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Autor: Günther Glatzel / 27. Juni 2010, 21:46 Uhr

Zweiter Ariane-Start 2010

Beim zweiten Start einer Ariane-5-Rakete in diesem Jahr gelangten ein saudi-arabischer Kommunikationssatellit und ein südkoreanischer Mehrzwecksatellit auf einen hochelliptischen Orbit.

Quelle: Spaceflight Now
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Astrium

Arabsat 5A im All - Illustration
(Bild: Astrium)
Die Trägerrakete hob gestern Nacht gegen 23:41 Uhr MESZ vom Startgelände in Französisch Guayana ab. An deren Spitze befanden sich der arabische Kommunikationssatellit Arabsat 5A und der koreanische Kommunikations-, Ozeanologie- und Meteorologiesatellit COMS 1.

Arabsat 5A basiert auf dem Eurostar-3000-Bus von Astrium und ist mit einer Kommunikationsnutzlast von Thales Alenia Space versehen. Diese umfasst 16 C- und 24 Ku-Band-Transponder für Dienstleistungen in den Bereichen Fernsehen, Telefonie, geschäftliche Kommunikation und Internet für Nordafrika sowie den mittleren Osten. Er hatte beim Start eine Masse von 4.939 kg und soll mit mindestens 11 kW elektrischer Leistung etwa 15 Jahre seinen Dienst versehen. Dazu soll er aus eigener Kraft in einigen Tagen den Geostationären Orbit bei 30,5 Grad östlicher Länge erreichen.

COMS (Communication, Ocean and Meteorological Satellite) wurde vom Korea Aerospace and Research Institute (KARI) in Auftrag gegeben und auf Basis des Eurostar 3000S von Astrium gebaut. Der beim Start 2.460 kg schwere Satellit verfügt über ein multispektrales abbildendes System für meteorologische Untersuchungen und liefert Informationen über Phänomene auf der Erdoberfläche und der Wolkendecke über 5 Kanäle. Einer davon arbeitet mit einer Auflösung von einem Kilometer im optischen Bereich, vier weitere mit Auflösungen um 4 Kilometer im infraroten Spektrum.

Ein weiteres abbildendes System dient speziell der Untersuchung der Ozeane. In 8 verschiedenen Spektralbändern lassen sich z. B. Informationen über den Chlorophyllgehalt des Wassers sowie das Auftreten von Fischschwärmen aus dem geostationären Orbit gewinnen.

Das dritte Hauptinstrument ist ein Funksystem im S- bzw. L-Band, welches Wetterinformationen sammelt und in international üblichen Datenformaten weltweit ausstrahlt. Außerdem befinden sich Ka-Band-Transponder an Bord, mit denen u. a. Multimedia-Dienstleistungen realisiert werden sollen.

An den vergangenen Tagen wurde der Start zweimal aus technischen Gründen verschoben.

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