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Autor: Thomas Weyrauch / 08. Juli 2013, 19:26 Uhr

OHB liefert SARah für Bundeswehr

Am 2. Juli 2013 hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz die Orbitale Hochtechnologie Bremen System AG (OHB) mit Entwicklung und Lieferung des militärischen satellitengestützten Radar-Aufklärungssystems SARah beauftragt. Vorher hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in einer Sitzung am 26. Juni 2013 seine Zustimmung zu dem Rüstungsprojekt geben.

Quelle: Bundeswehr-Journal, OHB, Raumfahrer.net
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OHB

Bild vergrößernOHB-Standort Bremen mit Integrationshalle für Satelliten
(Bild: OHB)
Das aktuell im Einsatz befindliche militärische deutsche Radarsatellitensystem SAR-Lupe wurde ebenfalls von OHB aufgebaut. Es ist mit seinen Satelliten mit unbeweglich montierten Antennenschlüsseln in der Lage, Gegenstände am Erdboden zu identifizieren, die kleiner als ein Meter sind. Die Auslegungsbetriebsdauer dieses Systems reicht laut einer Information der Bundesregierung bis Ende 2017. Ein Vertrag mit OHB, in dessen Rahmen OHB betriebliche Aufgaben für SAR-Lupe erfüllt, läuft im November 2017 aus.

Das Radar-Aufklärungssystem SARah wird nach Fertigstellung aus zwei Bodenstationen und drei um die Erde kreisenden Radarsatelliten bestehen. Nach derzeitigem Planungsstand soll das Bodensegment von SARah im Herbst 2016 einsatzbereit sein. Der Betriebsbeginn des fertiggestellten Gesamtsystems ist derzeit für Ende 2019 vorgesehen.

SARah wird nach Angaben der Bundeswehr dann für Kontinuität bei der Fähigkeit, Krisensituationen frühzeitig zu erkennen und sinnvoll zu bewältigen, sorgen. Die Leistungen des Systems sollen über denen von SAR-Lupe liegen. Beispielsweise erwartet man von SARah eine verbesserte Auflösung, schnellere Datendownloads von den Satelliten und reduzierte Systemantwortzeiten.

Der Start der Satelliten wird voraussichtlich auf Falcon-9-Raketen des US-amerikanischen Unternehmens SpaceX erfolgen, wurde anlässlich der Pariser Luftfahrtschau auf dem Flughafen Le Bourget im Juni 2013 bekannt. Für zwei der Satelliten ist ein gemeinsamer Flug geplant, für den dritten Satelliten der Konstellation ein zusätzlicher Start.

Bei zwei der drei Satelliten für SARah greift OHB auf Technologien zurück, die bereits bei SAR-Lupe verwendet werden. Für die neuen Satelliten will OHB insbesondere die von SAR-Lupe benutzte Reflektortechnologie weiterentwickeln.

Den dritten Satelliten für SARah möchte man mit Radartechnik ausrüsten, die auf der von der Astrium-GmbH in den zivilen Radarsatelliten TerraSAR-X und Tandem-X verwendeten basiert. Auf letzteren kommen aktive phased-array Radaranlagen zum Einsatz, deren Antennen ohne bewegliche Teile auskommen und jeweils 384 horizontale sowie 384 vertikale einzelne Strahler besitzen.

OHB fungiert als Hauptauftragnehmer für das Projekt. Die beiden Satelliten mit der aus SAR-Lupe weiterentwickelten Technik und zentrale Bestandteile der Ausrüstung der Bodenstationen will OHB selbst liefern. Den Satelliten mit der Phased-Array-Technik bezieht OHB von Astrium.

Nach Angaben von OHB liegt das Gesamtvolumen des staatlichen Auftrags bei 816 Millionen Euro. Enthalten sind darin gemäß Informationen aus Le Bourget auch der Start der Satelliten und der Betrieb der gesamten Infrastruktur über einen Zeitraum von zehn Jahren. Den Anteil für Astrium beziffern gewöhnlich gut informierte Quellen auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

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