NASA führt Reparaturen und Analysen für Artemis 2 vor dem nächsten Start- und Betankungstest durch

Seit Abschluss des Start- und Betankungstest am 3. Februar von Artemis II haben Techniker zwei Dichtungen in einem Bereich ausgetauscht, in dem während des Tests höhere als die zulässige Wasserstoffgaskonzentrationen festgestellt wurden. Ingenieure analysieren derzeit die entfernten Dichtungen und entwickeln Pläne, um alle Probleme vor dem nächsten Test zu beheben.
Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.

Quelle: NASA / Rachel H. Kraft, 8. Februar 2026

Der Vollmond geht hinter der Artemis 2 SLS-Rakete und dem Orion-Raumschiff der NASA auf. Aufgenommen am Sonntag, 1. Februar 2026, am Launch Complex 39B im Kennedy Space Center der NASA in Florida, Standort Titusville, Florida.
Bildquelle: NASA/John Kraus

Nachdem die Tanks der Artemis 2 Rakete nach dem vorherigen Test von kryogenem Treibstoff entleert worden waren, begannen die Techniker sofort mit den Arbeiten, um Zugang zu den Anschlüssen des sogenannten „tail service masts“ des mobilen Startgeräts zu erhalten und die Rakete sowie die bodenseitigen Schnittstellenplatten zu lösen, um den Bereich mit erhöhten Gaswerten zu inspizieren und die Dichtungen um zwei Betankungsleitungen herum zu ersetzen.
Zwei „tail service masts“, jeder etwa drei Stockwerke hoch, versorgen den SLS-Centercore mit kryogenen Treibstoffleitungen und elektrischen Kabelverbindungen. Die „tail service mast“ neigen sich vor dem Start nach hinten und verfügen über sogenannte “quick disconnects“, Mechanismen, die sich beim Start sofort lösen, um ein sicheres und zuverlässiges Zurückziehen beim Start zu gewährleisten.
Während die Teams weiterhin die Ursache des Lecks untersuchen, sollte die Wiederherstellung der Schnittstellen warscheinlich schon am Montag, dem 9. Februar, abgeschlossen worden sein. Die Tests wurden im Stennis Space Center der NASA in Bay St. Louis, Mississippi, durchgeführt, um die zusätzliche Dynamik der Platten zu bewerten. Die Ingenieure prüfen derzeit verschiedene Optionen, um die Reparaturarbeiten vor dem nächsten Start- und Betankungstest zu testen und sicherzustellen, dass die Dichtungen wie erwartet funktionieren.
Die NASA wird außerdem mehrere Abläufe für den nächste Start- und Betankungstest anpassen, um sich auf die Betankungsaktivitäten zu konzentrieren. Die Luke des Orion-Crewmoduls wird vor dem Test geschlossen, und das Closeout-Team, das am Starttag dafür zuständig ist, die Artemis-II-Crew auf ihre Plätze zu begleiten und die beiden Luken von Orion zu schließen, wird nicht zur Startrampe entsandt. Der Crew-Zugangsarm wird während des nächsten Start- und Betankungstests nicht eingefahren, nachdem die Ingenieure erfolgreich gezeigt haben, dass der Bodenstartsequenzer ihn während der letzten Phase des Countdowns einfahren konnte.
Darüber hinaus hat die NASA bei den beiden geplanten Unterbrechungen des Countdowns vor und nach dem Betanken jeweils 30 Minuten zusätzliche Zeit eingeplant, um mehr Zeit für die Fehlerbehebung zu haben, wodurch sich die Gesamtzeit des Countdowns um eine Stunde verlängert. Die zusätzliche Zeit hat keinen Einfluss auf den Zeitplan der Crew am Starttag.
Seit dem Ende ihrer Quarantäne haben die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen ihre Trainingsaktivitäten fortgesetzt, um sicherzustellen, dass sie mit den Systemen des Orion-Raumschiffs bestens vertraut sind. Die Astronauten haben außerdem die Details jedes Flugtages der Mission durchgesehen, um ihr Wissen über die während des Fluges geplanten Testziele zu vertiefen.
Die NASA hält weiterhin den März als nächsten möglichen Starttermin im Auge, wird jedoch erst nach Abschluss eines erfolgreichen Start- und Betankungstests und Auswertung der Daten einen konkreten Starttermin festlegen.

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