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Autor: Günther Glatzel / 26. Februar 2013, 17:31 Uhr

Komet C/2013 A1 im nächsten Jahr in Marsnähe

Mitte Oktober nächsten Jahres gelangt ein erst vor wenigen Wochen entdeckter Komet, der die Bezeichnung C/2013 A1 (Siding Spring) trägt, in unmittelbare Nähe des Roten Planeten. Im Augenblick kann man noch nicht einmal eine Kollision ausschließen.

Quelle: SpaceObs.org, ScienceBlogs.de
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NASA

Mars, unser äußerer Nachbarplanet, fotografiert von Mars Global Surveyor (Montage)
(Bild: NASA)
Nach 74 Beobachtungstagen mit möglichst genauen Messungen der Positionen führt die Bahn des Kometen am 19. Oktober 2014 etwa 110.000 km am Mars vorbei. Da die Messungen aber noch mit recht hohen Toleranzen behaftet sind, könnte C/2013 A1 aber auch mit dem Mars kollidieren.

Gegenwärtig nimmt man für den Kometen eine Größe von etwa 50 Kilometern an. Die Wirkung eines Einschlags wäre gewaltig. Zudem bewegt sich der aus der Oortschen Wolke stammende Himmelskörper entgegen der Umlaufbahn der Planeten. Damit addieren sich die Geschwindigkeit des Kometen und die des Mars beim Zusammenstoß auf etwa 56 km/s, das sind mehr als 200.000 km/h. Beim Aufschlag würde ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 500 Kilometern entstehen, was die Oberfläche des Roten Planeten für immer verändern würde.

Wahrscheinlicher aber ist, dass der Komet in geringer Entfernung am Mars vorbeifliegt. Vorteilhaft wäre dabei wohl, dass gegenwärtig noch 3 funktionierende Orbiter den äußeren Planetennachbarn der Erde umlaufen: Mars Odyssey (NASA, seit 2001), Mars Express (ESA, seit 2003) und Mars Reconnaissance Orbiter (NASA, seit 2006). Sie sind zwar eigentlich nicht für die Beobachtung eines schnell vorbeiziehenden Himmelskörpers konstruiert, haben sich auf diesem Feld bei Vorbeiflügen an den Marsmonden aber bereits bewährt.

Gegenwärtig ist C/2013 A1 (Siding Spring) noch etwa 7 Astronomische Einheiten (mehr als 1 Milliarde Kilometer) von der Sonne entfernt und hat daher noch keinen Schweif entwickelt. Von der Erde aus gesehen befindet er sich derzeit im Sternbild Eridanus und besitzt eine Helligkeit 18-ter bis 19-ter Größenklasse, ist also in Amateurteleskopen nicht wahrnehmbar. Im Oktober nächsten Jahres könnte er vom Mars aus gesehen allerdings eine Helligkeit um -8 Magnituden erreichen, von der Erde aus in unseren Breiten mit bestenfalls 8. Größenklasse kurz nach Sonnenuntergang.

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