Luken geschlossen zwischen Endeavour und der ISS

Nach neun Tagen gemeinsamer Arbeit schlossen sich um 09:08 Uhr MEZ die Luken zwischen dem Space Shuttle Endeavour und der Internationalen Raumstation.

Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa.

Nasa
Beide Besatzungen im Interview
(Bild: NASA)

Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung gestern um 21:44 Uhr MEZ mit dem Lied „I’m Gonna Be (500 Miles)“ von Steve Curtis Chapman. Das Lied wurde Shuttlepilot Terry Virts gewidmet.

Bevor sich die beiden Besatzung wieder trennten, wurden noch abschließende Transferarbeiten absolviert. Zu den letzten Gegenständen, die von der Station zum Space Shuttle transferiert wurden, gehörten biologische Experimente, die zur Erde zurückkehren und dort von Experten ausgewertet werden. Zum Zeitpunkt als sich die Luken schlossen, wurden insgesamt knapp 600 Kilogramm zwischen Endeavour und der Raumstation ausgetauscht.

Terry Virts und ISS-Flugingenieur Soichi Noguchi nahmen sich Zeit, um die Installation der Kontrollstation für den Roboterarm der Raumstation im Observationsmodul Cupola zu besprechen. Da ein Gerät in Cupola die Installation dieser Konsole behinderte, muss nun Noguchi diese Arbeiten in den kommenden Wochen durchführen.

Shuttlekommandant George Zamka und Stationskommandant Jeff Williams eröffneten dann noch Cupola in einer offiziellen Zeremonie, bei der sie verschiedene Gegenstände im Modul platzierten. Hierzu gehörte ein Stück Mondgestein, das während der Apollo-11-Mission aufgesammelt und vom Astronauten Scott Parazynski auf dem Gipfel des Mount Everest gebracht wurde. Außerdem wurde noch ein Foto von Charles Lacy Veach aufgestellt. Veach war maßgeblich an der Entwicklung von Cupola beteiligt.

Die beiden Besatzungen hielten noch ihre traditionelle Pressekonferenz ab, in der sie Fragen von Reportern am Boden beantworteten.

Die Besatzung der Endeavour soll um 21:14 Uhr MEZ geweckt werden und damit Flugtag 13 beginnen. Endeavour soll die Raumstation um 01:54 Uhr MEZ verlassen. Pilot Terry Virts wird nach dem Ablegen die Steuerung über die Raumfähre übernehmen und eine komplette Umrundung der Raumstation durchführen. Während dieses sogenannten Fly-Around wird die Besatzung den äußeren Zustand der Station dokumentieren. Nachdem sich die Endeavour endgültig von der Station entfernt hat, wird die Crew damit beginnen, erneut das Hitzeschild des Orbiters mithilfe des Orbiter Boom Sensor System (OBSS), zu untersuchen.

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