Hubble erforscht Sternenwiege

Ähnlich den hohen und wilden Wellen des Meeres zeigt sich ein Gasnebel auf einer neuen Aufnahme des Hubble-Teleskops. Seine Veröffentlichung passt zu dem historischen Datum.

Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.

Das Sternentstehungsgebiet im Objekt M17 im Schützen aufgenommen vom Hubble Teleskop
(Bild: NASA/ESA)

Auf der Aufnahme von Hubble ist eine Gaswolke aus glühendem Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel zu erkennen. Diese befindet sich in dem extrem großen und hell leuchtenden Gasnebel Messier 17 (M17).

Die Aufnahme von Hubble enthält jedoch nur einen kleinen Teil des Objekts M17, einer Brutstätte von Sternen. M17, der auch unter den Namen Omega- und Schwannebel bekannt ist, befindet sich etwa 5.500 Lichtjahre entfernt von uns im Sternbild Schütze. Die Veröffentlichung des Bildes fällt mit dem 13. Geburtstag des Starts des Hubble-Teleskops am 24. April 1990 zusammen.
Die wellenartigen Muster aus Gas wurden von sehr jungen, heißen Sternen im Innern des Gasnebels modelliert und zum Leuchten gebracht. Diese erzeugen durch ultraviolette Strahlung die Erhitzung und die Formung der Oberflächen von kalten Wasserstoffgas-Wolken. Das Leuchten dieser Gasstrukturen ermöglicht den dreidimensionalen Effekt, den das Bild hervorruft.

Messier 17 (M17) und der von Hubble aufgenommene Bereich mit einem Durchmesser von etwa drei Lichtjahren
(Bild: NASA/ESA)

Die aufgeheizten Gaswolken-Oberflächen leuchten in diesem Bild in orange und rot. Intensive Hitze und hoher Druck bewirken, dass Material von der Oberfläche wegströmt und dabei grün leuchtende Schleier aus noch heißerem Gas hervorruft, welches Strukturen im Hintergrund völlig verbirgt. Der Druck an den Spitzen der Wellen könnte auch Auslöser neuer Sternen-Entstehungen sein.
Die Aufnahme, die etwa drei Lichtjahre umfasst, wurde am 29. und 30. Mai 1999 mit der Wide Field Planetary Camera 2 von Hubble aufgenommen. Die Farben in dem Bild stehen für verschiedene Gase: Rot für Schwefel grün Wasserstoff und blau Sauerstoff.

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