NPP sendet erste Daten

Der am 28. Oktober gestartete Wettersatellit NPP wurde erfolgreich in Betrieb genommen und sendet nun erste wissenschaftliche Daten.

Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.

Elf Tage nach dem Start sendete der neue Wettersatellit NPP (NPOESS Preparatory Project) am 8. November erste Daten, welche im Rahmen der Aktivierung der verschiedenen Instrumente aufgenommen wurden. Diese vorbereitenden Arbeiten werden durchgeführt, bevor der Satellit vollständig in den operationellen Betrieb übergehen kann.
So wurde unter anderem das ATMS-Instrument (Advanced Technology Microwave Sounder) getestet, welches die Position und Menge des Wasserdampfs in der unteren Atmosphäre (0-5 km Höhe) misst. Das Instrument sendet und empfängt Radiowellen auf 22 unterschiedlichen Frequenzkanälen. Mit fünf Kanälen für Wasserdampf sowie weiteren für andere Messungen lassen sich detaillierte Profile über die vertikale Verteilung von Wasserdampf in der Atmosphäre erstellen.

NASA
Diese Aufnahme des ATMS stellt die Menge und Position des Wasserdampfs in der Atmosphäre dar. Rote Gebiete enthalten weniger Wasserdampf, blaue beinhalten Wasser in Form von Wasserdampf, Wolken und Niederschlag. In den Polarregionen steht Blau für Oberflächenschnee und -eis.
(Bild: NASA)

„Wasserdampf ist der Treibstoff für Wetterformationen und die Quelle für Niederschlag“, sagte Fuzhong Weng, Leiter der Abteilung für Satellitenklimatologie und -meteorologie der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). „Die Verteilung von Wasserdampf in Raum und Zeit ist eine entscheidende Messung, um die globalen Wettervorhersagen zu verbessern. Mit detaillierten über die vertikale Anordnung können Meteorologen den Transport von Wasserdampf in Zusammenhang mit Jetstreams besser identifizieren, welcher Wetterereignisse stark beeinflussen kann. Computerbasierte Vorhersagemodelle können die Daten über das Analysesystem einlesen und wesentliche bessere Vorhersagen hervorbringen.“

NPP stellt eine Brücke zwischen dem alten EOS (Earth Observing System) und dem neuen NPOESS (National Polar-orbiting Operational Environmental Sattelite System) dar. Er wurde am 28. Oktober auf einer Delta II-7920-Rakete gestartet. Nach zwei Zündungen der Oberstufe wurde der Satellit im polaren Orbit ausgesetzt.

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