Eine außergewöhnliche Hitzewelle erfasst derzeit Länder in ganz Westeuropa, wobei Städte und Regionen in Frankreich, Spanien und Süditalien für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen verzeichnen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.
Quelle: ESA / Applications, 25. Juni 2026

Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2026), processed by ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence
Dieses Bild der Landoberflächentemperatur wurde am Mittwoch, dem 23. Juni, von der Copernicus-Sentinel-3-Mission aufgenommen. Die Daten wurden am späten Vormittag Ortszeit erfasst.
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Die auf dem Bild dargestellten Farben reichen von Violett- und Dunkelrottönen (die Oberflächentemperaturen von bis zu 55 °C anzeigen, wie sie in Teilen Zentralspaniens, Westfrankreichs und Nordafrikas zu sehen sind) bis hin zu Hellblau, das auf niedrigere Oberflächentemperaturen in Bergregionen hinweist. Einige Gebiete waren von Wolken bedeckt – diese sind weiß dargestellt.
Der Satellit maß Bodentemperaturen von 48 °C in Madrid, 44 °C in Rom sowie jeweils 46 °C in Poitiers (Frankreich) und Zaragoza (Spanien). In Nordafrika sind die Bodentemperaturen deutlich höher; in Tunis erreichten sie 49 °C. Da Oberflächen wie Fels, Sand und Asphalt die Wärme speichern, liegen die Bodentemperaturen deutlich über den Lufttemperaturen.
Sentinel-3 ist mit vier Instrumenten ausgestattet, darunter das Sea and Land Surface Temperature Radiometer (SLSTR) – ein leistungsstarker und hochpräziser Sensor, der Temperaturen sowohl über Land als auch über dem Meer misst. Er erfasst Hitzestress über Land, und seine Daten werden in der Landwirtschaft sowie zur Überwachung von städtischen Wärmeinseln und Waldbränden genutzt.
Die derzeitige Hitzewelle in Europa wird durch ein atmosphärisches Hochdruckgebiet verursacht – einen sogenannten „Hitzedom“ –, das zwischen zwei Tiefdruckgebieten auf beiden Seiten über Europa festsitzt. Die Sommerhitze in Europa steht normalerweise nicht im Zusammenhang mit El Niño. Obwohl Satellitendaten erste Anzeichen des El-Niño-Phänomens im Pazifik festgestellt haben, ist El Niño daher nicht die Ursache für die derzeitigen Temperaturen in Europa.
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