Mars hatte möglicherweise einen Ozean

Die Beobachtungen des NASA Marslandefahrzeugs Opportunity deuten darauf hin, dass es einen großen See oder einen Ozean auf dem Mars gegeben hat. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Colorado, die heute veröffentlicht wird.

Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: University of Colorado.

Die Daten der Marssonden der NASA und der ESA sowie des Landefahrzeugs Opportunity lassen darauf schließen, dass es auf dem Mars einen See von mindestens 330 000 Quadratkilometern Oberfläche gab. Das entspricht etwa der Grösse der Ostsee.

Im März dieses Jahres hatte Opportunity in gewachsenem Fels Ablagerungen des oxidierten Metalls Hämatit gefunden, verbunden mit Sulfaten die sich nur in Verbindung mit Wasser bilden konnten. Mit Hilfe der Wärmekamera des ESA Orbiters Mars Odyssey konnte nachgewiesen werden, dass sich diese Felsen auch nördlich, östlich und westlich des Landeplatzes von Opportunity finden.

Felsen lassen sich auf Wärmebildern gut erkennen, da sie sich am Tag langsamer erwärmen als der umgebende Sand und Staub, über Nacht geben sie die gespeicherte Wärme auch langsamer wieder ab. Diese „Wärmeträgheit“ der Felsen lässt sich dann messen.

Ob sich diese Felsen tatsächlich durch die Sedimentablagerungen eines Ozeans gebildet haben, ist noch nicht bewiesen. Wenn es stimmt, dann war der Ozean tatsächlich recht groß und beweist auch, dass damals ein feuchtes Klima auf dem Mars geherrscht haben muss, was wiederum die Grundlage für Leben gewesen sein könnte.

Die derzeitige Forschung konzentriert sich darauf, herauszufinden, wie groß die Wasservorkommen waren und wie lange sie vorhanden waren. Das kann dann eine Grundlage für weitere Forschungen und auch Forschungsgelder schaffen.

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