Arbeiten zur Wiederherstellung des Kontakts mit dem Koronagraphen von Proba-3 dauern an

Eine Anomalie an Bord des Koronagraphteiles der Proba-3-Mission führte zum Verlust des Kontakts zwischen dem Raumfahrzeug und der Bodenkontrolle. Die Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams arbeiten intensiv daran, die Situation wiederherzustellen.
Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.

Quelle: ESA/Enabling&Support/SpaceEngineering&Technology, 6. März 2026

Proba-3 über der Erde in Position gebracht
Credit: ESA – P. Carril, Licence: ESA Standard Licence

Am Wochenende vom 14. bis 15. Februar 2026 löste eine Anomalie an Bord des Koronagraph-Raumfahrzeugs von Proba-3 eine Kettenreaktion aus, die zu einem fortschreitenden Verlust der Lage (Ausrichtung des Raumfahrzeugs) führte und den Eintritt in den Sicherheitsmodus verhinderte.
Da das Solarpanel des Raumfahrzeugs nicht mehr zur Sonne ausgerichtet war, begann sich die Bordbatterie schnell zu entladen. Dies führte dazu, dass das Raumfahrzeug in den Überlebensmodus wechselte, in dem nur noch ein Minimum an Elektronik aktiv ist und die Datenübertragung zur Erde unterbrochen wird.
Die genaue Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams und Betreiber haben sich zusammengeschlossen, um den Kontakt zum Raumfahrzeug wiederherzustellen und die Situation zu bereinigen.
Eine ihrer Prioritäten ist es, zu untersuchen, wie das Occulter-Raumfahrzeug der Mission, das weiterhin funktionsfähig und einsatzbereit ist, sich sicher dem Coronagraph nähern und dessen Ausrichtung im Weltraum beobachten kann, um die Wiederherstellungsbemühungen zu unterstützen.
Aktuelle Informationen werden bekannt gegeben, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Proba-3-Infografik: Mission mit zwei Raumfahrzeugen
Credit: ESA-F. Zonno, Licence: ESA Standard Licence

Über Proba-3
Proba-3 ist die erste Mission der Europäischen Weltraumorganisation zur Erzeugung einer künstlichen Sonnenfinsternis. Die Mission besteht aus zwei Satelliten – dem Koronagraph und dem Occulter. Seit ihrem Start im Dezember 2024 hat das Satellitenduo nicht nur eine, sondern gleich zwei Weltpremieren vorzuweisen: den ersten präzisen Formationsflug, der die Mission für ihre erste künstliche Sonnenfinsternis im Orbit vorbereitet hat.
Nachdem alle technologischen Ziele erreicht wurden, hat die Mission bisher mehr als 60 extrem präzise Formationsflugbahnen absolviert, während derer sie den hochdynamischen inneren Bereich der Sonnenkorona beobachten konnte. Indem Proba-3 den Wissenschaftlern stundenlange wissenschaftliche Daten pro Umlaufbahn liefert, hat sie eine bedeutende Leistung in der weltraumgestützten Sonnen- und Heliophysikforschung erbracht.

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