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Autor: Günther Glatzel / 03. März 2013, 14:17 Uhr

Dragon hat sein Ziel erreicht

Heute Mittag, gegen 11.31 Uhr MEZ wickelten sich die 3 Kabel des Endeffektors des kanadischen Manipulatorarms der Internationalen Raumstation um den Dorn der Greifhalterung am Raumschiff Dragon-CRS 2.

Quelle: NASA, SpaceX, SpaceflightNow
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NASA-TV

Bild vergrößernDas Raumschiff wurde soeben mit dem Manipulatorarm "eingefangen". (Bild: NASA-TV)
Zuvor hatten einige Korrekturmanöver für eine schrittweise Annäherung an die Station gesorgt. Aufgrund der anfänglichen Probleme, die kurz nach dem Start festgestellt und gelöst werden konnten, musste man allerdings einen anderen Annäherungspfad wählen. Dabei flog Dragon zeitweilig sogar in größerer Höhe als die Internationale Raumstation, um sich wieder etwas zurückfallen zu lassen. Das erste Bahnanhebungsmanöver hatte am Freitag um einige Stunden verschoben werden müssen, da zunächst drei der vier Triebwerksgruppen an der Außenseite der Rückkehrkapsel nicht in Funktion gebracht werden konnten.

Wie bereits kurz nach Auftreten des Problems festgestellt werden konnte, war der Druck in drei Oxydatortanks zu niedrig. Dies lag offenbar daran, dass mehrere Rückschlagventile nicht wie gewünscht funktionierten und die Tanks daher aus einem zentralen Helium-Drucktank nicht mit dem nötigen Druck versorgt werden konnten. Daraufhin wurden vorgelagerte Ventile mehrfach geöffnet und wieder geschlossen, was die Blockade der Rückschlagventile löste. Wenige Stunden nach dem Start funktionierten dann alle vier Triebwerksgruppen.

Dragon-CRS 2 transportiert etwa 1 Tonne Fracht zur Internationalen Raumstation. In unterschiedlichen Quellen findet man dazu abweichende Angaben. Der Presseinformation von SpaceX nach, handelt es sich um 575 kg Experimentiermaterial, Ersatzteile, Ausrüstungen und Versorgungsgüter. Einer detaillierteren Liste bei SpaceflightNow gemäß befinden sich insgesamt aber ca. 896 kg Fracht an Bord bzw. im Rumpfteil.

Dazu gehören zwei Halteeinrichtungen für die außen angebrachten Wärmeabstrahler (Radiatoren) der Station, Bekleidung, Hygieneartikel, Nahrungsmittel, Computer-Zubehör, Werkzeuge für Außenbordarbeiten und Kabel. Wichtige Fracht besteht auch in Nachschub und Ersatzteilen für die Experimente bzw. Einrichtungen GLACIER (Gefriereinrichtung), BRIC, CGBA, Cell Bio Tech (alle drei Biotechnologie), Nanoracks, CSLM 3 (Materialforschung), Fluids and Combustion Facility (Untersuchungen an Flüssigkeiten und Verbrennungsexperimenten), Microgravity Science Glovebox (Handschuhbox zur Durchführung von Experimenten in einem abgeschlossenen Container), Seedling Growth (Pflanzenwachstum), Wetlab (Gewebeuntersuchungen), SPICE (Flammpunktexperimente), MELFI (Kühleinrichtung mit -80 °C), Microflow (Zellforschung), Energy (Langzeituntersuchungen zur Energiebilanz des menschlichen Organismus), Bio Paddles und Stem Cells (Stammzellen).

Der Frachter soll bis zum 25. März angekoppelt bleiben und anschließend mit etwa 1 t Rückfracht zur Erde zurückkehren. Geplant ist eine küstennahe Wasserung im Pazifik. Wichtigste Bestandteile der Fracht sollen Ergebnisse wissenschaftlicher Experimente sein, darunter Blut- und Urinproben der Raumfahrer, die über Veränderungen im menschlichen Organismus im Verlaufe lang andauernder Schwerelosigkeit sowie Wirkungen von Medikamenten Auskunft geben können.

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