Wasserung von Crew Dragon mit Sophie Adenot erfolgt

Die ESA-Astronautin Sophie Adenot kehrte nach ihrer fast achtmonatigen „Epsilon“-Mission zur Internationalen Raumstation mit der Crew-12 zur Erde zurück und landete am 8. Oktober 2026 um 17:34 Uhr MESZ vor der Küste Kaliforniens, USA.
Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.

Quelle: ESA / Science & Exploration / Human and Robotic Exploration / εpsilon, 8. Oktober 2026

Sophies Crew Dragon, ebenfalls an Board die NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway sowie der Roskosmos-Kosmonaut Andrei Fedyaev, koppelte am 7. Oktober um 14:05 Uhr MESZ von der ISS ab, und trat die 27 Stunden und 29 Minuten dauernde Rückreise zur Erde an.

Wasserung vor der Küste Kaliforniens

Crew-12 landet nach 237 Tagen im Weltraum im Wasser
Credit: NASA/Keegan Barber; Licence: ESA Standard Licence

Die Wasserlandung erfolgte in der Nähe von Los Angeles vor der kalifornischen Küste, wo gemeinsame Bergungsteams von SpaceX, NASA, ESA und ROSCOSMOS auf das Raumschiff „Dragon Freedom“ warteten.

Nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und der Verlangsamung von etwa 28.000 km/h auf etwa 500 km/h wurden in einer Höhe von etwa 5.500 m die Bremsfallschirme ausgelöst, gefolgt von den vier Hauptfallschirmen etwa eine Minute später.

Nach der Wasserung machten sich Teams in Schnellbooten sofort auf den Weg zur Dragon-Kapsel und erreichten diese innerhalb weniger Minuten, um Sicherheitskontrollen durchzuführen. Das Team an Bord des SpaceX-Bergungsschiffs „Shannon“ hob die Dragon an Bord, bevor es die Seitenluke öffnete und jedem Besatzungsmitglied beim Verlassen des Raumfahrzeugs half.

Sophie verließ das Raumfahrzeug als Dritte, lächelte und strahlte nach ihrem ersten, rekordbrechenden Raumflug.

Rückkehr nach Europa

Nach ersten medizinischen Untersuchungen an Bord des Bergungsschiffs werden Sophie und ihre Besatzungskollegen mit dem Hubschrauber an Land gebracht, bevor sie am nächstgelegenen Flughafen in ein Flugzeug der NASA steigen, um zum Ellington Field in Houston zu fliegen und dort ihre ersten Aktivitäten nach dem Flug zu absolvieren.

Von dort aus wird Sophie ein Flugzeug zum Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA in Köln, Deutschland, nehmen.

Die rekordbrechende „Epsilon“-Mission

Sophie verbrachte insgesamt 237 Tage, 5 Stunden und 18 Minuten im Weltraum, nachdem sie am 13. Februar 2026 von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida, USA, gestartet war. Die „Epsilon“-Mission stellte einen neuen europäischen Rekord für den längsten einzelnen Weltraumflug auf und übertraf damit den bisherigen Rekord des ESA-Astronauten Luca Parmitano aus seiner „Beyond“-Mission um mehr als 35 Tage.

Sophie ist nach der ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti die zweite Europäerin und die erste Französin, die eine Außenbordaktivität (EVA) bzw. einen Weltraumspaziergang durchgeführt hat. Sophie absolvierte drei Weltraumspaziergänge innerhalb von 14 Tagen und verbrachte insgesamt 19 Stunden und 42 Minuten mit Arbeiten außerhalb der Station.

Während ihrer gesamten Zeit an Bord der „Epsilon“ führte Sophie eine Vielzahl europäischer Experimente durch, die Bereiche von der Gesundheitsforschung über die Materialwissenschaften, Biologie und Strömungsphysik bis hin zur Strahlenphysik und Grundlagenforschung umfassten.

Neben diesem breit gefächerten Forschungsprogramm half Sophie auch dabei, Technologien für zukünftige Weltraummissionen zu testen, darunter das neue europäische Trainingsgerät E4D und den 3D-Metalldruck im Orbit, und unterstützte kommerzielle Forschungsnutzlasten.

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