Erfolgreicher Abwurftest des IXV

Das Intermediate eXperimental Vehicle, kurz IXV, der europäischen Weltraumorganisation ESA hat am 19. Juni einen erfolgreichen Abwurftest mit anschließender Wasserung absolviert.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger.

ESA
Das IXV wird nach erfolgreichem Abwurf aus 3.000 m Höhe aus dem Meer geborgen.
(Bild: ESA)

Dazu wurde ein spezielles Abwurfmodell in Originalgröße von einem Hubschrauber bis auf 3.000 Meter Höhe gebracht und dort ausgeklinkt. Nach kurzem freiem Fall entfaltete sich ein Fallschirm, der das Fahrzeug auf etwa 7 m/s abbremste. Mit dieser Geschwindigkeit tauchte das IXV-Modell an der Sardinischen Küste Italiens ins Mittelmeer ein. Nach der Wasserung wurden zwei Schwimmkörper aufgeblasen, die das Fahrzeug an der Oberfläche hielten, so dass es anschließend geborgen werden konnte.

IXV ist ein Projekt der ESA für ein wiederverwendbares Raumfahrzeug für die Durchführung von Experimenten in der Schwerelosigkeit. Dazu soll es mit einer Vega-Trägerrakete in eine Erdumlaufbahn in etwa 450 km Höhe gebracht werden. Nach erfolgreichem Einsatz tritt es mit etwa 7,5 km/s in die Erdatmosphäre ein, wird aerodynamisch abgebremst und geht anschließend am Fallschirm nieder. Nach einer kurzen Überholungsphase soll es danach für den nächsten Einsatz vorbereitet werden.

Im Dezember 2011 wurde zwischen ESA und Arianespace ein Vertrag unterzeichnet, der einen ersten Testflug im Jahre 2014 vorsieht. Anschließend soll das Fahrzeug jährlich für zwei wissenschaftliche Missionen zur Verfügung stehen. Damit hätte man ein flexibles System für den Einsatz kleinerer Nutzlasten beispielsweise für Erderkundung oder Technologieerprobung zur Verfügung.

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