Beagle 2: Keine Fehlerursache

Was war der Grund für den Fehlschlag von Beagle 2? Diese Frage kann bis jetzt noch nicht sicher beantwortet werden, da viele Fehler in Frage kommen.

Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceDaily.

Sehr viele Möglichkeiten von technischen Problemen kann es bei der Beagle 2 Landung gegeben haben. Beagle 2 ist der britische Mars-Lander der mit Mars Express zum Roten Planeten aufgebrochen war. Als nach dem Landeanflug kein Funkkontakt mit der Sonde hergestellt werden konnte, wurde eine Spezialtruppe eingesetzt, um die Ursachen für das Scheitern der Mission herauszufinden. Letzten Dienstag wurde nun der Abschlussbericht vorgelegt und es gibt keine 100 prozentig sichere Fehlerursache.

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Wer hätte beim Start geglaubt, dass Beagle 2 nicht durchkommt? (Bild: ESA)

Sechs Monate ist es bereits her, dass Beagle 2 offiziell aufgegeben und eine Komission eingesetzt wurde. Die Gruppe hatte drei Monate Zeit, um eine Ursache zu finden, versagte allerdings und bekam eine verlängerte Zeitspanne; bis Ende August. Colin Pillinger, Projektmanager von Beagle 2, glaubt, dass die Atmosphäre an der Landestelle ein Grund sein könnte, was er im Mai verlauten ließ. Dort gab es zur Zeit der Landung gewaltige Staubstürme. Ein Mars Express Gerät zeigte eine dünnere Atmosphäre an der Landestelle. Dadurch könnte es sein, dass Beagle 2 zu schnell auf den Roten Planet zuflog und so auf der Oberfläche zerschellte.

Leider kann man nicht einmal sagen, ob Beagle 2 erfolgreich auf der Oberfläche gelandet ist. Es könnte sein, dass nur seine Kommunikationssysteme zerstört sind oder einige wichtige Instrumente. Angesichts der Tatsache, dass Beagle 2 kurzfristig gebaut wurde und das Budget nicht für ein besseres Landesystem reichte, war ein Scheitern der Mission eigentlich gar nicht so überraschend. Aber vielleicht ist Beagle 2 nur in einen der Krater nahe der Landestelle geflogen und seine Antennen funken nicht in die richtige Richtung.
Ein Vergleich zu den Mars Rovern kann natürlich nicht gezogen werden, da man hier ein größeres Budget und eine längere Entwicklungsphase hatte. Bei der ESA spricht man schon von Beagle 3 aber bevor die genaue Unglücksursache nicht herausgefunden wird, wird dies ein Traum bleiben.

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