OCO 2 soll im Februar 2013 ins All

Die US-amerikanische Raumfahrtagentur NASA plant, den Nachbau des Orbiting Carbon Observatory zur CO2-Beobachtung OCO, das am 24. Februar 2009 wegen eines Fehlers der Trägerrakete keine Umlaufbahn erreichte, im Februar 2013 in den Weltraum transportieren zu lassen.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA/JPL.

NASA/JPL
OCO 2 über der Erde – Illustration
(Bild: NASA/JPL)

Weil es im Verlauf des Fluges der von der Orbital Sciences Corporation (OSC) gebauten Taurus-XL-3110-Rakete am 24. Februar 2009 nicht zum vorgesehenen Abwurf der Nutzlastverkleidung kam, konnte keine für eine Umlaufbahn um die Erde ausreichende Geschwindigkeit erreicht werden. Der ebenfalls von OSC gebaute Satellit, welcher in rund 705 Kilometern Höhe die Erde umrunden hätte sollen, stürzte in der Spitze der Rakete zurück Richtung Erde und wurde dabei zerstört.

Anfang 2010 wurde bekannt, dass es wegen der Bedeutung des Projekts für die Klimaforschung eine Wiederauflage von OCO geben würde. Bei Kohlendioxid (CO2) handelt es sich vermutlich um dasjenige Treibhausgas, dass das Erdklima am deutlichsten beeinflusst. OCO 2 soll so, wie es schon für den Vorgängersatelliten vorgesehen war, nach Quellen und Senken von CO2 suchen. Für den Bau des neuen auf dem LeoStar-2-Bus basierenden Satelliten und seinen Transport in den Weltraum wurden 170 Millionen Dollar angesetzt.

Am 22. Juni 2010 teilte die NASA mit, dass sie OSC ausgewählt hat, um OCO 2 auf einer Rakete vom Typ Taurus XL 3110 ins All bringen zu lassen. Der derzeit geplante Starttermin liegt im Februar 2013, gestartet werden soll wieder von der Luftwaffenbasis in Vandenberg, Kalifornien. Den Wert des Startauftrags beziffert die NASA mit etwa 70 Millionen Dollar.

Raumcon:

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