten &#8218;Durchgang&#8216;, bei dem mehrere der bereits zuvor kurz untersuchten Oberflächenziele erneut angesteuert wurden. Diesmal ließen sich die beteiligten Wissenschaftler jedoch etwas mehr Zeit und untersuchten dabei ausgewählte Bereiche ausführlicher und im Detail. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="308" height="206"/></a><figcaption>
Am 9. November 2014 fertigte die MastCam des Rovers diese Aufnahme an. Sie zeigt feinkörniges Gestein im Bereich der Region Pahrump Hills. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Die Variationen, die wir bisher gesehen haben, zeigen uns, dass sich die Umweltbedingungen in diesem Bereich der Marsoberfläche im Laufe der Zeit verändert haben. Dies trifft sowohl für die Zeit zu, als sich die Sedimente gebildet haben als auch für die Zeit, in der sie sich zu Grundgestein verfestigt haben. Wir konnten mehrere Ziele identifizieren, von denen wir denken, dass sie uns die besten Chancen bieten, Antworten auf die Fragen zur Entstehung dieser Ablagerungen zu erhalten. Haben sie sich in stehenden oder in fließenden Gewässern gebildet? Welchen Einfluss hatte der durch den Wind verfrachtete Sand? Und in welchem Ausmaß und auf welche Art hat sich die Zusammensetzung der Materialien während der Zeit verändert?&#8220;, so Dr. Vasavadas Erklärung für diese ausführlichen und somit auch zeitintensiven Arbeiten, welche jedoch voll und ganz der Zielsetzung der Mission entsprechen. </p>



<p>Im Verlauf der vergangenen Woche konzentrierte sich das Interesse der Wissenschaftler hierbei auf eine mit dem Namen &#8222;Book Cliffs&#8220; belegte Gesteinsformation. Hierbei kam unter anderem an drei verschiedenen auf diesem Gesteinsaufschluss gelegenen Stellen das &#8222;Dust Removal Tool&#8220; (kurz DRT) zum Einsatz, bevor diese Bereiche eingehenderen Analysen unterzogen wurden. </p>



<p>Bei dem DRT handelt es sich um eine aus Borsten aus Edelstahl bestehende Bürste, mit der eine zu untersuchende Gesteinsformation von der obersten Staubschicht befreit werden kann. Eine solche Staubschicht, welche unter Umständen seit Jahrmillionen den auftretenden Umweltbedingungen &#8211; einschließlich der einfallenden kosmischen Strahlung &#8211; ausgesetzt war, kann zum Beispiel die Messergebnisse des <a href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometers</a> verfälschen. </p>



<p><strong>Die weitere Vorgehensweise</strong> <br> Für den heutigen Tag ist vorgesehen, speziell diese drei Bereiche erneut mit der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MastCam</a> &#8211; der Hauptkamera des Rovers &#8211; abzubilden und dabei durch den Einsatz verschiedener Filter multispektrale Aufnahmen zu gewinnen, welche in Kombination mit den Daten von anderen Instrumenten Informationen über die Zusammensetzung von Book Cliffs liefern sollen. Die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> wird diese Stellen zudem erneut in einem passiven Beobachtungsmodus abtasten. Außerdem sollen die Kameras des Rovers genutzt werden, um eventuell derzeitig über dem Gale-Krater befindliche Wolken abzubilden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese am 21. November mit der rechten Navigationskamera abgebildete Gesteinsformation wurde mit dem Namen Book Cliffs belegt. Der Instrumentenarm ist hier direkt über einer &#8222;Topanga&#8220; genannten Stelle platziert, wo kurz zuvor das DRT des Rovers aktiv war. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Voraussichtlich am morgigen Tag wird <i>Curiosity</i> den Bereich von Book Cliffs verlassen und sich zu zwei neuen, mit den Namen &#8222;Alexander Hills&#8220; und &#8222;Carnivore Canyon&#8220; belegten Zielen begeben, welche sich etwa 20 Meter südöstlich vom jetzigen Standort und ebenfalls noch im Bereich der Pahrump Hills befinden. Auch hier sollen dann in der kommenden Woche ausführliche Bodenuntersuchungen durchgeführt werden. Nach der Auswertung der in den letzten Wochen gewonnenen Daten soll zudem entschieden werden, ob und &#8211; wenn ja &#8211; wo <i>Curiosity</i> im Bereich der Pahrump Hills eine weitere Bohrung durchführen soll. </p>



<p>Nach dem Abschluss der Untersuchungen an seinem jetzigen Standort soll der Rover weiter in Richtung des Zentralberges dirigiert werden und dabei höher gelegene Regionen ansteuern. Ein potentielles Ziel auf der zukünftigen Route stellt dabei eine mit dem Namen &#8222;Hematite Ridge&#8220; belegte Oberflächenformation dar. Auch hier konnte das CRISM-Spektrometer des <i>MRO</i> Anzeichen für erhöhte Hämatit-Konzentrationen vorfinden. </p>



<p><strong>Probleme mit der ChemCam</strong> <br> Ein wichtiges &#8211; aber keinesfalls das einzige &#8211; Instrument für die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung der auf der Marsoberfläche befindlichen Gesteine stellt das &#8222;Chemistry and Camera Instrument&#8220; (kurz <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">&#8222;ChemCam&#8220;</a>) dar. Leider trat bei diesem Instrument während der letzten Tage ein Problem auf. Von der ChemCam empfangene Diagnosedaten zeigen, dass ein in das Instrument integrierter <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dauerstrichlaser#Dauerstrich" target="_blank" data-wpel-link="external">Dauerstrichlaser</a> zunehmend an Leistung verliert. Dieser Dauerstrichlaser wird dazu verwendet, um das Schmidt-Cassegrain-Teleskop der ChemCam zu fokussieren, bevor der Hauptlaser des Instruments aktiv wird und das für eine Untersuchung angepeilte Ziel mit einer Serie von einzelnen Laserpulsen &#8218;beschießt&#8216;. Bisher kam dieser Dauerstrichlaser bereits mehr als 2.000 mal zum Einsatz. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="390" height="144"/></a><figcaption>
Dieser kleine, lediglich etwa einen Meter lange Felsgrat weist gegenüber seiner Umgebung eine hohe Resistenz gegen die allgegenwärtig auf der Marsoberfläche auftretende Erosion auf. Die Steine, welche diese Formation &#8222;Pink Cliffs&#8220; bilden, verfügen somit anscheinend über eine chemische Zusammensetzung, welche von der unmittelbaren Umgebung abweicht. Die hier gezeigte Aufnahme wurde aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzt, welche die MastCam des Rovers am 7. Oktober 2014 anfertigte. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Für den Fall das die Leistung des Dauerstrichlasers noch weiter abfällt und dabei einen Punkt erreicht, an dem dessen Leistung nicht mehr zum Fokussieren des Teleskops ausreicht, plant das zuständige Instrumententeam den ausführlichen Test einer alternativen Methode. Statt eines dauerhaften Abstrahlens einer Lichtwelle mit konstanter Intensität durch den Dauerstrichlaser soll hierbei vielmehr der Hauptlaser eingesetzt werden, um noch vor der Durchführung einer geplanten Messung einige Pulse abzusetzen, welche dabei ausschließlich der Teleskop-Fokussierung dienen sollen. Erstmals kam diese Methode am gestrigen Tag zum Einsatz. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem Sol 816 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mehr als 9,5 Kilometer auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Dabei hat der Rover mit seinen Kamerasystemen inzwischen 202.970 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3915" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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		<title>Curiosity am Fuß von Mount Sharp</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-am-fuss-von-mount-sharp/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2014 20:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[CheMin]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Pahrump Hills]]></category>
		<category><![CDATA[SAM]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. September 2014 hielt die NASA einer ihrer Curiosity-Telefonkonferenzen ab. Dabei stellen Projektwissenschaftler herausragende Ergebnisse vor und stecken neue Ziele ab. Diese Konferenz wurde jedoch im Vergleich zu ihren Vorgängern deutlich ernster von den beteiligten Verantwortlichen genommen. Ein Beitrag von Steve Münker. Quelle: NASA. Im Vorfeld hatte es nämlich von einem wissenschaftlichen Beratungs- und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 11. September 2014 hielt die NASA einer ihrer Curiosity-Telefonkonferenzen ab. Dabei stellen Projektwissenschaftler herausragende Ergebnisse vor und stecken neue Ziele ab. Diese Konferenz wurde jedoch im Vergleich zu ihren Vorgängern deutlich ernster von den beteiligten Verantwortlichen genommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Steve Münker. Quelle: NASA.</p>



<p>Im Vorfeld hatte es nämlich von einem wissenschaftlichen Beratungs- und Kontrollgremium harsche Kritik gehagelt. Im NASA Planetary Senior Review Panel war man der Meinung, das der Rover zu viel gefahren sei und zu wenig für die Forschung genutzt wurde. Man habe geologisch wertvolle Stellen links liegen gelassen und nutze die analytischen Instrumente des Rovers nur unzureichend. Dies sei eine Verschwendung von Steuergeldern. Eine in den USA recht böse Beschuldigung. Als sich dann wichtige Verantwortliche dieser Mission beim Treffen des Gremiums nicht blicken ließen, kam der Vorwurf der Arroganz noch hinzu. Der Fehdehandschuh war also ausgezogen und geworfen worden. Er sollte nicht lange liegen bleiben.
<br>
Der Direktor der Abteilung Planetenwissenschaft, Jim Green, stellte deshalb gleich von Beginn der Telefonkonferenz an klar, dass die Curiosity-Mission bisher sehr erfolgreich ist. So meisterte man das ambitionierte Landeverfahren des Rovers im Gale Krater sehr gut und fuhr anschließend ohne Probleme zu einer nicht weit vom Landeort entfernten Yellow Knife Bay genannten Region. Hier wies man im Boden die Jahrmillionen alten Überreste von Bächen und Seen nach. Der Nachweis von Fließgewässern auf dem Mars elektrisierte die Forscher, weil ein Wasserkreislauf eine der Grundvoraussetzungen für die Entstehung von Leben ist. Die wichtigsten Kriterien, an denen der Erfolg einer Mission gemessen wird, waren somit gleich zu Beginn erfüllt.</p>



<p>Die Verantwortlichen konnten sich nun sehr viel entspannter der nächsten großen Aufgabe widmen, der etwa 19 km langen Fahrt zu den Murray Butts, dem eigentlichen Forschungsort der Mission. Diese Gelände am Fuß des Zentralbergs sollte möglichst sicher und schnell erreicht werden. Leider traten an Curiosity aber nun erste Probleme auf. Besonders die Räder litten unter dem harschen Untergrund und zeigten bald deutliche Schäden. Die Sorge der Roverfahrer galt nun mehr den täglichen Fahrten.Die Bohrungen und damit auch Untersuchungen mit den SAM und CheMin Spektrometern, die auf den erzeugten Gesteinsstaub angewiesen sind, rückten in den Hintergrund. Dies wiederum führte zu der Kritik des eingangs erwähnten Kontrollgremiums.</p>



<p>Green und auch der nachfolgende Redner, John Grotzinger, wiesen diese Vorwürfe zurück. Immerhin hat man tausende Bilder mit den unterschiedlichen Kameras des Rovers angefertigt und sehr viele Messungen mit der ChemCam und dem APXS gemacht. Dadurch habe man sehr gute Vorstellung der Geologie entlang der Fahrstrecke. John Grotzinger, der Projektwissenschaftler der Misson, erläuterte weiter, dass die Radprobleme des Rovers auch einen positiven Nebeneffekt gehabt hätten. Auf der Suche nach einem radschonenden Gelände verlegt man die Fahrstrecke weiter nach Süden, viel dichter an Mount Sharp heran.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15092014220855_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15092014220855_small_1.jpg" alt="NASA" width="885" height="166"/></a><figcaption>
Der Ort der nächsten Bohrungen befindet sich an den Pahrump Hills, hier am Platz der Größenscala 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Eine Analyse von Bildern, welche sowohl vom Curiosity selbst, als auch von den Marsorbitern angefertigt wurden, aber auch die Ergebnisse der letzten, abgebrochenen Bohrung, zeigen nun, dass man sich an der Grenze befindet, an der die Bodensedimente des Kratergrundes an die Gesteinsschichten der Murray-Formation stoßen. Der Kurs des Rovers wurde daraufhin erneut geändert. Das Ziel ist nun eine Pahrump Hills genannte Region, welche in den nächsten ein bis zwei Wochen erreicht werden soll. Hier soll Curiosity dann mit der eigentlichen Forschungsarbeit beginnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15092014220855_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15092014220855_small_2.jpg" alt="NASA" width="378" height="291"/></a><figcaption>
Deutlich kann man hier die mit Einschlägen übersäten Kratergrundsedimente von der kraterlosen Murray-Formation unterscheiden. Die gepunktete Linie deute diese Grenze an. Dies sich an die Murray-Formation anschließende Hematit-Formation ist an ihren sehr viel dickeren Gesteinsschichten erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Dazu sollen Bohrungen und andere Analysen sehr viel häufiger und engmaschiger erfolgen. Wissenschaftler sollen zudem kurzfristig Eingaben machen können, auf die man flexibel reagieren möchte. Dies kann man wohl als Zugeständnis an das Planetary Senior Review Panel werten. Nach diesen ersten Untersuchungen plant man dann weiter den Berg hinaufzufahren und die ungefähr 200 Meter mächtigen Lagen der Murray-Formation zu sondieren. Unterwegs sollen auch Sanddünen und offen zu Tage tretende Felsklippen angesteuert werden, wie Kathryn Stack, eine beteiligte Wissenschaftlerin erläuterte. Das Ziel dieser Reise ist die nächste große Gesteinsschicht des Berges, der Hematit-Formation.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15092014220855_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15092014220855_small_3.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Die neue Streckenführung für die nächsten Monate. Der grüne Stern kennzeichnet den aktuellen Standort. Die gelbe Linie die neue Streckenführung. Deutlich kann man in diesem Bild außerdem die mächtigen, schwarzen Dünenfelder erkennen. 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Mit Hilfe der großen Anzahl der Untersuchungen, soll der Boden nach Stellen abgesucht werden, an denen sich wasserlösliche Mineralien, wie Silikate und Sulfate, angereichert haben. Dies wäre ein weiteres Zeichen für die wasserreiche und lebensfreundliche Vergangenheit des Planeten Mars. Weit wichtiger ist aber, dass sich die Wissenschaftler erhoffen, dass an Stellen an denen sich anorganische Verbindungen konzentrieren und konservieren konnten auch organische Verbindungen zu finden sind.</p>



<p>Organische Verbindungen sind auf dem Mars sehr viel weniger beständig und daher schwer zu finden. Ihr Fund würde die Theorien vom primitiven Leben auf dem jungen lebensfreundlichen Mars stark unterstützen. Die Murray Formation allein deckt dabei mit Ihren, von der Witterung freigelegten, Schichten mehrere Millionen Jahre Marsgeschichte ab. Die Aufgabe ist also sehr umfangreich. Dennoch sind die Wissenschaftler sehr zuversichtlich ihre Aufgaben meistern zu können.</p>



<p>Das Curiosity Projekt ist mit 59,4 Millionen Dollar gut finanziert und auch der technische Zustand des Rovers wird trotz allem als gut beschrieben. Die nächsten Monate sollten auch trotz oder gerade wegen der kürzeren Fahrtstrecken sehr ereignisreich bleiben.</p>



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<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity: Bohrung verlief erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-bohrung-verlief-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2014 18:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Gale-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38760</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen seiner Untersuchung der Region Kimberley hat der Marsrover Curiosity durch eine Bohrung Material aus einer Tiefe von rund sechs Zentimetern an die Marsoberfläche befördert. Die so gewonnene Bodenprobe soll jetzt eingehend analysiert werden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittinger. Bereits vor etwa zwei Wochen erreichte der von der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen seiner Untersuchung der Region Kimberley hat der Marsrover Curiosity durch eine Bohrung Material aus einer Tiefe von rund sechs Zentimetern an die Marsoberfläche befördert. Die so gewonnene Bodenprobe soll jetzt eingehend analysiert werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-24-63171.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052014205600_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052014205600_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme fertigte die MastCam-100 von Curiosity am 6. Mai 2014 um 07:55 MESZ an. Unterhalb des neuen Bohrloches ist hier außerdem das &#8218;Resultat&#8216; der Testbohrung vom 29. April erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits vor etwa zwei Wochen erreichte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> eine Stelle im Bereich der Bodenformation &#8222;The Kimberley&#8220;, an der in den kommenden Wochen ausführliche Untersuchungen vorgesehen sind. Neben den <a href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Instrumenten</a> des Rovers kommt dabei auch erneut ein <a href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Gesteinsbohrer</a> zum Einsatz, mit dessen Hilfe Material von der Marsoberfläche entnommen und anschließend näher analysiert werden soll. </p>



<p>Erstmals wurde der Bohrer dabei bereits am 29. April 2014 eingesetzt, um eine etwa zwei Zentimeter tiefe &#8218;Testbohrung&#8216; durchzuführen. Durch diese Bohrung sollte zunächst bestätigt werden, dass das für die Bohrung ausgesuchte Ziel &#8211; eine mit dem Namen &#8222;Windjana&#8220; belegte Oberflächenformation aus Sandstein &#8211; auch wirklich den Anforderungen der an der Mission beteiligten Wissenschaftler entspricht (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-beginnt-mit-einer-weiteren-bohrung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Und dies war offensichtlich der Fall. </p>



<p>&#8222;Die Rückstände der Bohrung bei diesem Stein sind dunkler gefärbt und weniger rötlich als bei den beiden vorherigen Bohrungen [im Frühjahr 2013 an anderer Stelle]&#8220;, so Dr. Jim Bell von der Arizona State University in Tempe/USA, der stellvertretende leitende Wissenschaftler für die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MastCam</a> &#8211; die Hauptkamera des Rovers. &#8222;Dies deutet darauf hin, dass wir bei einer detaillierten chemischen und mineralogischen Analyse des gewonnenen Materials mithilfe der Instrumente von <i>Curiosity</i> andere Materialien zu Gesicht bekommen werden als zuvor. Wir können die Ergebnisse daher kaum erwarten.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052014205600_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052014205600_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Eine zum selben Zeitpunkt durch die rechte Navigationskamera des Rovers angefertigte Aufnahme des Bohrbereiches. Die beiden Bohrlöcher befinden sich etwas links von der Bildmitte und sind in der vergrößerten Version dieser Aufnahme (klick auf die Lupe) erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Da auch die an der Mission beteiligten Ingenieuren keine Einwände erhoben wurde der Bohrer in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai dazu eingesetzt, um eine &#8218;vollständige&#8216; Bohrung durchzuführen. Da dabei erzeugte Bohrloch befindet sich unmittelbar neben dem Loch der Testbohrung und verfügt über einen Durchmesser von 1,6 Zentimetern und über eine Tiefe von 6,5 Zentimetern, was der maximalen Kapazität des Bohrsystems von <i>Curiosity</i> entspricht. </p>



<p>Das im Rahmen dieser Bohrung an die Oberfläche beförderte pulverförmige Material soll in den kommenden Tagen zunächst mit dem Bodenprobenaufbereitungssystem CHIMRA (kurz für &#8222;Collection and Handling for Interior Martian Rock Analysis&#8220;) aufbereitet und gesiebt werden. Anschließend werden Teile der so präparierten Bodenprobe an die beiden im Inneren des Rovers befindlichen Instrumentenkomplexe <a href="https://www.raumfahrer.net/das-sam-instrument/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">SAM</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/das-chemin-spektrometer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">CheMin</a> weitergeleitet. Diese Analyseinstrumente sollen dann die chemische und mineralogische Zusammensetzung des zu untersuchenden Materials ermitteln. </p>



<p>Zeitgleich sollen auch die restlichen Instrumente des Rovers genutzt werden, um weitere Daten zu sammeln. Die Entschlüsselung der chemischen und mineralogischen &#8218;Geheimnisse&#8216; von &#8222;Windjana&#8220; wird den auf die Erforschung des Mars spezialisierten Planetologen letztendlich dabei helfen, die umfassenden Prozesse näher zu verstehen, welche vor Jahrmilliarden im Bereich des Gale-Kraters abliefen und dabei zu einer Veränderung der dortigen Oberfläche führten. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 623 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 146.973 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3435" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-24-63171.mp3" length="4503176" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Curiosity beginnt mit einer weiteren Bohrung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-beginnt-mit-einer-weiteren-bohrung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 May 2014 17:24:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bohrung]]></category>
		<category><![CDATA[Gale-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38763</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen seiner Untersuchung der Region Kimberley setzt der Marsrover Curiosity mittlerweile auch einen Gesteinsbohrer ein. Die dabei in den nächsten Tagen zu entnehmenden Bodenproben werden weitere Erkenntnisse über die geologische Geschichte unseres äußeren Nachbarplaneten liefern. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Erst vor wenigen Tagen erreichte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen seiner Untersuchung der Region Kimberley setzt der Marsrover Curiosity mittlerweile auch einen Gesteinsbohrer ein. Die dabei in den nächsten Tagen zu entnehmenden Bodenproben werden weitere Erkenntnisse über die geologische Geschichte unseres äußeren Nachbarplaneten liefern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052014192451_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052014192451_small_1.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Das &#8222;Dust Removal Tool&#8220; von Curiosity wurde am 26. April 20104 dazu eingesetzt, um die Oberfläche von &#8222;Windjana&#8220; von Staubablagerungen zu reinigen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Erst vor wenigen Tagen erreichte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> eine Stelle im Bereich der Bodenformation &#8222;The Kimberley&#8220;, an der in den kommenden Wochen ausführliche Untersuchungen vorgesehen sind. Nach dem Abschluss diverser Arbeiten während der letzten Tage, welche der Vorbereitung dieser Analysen dienten, wurde jetzt mit der Durchführung einer weiteren Bohrung begonnen, in deren Rahmen letztendlich Material von der Marsoberfläche entnommen und anschließend durch die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Instrumenten</a> des Rovers eingehend untersucht werden soll. </p>



<p>Nach der Auswahl des exakten Ortes für die anstehende Bohrung wurde dieser Bereich in den letzten Tagen zunächst mit der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a>, dem <a href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a> und der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> eingehend untersucht. </p>



<p>Anschließend kam am 26. April 2014 das &#8222;Dust Removal Tool&#8220; zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine <a href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">spezielle Bürste</a>, mit der die von <i>Curiosity</i> zu untersuchenden Gesteinsformationen von der obersten Staubschicht befreit werden können. Eine solche Staubschicht, welche unter Umständen seit Jahrmillionen den auftretenden Umweltbedingungen &#8211; einschließlich der einfallenden Strahlung &#8211; ausgesetzt war, kann die Messergebnisse der anderen Instrumente verfälschen. </p>



<p>&#8222;An der &#8218;gebürsteten&#8216; Stelle erkennen wir, dass das dort freigelegte Gestein sehr feinkörnig ist und über eine dunklere Färbung als die eigentliche Oberfläche verfügt&#8220;, so Melissa Rice vom California Institute of Technology vom wissenschaftlichen Team der <i>Curiosity</i>-Mission. &#8222;Einige Stellen des untersuchten Felsens sind anscheinend wiederstandsfähiger gegenüber der örtlich auftretenden Erosion als andere Bereiche.&#8220; 
<br>
Da die ausgewählte Region sowohl den wissenschaftlichen als auch den technischen Anforderungen für eine durchzuführende Bohrung entsprach, wurde an dieser mit dem Namen &#8222;Windjana&#8220; belegten Stelle am 29. April der erste Schritt einer weiteren Bohrung durchgeführt. </p>



<p><strong>Wann kann beziehungsweise soll das Bohrsystem zum Einsatz kommen?</strong>
<br>
Vor dem Einsatz des Bohrsystems von <i>Curiosity</i> muss zunächst bestätigt sein, dass dabei verschiedenen technische und wissenschaftliche Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Aus technischer Sicht betrifft dies in erster Linie die aktuell gegebene &#8218;Standfestigkeit&#8216; des Rovers und dessen Ausrichtung zu dem angepeilten Ziel. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052014192451_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052014192451_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Das Resultat der &#8218;Testbohrung&#8216; vom 29. April: Ein etwa 1,6 Zentimeter durchmessendes und zwei Zentimeter tiefes Bohrloch in der Marsoberfläche. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p><i>Curiosity</i> muss über einen &#8218;festen Stand&#8216; verfügen &#8211; keines der sechs Räder des Rovers darf zum Beispiel zuvor auf der Kante eines größeren Steins zum Stillstand gekommen sein, was eventuell zu einem &#8218;Abrutschen&#8216; der Rovers führten könnte &#8211; und alle sechs Räder müssen über festen Bodenkontakt verfügen, damit der Rover während einer Bohrung nicht ins Rutschen gerät. </p>



<p>Durch das für den Einsatz des Bohrsystems notwendige Entfalten des Instrumentenarmes erfolgt automatisch eine Gewichtsverlagerung des Rovers, was unter bestimmten Umständen dazu führen könnte, dass der Rover im Rahmen dieses Manövers aufgrund eines unebenen oder &#8217;nicht standsicheren&#8216; Untergrundes ins Rutschen gerät. Dieses definitiv unerwünschte Szenario kann zum Beispiel dann eintreten, wenn eines der sechs Räder des Rovers auf der Kante eines größeren Steins zum Stehen gekommen ist oder der Boden mehr oder weniger stark geneigt und zudem von einer Sandschicht bedeckt wird. </p>



<p>Um die Möglichkeit eines &#8222;Wegrutschens&#8220; des Rovers und eines eventuell dadurch bedingten Bodenkontaktes der Instrumente ausschließen zu können wurde in den letzten Tagen durch die Auswertung verschiedener telemetrischer Daten &#8211; welchen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlupf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schlupf</a> wiesen die Räder aufgrund eines lockeren Untergrundes während der letzten Fahrt auf &#8211; und weiterer Fotoaufnahmen &#8211; speziell die MAHLI-Kamera wurde hierbei eingesetzt, um die Räder und den Untergrund  abzubilden &#8211; die gegenwärtige &#8222;Standfestigkeit&#8220; des Rovers ermittelt. Ein solches Abrutschen könnte zu ernsthaften Beschädigungen des Bohrsystems oder gar des gesamten Instrumentenarmes führen. </p>



<p>Außerdem darf die angepeilte Bohrzone keine zu große Neigung in Bezug auf die Marsoberfläche aufweisen. Das Probenentnahmesystem ist von seinem mechanischen Aufbau her so ausgelegt, dass Bohrungen auf einem ebenen Untergrund bis hin zu einer Hanglage mit bis zu 20 Grad Neigung durchgeführt werden können. </p>



<p>Parallel dazu muss das angepeilte Bohrziel auch aus wissenschaftlicher Sicht interessant erscheinen und dabei <a href="https://www.raumfahrer.net/die-ziele-der-curiosity-mission/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">den Zielen der Mission</a> genügen. Bei diesen Missionszielen handelt es sich in erster Linie um die Suche nach Anzeichen für früher vorhandenes Wasser und die Klärung der Frage, ob eine solche früher einmal &#8222;feuchte Umgebung&#8220; Bedingungen lieferte, welche die Entstehung von einfachen Lebensformen ermöglicht haben könnte. </p>



<p>Die beiden zuvor von <i>Curiosity</i> durchgeführten Bohrungen hatten zwei Objekte zum Ziel, welche aus Tongestein bestanden. Tonminerale bilden sich bei nahezu neutralen <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert" target="_blank" data-wpel-link="external">pH-Werten</a>. Ihr Vorhandensein im Bereich des Gale-Kraters wird als ein ziemlich eindeutiger Hinweis darauf interpretiert, dass sich in diesem Bereich der Marsoberfläche einstmals pH-neutrales Wasser befunden haben muss &#8211; und dies über einen auch in geologischen Zusammenhängen betrachtet längeren Zeitraum. Eine solche Umgebung könnte in der Vergangenheit unter bestimmten Umständen die Entstehung von primitiven Lebensformen auf dem Mars begünstigt haben. </p>



<p>Bei der jetzt für die nächste Bohrung ausgesuchten Stelle, welche den Namen &#8222;Windjana&#8220; erhielt, handelt es sich dagegen um eine Formation aus <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sandstein" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sandstein</a>. Eines der Ziele der jetzigen Analysen besteht in der Untersuchung des Materials, welches die einzelnen Sandkörner <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zementation_(Geologie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;zementiert&#8220;</a> hat und in der Beantwortung der Frage, wie und unter welchen Umweltbedingungen sich aus ehemals lockeren Sandkörnern der Sandstein gebildet hat. Ein besonderer Schwerpunkt dürfte hierbei erneut die Entschlüsselung der Frage einnehmen, welche Rolle dabei das Wasser spielte. </p>



<p>Die Entschlüsselung der Mineralogie von &#8222;Windjana&#8220; wird letztendlich dabei helfen, die umfassenden Prozesse näher zu verstehen, welche vor Jahrmilliarden im Bereich des Gale-Kraters abliefen und dabei zu einer Veränderung der dortigen Oberfläche führten. Als ein erster Schritt hierfür setzte <i>Curiosity</i> am 29. April seinen Gesteinsbohrer dazu ein, um eine etwa zwei Zentimeter in die Tiefe führende Bohrung auszuführen. In den kommenden Tagen wird der Rover dann das volle Potential seines Bohrsystems ausschöpfen und eine bis zu sechs Zentimeter tiefe Bohrung durchführen. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 617 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 144.620 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3420" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity fotografiert zwei Asteroiden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-fotografiert-zwei-asteroiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 18:22:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[APX]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[Deimos]]></category>
		<category><![CDATA[Kimberley]]></category>
		<category><![CDATA[MAHLI]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38537</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat mittlerweile eine Position eingenommen, von der aus in den nächsten Tagen eine ausführliche Untersuchungskampagne erfolgen soll. Zudem gelang dem Rover im Rahmen einer Beobachtungssequenz zur Untersuchung der Marsatmosphäre die Abbildung von zwei Asteroiden, welche das Ziel einer weiteren Weltraummission der NASA sind. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, The [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-fotografiert-zwei-asteroiden/" data-wpel-link="internal">Curiosity fotografiert zwei Asteroiden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat mittlerweile eine Position eingenommen, von der aus in den nächsten Tagen eine ausführliche Untersuchungskampagne erfolgen soll. Zudem gelang dem Rover im Rahmen einer Beobachtungssequenz zur Untersuchung der Marsatmosphäre die Abbildung von zwei Asteroiden, welche das Ziel einer weiteren Weltraummission der NASA sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die von Curiosity in den letzten Wochen zurückgelegte Route. Die bisher letzte Fahrt erfolgte am 23. April, dem Missionstag Sol 609. Im Rahmen dieser Fahrt begab sich der Rover in eine Position, von wo aus sich das für die nächste Bohrung ausgewählte Bodenziel in der Reichweite des Instrumentenarmes befindet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Die kommenden Wochen wird der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> damit verbringen, einen Teilbereich einer mit der Namen &#8222;The Kimberley&#8220; belegten Region im Inneren des Gale-Kraters auf dem Mars zu untersuchen. Neben den <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Instrumenten</a> des Rovers wird dabei auch erneut ein <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gesteinsbohrer</a> zum Einsatz kommen, mit dessen Hilfe Material von der Marsoberfläche entnommen und anschließend näher analysiert werden soll. Als die dabei zu untersuchende Region wurde ein Teilstück des südöstlichen Randbereiches des &#8222;Mount Remarkable&#8220;, eines lediglich etwa fünf Meter hohen Hügels am südlichen Rand von &#8222;Kimberley&#8220; ausgewählt (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Durch eine Fahrt über eine Distanz von 23,77 Metern näherte sich <i>Curiosity</i> dieser Region am 20. April 2014 bis auf eine Entfernung von nur noch wenigen Metern. Nach dem Abschluss der Fahrt fertigten die Kameras des Rovers eine Vielzahl von Aufnahmen an, welche das potentielle Untersuchungsgebiet zum Ziel hatten. </p>



<p>Anhand dieser Fotos wurde schließlich von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren die Stelle ausgewählt, wo demnächst die nächste Bohrung durchgeführt werden soll. Bei dem gewählten &#8222;Zielgebiet&#8220; handelt es sich um einen flachen Gesteinsaufschluss, welcher sich in einer Entfernung von etwa vier Metern zu dem Rover befand. </p>



<p>Nach dem Abschluss verschiedener Messungen, unter anderem kam hierbei erneut die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> des Rovers zum Einsatz, nahm <i>Curiosity</i> durch eine weitere Fahrt am 23. April eine Position ein, von der aus dieser Bereich der Marsoberfläche in die direkte Reichweite des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/#der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Instrumentenarmes</a> und des daran befestigten Bohrsystems gelangte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Emily Lakdawalla (The Planetary Society)" width="1026" height="324"/></a><figcaption>
Diese Aufnahmen (von links nach rechts) der rechten Navigationskamera, der 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam-34</a>
 und der MastCam-100 zeigen den für die anstehenden Untersuchungen ausgewählten Bereich am südöstlichen Rand des &#8222;Mount Remarkable&#8220;. Alle drei Aufnahmen wurden nach dem Abschluss der Fahrt vom 20. April aus einer Distanz von etwa vier Metern zum Ziel aufgenommen.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Emily Lakdawalla (The Planetary Society))
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der linken Navigationskamera, angefertigt am 23. April 2014 um 22:53 MESZ, zeigt die direkt vor dem Rover gelegenen Stelle für die nächste Bohrung. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>In den kommenden Tagen soll mit der eingehenden Untersuchung der Bohrstelle begonnen werden, wobei unter anderem auch die ebenfalls am Instrumentenarm platzierte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a> sowie das gleichfalls dort befindliche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a> zum Einsatz kommen sollen. Im Rahmen ihrer Arbeiten müssen diese beiden Instrumente sehr dicht über der Marsoberfläche platziert werden, dürfen dabei jedoch eine jeweilige minimale Distanz zu dieser nicht unterschreiten. Besonders ein unvorhergesehener heftiger Bodenkontakt könnte zu ernsthaften Beschädigungen führen. </p>



<p><strong>Die Gefahr eines ungeplanten Bodenkontaktes</strong>
<br>
Durch das für den Einsatz der Instrumente notwendige Entfalten des Instrumentenarmes erfolgt allerdings zugleich auch automatisch eine Gewichtsverlagerung des Rovers, was unter bestimmten Umständen dazu führen könnte, dass der Rover im Rahmen dieses Manövers aufgrund eines unebenen oder &#8222;nicht standsicheren&#8220; Untergrundes ins Rutschen gerät. Dieses definitiv unerwünschte Szenario kann zum Beispiel dann eintreten, wenn eines der sechs Räder des Rovers auf der Kante eines größeren Steins zum Stehen gekommen ist oder der Boden mehr oder weniger stark geneigt und zudem von einer Sandschicht bedeckt wird. </p>



<p>Um die Möglichkeit eines &#8222;Wegrutschens&#8220; des Rovers und eines eventuell dadurch bedingten Bodenkontaktes der Instrumente ausschließen zu können soll durch die Auswertung verschiedener telemetrischer Daten &#8211; welchen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlupf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schlupf</a> wiesen die Räder aufgrund eines lockeren Untergrundes während der letzten Fahrt auf &#8211; und weiterer Fotoaufnahmen &#8211; speziell die MAHLI-Kamera kann eingesetzt werden, um die Räder und den Untergrund  abzubilden &#8211; deshalb zunächst die gegenwärtige &#8222;Standfestigkeit&#8220; des Rovers ermittelt werden. </p>



<p>Sollte die entsprechende Beurteilung positiv ausfallen, so dürften die ersten der vorgesehenen Untersuchungen noch an diesem Wochenende beginnen. Die ersten Schritte der zu absolvierenden Bohrung werden dagegen frühestens in der kommenden Woche erfolgen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University" width="260"/></a><figcaption>
Durch die Abbildung der Sonne kann der aktuelle Tau-Wert der Atmosphäre ermittelt werden. Diese Aufnahmen fertigte der mittlerweile nicht mehr aktive Marsrover Spirit im Januar 2004 kurz nach seiner erfolgreichen Landung auf der Marsoberfläche an. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Zwei Asteroiden in einer Nacht</strong>
<br>
Während der letzten Tage waren aber nicht nur die in die <i>Curiosity</i>-Mission involvierten Ingenieure und Geologen beschäftigt &#8211; auch die Astronomen und die auf die Marsatmosphäre spezialisierten Wissenschaftler kamen voll und ganz auf ihre Kosten&#8230; 
<br>
Neben der Abbildung der Planetenoberfläche können die Aufnahmen der verschiedenen Kamerasysteme des Rovers auch dazu genutzt werden, um die aktuelle Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub und Wassereiskristallen zu ermitteln, indem die Kameras zu diesem Zweck den Himmel abbilden. Üblicherweise werden hierfür zu verschieden Zeitpunkten eines Marstages Aufnahmen von der Sonne angefertigt. </p>



<p>Je mehr Staub sich in der Marsatmosphäre befindet oder je niedriger die Sonne über dem Horizont steht, desto mehr wird das Sonnenlicht beim Passieren der Marsatmosphäre gedimmt. Diese <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Opazit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Opazität</a>, auch als &#8222;Tau-Wert&#8220; bezeichnet, ist besonders für solche Rover-Missionen von Bedeutung, welche für ihren Betrieb aufgrund einer Ausstattung mit Solarpaneelen ausschließlich auf Sonnenenergie angewiesen sind. </p>



<p>Außerdem lassen sich durch eine langfristig erfolgende Dokumentation der Entwicklung des Tau-Wertes aus Aussagen über verschiedene <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wasserdampfueberschuss-in-der-marsatmosphaere/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">atmosphärische Prozesse</a>, über die Verteilung des Staubes auf dem Mars und über dessen Interaktion zwischen der Planetenoberfläche und der Atmosphäre oder über das allgemeine, von den jeweiligen Jahreszeiten beeinflusste Wettergeschehen tätigen. </p>



<p>In der Nacht des 21. April wurde deshalb die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a> des Rovers auf den Nachthimmel ausgerichtet, um die beiden Marsmonde Phobos und Deimos abzubilden. Durch die sich im Rahmen dieser Beobachtungssequenzen verändernde Helligkeit der Monde sollte die zu diesem Zeitpunkt gegebene Opazität der Atmosphäre ermittelt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University" width="260"/></a><figcaption>
Die hier gezeigte Aufnahme zeigt den Marsmond Deimos, drei Hintergrundsterne sowie Vesta und Ceres. Während der Aufnahme war die MastCam auf dem Marsmond ausgerichtet und ist dessen Bewegung über den Nachthimmel &#8222;gefolgt&#8220;. Die &#8222;Strichspuren&#8220;, welche die Sterne sowie die beiden Asteroiden hier hinterlassen, resultieren aus der Belichtungszeit von etwa 12 Sekunden und der sich in diesem Zeitraum ergebenen Bewegung der abgebildeten Objekte. Die im Rahmen der Abbildung erreichte Grenzhelligkeit liegt bei etwa sechs bis sieben 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a>
, was in etwa den Wahrnehmungsmöglichkeiten des menschlichen Auges entspricht. Für einen hypothetischen auf der Marsoberfläche befindlichen Astronauten hätte sich somit ein vergleichbarer Anblick geboten. Der schwarze Kreis, mit dem Deimos in dieser Ansicht umgeben ist, entspricht in etwa dem Bereich, den der Vollmond von der Erde aus betrachtet einnimmt. Im linken Bereich des Bildes sind zudem Aufnahmen des Mondes Phobos und der Planeten Jupiter und Saturn eingefügt, welche ebenfalls in dieser Beobachtungsnacht angefertigt wurden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Die entsprechende Beobachtungen waren Bestandteil eines Experiments, mit dem die Opazität der Marsatmosphäre während der Nachtstunden am Standort von <i>Curiosity</i> analysiert werden sollte. Während der gegenwärtigen Jahreszeit entwickeln sich vermehrt aus Wassereiskristallen und Wasserdampf bestehende Wolken&#8220;, so Dr. Mark Lemmon von der Texas A&amp;M University in College Station/USA. &#8222;Die beiden primären Beobachtungsziele in dieser Nacht waren dabei die beiden Marsmonde.&#8220; </p>



<p>Allerdings wurden für die damit verbundenen Observationen bewusst ein Beobachtungszeitpunkt ausgewählt, zu dem sich der kleinere der beiden Marsmonde &#8211; <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wo-ist-deimos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Deimos</a> &#8211; vom Mars aus betrachtet in der unmittelbaren Nähe des Asteroiden (4) Vesta und des Zwergplaneten (1) Ceres befand. Somit konnten im Rahmen dieser Beobachtungskampagne erstmals von der Marsoberfläche aus zwei Objekte abgebildet werden, welche im Bereich des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptg%C3%BCrtel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Asteroiden-Hauptgürtels</a> um unsere Sonne kreisen. Neben diesen beiden Kleinkörpern und den zwei Marsmonden konnte die MastCam von <i>Curiosity</i> im Rahmen dieser Beobachtungssequenz neben diversen Hintergrundsternen auch die beiden Planeten Jupiter und Saturn abbilden.  </p>



<p><strong>Die Mission DAWN</strong>
<br>
Sowohl <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/vestas-verborgene-sehenswuerdigkeiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Vesta</a> als auch <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wasserdampf-beim-zwergplaneten-ceres/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Ceres</a> sind übrigens die beiden Hauptziele der ebenfalls von der NASA geleiteten Mission <i>DAWN</i>. Nach dem Abschluss der Untersuchungen bei Vesta im September 2012 begab sich diese Asteroidensonde auf den Weg zu Ceres. Der Zwergplanet soll im März 2015 erreicht und anschließend über mehrere Monate hinweg aus einen engen Orbit erkundet werden. Die jetzt durch den Rover <i>Curiosity</i> angefertigten Aufnahmen werden allerdings keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf der <i>DAWN</i>-Mission haben. Außer den Positionen dieser beiden Objekte und deren aktuellen Helligkeit lassen sich daraus keine weiteren wissenschaftlich relevanten Informationen gewinnen. 
<br>
<strong>Status Curiosity</strong>
<br>
Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 611 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 143.252 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. Insgesamt hat der Rover zudem mittlerweile mehr als 6.200 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity: Eine weitere Bohrung steht bevor</a> (21. April 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-untersucht-die-region-kimberley/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity untersucht die Region Kimberley</a> (9. April 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/trotz-problem-mit-dem-mro-curiosity-faehrt-weiter/" data-wpel-link="internal">Trotz Problemen mit dem MRO: Curiosity fährt weiter</a> (17. März 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-zwei-laengere-fahrten-im-rueckwaertsgang/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Zwei längere Fahrten im Rückwärtsgang</a> (22. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-ueberschreitet-die-fuenf-kilometer-marke/" data-wpel-link="internal">Curiosity überschreitet die Fünf-Kilometer-Marke</a> (12. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-setzt-seine-untersuchungen-fort/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity setzt seine Untersuchungen fort</a> (8. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-sandduene-ueberquert/" data-wpel-link="internal">Curiosity hat die Sanddüne überquert</a> (7. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-hat-dingo-gap-erreicht/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity hat Dingo Gap erreicht</a> (1. Februar 2014)</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3390" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-fotografiert-zwei-asteroiden/" data-wpel-link="internal">Curiosity fotografiert zwei Asteroiden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity: Eine weitere Bohrung steht bevor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2014 16:12:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Chondrite]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38540</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mittlerweile hat der Rover Curiosity eine Region ereicht, wo in den kommenden Wochen ausführliche Bodenanalysen durchgeführt werden sollen. Unter anderem wird dabei erneut ein Gerät zur Entnahme von Bodenproben zum Einsatz kommen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, University of Arizona. Bereits seit Ende März 2014 ist der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity: Eine weitere Bohrung steht bevor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mittlerweile hat der Rover Curiosity eine Region ereicht, wo in den kommenden Wochen ausführliche Bodenanalysen durchgeführt werden sollen. Unter anderem wird dabei erneut ein Gerät zur Entnahme von Bodenproben zum Einsatz kommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS, University of Arizona.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die von Curiosity in den letzten Wochen zurückgelegte Strecke. Die bisher letzte hier verzeichnete Fahrt erfolgte am 17. April (Missionstag Sol 603) und führte über eine Distanz von etwa 53 Metern. Im Rahmen einer weiteren Fahrt bewegte sich der Rover am gestrigen Tag um weitere rund 24 Meter in die südwestliche Richtung. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits seit Ende März 2014 ist der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> damit beschäftigt, einen mit dem Namen &#8222;The Kimberley&#8220; belegten Oberflächenabschnitt im Inneren des Gale-Kraters eingehend zu untersuchen. Bei der Region &#8222;Kimberley&#8220; handelt es sich um einen von mehreren von den an dieser Mission beteiligten Wissenschaftlern ausgewählten &#8222;Waypoints&#8220;, an denen der Rover längere Pausen für ausführlichere wissenschaftliche Untersuchungen einlegen soll. </p>



<p>Das wissenschaftliche Ziel der Analysen dieser &#8222;Wegpunkte&#8220; besteht darin, Informationen über die Geologie des jeweiligen Geländes zu sammeln, welches sich zwischen dem Landegebiet des Rovers und dem zukünftigen Ziel der Mission &#8211; der Basis des im Inneren des Kraters gelegenen Zentralberges &#8222;Aeolis Mons&#8220; &#8211; befindet. Die gesammelten Daten sollen den Wissenschaftlern dabei helfen, die zwischenzeitlich gewonnenen Informationen in einen geologischen und geochemischen Kontext zu den Erkenntnissen zu setzen, welche zukünftig bei den geschichteten Gesteinsablagerungen des Zentralberges erlangt werden sollen. Ein spezielles Augenmerk soll dabei auf geologische Strukturen gerichtet werden, welche in der Vergangenheit offensichtlich durch stehendes beziehungsweise fließendes Wasser erzeugt oder verändert wurden. </p>



<p>Letztendlich entscheidend für die Auswahl der Region &#8222;Kimberley&#8220; als einer dieser Wegpunkte war das in geologischen Zeitskalen betrachtet relativ junge Alter dieser Region. Wie auch bereits zuvor im Bereich von &#8222;Yellowknife Bay&#8220; (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-verlaesst-yellowknife-bay/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über die dortigen Untersuchungen) dürften die im Bereich der Region &#8222;Kimberley&#8220; abgelagerten Gesteine seit weniger als etwa 100 Millionen Jahren auf der Planetenoberfläche abgelagert und den dort vorherrschenden unfreundlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sein. Verantwortlich für die erst kürzlich erfolgte &#8222;Freilegung&#8220; der jetzt an der Marsoberfläche abgelagerten Gesteine sind verschiedene erosive Prozesse, welche in erster Linie durch eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Winderosion" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Winderosion</a> bedingt sind. </p>



<p>Die so freigelegten Gesteine <i>könnten</i> aufgrund des relativ geringen Zeitraumes, in dem sie auf der direkten Oberfläche frei liegen, organisches Material beherbergen. Die Suche nach solchen komplexen, kohlenstoffhaltigen Verbindungen, welche auch als die &#8222;Grundbausteinen des Lebens&#8220; bezeichnet werden, gilt als eines der erklärten Hauptziele der <i>Curiosity</i>-Mission. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Am 11. April 2014 fertigte die an Bord des Marsorbiters MRO befindliche 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hirise-marsforschung-auf-deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">HiRISE-Kamera</a>
 diese Aufnahme an. Zusätzlich zu dem Rover Curiosity sind hier auch die Spuren erkennbar, die der Rover in den letzten Wochen auf der Marsoberfläche hinterlassen hat. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Sollten im Rahmen der Mission organische Verbindungen auf dem Mars nachgewiesen werden, so <i>könnten</i> diese eventuell biologischen Ursprungs sein. Als eine alternative Quelle kommen jedoch zum Beispiel auch eine bestimmte Meteoritenart, die sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kohliger_Chondrit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kohligen Chondrite</a>, oder Fragmente von Kometenkernen in Frage, welche organischen Verbindungen eigentlich regelmäßig auf die Oberfläche des Mars transportieren sollten. Ein eindeutiger positiver Nachweis von organischen Materialien ist im Rahmen der bisherigen Marsmissionen allerdings noch nicht erfolgt. </p>



<p>Allerdings werden entsprechende chemische Verbindungen durch die auf der Marsoberfläche herrschenden Umweltbedingungen sehr wahrscheinlich auch relativ schnell zerstört. Erst ab einer Tiefe von etwa zwei Metern unter der Oberfläche wird die kosmische Strahlung so weit abgeschirmt, dass entsprechende Verbindungen nicht zersetzt werden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-messung-der-strahlenbelastung-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p><strong>Ein geeigneter Ort für Analysen wurde gesucht&#8230;</strong>
<br>
Nach dem Erreichen des Nordrandes von &#8222;Kimberley&#8220; hat der Rover mit dem Umfahren dieser Region begonnen, wobei <i>Curiosity</i> sich zunächst in die östliche und schließlich in die südliche Richtung bewegte (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-untersucht-die-region-kimberley/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Dabei wurden in regelmäßigen räumlichen Abständen einzelne Oberflächenabschnitte mit den Kamerasystemen des Rovers abgebildet und anschließend bezüglich ihrer Eignung für eine ausführliche Analyse bewertet. </p>



<p>Bei diesen durchzuführenden Untersuchungen, welche diesmal voraussichtlich mehrere Wochen andauern werden, wird es sich um die umfangreichsten Untersuchungen eines einzelnen Oberflächenabschnitts des Gale-Kraters seit dem Verlassen der Region &#8222;Yellowknife Bay&#8220; im Sommer 2013 handeln. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Der rund fünf Meter hohe Hügel &#8222;Mount Remarkable&#8220;, aufgenommen von der Navigationskamera des Rovers am 11. April 2014. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Neben den <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Instrumenten</a> des Rovers wird dabei auch erneut ein <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gesteinsbohrer</a> zum Einsatz kommen, mit dessen Hilfe Material von der Marsoberfläche entnommen und anschließend mit mehreren Instrumenten näher analysiert werden soll. Auch aufgrund der Dauer dieser Untersuchungen ist die Auswahl des zu untersuchenden Oberflächenbereiches von besonderer Bedeutung. </p>



<p><strong>&#8230;und gefunden</strong>
<br>
Während der vergangenen Woche fand in Pasadena/Kalifornien schließlich ein dreitägiges Treffen der an der Mission beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure statt. Dabei wurde unter anderem auch der Ort ausgewählt, an dem im Rahmen dieser Kampagne die nächste Bohrung stattfinden wird. Dabei standen mehrere vielversprechende Stellen zur Auswahl. Der im Verlauf dieses Meetings ausgewählte Oberflächenbereich, welcher letztendlich auch aufgrund der Passierbarkeit des Geländes festgelegt wurde, befindet sich im südlichen Randbereich des &#8222;Mount Remarkable&#8220;, eines lediglich etwa fünf Meter hohen Hügels am südlichen Rand von &#8222;Kimberley&#8220;. </p>



<p>Diese Region wurde am gestrigen Missionstag im Rahmen einer Fahrt über rund 24 Meter erreicht. In den kommenden Tagen werden weitere Auswertungen der in dieser Region anzufertigenden Fotoaufnahmen sowie die Analyse der Daten der restlichen Instrumente des Rovers erfolgen. Sollten dabei keine unvorhergesehenen Ergebnisse auftreten, so wird sich <i>Curiosity</i> anschließend dem angepeilten &#8222;Bohrgebiet&#8220; weiter annähern und letztendlich sein Probeentnahmesystem zum Einsatz bringen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042014181239_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Curiosity hat am gestrigen Tag eine Position am südöstlichen Rand von &#8222;Mount Remarkable&#8220; eingenommen. Sehr wahrscheinlich hier werden in den kommenden Tagen ausführliche Untersuchungen erfolgen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 607 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 142.185 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. Insgesamt hat der Rover mittlerweile mehr als 6.200 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-untersucht-die-region-kimberley/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity untersucht die Region Kimberley</a> (9. April 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/trotz-problem-mit-dem-mro-curiosity-faehrt-weiter/" data-wpel-link="internal">Trotz Problemen mit dem MRO: Curiosity fährt weiter</a> (17. März 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-zwei-laengere-fahrten-im-rueckwaertsgang/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Zwei längere Fahrten im Rückwärtsgang</a> (22. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-ueberschreitet-die-fuenf-kilometer-marke/" data-wpel-link="internal">Curiosity überschreitet die Fünf-Kilometer-Marke</a> (12. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-setzt-seine-untersuchungen-fort/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity setzt seine Untersuchungen fort</a> (8. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-sandduene-ueberquert/" data-wpel-link="internal">Curiosity hat die Sanddüne überquert</a> (7. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-hat-dingo-gap-erreicht/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity hat Dingo Gap erreicht</a> (1. Februar 2014)</li></ul>



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		<title>Marsrover Curiosity untersucht die Region Kimberley</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-untersucht-die-region-kimberley/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2014 19:12:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[CIT]]></category>
		<category><![CDATA[Kimberley]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[MastCam]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38556</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity untersucht mittlerweile bereits seit mehreren Wochen die Region Kimberley. Hier soll in Kürze auch erneut ein Gesteinsbohrer eingesetzt werden, um Bodenproben zu entnehmen und diese anschließend mit verschiedenen Instrumenten zu analysieren. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, Unmanned Spaceflight. Seit unserem letzten ausführlichen Bericht über die Mission des Rovers Curiosity [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity untersucht mittlerweile bereits seit mehreren Wochen die Region Kimberley. Hier soll in Kürze auch erneut ein Gesteinsbohrer eingesetzt werden, um Bodenproben zu entnehmen und diese anschließend mit verschiedenen Instrumenten zu analysieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS, Unmanned Spaceflight.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="1027" height="213"/></a><figcaption>
Ein Blick auf den Nordrand der Region Kimberley. Die Einzelaufnahmen für dieses Panorama wurden am 18. März 2014 mit der Navigationskamera des Rovers angefertigt und zeigen im Bildvordergrund Ablagerungen von erodierten Sandstein. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die von Curiosity in den letzten Wochen zurückgelegte Strecke. Die bisher letzte hier verzeichnete Fahrt erfolgte am 7. April (Missionstag Sol 593) und führte über eine Distanz von etwa 33 Metern. Im Rahmen einer weiteren Fahrt bewegte sich der Rover vor wenigen Stunden um weitere rund 58 Meter und folgte dabei dem Rand von Kimberley erneut in die südliche Richtung. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Seit unserem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/trotz-problem-mit-dem-mro-curiosity-faehrt-weiter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">letzten ausführlichen Bericht</a> über die Mission des Rovers <i>Curiosity</i> hat sich dieser von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover im Rahmen von mehreren Fahrten dem Nordrand der Region &#8222;The Kimberley&#8220; genähert und diese schließlich am 18. März erreicht. In den folgenden Tagen erfolgte eine ausführliche Untersuchung der in diesem Bereich befindlichen Sandsteinablagerungen, wobei neben der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a> auch mehrfach die am Instrumentenarm des Rovers montierte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a>, das ebenfalls dort befindliche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a> und die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> zum Einsatz kamen. </p>



<p>Der wissenschaftliche Schwerpunkt dieser Arbeiten konzentrierte sich gezielt auf die Untersuchung der dort befindlichen Gesteine, welche unterschiedliche Grade einer deutlich erkennbaren Verwitterung aufweisen. </p>



<p>&#8222;Unsere Hauptaufgabe besteht derzeit darin zu untersuchen, warum einige Steine in dieser Gegend den erosiven Prozessen offensichtlich besser wiederstanden haben als andere, obwohl sie offenbar alle aus Sandstein bestehen und zudem sehr eng beieinander liegen&#8220;, so Michael Malin, der für die MastCam-Aktivitäten hauptverantwortliche Wissenschaftler der <i>Curiosity</i>-Mission. Möglicherweise, so Michael Malin weiter, sind hierfür unterschiedliche Zusammensetzungen dieser Steine verantwortlich, welche durch unterschiedliche Umweltbedingungen bei deren Bildung bedingt sind. 
<br>
<strong>Geplante Bodenanalysen</strong>
<br>
Ab dem 1. April begann <i>Curiosity</i> schließlich mit dem Umfahren der Region Kimberley, wobei der Rover sich zunächst in die östliche und schließlich in die südliche Richtung bewegte. Dabei näherte sich <i>Curiosity</i> in den letzten Tagen immer weiter einem Bereich von Kimberley, wo demnächst ausführliche Bodenuntersuchungen durchgeführt werden sollen. Bei diesen Analysen, welche diesmal voraussichtlich mehrere Wochen andauern werden, wird es sich um die umfangreichsten Untersuchungen eines einzelnen Oberflächenabschnitts des Gale-Kraters seit dem Verlassen der Region &#8222;Yellowknife Bay&#8220; im Sommer 2013 (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-verlaesst-yellowknife-bay/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) handeln. Neben den <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Instrumenten</a> des Rovers wird dabei auch erneut ein <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gesteinsbohrer</a> zum Einsatz kommen, mit dessen Hilfe Material von der Marsoberfläche entnommen und anschließend näher analysiert werden soll. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Die Region &#8222;The Kimberley&#8220; ist besonders deshalb für die Marsforscher interessant, weil sich hier auf engstem Raum mehrere Gesteinstypen konzentrieren, welche jetzt in den kommenden Wochen direkt untersucht werden sollen. Die hier gezeigte Mosaikaufnahme der NavCam des Rovers wurde am 2. und 3. April 2014 erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Zwecks der Auswahl des exakten Ortes, wo diese Probenentnahme durchgeführt werden wird, wurden während der vergangenen Woche eine Vielzahl von Aufnahmen angefertigt, welche derzeit von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern ausgewertet werden. </p>



<p>&#8222;Von einer kleinen Anhöhe aus hatten wir eine gute Sicht auf die verschiedenen geologischen Aufschlüsse in diesem Bereich&#8220;, so Melissa Rice vom California Institute of Technology (CIT) in Pasadena/Kalifornien, die für die Planung und Durchführung der Untersuchungen im Bereich von &#8222;The Kimberley&#8220; verantwortlich ist. </p>



<p><strong>Keine Probleme mit den Rädern</strong>
<br>
Auf der Suche nach einen erfolgversprechenden Ort für die anstehende Untersuchungskampagne wird <i>Curiosity</i> seine Fahrt auch in den kommenden Tagen fortsetzen. Keine Probleme dürften dabei die Räder des Rovers bereiten, welche speziell im vierten Quartal des Jahres 2013 deutlich auftretende Abnutzungserscheinungen zeigten (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-zwei-laengere-fahrten-im-rueckwaertsgang/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>&#8222;Dank der Kombination einer vorsichtigeren Fahrweise und einer sorgfältigen Auswahl der zu passierenden Route hält sich die Schadensrate mittlerweile in Grenzen&#8220;, so Richard Rainen vom JPL. &#8222;Wir denken, dass wir jetzt die richtige Herangehensweise gefunden haben.&#8220; Mittlerweile bilden sich neue Löcher in den Rädern deutlich seltener als noch vor wenigen Monaten. Und selbst deutlich stärker abgenutzte oder beschädigte Laufflächen, so ausführliche Tests in einer speziellen Anlage des JPL, würden die weiteren Fahrten des Rovers nicht negativ beeinflussen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042014211259_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Am oberen linken Bildrand (Klick auf die Lupe!) ist ein heller Fleck erkennbar, bei dem es sich um eine Reflektion des Sonnenlichts handeln dürfte. Die hier gezeigte Aufnahme der rechten Navigationskamera des Rovers wurde am 3. April um 12:00 MESZ angefertigt.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Ein heller Fleck am Horizont</strong>
<br>
Aufnahmen, welche die Navigationskameras des Rovers am 2. und 3. April 2014 anfertigten, zeigen mehrfach einen &#8222;hellen Fleck&#8220; am Horizont. Laut der NASA handelt es sich hierbei entweder um Partikel der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kosmische_Strahlung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">kosmischen Strahlung</a>, welche den CCD-Sensor der Kamera treffen, oder aber &#8211; und dies ist wahrscheinlicher &#8211; um die Reflektion des Sonnenlichtes von der Oberfläche eines Felsens, welcher sich in einer Entfernung von rund  160 Metern zu dem Rover befindet. Die &#8222;Lichtflecken&#8220; wurden lediglich in den Aufnahmen der rechten NavCam registriert, nicht jedoch in den zeitgleich angefertigten Abbildungen der linken Navigationskamera. Vergleichbare Lichteffekte, so Justin Maki vom JPL, der für den Betrieb der Navigationskameras des Rovers verantwortlich ist, sind bei einer eingehenderen Analyse fast jede Woche aufs Neue auf den Aufnahmen der Kameras erkennbar. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 595 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 138.270 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p>Insgesamt hat der Rover mittlerweile mehr als 6.100 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Die dabei letzte Fahrt erfolgte erst vor etwa 10 Stunden und führte erneut in die südliche Richtung, wobei rund 58 Meter überbrückt wurden. Vier längere Zwischenstopps während dieser insgesamt fast zwei Stunden andauernden Fahrt wurden genutzt, um mit den jeweils zwei Optiken der MastCam und der NavCam Stereoaufnahmen der Umgebung anzufertigen. </p>



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		<title>Marsrover Curiosity gehackt [Aprilscherz]</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-gehackt-aprilscherz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2014 03:47:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Aprilscherz]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA hat offenbar die Kontrolle über ihren Marsrover Curiosity verloren. Dies gab die US-Raumfahrtorganisation am Morgen bekannt. Gleichzeitig wurde über andere Quellen bekannt, dass man weiterhin Bilder empfange, wonach sich der Rover im Verlaufe des letzten Marstages um einige Meter bewegt haben müsse. Zudem habe er seinen Arm dazu benutzt, Zeichen in den vor [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA hat offenbar die Kontrolle über ihren Marsrover Curiosity verloren. Dies gab die US-Raumfahrtorganisation am Morgen bekannt. Gleichzeitig wurde über andere Quellen bekannt, dass man weiterhin Bilder empfange, wonach sich der Rover im Verlaufe des letzten Marstages um einige Meter bewegt haben müsse. Zudem habe er seinen Arm dazu benutzt, Zeichen in den vor ihm befindlichen Sand zu schreiben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, OIU, Agency of Progressive Research of Intergalactic Languages.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01042014054726_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01042014054726_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Curiosity hat verschiedene Muster im Marssand hinterlassen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Dadurch entsteht der Verdacht, dass die Kontrolle über das Marsfahrzeug von anderer Stelle übernommen wurde. Mittlerweile haben FBI, NSA und CIA Untersuchungen eingeleitet. Es werde in alle Richtungen ermittelt, gab ein Vertreter der US-Geheimdienste bekannt. In der Presse werden vor allem chinesische Hacker oder die internationale Gruppe Anonymous für die „feindliche Übernahme“ verantwortlich gemacht. </p>



<p>Weltweit gäbe es allerdings nur eine Hand voll Antennen, welche eine Sendeleistung und Ausrichtgenauigkeit entwickeln könnten, den Rover mit ihren Signalen zu erreichen. Die US-Regierung hat nun offizielle Anfragen formuliert, die sie den betreffenden Instituten bzw. Regierungen übermittelt. Man erwarte möglichst schnelle Antworten, damit man Gegenmaßnahmen treffen bzw. den Tätern auf die Spur kommen könne. Offenbar ist es ohne die Täter unmöglich, die Kontrolle über den modernsten Marsrover wieder zu erlangen. Auch eine Fahrt des Rovers Opportunity in das Landegebiet von Curiosity wurde erwogen, wird nun allerdings als unmöglich angesehen. </p>



<p>Offenbar haben die Täter zumindest Teile des Betriebssystems des Rovers ausgetauscht, so dass dieser nun Kommandos der NASA, die normalerweise über den Mars Reconnaissance Orbiter als Relaisstation weiter gegeben werden, nicht mehr akzeptiert und ausführt. Wie dies gelungen sei, ist bisher unklar. Die Kommandos an den Rover seien in bestimmter Weise verschlüsselt, der Code zur Programmierung des Fahrzeugs nicht öffentlich zugänglich. </p>



<p>Die Organisation Internationaler UFOlogen (OIU) äußerte vor wenigen Minuten beim Sender Florida Home den Verdacht, der Rover könne von einer außerirdischen Zivilisation übernommen worden sein. Man solle nicht nach Schuldigen auf der Erde suchen, sondern vielmehr Sprachwissenschaftler damit beauftragen, die Bedeutung der Sandzeichnungen zu ergründen. </p>



<p>Sprachforscher der Agency of Progressive Research of Intergalactic Languages beantragten eine Sondersitzung der UNO zu diesem außergewöhnlichen Vorfall. Der Leiter von APRIL, William J. Shertz, erklärte auf einer Pressekonferenz in New York: „Wir stehen offenbar am Beginn einer neuen Epoche in der Menschheitsgeschichte.“ Die Organisation sehe in den Symbolen, welche der Marsrover im roten Sand hinterlassen habe, eine Botschaft einer fremden Intelligenz. Der Gebrauch von maschinellen Hilfsmitteln sei möglicherweise eine wichtige Gemeinsamkeit, die unsere Zivilisationen miteinander verbindet und könnte als Verständigungsbrücke dienen. </p>



<p>Curiosity ist ein von der NASA entwickelter und gebauter Marsrover, der Anfang August 2012 auf dem Roten Planeten landete. Er ist mit einer Vielzahl wissenschaftlicher Geräte ausgerüstet, zu denen ein chemisches Labor, ein Laser, Spektrometer, ein Mikroskop sowie verschiedene Kameras gehören. Bisher hat er auf dem Mars mehr als 5 km zurück gelegt, mit mehreren technischen Einrichtungen verschiedene Bodenproben physikalisch und chemisch untersucht sowie mittels Laserspektroskopie die Zusammensetzung von Gestein ermittelt. </p>



<p><strong>Update 1 (8.17 Uhr MESZ)</strong>
<br>
Wie die NASA soeben meldet, ist Curiosity mittlerweile dazu über gegangen, mittels Laser binäre Muster in einen nahe gelegenen Stein zu schießen. Diese ähneln unseren Morsezeichen, konnten bisher aber noch nicht entschlüsselt werden. Bei den Sandmustern wurden ebenfalls noch keine Fortschritte gemacht. Die Ähnlichkeiten zu chinesischen Schriftzeichen seien offenbar zufällig und ließen keine Rückschlüsse auf die Urheber zu, so ein Sprecher der US-Behörde. </p>



<p><strong>Update 2 (10.11 Uhr MESZ)</strong>
<br>
Mitarbeiter der NSA äußerten die Vermutung, Curiosity könne aufgrund der erhöhten Strahlung, der geringen Schwerkraft auf dem Mars und der wiederholt angefertigten Selbstportraits des Rovers ein eigenes Bewusstsein entwickelt haben. Mit Hilfe ihres Quantencomputers habe man einen Teil der gemorsten Botschaft entschlüsseln können. Demnach finden sich im Gestein Codes für die Worte „help“, „alone“, „cold“ und „puncture“. Den genauen Zusammenhang untersuche man allerdings noch. Dazu werde man ein Sonderbudget beim US-Senat beantragen. Bei ausreichender Finanzierung könne man bereits im Jahre 2021 ein bemanntes Raumschiff zum Roten Planeten entsenden, um Curiosity vor Ort eingehend zu untersuchen. </p>



<p><strong>Update 3 (11.22 Uhr MESZ)</strong>
<br>
Wie sich offenbar im Augenblick abzeichnet, haben wohl Mitarbeiter der NSA selbst die Kontrolle über Curiosity übernommen. Man wolle der Welt zeigen, dass man nicht nur alle Menschen auf der Erde überwache, sondern diese Tätigkeit auf das gesamte Sonnensystem ausdehnen. Insgeheim würden zudem Pläne geschmiedet, auch die vom NASA-Teleskop Kepler entdeckten, fernen Welten in ein galaktisches Überwachungsnetz einzubinden. &#8222;Wenn es irgend etwas gibt, was es lohnt, über E.T. zu wissen, dann werden wir es herausfinden&#8220;, sagte ein NSA-Sprecher gegenüber Spy News. Deutschland und Brasilien bereiten mittlerweile eine Protestnote vor, die vor der UNO eingebracht werden soll. </p>



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		<title>Trotz Problem mit dem MRO: Curiosity fährt weiter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/trotz-problem-mit-dem-mro-curiosity-faehrt-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2014 17:54:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[CIT]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Reconnaissance Orbiter]]></category>
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		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trotz eines kürzlich aufgetretenen Problems mit dem Marsorbiter MRO, welcher sich in der vergangenen Woche über mehrere Tage hinweg in einem Sicherheitsmodus befand, konnte der Marsrover Curiosity seine Fahrt auch in den vergangenen Tagen erfolgreich fortsetzen. Der Mars Reconnaissance Orbiter befindet sich mittlerweile wieder im normalen Betriebsmodus. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Trotz eines kürzlich aufgetretenen Problems mit dem Marsorbiter MRO, welcher sich in der vergangenen Woche über mehrere Tage hinweg in einem Sicherheitsmodus befand, konnte der Marsrover Curiosity seine Fahrt auch in den vergangenen Tagen erfolgreich fortsetzen. Der Mars Reconnaissance Orbiter befindet sich mittlerweile wieder im normalen Betriebsmodus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014185442_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014185442_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="1017" height="285"/></a><figcaption>
Die Gesteinsformation &#8222;Junda&#8220; wurde am 19. Februar 2014 mit der Navigationskamera von Curiosity sozusagen &#8222;en passant&#8220; abgebildet. Während einer Fahrt, die im Endresultat über eine Strecke von etwa 96 Metern führte, legte der Rover eine kurze Pause ein, um die hier im Bildvordergrund zu sehenden Gesteinsablagerungen fotografisch zu dokumentieren. Im Hintergrund ist der Zentralberg des Gale-Kraters, der Aeolis Mons, erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Seit unserem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-zwei-laengere-fahrten-im-rueckwaertsgang/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">letzten ausführlichen Bericht</a> über die Mission des Rovers <i>Curiosity</i> hat sich dieser von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover im Rahmen von mehreren Fahrten um weitere rund 660 Meter in die grob südliche Richtung bewegt und dabei seinem nächsten Etappenziel, einer mit dem Namen &#8222;Kimberley&#8220; belegten Oberflächenformation, weiter genähert. Die meisten dieser Fahrten führten über Distanzen zwischen 30 und 70 Metern pro Tag und waren so ausgelegt, dass an den Endpunkten der jeweiligen Tagesetappen neben der routinemäßiger erfolgenden Anfertigung von diversen Fotoaufnahmen nur grundlegende wissenschaftliche Untersuchungen, aber kaum zeitintensivere Analysen durchgeführt wurden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014185442_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014185442_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Eine Aufnahme der linken Navigationskamera, welche nach dem Abschluss der bisher letzten Fahrt am 16. März 2014 angefertigt wurde. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei der Durchführung dieser Fahrt ließ sich der Rover auch nicht durch ein zwischenzeitlich aufgetretenes Problem mit dem ebenfalls von der NASA betriebenen Marsorbiter <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) behindern, welcher sich am 9. März 2014 aufgrund eines unvorhergesehenen Umschaltens des Hauptcomputers auf das baugleiche Backup-System in einen Sicherheitsmodus versetzte. Im Gegensatz zu vergleichbaren Vorfällen in der Vergangenheit schaltete diesmal auch das Kommunikationssystem des <i>MRO</i> auf einen Backup-Radiotransponder um. Einhergehend mit dem Übertritt in den &#8222;Safe Mode&#8220; beendete der <i>MRO</i> &#8211; wie für solche Fälle vorgesehen &#8211; alle nicht unmittelbar für die Sicherheit des Orbiters zwingend notwendigen Aktivitäten und wartete zunächst auf weiterführende Kommandos von seinem am Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien befindlichen Kontrollzentrum. </p>



<p>Da der <i>MRO</i> allerdings auch als primäre Relaisstation für den <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-kommunikation-mit-der-erde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Datenaustausch</a> zwischen dem Marsrover <i>Curiosity</i> und dem ebenfalls am JPL befindlichen Roverkontrollzentrum eingesetzt wird, hatte dies zur Folge, dass die Datenübertragungsrate zwischen der Erde und dem Rover deutlich abfiel. Trotzdem standen den für die Planungen der Fahrten von <i>Curiosity</i> verantwortlichen Roverdrivern genügend Daten zur Verfügung, um auch in den folgenden Tagen weitere Fahrten durchzuführen. </p>



<p>Als Relaisstation für die Übermittlung der für die Planung dieser Fahrten zwingend notwendigen Daten &#8211; neben den aktuellen Telemetriewerten des Rovers handelt es sich hierbei in erster Linie um hochaufgelöste Fotoaufnahmen, welche das Gebiet der zukünftig einzuschlagenden Route zeigen &#8211; wurde der zweite derzeit aktive Marsorbiter der NASA, der Orbiter <i>Mars Odyssey</i>, eingesetzt. 
<br>
Parallel dazu waren die für die Kontrolle des <i>MRO</i> verantwortlichen Techniker und Ingenieure des JPL damit beschäftigt, die Ursache für den Sicherheitsmodus zu ergründen und diesen Orbiter wieder in den normalen Betriebsmodus zu versetzen, was letztendlich am 13. März 2014 gelang. Als erstes wissenschaftliches Instrument wurde dabei die HiRISE-Kamera des Orbiters reaktiviert, welche noch am selben Tag erste Testaufnahmen von der Marsoberfläche anfertigen konnte. Seit diesem Tag wird der Orbiter auch wieder als Relaisstation zwischen Erde und Mars genutzt. Die genaue Ursache für diesen unvorhergesehenen Sicherheitsmodus wurde von der NASA bisher allerdings nicht bekannt gegeben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014185442_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014185442_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die von Curiosity in den letzten Tagen zurückgelegte Strecke. Um einer möglichst leicht zu passierenden Route zu folgen führten die letzten beiden Fahrten in die grob östliche beziehungsweise südöstliche Richtung. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Beendigung des Safe Mode des Orbiters <i>MRO</i> hat <i>Curiosity</i> am 13. und am 16. März im Rahmen von zwei weiteren Etappen weitere rund 99 beziehungsweise 88 Meter überbrückt. Das nächste Etappenziel des Rovers, die als einer von mehreren &#8222;Waypoints&#8220; ausgewählte Region &#8222;Kimberley&#8220;, ist gegenwärtig noch etwa 200 Meter von der aktuellen Position entfernt und wird voraussichtlich im Verlauf der kommenden Woche erreicht. </p>



<p>Bei diesen &#8222;Waypoints&#8220; handelt es sich um Bereiche im Inneren des Gale-Kraters, wo <i>Curiosity</i> jeweils mehrtägige Stopps für ausführlichere wissenschaftliche Untersuchungen einlegen soll. Das wissenschaftliche Ziel dieser Analysen besteht darin, Informationen über die Geologie des Geländes zu sammeln, welches sich zwischen dem Landegebiet des Rovers und dem Aeolis Mons befindet. Diese Daten sollen den Wissenschaftlern dabei helfen, die zwischenzeitlich gewonnenen Informationen in einen Kontext zu den Erkenntnissen zu setzen, welche zukünftig bei den geschichteten Gesteinsablagerungen des Zentralberges erlangt werden sollen. Ein spezielles Augenmerk soll dabei auf geologische Strukturen gerichtet werden, welche offensichtlich durch fließendes Wasser erzeugt beziehungsweise verändert wurden. </p>



<p>&#8222;Im Bereich von KMS-9 [eine weitere Bezeichnung für die Region Kimberley] zeigen die Orbitaufnahmen drei verschiedene Geländetypen und eine relativ staubfreie Oberfläche&#8220;, so Katie Stock vom California Institute of Technology (CIT), eine der an der Mission beteiligten Wissenschaftlerinnen. &#8222;Wir erkennen dort Geländeformen, denen wir mit <i>Curiosity</i> zuvor noch nicht begegnet sind. An einer Stelle sind Riefelungen auf der Oberfläche zu sehen, die alle in die gleiche Richtung zeigen. Andere Bereiche erscheinen glatt und es existieren keine Riefelungen. Wir wissen nicht, was das ist. Aber das ist gerade so spannend an dieser Erkundungsmission &#8211; wir sehen immer wieder neue Dinge.“ </p>



<p>Entsprechend der Zielsetzung für die Untersuchung der Waypoints soll in der Umgebung von Kimberley auch erneut das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Bohrsystem</a> des Rovers dazu eingesetzt, um eine weitere Bodenprobe zu entnehmen und anschließend mit den Analyseinstrumenten eingehender zu untersuchen. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 573 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 131.132 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des JPL übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3240" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



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		<item>
		<title>Curiosity: Zwei längere Fahrten im Rückwärtsgang</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-zwei-laengere-fahrten-im-rueckwaertsgang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Feb 2014 11:51:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Aeolis Mons]]></category>
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		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Passieren einer Sanddüne bewegt sich der Marsrover Curiosity derzeit auf einem relativ leicht zu passierenden Gelände. Mitte der Woche wurden dabei im Rahmen von zwei Fahrten, welche diesmal im Rückwärtsgang absolviert wurden, weitere 200 Meter überbrückt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS. Zur Fortbewegung über die Marsoberfläche ist der von der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach dem Passieren einer Sanddüne bewegt sich der Marsrover Curiosity derzeit auf einem relativ leicht zu passierenden Gelände. Mitte der Woche wurden dabei im Rahmen von zwei Fahrten, welche diesmal im Rückwärtsgang absolviert wurden, weitere 200 Meter überbrückt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von R<a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">alph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Diese am 18. Dezember 2013 erstellte Aufnahme der linken MastCam (
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam-34</a>
) zeigt sehr gut einen Riss in der Lauffläche von einem der Räder des Rovers. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Zur Fortbewegung über die Marsoberfläche ist der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> mit sechs Rädern ausgestattet. Jedes dieser Räder verfügt über einen Durchmesser von 51 Zentimetern und eine Breite von 40 Zentimetern. Die lediglich 0,75 Millimeter starken Laufflächen dieser Räder, auf denen das gesamte Gewicht des 899 Kilogramm schweren Rovers lastet, bestehen aus einer Aluminiumlegierung und sind mit verschiedenen Querrippen an den Oberseiten und Ringen an den Innenwänden verstärkt. </p>



<p>Bereits im Rahmen der ausführlichen Tests, welche im Vorfeld der Mission auf der Erde durchgeführt wurden, zeigte sich dass diese Räder bei ihrem Einsatz auf dem Mars nach einer gewissen Zeit verschiedene Beschädigungen wie zum Beispiel Dellen, aber auch Löcher und Risse aufweisen würden. Diese zu erwartenden Beschädigungen wurden von den für die Planung der Mission verantwortlichen Ingenieuren der NASA als für die Mission <i>nicht bedrohlich</i> eingeschätzt. Auch mit erheblich beschädigten Laufflächen, so zum Beispiel Matt Heverly, der Leiter des Roverdriver-Teams, welches für die Steuerung des Rovers verantwortlich ist, wird <i>Curiosity</i> auch weiterhin in der Lage sein, seine Fahrt fortzusetzen. </p>



<p>Und tatsächlich &#8211; schon nach wenigen Fahrten über die Marsoberfläche zeigten sich bereits im Jahr 2012 auf den Laufflächen der Räder einzelne Kratzer und Dellen. Während der letzten Monate bildeten sich zudem verschiedene Löcher und teilweise mehrere Zentimeter lange Risse. Diese zuletzt vermehrt auftretenden Abnutzungserscheinungen resultieren laut den Einschätzungen der in die Mission eingebundenen Techniker und Ingenieure daraus, dass <i>Curiosity</i> speziell im vierten Quartal des Jahres 2013 ein Gelände überquerte, auf dessen felsigen Untergrund sich eine Vielzahl zwar nur wenige Zentimeter großer, dafür aber scharfkantiger Steine befand. Beim Überfahren dieser Steine traten dann die Mehrzahl der jetzt zu beobachtenden Beschädigungen auf. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der die Formation Dingo Gap versperrenden Sanddüne fertigte die Mast-Kamera des Rovers am 9. Februar 2014 &#8211; drei Tage nach dem Passieren dieser Düne &#8211; an. Der Abstand zwischen den beiden Radspuren beträgt 2,7 Meter. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Ende Januar 2014 entschlossen sich die für die Durchführung der Mission verantwortlichen NASA-Mitarbeiter dazu, den Rover von seinem ursprünglich vorgesehenen Kurs abweichen zu lassen und stattdessen einer alternativen Route zu folgen. Auf der jetzt vorgesehenen Strecke befindet sich ein Gelände, auf dem sich laut den Daten des ebenfalls von der NASA betriebenen Marsorbiters <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) deutlich weniger Steine befinden sollen. </p>



<p>Zu Beginn der neuen Route musste der Rover allerdings zunächst eine in ihrem Zentrum etwa einen Meter hohe Sanddüne überqueren, welche die &#8222;Einfahrt&#8220; zu den jetzt vorgesehenen Strecke auf voller Breite versperrte und die eine potentielle Gefahr für den Rover dargestellte. <i>Curiosity</i> überquerte diese Düne schließlich am 6. Februar problemlos (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-sandduene-ueberquert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) und setzte seine Fahrt in den folgenden Tagen fort. </p>



<p>Die Aufnahmen der Umgebung, welche der Rover dabei regelmäßig mit seinen Kamerasystemen anfertigt, zeigen, dass sich die Erwartungen der NASA-Mitarbeiter erfüllt haben. <i>Curiosity</i> bewegt sich derzeit auf einem erheblich ebeneren Gelände, welches eine deutlich geringere Anzahl an scharfkantigen Steinen aufweist als auf den vorherigen Streckenabschnitten. An den meisten Stellen ist die zu passierende Oberfläche zudem mit einer Sandschicht überzogen, was die Räder noch weiter schonen wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme zeigt oberhalb der Bildmitte die Gesteinsformation &#8222;Bungle Bungle&#8220;, welche während des jetzigen Wochenendes untersucht werden soll. Die Aufnahme wurde am 21. Februar 2014 um kurz nach 15:00 lokaler Marszeit mit der vorderen rechten Gefahrenerkennungskamera angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach mehreren kürzeren Fahrten überbrückte <i>Curiosity</i> in den frühen Morgenstunden des 19. Februar (mitteleuropäische Zeit) schließlich innerhalb von knapp zwei Stunden eine Strecke von weiteren 100,3 Metern. Durch diese Fahrt erhöhte sich der Gesamtkilometerstand des Rovers auf einen Wert von 5,21 Kilometern, welche seit der Landung am 6. August 2012 auf der Marsoberfläche zurückgelegt wurden. </p>



<p><strong>Rückwärtsgang</strong>
<br>
Diese Fahrt wurde komplett im &#8222;Rückwärtsgang&#8220; absolviert. Die Auswertungen der Aufnahmen, welche der Rover während der letzten Monate von seinen Rädern zur Erde übermittelt hatte, haben ergeben, dass vor allem die Laufflächen der vier vorderen und mittleren Räder die besagten Beschädigungen ausweisen. Die beiden hinteren Räder zeigen dagegen einen nur geringen Verschleiß. Durch Fahrten in der Rückwärtsbewegung, so die Erwartungen der Ingenieure der NASA, lassen sich die auftretenden Beschädigungen eventuell begrenzen. </p>



<p>Auch die nächste Fahrt, welche am 20. Februar ebenfalls über eine Distanz von rund 100 Metern führte, wurde deshalb im Rückwärtsgang zurückgelegt. Am darauf folgenden Tag wurden die sechs Räder des Rovers erneut intensiv mit den verschiedenen Kamerasystemen abgebildet. Diese Aufnahmen sollen jetzt ausgewertet werden. Hierbei wird sich zeigen, ob sich durch Fahrten im Rückwärtsgang der Verschleiß der Laufflächen wirklich begrenzen lässt. </p>



<p>Derzeit befindet sich <i>Curiosity</i> unmittelbar vor einer mit dem Namen &#8222;Bungle Bungle&#8220; belegten Felsformation aus offen zutage liegenden Grundgestein, welche während des jetzigen Wochenendes eingehender untersucht werden soll. Nach einer ersten Analyse mit der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> wurde der Roboterarm des Rovers entfaltet und dabei zu der Formation dirigiert. Gegenwärtig sind zwei weitere der insgesamt <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">zehn wissenschaftliche Instrumente</a>, die an diesem Instrumentenarm montierte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a> und das ebenfalls dort befindliche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a>, im Einsatz. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Diese Detailaufnahme von  &#8222;Bungle Bungle&#8220; fertigte die MAHLI-Kamera erst vor wenigen Stunden (06:24 MEZ am 22. Februar 2014) an. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Kurs Richtung Aeolis Mons</strong>
<br>
Nach dem Abschluss dieser Untersuchungen soll der Rover eine Strecke von weiteren rund 22 Metern zurücklegen und dann mit seinen Kameras das vorausliegende Gelände abbilden. Diese Aufnahmen sind notwendig, um zu Beginn der kommenden Woche die nächste Fahrt zu planen. Der Rover soll seine Fahrt auch weiterhin möglichst zügig fortsetzten und sich dabei der Basis des im Inneren des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-gale-krater/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gale-Kraters</a> gelegenen und etwa 5.500 Meter hohen Zentralberges Aeolis Mons nähern. Auf dem dabei zurückzulegenden Weg wird <i>Curiosity</i> jedoch zunächst eine mit dem Namen &#8222;KMS-9&#8220; belegte Region ansteuern, welche als einer der sogenannten &#8222;Waypoints&#8220; ausgewählt wurde. </p>



<p>Bei diesen &#8222;Waypoints&#8220; handelt es sich um Bereiche im Inneren des Gale-Kraters, wo <i>Curiosity</i> jeweils mehrtägige Stopps für ausführlichere wissenschaftliche Untersuchungen einlegen soll. Das wissenschaftliche Ziel dieser Analysen besteht darin, Informationen über die Geologie des Geländes zu sammeln, welches sich zwischen dem Landegebiet des Rovers und dem Aeolis Mons befindet. Diese Daten sollen den Wissenschaftlern dabei helfen, die zwischenzeitlich gewonnenen Informationen in einen Kontext zu den Erkenntnissen zu setzen, welche zukünftig bei den geschichteten Gesteinsablagerungen des Zentralberges erlangt werden sollen. Ein spezielles Augenmerk soll dabei auf geologische Strukturen gerichtet werden, welche offensichtlich durch fließendes Wasser erzeugt beziehungsweise verändert wurden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014125108_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt den Weg, den der Rover Curiosity während der letzten Tage bis zum 19. Februar 2014 (Sol 547) zurückgelegt hat. In Gelb ist dagegen die zukünftige Route zum Waypoint &#8222;Kimberley&#8220; markiert. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Bis zum Erreichen von &#8222;Kimberley&#8220; &#8211; so wird der Waypoint &#8222;KMS-9&#8220; mittlerweile genannt &#8211; muss der Rover allerdings noch mehrere hundert Meter zurücklegen. Im Bereich von Kimberley zeigen die Orbitaufnahmen drei verschiedene Geländetypen und eine relativ staubfreie Oberfläche. Die dortigen Formationen sollen über mehrere Tage hinweg untersucht werden. Eventuell wird dabei in der Umgebung von Kimberley auch erneut das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Bohrsystem</a> des Rovers dazu eingesetzt, um eine weitere Bodenprobe zu entnehmen und anschließend mit den Analyseinstrumenten eingehender zu untersuchen. </p>



<p>Inzwischen ist das <i>Curiosity</i>-Team zudem damit beschäftigt, anhand von Aufnahmen der Marsorbiter die zukünftige Route zur Basis des Zentralberges auszuwählen. Das Team betrachtet die zukünftig zurückzulegende Strecke inzwischen mit anderen Augen und erwägt verschiedene potentielle Routen und unterschiedliche Einstiegspunkte zur anschließenden &#8222;Besteigung&#8220; des Aeolis Mons. 
<br>
&#8222;Keine dieser Routen wird perfekt sein. Wir müssen jetzt zunächst herausfinden, welche unter diesen nicht perfekten Routen für uns optimal sein wird&#8220;, so Jim Erickson, der Projektmanager der <i>Curiosity</i>-Mission. 
<br>
Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 550 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 122.809 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity überschreitet die Fünf-Kilometer-Marke</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-ueberschreitet-die-fuenf-kilometer-marke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2014 19:45:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Gale-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38345</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat vor wenigen Stunden die Marke von fünf auf der Marsoberfläche zurückgelegten Kilometern überschritten. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS. Nach der erfolgreichen Überquerung einer Sanddüne und den daran anschließenden Untersuchungen einer venenartigen Struktur auf der Marsoberfläche (Raumfahrer.net berichtete) hat der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover Curiosity seine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat vor wenigen Stunden die Marke von fünf auf der Marsoberfläche zurückgelegten Kilometern überschritten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022014204525_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022014204525_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die während der letzten Tage von dem Marsrover Curiosity zurückgelegte Strecke. Der Missionstag 511 fiel dabei auf den 13. Januar 2014. Der Missionstag 540 entspricht dem 11. Februar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Nach der erfolgreichen Überquerung einer Sanddüne und den daran anschließenden Untersuchungen einer venenartigen Struktur auf der Marsoberfläche (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-setzt-seine-untersuchungen-fort/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) hat der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> seine Fahrt mittlerweile fortgesetzt. Im Rahmen einer ersten Etappe, welche bereits am 9. Februar 2014 absolviert wurde, konnten dabei 49,97 Meter überbrückt werden. Diese Fahrt führte durch das &#8222;Moonlight Valley&#8220; &#8211; so der inoffizielle Name des schmalen Tals, welches sich westlich der Formation &#8222;Dingo Gap&#8220; befindet. </p>



<p>Die nächste Fahrt erfolgte dann am gestrigen Missionstag. In einem Zeitraum von 92 Minuten konnte <i>Curiosity</i> dabei weitere rund 75 Meter zurücklegen. Durch diese Fahrt erhöhte sich der &#8222;Kilometerstand&#8220; des Rovers auf einen Gesamtwert von mittlerweile 5.054 Metern, welche seit der am 6. August 2012 erfolgten Landung auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt wurden. </p>



<p>Im Vorfeld dieser Fahrt, welche um 13:22 lokaler Marszeit &#8211; dies entspricht 23:52 MEZ am 11. Februar 2014 &#8211; begann, fertigten die Kamerasysteme des Rovers diverse hochaufgelöste Aufnahmen der das &#8222;Moonlight Valley&#8220; begrenzenden Berghänge an. Mit diesen Aufnahmen sollten speziell die dort befindlichen geschichteten Gesteinsablagerungen dokumentiert werden. </p>



<p>Für eine eingehendere Untersuchung dieser Formationen stand zum Bedauern der an der Mission beteiligten Geologen leider keine Zeit zur Verfügung, denn der Rover soll seine Fahrt auch weiterhin möglichst zügig fortsetzten und sich dabei der Basis des im Inneren des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-gale-krater/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gale-Kraters</a> gelegenen und etwa 5.500 Meter hohen Zentralberges Aeolis Mons nähern. Auf dem dabei zurückzulegenden Weg wird <i>Curiosity</i> jedoch zunächst eine mit dem Namen &#8222;KMS-9&#8220; belegte Region ansteuern, welche als einer der sogenannten &#8222;Waypoints&#8220; ausgewählt wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022014204525_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022014204525_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Ein Blick auf einen der Berghänge, welche das Moonlight Valley begrenzen. Diese Aufnahme wurde am 10. Februar mit der linken Navigationskamera des Rovers angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei diesen &#8222;Waypoints&#8220; handelt es sich um Bereiche im Inneren des Gale-Kraters, wo <i>Curiosity</i> jeweils mehrtägige Stopps für ausführlichere wissenschaftliche Untersuchungen einlegen soll. Das wissenschaftliche Ziel dieser Analysen besteht darin, Informationen über die Geologie des Geländes zu sammeln, welches sich zwischen dem Landegebiet des Rovers und dem Aeolis Mons befindet. Diese Daten sollen den Wissenschaftlern dabei helfen, die zwischenzeitlich gewonnenen Informationen in einen Kontext zu den Erkenntnissen zu setzen, welche zukünftig bei den geschichteten Gesteinsablagerungen des Zentralberges erlangt werden sollen. Ein spezielles Augenmerk soll dabei auf geologische Strukturen gerichtet werden, welche offensichtlich durch fließendes Wasser erzeugt beziehungsweise verändert wurden. </p>



<p>Der Waypoint &#8222;KMS-9&#8220; befindet sich in einer Entfernung von derzeit noch etwa 730 Metern in südwestlicher Richtung. Die nächste Fahrt zu diesem nächsten Zwischenziel könnte theoretisch bereits am Missionstag 542 &#8211; nach mitteleuropäischer Zeit entspricht dies der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 2014 &#8211; erfolgen. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 541 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 119.493 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



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