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Autor: Günther Glatzel / 08. Oktober 2012, 16:44 Uhr

Dragon im All trotz Triebwerksausfall (Update)

Beim Start des zweiten Dragon-Raumschiffes der Firma Space Exploration Technologies (SpaceX) kam es nach etwa 1:19 min zu einer Anomalie und einem Triebwerksausfall, der offenbar aber weitgehend kompensiert werden konnte.

Quelle: SpaceX, NASA, Raumcon
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Zeitlupe vom Triebwerksversagen. Zu sehen sind Trümmerteile, die sich von der Rakete lösen.
(Video: SpaceX)
Dabei wurde eine Bahn zwischen etwa 200 und etwa 325 km Höhe bei einer Bahnneigung von 51,65 Grad erreicht. Im Startvideo war ein helles Aufleuchten am Triebwerk 1 zu sehen, worauf mehrere größere Teile abfielen.

Nach Auskunft von SpaceX gab es im Triebwerk Nummer 1 eine Anomalie, woraufhin dieses erfolgreich abgeschaltet wurde. Der Bordcomputer berechnete ein neues Missionsprofil und verlängerte die Brenndauer der übrigen Triebwerke der ersten Stufe um etwa 15 Sekunden.

Die Falcon 9 verfügt in der ersten Stufe über 9 baugleiche Triebwerke des Typs Merlin 1C. Fällt eines der Triebwerke aus, so können die anderen dessen Funktion bis zu einem gewissen Grad mit übernehmen. Dies wurde bereits bei der Konstruktion der Rakete so vorgesehen. Dass dies bei der Falcon 9 tatsächlich funktioniert, konnte mit dem heutigen Zwischenfall bereits nachgewiesen werden. Allerdings bleibt die Frage, ob dadurch die vorgesehene Bahn erreicht wurde und alle Missionsziele erfüllt werden können.

Elon Musk dazu gegenüber NASAwatch: "Ich glaube, die Falcon 9 ist die einzige aktuelle Rakete, die wie ein modernes Verkehrsflugzeug auch, mit einem Triebwerksausfall ihren Flug erfolgreich beenden kann. Es gab keine Auswirkungen auf das Dragon-Raumschiff oder die Versorgungsmission zur Raumstation."

Der mittransportierte Orbcomm-Satellit wurde auf einer Bahn mit etwa obigen Parametern ausgesetzt. Man wollte das Risiko einer zweiten Zündung der Oberstufe nicht eingehen, da man mit unerwarteten Bahnparametern operierte und keine Gefährdung der ISS auf einer darüber liegenden Bahn riskieren wollte. Dadurch gelangt der Satellit allerdings möglicherweise nicht in den geplanten 700-Kilometer-Orbit. Das Dragon-Raumschiff löste sich dagegen wie vorgesehen von der Oberstufe, die Solarzellenpaneele wurden ausgeklappt. Nun untersuchen Verantwortliche von SpaceX die Vorfälle.

Update:

Nach einer ersten Auswertung wurde bekannt gegeben, dass es im Triebwerk 1 einen Druckabfall gegeben habe. Daraufhin sei dieses automatisch abgeschaltet worden. Aufgrund des Druckabfalls an der Innenseite hätten daraufhin Teile der Verkleidung dem "Fahrtwind" kurz vor aerodynamischer Maximalbelastung nicht mehr standhalten können und seien abgebrochen. Da man auch nach dem Abschalten Daten vom Triebwerk 1 empfangen habe, kam es zu keiner Explosion, wie von verschiedenen Seiten zunächst spekuliert worden war.

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