Neuer GPS-Satellit im Orbit

Am Samstagmorgen hob von der Cape Canveral Air Force Station aus eine Delta-IV-Rakete ab. An Bord befand sich ein neuer Satellit für das Navigationssystem GPS.

Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ULA, SFN.

ULA
Der Start der Delta IV
(Bild: ULA)

Um 8:41 Uhr MESZ erhob sich die Delta IV der United Launch Alliance (ULA) von der Startrampe 37 der Cape Canaveral Air Force Station, um den neuen GPS-Satelliten IIF-2 in den Orbit zu bringen. Nach einer Minute und 42 Sekunden wurden die Feststoffbooster abgetrennt, nach vier Minuten und 15 Sekunden folgte die Hauptstufe. Nun begann die erste von drei Brennphasen für die Centaur-Oberstufe. Zwölf Sekunden später wurde die Nutzlastverkleidung, die den Satelliten schützte, abgesprengt.

Nachdem bei T+12:17 Minuten die Oberstufe zum ersten Mal heruntergefahren wurde, begann eine etwa neunminütige Freiflugphase, an deren Ende das RL-10-Triebwerk erneut gezündet wurde. Knapp 25 Minuten nach dem Start wurde dieses wieder abgeschaltet und eine längere Freiflugphase von fast drei Stunden begann. Diese wurde durch die letzte Zündung der Oberstufe beendet, welche drei Stunden und 22,5 Minuten nach dem Start abgeschlossen war. Nachdem der Satellit wenig später ausgesetzt wurde, war die Mission für die Rakete beendet.

Die Nutzlast, der GPS-IIF-2-Satellit, soll das betagte Raumfahrzeug GPS-IIA-11 ersetzen, welches vor über 20 Jahren gestartet worden war. Eine Delta 2 brachte es am dritten Juli 1991 in den Orbit. Der neue Satellit wird Navigationsdaten und weitere Dienste bereitstellen. Dazu befindet er sich in einem Orbit von etwa 20.200 km Höhe bei einer Inklination von 55°.

Zum Einsatz kam eine Delta IV vom Typ Medium+ (4,2). Dies steht für eine Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von vier Metern und zwei Festoffbooster vom Typ GEM-60. In dieser Version zum siebten Mal, insgesamt war es der 17. Start einer Delta IV.

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