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Autor: Günther Glatzel / 27. Januar 2009, 19:03 Uhr

Russische Raumfahrt-Pläne bis 2020

Auf der 33. Tagung des russischen Raumfahrtrates wurden die wesentlichsten Ziele der nationalen Raumfahrt für das nächste Jahrzehnt skizziert.

RussianSpaceWeb, Raumcon, Wikipedia
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Wikimedia

Glanzlichter vergangener Tage: Mondfahrzeug Lunochod 1 und Venuslander Venera 13
(Bilder: Wikimedia)
Auf dem Sektor der unbemannten Raumfahrt spielt nach wie vor die Fertigstellung und Modernisierung des russischen Navigationssystems GloNASS eine wesentliche Rolle. Bis 2015 sollen 24 Satelliten im Einsatz sein. Außerdem stehen 3 Ersatzsatelliten bereit. Ein Teil davon sind Satelliten vom neuen K-Typ. Eine Erweiterung auf 30 Satelliten wäre möglich.

Zusätzlich soll ein System von Erdbeobachtungssatelliten für zivile Zwecke geschaffen werden. Diese sollen helfen, Umweltbelastungen erkennbar zu machen und im Falle ökologischer Katastrophen die Übersicht zu behalten. Außerdem können ihre Daten für kartografische oder militärische Aufgaben herangezogen werden.

Ebenfalls hohe Priorität besitzt die Errichtung des Kosmodroms Wostotschnoi im fernen Osten Russlands. Erste Starts könnten von hier aus etwa 2015 erfolgen. Ab 2018 sollen dort auch bemannte Missionen starten. Dazu entwickelt Russland nach der Absage der ESA komplett in Eigenregie ein neues Raumschiff für maximal 6 Personen und Fracht. Dieses könnte auch mit einer Version der in Entwicklung befindlichen neuen Trägerrakete Angara ins All gelangen. Als Alternative gilt nach wie vor die Zenit. Es soll eine Masse von etwa 12 Tonnen besitzen, maximal 14 Tage autonom operieren können, in Verbindung mit einer Raumstation aber 200 Tage dienstbereit sein. Das Design der neuen Kapsel soll bis Mitte 2010 vorbereitet sein.

Zum Thema ISS wurden ebenfalls Aussagen getroffen. Zum einen wird Russland den Betrieb der Station auch nach 2014 sicherstellen, falls die Partner der Raumstation einen weiteren Betrieb etwa bis 2020 beschließen. Dann würde Russland neben den bereits avisierten Modulen MRM 2 (Masse: 4 t/Länge: 4,6 m/Durchmesser: 2,6 m/Nutzvolumen: 12 m³/Start: August 2009), MRM 1 (4,6 t/5,5 m/2,2 m/14 m³/April 2010) und MLM (20,3 t/12,6 m/4,1 m/Dezember 2011) ein Mehrfach-Kopplungsmodul (2013) sowie zwei solarzellenbestückte Forschungsmodule (20 t/25,3 m/4,1 m/150 m³) bauen und bis 2015 ankoppeln. Dies würde die Forschungs- und Energiekapazität des russischen Segments bedeutend erweitern. Insgesamt könnte die Masse des russischen Segments der ISS auf über 120 Tonnen, der Raum auf 400 Kubikmeter und die zur Verfügung stehende elektrische Leistung auf 80 kW anwachsen.

externe Grafik: geplantes russisches Segment der ISS bei Kosmonawtka

Zur Erkundung des Mondes soll 2012 die Mission Luna-Glob gestartet werden, die eine Landung mit Probenrückführung vorsieht. Gemeinsam mit Indien ist außerdem eine Mondmission geplant, zu der Russland ein Mondfahrzeug beisteuert. Weitere wissenschaftliche Missionen könnten folgen. Neben Phobos-Grund zum Mars und dessen größerem Mond ist nach wie vor eine Venussonde mit internationaler Beteiligung im Gespräch (Verena D). Dazu sollen ein Orbiter, eine oder mehrere Ballonsonden und ein Lander gehören, der mehrere Tage lang Daten sammeln und übermitteln soll. Dies ist auf der Venus nicht so einfach, da man bei Drückem um 90 Bar und Temperaturen um 400 °C sowie säurehaltigen Bestandteilen in der Atmosphäre mit ungleich ungünstigeres Bedingungen zu kämpfen hat, als auf dem Mars.

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