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Autor: Günther Glatzel / 23. Juni 2013, 13:46 Uhr

Manuelle Kopplung von Shenzhou 10 und Tiangong 1

In der Nacht unserer Zeit koppelte das chinesische Raumschiff Shenzhou 10 von der Raumstation Tiangong 1 ab und führte anschließend ein manuelles Annäherungs- und Kopplungsmanöver aus.

Quelle: CCTV, Xinhua, Raumcon
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Dies diente vor allem dem Training der Raumfahrer. In den kommenden Jahren will man den Aufbau einer größeren Raumstation in Angriff nehmen, wofür man zunächst eine Menge Erfahrungen sammeln möchte.

Das Abkoppeln geschah gegen 2.26 Uhr MESZ, das erneute Ankoppeln, nachdem man sich zwischenzeitlich bis auf etwa 120 m von der Station entfernt hatte, gegen 4.07 Uhr. Die Steuerung wurde vom Kommandanten Nie Haisheng bedient, während Zhang Yiaoguang, und Wang Yaping assistierten. Nach der erneuten Kopplung bezog die Besatzung die Raumstation bereits wieder. Die Arbeiten an Bord werden wahrscheinlich bis zum Mittwoch andauern.

In den letzten Tagen hatten die drei Raumfahrer ihr geplantes Programm abgearbeitet. Dazu gehörten medizinische Untersuchungen, die sich vor allem mit Veränderungen befassten, die der menschliche Körper während des Aufenthalts in der Schwerelosigkeit erfährt. Dazu gehören Muskel- und Knochenschwund, eine Schwächung des Immunsystems sowie Veränderungen in der Wahrnehmung.

Des Weiteren wurden technische Erprobungen durchgeführt und Sport getrieben. Außerdem wurde eine minutiös vorbereitete Unterrichtsstunde aus der Station übertragen, in deren Verlauf verschiedene Phänomene der Schwerelosigkeit vorgeführt und Fragen der Schüler auf der Erde beantwortet wurden. So brachte Wang Yaping einen ihrer Kollegen mit einem Finger in Bewegung, erzeugte mit Hilfe der Oberflächenspannung eine Wasserkugel, bewies die Stabilität der Kreiselbewegung im All sowie den Unterschied zwischen Masse und Gewicht und zeigte, dass ein Pendel in der Schwerelosigkeit nicht so funktioniert, wie wir es von der Erde gewöhnt sind.

Die Unterrichtsstunde aus dem All wurde von etwa 60 Millionen chinesischen Schülern in 80.000 Schulen gesehen und weckte nach Worten eines Lehrers Interesse an Weltraumwissenschaften.

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