Raumsonde B: Start verschoben

Der Start der Raumsonde B, die grundlegende Theorien aus der Realtivitätstheorie überprüfen soll, wurde aufgrund einiger Probleme mit der Startrakete erneut verschoben.

Ein Beitrag von lorenzzistler. Quelle: Space.com.

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Bild der Sonde

Bereits Jahrzehnte im Bau ist eine Weltraumsonde die tiefer in die allgemeine Theorie über die Gravitation von Albert Einstein eindringen soll. Das von der NASA und der Stanford Universität entwickelte Experiment soll nähere Erkenntnisse über die Struktur des Universums bringen.
Dadurch, dass das Projekt eines der schwierigsten überhaupt in der Geschichte experimentaler Physik ist kam es zu vielen technischen Pannen, kostspieligen Verzögerungen und der Androhung von Streichungen. Der Start war bisher schon öfter verschoben worden und wurde auch dieses Mal wegen technischer Probleme an der Rakete verschoben.

Die Schwerkraftsonde B soll in 644 Kilometer Höhe in eine Umlaufbahn um die Pole der Erde gebracht werden. Dort soll sie hauptsächlich zwei Dinge untersuchen:

1. Frame Dragging (frei übersetzt das mitziehen eines Rahmens): Ein rotierender massiver Körper zieht Raum und Zeit mit sich herum. Ein Kreisel der die Erde umrundet tendiert dazu von der Ebene in der er rotiert wegzukippen, weil er von der Erde mitgezogen wird. Die Sonde ist darauf ausgelegt den Frame Dragging Effekt auf ein Prozent genau zu messen.

2. Geodetic Effect(geodäsischer Effekt) Im Bezug auf die allgemeine Relativitätstheorie von Einstein ist Raum und Zeit in der Umgebung eines massiven Körpers deformiert. Dieser Effekt soll laut der Relativitätstheorie 150 mal größer sein als der Frame Dragging Effekt. Auch diesen soll die Sonde nach Möglichkeit erfassen.

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