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Autor: Ralf Möllenbeck / 24. August 2011, 17:15 Uhr

Progress-Flug scheitert

Progress-M 12M startete heute pünktlich um 15:00 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation. Bei Flugsekunde 320 trat jedoch ein Problem mit der dritten Stufe der Trägerrakete auf.

Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos
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NASA-TV

Bild vergrößernSojus-Trägerrakete hebt ab
(Bild: NASA-TV)
Nach zweitägiger Vorbereitung auf dem Startplatz 1 erfolgte die Zündsequenz der Sojus-U-Trägerrakete mit dem Frachtraumschiff als Nutzlast. Die Trägerrakete erhob sich vom Startplatz, die Trennung von der ersten Stufe, also den vier seitlichen Triebwerken, erfolgte planmäßig und war gut sichtbar. Bei 5 Minuten und 20 Sekunden Flugzeit erfolgte jedoch eine Fehlfunktion an der dritten und letzten Stufe der Sojus-Rakete und der Kontakt zu dem Fluggerät riss ab. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos und Mission Control Houston sprechen von einer „außernominellen Situation“. Ob der Fehler direkt bei der dritten Stufe der Rakete oder dem Trennungssystem zum Progress-Transporter auftrat, ist unklar. Die Analysen zur Fehlerursache sind angelaufen. Es ist die erste misslungene Mission eines Progress-Transporters bei 134 Flügen.

Gemäß russischen Quellen soll Progress-M 12M gegen 15:25 Uhr MESZ über russischem Staatsgebiet niedergegangen sein. An Bord befanden sich 1.262 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 932 Kilogramm Treibstoff, 421 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff, welche nun in der ISS-Versorgung fehlen. Es war geplant, Progress-M 12M mehr als sechs Monate an der Raumstation zu belassen. Erst für die Ankunft des europäischen Versorgungsraumschiffes ATV 3 „Edoardo Amaldi“ im März sollte der hintere Dockingport des Swesda-Moduls frei werden. Weiter sollte das russische Transportraumschiff drei Bahnanhebungen der ISS durchführen. Auswirkungen auf den im nächsten Monat, ebenfalls auf einer Sojus-Rakete, geplanten bemannten Start von Sojus-TMA 22 sind bis jetzt noch nicht absehbar. Auch werden Einflüsse auf den ISS-Flugplan, die ISS-Versorgung und die ISS-Flughöhe erwartet.

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