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Autor: Thomas Weyrauch / 28. Oktober 2010, 15:27 Uhr

Envisat fliegt tiefer

Der Orbit des größten europäischen Erdbeobachtungssatelliten Enivsat um die Erde wurde wie angekündigt erfolgreich um 17 Kilometer abgesenkt.

Quelle: ESA
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ESA/CNES/Arianespace

Bild vergrößernEnvisat bei Startvorbereitungen in Kourou
(Bild: ESA/CNES/Arianespace)
Die Reduzierung von Envisats Flughöhe war beschlossen worden, um knapp gewordenen Treibstoff für künftige Bahnkorrekturen einsparen und die aktive Lebensdauer des Satelliten im Orbit verlängern zu können.

Der Satellit mit einer Startmasse von 8.111 Kilogramm war am 28. Februar 2002 auf einer Ariane-5-Rakete in den Weltraum gelangt. Mit zehn verschiedenen Instrumenten dient er seit dem Abschluss seiner Inbetriebnahme der Sammlung von Daten aus der Erdatmosphäre und von der festen sowie mit Wasser und Eis bedeckten Oberfläche der Erde.

Ursprünglich war von einem fünfjährigen Einsatz des Satelliten im All ausgegangen worden, eine erste Missionsverlängerung sah einen Weiterbetrieb bis 2010 vor. Aufgrund des hervorragenden Allgemeinzustands des Raumfahrzeugs konnte schließlich eine Missionsausdehnung bis 2013 geplant werden, der die Mitgliedsstaaten der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) im Jahre 2009 zustimmten.

ESA/CNES/Arianespace/CSG

Bild vergrößernDie Ariane 5 mit Envisat an Bord hat abgehoben.
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
Um den Satelliten weitere drei Jahre sicher betreiben zu können, entwarfen Ingenieure von ESAs Forschungs- und Technologiezentrum (ESTEC) im niederländischen Noordwijk eine Strategie, in deren Rahmen Envisat auf einem abgesenkten Orbit weniger Treibstoff verwenden müssen würde, weil es dort nicht nötigt ist, eine sich verändernde Bahnneigung regelmäßig unter Verwendung von Treibstoff zu korrigieren.

Die unter der Projektbezeichnung "Envisat 2010+" dann tatsächlich durchgeführte Bahnveränderung begann am Morgen des 22. Oktober 2010. In einem ersten Schritt wurde Envisats Orbit von rund 800 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche um 10 Kilometer abgesenkt. Dazu wurden zwei jeweils 28 Minuten dauernde Manöver ausgeführt. Am Abend des 26. Oktober 2010 folgten zwei weitere Manöver, nach denen der Satellit auf einer um weitere 7 Kilometer Flughöhe reduzierten Bahn unterwegs war. In jetzt rund 783 Kilometern Höhe hat Envisat seinen neuen Arbeitsorbit gefunden.

ESA

Bild vergrößernEnvisat im All - Illustration
(Bild: ESA)
Seit dem 27. Oktober 2010 läuft die Reaktivierung der wissenschaftlichen Instrumente an Bord von Envisat, der zwischenzeitlich bereits wieder einen Teil seiner regulären Beobachtungsaufgaben erfüllt. Erste am Boden empfangene Bilder sprechen dafür, dass der Satellit die Bahnabsenkung unbeschadet überstanden hat. Den traditionellen Nutzern der Daten von Envisat soll der Zugriff auf neue Daten ab dem 2. November 2010 wieder möglich sein. Zwischen November und Dezember 2010 wird die Bereitstellung der Daten durch eine kurze Wartungsphase unterbrochen werden, kündigte die ESA an.

Envisat ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27.386 bzw. als Objekt 2002-009A.

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