Jungfernflug der HEAT-1X Rakete

Die HEAT-1X Rakete der privaten Gruppe Copenhagen Suborbitals hat ihren ersten Testflug mit einigen Problemen absolviert.

Ein Beitrag von Sascha Haupt. Quelle: Copenhagen Suborbitals.

Copenhagen Suborbitals
HEAT-1X bei der Montage
(Bild: Copenhagen Suborbitals)

Copenhagen Suborbitals ist eine Gruppe von Enthusiasten, die durch Spenden finanziert wird. Sie plant, ein kleines Raumschiff für eine Person mit einer sehr kostengünstig herzustellenden Rakete auf eine suborbitale Bahn zu bringen. Zum Testen wurde die kleine HEAT-1X-Rakete entwickelt, eine Hybridrakete, die Polyurethan als Treibstoff und Flüssigsauerstoff als Oxidator verwendet. Ein erster Testflug hatte im September 2010 stattfinden sollen, der Countdown musste jedoch wegen eines fehlerhaften Sauerstoffventils abgebrochen werden.
Auch heute klappte es nicht sofort: Beim ersten Versuch konnte die Rakete wohl wegen eines Elektronik- oder Softwareproblems nicht abheben, wenige Minuten später startete sie dann. Allerdings lief nicht alles perfekt.

Die Rakete hob ab, erreichte aber nur eine Höhe von ca. 3 km (anstatt der geplanten 15 km). Der Prototyp des Raumschiffs „Tycho Brahe“, der sich an ihrer Spitze befand, wurde dann jedoch erfolgreich abgetrennt und beide Teile gingen an Fallschirmen in der Ostsee nieder. Obwohl es auch leichte Probleme mit den Fallschirmen gab, konnten Rakete und Raumschiff geborgen und sollen wiederverwendet werden.
Insgesamt ist der Flug aber sicherlich als Erfolg für die Gruppe, der nur geringe Finanzmittel zur Verfügung stehen, zu bewerten.

Raumcon:

Nach oben scrollen