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Autor: Günther Glatzel / 10. Mai 2012, 18:59 Uhr

ATK konkretisiert Liberty-Konzept

Dieses wurde gestern auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Gedacht ist es ausdrücklich für bemannte Raumflüge. Die Entwicklung durch Alliant Techsystems und Partner könnte im Rahmen des Commercial Crew Development-Programms der NASA erfolgen.

Quelle: Commercial Space Watch, ATK, NASA
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ATK

Liberty-Rakete (Illustration)
(Bild: ATK)
Bisher finanziert ATK das Projekt aus eigener Tasche. Auch wenn man in der nächsten CCDev-Runde unberücksichtigt bleiben würde, wolle man es weiter verfolgen. Allerdings seien dann die zeitlichen Ziele kaum realisierbar. Gegenwärtig geht man davon aus, dass ein erster Testflug 2014 und ein bemannter Test bereits 2015 erfolgen könnte.

Das Liberty-Konzept sieht vor, dass auf einen erweiterten Feststoff-Booster die Zentralstufe einer Ariane-5-Trägerrakete aufgesetzt wird. Auf dieser sitzt letztlich die Nutzlast, die eine ebenfalls von ATK entwickelte Kapsel aus Verbundwerkstoff sein könnte. Ein Rettungssystem soll hier integriert werden. Es wird aber auch geäußert, dass die Rakete andere Raumschiffe wie die CST-100 von Boeing transportieren könnte und dies unter Nutzung bestehender Infrastruktur und Montagehallen.

Betont wurde, dass die gesamte Rakete auf bewährter Technik beruht, über nur zwei Triebwerke mit hoher Zuverlässigkeit verfügt und eine Flugbahn verfolgen kann, auf der in jeder Phase der effektive Einsatz eines Startabbruchsystems die Rettung der Besatzung ermöglichen könnte. Darin unterscheidet sich Liberty von anderen Trägern. Hier werden in der ersten Stufe mehrere Triebwerke eingesetzt, bei denen der Ausfall eines einzigen Systems zum Scheitern der Gesamtmission führen könnte.

NASA

Rohbau der Verbundwerkstoffkapsel von ATK
(Bild: NASA)
Die Kapsel, bei der der Druckkörper aus Verbundwerkstoff bestehen soll, ist eine im Auftrag der NASA durchgeführte Studie von ATK der verganenen Jahre. Das Projekt begann Anfang 2007 und seit Januar 2009 wurden wiederholt ausführliche Tests am Langley Research Center der NASA durchgeführt. Insbesondere standen hier Messungen der Zug- und Druckbelastung sowie bei Vibrationen auf dem Plan. Und nicht nur die NASA hifft, dass Verbundwerkstoffe zukünftig in der Raumfahrt eine große Rolle spielen können.

Partner von ATK bei der Liberty-Entwicklung sind Astrium (2. Stufe), Lockheed (Kopplungs- und Rendezvoustechnik), Safran/Snecma (Vulcain-2-Triebwerk), Safran/Labinal (Verdrahtung), L-3 Communications Cincinnati Electronics (Telemetrie, Startabbruchsysteme und Avionics) und Moog (Schubvektor- und Antriebssteuerung).

Damit reiht sich Liberty allerdings in eine recht lange Reihe von Projekten ein, die eine staatliche finanzielle Förderung erwarten und zumindest kurzfristig von NASA-Aufträgen leben müssten. Neben Lockheeds Orion-Projekt mit einem SLS als Träger stehen weitere Unternehmen wie Boeing (CST-100/Atlas), SpaceX (Dragon/Falcon), SNC (Dream Chaser) oder Blue Origin (New Shepard) im Rahmen des CCDev-Programms in der Schlange. Währenddessen werden die Aussichten auf Förderung durch Kürzung der von der NASA beantragten Mittel eher geringer.

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