Cosmos 1 mit Sonnensegel vor Start

Die Raumsonde mit dem ersten Sonnensegel der Geschichte, genannt Cosmos 1, wird in gut einem Monat starten.

Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: SpaceFlight Now.

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So soll die Raumsonde mit entfalteten Sonnensegeln aussehen.
(Bild: SpaceFlightNow)

Die letzten Vorbereitungen und Tests für diesen sehr wichtigen Start laufen bereits auf Hochtouren und liegen voll im Zeitplan. Auch der Projektmanager Louis Friedman spricht von den letzten finalen Tests bevor es an den Start geht. Er und sein Team sind auf alle Herausforderungen, die auf ihm warten, gut vorbereitet. In den letzten Monaten wurden letzte Arbeiten am Sonnensegel durchgeführt und schlussendlich an die Raumsonde Cosmos 1 montiert. Diese war bereits mehrere Monate vor dem Zeitplan fertig und wartete nur noch auf ihre großen und mächtig wirkenden Sonnensegel, die beim Start klarerweise noch zusammengefaltet sind. Jetzt gibt es nur noch die letzten Starttests mit der fertigen Sonde ehe es dann wirklich in den Weltraum geht.

In diesen letzten Tests heißt das Gebot der Stunde: Äußerste Vorsicht! Die Sonde muss unter realistischen Bedingungen üben, dennoch muss eine Gefährdung der Sonde unter allen Umständen ausgeschlossen werden, damit sie bis zu ihrem feurigen Start überlebt. Bis zum Start werden die Sonnensegel noch zusammengefaltet in Transportkanister gegeben, da für den Transport die Segel vorübergehend wieder abmontiert werden, ehe sie vor dem Start entgültig auf die Sonde montiert werden.

Die Sonnensegel sollen sich im Weltraum entfalten, sehr viel Sonnenlicht auffangen und damit die Geschwindigkeit der Raumsonde langsam erhöhen, so dass der anfangs rund 800 Kilometer hohe Erdorbit stetig angehoben wird. Ob dieses Verfahren tatsächlich so funktioniert und wie effizient es ist, wird Cosmos 1 zeigen, da es die erste Raumsonde mit dieser Antriebsart ist. Cosmos 1 wird von der Barents-See aus starten. Bei der Volna-Trägerrakete handelt es sich um eine modifizierte Interkontinentalrakete aus Sowjetzeiten, und folgerichtig erfolgt der Start von einem getauchten russischen U-Boot aus. Der Starttermin ist irgendwann zwischen 20. April und 30. Mai angesagt, doch noch hat Moskau noch keine genauen Daten liefern können.

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