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Autor: Martin Ollrom / 06. Juli 2005, 17:36 Uhr

Funkelnde Saturn-Ringe

Neue Bilder des Röntgenteleskops Chandra zeigen wunderschöne neue Details der Saturn-Ringe, denn sie funkeln im Röntgenbereich.

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Neue Bilder der Raumsonde Chandra zeigen, dass die Saturn-Ringe wunderschön im Röntgenbereich funkeln. Die Forscher wissen nun, wie diese Strahlung der Saturn-Ringe zu Stande kommt: die Röntgenstrahlung der Sonne trifft die Sauerstoff-Atome der Wassermoleküle. Die Saturn-Ringe bestehen größtenteils aus diesen Wassermolekülen, jedoch sind sie um einiges kälter als bei uns auf der Erde. Am meisten erstrahlt der B-Ring in funkelnden Glanz, der 25.000 Kilometer breit ist und etwa 40.000 Kilometer oberhalb der Saturn-Oberfläche ist. Es gibt mehrere Stellen, wo man eine höhere Konzentration erkennen kann, was bedeutet das sich dort mehr Wassermoleküle aufhalten oder das der Saturn von der Sonne dort intensiver getroffen wird. Es könnte aber auch indirekt mit der Dichte des B-Rings, die etwas höher ist, zusammenhängen. Die Wissenschaftler wissen noch nicht wie sie sich dieses Phänomen der unterschiedlichen Strahlungsstärken zu erklären haben.



Der Saturn überrascht die Forscher immer wieder. Diesmal mit "funkelnder" Röntgenstrahlung (Bild: Chandra/NASA)
Man kann erkennen, dass genau auf der Tagseite Saturns die Strahlung intensiver und höher ist. Eine mögliche Begründung dafür sind optische Effekte, so genannte "spokes" (übersetzt etwa: Speichen), welche größtenteils im B-Ring zu finden sind und fast immer nur auf der Tagesseite Saturns zu sehen sind. "Spokes" sind strahlenförmige Schatten auf den Ringen, die durch durchlässige Wolken aus feinen Eis- und Staubpartikeln erzeugt werden. Sie schweben über der Saturn-Oberfläche und verschwinden etwa eine Stunde danach wieder. Sie leben nur temporär, solange sie auf der Tagesseite Saturns sind und verschwinden sobald sie auf der Nachtseite Saturns sind, oft dauert es aber nicht mal solange, denn oft sind sie schon nach mehreren oder einer Stunde verschwunden. Diese "spokes" wurden dadurch ausgelöst, dass der Saturn durch seine Anziehungskraft viele Meteoriden eingefangen hat. Die intensivere Röntgenstrahlung auf der Tagesseite Saturns könnte eben dadurch verursacht werden, dass dort mehr Sonnen-Röntgenstrahlung auf die eisigen Ringe Saturns treffen, die die Wolken beinhalten die diese „spokes“ produzieren.

Allerdings ist das lediglich eine Theorie, da man ja erst jetzt dieses wunderschöne Naturphänomen entdeckt hat, blieb noch keine Zeit diese Theorie auch zu bestätigen oder zu widerlegen. Dies dürfte noch einige Zeit lang dauern und bis das soweit sein wird, wird uns Cassini aber auch Teleskope im Erdorbit noch so manche Überraschung vom Ringplaneten liefern.
 
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