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Autor: Claudia Michalecz / 26. Juli 2005, 15:51 Uhr

GALEX findet unsichtbare Spiralarme

Ein neues Bild von NASAs Galaxy Evolution Explorer zeigt, dass eine Galaxie, welche früher für ziemlich unbeeindruckend und alt gehalten wurde, tatsächlich prachtvolle, junge Spiralarme besitzt.

NASA/Galaxy Evolution Explorer
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Die ungewöhnliche Galaxie NGC 4625 zählt auch durch ihre Nähe als hervorzuhebendes Fundstück. Bis heute dachten Astronomen, dass dieses außergewöhnliche Glühen in einer Galaxie der Vergangenheit angehört.



Das Bild wurde aus Daten von früheren Bildern und dem Ultraviolettbild von Galaxie Evolution Explorer erstellt. Bei der obere Galaxy NGC 4625 konnten dadurch Spiralarme entdeckt werden. Die untere Galaxie NGC 4618 besitzt im Gegensatz keine Arme. [Quelle: NASA/JPL-Caltech/Carnegie Observatories/DSS]
"Diese Galaxie ist eine aufregende Überraschung", meint Dr. Armando Gil de Paz von den Carnegie Observatories. "Wir machen praktischer Weise, aus naher Sicht und persönlich, mit einer Galaxie eine evolutionäre Stufe durch, von welcher man gedacht hatte, dass sie nur in der Frühzeit des Universums stattfand, in sehr jungen und weit entfernten Galaxien."

"Diese nahe Galaxie steht für eine unserer möglichen Vergangenheiten, in welcher Sternen sich zuerst im Galaxiekern und später in den Armen entwickelt haben", führt Dr. Barry Madore, ebenfalls von den Carnegie Observatories, weiter aus.

Mit einer Entfernung von 31 Millionen Lichtjahren ist NGC 4625 die naheste, jemals beobachtete Galaxie mit solch jungen Spiralarmen. Sie ist etwas kleiner als unsere Milchstraße, in der Masse und in der Größe. Jedoch lässt sich vermuten, dass sie sich durch ihre starke Sternenbildung, zu einer massiveren Galaxie als der Milchstraße entwickeln wird.

Die zuvor von NGC 4625 mit sichtbarem Licht gemachten Bildern zeigten nur einen eiförmigen Ball aus Licht, welcher nur sehr schwache Hinweise auf Spiralenarme aufwies. Schlussendlich konnten diese Spiralarme durch Ultraviolettbilder von Galaxy Evolution Explorer aufgedeckt werden. Zur ihre Entdeckung hat ihre intensive Helligkeit geführt. Diese lässt vermuten, dass es in den Armen nur so wimmelt vor lauter heißen, neugeborenen Sternen. Diese leichten hauptsächlich im ultravioletten Licht.

"Die Sterne in den Armen sind etwa eine Milliarde Jahre alt, während die Sterne in dem Zentrum etwa um das Zehnfache älter sind", meint Gil de Paz. Die Arme von NGC 4625 sind sehr länglich, erstrecken sich über das Vierfache der Größe des Kerns der Galaxie. Das macht sie zur der längsten, jemals entdeckten, ultravioletten Scheibe.



Das Bild der zwei Galaxien NGC 4625 und NGC 4618 zeigt in violett den kühlen Wasserstoff um den beiden Galaxien. Erst durch ultraviolettes Licht konnten die Arme von NGC 4625, durch das starke Glühen der jungen Sterne, entdeckt werden. [Quelle: NASA/JPL-Caltech/Carnegie Observatories/WSRT]
Auf dem neuen Bild von Galaxy Evolution Explorer lässt sich noch weiteres interessantes entdecken: Eine benachbarte Galaxie, welche NGC 4625 ziemlich ähnlich sieht, genannt NGC 4618. Momentan hat sie keine Arme. Wie kann dieses galaktische Duo sich so unterschiedlich entwickelt haben? Die Astronomen stehen vor einem Rätsel für das es nur Ansätze aber noch keine Lösung gibt. Jedoch besagen einige Theorien, dass die Anwesenheit der armlosen Galaxie ein wichtiger Bestandteil war, damit NGC 4625 Arme wachsen konnten.

"Wir wissen, dass Interaktionen zwischen Galaxien die Bildung von Sternen antreiben kann. Jedoch ist nicht klar, warum nur eine Galaxie mit Armen endete", sagt Dr. Chris Martin vom Kalifornischen Institut für Technologie in Pasadena, Kalifornien.

Frühere Studien der Gasverbreitung um den zwei Galaxien zeigt, dass NGC 4625 sich vielleicht in einem mehr solideren Umgebung entwickelt hat, während die armlose Galaxie in einem mehr chaotischen und turbulenteren Umfeld aufwuchs.
 
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