Grasshopper steigt auf 250 m und landet sanft

Der Grasshopper getaufte Landesimulator für die Erststufe der Falcon-9-Trägerrakete hat am 19. April seinen nächsten erfolgreichen Landeversuch absolviert.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceX, Raumcon.

Space Exploration Technologies
Grasshopper beim Testflug
(Bild: Space Exploration Technologies)

Dazu startete die mit einem vierbeinigen Gestell sowie Ballast versehene Erststufentankkonstruktion inklusive Avionik und einem Merlin-1D-Triebwerk zunächst und erhob sich bis auf etwa 250 Meter. In zwei Stufen wurde der Antrieb anschließend gedrosselt. Danach schwebte der Grasshopper einige Sekunden in der Luft, bevor das Triebwerk erneut gedrosselt wurde und der Abstieg begann.

Ein Stück über dem Erdboden wurde der Antrieb wieder verstärkt und so der Abstieg abgebremst. In einer eindrucksvollen Staubwolke kam das Vehikel schließlich am Startpunkt wieder zum Stehen.

Die Informationen in Text, Bild und Ton wurden offenbar heute bei SpaceX sowie auf verschiedenen Videoportalen freigeschaltet bzw. hochgeladen. Dabei wurden erstmals auch Aufnahmen einbezogen, die von einem Hexacopter aus der Luft gemacht wurden.

Mittlerweile ist es auch offiziell, dass SpaceX beim Jungfernflug der Falcon 9 1.1, der mittlerweile für Juli geplant ist, versuchen will, die Erststufe nach der Abtrennung von der zweiten Stufe mittels Kaltgasdüsen zu wenden, mit Hilfe mehrerer Triebwerke abzubremsen und nach einem antriebslosen Fall die Geschwindigkeit mit einem einzelnen Triebwerk unmittelbar über der Wasseroberfläche bis auf Null zu reduzieren.

Gelängen alle drei Manöver, so wäre dies der Idealfall. Beim ersten Versuch sieht man zunächst aber nur das Wenden der Antriebsstufe als Erfolgskriterium. Gewinnt man Daten über das Verhalten der dann fast leeren Erststufe bei diesem Manöver, können die weiteren Schritte konkreter geplant werden.

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