ESA analysiert Meteoriteneinschlag vom 8. März 2026 über Europa

Am Sonntag, dem 8. März 2026, um ca. 18:55 Uhr MEZ wurde von vielen Menschen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden ein sehr heller Feuerball beobachtet, der sich von Südwesten nach Nordosten bewegte.
Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.

Quelle: ESA / Space Safety / Planetary Defence, 9. März 2026

Der Feuerball leuchtete etwa sechs Sekunden lang und hinterließ eine sichtbare Spur am Himmel, bevor er in Stücke zerbrach. Das Ereignis wurde von vielen speziellen Meteoritenkameras, wie denen des europäischen AllSky7 fireball network, sowie von Mobiltelefonen und anderen Kameras aufgezeichnet. Einige Beobachter berichten, dass das Ereignis vom Boden aus hörbar war.
Mindestens ein Haus in der deutschen Stadt Koblenz-Güls soll von kleinen Teilen der entstandenen Meteoriten getroffen worden sein. Es gibt keine Berichte über Verletzte.

Kometeneinschlag über Europa, 8. März 2026
Credit: ALLSKY7 / Bernd Klemt – AMS76 Herkenrath/DE

ESA-Analyse des Ereignisses
Das Planetary Defence Team im Rahmen des Space Safety Programms der ESA nutzt alle verfügbaren Daten, um die Größe des Objekts zu schätzen. Derzeit geht man davon aus, dass es einen Durchmesser von einigen Metern hatte.
Objekte dieser Größenordnung treffen alle paar Wochen bis alle paar Jahre auf die Erde.

Infografik: Erläuterung der Gefahr durch Asteroiden
Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence

Der Zeitpunkt und die Richtung des Einschlags deuten darauf hin, dass das Objekt wahrscheinlich für keine der groß angelegten Teleskop-Himmelsdurchmusterungen sichtbar war, die den Nachthimmel nach solchen Objekten absuchen.
Das ist nicht ungewöhnlich: Bis heute gab es nur 11 erfolgreiche Entdeckungen von natürlichen Weltraumobjekten vor ihrem Eintritt in die Atmosphäre. Kleine Objekte, die sich der Erde aus helleren Tagesbereichen des Himmels nähern (selbst in der Dämmerung, wie in diesem Fall), werden in den meisten Fällen übersehen.
Das Planetary Defence Team der ESA arbeitet daran, die Erkennungsrate dieser Objekte vor dem Aufprall durch Aktivitäten wie das Flyeye asteroid survey telescope-Projekt zu verbessern.
Weitere Updates werden bereitgestellt, sobald neue Informationen verfügbar sind.

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