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Autor: Günther Glatzel / 15. Juli 2012, 12:03 Uhr

Neue ISS-Besatzung mit Sojus-TMA 05M auf dem Weg

Heute morgen 4.40 Uhr MESZ startete das Raumschiff Sojus-TMA 05M an der Spitze einer Trägerrakete vom Typ Sojus-FG vom Startplatz 1 in Baikonur aus ins All.

Quelle: Roskosmos
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Roskosmos (Schnappschüsse aus Video)

Startphasen der Mission: 1. Start der ersten beiden Stufen der Trägerrakete; 2. "heiße" Abtrennung der zweiten Stufe; 3. Separation des Raumschiffes; 4. Raumschiff im Orbit.
(Bilder: Roskosmos (Schnappschüsse aus Video))
An Bord befinden sich drei Raumfahrer, die in den nächsten Monaten an Bord der Internationalen Raumstation leben und arbeiten sollen. Die Kopplung des Raumschiffes mit der Station ist für Dienstag morgen geplant. Bis dahin wird die Anfangsbahn der der ISS immer weiter angenähert.

Die Besatzung des Raumschiffes besteht aus dem Kommandanten Juri Malentschenko, der bereits seinen fünften Raumflug absolviert, Sunita Williams, die zum zweiten Mal zu einer ISS-Crew gehört sowie Akihiko Hoshide, für den es ebenfalls der zweite Raumflug ist. An Bord der Station warten bereits Gennadi Padalka, Joseph Acaba und Sergej Rewin, die sich seit Mitte Mai im Weltraum befinden.

Die neue Besatzung gehört zunächst zur ISS-Expedition 32 und bildet danach einen Teil der Expedition 33. Rückkehr und Landung sind für November vorgesehen.

Der Start verlief bei gutem Wetter und blauem Morgenhimmel in Kasachstan normal. Nach Zündung und Stabilisierung der Triebwerke der ersten beiden Stufen hob die Rakete planmäßig um 4:40:03 Uhr MESZ ab und stieg auf. Nach etwa 118 Sekunden wurden die seitlich angebrachten Startstufen abgetrennt, ihm folgten kurz darauf Rettungsturm und Nutzlastverkleidung. Nach etwa viereinhalb Minuten zündet die dritte Stufe, die zu diesem Zeitpunkt über einen Gitteradapter noch mit der zweiten verbunden war. Erst 288 Sekunden nach dem Start war die zweite Stufe ausgebrannt und wurde abgeworfen. Ihr folgte wenig später der Adapter.

Insgesamt 528 Sekunden nach dem Start beendete auch die dritte Stufe ihre Arbeit und das Raumschiff wurde von ihr abgetrennt. Danach wurde dieses in eine leichte Rotation versetzt, die das Entfalten der Solarzellenpaneele unterstützt. Antennen wurden ausgeklappt und ein Prüfprogramm für die Triebwerke des Raumschiffes absolviert. Verläuft dieses, so wie heute erfolgreich, dann wird die Mission planmäßig fortgesetzt.

Über mehrere Korrekturmanöver wird in den folgenden Stunden die Bahn des Raumschiffes angehoben. Dabei nähert man sich immer weiter der Raumstation an. Die Kopplung von Sojus-TMA 05M ist am Mini-Forschungsmodul Rasswjet geplant.

An Bord der Raumstation werden dann umfangreiche Forschungsarbeiten auf den Gebieten Astronomie, Atmosphärenforschung, Biologie, Materialwissenschaft, Medizin, Meteorologie, Physik und Technik durchgeführt und die Station in Schuss gehalten. Der Aufbau der ISS begann im November 1998, sie ist seit Oktober 2000 ständig bemannt, verfügt gegenwärtig über 16 unter Druck stehenden Module und soll in den kommenden Jahren um mehrere weitere Einheiten erweitert werden. Das nächste große Modul ist Naúka (russisch für Wissenschaft), dessen Start Ende 2013 oder Anfang 2014 erfolgen soll. Ihm folgt ein kugelförmiges Multikoppungsmodul neuer Generation, an dem Raumschiffe und weitere Stationsmodule anlegen können.

An der Internationalen Raumstation sind 14 Länder beteiligt, darunter Deutschland. Eine entsprechende Vereinbarung wurde zwischen den Raumfahrtagenturen NASA, Roskosmos, Canadian Space Agency (CSA), Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) und der European Space Agency (ESA) geschlossen. China, Indien und Südkorea haben ebenfalls Interesse an einer Beteiligung.

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