Messenger passiert Merkur zum zweiten Mal

Am Montag vormittag mitteleuropäischer Sommerzeit flog die US-Sonde Messenger zum zweiten Mal am sonnennächsten Planeten Merkur vorbei. Dabei wurden 10 Stunden lang Bilder gemacht und Messungen vorgenommen.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.

NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington
Merkur, von Messenger fotografiert
(Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington)

Der Merkur-Flyby, bei dem die Sonde außerdem durch die Gravitation des Planeten abgebremst wurde, fand am 6. Oktober statt. Die größte Annäherung an Merkur erreichte Messenger gegen 10.45 Uhr MESZ. Aufgrund der hohen Präzision früherer Korrekturmanöver und der Nutzung des Strahlungsdrucks der Sonne mit Hilfe der Solarzellenflächen, konnte eine geplante Triebwerkszündung eingespart werden.
Bilder der letzten Tage aus größerer Entfernung lieferten bereits Hinweise auf Höhenzüge und schroffe Abhänge in der Nähe der derzeitigen Tag-Nacht-Grenze sowie Zonen mit auffällig hellem und dunklem Material in der Nähe eines Kraters. Diese interessanten Stellen können mit Hilfe der Telekamera der Sonde (NAC = Narrow Angle Camera) aber erheblich besser aufgelöst werden.

Zur Messung war die Instrumentenplattform der Sonde auf den Planeten ausgerichtet. Die Hochgeschwindigkeitsantenne zeigte dabei nicht auf die Erde. Die aufgezeichneten Daten sollen im Verlaufe des Dienstags zur Erde übermittelt werden. Man rechnet mit weit über 1.000 Detailbildern, die zu größeren Mosaiken zusammengesetzt werden. Natürlich sind auch diesmal Regionen dabei, die noch nie von einer Merkursonde erfasst wurden.

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