Mars: Ein furchterregender Anblick

Unser roter Nachbarplanet wird von zwei winzigen Monden umkreist, deren Namen übersetzt Furcht und Schrecken bedeutet. Kürzlich entstanden neue Aufnahmen von Furcht.

Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Malin Space Science Systems.

Phobos kurz vor dem Untergang am Mars
(Bild: NASA)

Mars besitzt zwei natürliche Satelliten oder Monde, Phobos und Deimos. Am 1. Juni 2003 wurde die bereits betagte amerikanische Marssonde Mars Global Surveyor (MSG) auf den inneren der beiden, Phobos, ausgerichtet, kurz bevor dieser über dem Marshorizont untergeht.

Phobos umkreist Mars etwa dreimal am Tag in einer mittleren Entfernung von 6.000 Kilometern. Mit nur etwa 6 Promille (0,006 Prozent) der Größe des Erdmonds ist er extrem winzig. Seine Ausmaße betragen etwa 27 mal 22 mal 18 Kilometer.

Die neuen Aufnahmen zeigen Phobos zusammen mit seinem Mutterplaneten, aufgenommen von der MGS Mars Orbiter Camera. In der gleichen Zeit machte die Kamera eine Nahaufnahme von dem Mond.

Zeitgleich mit der großen Aufnahme entstand dieses Bild vom dunkelsten Objekt im Sonnensystem: Phobos.
(Bild: NASA)

Phobos ist eines der dunkelsten Objekte im Sonnensystem. Folglich mussten erst vier Weitwinkel-Aufnahmen gemacht werden, um das Bild von Phobos in dieser Form zu ermöglichen. Die Weitwinkel-Aufnahmen zeigen auch, dass Phobos nahezu farblos (dunkelgrau) ist. Die leichte orange-rote Farbe von Mars entsteht durch eine Kombination von geringen Abweichungen beim Brennpunkt bei den Blau- und Rot-Kameras gepaart mit der Reflexion von Sonnenlicht auf der Marsoberfläche.
Für einen Beobachter, der auf Phobos steht, würde Mars nahezu den ganzen Himmel ausfüllen.

Weitere faszinierende Phobos-Aufnahmen von MSG finden Sie hier. Wenn Sie mehr zum Roten Planeten lesen möchten, besuchen Sie doch unsere Rubrik Planet Mars.

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